SCA Hygiene Products AGLiquidiert

85356 Oberding, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 42709
Eingetragen
29.10.2001
Branche
Herstellung von Haushalts-, Hygiene- und Toilettenartikeln aus Zellstoff, Papier und PappeTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus HolzHerstellung von Holz- und Zellstoff
Gegenstand
Leitung einer Gruppe von Unternehmen, die insbesondere in den Bereichen Holz, Zellstoff, Papier, einschließlich Hygienepapiere und Verbundprodukte jeglicher Art, als Hersteller, Verarbeiter oder Händler tätig sind sowie Handel, Dienstleistungen und Transporte, insbesondere im Zusammenhang mit den vorgenannten Tätigkeiten, durchführen.

Historie

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Management

NameRolle
Melody Carlton
seit 16.10.2008
Prokura
Marc Kalbermatten
seit 16.10.2007
Prokura
Prokura
Günter Kaske
seit 2.10.2007
Vorsitzender des Vorstands
Klaus Lay
seit 1.12.2006
Prokura
Walter Ludwig Hirner
seit 26.10.2006
Vorstandsmitglied
Christina Rindegard
seit 23.12.2005
Prokura
Thomas Peter Wüst
seit 29.10.2001
Prokura
Wilfried Merz
seit 29.10.2001
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCA Hygiene Products AG

München

Konzernabschluss zum 31.12.2007

Inhalt

Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA

Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care

Vorstand, Aufsichtsrat, Ausschüsse des Aufsichtrats

Bericht des Aufsichtsrats

Lagebericht

Zusammengefasster Lagebericht

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Geschäftsentwicklung

Dividende

Finanz- und Vermögenslage

Investitionen

Leistungsindikatoren

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Segmentinformationen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Forschung und Entwicklung

Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Risikobericht

Corporate Governance Bericht

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Abschluss SCA Hygiene Products Konzern

Gliederung

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk

Abschluss SCA Hygiene Products AG

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Anhang

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk

Weitere Informationen

Mandatsliste von Vorstand und Aufsichtsrat

Konsolidierungskreis

Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA

Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, ist die Obergesellschaft eines internationalen Konzerns für Konsumgüter und Papierprodukte. SCA entwickelt, produziert und vermarktet Personal Care-Produkte, Tissueprodukte, Verpackungslösungen, Druckpapiere und Holzmaterialien in mehr als 90 Ländern. Die Wertschöpfung basiert auf dem Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden und Konsumenten, der regionalen Präsenz sowie effizienter Produktion.

Der Konzernumsatz lag 2007 bei 11,4 Mrd. EUR. SCA beschäftigt rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die SCA-Aktie ist an den Börsen in Stockholm und Londonnotiert.

Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care

Überblick

Die Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA), in denen die SCA Hygiene Products AG, München, mit ihren Tochtergesellschaften (SCA Hygiene Products Konzern) tätig ist, erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007 einen Gesamtumsatz von 6,0 Mrd. EUR. Dabei konnte Tissue den Umsatz 2007 um 6% auf 3,6 Mrd. EUR und Personal Care um 4% auf 2,4 Mrd. EUR steigern. In beiden Geschäftsbereichen sind insgesamt 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

SCA hat starke regionale Marken und Marken, die weltweit vertrieben werden. Der Erwerb der Marke "Tempo" im Geschäftsjahr 2007 hat die Marktposition von SCA deutlich gestärkt.

Geschäftsbereich Tissue

Der Geschäftsbereich Tissue umfasst die Segmente Consumer Tissue und Away From Home (AFH) Tissueprodukte. Zu den lokalen Marken des Geschäftsfelds Consumer Tissue zählen z. B.: "Zewa" in Deutschland, "Tempo" in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Irland, Italien und Benelux, "Velvet" in Großbritannien sowie "Edet" in Skandinavien und Benelux. "TORK" ist die Marke für AFH Tissueprodukte in Europa und Nordamerika.

Geschäftsbereich Personal Care

Im Geschäftsbereich Personal Care ist das Geschäft mit Inkontinenzprodukten, Produkten der Damenhygiene und Babywindeln zusammengefasst. Der Schwerpunkt liegt bei Inkontinenzprodukten, die weltweit unter der Marke "TENA" und im nordamerikanischen Markt zusätzlich unter der lokalen Marke "Serenity" vertrieben werden. In den Bereichen Damenhygiene und Babywindeln hat SCA regionale Marken -"Libresse" für Damenhygieneprodukte und "Libero" für Babywindeln.

Markenstrategie

Auch in Zukunft setzt SCA auf die eigenen starken, überregionalen Marken "TENA" und "TORK". Im Bereich Consumer Tissue, Babywindeln und Damenhygiene liegt der Fokus auf der dualen Markenstrategie mit bekannten regionalen Eigenmarken und den Marken des Einzelhandels. Im Rahmen der dualen Strategie wurde 2007 das Gewicht der Eigenmarken durch den Erwerb der Marke "Tempo" erfreulich gestärkt. Die internationale Präsenz von SCA sowie das Profil der Markenprodukte bilden eine solide Basis für weiteres Wachstum und die Entwicklung der Lieferbeziehungen zu den großen internationalen Handelsketten.

Vertriebswege und Marktposition

SCA vertreibt die eigenen Markenprodukte über den Einzelhandel an private Haushalte (Endverbraucher), über Großhändler und im Direktvertrieb an Industrieunternehmen, Hotels und Restaurants, Drogerien, Krankenhäuser sowie andere Institutionen des Gesundheitswesens. Dabei werden im Vertrieb zunehmend auch elektronische Medien eingesetzt. SCA hat in Europa, Nordamerika und weltweit eine gefestigte Marktpräsenz.

Marktposition in den von SCA bedienten Märkten:

Marktposition Europa Nordamerika Welt
Consumer Tissueprodukte Nr. 1 - Nr. 4
Away From Home Tissueprodukte Nr. 1 Nr. 3 Nr. 3
Inkontinenzprodukte Nr. 1 Nr. 3 Nr. 1
Damenhygieneprodukte Nr. 3 - Nr. 3
Babywindeln Nr. 2 - Nr. 5

Produktionskapazität

Im Geschäftsbereich Tissue verfügt SCA weltweit über eine Produktionskapazität von 2,4 Mio. t. In Europa werden an 21 Standorten in elf Ländern 1,4 Mio. t produziert. Der größte europäische Standort ist Mannheim (266.000 t), der größte außereuropäische Standort ist Menasha/USA (211.000 t).

Tissuekapazität in 1.000 t
Europa 1.438
Nordamerika 494
Südamerika 321
Restliche Welt 128
Gesamt 2.381

Moderne Produktionsanlagen, die weitreichende Integration der Produktionsprozesse und die Skaleneffekte über die gesamte Wertschöpfungskette (Supply Chain) gewährleisten hohe Produktivität. Die Supply Chain wird mit zielgerichteten Effizienzprogrammen ständig einem Optimierungsprozess hinsichtlich besserer Kostenstrukturen und einem höheren Servicegrad unterzogen.

Der Geschäftsbereich Personal Care produziert an 21 Standorten in 18 Ländern (u. a. in Schweden, Niederlande, Polen, Slowakei, USA, Kanada, Australien, Mexiko) Inkontinenzund Damenhygieneprodukte sowie Babywindeln. Die Standorte sind unter den Aspekten Kosten und Marktnähe auf die verschiedenen Produktgruppen ausgerichtet und werden durch die zentrale Forschung und Entwicklung sowie durch Investitionen in den Maschinenpark auf dem technologisch besten Stand gehalten.

Vorstand

 

Günter Kaske, Oberaudorf

ab 01. September 2007: Vorsitzender

bis 31. August 2007: ordentliches Mitglied

 

Walter Hirner, Mannheim

ab 01. April 2007: ordentliches Mitglied

bis 31. März 2007: stellvertretendes Mitglied

 

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering

bis 31. August 2007: Vorsitzender

Aufsichtsrat

 

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering

ab 27. November 2007: Vorsitzender

(ab 24. Oktober 2007)

Vorsitzender der SCA Hygiene Products AG i. R.

 

Paul Sklarek *, Hannover

Stellvertretender Vorsitzender

Ehemaliger Industriegruppensekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover

 

Mats Berencreutz, München

(ab 13. Februar 2007)

Leiter Geschäftsbereich SCA Tissue Europe

 

Dr. jur. Hans-Peter Binder, Berg/Starnberg

Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG i. R.

 

Patrick Cagnioncle, Marzling

Leiter Finanzen Geschäftsbereich SCA Tissue Europe

 

Alexander Damian *, Mannheim

Leiter Projekte und Technologie der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

 

Frank Gottselig *, Lampertheim

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der SCA Hygiene Products AG, München

 

Jan Åström, Djursholm/Schweden

bis 28. September 2007: Vorsitzender

bis 03. September 2007: Vorsitzender des Vorstands der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm

 

Werner Haberer *, Groß-Rohrheim

Mitglieddes Betriebsrats der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

 

Klaus Huth*, Kostheim

Vorsitzender des Betriebsrats der SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

 

Gunnar Johansson, Marzling

Leiter Geschäftsbereich SCA Personal Care

 

Prof. Dr. jur. Hans-Joachim Mertens, Königstein

 

Detlef Stutter *, Karlsruhe

Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim

* Arbeitnehmervertreter

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)

 

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg

ab 27. November 2007: Vorsitzender

 

Jan Åström

bis 28. September 2007: Vorsitzender

 

Dr. jur. Hans-Peter Binder

 

Frank Gottselig *

 

Paul Sklarek *

Personalausschuss

 

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg

ab 27. November 2007: Vorsitzender

 

Jan Åström

bis 28. September 2007: Vorsitzender

 

Dr. jur. Hans-Peter Binder

 

Frank Gottselig *

 

Paul Sklarek *

* Arbeitnehmervertreter

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Geschäftsjahr 2007 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft befasst und die Maßnahmen des Vorstands entsprechend der dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben überwacht und begleitet.

Anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung regelmäßig überwacht, Fragen der strategischen und operativen Weiterentwicklung der Gesellschaft und des SCA Hygiene Products Konzerns detailliert mit dem Vorstand erörtert und sich ausführlich mit den Geschäftsvorfällen beschäftigt, die seiner Zustimmung unterliegen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat quartalsweise schriftlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung unterrichtet. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden fortlaufend mündlich und schriftlich über wesentliche strategische und operative Einzelheiten unterrichtet gehalten. Die Überwachung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat gab keinen Anlass zu Beanstandungen.

Im Geschäftsjahr 2007 trat der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammen. Eine Beschlussfassung erfolgte im schriftlichen Verfahren. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben mindestens an der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die durchschnittliche Präsenzquote der Aufsichtsratsmitglieder je Sitzung betrug 92%.

Der Aufsichtsrat hat in jeder seiner Sitzungen die vom Vorstand erstatteten mündlichen und schriftlichen Berichte eingehend erörtert und geprüft, Abweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die hierfür maßgeblichen Gründe mit ihm diskutiert und Gegenmaßnahmen angeregt. Für zusätzliche Prüfungsmaßnahmen, etwa durch Einsichtnahme in die Unterlagen der Gesellschaft, bestand danach aus Sicht des Aufsichtsrats kein Anlass.

Der Aufsichtsrat hat zwei Ausschüsse gebildet, die sich aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzen - den Ausschuss für Dienstvertragsangelegenheiten (Personalausschuss) sowie den Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz (Vermittlungsausschuss). Der Personalausschuss hat im Geschäftsjahr 2007 zweimal getagt und dabei die in Bezug auf die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder erforderlichen Beschlüsse gefasst sowie gegenüber dem Aufsichtsrat Empfehlungen für die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden und des Arbeitsdirektors ausgesprochen. Der Ausschussvorsitzende hat in den Aufsichtsratssitzungen jeweils ausführlich über das Ergebnis der Sitzungen berichtet. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht einberufen werden.

Schwerpunkte der Beratungstätigkeit im Aufsichtsrat waren 2007 die Entwicklung der Rohstoffpreise, das Monitoring der eingeleiteten Preiserhöhungen, eine kritische Bewertung des Investitionsprogramms und des Budgets 2007, sowie die Planung und Ergebnisvorschau für das Geschäftsjahr 2007. Die Erfolgskriterien der Geschäftsbereiche SCA Tissue Europe und SCA Personal Care wurden einer eingehenden Analyse unterzogen.

In der Sitzung am 22. März 2007 hat der Aufsichtsrat dem Verkauf der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten sowie dem Bau einer Tissuemaschine in Nordamerika zugestimmt. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat in dieser Sitzung auch ausführlich über die Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble und den hierüber zwischen SCA AB und Procter & Gamble geschlossenen Vertrag unterrichtet. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat einer Erhöhung des Eigenkapitals der polnischen Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Sp. z o.o. zur Finanzierung der Investitionsvorhaben im Geschäftsbereich Personal Care im Werk Olawa/Polen zugestimmt. Weiterhin wurden die Bürgschaften, Garantien und Gewährleistungsverpflichtungen der SCA Hygiene Products AG erörtert. Die neue Management-Organisation des Geschäftsbereichs SCA Tissue Europe wurde vorgestellt und vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Mit Beschluss des Aufsichtsrats im schriftlichen Verfahren vom 25. April 2007 wurde die Zustimmung zu dem Bau einer Tissuemaschine in Russland, in der Nähe von Moskau erteilt. Das Projekt war in mehreren vorangehenden Aufsichtsratssitzungen eingehend beraten worden.

In der Aufsichtsratssitzung am 03. August 2007 erläuterte der Vorstand den Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 17. Juli 2007 im Spruchstellenverfahren einschließlich der wesentlichen Entscheidungsgründe sowie das für die Abwicklung der Nachzahlungsansprüche vorgesehene Verfahren. Der Halbjahresfinanzbericht wurde vorgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Außerdem erfolgte eine Beratung über den aktuellen Stand des Verfahrens vor der Europäischen Kommission hinsichtlich der Übernahme der europäischen Tissueaktivitäten von Procter & Gamble durch SCA und eine Diskussion möglicher Auflagen.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 26. September 2007 hat der Aufsichtsrat die Auflagen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble durch die Muttergesellschaft SCA AB beraten. Der Aufsichtsrat hat dabei der Erfüllung der behördlichen Auflagen, insbesondere dem Verkauf der Taschentuchmarke "Softis" für die Märkte in Deutschland und Österreich durch die SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, zugestimmt. Durch den Kauf der Marke "Tempo" wird das Geschäft mit Eigenmarken des Geschäftsbereichs SCA Tissue Europe deutlich gestärkt.

Gegenstand der Sitzung am 27. November 2007 war auch die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat dabei insbesondere die von der Regierungskommission beschlossenen Änderungen des Kodex diskutiert, die am 14. Juni 2007 in Kraft getreten sind. Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat am 27. November 2007 die Erklärung nach § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen des Kodex abgegeben. Die aktuelle und alle früheren Entsprechenserklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch erneut eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durchgeführt. Überprüft wurden insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Vorstand sowie die in den Sitzungen geleistete Arbeit. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen waren die Auswirkungen der Steuerreform 2008 in Deutschland auf den Konzern, das Restrukturierungsprogramm in Großbritannien und der Projektfortschritt beim Bau der neuen Tissuemaschine in Russland. Der Aufsichtsrat erteilte zudem seine Zustimmung zu einer nochmaligen Erhöhung des Eigenkapitals der polnischen Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Sp. z o.o. zur Finanzierung der Investitionsprojekte 2008 im Werk Olawa/Polen.

Die Hauptversammlung am 03. August 2007 hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2007 gewählt. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlüsse der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2007 sowie den zusammengefassten Lagebericht der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das Risikomanagement-System beurteilt und dabei festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für die Bilanzsitzung am 30. April 2008 die Jahresabschlüsse der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns sowie der zusammengefasste Lagebericht und die Prüfberichte rechtzeitig zugestellt. Der Vorstand hat die Unterlagen in der Bilanzsitzung zusätzlich auch mündlich erläutert. Die Wirtschaftsprüfer haben in dieser Sitzung umfassend über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Prüfberichte entsprachen den gesetzlichen Anforderungen aus §§ 317, 321 Handelsgesetzbuch und enthielten keine Hinweise nach § 321 Abs. 1 Satz 3 Handelsgesetzbuch.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der SCA Hygiene Products AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns auch seinerseits eingehend geprüft, mit Vorstand und Wirtschaftsprüfer detailliert diskutiert, und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat teilt die vom Vorstand im Lagebericht gegebene Einschätzung der Gesellschaft und des Konzerns. Er hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der SCA Hygiene Products AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an, der eine Dividende in Höhe von 14,45 EUR je Aktie vorsieht; dies entspricht der vom Oberlandesgericht München am 17. Juli 2007 festgesetzten Garantiedividende von 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

In der Aufsichtsratssitzung am 21. Februar 2008 hat der Aufsichtsrat die Durchführung des vom Vorstand in der Aufsichtsratssitzung vom 27. November 2007 bereits erläuterten und vom Aufsichtsrat befürworteten Restrukturierungsprogramms bestätigt und die damit verbundenen Wertminderungen im Anlagevermögen gebilligt. Es dient der Anpassung der Produktionskapazitäten an die Marktsituation und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit. Zur Unterstützung des geplanten Wachstums in Russland hat der Aufsichtsrat die Investition in einen neuen Standort zur Produktion von Personal Care-Produkten in Russland genehmigt. Weitere Beratungsschwerpunkte waren der vorläufige Jahresabschluss 2007 der SCA Hygiene Products AG, die Investitionsausgaben 2007, das Investitionsbudget sowie die Ergebnisplanung 2008, das Risikomanagementsystem und der Compliance-Status im Konzern. Eingehend erörtert wurden die geplanten und erzielten Effizienzverbesserungen in der Supply Chain.

In der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2007 wurde Herr Dipl.-Ing. Walter Hirner zum ordentlichen Vorstandsmitglied mit dem Ressort Technik der SCA Hygiene Products AG bestellt.

Herr Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor, ist zum 30. August 2007 in den Ruhestand getreten. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine langjährige erfolgreiche Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft viel Glück. In der Aufsichtsratssitzung am 03. August 2007 wurden mit Wirkung zum 01. September 2007 Herr Dipl. Kfm. Günter Kaske zum Vorstandsvorsitzenden und Herr Dipl. Ing. Walter Hirner zum Arbeitsdirektor bestellt. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand dem Aufsichtsrat eine neue, angepasste Geschäftsordnung vorgeschlagen, die der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen hat und die der Vorstand daraufhin verabschiedet hat.

Herr Dipl.-Ing. Mats Berencreutz wurde am 13. Februar 2007 durch Beschluss des Amtsgerichts München/Registergericht zum Mitglied des Aufsichtsrats bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt. In der Hauptversammlung vom 03. August 2007 wurde Herr Mats Berencreutz durch Wahl bestellt.

Herr Jan Åström hat sein Mandat als Aufsichtsrat und Aufsichtsratsvorsitzender zum 28. September 2007 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine langjährige erfolgreiche Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

Herr Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg wurde am 24. Oktober 2007 durch Beschluss des Amtsgerichts München/Registergericht zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 27. November 2007 zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Management, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SCA Hygiene Products AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

München, 30. April 2008

SCA Hygiene Products AG

Der Aufsichtsrat

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Vorsitzender

Lagebericht

Zusammengefasster Lagebericht

Geschäftsverlauf, Lage sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der SCA Hygiene Products AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften sind gleichgelagert, da SCA Hygiene Products AG als Managementholding tätig ist. Daher wurden die Lageberichte der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns wie in den Vorjahren zusammengefasst. Über Unterschiede wird gesondert berichtet.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage

Die Weltwirtschaft blieb 2007 auf einem abgeschwächten Wachstumskurs; die Wachstumsraten der großen Wirtschaftsräume gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Sie liegen nach vorläufigen Berechnungen für die USA bei 2,2% (2006: 2,9%), in der Europäischen Union bei 2,7% (2006: 3,1%) und in Deutschland bei 2,5% (2006: 2,9%). Die durch die Immobilienkrise in den USA ausgelösten Probleme an den Finanzmärkten belasten zunehmend die Realwirtschaft und die Konjunkturaussichten.

Beschaffungsmarkt

Der Mitte 2005 begonnene kontinuierliche Preisanstieg auf dem Zellstoffmarkt setzte sich über das gesamte Jahr bis zu einem Preis von 865 USD/t im Dezember 2007 (Dezember 2006: 730 USD/t) fort. Der Preisanstieg gegenüber dem Jahresbeginn betrug 18%. Der Durchschnittspreis für Nadelsulfatzellstoff lag mit 793 USD/t um 17% über dem Vorjahr. Auf Euro-Basis fiel der Anstieg des Zellstoffpreises aufgrund der Währungskursentwicklung mit 8% deutlich geringer aus. Ein Viertel des Zellstoffbedarfs für die Tissueerzeugung wird durch die eigene Zellstofffabrik in Mannheim gedeckt.

Die Altpapierpreise stiegen sowohl in Europa (25%) als auch in Nordamerika (50%) deutlich an. Die Versorgung der Fabriken war trotz des starken und preistreibenden Exports nach Asien dank des guten Altpapieraufkommens gesichert.

Die energieintensive Papierbranche hatte ab 2005 mit dramatisch gestiegenen Energiepreisen zu kämpfen. Gegenüber dem Jahr 2006 kam es 2007 durch den Rückgang der Energiekosten für SCA um rund 7% zu einer leichten Entlastung. Trotz dieses Rückgangs 2007 liegt dieser für die Papierbranche wichtige Kostenfaktor bei SCA immer noch 15% über dem Preis des Jahres 2005 und 33% über dem Preisniveau des Jahres 2004. Politische Einflüsse, wie der Streit um das iranische Atomprogramm, Unruhen in Nigeria und Pakistan, und Spekulationen prägten weiterhin die Entwicklung an den Energiemärkten. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent stieg von 50 USD im Januar 2007 auf 96 USD am Jahresende. Im Durchschnitt lagen die Preise um 11% über dem Vorjahr, dabei waren sie in der ersten Jahreshälfte durch das milde Klima begünstigt. Die Gasnotierungen folgten den Preisentwicklungen am Ölmarkt mit einer Zeitverzögerung, lagen aber im Vorjahresvergleich 7% niedriger. Eine deutliche Entlastung war in den SCA-Werken in Großbritannien festzustellen, hierzu trug auch die Inbetriebnahme von neuen Import-Pipelines bei.

Nach dem starken Preisanstieg 2006 wurde der Holzmarkt in Mitteleuropa 2007 im Segment Nadelholz von den Auswirkungen des Sturms "Kyrill" geprägt. Über Nacht vom 18. auf den 19. Januar waren allein in Deutschland über 40 Mio. Festmeter Holz entwurzelt oder gebrochen, davon etwa 90% Fichte. Die Holzpreise für Nadelstammholz gingen infolgedessen ca. 35% zurück, was die Sägeindustrie zu einer deutlichen Steigerung ihrer Schnittholzproduktion veranlasste. Das wiederum erhöhte das Angebot an Sägewerkshackschnitzeln - dem Hauptrohstoff für die Zellstofferzeugung im SCA-Werk in Mannheim - überproportional, was zu einer Kostenentlastung im 2. Quartal 2007 führte. Im Laufe des 3. Quartals ging die Schnittholzproduktion der mitteleuropäischen Sägeindustrie aufgrund zunehmender Absatzschwierigkeiten im In-und Ausland und knappen Frischholzangebots immer mehr zurück, so dass auch die Preise für Sägenebenprodukte, bei denen die Zellstoff- und Papierindustrie in starkem Nachfragewettbewerb mit der Holzwerkstoffindustrie und einigen Energieerzeugern sowie den Produzenten von Pellets steht, wieder anstiegen. Im Durchschnitt lagen die Kosten für Nadelholz in Mannheim dennoch um 10% über dem Vorjahresniveau. Bei Buchenholz war der Markt weiterhin von der gestiegenen Nachfrage nach Brennholz gekennzeichnet und erfuhr auch durch "Kyrill" keine Entlastung. Die Kosten für Buchenindustrieholz lagen um ein Drittel höher als 2006.

Geschäftsentwicklung

Geschäftsjahr 2007

2007 war das Geschäft in Europa durch ein Umfeld geprägt, in dem der über mehrere Jahre zu verzeichnende Preisrückgang bei Consumer Tissue nicht nur zum Stillstand gekommen ist, es konnten sogar nachhaltig höhere Verkaufspreise am Markt durchgesetzt werden. Im Segment Personal Care konnte wie schon in den Vorjahren das Volumen deutlich gesteigert werden. Preisbelastend wirkten sich für die Inkontinenzprodukte nach wie vor die staatlichen Maßnahmen zur Kostensenkung im Gesundheitswesen aus. In Nordamerika und in Europa konnte das Away From Home (AFH) Geschäft höhere Verkaufspreise durchsetzen. Das Tissuegeschäft belasteten sowohl in Europa als auch in den USA stark gestiegene Kosten für Altpapier. Die Energiekosten waren gegenüber 2006 leicht rückläufig, lagen aber immer noch signifikant über dem Niveau der Jahre 2005 und 2004. Hinzu kamen Kostenerhöhungen bei der Zellstoffbeschaffung aufgrund der Entwicklung der Weltmarktpreise, deren Effekt durch die Relation des Euro zum US-Dollar etwas gemildert wurde.

Umsatz

Der SCA Hygiene Products Konzern erzielte 2007 einen Umsatz von 3.572 Mio. EUR (2006: 3.659 Mio. EUR). Der Rückgang von 87 Mio. EUR resultiert aus dem Verkauf der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten (-286 Mio. EUR) und aus negativen Währungskurseffekten (-85 Mio. EUR). Ohne diese Einflüsse ist der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten um 9% (284 Mio. EUR) gestiegen. In Europa sind insbesondere die Wachstumsraten von 20% in Russland (auf 145 Mio. EUR) und von 70% in Polen (auf 77 Mio. EUR) hervorzuheben. Der Anteil des Umsatzes in Nordamerika am Konzernumsatz verringerte sich von 35% auf 27%.

Ergebnis - Konzern

Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern lag 2007 mit 78 Mio. EUR um 69 Mio. EUR unter dem Ergebnis des Vorjahres (2006: 147 Mio. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Einmaleffekte aufgrund der Wertminderungen im Sachanlagevermögen von 125 Mio. EUR für Restrukturierungen im Bereich Tissue und der Veräußerung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten zurückzuführen. Bereinigt um diese außerordentlichen Aufwendungen hat sich das operative Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten um 52 Mio. EUR deutlich verbessert. Insbesondere haben hierzu die erzielten Verkaufspreissteigerungen beigetragen, die den Anstieg der Rohstoffpreise mehr als kompensieren konnten. Hinzu kamen deutliche Mengensteigerungen im Bereich Personal Care sowie kostenmindernde Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich um 52 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dazu beigetragen haben höhere Ergebnisse der assoziierten Unternehmen, ein verbesserter Zinssaldo in Folge der deutlich reduzierten Nettoverschuldung und Währungskursgewinne aus Sicherungsgeschäften.

Der Jahresüberschuss lag im Geschäftsjahr 2007 bei 81 Mio. EUR (2006: 105 Mio. EUR).

Ergebnis - SCA Hygiene Products AG

Der Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products AG (Muttergesellschaft) betrug 108,3 Mio. EUR (2006: 214,9 Mio. EUR). Im Vorjahreswert enthalten ist eine Auflösung von Rückstellungen für Ertragsteuern und damit verbundener Zinsaufwendungen in Höhe von 188,6 Mio. EUR. Nach Einstellung von 5,8 Mio. EUR in die Anderen Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 102,5 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn für die Ausschüttung einer Dividende von 14,45 EUR je Aktie zu verwenden.

Restrukturierungen

In der philippinischen Tochtergesellschaft wurde im 1. Halbjahr 2007 eine kleinere Tissuemaschine stillgelegt und eine Verarbeitungsmaschine für Inkontinenzprodukte zu einer Schwestergesellschaft in Malaysia umgesetzt. Der Vertrieb von Tissue- und Personal Care-Produkten sowie die Produktion an der verbleibenden Tissuemaschine und in der Tissueverarbeitung werden auf Basis der jetzt erreichten kostengünstigeren Struktur fortgesetzt.

Die Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der obersten Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, München, hat dem Konzern die Chance eröffnet, Synergieeffekte im Produktportfolio und in der Produktionsstruktur zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen. In diesem Zusammenhang hat SCA Hygiene Products AG ein Restrukturierungsprogramm für das europäische und nordamerikanische Tissuegeschäft aufgesetzt, das auch Produktionsanpassungen vorsieht. Dies hat zu Wertminderungen im Anlagevermögen geführt, die das Ergebnis des Jahresabschlusses 2007 einmalig mit 125 Mio. EUR belasten.

Dividende

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der SCA Hygiene Products AG von 102,5 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 14,45 EUR je Aktie zu verwenden.

Finanz- und Vermögenslage

Kapitalflussrechnung

Der SCA Hygiene Products Konzern erzielte einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 290 Mio. EUR (2006: 178 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das um die Sondereffekte bereinigte verbesserte operative Ergebnis, der Entwicklung des Working Capital und geringere Steuerzahlungen zurückzuführen.

Die Nettoverschuldung des Konzerns, bestehend aus Finanzanlagen, flüssigen Mitteln, Fair Value Derivaten, Finanzschulden, Pensionsrückstellungen und aktivischen und passivischen Zinsabgrenzungen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 492 Mio. EUR auf 401 Mio. EUR.

SCA Hygiene Products AG (Muttergesellschaft) erzielte einen Cashflow aus der Geschäftstätigkeit von 166 Mio. EUR (2006: 345 Mio. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Dividendenzuflüsse aus den Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen.

Bilanzstruktur - Konzern

Die Bilanzsumme von 3.481 Mio. EUR lag am 31. Dezember 2007 um 12% unter dem Vorjahr. Dabei reduzierte sich der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 41% (2006: 44%).

Bilanzstruktur des Konzerns

Mio. EUR 2007 2006
Anlagevermögen 2.053 2.342
Umlaufvermögen (1) 1.428 1.599
Bilanzsumme 3.481 3.941
Eigenkapital 1.601 1.696
Langfristige Verbindlichkeiten 466 529
Kurzfristige Verbindlichkeiten (1) 1.414 1.716

(1) Inklusive zum Verkauf vorgesehener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr von 43% auf 46%. Das langfristig gebundene Vermögen war zu 100% (2006: 95%) durch langfristiges Kapital finanziert. Damit haben sich die wesentlichen Bilanzkennzahlen weiterhin solide entwickelt.

Bilanzstruktur - SCA Hygiene Products AG

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2007 auf 999 Mio. EUR. (2006: 953 Mio. EUR). Aufgrund dieses Anstiegs und einer um 67 Mio. EUR gesunkenen Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 52% auf 57%.

Bilanzstruktur SCA Hygiene Products AG

Mio. EUR 2007 2006
Anlagevermögen 1.431 1.433
Umlaufvermögen 323 388
Bilanzsumme 1.754 1.821
Eigenkapital 999 953
Rückstellungen 57 52
Verbindlichkeiten 698 816

Investitionen

Der SCA Hygiene Products Konzern hat 2007 170 Mio. EUR in das Sachanlagevermögen investiert und damit die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 47 Mio. EUR gesenkt.

Im Bereich Tissue standen der Beginn des Aufbaus des neuen Produktionsstandorts in Tula/Russland für Tissueprodukte mit 28 Mio. EUR sowie der Bau der neuen Tissuemaschine in Barton/USA mit 23 Mio. EUR im Vordergrund. In die deutschen Standorte in Mannheim und Wiesbaden wurden 23 Mio. EUR investiert. Im Werk Mannheim wurde eine Investition begonnen, mit der in 2008 ein neues, innovatives Wischtuch produziert wird. Im Werk Kostheim wurde eine Produktionsanlage für Rollenhandtücher in Betrieb genommen.

Im Bereich Personal Care wurde insbesondere die Kapazität des Werks Olawa/Polen, das auf die Produktion von Babywindeln und Inkontinenzprodukten ausgerichtet ist, mit einem Investitionsvolumen von 20 Mio. EUR erweitert. Hinzu kamen Erweiterungsmaßnahmen in den Niederlanden mit 9 Mio. EUR.

Leistungsindikatoren

Der Operating Surplus (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Ertragsteuern) im Konzern, bereinigt um die veräußerten nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten, betrug im Berichtsjahr 387 Mio. EUR (2006: 333 Mio. EUR). Die Marge (Operating Surplus im Verhältnis zum Umsatz) stieg auf 10,8% (2006: 9,1%).

Der Operating Profit (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) im Konzern, bereinigt um die Einmaleffekte wie die veräußerten nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten und die Wertminderungen, betrug im Berichtsjahr 226 Mio. EUR (2006: 174 Mio. EUR). Die Marge (Operating Profit im Verhältnis zum Umsatz) stieg auf 6,4% (2006: 5,2%).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Vertrag vom 11. Oktober 2007 hat SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, aufgrund der Auflagen der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit dem Erwerb des Tissuegeschäfts von Procter & Gamble in Europa durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, München, die Taschentuchmarke "Softis", einschließlich der dazugehörigen Verarbeitungsanlagen, für die Absatzregionen Deutschland und Österreich an das Tissueunternehmen Sofidel S.p.A., Porcari/Italien, veräußert. Der Umsatz mit diesem Markenprodukt betrug rund 23 Mio. EUR. Der Vertrag wurde am 14. Januar 2008 vollzogen.

Im April 2008 hat der Konzern im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm die Mitarbeiter über die geplante Schließung der Tissue-Erzeugung am Standort Tawd in Skelmersdale/Großbritannien sowie Anpassungsmaßnahmen in der Tissue-Verarbeitung informiert.

Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Der Blick auf die Jahre 2008 und 2009 ist von verhaltenem Optimismus geprägt. Die Fachinstitute sehen die konjunkturelle Entwicklung aufgrund der Verwerfungen an den Kapitalmärkten und dem Konjunkturabschwung in den USA zunehmend kritisch. Davon wird auch SCA als Hersteller von Tissue- und Personal Care-Produkten berührt. Die Restrukturierungsmaßnahmen werden 2008 zunehmend ihren Niederschlag in der Gewinn- und Verlustrechnung finden. Die Anstrengungen von SCA im Warengruppen Management, mit Innovationen im Produktprogramm und im Service werden das Angebot von SCA erneut verbessern.

Die Entwicklung bei den Kosten für Zellstoff und Altpapier sowie für Energie bleibt eine Herausforderung für die gesamte Branche. Neben bereits realisierten Verkaufspreiserhöhungen wird SCA sich verstärkt um weitere Erhöhungen bemühen, um die Kostensteigerungen zu kompensieren und die Profitabilität des Geschäfts zu verbessern. Mit den geplanten Absatzsteigerungen bei Personal Care wird SCA am Marktwachstum teilnehmen.

Vor diesem Hintergrund erwartet SCA Hygiene Products eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2007.

Segmentinformationen

Geschäftsfeld Tissue

Das Sortiment von Consumer Tissue umfasst Toilettenpapiere, Haushaltsrollen, Taschentücher, Gesichtstücher und Servietten. Der Bereich Tissue für Großabnehmer - Away From Home (AFH)- bietet komplette Hygienelösungen für Hotels, Restaurants, Catering, Industrie und Institutionen an.

Strategie

SCA ist weltweit der drittgrößte und in Europa der größte Anbieter von Tissueprodukten und gründet ihre Strategie auf der Kenntnis der Kunden-und Konsumentenbedürfnisse, einer hohen Innovationsrate und einer effiziente Wertschöpfungskette. Strategische Schwerpunkte sind:

Kundenorientierung mit einem attraktiven Produktsortiment durch Innovation und Produktentwicklung

Stärkung der Markenposition im Consumer Tissuegeschäft, kombiniert mit attraktiven Angeboten für Handelsmarken

Globale Markenplattform "TORK" im AFH Geschäft

Partnerschaften mit führenden Distributoren und Einzelhändlern

Verbesserung der Wertschöpfungskette durch effiziente Produktion

Präsenz in den Wachstumsmärkten

Für den stark wachsenden osteuropäischen Markt wird eine neue Tissuefabrik in Russland in der Region Moskau errichtet und im 1. Quartal 2009 in Betrieb genommen. Die lokale Produktion wird die führende Marktposition von SCA in Russland, ein Markt mit einer Wachstumsrate von 8% pro Jahr, festigen. So wurde die Marke "Zewa" 2007 von der Russischen National Trade Association in der Kategorie Toilettenpapiere zum "Product of the Year" ausgezeichnet.

Consumer Tissue

Weltweit werden Consumer Tissueprodukte mit einem Wert von 31,4 Mrd. EUR hergestellt, wobei auf Europa ein Anteil von 25% entfällt. Das Marktwachstum beträgt in Europa durchschnittlich 3% jährlich. Osteuropa weist bei einem niedrigeren Pro-Kopf-Verbrauch eine deutlich höhere Wachstumsrate auf.

Mit einem Marktanteil von 26% ist SCA Marktführer bei Consumer Tissueprodukten in Europa. SCA hat mit den Marken "Zewa" in Deutschland und Österreich, mit der Marke "Edet" in Skandinavien und den Niederlanden und mit der Marke "Velvet" in Großbritannien eine starke, regionale Präsenz. Mit "Zewa" ist SCA Marktführer in Osteuropa. 2007 wurde mit der Akquisition der europäischen Tissueaktivitäten von Procter & Gamble durch die SCA AB auch die Marke "Tempo" erworben und das Markenprofil von SCA deutlich verbessert.

Darüber hinaus ist SCA bei Consumer Tissue größter Anbieter von Handelsmarken in Europa mit starken Positionen in den meisten europäischen Märkten.

Marktanteile

Consumer Tissue Europa
SCA 26%
Kimberly-Clark 14%
Georgia-Pacific 13%
Sofidel 7%
Metsä Tissue 6%
Karto Group 4%
Andere 30%

Der starke Wettbewerb sowohl bei den Herstellern als auch bei den Abnehmern, dem Einzelhandel, hielt 2007 an. SCA hat die Ressourcen hinsichtlich Kundenverständnis, Innovation und Produktentwicklung verstärkt und bietet den Einzelhändlern ein komplettes Sortiment in höchster Qualität mit SCA-Marken und mit Handelsmarken an. Hinzu kommt ein Voll-Service-Angebot, das nicht nur Herstellung und Lieferung, sondern als Service-Kooperation auch Aspekte wie Design, Produktentwicklung, Sortiment, Marketing und Logistik abdeckt.

Die Nachfrage nach Consumer Tissueprodukten war 2007 zufriedenstellend. Erste Priorität für SCA hatte jedoch die Verbesserung der Erlössituation. Preiserhöhungen und Einsparungen aus dem Effizienzprogramm trugen zur positiven Ergebnisentwicklung bei.

Um die führende Marktposition auszubauen, wurden 2007 neue innovative Produkte auf den Markt gebracht. Mit "Zewa Haus und Garten" wurde ein besonders nass-und reißfestes Universaltuch für den Gebrauch im Garten und Hobbybereich entwickelt. SCA vertreibt das Produkt über die Bau-und Heimwerkermärkte: Ein neuer Vertriebsweg für Consumer Tissueprodukte.

AFH Tissueprodukte

Der Weltmarkt für AFH Tissueprodukte beläuft sich auf 9,3 Mrd. EUR, wobei 39% des Gesamtvolumens auf Nordamerika und 34% auf Europa entfallen. Das Sortiment umfasst Papierhandtücher, Toilettenpapier, Servietten, Gesichtstücher, Tissueprodukte für die Industrie sowie Ergänzungsprodukte und Serviceleistungen für komplette Hygiene-Systemlösungen. SCA vertreibt das Produktsortiment im Wesentlichen unter der Marke "TORK".

Der Markt wächst in Europa jährlich um 2% und mit einer etwas geringeren Wachstumsrate in Nordamerika. Außerhalb von Nordamerika und Europa ist die Marktdurchdringung für AFH Produkte bei leicht höheren Wachstumsraten niedriger. In Osteuropa liegt die Umsatzentwicklung von SCA mit AFH-Produkten deutlich über dem Marktwachstum.

Der Markt besteht auf der Kundenseite aus den Gruppierungen Hotels, Restaurants, Catering (HoReCa), der Industrie, dem Gesundheitswesen sowie den Unternehmen im Sektor Gebäudemanagement. Das höchste Wachstum ist im Bereich HoReCa aufgrund der Zunahme an Restaurants und der gestiegenen Besucherfrequenz sowie der Entwicklung im Tourismus zu verzeichnen.

Die Produkte werden über Großhändler und so genannte Facility Service Companies (z. B. Gebäudereiniger) oder direkt an die Endkunden vertrieben. Aufgrund der Konsolidierung in den Märkten werden die Kunden immer internationaler und umsatzstärker, ein Trend, von dem SCA als international tätiges Unternehmen profitiert.

Marktanteile

AFH Tissueprodukte Europa Nordamerika
SCA 17% 19%
Kimberly-Clark 16% 20%
Georgia-Pacific 12% 30%
Andere 55% 31%

SCA ist mit einem Marktanteil von 17% der größte Anbieter von AFH Produkten in Europa. In Nordamerika nimmt SCA mit einem Marktanteil von 19% die dritte Marktposition ein.

Die Nachfrage nach AFH Tissueprodukten war 2007 insgesamt zufriedenstellend. Auch in diesem Bereich hatte die Verbesserung des Erlösniveaus für SCA erste Priorität. SCA konnte trotz des zunehmenden Wettbewerbs die Erlöse in Europa und Nordamerika steigern und die Ergebnissituation trotz steigender Rohstoffkosten verbessern.

Neben dem Direktgeschäft wurden die Kooperationen mit strategischen Handelspartnern, die ihren nationalen und internationalen Kunden europaweit Hygieneartikel und Dienstleistungen anbieten, intensiviert. Im Fokus stand dabei auch, den Anteil der "TORK"-Premiumprodukte deutlich zu steigern. Dies wird durch kundenspezifische "TORK"-Schulungen unterstützt, in denen mit den Kunden auch Kosten-Nutzen-Analysen für einen optimalen Produkteinsatz erarbeitet werden.

Im Laufe des Jahres wurden neue, verbesserte Spendersysteme für Papierhandtücher und Servietten am Markt eingeführt. Diese umfassen auch neu gestaltete Systeme im AluminiumDesign, die 2007 bei der Cleaning Management Services (CMS) - Messe in Berlin mit dem Designerpreis "Purus" ausgezeichnet wurden. Für den Handwerker-und Werkstättenbereich wurde ein in der Festigkeit deutlich verbessertes Non-Woven-Wischtuch entwickelt und am Markt eingeführt.

In Nordamerika wurde die Marke "TORK" eingeführt und die früher unter anderen Markennamen angebotenen Produkte unter "TORK" zusammengeführt. Dies ist ein weiterer Schritt, "TORK" zu einer globalen Marke aufzubauen. SCA hat den drittgrößten Marktanteil in Nordamerika bei deutlich verbesserten Erlösen gehalten und liegt nur knapp hinter der zweiten Position. Eine besonders starke Stellung hat SCA mit Servietten im Restaurantsektor; jede zweite Serviette wird in Nordamerika von SCA geliefert.

Am Standort Barton/USA, wird im Sommer 2008 eine neue Tissuemaschine mit einer Kapazität von 70.000t in Betrieb genommen. Die Kapazität des Standorts erhöht sich mit dieser Investition auf 170.000t. Die neue Tissuemaschine wird zu einer verbesserten Kostenposition und einer höheren Qualität führen.

Geschäftsfeld Personal Care

SCA ist weltweit der größte Anbieter von Inkontinenzprodukten und hat führende regionale Marktpositionen bei Babywindeln und Damenhygiene. Die Stärken von SCA liegen im Wissen um die Kundenbedürfnisse, in der innovativen Produktentwicklung, in den bekannten Marken und in der effizienten Wertschöpfungskette.

Strategie

Strategische Schwerpunkte sind:

Innovative Produktentwicklung zur Stärkung der Marktposition auf Basis des Wissens um die Kundenwünsche

Entwicklung der weltweiten Marktführerschaft mit Inkontinenzprodukten

Sicherung und Erschließung führender Positionen in schnell wachsenden Märkten

Verbesserung der Wertschöpfungskette durch effiziente Produktion und Distribution

Das Sortiment von Personal Care besteht aus Inkontinenzprodukten, Babywindeln und Produkten für Damenhygiene. Die Nachfrage nach Personal Care-Produkten war auch 2007 lebhaft. Der Wettbewerb war unverändert intensiv. Im osteuropäischen Markt konnte SCA deutlich zulegen. Der Anstieg der Materialkosten beeinträchtigte das Ergebnis, da ein großer Teil des Materialeinsatzes aus Rohstoffen besteht, die auf der Basis von Rohöl hergestellt werden. Die Profitabilität des Geschäfts war jedoch unvermindert stark, da die gestiegenen Rohstoffkosten durch hohes Mengenwachstum und einen verbesserten Produktmix überkompensiert werden konnten.

Der 2006 neu in Betrieb genommene Fertigungsstandort für Babywindeln und Inkontinenzprodukte in Olawa/Polen für den osteuropäischen Markt wurde mit weiteren Verarbeitungsmaschinen ausgestattet.

Anfang 2008 wurde entschieden, einen Produktionsstandort in Russland, südlich von Moskau, zu errichten, dessen Inbetriebnahme für das 2. Halbjahr 2009 vorgesehen ist.

Inkontinenzprodukte

Inkontinenzprodukte werden über unterschiedliche Vertriebswege unter der Marke "TENA" als komplettes Produktsortiment weltweit vertrieben. Die Vertriebskanäle sind im Wesentlichen der Einzelhandel, der institutionelle Bereich (z. B. Krankenhäuser, Seniorenheime), Apotheken und Spezialgeschäfte für medizinische Produkte.

Der Weltmarkt beläuft sich auf rund 5 Mrd. EUR, wobei auf Nordamerika 30%, Europa 45% und Asien 20% entfallen. Das durchschnittliche Marktwachstum beträgt 5% jährlich, insbesondere getragen durch den zunehmenden Vertrieb über den Einzelhandel. Das Marktwachstum ist abhängig von der demografischen Entwicklung und der Kaufkraft. Mit der Zunahme der älteren Bevölkerung und der steigenden Kaufkraft, insbesondere in den sich entwickelnden Regionen, steigt auch die Zahl der potenziellen Kunden. Hinzu kommen die höhere Verfügbarkeit der Produkte auch im Einzelhandel, die zunehmende Akzeptanz der Inkontinenzproblematik im Bewusstsein der Verbraucher und die verstärkte Werbung für diese Produkte. Die Nachfrage im institutionellen Bereich ist beeinflusst durch die Kostensenkungsbemühungen der Gesundheitssysteme.

Mit einem Marktanteil von 26% ist SCA weltweit größter Anbieter von Produkten für die schwere und leichte Inkontinenz. Dabei belegt SCA die erste Position im europäischen und die dritte Position im nordamerikanischen Markt.

Marktanteile

Inkontinenzprodukte Welt
SCA 26%
Kimberly-Clark 11%
Covidien 8%
Hartmann 7%
Unicharm 6%
Ontex 4%
Andere 38%

2007 konnte SCA die führende Weltmarktposition festigen und das Geschäft im Einzelhandel in Europa und Nordamerika weiter ausbauen. Anfang 2007 wurde das gesamte Sortiment für schwere Inkontinenz einer Produktverbesserung unterzogen. Mit einer neuen Absorptionstechnologie wurden die Produkte "TENA Flex", "TENA Pants", "TENA Slip" und "TENA Comfort" im Tragekomfort durch schnellere und verbesserte Aufnahme von Flüssigkeiten weiterentwickelt.

Damenhygiene

Der Markt für Damenhygiene umfasst weltweit ein Volumen von 9,7 Mrd. EUR. Rund 50% des Marktes entfallen auf Binden und je 25% auf Slipeinlagen und Tampons. Hauptmarkt von SCA ist Europa. Hier belegt SCA die dritte Position. Das Wachstum in Westeuropa liegt aufgrund des niedrigeren Anteils von Frauen im gebärfähigen Alter niedriger als in Osteuropa, in dem zusätzlich auch der Verwendungsgrad dieser Produkte noch auf einem niedrigeren Niveau liegt. Der europäische Markt für Damenhygieneprodukte war unverändert von einem intensiven Wettbewerb mit Marketingaktivitäten von allen großen Herstellern geprägt. SCA konzentriert die Produktentwicklung auf das Geschäft mit Binden und Slipeinlagen, das in einer globalen Marken-Plattform gebündelt ist. Gestützt wird diese Plattform durch das "Secure Fit"-Konzept, d. h. SCA-Damenhygieneprodukte gewährleisten optimale Passform und Schutz. Das Geschäft mit den Handelsmarken wurde ausgeweitet und nahm bereits einen Anteil von 14% am Umsatz in Europa ein.

Babywindeln

Der europäische Markt für Babywindeln hat einen Wert von ca. 3,8 Mrd. EUR. Den höchsten Zuwachs verzeichnet Osteuropa, wo der Einsatz von Einmalwindeln bei steigenden Geburtenraten noch immer auf niedrigem Niveau liegt. In Westeuropa sind die Wachstumsraten aufgrund des bereits hohen Pro-Kopf-Verbrauchs und der stagnierenden Geburtenraten niedriger. Höschenwindeln, die ca. 14% des Umsatzes am europäischen Windelmarkt ausmachen, haben mit 5% ein höheres Wachstum als die offenen Windeln.

SCA ist mit der Marke "Libero" Marktführer in Skandinavien (Marktanteil: 55%) und hält mit dem gesamten Windelsortiment, einschließlich der Handelsmarken, in Europa mit einem Marktanteil von 15% die zweite Position. Im Handelsmarkenbereich ist SCA mit einem Drittel des Marktes klarer Marktführer. "Libero" verzeichnet in Osteuropa, insbesondere in Russland, ein starkes Wachstum. SCA ist dort drittgrößter Anbieter.

Ein Schwerpunkt der Entwicklung 2007 war die Verbesserung der Babywindel mit elastischen und dehnbaren Seitenstreifen, die - zusammen mit den elastischen Klettverschlüssen -einen besonderen Tragekomfort ausmachen.

Die Trends bei Babywindeln gehen in Richtung Verbesserung des Tragekomforts und Erleichterung des Windelwechsels. Hinzu kommt, dass sich das Windeltragealter erhöht. SCA ist mit der Weiterentwicklung der Höschenwindel, dem schneller wachsenden Produktsegment im Vergleich zur offenen Windel, maßgebend an diesem Wachstumstrend beteiligt.

Geschäftsfeld Verpackungen

Das Geschäftsfeld Verpackungen umfasst die Verpackungsaktivitäten von SCA in Nordamerika mit dem Sortiment aus kundenspezifischen Schutz- und Transportverpackungen für die Elektro-, High-Tech-, Automobil- und Pharmaindustrie. Darüber hinaus umfasst die Angebotspalette thermogeformte Klarsicht-Plastikverpackungen für den Konsumgütersektor im Einzelhandel. Die Geschäftsaktivitäten sind regional über Nordamerika verteilt. Wegen der zunehmenden Migration von Kunden, die ihre Produktion von Nordamerika nach Asien verlagern, wurde dieses Geschäftsfeld Anfang 2007 aus strategischen Erwägungen an die amerikanische Investmentgesellschaft Metalmark Capital zum Preis von 400 Mio. USD veräußert.

Sonstige Aktivitäten

Die Sonstigen Aktivitäten enthalten im Wesentlichen die Konzernholding SCA Hygiene Products AG, die Holzhandelsgesellschaften, die auch die Holzversorgung für die Zellstofffabrik in Mannheim sicherstellen, den Altpapierhandel, die GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, die sich mit der Verwaltung von Wohnungsbesitz befasst, die Verpackungs- und fettdichten Papiere der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, sowie den Vertrieb von grafischen Papieren in Nordamerika.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Personalstand

Im SCA Hygiene Products Konzern waren am 31. Dezember 2007 insgesamt 9.661 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang von 2.609 Mitarbeitern gegenüber dem Jahresende 2006 und ist im Wesentlichen die Folge des Verkaufs der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten (-2.504 Mitarbeiter). Restrukturierungsprojekte in Großbritannien, USA und den Philippinen haben zu einem Personalabbau von 209 Mitarbeitern geführt. Erweiterungsmaßnahmen in Polen führten zu einem Anstieg von 85 Mitarbeitern. In den übrigen Gesellschaften kam es im Saldo zu einem Anstieg von 19 Mitarbeiter.

Die Anzahl der Arbeitnehmer im Inland blieb mit 2.692 Personen nahezu unverändert. In den ausländischen Konzerngesellschaften ging der Personalstand um 2.615 auf 6.969 Personen zurück.

Mitarbeiter zum 31.12.

Inland Ausland Gesamt
2003 2.810 10.026 12.836
2004 2.714 9.937 12.651
2005 2.713 9.702 12.415
2006 2.686 9.584 12.270
2007 2.692 6.969 9.661

Bei SCA Hygiene Products AG waren am 31. Dezember 2007 225 Mitarbeiter beschäftigt (2006: 205).

Distributed Leadership - Verantwortungsübernahme kann von jedem Einzelnen erwartet werden

Führungstechniken sind bei SCA nicht nur ein Schlagwort. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Schnelllebigkeit geprägt ist, müssen sowohl Führungskräfte als auch ihre Mitarbeiter dieser Anforderung gerecht werden. Von allen Bereichen des Unternehmens, vom Einkauf über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Logistik, wird verlangt, sich flexibel und schnell auf die sich ständig verändernden Kundenbedürfnisse einzustellen. Neben der Qualifikation spielen insbesondere das wertorientierte Verhalten von Führungskräften und ihren Mitarbeitern eine wesentliche Rolle, diese Anforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die Führungsphilosophie von SCA schließt daher die Definition von Werten ein. Klassische hierarchische Kontrollmechanismen sind heute zur Bewältigung dieser Anforderungen nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr kommt es darauf an, jedem Einzelnen Freiheiten und Kompetenzen einzuräumen, die es ihm erlauben, selbständig, flexibel und schnell reagieren zu können. Dies bedeutet, dass Verantwortung für Erfolg und Misserfolg nicht nur auf den Schultern des Vorgesetzten liegen, sondern von allen Mitarbeitern der Organisation getragen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der jeweilige Vorgesetzte entsprechende Freiräume gewährt und der Mitarbeiter diese Freiräume annimmt und die damit einhergehende Verantwortung übernimmt. Dieses Ziel zu erreichen ist nur möglich, wenn alle Beteiligten diesen Prozess unterstützen und den Weg bereiten. SCA arbeitet konsequent an der Umsetzung dieser Führungsphilosophie. Dabei ist das Verhalten jedes Einzelnen das entscheidende Instrument zur Umsetzung: nur dass eigene Vorleben schafft ein Rollenmodell, das andere zur Nachahmung anregt. Die nachhaltige Etablierung von Distributed Leadership ist damit ein Prozess, zu dessen Erfolg alle gemeinsam beitragen müssen.

SCA sucht den Eurostar

Tissue Europe hat mit "EuroStar" seit 2007 einen unternehmensinternen Wettbewerb ausgeschrieben, der Verbesserungspotenziale sowohl in der Papiererzeugung und Papierverarbeitung erkennt und umsetzt. Im Rahmen dieses Programms wird die Effizienz einzelner Papiermaschinen und Verarbeitungsanlagen in einem Quartal mit dem Durchschnitt der vorangegangenen vier Quartale verglichen. Die Mitarbeiter an der Anlage mit der größten relativen Verbesserung erhalten einen Preis. Neben dieser Auslobung von Quartalspreisen werden auf Jahresbasis zusätzlich Auszeichnungen vergeben für die höchste Leistungssteigerung (Best Improver) sowie für die beste absolute Leistung (Top Performer). Das System ist ein Personalentwicklungsinstrument, um von den Besten zu lernen und eigene gut funktionierende Prozesse innerhalb der europäischen Organisation weiterzugeben. Der Austausch dieser "Best Practices" trägt dazu bei, die Leistungskennziffern in der Produktion zu verbessern. Ergebnisse des "EuroStar"-Programms werden regelmäßig SCA-intern veröffentlicht. Dies sowie die ausgelobten Preise tragen positiv zur Motivation der Mitarbeiter an den Produktionsanlagen bei und fördern den Teamgeist innerhalb der Gruppe.

20 Keys® -es hat sich was gedreht

Mit dem im Jahr 2006 eingeführten Programm 20 Keys® werden die Fortschritte einzelner Abteilungsteams in 20 Handlungsfeldern gemessen, die in fünf Gruppen zusammengefasst werden: Organisationsoptimierung, Qualitätssteigerung, Produktivitätserhöhung, Prozessverbesserung und Technologie-Knowhow. Die Anstrengungen an den deutschen Standorten zeigen erste Erfolge. Die Einführung des Programms hat zu einer Belebung des betrieblichen Vorschlagswesens geführt, die sich in einer höheren Anzahl realisierter Verbesserungsvorschläge niedergeschlagen hat. Bislang konnten über das Programm finanzielle Verbesserungen im mehrstelligen Millionenbereich erzielt werden. Wesentlich ist, dass die Verbesserungen durch die Mitarbeiter selbst umgesetzt werden. Eine Erfolgsbeteiligung erfolgt über die Instrumente des betrieblichen Vorschlagswesen.

Altersversorgung

Seit 2002 bietet SCA den inländischen Mitarbeitern aufgrund einer tarifvertraglichen Vereinbarung die Möglichkeit, einen Teil ihres Arbeitsentgelts in einen Beitrag für eine zusätzliche Altersversorgung umzuwandeln. Diese so genannte SCA-Tarifrente sieht eine zusätzliche Förderung durch den Arbeitgeber vor. Von diesem Angebot haben mit 661 Personen rund ein Viertel der im Inland beschäftigten Mitarbeiter Gebrauch gemacht. In Kombination mit der betrieblichen Altersvorsorge leistet die SCA-Tarifrente einen wesentlichen Beitrag dazu, eine eventuell entstehende Rentenlücke für den Einzelnen zu schließen. SCA sieht dieses Vorsorgeinstrument als wesentlich für die Altersabsicherung an und wirbt aktiv für die Teilnahme. Die tarifliche Regelung, nach der zukünftig die vermögenswirksamen Leistungen nur noch für die Tarifrente verwendet werden können, wird dazu beitragen, die Teilnahme an diesem Programm zu erhöhen.

Schwerbehinderte

Die Schwerbehindertenquote lag im Jahr 2007 bei 5,9% und damit über der gesetzlich geforderten Beschäftigungsquote. In Kooperation mit den Integrationsämtern und anderen Versicherungsträgern wurde in die behinderungsgerechte Gestaltung einzelner Arbeitsplätze investiert. SCA engagiert sich daneben auch durch die Vergabe von Aufträgen an Behindertenwerkstätten.

Betriebliches Eingliederungsmanagement - sozialverantwortliches Handeln

Soziale Verantwortung zu übernehmen ist für SCA mehr als nur eine Pflicht. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die krankheitsbedingt mehr als sechs Wochen am Arbeitsplatz fehlen, wurde die Möglichkeit geschaffen, im Gespräch mit dem Vorgesetzten, der Personalabteilung und dem Betriebsrat, gegebenenfalls mit der Schwerbehindertenvertretung, die individuelle Arbeitsplatzgestaltung zu diskutieren. Zielsetzung ist, gesundheitskritische Arbeitsplatzbedingungen für den Einzelnen zu identifizieren und diese zukünftig zu vermeiden. Lediglich bei etwa 20% der betroffenen Mitarbeiter kamen zunächst potenziell arbeitsplatzbezogene Umstände als mit krankheitsverursachend in Frage. Nach Vorgesprächen und weiteren Analysen reduzierte sich der Prozentsatz auf etwa 7%. Mit den Mitarbeitern wurden dann individuelle Gespräche geführt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Der Rentenversicherungsträger, der Arbeitsmedizinische Dienst, die Krankenkassen und ggf. das Integrationsamt für Schwerbehinderte oder Gleichgestellte unterstützen diesen Prozess.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist für SCA von entscheidender Bedeutung, um mit innovativen Produkten und verbesserten Systemlösungen nachhaltig profitables Wachstum zu schaffen. Der Bereich Forschung und Entwicklung wurde im Jahr 2007 neu organisiert und erweitert.

Lag in den Jahren zuvor noch ein deutlicher Schwerpunkt auf Prozesstechnologie, war mit der Neuorganisation auch eine neue Ausrichtung verbunden, die sich auch im Abteilungsnamen ausdrückt: PD&I. Dies steht für Product Development & Innovation.

Durch die Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble wurde das Markengeschäft gestärkt und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei allen SCA-Marken intensiviert.

Der Schwerpunkt der Entwicklung lag bei Haushaltstüchern auf der Realisierung eines neuartigen Reinigungstuches sowie bei Toilettenpapieren auf neuartigen Prägetechnologien, die zu einem dreidimensionalen Erscheinungsbild des Papiers führen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Applikation unterschiedlicher kosmetischer Stoffe auf dem Tissue. So wurden Taschentücher und Kosmetiktücher mit verschiedenen Wirkstoff-Mischungen versehen, die Aloe-Vera- oder Kamille-Extrakte beinhalten.

Die vor einigen Jahren eingeführte virtuelle Verkaufsumgebung, um Produktvisualisierungen effizienter gestalten zu können, wurde um die Produkte des aktuellen Markenportfolios erweitert. Damit erhalten die Marketing & Sales -Abteilungen eine hervorragende Möglichkeit, ihren Kunden neue SCA-Produkte in einem virtuellen Supermarkt zu präsentieren.

Die Arbeitsgebiete, die für die Produktentwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnen, sind Hygiene und Mikrobiologie, Recycling, Prägetechnologie, Lotionen und Dispensersysteme.

Eine Neuerung stellt im Laborbereich ein Roboter dar, der in der Lage ist, die Wischbewegung des Menschen mit einem Haushaltstuch maschinell auszuführen. Mit dieser Methode wird eine Lücke geschlossen zwischen den rein physikalischen Untersuchungen, wie z. B. in Festigkeitstests, und den Test-Verbrauchern. Untersuchungen mit unterschiedlich geprägten Haushaltstüchern zeigen einen Einfluss der Prägung auf Absorptions- und Wischeigenschaften des Produkts. Bei der Entwicklung von Prägedesigns ist die Untersuchung der Wischeffizienz mit der Roboterhand daher sehr hilfreich.

Die steigenden Anforderungen bei der Differenzierung der einzelnen Produkte sowohl beim Design als auch bei den Produkteigenschaften, bestimmten in erheblichem Maße die Entwicklungstätigkeit 2007. Mit der Akquisition des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble wurde der Anteil an Markenprodukten erhöht. Somit war ein Schwerpunkt 2007 die Verbesserung des Premiummarken-Segments.

Im Bereich AFH Tissue wurde ebenso das Sortiment der Premiummarke weiterentwickelt. Dies erfolgte durch einen größeren Einsatz von höherwertigem Tissue und durch Designverbesserungen. Außerdem wurde 2007 an der kompletten Neuausrichtung des Dispenser-Programms gearbeitet.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsbereichs Personal Care waren gekennzeichnet durch den Fokus auf Produkt-, Material- und Prozessverbesserungen. In diesem Bereich wurden insgesamt 38 Patente angemeldet. Ein weiterer Schwerpunkt lag 2007 auch auf dem Innovationsmanagement und auf der Verbesserung der Kenntnis der Konsumentenwünsche.

Eine erhebliche Produktverbesserung wurde bei den Inkontinenzprodukten erzielt: Die Oberflächenpenetration bei "TENA Slip", "TENA Flex" und "TENA Pants" wurde deutlich verbessert. Bei den Babywindeln wurden neue Produkte mit elastischen Seitenstreifen am Markt eingeführt, die zu einer erheblichen Verbesserung des Tragekomforts für das Baby führen. Die Marke "Libero" führte ein neues Design ihrer "Up&Go"-Windel ein, das der Markt positiv aufgenommen hat. Auch bei Damenhygieneprodukten wurden neue Produkte mit verbesserten Eigenschaften am Markt eingeführt.

Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Umweltschutz

Die politische Debatte um den globalen Klimaschutz ist noch immer eines der wichtigsten Themen im Bereich Umweltschutz. Die Erfüllung des so genannten Kyotoprotokolls bezüglich der Emissionsreduktionen wird in den kommenden Jahren in der Europäischen Union weiterhin einen hohen Stellenwert haben.

Bei SCA hatten eine effiziente Energienutzung und die damit verbundene konsequente Reduktion des Energieverbrauchs in den Produktionsprozessen höchste Priorität. Seit 2000 haben alle Geschäftsfelder ein so genanntes ESAVE-Programm gestartet, das den Energieverbrauch der Prozesse systematisch erfasst, Potenziale und Maßnahmen zur Reduktion definiert und deren Umsetzung überwacht. Im Geschäftsbereich Tissue führten mehrere Maßnahmen zu deutlichen Erfolgen: z. B. im Werk Mannheim die Optimierung der Bleicherei der Zellstofffabrik, im Werk Kostheim die Inbetriebnahme einer anaeroben Vorstufe der Kläranlage.

Auch das Ende 2006 durch das Europäische Parlament verabschiedete REACH-Programm (Registration, Evaluation, and Authorisation of Chemicals) hatte 2007 eine wichtige Bedeutung für die Fabriken. Es stellt Kriterien auf, die eine chemische Substanz, etwa hinsichtlich Produktsicherheit und Umweltsicherheit erfüllen muss. Für den Produktionsprozess wie auch für die Sicherstellung der verschiedenen Qualitäten von Tissue- und Personal Care-Produkten, werden bei SCA eine Vielzahl an Chemikalien eingesetzt. Seit vielen Jahren hat SCA interne Richtlinien definiert und Prüfverfahren entwickelt, die sicherstellen, dass die verwendeten Chemikalien die geforderten Produkt- und Umweltstandards erfüllen. Mit dem Inkrafttreten von REACH erwartet SCA daher keine Probleme im Hinblick auf die im Produktionsprozess eingesetzten Stoffe.

Dem Rohstoff Zellstoff wurde auch im Jahr 2007 große Aufmerksamkeit gewidmet. Die Faserversorgung (Zellstoff und Altpapier) spielt in der öffentlichen Umweltdebatte weiterhin eine große Rolle. SCA hat für die Beschaffung des Frischfaserbedarfs festgelegt, dass die Herkunft des zur Zellstofferzeugung eingesetzten Holzes den Kriterien der nachhaltigen Forstwirtschaft entsprechen muss, bevorzugt nachgewiesen durch eine Zertifizierung nach FSC (Forest Stewardship Council) oder PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Darüber hinaus setzt SCA in vielen Tissueprodukten Recyclingfasern ein, um den Bedarf an Frischfasern zu minimieren.

Der heute schon niedrige Wasserverbrauch soll in den nächsten Jahren nochmals signifikant gesenkt werden. Dies ist ein entscheidender Beitrag zur Verbesserung des Umweltprofils von SCA. Ziel ist es, den Wasserverbrauch der Herstellungsprozesse bis 2010 um 15% und die organische Belastung der Abwässer um 30% zu reduzieren.

Die vielfältigen Maßnahmen und Projekte, die SCA im Bereich Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility definiert und umgesetzt hat, werden jährlich im SCA Sustainability Report veröffentlicht. Diese Erfolge werden auch von Non Governmental Organisations, wie dem WWF (World Wide Fund for Nature), positiv bewertet. Im Anschluss an die 2005 und 2006 vom WWF durchgeführte, überaus positive Bewertung des Umweltverhaltens von SCA, wurde 2007 der SCA Sustainability Report in einer unabhängigen Studie des WWF als bester von 49 Unternehmen bewertet.

