Horizon Global Germany GmbH

Bahnhofstraße 2, 04746 Hartha, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 28241
Vorher
Blitz 13-330 GmbHTriMas Corporation (Germany) GmbH
Eingetragen
18.2.2013
Branche
Herstellung von Karosserien, Aufbauten und AnhängernHerstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Design, Herstellung, Testen, Vermarktung und Vertrieb, Produktion, Verkauf und Service von Anhänger- und Abschleppprodukten und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tomasz Marcin Sgaslik
seit 23.1.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cequent Nederland Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cequent Nederland Holdings B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Horizon Global Germany GmbH

Hartha

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht Chemnitz, HRB 28241

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben

1.1 Gliederung, Vergleichbarkeit

Der Jahresabschluss der Horizon Global Germany GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des GmbHG erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Darüber hinaus wurde die Bilanz entsprechend § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB erweitert. Postenbezeichnungen wurden nach § 265 Abs. 6 HGB teilweise an deren tatsächliche Inhalte angepasst.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Im Einzelnen gelten folgende Grundsätze:

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Bezüglich des Bestehens einer wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auf den Lagebericht verwiesen (Abschnitt I Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung).

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden geschätzten Nutzungsdauern zugrunde.

Nutzungsdauern (Jahre)
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1 bis 14
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 15

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden bis zum 31. Dezember 2019 bei Zugang in voller Höhe abgeschrieben. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2020 werden die geringwertigen Anlagegüter bis EUR 1.000,00 über einen Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Hierzu wird zum Jahresende der gleitende Durchschnittspreis mit dem letzten Einkaufspreis des Jahres verglichen. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren wurden Reichweitenabschläge auf Basis eines standardisierten Verfahrens berücksichtigt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 459 (Vj.: TEUR 460) erforderlich.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Darüber hinaus werden Kosten der allgemeinen Verwaltung in angemessener Höhe zugerechnet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Soweit notwendig, erfolgte eine Bewertung auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Bestandsrisiken, die auf geminderter Verwertbarkeit aufgrund der Lagerdauer, zu hohen Beständen und ähnlichen Umständen beruhen, werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet. Abschreibungen nach dem Niederstwertprinzip waren zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 128 (Vj.: TEUR 161) erforderlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind soweit notwendig durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Drohverlustrückstellungen werden die aufgrund der abgeschlossenen Verträge entstehenden Verluste bilanziert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt worden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

2 Angaben zur Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an Kovil Oy, Savonlinna, Finnland. Eine Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses besteht aufgrund der größenabhängigen Erleichterungen nicht. Der Jahresabschluss der Kovil Oy, Savonlinna, Finnland, weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 505 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 61 aus.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 313 (Vj.: TEUR 8) betreffen nur Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 441 (Vj.: TEUR 227) und Forderungen aus Mietkautionen in Höhe von TEUR 155 (Vj.: TEUR 155). Mit Ausnahme der Forderungen aus Mietkautionen haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

2.3 Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag per 31. Dezember 2022 in Höhe TEUR 4.486 resultiert wesentlich aus der im Geschäftsjahr 2016 vorgenommenen Wertberichtigung der Anteile an der Kovil Oy, Savonlinna, Finnland, sowie weiteren operativen Verlusten. Die Unternehmensfortführung der Horizon Global Germany GmbH ist insbesondere durch die erhaltenen und weiterhin gültigen Rangrücktritte auf die konzerninternen Darlehen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 9,0 (inklusive Zinsen aktuell: Mio. EUR 11,8) gesichert. Des Weiteren hat die Muttergesellschaft der First Brands Group, die First Brands Group LLC, gegenüber der Horizon Global Germany GmbH eine harte, unbeschränkte und unbefristete Patronatserklärung abgegeben, die zum Zeitpunkt der Abschlussunterzeichnung nicht gekündigt war.

2.4 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 602 (Vj.: TEUR 741) wurden für Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 82 (Vj.: TEUR 136), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Kundenbelastungen in Höhe von TEUR 185 (Vj.: TEUR 409), für drohende Verluste in Höhe von TEUR 78 (Vj.: TEUR 26), für Gewährleistungen TEUR 110 (Vj.: TEUR 78) und für übrige sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 147 (Vj.: TEUR 92) gebildet.

2.5 Verbindlichkeiten

Art und Umfang der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Vorjahreswerte):

Summe davon Restlaufzeit davon Art der Sicherung
EUR unter 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
gesichert EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 46.935,00 46.935,00 0,00 0,00 keine Sicherung
(131.450,00) (131.450,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.281.957,01 2.281.957,01 0,00 0,00 keine Sicherung
(2.079.471,75) (2.079.471,75) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.507.805,55 3.630.272,86 10.877.532,69 0,00 keine Sicherung
(14.236.512,51) (3.237.991,16) (10.998.521,35) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 508.191,78 8.191,78 500.000,00 0,00 keine Sicherung
(718.172,11) (98.041,00) (620.131,25) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 198.034,15 198.034,15 0,00 0,00 keine Sicherung
(231.482,49) (231.482,49) (0,00) (0,00)
17.542.923,49 6.165.390,80 11.377.532,69 0,00
(17.397.089,00) (5.778.436,40) (11.618.652,60) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 3.257 (Vj.: TEUR 3.038) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie im Übrigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungen (Darlehen und Zinsen).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter beinhalten zum 31. Dezember 2022 TEUR 508 (Vj: TEUR 620) Darlehensverbindlichkeiten inkl. Zinsen und TEUR 0 (Vj.: TEUR 98) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 118 (Vj.: TEUR 119) Verbindlichkeiten aus Lohnzahlungen.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen zu 20,3 % auf inländische Kunden (Vj.: 20,4 %), der Rest im Wesentlichen auf europäische Abnehmer. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Geschäftsfeld "Pkw-Zubehör" mit Anhängevorrichtungen erzielt.

