Netcompany Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Melody Carlton seit 16.10.2008 | Prokura |
Marc Kalbermatten seit 16.10.2007 | Prokura |
Karla, geb. Behr Hoffmeister seit 2.10.2007 | Prokura |
Günter Kaske seit 2.10.2007 | Vorsitzender des Vorstands |
Klaus Lay seit 1.12.2006 | Prokura |
Walter Ludwig Hirner seit 26.10.2006 | Vorstandsmitglied |
Christina Rindegard seit 23.12.2005 | Prokura |
Thomas Peter Wüst seit 29.10.2001 | Prokura |
Wilfried Merz seit 29.10.2001 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCA Hygiene Products AGMünchenKonzernabschluss zum 31.12.2007Inhalt Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care Vorstand, Aufsichtsrat, Ausschüsse des Aufsichtrats Bericht des Aufsichtsrats Lagebericht Zusammengefasster Lagebericht Konjunkturelle Rahmenbedingungen Geschäftsentwicklung Dividende Finanz- und Vermögenslage Investitionen Leistungsindikatoren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung Segmentinformationen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Forschung und Entwicklung Umweltschutz und Arbeitssicherheit Risikobericht Corporate Governance Bericht Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht Abschluss SCA Hygiene Products Konzern Gliederung Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk Abschluss SCA Hygiene Products AG Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Anhang Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk Weitere Informationen Mandatsliste von Vorstand und Aufsichtsrat Konsolidierungskreis Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCASvenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, ist die Obergesellschaft eines internationalen Konzerns für Konsumgüter und Papierprodukte. SCA entwickelt, produziert und vermarktet Personal Care-Produkte, Tissueprodukte, Verpackungslösungen, Druckpapiere und Holzmaterialien in mehr als 90 Ländern. Die Wertschöpfung basiert auf dem Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden und Konsumenten, der regionalen Präsenz sowie effizienter Produktion. Der Konzernumsatz lag 2007 bei 11,4 Mrd. EUR. SCA beschäftigt rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die SCA-Aktie ist an den Börsen in Stockholm und Londonnotiert. Geschäftsbereiche Tissue und Personal CareÜberblick Die Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA), in denen die SCA Hygiene Products AG, München, mit ihren Tochtergesellschaften (SCA Hygiene Products Konzern) tätig ist, erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007 einen Gesamtumsatz von 6,0 Mrd. EUR. Dabei konnte Tissue den Umsatz 2007 um 6% auf 3,6 Mrd. EUR und Personal Care um 4% auf 2,4 Mrd. EUR steigern. In beiden Geschäftsbereichen sind insgesamt 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. SCA hat starke regionale Marken und Marken, die weltweit vertrieben werden. Der Erwerb der Marke "Tempo" im Geschäftsjahr 2007 hat die Marktposition von SCA deutlich gestärkt. Geschäftsbereich Tissue Der Geschäftsbereich Tissue umfasst die Segmente Consumer Tissue und Away From Home (AFH) Tissueprodukte. Zu den lokalen Marken des Geschäftsfelds Consumer Tissue zählen z. B.: "Zewa" in Deutschland, "Tempo" in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Irland, Italien und Benelux, "Velvet" in Großbritannien sowie "Edet" in Skandinavien und Benelux. "TORK" ist die Marke für AFH Tissueprodukte in Europa und Nordamerika. Geschäftsbereich Personal Care Im Geschäftsbereich Personal Care ist das Geschäft mit Inkontinenzprodukten, Produkten der Damenhygiene und Babywindeln zusammengefasst. Der Schwerpunkt liegt bei Inkontinenzprodukten, die weltweit unter der Marke "TENA" und im nordamerikanischen Markt zusätzlich unter der lokalen Marke "Serenity" vertrieben werden. In den Bereichen Damenhygiene und Babywindeln hat SCA regionale Marken -"Libresse" für Damenhygieneprodukte und "Libero" für Babywindeln. Markenstrategie Auch in Zukunft setzt SCA auf die eigenen starken, überregionalen Marken "TENA" und "TORK". Im Bereich Consumer Tissue, Babywindeln und Damenhygiene liegt der Fokus auf der dualen Markenstrategie mit bekannten regionalen Eigenmarken und den Marken des Einzelhandels. Im Rahmen der dualen Strategie wurde 2007 das Gewicht der Eigenmarken durch den Erwerb der Marke "Tempo" erfreulich gestärkt. Die internationale Präsenz von SCA sowie das Profil der Markenprodukte bilden eine solide Basis für weiteres Wachstum und die Entwicklung der Lieferbeziehungen zu den großen internationalen Handelsketten. Vertriebswege und Marktposition SCA vertreibt die eigenen Markenprodukte über den Einzelhandel an private Haushalte (Endverbraucher), über Großhändler und im Direktvertrieb an Industrieunternehmen, Hotels und Restaurants, Drogerien, Krankenhäuser sowie andere Institutionen des Gesundheitswesens. Dabei werden im Vertrieb zunehmend auch elektronische Medien eingesetzt. SCA hat in Europa, Nordamerika und weltweit eine gefestigte Marktpräsenz. Marktposition in den von SCA bedienten Märkten:
Produktionskapazität Im Geschäftsbereich Tissue verfügt SCA weltweit über eine Produktionskapazität von 2,4 Mio. t. In Europa werden an 21 Standorten in elf Ländern 1,4 Mio. t produziert. Der größte europäische Standort ist Mannheim (266.000 t), der größte außereuropäische Standort ist Menasha/USA (211.000 t).
Moderne Produktionsanlagen, die weitreichende Integration der Produktionsprozesse und die Skaleneffekte über die gesamte Wertschöpfungskette (Supply Chain) gewährleisten hohe Produktivität. Die Supply Chain wird mit zielgerichteten Effizienzprogrammen ständig einem Optimierungsprozess hinsichtlich besserer Kostenstrukturen und einem höheren Servicegrad unterzogen. Der Geschäftsbereich Personal Care produziert an 21 Standorten in 18 Ländern (u. a. in Schweden, Niederlande, Polen, Slowakei, USA, Kanada, Australien, Mexiko) Inkontinenzund Damenhygieneprodukte sowie Babywindeln. Die Standorte sind unter den Aspekten Kosten und Marktnähe auf die verschiedenen Produktgruppen ausgerichtet und werden durch die zentrale Forschung und Entwicklung sowie durch Investitionen in den Maschinenpark auf dem technologisch besten Stand gehalten. Vorstand
Aufsichtsrat
Ausschüsse des AufsichtsratsVermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG)
Personalausschuss
Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Geschäftsjahr 2007 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft befasst und die Maßnahmen des Vorstands entsprechend der dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben überwacht und begleitet. Anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung regelmäßig überwacht, Fragen der strategischen und operativen Weiterentwicklung der Gesellschaft und des SCA Hygiene Products Konzerns detailliert mit dem Vorstand erörtert und sich ausführlich mit den Geschäftsvorfällen beschäftigt, die seiner Zustimmung unterliegen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat quartalsweise schriftlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung unterrichtet. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden fortlaufend mündlich und schriftlich über wesentliche strategische und operative Einzelheiten unterrichtet gehalten. Die Überwachung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Im Geschäftsjahr 2007 trat der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammen. Eine Beschlussfassung erfolgte im schriftlichen Verfahren. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben mindestens an der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die durchschnittliche Präsenzquote der Aufsichtsratsmitglieder je Sitzung betrug 92%. Der Aufsichtsrat hat in jeder seiner Sitzungen die vom Vorstand erstatteten mündlichen und schriftlichen Berichte eingehend erörtert und geprüft, Abweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die hierfür maßgeblichen Gründe mit ihm diskutiert und Gegenmaßnahmen angeregt. Für zusätzliche Prüfungsmaßnahmen, etwa durch Einsichtnahme in die Unterlagen der Gesellschaft, bestand danach aus Sicht des Aufsichtsrats kein Anlass. Der Aufsichtsrat hat zwei Ausschüsse gebildet, die sich aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzen - den Ausschuss für Dienstvertragsangelegenheiten (Personalausschuss) sowie den Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz (Vermittlungsausschuss). Der Personalausschuss hat im Geschäftsjahr 2007 zweimal getagt und dabei die in Bezug auf die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder erforderlichen Beschlüsse gefasst sowie gegenüber dem Aufsichtsrat Empfehlungen für die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden und des Arbeitsdirektors ausgesprochen. Der Ausschussvorsitzende hat in den Aufsichtsratssitzungen jeweils ausführlich über das Ergebnis der Sitzungen berichtet. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht einberufen werden. Schwerpunkte der Beratungstätigkeit im Aufsichtsrat waren 2007 die Entwicklung der Rohstoffpreise, das Monitoring der eingeleiteten Preiserhöhungen, eine kritische Bewertung des Investitionsprogramms und des Budgets 2007, sowie die Planung und Ergebnisvorschau für das Geschäftsjahr 2007. Die Erfolgskriterien der Geschäftsbereiche SCA Tissue Europe und SCA Personal Care wurden einer eingehenden Analyse unterzogen. In der Sitzung am 22. März 2007 hat der Aufsichtsrat dem Verkauf der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten sowie dem Bau einer Tissuemaschine in Nordamerika zugestimmt. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat in dieser Sitzung auch ausführlich über die Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble und den hierüber zwischen SCA AB und Procter & Gamble geschlossenen Vertrag unterrichtet. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat einer Erhöhung des Eigenkapitals der polnischen Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Sp. z o.o. zur Finanzierung der Investitionsvorhaben im Geschäftsbereich Personal Care im Werk Olawa/Polen zugestimmt. Weiterhin wurden die Bürgschaften, Garantien und Gewährleistungsverpflichtungen der SCA Hygiene Products AG erörtert. Die neue Management-Organisation des Geschäftsbereichs SCA Tissue Europe wurde vorgestellt und vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Mit Beschluss des Aufsichtsrats im schriftlichen Verfahren vom 25. April 2007 wurde die Zustimmung zu dem Bau einer Tissuemaschine in Russland, in der Nähe von Moskau erteilt. Das Projekt war in mehreren vorangehenden Aufsichtsratssitzungen eingehend beraten worden. In der Aufsichtsratssitzung am 03. August 2007 erläuterte der Vorstand den Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 17. Juli 2007 im Spruchstellenverfahren einschließlich der wesentlichen Entscheidungsgründe sowie das für die Abwicklung der Nachzahlungsansprüche vorgesehene Verfahren. Der Halbjahresfinanzbericht wurde vorgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Außerdem erfolgte eine Beratung über den aktuellen Stand des Verfahrens vor der Europäischen Kommission hinsichtlich der Übernahme der europäischen Tissueaktivitäten von Procter & Gamble durch SCA und eine Diskussion möglicher Auflagen. In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 26. September 2007 hat der Aufsichtsrat die Auflagen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble durch die Muttergesellschaft SCA AB beraten. Der Aufsichtsrat hat dabei der Erfüllung der behördlichen Auflagen, insbesondere dem Verkauf der Taschentuchmarke "Softis" für die Märkte in Deutschland und Österreich durch die SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, zugestimmt. Durch den Kauf der Marke "Tempo" wird das Geschäft mit Eigenmarken des Geschäftsbereichs SCA Tissue Europe deutlich gestärkt. Gegenstand der Sitzung am 27. November 2007 war auch die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat dabei insbesondere die von der Regierungskommission beschlossenen Änderungen des Kodex diskutiert, die am 14. Juni 2007 in Kraft getreten sind. Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat am 27. November 2007 die Erklärung nach § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen des Kodex abgegeben. Die aktuelle und alle früheren Entsprechenserklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch erneut eine Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durchgeführt. Überprüft wurden insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Vorstand sowie die in den Sitzungen geleistete Arbeit. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen waren die Auswirkungen der Steuerreform 2008 in Deutschland auf den Konzern, das Restrukturierungsprogramm in Großbritannien und der Projektfortschritt beim Bau der neuen Tissuemaschine in Russland. Der Aufsichtsrat erteilte zudem seine Zustimmung zu einer nochmaligen Erhöhung des Eigenkapitals der polnischen Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Sp. z o.o. zur Finanzierung der Investitionsprojekte 2008 im Werk Olawa/Polen. Die Hauptversammlung am 03. August 2007 hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2007 gewählt. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlüsse der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2007 sowie den zusammengefassten Lagebericht der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das Risikomanagement-System beurteilt und dabei festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für die Bilanzsitzung am 30. April 2008 die Jahresabschlüsse der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns sowie der zusammengefasste Lagebericht und die Prüfberichte rechtzeitig zugestellt. Der Vorstand hat die Unterlagen in der Bilanzsitzung zusätzlich auch mündlich erläutert. Die Wirtschaftsprüfer haben in dieser Sitzung umfassend über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Prüfberichte entsprachen den gesetzlichen Anforderungen aus §§ 317, 321 Handelsgesetzbuch und enthielten keine Hinweise nach § 321 Abs. 1 Satz 3 Handelsgesetzbuch. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der SCA Hygiene Products AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns auch seinerseits eingehend geprüft, mit Vorstand und Wirtschaftsprüfer detailliert diskutiert, und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat teilt die vom Vorstand im Lagebericht gegebene Einschätzung der Gesellschaft und des Konzerns. Er hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der SCA Hygiene Products AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an, der eine Dividende in Höhe von 14,45 EUR je Aktie vorsieht; dies entspricht der vom Oberlandesgericht München am 17. Juli 2007 festgesetzten Garantiedividende von 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs. In der Aufsichtsratssitzung am 21. Februar 2008 hat der Aufsichtsrat die Durchführung des vom Vorstand in der Aufsichtsratssitzung vom 27. November 2007 bereits erläuterten und vom Aufsichtsrat befürworteten Restrukturierungsprogramms bestätigt und die damit verbundenen Wertminderungen im Anlagevermögen gebilligt. Es dient der Anpassung der Produktionskapazitäten an die Marktsituation und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit. Zur Unterstützung des geplanten Wachstums in Russland hat der Aufsichtsrat die Investition in einen neuen Standort zur Produktion von Personal Care-Produkten in Russland genehmigt. Weitere Beratungsschwerpunkte waren der vorläufige Jahresabschluss 2007 der SCA Hygiene Products AG, die Investitionsausgaben 2007, das Investitionsbudget sowie die Ergebnisplanung 2008, das Risikomanagementsystem und der Compliance-Status im Konzern. Eingehend erörtert wurden die geplanten und erzielten Effizienzverbesserungen in der Supply Chain. In der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2007 wurde Herr Dipl.-Ing. Walter Hirner zum ordentlichen Vorstandsmitglied mit dem Ressort Technik der SCA Hygiene Products AG bestellt. Herr Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor, ist zum 30. August 2007 in den Ruhestand getreten. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine langjährige erfolgreiche Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft viel Glück. In der Aufsichtsratssitzung am 03. August 2007 wurden mit Wirkung zum 01. September 2007 Herr Dipl. Kfm. Günter Kaske zum Vorstandsvorsitzenden und Herr Dipl. Ing. Walter Hirner zum Arbeitsdirektor bestellt. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand dem Aufsichtsrat eine neue, angepasste Geschäftsordnung vorgeschlagen, die der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen hat und die der Vorstand daraufhin verabschiedet hat. Herr Dipl.-Ing. Mats Berencreutz wurde am 13. Februar 2007 durch Beschluss des Amtsgerichts München/Registergericht zum Mitglied des Aufsichtsrats bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt. In der Hauptversammlung vom 03. August 2007 wurde Herr Mats Berencreutz durch Wahl bestellt. Herr Jan Åström hat sein Mandat als Aufsichtsrat und Aufsichtsratsvorsitzender zum 28. September 2007 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine langjährige erfolgreiche Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. Herr Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg wurde am 24. Oktober 2007 durch Beschluss des Amtsgerichts München/Registergericht zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 27. November 2007 zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Management, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SCA Hygiene Products AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
München, 30. April 2008 SCA Hygiene Products AG Der Aufsichtsrat Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Vorsitzender LageberichtZusammengefasster LageberichtGeschäftsverlauf, Lage sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der SCA Hygiene Products AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften sind gleichgelagert, da SCA Hygiene Products AG als Managementholding tätig ist. Daher wurden die Lageberichte der SCA Hygiene Products AG und des Konzerns wie in den Vorjahren zusammengefasst. Über Unterschiede wird gesondert berichtet. Konjunkturelle RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Lage Die Weltwirtschaft blieb 2007 auf einem abgeschwächten Wachstumskurs; die Wachstumsraten der großen Wirtschaftsräume gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Sie liegen nach vorläufigen Berechnungen für die USA bei 2,2% (2006: 2,9%), in der Europäischen Union bei 2,7% (2006: 3,1%) und in Deutschland bei 2,5% (2006: 2,9%). Die durch die Immobilienkrise in den USA ausgelösten Probleme an den Finanzmärkten belasten zunehmend die Realwirtschaft und die Konjunkturaussichten. Beschaffungsmarkt Der Mitte 2005 begonnene kontinuierliche Preisanstieg auf dem Zellstoffmarkt setzte sich über das gesamte Jahr bis zu einem Preis von 865 USD/t im Dezember 2007 (Dezember 2006: 730 USD/t) fort. Der Preisanstieg gegenüber dem Jahresbeginn betrug 18%. Der Durchschnittspreis für Nadelsulfatzellstoff lag mit 793 USD/t um 17% über dem Vorjahr. Auf Euro-Basis fiel der Anstieg des Zellstoffpreises aufgrund der Währungskursentwicklung mit 8% deutlich geringer aus. Ein Viertel des Zellstoffbedarfs für die Tissueerzeugung wird durch die eigene Zellstofffabrik in Mannheim gedeckt. Die Altpapierpreise stiegen sowohl in Europa (25%) als auch in Nordamerika (50%) deutlich an. Die Versorgung der Fabriken war trotz des starken und preistreibenden Exports nach Asien dank des guten Altpapieraufkommens gesichert. Die energieintensive Papierbranche hatte ab 2005 mit dramatisch gestiegenen Energiepreisen zu kämpfen. Gegenüber dem Jahr 2006 kam es 2007 durch den Rückgang der Energiekosten für SCA um rund 7% zu einer leichten Entlastung. Trotz dieses Rückgangs 2007 liegt dieser für die Papierbranche wichtige Kostenfaktor bei SCA immer noch 15% über dem Preis des Jahres 2005 und 33% über dem Preisniveau des Jahres 2004. Politische Einflüsse, wie der Streit um das iranische Atomprogramm, Unruhen in Nigeria und Pakistan, und Spekulationen prägten weiterhin die Entwicklung an den Energiemärkten. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent stieg von 50 USD im Januar 2007 auf 96 USD am Jahresende. Im Durchschnitt lagen die Preise um 11% über dem Vorjahr, dabei waren sie in der ersten Jahreshälfte durch das milde Klima begünstigt. Die Gasnotierungen folgten den Preisentwicklungen am Ölmarkt mit einer Zeitverzögerung, lagen aber im Vorjahresvergleich 7% niedriger. Eine deutliche Entlastung war in den SCA-Werken in Großbritannien festzustellen, hierzu trug auch die Inbetriebnahme von neuen Import-Pipelines bei. Nach dem starken Preisanstieg 2006 wurde der Holzmarkt in Mitteleuropa 2007 im Segment Nadelholz von den Auswirkungen des Sturms "Kyrill" geprägt. Über Nacht vom 18. auf den 19. Januar waren allein in Deutschland über 40 Mio. Festmeter Holz entwurzelt oder gebrochen, davon etwa 90% Fichte. Die Holzpreise für Nadelstammholz gingen infolgedessen ca. 35% zurück, was die Sägeindustrie zu einer deutlichen Steigerung ihrer Schnittholzproduktion veranlasste. Das wiederum erhöhte das Angebot an Sägewerkshackschnitzeln - dem Hauptrohstoff für die Zellstofferzeugung im SCA-Werk in Mannheim - überproportional, was zu einer Kostenentlastung im 2. Quartal 2007 führte. Im Laufe des 3. Quartals ging die Schnittholzproduktion der mitteleuropäischen Sägeindustrie aufgrund zunehmender Absatzschwierigkeiten im In-und Ausland und knappen Frischholzangebots immer mehr zurück, so dass auch die Preise für Sägenebenprodukte, bei denen die Zellstoff- und Papierindustrie in starkem Nachfragewettbewerb mit der Holzwerkstoffindustrie und einigen Energieerzeugern sowie den Produzenten von Pellets steht, wieder anstiegen. Im Durchschnitt lagen die Kosten für Nadelholz in Mannheim dennoch um 10% über dem Vorjahresniveau. Bei Buchenholz war der Markt weiterhin von der gestiegenen Nachfrage nach Brennholz gekennzeichnet und erfuhr auch durch "Kyrill" keine Entlastung. Die Kosten für Buchenindustrieholz lagen um ein Drittel höher als 2006. GeschäftsentwicklungGeschäftsjahr 2007 2007 war das Geschäft in Europa durch ein Umfeld geprägt, in dem der über mehrere Jahre zu verzeichnende Preisrückgang bei Consumer Tissue nicht nur zum Stillstand gekommen ist, es konnten sogar nachhaltig höhere Verkaufspreise am Markt durchgesetzt werden. Im Segment Personal Care konnte wie schon in den Vorjahren das Volumen deutlich gesteigert werden. Preisbelastend wirkten sich für die Inkontinenzprodukte nach wie vor die staatlichen Maßnahmen zur Kostensenkung im Gesundheitswesen aus. In Nordamerika und in Europa konnte das Away From Home (AFH) Geschäft höhere Verkaufspreise durchsetzen. Das Tissuegeschäft belasteten sowohl in Europa als auch in den USA stark gestiegene Kosten für Altpapier. Die Energiekosten waren gegenüber 2006 leicht rückläufig, lagen aber immer noch signifikant über dem Niveau der Jahre 2005 und 2004. Hinzu kamen Kostenerhöhungen bei der Zellstoffbeschaffung aufgrund der Entwicklung der Weltmarktpreise, deren Effekt durch die Relation des Euro zum US-Dollar etwas gemildert wurde. Umsatz Der SCA Hygiene Products Konzern erzielte 2007 einen Umsatz von 3.572 Mio. EUR (2006: 3.659 Mio. EUR). Der Rückgang von 87 Mio. EUR resultiert aus dem Verkauf der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten (-286 Mio. EUR) und aus negativen Währungskurseffekten (-85 Mio. EUR). Ohne diese Einflüsse ist der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten um 9% (284 Mio. EUR) gestiegen. In Europa sind insbesondere die Wachstumsraten von 20% in Russland (auf 145 Mio. EUR) und von 70% in Polen (auf 77 Mio. EUR) hervorzuheben. Der Anteil des Umsatzes in Nordamerika am Konzernumsatz verringerte sich von 35% auf 27%. Ergebnis - Konzern Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern lag 2007 mit 78 Mio. EUR um 69 Mio. EUR unter dem Ergebnis des Vorjahres (2006: 147 Mio. