SODI Industrie Service GmbH

Bunsenstraße 6, 41540 Dormagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 10742
Vorher
HIR Geschäftsführungs-GmbHOIR Geschäftsführungs-GmbHVeolia Umweltservice IR Geschäftsführungs-GmbHVeolia Industrie Reinigung GmbHVeolia Industrie-Reinigung GmbH
Eingetragen
14.6.2002
Branche
Sonstige spezielle Reinigung von Gebäuden und MaschinenAllgemeine GebäudereinigungSonstige Reinigung a. n. g.
Gegenstand
Industriereinigung im weitesten Sinne, besonders mittels Wasserhoch- und höchstdruckgeräten sowie Luftförderanlagen für trockene und nasse Medien, ferner die Reinigung von Anlagen und Betriebseinrichtungen durch chemische Mittel, schließlich damit in Zusammenhang stehende Transporte, insbesondere von Reststoffen und Abfällen, ferner die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Elsen
seit 6.6.2024
Prokura
Karin Rückwardt
seit 23.5.2023
Prokura
Thomas Müller
seit 16.11.2021
Prokura
Prokura
Prokura
Stefan Kruska
seit 4.5.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Veolia Propreté S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VEOLIA NV-SA
Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SODI Industrie Service GmbH

Dormagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.282,00 5.636,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.619,40 111.627,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.715.189,69 3.260.677,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.193.110,52 766.459,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.010.501,76 6.009.421,37 1.453.134,06 5.591.897,80
6.011.703,37 5.597.533,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 288.903,62 276.626,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.434.205,73 6.630.485,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 425.115,25 41.554,96
3. Sonstige Vermögensgegenstände 191.478,07 6.050.799,05 285.694,63 6.957.735,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.580.756,38 859.484,06
7.920.459,05 8.093.845,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.549,85 45.995,77
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.417.336,99 5.614.133,17
19.396.049,26 19.351.508,37

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 24.164.817,59 24.164.817,59
III. Verlustvortrag, soweit durch Eigenkapital gedeckt -29.878.950,76 -28.989.579,08
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 196.796,18 -889.371,68
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.417.336,99 5.614.133,17
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.261.916,00 12.278.916,00
2. Steuerrückstellungen 4.531,96 4.531,96
3. Sonstige Rückstellungen 2.297.237,74 2.339.436,64
14.563.685,70 14.622.884,60
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62.675,40 94.612,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 348.581,19 409.769,37
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.000,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.051.738,53 3.911.320,59
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 66.613,53 (i. Vj. EUR 78.939,97) -
- davon aus Darlehen EUR 3.550.000,00 (i. Vj. EUR 3.350.000,00) -
- davon gegenüber der Gesellschafterin EUR 435.125,00 (i. Vj. EUR 482.380,62) -
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 36.704,26 35.467,84
6. Sonstige Verbindlichkeiten 327.664,18 277.453,79
- davon aus Steuern EUR 321.168,14 (i. Vj. EUR 266.584,28) -
4.832.363,56 4.728.623,77
19.396.049,26 19.351.508,37

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.213.299,14 23.547.125,26
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -23.607.654,56 -22.172.103,69
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 2.605.644,58 1.375.021,57
4. Vertriebskosten -396.005,29 -367.593,93
5. Allgemeine Verwaltungskosten -2.107.222,37 -1.867.806,12
6. Sonstige betriebliche Erträge 644.003,90 541.196,71
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -175.643,48 -342.002,29
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -1.236,42 -197,63
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR -1.236,42 (i. Vj. EUR -197,63) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.327,74 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -375.073,69 -227.989,99
- davon an verbundene Unternehmen EUR -154.343,20 (i. Vj. EUR -17.436,61) -
11. Ergebnis nach Steuern 196.794,97 -889.371,68
12. Sonstige Steuern 1,21 0,00
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 196.796,18 -889.371,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der SODI Industrie Service GmbH, Dormagen

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Angaben

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

A. Aktiva

1. Anlagevermögen

2. Umlaufvermögen

B. Passiva

III. Erläuterungen zur Bilanz

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

V. Sonstige Angaben

VI. Nachtragsbericht

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB) gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden davon-Vermerke und Mitzugehörigkeitsvermerke teilweise im Anhang gemacht.

Die Gesellschaft ist unter der Firma SODI Industrie Service GmbH (im Folgenden SODI) mit Sitz in Dormagen im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 10742 eingetragen.

Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB und der Befreiung von Anhangangaben gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip)

Bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und der Ereignisse und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit und bedeutsamer Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hinweisen, wird auf den Lagebericht (Kapitel III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage / B. Finanzlage sowie Abschnitt V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung) verwiesen.

A. Aktiva

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern, bilanziert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis sechs Jahre.

Die Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen erfolgen auf abnutzbare Vermögensgegenstände linear unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern. Sachanlagen werden im Wesentlichen mit Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen mit einer Nutzungsdauer von 9 Jahren.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sofort abgeschrieben.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des First in - First out - Verfahrens angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

In den Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

B. Passiva

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Der Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten nach der Projected-Unit- Credit-Methode auf Basis der Richttafeln RT 2018 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83% (Vorjahr 1,79%) verwendet. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 3,5% (Vorjahr 3,5%) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0% (Vorjahr 2,0%) berücksichtigt. Der BBG-Trend wurde mit 3,5 % (Vorjahr 3,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde in mehreren Bandbreiten je nach Alter der Versorgungsberechtigten zwischen 0% (Vorjahr 0%) für Mitarbeiter älter 51 Jahre bis zu 8% (Vorjahr 8%) für weibliche Mitarbeiter jünger 25 Jahre berücksichtigt.

Der Jubiläumsrückstellung liegt ebenfalls ein versicherungsmathematisches Gutachten auf Basis der Sterbetafeln RT 2018 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinses von 1,76% (Vorjahr 1,45%) zugrunde. Gehaltstrend sowie BBG-Trend wurden analog zur Pensionsrückstellung mit jeweils 3,5% (Vorjahr 3,5%) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird gesondert in einem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Der Anteilsbesitz ist folgender Tabelle zu entnehmen:

Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023
(%) (T€) (T€)
SODI Tech GmbH (Dormagen) 100 51 ** -1,2 *

* = vor Verlustübernahme
** = nach Verlustübernahme

Umlaufvermögen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf hinterlegte Barkautionen in Höhe von T€ 113 (Vorjahr T€ 133) wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von zur Konzerngruppe gehörenden Unternehmen in Höhe von T€ 425 (Vorjahr T€ 42).

Rückstellungen für Pensionen

Der Unterschiedsbetrag (ausschüttungsgesperrter Betrag) zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (§ 253 Abs. 6 S. 1 HGB n.F.) beträgt T€ 160 (Vorjahr T€ 834).

Sonstige Rückstellungen

Die Position "Sonstige Rückstellungen" in Höhe von T€ 2.297 (Vorjahr T€ 2.339) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 1.111 (Vorjahr T€ 867), Rückstellungen aus Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von T€ 972 (Vorjahr T€ 1.093), Rückstellungen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von T€ 108 (Vorjahr T€ 91), Rückstellungen für eine Abfindung in Höhe von T€ 99 (Vorjahr T€ 0) sowie Rückstellungen für die Restrukturierung eines Teilbetriebes in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 288).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit einem Betrag von T€ 14 (Vorjahr T€ 32) innerhalb von einem Jahr fällig und mit einem Betrag von T€ 49 (Vorjahr T€ 63) in einem Zeitraum von mehr als einem bis fünf Jahren fällig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb von einem Jahr fällig und durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert. Gleiches gilt für erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. T€ 4.052 (Vorjahr T€ 3.911) betreffen in Höhe von T€ 3.550 (Vorjahr T€ 3.350) eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber einem Unternehmen des Konzernverbundes. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weisen eine Höhe von T€ 502 (Vorjahr T€ 561) auf und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betreffen im Wesentlichen den Tätigkeitsbereich Industriereinigung und entstehen nahezu ausschließlich im Inland. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB unterbleibt gem. § 288 Absatz 2 HGB.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen:

2023 2022
T€ T€
Materialaufwand: 5.309 4.314
davon Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.607 1.707
davon Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.702 2.607
Personalaufwand: 13.797 13.941
davon Löhne und Gehälter 11.632 10.773
davon für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.165 3.168
(davon für Altersversorgung) (-37) (1.064)
Summe Material und Personal 19.106 18.255
Übrige Aufwendungen: 4.502 3.917
23.608 22.172

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kraftstoffe (T€ 1.046; Vorjahr T€ 1.164) und sonstige Betriebsstoffe (T€ 562; Vorjahr T€ 543). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich aus Kosten der Abfallentsorgung (T€ 1.365; Vorjahr T€ 1.598) sowie Subunternehmeraufwendungen (T€ 2.336; Vorjahr T€ 1.009) zusammen.