3.2 Betriebliche Aufwendungen

In den betrieblichen Aufwendungen sind Material- und Personalaufwendungen in folgender Höhe enthalten:

2022
TEUR
2021
TEUR
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.200 15.690
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.896 3.683
22.096 19.373
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.879 4.005
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 594 552
davon für Altersversorgung: TEUR 19 (Vj.: TEUR 21)
5.473 4.557

3.3 Vertriebskosten

Die Vertriebskosten in Höhe von TEUR 144 (Vj.: TEUR 45) beinhalten hauptsächlich die Gehälter für das Vertriebspersonal.

3.4 Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 2.293 (Vj.: TEUR 1.915) beinhalten im Wesentlichen Gehaltskosten für den Verwaltungsbereich, Management Fees und Intercompany-Servicedienstleistungen.

3.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen von verbundenen Unternehmen in Rechnung gestellte Dienstleistungskosten für erbrachte Tätigkeiten im intern definierten Absatzgebiet Europa-Afrika in Höhe von TEUR 37 (Vj.: TEUR 42), Verluste aus den Abgängen aus dem Anlagemögen in Höhe von TEUR 7 (Vj.: TEUR 13) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 71 (Vj.: TEUR 89).

3.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen sich auf die Steueraufwendungen für das laufende Jahr. Die Erträge aus der Verminderung der passiven latenten Steuern belaufen sich auf TEUR 0 (Vj.: TEUR 5) und aus der Erstattung zu viel gezahlter Steuern aus Vorjahren TEUR 0 (Vj.: TEUR 117).

4. Weitere Angaben

4.1 Geschäftsführung und Organbezüge

Während des Geschäftsjahres 2022 waren folgende Geschäftsführer bestellt:

Jay Samuel Goldbaum, Geschäftsführer, Berkley, Michigan, USA (bis 20. Dezember 2022)

Matthew Joseph Meyer, Geschäftsführer, Birmingham, Michigan, USA (bis 20. Dezember 2022)

Karin Johanna Maria Nienhuis, Geschäftsführerin, Hamburg (ab 8. Juli 2022 bis 2. Mai 2023)

Matthias Joseph Siemer, Geschäftsführer, Cloppenburg (ab 8. Juli 2022 bis 2. Mai 2023).

Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft - sondern bei anderen Konzerngesellschaften - angestellt. Die Geschäftsführung erhält keine Bezüge oder Kredite von der Gesellschaft.

Zu Veränderungen in der Geschäftsführung wird auf Abschnitt 4.6 verwiesen.

4.2 Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte 2022 ohne Auszubildende durchschnittlich 114 Mitarbeiter (Vorjahr: 107). Davon waren 50 (Vorjahr: 45) Angestellte und 64 (Vorjahr: 62) gewerbliche Arbeitnehmer (einschließlich geringfügig Beschäftige).

4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen branchenübliche Verpflichtungen aus laufenden Miet-, Service- und Leasingverträgen und insbesondere aus dem Pachtverhältnis bezüglich des Betriebsgeländes. Die Verpflichtungen aus der Pachtung des Betriebsgeländes belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf ca. TEUR 391 für 2023 und ca. TEUR 1.818 für 2024 und Folgejahre.

Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 1.818.

4.4 Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB)

Im Rahmen einer Konzernfinanzierung in den USA wurden bei der Horizon Global Germany GmbH wie auch bei anderen Konzerngesellschaften die Geschäftsanteile und Vermögensgegenstände durch den Gesellschafter verpfändet. Die Verpfändung schließt auch das Bankkonto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG (TEUR 2.552) mit ein. Mit Wirkung vom 8. Februar 2023 wurde durch den Erwerb der Horizon Global Group durch die First Brands Group die Konzernfinanzierung beendet und die Haftung aufgehoben.

4.5 Konzernverhältnisse

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 ist die Gesellschaft als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der börsennotierten Horizon Global Corporation (HZN) aus Troy (Michigan, USA) einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Durch den Abschluss des Kaufvertrages zum 30. Dezember 2022 zwischen der First Brands Group LLC, Cleveland, und der Horizon Global Corporation und dem Vollzug am 8. Februar 2023 wird Horizon Global Germany GmbH Teil des First Brands Konzerns und zukünftig in den Konzernabschluss der First Brands Group LLC, Cleveland, einbezogen. Für das Jahr 2022 wurde daher kein Konzernabschluss der Horizon Global Corporation (HZN) veröffentlicht.

Die Gesellschaft muss aufgrund des Nichterreichens der Größenkriterien keinen eigenen Konzernabschluss aufstellen.

4.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 8. Februar 2023 erwarb die First Brands Group LLC, Cleveland (US), die Horizon Global Corporation. Seit diesem Zeitpunkt ist die Horizon Global Germany GmbH Teil des First Brands Konzerns.

Nach dem Abschlussstichtag wurden mit Wirkung vom 2. Mai 2023 neue Geschäftsführer bestellt:

Stephen Edward Kingsley Graham, Geschäftsführer, Akron, Ohio, USA

Jay Russell Machado, Geschäftsführer, Westlake, Ohio, USA

Michael Simon Baker, Geschäftsführer, Weehawken, New Jersey, USA

Shekhar Kumar, Geschäftsführer, Weehawken, New Jersey, USA

David William Parker, Geschäftsführer, Frankfurt am Main.

