Nash Technologies GmbHLiquidiert

Neumeyerstraße 28, 90411 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 24701
Vorher
Blitz F08-neun-null GmbH
Eingetragen
6.6.2008
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Beratung und Durchführung von Projekten im Bereich Embedded Software Solutions sowie wireless Kommunikation und der Betrieb eines Testlabors für wireless Technologien.

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Lehnert
seit 22.3.2018
Geschäftsführer
Thomas Schulte
seit 13.10.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Blitzstart Holding AG
Germany
24.750 €
99.00%
Blitz Beteiligungs GmbH
Germany
250 €
1.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nash Technologies GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis zum 31. Dezember 2015

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2015

I. Gesellschaftsstruktur und Geschäftsmodell

Das Rumpfgeschäftsjahr 2015 der Nash Technologies GmbH ist geprägt von verschiedenen einschneidenden Veränderungen, welche aus der Ausgliederung eines Geschäftsbereiches auf eine neu gegründete GmbH, einem Wechsel des Gesellschafters und der Aufnahme von Bankdarlehen resultieren und die künftige Entwicklung der Nash Technologies Gruppe nachhaltig beeinflussen.

Die Nash Technologies GmbH war bis zum 8. Dezember 2015 ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Harvey Nash GmbH, Düsseldorf, eingebunden in den Konzern der Harvey Nash plc. mit Hauptsitz in London/Großbritannien. Im Zuge eines Management-Buy-Out (MBO) gingen die Anteile der Gesellschaft zu 100% an die Nash Technologies Commercial Holding GmbH (HRB 85936 Amtsgericht Köln) über, deren geschäftsführender Gesellschafter Herr Udo Nadolski ist.

Mit Wirkung zum 8. Dezember 2015 wurde die Nash Technologies Gruppe in Deutschland, bestehend aus der Nash Technologies Commercial Holding GmbH, der Nash Technologies GmbH, der Nash Technologies Stuttgart GmbH und der Nash Innovations GmbH verkauft. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines Management-buy-out (MBO) an den CEO der Nash Technologies Gruppe. Dem Verkauf vorangegangen war eine strategische Entscheidung der Harvey Nash plc als Obergesellschafter zur Bereinigung des Portfolios. Das Forschungs- und Entwicklungsgeschäft in der Telekommunikation wurde in der von Personaldienstleistungen geprägten Unternehmensgruppe als nicht mehr strategisch eingestuft. Folglich wurde ein Käufer für die Nash Technologies Gruppe gesucht.

Die Gesellschaft beschloss nach dem Wechsel des Eigentümers, das Geschäftsjahr der Nash Technologies GmbH auf das kalendarische Wirtschaftsjahr umzustellen, so dass für den Zeitraum 01. Februar bis 31. Dezember 2015 ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt wurde. Die Vergleichbarkeit mit der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahrs ist daher eingeschränkt.

Im Zuge der weiteren Ausrichtung auf das Produktgeschäft ordnete die Nash Technologies GmbH ihre Geschäftsfelder während des Berichtszeitraums neu. Dazu wurde am 21.09.2015 der Betriebsteil "Software Products Business" rückwirkend zum 01.02.2015 ausgegliedert. Der Geschäftsbereich "Software Products Business" umfasst die Entwicklung und Lizensierung von Standardsoftwareprodukten im Bereich der Small Cell Technologie insbesondere für die Telekommunikations- und Transportindustrie, einschließlich der Automobilindustrie. Dieser Geschäftsbereich wurde auf die neu gegründete Nash Innovations GmbH übertragen, eine 100% Tochtergesellschaft. Diese Ausgliederung soll die Attraktivität des Geschäftsbereichs Software Products herausstellen und die Ausrichtung in den Markt unterstützen.

In Deutschland entwickelt, testet und betreut die Nash Technologies GmbH Softwarelösungen im Bereich der Mobilfunkstandards GSM, UMTS und LTE sowie von hardwarenahen Softwareanwendungen im Bereich Telekommunikation. Daneben unterhält die Gesellschaft ein Testlabor für Mobilfunk-Technologien. Zunehmend orientiert sich das Unternehmen in die Branchen Industrie und Transport, insbesondere Automotive. Hier werden hauptsächlich Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen im Bereich Embedded Software im Projektmodus angeboten.

Neben dem reinen Projekt- und Servicegeschäft wird der Fokus verstärkt auf das Software-Produktgeschäft gerichtet, welches in die Nash Innvovations GmbH ausgegliedert wurde.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Jahresbericht des Internationalen Währungsfonds konstatiert für sein Geschäftsjahr 2015 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1 % in 2015 übers Jahr gerechnet (Vorjahr: 3,4 %). Im Weltwirtschaftsausblick vom April 2015 wurde ein Wachstumsplus von 3,5 % für 2015 prognostiziert. Das Wachstum in der Eurozone betrug 1,4 % (Vorjahr 0,9 %). Wegen des Risikos einer anhaltenden niedrigen Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, vor allem im Euroraum, wurde dort eine weitere geldpolitische Lockerung notwendig, um die von der Europäischen Zentralbank angestrebte Preisstabilität zu erreichen. Ein weiteres Risiko stellt der plötzliche und rasante Rückgang des Ölpreises dar.

Für die Jahre 2016 und 2017 wird ein leichter Anstieg des Wachstums prognostiziert. Deutschland wird seine Wachstumsrate von 1,7 % (Vorjahr 1,6 %) von 2015 voraussichtlich auch in den beiden folgenden Jahren erreichen. Deutschland liegt damit auf dem Niveau der Euro Zone.

Weltweit wuchs der ITK-Markt in 2015 um 3,8 % auf den Rekordwert von 2,8 Billionen Euro. Diese Wachstumsrate geht leicht zurück: sie wird in 2016 bei 2,6 % erwartet und einem Volumen von knapp 3 Billionen Euro. Damit wächst die ITK-Branche nachhaltig stärker als der Durchschnitt der Weltwirtschaft. Das stärkste Wachstum verzeichnen dabei Indien und China.

Auch in Deutschland wächst die ITK-Branche weiterhin stärker als der gesamte Markt. In 2015 gab es ein Wachstum von 2,9 %, für 2016 werden 1,7 % vorausgesagt. Sowohl die Informationstechnik als auch die Telekommunikation erfuhren ein Wachstum in etwa dieser Größenordnung. Das prognostizierte Wachstum der Branche wird hauptsächlich in der IT liegen, während die TK stagniert.

Die Nash Technologies GmbH konnte auch im Berichtszeitraum neben dem bestehenden Geschäft der klassischen Festnetztechnologie erneut ein Auftragsvolumen als Dienstleister im Bereich Transportation generieren. Die Neuorientierung im Kundenportfolio ist mit beeinflusst durch den Aufkauf von Alcatel-Lucent durch Nokia.