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Einmaleffekte aufgrund der Wertminderungen im Sachanlagevermögen von 125 Mio. EUR für Restrukturierungen im Bereich Tissue und der Veräußerung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten zurückzuführen. Bereinigt um diese außerordentlichen Aufwendungen hat sich das operative Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten um 52 Mio. EUR deutlich verbessert. Insbesondere haben hierzu die erzielten Verkaufspreissteigerungen beigetragen, die den Anstieg der Rohstoffpreise mehr als kompensieren konnten. Hinzu kamen deutliche Mengensteigerungen im Bereich Personal Care sowie kostenmindernde Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen. Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich um 52 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dazu beigetragen haben höhere Ergebnisse der assoziierten Unternehmen, ein verbesserter Zinssaldo in Folge der deutlich reduzierten Nettoverschuldung und Währungskursgewinne aus Sicherungsgeschäften. Der Jahresüberschuss lag im Geschäftsjahr 2007 bei 81 Mio. EUR (2006: 105 Mio. EUR). Ergebnis - SCA Hygiene Products AG Der Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products AG (Muttergesellschaft) betrug 108,3 Mio. EUR (2006: 214,9 Mio. EUR). Im Vorjahreswert enthalten ist eine Auflösung von Rückstellungen für Ertragsteuern und damit verbundener Zinsaufwendungen in Höhe von 188,6 Mio. EUR. Nach Einstellung von 5,8 Mio. EUR in die Anderen Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 102,5 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn für die Ausschüttung einer Dividende von 14,45 EUR je Aktie zu verwenden. Restrukturierungen In der philippinischen Tochtergesellschaft wurde im 1. Halbjahr 2007 eine kleinere Tissuemaschine stillgelegt und eine Verarbeitungsmaschine für Inkontinenzprodukte zu einer Schwestergesellschaft in Malaysia umgesetzt. Der Vertrieb von Tissue- und Personal Care-Produkten sowie die Produktion an der verbleibenden Tissuemaschine und in der Tissueverarbeitung werden auf Basis der jetzt erreichten kostengünstigeren Struktur fortgesetzt. Die Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der obersten Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, München, hat dem Konzern die Chance eröffnet, Synergieeffekte im Produktportfolio und in der Produktionsstruktur zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen. In diesem Zusammenhang hat SCA Hygiene Products AG ein Restrukturierungsprogramm für das europäische und nordamerikanische Tissuegeschäft aufgesetzt, das auch Produktionsanpassungen vorsieht. Dies hat zu Wertminderungen im Anlagevermögen geführt, die das Ergebnis des Jahresabschlusses 2007 einmalig mit 125 Mio. EUR belasten. Dividende Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der SCA Hygiene Products AG von 102,5 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 14,45 EUR je Aktie zu verwenden. Finanz- und VermögenslageKapitalflussrechnung Der SCA Hygiene Products Konzern erzielte einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 290 Mio. EUR (2006: 178 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das um die Sondereffekte bereinigte verbesserte operative Ergebnis, der Entwicklung des Working Capital und geringere Steuerzahlungen zurückzuführen. Die Nettoverschuldung des Konzerns, bestehend aus Finanzanlagen, flüssigen Mitteln, Fair Value Derivaten, Finanzschulden, Pensionsrückstellungen und aktivischen und passivischen Zinsabgrenzungen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 492 Mio. EUR auf 401 Mio. EUR. SCA Hygiene Products AG (Muttergesellschaft) erzielte einen Cashflow aus der Geschäftstätigkeit von 166 Mio. EUR (2006: 345 Mio. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Dividendenzuflüsse aus den Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen. Bilanzstruktur - Konzern Die Bilanzsumme von 3.481 Mio. EUR lag am 31. Dezember 2007 um 12% unter dem Vorjahr. Dabei reduzierte sich der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 41% (2006: 44%). Bilanzstruktur des Konzerns
(1) Inklusive zum Verkauf vorgesehener
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr von 43% auf 46%. Das langfristig gebundene Vermögen war zu 100% (2006: 95%) durch langfristiges Kapital finanziert. Damit haben sich die wesentlichen Bilanzkennzahlen weiterhin solide entwickelt. Bilanzstruktur - SCA Hygiene Products AG Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2007 auf 999 Mio. EUR. (2006: 953 Mio. EUR). Aufgrund dieses Anstiegs und einer um 67 Mio. EUR gesunkenen Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 52% auf 57%. Bilanzstruktur SCA Hygiene Products AG
Investitionen Der SCA Hygiene Products Konzern hat 2007 170 Mio. EUR in das Sachanlagevermögen investiert und damit die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 47 Mio. EUR gesenkt. Im Bereich Tissue standen der Beginn des Aufbaus des neuen Produktionsstandorts in Tula/Russland für Tissueprodukte mit 28 Mio. EUR sowie der Bau der neuen Tissuemaschine in Barton/USA mit 23 Mio. EUR im Vordergrund. In die deutschen Standorte in Mannheim und Wiesbaden wurden 23 Mio. EUR investiert. Im Werk Mannheim wurde eine Investition begonnen, mit der in 2008 ein neues, innovatives Wischtuch produziert wird. Im Werk Kostheim wurde eine Produktionsanlage für Rollenhandtücher in Betrieb genommen. Im Bereich Personal Care wurde insbesondere die Kapazität des Werks Olawa/Polen, das auf die Produktion von Babywindeln und Inkontinenzprodukten ausgerichtet ist, mit einem Investitionsvolumen von 20 Mio. EUR erweitert. Hinzu kamen Erweiterungsmaßnahmen in den Niederlanden mit 9 Mio. EUR. Leistungsindikatoren Der Operating Surplus (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Ertragsteuern) im Konzern, bereinigt um die veräußerten nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten, betrug im Berichtsjahr 387 Mio. EUR (2006: 333 Mio. EUR). Die Marge (Operating Surplus im Verhältnis zum Umsatz) stieg auf 10,8% (2006: 9,1%). Der Operating Profit (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) im Konzern, bereinigt um die Einmaleffekte wie die veräußerten nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten und die Wertminderungen, betrug im Berichtsjahr 226 Mio. EUR (2006: 174 Mio. EUR). Die Marge (Operating Profit im Verhältnis zum Umsatz) stieg auf 6,4% (2006: 5,2%). Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Vertrag vom 11. Oktober 2007 hat SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, aufgrund der Auflagen der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit dem Erwerb des Tissuegeschäfts von Procter & Gamble in Europa durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, München, die Taschentuchmarke "Softis", einschließlich der dazugehörigen Verarbeitungsanlagen, für die Absatzregionen Deutschland und Österreich an das Tissueunternehmen Sofidel S.p.A., Porcari/Italien, veräußert. Der Umsatz mit diesem Markenprodukt betrug rund 23 Mio. EUR. Der Vertrag wurde am 14. Januar 2008 vollzogen. Im April 2008 hat der Konzern im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm die Mitarbeiter über die geplante Schließung der Tissue-Erzeugung am Standort Tawd in Skelmersdale/Großbritannien sowie Anpassungsmaßnahmen in der Tissue-Verarbeitung informiert. Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung Der Blick auf die Jahre 2008 und 2009 ist von verhaltenem Optimismus geprägt. Die Fachinstitute sehen die konjunkturelle Entwicklung aufgrund der Verwerfungen an den Kapitalmärkten und dem Konjunkturabschwung in den USA zunehmend kritisch. Davon wird auch SCA als Hersteller von Tissue- und Personal Care-Produkten berührt. Die Restrukturierungsmaßnahmen werden 2008 zunehmend ihren Niederschlag in der Gewinn- und Verlustrechnung finden. Die Anstrengungen von SCA im Warengruppen Management, mit Innovationen im Produktprogramm und im Service werden das Angebot von SCA erneut verbessern. Die Entwicklung bei den Kosten für Zellstoff und Altpapier sowie für Energie bleibt eine Herausforderung für die gesamte Branche. Neben bereits realisierten Verkaufspreiserhöhungen wird SCA sich verstärkt um weitere Erhöhungen bemühen, um die Kostensteigerungen zu kompensieren und die Profitabilität des Geschäfts zu verbessern. Mit den geplanten Absatzsteigerungen bei Personal Care wird SCA am Marktwachstum teilnehmen. Vor diesem Hintergrund erwartet SCA Hygiene Products eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2007. SegmentinformationenGeschäftsfeld Tissue Das Sortiment von Consumer Tissue umfasst Toilettenpapiere, Haushaltsrollen, Taschentücher, Gesichtstücher und Servietten. Der Bereich Tissue für Großabnehmer - Away From Home (AFH)- bietet komplette Hygienelösungen für Hotels, Restaurants, Catering, Industrie und Institutionen an. Strategie SCA ist weltweit der drittgrößte und in Europa der größte Anbieter von Tissueprodukten und gründet ihre Strategie auf der Kenntnis der Kunden-und Konsumentenbedürfnisse, einer hohen Innovationsrate und einer effiziente Wertschöpfungskette. Strategische Schwerpunkte sind:
Für den stark wachsenden osteuropäischen Markt wird eine neue Tissuefabrik in Russland in der Region Moskau errichtet und im 1. Quartal 2009 in Betrieb genommen. Die lokale Produktion wird die führende Marktposition von SCA in Russland, ein Markt mit einer Wachstumsrate von 8% pro Jahr, festigen. So wurde die Marke "Zewa" 2007 von der Russischen National Trade Association in der Kategorie Toilettenpapiere zum "Product of the Year" ausgezeichnet. Consumer Tissue Weltweit werden Consumer Tissueprodukte mit einem Wert von 31,4 Mrd. EUR hergestellt, wobei auf Europa ein Anteil von 25% entfällt. Das Marktwachstum beträgt in Europa durchschnittlich 3% jährlich. Osteuropa weist bei einem niedrigeren Pro-Kopf-Verbrauch eine deutlich höhere Wachstumsrate auf. Mit einem Marktanteil von 26% ist SCA Marktführer bei Consumer Tissueprodukten in Europa. SCA hat mit den Marken "Zewa" in Deutschland und Österreich, mit der Marke "Edet" in Skandinavien und den Niederlanden und mit der Marke "Velvet" in Großbritannien eine starke, regionale Präsenz. Mit "Zewa" ist SCA Marktführer in Osteuropa. 2007 wurde mit der Akquisition der europäischen Tissueaktivitäten von Procter & Gamble durch die SCA AB auch die Marke "Tempo" erworben und das Markenprofil von SCA deutlich verbessert. Darüber hinaus ist SCA bei Consumer Tissue größter Anbieter von Handelsmarken in Europa mit starken Positionen in den meisten europäischen Märkten. Marktanteile
Der starke Wettbewerb sowohl bei den Herstellern als auch bei den Abnehmern, dem Einzelhandel, hielt 2007 an. SCA hat die Ressourcen hinsichtlich Kundenverständnis, Innovation und Produktentwicklung verstärkt und bietet den Einzelhändlern ein komplettes Sortiment in höchster Qualität mit SCA-Marken und mit Handelsmarken an. Hinzu kommt ein Voll-Service-Angebot, das nicht nur Herstellung und Lieferung, sondern als Service-Kooperation auch Aspekte wie Design, Produktentwicklung, Sortiment, Marketing und Logistik abdeckt. Die Nachfrage nach Consumer Tissueprodukten war 2007 zufriedenstellend. Erste Priorität für SCA hatte jedoch die Verbesserung der Erlössituation. Preiserhöhungen und Einsparungen aus dem Effizienzprogramm trugen zur positiven Ergebnisentwicklung bei. Um die führende Marktposition auszubauen, wurden 2007 neue innovative Produkte auf den Markt gebracht. Mit "Zewa Haus und Garten" wurde ein besonders nass-und reißfestes Universaltuch für den Gebrauch im Garten und Hobbybereich entwickelt. SCA vertreibt das Produkt über die Bau-und Heimwerkermärkte: Ein neuer Vertriebsweg für Consumer Tissueprodukte. AFH Tissueprodukte Der Weltmarkt für AFH Tissueprodukte beläuft sich auf 9,3 Mrd. EUR, wobei 39% des Gesamtvolumens auf Nordamerika und 34% auf Europa entfallen. Das Sortiment umfasst Papierhandtücher, Toilettenpapier, Servietten, Gesichtstücher, Tissueprodukte für die Industrie sowie Ergänzungsprodukte und Serviceleistungen für komplette Hygiene-Systemlösungen. SCA vertreibt das Produktsortiment im Wesentlichen unter der Marke "TORK". Der Markt wächst in Europa jährlich um 2% und mit einer etwas geringeren Wachstumsrate in Nordamerika. Außerhalb von Nordamerika und Europa ist die Marktdurchdringung für AFH Produkte bei leicht höheren Wachstumsraten niedriger. In Osteuropa liegt die Umsatzentwicklung von SCA mit AFH-Produkten deutlich über dem Marktwachstum. Der Markt besteht auf der Kundenseite aus den Gruppierungen Hotels, Restaurants, Catering (HoReCa), der Industrie, dem Gesundheitswesen sowie den Unternehmen im Sektor Gebäudemanagement. Das höchste Wachstum ist im Bereich HoReCa aufgrund der Zunahme an Restaurants und der gestiegenen Besucherfrequenz sowie der Entwicklung im Tourismus zu verzeichnen. Die Produkte werden über Großhändler und so genannte Facility Service Companies (z. B. Gebäudereiniger) oder direkt an die Endkunden vertrieben. Aufgrund der Konsolidierung in den Märkten werden die Kunden immer internationaler und umsatzstärker, ein Trend, von dem SCA als international tätiges Unternehmen profitiert. Marktanteile
SCA ist mit einem Marktanteil von 17% der größte Anbieter von AFH Produkten in Europa. In Nordamerika nimmt SCA mit einem Marktanteil von 19% die dritte Marktposition ein. Die Nachfrage nach AFH Tissueprodukten war 2007 insgesamt zufriedenstellend. Auch in diesem Bereich hatte die Verbesserung des Erlösniveaus für SCA erste Priorität. SCA konnte trotz des zunehmenden Wettbewerbs die Erlöse in Europa und Nordamerika steigern und die Ergebnissituation trotz steigender Rohstoffkosten verbessern. Neben dem Direktgeschäft wurden die Kooperationen mit strategischen Handelspartnern, die ihren nationalen und internationalen Kunden europaweit Hygieneartikel und Dienstleistungen anbieten, intensiviert. Im Fokus stand dabei auch, den Anteil der "TORK"-Premiumprodukte deutlich zu steigern. Dies wird durch kundenspezifische "TORK"-Schulungen unterstützt, in denen mit den Kunden auch Kosten-Nutzen-Analysen für einen optimalen Produkteinsatz erarbeitet werden. Im Laufe des Jahres wurden neue, verbesserte Spendersysteme für Papierhandtücher und Servietten am Markt eingeführt. Diese umfassen auch neu gestaltete Systeme im AluminiumDesign, die 2007 bei der Cleaning Management Services (CMS) - Messe in Berlin mit dem Designerpreis "Purus" ausgezeichnet wurden. Für den Handwerker-und Werkstättenbereich wurde ein in der Festigkeit deutlich verbessertes Non-Woven-Wischtuch entwickelt und am Markt eingeführt. In Nordamerika wurde die Marke "TORK" eingeführt und die früher unter anderen Markennamen angebotenen Produkte unter "TORK" zusammengeführt. Dies ist ein weiterer Schritt, "TORK" zu einer globalen Marke aufzubauen. SCA hat den drittgrößten Marktanteil in Nordamerika bei deutlich verbesserten Erlösen gehalten und liegt nur knapp hinter der zweiten Position. Eine besonders starke Stellung hat SCA mit Servietten im Restaurantsektor; jede zweite Serviette wird in Nordamerika von SCA geliefert. Am Standort Barton/USA, wird im Sommer 2008 eine neue Tissuemaschine mit einer Kapazität von 70.000t in Betrieb genommen. Die Kapazität des Standorts erhöht sich mit dieser Investition auf 170.000t. Die neue Tissuemaschine wird zu einer verbesserten Kostenposition und einer höheren Qualität führen. Geschäftsfeld Personal Care SCA ist weltweit der größte Anbieter von Inkontinenzprodukten und hat führende regionale Marktpositionen bei Babywindeln und Damenhygiene. Die Stärken von SCA liegen im Wissen um die Kundenbedürfnisse, in der innovativen Produktentwicklung, in den bekannten Marken und in der effizienten Wertschöpfungskette. Strategie Strategische Schwerpunkte sind:
Das Sortiment von Personal Care besteht aus Inkontinenzprodukten, Babywindeln und Produkten für Damenhygiene. Die Nachfrage nach Personal Care-Produkten war auch 2007 lebhaft. Der Wettbewerb war unverändert intensiv. Im osteuropäischen Markt konnte SCA deutlich zulegen. Der Anstieg der Materialkosten beeinträchtigte das Ergebnis, da ein großer Teil des Materialeinsatzes aus Rohstoffen besteht, die auf der Basis von Rohöl hergestellt werden. Die Profitabilität des Geschäfts war jedoch unvermindert stark, da die gestiegenen Rohstoffkosten durch hohes Mengenwachstum und einen verbesserten Produktmix überkompensiert werden konnten. Der 2006 neu in Betrieb genommene Fertigungsstandort für Babywindeln und Inkontinenzprodukte in Olawa/Polen für den osteuropäischen Markt wurde mit weiteren Verarbeitungsmaschinen ausgestattet. Anfang 2008 wurde entschieden, einen Produktionsstandort in Russland, südlich von Moskau, zu errichten, dessen Inbetriebnahme für das 2. Halbjahr 2009 vorgesehen ist. Inkontinenzprodukte Inkontinenzprodukte werden über unterschiedliche Vertriebswege unter der Marke "TENA" als komplettes Produktsortiment weltweit vertrieben. Die Vertriebskanäle sind im Wesentlichen der Einzelhandel, der institutionelle Bereich (z. B. Krankenhäuser, Seniorenheime), Apotheken und Spezialgeschäfte für medizinische Produkte. Der Weltmarkt beläuft sich auf rund 5 Mrd. EUR, wobei auf Nordamerika 30%, Europa 45% und Asien 20% entfallen. Das durchschnittliche Marktwachstum beträgt 5% jährlich, insbesondere getragen durch den zunehmenden Vertrieb über den Einzelhandel. Das Marktwachstum ist abhängig von der demografischen Entwicklung und der Kaufkraft. Mit der Zunahme der älteren Bevölkerung und der steigenden Kaufkraft, insbesondere in den sich entwickelnden Regionen, steigt auch die Zahl der potenziellen Kunden. Hinzu kommen die höhere Verfügbarkeit der Produkte auch im Einzelhandel, die zunehmende Akzeptanz der Inkontinenzproblematik im Bewusstsein der Verbraucher und die verstärkte Werbung für diese Produkte. Die Nachfrage im institutionellen Bereich ist beeinflusst durch die Kostensenkungsbemühungen der Gesundheitssysteme. Mit einem Marktanteil von 26% ist SCA weltweit größter Anbieter von Produkten für die schwere und leichte Inkontinenz. Dabei belegt SCA die erste Position im europäischen und die dritte Position im nordamerikanischen Markt. Marktanteile
2007 konnte SCA die führende Weltmarktposition festigen und das Geschäft im Einzelhandel in Europa und Nordamerika weiter ausbauen. Anfang 2007 wurde das gesamte Sortiment für schwere Inkontinenz einer Produktverbesserung unterzogen. Mit einer neuen Absorptionstechnologie wurden die Produkte "TENA Flex", "TENA Pants", "TENA Slip" und "TENA Comfort" im Tragekomfort durch schnellere und verbesserte Aufnahme von Flüssigkeiten weiterentwickelt. Damenhygiene Der Markt für Damenhygiene umfasst weltweit ein Volumen von 9,7 Mrd. EUR. Rund 50% des Marktes entfallen auf Binden und je 25% auf Slipeinlagen und Tampons. Hauptmarkt von SCA ist Europa. Hier belegt SCA die dritte Position. Das Wachstum in Westeuropa liegt aufgrund des niedrigeren Anteils von Frauen im gebärfähigen Alter niedriger als in Osteuropa, in dem zusätzlich auch der Verwendungsgrad dieser Produkte noch auf einem niedrigeren Niveau liegt. Der europäische Markt für Damenhygieneprodukte war unverändert von einem intensiven Wettbewerb mit Marketingaktivitäten von allen großen Herstellern geprägt. SCA konzentriert die Produktentwicklung auf das Geschäft mit Binden und Slipeinlagen, das in einer globalen Marken-Plattform gebündelt ist. Gestützt wird diese Plattform durch das "Secure Fit"-Konzept, d. h. SCA-Damenhygieneprodukte gewährleisten optimale Passform und Schutz. Das Geschäft mit den Handelsmarken wurde ausgeweitet und nahm bereits einen Anteil von 14% am Umsatz in Europa ein. Babywindeln Der europäische Markt für Babywindeln hat einen Wert von ca. 3,8 Mrd. EUR. Den höchsten Zuwachs verzeichnet Osteuropa, wo der Einsatz von Einmalwindeln bei steigenden Geburtenraten noch immer auf niedrigem Niveau liegt. In Westeuropa sind die Wachstumsraten aufgrund des bereits hohen Pro-Kopf-Verbrauchs und der stagnierenden Geburtenraten niedriger. Höschenwindeln, die ca. 14% des Umsatzes am europäischen Windelmarkt ausmachen, haben mit 5% ein höheres Wachstum als die offenen Windeln. SCA ist mit der Marke "Libero" Marktführer in Skandinavien (Marktanteil: 55%) und hält mit dem gesamten Windelsortiment, einschließlich der Handelsmarken, in Europa mit einem Marktanteil von 15% die zweite Position. Im Handelsmarkenbereich ist SCA mit einem Drittel des Marktes klarer Marktführer. "Libero" verzeichnet in Osteuropa, insbesondere in Russland, ein starkes Wachstum. SCA ist dort drittgrößter Anbieter. Ein Schwerpunkt der Entwicklung 2007 war die Verbesserung der Babywindel mit elastischen und dehnbaren Seitenstreifen, die - zusammen mit den elastischen Klettverschlüssen -einen besonderen Tragekomfort ausmachen. Die Trends bei Babywindeln gehen in Richtung Verbesserung des Tragekomforts und Erleichterung des Windelwechsels. Hinzu kommt, dass sich das Windeltragealter erhöht. SCA ist mit der Weiterentwicklung der Höschenwindel, dem schneller wachsenden Produktsegment im Vergleich zur offenen Windel, maßgebend an diesem Wachstumstrend beteiligt. Geschäftsfeld Verpackungen Das Geschäftsfeld Verpackungen umfasst die Verpackungsaktivitäten von SCA in Nordamerika mit dem Sortiment aus kundenspezifischen Schutz- und Transportverpackungen für die Elektro-, High-Tech-, Automobil- und Pharmaindustrie. Darüber hinaus umfasst die Angebotspalette thermogeformte Klarsicht-Plastikverpackungen für den Konsumgütersektor im Einzelhandel. Die Geschäftsaktivitäten sind regional über Nordamerika verteilt. Wegen der zunehmenden Migration von Kunden, die ihre Produktion von Nordamerika nach Asien verlagern, wurde dieses Geschäftsfeld Anfang 2007 aus strategischen Erwägungen an die amerikanische Investmentgesellschaft Metalmark Capital zum Preis von 400 Mio. USD veräußert. Sonstige Aktivitäten Die Sonstigen Aktivitäten enthalten im Wesentlichen die Konzernholding SCA Hygiene Products AG, die Holzhandelsgesellschaften, die auch die Holzversorgung für die Zellstofffabrik in Mannheim sicherstellen, den Altpapierhandel, die GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, die sich mit der Verwaltung von Wohnungsbesitz befasst, die Verpackungs- und fettdichten Papiere der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, sowie den Vertrieb von grafischen Papieren in Nordamerika. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterPersonalstand Im SCA Hygiene Products Konzern waren am 31. Dezember 2007 insgesamt 9.661 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang von 2.609 Mitarbeitern gegenüber dem Jahresende 2006 und ist im Wesentlichen die Folge des Verkaufs der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten (-2.504 Mitarbeiter). Restrukturierungsprojekte in Großbritannien, USA und den Philippinen haben zu einem Personalabbau von 209 Mitarbeitern geführt. Erweiterungsmaßnahmen in Polen führten zu einem Anstieg von 85 Mitarbeitern. In den übrigen Gesellschaften kam es im Saldo zu einem Anstieg von 19 Mitarbeiter. Die Anzahl der Arbeitnehmer im Inland blieb mit 2.692 Personen nahezu unverändert. In den ausländischen Konzerngesellschaften ging der Personalstand um 2.615 auf 6.969 Personen zurück. Mitarbeiter zum 31.12.
