Reparatur und Instandhaltung von Maschinen
MOLYMET Germany GmbH
Niels-Bohr-Straße 5, 06749 Bitterfeld-Wolfen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Dr. Uhlenhut seit 28.5.2025 | Geschäftsführer |
Markus Puhlmann seit 14.4.2023 | Prokura |
Andrea Dr. Gabke seit 14.12.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Strategic Metals BVBA | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MOLYMET Germany GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Lagebericht 20231. Grundlagen1.1 GeschäftsmodellDie Tätigkeit unserer Gesellschaft konzentrierte sich im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die Herstellung und Vermarktung von Molybdändioxid-Pulver, Molybdän-Metallpulver und Produkten daraus. 1.2 Ziele, StrategienDie MOLYMET Germany GmbH ist eng in die von der Muttergesellschaft Molibdenos y Metales S.A. (MOLYMET) mit Sitz in Santiago de Chile vorgegebenen Ziele und Strategien eingebunden. Am Standort in Bitterfeld-Wolfen werden Molybdän-Metallpulver für den Weltmarkt produziert, wobei die Gesellschaft speziell im Bereich der hochwertigen Metallpulver aktiv ist. Durch die Fokussierung auf Qualität, Flexibilität und Service gelang es, Alleinstellungsmerkmale bei Schlüsselkunden zu etablieren. 1.3 SteuerungssystemDas unternehmerische Handeln der MOLYMET-Gruppe ist auf die globale Marktführerschaft bei hochwertigen Molybdän-Produkten ausgerichtet. Die Geschäftsführung des Unternehmens orientiert sich am jährlich mit MOLYMET abgestimmten Budget. Sowohl unter kaufmännischen als auch unter technischen Gesichtspunkten findet monatlich ein Soll/Ist-Abgleich statt. Daraus leiten sich die erforderlichen Maßnahmen und Projekte ab. 1.4 Forschung und EntwicklungDie Aktivitäten der Gesellschaft im Forschungs- und Entwicklungsbereich dienen vor allem der ständigen Verbesserung der Produktqualität und der Optimierung der Produktionsprozesse. Sie werden zum Teil in Zusammenarbeit mit externen Instituten betrieben und teilweise in gemeinsamen Forschungsprojekten mit anderen MOLYMET-Standorten realisiert. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 durch einen im Vergleich zum Vorjahr stärkeren Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um -0,1 % gekennzeichnet (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Notierungen für Molybdän-Rohstoffe haben sich im ersten Quartal stark ansteigend dargestellt. Im zweiten Quartal fielen die Notierungen, im dritten Quartal stiegen diese leicht an, während sich die Preise zum Jahresende geringfügig fallend entwickelten. 2.2 GeschäftsverlaufDie weltweite Nachfragesituation führte während des gesamten Berichtszeitraumes zu einer vergleichsweise niedrigen Auslastung der Produktionskapazitäten. Die Preise für die übrigen Rohstoffe und Energie lagen auf einem hohen Niveau im ersten Halbjahr und leicht fallenden Niveau im zweiten Halbjahr. Die globalen, energiepolitischen Auswirkungen durch den Ukraine-Konflikt die politischen Weichenstellungen im Zusammenhang mit der angestrebten Energiewende in Deutschland und Prozessverlagerungen in das außereuropäische Ausland auf Kundenseite haben die Binnenkonjunktur und das Ergebnis des Unternehmens direkt und unmittelbar beeinflusst. Die inländische Nachfrage sowie der Exportanteil sind im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf unserer Produkte sind gegenüber dem Vorjahr durch gestiegene Rohstoffpreise mit einer leicht erhöhten Absatzmenge um ca. 29 % gestiegen. Die Beschaffung der für die Produktion erforderlichen Rohstoffe war vertraglich gesichert und funktionierte zuverlässig. Lieferengpässe aufgrund von Problemen innerhalb der Lieferketten führten auch in diesem Geschäftsjahr zu Verspätungen von Ersatzteilen und Dienstleistungen, wodurch es zu Verzögerungen und Umsatzausfällen kam. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die im Jahr 2018 begonnene Erweiterung der bestehenden Fertigungskapazitäten genutzt. Neben Qualifizierungsmaßnahmen für Bestandskunden wurden Materialen für das Produktportfolio des Unternehmens hergestellt. Zusätzlich wurden ergänzende Investitionen zur Optimierung der vorhandenen Produkte und Prozesse getätigt. 