2. Darstellung der Geschäftsentwicklung und der Lage der Gesellschaft

Die Umsatzerlöse der Nash Technologies GmbH lagen im Geschäftsjahr um 16,2 % unter dem Vorjahreswert bedingt durch die Reduzierung des Umsatzes einzelner Projekte unseres Hauptkunden. Die Gesamtleistung der Nash Technologies GmbH lag im Berichtsjahr 38,6 % unter dem Vorjahreswert. Dies ist u. a. begründet durch die Ausgliederung des Geschäftsbereiches "Software Products Business". Bereinigt um diese Position liegt die Reduzierung der Gesamtleistung bei 28 %.

Die Auftragslage der Gesellschaft war auch im Rumpfgeschäftsjahr 2015 geprägt durch das für die Alcatel-Lucent Deutschland AG durchgeführte Projekt Alpha, welches mit seinem letzten Release im Jahr 2015 in die Maintenance übergehen und mit der Übergabe des Maintenance-Projekts an einen Mitbewerber etwa Mitte 2016 für die Gesellschaft beendet sein wird. Die Budgetplanungen für das Jahr 2015 berücksichtigten bereits einen rückläufigen Umfang in diesem Projekt. Im Wesentlichen konnten drei Neukunden hinzu gewonnen werden, die das Geschäft in den Bereichen R&D und Servicedienstleistungen bereichern.

Zur Abfederung der negativen umsatzbezogenen Effekte wurden im Geschäftsjahr 2016 weitere Maßnahmen zur Personalkostenreduzierung ergriffen. Darüber hinaus konnte die Nash Technologies GmbH eine Reihe neuer Kunden und zusätzlicher Projektaufträge im Rahmen umfangreicher Vertriebsaktivitäten generieren.

Im Jahr 2015 wurden bereits knapp 45 % der Umsätze mit Neukunden außerhalb der von Alcatel-Lucent in 2008 übernommenen Projektbereiche, insbesondere des Großprojekts Alpha, erwirtschaftet. Dies zeigt sehr deutlich den Erfolg der Transformation in mehreren Dimensionen:

- Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich in ein verändertes Geschäftsmodell eingefunden.

- Die Veränderung des Leistungsportfolios wird im Markt angenommen.

- Die Fokussierung auf Marksegmente außerhalb der Telekommunikation zeigt trotz hoher Eintrittshürden gute Erfolge.

Die Projektarbeit verlief insgesamt für die Gesellschaft planmäßig. Alle Meilensteine und Termine wurden eingehalten. Gleichzeitig wurden alle bisher beantragten Abnahmen durch die Kunden erteilt. Leistungsmängel traten nicht auf.

Die Vertriebs- und Marketingaktivitäten zur Gewinnung neuer Kunden sind im Geschäftsjahr fortgeführt worden und zeigten erste positive Ergebnisse. Dazu trägt auch die verstärkte Präsenz der Nash Technologies Gruppe auf internationalen Fachmessen bei.

Trotz all dieser Entwicklungen konnte die Nash Technologies GmbH einen weiteren Alpha Folgeauftrag von HCL für 2016 akquirieren, wenn auch in geringerem Volumen als in den Vorjahren. Es ist allerdings davon auszugehen, dass dieser Auftrag über 2016 hinaus nicht verlängert werden wird. Im Geschäftsjahr 2016 müssen bereits 80 % der Planumsätze der Gesellschaft von Kunden ausserhalb Alcatel-Lucent (Nokia)generiert werden. Dies birgt prinzipiell ein hohes Risiko in sich. Allerdings zeigen die Erfolge der Transformation bis 2015 klar, dass dies mit der gewählten Strategie möglich ist.

Das Ende des Großprojektes Alpha und die Ausrichtung auf neue Märkte und Kunden erfordern auch personelle und strukturelle Veränderungen im Unternehmen zur Anpassung der Kostenbasis an die Umsatzplanung. Nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können und/oder wollen in das veränderte Geschäftsmodell übernommen werden. Die Anforderungen an Mobilität und Flexibilität in der Belegschaft sind erheblich gestiegen. Nur so können die neuen Herausforderungen gemeistert werden. Ferner müssen die Altersstruktur und das Gehaltsniveau in der Gesellschaft den veränderten Bedingungen angepasst werden. Zu diesem Zweck wurde bereits im 4. Quartal 2015 ein Restrukturierungsprogramm entworfen, das im ersten Halbjahr 2016 zur Umsetzung kam. Jede Restrukturierung birgt hohe Risiken insbesondere hinsichtlich der betriebsverfassungs- und arbeitsrechtlichen Ausgestaltung, der damit verbundenen Kosten und der verbleibenden Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens

Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung wesentlicher finanzieller Leistungsindikatoren sowie des durchschnittlichen Mitarbeiterstands der Nash Technologies GmbH.

Leistungsindikatoren 1.2.-31.12.2015 (11 Monate) Veränderungen
in %
31.01.2014-31.01.2015 (12 Monate)
Umsatzerlöse 10.491 T€ -16,2 12.516 T€
Gesamtleistung 9.139 T€ - 38,6 14.890 T€
Jahresfehlbetrag -8.469 T€ > 100,0 -470 T€
EBIT -966 T€ 39,3 -1.592 T€
EBIT-Marge -9,2 % + 3,5 %-Punkte -12,7 %
Mitarbeiter (Durchschnitt) * 106 - 30,3 152
Materialaufwandsquote 13,7 % + 2,7 %-Punkte 11,0 %
Umsatz/ MA 99 T€ + 20,2 82 T€
Personalintensität 73,1 % - 7,4 %-Punkte 80,5 %

* Unter Berücksichtigung der Ausgliederung auf die Nash Innovations GmbH zum 1. Februar 2015 mit 38 Mitarbeitern

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von T€ 11.345 um T€ 3.648 auf T€ 7.697 gesunken. Auf der Aktivseite wurden durch die Ausgliederung die immateriellen Vermögensgegen-stände um T€ 2.159 reduziert auf T€ 402.

Das Anlagevermögen reduzierte sich insgesamt von T€ 2.881 auf T€ 1.150. Dies ist wie auch die Reduzierung der immateriellen Vermögensgegenstände begründet durch die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Software Products Business.

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung wurden die Finanzanlagen um T€ 3.993 auf Basis der aktualisierten Planung für die Nash Innovations GmbH auf T€ 500 abgewertet. Vor der Übertragung der Geschäftsanteile hat die Nash Technologies GmbH T€ 2.963 in die Kapitalrücklage der NI eingebracht.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital auf T€ 1.222 (Vorjahr T€ 557) durch die Einbringungen in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 9.135, welche einem Jahresfehlbetrag i.H.v. T€ 8.469, bzw. einer Entnahme aus der Kapitalrücklage von T€ 8.500 gegenüberstehen. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um T€ 3.713, hauptsächlich wegen der Einlage der früheren Gesellschafter auf Gesellschafterdarlehen mit T€ 7.864.

