Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 11007
Vorher
Ch. Nuhn GmbHNuhn Gebäudetechnik GmbH
Eingetragen
23.1.1989
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
Die Beratung für und die Planung, Errichtung und Instandhaltung von gebäudetechnischen Anlagen. Dies umfasst unter anderem die Bereiche Elektrotechnik, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik, Sicherheitstechnik, Telekommunikationssysteme, Netzwerktechnik, IT-Dienstleistungen sowie die Gestellung von Personal für diese Bereiche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörn Ettenhofer
seit 7.3.2022
Prokura
Andreas Erich
seit 8.7.2021
Geschäftsführer
Gerald Seemann
seit 8.10.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SPIE Operations SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE Nuhn GmbH

Worms

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023, nach der COVID-19-Pandemie, einem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und der weltweit hohen Inflation sehr widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum fiel mit global 3,1% im Jahr 2023 stärker aus als erwartet. In den USA und einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2023, aufgrund höherer Löhne sowie steigender staatlicher und privater Ausgaben, nochmals stärker als prognostiziert. Durch die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erholte sich die weltweite Inflation ab dem vierten Quartal 2023 und sank auf prognostizierte 6,8% für das Gesamtjahr 2023. Wiederhergestellte Lieferketten erhöhten die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr zudem weiter. 1 Im vierten Quartal 2023 kehrte sich diese Entwicklung allerdings wieder um. In Folge des Nahost-Konflikts kam es zu Überfällen auf Containerschiffe im Roten Meer, was zu Lieferverzögerungen auf der Route zwischen Asien und Europa führte. 2

Die Wirtschaftsleistung in der EU hat im Jahr 2023 an Schwung verloren, das BIP-Wachstum schrumpfte auf 0,5%. 3 Hintergrund waren vor allem die hohe Inflation im Euro-Raum (5,4% 4 ), eine härtere Geldpolitik sowie der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine. 5

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP um -0,3%. Vorangegangene multiple Krisen, eine Inflation von +5,9% 6 , die straffe Geldpolitik, ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen sowie ein kräftiges Wachstum der Lohnstückkosten beeinflussten die deutsche Wirtschaft stark. Die schwache Auslandsnachfrage (-1,8%) stellte für Deutschland als Exportnation einen weiteren, zentralen Belastungsfaktor dar. 7 Lediglich der Außenhandel mit Ländern außerhalb Europas wies 2023 ein leichtes Plus von 0,8% auf. 8 Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahresverlauf hingegen robust. Die Arbeitnehmerentgelte (+6,7%) sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5%) legten im Verlauf des Jahres, insbesondere aufgrund von deutlichen Lohnerhöhungen und staatlicher Entlastungsmaßnahmen, deutlich zu. 9

1.2 Entwicklung der Branche

Die SPIE Nuhn GmbH ist ein überregional tätiges Unternehmen und im Bereich der Gebäudetechnik etabliert in Rheinland-Pfalz.

Die Gebäudetechnik Branche zeigte nach der stabilen Marktentwicklung des Vorjahres auch im Jahr 2023 in der von geo- und klimapolitischen Ereignissen beeinflussten Lage Kontinuität. Prognosen zufolge wuchs die HKLS-Branche um 5,8 % und erreichte ein Umsatzvolumen von Mrd. EUR 78,7 . 10 Das Elektrohandwerk bewertete sich als relativ krisenfest. 11 Geschäftsimpulse setzten besonders der Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die voranschreitende Elektromobilität und der damit einhergehende Aufbau der Ladeinfrastruktur. 12 Das Gesamthandwerk prognostizierte für 2023 eine etwas rückläufige, aber stabile Entwicklung, mit einer Umsatzsteigerung um 6% gegenüber 2022. 13 Trotz multipler Krisenlagen der Wirtschaft waren im Herbst 2023 die Geschäftserwartungen im Gesamthandwerk zwar getrübt aber weniger pessimistisch als im Jahr zuvor. Der ZDH-Geschäftsklimaindex stieg zum dritten Quartal 2023 um 10 Zähler auf 107 Punkte. Stabilisiert wurde das Geschäft vor allem durch rückläufige Energiekosten sowie einen steigenden privaten Konsum. 14 Besonders das Ausbaugewerbe blickte 2023 positiver auf die Geschäftslage. Es profitierte vor allem von einer Sonderkonjunktur für Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen im Hinblick auf den Gebäudeenergiebedarf. 15