2007 wurde SCA vom World Wide Fund for Nature (WWF) zum zweiten Mal in Folge unter Umweltaspekten als bester europäischer Tissuehersteller ausgezeichnet.

Arbeitssicherheit

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist bei SCA von jeher eine der höchsten Prioritäten. Die Anstrengungen auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit haben 2007 die Unfallhäufigkeit weiter reduziert. Mit 11,2 Unfällen pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden lag die Anzahl der Unfälle knapp 1% niedriger als im Vorjahr. Somit ergibt sich ein in den letzten Jahren stetig fallender Trend bei der Anzahl der Arbeitsunfälle.

Anzahl Unfälle pro 1 Million geleisteter Arbeitsstunden

2003 15,5
2004 12,4
2005 13,4
2006 11,3
2007 11,2

Zur Sicherstellung langfristig guter Ergebnisse werden die Programme zum bewussten und sicheren Handeln der Mitarbeiter regelmäßig überprüft, um kontinuierlich Verbesserungen zu erzielen. In der Überzeugung, dass jeder Unfall vermeidbar ist, wird vordringlich die Aufmerksamkeit auf Prävention gerichtet und ergänzend an der Beseitigung der Unfallursachen gearbeitet. Bei Unfällen wird bereits auf dem Niveau der Beinaheunfälle angesetzt, die wie tatsächlich eingetretene Unfälle behandelt und analysiert werden, um daraus entsprechende Maßnahmen zu ihrer Vermeidung abzuleiten. Die Voraussetzung dafür ist, dass jeder Mitarbeiter ein hohes Bewusstsein für Risiken und damit auch für sicheres Arbeiten hat. Denn nur wenn jeder sich für seine Sicherheit und Gesundheit verantwortlich fühlt, gelingt es, dass jeder Mitarbeiter unverletzt und gesund bleibt. Diesem Thema wird sich SCA auch in Zukunft verstärkt widmen.

Darüber hinaus genießt bei SCA der vorbeugende Gesundheitsschutz zunehmend Beachtung. Eine Maßnahme ist das Angebot für Mitarbeiter, Schutzimpfungen oder andere medizinische Vorsorgemaßnahmen freiwillig in Anspruch zu nehmen. Außerdem bietet eine Gesundheitswoche ein sehr informatives Programm (z. B. Unfallsimulationen), das von allen Mitarbeitern genutzt werden kann.

Risikobericht

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit wird der SCA Hygiene Products Konzern mit verschiedenen Risikofeldern konfrontiert.

Branchenrisiken

Der verschärfte Wettbewerb im Geschäftsbereich Tissue sowie die Steigerungen bei den Energie- und Rohstoffkosten haben die Profitabilität des Geschäftsbereichs stark beeinflusst. Hierzu hatte insbesondere der lang anhaltende Preisrückgang bei Consumer Tissueprodukten beigetragen. Hauptgründe waren die starke Marktposition der großen Einzelhandelsketten und die Überkapazitäten in der Tissueerzeugung. Seit dem 2. Halbjahr 2006 wurde eine Trendwende in der Preisentwicklung erreicht, die sich 2007 mit weiteren Preiserhöhungen für Tissueprodukte fortsetzte.

SCA hat ein umfassendes Kostensenkungsprogramm durchführt und zukunftsweisende Standortentscheidungen getroffen. So wurden 2006 das unrentable Tissuewerk in Tilburg/Niederlande geschlossen und 2007 das Werk in Roanne/Frankreich verkauft. Die Expansion erfolgt in Russland und Nordamerika über Investitionen in neue Tissuemaschinen. Hinzu kommen Investitionen in neue Verarbeitungsmaschinen an bestehenden Standorten, um die Integration von Tissueerzeugung und Tissueverarbeitung zu erhöhen. Die strategische Ausrichtung setzt auf eine Verstärkung der eigenen Markenpositionen, die weitere Effizienzsteigerung in der Produktion, die strategische Zusammenarbeit mit großen Handelspartnern und das Wachstum in Osteuropa.

AFH Tissueprodukte wurden von der Marktentwicklung weniger stark getroffen. Der hohe Markenanteil mit "TORK"-Produkten, integrierte Produktlösungen für den Kunden sowie die ausgewogene Kundenstruktur haben dazu beigetragen. Die Strategie, komplette Hygienelösungen anzubieten, die auf die verschiedenen Kundengruppen zugeschnitten sind, und mit den erfolgreichen Unternehmen des Handels oder des Gebäudemanagements zu wachsen, hat sich bewährt und federt Marktrisiken ab.

Die Risiken in dem Geschäftsbereich Tissue liegen hauptsächlich in der Wettbewerbsintensität des Einzelhandels, dem Investitionsverhalten der kleineren Wettbewerber und der damit verbundenen Kapazitätssituation der Branche sowie der Preisentwicklung im Rohstoffsektor (Zellstoff und Altpapier) und bei den Energieträgern.

Im Geschäftsbereich Personal Care sind Volumenwachstum und Profitabilität auf einem guten Niveau. Ziel ist es, so weit wie möglich das in den verschiedenen Märkten bestehende Wachstumspotenzial auszuschöpfen und organisch mit Raten von 5% bis 7% pro Jahr zu wachsen. Dies gilt insbesondere für die Inkontinenzprodukte unter der Marke "TENA" sowie für Babywindeln und Damenhygiene, bei denen das Wachstum im Wesentlichen über das Geschäft mit Handelsmarken realisiert werden soll. Hierzu werden verstärkt Anstrengungen in der Produktentwicklung unternommen, um insbesondere die weltweite Marktführerschaft bei Inkontinenzprodukten zu sichern. Positiv wirkt sich auch der zunehmende Anteil von Produkten aus Werken mit niedrigen Standortkosten aus, wie aus dem neuen SCA-Werk in Olawa/Polen. Ein weiterer Standort in Osteuropa wird 2009 in Russland, südlich von Moskau, in Betrieb genommen.

Die Risiken im Geschäftsbereich Personal Care liegen hauptsächlich in der Positionierung der Wettbewerber, der Entwicklung des Einzelhandels und der Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Den Auswirkungen staatlicher Kostensenkungsmaßnahmen im Gesundheitswesen, von denen die Inkontinenzprodukte betroffen sind, begegnet SCA durch die Stärkung der Marke "TENA", die Einführung kundenspezifischer Produktsortimente und den Ausbau der Dienstleistungen.

Währungsrisiken

Der SCA Hygiene Products Konzern ist in die zentrale Treasury-Organisation des SCA-Konzerns eingebunden und verfügt über ein eigenes finanzwirtschaftliches System zur Minimierung der konzerninternen Zahlungsströme und Währungsrisiken. Die Verteilung der Umsätze und der betrieblichen Aufwendungen des Konzerns nach den verschiedenen Währungen zeigt die langfristige Währungssensitivität.

Währung Umsatz Betrieblicher Aufwand
EUR 45% 42%
USD 30% 36%
GBP 18% 12%
SEK 0% 4%
Übrige 7% 6%
Gesamt 100% 100%

Liquiditäts- und Zinsrisiken

Der SCA Hygiene Products Konzern finanziert sich im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft SCA, die an den Finanzmärkten auftritt und ein Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) und P2/A2 (kurzfristig) von Moody's und Standard & Poor's aufweist. Die Finanzierung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Kreditrisiken

Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen aus Lieferungen an Kunden wird bei SCA Hygiene Products seit vielen Jahren ein systematisches Kreditmanagement angewandt. Jedem Kunden wird, basierend auf Kreditauskünften und Bonitätsanalysen, eine interne Kreditlinie zugeteilt. Im Laufe der Geschäftsbeziehung wird diese Kreditlinie laufend überwacht und aktualisiert. In den Ländern, in denen das Instrument der Kreditversicherung angeboten wird und einen Nutzen für das Unternehmen hat, kommt neben der internen Kontrolle auch diese Absicherung zum Einsatz. Die Forderungsausfälle liegen auf einem niedrigen Niveau.

Beschaffungsrisiken

Die volatile Preisentwicklung für erdölbasierte Rohmaterialien und Energie sowie der fehlende Wettbewerb auf den oligopolartigen Energiemärkten haben einen hohen Einfluss auf die Ertragskraft des Unternehmens. Die Öl-und Gaspreise haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Energie- und Transportkosten. Darüber hinaus basieren insbesondere bei Personal Care, aber auch bei Tissue, eine Vielzahl von Rohstoffen und Vormaterialien auf Rohöl, z. B. flüssigkeitsabsorbierende Granulate, so genannte Super Absorbents, oder auch Verpackungsfolien. Beide Geschäftsbereiche haben daher ihre Einkaufsaktivitäten für besonders wichtige Güter zentralisiert, um durch die Bündelung der Beschaffung Mengenvorteile zu erzielen. Darüber hinaus sind die Geschäftsbereiche in die zentrale Organisation für den Energieeinkauf von SCA einbezogen. Eine der wichtigsten internen Maßnahmen ist die Effizienzsteigerung in der Produktion durch einen geringeren Energieverbrauch. Die Energiebeschaffung und der Energieverbrauch bleiben große Herausforderungen in der Zukunft.

Umweltrisiken

Die gesetzlichen Bestimmungen, u. a. in Bezug auf Emissionen, Abfallbehandlung und Produktsicherheit, werden von SCA Hygiene Products eingehalten. Die Zertifizierung der Standorte wird planmäßig vorangetrieben. Die Produktionsstandorte des SCA Hygiene Products Konzerns sind durch das SCA-Umweltkomitee in ein weltweites Netzwerk für Umweltmanagement eingebunden.

Investitions- und Akquisitionsrisiken

Für alle Projekte im Rahmen von Sachanlageninvestitionen und Akquisitionen gelten zentrale Vorschriften. Diese umfassen die Projektorganisation, den Projektablauf, die Projektbeschreibung, die Wirtschaftlichkeitsrechnung und das interne Genehmigungsverfahren. Jedes Projekt wird entsprechend dieser Vorschriften abgewickelt. Nach Abschluss des Projekts wird ein Bericht mit einer Abweichungsanalyse erstellt. Ein besonderer Fokus wird auch auf die Lerneffekte für andere Projekte gelegt. Einzelne Projekte werden einer Nachschau durch die Interne Revision unterzogen.

IT-Sicherheitsrisiken

Für die Entwicklung von IT-Lösungen gelten ebenso zentrale Richtlinien. Die IT-Lösungen von SCA basieren weitgehend auf am Markt erhältlicher Standardsoftware. Ihr Betrieb erfolgt in Rechenzentren, für die strenge Sicherheitsrichtlinien gelten. Benutzerberechtigungen unterliegen einer permanenten Kontrolle durch die Interne Revision.

Politische Risiken

Die Regionen, in denen SCA Hygiene Products AG mit ihren Tochtergesellschaften tätig ist, sind im Wesentlichen politisch stabil. Außerhalb der Europäischen Union und Nordamerikas sind unter 3% des gebundenen Vermögens des SCA Hygiene Products Konzerns investiert.

Gesamtrisikosituation

Derzeit sind keine konkreten Hinweise auf Entwicklungen bekannt, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance, der faktische und rechtliche Ordnungsrahmen für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung, ist fester Bestandteil der Führungsphilosophie der SCA Hygiene Products AG. Neben den allgemeinen gesetzlichen Vorschriften, der Satzung der Gesellschaft sowie dem SCA-internen Verhaltenskodex für die Mitarbeiter (Code of Conduct) ist zu berücksichtigen, dass SCA Hygiene Products AG aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern eingebunden ist. Hieraus ergeben sich einige Besonderheiten.

Zusammenarbeit zwischen den Organen

Hauptversammlung

Der Vorstand der SCA Hygiene Products AG legt der Hauptversammlung den Jahresabschluss und den Konzernabschluss vor. Die Hauptversammlung entscheidet u. a. über die Verwendung des Bilanzgewinns. Unabhängig von der Entscheidung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns haben die außenstehenden Aktionäre aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags jedoch Anspruch auf Zahlung einer Garantiedividende. Diese beläuft sich nach dem Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 17. Juli 2007 im Spruchstellenverfahren auf jährlich 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen grundsätzlich unter eigener Verantwortung. Aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags ist allerdings die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, als herrschendes Unternehmen berechtigt, dem Vorstand der Gesellschaft hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft Weisungen zu erteilen. Dabei können gemäß § 308 AktG auch Weisungen erteilt werden, die für die Gesellschaft nachteilig sind, wenn sie den Belangen des herrschenden Unternehmens oder konzernverbundener Unternehmen dienen. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung.

Aufsichtsrat

Nach § 17 der Satzung und aufgrund eines weitergehenden Beschlusses des Aufsichtsrats bedürfen, über die gesetzlich vorgeschriebenen Fälle hinaus, bestimmte Arten von Geschäften der Zustimmung des Aufsichtsrats. Ein Weisungsrecht aufgrund des Beherrschungsvertrags besteht gegenüber dem Aufsichtsrat nicht. Wird der Vorstand aufgrund des Beherrschungsvertrags von dem herrschenden Unternehmen angewiesen, ein Geschäft vorzunehmen, das nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorgenommen werden darf und wird diese Zustimmung nicht innerhalb einer angemessenen Frist erteilt, bestimmt § 308 Abs. 3 AktG, dass der Vorstand dies dem herrschenden Unternehmen mitzuteilen hat. Wiederholt das herrschende Unternehmen nach dieser Mitteilung die Weisung, so ist die Zustimmung des Aufsichtsrats nach § 308 Abs. 3 Satz 2 AktG nicht mehr erforderlich.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gesetzlich vorgesehenen Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG einen Ausschuss für Dienstvertragsangelegenheiten (Personalausschuss) gebildet. Der Vermittlungsausschuss nimmt ausschließlich die in § 31 Abs. 3 MitbestG genannten Aufgaben wahr. Danach ist es seine Aufgabe, Vorschläge für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn ein vorangegangener Vorschlag zur Bestellung nicht die gesetzlich notwendige Zweidrittelmehrheit gefunden hat.

Umsetzung des Kodex und Entsprechenserklärung

Am 27. November 2007 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 gemäß § 161 AktG abgegeben. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 ab. Die aktuelle gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG ist, wie auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen Jahre, auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.scahygieneproductsag.com der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

1. Ziff. 4.2.3, Satz 12 des Kodex

"Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren."

Begründung:

Die Grundzüge des Vergütungssystems werden auf der Internetseite der Gesellschaft bekannt gemacht und im Geschäftsbericht erläutert. Eine entsprechende Information der Hauptversammlung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden wird vor diesem Hintergrund als entbehrlich angesehen. Das Auskunftsrecht der Aktionäre wird hiervon selbstverständlich nicht berührt.

2. Ziff. 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex

Ziffer 4.2.4 sieht die namentliche Offenlegung der Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds vor, soweit nicht die Hauptversammlung mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat. Ziffer 4.2.5 enthält verschiedene Empfehlungen zum Ort und Umfang der Offenlegung.

Begründung:

Die (ordentliche) Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 29.08.2006 mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Geschäftsjahre 2006 bis 2010 unterbleibt (§§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 i. V. m. §§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 -9, 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 9 HGB).

3. Ziff. 5.1.2, letzter Satz des Kodex

"Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."

Begründung:

Eine ausdrückliche Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt. Es besteht jedoch die Praxis, dass Anstellungsverträge mit Mitgliedern des Vorstands spätestens mit Ablauf des 65. Lebensjahres enden.

4. Ziff. 5.3.2 des Kodex

"Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten….. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Er sollte kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein."

Begründung:

Ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) wurde bislang nicht eingerichtet. Fragen u.a. der Rechnungslegung und des Risikomanagements sowie die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten sollen, wie bisher durch den gesamten Aufsichtsrat behandelt werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass auch auf der Ebene der Konzernmutter Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA ein Konzernabschluss aufgestellt und geprüft wird.

5. Ziff. 5.3.3 des Kodex

"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt."

Begründung:

SCA Hygiene Products AG ist über einen Beherrschungsvertrag eng in den SCA-Konzern eingebunden. Der Mehrheitsaktionär hält über 96% der Aktien. Ein Nominierungsausschuss ist aus diesen Gründen nicht sachgerecht.

6. Ziff. 5.4.1, letzter Satz des Kodex

"Dabei sollen die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte und eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder berücksichtigt werden."

Begründung:

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde bislang nicht festgelegt. Dies erscheint angesichts der Einbindung in den SCA-Gesamtkonzern gegenwärtig nicht zweckmäßig, da sich hieraus im Einzelfall ein legitimes Interesse des Mehrheitsaktionärs ergeben kann, unabhängig von einer Altersgrenze bestimmte Personen für eine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zu gewinnen.

7. Ziff. 5.4.3, Satz 3 des Kodex

"Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden."

Begründung:

Die Wahl des Vorsitzenden aus der Mitte des Aufsichtsrats ist dessen ureigene Kompetenz. Sie sollte daher, ebenso wie die Diskussion von Kandidatenvorschlägen, im Aufsichtsrat verbleiben. Die Veröffentlichung von Kandidatenvorschlägen vor endgültiger Abstimmung berührt das Beratungsgeheimnis des Aufsichtsrats und ist geeignet, nicht zum Zuge gekommene Kandidaten zu diskreditieren.

8. Ziff. 5.4.7, Satz 2 bis 5 des Kodex

"Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten."

Begründung:

Die Regelung in § 18 der Satzung über die Vergütung des Aufsichtsrats sieht keine Berücksichtigung der Mitgliedschaft in den Ausschüssen und keine erfolgsorientierte Vergütung vor. Eine Änderung der entsprechenden Satzungsbestimmung erscheint angesichts der Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern und insbesondere des bestehenden Beherrschungsvertrags nicht zweckmäßig; vielmehr wurde in der ordentlichen Hauptversammlung 1998 gerade die früher bestehende erfolgsbezogene Vergütung im Hinblick auf das Bestehen des Beherrschungsvertrags zugunsten einer ausschließlich festen Vergütung abgeschafft.

9. Ziff. 5.4.7, Satz 6 des Kodex

"Die Vergütung des Aufsichtsrats soll im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden."

Begründung:

Nach § 18 Abs. 1 der Satzung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats außer dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500,00 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Ein Ausweis dieser fixen und in der Satzung festgelegten Beträge gesondert für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied würde keine sinnvollen Zusatzinformationen vermitteln.

10. Ziff. 6.7 des Kodex

"Im Rahmen der laufenden Öffentlichkeitsarbeit sollen die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u.a. Geschäftsbericht, Zwischenberichte, Hauptversammlung) in einem "Finanzkalender" mit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert werden."

Begründung:

Die Publizierung der Termine wesentlicher wiederkehrender Veröffentlichungen in einem "Finanzkalender" im Rahmen der laufenden Öffentlichkeitsarbeit erfolgt nicht. Dies entspricht der Tatsache, dass die Gesellschaft als Unternehmen mit einem zu mehr als 96% beteiligten Hauptaktionär beabsichtigt, sich nicht mehr an den Kapitalmarkt zu wenden und eine laufende Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf die Gesellschaft selbst deshalb nicht stattfindet

11. Ziff. 7.1.2, Satz 3 des Kodex

"Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein."

Begründung:

Aufgrund der engen Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern werden der von der Gesellschaft erstellte Konzernabschluss und Zwischenbericht zeitlich nach den von der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA erstellten und veröffentlichten entsprechenden Informationen bekannt gegeben. Konzernabschluss und Zwischenbericht der Gesellschaft werden in jedem Fall gemäß den gesetzlichen Vorschriften bekannt gegeben.

12. Ziff. 7.1.3 und 4.2.3 des Kodex

Ziff. 7.1.3 und 4.2.3 des Kodex enthalten verschiedene Empfehlungen zur Ausgestaltung von Aktienoptionen und vergleichbaren Gestaltungen bzw. diesbezüglichen Angaben auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht sowie im Corporate Governance Bericht. Die Gesellschaft räumt keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, auf den Kurs der Aktien der Gesellschaft bezogene Vergütungskomponenten ein; die angesprochenen Empfehlungen sind daher nicht anwendbar. Allerdings ist den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft, wie vielen anderen Mitarbeitern des SCA-Gesamtkonzerns, durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA die Möglichkeit eingeräumt worden, Aktien dieser Gesellschaft zu günstigen Konditionen zu beziehen.

13. Ziff. 7.1.4, Satz 1 und 3 des Kodex

"Die Gesellschaft soll eine Liste von Drittunternehmen veröffentlichen, an denen sie eine Beteiligung von für das Unternehmen nicht untergeordneter Bedeutung hält. (...) Es sollen angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres."

Begründung:

Aufgrund der organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Struktur der SCA Hygiene Products Gruppe sind Drittunternehmen vielfach mit regional abgegrenzten Geschäftsgebieten identisch. Aus Wettbewerbsgründen wird daher von der Empfehlung kein Gebrauch gemacht.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 18 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 insgesamt 103 TEUR (2006: 100 TEUR).

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der SCA Hygiene Products AG setzt sich aus einer fixen Vergütung und einem variablen Vergütungsbestandteil zusammen. Der erfolgsbezogene, variable Bestandteil beträgt ca. 30% der fest vereinbarten Vergütung. Der variable Anteil besteht ausschließlich aus einer variablen Jahressondervergütung, die sich im Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen, insbesondere dem Cashflow, und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft orientiert. Mit den fixen Bezügen ist auch die Übernahme von Mandaten bei Konzerngesellschaften durch Vorstandsmitglieder abgegolten. In den fixen Bezügen sind auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen, enthalten. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Der Personalausschuss hat das Vergütungssystem in seiner Sitzung am 22. März 2007 erörtert. Änderungen wurden dem Aufsichtsrat nicht vorgeschlagen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2007 betrugen 742 TEUR (2006: 695 TEUR), davon fix 672 TEUR (2006: 606 TEUR) und variabel 70 TEUR (2006: 89 TEUR). Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31. Dezember 2007 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 619 TEUR (2006: 2.043 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.367 TEUR (2006: 1.323 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 12.265 TEUR (2006: 11.064 TEUR).

Zu den meldepflichtigen Wertpapiergeschäften der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 15 a WpHG (so genannte Directors' Dealings) und zu dem mitteilungspflichtigen Wertpapierbesitz der Organmitglieder lagen am Abschlussstichtag keine Meldungen vor.

Kommunikation mit den Aktionären

Transparenz schafft Vertrauen in eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. SCA Hygiene Products AG entspricht dem Anspruch der Aktionäre auf eine möglichst umfassende und zeitnahe Information über aktuelle Entwicklungen im Konzern durch die Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilungen auf der Internetseite der Gesellschaft www.scahygieneproductsag.com. Sie enthält die aktuelle und alle früheren Ad-hoc-Mitteilungen. Dort werden den Anlegern außerdem weitere kapitalmarktrelevante Informationen zur SCA Hygiene Products AG zur Verfügung gestellt, wie etwa die Zwischenmitteilungen und Finanzberichte. Eine Auflistung der Veröffentlichungen auf der Internetseite der Gesellschaft enthält das Jährliche Dokument, das ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht wird.

Den Anteilseignern wird bereits seit einigen Jahren zur Steigerung der Präsenz neben der Möglichkeit, ihr Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung selbst auszuüben, auch die Gelegenheit geboten, dieses Recht von einem Bevollmächtigten nach Wahl ausüben zu lassen oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zu beauftragen.

Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist immer auch mit Risiken verbunden. Teil einer guten Corporate Governance ist daher auch der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken. Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zur Minimierung einzuleiten, gleichzeitig aber auch Gewinnchancen konsequent zu nutzen, ist die dauerhafte Aufgabe des Vorstands und der Mitarbeiter auf allen Ebenen. SCA Hygiene Products AG hat bereits vor Jahren ein entsprechendes Risikomanagement-System eingeführt. Es eröffnet die Möglichkeit, Abweichungen bei den Planzahlen, insbesondere beim Auftragsbestand, Umsatz, Cashflow und Kosten rechtzeitig zu erkennen. Ferner werden die Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie das Verhalten der Wettbewerber und wichtigsten Kunden analysiert und bewertet. Das Risikomanagement-System der SCA Hygiene Products AG ist in einem Risikomanagement-Handbuch verbindlich für alle Tochtergesellschaften festgelegt; es wird kontinuierlich den veränderten Rahmenbedingungen angepasst.

Die Risikoidentifikation erfolgt in den dezentralen operativen Einheiten und in den Zentralbereichen. Soweit möglich, werden die Risiken nach ihrer Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und quartalsweise über ein konzernweites Berichts- und Melde-system auf der Ebene der Geschäftsfelder wie auch auf Konzernebene zusammengefasst. Dabei werden den Einzelrisiken entsprechende Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung und -minimierung zugeordnet. Mit dieser systematischen und konzerneinheitlichen Analyse verfügen der Vorstand und die Führungsgremien des SCA Hygiene Products Konzerns jeweils über ein zeitnahes Bild der aktuellen Risikosituation.

Wie in den Vorjahren haben die Abschlussprüfer die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems der SCA Hygiene Products AG geprüft und beurteilt. Sie haben festgestellt, dass es den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) entspricht und alle erforderlichen Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, getroffen wurden.

Die wesentlichen Einzelrisiken des SCA Hygiene Products Konzerns sind auf Seiten 37 bis 41 beschrieben.

Compliance

Der bei SCA gültige Verhaltenskodex ist in mehreren Sprachen verfügbar und gibt den SCA-Mitarbeitern konzernweit gültige Regeln für ethisches Verhalten im Arbeitsleben. Die Verhaltensgrundsätze bieten Orientierung für fairen Wettbewerb, den Umgang mit Interessenkonflikten, gesetzestreues Verhalten sowie für den Umgang miteinander, mit den Kunden und dem Gemeinwesen. Damit ermöglicht der Kodex Verhaltenssicherheit nach innen und außen und fördert aufgrund seines umfassenden Ansatzes die wertorientierte Unternehmenskultur bei SCA.

Um die Regeleinhaltung (Compliance) für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung zu gewährleisten, werden periodisch wiederkehrend Manager und ihre Mitarbeiter mit den gesetzlichen Entwicklungen in dem Bereich Compliance durch Intensivseminare vertraut gemacht.

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products AG beträgt 181.305.000 EUR und ist eingeteilt in 7.092.018 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

Es bestehen keine Beschränkungen bezüglich der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien.

Die SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat die Aktien an der SCA Hygiene Products AG im Dezember 2007 an ihre Muttergesellschaft, die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, ausgeschüttet. Im Dezember 2007 erfolgte eine formwechselnde Umwandlung der SCA Verwaltungs GmbH in die SCA Verwaltungs BV (GmbH niederländischen Rechts) & Co. KG mit der SCA Treasury BV, Amsterdam/Niederlande, als Kommanditistin und der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, als Komplementärin. Durch Ausscheiden der Kommanditistin im Dezember 2007 ging der Beherrschungsvertrag mit der SCA Hygiene Products AG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, über. Die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat SCA Hygiene Products AG am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält. Ihre Tochtergesellschaft SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat ebenfalls am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie 0% des Grundkapitals und 0 Stimmrechte der Gesellschaft hält.

Die Gesellschaft hat keine Aktien ausgegeben, die eine besondere Einflussmöglichkeit auf die Gesellschaftsorgane und damit eine besondere Kontrollbefugnis verleihen.

Eine Trennung zwischen Stimmrechtskontrolle und Aktie im Zusammenhang mit Arbeitnehmerbeteiligungen besteht nicht. Arbeitnehmer, die Aktien der Gesellschaft erworben haben, können ihr Stimmrecht wie jeder andere Aktionär entweder selbst oder durch einen Bevollmächtigten ausüben.

Gemäß § 84 Abs. 1 AktG werden die Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat bestellt bzw. abberufen. Da die SCA Hygiene Products AG in den Anwendungsbereich des Mitbestimmungsgesetzes fällt, hat die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Mitglieder zu erfolgen. Kommt eine solche Mehrheit in einer ersten Abstimmung nicht zustande, kann die Bestellung in einer zweiten Abstimmung mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der Mitglieder erfolgen (§ 31 Abs. 3 MitbestG). Wird auch hierbei die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, erfolgt eine dritte Abstimmung, in der ebenfalls die einfache Stimmenmehrheit maßgeblich ist. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats stehen in dieser Abstimmung gemäß § 31 Abs. 4 MitbestG dann jedoch zwei Stimmen zu.

Gemäß § 7 der Satzung der SCA Hygiene Products AG besteht der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen. Die Vorschriften über die Bestellung eines Arbeitsdirektors bleiben unberührt. Die Bestellung eines Vorsitzenden und stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von Dreiviertel des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstandes betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung der SCA Hygiene Products AG macht in § 23 Abs. 1 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zur Änderung der Satzung, die nur die Fassung betreffen, wurde gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit §15 Abs. 3 der Satzung an den Aufsichtsrat delegiert.

Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft.

Bei der Gesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen o. Ä. mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Zusammenfassend bestehen keine besonderen Regelungen bezüglich der mit Anteilen verbundenen Stimmrechte und hieraus resultierenden Kontrollmöglichkeiten, weder durch Einrichtung besonderer Aktiengattungen noch durch Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen. Über die gesetzlichen Regelungen hinausgehende Vorschriften über die Bestellung oder Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind nicht vorhanden. Es bestehen weder wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Übernahmeangebots stehen noch Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Abschluss Konzern

Erklärung des Vorstands

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Kapitalflussrechnung

Anhang

(1) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(2) Finanzierung (Ergänzende Angaben zu IFRS 7)

(3) Wesentliche Schätzungen und Annahmen

(4) Übernahmen und Veräußerungen

(5) Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Sonstige betriebliche Erträge

(7) Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

(8) Abschreibung und Wertminderungen von materiellen und immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens

(9) Materialaufwand und Sonstige betriebliche Aufwendungen

(10) Finanzerträge und -aufwendungen

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

(12) Sachanlagen

(13) Anteile an assoziierten Unternehmen

(14) Beteiligungen

(15) Langfristige Finanzanlagen

(16) Steuern

(17) Sonstige langfristige Vermögenswerte

(18) Vorräte

(19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(20) Sonstige kurzfristige Forderungen

(21) Finanzielle Derivate, kurzfristige Finanzanlagen und Flüssige Mittel

(22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

(23) Eigenkapital

(24) Finanzschulden

(25) Personalbezogene Rückstellungen

(26) Sonstige Rückstellungen

(27) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

(28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

(30) Kapitalflussrechnung

Sonstige Angaben

(31) Joint-Venture-Gesellschaften

(32) Eventualverbindlichkeiten

(33) Verpfändete Vermögenswerte

(34) Bericht zu nahestehenden Unternehmen und Personen

(35) Ergebnis je Aktie

(36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

(37) Entsprechenserklärung

(38) Anteilsbesitz

Erklärung des Vorstands

Der Vorstand der SCA Hygiene Products AG ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Die Berichterstattung erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernlagebericht wird unter Beachtung der Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die SCA Hygiene Products AG ist nach § 315a HGB verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) zu erstellen.

Die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts wird durch interne Kontrollsysteme, den Einsatz konzernweit einheitlicher Richtlinien sowie durch Maßnahmen zur Ausund Weiterbildung der Mitarbeiter sichergestellt.

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und konzerninternen Richtlinien sowie die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden kontinuierlich konzernweit geprüft. Die vom Gesetzgeber geforderte Frühwarnfunktion wird durch ein konzernweites Risikomanagement-System erreicht, das dem Vorstand ermöglicht, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und ggf. Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht als unabhängiger Wirtschaftsprüfer geprüft und den im Anschluss an den Anhang abgedruckten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In Anwesenheit des Abschlussprüfers sind der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der Prüfungsbericht sowie die vom Vorstand zu treffenden Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, im Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG eingehend erörtert worden. Das Ergebnis dieser Prüfung geht aus dem Bericht des Aufsichtsrats hervor.

Der Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten keine Garantie für das Eintreffen der zukünftigen Entwicklung. Die zukünftige Entwicklung des Konzerns ist abhängig von Risiken und Unsicherheiten und kann daher von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist nicht beabsichtigt.