Die unfertigen Leistungen in Höhe von T€ 1.270 (Vorjahr: T€ 2.623) resultieren aus Projekten, die im Geschäftsjahr noch nicht an Kunden übergeben und abgerechnet wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.876 (Vorjahr: T€ 2.197) entfallen zum überwiegenden Teil auf unseren Großkunden. Im Berichtsjahr erfolgte eine Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr, weshalb sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 2.197 auf T€ 2.876 stichtagsbedingt erhöht haben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 302 (Vorjahr: T€ 344) betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den Nash Technologies Gesellschaften.

Forderungen gegen die Nash Innovations GmbH wurden mit T€ 1.319 vollständig wertberichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit T€ 757 (Vorjahr: T€ 1.223) entfallen im Wesentlichen auf Mietkautionen in Höhe von T€ 578.

Im Geschäftsjahr 2015 erfolgte die Auszahlung von Versorgungsguthaben an die Gesellschaft in der Form als Einmalkapital zur Deckung von Verpflichtungen einzelner Mitarbeiter mit Renteneintritt. Die im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktivierten, zur Auszahlung fälligen Deckungsvermögen für einzelne Mitarbeiter sind im Berichtsjahr in den flüssigen Mittel mit T€ 492 enthalten.

Im Vorjahr hatte die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.536 ausgewiesen. Im Zusammenhang mit der Ausgliederung betreffen passive latente Steuern i.H.v. T€ 564 auf die Nash Innovations GmbH übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden. Zum 1. Februar 2015 belaufen sich die aktiven latenten Steuern bei Nash Technologies GmbH auf insgesamt T€ 2.100. Darin enthalten sind latente Steuern auf Verlustvortrag in Höhe von T€ 1.951. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile im Rahmen des Management Buy-Outs fallen steuerliche Verlustvorträge wahrscheinlich weg, weshalb aktive latente Steuern zum 31.12.2015 in Höhe von T€ 2.100 ergebniswirksam aufgelöst wurden. Zum 31. Dezember 2015 werden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.

Der Anstieg der Pensionsrückstellungen um T€ 382 ist im Zusammenhang mit der Auszahlung von Deckungsvermögen zu sehen, welche zu einer verminderten Verrechnungsmöglichkeit mit Deckungsvermögen führt. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um T€ 855 betrifft zum Großteil den nicht mehr zu erwartenden Eingang von Rechnungen sowie den Rückgang von Jubiläumsrückstellungen. Die Rückstellungen berücksichtigen im Rahmen der gewohnt vorsichtigen Bilanzierung alle erkennbaren Risiken.

Die konzerninternen Verbindlichkeiten von T€ 413 betreffen die Nash Technologies Stuttgart GmbH und entfallen mit T€ 280 auf Darlehen, welche im Berichtsjahr um T€ 810 zurückgeführt wurden (Vorjahr: T€ 7.864, davon NTS T€ 1.512).

Es besteht zum Jahresabschluss zum 31.12.2015 auf Grund der Einbringung in die Kapitalrücklagen keine Darlehensverpflichtung gegenüber der Harvey Nash GmbH mehr.

Stattdessen hat die Nash Technologies GmbH einen Borrowing Base Kredit von einem Kreditinstitut erhalten. Dieser beläuft sich zum Jahresende auf T€ 3.547. Zur Absicherung dieser Kreditlinie wurde der Forderungsbestand der Nash Technologies GmbH und der Nash Technologies Stuttgart GmbH zugrunde gelegt und abgetreten.

Die Eigenkapitalquote beträgt 15,9 % (Vorjahr: 4,9 %). Die Erhöhung des Eigenkapitals der Gesellschaft resultiert aus der Einbringung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 9.135, welche in Höhe von T€ 8.500 aufgrund des Jahresfehlbetrags von T€ 8.469 entnommen wurde.

5. Finanzlage

Die Finanzierung und Liquidität war im Berichtsjahr stets gesichert.

Durch den Management Buy-Out hat die ursprüngliche Patronatserklärung der Harvey Nash GmbH ihre Gültigkeit verloren. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit erfolgte durch Aufnahme von Darlehen bei einem Kreditinstitut.

Der Auszahlungsmodus der Darlehen ist gekoppelt an die Entwicklung des Forderungsbestands der Gesellschaft sowie ihrer Tochter, der Nash Technologies Stuttgart GmbH. Daraus errechnet sich dann in monatlichen Abständen die Höhe der potentiell in Anspruch zu nehmenden Betriebsmittelfinanzierungen. Zum 31. Dezember 2015 beträgt der Stand des Darlehen T€ 3.547.

Eine jährliche Finanzplanung sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von bis zu einem Jahr bilden dafür die Basis. Wichtigste Liquiditätsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Weiterhin wurde die Finanzierung der Gesellschaft aus dem internen Cash-Management der Konzerngruppe Harvey Nash plc in Anspruch genommen, über welches Liquiditätsbedarf und -überschüsse einzelner Unternehmenseinheiten gedeckt werden. Die dazu geschlossenen Darlehensverträge zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften der Harvey Nash plc sind mit dem Management-Buy-Out nichtig. Zur Finanzierung gewährte die Nash Technologies Stuttgart GmbH einen konzerninternen Kredit in Höhe von T€ 280.

Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft unter Berücksichtigung des Mittelzuflusses aus Darlehensaufnahme von T€ 3.547 im Berichtjahr einen negativen Cash Flow in Höhe von T€ 2.498.

Zum 31.12.2015 belaufen sich die flüssigen Mittel der Nash Technologies GmbH auf T€ 1.049.

6. Einbringung der Darlehensforderungen

Nach Abtretung der Darlehensforderungen der Harvey Nash GmbH gegen die Nash Technologies GmbH in Höhe von € 7,9 Mio. an die Nash Technologies Commercial Holding GmbH hat diese Ihre Forderungen an die Nash Technologies GmbH abgetreten. Anschließend wurden diese in die Kapitalrücklage eingestellt.

Zusätzlich hat die Nash Technologies Commercial Holding GmbH eine Bareinlage in die Kapitalrücklage der Nash Technologies GmbH in Höhe von T€ 1.269 geleistet.

7. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten

Erstmalig bestanden im Berichtsjahr Kreditvereinbarungen mit einem externen Kreditinstitut. Zum Bilanzstichtag beläuft sich der Kontokorrentkredit auf T€ 3.547.

Gemeinsam mit der Nash Technologies Stuttgart GmbH besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für Kreditverbindlichkeiten der Gesellschaft. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Kreditverbindlichkeiten wird aufgrund der Vermögens-, Finanz und Ertragslage als mittel eingeschätzt.

8. Ertragslage

Die Nash Technologies GmbH hat im 11-monatigen Rumpfgeschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von T€ 10.491 (Vorjahr: T€ 12.516) generiert, welche hauptsächlich auf den vertraglich vereinbarten Vergütungen für das Projekt mit der Alcatel-Lucent Deutschland AG basieren.