Die Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Grundlohn und -gehalt, Boni sowie branchenübliche Zuschläge und Sozialabgaben.

Die übrigen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Instandhaltungskosten (T€ 1.054; Vorjahr T€ 795), Miet- und Mietnebenkosten (T€ 987; Vorjahr T€ 974), Abschreibungen (T€ 916; Vorjahr T€ 774), Materialien (T€ 486; Vorjahr T€ 447), Steuern, Gebühren und Versicherungen (T€ 376; Vorjahr T€ 357), Reisekosten (T€ 287; Vorjahr T€ 201) sowie Leasing (T€ 146; Vorjahr T€ 138).

Vertriebskosten:

2023 2022
T€ T€
Personalkosten 360 329
davon Löhne und Gehälter 306 280
davon für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 54 49
Werbung 9 8
Kfz-Kosten 25 30
Übrige Aufwendungen 2 1
396 368

Verwaltungskosten:

2023 2022
T€ T€
Personalkosten 1.056 866
davon Löhne und Gehälter 903 725
davon für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 153 141
(davon für Altersversorgung) (1) (5)
Umlage 484 516
Übrige 567 486
2.107 1.868

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2023, der bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens entstanden wäre, beträgt T€ 5.335 (Vorjahr T€ 4.340), davon betragen die Aufwendungen für Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren T€ 1.621 (Vorjahr T€ 1.720) sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen T€ 3.714 (Vorjahr T€ 2.620).

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023, der bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens entstanden wäre, beträgt T€ 15.213 (Vorjahr T€ 15.136), davon betragen die Löhne und Gehälter T€ 12.841 (Vorjahr T€ 11.778) sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversicherung und für Unterstützungen T€ 2.372 (Vorjahr T€ 3.358). Die Aufwendungen für Altersversorgung betreffen davon T€ -37 (Vorjahr T€ 1.069).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 644; Vorjahr T€ 541) beinhalten u.a. Erträge aus verrechneten sonstigen Sachbezügen (T€ 261; Vorjahr T€ 222), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 192; Vorjahr T€ 161), Erträge aus Anlagenverkäufen (T€ 75; Vorjahr T€ 6), periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 61 (Vorjahr T€ 79), Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung von Forderungen (T€2; Vorjahr T€38) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen (T€ 10; Vorjahr T€ 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen über T€ 176 (Vorjahr T€ 342) bestehen im Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 15) und der Einstellung einer Einzelwertberichtigung zu Forderungen über T€ 43 (Vorjahr T€ 6).

Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von T€ 219 (Vorjahr T€ 208) und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 154 (Vorjahr T€ 17).

V. Sonstige Angaben

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr betragen T€ 829, bis zu fünf Jahren T€ 2.139.

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus der Begebung von Bürgschaften gegenüber dem Land NRW in Höhe von T€ 32 (Vorjahr T€ 97) im Zuge von Notifizierungsverfahren und Avalen über T€ 33 (Vorjahr T€ 33).

Ein bestehender und letztmalig im Jahre 2016 geänderter Ergebnisabführungsvertrag mit der SODI Tech GmbH, Dormagen, verpflichtet das Unternehmen zur Übernahme der in den nächsten Jahren bzw. bis zur Generierung positiver Ergebnisse der Gesellschaft entstehenden Verluste. Das finanzielle Risiko aus diesem Ergebnisabführungsvertrag wird im nächsten Jahr das Ergebnis vor Zinsen und Steuern negativ beeinflussen. Derzeit rechnen wir mit einer Größenordnung von ca. 2 T€ für das Jahr 2024.

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Jahr 2023 insgesamt 233 , davon 46 Angestellte und 182 gewerbliche Arbeitnehmer zzgl. 5 Auszubildende.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Geschäftsführer

Herrn Stefan Kruska, Wesel (Deutschland), Beruf: Fachkraft RKI, einzelvertretungsberechtigt

Vom Wahlrecht zur Nichtangabe von Gesamtbezügen der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gem. § 285 Nr. 9a HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der VEOLIA N.V.-S.A., Brüssel (Belgien), welche zu 100% am Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 100.000,00 beteiligt ist. Der Jahresabschluss der SODI wird in den Konzernabschluss der VEOLIA (für den kleinsten Kreis der Unternehmen) einbezogen, dieser wird nicht veröffentlicht.

Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird durch die VEOLIA Environnement S.A., Nanterre/Frankreich, aufgestellt, in welchen die VEOLIA als Tochterunternehmen einfließt. Der Konzernabschluss der VEOLIA Environnement S.A. wird im AMF (Autorite des marches financiers) in Frankreich veröffentlicht.