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007

TEUR Anhang Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Konzern 2007 Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Konzern 2006
Umsatzerlöse 3.517.827 54.588 3.572.415 3.318.940 340.271 3.659.211
Sonstige betriebliche Erträge (6) 111.888 1.801 113.689 116.216 246 116.462
Bestandsveränderung 21.842 65 21.907 24.065 613 24.678
Aufwendungen Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe (9) - 1.963.463 - 24.288 - 1.987.751 - 1.777.354 - 154.282 - 1.931.636
Personalaufwand (7) - 568.500 - 16.728 - 585.228 - 563.832 - 90.426 - 654.258
Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) - 732.939 - 38.372 - 771.311 - 785.123 - 55.896 - 841.019
Planmäßige Abschreibungen (8) - 160.253 0 - 160.253 - 158.733 - 16.047 - 174.780
Wertminderung von Vermögenswerten (8) - 126.869 0 - 126.869 - 1.677 0 - 1.677
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern 99.533 - 22.934 76.599 172.502 24.479 196.981
Finanzerträge (10) 83.951 313 84.264 51.601 15 51.616
Finanzaufwendungen (10) - 96.779 - 2.838 - 99.617 - 108.949 - 3.064 - 112.013
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen (13) 17.179 0 17.179 10.125 0 10.125
Ergebnis vor Steuern 103.884 - 25.459 78.425 125.279 21.430 146.709
Ertragsteuern (16) 14.918 - 12.332 2.586 - 38.537 - 3.558 - 42.095
Jahresüberschuss 118.802 - 37.791 81.011 86.742 17.872 104.614
Zuordnung Jahresüberschuss
Muttergesellschaft 115.767 - 25.620 90.147 75.678 12.092 87.770
Minderheitsgesellschafter 3.035 - 12.171 - 9.136 11.064 5.780 16.844
Ergebnis je Aktie (35)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 16,32 - 3,61 12,71 10,67 1,71 12,38
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 16,32 - 3,61 12,71 10,67 1,71 12,38
Vorgeschlagene Dividende (EUR) 14,45 14,45 8,77 8,77
Anzahl der Aktien 7.092.018 7.092.018 7.092.018 7.092.018

Konzern Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007

TEUR 2007 2006
Muttergesellschaft Minderheitsgesellschafter Gesamt Eigenkapital Muttergesellschaft Minderheitsgesellschafter Gesamt Eigenkapital
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen 8.537 - 89 8.448 74.311 2.016 76.327
Veränderung zur Veräußerung verfügbarer Wertpapiere 77 13 90 - 71 - 9 - 80
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung - 100.751 - 15.338 - 116.089 - 28.119 - 16.712 - 44.831
Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 911 41 952 - 23.936 - 318 - 24.254
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge/Aufwendungen - 91.226 - 15.373 - 106.599 22.185 - 15.023 7.162
Jahresüberschuss der Periode 90.147 - 9.136 81.011 87.770 16.844 104.614
Erfasste Erträge und Aufwendungen - 1.079 - 24.509 - 25.588 109.955 1.821 111.776

Konzern Bilanz zum 31. Dezember 2007

TEUR Anhang 31.12.2007 31.12.2006
Vermögenswerte
Geschäftswerte (11) 364.773 400.981
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (11) 9.373 11.461
Sachanlagen (12) 1.444.250 1.648.574
Anteile an assoziierten Unternehmen (13) 131.761 208.851
Beteiligungen (14) 446 477
Überschuss in Pensionsplänen (25) 31.440 34.497
Langfristige Finanzanlagen (15) 8.400 9.302
Latente Steuererstattungsansprüche (16) 52.926 17.554
Sonstige langfristige Vermögenswerte (17) 10.003 10.665
Gesamt Anlagevermögen 2.053.372 2.342.362
Vorräte (18) 299.796 325.269
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 415.111 381.792
Steuererstattungsansprüche (16) 14.556 21.715
Sonstige kurzfristige Forderungen (20) 42.711 54.544
Kurzfristige Finanzanlagen (21) 624.287 509.092
Flüssige Mittel und finanzielle Rechnungsabgrenzungsposten (21) 30.959 17.545
Gesamt Umlaufvermögen 1.427.420 1.309.957
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (22) 294 288.754
Gesamt Vermögenswerte 3.481.086 3.941.073
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Gezeichnetes Kapital 181.305 181.305
Rücklagen 1.173.863 1.239.516
Konzerngewinn 90.147 87.770
Mutterunternehmen 1.445.315 1.508.591
Minderheitgesellschafter 155.333 187.364
Konzerneigenkapital (23) 1.600.648 1.695.955
Langfristige Finanzschulden (24) 290.747 309.562
Pensionsrückstellungen (25) 61.756 91.372
Latente Steuern (16) 112.182 126.391
Sonstige langfristige Rückstellungen (26) 1.313 1.910
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (27) 29 88
Gesamt langfristige Verbindlichkeiten 466.027 529.323
Kurzfristige Finanzschulden und finanzielle Rechnungsabgrenzungsposten (24) 744.092 1.006.664
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 366.958 377.765
Steuerverbindlichkeiten (16) 15.319 22.958
Kurzfristige Rückstellungen (26) 7.820 20.735
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (29) 280.222 225.249
Gesamt kurzfristige Verbindlichkeiten 1.414.411 1.653.371
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten (22) 0 62.424
Gesamt Eigenkapital und Verbindlichkeiten 3.481.086 3.941.073

Konzern Kapitalflussrechnung 2007

Mio. EUR Anhang 2007 2006
Ergebnis vor Ertragsteuer 78,4 146,7
Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (30) 279,0 179,1
Steuerzahlungen - 38,4 - 80,2
Veränderung Vorräte - 13,3 - 43,4
Veränderung Forderungen - 69,7 - 34,4
Veränderung Verbindlichkeiten und Rückstellungen 54,4 9,7
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 290,4 177,5
Investitionen - 173,7 - 232,1
Verkauf Sachanlagen und Unternehmen 303,0 8,3
Veränderung Finanzanlagen 0,6 1,4
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 129,9 - 222,4
Veränderung Finanzschulden - 273,6 - 182,4
Dividendenzahlung (30) 19,0 - 70,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 254,6 - 253,0
Cashflow des Jahres 165,7 - 297,9
Finanzmittelfonds am Jahresbeginn 526,6 837,0
Währungskursdifferenzen - 47,0 - 12,5
Finanzmittelfonds am Jahresende (30) 645,3 526,6

Anhang

Die Zahlen für 2007 und 2006 wurden gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Berichtswährung ist Euro. Die Darstellung erfolgt in 1.000 EUR (TEUR) oder in Mio. EUR, kaufmännisch gerundet.

Die SCA Hygiene Products AG und ihre Tochtergesellschaften produzieren und vertreiben im Wesentlichen Hygieneprodukte (Tissue und Personal Care).

Die SCA Hygiene Products AG mit Sitz in München ist an den Börsen in München und Frankfurt gelistet und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts München, HRB-Nr. 42709, eingetragen. Die SCA Hygiene Products AG wird in den Konzernabschluss der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, einbezogen.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 18. April 2008 aufgestellt und damit zur Veröffentlichung im Sinne des IAS 10 freigegeben.

(1) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewandt wurden, werden im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, soweit nichts anderes angegeben ist.

GRUNDLAGEN FÜR DIE ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

SCA hat den Konzernabschluss gemäß § 315a HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen International Financial Reporting Standards (IFRS) / International Accounting Standards (IAS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC), erstellt. Dabei wurden alle Standards und Interpretationen angewendet, die gemäß Artikel 3 bzw. Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 für verbindlich erklärt wurden.

SCA wendet das Anschaffungskostenprinzip für die Bewertung der Aktiva und Passiva an. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Aktiva und Passiva, einschließlich derivativer Instrumente, werden zum Zeitwert (Fair Value) bewertet.

EINFÜHRUNG DER NEUEN UND ÜBERARBEITETEN IFRS BZW. IAS

Die 2007 erstmals anzuwendenden bzw. die Änderungen überarbeiteter Standards und Interpretationen führten zu keinen materiellen Veränderungen gegenüber Vorjahren. Es handelte sich hierbei um die folgenden Standards und Interpretationen.

Interpretationen:

IFRIC 7 Anwendung des Anpassungsansatzes nach IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern (Tag des Inkrafttretens: 01.03.2006). - Der Konzern hat derzeit keine Niederlassungen in Ländern, in denen eine Umrechnung auf Rechnungslegung für Hochinflationsländer erforderlich ist.

IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 (Tag des Inkrafttretens: 01.05.2006). - Nach IFRIC 8 decken die Vorschriften von IFRS 2 Waren und Dienstleistungen ab, die im Austausch für ein Eigenkapitalinstrument gegeben werden, selbst wenn diese Waren oder Dienstleistungen ganz oder teilweise nicht genau identifiziert werden können. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate (Tag des Inkrafttretens: 01.06.2006). - Ein eingebettetes Derivat muss bei Vertragsabschluss vom Trägervertrag abgespalten und als freistehendes Derivat bilanziert werden. Nach IFRIC 9 ist eine erneute Beurteilung im Vertragszeitraum nicht erlaubt, es sei denn, es kommt zu Änderungen in den Vertragsbedingungen, welche die Zahlungsströme auf maßgebliche Art und Weise verändern. Diese Auslegung hat auf den Konzern keine Auswirkung.

IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Wertminderung (Tag des Inkrafttretens: 01.11.2006). - Diese Interpretation regelt, dass in Zwischenberichten vorgenommene Wertminderungen auf Geschäfts-oder Firmenwerte, Anlagen in Eigenkapitalinstrumenten oder zu Anschaffungskosten ausgewiesene finanzielle Vermögenswerte nicht rückgängig gemacht werden dürfen. SCA hat diese Interpretation ab 2007 angewendet.

Reporting Standards:

IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Geänderte Angaben zum Kapital (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2007). Nach dieser Änderung sind Angaben erforderlich, die die Bewertung der Ziele, Methoden und Prozesse beim Kapitalmanagement ermöglichen. SCA hat diese Änderung ab 01.01.2007 angewendet.

IFRS 7 Finanzinstrumente - Zusätzliche Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2007). SCA hat diesen Standard ab 2007 angewendet.

Folgende Standards, Interpretationen, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet und von der EU in Kraft gesetzt, sind jedoch verpflichtend erst in zukünftigen Berichtsperioden anzuwenden:

IFRS 8 Geschäftssegmente (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - IFRS 8 regelt die Segmentberichterstattung, die nach dem so genannten Management Approach darzustellen ist. Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben zu den Segmenten die Informationen zugrunde, die vom Management für die Zwecke der Ressourcenallokation und Performancebeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet werden. SCA wird die Auswirkungen von IFRS 8 in 2008 überprüfen und diesen Standard ab 2009 anwenden.

IFRIC 11/IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen (Tag des Inkrafttretens: 01.03.2007). - Aktienbasierte Vergütungen, deren Programm vor dem 07.11.2002 gestartet wurde (IFRS 1), müssen nicht berichtet werden (IFRS 2). SCA hat diese Ausnahmeregelung in Anspruch genommen. Deshalb hat IFRIC 11 keine Auswirkung auf den Konzern.

Folgende Standards, Interpretationen, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet, sind jedoch noch nicht von der EU in Kraft gesetzt worden und verpflichtend erst in zukünftigen Berichtsperioden anzuwenden:

IFRS 2 Änderung Aktienbasierte Vergütung (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - Änderung der Definitionen und der Behandlung von Ausübungsbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRS 3 Änderung Unternehmenszusammenschlüsse (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2009). - Geänderter Ausweis von Transaktionskosten, bedingten Kaufpreisbestandteilen (z. B. Earn-Out-Klauseln) und sukzessivem Erwerb bei Unternehmenszusammenschlüssen. SCA wird diesen Standard ab 2010 anwenden.

IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2008). - Diese Interpretation befasst sich mit Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere öffentliche Institution Aufträge an private Betreiber vergibt. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 13 Programme zur Kundenbindung (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2008). - Diese Interpretation befasst sich mit der Bilanzierung von Kundenbonusprogrammen. SCA wird diesen Standard ab 2009 anwenden. Die Auswirkungen werden derzeit analysiert.

IFRIC 14 Die Obergrenze von Vermögenswerten bei leistungsorientierten Plänen, Mindestfinanzierungsanforderungen und ihre Wechselwirkung, eine Ergänzung zu IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2008). - Diese Interpretation befasst sich mit Regelungen zur Verpflichtung zusätzliche Beiträge in einen Pensionsplan einzuzahlen bzw. mit Regelungen zur Wertobergrenze eines positiven Saldos zwischen Planvermögen und leistungsorientierter Verpflichtung. Nach derzeitigem Stand ist das Planvermögen von SCA in solchen Pensionsplänen nur marginal betroffen. SCA wird diesen Standard ab 2008 anwenden.

IAS 32 Änderung Finanzinstrumente und IAS 1 Änderung Darstellung des Abschlusses (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - Teilweise Neuregelung der Klassifizierung von Eigen-und Fremdkapital sowie Regelungen zu kündbaren Finanzinstrumenten und zu Verpflichtungen bei der Liquidation. SCA wird diesen Standard ab 2009 anwenden. Die Auswirkungen werden derzeit analysiert.

IAS 23 Fremdkapitalkosten (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - Zurechenbare Fremdkapitalkosten sind mit dem Vermögenswert zu aktivieren. SCA wird diesen Standard ab 2009 anwenden. Die Auswirkungen werden derzeit analysiert.

IAS 27 Änderung Konzern-und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2009). - Erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Kontrolle und erfolgsneutrale Erfassung von Änderungen der Beteiligungsquote an einem Unternehmen, wenn es zu keinem Kontrollverlust kommt. SCA wird diesen Standard ab 2010 anwenden.

SCHÄTZUNGEN BEI DER BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Einklang mit den IFRS/IAS erfordert Schätzungen und Annahmen, die sich auf ausgewiesene Aktiv- und Passivposten bzw. Ertrags- und Aufwandsposten sowie andere, im Konzernabschluss enthaltene Informationen auswirken. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Bewertungen abweichen. Bereiche, in denen Schätzungen und Annahmen für den Konzern von Bedeutung sind, werden im Anhang unter Punkt (3) genannt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der konsolidierte Abschluss beinhaltet den Abschluss der Muttergesellschaft und aller Konzerngesellschaften. Konzerngesellschaften werden ab dem Tag konsolidiert, an dem die Gesellschaft, die zu einer der nachstehend genannten entsprechenden Kategorien von Konzerngesellschaften gehört, in den Kontroll- oder Einflussbereich des Konzerns fällt. Abgehende Konzerngesellschaften sind im konsolidierten Abschluss bis zu dem Tag enthalten, ab dem der Konzern keine Kontrolle bzw. keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaften ausübt. Um innerhalb des Konzerns eine konsistente Berichterstattung sicherzustellen, gleichen Konzerngesellschaften ggf. ihre Einzelabschlüsse an die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns an. Konzerninterne Transaktionen wie Einnahmen, Ausgaben, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie nicht realisierte Erträge und Konzernbeiträge wurden eliminiert.

Tochtergesellschaften

Alle Gesellschaften, an denen der Konzern über 50% der Stimmrechte hält oder kontrolliert oder bei denen der Konzern allein per Vereinbarung oder auf andere Art und Weise einen entscheidenden Einfluss ausübt, werden als Tochtergesellschaften konsolidiert. In diesem Zusammenhang werden die bestehenden potenziellen Stimmrechte, die am Bilanzstichtag ausgeübt werden können, ebenfalls berücksichtigt. Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten bestehen aus dem Zeitwert (Fair Value) der Vermögenswerte, den der Verkäufer als Gegenleistung erhält, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.

Das Eigenkapital von übernommenen Tochtergesellschaften wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten am Übernahmetag bewertet. Die Bewertung wird ohne Berücksichtigung des Umfangs von Minderheitsbeteiligungen vorgenommen. Falls die Bewertung dieser Forderungen und Verbindlichkeiten zum Zeitwert andere Werte als die Buchwerte der übernommenen Gesellschaft ergibt, bilden diese beizulegenden Zeitwerte die Anschaffungskosten für den Konzern.

Soweit die Anschaffungskosten der Anteile an Tochtergesellschaften den beizulegenden Zeitwert des Konzernanteils am Nettovermögen der übernommenen Gesellschaft übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Sind die Anschaffungskosten geringer als der Zeitwert des Nettovermögens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Joint-Venture-Gesellschaften

Joint-Venture-Gesellschaften werden als Gesellschaften definiert, bei denen SCA zusammen mit anderen Partnern aufgrund vertraglicher Vereinbarung die gemeinschaftliche Führung ausübt. Joint-Venture-Gesellschaften werden nach der Quotenkonsolidierungsmethode einbezogen.

Die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode bedeutet, dass der prozentuale Anteil des Konzerns an allen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanzposten und der Kapitalflussrechnung in den entsprechenden Abschlussbestandteilen für den SCA-Konzern enthalten ist. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere Änderungen, die direkt im Eigenkapital von den Joint-Venture-Gesellschaften erfasst werden, werden auch direkt im Eigenkapital des Konzerns erfasst.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen der Konzern einen bedeutenden Einfluss ausübt, ohne dass die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft oder eine Joint-Venture-Gesellschaft ist. In der Regel bedeutet dies, dass der Konzern zwischen 20 und 50% der Stimmrechte besitzt. Die Bilanzierung von assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode; sie werden zunächst zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Aktiva und Passiva von assoziierten Unternehmen erfolgt auf dieselbe Art und Weise wie bei Tochtergesellschaften, und der Buchwert für assoziierte Unternehmen enthält Geschäfts- oder Firmenwerte und andere Konzernanpassungen.

Der Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung des assoziierten Unternehmens, wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere Änderungen, die direkt im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens erfasst werden, werden auch direkt im Eigenkapital des Konzerns erfasst. Der Anteil am Ergebnis wird auf Basis des Anteils von SCA am Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ermittelt.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz als ein gesonderter Posten ausgewiesen. Der Buchwert der Anteile ändert sich um den Anteil von SCA am Ergebnis des assoziierten Unternehmens, der sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch direkt im Eigenkapital ausgewiesen wird, und vermindert sich um die erhaltenen Dividenden. Nicht ausgeschüttete Erträge von assoziierten Unternehmen sind Bestandteil des Gewinnvortrags des Konzerns.

Ist der Anteil des Konzerns an aufgelaufenen Verlusten höher als die Kosten für die Anteile am Unternehmen, wird der Buchwert auf null reduziert, und zukünftige Verluste werden nicht mehr ausgewiesen, vorausgesetzt, der Konzern hat aufgrund von Bürgschaften oder sonstigen Verpflichtungen keine Verpflichtungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen.

Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen des Mutterunternehmens bzw. der Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen werden entsprechend der Anteilsquote des Konzerns auf assoziierte Unternehmen eliminiert.

Minderheitsanteile

Minderheitsanteile am Nettovermögen einer Tochtergesellschaft werden als gesonderter Posten im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ist der Minderheitsanteil im Konzernüberschuss enthalten.

Zweckgesellschaften

Gemäß SIC 12 wird die Zweckgesellschaft Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, in den Konzernabschluss einbezogen. SCA hat mehr als die Hälfte der Stimmrechte des Abwasserverbands und kann damit die Finanz- und Geschäftspolitik kontrollieren und bestimmen. Außerdem stellt SCA die Geschäftsführung, die Mehrheit im Vorstand und steuert die wesentlichen wirtschaftlichen Aktivitäten.

Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag der Konzerngesellschaften ist grundsätzlich der 31.12. Davon abweichend hatte die SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH, Oberding, ihren Bilanzstichtag zum 30.06.2007. Für den Zeitraum 01.07.2007 bis 31.12.2007 hat die Gesellschaft mit einem Rumpfgeschäftsjahr abgeschlossen.

WECHSELKURSUMRECHNUNGEN

Funktionalwährung und Berichtswährung

Die Konzerngesellschaften erstellen ihren Abschluss in der Währung, die in dem Wirtschaftsumfeld, in dem sie hauptsächlich tätig sind, verwendet wird; diese wird als Funktionalwährung bezeichnet. Diese Abschlüsse stellen die Grundlage für den konsolidierten Abschluss dar. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der die Funktionalwährung der Muttergesellschaft ist. Sie ist daher die Berichtswährung sowohl für die Muttergesellschaft als auch den Konzern.

Umrechnung von ausländischen Konzerngesellschaften

Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen aller Konzerngesellschaften, deren Funktionalwährung nicht der Berichtswährung entspricht, werden wie folgt in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet:

Aktiva und Passiva der einzelnen Bilanzen werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Schlusskurs umgerechnet,

Erträge und Aufwendungen der einzelnen Gewinn- und Verlustrechnungen werden zu dem im Geschäftsjahr ermittelten Durchschnittskurs umgerechnet,

alle entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden direkt im Konzerneigenkapital als ein gesonderter Posten ausgewiesen.

Umrechnungsdifferenzen, die sich aus den zur Absicherung des Nettovermögens gehaltenen Finanzinstrumenten ergeben, fließen ebenfalls direkt in das Konzerneigenkapital ein. Wird ein ausländisches Unternehmen veräußert, werden beide in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umrechnungsdifferenzen als Teil des Gewinns oder Verlusts bei Veräußerung dargestellt.

Transaktionen und Bilanzposten in Fremdwährung

Transaktionen in Fremdwährung werden unter Anwendung des am Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkurses in eine Funktionalwährung umgerechnet. Monetäre Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Schlusskursen bewertet. Wechselkursgewinne oder -verluste, die sich aus diesen Bewertungen und bei Erfüllung der Transaktion ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie werden im Einklang mit IAS 39 bei qualifizierten Absicherungsgeschäften bezüglich dem Cashflow oder der Nettoinvestitionen im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit werden saldiert im Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Ausleihungen und Finanzanlagevermögen werden als sonstige Finanzerträge und -aufwendungen ausgewiesen.

Nichtmonetäre, zu Anschaffungskosten erfasste Aktiva und Passiva werden zu dem am Transaktionstag geltenden Wechselkurs umgerechnet.

Währungskurse für die Währungsumrechnung

in EUR Durchschnittskurs Stichtagskurs
2007 2006 31.12.2007 31.12.2006
1 USD 0,7301320 0,7959500 0,6825940 0,7597630
1 GBP 1,4610100 1,4669900 1,3621200 1,4897400
1 PHP 0,0158724 0,0155330 0,0165477 0,0155117
1 RUB 0,0285612 0,0293078 0,0278246 0,0288466
1 SEK 0,1081650 0,1081660 0,1056650 0,1105510
1 PLN 0,2648490 0,2569870 0,2774660 0,2613110
1 MXN 0,0668405 0,0730639 0,0627990 0,0699984

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Ein Geschäftssegment besteht aus einer Anzahl von Unternehmen, die Produkte bereitstellen und ein Risiko-/ Chancenprofil aufweisen, das sich von dem anderer Unternehmensbereiche unterscheidet. Geografische Segmente stellen Produkte in einem bestimmten Wirtschaftsraum bereit, der sich in seinem Risiko-/ Chancenprofil von dem anderer Wirtschaftsräume unterscheidet.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill)

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Betrag, um den die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des vom Konzern übernommenen Nettovermögens im Zeitpunkt des Erwerbs übersteigen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei der Übernahme von assoziierten Unternehmen entsteht, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben, sondern einmal jährlich einer Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest) unterzogen und zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Wertminderungen, ausgewiesen. Wertaufholungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht erfasst. Nettogewinne oder -verluste aus dem Verkauf von Konzerngesellschaften beinhalten den verbleibenden Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der den abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Impairmenttests werden für Zahlungsmittel generierende Einheiten vorgenommen, daher wird der Geschäfts- oder Firmenwert den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angerechnet, die voraussichtlich von dem Erwerb, durch den der Geschäfts- oder Firmenwert entsteht, profitieren.

Warenzeichen

Warenzeichen werden zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen ausgewiesen.

Warenzeichen, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht abgeschrieben, sondern auf dieselbe Art und Weise wie Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf Wertminderung überprüft. Zahlungsmittel generierende Einheiten, die für diese Warenzeichen identifiziert werden, umfassen die Märkte in den Ländern, in denen das Warenzeichen besteht. Warenzeichen mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden während ihrer erwarteten Nutzungsdauer, die zwischen drei und fünf Jahren beträgt, linear abgeschrieben.

Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden bei Entstehung aufwandswirksam verbucht. In Fällen, in denen es schwierig ist, die Forschungs- von der Entwicklungsphase eines Projekts zu trennen, wird das gesamte Projekt als Forschung behandelt und sofort aufwandswirksam verbucht. Entwicklungskosten für neue Produkte und Prozesse werden aktiviert, so lange davon auszugehen ist, dass sie in Zukunft wirtschaftlichen Nutzen bieten werden und die Kriterien nach IAS 38 erfüllt sind. In anderen Fällen werden die Entwicklungskosten bei Entstehung aufwandswirksam verbucht. Aktivierte Aufwendungen werden ab dem Tag, an dem der Vermögenswert kommerziell genutzt oder produziert werden kann über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beträgt fünf bis zehn Jahre.

Emissionsrechte und Kosten für Kohlendioxid-Emissionen

Die von staatlichen Behörden erteilten Emissionsrechte für Kohlendioxid-Emissionen werden als ein immaterieller Vermögenswert verbucht. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Rechte werden kostenlos erteilt und zu dem am ersten Tag, für den die Rechte gelten, geltenden Marktwert bewertet und ausgewiesen. In Höhe des erwarteten Verbrauchs wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Emissionsrechte werden zur Erfüllung der Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Behörden verwendet. Die für Emissionen kontinuierlich ausgewiesenen Rechte und Verbindlichkeiten beruhen auf dem Wert, zu dem die erhaltenen Emissionsberechtigungen ursprünglich verbucht wurden. Dies findet so lange Anwendung wie die erhaltenen Emissionsberechtigungen zur Deckung der vom Konzern erforderlichen Rechte zur Erfüllung der Verbindlichkeit notwendig sind. Sobald die erhaltenen Emissionsrechte nicht die abgegebenen Emissionen decken, bildet SCA eine Rückstellung für das Defizit, das zu dem am Bilanzstichtag geltenden Marktwert bewertet wird.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte umfassen auch Patente, Lizenzen und sonstige Rechte. Bei Erwerb derartiger Vermögenswerte werden die Anschaffungskosten als Vermögenswert bilanziert, der über die erwartete Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren linear abgeschrieben wird.

Derzeit sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer bilanziert.

SACHANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungskosten beinhalten Aufwendungen, die sich direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zurechnen lassen. Die Kosten von Grundstücken und Produktionsanlagen, die durch große Projekte entstehen, umfassen, im Gegensatz zu den Anschaffungskosten für andere Anlagenzugänge, Aufwendungen für die Inbetriebnahme. Die Fremdkapitalkosten in der Bau- und Montagezeit sind in den Kosten für große Investitionsprojekte (> 50 Mio. EUR und > sechsmonatige Bauzeit) enthalten. Anschaffungskosten für Anlagen im Bau werden aktiviert.

Nachträgliche Anschaffungskosten erhöhen den Buchwert des Vermögenswerts oder werden als separater Vermögenswert erfasst, wenn aus dem Vermögenswert dem Konzern in Zukunft wahrscheinlich ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermitteln lassen. Reparaturen und Wartungen werden im Entstehungszeitraum in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam verbucht.

Grundstücken wird eine unbestimmte Nutzungsdauer zugeordnet; sie werden daher nicht abgeschrieben. Sonstiges Sachanlagevermögen wird bis auf den geschätzten Restwert des Vermögenswerts über die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird wie folgt festgelegt:

Nutzungsdauer Anzahl Jahre
Zellstoff- und Papiermaschinen 10 -25
Verarbeitungsmaschinen 7 -18
Fahrzeuge 4 -5
Gebäude 15 -50
Energieanlagen 15 -30
Computer 3 -5
Büroausstattung 5 -10

Die Restwerte und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden jährlich überprüft und ggf. angepasst.

ABSCHREIBUNGEN

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderung überprüft. Der Buchwert der Vermögenswerte wird immer dann auf Wertminderung überprüft, wenn es Hinweise darauf gibt, dass der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist.

Falls der Buchwert eines Vermögenswerts seinen geschätzten erzielbaren Betrag übersteigt, wird der Vermögenswert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert ist der bei einem Verkauf zu Marktbedingungen erzielbare Preis. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows, die sich durch die Nutzung des Vermögenswerts erzielen lassen, und dem geschätzten Restwert am Ende der Nutzungsdauer. Bei einer Überprüfung auf Wertminderung werden die Vermögenswerte in zahlungsmittelgenerierende Einheiten untergliedert und Bewertungen auf Basis dieser zukünftigen Cashflows der Einheiten vorgenommen.

Eine zu einem früheren Zeitpunkt verbuchte Wertminderung wird aufgehoben, wenn der Grund dafür entfallen ist. Die Zuschreibung erfolgt höchstens bis zu den um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden niemals aufgehoben.

LEASING

Leasingverträge für Sachanlagen werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Risiken trägt und den Nutzen hat. Der geleaste Vermögenswert wird als Sachanlagewert aktiviert. Zudem wird eine Sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der Wert der beiden Posten der niedrigere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen. Zukünftige Leasingzahlungen werden zwischen der Tilgung der Verbindlichkeit und den Finanzierungskosten aufgeteilt, so dass in jedem Rechnungslegungszeitraum ein Zinsbetrag verbucht wird, der sich mittels eines festen Zinssatzes für die in jedem Zeitraum verbuchte Verbindlichkeit errechnet. Der geleaste Vermögenswert wird nach denselben Grundsätzen abgeschrieben, die auch auf andere Vermögenswerte derselben Art Anwendung finden. Falls es ungewiss ist, ob der Vermögenswert am Ende des Leasingzeitraums übernommen wird, wird der Vermögenswert über die Dauer des Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn dieser kürzer als die Nutzungsdauer ist, wird auf die Nutzungsdauer, die auf andere Vermögenswerte derselben Art Anwendung findet, abgeschrieben.

Leasingverträge für Vermögenswerte, bei denen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Nutzen im Wesentlichen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating-Leasingverhältnis bezeichnet. Die Leasingzahlungen werden über die Dauer des Leasingvertrags als Aufwand erfasst.

FINANZINSTRUMENTE

Zu den in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumenten zählen Liquide Mittel, Wertpapiere, sonstige Finanzforderungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und Derivate.

Erfassung und Ausbuchung

Ausgereichte Darlehen und Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Aktiva und sonstige finanzielle Passiva werden am Erfüllungstag realisiert. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Handelstag erfasst. Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" angehören, werden zunächst zu den Anschaffungskosten ausgewiesen, die dem beizulegenden Zeitwert des Instruments einschließlich Transaktionskosten entsprechen.

Finanzielle Aktiva werden aus der Bilanz gegen die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht, wenn keine Chancen und Risiken und kein Recht auf Zahlungsströme aus dem Instrument mehr bestehen oder diese auf einen Dritten übertragen wurden. Finanzielle Passiva werden gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aus der Bilanz ausgebucht, wenn SCA ihren Verpflichtungen nachgekommen ist oder sie anderweitig erloschen sind.

Bewertung

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wird auf Basis der aktuellen, zum Bilanzstichtag geltenden Börsennotierungen ermittelt. Liegen keine Börsennotierungen vor, ermittelt SCA die beizulegenden Zeitwerte mit Hilfe der für den Finanzmarkt anerkannten Bewertungsmodelle. Hierbei wird insbesondere die Barwertmethode unter Verwendung des für den jeweiligen Betrachtungszeitraum marktüblichen Zinssatzes angewendet. Der erwartete Cash flow wird auf Basis verfügbarer Marktinformationen ermittelt. Eine Wertminderung der finanziellen Aktiva entsteht, wenn eine Wertminderung objektiv nachgewiesen ist, beispielsweise bei der Einstellung eines aktiven Marktes oder wenn ein Schuldner seinen Verpflichtungen dauerhaft nicht nachkommen kann. Bei langfristigen Darlehen werden die aktuellen Marktzinsen und eine Schätzung des Risikoaufschlags für SCA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert von kurzfristigen Krediten und Beteiligungen entspricht dem Buchwert, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine Veränderung der Marktzinsen eine zu vernachlässigende Wirkung auf den Marktwert hat.

Klassifizierung

SCA weist Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und jene mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten aus.

Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten wird beim erstmaligen Ansatz festgelegt und zu jedem Stichtag überprüft. Der Zweck der Transaktion entscheidet über die Klassifizierung. SCA klassifiziert Finanzinstrumente anhand der nachstehenden Kategorien.

SCA kategorisiert aktive Finanzinstrumente wie folgt:

a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Held for Trading) und solche, die SCA von Beginn an dieser Kategorie zugeteilt hat. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeteilt, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend festgelegt wurde. Derivate mit einem positiven Marktwert werden dieser Kategorie zugeteilt. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum Zeitwert bewertet, und wertmäßige Änderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nur Finanzderivate wurden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt.

b) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held to Maturity)

Zu dieser Kategorie gehören finanzielle Vermögenswerte mit festen oder variablen Zahlungen, die keine Derivate sind und die SCA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Aktiva dieser Kategorie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, was bedeutet, dass eine gleichbleibende Rendite erzielt wird.

Dieser Kategorie wurden während des Geschäftsjahres keine Finanzinstrumente zugeteilt.

c) Ausgereichte Darlehen und Forderungen

Die Kategorie umfasst ausgereichte Darlehen und Forderungen mit festen oder variablen Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert werden. Diese Kategorie enthält keine Derivate. Forderungen entstehen, wenn SCA Geld, Güter oder Dienstleistungen einem Schuldner direkt zur Verfügung stellt, ohne die Absicht zu haben, mit den Forderungen zu handeln. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden einzeln bewertet. Wertberichtigungen werden stets vorgenommen, wenn bekannt wird, dass (1) der Kunde Konkurs anmelden muss, (2) ein Insolvenzverfahren gegen den Kunden eröffnet wurde, (3) der Kunde sich in Liquidation befindet, (4) ein Vermögensverwalter beim Kunden aufgrund eines Vergleichs eingesetzt wurde, (5) nach dem dreistufigen Mahnverfahren ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird. Für verbundene Unternehmen wird keine Einzelwertberichtigung für Forderungen gebildet.

d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie zugeordnet werden oder in keiner anderen Kategorie klassifiziert wurden, sowie Beteiligungen. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Änderungen ihres Werts, außer bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, im Eigenkapital erfasst. Hat ein einzelner Posten einen Wert von weniger als 0,5 Mio. EUR, wird keine Marktbewertung vorgenommen, da die Auswirkung als unwesentlich beurteilt wird. Wird der Posten verkauft, wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

SCA kategorisiert passive Finanzinstrumente wie folgt:

a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Passiva

Diese Kategorie umfasst Derivate mit negativen beizulegenden Zeitwerten, die nicht für Absicherungszwecke (Hedge Accounting) genutzt werden, und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Passiva. Passiva in dieser Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Änderungen ihres Werts in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Nur Derivate werden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt.

b) Sonstige finanzielle Passiva

Diese Kategorie umfasst finanzielle Passiva, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Diese werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten und danach zum Barwert nach der Effektivzinsmethode verbucht.

VORRÄTE

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der FIFO-Methode (First in, First out) für Fertigerzeugnisse und Handelswaren oder nach der Durchschnittskostenmethode für das übrige Vorratsvermögen ermittelt.

Die Kosten für Fertige und Unfertige Erzeugnisse beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Personalkosten und andere, direkt dem Fertigungsprozess zurechenbare Kosten und Fertigungsgemeinkosten, jeweils auf Basis der normalen Betriebskapazität. Fremdkapitalkosten sind nicht in der Bewertung von Vorräten enthalten.