Erschwerend für die Betriebe wirkten sich die Unsicherheiten in der deutschen Bauwirtschaft aus. Der Rückgang der Baukonjunktur setzte sich im Jahr 2023 mit -5,3% fort. Stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten haben vor allem im Wohnungsbau Spuren hinterlassen (-11%). Der Wirtschaftsbau erreicht 2023 einen Umsatz von ca. Mrd. EUR 59,6 (-2%) und der öffentliche Hochbau ein 4%iges Umsatzplus (Mrd. EUR 9). 16

Die deutsche Energiewirtschaft setzte im Jahr 2023 ihren Transformationsprozess unvermindert fort. Regenerative Energien spielen erstmals die bedeutendste Rolle im Energiemix. 17 Die erneuerbar generierte Strommenge lag bei rund 268 Terrawattstunden (TWh). Ungefähr 75% davon wurden durch Wind- und Solaranlagen erzeugt. 18 Die Nachhaltigkeitsbestrebungen zielen zudem auf den effizienten Energieeinsatz. Die Bundesregierung setzt im November 2023 das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) in Kraft. Es verpflichtet Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 7,5 GWh sowie öffentliche Einrichtungen von Bund und Ländern, Energie- und Umweltmanagementsysteme einzuführen. 19 Die Gebäudetechnik-Anbieter unterstützen mit individuellen Lösungen zur Energieeinsparung und zur Integration erneuerbarer Energien. Die SPIE Nuhn hat 2023 entsprechend ihr Installationsgeschäft von Photovoltaik-Anlagen ausgebaut.

Die Sicherheitstechnik als eines der Geschäftsfelder der SPIE Nuhn entwickelte sich im Jahr 2023 laut Herbst-Konjunktur-Umfrage des Bundesverbandes für Sicherheitstechnik positiv. Der Bereich Zutrittssteuerung erfuhr dabei einen leichten Aufschwung. Die Entwicklung in den Bereichen Einbruch- und Brandmeldeanlagen sowie Videotechnik war hingegen leicht rückläufig. 20

Der Bereich Industrieservice wuchs aufgrund von Aufholeffekten aus dem Pandemie-Krisenjahr 2020 im Jahr 2022 und voraussichtlich ebenfalls 2023 jeweils um 7,5%. 21 Noch immer sind die Industrieunternehmen als Folge der Energiekrise und den einhergehenden Versorgungsrisiken besonders mit Herausforderungen zur Umstellung gasintensiver Produktionsprozesse konfrontiert. Daraus resultiert ein wachsender Transformationsbedarf der Industrieunternehmen bezüglich Dekarbonisierung und Digitalisierung. 22

Zusammenfassend stellten sich alle von der SPIE Nuhn GmbH adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein Potenzial zur stabilen Geschäftsentwicklung auf.

2. Darstellung der Gesellschaft

2.1 Aufstellung SPIE Nuhn GmbH

Wir sind eine "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" mit Sitz in Worms sowie einer Außenstelle in Ingelheim. Als mittelständisches Unternehmen sind wir mit den Leistungsbereichen elektrische Gebäude- und Energietechnik, technisches Gebäudemanagement, Sicherheitstechnik, Erneuerbare Energien, Photovoltaik und IT- und Kommunikationssysteme am Markt tätig.

Unsere Absatz- und Einsatzgebiete konzentrieren sich auf die Metropolregion Rhein-Neckar, auf Rheinhessen sowie auf den Großraum Frankfurt und Wiesbaden. Für einige unserer überregional tätigen Kunden sind wir auch im gesamten Bundesgebiet, in Ausnahmen auch darüber hinaus, tätig.