VI. Nachtragsbericht

Es sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung oder wesentlicher finanzieller Auswirkung eingetreten.

 

Dormagen, 13.08.2024

gez. Stefan Kruska

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 668.285,49 0,00 0,00 0,00 668.285,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.780.219,57 0,00 0,00 0,00 3.780.219,57
4.448.505,06 0,00 0,00 0,00 4.448.505,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 372.001,83 1.922,40 0,00 0,00 373.924,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.231.540,77 261.505,85 887.640,27 920.896,92 21.459.789,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.234.131,13 316.649,65 308.569,21 8.298,94 4.851.051,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.453.134,06 753.577,18 -1.196.209,48 0,00 1.010.501,76
27.290.807,79 1.333.655,08 0,00 929.195,86 27.695.267,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 47.106,85 0,00 0,00 0,00 47.106,85
31.786.419,70 1.333.655,08 0,00 929.195,86 32.190.878,92
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 662.649,49 3.354,00 0,00 666.003,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.780.219,57 0,00 0,00 3.780.219,57
4.442.869,06 3.354,00 0,00 4.446.223,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 260.374,83 22.930,00 0,00 283.304,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.970.863,25 694.633,95 920.896,92 17.744.600,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.467.671,91 198.567,56 8.298,94 3.657.940,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
21.698.909,99 916.131,51 929.195,86 21.685.845,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 47.106,85 0,00 0,00 47.106,85
26.188.885,90 919.485,51 929.195,86 26.179.175,55
Buchwerte
31.12.2023 1.1.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.282,00 5.636,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
2.282,00 5.636,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.619,40 111.627,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.715.189,69 3.260.677,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.193.110,52 766.459,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.010.501,76 1.453.134,06
6.009.421,37 5.591.897,80
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
6.011.703,37 5.597.533,80

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der SODI Industrie Service GmbH, Dormagen

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

B. Umsatz- und Auftragsentwicklung

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

A. Vermögenslage

B. Finanzlage

C. Ertragslage

IV. Prognosebericht

V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die SODI Industrie Service GmbH (im Folgenden "SODI" oder "das Unternehmen") bearbeitet aus dem umfangreichen Spektrum der Dienstleistungen der Veolia-Gruppe den speziellen Bereich der Reinigung von Industrieanlagen mit hochdrucktechnischen Verfahren sowie die Kanalreinigung und Kanal-TV- Inspektion im industriellen Bereich, die Tankreinigung, den Transport von Abfällen sowie das Projekt- und das Abfallmanagement.

Die SODI unterhält Niederlassungen in Dormagen (nachfolgend "Rheinland") und Duisburg (nachfolgend "Rhein-Ruhr") sowie einen Stützpunkt in Gelsenkirchen (Scholven). Die Niederlassung in Frankfurt/Main wurde zum 31. Januar 2023 geschlossen. Von diesen Niederlassungen/Stützpunkten werden zum größten Teil Unternehmen der chemischen, pharmazeutischen und petrochemischen Industrie sowie zu einem geringen Anteil Unternehmen der Montanindustrie bedient und betreut. Der Kundenkreis setzt sich im Wesentlichen aus Großindustriekunden zusammen, welche ihre Aufträge in der Regel über öffentliche Ausschreibungen vergeben.

Zur Prüfung und Einhaltung der Unternehmensziele und zur Unternehmenssteuerung besteht ein Controllingsystem. Die unterjährigen Berichtszahlen der Niederlassungen/Stützpunkte werden in regelmäßigen Besprechungen mit den operativen Verantwortlichen ausgewertet.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. 1

Der Markt für Industrie-Dienstleistungen ist weitestgehend unter den etablierten Marktteilnehmern verteilt. Oftmals bestehen langjährige Kundenbeziehungen mit langfristigen Verträgen. Der enorme Kostendruck auch auf Seiten der Kunden lässt die Reinigungsintervalle von Jahr zu Jahr größer werden. Dies bedeutet, dass stärker verschmutzte Anlagen in der Regel zu gleichen oder niedrigeren Preisen in noch kürzerer Zeit gereinigt werden müssen, welches den Druck auf die vorhandenen Marktteilnehmer weiter erhöht.