Nach dem Abschlussstichtag wurden mit Wirkung vom 24. Oktober 2023 die folgenden Geschäftsführer abbestellt:

Jay Russell Machado, Geschäftsführer, Westlake, Ohio, USA

David William Parker, Geschäftsführer, Frankfurt am Main.

Mit Vereinbarung vom 19. Februar 2024 wurden die Bankguthaben der Gesellschaften an Dritte verpfändet.

In 2024 wurden der Gesellschaft weitere konzerninterne Darlehen als auch ein externes Darlehen gewährt. Zudem hat die Horizon Global Germany GmbH konzerninterne Darlehen vergeben.

4.7 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem bisherigen Verlustvortrag der Vorjahre zu verrechnen und den dann verbliebenen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hartha, den 30. August2024

Stephen Edward Kingsley Graham, Geschäftsführer

Michael Simon Baker, Geschäftsführer

Shekhar Kumar, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 252.348,41 0,00 57.158,00 195.190,41
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.224.393,75 94.611,67 88.396,91 6.230.608,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 918.396,60 84.415,96 29.284,26 973.528,30
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.024,17 0,00 3.024,17
7.142.790,35 182.051,80 117.681,17 7.207.160,98
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.962.127,00 0,00 0,00 3.962.127,00
11.357.265,76 182.051,80 174.839,17 11.364.478,39
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.166,96 14.463,05 57.158,00 165.472,01
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.531.810,38 463.423,25 81.543,11 4.913.690,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.138,42 105.827,21 28.752,19 711.213,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.165.948,80 569.250,46 110.295,30 5.624.903,96
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.562.127,00 0,00 0,00 3.562.127,00
8.936.242,76 583.713,51 167.453,30 9.352.502,97
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.718,40 44.181,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.316.917,99 1.692.583,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.314,86 284.258,18
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.024,17 0,00
1.582.257,02 1.976.841,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 400.000,00 400.000,00
2.011.975,42 2.421.023,00

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechte und Werten 29.718,40 44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.316.917,99 1.693
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.314,86 284
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.024,17 0
1.582.257,02 1.977
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 400.000,00 400
2.011.975,42 2.421
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.800.368,80 2.728
2. Unfertige Erzeugnisse 1.692.063,50 2.026
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 498.280,68 619
4.990.712,98 5.373
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.857.964,81 2.764
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 312.501,27 8
3. Sonstige Vermögensgegenstände 852.703,47 467
4.023.169,55 3.239
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.554.169,38 1.558
11.568.051,91 10.170
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.057,97 246
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.486.414,72 5.301
18.169.500,02 18.138

Passiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 91.039,78 91
III. Verlustvortrag -5.417.249,34 -5.516
IV. Jahresüberschuss 814.794,84 99
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.486.414,72 5.301
0,00 0
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 24.260,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 602.316,53 741
626.576,53 741
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 46.935,00 131
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.281.957,01 2.079
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.507.805,55 14.237
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 508.191,78 718
5. Sonstige Verbindlichkeiten 198.034,15 232
davon aus Steuern: EUR 78.178,4 (Vorjahr: TEUR 77)
17.542.923,49 17.397
18.169.500,02 18.138

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Horizon Global Germany GmbH, Hartha

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Horizon Global Germany GmbH, Hartha, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Horizon Global Germany GmbH, Hartha, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe in Abschnitt 1.2 im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt I des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass aufgrund der nachhaltigen Verluste der Vergangenheit und der fehlenden Finanzierung aus eigener Kraft die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch die Unterstützung aus dem Konzernverbund notwendig ist. Insbesondere wird auf die Möglichkeit eines bestandsgefährdenden Liquiditätsengpasses hingewiesen, sofern die zugesicherte und gelebte Unterstützung aus dem Gesellschafterkreis nicht mehr gegeben sein sollte. Die Unterstützung der obersten Konzernmutter ist durch eine harte, unbeschränkte und unbefristete Patronatserklärung gesichert, die zum Zeitpunkt der Abschlussunterzeichnung nicht gekündigt war. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltens nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 30. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

/snMU/ Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer

/snAWP/ Stefan Gneuß, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 34.599.580,03 30.107
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 30.818.813,80 27.627
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 3.780.766,23 2.480
4. Vertriebskosten 143.669,95 45
5. Allgemeine Verwaltungskosten 2.293.082,28 1.915
6. Sonstige betriebliche Erträge 12.850,70 3
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 124.374,47 145
davon aus Währungsumrechnung: EUR 71.222,24 (Vorjahr: TEUR 89)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.362,00 4
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 406.797,39 405
davon an verbundene Unternehmen: EUR 404.896,11 (Vorjahr: TEUR 405)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24.260,00 -122
11. Ergebnis nach Steuern 814.794,84 99
12. Jahresüberschuss 814.794,84 99

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Wirtschaftlicher Rahmen

Im Jahr 2022 war die europäische Automobilindustrie geprägt durch die Knappheit von Halbleitern, die heute ein wesentlicher Bestandteil eines modernen Personenkraftwagens mit seinen Assistenzsystemen darstellen. Ebenso trug der Russland-Ukraine Krieg und dessen Folgen zu einem geringeren Absatz bei. Mit Blick auf das Gesamtjahr schrumpfte daher der EU-Pkw-Markt aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit um 4,6 % auf 9,3 Mio. Einheiten.

