Apoldaer Wasser GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 106623
Vorher
Apoldaer Wasser-GmbH
Eingetragen
25.5.1993
Branche
Wassergewinnung mit Fremdbezug zur VerteilungWassergewinnung ohne Fremdbezug zur VerteilungBetrieb von Kläranlagen
Gegenstand
Die Erbringung von Leistungen zur Versorgung der Bürger und Kommunen, von Unternehmen der Industrie, Landwirtschaft und sonstigen Abnehmern mit Trink- und Brauchwasser einschließlich damit verbundener Leistungen sowie Dienstleistungen in der Kommunalwirtschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Baumbach
seit 12.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (12)

NameAnteil
Stadt Apolda
52.83%
Stadt Bad Sulza
20.75%
Gemeinde Ilmtal-Weinstraße
10.06%
Verbandsgemeinde An der Finne
8.18%
Stadt Buttstädt
1.89%

Gesellschafter

21 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 21 angezeigt

Stadt Apolda
Germany
25.200 €
52.80%
Gemeinde Saaleplatte
Germany
3.900 €
8.20%
Stadt Bad Sulza
Germany
3.600 €
7.50%
Verbandsgemeinde An der Finne
Germany
1.800 €
3.80%
Gemeinde Pfiffelbach
Germany
900 €
1.90%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Apoldaer Wasser GmbH

Apolda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

2023
EUR

Vorjahr
EUR

A. Anlagevermögen

26.877.619,44

27.136.136,97

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

139.518,40

119.406,59

II. Sachanlagen

26.738.101,04

27.016.730,38

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

636.074,53

687.578,18

2. Wassergewinnungs-, Wasserbezugs- und Wasserverteilungsanlagen

24.438.530,56

24.703.501,75

3. Technische Anlagen und Maschinen

533.295,76

568.473,14

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung

1.097.194,72

945.070,38

5. Anlagen im Bau

33.005,47

112.106,93

B. Umlaufvermögen

5.875.796,69

6.043.377,18

I. Vorräte

244.155,22

246.777,68

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

244.155,22

246.777,68

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

994.032,02

1.278.618,32

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

786.684,64

1.178.178,18

2. Sonstige Vermögensgegenstände

207.347,38

100.440,14

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

4.637.609,45

4.517.981,18

C. Rechnungsabgrenzungsposten

107.106,22

76.692,24

Summe Aktiva

32.860.522,35

33.256.206,39



PASSIVA

2023
EUR

Vorjahr
EUR

A. Eigenkapital

17.046.693,46

16.933.119,98

I. Gezeichnetes Kapital

47.700,00

47.700,00

II. Kapitalrücklage

15.817.166,82

15.817.166,82

III. Gewinnrücklagen

1.190.653,20

1.190.653,20

IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag

-122.400,04

0,00

V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

113.573,48

-122.400,04

B. Empfangene Ertragszuschüsse

719.746,14

741.997,88

C. Sonderposten aus Investitionszuschüssen

2.656.356,56

2.618.667,98

D. Rückstellungen

30.639,00

26.238,00

E. Verbindlichkeiten

12.407.087,19

12.936.182,55

I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

11.168.006,18

11.859.761,75

II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

759.480,86

659.955,41

III. Sonstige Verbindlichkeiten

479.600,15

416.465,39

Summe Passiva

32.860.522,35

33.256.206,39

ANHANG

Angaben zu Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für kleine Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Daneben erstellt die Apoldaer Wasser GmbH einen Lagebericht, welcher den Anforderungen an mittelgroße und große Kapitalgesellschaften entspricht.

Die Gesellschaft ist unter HRB 106623 im Register des Amtsgerichts Jena eingetragen. Der Firmensitz ist Apolda.

Im Hinblick auf die Klarheit der Bilanz wurde das Sachanlagevermögen weiter untergliedert (§ 265 Abs. 5 HGB).

Soweit berichtspflichtige Angaben wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder dem Anhang erfüllt werden können, wurden diese in den Anhang aufgenommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Skonti und zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Die Herstellungskosten enthalten alle handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile.

Lohnstunden wurden anhand von Arbeitszeitnachweisen mit dem betrieblichen Stundenverrechnungssatz bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Abgang erfasst.

Die Vorräte wurden im Rahmen einer ausgeweiteten Stichtagsinventur aufgenommen.

Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Soweit erforderlich, erfolgte eine Abwertung vom Durchschnittspreis auf den letzten niedrigeren Einkaufspreis.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand (ohne Umsatzsteuer) Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, welche einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die empfangenen Ertragszuschüsse enthalten Baukostenzuschüsse (BKZ) gemäß § 9 der Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVB) sowie Hausanschlusskostenerstattungen und Übernahmen. Sie werden mit 5 % und 2,5 % p.a. aufgelöst.

Die Sonderposten aus Investitionszuschüssen beinhalten den in 1997 vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Infrastruktur bewilligten Zuschuss für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes.

Die Auflösung erfolgt, entsprechend der Nutzung der bezuschussten Anlagegüter, jährlich mit 4 % zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 2).

Außerdem werden hier die ab 01.01.2003 zugegangenen Hausanschlusskostenerstattungen sowie der Gegenwert der von Erschließungsträgern übertragenen Wasserversorgungsanlagen ausgewiesen. Sie werden, entsprechend der Nutzung der bezuschussten Anlagegüter, jährlich mit 2,5 % zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst (TEUR 67).