Der Betriebsleistung (Summe aus Umsatzerlöse und Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen) von T€ 9.139 (Vorjahr T€ 12.696) stehen Materialaufwendungen in Höhe von T€ 1.427 (Vorjahr: T€ 1.744) (Materialaufwands-quote: 15,6 %; Vorjahr 13,9 %) und Personalaufwendungen von T€ 7.594 (Vorjahr: T€ 12.767) gegenüber. Der Rückgang der Materialaufwendungen ist maßgeblich auf die Reduzierung von Fremdleistungen zurückzuführen. Die Reduzierung des Personalaufwandes ist durch die Ausgliederung von Mitarbeiter in die Nash Innovations GmbH begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit T€ 2.137 um T€ 276 niedriger als im Vorjahr (T€ 2.413).

Die Abschreibungen in Höhe von T€ 191 (Vorjahr T€ 529) fielen gegenüber dem Vorjahr bedingt durch die Ausgliederung auf die Nash Innovations GmbH um T€ 338 geringer aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.245 (Vorjahr T€ 971) entfallen mit T€ 925 hauptsächlich auf die ertragswirksame Auflösung von Rückstellungen sowie auf konzerninterne Weiterbelastungen.

Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete die Nash Technologies GmbH einen Jahresfehlbetrag von T€ 8.469 (Vorjahr T€ 470). Die Erhöhung des Fehlbetrages resultiert vorwiegend aus dem Aufwand für latente Steuern in Höhe von T€ 2.100, aus der außerplanmäßigen Abschreibung von Finanzanlagen (T€ 3.993) sowie Forderungen (T€ 1.319).

9. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Nash Technologies GmbH

Insgesamt liegt die Ertragslage unterhalb der Erwartungen der Geschäftsleitung. Jedoch konnte auf die rückläufige Auftragslage zeitnah reagiert werden. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. In Abstimmung mit dem Betriebsrat wurden sozialverträgliche Kündigungen bereits durchgeführt. Weiterhin wurden die Bereiche IT, Finanzen und Controlling sowie der Personalbereich in die NTCH verlagert.

10. Forschung und Entwicklung

Die Kernkompetenz der Nash Technologies GmbH besteht in der kundenspezifischen Entwicklung neuer Technologien in den Bereichen der Mobilfunkstandards GSM, UMTS und LTE sowie der Entwicklung von hardwarenahen Softwareanwendungen in den Bereichen Telekommunikation, Industrie und Transport. Diese Aufgaben werden vornehmlich in Form von Projekten für unsere Kunden abgewickelt. Dies führt zu einer ständigen Verbesserung der Kompetenz- und Wissensbasis im Unternehmen sowie der Entwicklung von eigenem "Intellectual Property". Dieses unterstützt die Zukunftssicherung des Unternehmens nachhaltig.

Neben dem reinen Projekt- und Servicegeschäft wird der Fokus verstärkt auf das Software-Produktgeschäft gerichtet. Dieses Geschäftsfeld wurde zum Ende des Geschäftsjahres wegen seiner wachsenden Bedeutung in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert.

Zu den wichtigsten Produktentwicklungen zählen:

· Embedded Softwarelösungen im Bereich Small Cells (Femto/Pico)

· Kommunikationslösungen für den Bereich Transportation, hauptsächlich Automotive und Eisenbahn

III. Chancen- und Risikobericht

1. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken

Investorensuche

Die Gewinnung von Investoren zur Finanzierung der Produktentwicklungen ist bereits seit 2014 ein Unternehmensziel, da absehbar war, dass die Gesellschaft auch im damals bestehenden Gruppenverbund Schwierigkeiten haben würde, die Investitionen in erforderlicher Höhe aufzubringen. Die Suche nach "midstage Venture Capital" Gebern gestaltete sich als schwierig.

In 2015 wurden mehrere Angebote von Investoren abgelehnt, da Ihnen die wirtschaftlich vertretbare Grundlage fehlte. Im 2. Quartal 2016 hat nunmehr ein strategischer Investor eine Absichtserklärung abgegeben, die an die Geschäftsentwicklung im 2. Halbjahr 2016 geknüpft ist. Die Gesellschaft hält diesen Ansatz für vielversprechend und wird ihn konsequent weiterverfolgen.

Gleichwohl besteht das nicht unerhebliche und entwicklungsbeeinträchtigende Risiko, dass im Falle einer erfolglosen Investorensuche kurz- bis mittelfristig nicht die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stehen, um sämtlichen Zahlungsverpflichtungen gerecht zu werden.

Entwicklung der Tochtergesellschaft NI

Das o.g. Risiko verstärkt sich entsprechend, wenn für die von der NI entwickelte Software keine Kunden und damit keine nennenswerten Erträge und Cash Flows generiert werden können.

Inhaltlich gestalteten sich die Entwicklungsarbeiten der NI in 2015 wie geplant. Im November 2015 wurde das Release 1.0 des "Small Cell Frameworks" in den Markt gebracht, im 1. Quartal 2016 konnten die ersten Kunden gewonnen werden. Die Lösung zur Fahrzeugkommunikation wurde im Februar 2015 auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Die seriennahe Weiterentwicklung wurde der Öffentlichkeit beim MWC 2016 vorgestellt. Die größten Fortschritte gab es im Bereich der Eisenbahn, wo eines der größten Eisenbahnunternehmens Europas als Pilotkunde gewonnen werden konnte. Die Pilotierung wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2016 stattfinden.

Trotz dieser erfreulichen Fortschritte in Entwicklung und Vertrieb ist die Entwicklung neuartiger Produkte mit hohem Investitionsvolumen mit großen Risiken verbunden. Die technologischen Herausforderungen sind gemeistert und stellen keine Bedrohung mehr dar. Demgegenüber steht die zu erwartende Akzeptanz im Markt, die mit hinreichender Sicherheit nicht vorausgesagt werden kann. Die Gesellschaft versucht dieses Risiko zu mitigieren durch

- namhafte Pilotkunden in der Automobilindustrie und der Eisenbahn, die Signalcharakter haben,

- die Mitarbeit von den drei großen deutschen Mobilfunknetzbetreiber, bei der Einführung,

- weltweite Marktforschung und -beobachtung,

- Austausch mit und Mitarbeit in Gremien zur Entwicklung neuer Mobilfunkstandards, insbesondere Advanced LTE und 5G.

Dennoch bleibt das mittel- und langfristige Erfolgsrisiko in Form von ausbleibenden Umsätzen und Margen mit diesen Produkten. Die Erfahrung bis jetzt zeigt, dass ein Vertriebszyklus von bis zu zwei Jahren notwendig ist, bevor es zu Aufträgen kommt. Die Budgetplanung musste entsprechend angepasst werden, Umsätze verschieben sich nach hinten.

Im Zusammenhang mit den Risiken aus dem Investment in die NI wurde der Beteiligungsbuchwert zum 31.12.2015 von T€ 4.493 auf T€ 500 reduziert und die Forderungen gegen NI um T€ 1.319 vollständig wertberichtigt, so dass das bilanzielle Risiko für die Gesellschaft bereits sehr deutlich reduziert werden konnte.