2.3 Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie wirtschaftliche Lage der Gesellschaft stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar: a) Vermögenslage Die Gesellschaft ist mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet. Investitionen in das Anlagevermögen wurden in Höhe von TEUR 708 vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen TEUR 1.332. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Die Anlagenintensität ist bei einer abnehmenden Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 39,9 % auf 38,7 % gesunken. Im Bereich des Umlaufvermögens ist eine stichtagsbedingte Zunahme der Kundenforderungen um TEUR 196 zu verzeichnen. Die Vorräte haben sich zum Ende des Jahres 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.037 auf TEUR 7.050 gemindert, was vor allem auf den stichtagsbedingt niedrigeren Rohstoffpreis zurückzuführen ist. b) Finanzlage Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 23.589 auf TEUR 23.361 gemindert. Diese Minderung resultiert aus dem erzielten Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 228. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 85,0 % nach 83,5 % zum Vorjahresstichtag. Diese Erhöhung ist insbesondere auf die gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen. Die innerhalb eines Jahres fällig werdenden Verbindlichkeiten und Rückstellungen waren zum Bilanzstichtag durch die liquiden Mittel abgedeckt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind formal kurzfristig. MOLYMET Germany finanziert den Bezug des Rohstoffes und der Handelswaren über entsprechende Zahlungsziele im Konzern. Damit sind die Bilanzrelationen solide. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtsjahr ein Mittelzufluss in Höhe von TEUR 856. Aus der Investitionstätigkeit entstand ein Mittelabfluss von TEUR 708, sodass sich in Folge der dargestellten Veränderungen der Finanzmittelbestand insgesamt um TEUR 856 auf TEUR 5.126 am Bilanzstichtag erhöht hat. c) Ertragslage Die Gesamtleistung der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 um rd. 27 % auf TEUR 57.933 gesteigert. Ursächlich hierfür ist insbesondere das gleichbleibend hohe Niveau der Rohstoff-Notierungen. Dem steht eine proportionale Erhöhung des Materialaufwandes um TEUR 13.011 bzw. 33 % gegenüber, sodass insgesamt ein Rohgewinn von TEUR 5.541 nach TEUR 6.190 im Vorjahr erzielt wurde. Wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage hatte die negative Bestandsveränderung. Unter Berücksichtigung der übrigen Erträge und Aufwendungen stellte sich ein negatives Jahresergebnis von TEUR 228 ein. Das Jahresergebnis wurde dabei auch im Geschäftsjahr 2023 durch Wechselkursänderungen des Euro gegenüber dem US-Dollar, die im Saldo in 2023 zu Kursaufwendungen von TEUR 56 führten, beeinflusst. Darin sind nicht realisierte Währungserträge von TEUR 2 und nicht realisierter Währungsaufwand von TEUR 97 einbezogen. Das Umsatz-Ziel für das Geschäftsjahr 2023 wurde infolge einer gegenüber dem Plan geringeren Nachfrage von Kunden nicht eingehalten. Das Ergebnis-Ziel aus dem Budget wurde ebenfalls nicht erreicht. 2.4 Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenDas Unternehmen ist in das Reporting des MOLYMET-Konzerns eingebunden. Auf Konzernebene werden sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren vorgegeben und monatlich überwacht und kommentiert. Entsprechende Aktionen und Projekte ergeben sich auf Basis der Berichterstattung und der etwa vierteljährlich stattfindenden Sitzungen der Geschäftsführung mit dem Beirat. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz und Ergebnis zu nennen. Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Absatzmenge zu nennen. Der im Budget für das Jahr 2023 verankerte Absatz von 1,1 Mio. kg wurde unterschritten, da sich der Bedarf bei vielen Kunden nicht wie geplant entwickelt hat. Diese Entwicklung ist auch auf den Nachfrageeinbruch einzelner Länder für bestimmte Produkte zurückzuführen. Im Wesentlichen ist hier eine staatlich gelenkte Industriepolitik die Ursache. Die Leistungsindikatoren stellen sich in ihrer Entwicklung insgesamt wie folgt dar:
