Uranos Beteiligungen GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Peter Otto Dr. Lose seit 9.6.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Christian Peter Otto LoseUranos Beteiligungen GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Licharz GmbHBuchholzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Die Licharz-Unternehmensgruppe Die Licharz GmbH ist seit Juni 2021 Teil der Unternehmensgruppe Licharz, bestehend aus der Uranos Beteiligungen GmbH als Alleingesellschafterin der Gruppe sowie ihrer Schwestergesellschaft Uranos Liegenschaften GmbH als Eigentümerin der Grundstücke und Gebäude der Gruppe und der Licharz GmbH selbst, die zudem Alleingesellschafterin der Licharz Ltd in Daventry, Großbritannien, und der Licharz Sàrl in Vienne, Frankreich, ist. Die Unternehmensgruppe ist entstanden durch die Akquisition der Licharz GmbH und der LICHARZ POLYAMID-Guss Gesellschaft mit beschränkter Haftung durch die Uranos Beteiligungen im Mai 2021. Die LICHARZ POLYAMID-Guss Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurde mit rechtlicher Wirkung vom 2. Juni 2022 auf die Licharz GmbH verschmolzen. Wirtschaftlich erfolgte die Verschmelzung rückwirkend auf den 1. Januar 2022. Alleingesellschafter der Uranos Beteiligungen GmbH ist Herr Dr. Otto Lose, der zugleich einziger Geschäftsführer der Uranos Beteiligungen GmbH, der Uranos Liegenschaften GmbH und der Licharz GmbH ist. Grundlagen des Unternehmens Die Licharz GmbH ist ein mittelständisches produzierendes Industrieunternehmen, das sich als Qualitätsführer einmal im Bereich der Halbzeuge, also Platten, Stäben und Rohren aus PA6G sowie zweitens fertiger Maschinenbauteile, sowohl aus PA6G als auch aus den technischen Kunststoffen POM, PET, PEEK sowie weiteren technischen Kunststoffen, versteht. Das Unternehmen ist dabei in der Lage, europaweit und in Frankreich und England aus eigenen Niederlassungen, die Halbzeugkunden sehr schnell mit dem Material zu versorgen, das diese für ihre Weiterverarbeitung benötigen. Zudem hat das Unternehmen alle notwendigen Ressourcen, um im Bereich fertiger Konstruktionsteile für den Maschinenbau auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen und maßgeschneiderte Teile termingerecht herzustellen. Kunden des Unternehmens sind im Bereich der Halbzeuge zu etwa 80% Weiterverarbeiter, meist Zerspaner, der Rest überwiegend Handelsunternehmen, im Bereich Konstruktionsteile, zu rund 80% Maschinen- und Anlagenbauer sowie zu rund 20% Sonderfahrzeugbauer und deren Lieferanten. Ziele und Strategie des Unternehmens Ziel des Unternehmens ist, die Qualitätsführerschaft in den genannten Bereichen zu halten und auszubauen. Das umfasst nicht nur die Arbeit an der Materialqualität an sich, sondern auch die Arbeit an der Prozessqualität. Ein ganz besonders wichtiges Ziel ist es hier, in der Auftragsabwicklung bedeutend schneller zu werden, um mit kurzen Durchlaufzeiten den Kunden den Mehrwert zu bieten, ihre Kunden wiederum schnell zu beliefern. Dabei strebt die Unternehmensleitung die größtmögliche operative Effizienz an, um Spitzenleistung zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten. Ein weiterer, wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg in den kommenden Monaten und Jahren ist eine ständige Verbesserung des Verständnisses von den Kosten, davon wie und warum und wo sie genau entstehen sowie zu welchem der Produkte diese zuzuordnen sind. Die Erkenntnisse hieraus werden Grundlage von Maßnahmen zur Kosteneinsparung sein, für Investitionsentscheidungen, die Erstellung von Budgets und Forecasts sowie für die Steuerung des Vertriebs. Zudem arbeitet das Unternehmen an einem strukturierten F&E-Prozess. Hier gibt es eine lebendige Kooperation mit Universitäten und außeruniversitären Instituten. Ziel ist hier, ständig an der Verbesserung der eigenen Produkte, der Modernisierung der Verfahrenstechnik sowie an der Entwicklung neuer Lösungen für die