Bei den Kunden herrscht wie in den Vorjahren weiterhin ein restriktives Kostenmanagement. Dies beeinflusst sowohl die Preisgestaltung und Auftragsvergabe von Industrie-Dienstleistungen als auch die Verfügbarkeit von Ressourcen unserer Wettbewerber auf dem Markt. Als Trend konnte daher in den vergangenen Jahren nach wie vor ein vorhandener Preiswettbewerb unter den Anbietern von Industrie- Dienstleistungen in den traditionellen Märkten festgestellt werden. Die Geschäftsentwicklung der Marktteilnehmer ist jedoch durch knapper werdende Kapazitäten aufgrund fehlenden Personals sowie die Ballung der Tätigkeiten der Marktteilnehmer auf die gleichen Zeiträume eingeschränkt.

Ein starkes Interesse der Kunden ist die Reduzierung der Lieferanten auf ein Minimum. Ferner erfolgen Ausschreibungen nicht mehr nur national, sondern verstärkt auf internationaler Ebene mit länderübergreifenden Verhandlungen und Benchmarking.

SODI entgegnet dieser Entwicklung weiterhin mit einer verstärkten Konzentration auf Märkte, in welchen sowohl ein hoher Grad an Erfahrung als auch an Spezialtechnik notwendig ist, z.B. bei den Aktivitäten im Bereich der Tankreinigung. Hinzukommend werden weitere Anwendungsmöglichkeiten der vorhandenen Technik erprobt und ausgebaut. Hervorzuheben ist insbesondere der verstärkte Einsatz automatisierter Reinigungstechniken.

B. Umsatz- und Auftragsentwicklung

SODI erreichte im Jahr 2023 einen Umsatz in Höhe von T€ 26.213 (Vorjahr T€ 23.547) und liegt damit T€ 2.666 (11,3%) über dem Vorjahresumsatz und T€ 383 unter unserer Prognose für 2023.

In der Niederlassung Rhein-Ruhr konnte der Umsatz um T€ 1.278 (12,2%) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, darin enthalten ist ein Umsatz aufgrund eines Stillstandes in Höhe von T€ 705. In der Niederlassung Dormagen verzeichneten wir eine Umsatzsteigerung über T€ 1.127 um 11,3%, sowie in der Tankreinigung eine Steigerung über T€ 667 um 57,9% und im Abfallmanagement über T€ 175 um 13,2% gegenüber dem Vorjahr.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/

Die Schließung des Standortes in Frankfurt a. M. trug T€ 1.000 zur negativen Umsatzabweichung zum Budget bei.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir unsere Gesellschaft steuern, sind Umsatz und Ergebnis vor Steuern sowie Finanz- und Beteiligungsergebnis und Abschreibungen (EBITDA).

A. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 45 erhöht.

Der Anteil des Anlagevermögens im Verhältnis zur Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1%-Punkte auf 31,0% erhöht. Insgesamt hat sich das Anlagevermögen um T€ 414 erhöht. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von T€ 1.334 (Vorjahr T€ 1.462) getätigt, im Wesentlichen in technischen Anlagen und Maschinen, insbesondere Hochdruck-Reinigungsgeräte; darin enthalten sind geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von T€ 754 (Vorjahr T€ 616). Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 142.

Die Summe der Sachanlagen erhöhte sich durch getätigte Investitionen absolut um T€ 418.

Neben den Niederlassungen/Stützpunkten besteht eine 100%ige Beteiligung an der SODI Tech GmbH (im Folgenden "SODI Tech"), deren Geschäftstätigkeit momentan ruht. Die SODI Tech wird derzeit als Gesellschaft erhalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 1.196 auf T€ 5.434 verringert. Dies resultiert aus Anpassungen im Forderungsmanagement zum Stichtag.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u.a. Barkautionen für Mieten über T€ 113, Bürgschaften in Höhe von T€ 32 sowie Avale in Höhe von T€ 33.

Zum 31. Dezember 2023 wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 5.417 (Vorjahr T€ 5.614) ausgewiesen.

Die gesamten Rückstellungen verringern sich von T€ 14.623 auf T€ 14.564. Die darin enthaltenen Pensionsrückstellungen verringerten sich um T€ 17 auf T€ 12.262. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich auf T€ 2.297 (Vorjahr T€ 2.339). Die Abweichung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Personalrückstellungen (T€ -135), der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ +238) sowie der Rückstellungen für Restrukturierung (T€ -288).

Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der erhöhten Inanspruchnahme des Kontokorrentkontos (T€ +200) sowie der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (T€ - 47).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 328 haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 50 erhöht.