Unser Unternehmen ist eingebunden in den Geschäftsbereich Building Technology & Automation (BTA) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, welcher die Bereiche Elektrotechnik, Automation, Mechanik und Beratung abdeckt. Wir sind im Bereich der Elektrotechnik angesiedelt. Einige übergeordnete Zentralfunktionen werden durch den Geschäftsbereich BTA sowie SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH abgedeckt.

2.2 Entwicklung der Gesellschaft

a. Marktpositionierung

Unsere Leistungsbereiche sind elektrische Gebäude- und Energietechnik, technisches Gebäudemanagement, Sicherheitstechnik, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, IT- und Kommunikationssysteme und Schaltschrankbau.

Wir sind im Wesentlichen für Stammkunden aus der gewerblichen Wirtschaft sowie für die öffentliche Hand bei komplexeren und anspruchsvolleren Projekten tätig.

b. Geschäftsentwicklung

Die SPIE Nuhn GmbH baute in 2023 erfolgreich die Zusammenarbeit mit Bestandskunden in Deutschland aus. Vor allem bei Wartungs- und Rahmenverträgen mit Industriekunden konnte das bestehende Geschäft ausgebaut werden.

c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns

Im Rahmen von Initiativen, wie bspw. der "ONE SPIE-Messe" und in regionalen "ONE SPIE-Roadshows" lädt die SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe ihre Kunden zu Veranstaltungen ein, um einen offenen Austausch über mögliche SPIE-Leistungen, Innovationen und Kundenanforderungen zu führen.

3. Entwicklung von Auftragseingang, Leistung und Umsatz

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 23,5 (Vorjahr: Mio. EUR 16,5).

Die Leistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug Mio. EUR 23,5 (Vorjahr: Mio. EUR 22,8). Die Leistung konnte in 2023 um Mio. EUR 0,7 bzw. 3,2 % zum Vorjahr übertroffen werden.

Der Umsatz betrug Mio. EUR 19,2 (Vorjahr: Mio. EUR 20,3) und ist gegenüber dem Vorjahr um 5,6 % durch noch nicht abgeschlossene Projekte gesunken. Die Umsätze wurden ausschließlich im Bereich Gebäudetechnik erzielt.

4. Personalentwicklung

Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter der SPIE Nuhn GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 einschließlich Auszubildender und Geschäftsführer auf 152 (Vorjahr: 170 Mitarbeiter).

II. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und Liquiditätsentwicklung.

Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben.

1.1 Auftragseingang

Der Auftragseingang von Mio. EUR 23,5 stieg deutlich und entspricht damit unseren Erwartungen.

1.2 Leistung

Die Leistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) stieg um Mio. EUR 0,7 von Mio. EUR 22,8 in 2022 auf Mio. EUR 23,5 im Geschäftsjahr 2023 und entspricht damit ebenfalls den Erwartungen für 2023.

1.3 Ertragslage

Die SPIE Nuhn GmbH weist für das Geschäftsjahr ein Ergebnis von Mio. EUR 1,4 aus (Vorjahr: Mio. EUR 1,7). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt Mio. EUR 1,4 (Vorjahr: Mio. EUR 1,7).

Durch die verzögerte Abnahme von Projekten lag das Ergebnis unter unseren Erwartungen.

Das Zinsergebnis/Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Aufwendungen) von TEUR 35,3 beruht im Wesentlichen auf Erträgen aus der Cash-Pool Verzinsung (TEUR 75,5) und den Aufwendungen für Avalprovisionen (TEUR -39,3) und sonstige Zinsaufwendungen (TEUR -0,9).

Der Gewinn in Höhe von Mio. EUR 1,4 wird in voller Höhe aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der SPIE Building Technology & Automation GmbH, Gießen (SPIE BTA) an diese abgeführt.