Bei SCA Hygiene Products AG waren am 31. Dezember 2007 225 Mitarbeiter beschäftigt (2006: 205). Distributed Leadership - Verantwortungsübernahme kann von jedem Einzelnen erwartet werden Führungstechniken sind bei SCA nicht nur ein Schlagwort. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Schnelllebigkeit geprägt ist, müssen sowohl Führungskräfte als auch ihre Mitarbeiter dieser Anforderung gerecht werden. Von allen Bereichen des Unternehmens, vom Einkauf über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Logistik, wird verlangt, sich flexibel und schnell auf die sich ständig verändernden Kundenbedürfnisse einzustellen. Neben der Qualifikation spielen insbesondere das wertorientierte Verhalten von Führungskräften und ihren Mitarbeitern eine wesentliche Rolle, diese Anforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die Führungsphilosophie von SCA schließt daher die Definition von Werten ein. Klassische hierarchische Kontrollmechanismen sind heute zur Bewältigung dieser Anforderungen nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr kommt es darauf an, jedem Einzelnen Freiheiten und Kompetenzen einzuräumen, die es ihm erlauben, selbständig, flexibel und schnell reagieren zu können. Dies bedeutet, dass Verantwortung für Erfolg und Misserfolg nicht nur auf den Schultern des Vorgesetzten liegen, sondern von allen Mitarbeitern der Organisation getragen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der jeweilige Vorgesetzte entsprechende Freiräume gewährt und der Mitarbeiter diese Freiräume annimmt und die damit einhergehende Verantwortung übernimmt. Dieses Ziel zu erreichen ist nur möglich, wenn alle Beteiligten diesen Prozess unterstützen und den Weg bereiten. SCA arbeitet konsequent an der Umsetzung dieser Führungsphilosophie. Dabei ist das Verhalten jedes Einzelnen das entscheidende Instrument zur Umsetzung: nur dass eigene Vorleben schafft ein Rollenmodell, das andere zur Nachahmung anregt. Die nachhaltige Etablierung von Distributed Leadership ist damit ein Prozess, zu dessen Erfolg alle gemeinsam beitragen müssen. SCA sucht den Eurostar Tissue Europe hat mit "EuroStar" seit 2007 einen unternehmensinternen Wettbewerb ausgeschrieben, der Verbesserungspotenziale sowohl in der Papiererzeugung und Papierverarbeitung erkennt und umsetzt. Im Rahmen dieses Programms wird die Effizienz einzelner Papiermaschinen und Verarbeitungsanlagen in einem Quartal mit dem Durchschnitt der vorangegangenen vier Quartale verglichen. Die Mitarbeiter an der Anlage mit der größten relativen Verbesserung erhalten einen Preis. Neben dieser Auslobung von Quartalspreisen werden auf Jahresbasis zusätzlich Auszeichnungen vergeben für die höchste Leistungssteigerung (Best Improver) sowie für die beste absolute Leistung (Top Performer). Das System ist ein Personalentwicklungsinstrument, um von den Besten zu lernen und eigene gut funktionierende Prozesse innerhalb der europäischen Organisation weiterzugeben. Der Austausch dieser "Best Practices" trägt dazu bei, die Leistungskennziffern in der Produktion zu verbessern. Ergebnisse des "EuroStar"-Programms werden regelmäßig SCA-intern veröffentlicht. Dies sowie die ausgelobten Preise tragen positiv zur Motivation der Mitarbeiter an den Produktionsanlagen bei und fördern den Teamgeist innerhalb der Gruppe. 20 Keys® -es hat sich was gedreht Mit dem im Jahr 2006 eingeführten Programm 20 Keys® werden die Fortschritte einzelner Abteilungsteams in 20 Handlungsfeldern gemessen, die in fünf Gruppen zusammengefasst werden: Organisationsoptimierung, Qualitätssteigerung, Produktivitätserhöhung, Prozessverbesserung und Technologie-Knowhow. Die Anstrengungen an den deutschen Standorten zeigen erste Erfolge. Die Einführung des Programms hat zu einer Belebung des betrieblichen Vorschlagswesens geführt, die sich in einer höheren Anzahl realisierter Verbesserungsvorschläge niedergeschlagen hat. Bislang konnten über das Programm finanzielle Verbesserungen im mehrstelligen Millionenbereich erzielt werden. Wesentlich ist, dass die Verbesserungen durch die Mitarbeiter selbst umgesetzt werden. Eine Erfolgsbeteiligung erfolgt über die Instrumente des betrieblichen Vorschlagswesen. Altersversorgung Seit 2002 bietet SCA den inländischen Mitarbeitern aufgrund einer tarifvertraglichen Vereinbarung die Möglichkeit, einen Teil ihres Arbeitsentgelts in einen Beitrag für eine zusätzliche Altersversorgung umzuwandeln. Diese so genannte SCA-Tarifrente sieht eine zusätzliche Förderung durch den Arbeitgeber vor. Von diesem Angebot haben mit 661 Personen rund ein Viertel der im Inland beschäftigten Mitarbeiter Gebrauch gemacht. In Kombination mit der betrieblichen Altersvorsorge leistet die SCA-Tarifrente einen wesentlichen Beitrag dazu, eine eventuell entstehende Rentenlücke für den Einzelnen zu schließen. SCA sieht dieses Vorsorgeinstrument als wesentlich für die Altersabsicherung an und wirbt aktiv für die Teilnahme. Die tarifliche Regelung, nach der zukünftig die vermögenswirksamen Leistungen nur noch für die Tarifrente verwendet werden können, wird dazu beitragen, die Teilnahme an diesem Programm zu erhöhen. Schwerbehinderte Die Schwerbehindertenquote lag im Jahr 2007 bei 5,9% und damit über der gesetzlich geforderten Beschäftigungsquote. In Kooperation mit den Integrationsämtern und anderen Versicherungsträgern wurde in die behinderungsgerechte Gestaltung einzelner Arbeitsplätze investiert. SCA engagiert sich daneben auch durch die Vergabe von Aufträgen an Behindertenwerkstätten. Betriebliches Eingliederungsmanagement - sozialverantwortliches Handeln Soziale Verantwortung zu übernehmen ist für SCA mehr als nur eine Pflicht. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die krankheitsbedingt mehr als sechs Wochen am Arbeitsplatz fehlen, wurde die Möglichkeit geschaffen, im Gespräch mit dem Vorgesetzten, der Personalabteilung und dem Betriebsrat, gegebenenfalls mit der Schwerbehindertenvertretung, die individuelle Arbeitsplatzgestaltung zu diskutieren. Zielsetzung ist, gesundheitskritische Arbeitsplatzbedingungen für den Einzelnen zu identifizieren und diese zukünftig zu vermeiden. Lediglich bei etwa 20% der betroffenen Mitarbeiter kamen zunächst potenziell arbeitsplatzbezogene Umstände als mit krankheitsverursachend in Frage. Nach Vorgesprächen und weiteren Analysen reduzierte sich der Prozentsatz auf etwa 7%. Mit den Mitarbeitern wurden dann individuelle Gespräche geführt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Der Rentenversicherungsträger, der Arbeitsmedizinische Dienst, die Krankenkassen und ggf. das Integrationsamt für Schwerbehinderte oder Gleichgestellte unterstützen diesen Prozess. Forschung und EntwicklungForschung und Entwicklung ist für SCA von entscheidender Bedeutung, um mit innovativen Produkten und verbesserten Systemlösungen nachhaltig profitables Wachstum zu schaffen. Der Bereich Forschung und Entwicklung wurde im Jahr 2007 neu organisiert und erweitert. Lag in den Jahren zuvor noch ein deutlicher Schwerpunkt auf Prozesstechnologie, war mit der Neuorganisation auch eine neue Ausrichtung verbunden, die sich auch im Abteilungsnamen ausdrückt: PD&I. Dies steht für Product Development & Innovation. Durch die Übernahme des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble wurde das Markengeschäft gestärkt und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei allen SCA-Marken intensiviert. Der Schwerpunkt der Entwicklung lag bei Haushaltstüchern auf der Realisierung eines neuartigen Reinigungstuches sowie bei Toilettenpapieren auf neuartigen Prägetechnologien, die zu einem dreidimensionalen Erscheinungsbild des Papiers führen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Applikation unterschiedlicher kosmetischer Stoffe auf dem Tissue. So wurden Taschentücher und Kosmetiktücher mit verschiedenen Wirkstoff-Mischungen versehen, die Aloe-Vera- oder Kamille-Extrakte beinhalten. Die vor einigen Jahren eingeführte virtuelle Verkaufsumgebung, um Produktvisualisierungen effizienter gestalten zu können, wurde um die Produkte des aktuellen Markenportfolios erweitert. Damit erhalten die Marketing & Sales -Abteilungen eine hervorragende Möglichkeit, ihren Kunden neue SCA-Produkte in einem virtuellen Supermarkt zu präsentieren. Die Arbeitsgebiete, die für die Produktentwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnen, sind Hygiene und Mikrobiologie, Recycling, Prägetechnologie, Lotionen und Dispensersysteme. Eine Neuerung stellt im Laborbereich ein Roboter dar, der in der Lage ist, die Wischbewegung des Menschen mit einem Haushaltstuch maschinell auszuführen. Mit dieser Methode wird eine Lücke geschlossen zwischen den rein physikalischen Untersuchungen, wie z. B. in Festigkeitstests, und den Test-Verbrauchern. Untersuchungen mit unterschiedlich geprägten Haushaltstüchern zeigen einen Einfluss der Prägung auf Absorptions- und Wischeigenschaften des Produkts. Bei der Entwicklung von Prägedesigns ist die Untersuchung der Wischeffizienz mit der Roboterhand daher sehr hilfreich. Die steigenden Anforderungen bei der Differenzierung der einzelnen Produkte sowohl beim Design als auch bei den Produkteigenschaften, bestimmten in erheblichem Maße die Entwicklungstätigkeit 2007. Mit der Akquisition des europäischen Tissuegeschäfts von Procter & Gamble wurde der Anteil an Markenprodukten erhöht. Somit war ein Schwerpunkt 2007 die Verbesserung des Premiummarken-Segments. Im Bereich AFH Tissue wurde ebenso das Sortiment der Premiummarke weiterentwickelt. Dies erfolgte durch einen größeren Einsatz von höherwertigem Tissue und durch Designverbesserungen. Außerdem wurde 2007 an der kompletten Neuausrichtung des Dispenser-Programms gearbeitet. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsbereichs Personal Care waren gekennzeichnet durch den Fokus auf Produkt-, Material- und Prozessverbesserungen. In diesem Bereich wurden insgesamt 38 Patente angemeldet. Ein weiterer Schwerpunkt lag 2007 auch auf dem Innovationsmanagement und auf der Verbesserung der Kenntnis der Konsumentenwünsche. Eine erhebliche Produktverbesserung wurde bei den Inkontinenzprodukten erzielt: Die Oberflächenpenetration bei "TENA Slip", "TENA Flex" und "TENA Pants" wurde deutlich verbessert. Bei den Babywindeln wurden neue Produkte mit elastischen Seitenstreifen am Markt eingeführt, die zu einer erheblichen Verbesserung des Tragekomforts für das Baby führen. Die Marke "Libero" führte ein neues Design ihrer "Up&Go"-Windel ein, das der Markt positiv aufgenommen hat. Auch bei Damenhygieneprodukten wurden neue Produkte mit verbesserten Eigenschaften am Markt eingeführt. Umweltschutz und ArbeitssicherheitUmweltschutz Die politische Debatte um den globalen Klimaschutz ist noch immer eines der wichtigsten Themen im Bereich Umweltschutz. Die Erfüllung des so genannten Kyotoprotokolls bezüglich der Emissionsreduktionen wird in den kommenden Jahren in der Europäischen Union weiterhin einen hohen Stellenwert haben. Bei SCA hatten eine effiziente Energienutzung und die damit verbundene konsequente Reduktion des Energieverbrauchs in den Produktionsprozessen höchste Priorität. Seit 2000 haben alle Geschäftsfelder ein so genanntes ESAVE-Programm gestartet, das den Energieverbrauch der Prozesse systematisch erfasst, Potenziale und Maßnahmen zur Reduktion definiert und deren Umsetzung überwacht. Im Geschäftsbereich Tissue führten mehrere Maßnahmen zu deutlichen Erfolgen: z. B. im Werk Mannheim die Optimierung der Bleicherei der Zellstofffabrik, im Werk Kostheim die Inbetriebnahme einer anaeroben Vorstufe der Kläranlage. Auch das Ende 2006 durch das Europäische Parlament verabschiedete REACH-Programm (Registration, Evaluation, and Authorisation of Chemicals) hatte 2007 eine wichtige Bedeutung für die Fabriken. Es stellt Kriterien auf, die eine chemische Substanz, etwa hinsichtlich Produktsicherheit und Umweltsicherheit erfüllen muss. Für den Produktionsprozess wie auch für die Sicherstellung der verschiedenen Qualitäten von Tissue- und Personal Care-Produkten, werden bei SCA eine Vielzahl an Chemikalien eingesetzt. Seit vielen Jahren hat SCA interne Richtlinien definiert und Prüfverfahren entwickelt, die sicherstellen, dass die verwendeten Chemikalien die geforderten Produkt- und Umweltstandards erfüllen. Mit dem Inkrafttreten von REACH erwartet SCA daher keine Probleme im Hinblick auf die im Produktionsprozess eingesetzten Stoffe. Dem Rohstoff Zellstoff wurde auch im Jahr 2007 große Aufmerksamkeit gewidmet. Die Faserversorgung (Zellstoff und Altpapier) spielt in der öffentlichen Umweltdebatte weiterhin eine große Rolle. SCA hat für die Beschaffung des Frischfaserbedarfs festgelegt, dass die Herkunft des zur Zellstofferzeugung eingesetzten Holzes den Kriterien der nachhaltigen Forstwirtschaft entsprechen muss, bevorzugt nachgewiesen durch eine Zertifizierung nach FSC (Forest Stewardship Council) oder PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Darüber hinaus setzt SCA in vielen Tissueprodukten Recyclingfasern ein, um den Bedarf an Frischfasern zu minimieren. Der heute schon niedrige Wasserverbrauch soll in den nächsten Jahren nochmals signifikant gesenkt werden. Dies ist ein entscheidender Beitrag zur Verbesserung des Umweltprofils von SCA. Ziel ist es, den Wasserverbrauch der Herstellungsprozesse bis 2010 um 15% und die organische Belastung der Abwässer um 30% zu reduzieren. Die vielfältigen Maßnahmen und Projekte, die SCA im Bereich Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility definiert und umgesetzt hat, werden jährlich im SCA Sustainability Report veröffentlicht. Diese Erfolge werden auch von Non Governmental Organisations, wie dem WWF (World Wide Fund for Nature), positiv bewertet. Im Anschluss an die 2005 und 2006 vom WWF durchgeführte, überaus positive Bewertung des Umweltverhaltens von SCA, wurde 2007 der SCA Sustainability Report in einer unabhängigen Studie des WWF als bester von 49 Unternehmen bewertet. 2007 wurde SCA vom World Wide Fund for Nature (WWF) zum zweiten Mal in Folge unter Umweltaspekten als bester europäischer Tissuehersteller ausgezeichnet. Arbeitssicherheit Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist bei SCA von jeher eine der höchsten Prioritäten. Die Anstrengungen auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit haben 2007 die Unfallhäufigkeit weiter reduziert. Mit 11,2 Unfällen pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden lag die Anzahl der Unfälle knapp 1% niedriger als im Vorjahr. Somit ergibt sich ein in den letzten Jahren stetig fallender Trend bei der Anzahl der Arbeitsunfälle. Anzahl Unfälle pro 1 Million geleisteter Arbeitsstunden
Zur Sicherstellung langfristig guter Ergebnisse werden die Programme zum bewussten und sicheren Handeln der Mitarbeiter regelmäßig überprüft, um kontinuierlich Verbesserungen zu erzielen. In der Überzeugung, dass jeder Unfall vermeidbar ist, wird vordringlich die Aufmerksamkeit auf Prävention gerichtet und ergänzend an der Beseitigung der Unfallursachen gearbeitet. Bei Unfällen wird bereits auf dem Niveau der Beinaheunfälle angesetzt, die wie tatsächlich eingetretene Unfälle behandelt und analysiert werden, um daraus entsprechende Maßnahmen zu ihrer Vermeidung abzuleiten. Die Voraussetzung dafür ist, dass jeder Mitarbeiter ein hohes Bewusstsein für Risiken und damit auch für sicheres Arbeiten hat. Denn nur wenn jeder sich für seine Sicherheit und Gesundheit verantwortlich fühlt, gelingt es, dass jeder Mitarbeiter unverletzt und gesund bleibt. Diesem Thema wird sich SCA auch in Zukunft verstärkt widmen. Darüber hinaus genießt bei SCA der vorbeugende Gesundheitsschutz zunehmend Beachtung. Eine Maßnahme ist das Angebot für Mitarbeiter, Schutzimpfungen oder andere medizinische Vorsorgemaßnahmen freiwillig in Anspruch zu nehmen. Außerdem bietet eine Gesundheitswoche ein sehr informatives Programm (z. B. Unfallsimulationen), das von allen Mitarbeitern genutzt werden kann. Risikobericht Im Rahmen der Geschäftstätigkeit wird der SCA Hygiene Products Konzern mit verschiedenen Risikofeldern konfrontiert. Branchenrisiken Der verschärfte Wettbewerb im Geschäftsbereich Tissue sowie die Steigerungen bei den Energie- und Rohstoffkosten haben die Profitabilität des Geschäftsbereichs stark beeinflusst. Hierzu hatte insbesondere der lang anhaltende Preisrückgang bei Consumer Tissueprodukten beigetragen. Hauptgründe waren die starke Marktposition der großen Einzelhandelsketten und die Überkapazitäten in der Tissueerzeugung. Seit dem 2. Halbjahr 2006 wurde eine Trendwende in der Preisentwicklung erreicht, die sich 2007 mit weiteren Preiserhöhungen für Tissueprodukte fortsetzte. SCA hat ein umfassendes Kostensenkungsprogramm durchführt und zukunftsweisende Standortentscheidungen getroffen. So wurden 2006 das unrentable Tissuewerk in Tilburg/Niederlande geschlossen und 2007 das Werk in Roanne/Frankreich verkauft. Die Expansion erfolgt in Russland und Nordamerika über Investitionen in neue Tissuemaschinen. Hinzu kommen Investitionen in neue Verarbeitungsmaschinen an bestehenden Standorten, um die Integration von Tissueerzeugung und Tissueverarbeitung zu erhöhen. Die strategische Ausrichtung setzt auf eine Verstärkung der eigenen Markenpositionen, die weitere Effizienzsteigerung in der Produktion, die strategische Zusammenarbeit mit großen Handelspartnern und das Wachstum in Osteuropa. AFH Tissueprodukte wurden von der Marktentwicklung weniger stark getroffen. Der hohe Markenanteil mit "TORK"-Produkten, integrierte Produktlösungen für den Kunden sowie die ausgewogene Kundenstruktur haben dazu beigetragen. Die Strategie, komplette Hygienelösungen anzubieten, die auf die verschiedenen Kundengruppen zugeschnitten sind, und mit den erfolgreichen Unternehmen des Handels oder des Gebäudemanagements zu wachsen, hat sich bewährt und federt Marktrisiken ab. Die Risiken in dem Geschäftsbereich Tissue liegen hauptsächlich in der Wettbewerbsintensität des Einzelhandels, dem Investitionsverhalten der kleineren Wettbewerber und der damit verbundenen Kapazitätssituation der Branche sowie der Preisentwicklung im Rohstoffsektor (Zellstoff und Altpapier) und bei den Energieträgern. Im Geschäftsbereich Personal Care sind Volumenwachstum und Profitabilität auf einem guten Niveau. Ziel ist es, so weit wie möglich das in den verschiedenen Märkten bestehende Wachstumspotenzial auszuschöpfen und organisch mit Raten von 5% bis 7% pro Jahr zu wachsen. Dies gilt insbesondere für die Inkontinenzprodukte unter der Marke "TENA" sowie für Babywindeln und Damenhygiene, bei denen das Wachstum im Wesentlichen über das Geschäft mit Handelsmarken realisiert werden soll. Hierzu werden verstärkt Anstrengungen in der Produktentwicklung unternommen, um insbesondere die weltweite Marktführerschaft bei Inkontinenzprodukten zu sichern. Positiv wirkt sich auch der zunehmende Anteil von Produkten aus Werken mit niedrigen Standortkosten aus, wie aus dem neuen SCA-Werk in Olawa/Polen. Ein weiterer Standort in Osteuropa wird 2009 in Russland, südlich von Moskau, in Betrieb genommen. Die Risiken im Geschäftsbereich Personal Care liegen hauptsächlich in der Positionierung der Wettbewerber, der Entwicklung des Einzelhandels und der Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Den Auswirkungen staatlicher Kostensenkungsmaßnahmen im Gesundheitswesen, von denen die Inkontinenzprodukte betroffen sind, begegnet SCA durch die Stärkung der Marke "TENA", die Einführung kundenspezifischer Produktsortimente und den Ausbau der Dienstleistungen. Währungsrisiken Der SCA Hygiene Products Konzern ist in die zentrale Treasury-Organisation des SCA-Konzerns eingebunden und verfügt über ein eigenes finanzwirtschaftliches System zur Minimierung der konzerninternen Zahlungsströme und Währungsrisiken. Die Verteilung der Umsätze und der betrieblichen Aufwendungen des Konzerns nach den verschiedenen Währungen zeigt die langfristige Währungssensitivität.
Liquiditäts- und Zinsrisiken Der SCA Hygiene Products Konzern finanziert sich im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft SCA, die an den Finanzmärkten auftritt und ein Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) und P2/A2 (kurzfristig) von Moody's und Standard & Poor's aufweist. Die Finanzierung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Kreditrisiken Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen aus Lieferungen an Kunden wird bei SCA Hygiene Products seit vielen Jahren ein systematisches Kreditmanagement angewandt. Jedem Kunden wird, basierend auf Kreditauskünften und Bonitätsanalysen, eine interne Kreditlinie zugeteilt. Im Laufe der Geschäftsbeziehung wird diese Kreditlinie laufend überwacht und aktualisiert. In den Ländern, in denen das Instrument der Kreditversicherung angeboten wird und einen Nutzen für das Unternehmen hat, kommt neben der internen Kontrolle auch diese Absicherung zum Einsatz. Die Forderungsausfälle liegen auf einem niedrigen Niveau. Beschaffungsrisiken Die volatile Preisentwicklung für erdölbasierte Rohmaterialien und Energie sowie der fehlende Wettbewerb auf den oligopolartigen Energiemärkten haben einen hohen Einfluss auf die Ertragskraft des Unternehmens. Die Öl-und Gaspreise haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Energie- und Transportkosten. Darüber hinaus basieren insbesondere bei Personal Care, aber auch bei Tissue, eine Vielzahl von Rohstoffen und Vormaterialien auf Rohöl, z. B. flüssigkeitsabsorbierende Granulate, so genannte Super Absorbents, oder auch Verpackungsfolien. Beide Geschäftsbereiche haben daher ihre Einkaufsaktivitäten für besonders wichtige Güter zentralisiert, um durch die Bündelung der Beschaffung Mengenvorteile zu erzielen. Darüber hinaus sind die Geschäftsbereiche in die zentrale Organisation für den Energieeinkauf von SCA einbezogen. Eine der wichtigsten internen Maßnahmen ist die Effizienzsteigerung in der Produktion durch einen geringeren Energieverbrauch. Die Energiebeschaffung und der Energieverbrauch bleiben große Herausforderungen in der Zukunft. Umweltrisiken Die gesetzlichen Bestimmungen, u. a. in Bezug auf Emissionen, Abfallbehandlung und Produktsicherheit, werden von SCA Hygiene Products eingehalten. Die Zertifizierung der Standorte wird planmäßig vorangetrieben. Die Produktionsstandorte des SCA Hygiene Products Konzerns sind durch das SCA-Umweltkomitee in ein weltweites Netzwerk für Umweltmanagement eingebunden. Investitions- und Akquisitionsrisiken Für alle Projekte im Rahmen von Sachanlageninvestitionen und Akquisitionen gelten zentrale Vorschriften. Diese umfassen die Projektorganisation, den Projektablauf, die Projektbeschreibung, die Wirtschaftlichkeitsrechnung und das interne Genehmigungsverfahren. Jedes Projekt wird entsprechend dieser Vorschriften abgewickelt. Nach Abschluss des Projekts wird ein Bericht mit einer Abweichungsanalyse erstellt. Ein besonderer Fokus wird auch auf die Lerneffekte für andere Projekte gelegt. Einzelne Projekte werden einer Nachschau durch die Interne Revision unterzogen. IT-Sicherheitsrisiken Für die Entwicklung von IT-Lösungen gelten ebenso zentrale Richtlinien. Die IT-Lösungen von SCA basieren weitgehend auf am Markt erhältlicher Standardsoftware. Ihr Betrieb erfolgt in Rechenzentren, für die strenge Sicherheitsrichtlinien gelten. Benutzerberechtigungen unterliegen einer permanenten Kontrolle durch die Interne Revision. Politische Risiken Die Regionen, in denen SCA Hygiene Products AG mit ihren Tochtergesellschaften tätig ist, sind im Wesentlichen politisch stabil. Außerhalb der Europäischen Union und Nordamerikas sind unter 3% des gebundenen Vermögens des SCA Hygiene Products Konzerns investiert. Gesamtrisikosituation Derzeit sind keine konkreten Hinweise auf Entwicklungen
bekannt, die den Fortbestand des Konzerns gefährden
könnten.