Bei den Neuzulassungen hatte das Segment der Sport Utility Vehicles (SUV) in Deutschland mit 29,3 % wie im Vorjahr den größten Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen aufzuweisen. Diese Marktentwicklung beeinflusst den Absatz der Anhängevorrichtungen positiv, da das Segment der SUV generell eine höhere Ausstattungsrate vorweist als andere Segmente.

Nach Rekord-Zulassungen in den Vorjahren befand sich der Auftragsbestand für Wohnwagen und Caravans in Europa weiter auf einem hohen Niveau. Jedoch gingen die Neuzulassungen in Europa aufgrund stockender Lieferketten und pandemiebedingter Personalengpässe um 16,1 % zurück. Mit 24.478 Einheiten in 2022 sind nach Angabe des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD) dabei 1 % weniger Wohnwagen in Deutschland als im Vorjahr zugelassen worden. Trotz allem sind die Wachstumsaussichten für das Jahr 2023 aufgrund dem geänderten Freizeit- und Urlaubsverhalten als erfolgsversprechend einzuschätzen.

Die Anzahl der großen Anbieter von Anhängevorrichtungen auf dem europäischen Markt ist konstant. Aktuell sind drei größere Anbieter flächendeckend im europäischen Markt aktiv, weitere kleinere Wettbewerber sind überwiegend in ihren Heimatländern lokal tätig.

B. Geschäftsverlauf

Die Horizon Global Germany GmbH, Hartha ("HGG") hat ihre einzige Betriebstätte am Standort Hartha. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Fertigung und der Vertrieb von Anhängevorrichtungen für Pkws sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Am 4. Oktober 2016 wurde der Kauf der Westfalia-Automotive Gruppe und der Terwa Gruppe durch die Horizon Global Gruppe vollzogen. Dadurch wurde die Präsenz der Horizon Global Gruppe im Erstausstattermarkt signifikant ausgeweitet und die Unterstützung gemeinsamer, international tätiger Kunden ermöglicht. Außerdem wurde damit die Führungsposition im Markt für Ersatzteilprodukte gestärkt. Im Zuge einer Verschlankung der Gesellschaftsstruktur wurde die Horizon Global Germany GmbH im Jahr 2020 direkt unter die europäische Obergesellschaft Cequent Nederlands Holdings B.V. umgegliedert.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 betrugen insgesamt TEUR 34.600 (Vj.: TEUR 30.107), was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung in Höhe von 14,9 % entspricht. Das angestrebte Umsatzziel von Mio. EUR 36 bis Mio. EUR 39 wurde aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in Folge des Russland-Ukraine Krieges nicht erreicht. Unter den gegebenen Bedingungen sind wir aber mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 zufrieden.

Der Umsatz verteilt sich mit 20,3 % auf den deutschen Markt, mit 74,7 % auf Kunden aus EU-Ländern und 5,0 % auf Nicht-EU-Länder.

Am 31. Dezember 2022 waren in Hartha ohne Leihpersonal 118 Mitarbeiter, davon 63 Lohnempfänger und 55 Gehaltsempfänger beschäftigt.

C. Ertragslage

Die Ertragskraft des Unternehmens hat sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf TEUR 815. Im Vorjahr wurde ein Gewinn von TEUR 99 erzielt.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz im Jahr 2022 erhöhte sich von TEUR 2.480 in 2021 auf TEUR 3.781 im Berichtsjahr, dies entspricht einer Steigerung um von 52,5 %.

Der in den Herstellungskosten enthaltene Materialaufwand betrug TEUR 22.096, wobei TEUR 18.200 für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe sowie bezogene Waren, und TEUR 3.896 für bezogene Leistungen aufgewendet wurden. Die Lieferanten werden vom lokalen Einkauf ausgewählt. Für Neuprojekte wurden Lieferanten aus der Region ausgewählt, um Transportwege zu verkürzen und um eine schnellere Kommunikation in den Projekten zu erreichen. Ebenso wurden die Zukäufe von den Konzerngesellschaften verstärkt.

Insgesamt fielen in der Berichtsperiode TEUR 5.473 an Personalaufwendungen an, davon TEUR 594 für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Die gestiegenen Personalaufwendungen tragen dem gestiegenen Produktionsvolumen Rechnung.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen TEUR 584 (Vj.: TEUR 732).

Die angestrebte Ergebnisverbesserung wurde im Jahr 2022 im Wesentlichen aufgrund der geplanten Umsatzsteigerung erzielt. Ebenso sank aufgrund der Veränderung im Kundenmix die Materialquote. Die Personalaufwendungen stiegen dagegen aufgrund des erhöhten Produktionsvolumens an. Aufwendungen im Bereich Vertrieb und Verwaltung wurden auf das Notwendigste reduziert, jedoch stiegen die Konzernumlagen auf globaler Ebene.

D. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 18.170.

Davon entfallen TEUR 4.991 auf Vorräte und insgesamt TEUR 4.023 auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.

Aufgrund der im Jahr 2016 vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 3.562), die in die kumulierten Verlustvorträge der Vorjahre in Höhe von TEUR 5.301 einfließen und des Jahresüberschusses 2022 besteht zum Bilanzstichtag ein negatives bilanzielles Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.486, wobei jedoch das wirtschaftliche Eigenkapital unter Einbeziehung der nachrangigen konzerninternen Darlehen (TEUR 11.759) positiv ist. Darüber hinaus wurde von der Gesellschafterin eine harte unbeschränkte Patronatserklärung erteilt.