Der Netto-Veräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufspreis, abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Verkauf des Produkts.

FLÜSSIGE MITTEL

Liquide Mittel werden als Bar- oder Bankguthaben sowie kurzfristige Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Tag der Anschaffung definiert. Gesperrte Gelder auf Bankkonten sind nicht in Liquiden Mitteln enthalten.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENES SACHANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagevermögen wird als zur Veräußerung gehaltenes Sachanlagevermögen klassifiziert, wenn sein Wert binnen eines Jahres durch den Verkauf und nicht durch die ständige Nutzung im Betrieb realisiert wird. Die Vermögenswerte werden am Tag der Neuklassifizierung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, um eventuelle Wertminderungsverluste festzustellen. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Netto-Veräußerungswert angesetzt. Für diese Vermögenswerte werden in Folgeperioden keine weiteren Abschreibungen vorgenommen.

STEUERN

Die Ertragsteuern des Konzerns beinhalten Steuern auf die von den Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Gewinne und steuerliche Anpassungen für frühere Zeiträume sowie Änderungen der latenten Steuern für die Periode.

Latente Steuern werden für sämtliche temporäre Differenzen nach der Verbindlichkeitenmethode gebildet (Temporary-Konzept). Nach dieser Methode werden latente Steuern für sämtliche Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und dem Buchwert der Aktiva und Passiva im IFRS-Abschluss berechnet. Temporäre Differenzen entstehen hauptsächlich durch die Abschreibung von Sachanlagevermögen, Pensionsrückstellungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten. Auch für die in der Zukunft realisierbaren steuerlichen Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet. Bei Unternehmensübernahmen entstehen temporäre Differenzen durch die Differenz zwischen dem konsolidierten Wert der Aktiva und Passiva und deren steuerrechtlichem Wert.

Temporäre Differenzen, die bei der ersten Erfassung eines Aktivums oder Passivums entstehen, und die sich keiner Unternehmensübernahme zuschreiben lassen und sich nicht auf einen Buchgewinn oder zu versteuernden Gewinn auswirken, führen weder zu einer latenten Steuerverbindlichkeit noch zu einer latenten Steuerforderung.

Latente Steuern werden zu ihrem Nominalbetrag bewertet und beruhen auf den zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätzen. Aktive latente Steuerforderungen werden in der Höhe erfasst, bis zu der wahrscheinlich ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, durch den der latente Steuervorteil realisiert werden kann. Bei erfolgswirksam erfassten Posten werden damit verbundene Steuereffekte ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Posten, die im Eigenkapital erfasst werden, werden die damit verbundenen Steuereffekte im Eigenkapital erfasst.

LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Altersversorgung

Der Konzern führt einige beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionspläne. Bei einigen dieser Pläne hat der Konzern Vermögenswerte in Pensionsfonds angelegt. Unabhängige Versicherungsmathematiker ermitteln die Höhe der Verpflichtungen der einzelnen Pläne und bewerten die Verpflichtungen der Pensionspläne jedes Jahr neu.

Ein beitragsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem feste Beiträge an eine gesonderte juristische Person zu zahlen sind. Es gibt keine Verpflichtung, zusätzliche Beiträge zu leisten, wenn der Fonds unzureichende Vermögenswerte hat, um die Leistungen zu zahlen, auf die die Arbeitnehmer Anspruch haben. Ein leistungsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem die Höhe der Pensionsleistung, die ein Arbeitnehmer nach Eintritt in den Ruhestand erhält, festgelegt wird. Dieser Betrag wird auf Grundlage von Faktoren wie Gehalt, Alter und Dienstjahre festgelegt.

Die in der Bilanz erfasste Verpflichtung für leistungsorientierte Pensionspläne entspricht dem Barwert der Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Vorfinanzierte Pläne mit Nettovermögen, d. h. Pläne, bei denen das Vermögen die Verpflichtungen übersteigt, werden als langfristiges Sachvermögen erfasst. Die Verpflichtung aus einem leistungsorientierten Plan wird jährlich von unabhängigen Versicherungsmathematikern unter Anwendung der Projected Unit Credit Method, bei der die Kosten auf die erwartete Dienstzeit des Arbeitnehmers verteilt werden, berechnet. Die Verpflichtung wird zum Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Abzinsungssatzes bewertet, der den Zinsen für erstklassige Unternehmensanleihen oder, wenn diese nicht vorliegen, Staatsanleihen entsprechen, die in der Währung ausgegeben wurden, in der die Leistungen gezahlt werden und eine Restlaufzeit haben, die mit der tatsächlichen Pensionsverpflichtung vergleichbar ist.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aufgrund von geänderten versicherungsmathematischen Annahmen entstehen, werden sofort im Eigenkapital im Entstehungszeitpunkt erfasst.

Die Gesamtkosten bezüglich der leistungsorientierten Pläne werden auf Personalaufwand und Finanzierungsaufwand verteilt. Der Finanzierungsaufwand wird auf Basis des Nettowerts des Plans zu Jahresbeginn berechnet, und der Abzinsungsfaktor wird für jedes Land festgelegt. Die Zahlungen des Konzerns bezüglich beitragsorientierter Pläne werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in dem die Arbeitnehmer den Dienst leisten, auf den sich die Zahlung bezieht. Vorausbezahlte Beiträge werden nur insoweit als ein Vermögenswert erfasst wie der Konzern Anspruch auf Rückzahlung oder Minderung zukünftiger Zahlungen hat.

nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, Änderungen am Pensionsplan hängen davon ab, dass Arbeitnehmer während eines bestimmten Zeitraums im Dienst bleiben. In solchen Fällen wird der Aufwand über diesen Zeitraum linear verteilt.

Sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Einige Konzerngesellschaften bieten Gesundheitsleistungen für im Ruhestand befindliche Arbeitnehmer an. Die Verpflichtung und erwarteten Kosten für diese Leistungen werden in ähnlicher Weise wie die für leistungsorientierte Pensionspläne berechnet.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gezahlt, wenn der Konzern einem Arbeitnehmer vor Eintritt in den Ruhestand kündigt oder wenn ein Arbeitnehmer gegen Zahlung einer solchen Entschädigung freiwillig in den Ruhestand tritt. Entlassungsabfindungen werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern nachweislich verpflichtet ist, Arbeitnehmern aufgrund eines detaillierten, formellen Plans zu kündigen oder eine Entschädigung im Fall eines freiwilligen Ausscheidens zu zahlen.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden erfasst, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann.

Rückstellungen für Umstrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, wenn ein detaillierter formeller Plan für die Maßnahmen vorliegt und jene, die von den Maßnahmen betroffen sein werden, davon Kenntnis haben.

ERTRAGSREALISIERUNG

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, die der Konzern für im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit verkaufte Waren und Dienstleistungen erhalten hat. Der Umsatz wird erfasst, wenn die Lieferung an den Kunden gemäß den Verkaufsbedingungen erfolgt ist. Umsatzerlöse werden ohne Mehrwertsteuer und nach Abzug von Rabatten, Boni und konzerninternen Verkäufen erfasst. Sonstige Erlöse umfassen im Wesentlichen Vergütungen für:

Vermietung

Lizenzen

Serviceleistungen

Zinserträge werden zeitanteilig im Einklang mit der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden erfasst, wenn das Recht auf Empfang der Zahlung entsteht. Serviceleistungen werden entsprechend dem erbrachten Leistungsumfang abgerechnet. Nutzungsentgelte werden entsprechend der Inanspruchnahme des überlassenen Vermögenswerts in Rechnung gestellt und erfasst.

ÖFFENTLICHE ZUWENDUNGEN

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendungen gezahlt werden und der Konzern die damit verbundenen Bedingungen einhält.

Öffentliche Zuwendungen für den Erwerb von Vermögenswerten werden als Minderung der Anschaffungskosten der Vermögenswerte erfasst.

Als Kostenentschädigung erhaltene staatliche Zuschüsse werden abgegrenzt und in der Gewinn- und Verlustrechnung in demselben Zeitraum wie die Kosten erfasst. Die Kosten werden um den Zuschuss gemindert.

(2) FINANZIERUNG (ERGÄNZENDE ANGABEN ZU IFRS 7)

Die finanziellen Risiken für SCA Hygiene Products AG sind definiert als Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko beinhaltet Währungs-, Preis- und Zinsrisiken. Diese Risiken werden auf der Ebene der Muttergesellschaft SCA AB behandelt und durch zentrale Finanzrichtlinien geregelt. Die Ziele sind die Reduzierung der Volatilität und die bessere Vorhersehbarkeit der Einflüsse auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz.

Die SCA Hygiene Products AG und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen bei der AB SCA Finans, der Finanzierungsgesellschaft der SCA AB zu marktüblichen Konditionen. SCA AB hat ein Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) und P2/A2 (kurzfristig) von Moody's und Standard & Poor's.

Fremdwährungsrisiko

Die Gesellschaften des Konzerns haben Exporteinnahmen und Importkosten in verschiedenen Währungen. Diese Verkäufe bzw. Käufe in Fremdwährung führen zu Fremdwährungsrisiken. Das Transaktionsrisiko wird ausschließlich über AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, gesichert. SCA Hygiene Products AG und Tochtergesellschaften haben kein eigenständiges Hedge-Accounting.

Langfristige Währungssensitivität

Die Aufstellung der Umsatzerlöse und der betrieblichen Aufwendungen des Konzerns in den verschiedenen Währungen zeigt die langfristige Währungssensitivität.

Währung Umsatz Betrieblicher Aufwand
EUR 45% 42%
USD 30% 36%
GBP 18% 12%
SEK 0% 4%
Übrige 7% 6%
Gesamt 100% 100%

Die Differenzen ergeben sich im Wesentlichen daraus, dass der Konzern Zellstoff einkauft, der bei externer Beschaffung überwiegend in US-Dollar und bei internen Einkäufen in Schwedischen Kronen gehandelt wird. Darüber hinaus werden die in Großbritannien vertriebenen Personal Care-Produkte importiert.

Transaktionsrisiko

Der prognostizierte Währungstransaktionsfluss nach Nettoberechnungen der entsprechenden Zahlungsströme in derselben Währung beträgt 2008 -6,3 Mio. EUR (2007: -184,0 Mio. EUR). Die nachstehende Tabelle stellt die Prognose für 2008 sowie offene Hedging-Positionen zum Jahresende 2007 dar.

Währung 2008 Prognose (1)
Mio. EUR
31.12.2007 2007 Prognose (1)
Mio. EUR
31.12.2006
Hedge Volumen (2)
Mio. EUR
Anzahl Hedge Monate Hedge Volumen (2)
Mio. EUR
Anzahl Hedge Monate
AUD - - - - 1,1 - -
CAD 28,9 - - 27,5 21,0 9,2
CHF - - - 4,0 - -
CZK - - - - 0,1 - -
DKK - - - - 0,7 - -
GBP 44,7 2,0 0,5 49,8 6,9 1,7
HUF - - - 0,4 - -
JPY - 2,5 - - - 3,7 - -
NOK - - - - 0,1 - -
PHP 9,5 - - 6,4 - -
PLN 60,9 - - - - -
RUB 22,6 - - 26,9 - -
SEK - 6,9 - - - 12,6 - -
SKK - - - - 1,3 - -
USD - 163,5 - 11,2 0,8 - 279,4 - 52,9 2,3
EUR 6,3 9,2 184,0 15,7
0,0 0,0 0,0 - 9,3

(1) Wert positiv: SCA ist Nettoverkäufer dieser Währung. Wert negativ: SCA ist Nettokäufer dieser Währung.
(2) Wert positiv: SCA hat bindenden Vertrag zum Verkauf dieser Währung. Wert negativ: SCA hat bindenden Vertrag zum Erwerb dieser Währung.

Die oben dargestellten Zahlungsströme erfolgen erfahrungsgemäß gleichmäßig über das Jahr verteilt. Die noch ausstehende Hedge-Position in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2006: -9,3 Mio. EUR) beinhaltet Forward-Kontrakte mit einem Netto-Marktwert von 19 TEUR (2006: 465 TEUR). Während des Geschäftsjahrs verursachte die Hedge-Position im Ergebnis vor Finanzergebnis des Konzerns einen Effekt in Höhe von -1,1 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR).

Umrechnungsrisiko

Die Bilanz des Konzerns wird in Euro aufgestellt. Durch die Einbeziehung von ausländischen Gesellschaften mit einer anderen Währung entsteht ein Umrechnungsrisiko für das konsolidierte Eigenkapital und die anderen Bilanzpositionen. Dieses Risiko wird im Konzern nicht gesichert.

Derivate

Nachstehende Tabelle stellt die Derivate dar, die sich auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns 2007 auswirkten.

Nicht realisierte Derivate
Mio. EUR
2007 2006
Nominal Forderungen Verbindlichkeiten Nominal Forderungen Verbindlichkeiten
Währungsderivate, ggü. verbundenen Unternehmen 581,7 10,1 - 5,3 599,6 6,3 - 0,3
Energiederivate 13,6 1,4 0,0 1,9 0,0 - 0,2
Gesamt 595,3 11,5 - 5,3 601,5 6,3 - 0,5

Das operative Ergebnis war durch die Derivate mit 0,3 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR) beeinflusst. Das Ergebnis vor Ertragsteuer war durch die Derivate, welche der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten" zuzuordnen sind mit -0,3 Mio. EUR beeinflusst.

Refinanzierungsrisiko und Liquidität

Zum Bilanzstichtag betrug die verzinsliche Bruttoverschuldung 1.034,3 Mio. EUR (2006: 1.369,7 Mio. EUR). Davon sind 938,9 Mio. EUR (2006: 1.275,6 Mio. EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Unter Hinzurechnung der Netto-Pensionsrückstellungen und passivischen Zinsabgrenzung sowie abzüglich der Liquiden Mittel, finanziellen Forderungen, der Marktwerte der finanziellen Derivate und der aktivischen Zinsabgrenzung ergibt sich eine Nettoverschuldung von 401,5 Mio. EUR (2006: 893,4 Mio. EUR). Die Gesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft, der SCA AB, zu Marktkonditionen. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Finanzierung, die sich an die Marktkonditionen anpasst, sieht die Gesellschaft kein wesentliches Zinsänderungsrisiko. Am 31.12.2007 betrug die externe Verschuldung des Konzerns 9,2% (2006: 6,9%) der gesamten Bruttoverschuldung.

Mio. EUR 31.12.2007 31.12.2006
< 1 Jahr 1 -5 Jahre > 5 Jahre < 1 Jahr 1 -5 Jahre >5 Jahre
Verzinsliche Bruttoverschuldung 844,6 193,9 28,5 1.128,8 250,7 34,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, extern 310,3 1,5 0,0 329,8 2,6 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -Verbundene Unternehmen 55,1 0,0 0,0 45,0 0,0 0,0
Energiederivate 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,0
Gesamt 1.210,0 195,4 28,5 1.503,8 253,3 34,2
Erfüllte Derivate, brutto 581,4 0,9 0,0 602,9 0,0 0,0

Die brutto erfüllten Derivate (gross settled derivatives) haben überwiegend korrespondierende positive Cashflows und stellen nach Ansicht des Unternehmens kein Liquiditätsrisiko dar.

Zinsrisiko

Die Erträge des Konzerns sind von Zinsschwankungen beeinflusst. Die Geldaufnahme erfolgt weitgehend im kurzfristigen Bereich, da nach Ansicht des Unternehmens variable Zinssätze langfristig zu einem niedrigeren Zinsrisiko führen. Die durchschnittliche fixe Zinsperiode für die verzinsliche Bruttoverschuldung inklusive Derivaten betrug 9,0 Monate (2006: 9,9 Monate). Der durchschnittliche Zinssatz für die Nettoverschuldung abzüglich der Netto-Pensionsrückstellung und der Zinsabgrenzung betrug am 31.12.2007 6,17% (31.12.2006: 5,46%).

Kreditrisiko

Die Möglichkeit, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, stellt ein Kundenkreditrisiko dar. Das maximale Kreditrisiko für am Bilanzstichtag noch nicht realisierte Forderungen für Lieferungen und Leistungen betrug unter Berücksichtigung der Delkredere-Versicherung 293,9 Mio. EUR (2006: 266,1 Mio. EUR). Zur Minimierung dieses Risikos werden Bonitätsprüfungen vorgenommen und individuelle Kreditlimits pro Kunde festgelegt. Wenn möglich und wirtschaftlich, werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Im Segment Personal Care ist der Umsatz auf viele Kunden verteilt. Dies gilt ebenso im Segment Tissue für den Bereich Away From Home. Lediglich im Bereich Consumer Tissue gibt es eine Kundenkonzentration auf die großen Einzelhandelsunternehmen. Aufgrund dieser Kundenstruktur rechnet die Gesellschaft nicht mit einem hohen Ausfallsrisiko.

Energiepreisrisiko

SCA als energieintensives Unternehmen unterliegt Risiken in Bezug auf Preisänderungen bei Öl, Gas und Strom. In den Märkten in Deutschland und Großbritannien, in denen der Handel mit Energiederivaten etabliert ist, nutzt SCA Finanzinstrumente um dieses Risiko zu begrenzen. Am 31.12.2007 hatte SCA 0,6 TWh (2006: 0,1 TWh) Außenstände an Energiederivaten, deren Marktwert 1,4 Mio. EUR (2006: -0,2 Mio. EUR) betrug.

Sensitivitätsanalyse des Marktrisikos

Für die mit Risiken behafteten Finanzinstrumente wurde zum 31.12.2007 eine Sensitivitätsanalyse auf Basis von Annahmen über mögliche Marktschwankungen im Jahr 2008 durchgeführt.

Währungsrisiko

Wenn die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Währungen um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber anderen Währungen notieren, unter Annahme sonst gleichbleibender Währungsparitäten, würden die noch nicht realisierten Financial Hedges für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für Lieferantenverbindlichkeiten das Ergebnis vor Ertragsteuer wie folgt erhöhen bzw. vermindern:

Währung
Mio. EUR
Ergebnis vor Ertragsteuer
2007 2006
EUR 0,4 - 0,4
USD 0,5 - 0,9
GBP - 0,2 0,0
CAD 0,0 0,9

Wenn der Euro um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber den anderen Währungen notiert, würden die Finanzschulden in ausländischer Währung das Finanzergebnis des Konzerns um 7,6 Mio. EUR (2006: 8,4 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern.

Preisrisiko

Wenn die Börsenkurse um 15% steigen bzw. fallen und alle weiteren Variablen unverändert bleiben, würde sich das Eigenkapital um 1,0 Mio. EUR (2006: 0,9 Mio. EUR) erhöhen, bzw. um 0,5 Mio. EUR (2006: 0,6 Mio. EUR) vermindern.

Wenn die Energiepreise für die noch nicht realisierten Financial Hedges für Gaslieferungen um 20% steigen bzw. fallen und alle anderen Parameter unverändert bleiben, würden sich die jährlichen Energiekosten um -3,0 Mio. EUR (2006: 0,3 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern. Die gesamten Energiekosten des Konzerns hätten sich jedoch wesentlich stärker verändert, wenn das Preisrisiko der Energieverträge einbezogen würde.

Zinsrisiko

Wenn das Zinsniveau bei unveränderter Zinslaufzeit und Nettoverschuldung um 1% höher bzw. niedriger ist, würden sich die Zinsaufwendungen um 1,0 Mio. EUR (2006: 1,6 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern.

Finanzinstrumente - Kategorien

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente wurde für die folgenden Bilanzpositionen angewendet:

31.12.2007 -TEUR Anhang Forderungen und Ausleihungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Gesamt
Vermögenswerte
Beteiligungen (14) 0 0 446 446
Langfristige Finanzanlagen (15) 501 0 5.175 5.676
Langfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (15) 2.724 0 0 2.724
Langfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (17) 0 268 0 268
Langfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (17) 7.901 0 0 7.901
Ausleihungen unverzinslich (48 Monate) (17) 533 0 0 533
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 383.125 0 0 383.125
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (19) 31.986 0 0 31.986
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (20) 0 1.288 0 1.288
Kurzfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (20) 1.453 0 0 1.453
Debitorische Kreditoren, Forderungen an Versicherungen und aus Kautionen (20) 3.204 0 0 3.204
Kurzfristige Finanzanlagen (21) 1.050 0 0 1.050
Kurzfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (21) 613.262 9.975 0 623.237
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (21) 30.050 0 0 30.050
Zinsabgrenzung (21) 909 0 0 909
Gesamt 1.076.698 11.531 5.621 1.093.850
31.12.2007 - TEUR Anhang Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Gesamt
Verbindlichkeiten
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 59.818 59.818
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (24) 0 230.929 230.929
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 35.631 35.631
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (24) 5.172 702.763 707.935
Zinsabgrenzung (24) 0 526 526
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 0 311.885 311.885
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (28) 0 55.073 55.073
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (29) 0 18.486 18.486
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. assoziierten Unternehmen (29) 0 114 114
Kreditorische Debitoren (29) 0 2.704 2.704
Verbindlichkeiten für Sachanlagen (29) 0 1.076 1.076
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (29) 131 0 131
Gesamt 5.303 1.419.005 1.424.308
31.12.2006 -TEUR Anhang Forderungen und Ausleihungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Gesamt
Vermögenswerte
Beteiligungen (14) 0 0 477 477
Langfristige Finanzanlagen (15) 1.233 0 5.089 6.322
Langfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (15) 2.980 0 0 2.980
Langfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (17) 8.641 0 0 8.641
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 340.759 0 0 340.759
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (19) 41.033 0 0 41.033
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (20) 0 570 0 570
Kurzfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (20) 1.127 0 0 1.127
Debitorische Kreditoren, Forderungen an Versicherungen und aus Kautionen (20) 10.883 0 0 10.883
Kurzfristige Finanzanlagen (21) 2.345 0 0 2.345
Kurzfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (21) 506.747 0 0 506.747
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (21) 16.759 0 0 16.759
Zinsabgrenzung (21) 786 0 0 786
Gesamt 933.293 570 5.566 939.429
31.12.2006 - TEUR Anhang Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Gesamt
Verbindlichkeiten
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 39.272 39.272
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (1) (24) 0 326.512 326.512
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 54.848 54.848
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (24) 0 949.092 949.092
Zinsabgrenzung (24) 0 2.724 2.724
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 0 332.720 332.720
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (28) 0 45.045 45.045
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (29) 0 19.310 19.310
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. Assoziierten Unternehmen (29) 0 138 138
Kreditorische Debitoren (29) 0 2.456 2.456
Verbindlichkeiten für Sachanlagen (29) 0 1.809 1.809
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (29) 105 0 105
Gesamt 105 1.773.926 1.774.031

(1) davon 56.222 TEUR als zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten

(3) Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Jahresabschlusses und die Anwendung einiger Rechnungslegungsstandards beruhen oft auf den Beurteilungen des Managements oder den Annahmen und Schätzungen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen betrachtet werden. Diese Annahmen und Schätzungen beruhen auf der Erfahrung, aber auch auf anderen Faktoren, darunter erwartete zukünftige Ereignisse. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen können von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen.

Die Annahmen und Schätzungen, die nach Ansicht von SCA die größte Auswirkung auf den Konzernüberschuss sowie die Aktiva und Passiva haben, werden in den folgenden Absätzen dargestellt.

Geschäfts-oder Firmenwert (Goodwill) -Anhang (11)

Der Konzern prüft jedes Jahr, ob eine Wertminderung bezüglich des Goodwills eingetreten ist. Goodwill wird auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten verteilt; diese entsprechen den primären Segmenten des Konzerns.

Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird durch die Ermittlung des Nutzungswerts festgestellt. Diese Ermittlung beruht auf dem bestehenden strategischen Plan des Konzerns, der erwartete zukünftige Cashflows für die Geschäftsbereiche im nächsten Zehn-Jahres-Zeitraum beinhaltet. Cashflows nach dem Fünf-Jahres-Zeitraum werden berücksichtigt, indem ein Multiplikator auf den nachhaltigen Cashflow angewandt wird. Dieser Wert entspricht dem aktuellen Marktmultiplikator für ähnliche Unternehmen. Der Abzinsungsfaktor, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Cashflows benutzt wird, ist der derzeitige durchschnittliche Kapitalkostensatz, der innerhalb des Konzerns für Märkte, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Geschäfte tätigen, festgelegt wird. Der Impairmenttest für das Jahr 2007 wies keine Wertminderung aus. Der Buchwert der Geschäftswerte betrug zum 31.12.2007 365 Mio. EUR (2006: 401 Mio. EUR).

Altersversorgung -Anhang (25)

Bilanzansätze, wie der Wert von Pensionsverpflichtungen für leistungsorientierte Pensionspläne, basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen, die auf dem Abzinsungssatz, der erwarteten Rendite des Planvermögens, den zukünftigen Gehaltserhöhungen, der Inflation und den demografischen Bedingungen beruhen.

Der Abzinsungssatz bezieht sich auf hochwertige festverzinsliche Industrieanleihen mit Laufzeiten, die den bestehenden Pensionsverpflichtungen des Konzerns entsprechen. Zu den Vermögenswerten des Planvermögens zählen Aktien und Anleihen. Ihre erwartete Rendite wird auf Basis der Annahme ermittelt, dass die Rendite für Anleihen dem Zins für eine Zehn-Jahres-Staatsanleihe entspricht und dass die Eigenkapitalrendite demselben Satz, jedoch mit einem Aufschlag für die Risikoprämie, entspricht.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen des Konzerns beliefen sich zum 31.12.2007 auf 543,3 Mio. EUR (2006: 603,1 Mio. EUR). Eine Veränderung des Abzinsungssatzes um 0,25 %-Punkte würde den Gesamtwert dieser Verpflichtungen mit rund 20,0 Mio. EUR (2006: 23,0 Mio. EUR) beeinflussen.

Steuern -Anhang (16)

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und dem steuerrechtlichen Wert der Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet (Temporary-Konzept). Es gibt vor allem zwei Bereiche, in denen sich die Annahmen und Schätzungen auf die erfassten latenten Steuern auswirken. Der eine Bereich sind Annahmen und Schätzungen zur Feststellung der Buchwerte der verschiedenen Vermögenswerte und Schulden. Der andere Bereich sind Annahmen und Schätzungen hinsichtlich zukünftiger zu versteuernder Gewinne, von denen eine zukünftige Nutzung der diesbezüglich erfassten und nicht erfassten latenten Steuerforderungen und von bestehenden latenten Steuerverbindlichkeiten abhängt. Zum Jahresende wurden 52,9 Mio. EUR (2006: 17,6 Mio. EUR) auf Basis dieser Annahmen und Schätzungen als latente Steuerforderungen erfasst. Schätzungen und Annahmen werden auch bezüglich der Erfassung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten hinsichtlich Steuerrisiken vorgenommen.

(4) Übernahmen und Veräußerungen

Mit Vertrag vom 23.01.2007 hat SCA das Verpackungsgeschäft in Nordamerika an die amerikanische Investmentgesellschaft Metalmark Capital verkauft. Der Verkaufspreis betrug 303 Mio. EUR und wurde bar bezahlt. Der Übertragungszeitpunkt (Closing) war der 07.03.2007. Veräußert wurden folgende Gesellschaften:

 

SCA Packaging North America Inc., New Brighton/USA

 

SCA North America Packaging Division International Inc., New York/USA

 

SCA North America Packaging Division S.A. de C.V., El Paso/Mexiko

 

SCA Consumer Packaging Inc., DeKalb/USA

 

Alloyd Co. Inc. of Puerto Rico, Juncos/Puerto Rico

Die im Zusammenhang mit dieser Transaktion vorgesehenen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren zum 31.12.2006 in der Bilanz gesondert unter den "Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Die diesem Segment zugewiesenen Erträge und Aufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Rubrik "Nicht fortgeführte Aktivitäten" ausgewiesen.

Aus der Entkonsolidierung entstand ein Ergebnis in Höhe von -26,9 Mio. EUR. Darin enthalten sind Währungskurseffekte aus dem Unterschied der aktuellen Euro-und US Dollar-Kurse gegenüber den historischen Kursen zu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten der Gesellschaften in Höhe von -9,8 Mio. EUR und Transaktionskosten für den Verkauf von -9,4 Mio. EUR. Den Minderheitsgesellschaftern sind vom Entkonsolidierungs-Ergebnis -8,7 Mio. EUR zuzuordnen.

Aufgrund der Stilllegung des Tissuestandorts Tilburg/Niederlande wurden die Anteile an den CDEM-Entsorgungsbetrieben veräußert. Diese Beteiligungsgesellschaften betrieben die Entsorgung des im Werk Tilburg anfallenden Klärschlamms. Mit Wirkung zum 01.01.2007 wurden die Anteile an CDEM Holland BV, Eerbeek/Niederlande, und SCA Hygiene Products Papierverwerking BV, Tilburg/Niederlande, veräußert. Letztere Gesellschaft hielt Anteile an der CDEM VOF BV, Eerbeek/Niederlande. Der Käufer ist die MinPlus Holding BV, Nieuwegein/Niederlande. Der Kaufpreis für die Anteile betrug je 1 EUR. Der Entkonsolidierungsgewinn betrug 2,7 Mio. EUR, wovon 0,1 Mio. EUR auf Minderheitsgesellschafter entfielen.

Veräußerte Aktivitäten:

TEUR Verpackung CDEM Gesamt
Operative Aktiva, langfristig 0 5.669 5.669
Finanzposition Aktiva, langfristig 0 0 0
Operative Aktiva, kurzfristig 77.751 385 78.136
Finanzposition Aktiva, kurzfristig 121 65 186
Operative zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 288.939 0 288.939
Finanzposition zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 449 0 449
Minderheitsanteile 8.688 - 119 8.569
Operative Passiva, langfristig 0 1.144 1.144
Finanzposition Passiva, langfristig 0 5.419 5.419
Operative Passiva, kurzfristig 41.193 1.834 43.027
Finanzposition Passiva, kurzfristig 2.887 409 3.296
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten 7.596 0 7.596
Finanzposition zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten 1.643 0 1.643
Währungskurse aus der Entkonsolidierung 9.845 0 9.845
Ergebnis aus der Entkonsolidierung - 18.177 2.568 - 15.609
Verkaufspreis gemäß Kaufvertrag 303.349 0 303.349
Verkaufskosten und nachträgliche Vergütungen von Treuhänderkonten 6.428 0 6.428
Verkaufspreis, netto 296.921 0 296.921
Zuzüglich Nettoverschuldung 3.960 5.763 9.723
Veränderung Nettoverschuldung 300.881 5.763 306.644

In den veräußerten Vermögenswerten und Schulden sind 2,7 Mio. EUR kurzfristige Nettofinanzschulden enthalten.

(5) Segmentberichterstattung

2007 in Mio. EUR Tissue Personal Care Verpackungen Sonstige Konzern
Gesamtumsatz 2.188 1.172 55 157 3.572
Ergebnis vor Finanzergebnis 22 131 - 23 - 53 77
Finanzerträge 84
Finanzaufwendungen - 100
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 7 10 0 0 17
Ertragsteuern 3
Jahresüberschuss 81
Aktiva 2.068 378 0 140 2.586
Anteile an assoziierten Unternehmen 54 76 0 2 132
Unverteilte Aktiva 763
Gesamt Aktiva 3.481
Verbindlichkeiten 371 147 0 138 656
Unverteilte Verbindlichkeiten/Eigenkapital 2.825
Gesamt Passiva 3.481
Investitionen 119 32 0 23 174
Abschreibungen 115 30 0 15 160
Wertminderungen 125 2 0 0 127
Nicht zahlungswirksamer Aufwand / Ertrag 0 0 20 - 11 9
2006 in Mio. EUR Tissue Personal Care Verpackungen Sonstige Konzern
Gesamtumsatz 2.052 1.129 340 138 3.659
Ergebnis vor Finanzergebnis 125 84 24 - 36 197
Finanzerträge 52
Finanzaufwendungen - 112
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 1 9 0 0 10
Ertragsteuern - 42
Jahresüberschuss 105
Aktiva 2.219 315 359 229 3.122
Anteile an assoziierten Unternehmen 79 129 0 1 209
Unverteilte Aktiva 610
Gesamt Aktiva 3.941
Verbindlichkeiten 346 138 96 109 689
Unverteilte Verbindlichkeiten/Eigenkapital 3.252
Gesamt Passiva 3.941
Investitionen 158 45 13 16 232
Abschreibungen 116 32 16 11 175
Wertminderungen 2 0 0 0 2
Nicht zahlungswirksamer Aufwand / Ertrag 3 2 1 0 6

Primäre Bereiche - Unternehmenssegmente

Der Konzern ist in drei Hauptproduktgruppen gegliedert: Tissue, Personal Care und Verpackungen. Diese Produktgruppen sind die primären Segmente. Tissue umfasst Toilettenpapier, Haushaltstücher und Papiertaschentücher, die an den Einzelhandel verkauft werden. Darüber hinaus werden Toilettenpapier, Handtücher, Servietten und Reinigungsprodukte für industrielle Anwendungen an Unternehmenskunden in den Branchen Büros, Hotels, Restaurants und Gastronomie, Gesundheit und andere verkauft. Personal Care umfasst Inkontinenzprodukte, Babywindeln und Damenhygieneprodukte. Verpackungen umfassen Transport-und Schutzverpackungen sowie Klarsichtverpackungen. Transaktionen zwischen den Segmenten sind von untergeordneter Bedeutung. Der Verpackungsbereich wurde im Jahr 2007 veräußert.

Aktiva und Passiva

Die für jeden Unternehmensbereich angegebenen Aktiva umfassen das gesamte Betriebsvermögen des Unternehmensbereichs, vor allem Forderungen, Vorräte und Sachanlagen. Die meisten Aktiva lassen sich direkt einem Unternehmensbereich zuordnen. Darüber hinaus werden einige Aktiva, die zwei oder mehreren Unternehmensbereichen gemeinsam zuzuordnen sind, auf diese Unternehmensbereiche verteilt. Die den Unternehmensbereichen zuzuschreibenden Passiva umfassen alle Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit, hauptsächlich Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Das Netto-Betriebsvermögen wird auf alle Unternehmensbereiche verteilt.