1.4 Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von Mio. EUR 8,1 um Mio. EUR 2,0 auf Mio. EUR 10,1 angestiegen. Dies lag auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Zunahme des Leistungsüberschusses (Saldo aus Unfertigen Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen) (Mio. EUR +1,2) sowie aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR +1,2). Auf der Passivseite ergibt sich der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen durch die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (Mio. EUR +1,3) sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 0,6).

Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag auf 17,8 % (Vorjahr: 22,2 %) gesunken.

Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist um Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 1,7 gestiegen.

Bereinigt um die Verbindlichkeit aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der SPIE BTA (Mio. EUR 1,4; Vorjahr: Mio. EUR 1,7) sowie den Forderungen aus dem Cash-Pool von Mio. EUR 4,4 (Vorjahr Mio. EUR 4,8) ist das Working Capital um Mio. EUR 0,2 auf Mio. EUR -1,3 gestiegen. Begründet wird dies durch die verzögerte Abnahme von Projekten.

1.5 Finanzlage

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der SPIE Deutschland und Zentraleuropa GmbH, Ratingen, eingebunden.

Die verfügbare Stichtagsliquidität aus Cash-Pool hat sich von Mio. EUR 4,8 um Mio. EUR 0,4 auf Mio. EUR 4,4 vermindert und entspricht damit unseren Erwartungen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

Das weltwirtschaftliche BIP-Wachstum wird sich 2024 auf 2,9% verstetigen und schrumpft im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2%. 23 Die weltweit zurückgehende Inflation (Prognose für 2024: 5,8%) wird die Weltwirtschaft zwar positiv beeinflussen, doch wirken sich die weiter anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und das damit einhergehende geringere Investitions- und Produktivitätswachstum negativ auf das Wachstum aus. Auch werden die andauernden geopolitischen Konflikte den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. 24

Nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,5%) prognostiziert die OECD mit +0,6% ein kaum positiveres BIP-Wachstum für den Euroraum für das Jahr 2024. Zu Beginn des Jahres bleibt das Wachstum den Prognosen zufolge noch schwach. Da die Realeinkommen allerdings steigen, wird es sich im Laufe des Jahres stetig erholen. 25

In Deutschland ist im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der hohen Inflation, erst einmal nicht mit einer Trendwende zu rechnen. 26 Für den weiteren Verlauf im Jahr 2024 wird ein Anstieg des BIP um 0,2% 27 erwartet. Gestiegene Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt wirken belebend auf die sich erholende Inlandsnachfrage. Die Prognosen für den Außenhandel im Jahr 2024 bleiben eher verhalten (+0,6%), da auch hier die geopolitischen Krisen aber auch die geldpolitischen Maßnahmen der Handelspartner-Länder die Nachfrage dämpfen. 28 Abzuwarten sind die weiteren Verläufe des Russland-Ukraine-Konflikts und des Nahost-Konflikts, die sich beide auf die Energiepreise und somit nachteilig auf die in Deutschland ansässige, energieintensive Industrie auswirken können. Ein längeres Anhalten der Störung der Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und in der Folge wieder eingesetzten Lieferverzögerungen könnte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächen.

1.2 Erwartete Entwicklung der Branche

Die aktuelle geo- und klimapolitische Situation wird einen starken Einfluss auf die Geschäftstätigkeit deutscher Unternehmen nehmen. Die Energiekrise zeigt die Bedeutung eines klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystems für den Wirtschaftsstandort. Die Unternehmen richten ihren Fokus deutlicher auf Nachhaltigkeit und den effizienten Energieeinsatz. Nach den bereits realisierten Maßnahmen zur Energieeinsparung aus dem Energiesicherheitspaket werden die energieintensiven Unternehmen durch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) zur Umsetzung wirtschaftlicher Energieeffizienzmaßnahmen verpflichtet. Der dadurch ausgelöste Schub an Projektumsetzungen wird das Geschäft der Anbieter von Gebäudetechnik positiv beeinflussen, insbesondere bei der Realisierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung, Schaltanlagen für die Stromversorgung, dem Energiemanagement und der Integration erneuerbarer Energien.