Risiken aus der Ausgliederung auf Nash Innovations GmbH

Zur Umsetzung der Produktstrategie wurden 40 MitarbeiterInnen in einen neuen Geschäftsbereich "Software Products Business" versetzt mit dem Ziel, den Geschäftsbereich in eine neue Tochtergesellschaft "Nash Innovations GmbH" abzuspalten. Diese wurde im September 2015 im Wege der Ausgliederung rückwirkend zum 1. Februar 2015 erfolgreich vollzogen.

Größtes Risiko der Gesellschaft bei der Produktentwicklung ist die Finanzierung der Investitionen. Während dies in 2015 noch mit tatkräftiger Unterstützung der Unternehmensgruppe möglich war, sind die investiven Mittel nach dem MBO limitiert und reichen nur bis in das 4. Quartal 2016. Die bereits erzielten und erzielbaren Umsätze mit den Produkten reichen gleichzeitig noch nicht aus, um die Kostenbasis zu decken. Als Konsequenz wurden die Entwicklungskapazitäten zu Lasten der Produktfertigstellung im 2. Quartal 2016 reduziert. Einzelne Mitarbeiter werden wieder verstärkt im Projekt- und Servicebereich eingesetzt und erwirtschaften zusätzliche Umsätze. Dies und Liquiditätsüberschüsse aus anderen Bereichen sichern die neue Gesellschaft bis Ende 2016 und, je nach Entwicklung des Geschäftsverlaufs in allen Bereichen, auch im Jahr 2017.

Die Abspaltung des Produktbereiches in die Nash Innovations GmbH erfolgte im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB. Im dazugehörenden Interessenausgleich wurde den übergehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Rückkehrrecht in die Gesellschaft für den Fall eingeräumt, dass bis zum Jahresende 2016 kein Investor gefunden wird. Dies stellt grundsätzlich ein hohes Risiko für die Gesellschaft dar, da die Personalkosten in der Gesellschaft für die Übergangsphase nicht gedeckt werden könnten. Sollte dieser Fall eintreten und Teile der Belegschaft von dem Rückkehrrecht Gebrauch machen, müsste in der Gesellschaft ein weiterer Personalabbau zur Anpassung an die Umsatzsituation stattfinden.

Ausgehend von den Erfahrungen im Rahmen der Verhandlungen mit den Interessenvertretern der Belegschaft über die bisherigen Restrukturierungsprogramme, erwartet die Geschäftsleitung, dass die innerhalb der Unternehmensgruppe zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zur Deckung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen im erforderlichen Umfang ausreichen werden. Bei Verhandlungen dieser Art besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Vorstellungen der Beteiligten auseinanderfallen können und keine einvernehmliche Einigung gefunden wird. Sollten deshalb die erforderlichen Mittel zur Deckung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen nicht ausreichen, stellt dies ein existenzgefährdendes Risiko für die Nash Technologies GmbH dar.

2. Finanzierungsrisiken

Ein großes Risiko besteht darin, dass die Gesellschaft zur Betriebsmittelfinanzierung nicht mehr auf die Harvey Nash Firmengruppe zurückgreifen kann und auch Liquiditätsengpässe nicht mehr mit der Teilhabe am Cashpooling des Konzerns ausgleichen kann. Demgegenüber ist das Projekt- und Servicegeschäft der Gesellschaft mit vorwiegend internationalen Konzernen als Kunden von der Vorfinanzierung von Werkleistungen und langen Zahlungszielen geprägt. Dieses Risiko wird weitgehend beherrscht durch eine Vereinbarung zur Betriebsmittelfinanzierung mit einem Kreditinstitut in Stuttgart. Diese Vereinbarung wurde Mitte 2015 geschlossen und hat auch nach dem MBO Bestand. Weiter sorgt ein konsequentes und engmaschiges Kosten- und Liquiditätsmanagement dafür, dass der verfügbare Kreditrahmen die normale Geschäftstätigkeit abdeckt. Die Abspaltung von der Harvey Nash plc. als global agierender Personaldienstleister birgt selbstverständlich große Risiken, aber auch ebenso große Chancen in sich.

3. Absatzrisiken

Ein weiteres großes Risiko ist die Bewertung der Gesellschaft durch ihre Kunden und Lieferanten. Konnte in der Vergangenheit die Größe und Stabilität der Harvey Nash Gruppe als Argument für Leistungsfähigkeit angeführt werden, ist dies nach dem MBO nicht mehr möglich. In der Konsequenz wird es schwieriger, neue große Kunden oder große Projekte zu gewinnen. Die Gesellschaft kann diesem Risiko alleine nur bedingt begegnen. Dies erfolgt durch den konsequenten Ausbau der Bestandskundenbasis, den damit verbundenen Vertrauensgewinn und die Reputation, die sich daraus im Markt ergibt. Häufig dienen heute Bestandskunden als Referenz für Neukunden im Vertriebsprozess.

4. Chancen der künftigen Entwicklung

Aus dem MBO ergeben sich aber auch eine Reihe von Chancen, die es gezielt zu nutzen gilt:

- StrategieEine Abstimmung der Strategie und Rücksichtnahme auf die Belange des Konzerns sind nicht mehr notwendig. Marktzugänge können da genutzt werden wo sie entstehen, ohne Rücksicht auf strategische Überlegungen anderer Konzerngesellschaften.

- VisibilitätDer Forschungs- und Entwicklungsbereich hatte im Konzern sowohl nach innen wie auch in der Außendarstellung keine Sichtbarkeit. Die Gründe lagen hauptsächlich in der Aktionärsstrategie des Konzerns. Dies hat die Möglichkeiten der Gesellschaft eingeschränkt. Nach dem MBO kann die Gesellschaft frei agieren.

- KundenzugangDer innerhalb des Konzerns geltende Kundenschutz und damit die Abhängigkeit vom Vertrieb anderer Konzerngesellschaften ist nicht mehr gegeben. Die Gesellschaft kann direkt und ohne Einschränkungen auf alle potentielle Kunden zugehen, was im Konzernverbund nicht möglich war.

- MarkenführungWar es bislang schwer, Kunden verständlich zu machen, warum das Forschungs- und Entwicklungsunternehmen Nash Technologies Teil eines Personaldienstleisters ist, kann sich die Gesellschaft nun klar in ihrer Rolle definieren und präsentieren. Bestandskunden haben den MBO begrüßt, Verträge wurden sofort erneuert. Die Außendarstellung ist klar und verständlich.

- Investoren/PartnerMit der Entflechtung vom Harvey Nash Konzern entfällt auch die Komplexität im gesellschaftsrechtlichen und finanztechnischen Sinne. Investoren- und Partnersuche gestalten sich wesentlich einfacher und effizienter.

- SchnelligkeitEntscheidungen können in der Gesellschaft ohne Beachtung des komplexen Regelwerks einer börsennotierten Obergesellschaft getroffen werden. Dies betrifft ganz prominent die Abgabe großvolumiger Angebote an Kunden.