B. Finanzlage

Das Unternehmen war im Rahmen von Zahlungsmittelein- und -ausgängen jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Zur teilweisen Finanzierung des Anlagevermögens wurde ein zusätzlich zur Verfügung stehendes laufendes Kontokorrent eines zum Konzern gehörenden Unternehmens genutzt. Das Debitorenmanagement ist darauf ausgerichtet, dass Forderungen überwiegend innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt werden. Forderungsausfälle aus Lieferungen und Leistungen sind die Ausnahme und betragsmäßig unwesentlich.

Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.334 und setzten sich im Wesentlichen aus Anschaffungen von neuen Reinigungsgeräten zur Verjüngung des Maschinenparks, insbesondere für den Hochdruckbereich, sowie in Investitionen in die Infrastruktur der beiden Standorte Rheinland und Rhein-Ruhr zusammen.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 5.417 aus. Unsere Gesellschafterin, die Veolia N.V.-S.A., hat der Gesellschaft gegenüber eine zeitlich befristete finanzielle Unterstützung bis zum 31. Dezember 2026 in Form einer harten Patronatserklärung zugesichert.

Die Gesellschaft hat am 30. Juni 2020 mit Nachtrag vom 20. Dezember 2022 eine laufende Kontokorrentvereinbarung in Höhe von insgesamt T€ 3.900 mit der Veolia Environnement Finance S.A., Paris, Frankreich, geschlossen. Die Laufzeit ist nicht begrenzt, und die Verzinsung erfolgt zu marküblichen Konditionen. Der zum Jahresende in Anspruch genommene Kontokorrentbetrag betrug T€ 3.550. Seit dem 1. Februar 2024 ist die Kontokorrentvereinbarung in das konzerninterne Cashpooling mit der obersten Mutter in Frankreich integriert, was eine flexiblere Inanspruchnahme der Kreditlinie und somit auch eine erhebliche Zinsersparnis ermöglicht wird.

Angesichts der zumindest bis zum 31. Dezember 2026 laufenden harten Patronatserklärung seitens der obersten Muttergesellschaft geht die Gesellschaft insgesamt vom Fortbestand der Gesellschaft (Going Concern) aus und hat den Abschluss auch unter dieser Prämisse aufgestellt.

Zu Ausführungen hinsichtlich wesentlicher Unsicherheiten, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, verweisen wir im Übrigen auf Abschnitt "V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung".

C. Ertragslage

Das Unternehmen stellt für jedes Geschäftsjahr eine detaillierte, monatsbasierte Ergebnisplanung auf. Der Zielerreichungsgrad der einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wird monatlich überwacht.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im abgelaufenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 11,3% bzw. T€ 2.666. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Durchführung eines im Vorjahr zurückgewonnenen Rahmenvertrages mit einem Großkunden zurückzuführen, verbunden mit Umsatzzuwächsen bei anderen Kunden, welche die Einbußen an anderer Stelle mehr als kompensiert haben.

Die Erhöhung der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen um T€ 1.436 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Subunternehmerkosten um T€ 1.327 und der Instandhaltungskosten um T€ 259.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegen sich mit T€ 644 nur unwesentlich über Vorjahresniveau (T€ 541), was im Wesentlichen aus dem Verkauf von Anlagegütern mit der Zielsetzung der Verjüngung des Maschinenparks resultiert.

Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der Neuanschaffungen gegenüber dem Vorjahr um T€ 142 auf T€ 916.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Einstellung einer Rückstellung für Restrukturierung eines Teilbetriebes im Vorjahr.

Aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse über T€ 2.666 konnte das Bruttoergebnis vom Umsatz um T€ 1.231 von T€ 1.375 im Vorjahr auf T€ 2.606 erhöht werden.

Die Ende 2022 beschlossene Schließung des Standortes Frankfurt am Main, der über viele Jahre hinweg kontinuierlich sinkende Umsätze zu verzeichnen hatte, wurde bereits im Januar 2023 umgesetzt. Der EBITDA des Jahres 2023 wurde durch den Standort Frankfurt noch mit T€ 34 belastet.

Insgesamt weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von T€ 197 (Vorjahr: T€ -889) aus. Das EBITDA beträgt T€ 1.490 (Vorjahr T€ 169) und liegt damit T€ 300 unter Budget.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 ist aus unserer Sicht befriedigend und liegt im Rahmen unserer Erwartungen. In den kommenden Jahren werden wir weiter an einer Verbesserung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit arbeiten. Wir sind überzeugt, mit den in den Vorjahren getroffenen Maßnahmen (Kapitalerhöhung, Gesellschafterwechsel, Reorganisation) die Basis für diese Entwicklung gelegt zu haben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 beschäftigte das Unternehmen zum 31. Dezember insgesamt 228 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr: 229) zuzüglich 7 Auszubildende (Vorjahr: 4) und einer Aushilfe (Vorjahr 1).