Sekundäre Bereiche - geografische Segmente

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird in drei geografische Segmente aufgeteilt: Europa, Nordamerika und übrige Welt.

Mio. EUR Umsatz Gebundenes Vermögen Investitionen
2007 2006 2007 2006 2007 2006
Europa 2.577 2.340 3.032 3.152 110 141
Nordamerika 966 1.284 439 771 64 76
Übrige Welt 29 35 10 18 0 1
Gesamt 3.572 3.659 3.481 3.941 174 218

Die Umsatzzahlen beruhen auf der Region, in der sich der Kunde befindet. Vermögenswerte und Investitionen werden dort ausgewiesen, wo sich der Vermögenswert befindet.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in zwei Regionen abgewickelt. In Europa, dem Heimatmarkt des Konzerns, produziert und verkauft der Konzern Tissue-und Personal Care-Produkte. In Nordamerika produziert und verkauft der Konzern Away From Home Tissueprodukte, Inkontinenzprodukte und Verpackungen.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Diese beinhalten regelmäßige Einnahmen aus Lizenzen, Vermietungen, Serviceleistungen, Energieverkäufen, Versicherungsleistungen sowie eher vorübergehende Erträge wie Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen. Die Erträge aus Energieverkäufen betrugen 14,9 Mio. EUR (2006: 18,8 Mio. EUR). Darüber hinaus ist in dieser Position der Gewinn aus der Entkonsolidierung der CDEM-Entsorgungsbetriebe mit 2,7 Mio. EUR enthalten.

(7) Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

TEUR Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Konzern 2007 Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Konzern 2006
Löhne und Gehälter 432.905 12.204 445.109 423.474 65.013 488.487
Altersversorgung 28.542 765 29.307 33.859 3.527 37.386
Sozialversicherung 82.383 3.340 85.723 77.885 17.963 95.848
Sonstiger Personalaufwand 24.670 419 25.089 28.614 3.923 32.537
Konzern 568.500 16.728 585.228 563.832 90.426 654.258
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter
Inland 2.685 0 2.685 2.669 0 2.669
Ausland 7.050 412 7.462 7.133 2.485 9.618
Konzern 9.735 412 10.147 9.802 2.485 12.287

(8) Abschreibungen und Wertminderungen von materiellen und immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens

TEUR 2007 2006
Abschreibungen
Sachanlagen
Gebäude 21.894 22.665
Land 1.109 1.089
Maschinen und Betriebsausstattung 134.308 131.481
Fortgeführte Aktivitäten 157.311 155.235
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 16.041
Sachanlagen Konzern 157.311 171.276
Immaterielle Vermögenswerte
Patente, Lizenzen 2.834 3.380
Aktivierte Entwicklungskosten 108 118
Fortgeführte Aktivitäten 2.942 3.498
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 6
Immaterielle Vermögenswerte Konzern 2.942 3.504
Fortgeführte Aktivitäten 160.253 158.733
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 16.047
Gesamt Konzern 160.253 174.780
Wertminderungen
Sachanlagen
Gebäude 16.694 0
Land 20 0
Maschinen und Betriebsausstattung 110.022 1.677
Anlagen im Bau 129 0
Fortgeführte Aktivitäten 126.865 1.677
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Sachanlagen Konzern 126.865 1.677
Immaterielle Vermögenswerte
Patente, Lizenzen 4 0
Aktivierte Entwicklungskosten 0 0
Fortgeführte Aktivitäten 4 0
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Immaterielle Vermögenswerte Konzern 4 0
Fortgeführte Aktivitäten 126.869 1.677
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0
Gesamt Konzern 126.869 1.677
Gesamt Abschreibungen und Wertminderungen
Sachanlagen
Gebäude 38.588 22.665
Land 1.129 1.089
Maschinen und Betriebsausstattung 244.330 133.158
Anlagen im Bau 129 0
Fortgeführte Aktivitäten 284.176 156.912
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 16.041
Sachanlagen Konzern 284.176 172.953
Immaterielle Vermögenswerte
Patente, Lizenzen 2.838 3.380
Aktivierte Entwicklungskosten 108 118
Fortgeführte Aktivitäten 2.946 3.498
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 6
Immaterielle Vermögenswerte Konzern 2.946 3.504
Fortgeführte Aktivitäten 287.122 160.410
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 16.047
Gesamt Konzern 287.122 176.457

Die Wertminderungen in Höhe von 126,9 Mio. EUR (2006: 1,7 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die Folge von geplanten Produktionsanpassungen im Bereich Tissue im Rahmen eines Programms zur Verbesserung der Produktionsstruktur, zur Erzielung von Synergieeffekten und damit zur Verbesserung der Kostenposition.

(9) Materialaufwand und Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die im Materialaufwand enthaltenen Energiekosten sind gemindert um die Effekte aus den Energie-Derivaten mit 1,4 Mio. EUR.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 6,7 Mio. EUR (2006: 6,3 Mio. EUR).

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 26,9 Mio. EUR aus der Entkonsolidierung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten.

Leasing

Zukünftige Zahlungsverpflichtungen des Konzerns für unkündbare Operating-Leasingverhältnisse verteilen sich wie folgt:

TEUR Konzern 2007 Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Konzern 2006
Bis 1 Jahr 8.451 8.829 4.058 12.887
2 bis 5 Jahre 21.939 20.227 10.770 30.997
Nach 5 Jahren 25.191 24.520 508 25.028
Gesamt 55.581 53.576 15.336 68.912

Die jährlichen Kosten für Operating-Leasingverhältnisse für Vermögenswerte beliefen sich auf 17,4 Mio. EUR (2006: 23,9 Mio. EUR). Geleaste Vermögenswerte umfassen eine große Anzahl von Vermögenswerten wie Lagerhäuser, Büros, sonstige Gebäude, IT-Ausrüstung, Büroausstattung und Fahrzeuge. Es besteht eine große Anzahl von Einzelleasingverträgen.

Leasingverträge mit jährlichen Kosten > 1 Mio. EUR sind:

Bürogebäude in München (Laufzeit bis Oktober 2009)

Bürogebäude in Philadelphia/USA (Laufzeit bis März 2017)

Lagergebäude in Alsip/USA (Laufzeit bis Dezember 2007)

Es bestehen folgende zukünftige Zahlungsverpflichtungen für Finanz-Leasingverhältnisse des Konzerns:

TEUR 2007 2006
Nominalwert Barwert Nominalwert Barwert
Bis 1 Jahr 1.519 1.406 1.693 1.557
2 bis 5 Jahre 5.865 4.519 6.193 4.806
Nach 5 Jahren 3.247 1.930 4.773 2.758
Gesamt 10.631 7.855 12.659 9.121

Die Zahlungen für Finanz-Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr beliefen sich auf insgesamt 1,7 Mio. EUR (2006: 2,9 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurden 1,2 Mio. EUR (2006: 1,1 Mio. EUR) als Zinsaufwand und 0,5 Mio. EUR (2006: 0,9 Mio. EUR) als Schuldentilgung ausgewiesen. Die Abschreibung von Vermögenswerten aus Finanz-Leasingverhältnissen im Geschäftsjahr belief sich auf 1,1 Mio. EUR (2006: 1,0 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde im Rahmen der Restrukturierung eine KWK-Anlage in Großbritannien mit 5,8 Mio. EUR wertberichtigt. Der Buchwert der Vermögenswerte aus Finanz-Leasingverhältnissen betrug zum Jahresende 4,3 Mio. EUR (2006: 11,2 Mio. EUR) für Gebäude und 1,0 Mio. EUR (2006: 2,5 Mio. EUR) für Maschinen.

Die wesentlichen Verträge bestehen hinsichtlich der Energieversorgungsanlage in Skelmersdale/Großbritannien und eines Lagergebäudes in Prudhoe/Großbritannien mit Laufzeiten bis 2015 bzw. 2013.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2007 erhielt der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland die folgenden Honorare:

TEUR 2007 2006
Jahresabschlussprüfung 357 463
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 125 45
Steuerberatungsleistungen 226 660
Sonstige Leistungen 5 0
Gesamt 713 1.168

Währungskurseffekte im Ergebnis vor Abschreibungen und Finanzergebnis (Operating Surplus)

TEUR 2007 2006
Währungskursgewinne
Fortgeführte Aktivitäten 8.947 6.151
Nicht fortgeführte Aktivitäten 108 46
Währungskursgewinne Konzern 9.055 6.197
Währungskursverluste
Fortgeführte Aktivitäten - 8.611 - 7.518
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 1.355 - 157
Aus der Entkonsolidierung - 9.845 0
Währungskursverluste Konzern - 19.811 - 7.675
Fortgeführte Aktivitäten 336 - 1.367
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 11.092 - 111
Konzern Gesamt - 10.756 - 1.478

Die Währungskursverluste aus der Entkonsolidierung betreffen den Verkauf der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten.

(10) Finanzerträge und -aufwendungen

TEUR 2007 2006
Beteiligungserträge 0 1.836
Zinserträge und Ähnliches
Zinserträge, extern 4.443 2.206
Zinserträge, verbundene Unternehmen 32.051 27.684
Währungskursgewinne aus der Konsolidierung monetärer Vermögenswerte 21.938 19.843
Währungskursgewinne aus Derivaten mit verbundenen Unternehmen 25.509 0
Erträge aus Wertpapieren und sonstigen langfristigen Finanzanlagen 10 32
Fortgeführte Aktivitäten 83.951 51.601
Nicht fortgeführte Aktivitäten 313 15
Finanzerträge Konzern 84.264 51.616
Zinsaufwendungen und Ähnliches
Zinsaufwendungen, extern - 12.374 - 14.264
Zinsaufwendungen, verbundene Unternehmen - 62.205 - 74.747
Währungskursverluste, extern - 88 - 88
Währungskursverluste aus Derivaten mit verbundenen Unternehmen - 21.938 - 19.843
Sonstiges - 174 - 7
Fortgeführte Aktivitäten - 96.779 - 108.949
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 2.838 - 3.064
Finanzaufwendungen Konzern - 99.617 - 112.013
Fortgeführte Aktivitäten - 12.828 - 57.348
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 2.525 - 3.049
Finanzergebnis Konzern - 15.353 - 60.397

In den Zinserträgen sind 35,1 Mio. EUR (2006: 29,4 Mio. EUR) der Finanzinstrument-Kategorie "Forderungen und Ausleihungen" zuzurechnen. In den Zinsaufwendungen sind 68,2 Mio. EUR (2006: 75,0 Mio. EUR; davon 3,0 Mio. EUR für nicht fortgeführte Aktivitäten) der Finanzinstrument-Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zuzurechnen. Weiterhin sind in den Zinsaufwendungen 4,6 Mio. EUR (2006: 5,3 Mio. EUR) enthalten, die der Finanzinstrument-Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zuzurechnen sind.

Die Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei AB SCA Finans mit 17,7 Mio. EUR (2006: 8,9 Mio. EUR) sowie bei SCA UK Holdings Ltd., Darlington/Großbritannien, mit 10,4 Mio. EUR (2006: 15,6 Mio. EUR).

Die Währungskursgewinne gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich aus der Marktbewertung des Forward-Kontrakts mit AB SCA Finans.

Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Kreditlinien der AB SCA Finans mit 49,2 Mio. EUR (2006: 53,3 Mio. EUR) sowie SCA UK Holdings Ltd. mit 5,9 Mio. EUR (2006: 13,2 Mio. EUR) und SCA Hygiene Investments Ltd. mit 4,2 Mio. EUR (2006: 3,5 Mio. EUR).

(11) Immaterielle Vermögenswerte

TEUR Geschäftswerte Lizenzen, Warenzeichen Aktivierte Entwicklungskosten Anzahlungen Gesamt
2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Anschaffungskosten kumuliert 475.301 521.707 39.759 36.975 711 792 46 0 515.817 559.474
Abschreibungen kumuliert - 110.528 - 120.726 - 30.400 - 28.282 - 605 - 561 0 0 - 141.533 - 149.569
Wertminderungen kumuliert 0 0 - 147 - 167 0 0 0 0 - 147 - 167
Stand 31.12. 364.773 400.981 9.212 8.526 106 231 46 0 374.137 409.738
Stand 01.01. 400.981 620.750 8.526 11.424 231 381 0 75 409.738 632.630
Zugänge 0 14.000 3.515 1.586 0 0 46 11 3.561 15.597
Abgänge 0 0 - 504 - 492 0 0 0 0 - 504 - 492
Unternehmensverkäufe 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 - 1.369 1.272 51 0 0 0 - 86 1.272 - 1.404
Zur Veräußerung vorgesehen 0 - 196.421 0 - 60 0 0 0 0 0 - 196.481
Abschreibung für das lfd. Jahr 0 0 - 2.834 - 3.386 - 108 - 118 0 0 - 2.942 - 3.504
Wertminderungen lfd. Jahr 0 0 - 4 0 0 0 0 0 - 4 0
Währungskursdifferenzen - 36.208 - 35.979 - 759 - 597 - 17 - 32 0 0 - 36.984 - 36.608
Stand 31.12. 364.773 400.981 9.212 8.526 106 231 46 0 374.137 409.738

Emissionsrechte

TEUR Emissionsrechte
2007 2006
Anschaffungskosten 3.261 9.189
Wertminderung - 3.252 - 6.485
Buchwert 9 2.704
01.01. 2.704 3.894
Erhaltene Emissionsrechte 2.991 9.664
Von verbundenen Schwestergesellschaften (1) - 72 38
Veräußerte Emissionsrechte - 215 - 898
Abrechnung mit den Behörden - 2.147 - 3.509
Wertminderung - 3.252 - 6.485
31.12. 9 2.704

(1) SCA Emission Rights Pool

Am Bilanzstichtag wurde eine Abwertung der Emissionsrechte auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Tonne CO2 war am 31.12.2007 mit 0,02 EUR bewertet (31.12.2006: 6,60 EUR). Daraus resultiert eine Wertminderung in Höhe von 3,3 Mio. EUR (2006: 6,5 Mio. EUR), die in gleicher Höhe zu einer Verminderung der Rückstellungen geführt hat.

Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest)

Der Geschäfts-oder Firmenwert (Goodwill) wird jedes Jahr einer Prüfung auf Wertminderung unterzogen. Goodwill verteilt sich auf die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wie folgt:

Mio. EUR 2007 2006
Tissue 314 346
Personal Care 50 54
Verpackungen 0 0
Sonstige Aktivitäten 1 1
Gesamt 365 401

Der Rückgang der Geschäftswerte ist währungskursbedingt.

Der erzielbare Betrag für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anhand der Berechnung des Nutzungswerts ermittelt. Diese Berechnungen beruhen auf den strategischen Plänen der Konzernleitung für die nächsten zehn Jahre. Die Annahmen in den strategischen Plänen beruhen auf den derzeitigen Preisen und Kosten vermindert um Abzüge für reale Preise und Kosteninflation sowie zuzüglich der angenommenen Produktivitätsentwicklung. Der geplante Absatz hat je nach Unternehmensbereich und geografischem Markt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3 bis 4%. Erwartete zukünftige Zahlungsmittelströme gemäß diesen Plänen bilden die Berechnungsgrundlage. Zahlungsmittelströme für die Zeit nach Ablauf des Zehn-Jahres-Zeitraums werden berechnet, indem ein Multiplikator auf den geschätzten nachhaltigen Cashflow angewandt wird. Bei der Berechnung des Gegenwartswerts erwarteter zukünftiger Zahlungsmittelströme wird der derzeitige durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC: Weighted Average Cost of Capital) für den jeweiligen Konzernbereich verwendet. Abgezinste Zahlungsmittelströme werden mit dem Buchwert des Nettovermögens je zahlungsmittelgenerierender Einheit verglichen. Die Überprüfung der Wertminderung wird im 4. Quartal durchgeführt. Die Überprüfung für 2007 ergab keine Wertminderung.

Es wurden die nachstehenden durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) zugrunde gelegt:

WACC in % 2007 2006
Tissue 7,4% 6,6%
Personal Care 7,7% 6,8%
Verpackungen - 7,1%

(12) Sachanlagen

TEUR Gebäude Land Maschinen Betriebsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Kumuliert
Anschaffungskosten 618.809 603.326 127.916 130.777 1.947.930 1.942.273 146.417 158.445 109.664 153.641 2.950.736 2.988.462
Abschreibungen - 227.724 - 217.839 - 6.876 - 6.978 - 1.028.985 - 990.621 - 103.442 - 104.575 0 0 - 1.367.027 - 1.320.013
Wertminderungen - 20.479 - 4.235 - 5.144 - 4.888 - 112.912 - 10.164 - 494 - 200 - 430 - 388 - 139.459 - 19.875
Stand 31.12. 370.606 381.252 115.896 118.911 806.033 941.488 42.481 53.670 109.234 153.253 1.444.250 1.648.574
Stand 01.01. 381.252 430.865 118.911 124.477 941.488 989.736 53.670 55.745 153.253 149.033 1.648.574 1.749.856
Investitionen 7.821 11.977 1.157 737 82.637 99.020 10.446 17.419 68.115 87.621 170.176 216.774
Verkäufe - 2.843 - 250 - 660 - 154 - 1.614 - 1.330 - 315 - 231 - 267 - 38 - 5.699 - 2.003
Unternehmensverkäufe 0 0 0 0 0 0 - 5.535 0 0 0 - 5.535 0
Umbuchung 39.135 9.226 30 100 61.764 65.411 1.453 3.010 - 103.654 - 77.712 - 1.272 35
Zur Veräußerung 0 - 29.929 0 - 2.848 790 - 36.152 0 - 3.145 - 1.085 - 4.437 - 295 - 76.511
Abschreibungen - 21.894 - 25.327 - 1.109 - 1.089 - 119.257 - 128.004 - 15.051 - 16.856 0 0 - 157.311 - 171.276
Wertminderungen - 16.694 0 - 20 0 - 109.484 - 1.461 - 538 - 216 - 129 0 - 126.865 - 1.677
Kursdifferenzen - 16.171 - 15.310 - 2.413 - 2.312 - 50.291 - 45.732 - 1.649 - 2.056 - 6.999 - 1.214 - 77.523 - 66.624
Stand 31.12. 370.606 381.252 115.896 118.911 806.033 941.488 42.481 53.670 109.234 153.253 1.444.250 1.648.574

Im Geschäftsjahr wurden 0,3 Mio. EUR Zinsen für ein Investitionsprojekt (Gebäude) während der Bauphase aktiviert (2006: 0 Mio. EUR). Der Zinssatz betrug 5,5%.

Die in den Geschäftsjahren vorgenommenen Wertminderungen erfolgten auf den zu erwartenden Veräußerungserlös. Bei geplanter Schließung erfolgte eine vollständige Wertberichtigung der Vermögenswerte auf den geplanten Stilllegungszeitpunkt.

(13) Anteile an assoziierten Unternehmen

TEUR 2007 2006
Stand 01.01. 208.851 202.418
Zugänge 17.179 14.043
Erhaltene Dividenden - 89.736 - 1.836
Wertminderungen 0 - 2.082
Umbuchungen 0 1.369
Sonstige neutrale Veränderungen 83 162
Währungskursdifferenzen - 4.616 - 5.223
Stand 31.12. 131.761 208.851

Die Zugänge umfassen das anteilige Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen. Die Wertminderung im Jahr 2006 betrifft die Belovo Paper Mill S.A., Belovo/Bulgarien. Die erhaltenen Dividenden 2007 stammen im Wesentlichen von der SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy/Frankreich. Die Sonstigen neutralen Veränderungen beinhalten neutral verrechnete versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von 83 TEUR (2006: 162 EUR).

Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem SCA-Anteil:

Mio. EUR 2007 2006
Umsatz 369,4 343,1
EBIT 25,2 28,8
Jahresergebnis 17,2 14,0

Wesentliche Posten der Bilanz entsprechend dem SCA-Anteil:

Mio. EUR 31.12.2007 31.12.2006
Operative Aktiva langfristig 109,2 117,7
Operative Aktiva kurzfristig 124,9 115,1
Finanzielle Aktiva 17,1 77,2
Bilanzsumme 251,2 310,0

Die Aktiva enthalten 0,1 Mio. EUR (2006: 4,1 Mio. EUR) zum Verkauf vorgesehene Sachanlagen.

Mio. EUR 31.12.2007 31.12.2006
Eigenkapital 131,6 204,8
Rückstellungen langfristig 7,4 8,9
Sonstige operative Passiva 86,0 78,4
Finanzschulden 26,2 17,9
Bilanzsumme 251,2 310,0

Sonstige Informationen

Mio. EUR SCA-Anteil Buchwert der Anteile
SCA Hygiene Products S.A.S., F 45,85% 21,5
Productos Familia S.A., Co 23,73% 62,7
Papyrus GmbH, A 31,67% 0,1
Belovo Paper Mill S.A., BG 28,42% 1,0
Herrera Holdings Inc., PH 40,00% 0,2
Gesamt 85,5
Mio. EUR Vereinnahmte Dividenden
2007 2006
SCA Hygiene Products S.A.S., F 87,9 0,0
Productos Familia S.A., Co 1,6 1,7
Papyrus GmbH, A 0,1 0,1
Belovo Paper Mill S.A., BG 0,1 0,0
Gesamt 89,7 1,8

Zum 31.12.2007 bestehen keine Eventualverbindlichkeiten der Anteilseigner gegenüber den assoziierten Unternehmen. Es wurden, mit Ausnahme der Ausfallbürgschaft (siehe Anhang (32)), keine Haftungsrisiken übernommen.

Die Anteile der Productos Familia S.A., Medellín/Kolumbien, werden an der Börse in Bogota/Kolumbien gehandelt. Aufgrund der geringen Bewegungen von lediglich 0,23% aller Aktien existiert zum Bilanzstichtag kein offizieller Börsenkurs. 2007 wurden 162.514 Aktien (2006: 115.359) im Durchschnitt für 537 COP (2006: 400 COP) gehandelt.

(14) Beteiligungen

TEUR 2007 2006
Stand 01.01. 477 480
Zugänge 0 0
Abgänge 0 - 2
Wertänderung des Jahres - 34 0
Währungskursdifferenzen 3 - 1
Stand 31.12. 446 477

Beteiligungen beziehen sich auf Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht als Tochtergesellschaften, Joint-Venture-Gesellschaften oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden und auch nicht zur Veräußerung vorgesehen sind. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. Die Beteiligungen enthalten im Wesentlichen mit 412 TEUR einen Anteil unter 1% an der Agentrics LLC, Alexandria/USA, der von der SCA Hygiene Products AG gehalten wird.

(15) Langfristige Finanzanlagen

TEUR 2007 2006
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (1) 5.175 5.089
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.724 3.170
Umgliederung gemäß IFRS 5 0 - 190
Sonstige Ausleihungen 501 1.492
Umgliederung gemäß IFRS 5 0 - 259
Gesamt 8.400 9.302
TEUR 2007 2006
(1) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Marktwert zum 01.01. 5.089 5.504
Zugänge 0 4.500
Abgänge - 4 - 5.074
Marktwertanpassungen (neutral im Eigenkapital) 90 159
Marktwert zum 31.12. 5.175 5.089

(1) Bei diesen zur Veräußerung verfügbaren Aktiva handelt es sich um Wertpapiere zur direkten Absicherung von Pensionsverpflichtungen, die in den Pensionsberechnungen gemäß Anhang (25) nicht enthalten sind.

(16) Steuern

TEUR 2007 2006
Ergebnis vor Ertragsteuer
Fortgeführte Aktivitäten 103.884 125.279
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 25.459 21.430
Konzern Gesamt 78.425 146.709
Aktueller Steueraufwand
Fortgeführte Aktivitäten 38.484 39.268
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 927
Konzern Gesamt 38.484 40.195
Latenter Steueraufwand
Fortgeführte Aktivitäten - 53.402 - 731
Nicht fortgeführte Aktivitäten 12.332 2.631
Konzern Gesamt - 41.070 1.900
Steueraufwand Gesamt
Fortgeführte Aktivitäten - 14.918 38.537
Nicht fortgeführte Aktivitäten 12.332 3.558
Konzern Gesamt - 2.586 42.095
Steuerquote
Fortgeführte Aktivitäten - 14,4% 30,8%
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 48,4% 16,6%
Konzern Gesamt - 3,3% 28,7%

Der Steueraufwand belief sich auf -3,3% (2006: 28,7%) des Konzernergebnisses vor Steuern.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem ausgewiesenen Steueraufwand und dem erwarteten Steueraufwand wird nachfolgend erläutert. Der erwartete Steueraufwand wird entsprechend der aktuellen Konzernstruktur und den aktuellen Gewinnen in jedem Land berechnet.

Der Steueraufwand der nicht fortgeführten Aktivitäten enthält 547 TEUR Ertragsteuer für das Ergebnis des Geschäftsjahres und 11.785 TEUR aus der Entkonsolidierung.

2007 2006
TEUR % TEUR %
Ergebnis vor Ertragsteuer
Fortgeführte Aktivitäten 103.884 125.279
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 25.459 21.430
Konzern Gesamt 78.425 146.709
Ausgewiesener Steueraufwand
Fortgeführte Aktivitäten - 14.918 - 14,4% 38.537 30,8%
Nicht fortgeführte Aktivitäten 12.332 - 48,4% 3.558 16,6%
Konzern Gesamt - 2.586 - 3,3% 42.095 28,7%
Erwarteter Steueraufwand
Fortgeführte Aktivitäten 32.765 31,5% 45.905 36,6%
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 9.904 38,9% 3.649 17,0%
Konzern Gesamt 22.861 29,2% 49.554 33,8%
Differenz
Fortgeführte Aktivitäten - 47.683 - 45,9% - 7.368 - 5,9%
Nicht fortgeführte Aktivitäten 22.236 - 87,3% - 91 - 0,4%
Konzern Gesamt - 25.447 - 133,2% - 7.459 - 6,3%
Erläuterung der Differenz:
Permanente Effekte (1)
Finanzierung verbundener Unternehmen - 3.941 - 3,8% - 4.486 - 3,6%
Nicht abzugsfähiger Teil erhaltener Dividenden 2.613 2,5% 1.266 1,0%
At Equity-Konsolidierung - 5.801 - 5,6% - 4.186 - 3,3%
Nicht abzugsfähige Zinsen aus Ertragssteuernachzahlungen 0 0,0% 2.184 1,7%
Sonstiges (2)
Fortgeführte Aktivitäten 1.269 1,2% 2.493 2,0%
Nicht fortgeführte Aktivitäten 22.235 - 87,3% - 91 - 0,4%
Konzern Gesamt 23.504 2.402
Periodenfremde Effekte - 4.951 - 4,8% 4.302 3,4%
Veränderung nicht bilanzierter
latenter Steuern - 1.050 - 1,0% - 6.466 - 5,2%
Effekte aus Steuersatzänderungen (3) - 15.150 - 14,6% - 2.475 - 2,0%
Sonstiges (4) - 20.671 - 19,9% 0 0,0%
Differenz
Fortgeführte Aktivitäten - 47.682 - 45,9% - 7.368 - 5,9%
Nicht fortgeführte Aktivitäten 22.235 - 87,3% - 91 - 0,4%
Konzern Gesamt - 25.447 - 133,2% - 7.459 - 6,3%

(1) Permanente Effekte zwischen dem IFRS-Ergebnis und dem steuerrechtlichen Ergebnis
(2) 22,3 Mio. EUR sind der Veräußerung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten zuzurechnen.
(3) Lokale Änderungen des Steuersatzes im Berichtsjahr
(4) Steuerbegünstigte Investitionen in Polen, die bis 2017 zu 50% steuermindernd geltend gemacht werden können.

TEUR 2007 2006
Ertragsteuer lfd. Jahr
Fortgeführte Aktivitäten 37.008 37.224
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 927
Konzern Gesamt 37.008 38.151
Ertragsteuer Vorjahre 1.476 2.044
Aktueller Steueraufwand
Fortgeführte Aktivitäten 38.484 39.268
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 927
Konzern Gesamt 38.484 40.195

Aktuelle Steuerverbindlichkeiten bzw. -erstattungsansprüche

Die Veränderung der aktuellen Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der Steuererstattungsansprüche im Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert.

TEUR 2007 2006
Stand 01.01. 1.243 41.149
Aktueller Steueraufwand 38.484 40.195
Gezahlte Steuern - 38.429 - 80.190
Sonstige Veränderungen
Fortgeführte Aktivitäten 0 141
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 585 0
Konzern Gesamt - 585 141
Währungskurseffekte 50 - 52
Stand 31.12. 763 1.243

Die Steuerverbindlichkeit zum Bilanzstichtag umfasste Steuerforderungen in Höhe von 14,5 Mio. EUR (2006: 21,7 Mio. EUR) sowie Steuerverbindlichkeiten von 15,3 Mio. EUR (2006: 22,9 Mio. EUR). Im Vorjahr war eine Steuerzahlung aufgrund der Betriebsprüfung bei SCA Hygiene Products AG von 35,2 Mio. EUR enthalten. Die Sonstigen Veränderungen im Geschäftsjahr sind den veräußerten nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten zuzuordnen.

TEUR 2007 2006
Veränderung temporärer Differenzen
Fortgeführte Aktivitäten - 11.155 9.408
Nicht fortgeführte Aktivitäten 12.332 2.631
Konzern Gesamt 1.177 12.039
Periodenfremde Effekte - 6.425 2.258
Sonstige Veränderungen - 35.822 - 12.397
Latenter Steueraufwand
Fortgeführte Aktivitäten - 53.402 - 731
Nicht fortgeführte Aktivitäten 12.332 2.631
Konzern Gesamt - 41.070 1.900

Die Sonstigen Veränderungen enthalten die Auswirkungen der veränderten Steuersätze, die den latenten Steueraufwand um -15,1 Mio. EUR (2006: -2,5 Mio. EUR) minderten. Darüber hinaus wurden latente Steuern in Höhe von -20,7 Mio. EUR für steuerbegünstigte Investitionen in Polen gebildet, die bis 2017 zu 50% steuermindernd geltend gemacht werden können.

Latente Steuern

Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der aktivischen latenten Steuern im Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert. Der Bilanzausweis umfasste am Bilanzstichtag aktivische latente Steuern in Höhe von 52,9 Mio. EUR (2006: 17,6 Mio. EUR) und passivische latente Steuern von 112,2 Mio. EUR (2006: 126,4 Mio. EUR).

TEUR Stand 01.01.2007 Latenter Steueraufwand Veränderung Entkonso-lidierung Direkt im
Eigenkapital erfasste
latente Steuer
Währungs-kurs Differenzen Stand 31.12.2007
Veränderung
temporärer Differenzen
Perioden-fremde Effekte Sonstige Verände-rungen
Immaterielles Vermögen 12.625 8.178 373 - 222 - 363 0 - 1.653 18.938
Land und Gebäude 62.851 - 8.224 3.986 - 11.567 - 488 0 - 287 46.271
Maschinen 218.459 - 31.468 - 8.081 - 13.982 - 3.617 0 - 12.758 148.553
Finanzanlagen - 14.850 996 0 3.365 0 22 0 - 10.467
Überschuss Pensionsplan 5.477 - 512 0 0 0 5.674 0 10.639
Umlaufvermögen - 3.706 5.637 - 84 - 959 572 0 46 1.506
Pensionsrückstellungen - 1.459 3.092 175 - 758 971 - 6.648 358 - 4.269
Sonstige Rückstellungen 0 951 0 - 233 57 0 0 775
Verbindlichkeiten - 19.034 9.528 1.181 - 748 - 1.386 0 1.343 - 9.116
Verlustvorträge - 148.117 13.893 - 2.199 9.953 - 1.565 0 11.521 - 116.514
Steuergutschriften - 5.122 273 0 - 20.671 - 105 0 - 409 - 26.034
Sonstiges 1.713 - 1.167 - 1.776 0 94 0 110 - 1.026
Gesamt 108.837 1.177 - 6.425 - 35.822 - 5.830 - 952 - 1.729 59.256

Sonstiges

SCA weist keine latenten Steuern hinsichtlich temporärer Differenzen in Bezug auf Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint-Venture-Gesellschaften aus. Andere zukünftige Effekte (Quellensteuer und sonstige latente Steuer für Gewinnmitnahmen innerhalb des Konzerns) werden dann berücksichtigt, wenn SCA den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen nicht mehr steuern kann, oder wenn es wahrscheinlich ist, dass sich diese Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Verlustvorträge

Verlustvorträge, für die aufgrund der Ertragsaussichten keine latenten Steuerforderungen erfasst wurden, beliefen sich per 31.12.2007 auf 30,3 Mio. EUR (2006: 18,4 Mio. EUR). Davon haben Werte in Höhe von 1,7 Mio. EUR (2006: 2,3 Mio. EUR) eine unbegrenzte Dauer. Die anderen Verlustvorträge können letztmalig in den unten angegebenen Jahren genutzt werden.

Mio. EUR 31.12.2007 31.12.2006
Jahr
2007 5,2
2008 5,3 2008 5,0
2009 5,7 2009 3,8
2010 3,2 2010 0,0
2011 1,7 2011 und später 2,1
2012 und später 12,7
Gesamt 28,6 16,1

Von den ungenutzten Verlustvorträgen sind 5,5 Mio. EUR ungenutzt verfallen und 2,3 Mio. EUR wurden realisiert.

(17) Sonstige langfristige Vermögenswerte

TEUR 2007 2006
Kautionen für Mieten, Leasing, Kontrakte 423 744
Umgliederung gemäß IFRS 5 0 - 426
Zuwendungen der öffentlichen Hand 696 1.468
Ausleihung unverzinslich (48 Monate) (1) 533 0
Derivative Instrumente, operativ ggü. verbundenen Unternehmen (1) 268 0
Sonstiges 182 238
Forderungen an verbundene Unternehmen (1) 7.901 8.641
Gesamt 10.003 10.665

(1) Diese Positionen fallen in den Anwendungsbereich des IFRS 7. Von den derivativen Instrumenten entfallen 255 TEUR auf Swaps für Energielieferverträge.