Kunden zu arbeiten. Unter den F&E-Projekten befinden sich solche, die zu neuen Werkstoffen führen sollen, die beispielsweise höhere Anforderungen an den Brandschutz erfüllen, deren Gleiteigenschaften deutlich besser sind als bei herkömmlichen Stoffen und solche, die ein neuartiges Verfahren zur Herstellung der Gussteile ermöglichen sollen. Gesamtwirtschaftliche und Branchenentwicklung im Geschäftsjahr 2022 Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland Die deutsche Wirtschaft hat sich 2022 zunächst weiter vom Corona-bedingten Einbruch des Jahres 2020 erholt. Der Angriff Russlands auf seinen Nachbarn Ukraine hat dieses Wachstum dann gebremst und vor allem bei den Energiekosten, aber auch bei vielen Rohstoffen zu zuvor nie gekannten Preissprüngen geführt. Laut der ersten amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022 um nur noch 1,8% gewachsen. In den ersten drei Quartalen des letzten Jahres konnte das BIP trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen (+0,8%, +0,1% und +0,5%). Im vierten Quartal ist das BIP dann um 0,4% im Vergleich zum Vorquartal gefallen, vor allem aufgrund der durch die gestiegenen Energiekosten zurückgegangenen Konsumneigung. Deutscher Maschinenbau Der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) machte es auf der Jahrespressekonferenz der Industrievereinigung am 13. Dezember 2022 deutlich: „Die hohe Inflation und der Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen werden auch unsere Branche noch lange belasten. Materialengpässe und Schwierigkeiten in der Lieferkette dauern an, zudem kehren immer mehr Staaten zu protektionistischen Maßnahmen zurück.“ Dennoch hätten die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau ihre Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit bewiesen. Für das Jahr 2022 zeige sich der VDMA daher zuversichtlich, das Ziel eines realen Produktionswachstums von 1% zu erreichen. Die Ausfuhren seien 2022 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes um nominal 6,1% auf 192,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Verband mit. Preisbereinigt verbuchten die Unternehmen einen Rückgang von real 1,3%. Geschäftsverlauf und Lage Die Marktlage für Licharz Im Allgemeinen ist die Geschäftsentwicklung für Licharz ähnlich der Entwicklung des gesamten Maschinenbaus in Deutschland verlaufen. Die Nachfrage war im Jahr 2022 - vor allem in den ersten drei Quartalen - sehr solide und hat auch durch den Beginn des Russischen Krieges gegen die Ukraine nicht abgenommen. Der Auftragseingang war vor allem in den ersten drei Quartalen sehr gut, im letzten Quartal immer noch auf dem Niveau des Umsatzes. Der Absatz in den beiden Marktsegmenten „Halbzeuge“ und „Konstruktionsteile“ ging jedoch allmählich zurück und lag für das ganze Jahr dann um rund 6% unter dem des Vorjahres. Die Zahl der Mitarbeiter lag in etwa auf dem benötigten Niveau und blieb über das Jahr stabil. Die Lagerbestände waren im Gegensatz zum Vorjahr auf ausreichendem Niveau und Störungen in der Lieferkette traten zwar auf, konnten das Geschäft aber nicht mehr wie im Vorjahr hemmen. In der Produktgruppe Halbzeuge gab der Markt in 2022 in der Menge zwar spürbar nach, in den Verkaufspreisen gab es jedoch über das ganze Jahr stark ansteigende Zahlen. Beides liegt darin begründet, dass die Rohstoffkosten nach Beginn des Krieges in einer nie zuvor gekannten Weise gestiegen sind. Um diesen Anstieg zu kompensieren und auch um die gestiegenen Werte in den Beständen und den Außenständen zu finanzieren, wurden die Verkaufspreise stark angehoben. Das Geschäft in der Produktgruppe Konstruktionsteile gab ebenso in der Menge nach, nur weniger ausgeprägt. Auch stiegen hier die Verkaufspreise stark, wenn auch relativ deutlich weniger als im Halbzeug, da hier der Materialanteil geringer ist, dieser also weniger zu den Kostensteigerungen beitrug und daher auch in geringerem Umfang zu kompensieren war. Der