- ProzesseDie stark unterschiedlichen Geschäftsmodelle in Personaldienstleistung und in Forschung und Entwicklung wurden im Konzern mit einem identischen Prozessgefüge abgedeckt. Die stark unterschiedlichen Erfordernisse der Gesellschaft haben immer wieder zu Ausnahmen und auch Friktionen geführt, die oft Negativwirkung auf Kunden hatten. Nach dem MBO besteht keine Bindung an solche Prozesse mehr.

5. Zusammenfassende Darstellung der Risikosituation

Zusammenfassend befindet sich die Gesellschaft zum Berichtstermin in einer nicht einfachen Situation.

Größtes Bestandsrisiko bleibt die Finanzierung der Investitionen im Produktbereich bis zur Markteinführung bei der Tochtergesellschaft Nash Innovations GmbH verbunden mit den arbeitsrechtlichen Konsequenzen, falls die Finanzierung bis Ende 2016 nicht gesichert werden kann und die Mitarbeiter ihr vertragliches Rückkehrrecht in die Nash Technologies GmbH ausüben. Sollte dieser Fall eintreten und Teile der Belegschaft von dem Rückkehrrecht Gebrauch machen, wäre die daraus resultierende Personalkostenbelastung für die Nash Technologies GmbH nicht darstellbar. Daher müsste in der Gesellschaft ein weiterer Personalabbau zur Anpassung an die Umsatzsituation stattfinden.

Ausgehend von den bisherigen Restrukturierungsprogrammen, geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die innerhalb der Unternehmensgruppe zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zur Deckung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen im erforderlichen Umfang ausreichen werden. Die Geschäftsleitung weist auf das Risiko hin, dass die Vorstellungen der Beteiligten auseinanderfallen können und keine einvernehmliche Einigung werden könnte. Sollten deshalb die erforderlichen Mittel zur Deckung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen nicht ausreichen, stellt dies ein existenzgefährdendes Risiko für die Nash Technologies GmbH dar.

Insbesondere sind auch die Erfüllung der Planzahlen für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 sowie die Aufrechterhaltung der Kreditlinie für das kurz- und langfristige Liquiditäts- und Finanzierungskonzept von großer Bedeutung und Voraussetzung für den Fortbestand der Gesellschaft.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist - wie geschildert - von einer ganzen Reihe von Möglichkeiten und Optionen bestimmt, die sich zu einem großen Teil außerhalb des Einflussbereichs des Managements befinden und deren Eintreten schwer prognostizierbar ist.

Die Geschäftsführung wird je nach Situation mit dem Ziel handeln, die Gesellschaft abzusichern und die Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten. Die Geschäftsführung geht von der Realisierbarkeit der Alternativen aus und daher von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft.

IV. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Im Rahmen eines umfangreichen Restrukturierungsprogramms wurden die Personalbestände im laufenden Geschäftsjahr 2016 bei der Nash Technologies GmbH und der Nash Technologies Stuttgart GmbH reduziert. Zur Übernahme der Aufwendungen hat sich die Altgesellschafterin vertraglich bis zur Höhe von insgesamt T€ 5.750 verpflichtet. Der Personalbestand wird sich bis Ende 2016 voraussichtlich auf 43 Mitarbeiter bei der Nash Technologies GmbH reduzieren (Dezember 2015: 106).

V. Prognosebericht

Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen.

Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung auf Basis unserer Mittelfristplanung. In die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der Nash Technologies Stuttgart GmbH wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden.

Der immer enger werdende Markt für Projekte und Services in Hochpreisländern, verbunden mit Restriktionen hinsichtlich Preisgestaltung, Flexibilität und Mobilität verstärkt den Fokus auf das Software-Produktgeschäft. Hier wurden, wie im Vorjahr bereits angekündigt, im Geschäftsjahr erhebliche Investitionen zum Aufbau eines Produktportfolios in verschiedenen Bereichen getätigt. Der Umbau der Vertriebsorganisation ist in vollem Gange und wird dafür sorgen über die bisherigen Bestandskunden neue Kunden zu gewinnen. Der Markt verlangt einen aggressiveren Vertrieb. Es bleibt immer weniger Zeit die Projektanforderungen der Kunden umzusetzen. .

Die Erwartungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich auch an den Chancen und Risiken, die die Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten.

Unter Berücksichtigung des reduzierten Personalbestandes um ca. 40% rechnen wir für 2016 mit einer Umsatzreduzierung in gleicher Höhe, und gehen von einem Umsatz von ca. € 6 Mio. aus.

Ergebnisseitig strebt die Geschäftsleitung in den Folgejahren gegenüber dem abgeschlossenen Geschäftsjahr eine Konsolidierung im EBITDA an. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die Geschäftsleitung der Nash Technologies GmbH ein ausgeglichenes Ergebnis.

 

Nürnberg, den 21. September 2016

Udo Nadolski, Geschäftsführer

Georg Philipp Pielage, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2015
31.01.2015
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 286.012,33 2.193.954,52
2. Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 116.199,99 366.915,78
  402.212,32 2.560.870,30
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.676,21 27.932,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.870,66 211.072,54
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 55.795,34
  222.546,87 294.800,03
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 525.000,00 25.000,00
  1.149.759,19 2.880.670,33
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Unfertige Leistungen 1.270.057,31 2.622.518,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.876.374,90 2.196.632,80
2.Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 344.170,58
3. Forderungen gegen Gesellschafter 301.506,70 0,00
4.Sonstige Vermögensgegenstände 756.803,64 1.222.588,72
  3.934.685,24 3.763.392,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.048.658,87 114.237,56
  6.253.401,42 6.500.147,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 268.038,11 310.701,49
D. Aktive latente Steuern 0,00 1.535.955,19
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 26.285,00 117.209,00
  7.697.483,72 11.344.683,78

Passiva

   
  31.12.2015
31.01.2015
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 634.667,91 0,00
III. Bilanzgewinn 562.679,81 531.968,73
  1.222.347,72 556.968,73
B. Rückstellungen    
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 869.174,50 486.962,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 73.094,06
3. Sonstige Rückstellungen 1.032.795,85 1.887.587,38
  1.901.970,35 2.447.643,44
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.546.845,91 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 346.139,21 63.982,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 413.301,86 7.864.044,76
4. Sonstige Verbindlichkeiten 262.796,47 353.835,70
(davon aus Steuern € 155.564,33; Vorjahr € 235.462,90)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 63.572,85; Vorjahr € 77.666,59)    
  4.569.083,45 8.281.863,24
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.082,20 58.208,37
  7.697.483,72 11.344.683,78