Corporate Governance BerichtCorporate Governance, der faktische und rechtliche Ordnungsrahmen für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung, ist fester Bestandteil der Führungsphilosophie der SCA Hygiene Products AG. Neben den allgemeinen gesetzlichen Vorschriften, der Satzung der Gesellschaft sowie dem SCA-internen Verhaltenskodex für die Mitarbeiter (Code of Conduct) ist zu berücksichtigen, dass SCA Hygiene Products AG aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern eingebunden ist. Hieraus ergeben sich einige Besonderheiten. Zusammenarbeit zwischen den OrganenHauptversammlung Der Vorstand der SCA Hygiene Products AG legt der Hauptversammlung den Jahresabschluss und den Konzernabschluss vor. Die Hauptversammlung entscheidet u. a. über die Verwendung des Bilanzgewinns. Unabhängig von der Entscheidung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns haben die außenstehenden Aktionäre aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags jedoch Anspruch auf Zahlung einer Garantiedividende. Diese beläuft sich nach dem Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 17. Juli 2007 im Spruchstellenverfahren auf jährlich 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs. Vorstand Der Vorstand leitet das Unternehmen grundsätzlich unter eigener Verantwortung. Aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags ist allerdings die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, als herrschendes Unternehmen berechtigt, dem Vorstand der Gesellschaft hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft Weisungen zu erteilen. Dabei können gemäß § 308 AktG auch Weisungen erteilt werden, die für die Gesellschaft nachteilig sind, wenn sie den Belangen des herrschenden Unternehmens oder konzernverbundener Unternehmen dienen. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung. Aufsichtsrat Nach § 17 der Satzung und aufgrund eines weitergehenden Beschlusses des Aufsichtsrats bedürfen, über die gesetzlich vorgeschriebenen Fälle hinaus, bestimmte Arten von Geschäften der Zustimmung des Aufsichtsrats. Ein Weisungsrecht aufgrund des Beherrschungsvertrags besteht gegenüber dem Aufsichtsrat nicht. Wird der Vorstand aufgrund des Beherrschungsvertrags von dem herrschenden Unternehmen angewiesen, ein Geschäft vorzunehmen, das nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorgenommen werden darf und wird diese Zustimmung nicht innerhalb einer angemessenen Frist erteilt, bestimmt § 308 Abs. 3 AktG, dass der Vorstand dies dem herrschenden Unternehmen mitzuteilen hat. Wiederholt das herrschende Unternehmen nach dieser Mitteilung die Weisung, so ist die Zustimmung des Aufsichtsrats nach § 308 Abs. 3 Satz 2 AktG nicht mehr erforderlich. Der Aufsichtsrat hat neben dem gesetzlich vorgesehenen Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG einen Ausschuss für Dienstvertragsangelegenheiten (Personalausschuss) gebildet. Der Vermittlungsausschuss nimmt ausschließlich die in § 31 Abs. 3 MitbestG genannten Aufgaben wahr. Danach ist es seine Aufgabe, Vorschläge für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn ein vorangegangener Vorschlag zur Bestellung nicht die gesetzlich notwendige Zweidrittelmehrheit gefunden hat. Umsetzung des Kodex und EntsprechenserklärungAm 27. November 2007 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 gemäß § 161 AktG abgegeben. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 ab. Die aktuelle gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG ist, wie auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen Jahre, auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.scahygieneproductsag.com der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1. Ziff. 4.2.3, Satz 12 des Kodex "Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren." Begründung: Die Grundzüge des Vergütungssystems werden auf der Internetseite der Gesellschaft bekannt gemacht und im Geschäftsbericht erläutert. Eine entsprechende Information der Hauptversammlung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden wird vor diesem Hintergrund als entbehrlich angesehen. Das Auskunftsrecht der Aktionäre wird hiervon selbstverständlich nicht berührt. 2. Ziff. 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex Ziffer 4.2.4 sieht die namentliche Offenlegung der Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds vor, soweit nicht die Hauptversammlung mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat. Ziffer 4.2.5 enthält verschiedene Empfehlungen zum Ort und Umfang der Offenlegung. Begründung: Die (ordentliche) Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 29.08.2006 mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Geschäftsjahre 2006 bis 2010 unterbleibt (§§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 i. V. m. §§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 -9, 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 9 HGB). 3. Ziff. 5.1.2, letzter Satz des Kodex "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden." Begründung: Eine ausdrückliche Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt. Es besteht jedoch die Praxis, dass Anstellungsverträge mit Mitgliedern des Vorstands spätestens mit Ablauf des 65. Lebensjahres enden. 4. Ziff. 5.3.2 des Kodex "Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten….. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Er sollte kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein." Begründung: Ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) wurde bislang nicht eingerichtet. Fragen u.a. der Rechnungslegung und des Risikomanagements sowie die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten sollen, wie bisher durch den gesamten Aufsichtsrat behandelt werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass auch auf der Ebene der Konzernmutter Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA ein Konzernabschluss aufgestellt und geprüft wird. 5. Ziff. 5.3.3 des Kodex "Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt." Begründung: SCA Hygiene Products AG ist über einen Beherrschungsvertrag eng in den SCA-Konzern eingebunden. Der Mehrheitsaktionär hält über 96% der Aktien. Ein Nominierungsausschuss ist aus diesen Gründen nicht sachgerecht. 6. Ziff. 5.4.1, letzter Satz des Kodex "Dabei sollen die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte und eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder berücksichtigt werden." Begründung: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde bislang nicht festgelegt. Dies erscheint angesichts der Einbindung in den SCA-Gesamtkonzern gegenwärtig nicht zweckmäßig, da sich hieraus im Einzelfall ein legitimes Interesse des Mehrheitsaktionärs ergeben kann, unabhängig von einer Altersgrenze bestimmte Personen für eine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zu gewinnen. 7. Ziff. 5.4.3, Satz 3 des Kodex "Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden." Begründung: Die Wahl des Vorsitzenden aus der Mitte des Aufsichtsrats ist dessen ureigene Kompetenz. Sie sollte daher, ebenso wie die Diskussion von Kandidatenvorschlägen, im Aufsichtsrat verbleiben. Die Veröffentlichung von Kandidatenvorschlägen vor endgültiger Abstimmung berührt das Beratungsgeheimnis des Aufsichtsrats und ist geeignet, nicht zum Zuge gekommene Kandidaten zu diskreditieren. 8. Ziff. 5.4.7, Satz 2 bis 5 des Kodex "Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten." Begründung: Die Regelung in § 18 der Satzung über die Vergütung des Aufsichtsrats sieht keine Berücksichtigung der Mitgliedschaft in den Ausschüssen und keine erfolgsorientierte Vergütung vor. Eine Änderung der entsprechenden Satzungsbestimmung erscheint angesichts der Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern und insbesondere des bestehenden Beherrschungsvertrags nicht zweckmäßig; vielmehr wurde in der ordentlichen Hauptversammlung 1998 gerade die früher bestehende erfolgsbezogene Vergütung im Hinblick auf das Bestehen des Beherrschungsvertrags zugunsten einer ausschließlich festen Vergütung abgeschafft. 9. Ziff. 5.4.7, Satz 6 des Kodex "Die Vergütung des Aufsichtsrats soll im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden." Begründung: Nach § 18 Abs. 1 der Satzung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats außer dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500,00 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Ein Ausweis dieser fixen und in der Satzung festgelegten Beträge gesondert für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied würde keine sinnvollen Zusatzinformationen vermitteln. 10. Ziff. 6.7 des Kodex "Im Rahmen der laufenden Öffentlichkeitsarbeit sollen die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u.a. Geschäftsbericht, Zwischenberichte, Hauptversammlung) in einem "Finanzkalender" mit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert werden." Begründung: Die Publizierung der Termine wesentlicher wiederkehrender Veröffentlichungen in einem "Finanzkalender" im Rahmen der laufenden Öffentlichkeitsarbeit erfolgt nicht. Dies entspricht der Tatsache, dass die Gesellschaft als Unternehmen mit einem zu mehr als 96% beteiligten Hauptaktionär beabsichtigt, sich nicht mehr an den Kapitalmarkt zu wenden und eine laufende Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf die Gesellschaft selbst deshalb nicht stattfindet 11. Ziff. 7.1.2, Satz 3 des Kodex "Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein." Begründung: Aufgrund der engen Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern werden der von der Gesellschaft erstellte Konzernabschluss und Zwischenbericht zeitlich nach den von der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA erstellten und veröffentlichten entsprechenden Informationen bekannt gegeben. Konzernabschluss und Zwischenbericht der Gesellschaft werden in jedem Fall gemäß den gesetzlichen Vorschriften bekannt gegeben. 12. Ziff. 7.1.3 und 4.2.3 des Kodex Ziff. 7.1.3 und 4.2.3 des Kodex enthalten verschiedene Empfehlungen zur Ausgestaltung von Aktienoptionen und vergleichbaren Gestaltungen bzw. diesbezüglichen Angaben auf der Internetseite der Gesellschaft und im Geschäftsbericht sowie im Corporate Governance Bericht. Die Gesellschaft räumt keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, auf den Kurs der Aktien der Gesellschaft bezogene Vergütungskomponenten ein; die angesprochenen Empfehlungen sind daher nicht anwendbar. Allerdings ist den Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft, wie vielen anderen Mitarbeitern des SCA-Gesamtkonzerns, durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA die Möglichkeit eingeräumt worden, Aktien dieser Gesellschaft zu günstigen Konditionen zu beziehen. 13. Ziff. 7.1.4, Satz 1 und 3 des Kodex "Die Gesellschaft soll eine Liste von Drittunternehmen veröffentlichen, an denen sie eine Beteiligung von für das Unternehmen nicht untergeordneter Bedeutung hält. (...) Es sollen angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres." Begründung: Aufgrund der organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Struktur der SCA Hygiene Products Gruppe sind Drittunternehmen vielfach mit regional abgegrenzten Geschäftsgebieten identisch. Aus Wettbewerbsgründen wird daher von der Empfehlung kein Gebrauch gemacht. Bezüge des AufsichtsratsDie Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 18 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 insgesamt 103 TEUR (2006: 100 TEUR). Vergütung des VorstandsDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands der SCA Hygiene Products AG setzt sich aus einer fixen Vergütung und einem variablen Vergütungsbestandteil zusammen. Der erfolgsbezogene, variable Bestandteil beträgt ca. 30% der fest vereinbarten Vergütung. Der variable Anteil besteht ausschließlich aus einer variablen Jahressondervergütung, die sich im Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen, insbesondere dem Cashflow, und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft orientiert. Mit den fixen Bezügen ist auch die Übernahme von Mandaten bei Konzerngesellschaften durch Vorstandsmitglieder abgegolten. In den fixen Bezügen sind auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen, enthalten. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Der Personalausschuss hat das Vergütungssystem in seiner Sitzung am 22. März 2007 erörtert. Änderungen wurden dem Aufsichtsrat nicht vorgeschlagen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2007 betrugen 742 TEUR (2006: 695 TEUR), davon fix 672 TEUR (2006: 606 TEUR) und variabel 70 TEUR (2006: 89 TEUR). Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31. Dezember 2007 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 619 TEUR (2006: 2.043 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.367 TEUR (2006: 1.323 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 12.265 TEUR (2006: 11.064 TEUR). Zu den meldepflichtigen Wertpapiergeschäften der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 15 a WpHG (so genannte Directors' Dealings) und zu dem mitteilungspflichtigen Wertpapierbesitz der Organmitglieder lagen am Abschlussstichtag keine Meldungen vor. Kommunikation mit den AktionärenTransparenz schafft Vertrauen in eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. SCA Hygiene Products AG entspricht dem Anspruch der Aktionäre auf eine möglichst umfassende und zeitnahe Information über aktuelle Entwicklungen im Konzern durch die Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilungen auf der Internetseite der Gesellschaft www.scahygieneproductsag.com. Sie enthält die aktuelle und alle früheren Ad-hoc-Mitteilungen. Dort werden den Anlegern außerdem weitere kapitalmarktrelevante Informationen zur SCA Hygiene Products AG zur Verfügung gestellt, wie etwa die Zwischenmitteilungen und Finanzberichte. Eine Auflistung der Veröffentlichungen auf der Internetseite der Gesellschaft enthält das Jährliche Dokument, das ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht wird. Den Anteilseignern wird bereits seit einigen Jahren zur Steigerung der Präsenz neben der Möglichkeit, ihr Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung selbst auszuüben, auch die Gelegenheit geboten, dieses Recht von einem Bevollmächtigten nach Wahl ausüben zu lassen oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zu beauftragen. RisikomanagementUnternehmerisches Handeln ist immer auch mit Risiken verbunden. Teil einer guten Corporate Governance ist daher auch der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken. Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zur Minimierung einzuleiten, gleichzeitig aber auch Gewinnchancen konsequent zu nutzen, ist die dauerhafte Aufgabe des Vorstands und der Mitarbeiter auf allen Ebenen. SCA Hygiene Products AG hat bereits vor Jahren ein entsprechendes Risikomanagement-System eingeführt. Es eröffnet die Möglichkeit, Abweichungen bei den Planzahlen, insbesondere beim Auftragsbestand, Umsatz, Cashflow und Kosten rechtzeitig zu erkennen. Ferner werden die Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie das Verhalten der Wettbewerber und wichtigsten Kunden analysiert und bewertet. Das Risikomanagement-System der SCA Hygiene Products AG ist in einem Risikomanagement-Handbuch verbindlich für alle Tochtergesellschaften festgelegt; es wird kontinuierlich den veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Die Risikoidentifikation erfolgt in den dezentralen operativen Einheiten und in den Zentralbereichen. Soweit möglich, werden die Risiken nach ihrer Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und quartalsweise über ein konzernweites Berichts- und Melde-system auf der Ebene der Geschäftsfelder wie auch auf Konzernebene zusammengefasst. Dabei werden den Einzelrisiken entsprechende Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung und -minimierung zugeordnet. Mit dieser systematischen und konzerneinheitlichen Analyse verfügen der Vorstand und die Führungsgremien des SCA Hygiene Products Konzerns jeweils über ein zeitnahes Bild der aktuellen Risikosituation. Wie in den Vorjahren haben die Abschlussprüfer die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems der SCA Hygiene Products AG geprüft und beurteilt. Sie haben festgestellt, dass es den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) entspricht und alle erforderlichen Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, getroffen wurden. Die wesentlichen Einzelrisiken des SCA Hygiene Products Konzerns sind auf Seiten 37 bis 41 beschrieben. ComplianceDer bei SCA gültige Verhaltenskodex ist in mehreren Sprachen verfügbar und gibt den SCA-Mitarbeitern konzernweit gültige Regeln für ethisches Verhalten im Arbeitsleben. Die Verhaltensgrundsätze bieten Orientierung für fairen Wettbewerb, den Umgang mit Interessenkonflikten, gesetzestreues Verhalten sowie für den Umgang miteinander, mit den Kunden und dem Gemeinwesen. Damit ermöglicht der Kodex Verhaltenssicherheit nach innen und außen und fördert aufgrund seines umfassenden Ansatzes die wertorientierte Unternehmenskultur bei SCA. Um die Regeleinhaltung (Compliance) für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung zu gewährleisten, werden periodisch wiederkehrend Manager und ihre Mitarbeiter mit den gesetzlichen Entwicklungen in dem Bereich Compliance durch Intensivseminare vertraut gemacht. Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder BerichtDas gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products AG beträgt 181.305.000 EUR und ist eingeteilt in 7.092.018 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Es bestehen keine Beschränkungen bezüglich der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien. Die SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat die Aktien an der SCA Hygiene Products AG im Dezember 2007 an ihre Muttergesellschaft, die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, ausgeschüttet. Im Dezember 2007 erfolgte eine formwechselnde Umwandlung der SCA Verwaltungs GmbH in die SCA Verwaltungs BV (GmbH niederländischen Rechts) & Co. KG mit der SCA Treasury BV, Amsterdam/Niederlande, als Kommanditistin und der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, als Komplementärin. Durch Ausscheiden der Kommanditistin im Dezember 2007 ging der Beherrschungsvertrag mit der SCA Hygiene Products AG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, über. Die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat SCA Hygiene Products AG am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält. Ihre Tochtergesellschaft SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat ebenfalls am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie 0% des Grundkapitals und 0 Stimmrechte der Gesellschaft hält. Die Gesellschaft hat keine Aktien ausgegeben, die eine besondere Einflussmöglichkeit auf die Gesellschaftsorgane und damit eine besondere Kontrollbefugnis verleihen. Eine Trennung zwischen Stimmrechtskontrolle und Aktie im Zusammenhang mit Arbeitnehmerbeteiligungen besteht nicht. Arbeitnehmer, die Aktien der Gesellschaft erworben haben, können ihr Stimmrecht wie jeder andere Aktionär entweder selbst oder durch einen Bevollmächtigten ausüben. Gemäß § 84 Abs. 1 AktG werden die Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat bestellt bzw. abberufen. Da die SCA Hygiene Products AG in den Anwendungsbereich des Mitbestimmungsgesetzes fällt, hat die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Mitglieder zu erfolgen. Kommt eine solche Mehrheit in einer ersten Abstimmung nicht zustande, kann die Bestellung in einer zweiten Abstimmung mit der einfachen Mehrheit der Stimmen der Mitglieder erfolgen (§ 31 Abs. 3 MitbestG). Wird auch hierbei die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, erfolgt eine dritte Abstimmung, in der ebenfalls die einfache Stimmenmehrheit maßgeblich ist. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats stehen in dieser Abstimmung gemäß § 31 Abs. 4 MitbestG dann jedoch zwei Stimmen zu. Gemäß § 7 der Satzung der SCA Hygiene Products AG besteht der Vorstand der Gesellschaft aus einer oder mehreren Personen. Die Vorschriften über die Bestellung eines Arbeitsdirektors bleiben unberührt. Die Bestellung eines Vorsitzenden und stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von Dreiviertel des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstandes betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung der SCA Hygiene Products AG macht in § 23 Abs. 1 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zur Änderung der Satzung, die nur die Fassung betreffen, wurde gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit §15 Abs. 3 der Satzung an den Aufsichtsrat delegiert. Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft. Bei der Gesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen o. Ä. mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. Zusammenfassend bestehen keine besonderen Regelungen bezüglich der mit Anteilen verbundenen Stimmrechte und hieraus resultierenden Kontrollmöglichkeiten, weder durch Einrichtung besonderer Aktiengattungen noch durch Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen. Über die gesetzlichen Regelungen hinausgehende Vorschriften über die Bestellung oder Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind nicht vorhanden. Es bestehen weder wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Übernahmeangebots stehen noch Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. Abschluss KonzernErklärung des Vorstands Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Kapitalflussrechnung Anhang (1) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (2) Finanzierung (Ergänzende Angaben zu IFRS 7) (3) Wesentliche Schätzungen und Annahmen (4) Übernahmen und Veräußerungen (5) Segmentberichterstattung Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (6) Sonstige betriebliche Erträge (7) Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (8) Abschreibung und Wertminderungen von materiellen und immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens (9) Materialaufwand und Sonstige betriebliche Aufwendungen (10) Finanzerträge und -aufwendungen Erläuterungen zur Bilanz (11) Immaterielle Vermögenswerte (12) Sachanlagen (13) Anteile an assoziierten Unternehmen (14) Beteiligungen (15) Langfristige Finanzanlagen (16) Steuern (17) Sonstige langfristige Vermögenswerte (18) Vorräte (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (20) Sonstige kurzfristige Forderungen (21) Finanzielle Derivate, kurzfristige Finanzanlagen und Flüssige Mittel (22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (23) Eigenkapital (24) Finanzschulden (25) Personalbezogene Rückstellungen (26) Sonstige Rückstellungen (27) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (30) Kapitalflussrechnung Sonstige Angaben (31) Joint-Venture-Gesellschaften (32) Eventualverbindlichkeiten (33) Verpfändete Vermögenswerte (34) Bericht zu nahestehenden Unternehmen und Personen (35) Ergebnis je Aktie (36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (37) Entsprechenserklärung (38) Anteilsbesitz Erklärung des VorstandsDer Vorstand der SCA Hygiene Products AG ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Die Berichterstattung erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernlagebericht wird unter Beachtung der Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die SCA Hygiene Products AG ist nach § 315a HGB verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) zu erstellen. Die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts wird durch interne Kontrollsysteme, den Einsatz konzernweit einheitlicher Richtlinien sowie durch Maßnahmen zur Ausund Weiterbildung der Mitarbeiter sichergestellt. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und konzerninternen Richtlinien sowie die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden kontinuierlich konzernweit geprüft. Die vom Gesetzgeber geforderte Frühwarnfunktion wird durch ein konzernweites Risikomanagement-System erreicht, das dem Vorstand ermöglicht, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und ggf. Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht als unabhängiger Wirtschaftsprüfer geprüft und den im Anschluss an den Anhang abgedruckten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In Anwesenheit des Abschlussprüfers sind der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der Prüfungsbericht sowie die vom Vorstand zu treffenden Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, im Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG eingehend erörtert worden. Das Ergebnis dieser Prüfung geht aus dem Bericht des Aufsichtsrats hervor. Der Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten keine Garantie für das Eintreffen der zukünftigen Entwicklung. Die zukünftige Entwicklung des Konzerns ist abhängig von Risiken und Unsicherheiten und kann daher von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist nicht beabsichtigt. Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007
Konzern Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007
Konzern Bilanz zum 31. Dezember 2007
Konzern Kapitalflussrechnung 2007