(18) Vorräte

TEUR 2007 2006
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe 78.975 110.545
Ersatzteile 38.200 37.656
Unfertige Erzeugnisse 35.122 28.189
Fertigerzeugnisse 138.884 137.382
Handelswaren 8.595 11.396
Vorauszahlungen 20 101
Gesamt 299.796 325.269

Der Rückgang des Vorratsvermögens um 25,5 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus einem Abbau der Lagerbestände von Away From Home Tissue-Mutterrollen in Nordamerika (23,5 Mio. EUR) und der Veräußerung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten (23,9 Mio. EUR). Erhöhungen des Vorratsvermögens gab es im Wesentlichen im Werk Olawa/Polen (6,4 Mio. EUR) im Rahmen der Produktionsausweitung für Personal Care-Produkte und in den USA (5,2 Mio. EUR) aus der Inbetriebnahme eines neuen Warenverteilzentrums. Im Berichtsjahr ergaben sich keine wesentlichen Wertminderungen oder Wertaufholungen.

(19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2007 2006
Extern Verbundene Unternehmen Gesamt Extern Verbundene Unternehmen Gesamt
Forderungen, brutto 384.384 31.986 416.370 301.850 40.548 342.398
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 43.944 485 44.429
Rückstellung für Einzelwertberichtigung - 1.259 0 - 1.259 - 3.882 0 - 3.882
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 - 1.153 0 - 1.153
Beizulegender Zeitwert 383.125 31.986 415.111 340.759 41.033 381.792

Analyse des Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2007 2006
Extern Verbundene Unternehmen Gesamt Extern Verbundene Unternehmen Gesamt
Zahlungskondition nicht überschritten und Rechnungsbetrag
nicht wertberichtigt
327.688 26.033 353.721 244.715 33.817 278.532
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 27.612 0 27.612
Zahlungskondition überschritten und Rechnungsbetrag nicht wertberichtigt
< 30 Tage 48.901 1.420 50.321 44.472 1.183 45.655
30 -90 Tage 5.194 1.642 6.836 8.432 885 9.317
90 -180 Tage 613 656 1.269 1.011 688 1.699
>180 Tage 306 2.235 2.541 489 3.975 4.464
Nicht fortgeführte Aktivitäten 0 0 0 16.332 485 16.817
Einzelwertberichtigte Forderungen 1.682 0 1.682 2.731 0 2.731
Offene Forderungen 384.384 31.986 416.370 345.794 41.033 386.827

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Überschreitung der Zahlungskondition und ohne Einzelwertberichtigung enthalten keine Einzelposten, bei denen die Zahlungskondition neu verhandelt wurde. Diese würden sonst in den Kategorien "Zahlungskondition überschritten" oder "Einzelwertberichtigte Forderungen" ausgewiesen.

SCA hat die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend in Form von Delkredere-Versicherungen mit einem Betrag von 89,3 Mio. EUR (2006: 74,7 Mio. EUR) gesichert. Von diesem Betrag sind 6,9 Mio. EUR (2006: 7,1 Mio. EUR) den Forderungen der Kategorie "Überschrittene Zahlungskonditionen" und 0,3 Mio. EUR (2006: 0 Mio. EUR) der Kategorie "Einzelwertberichtigte Forderungen" zuzuordnen. Erhaltene Sicherheitsleistungen in Form von Vorauszahlungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Entwicklung der Einzelwertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2007 2006
Einzelwertberichtigung 01.01.2007 - 5.035 - 7.780
Zugang aufgrund gebildeter Einzelwertberichtigungen - 387 - 865
Abgang aufgrund von Forderungsausfällen 1.349 3.215
Abgang aufgrund von Forderungsrealisierung 1.668 144
Abgang aufgrund ausgeschiedener Unternehmen 1.152 0
Währungskursdifferenzen - 6 251
Offene Forderungen - 1.259 - 5.035

Im operativen Ergebnis haben aus zweifelhaften Forderungen - 0,1 Mio. EUR (2006: - 0,7 Mio. EUR) gewirkt. Im Jahr 2006 sind den nicht fortgeführten Aktivitäten 0,3 Mio. EUR zuzurechnen. Von den Forderungsausfällen 2006 betreffen 2,1 Mio. EUR einen Insolvenzfall in Großbritannien.

(20) Sonstige kurzfristige Forderungen

TEUR 2007 2006
Derivative Instrumente, operativ, ggü. verbundenen Unternehmen (1) 1.288 570
Sonstige Forderungen, extern (A) 26.231 34.585
Sonstige Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (1) 1.453 1.127
Rechnungsabgrenzung (B) 13.739 18.262
Gesamt 42.711 54.544
(A) Sonstige Forderungen, extern 2007 2006
Forderungen aus Vorsteuer, Vorauszahlungen 9.285 9.934
Debitorische Kreditoren (1) 2.881 9.825
Forderungen aus Strom-und Gasbezügen 7.277 8.535
Forderungen an Behörden 1.518 664
Forderungen an National Health Fund, SCA Vorsorge-Treuhand e.V. 692 397
Forderungen an Mitarbeiter 421 557
Forderungen an Versicherungen (1) 199 258
Forderungen aus Kautionen (1) 124 800
Forderungen aus Vermögensteuer 0 1.231
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 3.834 2.384
Gesamt 26.231 34.585
(B) Rechnungsabgrenzung 2007 2006
Zölle und sonstige Steuern 2.811 2.784
Werbung 2.354 5.280
Miete und operatives Leasing 2.346 786
Wartung 1.835 2.047
Versicherung 1.248 2.503
Rabatte 929 1.823
Sonstiges 2.216 3.039
Gesamt 13.739 18.262

(1) Diese Positionen fallen in den Anwendungsbereich des IFRS 7.

Derivative Instrumente beinhalten Devisentermingeschäfte und Währungsswaps zur Absicherung des Transaktionsrisikos. Sonstige Forderungen enthalten unverzinsliche Posten, wie z. B. Vorsteuerforderungen.

Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Versicherungen, Werbung, Rabatte, Wartungsarbeiten und sonstige Steuern in Höhe von 11,5 Mio. EUR (2006: 15,2 Mio. EUR). Die Rechnungsabgrenzungsposten schließen transitorische (Geldausgang im laufenden Geschäftsjahr, Aufwand im nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Aktiva (Ertrag im laufenden Geschäftsjahr, Geldeingang im nächsten Geschäftsjahr) ein.

Der Buchwert der Sonstigen kurzfristigen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

(21) Finanzielle Derivate, kurzfristige Finanzanlagen und Flüssige Mittel

Finanzielle Derivate

TEUR 2007 2006
Finanzielle Derivate mit verbundenen Unternehmen 9.975 0
Gesamt 9.975 0

Finanzielle Derivate (Forward Kontrakt mit AB SCA Finans) wurden zum Marktwert bilanziert.

Kurzfristige Finanzanlagen und Flüssige Mittel -Laufzeit < 3 Monate

TEUR 2007 2006
Forderungen an verbundene Unternehmen 613.262 506.747
Flüssige Mittel und externe Bankguthaben 30.050 16.759
Kurzfristige Finanzanlagen < 3 Monate 1.050 2.345
Rechnungsabgrenzung, Zinsen 909 786
Gesamt 645.271 526.637

Bei den Forderungen an verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Geldanlagen bei der AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, in Höhe von 382,8 Mio. EUR (2006: 225,8 Mio. EUR) und um Cash Pool-Forderungen von 74,2 Mio. EUR (2006: 120,5 Mio. EUR). Hinzu kommt eine kurzfristige Anlage bei der SCA UK Holdings Ltd., Darlington/Großbritannien, in Höhe von 156,3 Mio. EUR (2006: 160,4 Mio. EUR) mit einer Verzinsung von 7,13% und einer Fälligkeit am 04.03.2008.

Anlagepapiere mit einer Laufzeit von drei Monaten und Bar-und Bankguthaben sind in den Liquiden Mitteln enthalten. Der Buchwert der Kurzfristigen Finanzanlagen und flüssigen Mittel entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

(22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Bei den am 31.12.2007 zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten handelt es sich um drei Verarbeitungsmaschinen für "Zewa Softis" Taschentücher. Mit Vertrag vom 11.10.2007 hat SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, aufgrund der Auflagen der Europäischen Kommission beim Erwerb des Tissuegeschäft von Procter & Gamble in Europa durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, die Taschentuchmarke Softis für die Absatzregionen Deutschland und Österreich an das italienische Tissueunternehmen Sofidel S.p.A., Porcari/Italien, veräußert. Der Vertrag wurde am 14.01.2008 vollzogen (Closing).

Die Vorjahreswerte zum 31.12.2006 enthalten die Verpackungsaktivitäten in Nordamerika, die mit Vertrag vom 23.01.2007 an die amerikanische Investmentgesellschaft Metalmark Capital Inc. verkauft wurden.

TEUR 2007 2006
Patente und ähnliche Rechte 0 60
Geschäftswerte 0 196.421
Gebäude 0 29.929
Land 0 2.848
Maschinen 294 36.302
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 3.145
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 4.437
Langfristige Finanzanlagen 0 449
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 426
Aktivische latente Steuern 0 14.737
Gesamt Vermögenswerte 294 288.754
TEUR 2007 2006
Pensionsrückstellungen 0 1.653
Rückstellungen für latente Steuern 0 4.535
Langfristige Restrukturierungsrückstellungen 0 14
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 56.222
Gesamt Verbindlichkeiten 0 62.424

Die Erträge und Aufwendungen der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Rubrik "Nicht fortgeführte Aktivitäten" ausgewiesen und in den Anhangsangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung gesondert dargestellt.

Kapitalflussrechnung für dieses Segment:

TEUR 2007 2006
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit - 2,1 12,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0,0 - 13,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,0 - 11,4

(23) Eigenkapital

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

TEUR 2006 Gezeichnetes Kapital
SCA HP AG
Kapitalrücklage
SCA HP AG
Gewinnrücklagen Mutter-unternehmen Eigenkapital Minderheits-gesellschafter Konzern Eigenkapital
SCA HP AG Veräußer-bare Finanz-instrumente Währungs-kurs-verände-rungen Andere Konzern
Eigenkapital zum 01.01.2006 181.305 128.765 428.251 210 - 229.047 951.349 1.460.833 195.761 1.656.594
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 - 62.197 - 62.197 - 10.218 - 72.415
Währungsveränderungen (1) 0 0 0 0 - 28.119 0 - 28.119 - 16.712 - 44.831
Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen 0 0 0 0 0 74.311 74.311 2.016 76.327
Marktbewertung der Wertpapiere 0 0 0 - 71 0 0 - 71 - 9 - 80
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen (2) 0 0 0 0 0 - 23.936 - 23.936 - 318 - 24.254
Zuführung zu den Gewinnrücklagen der SCA Hygiene Products AG gemäß Hauptversammlungsbeschluss 0 0 0 - 71 - 28.119 - 11.822 - 40.012 - 25.241 - 65.253
Summe der ergebnisneutral erfassten Effekte 0 0 0 - 71 - 28.119 - 11.822 - 40.012 - 25.241 - 65.253
Konzernjahresergebnis 0 0 107.469 0 0 - 19.699 87.770 16.844 104.614
Eigenkapital zum 31.12.2006 181.305 128.765 535.720 139 - 257.166 919.828 1.508.591 187.364 1.695.955
TEUR 2007 Gezeichnetes Kapital
SCA HP AG
Kapitalrücklage
SCA HP AG
Gewinnrücklagen Mutter-unternehmen Eigenkapital Minderheits-gesellschafter Konzern Eigenkapital
SCA HP AG Veräußer-bare Finanz-instrumente Währungs-kurs-verände-rungen Andere Konzern
Eigenkapital zum 01.01.2007 181.305 128.765 535,72 139 - 257.166 919.828 1.508.591 187.364 1.695.955
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 - 62.197 - 62.197 - 7.522 - 69.719
Währungsveränderungen (1) 0 0 0 0 - 100.751 0 - 100.751 - 15.338 - 116.089
Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen 0 0 0 0 0 8.537 8.537 - 89 8.448
Marktbewertung der Wertpapiere 0 0 0 77 0 0 77 13 90
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen (2) 0 0 0 0 0 911 911 41 952
Zuführung zu den Gewinnrücklagen der SCA Hygiene Products AG gemäß Hauptversammlungsbeschluss 0 0 45.272 0 0 - 45.272 0 0 0
Summe der ergebnisneutral erfassten Effekte 0 0 45.272 77 - 100.751 - 98.021 - 153.423 - 22.895 - 176.318
Konzernjahresergebnis 0 0 5.876 0 0 84.271 90.147 - 9.136 81.011
Eigenkapital zum 31.12.2007 181.305 128.765 586.868 216 - 357.917 906.078 1.445.315 155.333 1.600.648

(1) Von den historischen Währungskurseffekten wurden -9,8 Mio. EUR im Rahmen der Entkonsolidierung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten ergebniswirksam berücksichtigt.
(2) Der positive Effekt bei den latenten Steuern ist bedingt durch die Änderung der Steuersätze in verschiedenen Ländern.

Bei den Stammaktien von SCA Hygiene Products AG handelt es sich um nennwertlose Stückaktien.

Der Gewinnverwendungsvorschlag von SCA Hygiene Products AG an die Hauptversammlung ist die Ausschüttung einer Dividende von 14,45 EUR je Aktie. Die Dividende soll am Tag nach der Hauptversammlung zur Auszahlung kommen und entspricht der vom Oberlandesgericht München am 17.07.2007 festgesetzten Garantiedividende von 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

Die Kapitalrücklage von SCA Hygiene Products AG enthält Entgelte für Optionsrechte und das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie Verlustverrechnungen.

Die Anderen Gewinnrücklagen von SCA Hygiene Products AG enthalten übernommene Ergebnisse aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen und direkte Dividendenzuflüsse von Tochtergesellschaften.

Kapitalmanagement: SCA Hygiene Products AG ist über den Beherrschungsvertrag mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, eng in den Konzern der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, eingebunden. Die Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt überwiegend bei der zentralen Finanzierungsgesellschaft AB SCA Finans, Stockholm/Schweden. SCA Hygiene Products AG wendet sich als beherrschtes Unternehmen nicht aktiv an den Kapitalmarkt. Die Gesellschaft unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

(24) Finanzschulden

Am 31.12.2007 betrug die Bruttoverschuldung einschließlich der passivischen Zinsabgrenzung 1.034,8 Mio. EUR (2006: 1.372,4 Mio. EUR). Die verzinsliche Bruttoverschuldung betrug 1.034,3 Mio. EUR (2006: 1.369,7 Mio. EUR).

Verzinsliche Bruttoverschuldung Mio. EUR Buchwert Marktwert
2007 2006 2007 2006
Kurzfristige Finanzschulden
Externe Finanzschulden 35 55 35 55
Finanzschulden ggü. verbundenen Unternehmen 708 949 708 949
Zur Veräußerung gehaltene Finanzschulden 0 56 0 56
Gesamt (1) 743 1.060 743 1.060
Langfristige Finanzschulden
Darlehen mit Laufzeit 1 bis 5 Jahre 231 128 246 130
Darlehen mit Laufzeit > 5 Jahre 60 182 56 186
Gesamt (2) 291 310 302 316
Gesamt Finanzschulden 1.034 1.370 1.045 1.376

(1) Einschließlich der passivischen Zinsabgrenzung von 0,5 Mio. EUR (2006: 2,7 Mio. EUR) ergeben sich kurzfristige Brutto-Finanzschulden von 744,1 Mio. EUR (2006: 1.062,9 Mio. EUR).
(2) Darin sind 230,9 Mio. EUR (2006: 270,3 Mio. EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Verzinsliche Bruttoverschuldung nach Währungen

Mio. EUR 2007 2006
USD 608 738
USD zur Veräußerung gehalten 0 56
GBP 179 189
EUR 134 311
PLN 50 32
RUB 46 29
PHP 17 15
Gesamt 1.034 1.370

(25) Personalbezogene Rückstellungen

SCA hat sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne. Die bedeutendsten leistungsorientierten Pläne beruhen auf der Dienstzeit und der Vergütung, die der Mitarbeiter bei oder kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand erhalten hat. Die gesamten Pensionskosten für die leistungsorientierten Pläne werden nachfolgend dargestellt.

2007 -TEUR Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Laufender Dienstzeitaufwand 17.946 601 3.706 42 22.295
Eingezahlte Beiträge durch Planteilnehmer - 2.419 0 0 0 - 2.419
Nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand 35 - 406 0 0 - 371
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 27.958 469 737 24 29.188
Erwartete Erträge aus Planvermögen - 33.219 0 0 0 - 33.219
Plankürzungen und Abgeltungen 2 0 0 0 2
Gesamt 10.303 664 4.443 66 15.476
2006 -TEUR Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Laufender Dienstzeitaufwand 21.611 663 4.596 45 26.915
Eingezahlte Beiträge durch Planteilnehmer - 1.748 0 0 0 - 1.748
Nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand 0 - 786 0 0 - 786
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 27.027 437 672 22 28.158
Erwartete Erträge aus Planvermögen - 26.519 0 0 0 - 26.519
Plankürzungen und Abgeltungen - 531 0 0 0 - 531
Gesamt 19.840 314 5.268 67 25.489

Aufwendungen zu beitragsorientierten Versorgungsplänen sowie andere Vergütungen im Zusammenhang mit beitragsorientierten Leistungen:

TEUR 2007 2006
Staatliches Pensionssystem nach jeweiligem Landesrecht (1) 28.815 31.341
Leistungen angelegt in Versicherungen, Fonds, Pensionskassen und anderen externen Institutionen 11.952 15.125
Direkte Leistungen an Mitarbeiter 922 926
Gesamt (2) 41.689 47.392

(1) Es handelt sich um Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. In Großbritannien sind auch die Beiträge zu anderen Sozialversicherungen enthalten.
(2) Angefallene Lohnsteuer ist in den Beträgen enthalten.

Die erwartete Rendite des Planvermögens wird anhand der Annahme festgestellt, dass die Rendite aus Rentenpapieren genauso hoch sein wird wie die Verzinsung von Zehn-Jahres-Staatsanleihen und dass die Eigenkapitalrendite dieselbe Verzinsung zuzüglich eines Risikoaufschlags erreichen wird. Die für jedes Land beschlossene Verzinsung wird anhand des Anteils von Dividenden-bzw. Rentenpapieren gewichtet. Zum Bilanzstichtag waren 289,5 Mio. EUR (2006: 320,3 Mio. EUR) in Dividendenpapieren investiert. Dies entspricht 56,6% (2006: 58,9%) des gesamten Zeitwerts des Planvermögens. Die übrigen 222,2 Mio. EUR (2006: 223,4 Mio. EUR) entsprechen 43,4% (2006: 41,1%) und waren in festverzinslichen Wertpapieren investiert. Die tatsächliche Rendite des Planvermögens betrug 2007 -5,1 Mio. EUR (2006: 59,0 Mio. EUR). Diese negative Entwicklung basiert im Wesentlichen auf dem Rückgang der Börsenkurse der im Planvermögen enthaltenen Aktien.

Pensionspläne mit Bilanzüberschüssen werden in der Bilanz als ein Aktivposten -Überschuss aus vorfinanzierten Pensionsplänenausgewiesen. Andere Pensionspläne, die in Bezug auf die Bilanz nicht voll vorfinanziert sind, werden als Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Wert aller Pensionspläne wird auf den Überschuss aus vorfinanzierten Pensionsplänen bzw. auf die Pensionsrückstellungen, wie unten dargestellt, verteilt.

2007 -TEUR Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Überschuss in Pensionsplänen 31.440 0 0 0 31.440
Rückstellung 37.131 9.770 14.352 503 61.756
Rückstellung, netto 5.691 9.770 14.352 503 30.316
2006 -TEUR Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Überschuss in Pensionsplänen 34.497 0 0 0 34.497
Rückstellung 67.956 10.084 14.495 490 93.025
Umgliederung gemäß IFRS 5 - 1.653 0 0 0 - 1.653
Rückstellung Endstand 66.303 10.084 14.495 490 91.372
Rückstellung, netto 31.806 10.084 14.495 490 56.875

Die nachstehenden Zusammenfassungen stellen den Nettowert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen dar.

2007 -TEUR Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 518.714 9.770 14.352 503 543.339
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens - 511.709 0 0 0 - 511.709
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status) 7.005 9.770 14.352 503 31.630
Noch nicht ergebniswirksam erfasster nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand - 1.314 0 0 0 - 1.314
Rückstellung, netto 5.691 9.770 14.352 503 30.316
2006 -TEUR Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 579.637 10.084 14.495 490 604.706
Umgliederung gemäß IFRS 5 - 1.653 0 0 0 - 1.653
Endstand Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 577.984 10.084 14.495 490 603.053
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens - 543.733 0 0 0 - 543.733
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status) 34.251 10.084 14.495 490 59.320
Noch nicht ergebniswirksam erfasster nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand - 2.445 0 0 0 - 2.445
Rückstellung, netto 31.806 10.084 14.495 490 56.875

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste des Jahres sind im Saldo positiv und belaufen sich auf 8,4 Mio. EUR (2006: 76,3 Mio. EUR). Die auf diese Weise erfassten aufgelaufenen Gewinne und Verluste machen somit 50,0 Mio. EUR (2006: 41,6 Mio. EUR) aus.

Zusätzlich zu der Auswirkung der geänderten versicherungsmathematischen Annahmen, wie der Änderung des Abzinsungssatzes etc., entstanden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste durch die erfahrungsbedingte Anpassung der Annahmen. Erfahrungsbedingte Anpassungen umfassen unerwartet hohe oder niedrige Mitarbeiterfluktuation, vorzeitige Pensionierung, Sterbefälle oder Gehaltserhöhungen. Die prozentuale Auswirkung dieser Anpassungen beträgt 1,5% (2006: 1%) für die leistungsorientierten Verpflichtungen und -7,5% (2006: 6%) für das Planvermögen. Dies bedeutet, dass die Rendite für das Planvermögen 2007 schlechter als erwartet war.

Nachstehende Tabelle weist die Nettorückstellung unter Berücksichtigung von vorfinanzierten, teilweise vorfinanzierten, nicht finanzierten Pensionsplänen und sonstigen Personalverpflichtungen aus. Die Bezeichnung "teilweise vorfinanziert" bezieht sich auf Pläne, die sowohl vorfinanzierte als auch gar nicht finanzierte Verpflichtungen derselben Pläne umfassen; dem gegenüber stehen vorfinanzierte Pläne, bei denen alle Verpflichtungen vorfinanziert sind. Die Finanzierungshöhe hängt von dem jeweiligen Plan ab.

2007 -TEUR Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Vorfinanzierte Pläne
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 484.219 0 0 0 484.219
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens - 511.709 0 0 0 - 511.709
Netto vorfinanzierte Pläne - 27.490 0 0 0 - 27.490
Noch nicht ergebniswirksam erfasster nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand - 1.314 0 - 1.314
Rückstellung vorfinanzierter Pläne - 28.804 0 0 0 - 28.804
Nicht vorfinanzierte Pläne
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 34.495 9.770 14.352 503 59.120
Rückstellung nicht vorfinanzierter Pläne 34.495 9.770 14.352 503 59.120
Rückstellung, netto 5.691 9.770 14.352 503 30.316
2006 -TEUR Vorfinanzierte Pläne Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 541.485 0 0 0 541.485
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens - 543.733 0 0 0 - 543.733
Netto vorfinanzierte Pläne - 2.248 0 0 0 - 2.248
Noch nicht ergebniswirksam erfasster nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand - 2.445 0 0 0 - 2.445
Rückstellung vorfinanzierter Pläne - 4.693 0 0 0 - 4.693
Nicht vorfinanzierte Pläne
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 38.152 10.084 14.495 490 63.221
Umgliederung gemäß IFRS 5 - 1.653 0 0 0 - 1.653
Endstand Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 36.499 10.084 14.495 490 61.568
Rückstellung nicht vorfinanzierter Pläne 36.499 10.084 14.495 490 61.568
Rückstellung, netto 31.806 10.084 14.495 490 56.875

Der Zeitwert des Planvermögens per 31.12.2007 beinhaltet Finanzinstrumente in Form von Interest Rate Swaps, die den Marktwert des Planvermögens mit -1,4 Mio. EUR belastet haben (2006: 0 Mio. EUR). Die von SCA geplanten Zahlungen zum Planvermögen sowie an die Begünstigten betragen für 2008 voraussichtlich 17,3 Mio. EUR.

In der nachstehenden Tabelle werden die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens erläutert.

2007 -TEUR Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen
Eröffnungsbilanz 577.984 10.084 14.495 490 - 543.733
Laufender Dienstzeitaufwand 17.946 601 3.706 42 0
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 27.958 469 737 24 0
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 0 0 0 0 - 33.219
nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand 35 - 406 0 0 0
Plankürzungen und Abgeltungen 2 0 0 0 0
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 0 0 - 2.419
Beiträge des Arbeitgebers 0 0 0 0 - 35.794
Gezahlte Versorgungsleistungen - 23.492 - 978 - 5.469 - 70 30.009
Versetzungen von/nach verbundenen Unternehmen - 11.992 0 0 0 13.340
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Annahmen - 54.584 0 - 183 - 36 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, erfahrungsbedingt 6.951 0 1.066 53 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Planvermögen 0 0 0 0 38.284
Währungsumrechnungsdifferenzen - 22.094 0 0 0 21.823
Schlussbilanz 518.714 9.770 14.352 503 - 511.709
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status) 31.630
2006 -TEUR Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen
Eröffnungsbilanz 599.022 10.674 14.590 513 - 466.405
Laufender Dienstzeitaufwand 21.611 663 4.596 45 0
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 27.027 437 672 22 0
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 0 0 0 0 - 26.519
nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand 0 - 786 0 0 0
Plankürzungen und Abgeltungen - 531 0 0 0 0
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 0 0 - 1.748
Beiträge des Arbeitgebers 0 0 0 0 - 45.991
Gezahlte Versorgungsleistungen - 23.114 - 904 - 5.602 - 34 29.654
Umgliederung gemäß IFRS 5 - 1.653 0 0 0 0
Sonstige Umgliederungen 835 0 0 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Annahmen - 50.294 0 248 - 23 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, erfahrungsbedingt 6.283 0 - 9 - 33 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Planvermögen 0 0 0 0 - 32.499
Währungsumrechnungsdifferenzen - 1.202 0 0 0 - 225
Schlussbilanz 577.984 10.084 14.495 490 - 543.733
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status) 59.320
Finanzielle versicherungsmathematische Annahmen 31.12.2007 31.12.2006
Zinssatz für die Abzinsung 5,74% 4,90%
Erwartete Erträge aus Planvermögen 6,72% 5,98%
Künftiges Gehaltsniveau 3,64% 3,66%
Lebenshaltungskostenindex 2,37% 2,37%

Die versicherungsmathematischen Annahmen enthalten gewichtete durchschnittliche Annahmen, die bei der Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Pensionskosten für das darauf folgende Jahr zugrunde gelegt werden. Für die Ermittlung der Annahmen wurden überwiegend ausländische Unternehmen einbezogen.

Historie 2007 2006 2005 2004
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 543.339 603.053 624.799 530.665
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens - 511.709 - 543.733 - 466.405 - 361.204
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status) 31.630 59.320 158.394 169.461
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, erfahrungsbedingt
Leistungsorientierte Verpflichtung 8.070 6.241 - 3.529 10.850
Planvermögen 38.284 - 32.499 - 50.087 - 13.182

(26) Sonstige Rückstellungen

TEUR Rückstellungen
Stand 01.01.2007 22.645
Bildung 9.365
Verbrauch - 15.282
Auflösung - 7.141
Veränderung Konsolidierungskreis - 35
Währungsdifferenzen - 419
31.12.2007 9.133
Davon
kurzfristig 7.820
langfristig 1.313

Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 9,1 Mio. EUR (2006: 22,6 Mio. EUR). Diese umfassen im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für das Effizienzprogramm in Höhe von 8,6 Mio. EUR (2006: 20,1 Mio. EUR), davon 1,3 Mio. EUR (2006: 1,9 Mio. EUR) langfristig. Aufzinsungen waren nicht vorzunehmen. Der Verbrauch der langfristigen Rückstellungen wird in den nächsten zwei Jahren erwartet.

(27) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

TEUR 2007 2006
Baukostenzuschuss 29 88
Gesamt 29 88

(28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR Verbleibende Tage bis zur Fälligkeit 2007 2006
Lieferungen und Leistungen, extern < 30 Tage 205.180 216.499
30 - 90 Tage 94.108 102.752
90 -180 Tage 3.098 8.135
180 -360 Tage 2.599 2.367
360 -720 Tage 1.119 1.297
>720 Tage 372 1.356
Gesamt 306.476 332.406
Strategische Investitionen, extern < 30 Tage 5.371 0
Gesamt 5.371 0
Erhaltene Anzahlungen < 30 Tage 38 314
Gesamt 38 314
Ggü. verbundenen Unternehmen < 30 Tage 44.910 31.499
30 - 90 Tage 10.127 6.656
90 -180 Tage 11 3.000
180 -360 Tage 3 3.867
360 -720 Tage 0 0
>720 Tage 22 23
Gesamt 55.073 45.045
Verbindlichkeiten Gesamt < 30 Tage 255.499 248.312
30 - 90 Tage 104.235 109.408
90 -180 Tage 3.109 11.135
180 -360 Tage 2.602 6.234
360 -720 Tage 1.119 1.297
>720 Tage 394 1.379
Gesamt 366.958 377.765

Der Rückgang der externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist mit 22,9 Mio. EUR auf die Veräußerung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten und der CDEM-Entsorgungsbetriebe zurückzuführen. Verbindlichkeiten für strategische Investitionen bestehen für die neue Tissuemaschine in Barton/USA.

(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

TEUR 2007 2006
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (a) 18.486 19.310
Verbindlichkeiten ggü. assoziierten Unternehmen (a) 114 138
Derivative Instrumente operativ, ggü. verbundenen Unternehmen (a) 131 105
Verbindlichkeiten Emissionsrechte 2 504
Verbindlichkeiten operativ (1) 218.470 170.505
Sonstige operative Verbindlichkeiten (2) 43.019 34.687
Gesamt 280.222 225.249
(1) Verbindlichkeiten operativ 2007 2006
Kundenboni und -skonti 93.648 66.326
Sonstige Personalverpflichtungen 38.762 27.015
Urlaubsansprüche 15.618 18.252
Sozialversicherung 8.720 11.881
Abwasser, Energie 18.083 14.921
Werbung und Promotion 8.909 5.694
Frachten und Lager 14.591 9.367
Prüfungs-und Beratungskosten 4.333 3.099
Warenlieferungen 9.528 1.252
Sonstige Einzelposten < 2 Mio. EUR 6.278 12.698
Gesamt 218.470 170.505
(2) Sonstige operative Verbindlichkeiten 2007 2006
Umsatzsteuer aus Lieferungen und Leistungen 25.253 12.961
Sonstige Steuern 4.935 6.830
Fällige Sozialversicherungsbeiträge 2.877 4.092
Sonstige Personalverbindlichkeiten 4.264 3.616
Verbindlichkeiten für Sachanlagen (a) 1.076 1.809
Kreditorische Debitoren (a) 2.704 2.456
Sonstige Posten 1.910 2.923
Gesamt 43.019 34.687

(a) Diese Positionen fallen in den Anwendungsbereich des IFRS 7.

Die Verbindlichkeiten beinhalten transitorische (Geldeingang im laufenden Geschäftsjahr, Ertrag im nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Passiva (Aufwand laufendes Geschäftsjahr, Kassenabfluss nächstes Geschäftsjahr).

Die derivativen Instrumente umfassen Devisentermingeschäfte -Currency Forwards-sowie Währungsswaps -Currency Swaps-und werden ausschließlich zur Absicherung des Transaktionsrisikos verwendet.

(30) Kapitalflussrechnung

Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge

Mio. EUR 2007 2006
Abschreibungen und Wertminderungen 287 183
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen - 17 - 10
Zuführung zu Rückstellungen 2 10
Entkonsolidierungseffekte 18 0
Sonstige - 11 - 4
Gesamt 279 179

Finanzmittelfonds

Mio. EUR 2007 2006
Flüssige Mittel und Bankguthaben 31 18
Kurzfristige Finanzanlagen 614 509
Gesamt 645 527

Zinsen

Mio. EUR 2007 2006
Zinseinnahmen 35 29
Zinsausgaben - 79 - 86
Netto - 44 - 57

Dividenden

Mio. EUR 2007 2006
Erhaltene Dividenden 90 2
Gezahlte Dividenden - 71 - 73
Gesamt 19 - 71

(31) Joint-Venture-Gesellschaften

Joint-Venture-Gesellschaften, d. h. Unternehmen, die SCA zusammen mit anderen Partnern besitzt und über die laut Vertrag gemeinsam Kontrolle ausgeübt wird, werden quotal konsolidiert. Es handelt sich hierbei um die Teilkonzerne THOSCA-Holzhandelsgesellschaften (SCA-Anteil: 50%) und um die Altpapierhandelsgesellschaft Bunzl & Biach (SCA Hygiene Products AG-Anteil: 50%).

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz und die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in Joint-Venture-Gesellschaften, die im SCA-Konzern enthalten sind, beziehen sich auf den Anteil von SCA.