Im Bauhauptgewerbe wird für das Jahr 2024 ein Umsatzrückgang von 3% erwartet, vorwiegend wegen des starken Einbruchs im Wohnungsbau (-13%). Der Wirtschafts- und öffentliche Bau hingegen soll um jeweils 3% zulegen. 29 Laut Konjunkturbericht des Zentralverband des Deutschen Handwerks wird sich das Ausbaugewerbe wegen der mangelnden Auftragseingänge im Hochbau ebenfalls schlechter entwickeln, es sieht jedoch Potenzial im Sanierungsgeschäft und der anhaltenden Nachfragen von Energieeffizienzmaßnahmen. 30 Auch profitiert das Elektrohandwerk im Speziellen von den Wachstumsmärkten rund um das Thema Energieeffizienz (Photovoltaik, Energiemanagementsysteme etc.) und sieht mehrheitlich einer stabilen Geschäftsentwicklung in 2024 entgegen. 31 Als ein Marktteilnehmer sieht die SPIE Nuhn in der elektrischen Energietechnik für energieeffiziente Maßnahmen einen Stabilisierungsfaktor und wachsenden Markt. Im Gesamthandwerk bleibt die Bewältigung des Fachkräftemangels auch im Jahr 2024 weiterhin eine große Herausforderung. 32

Die Sicherheitstechnik hat mit den derzeitigen multiplen Krisen und Unsicherheiten zu kämpfen und sieht wegen Investitionszurückhaltung bei den Unternehmen verhalten in die Zukunft. 33

Der Markt für Industrieservices ist als ambivalent einzuschätzen. Die Unternehmen sehen Wachstumschancen und haben andererseits Unsicherheiten angesichts aktueller Krisen 34 , wie auch der Exportschwäche der deutschen Industrieunternehmen. Die größte Herausforderung bleibt auch hier der Personal- und Fachkräftemangel. Demgegenüber stehen positive Treiber, wie ein steigender Bedarf an Engineering Service aufgrund des Transformationsbedarfs der Industrie bezüglich Dekarbonisierung und Digitalisierung. 35 Bei positivem Verlauf der Bemühungen wird ein jährliches Umsatzwachstum von 6,5% bis 7,5% für den Industrieservice als realistisch angesehen. 36

Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE Nuhn GmbH adressierten Märkte trotz Krisen als stabil dar und weisen für die Zukunft Potenziale auf. Ein langfristiges Andauern der geopolitischen Spannungen könnte sich negativ auf Konjunktur und Inflationen auswirken und mittelbaren Einfluss auf die Nachfrage entwickeln.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Auftragseingang

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Auftragseingang von Mio. EUR 23,5 erzielt. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem gleichbleibenden Auftragseingang.

2.2 Leistung

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die SPIE Nuhn GmbH eine Leistung auf dem gleichen Niveau wie im Geschäftsjahrs 2023 (Mio. EUR 23,5).

2.3 Ertragslage

Die SPIE Nuhn GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2024 damit das EBIT gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 (TEUR 1.360) leicht zu steigern.

2.4 Working Capital

Ausgehend von einem bereinigten Working Capital zum Jahresabschluss 2023 in Höhe von Mio. EUR -1,7 wird eine moderate Verminderung des Working Capitals im Vergleich zum Berichtsjahr angestrebt. Im Bereich des Forderungsmanagements sollte der Stand gehalten werden, unfertige Leistungen sollen abgebaut werden.

2.5 Liquiditäts-Entwicklung

Am Jahresende 2023 belief sich der Cash-Pool auf TEUR 4.411. Der Cash-Pool wird entsprechend der Entwicklung des EBIT im Vergleich zum Berichtsjahr stabil bleiben.

3. Effiziente Organisation des Risikomanagements

Die Risikopolitik der SPIE Nuhn ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:

Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern),

Standardisierung und Beschreibung von Prozessen,

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und

Qualitätssicherung von Kundenaufträgen inkl. Projektaudits.

Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet.

Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich des Abschlusses einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden.

Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird.

Risiken, die aus dem Krieg in der Ukraine entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe berücksichtigt. Die sich aus dem Krieg für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken werden weiterhin fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst. Mit dem sukzessiven Auslaufen der behördlichen Auflagen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe ebenfalls entsprechende Maßnahmen auslaufen lassen. Der in 2020 eingerichtete Corona-Krisenstab wurde eingestellt. Risiken aus der Pandemie und dem Ukraine-Krieg werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gesehen.

4. Chancen und Risiken zur künftigen Entwicklung

Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich insbesondere aus der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden, z.B. durch das erweiterte Leistungsspektrum des Konzerns ("ONE SPIE"). Mit dem "ONE-SPIE-Ansatz" gelingt eine weitreichende Differenzierung vom Wettbewerb zum Vorteil des Kunden.

Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge und der Fluktuation auf Grund dem allgemeinen Fachkräftemangel.

Ersterem begegnet die Gesellschaft mit der Freigabe von Angeboten über ein unabhängiges Angebotskomitee der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Unternehmensgruppe.

Der Fluktuation begegnet das Unternehmen mit verschiedenen attraktiven Angeboten für persönliche Versicherungen oder auch Corporate Benefits. Dem Fachkräftemangel wird mit einer hohen Ausbildungsquote und mit diversen Weiterbildungs- und Entwicklungsprogrammen sowie mit einer eigenen Akademie entgegengewirkt.

Im Jahr 2022 richtete SPIE wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Krisenstab ein, der sich mit möglichen negativen Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft von SPIE beschäftigte. Hierbei standen insbesondere Lieferverzögerungen- und Engpässe sowie der Umgang mit Materialpreissteigerungen im Fokus. Diesen Risiken konnte durch Preisfixierungen oder Preisanpassungen weitgehend reduziert werden. Da sich die Lieferketten inzwischen entspannt haben und die im Jahr 2022 erreichten Preislevel wieder gesunken sind, werden aktuell keine weiteren Risiken aus dem Konflikt sehen. Der Krisenstab konnte in Laufe des Jahres 2023 aus den genannten Gründen aufgelöst werden.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden für die SPIE Nuhn GmbH nicht gesehen.

 