Die Zugänge betreffen Hausanschlusskostenerstattungen (TEUR 95) und Übernahmen von Erschließungsträgern (TEUR 44).

Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Schwerpunkte bei den Zugängen zu Sachanlagen lagen in der Rekonstruktion bzw. Erweiterung der Trinkwasseranlagen sowie der Erneuerung baulicher Anlagen und der weiteren Komplettierung der zentralen Steueranlagen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren u.a. Forderungen gegen den Abwasserzweckverband Apolda in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 342) enthalten.

Weiterhin bestehen Forderungen aus noch nicht abzugsfähigen Vorsteuern von TEUR 36 (Vj. TEUR 30).

Der Verbrauchsabrechnung lagen Mitteilungen zur Zählerablesung im Zeitraum vom 15.11.2023 bis 31.12.2023 zugrunde. Die Zählerstände wurden auf den Bilanzstichtag 31.12.2023 hochgerechnet.

Die Zahlungseingänge wurden in der Gesellschaft sowohl für den Wasserverbrauch als auch für die Abwasserbeseitigung vereinnahmt. Die Zahlungseingänge aus der Verbrauchsabrechnung Abwasser wurden monatlich als Verbindlichkeit gegenüber dem Abwasserzweckverband Apolda eingestellt und ausgeglichen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist übereinstimmend mit dem Gesellschaftsvertrag in Höhe von TEUR 48 ausgewiesen. Entsprechend dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21.08.2023 wurde der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 122 auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 114 erwirtschaftet.

Rückstellungen

Die Zuführungen zu den Rückstellungen beinhalten die Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 9, die Überstundenrückstellungen in Höhe von TEUR 15 und Rückstellungen für Rechtsstreite in Höhe von TEUR 6.

Verbindlichkeiten

Die Darlehen bei der Sparkasse Mittelthüringen in Höhe von TEUR 2.650 sind mit 100%igen Ausfallbürgschaften des Abwasserzweckverbandes Apolda besichert. Die entsprechenden Beschlüsse der Aufsichtsgremien sowie die Genehmigungen der Rechtsaufsicht des Landratsamtes Weimarer Land liegen vor.

Darlehen wurden im Berichtszeitraum mit TEUR 690 getilgt.

Darlehenszinsen wurden in Höhe von TEUR 226 gezahlt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Zinsabgrenzungen in Höhe von TEUR 6 enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Verbrauchsabrechnung (TEUR 174).

Die Zinsaufwendungen betreffen hauptsächlich Darlehenszinsen (TEUR 226, Vj. TEUR 200).

Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Wirtschaftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

Rüdiger Eisenbrand Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister der Stadt Apolda

Dirk Schütze stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister der Stadt Bad Sulza

Marlis Vogel Mitglied Bürgermeisterin Eckartsberga

Dieter Feldrappe Mitglied Bürgermeister Obertrebra

Katrin Wörpel Mitglied Bürgermeisterin Ilmtal-Weinstraße

Bernd Radestock Mitglied Stadtratsmitglied der Stadt Apolda

Gudrun Kittel Mitglied Stadtratsmitglied der Stadt Apolda

Jürgen Elstermann Beisitzer Bürgermeister Kapellendorf

Im Geschäftsjahr wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 4 gezahlt. Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dipl. Ingenieur Jens Baumbach. Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 46 Mitarbeiter inkl. 1 Geschäftsführer und zzgl. durchschnittlich 2 Auszubildende beschäftigt.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss 2023 mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag und außerhalb des derzeitig schwierigen Geschäftsalltags sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nicht eingetreten, jedoch werden der demografische Wandel und der Verlauf des derzeitigen Weltgeschehens und deren globale wirtschaftlichen Folgewirkungen, welche kaum kalkulierbar sind und erheblichen Mehraufwand verursachen, auch weiterhin die künftigen Wirtschaftsjahre beeinflussen.

Insbesondere aufgrund der hohen Energiekosten und unter Berücksichtigung der sehr hohen Inflationsrate mussten zum 01.01.2023 einzelne Preise für Kundendienstleistungen sowie die monatlichen Grund- bzw. Verrechnungspreise angepasst werden.

Trotz aller Annahmen zu einer Rückläufigkeit bei Kostenanstiegen bestehen diese für Chemikalien und Materialien weiterhin, genauso wie deren lange Beschaffungszeiten. Auch ist fortlaufend Wachsamkeit geboten, um Unsicherheiten und Risiken in den globalen Wirtschaftsentwicklungen standzuhalten und weiterhin flexibel agieren zu können.

Durch die Trinkwasserverordnung vom 20.06.2023, die Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes vom 04.01.2023, die neue Trinkwassereinzugsgebietsverordnung vom 04.12.2023 und die seit 01.01.2023 gültige Thüringer Rohwasser-Eigenkontrollverordnung entstehen in einem hohen Maß zusätzliche Analytik- und Verwaltungskosten.

Apolda, den 28. Juni 2024

Jens Baumbach, Geschäftsführer

 

Apolda, den 04. September 2024

gez. Eisenbrand, Aufsichtsratsvorsitzender und Baumbach, Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 26. August 2024

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