Umsatz unseres Unternehmens über alle Produktgruppen ist in 2022 ist um 26,0% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die abgesetzte Menge ist demgegenüber im Vergleich zum Vorjahr um rund 6% zurückgegangen. Wir nehmen an, dass wir durch die sehr robuste Preispolitik dazu beigetragen haben, dass wir uns in der Menge etwas schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt haben. Das Jahr konnten wir dann dank der geschilderten positiven Entwicklung unseres Geschäfts mit einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von T€ 1.857 (Vorjahr T€ -223) abschließen. Das ist ein gutes Ergebnis, das vor allem die gute Preisentwicklung und damit die positive Umsatzentwicklung widerspiegelt. Wie schon im Vorjahr ist es jedoch auch durch erhebliche Aufwendungen für die Reorganisation des Unternehmens in Höhe von T€ 1.452 stark negativ beeinflusst. Das um die Reorganisationsaufwendungen bereinigte EBITDA des Unternehmens (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen) liegt demgegenüber mit T€ 4.195 um rund T€ 2.276 über dem im Vorjahr prognostizierten Wert von T€ 1.919. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 1.645 (Vorjahr T€ -189). Ertragslage Aus der gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Betriebsleistung ergibt sich in 2022 ein Rohergebnis, das mit T€ 24.755 deutlich über dem des Vorjahres liegt. Ausschlaggebend für die gute Ertragsbasis ist der in 2022 gegenüber dem Vorjahr um rund 26,0% gestiegene Umsatz. Die spezifischen Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe lagen allerdings - im Wesentlichen verursacht durch den Anstieg der Kosten für Caprolactam - deutlich über den Kosten des Vorjahres. Die Preisveränderungen für Caprolactam wurden also - anders als im Jahr 2021 - vollständig an die Kunden weitergegeben. Dem gestiegenen Rohergebnis stehen höhere sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Beratung, die für die Restrukturierung des Unternehmens in Anspruch genommen wurden. Eine zusätzliche Kostenbelastung ergab sich 2022 im Personalbereich. Dies ist vor allem auf Neueinstellungen zurückzuführen, die wir zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit in der Produktion vorgenommen haben. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen liegen auf dem Niveau des Vorjahres. In der Gesamtwirkung von Erträgen und Aufwendungen ergibt sich für die Licharz GmbH ein Betriebsergebnis für 2022 in Höhe von T€ 1.857 und ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.645. Vermögens- und Finanzlage Das Vorratsvermögen hat durch die stark gestiegenen Rohstoffkosten erheblich zugenommen. Weiterhin haben durch die Umsatzsteigerung bei gleich gebliebenen Debitorenlaufzeiten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiter zugenommen. Um diese Entwicklungen auffangen zu können, wurde eine Betriebsmittelkreditlinie aufgenommen und der Kontokorrentrahmen, der bereits bestand, aufgestockt. Die kurzfristig verfügbaren Forderungen und Finanzmittel überstiegen wesentlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Anlagenquote als Verhältnis von Anlagevermögen zu Bilanzsumme belief sich im Berichtsjahr 2022 auf 12,3%. Im Vorjahr belief sich diese Quote auf 10,5%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um T€ 435 gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr T€ 3.551 gestiegen. Die Debitorenlaufzeit verbesserte sich um 2 Tage auf 26 Tage. Die Eigenkapitalquote als Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme des Unternehmens beträgt im Berichtsjahr 68,4%. Finanzielle Leistungsindikatoren Als Grundlage für die Steuerung des Unternehmens wird in jedem Geschäftsjahr ein aufwendiger Planungsprozess, der alle Leitungsfunktionen des Unternehmens einbezieht, durchgeführt. Nach dem Inhalt dieser Planung wird dann der Mitteleinsatz bestimmt, investiert, der Vertrieb gesteuert und - auch mittels spezialisierter Berater - ständig an den Kosten