Verbindlichkeiten existieren in Höhe von insgesamt TEUR 17.543, wobei TEUR 14.508 gegenüber verbundenen Unternehmen und TEUR 508 gegenüber Gesellschaftern bestehen.

Die Liquidität war durch die Konzernfinanzierung jederzeit gesichert. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel von TEUR 2.554 (31.12.2021: TEUR 1.558).

E. Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung steuert die Gesellschaft im Wesentlichen anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren: Umsatzerlöse, EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization - Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) sowie das Working Capital. Das Working Capital berechnet sich aus der Summe der kurzfristigen Vermögensgegenstände abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Das EBITDA betrug im laufenden Geschäftsjahr TEUR 1.816, nach TEUR 1.109 im Vorjahr und befand sich damit im Zielkorridor eines erwarteten EBITDA für das Jahr 2022 in Höhe von rd. Mio. EUR 1,5 bis Mio. EUR 2,5. Die Steigerung ist vor allem auf den gestiegenen Umsatz zurückzuführen, sowohl durch Neuaufträge und als auch gestiegene Abrufe für bereits bestehende Kundenaufträge.

Das Working Capital betrug TEUR 5.248 und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 4.368 an. Dies resultiert vor allem aus einem Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände, wobei die Forderungen aus Vorsteuer, die Umgliederung der debitorischen Kreditoren und die Steigerung bei den unfertigen Werkzeugen wesentlich zu dieser Steigerung beitragen. Ebenso stiegen die Forderungen an verbundene Unternehmen, im Wesentlichen gegenüber der Schwestergesellschaft in Frankreich mit dem Abschluss der Belieferung von Halbfertigerzeugnissen.

F. Investitionen

Mit dem Ausblick auf eine weitere positive Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren wurden und werden aufgrund erhöhter Kapazitätsauslastung infolge neuer Kundenaufträge und Produktionsverlagerungen weitere Investitionen getätigt. So betrugen die Zugänge zu den Sachanlagen im Berichtsjahr 2022 TEUR 182 (Vj.: TEUR 753) und TEUR 0 (Vj.: TEUR 43) wurden als Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Im Jahr 2023 werden weitere Investitionen zur Erweiterung der Fertigungskapazitäten zur Realisierung der gestiegenen Kundenanforderungen als auch zum Insourcing folgen, jedoch unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und konzernweiten Entwicklung.

G. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten wurden im Geschäftsjahr für Neuentwicklungen im Original Equipment Manufacturer (OEM)/Original Equipment Services (OES)-Segment sowie für die Weiterentwicklung bestehender Produkte eingesetzt. Der in Betrieb genommene dynamische Dauerfestigkeitsprüfstand unterstützt diese Entwicklungsprozesse zeitlich und qualitativ.

H. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Ertragssituation der Horizon Global Germany GmbH wird insbesondere von folgenden Faktoren abhängen:

Die Fähigkeit im PKW-Zubehörmarkt Preissteigerungen durchzusetzen. Generell führt der Preisdruck des OEM (Original Equipment Manufacturer - Originalausrüstungshersteller) Marktes zu der Entscheidung, die geschäftlichen Aktivitäten verstärkt in dem Segment OES (Original Equipment Services - Ersatzteile) voranzutreiben.

Die Erhöhung und Auslastung der Produktionskapazitäten bei marginaler Veränderung des fixen Overheadkosten.

Um nachhaltig in den anvisierten Märkten Erfolg zu erzielen, werden fokussierte Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt, die sich durch eine erhöhte Effizienz vom Entwicklungs- bis hin zu den Produktionsprozessen durchziehen. Ebenso werden durch die Zusammenarbeit mit den Konzern-Schwestergesellschaften als auch weiteres eigenes Insourcing zusätzliche Synergien gehoben. Durch gezielte Standardisierung der Produktpalette sind Preisreduzierungen in der Beschaffung eine weitere Maßnahme. Ein modifiziertes Projektmanagement erlaubt künftig eine optimierte Prozesskette.

Die Umsatzentwicklung für den Standort Hartha ist durch langfristige Lieferverträge mit mehreren Automobilherstellern gesichert. Für die Folgejahre gehen wir im Vergleich zu 2022 von vergleichbaren Umsätzen aus. Dazu trägt auch die Entscheidung des europäischen Managements bei, zukünftig die Werke in Europa gleichmäßiger auszulasten, was zu einer weiteren Auslastung des Standortes führt.

Für 2023 wird gegenwärtig mit einem Umsatz von Mio. EUR 34 bei einem EBITDA von rd. Mio. EUR 3,0 gerechnet. Das Working Capital wird sich auf rund Mio. EUR 5,5 bewegen.

I. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft warin das Berichts- und Risikomanagement-System des Horizon Global-Konzerns eingebunden.