AnhangDie Zahlen für 2007 und 2006 wurden gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Berichtswährung ist Euro. Die Darstellung erfolgt in 1.000 EUR (TEUR) oder in Mio. EUR, kaufmännisch gerundet. Die SCA Hygiene Products AG und ihre Tochtergesellschaften produzieren und vertreiben im Wesentlichen Hygieneprodukte (Tissue und Personal Care). Die SCA Hygiene Products AG mit Sitz in München ist an den Börsen in München und Frankfurt gelistet und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts München, HRB-Nr. 42709, eingetragen. Die SCA Hygiene Products AG wird in den Konzernabschluss der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, einbezogen. Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 18. April 2008 aufgestellt und damit zur Veröffentlichung im Sinne des IAS 10 freigegeben. (1) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewandt wurden, werden im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, soweit nichts anderes angegeben ist. GRUNDLAGEN FÜR DIE ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSESSCA hat den Konzernabschluss gemäß § 315a HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen International Financial Reporting Standards (IFRS) / International Accounting Standards (IAS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC), erstellt. Dabei wurden alle Standards und Interpretationen angewendet, die gemäß Artikel 3 bzw. Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 für verbindlich erklärt wurden. SCA wendet das Anschaffungskostenprinzip für die Bewertung der Aktiva und Passiva an. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Aktiva und Passiva, einschließlich derivativer Instrumente, werden zum Zeitwert (Fair Value) bewertet. EINFÜHRUNG DER NEUEN UND ÜBERARBEITETEN IFRS BZW. IASDie 2007 erstmals anzuwendenden bzw. die Änderungen überarbeiteter Standards und Interpretationen führten zu keinen materiellen Veränderungen gegenüber Vorjahren. Es handelte sich hierbei um die folgenden Standards und Interpretationen. Interpretationen: IFRIC 7 Anwendung des Anpassungsansatzes nach IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern (Tag des Inkrafttretens: 01.03.2006). - Der Konzern hat derzeit keine Niederlassungen in Ländern, in denen eine Umrechnung auf Rechnungslegung für Hochinflationsländer erforderlich ist. IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 (Tag des Inkrafttretens: 01.05.2006). - Nach IFRIC 8 decken die Vorschriften von IFRS 2 Waren und Dienstleistungen ab, die im Austausch für ein Eigenkapitalinstrument gegeben werden, selbst wenn diese Waren oder Dienstleistungen ganz oder teilweise nicht genau identifiziert werden können. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern. IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate (Tag des Inkrafttretens: 01.06.2006). - Ein eingebettetes Derivat muss bei Vertragsabschluss vom Trägervertrag abgespalten und als freistehendes Derivat bilanziert werden. Nach IFRIC 9 ist eine erneute Beurteilung im Vertragszeitraum nicht erlaubt, es sei denn, es kommt zu Änderungen in den Vertragsbedingungen, welche die Zahlungsströme auf maßgebliche Art und Weise verändern. Diese Auslegung hat auf den Konzern keine Auswirkung. IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Wertminderung (Tag des Inkrafttretens: 01.11.2006). - Diese Interpretation regelt, dass in Zwischenberichten vorgenommene Wertminderungen auf Geschäfts-oder Firmenwerte, Anlagen in Eigenkapitalinstrumenten oder zu Anschaffungskosten ausgewiesene finanzielle Vermögenswerte nicht rückgängig gemacht werden dürfen. SCA hat diese Interpretation ab 2007 angewendet. Reporting Standards: IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Geänderte Angaben zum Kapital (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2007). Nach dieser Änderung sind Angaben erforderlich, die die Bewertung der Ziele, Methoden und Prozesse beim Kapitalmanagement ermöglichen. SCA hat diese Änderung ab 01.01.2007 angewendet. IFRS 7 Finanzinstrumente - Zusätzliche Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2007). SCA hat diesen Standard ab 2007 angewendet. Folgende Standards, Interpretationen, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet und von der EU in Kraft gesetzt, sind jedoch verpflichtend erst in zukünftigen Berichtsperioden anzuwenden: IFRS 8 Geschäftssegmente (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - IFRS 8 regelt die Segmentberichterstattung, die nach dem so genannten Management Approach darzustellen ist. Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben zu den Segmenten die Informationen zugrunde, die vom Management für die Zwecke der Ressourcenallokation und Performancebeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet werden. SCA wird die Auswirkungen von IFRS 8 in 2008 überprüfen und diesen Standard ab 2009 anwenden. IFRIC 11/IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen (Tag des Inkrafttretens: 01.03.2007). - Aktienbasierte Vergütungen, deren Programm vor dem 07.11.2002 gestartet wurde (IFRS 1), müssen nicht berichtet werden (IFRS 2). SCA hat diese Ausnahmeregelung in Anspruch genommen. Deshalb hat IFRIC 11 keine Auswirkung auf den Konzern. Folgende Standards, Interpretationen, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet, sind jedoch noch nicht von der EU in Kraft gesetzt worden und verpflichtend erst in zukünftigen Berichtsperioden anzuwenden: IFRS 2 Änderung Aktienbasierte Vergütung (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - Änderung der Definitionen und der Behandlung von Ausübungsbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzern. IFRS 3 Änderung Unternehmenszusammenschlüsse (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2009). - Geänderter Ausweis von Transaktionskosten, bedingten Kaufpreisbestandteilen (z. B. Earn-Out-Klauseln) und sukzessivem Erwerb bei Unternehmenszusammenschlüssen. SCA wird diesen Standard ab 2010 anwenden. IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2008). - Diese Interpretation befasst sich mit Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere öffentliche Institution Aufträge an private Betreiber vergibt. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern. IFRIC 13 Programme zur Kundenbindung (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2008). - Diese Interpretation befasst sich mit der Bilanzierung von Kundenbonusprogrammen. SCA wird diesen Standard ab 2009 anwenden. Die Auswirkungen werden derzeit analysiert. IFRIC 14 Die Obergrenze von Vermögenswerten bei leistungsorientierten Plänen, Mindestfinanzierungsanforderungen und ihre Wechselwirkung, eine Ergänzung zu IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2008). - Diese Interpretation befasst sich mit Regelungen zur Verpflichtung zusätzliche Beiträge in einen Pensionsplan einzuzahlen bzw. mit Regelungen zur Wertobergrenze eines positiven Saldos zwischen Planvermögen und leistungsorientierter Verpflichtung. Nach derzeitigem Stand ist das Planvermögen von SCA in solchen Pensionsplänen nur marginal betroffen. SCA wird diesen Standard ab 2008 anwenden. IAS 32 Änderung Finanzinstrumente und IAS 1 Änderung Darstellung des Abschlusses (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - Teilweise Neuregelung der Klassifizierung von Eigen-und Fremdkapital sowie Regelungen zu kündbaren Finanzinstrumenten und zu Verpflichtungen bei der Liquidation. SCA wird diesen Standard ab 2009 anwenden. Die Auswirkungen werden derzeit analysiert. IAS 23 Fremdkapitalkosten (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). - Zurechenbare Fremdkapitalkosten sind mit dem Vermögenswert zu aktivieren. SCA wird diesen Standard ab 2009 anwenden. Die Auswirkungen werden derzeit analysiert. IAS 27 Änderung Konzern-und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2009). - Erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Kontrolle und erfolgsneutrale Erfassung von Änderungen der Beteiligungsquote an einem Unternehmen, wenn es zu keinem Kontrollverlust kommt. SCA wird diesen Standard ab 2010 anwenden. SCHÄTZUNGEN BEI DER BILANZIERUNG UND BEWERTUNGDie Erstellung des Konzernabschlusses in Einklang mit den IFRS/IAS erfordert Schätzungen und Annahmen, die sich auf ausgewiesene Aktiv- und Passivposten bzw. Ertrags- und Aufwandsposten sowie andere, im Konzernabschluss enthaltene Informationen auswirken. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Bewertungen abweichen. Bereiche, in denen Schätzungen und Annahmen für den Konzern von Bedeutung sind, werden im Anhang unter Punkt (3) genannt. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDer konsolidierte Abschluss beinhaltet den Abschluss der Muttergesellschaft und aller Konzerngesellschaften. Konzerngesellschaften werden ab dem Tag konsolidiert, an dem die Gesellschaft, die zu einer der nachstehend genannten entsprechenden Kategorien von Konzerngesellschaften gehört, in den Kontroll- oder Einflussbereich des Konzerns fällt. Abgehende Konzerngesellschaften sind im konsolidierten Abschluss bis zu dem Tag enthalten, ab dem der Konzern keine Kontrolle bzw. keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaften ausübt. Um innerhalb des Konzerns eine konsistente Berichterstattung sicherzustellen, gleichen Konzerngesellschaften ggf. ihre Einzelabschlüsse an die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns an. Konzerninterne Transaktionen wie Einnahmen, Ausgaben, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie nicht realisierte Erträge und Konzernbeiträge wurden eliminiert. Tochtergesellschaften Alle Gesellschaften, an denen der Konzern über 50% der Stimmrechte hält oder kontrolliert oder bei denen der Konzern allein per Vereinbarung oder auf andere Art und Weise einen entscheidenden Einfluss ausübt, werden als Tochtergesellschaften konsolidiert. In diesem Zusammenhang werden die bestehenden potenziellen Stimmrechte, die am Bilanzstichtag ausgeübt werden können, ebenfalls berücksichtigt. Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten bestehen aus dem Zeitwert (Fair Value) der Vermögenswerte, den der Verkäufer als Gegenleistung erhält, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Das Eigenkapital von übernommenen Tochtergesellschaften wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten am Übernahmetag bewertet. Die Bewertung wird ohne Berücksichtigung des Umfangs von Minderheitsbeteiligungen vorgenommen. Falls die Bewertung dieser Forderungen und Verbindlichkeiten zum Zeitwert andere Werte als die Buchwerte der übernommenen Gesellschaft ergibt, bilden diese beizulegenden Zeitwerte die Anschaffungskosten für den Konzern. Soweit die Anschaffungskosten der Anteile an Tochtergesellschaften den beizulegenden Zeitwert des Konzernanteils am Nettovermögen der übernommenen Gesellschaft übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Sind die Anschaffungskosten geringer als der Zeitwert des Nettovermögens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Joint-Venture-Gesellschaften Joint-Venture-Gesellschaften werden als Gesellschaften definiert, bei denen SCA zusammen mit anderen Partnern aufgrund vertraglicher Vereinbarung die gemeinschaftliche Führung ausübt. Joint-Venture-Gesellschaften werden nach der Quotenkonsolidierungsmethode einbezogen. Die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode bedeutet, dass der prozentuale Anteil des Konzerns an allen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanzposten und der Kapitalflussrechnung in den entsprechenden Abschlussbestandteilen für den SCA-Konzern enthalten ist. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere Änderungen, die direkt im Eigenkapital von den Joint-Venture-Gesellschaften erfasst werden, werden auch direkt im Eigenkapital des Konzerns erfasst. Assoziierte Unternehmen Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen der Konzern einen bedeutenden Einfluss ausübt, ohne dass die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft oder eine Joint-Venture-Gesellschaft ist. In der Regel bedeutet dies, dass der Konzern zwischen 20 und 50% der Stimmrechte besitzt. Die Bilanzierung von assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode; sie werden zunächst zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Aktiva und Passiva von assoziierten Unternehmen erfolgt auf dieselbe Art und Weise wie bei Tochtergesellschaften, und der Buchwert für assoziierte Unternehmen enthält Geschäfts- oder Firmenwerte und andere Konzernanpassungen. Der Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung des assoziierten Unternehmens, wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere Änderungen, die direkt im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens erfasst werden, werden auch direkt im Eigenkapital des Konzerns erfasst. Der Anteil am Ergebnis wird auf Basis des Anteils von SCA am Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ermittelt. Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz als ein gesonderter Posten ausgewiesen. Der Buchwert der Anteile ändert sich um den Anteil von SCA am Ergebnis des assoziierten Unternehmens, der sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch direkt im Eigenkapital ausgewiesen wird, und vermindert sich um die erhaltenen Dividenden. Nicht ausgeschüttete Erträge von assoziierten Unternehmen sind Bestandteil des Gewinnvortrags des Konzerns. Ist der Anteil des Konzerns an aufgelaufenen Verlusten höher als die Kosten für die Anteile am Unternehmen, wird der Buchwert auf null reduziert, und zukünftige Verluste werden nicht mehr ausgewiesen, vorausgesetzt, der Konzern hat aufgrund von Bürgschaften oder sonstigen Verpflichtungen keine Verpflichtungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen des Mutterunternehmens bzw. der Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen werden entsprechend der Anteilsquote des Konzerns auf assoziierte Unternehmen eliminiert. Minderheitsanteile Minderheitsanteile am Nettovermögen einer Tochtergesellschaft werden als gesonderter Posten im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ist der Minderheitsanteil im Konzernüberschuss enthalten. Zweckgesellschaften Gemäß SIC 12 wird die Zweckgesellschaft Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, in den Konzernabschluss einbezogen. SCA hat mehr als die Hälfte der Stimmrechte des Abwasserverbands und kann damit die Finanz- und Geschäftspolitik kontrollieren und bestimmen. Außerdem stellt SCA die Geschäftsführung, die Mehrheit im Vorstand und steuert die wesentlichen wirtschaftlichen Aktivitäten. Bilanzstichtag Der Bilanzstichtag der Konzerngesellschaften ist grundsätzlich der 31.12. Davon abweichend hatte die SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH, Oberding, ihren Bilanzstichtag zum 30.06.2007. Für den Zeitraum 01.07.2007 bis 31.12.2007 hat die Gesellschaft mit einem Rumpfgeschäftsjahr abgeschlossen. WECHSELKURSUMRECHNUNGENFunktionalwährung und Berichtswährung Die Konzerngesellschaften erstellen ihren Abschluss in der Währung, die in dem Wirtschaftsumfeld, in dem sie hauptsächlich tätig sind, verwendet wird; diese wird als Funktionalwährung bezeichnet. Diese Abschlüsse stellen die Grundlage für den konsolidierten Abschluss dar. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der die Funktionalwährung der Muttergesellschaft ist. Sie ist daher die Berichtswährung sowohl für die Muttergesellschaft als auch den Konzern. Umrechnung von ausländischen Konzerngesellschaften Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen aller Konzerngesellschaften, deren Funktionalwährung nicht der Berichtswährung entspricht, werden wie folgt in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet:
Umrechnungsdifferenzen, die sich aus den zur Absicherung des Nettovermögens gehaltenen Finanzinstrumenten ergeben, fließen ebenfalls direkt in das Konzerneigenkapital ein. Wird ein ausländisches Unternehmen veräußert, werden beide in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umrechnungsdifferenzen als Teil des Gewinns oder Verlusts bei Veräußerung dargestellt. Transaktionen und Bilanzposten in Fremdwährung Transaktionen in Fremdwährung werden unter Anwendung des am Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkurses in eine Funktionalwährung umgerechnet. Monetäre Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Schlusskursen bewertet. Wechselkursgewinne oder -verluste, die sich aus diesen Bewertungen und bei Erfüllung der Transaktion ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie werden im Einklang mit IAS 39 bei qualifizierten Absicherungsgeschäften bezüglich dem Cashflow oder der Nettoinvestitionen im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit werden saldiert im Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Ausleihungen und Finanzanlagevermögen werden als sonstige Finanzerträge und -aufwendungen ausgewiesen. Nichtmonetäre, zu Anschaffungskosten erfasste Aktiva und Passiva werden zu dem am Transaktionstag geltenden Wechselkurs umgerechnet. Währungskurse für die Währungsumrechnung
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGEin Geschäftssegment besteht aus einer Anzahl von Unternehmen, die Produkte bereitstellen und ein Risiko-/ Chancenprofil aufweisen, das sich von dem anderer Unternehmensbereiche unterscheidet. Geografische Segmente stellen Produkte in einem bestimmten Wirtschaftsraum bereit, der sich in seinem Risiko-/ Chancenprofil von dem anderer Wirtschaftsräume unterscheidet. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEGeschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Betrag, um den die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des vom Konzern übernommenen Nettovermögens im Zeitpunkt des Erwerbs übersteigen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei der Übernahme von assoziierten Unternehmen entsteht, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben, sondern einmal jährlich einer Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest) unterzogen und zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Wertminderungen, ausgewiesen. Wertaufholungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht erfasst. Nettogewinne oder -verluste aus dem Verkauf von Konzerngesellschaften beinhalten den verbleibenden Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der den abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Impairmenttests werden für Zahlungsmittel generierende Einheiten vorgenommen, daher wird der Geschäfts- oder Firmenwert den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angerechnet, die voraussichtlich von dem Erwerb, durch den der Geschäfts- oder Firmenwert entsteht, profitieren. Warenzeichen Warenzeichen werden zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen ausgewiesen. Warenzeichen, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht abgeschrieben, sondern auf dieselbe Art und Weise wie Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf Wertminderung überprüft. Zahlungsmittel generierende Einheiten, die für diese Warenzeichen identifiziert werden, umfassen die Märkte in den Ländern, in denen das Warenzeichen besteht. Warenzeichen mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden während ihrer erwarteten Nutzungsdauer, die zwischen drei und fünf Jahren beträgt, linear abgeschrieben. Forschung und Entwicklung Forschungskosten werden bei Entstehung aufwandswirksam verbucht. In Fällen, in denen es schwierig ist, die Forschungs- von der Entwicklungsphase eines Projekts zu trennen, wird das gesamte Projekt als Forschung behandelt und sofort aufwandswirksam verbucht. Entwicklungskosten für neue Produkte und Prozesse werden aktiviert, so lange davon auszugehen ist, dass sie in Zukunft wirtschaftlichen Nutzen bieten werden und die Kriterien nach IAS 38 erfüllt sind. In anderen Fällen werden die Entwicklungskosten bei Entstehung aufwandswirksam verbucht. Aktivierte Aufwendungen werden ab dem Tag, an dem der Vermögenswert kommerziell genutzt oder produziert werden kann über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beträgt fünf bis zehn Jahre. Emissionsrechte und Kosten für Kohlendioxid-Emissionen Die von staatlichen Behörden erteilten Emissionsrechte für Kohlendioxid-Emissionen werden als ein immaterieller Vermögenswert verbucht. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Rechte werden kostenlos erteilt und zu dem am ersten Tag, für den die Rechte gelten, geltenden Marktwert bewertet und ausgewiesen. In Höhe des erwarteten Verbrauchs wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Emissionsrechte werden zur Erfüllung der Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Behörden verwendet. Die für Emissionen kontinuierlich ausgewiesenen Rechte und Verbindlichkeiten beruhen auf dem Wert, zu dem die erhaltenen Emissionsberechtigungen ursprünglich verbucht wurden. Dies findet so lange Anwendung wie die erhaltenen Emissionsberechtigungen zur Deckung der vom Konzern erforderlichen Rechte zur Erfüllung der Verbindlichkeit notwendig sind. Sobald die erhaltenen Emissionsrechte nicht die abgegebenen Emissionen decken, bildet SCA eine Rückstellung für das Defizit, das zu dem am Bilanzstichtag geltenden Marktwert bewertet wird. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte umfassen auch Patente, Lizenzen und sonstige Rechte. Bei Erwerb derartiger Vermögenswerte werden die Anschaffungskosten als Vermögenswert bilanziert, der über die erwartete Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren linear abgeschrieben wird. Derzeit sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer bilanziert. SACHANLAGEVERMÖGENSachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten Aufwendungen, die sich direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zurechnen lassen. Die Kosten von Grundstücken und Produktionsanlagen, die durch große Projekte entstehen, umfassen, im Gegensatz zu den Anschaffungskosten für andere Anlagenzugänge, Aufwendungen für die Inbetriebnahme. Die Fremdkapitalkosten in der Bau- und Montagezeit sind in den Kosten für große Investitionsprojekte (> 50 Mio. EUR und > sechsmonatige Bauzeit) enthalten. Anschaffungskosten für Anlagen im Bau werden aktiviert. Nachträgliche Anschaffungskosten erhöhen den Buchwert des Vermögenswerts oder werden als separater Vermögenswert erfasst, wenn aus dem Vermögenswert dem Konzern in Zukunft wahrscheinlich ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermitteln lassen. Reparaturen und Wartungen werden im Entstehungszeitraum in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam verbucht. Grundstücken wird eine unbestimmte Nutzungsdauer zugeordnet; sie werden daher nicht abgeschrieben. Sonstiges Sachanlagevermögen wird bis auf den geschätzten Restwert des Vermögenswerts über die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird wie folgt festgelegt:
Die Restwerte und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden jährlich überprüft und ggf. angepasst. ABSCHREIBUNGENImmaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderung überprüft. Der Buchwert der Vermögenswerte wird immer dann auf Wertminderung überprüft, wenn es Hinweise darauf gibt, dass der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Falls der Buchwert eines Vermögenswerts seinen geschätzten erzielbaren Betrag übersteigt, wird der Vermögenswert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert ist der bei einem Verkauf zu Marktbedingungen erzielbare Preis. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows, die sich durch die Nutzung des Vermögenswerts erzielen lassen, und dem geschätzten Restwert am Ende der Nutzungsdauer. Bei einer Überprüfung auf Wertminderung werden die Vermögenswerte in zahlungsmittelgenerierende Einheiten untergliedert und Bewertungen auf Basis dieser zukünftigen Cashflows der Einheiten vorgenommen. Eine zu einem früheren Zeitpunkt verbuchte Wertminderung wird aufgehoben, wenn der Grund dafür entfallen ist. Die Zuschreibung erfolgt höchstens bis zu den um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden niemals aufgehoben. LEASINGLeasingverträge für Sachanlagen werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Risiken trägt und den Nutzen hat. Der geleaste Vermögenswert wird als Sachanlagewert aktiviert. Zudem wird eine Sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der Wert der beiden Posten der niedrigere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen. Zukünftige Leasingzahlungen werden zwischen der Tilgung der Verbindlichkeit und den Finanzierungskosten aufgeteilt, so dass in jedem Rechnungslegungszeitraum ein Zinsbetrag verbucht wird, der sich mittels eines festen Zinssatzes für die in jedem Zeitraum verbuchte Verbindlichkeit errechnet. Der geleaste Vermögenswert wird nach denselben Grundsätzen abgeschrieben, die auch auf andere Vermögenswerte derselben Art Anwendung finden. Falls es ungewiss ist, ob der Vermögenswert am Ende des Leasingzeitraums übernommen wird, wird der Vermögenswert über die Dauer des Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn dieser kürzer als die Nutzungsdauer ist, wird auf die Nutzungsdauer, die auf andere Vermögenswerte derselben Art Anwendung findet, abgeschrieben. Leasingverträge für Vermögenswerte, bei denen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Nutzen im Wesentlichen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating-Leasingverhältnis bezeichnet. Die Leasingzahlungen werden über die Dauer des Leasingvertrags als Aufwand erfasst. FINANZINSTRUMENTEZu den in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumenten zählen Liquide Mittel, Wertpapiere, sonstige Finanzforderungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und Derivate. Erfassung und Ausbuchung Ausgereichte Darlehen und Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Aktiva und sonstige finanzielle Passiva werden am Erfüllungstag realisiert. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Handelstag erfasst. Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" angehören, werden zunächst zu den Anschaffungskosten ausgewiesen, die dem beizulegenden Zeitwert des Instruments einschließlich Transaktionskosten entsprechen. Finanzielle Aktiva werden aus der Bilanz gegen die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht, wenn keine Chancen und Risiken und kein Recht auf Zahlungsströme aus dem Instrument mehr bestehen oder diese auf einen Dritten übertragen wurden. Finanzielle Passiva werden gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aus der Bilanz ausgebucht, wenn SCA ihren Verpflichtungen nachgekommen ist oder sie anderweitig erloschen sind. Bewertung Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wird auf Basis der aktuellen, zum Bilanzstichtag geltenden Börsennotierungen ermittelt. Liegen keine Börsennotierungen vor, ermittelt SCA die beizulegenden Zeitwerte mit Hilfe der für den Finanzmarkt anerkannten Bewertungsmodelle. Hierbei wird insbesondere die Barwertmethode unter Verwendung des für den jeweiligen Betrachtungszeitraum marktüblichen Zinssatzes angewendet. Der erwartete Cash flow wird auf Basis verfügbarer Marktinformationen ermittelt. Eine Wertminderung der finanziellen Aktiva entsteht, wenn eine Wertminderung objektiv nachgewiesen ist, beispielsweise bei der Einstellung eines aktiven Marktes oder wenn ein Schuldner seinen Verpflichtungen dauerhaft nicht nachkommen kann. Bei langfristigen Darlehen werden die aktuellen Marktzinsen und eine Schätzung des Risikoaufschlags für SCA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert von kurzfristigen Krediten und Beteiligungen entspricht dem Buchwert, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine Veränderung der Marktzinsen eine zu vernachlässigende Wirkung auf den Marktwert hat. Klassifizierung SCA weist Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und jene mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten aus. Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten wird beim erstmaligen Ansatz festgelegt und zu jedem Stichtag überprüft. Der Zweck der Transaktion entscheidet über die Klassifizierung. SCA klassifiziert Finanzinstrumente anhand der nachstehenden Kategorien. SCA kategorisiert aktive Finanzinstrumente wie folgt: a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Held for Trading) und solche, die SCA von Beginn an dieser Kategorie zugeteilt hat. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeteilt, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend festgelegt wurde. Derivate mit einem positiven Marktwert werden dieser Kategorie zugeteilt. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum Zeitwert bewertet, und wertmäßige Änderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nur Finanzderivate wurden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt. b) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held to Maturity) Zu dieser Kategorie gehören finanzielle Vermögenswerte mit festen oder variablen Zahlungen, die keine Derivate sind und die SCA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Aktiva dieser Kategorie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, was bedeutet, dass eine gleichbleibende Rendite erzielt wird. Dieser Kategorie wurden während des Geschäftsjahres keine Finanzinstrumente zugeteilt. c) Ausgereichte Darlehen und Forderungen Die Kategorie umfasst ausgereichte Darlehen und Forderungen mit festen oder variablen Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert werden. Diese Kategorie enthält keine Derivate. Forderungen entstehen, wenn SCA Geld, Güter oder Dienstleistungen einem Schuldner direkt zur Verfügung stellt, ohne die Absicht zu haben, mit den Forderungen zu handeln. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden einzeln bewertet. Wertberichtigungen werden stets vorgenommen, wenn bekannt wird, dass (1) der Kunde Konkurs anmelden muss, (2) ein Insolvenzverfahren gegen den Kunden eröffnet wurde, (3) der Kunde sich in Liquidation befindet, (4) ein Vermögensverwalter beim Kunden aufgrund eines Vergleichs eingesetzt wurde, (5) nach dem dreistufigen Mahnverfahren ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird. Für verbundene Unternehmen wird keine Einzelwertberichtigung für Forderungen gebildet. d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie zugeordnet werden oder in keiner anderen Kategorie klassifiziert wurden, sowie Beteiligungen. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Änderungen ihres Werts, außer bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, im Eigenkapital erfasst. Hat ein einzelner Posten einen Wert von weniger als 0,5 Mio. EUR, wird keine Marktbewertung vorgenommen, da die Auswirkung als unwesentlich beurteilt wird. Wird der Posten verkauft, wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. SCA kategorisiert passive Finanzinstrumente wie folgt: a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Passiva Diese Kategorie umfasst Derivate mit negativen beizulegenden Zeitwerten, die nicht für Absicherungszwecke (Hedge Accounting) genutzt werden, und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Passiva. Passiva in dieser Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Änderungen ihres Werts in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Nur Derivate werden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt. b) Sonstige finanzielle Passiva Diese Kategorie umfasst finanzielle Passiva, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Diese werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten und danach zum Barwert nach der Effektivzinsmethode verbucht. VORRÄTEVorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der FIFO-Methode (First in, First out) für Fertigerzeugnisse und Handelswaren oder nach der Durchschnittskostenmethode für das übrige Vorratsvermögen ermittelt. Die Kosten für Fertige und Unfertige Erzeugnisse beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Personalkosten und andere, direkt dem Fertigungsprozess zurechenbare Kosten und Fertigungsgemeinkosten, jeweils auf Basis der normalen Betriebskapazität. Fremdkapitalkosten sind nicht in der Bewertung von Vorräten enthalten. Der Netto-Veräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufspreis, abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Verkauf des Produkts. FLÜSSIGE MITTELLiquide Mittel werden als Bar- oder Bankguthaben sowie kurzfristige Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Tag der Anschaffung definiert. Gesperrte Gelder auf Bankkonten sind nicht in Liquiden Mitteln enthalten. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENES SACHANLAGEVERMÖGENSachanlagevermögen wird als zur Veräußerung gehaltenes Sachanlagevermögen klassifiziert, wenn sein Wert binnen eines Jahres durch den Verkauf und nicht durch die ständige Nutzung im Betrieb realisiert wird. Die Vermögenswerte werden am Tag der Neuklassifizierung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, um eventuelle Wertminderungsverluste festzustellen. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Netto-Veräußerungswert angesetzt. Für diese Vermögenswerte werden in Folgeperioden keine weiteren Abschreibungen vorgenommen. STEUERNDie Ertragsteuern des Konzerns beinhalten Steuern auf die von den Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Gewinne und steuerliche Anpassungen für frühere Zeiträume sowie Änderungen der latenten Steuern für die Periode. Latente Steuern werden für sämtliche temporäre Differenzen nach der Verbindlichkeitenmethode gebildet (Temporary-Konzept). Nach dieser Methode werden latente Steuern für sämtliche Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und dem Buchwert der Aktiva und Passiva im IFRS-Abschluss berechnet. Temporäre Differenzen entstehen hauptsächlich durch die Abschreibung von Sachanlagevermögen, Pensionsrückstellungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten. Auch für die in der Zukunft realisierbaren steuerlichen Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet. Bei Unternehmensübernahmen entstehen temporäre Differenzen durch die Differenz zwischen dem konsolidierten Wert der Aktiva und Passiva und deren steuerrechtlichem Wert. Temporäre Differenzen, die bei der ersten Erfassung eines Aktivums oder Passivums entstehen, und die sich keiner Unternehmensübernahme zuschreiben lassen und sich nicht auf einen Buchgewinn oder zu versteuernden Gewinn auswirken, führen weder zu einer latenten Steuerverbindlichkeit noch zu einer latenten Steuerforderung. Latente Steuern werden zu ihrem Nominalbetrag bewertet und beruhen auf den zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätzen. Aktive latente Steuerforderungen werden in der Höhe erfasst, bis zu der wahrscheinlich ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, durch den der latente Steuervorteil realisiert werden kann. Bei erfolgswirksam erfassten Posten werden damit verbundene Steuereffekte ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Posten, die im Eigenkapital erfasst werden, werden die damit verbundenen Steuereffekte im Eigenkapital erfasst. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMERAltersversorgung Der Konzern führt einige beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionspläne. Bei einigen dieser Pläne hat der Konzern Vermögenswerte in Pensionsfonds angelegt. Unabhängige Versicherungsmathematiker ermitteln die Höhe der Verpflichtungen der einzelnen Pläne und bewerten die Verpflichtungen der Pensionspläne jedes Jahr neu. Ein beitragsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem feste Beiträge an eine gesonderte juristische Person zu zahlen sind. Es gibt keine Verpflichtung, zusätzliche Beiträge zu leisten, wenn der Fonds unzureichende Vermögenswerte hat, um die Leistungen zu zahlen, auf die die Arbeitnehmer Anspruch haben. Ein leistungsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem die Höhe der Pensionsleistung, die ein Arbeitnehmer nach Eintritt in den Ruhestand erhält, festgelegt wird. Dieser Betrag wird auf Grundlage von Faktoren wie Gehalt, Alter und Dienstjahre festgelegt. Die in der Bilanz erfasste Verpflichtung für leistungsorientierte Pensionspläne entspricht dem Barwert der Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Vorfinanzierte Pläne mit Nettovermögen, d. h. Pläne, bei denen das Vermögen die Verpflichtungen übersteigt, werden als langfristiges Sachvermögen erfasst. Die Verpflichtung aus einem leistungsorientierten Plan wird jährlich von unabhängigen Versicherungsmathematikern unter Anwendung der Projected Unit Credit Method, bei der die Kosten auf die erwartete Dienstzeit des Arbeitnehmers verteilt werden, berechnet. Die Verpflichtung wird zum Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Abzinsungssatzes bewertet, der den Zinsen für erstklassige Unternehmensanleihen oder, wenn diese nicht vorliegen, Staatsanleihen entsprechen, die in der Währung ausgegeben wurden, in der die Leistungen gezahlt werden und eine Restlaufzeit haben, die mit der tatsächlichen Pensionsverpflichtung vergleichbar ist. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aufgrund von geänderten versicherungsmathematischen Annahmen entstehen, werden sofort im Eigenkapital im Entstehungszeitpunkt erfasst. Die Gesamtkosten bezüglich der leistungsorientierten Pläne werden auf Personalaufwand und Finanzierungsaufwand verteilt. Der Finanzierungsaufwand wird auf Basis des Nettowerts des Plans zu Jahresbeginn berechnet, und der Abzinsungsfaktor wird für jedes Land festgelegt. Die Zahlungen des Konzerns bezüglich beitragsorientierter Pläne werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in dem die Arbeitnehmer den Dienst leisten, auf den sich die Zahlung bezieht. Vorausbezahlte Beiträge werden nur insoweit als ein Vermögenswert erfasst wie der Konzern Anspruch auf Rückzahlung oder Minderung zukünftiger Zahlungen hat. nach zu verrechnen der Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, Änderungen am Pensionsplan hängen davon ab, dass Arbeitnehmer während eines bestimmten Zeitraums im Dienst bleiben. In solchen Fällen wird der Aufwand über diesen Zeitraum linear verteilt. Sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Einige Konzerngesellschaften bieten Gesundheitsleistungen für im Ruhestand befindliche Arbeitnehmer an. Die Verpflichtung und erwarteten Kosten für diese Leistungen werden in ähnlicher Weise wie die für leistungsorientierte Pensionspläne berechnet. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gezahlt, wenn der Konzern einem Arbeitnehmer vor Eintritt in den Ruhestand kündigt oder wenn ein Arbeitnehmer gegen Zahlung einer solchen Entschädigung freiwillig in den Ruhestand tritt. Entlassungsabfindungen werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern nachweislich verpflichtet ist, Arbeitnehmern aufgrund eines detaillierten, formellen Plans zu kündigen oder eine Entschädigung im Fall eines freiwilligen Ausscheidens zu zahlen. RÜCKSTELLUNGENRückstellungen werden erfasst, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen für Umstrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, wenn ein detaillierter formeller Plan für die Maßnahmen vorliegt und jene, die von den Maßnahmen betroffen sein werden, davon Kenntnis haben. ERTRAGSREALISIERUNGDie Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, die der Konzern für im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit verkaufte Waren und Dienstleistungen erhalten hat. Der Umsatz wird erfasst, wenn die Lieferung an den Kunden gemäß den Verkaufsbedingungen erfolgt ist. Umsatzerlöse werden ohne Mehrwertsteuer und nach Abzug von Rabatten, Boni und konzerninternen Verkäufen erfasst. Sonstige Erlöse umfassen im Wesentlichen Vergütungen für:
Zinserträge werden zeitanteilig im Einklang mit der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden erfasst, wenn das Recht auf Empfang der Zahlung entsteht. Serviceleistungen werden entsprechend dem erbrachten Leistungsumfang abgerechnet. Nutzungsentgelte werden entsprechend der Inanspruchnahme des überlassenen Vermögenswerts in Rechnung gestellt und erfasst. ÖFFENTLICHE ZUWENDUNGENZuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendungen gezahlt werden und der Konzern die damit verbundenen Bedingungen einhält. Öffentliche Zuwendungen für den Erwerb von Vermögenswerten werden als Minderung der Anschaffungskosten der Vermögenswerte erfasst. Als Kostenentschädigung erhaltene staatliche Zuschüsse werden abgegrenzt und in der Gewinn- und Verlustrechnung in demselben Zeitraum wie die Kosten erfasst. Die Kosten werden um den Zuschuss gemindert. (2) FINANZIERUNG (ERGÄNZENDE ANGABEN ZU IFRS 7)Die finanziellen Risiken für SCA Hygiene Products AG sind definiert als Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko beinhaltet Währungs-, Preis- und Zinsrisiken. Diese Risiken werden auf der Ebene der Muttergesellschaft SCA AB behandelt und durch zentrale Finanzrichtlinien geregelt. Die Ziele sind die Reduzierung der Volatilität und die bessere Vorhersehbarkeit der Einflüsse auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz. Die SCA Hygiene Products AG und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen bei der AB SCA Finans, der Finanzierungsgesellschaft der SCA AB zu marktüblichen Konditionen. SCA AB hat ein Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) und P2/A2 (kurzfristig) von Moody's und Standard & Poor's. Fremdwährungsrisiko Die Gesellschaften des Konzerns haben Exporteinnahmen und Importkosten in verschiedenen Währungen. Diese Verkäufe bzw. Käufe in Fremdwährung führen zu Fremdwährungsrisiken. Das Transaktionsrisiko wird ausschließlich über AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, gesichert. SCA Hygiene Products AG und Tochtergesellschaften haben kein eigenständiges Hedge-Accounting. Langfristige Währungssensitivität Die Aufstellung der Umsatzerlöse und der betrieblichen Aufwendungen des Konzerns in den verschiedenen Währungen zeigt die langfristige Währungssensitivität.
Die Differenzen ergeben sich im Wesentlichen daraus, dass der Konzern Zellstoff einkauft, der bei externer Beschaffung überwiegend in US-Dollar und bei internen Einkäufen in Schwedischen Kronen gehandelt wird. Darüber hinaus werden die in Großbritannien vertriebenen Personal Care-Produkte importiert. Transaktionsrisiko Der prognostizierte Währungstransaktionsfluss nach Nettoberechnungen der entsprechenden Zahlungsströme in derselben Währung beträgt 2008 -6,3 Mio. EUR (2007: -184,0 Mio. EUR). Die nachstehende Tabelle stellt die Prognose für 2008 sowie offene Hedging-Positionen zum Jahresende 2007 dar.
(1) Wert positiv: SCA ist Nettoverkäufer
dieser Währung. Wert negativ: SCA ist Nettokäufer
dieser Währung.
Die oben dargestellten Zahlungsströme erfolgen erfahrungsgemäß gleichmäßig über das Jahr verteilt. Die noch ausstehende Hedge-Position in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2006: -9,3 Mio. EUR) beinhaltet Forward-Kontrakte mit einem Netto-Marktwert von 19 TEUR (2006: 465 TEUR). Während des Geschäftsjahrs verursachte die Hedge-Position im Ergebnis vor Finanzergebnis des Konzerns einen Effekt in Höhe von -1,1 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR). Umrechnungsrisiko Die Bilanz des Konzerns wird in Euro aufgestellt. Durch die Einbeziehung von ausländischen Gesellschaften mit einer anderen Währung entsteht ein Umrechnungsrisiko für das konsolidierte Eigenkapital und die anderen Bilanzpositionen. Dieses Risiko wird im Konzern nicht gesichert. Derivate Nachstehende Tabelle stellt die Derivate dar, die sich auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns 2007 auswirkten.
Das operative Ergebnis war durch die Derivate mit 0,3 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR) beeinflusst. Das Ergebnis vor Ertragsteuer war durch die Derivate, welche der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten" zuzuordnen sind mit -0,3 Mio. EUR beeinflusst. Refinanzierungsrisiko und Liquidität Zum Bilanzstichtag betrug die verzinsliche Bruttoverschuldung 1.034,3 Mio. EUR (2006: 1.369,7 Mio. EUR). Davon sind 938,9 Mio. EUR (2006: 1.275,6 Mio. EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Unter Hinzurechnung der Netto-Pensionsrückstellungen und passivischen Zinsabgrenzung sowie abzüglich der Liquiden Mittel, finanziellen Forderungen, der Marktwerte der finanziellen Derivate und der aktivischen Zinsabgrenzung ergibt sich eine Nettoverschuldung von 401,5 Mio. EUR (2006: 893,4 Mio. EUR). Die Gesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft, der SCA AB, zu Marktkonditionen. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Finanzierung, die sich an die Marktkonditionen anpasst, sieht die Gesellschaft kein wesentliches Zinsänderungsrisiko. Am 31.12.2007 betrug die externe Verschuldung des Konzerns 9,2% (2006: 6,9%) der gesamten Bruttoverschuldung.
Die brutto erfüllten Derivate (gross settled derivatives) haben überwiegend korrespondierende positive Cashflows und stellen nach Ansicht des Unternehmens kein Liquiditätsrisiko dar. Zinsrisiko Die Erträge des Konzerns sind von Zinsschwankungen beeinflusst. Die Geldaufnahme erfolgt weitgehend im kurzfristigen Bereich, da nach Ansicht des Unternehmens variable Zinssätze langfristig zu einem niedrigeren Zinsrisiko führen. Die durchschnittliche fixe Zinsperiode für die verzinsliche Bruttoverschuldung inklusive Derivaten betrug 9,0 Monate (2006: 9,9 Monate). Der durchschnittliche Zinssatz für die Nettoverschuldung abzüglich der Netto-Pensionsrückstellung und der Zinsabgrenzung betrug am 31.12.2007 6,17% (31.12.2006: 5,46%). Kreditrisiko Die Möglichkeit, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, stellt ein Kundenkreditrisiko dar. Das maximale Kreditrisiko für am Bilanzstichtag noch nicht realisierte Forderungen für Lieferungen und Leistungen betrug unter Berücksichtigung der Delkredere-Versicherung 293,9 Mio. EUR (2006: 266,1 Mio. EUR). Zur Minimierung dieses Risikos werden Bonitätsprüfungen vorgenommen und individuelle Kreditlimits pro Kunde festgelegt. Wenn möglich und wirtschaftlich, werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Im Segment Personal Care ist der Umsatz auf viele Kunden verteilt. Dies gilt ebenso im Segment Tissue für den Bereich Away From Home. Lediglich im Bereich Consumer Tissue gibt es eine Kundenkonzentration auf die großen Einzelhandelsunternehmen. Aufgrund dieser Kundenstruktur rechnet die Gesellschaft nicht mit einem hohen Ausfallsrisiko. Energiepreisrisiko SCA als energieintensives Unternehmen unterliegt Risiken in Bezug auf Preisänderungen bei Öl, Gas und Strom. In den Märkten in Deutschland und Großbritannien, in denen der Handel mit Energiederivaten etabliert ist, nutzt SCA Finanzinstrumente um dieses Risiko zu begrenzen. Am 31.12.2007 hatte SCA 0,6 TWh (2006: 0,1 TWh) Außenstände an Energiederivaten, deren Marktwert 1,4 Mio. EUR (2006: -0,2 Mio. EUR) betrug. Sensitivitätsanalyse des Marktrisikos Für die mit Risiken behafteten Finanzinstrumente wurde zum 31.12.2007 eine Sensitivitätsanalyse auf Basis von Annahmen über mögliche Marktschwankungen im Jahr 2008 durchgeführt. Währungsrisiko Wenn die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Währungen um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber anderen Währungen notieren, unter Annahme sonst gleichbleibender Währungsparitäten, würden die noch nicht realisierten Financial Hedges für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für Lieferantenverbindlichkeiten das Ergebnis vor Ertragsteuer wie folgt erhöhen bzw. vermindern:
Wenn der Euro um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber den anderen Währungen notiert, würden die Finanzschulden in ausländischer Währung das Finanzergebnis des Konzerns um 7,6 Mio. EUR (2006: 8,4 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern. Preisrisiko Wenn die Börsenkurse um 15% steigen bzw. fallen und alle weiteren Variablen unverändert bleiben, würde sich das Eigenkapital um 1,0 Mio. EUR (2006: 0,9 Mio. EUR) erhöhen, bzw. um 0,5 Mio. EUR (2006: 0,6 Mio. EUR) vermindern. Wenn die Energiepreise für die noch nicht realisierten Financial Hedges für Gaslieferungen um 20% steigen bzw. fallen und alle anderen Parameter unverändert bleiben, würden sich die jährlichen Energiekosten um -3,0 Mio. EUR (2006: 0,3 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern. Die gesamten Energiekosten des Konzerns hätten sich jedoch wesentlich stärker verändert, wenn das Preisrisiko der Energieverträge einbezogen würde. Zinsrisiko Wenn das Zinsniveau bei unveränderter Zinslaufzeit und Nettoverschuldung um 1% höher bzw. niedriger ist, würden sich die Zinsaufwendungen um 1,0 Mio. EUR (2006: 1,6 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern. Finanzinstrumente - Kategorien Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente wurde für die folgenden Bilanzpositionen angewendet:
(1) davon 56.222 TEUR als zur
Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten
(3) Wesentliche Schätzungen und AnnahmenDie Erstellung des Jahresabschlusses und die Anwendung einiger Rechnungslegungsstandards beruhen oft auf den Beurteilungen des Managements oder den Annahmen und Schätzungen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen betrachtet werden. Diese Annahmen und Schätzungen beruhen auf der Erfahrung, aber auch auf anderen Faktoren, darunter erwartete zukünftige Ereignisse. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen können von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die Annahmen und Schätzungen, die nach Ansicht von SCA die größte Auswirkung auf den Konzernüberschuss sowie die Aktiva und Passiva haben, werden in den folgenden Absätzen dargestellt. Geschäfts-oder Firmenwert (Goodwill) -Anhang (11) Der Konzern prüft jedes Jahr, ob eine Wertminderung bezüglich des Goodwills eingetreten ist. Goodwill wird auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten verteilt; diese entsprechen den primären Segmenten des Konzerns. Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird durch die Ermittlung des Nutzungswerts festgestellt. Diese Ermittlung beruht auf dem bestehenden strategischen Plan des Konzerns, der erwartete zukünftige Cashflows für die Geschäftsbereiche im nächsten Zehn-Jahres-Zeitraum beinhaltet. Cashflows nach dem Fünf-Jahres-Zeitraum werden berücksichtigt, indem ein Multiplikator auf den nachhaltigen Cashflow angewandt wird. Dieser Wert entspricht dem aktuellen Marktmultiplikator für ähnliche Unternehmen. Der Abzinsungsfaktor, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Cashflows benutzt wird, ist der derzeitige durchschnittliche Kapitalkostensatz, der innerhalb des Konzerns für Märkte, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Geschäfte tätigen, festgelegt wird. Der Impairmenttest für das Jahr 2007 wies keine Wertminderung aus. Der Buchwert der Geschäftswerte betrug zum 31.12.2007 365 Mio. EUR (2006: 401 Mio. EUR). Altersversorgung -Anhang (25) Bilanzansätze, wie der Wert von Pensionsverpflichtungen für leistungsorientierte Pensionspläne, basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen, die auf dem Abzinsungssatz, der erwarteten Rendite des Planvermögens, den zukünftigen Gehaltserhöhungen, der Inflation und den demografischen Bedingungen beruhen. Der Abzinsungssatz bezieht sich auf hochwertige festverzinsliche Industrieanleihen mit Laufzeiten, die den bestehenden Pensionsverpflichtungen des Konzerns entsprechen. Zu den Vermögenswerten des Planvermögens zählen Aktien und Anleihen. Ihre erwartete Rendite wird auf Basis der Annahme ermittelt, dass die Rendite für Anleihen dem Zins für eine Zehn-Jahres-Staatsanleihe entspricht und dass die Eigenkapitalrendite demselben Satz, jedoch mit einem Aufschlag für die Risikoprämie, entspricht. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen des Konzerns beliefen sich zum 31.12.2007 auf 543,3 Mio. EUR (2006: 603,1 Mio. EUR). Eine Veränderung des Abzinsungssatzes um 0,25 %-Punkte würde den Gesamtwert dieser Verpflichtungen mit rund 20,0 Mio. EUR (2006: 23,0 Mio. EUR) beeinflussen. Steuern -Anhang (16) Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und dem steuerrechtlichen Wert der Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet (Temporary-Konzept). Es gibt vor allem zwei Bereiche, in denen sich die Annahmen und Schätzungen auf die erfassten latenten Steuern auswirken. Der eine Bereich sind Annahmen und Schätzungen zur Feststellung der Buchwerte der verschiedenen Vermögenswerte und Schulden. Der andere Bereich sind Annahmen und Schätzungen hinsichtlich zukünftiger zu versteuernder Gewinne, von denen eine zukünftige Nutzung der diesbezüglich erfassten und nicht erfassten latenten Steuerforderungen und von bestehenden latenten Steuerverbindlichkeiten abhängt. Zum Jahresende wurden 52,9 Mio. EUR (2006: 17,6 Mio. EUR) auf Basis dieser Annahmen und Schätzungen als latente Steuerforderungen erfasst. Schätzungen und Annahmen werden auch bezüglich der Erfassung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten hinsichtlich Steuerrisiken vorgenommen. (4) Übernahmen und VeräußerungenMit Vertrag vom 23.01.2007 hat SCA das Verpackungsgeschäft in Nordamerika an die amerikanische Investmentgesellschaft Metalmark Capital verkauft. Der Verkaufspreis betrug 303 Mio. EUR und wurde bar bezahlt. Der Übertragungszeitpunkt (Closing) war der 07.03.2007. Veräußert wurden folgende Gesellschaften:
Die im Zusammenhang mit dieser Transaktion vorgesehenen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren zum 31.12.2006 in der Bilanz gesondert unter den "Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Die diesem Segment zugewiesenen Erträge und Aufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Rubrik "Nicht fortgeführte Aktivitäten" ausgewiesen. Aus der Entkonsolidierung entstand ein Ergebnis in Höhe von -26,9 Mio. EUR. Darin enthalten sind Währungskurseffekte aus dem Unterschied der aktuellen Euro-und US Dollar-Kurse gegenüber den historischen Kursen zu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten der Gesellschaften in Höhe von -9,8 Mio. EUR und Transaktionskosten für den Verkauf von -9,4 Mio. EUR. Den Minderheitsgesellschaftern sind vom Entkonsolidierungs-Ergebnis -8,7 Mio. EUR zuzuordnen. Aufgrund der Stilllegung des Tissuestandorts Tilburg/Niederlande wurden die Anteile an den CDEM-Entsorgungsbetrieben veräußert. Diese Beteiligungsgesellschaften betrieben die Entsorgung des im Werk Tilburg anfallenden Klärschlamms. Mit Wirkung zum 01.01.2007 wurden die Anteile an CDEM Holland BV, Eerbeek/Niederlande, und SCA Hygiene Products Papierverwerking BV, Tilburg/Niederlande, veräußert. Letztere Gesellschaft hielt Anteile an der CDEM VOF BV, Eerbeek/Niederlande. Der Käufer ist die MinPlus Holding BV, Nieuwegein/Niederlande. Der Kaufpreis für die Anteile betrug je 1 EUR. Der Entkonsolidierungsgewinn betrug 2,7 Mio. EUR, wovon 0,1 Mio. EUR auf Minderheitsgesellschafter entfielen. Veräußerte Aktivitäten:
In den veräußerten Vermögenswerten und Schulden sind 2,7 Mio. EUR kurzfristige Nettofinanzschulden enthalten. (5) Segmentberichterstattung
Primäre Bereiche - Unternehmenssegmente Der Konzern ist in drei Hauptproduktgruppen gegliedert: Tissue, Personal Care und Verpackungen. Diese Produktgruppen sind die primären Segmente. Tissue umfasst Toilettenpapier, Haushaltstücher und Papiertaschentücher, die an den Einzelhandel verkauft werden. Darüber hinaus werden Toilettenpapier, Handtücher, Servietten und Reinigungsprodukte für industrielle Anwendungen an Unternehmenskunden in den Branchen Büros, Hotels, Restaurants und Gastronomie, Gesundheit und andere verkauft. Personal Care umfasst Inkontinenzprodukte, Babywindeln und Damenhygieneprodukte. Verpackungen umfassen Transport-und Schutzverpackungen sowie Klarsichtverpackungen. Transaktionen zwischen den Segmenten sind von untergeordneter Bedeutung. Der Verpackungsbereich wurde im Jahr 2007 veräußert. Aktiva und Passiva Die für jeden Unternehmensbereich angegebenen Aktiva umfassen das gesamte Betriebsvermögen des Unternehmensbereichs, vor allem Forderungen, Vorräte und Sachanlagen. Die meisten Aktiva lassen sich direkt einem Unternehmensbereich zuordnen. Darüber hinaus werden einige Aktiva, die zwei oder mehreren Unternehmensbereichen gemeinsam zuzuordnen sind, auf diese Unternehmensbereiche verteilt. Die den Unternehmensbereichen zuzuschreibenden Passiva umfassen alle Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit, hauptsächlich Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Das Netto-Betriebsvermögen wird auf alle Unternehmensbereiche verteilt. Sekundäre Bereiche - geografische Segmente Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird in drei geografische Segmente aufgeteilt: Europa, Nordamerika und übrige Welt.