TEUR 2007 2006 2006
Konzern Konzern Davon CDEM
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz 115.556 92.201 0
Sonstige betriebliche Erträge 104 1.912 1.597
Betriebliche Aufwendungen - 112.186 - 91.736 - 1.669
Abschreibungen - 669 - 1.091 - 457
Ergebnis vor Finanzergebnis 2.805 1.286 - 529
Finanzergebnis 188 - 303 - 268
Ergebnisanteil Unternehmen assoziierter 146 176 0
Ergebnis vor Ertragsteuer 3.139 1.159 - 797
Ertragsteuer - 858 - 633 - 78
Minderheitsanteile 0 45 45
Jahresüberschuss 2.281 571 - 830
TEUR 2007 2006 2006
Konzern Konzern Davon CDEM
Personalkosten
Löhne und Gehälter 3.733 3.852 117
Altersversorgung 101 141 12
Sozialversicherung 915 858 7
Sonstiger Personalaufwand 4 4 0
Gesamt 4.753 4.855 136

Der Umsatzanstieg um 23 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Preisanstieg im Holzhandel und aus der Erweiterung der Holzhandelsaktivitäten durch die Versorgung der Schwestergesellschaft SCA Laakirchen AG, Laakirchen/Österreich. Auch der Anstieg der Altpapierpreise hat zu dieser Entwicklung beigetragen.

Aufgrund der Stilllegung des Tissuestandorts Tilburg/Niederlande 2006 wurden die Anteile an den CDEM-Entsorgungsbetrieben veräußert. Diese Beteiligungsgesellschaften betrieben die Entsorgung des im Werk Tilburg anfallenden Klärschlamms. Am 07.03.2007 wurde der Verkaufsvertrag über die Anteile an CDEM Holland BV, Eerbeek/Niederlande, und SCA Hygiene Products Papierverwerking BV, Tilburg/Niederlande, mit Wirkung zum 01.01.2007 unterzeichnet. Letztere Gesellschaft hielt Anteile an der CDEM VOF BV, Eerbeek. Der Käufer war die MinPlus Holding BV, Nieuwegein/Niederlande. Der Kaufpreis für die Anteile betrug je 1 EUR. Übertragen wurden Vermögenswerte in Höhe von 6,1 Mio. EUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 8,8 Mio. EUR. Der Entkonsolidierungserfolg betrug 2,7 Mio. EUR.

TEUR 2007 2006 2006
Konzern Konzern Davon CDEM
Bilanz
Langfristige operative Aktiva 5.221 10.777 5.669
Langfristige finanzielle Aktiva 1.227 1.071 0
Kurzfristige operative Aktiva 13.467 11.583 385
Kurzfristige finanzielle Aktiva 2.932 4.795 65
Bilanzsumme 22.847 28.226 6.119
Eigenkapital 9.530 6.214 - 1.423
Minderheitsanteile 0 - 119 - 119
Langfristige operative Passiva 83 78 0
Langfristige finanzielle Passiva 1.853 8.133 5.419
Kurzfristige operative Passiva 11.379 13.061 1.833
Kurzfristige finanzielle Passiva 2 859 409
Bilanzsumme 22.847 28.226 6.119
TEUR 2007 2006 2006
Konzern Konzern Davon CDEM
Capital Employed 7.226 9.221 4.221
Nettoverschuldung 2.304 - 3.126 - 5.763
Anzahl Mitarbeiter (Durchschnitt) 104 105 1

(32) Eventualverbindlichkeiten

TEUR 2007 2006
Garantien
- Cash Pool 54.485 59.590
- Banken 512 487
- Mietverträge 31 36
Bürgschaften
- Wechselobligo 1.357 1.385
- Zoll 235 113
- Insolvenzversicherung 0 6.513
Steuern 1.743 1.743
Sonstige 705 7.385
Gesamt 59.068 77.252

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des französischen Standorts Roanne am 28.02.2007 durch die SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy/Frankreich, wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products AG eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach interner Einschätzung bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products AG gegeben.

(33) Verpfändete Vermögenswerte

Die verpfändeten Vermögenswerten in Höhe von 2.892 TEUR (2006: 89 TEUR) dienen im Wesentlichen der durch die SCA Hygiene Products GmbH, Wien/Österreich vorgenommenen Absicherung eines Hypothekendarlehens, das vom Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, beim österreichischen Wasserwirtschaftsfonds aufgenommen wurde.

(34) Bericht zu nahestehenden Unternehmen und Personen

SCA Hygiene Products AG und ihre Tochtergesellschaften sind mit einem Beherrschungsvertrag seit dem 01.01.1998 in den Konzern der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, eingebunden. Mit den anderen verbundenen Unternehmen des SCA AB Konzerns (Mutter-und Schwestergesellschaften) gibt es im Wesentlichen folgende Beziehungen.

Warenlieferungen werden nach der Cost Plus-Methode in Rechnung gestellt. Forschung und Entwicklung, Datenverarbeitung und Management werden im Kostenumlageverfahren verrechnet. Finanzgeschäfte werden at arm's length berechnet.

Tochtergesellschaften der SCA Hygiene Products AG vertreiben Produkte unter der Marke "Tempo", die von Schwestergesellschaften erzeugt werden. Für die Nutzung der Markenrechte werden marktübliche Lizenzgebühren an AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, entrichtet.

SCA Hygiene Products AG hat gegenüber Schwestergesellschaften Kreditlinien gesichert, die unter den Garantien aufgeführt sind. Diese betrugen zum 31.12.2007 0,2 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR). In gleicher Höhe bestand jeweils eine Rückgriffsforderung gegen SCA Hygiene Products AB, Göteborg/Schweden.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des französischen Standorts Roanne durch die SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy/Frankreich wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products AG eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach internen Einschätzungen bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products AG gegeben.

2007 hat SCA Hygiene Products AG eine Dividende in Höhe von 60.074 TEUR an SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, ausgeschüttet.

2007 wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen bzw. Maschinenteile und Grundstücke an Schwestergesellschaften und assoziierte Unternehmen veräußert. Der Erlös in Höhe von 3.142 TEUR führte bei Buchwerten von 2.386 TEUR zu einem Ertrag von 756 TEUR. Von Schwestergesellschaften wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen und Maschinenteile in Höhe von 15 TEUR erworben.

Die Liefer-und Leistungsbeziehungen mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften erfolgen ausschließlich im Rahmen der bestehenden Anstellungsverträge. Mit Angehörigen von nahestehenden Personen bestehen keine Liefer-und Leistungsbeziehungen.

Die Bezüge des Vorstands von SCA Hygiene Products AG im Geschäftsjahr 2007 betrugen 742 TEUR (2006: 695 TEUR), davon fix 672 TEUR (2006: 606 TEUR) und variabel 70 TEUR (2006: 89 TEUR). Darin sind Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen, enthalten. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31.12.2007 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 619 TEUR (2006: 2.043 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.367 TEUR (2006: 1.323 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 12.265 TEUR (2006: 11.064 TEUR). Die Mitglieder des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG erhalten gemäß §18 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products AG ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 insgesamt 103 TEUR. Darüber hinausgehende Liefer-und Leistungsbeziehungen bestanden nicht.

Im Geschäftsjahr wurden mit nahestehenden Unternehmen Geschäfte getätigt, die zu folgenden Abschlussposten führten:

Abschlussposten in Mio. EUR mit Mutterunternehmen 2007 2006
Erträge 0 0
Aufwendungen 2 1
Forderungen 0 0
Verbindlichkeiten 0 0
Abschlussposten in Mio. EUR mit Schwesterunternehmen 2007 2006
Erträge 546 510
Aufwendungen 556 535
Forderungen 659 561
Verbindlichkeiten 1.013 1.284
Abschlussposten in Mio. EUR mit assoziierten Unternehmen 2007 2006
Erträge 145 143
Aufwendungen 87 76
Forderungen 0 0
Verbindlichkeiten 2 1
Abschlussposten in Mio. EUR mit Gemeinschaftsunternehmen 2007 2006
Erträge 0 0
Aufwendungen 37 30
Forderungen 0 0
Verbindlichkeiten 2 2

(35) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis durch die durchschnittliche Zahl der Aktien geteilt wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle Aktien (Optionen und Wandelanleihen) erfolgen. Dieser Sachverhalt ist bei SCA Hygiene Products AG nicht gegeben.

2007 2006
Ergebnisanteil der Aktionäre von SCA Hygiene Products AG TEUR 90.147 87.770
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien Stück 7.092.018 7.092.018
Ergebnis je Aktie
Unverwässert EUR 12,71 12,38
Verwässert EUR 12,71 12,38
Dividende EUR 14,45 (1) 8,77

(1) Vorschlag für das Geschäftsjahr 2007

(36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Vertrag vom 11.10.2007 hat SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, aufgrund der Auflagen der Europäschen Kommission beim Erwerb des Tissuegeschäft von Procter & Gamble in Europa durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, die Taschentuchmarke Softis für die Absatzregionen Deutschland und Österreich an das italienische Tissueunternehmen Sofidel S.p.A., Porcari/Italien, veräußert. Der Vertrag wurde am 14.01.2008 vollzogen (Closing).

Im April 2008 hat der Konzern im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm die Mitarbeiter über die geplante Schließung der Tissue-Erzeugung am Standort Tawd in Skelmersdale/Großbritannien sowie Anpassungsmaßnahmen in der Tissue-Verarbeitung informiert. Die hiermit verbundenen Aufwendungen werden voraussichtlich rund 20 Mio. EUR betragen.

(37) Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach §161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14.06.2007 am 27.11.2007 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.scahygieneproductsag.com zugänglich gemacht.

(38) Anteilsbesitz

Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes der SCA Hygiene Products AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

München, den 18 April 2008

SCA Hygiene Products AG

Der Vorstand

Günter Kaske

Walter Hirner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der SCA Hygiene Products AG, München, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der SCA Hygiene Products AG, München, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Nicht Gegenstand unserer Prüfung war die inhaltliche Würdigung der von der Gesellschaft freiwillig in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommenen Entsprechenserklärung.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 21. April 2008

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christiane Neumair, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007

TEUR Anhang 2007 2006
Umsatzerlöse (1) 68.705 49.682
Sonstige betriebliche Erträge (2) 2.561 45.610
Rohergebnis 71.266 95.292
Personalaufwand (3) - 34.432 - 30.671
Abschreibungen - 513 - 448
Sonstige betriebliche Aufwendungen (4) - 46.725 - 39.607
Ergebnis vor Finanzergebnis - 10.404 24.566
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 130.096 43.868
Zinsergebnis - 12.526 - 12.115
Finanzergebnis (5) 117.570 31.753
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 107.166 56.319
Ertragsteuern (6) 1.177 158.620
Jahresüberschuss 108.343 214.939
Einstellung in die Anderen Gewinnrücklagen - 5.876 - 107.469
Bilanzgewinn 102.467 107.470

Bilanz zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

Anhang 31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände (7) 39 34
Sachanlagen (8) 1.248 1.129
Finanzanlagen (9) 1.429.166 1.431.898
1.430.453 1.433.061
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (10)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 313.684 378.493
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 9.567 9.481
323.251 387.974
Flüssige Mittel (11) 20 9
323.271 387.983
Rechnungsabgrenzungsposten (12) 352 221
1.754.076 1.821.265

PASSIVA

Anhang 31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (13) 181.305 181.305
Kapitalrücklage 128.765 128.765
Gewinnrücklagen (14) 586.868 535.719
Bilanzgewinn 102.467 107.470
999.405 953.259
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (15) 38.811 37.845
Übrige Rückstellungen (16) 17.789 14.411
56.600 52.256
Verbindlichkeiten (17)
Finanzschulden 563.844 716.624
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.411 1.835
Übrige Verbindlichkeiten 131.816 97.291
698.071 815.750
1.754.076 1.821.265

Anhang

Allgemeine Angaben

Die SCA Hygiene Products AG, München, führt als Obergesellschaft einen Teilkonzern der Muttergesellschaft Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB).

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der gemeinsame Lagebericht der SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und im Unternehmensregister hinterlegt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung Positionen zusammengefasst, die im Anhang gesondert erläutert werden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der SCA Hygiene Products AG erfolgt nach den deutschen handels-bzw. aktienrechtlichen Bestimmungen. Bei bestehenden Wahlrechten wird der jeweils steuerlich günstigere Wert angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen - aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige degressive und lineare Abschreibungen - bewertet.

Die Nutzungsdauer beträgt grundsätzlich bei Gebäuden - je nach Ausführung - zehn bis 50 Jahre sowie bei anderen Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert ausgewiesen. Soweit die nach diesen Grundsätzen bewerteten Finanzanlagen über dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag liegen, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen vorgenommen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden, soweit erforderlich, auf den niedrigeren Wert am Bilanzstichtag abgewertet. Es wurde eine Bewertungseinheit zwischen Ausleihungen an verbundene Unternehmen und einem Devisentermingeschäft gebildet. Der beizulegende Zeitwert des Devisentermingeschäfts zum Bilanzstichtag bestimmt sich aus der Differenz der mit den USD-bzw. EUR-Zinssätzen abgezinsten Zeitwerten des Darlehens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken werden durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Liquiden Mittel sind zu Nominalwerten bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis eines Zinsfußes von 6% in Höhe des versicherungsmathematischen Teilwerts gemäß § 6 a EStG dotiert und decken alle Direktzusagen. Den Berechnungen liegen die Heubeck'schen Sterbetafeln aus dem Jahr 2005 zugrunde. Bei Rückstellungen für Altersteilzeit kommt das Blockmodell zur Anwendung. Die in der Rückstellung enthaltenen Aufstockungsbeträge stellen nach ihrem wirtschaftlichen Charakter eine eigenständige Abfindungsverpflichtung dar und sind nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB passiviert. Darüber hinaus wurden in die Rückstellungen auch Leistungen an Arbeitnehmer einbezogen, welche das tarifliche Angebot zur Altersteilzeit voraussichtlich noch bis 2009 annehmen werden. Weitere Versorgungsverpflichtungen werden durch eine Gruppenversicherung gedeckt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Nicht kursgesicherte Währungsforderungen werden grundsätzlich mit dem Kurs am Buchungstag oder mit dem niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet, kursgesicherte Währungsforderungen grundsätzlich zum Sicherungskurs oder zum niedrigeren Buchwert.

Nicht kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Kurs am Buchungstag oder mit dem höheren Geldkurs bewertet, kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten grundsätzlich zum Sicherungskurs oder zum höheren Geldwert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

TEUR 2007 2006
Deutschland 5.768 3.008
Übrige Europäische Union 62.329 46.447
Übriges Ausland 608 227
68.705 49.682

SCA Hygiene Products AG hat ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen in Höhe von 68,0 Mio. EUR (2006: 49,1 Mio. EUR) aus Serviceleistungen für Konzernunternehmen erzielt. Die periodenfremden Umsatzerlöse betrugen -1,8 Mio. EUR (2006: -7,4 Mio. EUR).

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position beinhaltet insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Weiterbelastungen an Konzernunternehmen. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind 0,8 Mio. EUR (2006: 38,9 Mio. EUR) anderen Geschäftsjahren zuzuordnen.

(3) Personalaufwand

TEUR 2007 2006
Löhne und Gehälter 26.944 22.279
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.488 8.392
(davon für Altersversorgung) (5.006) (6.122)
34.432 30.671

Anderen Geschäftsjahren sind 0,6 Mio. EUR (2006: 0,9 Mio. EUR) zuzuordnen. Der Anstieg des Personalaufwands basiert im Wesentlichen auf der gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern und höheren Bonuszahlungen.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Verwaltungskosten, Beiträge, Mieten, Fremdleistungen und Zuweisungen zu Rückstellungen. Anderen Geschäftsjahren sind 0,8 Mio. EUR (2006: 0,8 Mio. EUR) zuzuordnen. Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die höhere Inanspruchnahme von Beratungsleistungen zurückzuführen.

(5) Finanzergebnis

TEUR 2007 2006
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 130.096 43.868
Zinsergebnis
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.840 6.268
davon aus verbundenen Unternehmen (9.799) (5.388)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.430 12.105
davon aus verbundenen Unternehmen (11.001) (11.974)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 34.796 - 30.488
davon an verbundene Unternehmen (34.607) (30.163)
- 12.526 - 12.115
117.570 31.753

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen stammen von der SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding.

Die Erträge aus Ausleihungen resultieren aus einer langfristigen Finanzierung der Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH, Oberding. Diese Ausleihung wurde durch ein Devisentermingeschäft in Form eines Währungsswaps in Höhe von 177,1 Mio. EUR (222,1 Mio. USD) gesichert. Der beizulegende Zeitwert zum 31.12.2007 betrug 10,0 Mio. EUR.

(6) Ertragsteuern

Die Position Ertragsteuern enthielt 2007 den Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von 1,2 Mio. EUR sowie Erträge aus Vorjahren mit 2,4 Mio. EUR. 2006 enthielt diese Position nach Abschluss der Betriebsprüfung eine Rückstellungsauflösung in Höhe von 149,7 Mio. EUR und eine Aktivierung eines Körperschaftssteuerguthabens in Höhe von 9,7 Mio. EUR aufgrund des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG).

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(7) Immaterielle Vermögensgegenstände

TEUR Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Anschaffungskosten
Anfangsstand 01.01.2007 1.609
Zugänge 22
Abgänge - 937
Endstand 31.12.2007 694
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2007 1.575
Zugänge 17
Abgänge - 937
Endstand 31.12.2007 655
Bilanzwert 31.12.2007 39
Bilanzwert 31.12.2006 34

(8) Sachanlagen

TEUR Anschaffungs- /Herstellungskosten Bauten auf fremden Grundstücken Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anfangsstand 01.01.2007 155 4.418 4.573
Zugänge 0 645 645
Abgänge 0 - 981 - 981
Endstand 31.12.2007 155 4.082 4.237
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2007 142 3.302 3.444
Zugänge 4 492 496
Abgänge 0 - 951 - 951
Endstand 31.12.2007 146 2.843 2.989
Bilanzwert 31.12.2007 9 1.239 1.248
Bilanzwert 31.12.2006 13 1.116 1.129

(9) Finanzanlagen

TEUR Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens Gesamt
Anschaffungskosten
Anfangsstand 01.01.2007 1.214.830 177.113 745 39.210 1.431.898
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 - 2.732 - 2.732
Endstand 31.12.2007 1.214.830 177.113 745 36.478 1.429.166
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2007 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Endstand 31.12.2007 0 0 0 0 0
Bilanzwert 31.12.2007 1.214.830 177.113 745 36.478 1.429.166
Bilanzwert 31.12.2006 1.214.830 177.113 745 39.210 1.431.898

Die Abgänge bei den Wertpapieren des Anlagevermögens ergaben sich aus einer Rückvergütung des SCA Vorsorge-Fonds e.V. für Rentenzahlungen der SCA Hygiene Products AG. Hierzu wurden aus dem Sondervermögen 2,7 Mio. EUR entnommen.

(10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 313.684 378.493
(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (0) (0)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23 900
(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 9.544 8.581
(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (6.990) (7.622)
323.251 387.974

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Darlehen (6,7 Mio. EUR) sowie Salden aus dem Cash Pool mit inländischen Tochtergesellschaften (114,0 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert aus der Abnahme der Cash Pool-Forderung gegenüber der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, die teilweise durch eine höhere Ergebnisabführung der SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding, kompensiert wurde. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Wesentlichen durch die Aufzinsung des Körperschaftssteuerguthabens um 0,3 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR.

(11) Flüssige Mittel

In diesem Posten sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände enthalten.

(12) Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Abgrenzungen von Mietkosten und Mitgliedsbeiträgen.

(13) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products AG betrug zum Ende des Berichtsjahres 181.305 TEUR und ist in 7.092.018 Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie hat eine Stimme. Die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hält an der SCA Hygiene Products AG eine Beteiligung von mehr als 96%.

(14) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich 2007 um 51.149 TEUR auf 586.868 TEUR erhöht. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 3. August 2007 wurden aus dem Bilanzgewinn 2006 45.273 TEUR in die Gewinnrücklagen eingestellt. Eine weitere Einstellung in die Gewinnrücklagen erfolgte aus dem Jahresüberschuss 2007 in Höhe von 5.876 TEUR.

(15) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In der betrieblichen Altersversorgung bestehen derzeit keine steuerlichen Fehlbeträge bei den Pensionsrückstellungen.

(16) Übrige Rückstellungen

TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Steuerrückstellungen 6.528 5.941
Sonstige Rückstellungen 11.261 8.470
17.789 14.411

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (8,2 Mio. EUR) und ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen (1,7 Mio. EUR).

(17) Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2007 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2006 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Finanzschulden
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 10.028 10.028 7.835 7.835
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 553.583 553.583 708.561 708.561
Sonstige Darlehen 233 233 228 228
563.844 563.844 716.624 716.624
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.411 2.411 1.835 1.835
Übrige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 110.645 110.645 95.701 95.701
Sonstige Verbindlichkeiten 21.171 6.793 1.590 1.420
davon: aus Steuern (6.352) (6.352) (1.298) (1.298)
im Rahmen der sozialen Sicherheit (542) (136) (227) (57)
131.816 117.438 97.291 97.121
Verbindlichkeiten gesamt 698.071 683.693 815.750 815.580

Bei den Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren in Höhe von 13.972 TEUR aus einem Devisentermingeschäft zur Absicherung einer US Dollar-Ausleihung. Im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit 49 TEUR und mehr als fünf Jahren mit 357 TEUR. Aufgrund des geringeren Finanzierungsbedarfs haben sich die Finanzschulden um 152,8 Mio. EUR deutlich reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Salden aus dem Cash Pool mit inländischen Konzerngesellschaften.

Sonstige Angaben

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 am 27. November 2007 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.scahygieneproductsag.com zugänglich gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2007 erhielt der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die folgenden Honorare:

TEUR 2007 2006
Abschlussprüfung 143 217
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 62 15
Steuerberatungsleistungen 226 512
431 744

Haftungsverhältnisse

TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Bürgschaften und Garantien 542 6.925
Gewährleistungsverpflichtungen 16.405 18.223
16.947 25.148

Von den Haftungsverhältnissen bei SCA Hygiene Products AG betreffen 16,4 Mio. EUR (2006: 17,8 Mio. EUR) verbundene Unternehmen. Rückgriffsforderungen gegen die SCA Hygiene Products AB, Göteborg/Schweden, bestehen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR).

SCA Hygiene Products AG hat die gesamtschuldnerische Haftung für die aus den Rechtsgeschäften der niederländischen Tochtergesellschaften bestehenden und zukünftig entstehenden Verbindlichkeiten übernommen. Die Haftungsübernahme wird durch den Vorstand jährlich überprüft. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten 143,0 Mio. EUR (2006: 149,6 Mio. EUR). Diesen stehen Vermögensgegenstände in den niederländischen Tochtergesellschaften von 455,1 Mio. EUR (2006: 350,2 Mio. EUR) gegenüber.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des französischen Standorts in Roanne am 28. Februar 2007 wurde dem Erwerber eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach interner Einschätzung bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber der SCA Hygiene Products AG gegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 1,1 Mio. EUR (2006: 1,0 Mio. EUR). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet-und Leasingverträgen.

Mitarbeiter

Der Personalstand der SCA Hygiene Products AG belief sich im Durchschnitt auf 212 Mitarbeiter (2006: 205), davon waren 212 Mitarbeiter Angestellte (2006: 205).

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 18 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 insgesamt 103 TEUR.

Vergütung des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2007 betrugen 742 TEUR (2006: 695 TEUR), davon fix 672 TEUR (2006: 606 TEUR) und variabel 70 TEUR (2006: 89 TEUR). Am 31. Dezember 2007 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 619 TEUR (2006: 2.043 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.367 TEUR (2006: 1.323 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 12.265 TEUR (2006: 11.064 TEUR).

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes der SCA Hygiene Products AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Angaben zum Mutterunternehmen

Mehrheitsgesellschafter der SCA Hygiene Products AG ist die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande. Diese wird ihrerseits in den Konzernabschluss der SCA AB einbezogen. Die SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat die Aktien an der SCA Hygiene Products AG im Dezember 2007 an ihre Muttergesellschaft, die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, ausgeschüttet. Im Dezember 2007 erfolgte eine formwechselnde Umwandlung der SCA Verwaltungs GmbH in die SCA Verwaltungs BV (GmbH niederländischen Rechts) & Co. KG mit der SCA Treasury BV, Amsterdam/Niederlande, als Kommanditistin und der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, als Komplementärin. Durch Ausscheiden der Kommanditistin im Dezember 2007 ging der Beherrschungsvertrag mit der SCA Hygiene Products AG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, über. Die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat SCA Hygiene Products AG am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält. Ihre Tochtergesellschaft SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat ebenfalls am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie 0% des Grundkapitals und 0 Stimmrechte der Gesellschaft hält.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products AG beträgt 108.343 TEUR. Nach Einstellung von 5.876 TEUR in die Anderen Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 102.467 TEUR. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 14,45 EUR je Aktie für das dividendenberechtigte Grundkapital von 181.305 TEUR zu verwenden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, 18. April 2008

SCA Hygiene Products AG

Der Vorstand

Günter Kaske

Walter Hirner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SCA Hygiene Products AG, München, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Nicht Gegenstand unserer Prüfung war die inhaltliche Würdigung der von der Gesellschaft freiwillig in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommenen Entsprechenserklärung.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 21. April 2008

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christiane Neumair, Wirtschaftsprüfer

Mandatsliste von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG haben zum 31. Dezember 2007 Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und vergleichbaren in-und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2):

Vorstand

Günter Kaske, Oberaudorf

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim (Vorsitz)

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden (Vorsitz)

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wien (Vorsitz)

 

(1) SCA Austria AG, Laakirchen (Stellv. Vorsitz)

 

(2) SCA Hygiene Products UK Ltd, Prudhoe

 

(2) SCA Hygiene Products S.L., Madrid

 

(2) SCA Hygiene Paper España S.L., Valls

 

(2) THOSCA Holz GmbH, Hösbach (Stellv.Vorsitz)

Walter Hirner, Mannheim

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden (Stellv. Vorsitz)

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wien (Stellv. Vorsitz)

Aufsichtsrat

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering

Vorstandsvorsitzender SCA Hygiene Products AG i. R.

 

(2) SCA Hygiene Products S.L., Madrid

 

(2) SCA Hygiene Paper España S.L., Valls

Paul Sklarek, Hannover

Ehemaliger Industriegruppensekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover

 

(1) Pirelli Deutschland GmbH, Breuberg

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

Patrick Cagnioncle, Marzling

Leiter Finanzen Geschäftsbereich SCA Tissue Europe

 

(2) SCA Hygiene Products UK Ltd, Prudhoe

Frank Gottselig, Lampertheim

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der SCA Hygiene Products AG, München

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim (Stellv. Vorsitz)

Gunnar Johansson, Marzling

Leiter Geschäftsbereich SCA Personal Care

 

(2) SCA Hygiene Products A/S, Tönsberg

Dr. jur. Hans-Peter Binder, Berg/Starnberg

Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG i. R.

 

(1) Dierig Holding AG, Augsburg (Vorsitz)

 

(1) Knorr-Bremse AG, München

 

(1) Faber-Castell Aktiengesellschaft, Stein (Stellv. Vorsitz)

 

(1) Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt/Main

 

(1) Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München

 

(1) Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach

 

(1) Bauer Comp Holding AG, München

 

(2) Kufner GmbH & Co. KG, München

 

(2) Deutsche Beteiligungsgesellschaft Fonds III GmbH, Frankfurt/Main

 

(2) A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co., Stein

Klaus Huth, Kostheim

Vorsitzender des Betriebsrats der SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

 

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

Detlef Stutter, Karlsruhe

Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim

 

(1) Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Konsolidierungskreis

Konzern zum 31. Dezember 2007

Gesellschaft Sitz Währung Gesellschaftskapital
(1.000 Einheiten)
Beteiligung % 1)
SCA Hygiene Products AG München EUR 181.305
SCA Hygiene Products Holding GmbH Oberding EUR 5.115 100
SCA Group Holding (Deutschland) GmbH Oberding EUR 33.735 100
SCA Hygiene Products GmbH Mannheim EUR 68.514 100
SCA Hygiene Products GmbH Wiesbaden EUR 8.692 100
SCA Hygiene Products Beteiligungs GmbH Mannheim EUR 26 100
GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH Mannheim EUR 205 94
THOSCA Holz GmbH Hösbach EUR 2.000 50
Holz Logistik Nord GmbH Lübeck EUR 67 100
SCA Beteiligungs AB (Aktiengesellschaft schwedischen Rechts) & Co. KG München EUR 11 100
SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH Oberding EUR 26 100
Papyrus Wertstoff Service GmbH Bad Reichenhall EUR 26 100
SCA Hygiene Products S.A./N.V. Stembert/Belgien EUR 12.395 55,88
SCA Hygiene Products S.A.S. Roissy/Frankreich EUR 105.182 45,85
Société d'Etudes et de Gestion d'Appareils Sanitaires S.A. Roissy/Frankreich EUR 320 100
Productos Familia S.A. Medellín/Kolumbien COP 800.000 23,73
Familia del Pacifico Ltda Caloto/Kolumbien COP 33.609.585 100
Productos Familia Sancela del Ecuador S.A. Pichincha/Ecuador USD 9.404 100
Familia Sancela de Venezuela S.A. Miranda/Venezuela VEB 1.557.049 100
Productos Familia de Puerto Rico Inc. San Juan/Puerto Rico USD 1.000 100
Productos Familia Sancela S.A. (Sucursal Bolivia) Santa Cruz/Bolivien BOB 161 100
Sancela Jamaica Ltd Kingston/Jamaika JMD 12.352 100
Sancela Chile S.A. Vitacura/Chile CLP 1.122.068 50
Continental de Negocios S.A. Santo Domingo/Dominik. Republik DOP 35.000 50
Productos Familia Sancela S.A. (Sucursal Republica Dominicana) Santo Domingo/Dominik. Republik DOP 9.215 100
Productos Sancela del Peru S.A. Lima/Peru PEN 2.077 50
Productos Sancela del Peru S.A. (Sucursal de Bolivia) Santa Cruz/Bolivien BOB 8 100
Belovo Paper Mill S.A. Belovo/Bulgarien BGN 5.748 28,42
SCA Hygiene Products GmbH Wien/Österreich EUR 145 87,73
Bunzl & Biach Ges.m.b.H. Wien/Österreich EUR 36 50
Papyrus Altpapierservice Handelsgesellschaft m.b.H. Wien/Österreich EUR 229 31,67
Papyrus Altpapierservice Handelsgesellschaft m.b.H. Villach-St. Magdalen/Österreich EUR 109 100,00
Abwasserverband Oberes Piestingtal Pernitz/Österreich EUR 0 100
THOSCA Holz Hallein GmbH Hallein/Österreich EUR 100 100
CLEARWILL HOLDING BV Amsterdam/Niederlande EUR 79 100
Gesellschaft Sitz Währung Gesellschaftskapital
(1.000 Einheiten)
Beteiligung % 1)
SCA Hygiene Products Nederland BV Zeist/Niederlande EUR 22.689 97,30
SCA Hygiene Products Suameer BV Bergum/Niederlande EUR 200 100
SCA Hygiene Products Zeist BV Zeist/Niederlande EUR 4.000 100
SCA Hygiene Products Hoogezand BV Hoogezand/Niederlande EUR 30.000 100
SCA Hygiene Products Gennep BV Gennep/Niederlande EUR 200 100
SCA Hygiene Products Tilburg BV Tilburg/Niederlande EUR 2.000 100
SCA/PWA Alpha Holding BV Amsterdam/Niederlande EUR 91 100
SCA Hygiene Products Holding BV Zeist/Niederlande EUR 19 100
SCA Hygiene Products Sp. z o.o. Olawa/Polen PLN 100.000 100
SCA Hygiene Products Russia LLC Moskau/Russland RUB 99.000 100
SCA Hygiene Products Nättraby Bruks AB Göteborg/Schweden SEK 100 100
SCA Hygiene Products (NI) Ltd Belfast/Nordirland GBP 539 100
SCA Hygiene Products (Fluff) Ltd Dunstable/UK GBP 5.000 100
AM Paper Group Ltd Skelmersdale/UK GBP 17 100
AM Paper Ltd Skelmersdale/UK GBP 50 100
SCA Hygiene Products Chesterfield Paper Mill Ltd Chesterfield/UK GBP 10 100
SCA Hygiene Products Skelmersdale Ltd Skelmersdale/UK GBP 50 100
SCA Hygiene Products Tawd Paper Mill Ltd Skelmersdale/UK GBP 0,002 100
Pennington Paper Products Ltd Skelmersdale/UK GBP 0,133 100
SCA Hygiene Finance Ltd Dunstable/UK GBP 295.249 100
SCA Hygiene Products UK Ltd Prudhoe/UK GBP 50.000 100
PWA Group Holdings (UK) Ltd London/UK GBP 15.000 100
KSS Supplies Ltd Leeds/UK GBP 6 100
Bowland Converters Ltd Dunstable/UK GBP 500 100
Pendigo Disposables Ltd Birmingham/UK GBP 3.012 100
MACR Ltd Dunstable/UK GBP 10 100
Macrocom (358) Ltd Dunstable/UK GBP 102 100
Valley Paper Products Ltd Dunstable/UK GBP 315 100
North Wales Tissue Ltd Oakenholt/UK GBP 5.000 100
SCA Hygiene West Ltd Dunstable/UK GBP 60.001 100
SCA Hygiene Guernsey Ltd St Peter Port/UK GBP 10 100
SCA Hygiene Products Corporation Muntinlupa City/Philippinen PHP 2.611.509 100
Herrera Holdings Co. Makati City/Philippinen PHP 31.400 40
Amphora Properties Inc. Makati City/Philippinen PHP 49.277 40
SCA Americas Inc. Dover, Delaware/USA USD 0,200 68,16
SCA Tissue North America Inc. Dover, Delaware/USA USD 0,090 100
SCA Tissue North America LLC Wilmington, Delaware/USA USD 0 100
SCA Personal Care North America Inc. Dover, Delaware/USA USD 0,350 100
SCA Personal Care Inc. Dover, Delaware/USA USD 100 100
SCA Graphic Paper North America LLC Dover, Delaware/USA USD 0,010 100

1) Es ist jeweils die Summe der direkten Prozentsätze der Muttergesellschaften angegeben

Nachrichten & Medien

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