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2015

1. Februar bis 31. Dezember 2015
1. Februar 2014 bis 31. Januar 2015
1. Umsatzerlöse 10.490.702,21 12.516.248,57
2. Bestandsveränderung -1.352.460,80 179.827,11
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 2.193.954,52
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.244.936,43 971.356,92
(davon aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr € 835,28)    
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -781.905,77 -504.357,69
b)Aufwendungen für bezogene Leistungen -645.077,21 -1.239.628,57
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -5.948.577,64 -10.546.360,04
b)Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.644.841,58 -2.220.889,30
(davon für Altersversorgung € 553.076,41; Vorjahr € 478.182,47)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -191.106,65 -528.582,25
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.137.343,25 -2.413.352,71
(davon aus Währungsumrechnung € 2.827,89;Vorjahr € 17.791,19)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -112.433,35 -411.407,01
(davon an verbundene Unternehmen € 11.814,02; Vorjahr € 359.048,04)    
(davon aus Aufzinsung: € 69.824,00; Vorjahr € 52.358,97)    
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.078.107,61 -2.003.190,45
11. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis -5.311.886,46 0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.076.852,52 1.535.955,19
(davon aus Veränderung latenter Steuern: € -2.100.442,54; Vorjahr € 1.535.955,19)    
13. Sonstige Steuern -2.442,33 -2.661,00
14. Jahresfehlbetrag -8.469.288,92 -469.896,26
15. Gewinnvortrag 531.968,73 1.001.864,99
16. Entnahme aus Kapitalrücklage 8.500.000,00 0,00
17. Bilanzgewinn 562.679,81 531.968,73

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2015

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Rumpfgeschäftsjahr des vorliegenden Jahresabschlusses umfasst lediglich elf Monate. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr ist daher nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Des Weiteren ist aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebs "Software Products Business", in die Nash Innovations GmbH, Nürnberg, zum 04.12.2015 die Vergleichbarkeit von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt gegeben. Um die Vergleichbarkeit der Bilanz mit den Vorjahreszahlen zu verbessern, wurden die Aufgliederungen der Bilanzposten im Anhang um eine zusätzliche Spalte mit den fiktiven Vorjahreszahlen nach Ausgliederung ergänzt. Veränderungen der Gewinn- und Verlustrechnung auf Grund der Ausgliederung ergeben sich insbesondere bei den Positionen aktivierte Eigenleistungen, Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich im Wesentlichen aus dem Übergang der Arbeitsverhältnisse des Teilbetriebs "Software Products Business", in die Nash Innovations GmbH, Nürnberg.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Mit Nutzungsbeginn werden selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410 nicht übersteigen.

Die Abschreibungen des beweglichen Sachanlagevermögens basieren auf der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich an der Vertragslaufzeit des jeweiligen Projektes, für welche diese Sachanlagen genutzt werden, orientieren. Die Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen einem und vier Jahren.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegen Wert bewertet.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für getätigte Auszahlungen gebildet, die Aufwand für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern wurden im Vorjahr auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit eine Verlustverrechnung zu erwarten war. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

Im Berichtsjahr resultieren Aktive latente Steuern aus einem im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Ansatz von Pension und sonstigen Rückstellungen in der Handelsbilanz. Passive latente Steuern betreffen selbst erstellte Software. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit einem Rechnungszins von 3,89 % angesetzt. Der Deutsche Bundestag hat am 18. Februar 2016 im Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften Neuregelungen für die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen beschlossen. Kern der Neuregelungen ist eine Verlängerung des Zeitraums zur Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes für die Diskontierung der Altersversorgungsverpflichtungen von sieben auf zehn Jahre (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F.). Die Neuregelung darf bereits auf Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2015 angewendet werden. Die Gesellschaft hat das Wahlrecht zur Anwendung der Neuregelung im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 nicht ausgeübt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % zugrunde gelegt.

Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Darüber hinaus bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung Versorgungszusagen im Durchführungsweg der Direktzusage, die aus Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer finanziert wurden. Aus den umgewandelten Entgeltbestandteilen wurden den Arbeitnehmern Versorgungszusagen auf einmalige Kapitalleistungen zugesagt. Es handelt sich um eine versicherungsakzessorische Versorgungszusage, die zum Bilanzstichtag gem. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherung bewertet wird (sog. "wertpapiergebundene Versorgungszusage"). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Jubiläumsrückstellungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Wert unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bemessen. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz unter Annahme einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,89 % verwendet. Als Gehaltstrend wurde 0,00 % zugrunde gelegt. Die Berechnungen erfolgten unter Ansatz der Heubeck-Fluktuationen in Höhe von durchschnittlich 5,00 %.

Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassakurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, sofern sie eine Laufzeit bis zu einem Jahr haben. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen 100% der Anteile an dem Stammkapital der Nash Technologies Stuttgart GmbH, Stuttgart, sowie 100% der Anteile an dem Stammkapital der Nash Innovations GmbH, Nürnberg.

Name Anteilin % Eigenkapital 31.12.2015
TEUR
Jahresergebnis 31.12.2015
TEUR
Nash Technologies Stuttgart GmbH,Stuttgart 100 1.517 -217
Nash Innovations GmbH, Nürnberg * 100 2.172 -2.321

* Vorläufiger Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 606 (Vorjahr: TEUR 680) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren im Berichtsjahr sowie im Vorjahr ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die s onstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen mit TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 599) Kautionen, mit TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 69) Steuerforderungen aus Verlustrücktrag sowie mit TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 33) die Aktivwerte nicht verpfändeter Rückdeckungsversicherungen, welche auf arbeitgeberfinanzierte Direktzusagen für Pensionsanwartschaften entfallen.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten entfällt hauptsächlich auf vorausberechnete Versicherungen und Lizenzgebühren. Die Auflösung erfolgt über den abgegrenzten Zeitraum.

4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

31.12.2015
EUR
Vorjahr nach Ausgliederung
EUR
31.01.2015
EUR
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 26.285,00 80.480,91 117.209,00

Die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.415 (Vorjahr: TEUR 4.243) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.389 (Vorjahr: TEUR 4.126) zum 31. Dezember 2015 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die sich im Rahmen einer personenbezogenen Betrachtung ergebenden Aktivüberhänge in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 117) wurden als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

5. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000.

Der Gewinnvortrag hat sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt entwickelt:

EUR
Gewinnvortrag 1. Februar 2015 1.001.864,99
Jahresfehlbetrag 2014/15 -469.896,26
Gewinnvortrag 31.12.2015 531.968,73

Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2015 setzt sich wie folgt zusammen:

EUR
Stand 31.1.2015 0,00
Einbringung 7.865.717,31
Bareinlage 1.268.950,60
Zwischensumme 9.134.667,91
Entnahme -8.500.000,00
Stand 31.12.2015 634.667,91

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 setzt sich wie folgt zusammen:

EUR
Gewinnvortrag 31.12.2015 531.968,73
Jahresfehlbetrag 2015 Entnahme aus Kapitalrücklage -8.469.288,92 8.500.000,00
Bilanzgewinn 31.12.2015 562.679,81

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

31.12.2015
EUR
Vorjahr nach Ausgliederung
EUR
31.01.2015
EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 869.174,50 440.279,81 486.962,00

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.258 (Vorjahr: TEUR 4.613) werden nach Verrechnung mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 3.389(Vorjahr: TEUR 4.126) zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 869 (Vorjahr: TEUR 487) ausgewiesen.