gearbeitet. Die Planung und die entsprechenden Abweichungen sind Inhalt der vierwöchentlich stattfindenden Besprechungen der Geschäftsleitung, die aus den Plan-Ist-Vergleichen und Analysen des Geschäftsverlaufs Maßnahmen ableitet, um das Geschäft des Unternehmens zu steuern. Zweimal im Jahr werden in einem revolvierenden Planungsprozess sogenannte Forecasts erstellt, um in der Planung auf Veränderungen im Umfeld des Unternehmens zu reagieren und die Unternehmenssteuerung so zu gestalten, dass die längerfristig gesetzten Ziele erreicht werden. Die Gesamtsteuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen auf monatlichen Auswertungen. Neben den Umsatzerlösen, die auch im Lagebericht, als Folge der für den Jahresabschluss in Anspruch genommenen Erleichterungsvorschriften von § 276 Satz 1 und § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB, nicht näher quantifiziert werden, erfolgt die Ermittlung der Kennzahlen auf Basis des Rohergebnisses. Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind das Rohergebnis, die Personalaufwandsquote, das EBITDA und die EBITDA-Quote hervorzuheben. Wir haben im Jahr 2021 für das Jahr 2022 eine Absatzsteigerung von rund 7% und einen Umsatzanstieg von 20% geplant und diese Planung auch im Lagebericht aus dem Mai 2022 aufrechterhalten. Im Ergebnis haben wir unsere Mengenprognose nicht erreicht, indem wir etwa 6% weniger als im Jahr 2021 abgesetzt haben. Demgegenüber haben wir unsere Umsatzprognose deutlich übertroffen und den Umsatz - wie berichtet - um 26% steigern können. Beides ist darauf zurückzuführen, dass wir wegen der wesentlich gestiegenen Rohstoffkosten und den über das ganze Jahr bestehenden Risiken im Hinblick auf Liefersicherheit und die Versorgung mit Energie eine sehr robuste Preispolitik verfolgt haben. Das hat dazu geführt, dass wir im Rohertrag gegenüber den geplanten T€ 24.754 einen Wert von T€ 24.755, eine Personalaufwandsquote zum Rohertrag von 59,0% gegenüber geplanten 60,8% und ein EBITDA in Höhe von T€ 2.656 gegenüber geplanten T€ 1.919 erreicht haben. Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Für das Jahr 2023 wird wegen des Krieges in der Ukraine und auch weiterer gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten, die auch aus der Inflation und den dagegen ergriffenen Maßnahmen wie Zinssteigerungen resultieren, nur noch mit einer leicht sinkenden Nachfrage der Märkte und einem abgeschwächten Wirtschaftswachstum gerechnet. Laut einer neuen IWF-Prognose soll die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,1 Prozentpunkte schrumpfen. Damit würde Deutschland in eine leichte Rezession rutschen. Der VDMA hat ebenso für den Maschinenbau seine Prognose zurückgenommen und geht nun für 2023 nur noch von einem Minus in Höhe von 2% aus. Wir rechnen für unser Budget mit einem Rückgang von 2% bezogen auf den Absatz bei einem nahezu gleichbleibenden Umsatz. Der im Vergleich zum Absatz deutlich stabilere Umsatz erklärt sich aus dem zu Jahresbeginn deutlich höheren Preisniveau für unsere Produkte im Vergleich zu 2022. Mit einem stabilen Umsatz gehen wir auch von einem stabilen Rohergebnis in einer Höhe von T€ 27.379 aus. Die Personalaufwandsquote zum Rohertrag planen wir für 2023 in einer Höhe von 57%. Beim EBITDA erwarten wir T€ 5.179 mit einer Quote von 18,9% zum Rohertrag. Wir halten bis dato unsere Prognose für das laufende Jahr aufrecht. So wie sich das Geschäftsjahr bisher entwickelt, halten wir das Absatzziel aus dem Budget nicht mehr für erreichbar. An der Prognose im Hinblick auf Rohertrag, Personalaufwandsquote und EBITDA halten wir dennoch fest, da wir - was diese Leistungsindikatoren betrifft - bisher unsere Ziele erreicht haben. Insbesondere im Segment Konstruktionsteile ist seitens der Kunden eine weiterhin stabile Nachfrage zu erwarten. Die Befragung unserer größten Kunden hinsichtlich ihrer Erwartungen für das kommende Jahr hat ergeben, dass diese aufgrund von