Worms, den 15. Mai 2024

Gerald Seemann

Geschäftsführung

Andreas Erich

Geschäftsführung

1 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook Update, S. 1ff.
2 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
3 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
4 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
5 . Vgl. EU-Kommission (2023): Herbstprognose 2023, o.S.
6 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 21.
7 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 161.
8 Vgl. DESTATIS (2024): Pressemitteilung: Exporte im Dezember 2023: -4,6 % zum November 2023, o.S.
9 Vgl. BMWK (2024): Pressemitteilung - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, o.S.
10 Vgl. VdZ, VDS (2023): Heizungssparte bleibt Haupttreiber der Umsatzentwicklung der SHK-Branche, S. 1ff.
11 Vgl. ZVEH (2023): Herbst-Konjunkturumfrage des ZVEH, S. 1.
12 Vgl. ZVEH (2023): Herbst-Konjunkturumfrage des ZVEH, S. 2.
13 Vgl. ZDH (2023a): ZDH-Konjunkturbericht 2 / 2023: Unsicherheit dämpft Stimmung, o.S.
14 Vgl. ZDH (2023b): ZDH-Konjunkturbericht 2.2023, S. 4.
15 Vgl. ZDH (2023b): ZDH-Konjunkturbericht 2.2023, S. 7.
16 Vgl. ZDB (2023): Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit, o.S.
17 Vgl. Bundesregierung: EEG 2023 - Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen, o.S.
18 Vgl. Umweltbundesamt: Erstmals über die Hälfte des Stroms in Deutschland erneuerbar, o.S.
19 Vgl. Bundesregierung (2023): Energieeffizienz - öffentliche Hand wird Vorbild, o.S.
20 Vgl. BHE (2023): Herbst- Konjunktur-Umfrage, o.S.
21 Vgl. Lünendonk (2023c): Studie Industrieservice-Unternehmen in Deutschland, S. 7.
22 Vgl. Lünendonk (2023c): Studie Industrieservice-Unternehmen in Deutschland, S. 4ff.
23 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook Interim Report February 2024, S. o.S.
24 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook Update, S. 1.
25 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
26 Vgl. BMWK (2024): Pressemitteilung - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, o.S.
27 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 10.
28 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 156-158.
29 Vgl. ZDB (2023): Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit, o.S.
30 Vgl. ZDH (2023b): Konjunkturbericht 2.2023: Unsicherheit dämpft Stimmung, S. 7.
31 Vgl. ZVEH (2023): Herbstumfrage: E-Handwerke weiter mit stabiler Konjunktur, o.S.
32 Vgl. ZDH (2023): Unsicherheit und Risiken dämpfen Stimmung im Handwerk, o.S.
33 Vgl. BHE (2023): Herbst- Konjunktur-Umfrage, o.S.
34 Vgl. Lünendonk (2023c): Studie Industrieservice-Unternehmen in Deutschland (2023), S. 5.
35 Vgl. Lünendonk (2023c): Studie Industrieservice-Unternehmen in Deutschland (2023), S. 10.
36 Vgl. Lünendonk (2023c): Studie Industrieservice-Unternehmen in Deutschland (2023), S. 3.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.585,00 152.934,00
141.585,00 152.934,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 181.649,94 181.629,39
2. Unfertige Leistungen 21.171.802,16 16.859.106,78
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -18.314.851,09 -15.179.084,59
3.038.601,01 1.861.651,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.308.296,18 1.035.632,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.568.049,11 5.028.702,49
3. Sonstige Vermögensgegenstände 26.062,89 22.622,06
6.902.408,18 6.086.956,65
9.941.009,19 7.948.608,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.912,28 0,00
10.084.506,47 8.101.542,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 1.748.870,81 1.748.870,81
1.800.000,00 1.800.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 845.332,06 705.066,74
845.332,06 705.066,74
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.780.566,53 495.679,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.906.469,53 2.349.149,96
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.611.308,21 2.410.452,92
4. Sonstige Verbindlichkeiten 140.830,14 341.192,81
(davon aus Steuern: EUR 61.074,44; Vorjahr EUR 78.477,23)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.237,67; Vorjahr EUR 36.541,91)
7.439.174,41 5.596.475,49
10.084.506,47 8.101.542,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 19.201.596,26 20.331.262,96
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 4.312.695,38 2.443.338,15
3. Sonstige betriebliche Erträge 274.934,71 119.161,33
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.918.180,68 4.583.429,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.585.873,03 6.355.747,91
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.239.885,77 6.367.163,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.437.795,36 1.490.633,82
(davon für Altersversorgung: EUR 5.334,06; Vorjahr: EUR 3.417,57)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 54.853,71 76.837,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.170.503,56 2.298.048,80
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.488,76 52,00
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 75.488,76; Vorjahr EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.150,92 34.691,53
(davon an verbundene Unternehmen: EUR 39.235,78; Vorjahr: EUR 31.752,49)
10. Ergebnis nach Steuern 1.417.472,08 1.687.262,69
11. Sonstige Steuern 22.578,89 18.647,00
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführter Gewinn 1.394.893,19 1.668.615,69
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Sitz der SPIE Nuhn GmbH ist Worms, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Mainz. Die Handelsregisternummer lautet HRB 11007.

Der Jahresabschluss der SPIE Nuhn GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB insoweit in Anspruch, dass die Angaben zu § 285 Nummer 4 und 32 nicht gemacht werden.