Die Umsatzzahlen beruhen auf der Region, in der sich der Kunde befindet. Vermögenswerte und Investitionen werden dort ausgewiesen, wo sich der Vermögenswert befindet. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in zwei Regionen abgewickelt. In Europa, dem Heimatmarkt des Konzerns, produziert und verkauft der Konzern Tissue-und Personal Care-Produkte. In Nordamerika produziert und verkauft der Konzern Away From Home Tissueprodukte, Inkontinenzprodukte und Verpackungen. (6) Sonstige betriebliche ErträgeDiese beinhalten regelmäßige Einnahmen aus Lizenzen, Vermietungen, Serviceleistungen, Energieverkäufen, Versicherungsleistungen sowie eher vorübergehende Erträge wie Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen. Die Erträge aus Energieverkäufen betrugen 14,9 Mio. EUR (2006: 18,8 Mio. EUR). Darüber hinaus ist in dieser Position der Gewinn aus der Entkonsolidierung der CDEM-Entsorgungsbetriebe mit 2,7 Mio. EUR enthalten. (7) Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
(8) Abschreibungen und Wertminderungen von materiellen und immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens
Die Wertminderungen in Höhe von 126,9 Mio. EUR (2006: 1,7 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die Folge von geplanten Produktionsanpassungen im Bereich Tissue im Rahmen eines Programms zur Verbesserung der Produktionsstruktur, zur Erzielung von Synergieeffekten und damit zur Verbesserung der Kostenposition. (9) Materialaufwand und Sonstige betriebliche AufwendungenDie im Materialaufwand enthaltenen Energiekosten sind gemindert um die Effekte aus den Energie-Derivaten mit 1,4 Mio. EUR. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 6,7 Mio. EUR (2006: 6,3 Mio. EUR). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 26,9 Mio. EUR aus der Entkonsolidierung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten. Leasing Zukünftige Zahlungsverpflichtungen des Konzerns für unkündbare Operating-Leasingverhältnisse verteilen sich wie folgt:
Die jährlichen Kosten für Operating-Leasingverhältnisse für Vermögenswerte beliefen sich auf 17,4 Mio. EUR (2006: 23,9 Mio. EUR). Geleaste Vermögenswerte umfassen eine große Anzahl von Vermögenswerten wie Lagerhäuser, Büros, sonstige Gebäude, IT-Ausrüstung, Büroausstattung und Fahrzeuge. Es besteht eine große Anzahl von Einzelleasingverträgen. Leasingverträge mit jährlichen Kosten > 1 Mio. EUR sind:
Es bestehen folgende zukünftige Zahlungsverpflichtungen für Finanz-Leasingverhältnisse des Konzerns:
Die Zahlungen für Finanz-Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr beliefen sich auf insgesamt 1,7 Mio. EUR (2006: 2,9 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurden 1,2 Mio. EUR (2006: 1,1 Mio. EUR) als Zinsaufwand und 0,5 Mio. EUR (2006: 0,9 Mio. EUR) als Schuldentilgung ausgewiesen. Die Abschreibung von Vermögenswerten aus Finanz-Leasingverhältnissen im Geschäftsjahr belief sich auf 1,1 Mio. EUR (2006: 1,0 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde im Rahmen der Restrukturierung eine KWK-Anlage in Großbritannien mit 5,8 Mio. EUR wertberichtigt. Der Buchwert der Vermögenswerte aus Finanz-Leasingverhältnissen betrug zum Jahresende 4,3 Mio. EUR (2006: 11,2 Mio. EUR) für Gebäude und 1,0 Mio. EUR (2006: 2,5 Mio. EUR) für Maschinen. Die wesentlichen Verträge bestehen hinsichtlich der Energieversorgungsanlage in Skelmersdale/Großbritannien und eines Lagergebäudes in Prudhoe/Großbritannien mit Laufzeiten bis 2015 bzw. 2013. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2007 erhielt der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland die folgenden Honorare:
Währungskurseffekte im Ergebnis vor Abschreibungen und Finanzergebnis (Operating Surplus)
Die Währungskursverluste aus der Entkonsolidierung betreffen den Verkauf der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten. (10) Finanzerträge und -aufwendungen
In den Zinserträgen sind 35,1 Mio. EUR (2006: 29,4 Mio. EUR) der Finanzinstrument-Kategorie "Forderungen und Ausleihungen" zuzurechnen. In den Zinsaufwendungen sind 68,2 Mio. EUR (2006: 75,0 Mio. EUR; davon 3,0 Mio. EUR für nicht fortgeführte Aktivitäten) der Finanzinstrument-Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zuzurechnen. Weiterhin sind in den Zinsaufwendungen 4,6 Mio. EUR (2006: 5,3 Mio. EUR) enthalten, die der Finanzinstrument-Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zuzurechnen sind. Die Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei AB SCA Finans mit 17,7 Mio. EUR (2006: 8,9 Mio. EUR) sowie bei SCA UK Holdings Ltd., Darlington/Großbritannien, mit 10,4 Mio. EUR (2006: 15,6 Mio. EUR). Die Währungskursgewinne gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich aus der Marktbewertung des Forward-Kontrakts mit AB SCA Finans. Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Kreditlinien der AB SCA Finans mit 49,2 Mio. EUR (2006: 53,3 Mio. EUR) sowie SCA UK Holdings Ltd. mit 5,9 Mio. EUR (2006: 13,2 Mio. EUR) und SCA Hygiene Investments Ltd. mit 4,2 Mio. EUR (2006: 3,5 Mio. EUR). (11) Immaterielle Vermögenswerte
Emissionsrechte
Am Bilanzstichtag wurde eine Abwertung der Emissionsrechte auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Tonne CO2 war am 31.12.2007 mit 0,02 EUR bewertet (31.12.2006: 6,60 EUR). Daraus resultiert eine Wertminderung in Höhe von 3,3 Mio. EUR (2006: 6,5 Mio. EUR), die in gleicher Höhe zu einer Verminderung der Rückstellungen geführt hat. Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest) Der Geschäfts-oder Firmenwert (Goodwill) wird jedes Jahr einer Prüfung auf Wertminderung unterzogen. Goodwill verteilt sich auf die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wie folgt:
Der Rückgang der Geschäftswerte ist währungskursbedingt. Der erzielbare Betrag für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anhand der Berechnung des Nutzungswerts ermittelt. Diese Berechnungen beruhen auf den strategischen Plänen der Konzernleitung für die nächsten zehn Jahre. Die Annahmen in den strategischen Plänen beruhen auf den derzeitigen Preisen und Kosten vermindert um Abzüge für reale Preise und Kosteninflation sowie zuzüglich der angenommenen Produktivitätsentwicklung. Der geplante Absatz hat je nach Unternehmensbereich und geografischem Markt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3 bis 4%. Erwartete zukünftige Zahlungsmittelströme gemäß diesen Plänen bilden die Berechnungsgrundlage. Zahlungsmittelströme für die Zeit nach Ablauf des Zehn-Jahres-Zeitraums werden berechnet, indem ein Multiplikator auf den geschätzten nachhaltigen Cashflow angewandt wird. Bei der Berechnung des Gegenwartswerts erwarteter zukünftiger Zahlungsmittelströme wird der derzeitige durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC: Weighted Average Cost of Capital) für den jeweiligen Konzernbereich verwendet. Abgezinste Zahlungsmittelströme werden mit dem Buchwert des Nettovermögens je zahlungsmittelgenerierender Einheit verglichen. Die Überprüfung der Wertminderung wird im 4. Quartal durchgeführt. Die Überprüfung für 2007 ergab keine Wertminderung. Es wurden die nachstehenden durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) zugrunde gelegt:
(12) Sachanlagen
Im Geschäftsjahr wurden 0,3 Mio. EUR Zinsen für ein Investitionsprojekt (Gebäude) während der Bauphase aktiviert (2006: 0 Mio. EUR). Der Zinssatz betrug 5,5%. Die in den Geschäftsjahren vorgenommenen Wertminderungen erfolgten auf den zu erwartenden Veräußerungserlös. Bei geplanter Schließung erfolgte eine vollständige Wertberichtigung der Vermögenswerte auf den geplanten Stilllegungszeitpunkt. (13) Anteile an assoziierten Unternehmen
Die Zugänge umfassen das anteilige Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen. Die Wertminderung im Jahr 2006 betrifft die Belovo Paper Mill S.A., Belovo/Bulgarien. Die erhaltenen Dividenden 2007 stammen im Wesentlichen von der SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy/Frankreich. Die Sonstigen neutralen Veränderungen beinhalten neutral verrechnete versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von 83 TEUR (2006: 162 EUR). Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem SCA-Anteil:
Wesentliche Posten der Bilanz entsprechend dem SCA-Anteil:
Die Aktiva enthalten 0,1 Mio. EUR (2006: 4,1 Mio. EUR) zum Verkauf vorgesehene Sachanlagen.
Sonstige Informationen
Zum 31.12.2007 bestehen keine Eventualverbindlichkeiten der Anteilseigner gegenüber den assoziierten Unternehmen. Es wurden, mit Ausnahme der Ausfallbürgschaft (siehe Anhang (32)), keine Haftungsrisiken übernommen. Die Anteile der Productos Familia S.A., Medellín/Kolumbien, werden an der Börse in Bogota/Kolumbien gehandelt. Aufgrund der geringen Bewegungen von lediglich 0,23% aller Aktien existiert zum Bilanzstichtag kein offizieller Börsenkurs. 2007 wurden 162.514 Aktien (2006: 115.359) im Durchschnitt für 537 COP (2006: 400 COP) gehandelt. (14) Beteiligungen
Beteiligungen beziehen sich auf Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht als Tochtergesellschaften, Joint-Venture-Gesellschaften oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden und auch nicht zur Veräußerung vorgesehen sind. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. Die Beteiligungen enthalten im Wesentlichen mit 412 TEUR einen Anteil unter 1% an der Agentrics LLC, Alexandria/USA, der von der SCA Hygiene Products AG gehalten wird. (15) Langfristige Finanzanlagen
(16) Steuern
Der Steueraufwand belief sich auf -3,3% (2006: 28,7%) des Konzernergebnisses vor Steuern. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem ausgewiesenen Steueraufwand und dem erwarteten Steueraufwand wird nachfolgend erläutert. Der erwartete Steueraufwand wird entsprechend der aktuellen Konzernstruktur und den aktuellen Gewinnen in jedem Land berechnet. Der Steueraufwand der nicht fortgeführten Aktivitäten enthält 547 TEUR Ertragsteuer für das Ergebnis des Geschäftsjahres und 11.785 TEUR aus der Entkonsolidierung.
(1) Permanente Effekte zwischen dem
IFRS-Ergebnis und dem steuerrechtlichen Ergebnis
Aktuelle Steuerverbindlichkeiten bzw. -erstattungsansprüche Die Veränderung der aktuellen Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der Steuererstattungsansprüche im Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert.
Die Steuerverbindlichkeit zum Bilanzstichtag umfasste Steuerforderungen in Höhe von 14,5 Mio. EUR (2006: 21,7 Mio. EUR) sowie Steuerverbindlichkeiten von 15,3 Mio. EUR (2006: 22,9 Mio. EUR). Im Vorjahr war eine Steuerzahlung aufgrund der Betriebsprüfung bei SCA Hygiene Products AG von 35,2 Mio. EUR enthalten. Die Sonstigen Veränderungen im Geschäftsjahr sind den veräußerten nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten zuzuordnen.
Die Sonstigen Veränderungen enthalten die Auswirkungen der veränderten Steuersätze, die den latenten Steueraufwand um -15,1 Mio. EUR (2006: -2,5 Mio. EUR) minderten. Darüber hinaus wurden latente Steuern in Höhe von -20,7 Mio. EUR für steuerbegünstigte Investitionen in Polen gebildet, die bis 2017 zu 50% steuermindernd geltend gemacht werden können. Latente Steuern Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der aktivischen latenten Steuern im Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert. Der Bilanzausweis umfasste am Bilanzstichtag aktivische latente Steuern in Höhe von 52,9 Mio. EUR (2006: 17,6 Mio. EUR) und passivische latente Steuern von 112,2 Mio. EUR (2006: 126,4 Mio. EUR).
Sonstiges SCA weist keine latenten Steuern hinsichtlich temporärer Differenzen in Bezug auf Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint-Venture-Gesellschaften aus. Andere zukünftige Effekte (Quellensteuer und sonstige latente Steuer für Gewinnmitnahmen innerhalb des Konzerns) werden dann berücksichtigt, wenn SCA den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen nicht mehr steuern kann, oder wenn es wahrscheinlich ist, dass sich diese Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Verlustvorträge Verlustvorträge, für die aufgrund der Ertragsaussichten keine latenten Steuerforderungen erfasst wurden, beliefen sich per 31.12.2007 auf 30,3 Mio. EUR (2006: 18,4 Mio. EUR). Davon haben Werte in Höhe von 1,7 Mio. EUR (2006: 2,3 Mio. EUR) eine unbegrenzte Dauer. Die anderen Verlustvorträge können letztmalig in den unten angegebenen Jahren genutzt werden.
Von den ungenutzten Verlustvorträgen sind 5,5 Mio. EUR ungenutzt verfallen und 2,3 Mio. EUR wurden realisiert. (17) Sonstige langfristige Vermögenswerte
(18) Vorräte
Der Rückgang des Vorratsvermögens um 25,5 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus einem Abbau der Lagerbestände von Away From Home Tissue-Mutterrollen in Nordamerika (23,5 Mio. EUR) und der Veräußerung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten (23,9 Mio. EUR). Erhöhungen des Vorratsvermögens gab es im Wesentlichen im Werk Olawa/Polen (6,4 Mio. EUR) im Rahmen der Produktionsausweitung für Personal Care-Produkte und in den USA (5,2 Mio. EUR) aus der Inbetriebnahme eines neuen Warenverteilzentrums. Im Berichtsjahr ergaben sich keine wesentlichen Wertminderungen oder Wertaufholungen. (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Analyse des Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Überschreitung der Zahlungskondition und ohne Einzelwertberichtigung enthalten keine Einzelposten, bei denen die Zahlungskondition neu verhandelt wurde. Diese würden sonst in den Kategorien "Zahlungskondition überschritten" oder "Einzelwertberichtigte Forderungen" ausgewiesen. SCA hat die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend in Form von Delkredere-Versicherungen mit einem Betrag von 89,3 Mio. EUR (2006: 74,7 Mio. EUR) gesichert. Von diesem Betrag sind 6,9 Mio. EUR (2006: 7,1 Mio. EUR) den Forderungen der Kategorie "Überschrittene Zahlungskonditionen" und 0,3 Mio. EUR (2006: 0 Mio. EUR) der Kategorie "Einzelwertberichtigte Forderungen" zuzuordnen. Erhaltene Sicherheitsleistungen in Form von Vorauszahlungen sind von untergeordneter Bedeutung. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Entwicklung der Einzelwertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Im operativen Ergebnis haben aus zweifelhaften Forderungen - 0,1 Mio. EUR (2006: - 0,7 Mio. EUR) gewirkt. Im Jahr 2006 sind den nicht fortgeführten Aktivitäten 0,3 Mio. EUR zuzurechnen. Von den Forderungsausfällen 2006 betreffen 2,1 Mio. EUR einen Insolvenzfall in Großbritannien. (20) Sonstige kurzfristige Forderungen
(1) Diese Positionen fallen in den
Anwendungsbereich des IFRS 7.
Derivative Instrumente beinhalten Devisentermingeschäfte und Währungsswaps zur Absicherung des Transaktionsrisikos. Sonstige Forderungen enthalten unverzinsliche Posten, wie z. B. Vorsteuerforderungen. Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Versicherungen, Werbung, Rabatte, Wartungsarbeiten und sonstige Steuern in Höhe von 11,5 Mio. EUR (2006: 15,2 Mio. EUR). Die Rechnungsabgrenzungsposten schließen transitorische (Geldausgang im laufenden Geschäftsjahr, Aufwand im nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Aktiva (Ertrag im laufenden Geschäftsjahr, Geldeingang im nächsten Geschäftsjahr) ein. Der Buchwert der Sonstigen kurzfristigen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. (21) Finanzielle Derivate, kurzfristige Finanzanlagen und Flüssige MittelFinanzielle Derivate
Finanzielle Derivate (Forward Kontrakt mit AB SCA Finans) wurden zum Marktwert bilanziert. Kurzfristige Finanzanlagen und Flüssige Mittel -Laufzeit < 3 Monate
Bei den Forderungen an verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Geldanlagen bei der AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, in Höhe von 382,8 Mio. EUR (2006: 225,8 Mio. EUR) und um Cash Pool-Forderungen von 74,2 Mio. EUR (2006: 120,5 Mio. EUR). Hinzu kommt eine kurzfristige Anlage bei der SCA UK Holdings Ltd., Darlington/Großbritannien, in Höhe von 156,3 Mio. EUR (2006: 160,4 Mio. EUR) mit einer Verzinsung von 7,13% und einer Fälligkeit am 04.03.2008. Anlagepapiere mit einer Laufzeit von drei Monaten und Bar-und Bankguthaben sind in den Liquiden Mitteln enthalten. Der Buchwert der Kurzfristigen Finanzanlagen und flüssigen Mittel entspricht dem beizulegenden Zeitwert. (22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und VerbindlichkeitenBei den am 31.12.2007 zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten handelt es sich um drei Verarbeitungsmaschinen für "Zewa Softis" Taschentücher. Mit Vertrag vom 11.10.2007 hat SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, aufgrund der Auflagen der Europäischen Kommission beim Erwerb des Tissuegeschäft von Procter & Gamble in Europa durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, die Taschentuchmarke Softis für die Absatzregionen Deutschland und Österreich an das italienische Tissueunternehmen Sofidel S.p.A., Porcari/Italien, veräußert. Der Vertrag wurde am 14.01.2008 vollzogen (Closing). Die Vorjahreswerte zum 31.12.2006 enthalten die Verpackungsaktivitäten in Nordamerika, die mit Vertrag vom 23.01.2007 an die amerikanische Investmentgesellschaft Metalmark Capital Inc. verkauft wurden.
Die Erträge und Aufwendungen der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Rubrik "Nicht fortgeführte Aktivitäten" ausgewiesen und in den Anhangsangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung gesondert dargestellt. Kapitalflussrechnung für dieses Segment:
(23) EigenkapitalEntwicklung des Konzerneigenkapitals
(1) Von den historischen
Währungskurseffekten wurden -9,8 Mio. EUR im Rahmen
der Entkonsolidierung der nordamerikanischen
Verpackungsaktivitäten ergebniswirksam
berücksichtigt.
Bei den Stammaktien von SCA Hygiene Products AG handelt es sich um nennwertlose Stückaktien. Der Gewinnverwendungsvorschlag von SCA Hygiene Products AG an die Hauptversammlung ist die Ausschüttung einer Dividende von 14,45 EUR je Aktie. Die Dividende soll am Tag nach der Hauptversammlung zur Auszahlung kommen und entspricht der vom Oberlandesgericht München am 17.07.2007 festgesetzten Garantiedividende von 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs. Die Kapitalrücklage von SCA Hygiene Products AG enthält Entgelte für Optionsrechte und das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie Verlustverrechnungen. Die Anderen Gewinnrücklagen von SCA Hygiene Products AG enthalten übernommene Ergebnisse aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen und direkte Dividendenzuflüsse von Tochtergesellschaften. Kapitalmanagement: SCA Hygiene Products AG ist über den Beherrschungsvertrag mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, eng in den Konzern der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, eingebunden. Die Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt überwiegend bei der zentralen Finanzierungsgesellschaft AB SCA Finans, Stockholm/Schweden. SCA Hygiene Products AG wendet sich als beherrschtes Unternehmen nicht aktiv an den Kapitalmarkt. Die Gesellschaft unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. (24) FinanzschuldenAm 31.12.2007 betrug die Bruttoverschuldung einschließlich der passivischen Zinsabgrenzung 1.034,8 Mio. EUR (2006: 1.372,4 Mio. EUR). Die verzinsliche Bruttoverschuldung betrug 1.034,3 Mio. EUR (2006: 1.369,7 Mio. EUR).
(1) Einschließlich der passivischen
Zinsabgrenzung von 0,5 Mio. EUR (2006: 2,7 Mio. EUR)
ergeben sich kurzfristige Brutto-Finanzschulden von 744,1
Mio. EUR (2006: 1.062,9 Mio. EUR).
Verzinsliche Bruttoverschuldung nach Währungen
(25) Personalbezogene RückstellungenSCA hat sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne. Die bedeutendsten leistungsorientierten Pläne beruhen auf der Dienstzeit und der Vergütung, die der Mitarbeiter bei oder kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand erhalten hat. Die gesamten Pensionskosten für die leistungsorientierten Pläne werden nachfolgend dargestellt.
Aufwendungen zu beitragsorientierten Versorgungsplänen sowie andere Vergütungen im Zusammenhang mit beitragsorientierten Leistungen:
(1) Es handelt sich um Arbeitgeberbeiträge
zur gesetzlichen Rentenversicherung. In
Großbritannien sind auch die Beiträge zu anderen
Sozialversicherungen enthalten.