Die Risikobeurteilung und -überwachung ist die Aufgabe des strategischen Controllings in der Gesellschaft, welches zweiseitig gesichert wird. Zum einen ist die Horizon Global Germany GmbH in das Konzernberichtswesen eingebunden. Die dafür erforderlichen Daten werden durch die Abteilung Finanzen zur Verfügung gestellt. Zum anderen werden durch die Controlling-Abteilung ebenso die erforderlichen Berichte über die Key-Performance-Indikatoren des Standortes erstellt, analysiert und der Geschäfts- und Standortleitung zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, Risiken aufzuzeigen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

• Risiken im wirtschaftlichen und politischen Umfeld

Die Automobilbranche im Allgemeinen wird durch die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Diese wiederum werden auch durch Veränderungen in den politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten beeinflusst. Mögliche Risiken, denen das Unternehmen dabei ausgesetzt ist, umfassen Änderungen der lokalen Gesetzgebung, Kapitaltransferverbote, mögliche Embargo-Maßnahmen, Krieg, terroristische Anschläge sowie sonstige Unruhen. Hier ist aus aktuellem Anlass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu nennen. Ebenso führen insbesondere protektionistische Maßnahmen im weltweiten Handel zu Hemmnissen und zu möglicherweise steigenden Kosten, Stichwort EU Safeguarding. Aus dem vollzogenen Brexit zum 31. Dezember 2020 resultieren trotz des Inkrafttretens des Brexit-Handelsabkommens negative wirtschaftliche Auswirkungen auf die deutschen Industriebranchen, insbesondere Störungen im Warentransport und zusätzliche Grenzformalitäten und Bürokratie und damit zusätzliche Kosten und erhöhte Bestände nach sich ziehen. Ebenso können auch gesundheitliche Risiken, wie die COVID-19-Pandemie, als auch in Zukunft klimatische Veränderungen negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Wirtschaft im Allgemeinen und insbesondere auf die Automobilbranche haben.

Das preisbereinigte BIP gemäß des Statistischen Bundesamtes stieg im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 %, während es im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 um 0,3 % zurückgegangen ist. Für das Jahr 2024 geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch Wirtschaftsweise genannt, zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts von einem Wachstum von rund 0,2 % für die deutsche Volkswirtschaft aus.

• Markt-/Branchenrisiken

Das maßgebliche Risiko der Horizon Global Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 wird die Entwicklung der Pkw-Zulassungszahlen sein. Umsätze, die im Bereich der verbundenen Unternehmen getätigt werden, unterliegen dem Risiko des Kaufklimas sowohl im Segment der Automobilindustrie als auch der Freizeitindustrie, speziell im Wohnwagen- und Motorcaravan-Bereich. Dieses Segment wiederum wird im Wesentlichen sowohl durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst als auch durch Änderungen im Konsumverhalten, Kraftstoffpreise und Zinsniveau. Diese Faktoren können durch die möglichen Auswirkungen des Russland-Ukraine Krieges negativ beeinflusst werden. Darüber hinaus spielen auch Umstellungen aufgrund von Normenänderungen eine Rolle. Als Beispiel lässt sich hier die Umstellung des Messverfahrens für die Ermittlung von Kraftstoffverbrauch, Reichweite und Emissionen (WLTP) im Jahr 2018 nennen, welches zu einem kurzfristigen Produktionsrückgang geführt hatte.

Die Konsolidierung der Marktteilnehmer in den vergangenen Jahren und die damit einhergegangene Bündelung von Marktmacht, erhöht den schon lange anhaltenden Preiskampf im Wettbewerbsumfeld unvermindert. Hiermit generiert sich bei großen Marktteilnehmern ein verstärkter Verhandlungsspielraum, der den Zugang zu neuen Projekten erschweren könnte.

Im OEM-Bereich ist die Horizon Global Germany GmbH auch zukünftig regelmäßig zu jährlichen Preisnachlässen ("Savings") verpflichtet. Zur Aufrechterhaltung der Profitabilität muss eine Kompensation durch mindestens in gleichem Maße erzielte Produktivitätssteigerungen erfolgen. In der Vergangenheit war die Horizon Global Germany GmbH stets in der Lage, dies durch eine höhere Effizienz und Rationalisierung in der Produktion zu erreichen. Bleiben die zukünftigen Produktivitätssteigerungen unter den zukünftigen Preisnachlässen, so wird sich das Ergebnis der Horizon Global Germany GmbH verschlechtern.

Darüber hinaus ist die Belieferung eines Automobilherstellers an die sogenannte "Life Time" eines Fahrzeugmodells gebunden. Die Fähigkeit, regelmäßig erfolgreich in den Verhandlungen über die Vergabe der Modelle zu agieren und sich dabei technisch, qualitativ und preislich gegen den Wettbewerb durchzusetzen, ist wesentliche Voraussetzung für ein nachhaltiges Behaupten der hohen Marktanteile der gesamten First Brands Group, zu der die Horizon Global Germany GmbH zugehörig ist. Die Vergabe eines Modells an einen Mitbewerber bedeutet den Verlust von langjährigem Umsatz- und Ergebnispotenzial.

Gut aufgestellte Wettbewerber mit umfänglichen Produktprogrammen erhöhen den Druck auf eine neue Entwicklungsoffensive der Gesellschaft, um Kunden ganzheitlich mit den geforderten technischen Lösungen bedienen zu können. Die erhöhten technischen Anforderungen im Anhängevorrichtungsbereich führen zu einem grundsätzlich höheren Risiko von Patentverletzungen. Die Horizon Global Germany GmbH wirkt diesem Risiko durch regelmäßige Analyse der relevanten Patentanmeldungen entgegen.

Die Entwicklung und Weiterverbreitung von alternativen Antrieben bei Pkw, Stichwort Elektromobilität, führt aus heutiger Sicht nicht zu einer Veränderung in der Ausstattungsrate für Anhängevorrichtungen. Eher spielt der Fahrzeugtyp eine Rolle, Stichwort SUV, der insbesondere durch eine ältere, aber mobilere und solventere Gesellschaftsstruktur beeinflusst wird.