Entwicklungen, wie dem Umbau der Weltwirtschaft hin zu einer klimafreundlichen Ökonomie und anderen Trends, einen weiter stabilen Bedarf an neuen Maschinen und Anlagen erwarten. Unser Unternehmen wird in Folge von Investitionen in Maschinen und Anlagen, aber insbesondere auch durch Prozessverbesserungen, die uns schneller werden lassen, besser auf die Nachfrageentwicklung reagieren können. Auch versprechen wir uns aufgrund der aus der verbesserten Lieferperformance resultieren Akzeptanz bei den Kunden steigende Marktanteile. Im Bereich der Halbzeuge erwarten wir eine Stabilisierung der Nachfrage auf einem niedrigen Niveau. Dies liegt daran, dass unsere Kunden derzeit offenbar ihre recht hohen Bestände an unserem Material zurückfahren, da die Lieferschwierigkeiten nun nicht mehr bestehen, und auch, weil die Finanzierung von Working Capital deutlich teurer geworden ist. Dieser Rückgang wird nicht nachhaltig sein, da die Nachfrage nach Konstruktionsteilen aus unserem Material weitgehend stabil bleiben dürfte. Risiken für unsere kurzfristige Geschäftsentwicklung bestehen weiterhin insbesondere in der geopolitischen Krise, in die uns der Krieg in der Ukraine gestürzt hat. Diese kann sich, neben einer allgemeinen Abschwächung der wirtschaftlichen Tätigkeit, weiterhin durch die immer noch relativ hohen Energiekosten negativ auf uns auswirken. Risiken bei den Kosten für die Finanzierung unseres Geschäftsbetriebs könnten aus den stark gestiegenen Zinsen entstehen, die durch die Anhebung der Zentralbanksätze ausgelöst werden. In unserem Fall haben wir jedoch eine sehr ausgewogene Struktur bei unseren Finanzierungen, sowohl was die Zinssätze als auch was die Laufzeiten betrifft. Risiken bei den Kosten des Materialbezugs bestehen prinzipiell dort, wo Stoffkosten, die innerhalb bestehender Kundenkontrakte festgelegt sind und deren Schwankungen somit nicht wirksam an die Endkunden weitergegeben werden können, starke Ausschläge verzeichnen. Hier werden für 2023 allerdings keine konkreten Gefahren zum Nachteil des Unternehmens gesehen, da wir seit einigen Monaten eine deutliche Entspannung sowohl bei der Verfügbarkeit, als auch bei den Kosten für unsere Hauptrohstoffe sehen. Ein weiteres Risiko für den Geschäftserfolg liegt auch in der gegenwärtigen geopolitischen Situation begründet und kommt aus dem Bezug von Strom. Hier sind derzeit rund 70% des für das Jahr benötigten Stroms zwar bereits in den vergangenen Jahren am Terminmarkt gekauft. Die letzten 30% der benötigten Strommenge sind aber prinzipiell noch am Spotmarkt hinzuzukaufen. Allerdings haben wir in den ersten Monaten des Jahres 2023 eine Photovoltaikanlage auf den Dächern unserer Unternehmensgruppe installiert, die das Risiko des Strombezugs für uns reduzieren wird. Politische oder regulatorische Risiken haben wir im Auge, wir bewirtschaften diese aktiv. Hier ist insbesondere die Einführung einer Recyclingquote für unsere Produktion von Gusspolyamid zu nennen, die derzeit von der EU-Kommission aktiv vorangetrieben wird. Um dieses Risiko für uns tragbar zu machen, haben wir mit unserem Verband der Hersteller von Halbzeugen für die Zerspanung in Europa „EPSM“ eine Arbeitsgruppe gegründet, die nach gemeinsamen Lösungen für das Sammeln und Recyceln unserer Produkte sucht. Auch eine Zentrale für das Monitoring unserer Recycling-Aktivitäten wird hierüber eingerichtet. Wir haben in dem Zuge auch Untersuchungen angestellt, wie das Recycling unserer Produkte im Hinblick auf technologische Fragen, die Wirtschaftlichkeit und den Ausstoß von CO2 zu realisieren wäre und sind zu der Erkenntnis gelangt, dass wir hier eine insgesamt gute Ausgangsbasis haben. Insgesamt stellen wir daher fest, dass wir für das Jahr 2023 - trotz der weiterhin erheblichen Risiken aus dem Krieg in der Ukraine - im Rahmen der von uns prognostizierten Kennzahlen für das Unternehmen mit einer insgesamt stabilen Umsatzentwicklung bei einem leicht verbesserten Ergebnis rechnen. Für das Jahr 2023 zeichnet sich ein weiter positiver Geschäftsverlauf ab unter der Prämisse, dass die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Europa und auch global sich weiter stabilisieren. Das Unternehmen hat auf Basis der bestehenden Entwicklungsplanung am Standort und der getätigten sowie der in Vorbereitung befindlichen, nachhaltigen Investitionen die Möglichkeit, sich unter stabilen Rahmenbedingungen bei dann wieder zunehmendem Marktwachstum erfolgreich weiter zu entwickeln.