Anhangangaben gemäß § 285 Nr. 25 HGB 31.12.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
Anschaffungskosten/Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 3.389 4.126
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 3.389 4.126
Verrechnete Zinsaufwendungen 189 198
Verrechnete Zinserträge 137 163

Der sich aus der Verrechnung der Zinsaufwendungen und -erträge ergebende Saldo von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 35) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

7. Sonstige Rückstellungen

31.12.2015
EUR
Vorjahr nach Ausgliederung
EUR
31.01.2015
EUR
Sonstige Rückstellungen 1.032.795,85 1.711.856,97 1.887.587,38

Die sonstigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 241; Vorjahr: TEUR 872), Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 644; Vorjahr: TEUR 748), Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 100; Vorjahr: TEUR 65) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 47; Vorjahr: TEUR 47).

8. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 3.547 (Vorjahr: TEUR 0), darin enthalten neben dem Kontokorrent ein kurzfristiger Festkredit (TEUR 3.000) mit einer Laufzeit kleiner zwölf Monate.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Nash Technologies Stuttgart GmbH, Stuttgart, (TEUR 414, Vorjahr: TEUR 1.512) und entfallen, mit Ausnahme auf Darlehen mit TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 1.090). Im Vorjahr wurden unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber den Harvey Nash Gruppe ausgewiesen, zu der die Gesellschaft bis zum 04.12.2015 gehörte.

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält Zuschüsse von Kunden für den Erwerb von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens für zu bearbeitende Projekte. Zwecks erfolgsneutraler Behandlung der Zuschüsse werden diese unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und korrespondierend zu der Abschreibung der aktivierten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst (Bruttomethode). Zum 31. Januar 2015 beträgt der passive Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 58).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 849 (Vorjahr: TEUR 463) angefallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen (TEUR 306; Vorjahr TEUR 448).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Mieten (TEUR 192; Vorjahr TEUR 576), Mietnebenkosten (TEUR 177; Vorjahr TEUR 232), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 704; Vorjahr TEUR 357), Aufwendungen für Fremdpersonal (TEUR 233; Vorjahr TEUR 216), Umzugskosten (TEUR 108; Vorjahr TEUR 153), EDV-Kosten (TEUR 146; Vorjahr TEUR 131) sowie Reisekosten (TEUR 160; Vorjahr TEUR 109) und Versicherungsaufwendungen (TEUR 75; Vorjahr TEUR 91).

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Udo Nadolski, Operativer Geschäftsführer (Chief Executive Officer), Köln, Geschäftsführer der Nash Technologies Holding GmbH

Georg Philipp Pielage, Operativer Geschäftsführer, Lauf

Gesamtbezüge der Geschäftsführung:

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht, da im Geschäftsjahr 2015 nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres 2015 beträgt 106 (Vorjahr: 152) unter Berücksichtigung der Ausgliederung auf Nash Innovations GmbH zum 1. Februar 2015 mit 38 Mitarbeitern. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen im Wesentlichen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für die Geschäftsräume in Nürnberg sowie für Leasingfahrzeuge, die wie folgt fällig sind:

Innerhalb 1 Jahr
TEUR
Zwischen 1 und 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Miete Gebäude 599 1.848 2.447
Kfz-Leasing 60 77 137
IT 51 51 102
  710 1.976 2.686

4. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen und einen Betrag von EUR 8.500.000,00 aus der Kapitalrücklage zu entnehmen.

5. Konzernverhältnisse

Die Nash Technologies GmbH, Nürnberg, ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Nash Technologies Commercial Holding GmbH, Köln.

 

Nürnberg, den 21. September 2016

Udo Nadolski, Geschäftsführer

Georg Philipp Pielage, Geschäftsführer

Anlage zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis 31. Dezember 2015

Kumulierte Anschaffungskosten
01.02.2015
Zugänge
Abgänge
Aus-gliederung
Um-buchungen
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.193.954,52 0 0 1.907.942,19 0 286.012,33
2. Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 1.547.167,13 113.295,72 0 357.403,62 0 1.303.059,23
  3.741.121,65 113.295,72 0 2.265.345,81 0 1.589.071,56
II. Sachanlagen            
1. Technische Anlagen und Maschinen 771.828,29 2.495,55 58.605,26 36.626,86 0 679.091,72
2. Andere Anlagen, Betriebs‑ Geschäftsausstattung 3.366.104,37 196.432,18 167.159,36 80.397,48 55.795,34 3.370.775,05
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.795,34 0 0 0 -55.795,34 0
  4.193.728,00 198.927,73 225.764,62 117.024,34 0 4.049.866,77
III. Finanzanlagen            
Beteiligungen 25.000,00 4.492.854,82 0 0 0 4.517.854,82
  7.959.849,65 4.805.078,27 225.764,62 2.382.370,15 0 10.156.793,15
Kumulierte Abschreibungen
01.02.2015
Zugänge
Abgänge
Aus-gliederung
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 0 0
2. Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 1.180.251,35 66.540,99 365,83 59.567,27 1.186.859,24
  1.180.251,35 66.540,99 365,83 59.567,27 1.186.859,24
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 743.896,14 23.356,61 58.605,26 33.231,98 675.415,51
2. Andere Anlagen, Betriebs‑ Geschäftsausstattung 3.155.031,83 101.209,05 69.828,27 34.508,22 3.151.904,39
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  3.898.927,97 124.565,66 128.433,53 67.740,20 3.827.319,90
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen 0 3.992.854,82 0 0 3.992.854,82
  5.079.179,32 4.183.961,47 128.799,36 127.307,47 9.007.033,96
Restbuchwerte
31.12.2015
31.01.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 286.012,33 2.193.954,52
2. Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 116.199,99 366.915,78
  402.212,32 2.560.870,30
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.676,21 27.932,15
2. Andere Anlagen, Betriebs‑ Geschäftsausstattung 218.870,66 211.072,54
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 55.795,34
  222.546,87 294.800,03
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 525.000,00 25.000,00
  1.149.759,19 2.880.670,33

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nash Technologies GmbH, Nürnberg, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Februar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist unter "III. Chancen- und Risikobericht" ausgeführt, dass eine erfolglose Investorensuche, ausbleibende Umsätze und Margen bei der Tochtergesellschaft Nash Innovations GmbH sowie die Ausübung des vertraglichen Rückkehrrechts von in die Nash Innovations GmbH ausgegliederten Mitarbeitern die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen bzw. deren Bestand gefährden können. Insbesondere sind auch die Erfüllung der Planzahlen für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 sowie die Aufrechterhaltung der Kreditlinie des Kreditinstituts für das kurz- und langfristige Liquiditäts- und Finanzierungskonzept von großer Bedeutung und Voraussetzung für den Fortbestand der Gesellschaft.

 

Düsseldorf, 21. September 2016

HSMV - Hansen Schotenroehr Müller Voets
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Martin Rohkämper, Wirtschaftsprüfer

Christian Vonderreck, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 23. September 2016 festgestellt.

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