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 PrognoseberichtDas Unternehmen hat sein Budget für das neue Geschäftsjahr in enger Zusammenarbeit mit dem Konzernmutterunternehmen aufgestellt. So ist sichergestellt, dass konzernweit mit einheitlichen Rohstoffpreisen und Währungskursen prognostiziert wird. Der Produktmix hat sich in den zurückliegenden Jahren verändert. Die Nachfrage nach etablierten Kernprodukten ist leicht zurückgegangen, während Nischenprodukte zunehmend an Nachfrage gewinnen. Diese Faktoren führen zu einer optimistischeren Annahme für die Marktentwicklung und lassen eine Absatzmenge von 1,0 Mio. kg für 2024 erwarten. Das mit dem Beirat abgestimmte Budget sieht für das neue Geschäftsjahr bei einem Umsatz von Mio. EUR 47 ein Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 1,8 vor. 3.2 Darstellung der wesentlichen Risiken und ChancenDie globale wirtschaftliche Entwicklung ist durch relativ hohe Preise für Rohstoffe, Prozessgase und Verpackungsmaterialien geprägt. Die Arbeitspreise für Energieträger sind auf einem ansteigenden Niveau gewesen. Darüber hinaus kennzeichnet eine hohe Volatilität der Wechselkurse das Marktgeschehen. Die Nachfrage aus Japan hat sich deutlich abgeschwächt. Die globalen Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sowie die nationalen Energiepolitischen Maßnahmen sind weiterhin unvorhersehbar. Die Sanktionen gegen die Russische Föderation werden unser Wachstum beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt von den derzeitigen Krisen in Europa und der Welt erholen wird. Die aktuelle Nachfragesituation ist schwankend und lässt nach aktueller Einschätzung nur eine mäßige Kapazitätsauslastung für 2024 erwarten. Das Geschäftsmodell des Unternehmens wird durch und derzeitigen Krisen in Europa nicht in Frage gestellt werden. Zurzeit beliefern wir Kunden in Deutschland, Europa, Nordamerika und Asien. Der Absatz unserer Produkte und Waren wird von der Entwicklung der Weltwirtschaft beeinflusst werden. Chancen sehen wir aber auch durch die erfolgreiche Inbetriebnahme einer weiteren Produktionslinie und der damit verbundenen Möglichkeit der Erschließung neuer Märkte. Eine weitere Chance sehen wir in der Deglobalisierung der Lieferketten. Beschaffungs- und Finanzierungsrisiken sind für uns durch die Einbindung in den MOLYMET-Konzern nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über einen guten Zugang zu den benötigten Rohstoffen und genießt international eine hohe Reputation. Durch die Erweiterung und Modernisierung unserer Produktionsanlagen, die zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität und der Fertigungstiefe führen und unter Berücksichtigung der hohen Beschaffungssicherheit im Konzernverbund sehen wir Chancen für eine Sicherung und mittelfristig weitere Verbesserung unserer Marktstellung. Wir gehen deshalb davon aus, dass wir zukünftig nach dem Ende der derzeitigen Krisen eine positive Entwicklung unseres Absatzes und Ergebnisses erwarten können. 3.3 RisikoberichterstattungAufgrund der zum Teil starken Schwankungen der Rohstoffpreise sowie der Internationalität des Geschäfts bestehen Preisänderungsrisiken und Währungsrisiken. Dem versuchen wir, wie folgt zu begegnen: Die in US-$ fakturierten Waren- und Rohstoffeinkäufe werden möglichst weitgehend auftragsbezogen und zeitnah zum Veräußerungsgeschäft geordert. Im Handelsbereich sind die für den Veräußerungszeitpunkt aktuellen Einkaufspreise maßgebend, sodass das Preisänderungsrisiko für die Gesellschaft weitgehend eliminiert wird. Da sich die Zahlungszeitpunkte für die Fremdwährungseinnahmen und -ausgaben hierdurch jedoch nicht vollkommen synchronisieren lassen, verbleiben Währungsrisiken bzw. -chancen. Die steigende Inflation, steigende Preise für Energie, die gewachsene Anfälligkeit der Lieferketten in Deutschland und der Welt werden die Entwicklung unserer Gesellschaft weiterhin beeinflussen. Die Folgen des Ukraine-Konflikts und die damit im Zusammenhang stehenden Sanktionen der EU gegen die Russische Föderation sind gesamtwirtschaftlich und auch für unser Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Das Thema der Nachhaltigkeit gewinnt für den Konzern zunehmend an Bedeutung. Um der Verantwortung gerecht zu werden, wurde für den Konzern eine Agenda entwickelt, an der sich auch die MOLMET Germany GmbH beteiligt. Die vorgegebenen Ziele erstrecken sich über einen Zeitraum bis 2030 und werden in Abstimmung mit dem Konzern umgesetzt. Von Forderungsausfällen war die Gesellschaft nicht betroffen. Dies ist zum einen auf die gute Bonität unserer Abnehmer zurückzuführen, zum anderen jedoch auch konsequenten Bonitätsprüfungen und Lieferungen gegen Vorkasse bei einigen Kunden zu verdanken.