Buchholz, den 15.6.2023 Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022scroll
Anhang zum 31. Dezember 2022Allgemeine Hinweise Die Firma der Gesellschaft lautet Licharz GmbH. Der Sitz der Gesellschaft ist in Buchholz. Die Licharz GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter der Nummer HRB 23871 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt im Berichtsjahr die in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft. Da die Größenmerkmale für eine große Kapitalgesellschaft nicht an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen überschritten wurden, stellt die Gesellschaft den Jahresabschluss nach den Vorschriften einer mittelgroßen Gesellschaft auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt worden (§§ 265 Abs. 1, 266 f. HGB). Für die Offenlegung fanden die Erleichterungsvorschriften nach § 276 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie Erleichterungen gemäß § 327 HGB Anwendung. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 19.05.2022 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlungen vom 19.05.2022 mit der LICHARZ POLYAMID-Guss Gesellschaft mit beschränkter Haftung (übertragender Rechtsträger) wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2022 verschmolzen (Verschmelzung durch Aufnahme). Die Verschmelzung wurde wirksam mit der Eintragung im Handelsregister mit Datum vom 02.06.2022. Die LICHARZ POLYAMID-Guss Gesellschaft mit beschränkter Haftung war im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter der Nummer HRB 11875 eingetragen. Sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden übernommen. Die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter sind mit allen Rechten und Pflichten gem. § 613a BGB übergegangen. Die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgte zum Buchwert. Obwohl kein Verschmelzungsergebnis entstanden ist, gibt es aufgrund der Übernahme Veränderungen in der Bilanzstruktur und aufgrund einer verlängerten Wertschöpfungskette auch in der Darstellung der GuV, somit ist eine Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre nur sehr eingeschränkt gegeben. Wenn die Verschmelzung bereits im Vorjahr stattgefunden hätte, so ergäbe sich folgende Darstellung der Vermögenslage nebst Veränderungen: scroll
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Die Ertragslage der Gesellschaft hätte sich bei bereits in 2021 erfolgter Verschmelzung wie folgt dargestellt: scroll
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauern über 2 bis 25 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einer Höhe von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst. Das Finanzanlagenvermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten angesetzt, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit den Herstellungskosten. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gem. § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit € 353.510,99 (Vorjahr: € 323.427,71) aus Lieferungen und Leistungen. Weiterhin bestehen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 10.065.000,00 (Vorjahr: € 6.761.872,82) gegen Gesellschafter. In Höhe von € 7.400.000,00 (Vorjahr: € 7.400.00,00) haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Steuererstattungsansprüche. Pensionsrückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde der Barwert unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 