IV. Prognosebericht

Die nachfolgenden Annahmen über die zukünftige Entwicklung und die sich ergebenden Chancen und Risiken sind nach bestem Wissen getroffen und aufgrund der Zukunftsorientierung mit Unsicherheit behaftet.

Die verschärfte Wettbewerbssituation, speziell in den klassischen Bereichen der Industriereinigung, ist nach wie vor existent und wird auch in der Zukunft eine große Rolle spielen.

SODI wird sich im Jahr 2024 und auch in den folgenden Geschäftsjahren auf neue Dienstleistungsbereiche konzentrieren und hier auch weiterhin, mit Unterstützung unseres Gesellschafters und durch Synergien innerhalb der Veolia-Gruppe, versuchen, geänderte Dienstleistungen, aber auch eine geänderte Erbringung der bereits vorhandenen Dienstleistungen anzubieten und sowohl neue Kunden zu gewinnen als auch die Geschäftsbeziehung zu vorhandenen Kunden zu intensivieren.

Insgesamt rechnet die Geschäftsführung für das Prognosejahr 2024 vor dem Hintergrund des nach jüngster Einschätzung der Bundesregierung immerhin schwachen Wachstums 2 der deutschen Wirtschaft und Tarifanpassungen mit mindestens leicht steigenden Umsätzen.

Verstärkte Vertriebsaktivitäten und eine gute Auftragslage deuten auf positive Effekte im Wirtschaftsjahr 2024.

Das geplante Investitionsvolumen liegt bei T€ 2.000 und setzt sich aus Ersatzinvestitionen und Investitionen in neue Techniken zusammen.

2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/04/20240424-fruehjahrsprojektion- 2024.html#:~: text=Wir%20revidieren%20unsere%20konjunkturellen%20Erwartungen,langsam%20aus%20der%20Schw%C3%A4chephase%20herausbewegt.

Das finanzielle Risiko aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der SODI Tech wird im nächsten Jahr unser Ergebnis vor Steuern und Zinsen voraussichtlich in einer Größenordnung von T€ 2 negativ beeinflussen.

In der Gesamtbetrachtung rechnet die Geschäftsführung für das Jahr 2024 mit einer Umsatzsteigerung von 10 % gegenüber Vorjahr sowie mit einem positiven EBITDA auf Vorjahresniveau.

Zu Auswirkungen auf die Unternehmensfortführung verweisen wir auf Abschnitt "V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung".

V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken stellen die Rahmenbedingungen für die nachfolgenden Ausführungen dar. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben maßgeblichen Einfluss auf unseren Industrieservice und damit auf den Erfolg des Unternehmens. Für 2024 geht die Bundesregierung nach jüngsten Schätzungen von einem Wachstum von immerhin 0,3 Prozent 3 aus.

Wir glauben weiterhin, dass unsere Produktivität noch nicht vollständig ausgereizt ist und wir durch die Intensivierung der Betreuung von Kunden, eine Ausweitung der Dienstleistungspalette bei Bestandskunden sowie Investitionen in neue Techniken und Prozessoptimierung SODI wettbewerbsfähiger aufstellen können.

Die nachfolgenden Risiken sind entsprechend ihrer absteigenden Bedeutungsreihenfolge dargestellt.

SODI befindet sich in einer seit mehreren Jahren bestehenden Verlustsituation, die allerdings zum Bilanzstichtag durch einen kleinen Jahresüberschuss erstmalig umgekehrt wurde. Die Gesellschaft weist jedoch zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 5.417 aus.

SODI plant für den Prognosezeitraum mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage. Dies setzt allerdings voraus, dass die der Planung zugrundeliegenden Annahmen auch eintreten. Zum einen dürften, aufgrund der Ausrichtung der Gesellschaft auf wenige große Kunden bzw. Rahmenverträge, die erwarteten Anschlussverträge nicht in wesentlichem Umfang ausbleiben. Die Verlängerung und die Neugewinnung von Verträgen sind daher vorrangiges Ziel der Unternehmensführung. Zudem dürfen sich die geopolitische Lage sowie die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Kunden nicht wesentlich weiter verschlechtern. Treten die Planungsannahmen nicht ein, ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft Veolia N.V.-S.A., Anderlecht/Belgien, angewiesen. Diese hat der Gesellschaft daher eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete harte Patronatserklärung erteilt. Zudem ist die Gesellschaft in das konzerninterne Cash-Pooling eingebunden. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

3 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/04/20240424-fruehjahrsprojektion- 2024.html#:~: text=Wir%20revidieren%20unsere%20konjunkturellen%20Erwartungen,langsam%20aus%20der%20Schw%C3%A4chephase%20herausbewegt.