• Auslastungsrisiken

Im Geschäftsfeld Pkw-Zubehör sinken regelmäßig die Kundenbedarfe in den Herbstmonaten, sowohl im OEM als auch im Aftermarket Segment. Diesen saisonalen Schwankungen kann mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell und Zeitarbeit entgegengewirkt werden.

• Inflationsrisiken

Inflationsrisiken ergeben sich sowohl aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage am Beschaffungsmarkt für Waren und Dienstleistungen als auch aus den regelmäßigen Gesprächen der Tarifparteien am Arbeitsmarkt. Neben den Tarifsteigerungen spielen sowohl Material-, als auch Energiepreissteigerungen eine wesentliche Rolle. Aktuell als eine Folge des Russland-Ukraine Krieges sind z.B. aufgrund des geringeren Marktangebotes Preissteigerungen bei den Rohmaterialien wie Stahl, Kupfer, Kunststoffe sowie im Energiebereich wie steigende Preise für Strom, Gas und Kraftstoff feststellbar. Mittels Produktivitätssteigerungen und operativer Effizienz sind wir bestrebt, die Kostensteigerungen unter der Inflationsrate zu halten. Die Margen können dann unter Druck geraten, wenn die Kosten schneller steigen als unsere Umsatzerlöse. Da sich die Preisgleitklauseln in der Regel nur auf die Materialien wie Stahl und Kupfer beziehen, wird über Verhandlungen versucht, Preissteigerungen, die über die marktübliche Inflationsentwicklung hinaus gehen, an die OEM-Automobilhersteller weiterzureichen.

• Beschaffungsrisiken

Es wird den Risiken steigender Beschaffungskosten oder fehlender Verfügbarkeit von Rohstoffen durch Verhandlungen mit unseren Lieferanten begegnet. Ziel unserer Lieferantenauswahl ist die Beschränkung des Risikos, dass wir Produkte unserer Zulieferer nicht rechtzeitig und in nicht ausreichender Menge oder Qualität erhalten. Ebenso versuchen wir durch die Entwicklung von alternativen Anbietern "Single-Sourcing" zu vermeiden.

• Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Finanzierungsrisiken, die sich insbesondere durch saisonale Schwankungen im Geschäftsmodell ergeben, werden aufgrund der Zugehörigkeit zum First Brands Group-Konzernverbund durch die Mutter- bzw. andere Konzerngesellschaften abgedeckt. Im Februar 2021 ergab sich für den Gesamtkonzern aufgrund der positiven Entwicklung die Möglichkeit einer Neuausrichtung und Konditionsverbesserung der Konzernfinanzierung. Im Februar 2022 wurde der Finanzierungrahmen angepasst, um mit diesen Mitteln über die Erhöhung der Kapitalrücklagen Investitionen in den USA und Europa zu finanzieren. Mit dem abgeschlossenen Erwerb der Horizon Global Corporation durch die First Brands Group LLC, Cleveland (US), zum 8. Februar 2023 ist die Gesellschaft Horizon Global Germany GmbH nun Teil des First Brands Konzerns. Etwaige Finanzierungsbedarfe werden nun über den First Brands Konzern sichergestellt. Um sowohl für die Gesellschaft als auch für den Konzern kurz- und mittelfristig Liquiditätsengpässe zu vermeiden, wurde die Liquiditätsplanung weiterentwickelt. Die Finanzierung der Gesellschaft ist daher grundsätzlich gesichert. Zudem bestehen für die konzerninternen Darlehen in Höhe von Mio. EUR 11,8 ein Rangrücktritt. Des Weiteren hat die Muttergesellschaft der First Brands Group, die First Brands Group LLC, gegenüber der Horizon Global Germany GmbH eine harte, unbeschränkte und unbefristete Patronatserklärung abgegeben, die zum Zeitpunkt der Abschlussunterzeichnung nicht gekündigt war. Die Finanzierung durch den Konzern war und ist, insbesondere aufgrund der Verluste der Vergangenheit und der fehlenden Finanzierung aus eigener Kraft, notwendig.

• Währungsrisiken

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich das Kundenspektrum im Euro-Bereich bzw. wurde der Euro als Zahlungswährung definiert. Somit existieren kundenseitig keine wesentlichen Fremdwährungsrisiken. Aufgrund der weiteren Diversifizierung und zur Hebung von Kostenvorteilen nimmt dagegen der Anteil der Lieferanten mit Fremdwährung zu. Mögliche Risiken daraus werden regelmäßig überwacht.

• Gewährleistungsrisiken/Produkthaftungsrisiken

Durch die Belieferung der OEM Automobilhersteller direkt an die Bandproduktion besteht im Rahmen von Gewährleistungsrisiken das Risiko von Kfz-Rückrufaktionen. Die Horizon Global Germany GmbH ist gegen diese potenziellen Inanspruchnahmen mit einer entsprechenden Versicherungssumme abgesichert. Dieser Versicherungsschutz wird jährlich überprüft und ist in einer Konzernpolice eingegliedert. Um diese Risiken zu minimieren, bestehen die für die Automobilindustrie üblichen Qualitätsnormen.

• Produktionsrisiken

Maschinenausfälle können die zuverlässige, termingerechte Auslieferung von Produkten gefährden. Dieses Ausfallrisiko wird durch eine abgestimmte Instandhaltungsstrategie minimiert. Ebenso wurden und werden Investitionen in das Anlagevermögen durchgeführt, um sowohl das Risiko eines Maschinenausfalls zu minimieren als auch die Effizienzen zu verbessern. Für das Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 182 (Vj.: TEUR 796) getätigt.