Alleinige Gesellschafterin der SPIE Nuhn GmbH ist die SPIE Building Technology & Automation GmbH mit Sitz in Gießen mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Die Gesellschaft ist steuerlich in den Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH eingebunden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden unverändert folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt für Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten drei Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 18 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Geringwertige Anlagegüter von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5 % (Vorjahr 1,5%) für das allgemeine Kreditrisiko auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet und werden planmäßig aufgelöst.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Zinsergebnis ausgewiesen wurden.

Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes sowie aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Zinsergebnis gezeigt.

Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Absatz 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel gemäß § 284 Absatz 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Vorräte

In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind lagermäßig geführte Ersatzteile und sonstiges Material enthalten.

Die Unfertigen Leistungen beinhalten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus Kundenaufträgen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus der Cash-Pooling-Vereinbarung (TEUR 4.411; Vorjahr: TEUR 4.833) sowie aus sonstigen Forderungen (TEUR 157, Vorjahr: TEUR 196).

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 0) gegenüber der Alleingesellschafterin.

(4) Latente Steuern

Die Bildung erfolgt beim Organträger, der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen.

(5) Mindeststeuer

Der gebuchte Steueraufwand der Organschaft für das laufende Jahr ist höher als der Wert, der sich aus der Berechnung gemäß Mindeststeuergesetz ergeben würde.

(6) Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert DM 100.000 (EUR 51.129,19).

(7) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Lieferanten 0 105
Personalbereich 289 413
Gewährleistung 104 100
Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Betriebsprüfungen 10 14
Erwartete Rechnungsabstriche 398 31
Übrige Rückstellungen 44 42
845 705

(8) Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 13), sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.033 (Vorjahr: TEUR 728) und aus Gewinnabführung aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags TEUR 1.395 (Vorjahr: TEUR 1.669).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.478 (Vorjahr: TEUR 2.410) gegenüber der alleinigen Gesellschafterin SPIE BTA.

Es bestehen unverändert zum Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Sonstige Angaben

(9) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 zählte die Belegschaft durchschnittlich 126 Arbeitnehmer (Vorjahr: 133).

2023 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 91 98
Angestellte 35 35
126 133
Auszubildende 32 33
158 166

(10) Geschäftsführer

 

Herr Gerald Seemann, Hauptgeschäftsführer der SPIE Nuhn GmbH

(Vorsitzender der Geschäftsführung ab 24. Januar 2023)

 

Herr Andreas Erich, technischer Geschäftsführer der SPIE Nuhn GmbH

(11) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

(12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen belaufen sich aus Raummieten auf TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 113) und aus Mieten und Leasing für bewegliche Wirtschaftsgüter auf TEUR 89 (TEUR 72).

(13) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug für 2023 TEUR 28 und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen (Vorjahr TEUR 32, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft).

(14) Weitere Angaben

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA, Cergy/Frankreich. Der Konzernabschluss wird unter der Firma SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH beim Unternehmensregister veröffentlicht.

Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund eines mit der SPIE Building Technology & Automation GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von TEUR 1.395 (Vorjahr: TEUR 1.669), an diese abgeführt.

(15) Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

 

Worms, den 15. Mai 2024

SPIE Nuhn GmbH

Gerald Seemann

Geschäftsführung

Andreas Erich

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.466,00 0,00 0,00 23.466,00
23.466,00 0,00 0,00 23.466,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.124.556,41 43.504,71 25.554,30 1.142.506,82
1.124.556,41 43.504,71 25.554,30 1.142.506,82
1.148.022,41 43.504,71 25.554,30 1.165.972,82
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.466,00 0,00 0,00 23.466,00
23.466,00 0,00 0,00 23.466,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 971.622,41 54.853,71 25.554,30 1.000.921,82
971.622,41 54.853,71 25.554,30 1.000.921,82
995.088,41 54.853,71 25.554,30 1.024.387,82
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.585,00 152.934,00
141.585,00 152.934,00
141.585,00 152.934,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SPIE Nuhn GmbH, Worms

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPIE Nuhn GmbH, Worms, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Nuhn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Reza Esmailian, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 10.7.2024 festgestellt.

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