1,78% (Vorjahr: 1,87%) passiviert. Grundlage ist ein versicherungsmathematisches Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung auf Dezember 2022 fortgeführten von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und keine Fluktuation, jedoch Rentensteigerungen von jährlich 3,0% zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt T€ 12 und ist ausschüttungsgesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen personenbezogene Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenabgeltungen in Höhe von € 186.900,00 (Vorjahr: € 285.300,00), Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von € 122.300,00 (Vorjahr: € 106.200,00), Rückstellungen für Jahresabschluss und Aufbewahrung in Höhe von € 79.400,00 (Vorjahr: € 62.900,00), Rückstellungen für Prämien, Abfindungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Höhe von € 72.850,00 (Vorjahr: € 0,00), Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von € 66.000,00 (Vorjahr: € 0,00). Aufgrund einer Außenprüfung des Hauptzollamts wurde eine Rückstellung für eine mögliche Rückforderung von zu Unrecht erhaltenen Steuererstattungen in Höhe von € 133.000,00 gebildet (Vorjahr: € 0,00). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.338 aus selbstschuldnerischen Höchstbürgschaften. Es besteht zum Stichtag weiterhin eine selbstschuldnerische Mithaft für einen Betriebsmittelrahmenkredit der Uranos Beteiligungen GmbH von bis zu derzeit Mio. € 2,0 (Vorjahr: Mio. € 1,0). Das Risiko der Inanspruchnahme ist gering, da die Darlehen fristgerecht bedient werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen einen Mietvertrag für Betriebsimmobilien. Vertragspartner ist die Schwestergesellschaft Uranos Liegenschaften GmbH. Aufgrund der Verschmelzung durch Aufnahme erhöhen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen um insgesamt Mio. € 1,080 (T€ 120 p.a.) auf Mio. € 5,400 (T€ 600 p.a). Mit dem Mietvertrag wurde - in Abgrenzung zum Immobilienerwerb - ein Dauerschuldverhältnis eingegangen, mit dem Ziel, eine geringere Kapitalbindung zu erreichen. Das in dieser Weise nicht gebundene Kapital kann gewinnbringend im Unternehmen angelegt werden. Das Risiko besteht darin, dass die so erzielten Erträge nicht ausreichen, um die Mietverpflichtungen zu bedienen. Es bestehen weiterhin Leasing- und Mietverträge für bewegliches Anlagevermögen, im Wesentlichen für Kfz und für Maschinen sowie ein Dienstleistungsvertrag im Zusammenhang mit einer EDV-Nutzung. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen hieraus betragen ca. T€ 841 (T€ 434 p.a.). Der Abschluss von Miet- und Leasingverträgen dient insbesondere der Verbesserung der Liquidität bzw. geringeren Kapitalbindung. Risiken ergeben sich insoweit, sofern nicht mehr ausreichend Liquidität bezüglich der Zahlung von Leasingraten bestehen würde. SONSTIGE ANGABEN Geschäftsführung Dr. Otto Lose, Betriebswirt, Wiesbaden Von der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a) und b) HGB wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter: scroll
Hinzu kommen noch 12 Auszubildende. Konsolidierungskreis Die Uranos Beteiligungen GmbH stellt für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss auf.
Buchholz, 15.6.2023 Dr. Otto Lose Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022scroll
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Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der folgende Bestätigungsvermerkbezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss: An die Licharz GmbH, Buchholz PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Licharz GmbH, Buchholz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Licharz GmbH, Buchholz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 19. Juni 2023 ALPERS WESSEL DORNBACH GmbH C. Wessel, Wirtschaftsprüfer M. Meyer, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 24. Juni 2023 festgestellt. |
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