Bitterfeld-Wolfen, den 30. April 2024 Godfried Van Schuylenbergh, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang 2023I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der MOLYMET Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen (im Folgenden kurz "MOLYMET Germany" oder "Gesellschaft" genannt), wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den relevanten Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Molibdenos y Metales S.A., Santiago/Chile (im Folgenden kurz "Molymet" genannt). Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite www.molymet.cl veröffentlicht und ist außerdem unter dem Ticker-Symbol MOLYMET auf der Internet-Seite der chilenischen Börse abrufbar. Abweichungen von den in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bestehen nicht. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden um Investitionszuschüsse und Investitionszulagen gekürzt. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die Gruppen des abnutzbaren Anlagevermögens betragen (in Jahren):
Die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsaufwand erfasst, wenn sie, vermindert um einen enthaltenen Vorsteuerbetrag, € 250,00 nicht übersteigen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsbedingten Abschreibungen einbezogen werden. Soweit erforderlich, wird der niedrigere beizulegende Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Wertberichtigungen zur Berücksichtigung von Ausfall- und Kreditrisiken werden in erforderlichem Umfang gebildet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital wird mit dem Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Die Laufzeiten der Rückstellungen betragen jeweils nicht mehr als ein Jahr. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit ihrem Nennbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung in EuroAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Erträge und Aufwendungen in fremder Währung werden zum Währungskurs der EZB am Transaktionstag umgerechnet. Die davon-Angabe der Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB enthält sowohl realisierte als auch nicht realisierte Aufwendungen und Erträge. Latente SteuernBei der Berechnung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag maßgeblichen Steuersätze (Körperschaftsteuer: 15 %; Solidaritätszuschlag: 5,5 % der Körperschaftsteuer; Gewerbesteuer: Messbetrag 3,5 % und Hebesatz 400 %) zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern werden unverrechnet angesetzt. Vom Wahlrecht aktive latente Steuern im Jahresabschluss anzusetzen wird Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur BilanzDie Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive latente Steuern resultieren insbesondere aus steuerlichen Verlustvorträgen. Es ergab sich gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung des Steuersaldos von T€ 11 auf T€ 123. Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personalbereich (T€ 128), Instandhaltungsmaßnahmen (T€ 22) sowie ausstehende Rechnungen (T€ 119) (TOTAL T€ 269) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte bzw. verlängerte Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 3.618 (Vorjahr T€ 3.971) den Liefer- und Leistungsverkehr. Die passiven latenten Steuern (T€ 16) resultieren aus steuerlich noch nicht berücksichtigten Erträgen aus der Fremdwährungsumrechnung. In 2023 hat sich daraus eine Minderung dieses latenten Steuersaldos um T€ 11 ergeben. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von T€ 6. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 11. V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenMit Molymet als verbundenem Unternehmen bestehen Bezugsverträge für Rohstoffe. Die Einkaufspreise basieren auf einer indexabhängigen Preisformel. Aus langfristigen Bezugsverträgen für Betriebsstoffe ergeben sich verbrauchsunabhängige Entgelte von T€ 1.589. Das Bestellobligo beträgt für Investitionen T€ 122, für Instandhaltung T€ 14 und für den Rohstoffbezug TEUR 2.528 €. Durch Leasingverträge bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 42. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt somit T€ 4.109, davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 3.618. VI. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen. VII. Sonstige AngabenDie Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 52 Arbeitnehmer, davon 16 Angestellte und 36 gewerbliche Arbeitnehmer. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem Verlustvortrag zu verrechnen. Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Godfried Van Schuylenbergh, Vizepräsident von Molymet, Sint-Martens-Latem, Belgien. Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß HGB § 286 Abs. 4 verzichtet. Aus dem Mindeststeuergesetz ergeben sich keine Auswirkungen. Die Gesellschaft erzielt und versteuert ihr zu versteuerndes Einkommen ausschließlich in Deutschland. Mitglieder des Beirates waren im Geschäftsjahr:
Der Beirat hat keine Aufsichtsratsfunktion.
Bitterfeld-Wolfen, den 30. April 2024 Godfried Van Schuylenbergh, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MOLYMET Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der MOLYMET Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MOLYMET Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 30. April 2024 Deloitte
GmbH
Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer Victoria Elwerr, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung am 7. Juni 2024 festgestellt. |
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