Um Umweltrisiken aufgrund des Produktionsprozesses zu begegnen, ist ein ISO zertifiziertes Umweltmanagementsystem aufgebaut worden. Ebenso, um den Qualitätsanforderungen der OEM-Automobilindustrie Rechnung zu tragen, wird das Qualitätsmanagementsystem nach der IATF Norm 16949 kontinuierlich auf seine Effektivität überprüft.

• Delkredererisiko

Auf der Kundenforderungsseite bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken in Höhe der Buchwerte von Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Einbindung der Gesellschaften in den Konzernverbund nur in sehr geringem Maße ausfallgefährdet.

• Personalrisiken

Die Gesellschaft ist als innovatives Unternehmen auf sehr qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Das Risiko eines Verlusts von Know-how durch Fluktuation versuchen wir durch Förderung der Entwicklung unserer Mitarbeiter und Führungskräfte, leistungsorientierte Vergütungssysteme und Trainings sowie internationale Entwicklungsperspektiven zu minimieren.

• Risiken aufgrund des Russland-Ukraine Krieges

Die Geschäftsentwicklung der Horizon Global Germany GmbH kann durch die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes beeinflusst werden. So kann durch eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine und einer Ausweitung des Konfliktes als auch durch Wirtschafts- oder Handelssanktionen unser Geschäft in Deutschland und in Europa beeinträchtigt werden. Dieser Konflikt kann unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten beeinflussen, bestimmte Rohstoffe, z.B. auch Energieträger wie Gas, und Dienstleistungen zu sichern, aber auch Unterbrechungen der Versorgungskette verschärfen. Ebenso können Werksschließungen bei Kunden oder Brüche in der makroökonomischen Entwicklung dazu führen, dass die Umsatzentwicklung gegenüber unseren Kunden und den Endverbraucher beeinträchtigt wird. Obwohl der Konflikt in der Ukraine im Jahr 2022 keine Auswirkungen auf unser Geschäft hatte und wir keine direkten Zulieferer oder Kunden mit Betrieben in der Ukraine haben, können die gesamten makroökonomischen Auswirkungen, einschließlich der indirekten Auswirkungen innerhalb unserer Lieferkette, erhebliche Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Weitere Militäraktionen oder Cyberangriffe Russlands oder wie kürzlich die Verringerung der Liefermengen für Energieträger wie Gas als Gegenmaßnahme zu den Sanktionen könnten sich auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken und unsere Betriebsergebnisse beeinträchtigen.

Mit dem eingetretenen Russland-Ukraine Krieg, der Ungewissheit über dessen Dauer und den daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Folgen stellt sich die Frage an die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern die zugesicherte und gelebte Unterstützung durch die Konzern-Obergesellschaft nicht mehr gegeben sein sollte. Auch aufgrund der angestrebten bzw. eingeleiteten und oben beschriebenen Maßnahmen, der momentan bereits erwähnten weiterhin positiven Geschäftsentwicklung in 2024 ist das Restrisiko des Nichtfortbestehens sowohl aufgrund einer möglichen Zahlungsunfähigkeit als auch der Überschuldung für die nächsten 12 Monate ab Aufstellungen des Jahresabschlusses u.a. durch die Patronatserklärung und die Rangrücktritte eliminiert. Basierend auf der oben beschriebenen Unterstützung durch die Konzern-Obergesellschaft wird erwartet, dass die Gesellschaft auch im Jahr 2024 und 2025 jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

• Chancen

Um den Risiken entgegenzuwirken, wurden seitens der Unternehmensführung sowohl organisatorische als auch geschäftliche Entscheidungen getroffen und Maßnahmen eingeleitet. Die Standardisierung und Vereinfachung der Unternehmensprozesse wird weiter vorangetrieben, notwendige Kapazitäten werden z.B. durch eine Anpassung von Schichtmodellen, eine Verlagerung an andere konzerninterne Werkbänke oder ein weiteres Insourcing ausgebaut.

Durch die Einbindung in die international tätige First Brands Group auf dem Geschäftsfeld des PKW-Zubehörs sind Synergieeffekte sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Vertriebsseite zu erwarten. Als Beispiele sind sowohl der Ausbau und die Nutzung der Fertigungsstätte in Südafrika auf der Beschaffungsseite zu nennen als auch überkontinentale Vertriebsprojekte, die insbesondere durch engere Kundenbeziehungen im nordamerikanischen Raum entstehen. Ebenso werden im Rahmen einer Nivellierung der Auslastungsgrade der Fertigungskapazitäten der einzelnen Werke in Europa Aufträge neu verteilt, sodass die Horizon Global Germany GmbH in Zukunft mit einer höheren Auslastung und damit höherem Umsatz rechnen kann.

Daneben ist es das Ziel, durch die Standardisierung der Produkte aufgrund der Reduzierung der Produktvariationen in der Zukunft Kostensenkungspotenziale zu heben.

Darüber hinaus ergeben sich weitere Chancen durch die kontinuierliche Weiter- und Neuentwicklung von marktgerechten Kupplungssystemen.

Neben den mittelfristigen strategischen Themen kann es auch zu Umsatzsteigerungen aufgrund höherer Kundenabrufe kommen, da bestimmte Modelle stärker nachgefragt werden, als dies aus heutiger Sicht erkennbar ist.

 

Hartha, den 30. August 2024

Stephen Edward Kingsley Graham, Geschäftsführer

Michael Simon Baker, Geschäftsführer

Shekhar Kumar, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss der Horizon Global Germany GmbH zum 31.12.2022 wurde am 05.09.2024 festgestellt.

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