Zur laufenden Finanzierung durch eine Kontokorrentlinie unserer Gesellschafterin verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt B.

Preisrisiken gibt es weiterhin bei allen Kunden und Geschäftsfeldern. In erster Linie sehen wir wie in den Vorjahren - das Risiko, nicht alle Preissteigerungen im Personal-, Energie- und Kraftstoffbereich an die Kunden weitergeben zu können. Wie die weitere Preis- und damit Renditeentwicklung in den nächsten Jahren aussieht, kann aktuell nicht beziffert werden, eine Erholung erwarten wir jedoch mittelfristig durch z.B. die Neuverhandlung von Altverträgen sowie die Ausweitung unseres Kundenportfolios gerade auch im mittleren Segment, gepaart mit einer Professionalisierung unserer Vertriebsaktivitäten.

Wie auch unsere Mitbewerber stehen wir vor dem Problem, nicht ausreichend qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt und Nachwuchs für das Berufsbild des Industriereinigers zu bekommen. Die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften wird in den Folgejahren einen hohen Stellenwert einnehmen. In diesem Zusammenhang startete das Unternehmen im Jahre 2023 eine Rekrutierungsoffensive durch verstärkte Präsenz auf den einschlägigen Social-Media-Kanälen und der Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Attraktivität unseres Unternehmens sowie des Berufsbildes des Industriereinigers.

Weiterhin wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen auf unbestimmte Zeit besteht (going-concern) und sich die gesamtwirtschaftliche Situation auf der Basis des heutigen Kenntnisstandes mittelfristig nicht signifikant verändert.

Insgesamt sehen wir für SODI eine positive Zukunftsprognose. Unsere Mitarbeiter verfügen teilweise über ein langjähriges Wissen in dieser Branche, sodass wir jederzeit auf Veränderungen professionell und schnell reagieren können. Dies sehen wir als eine Chance, unsere Marktstellung gegenüber Wettbewerbern auszubauen.

Risiken aus Fortdauer des Russland-Ukraine-Krieges und anderen globalen Konflikten

Der seit Februar 2022 andauernde Russland-Ukraine-Krieg und der eskalierende Nahostkonflikt haben bereits jetzt in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung der Unternehmen seine Spuren hinterlassen. Wesentliche Risiken treffen die Realwirtschaft z.B. in ihren Lieferketten und hier insbesondere hinsichtlich des Energiebedarfs. Stark steigende Rohstoff- und Energiepreise, die nicht an die Kunden weitergegeben werden können, können unser für 2024 erwartetes positives EBITDA-Ergebnis negativ belasten.

Die konkreten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2024 sind derzeit noch nicht hinreichend verlässlich prognostizierbar.

 

Dormagen, 13. August 2024

gez. Stefan Kruska

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SODI Industrie Service GmbH, Dormagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SODI Industrie Service GmbH, Dormagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SODI Industrie Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe II. "Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in den Abschnitten III. "Vermögens-, Finanz- und Ertragslage"/ B. "Finanzlage" und V. "Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass sie für den Prognosezeitraum mit einer ausgeglichenen Liquiditätslage planen. Dies setzt allerdings voraus, dass die der Planung zugrunde liegenden Annahmen auch eintreten. Zum einen dürfen, aufgrund der Ausrichtung der Gesellschaft auf wenige große Kunden bzw. Rahmenverträge, insbesondere die erwarteten Anschlussverträge nicht in wesentlichem Umfang ausbleiben. Zudem dürfen sich die geopolitische Lage sowie die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Kunden nicht wesentlich weiter verschlechtern. Treten die Planungsannahmen nicht ein, ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft Veolia N.V .- S.A ., Anderlecht/Belgien, angewiesen. Diese hat der Gesellschaft daher eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete Patronatserklärung erteilt. Zudem ist die Gesellschaft in das konzerninterne Cash-Pooling eingebunden. Wie in Angabe II. "Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang und in den Abschnitten III. "Vermögens-, Finanz- und Ertragslage"/B. "Finanzlage" und V. "Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 13. August 2024

KPMG AG
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