Die erwartete Rendite des Planvermögens wird anhand der Annahme festgestellt, dass die Rendite aus Rentenpapieren genauso hoch sein wird wie die Verzinsung von Zehn-Jahres-Staatsanleihen und dass die Eigenkapitalrendite dieselbe Verzinsung zuzüglich eines Risikoaufschlags erreichen wird. Die für jedes Land beschlossene Verzinsung wird anhand des Anteils von Dividenden-bzw. Rentenpapieren gewichtet. Zum Bilanzstichtag waren 289,5 Mio. EUR (2006: 320,3 Mio. EUR) in Dividendenpapieren investiert. Dies entspricht 56,6% (2006: 58,9%) des gesamten Zeitwerts des Planvermögens. Die übrigen 222,2 Mio. EUR (2006: 223,4 Mio. EUR) entsprechen 43,4% (2006: 41,1%) und waren in festverzinslichen Wertpapieren investiert. Die tatsächliche Rendite des Planvermögens betrug 2007 -5,1 Mio. EUR (2006: 59,0 Mio. EUR). Diese negative Entwicklung basiert im Wesentlichen auf dem Rückgang der Börsenkurse der im Planvermögen enthaltenen Aktien. Pensionspläne mit Bilanzüberschüssen werden in der Bilanz als ein Aktivposten -Überschuss aus vorfinanzierten Pensionsplänenausgewiesen. Andere Pensionspläne, die in Bezug auf die Bilanz nicht voll vorfinanziert sind, werden als Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Wert aller Pensionspläne wird auf den Überschuss aus vorfinanzierten Pensionsplänen bzw. auf die Pensionsrückstellungen, wie unten dargestellt, verteilt.
Die nachstehenden Zusammenfassungen stellen den Nettowert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen dar.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste des Jahres sind im Saldo positiv und belaufen sich auf 8,4 Mio. EUR (2006: 76,3 Mio. EUR). Die auf diese Weise erfassten aufgelaufenen Gewinne und Verluste machen somit 50,0 Mio. EUR (2006: 41,6 Mio. EUR) aus. Zusätzlich zu der Auswirkung der geänderten versicherungsmathematischen Annahmen, wie der Änderung des Abzinsungssatzes etc., entstanden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste durch die erfahrungsbedingte Anpassung der Annahmen. Erfahrungsbedingte Anpassungen umfassen unerwartet hohe oder niedrige Mitarbeiterfluktuation, vorzeitige Pensionierung, Sterbefälle oder Gehaltserhöhungen. Die prozentuale Auswirkung dieser Anpassungen beträgt 1,5% (2006: 1%) für die leistungsorientierten Verpflichtungen und -7,5% (2006: 6%) für das Planvermögen. Dies bedeutet, dass die Rendite für das Planvermögen 2007 schlechter als erwartet war. Nachstehende Tabelle weist die Nettorückstellung unter Berücksichtigung von vorfinanzierten, teilweise vorfinanzierten, nicht finanzierten Pensionsplänen und sonstigen Personalverpflichtungen aus. Die Bezeichnung "teilweise vorfinanziert" bezieht sich auf Pläne, die sowohl vorfinanzierte als auch gar nicht finanzierte Verpflichtungen derselben Pläne umfassen; dem gegenüber stehen vorfinanzierte Pläne, bei denen alle Verpflichtungen vorfinanziert sind. Die Finanzierungshöhe hängt von dem jeweiligen Plan ab.
Der Zeitwert des Planvermögens per 31.12.2007 beinhaltet Finanzinstrumente in Form von Interest Rate Swaps, die den Marktwert des Planvermögens mit -1,4 Mio. EUR belastet haben (2006: 0 Mio. EUR). Die von SCA geplanten Zahlungen zum Planvermögen sowie an die Begünstigten betragen für 2008 voraussichtlich 17,3 Mio. EUR. In der nachstehenden Tabelle werden die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens erläutert.
Die versicherungsmathematischen Annahmen enthalten gewichtete durchschnittliche Annahmen, die bei der Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Pensionskosten für das darauf folgende Jahr zugrunde gelegt werden. Für die Ermittlung der Annahmen wurden überwiegend ausländische Unternehmen einbezogen.
(26) Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 9,1 Mio. EUR (2006: 22,6 Mio. EUR). Diese umfassen im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für das Effizienzprogramm in Höhe von 8,6 Mio. EUR (2006: 20,1 Mio. EUR), davon 1,3 Mio. EUR (2006: 1,9 Mio. EUR) langfristig. Aufzinsungen waren nicht vorzunehmen. Der Verbrauch der langfristigen Rückstellungen wird in den nächsten zwei Jahren erwartet. (27) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
(28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Der Rückgang der externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist mit 22,9 Mio. EUR auf die Veräußerung der nordamerikanischen Verpackungsaktivitäten und der CDEM-Entsorgungsbetriebe zurückzuführen. Verbindlichkeiten für strategische Investitionen bestehen für die neue Tissuemaschine in Barton/USA. (29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
(a) Diese Positionen fallen in den
Anwendungsbereich des IFRS 7.
Die Verbindlichkeiten beinhalten transitorische (Geldeingang im laufenden Geschäftsjahr, Ertrag im nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Passiva (Aufwand laufendes Geschäftsjahr, Kassenabfluss nächstes Geschäftsjahr). Die derivativen Instrumente umfassen Devisentermingeschäfte -Currency Forwards-sowie Währungsswaps -Currency Swaps-und werden ausschließlich zur Absicherung des Transaktionsrisikos verwendet. (30) KapitalflussrechnungZahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
Finanzmittelfonds
Zinsen
Dividenden
(31) Joint-Venture-GesellschaftenJoint-Venture-Gesellschaften, d. h. Unternehmen, die SCA zusammen mit anderen Partnern besitzt und über die laut Vertrag gemeinsam Kontrolle ausgeübt wird, werden quotal konsolidiert. Es handelt sich hierbei um die Teilkonzerne THOSCA-Holzhandelsgesellschaften (SCA-Anteil: 50%) und um die Altpapierhandelsgesellschaft Bunzl & Biach (SCA Hygiene Products AG-Anteil: 50%). Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz und die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in Joint-Venture-Gesellschaften, die im SCA-Konzern enthalten sind, beziehen sich auf den Anteil von SCA.
Der Umsatzanstieg um 23 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Preisanstieg im Holzhandel und aus der Erweiterung der Holzhandelsaktivitäten durch die Versorgung der Schwestergesellschaft SCA Laakirchen AG, Laakirchen/Österreich. Auch der Anstieg der Altpapierpreise hat zu dieser Entwicklung beigetragen. Aufgrund der Stilllegung des Tissuestandorts Tilburg/Niederlande 2006 wurden die Anteile an den CDEM-Entsorgungsbetrieben veräußert. Diese Beteiligungsgesellschaften betrieben die Entsorgung des im Werk Tilburg anfallenden Klärschlamms. Am 07.03.2007 wurde der Verkaufsvertrag über die Anteile an CDEM Holland BV, Eerbeek/Niederlande, und SCA Hygiene Products Papierverwerking BV, Tilburg/Niederlande, mit Wirkung zum 01.01.2007 unterzeichnet. Letztere Gesellschaft hielt Anteile an der CDEM VOF BV, Eerbeek. Der Käufer war die MinPlus Holding BV, Nieuwegein/Niederlande. Der Kaufpreis für die Anteile betrug je 1 EUR. Übertragen wurden Vermögenswerte in Höhe von 6,1 Mio. EUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 8,8 Mio. EUR. Der Entkonsolidierungserfolg betrug 2,7 Mio. EUR.
(32) Eventualverbindlichkeiten
Im Zusammenhang mit der Veräußerung des französischen Standorts Roanne am 28.02.2007 durch die SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy/Frankreich, wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products AG eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach interner Einschätzung bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products AG gegeben. (33) Verpfändete VermögenswerteDie verpfändeten Vermögenswerten in Höhe von 2.892 TEUR (2006: 89 TEUR) dienen im Wesentlichen der durch die SCA Hygiene Products GmbH, Wien/Österreich vorgenommenen Absicherung eines Hypothekendarlehens, das vom Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, beim österreichischen Wasserwirtschaftsfonds aufgenommen wurde. (34) Bericht zu nahestehenden Unternehmen und PersonenSCA Hygiene Products AG und ihre Tochtergesellschaften sind mit einem Beherrschungsvertrag seit dem 01.01.1998 in den Konzern der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, eingebunden. Mit den anderen verbundenen Unternehmen des SCA AB Konzerns (Mutter-und Schwestergesellschaften) gibt es im Wesentlichen folgende Beziehungen. Warenlieferungen werden nach der Cost Plus-Methode in Rechnung gestellt. Forschung und Entwicklung, Datenverarbeitung und Management werden im Kostenumlageverfahren verrechnet. Finanzgeschäfte werden at arm's length berechnet. Tochtergesellschaften der SCA Hygiene Products AG vertreiben Produkte unter der Marke "Tempo", die von Schwestergesellschaften erzeugt werden. Für die Nutzung der Markenrechte werden marktübliche Lizenzgebühren an AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, entrichtet. SCA Hygiene Products AG hat gegenüber Schwestergesellschaften Kreditlinien gesichert, die unter den Garantien aufgeführt sind. Diese betrugen zum 31.12.2007 0,2 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR). In gleicher Höhe bestand jeweils eine Rückgriffsforderung gegen SCA Hygiene Products AB, Göteborg/Schweden. Im Zusammenhang mit der Veräußerung des französischen Standorts Roanne durch die SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy/Frankreich wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products AG eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach internen Einschätzungen bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products AG gegeben. 2007 hat SCA Hygiene Products AG eine Dividende in Höhe von 60.074 TEUR an SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, ausgeschüttet. 2007 wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen bzw. Maschinenteile und Grundstücke an Schwestergesellschaften und assoziierte Unternehmen veräußert. Der Erlös in Höhe von 3.142 TEUR führte bei Buchwerten von 2.386 TEUR zu einem Ertrag von 756 TEUR. Von Schwestergesellschaften wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen und Maschinenteile in Höhe von 15 TEUR erworben. Die Liefer-und Leistungsbeziehungen mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften erfolgen ausschließlich im Rahmen der bestehenden Anstellungsverträge. Mit Angehörigen von nahestehenden Personen bestehen keine Liefer-und Leistungsbeziehungen. Die Bezüge des Vorstands von SCA Hygiene Products AG im Geschäftsjahr 2007 betrugen 742 TEUR (2006: 695 TEUR), davon fix 672 TEUR (2006: 606 TEUR) und variabel 70 TEUR (2006: 89 TEUR). Darin sind Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen, enthalten. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31.12.2007 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 619 TEUR (2006: 2.043 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.367 TEUR (2006: 1.323 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 12.265 TEUR (2006: 11.064 TEUR). Die Mitglieder des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG erhalten gemäß §18 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products AG ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 insgesamt 103 TEUR. Darüber hinausgehende Liefer-und Leistungsbeziehungen bestanden nicht. Im Geschäftsjahr wurden mit nahestehenden Unternehmen Geschäfte getätigt, die zu folgenden Abschlussposten führten:
(35) Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis durch die durchschnittliche Zahl der Aktien geteilt wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle Aktien (Optionen und Wandelanleihen) erfolgen. Dieser Sachverhalt ist bei SCA Hygiene Products AG nicht gegeben.
(1) Vorschlag für das Geschäftsjahr
2007
(36) Ereignisse nach dem BilanzstichtagMit Vertrag vom 11.10.2007 hat SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, aufgrund der Auflagen der Europäschen Kommission beim Erwerb des Tissuegeschäft von Procter & Gamble in Europa durch die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, der Muttergesellschaft der SCA Hygiene Products AG, die Taschentuchmarke Softis für die Absatzregionen Deutschland und Österreich an das italienische Tissueunternehmen Sofidel S.p.A., Porcari/Italien, veräußert. Der Vertrag wurde am 14.01.2008 vollzogen (Closing). Im April 2008 hat der Konzern im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm die Mitarbeiter über die geplante Schließung der Tissue-Erzeugung am Standort Tawd in Skelmersdale/Großbritannien sowie Anpassungsmaßnahmen in der Tissue-Verarbeitung informiert. Die hiermit verbundenen Aufwendungen werden voraussichtlich rund 20 Mio. EUR betragen. (37) EntsprechenserklärungVorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach §161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14.06.2007 am 27.11.2007 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.scahygieneproductsag.com zugänglich gemacht. (38) AnteilsbesitzDie vollständige Liste des Anteilsbesitzes der SCA Hygiene Products AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 18 April 2008 SCA Hygiene Products AG Der Vorstand Günter Kaske Walter Hirner Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der SCA Hygiene Products AG, München, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der SCA Hygiene Products AG, München, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Nicht Gegenstand unserer Prüfung war die inhaltliche Würdigung der von der Gesellschaft freiwillig in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommenen Entsprechenserklärung. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 21. April 2008 PricewaterhouseCoopers
Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer ppa. Christiane Neumair, Wirtschaftsprüfer Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007
Bilanz zum 31. Dezember 2007AKTIVA
AnhangAllgemeine AngabenDie SCA Hygiene Products AG, München, führt als Obergesellschaft einen Teilkonzern der Muttergesellschaft Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB). Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der gemeinsame Lagebericht der SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und im Unternehmensregister hinterlegt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung Positionen zusammengefasst, die im Anhang gesondert erläutert werden. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Aufstellung des Jahresabschlusses der SCA Hygiene Products AG erfolgt nach den deutschen handels-bzw. aktienrechtlichen Bestimmungen. Bei bestehenden Wahlrechten wird der jeweils steuerlich günstigere Wert angesetzt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen - aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige degressive und lineare Abschreibungen - bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt grundsätzlich bei Gebäuden - je nach Ausführung - zehn bis 50 Jahre sowie bei anderen Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert ausgewiesen. Soweit die nach diesen Grundsätzen bewerteten Finanzanlagen über dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag liegen, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen vorgenommen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden, soweit erforderlich, auf den niedrigeren Wert am Bilanzstichtag abgewertet. Es wurde eine Bewertungseinheit zwischen Ausleihungen an verbundene Unternehmen und einem Devisentermingeschäft gebildet. Der beizulegende Zeitwert des Devisentermingeschäfts zum Bilanzstichtag bestimmt sich aus der Differenz der mit den USD-bzw. EUR-Zinssätzen abgezinsten Zeitwerten des Darlehens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken werden durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Liquiden Mittel sind zu Nominalwerten bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis eines Zinsfußes von 6% in Höhe des versicherungsmathematischen Teilwerts gemäß § 6 a EStG dotiert und decken alle Direktzusagen. Den Berechnungen liegen die Heubeck'schen Sterbetafeln aus dem Jahr 2005 zugrunde. Bei Rückstellungen für Altersteilzeit kommt das Blockmodell zur Anwendung. Die in der Rückstellung enthaltenen Aufstockungsbeträge stellen nach ihrem wirtschaftlichen Charakter eine eigenständige Abfindungsverpflichtung dar und sind nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB passiviert. Darüber hinaus wurden in die Rückstellungen auch Leistungen an Arbeitnehmer einbezogen, welche das tarifliche Angebot zur Altersteilzeit voraussichtlich noch bis 2009 annehmen werden. Weitere Versorgungsverpflichtungen werden durch eine Gruppenversicherung gedeckt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Nicht kursgesicherte Währungsforderungen werden grundsätzlich mit dem Kurs am Buchungstag oder mit dem niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet, kursgesicherte Währungsforderungen grundsätzlich zum Sicherungskurs oder zum niedrigeren Buchwert. Nicht kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Kurs am Buchungstag oder mit dem höheren Geldkurs bewertet, kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten grundsätzlich zum Sicherungskurs oder zum höheren Geldwert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) Umsatzerlöse
SCA Hygiene Products AG hat ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen in Höhe von 68,0 Mio. EUR (2006: 49,1 Mio. EUR) aus Serviceleistungen für Konzernunternehmen erzielt. Die periodenfremden Umsatzerlöse betrugen -1,8 Mio. EUR (2006: -7,4 Mio. EUR). (2) Sonstige betriebliche Erträge Diese Position beinhaltet insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Weiterbelastungen an Konzernunternehmen. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind 0,8 Mio. EUR (2006: 38,9 Mio. EUR) anderen Geschäftsjahren zuzuordnen. (3) Personalaufwand
Anderen Geschäftsjahren sind 0,6 Mio. EUR (2006: 0,9 Mio. EUR) zuzuordnen. Der Anstieg des Personalaufwands basiert im Wesentlichen auf der gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern und höheren Bonuszahlungen. (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Verwaltungskosten, Beiträge, Mieten, Fremdleistungen und Zuweisungen zu Rückstellungen. Anderen Geschäftsjahren sind 0,8 Mio. EUR (2006: 0,8 Mio. EUR) zuzuordnen. Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die höhere Inanspruchnahme von Beratungsleistungen zurückzuführen. (5) Finanzergebnis
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen stammen von der SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding. Die Erträge aus Ausleihungen resultieren aus einer langfristigen Finanzierung der Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH, Oberding. Diese Ausleihung wurde durch ein Devisentermingeschäft in Form eines Währungsswaps in Höhe von 177,1 Mio. EUR (222,1 Mio. USD) gesichert. Der beizulegende Zeitwert zum 31.12.2007 betrug 10,0 Mio. EUR. (6) Ertragsteuern Die Position Ertragsteuern enthielt 2007 den Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von 1,2 Mio. EUR sowie Erträge aus Vorjahren mit 2,4 Mio. EUR. 2006 enthielt diese Position nach Abschluss der Betriebsprüfung eine Rückstellungsauflösung in Höhe von 149,7 Mio. EUR und eine Aktivierung eines Körperschaftssteuerguthabens in Höhe von 9,7 Mio. EUR aufgrund des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG). ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(7) Immaterielle Vermögensgegenstände
(8) Sachanlagen
(9) Finanzanlagen
Die Abgänge bei den Wertpapieren des Anlagevermögens ergaben sich aus einer Rückvergütung des SCA Vorsorge-Fonds e.V. für Rentenzahlungen der SCA Hygiene Products AG. Hierzu wurden aus dem Sondervermögen 2,7 Mio. EUR entnommen. (10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Darlehen (6,7 Mio. EUR) sowie Salden aus dem Cash Pool mit inländischen Tochtergesellschaften (114,0 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert aus der Abnahme der Cash Pool-Forderung gegenüber der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, die teilweise durch eine höhere Ergebnisabführung der SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding, kompensiert wurde. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Wesentlichen durch die Aufzinsung des Körperschaftssteuerguthabens um 0,3 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR. (11) Flüssige Mittel In diesem Posten sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände enthalten. (12) Rechnungsabgrenzungsposten Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Abgrenzungen von Mietkosten und Mitgliedsbeiträgen. (13) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products AG betrug zum Ende des Berichtsjahres 181.305 TEUR und ist in 7.092.018 Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie hat eine Stimme. Die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hält an der SCA Hygiene Products AG eine Beteiligung von mehr als 96%. (14) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen haben sich 2007 um 51.149 TEUR auf 586.868 TEUR erhöht. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 3. August 2007 wurden aus dem Bilanzgewinn 2006 45.273 TEUR in die Gewinnrücklagen eingestellt. Eine weitere Einstellung in die Gewinnrücklagen erfolgte aus dem Jahresüberschuss 2007 in Höhe von 5.876 TEUR. (15) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In der betrieblichen Altersversorgung bestehen derzeit keine steuerlichen Fehlbeträge bei den Pensionsrückstellungen. (16) Übrige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (8,2 Mio. EUR) und ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen (1,7 Mio. EUR). (17) Verbindlichkeiten
Bei den Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren in Höhe von 13.972 TEUR aus einem Devisentermingeschäft zur Absicherung einer US Dollar-Ausleihung. Im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit 49 TEUR und mehr als fünf Jahren mit 357 TEUR. Aufgrund des geringeren Finanzierungsbedarfs haben sich die Finanzschulden um 152,8 Mio. EUR deutlich reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Salden aus dem Cash Pool mit inländischen Konzerngesellschaften. Sonstige AngabenEntsprechenserklärung Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 am 27. November 2007 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.scahygieneproductsag.com zugänglich gemacht. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2007 erhielt der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die folgenden Honorare:
Haftungsverhältnisse
Von den Haftungsverhältnissen bei SCA Hygiene Products AG betreffen 16,4 Mio. EUR (2006: 17,8 Mio. EUR) verbundene Unternehmen. Rückgriffsforderungen gegen die SCA Hygiene Products AB, Göteborg/Schweden, bestehen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2006: 0,5 Mio. EUR). SCA Hygiene Products AG hat die gesamtschuldnerische Haftung für die aus den Rechtsgeschäften der niederländischen Tochtergesellschaften bestehenden und zukünftig entstehenden Verbindlichkeiten übernommen. Die Haftungsübernahme wird durch den Vorstand jährlich überprüft. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten 143,0 Mio. EUR (2006: 149,6 Mio. EUR). Diesen stehen Vermögensgegenstände in den niederländischen Tochtergesellschaften von 455,1 Mio. EUR (2006: 350,2 Mio. EUR) gegenüber. Im Zusammenhang mit der Veräußerung des französischen Standorts in Roanne am 28. Februar 2007 wurde dem Erwerber eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach interner Einschätzung bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber der SCA Hygiene Products AG gegeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 1,1 Mio. EUR (2006: 1,0 Mio. EUR). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet-und Leasingverträgen. Mitarbeiter Der Personalstand der SCA Hygiene Products AG belief sich im Durchschnitt auf 212 Mitarbeiter (2006: 205), davon waren 212 Mitarbeiter Angestellte (2006: 205). Bezüge des Aufsichtsrats Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 18 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG für das Geschäftsjahr 2007 insgesamt 103 TEUR. Vergütung des Vorstands Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2007 betrugen 742 TEUR (2006: 695 TEUR), davon fix 672 TEUR (2006: 606 TEUR) und variabel 70 TEUR (2006: 89 TEUR). Am 31. Dezember 2007 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 619 TEUR (2006: 2.043 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.367 TEUR (2006: 1.323 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 12.265 TEUR (2006: 11.064 TEUR). Aufstellung des Anteilsbesitzes Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes der SCA Hygiene Products AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Angaben zum Mutterunternehmen Mehrheitsgesellschafter der SCA Hygiene Products AG ist die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande. Diese wird ihrerseits in den Konzernabschluss der SCA AB einbezogen. Die SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat die Aktien an der SCA Hygiene Products AG im Dezember 2007 an ihre Muttergesellschaft, die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, ausgeschüttet. Im Dezember 2007 erfolgte eine formwechselnde Umwandlung der SCA Verwaltungs GmbH in die SCA Verwaltungs BV (GmbH niederländischen Rechts) & Co. KG mit der SCA Treasury BV, Amsterdam/Niederlande, als Kommanditistin und der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, als Komplementärin. Durch Ausscheiden der Kommanditistin im Dezember 2007 ging der Beherrschungsvertrag mit der SCA Hygiene Products AG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, über. Die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat SCA Hygiene Products AG am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält. Ihre Tochtergesellschaft SCA Verwaltungs GmbH, Oberding, hat ebenfalls am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie 0% des Grundkapitals und 0 Stimmrechte der Gesellschaft hält. GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products AG beträgt 108.343 TEUR. Nach Einstellung von 5.876 TEUR in die Anderen Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 102.467 TEUR. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 14,45 EUR je Aktie für das dividendenberechtigte Grundkapital von 181.305 TEUR zu verwenden. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
München, 18. April 2008 SCA Hygiene Products AG Der Vorstand Günter Kaske Walter Hirner Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SCA Hygiene Products AG, München, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Nicht Gegenstand unserer Prüfung war die inhaltliche Würdigung der von der Gesellschaft freiwillig in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommenen Entsprechenserklärung. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 21. April 2008 PricewaterhouseCoopers
Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer ppa. Christiane Neumair, Wirtschaftsprüfer Mandatsliste von Vorstand und AufsichtsratDie Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG haben zum 31. Dezember 2007 Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und vergleichbaren in-und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2): Vorstand Günter Kaske, Oberaudorf
Walter Hirner, Mannheim
Aufsichtsrat Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering Vorstandsvorsitzender SCA Hygiene Products AG i. R.
Paul Sklarek, Hannover Ehemaliger Industriegruppensekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Patrick Cagnioncle, Marzling Leiter Finanzen Geschäftsbereich SCA Tissue Europe
Frank Gottselig, Lampertheim Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der SCA Hygiene Products AG, München
Gunnar Johansson, Marzling Leiter Geschäftsbereich SCA Personal Care
Dr. jur. Hans-Peter Binder, Berg/Starnberg Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG i. R.
Klaus Huth, Kostheim Vorsitzender des Betriebsrats der SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden
Detlef Stutter, Karlsruhe Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim
KonsolidierungskreisKonzern zum 31. Dezember 2007
1) Es ist jeweils die Summe der direkten
Prozentsätze der Muttergesellschaften angegeben
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