Herstellung von Prüfmaschinen
ETS DIDACTIC GmbH
Im Hüttental 11, 85125 Kinding, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Urban seit 26.5.2020 | Geschäftsführer |
Udo Urban seit 27.4.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ETS DIDACTIC GmbHKindingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die inhabergeführte ETS DIDACTIC GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz Im Hüttental 11, 85125 Kinding. Sie wurde am 20.01.1997 gegründet und ist unter der HRB 2102 im Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt am 18.02.1997 eingetragen. Sie entwickelt und vertreibt Trainingssysteme für die Aus- und Weiterbildung im beruflichen Bereich ohne geographische Einschränkung. Die Kunden der Gesellschaft sind größere Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen. Sie beziehen die angebotenen Trainingssysteme zur Durchführung interner und externer Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im beruflichen Bereich. Durch den laufenden intensiven Austausch mit den Kunden, der Bestandsaufnahme und Analyse von deren Bedürfnissen und den künftigen Anforderungen an Fähigkeiten und Fertigkeiten von Mensch und Maschine kann die Gesellschaft zukunftsweisende Trainingssysteme anbieten. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2023 in vielen Ländern durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet. Aufgrund von Vorzieh- beziehungsweise Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie nahm die Güternachfrage erheblich langsamer zu als die Nachfrage nach Dienstleistungen. Die Industrieproduktion und die Chemienachfrage entwickelten sich daher außerordentlich schwach. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +3,1 %). Die globale Industrieproduktion nahm um 1,4 % zu (2022: +2,9 %). Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Nachdem die Wirtschaft in Deutschland 2022 noch um +1,8 Prozent gewachsen war, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt 2023 um -0,3 Prozent. Im gesamten Jahresverlauf bewegte sich die Konjunkturdynamik nahe der Nulllinie. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Auch der Euro-Raum konnte sich den Folgen von hoher Inflation und gestiegenen Zinsen nicht entziehen. Das führte vor allem beim privaten Verbrauch und bei den Investitionen zu einer deutlichen Wachstumsabschwächung, jedoch ohne dass die Wirtschaft schrumpfte. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 noch um +3,4 Prozent gestiegen war, schwächte sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 auf nur noch +0,5 Prozent ab. Die US-Wirtschaft wurde im Jahr 2023 durch hohe Zinsen und stark steigende Verbraucherpreise belastet. Dennoch hat sich die Konjunktur überraschend robust gehalten. Die Wirtschaftsleistung hat im Gesamtjahr 2023 um +2,5 Prozent zugelegt, im Vorjahr lag die Wachstumsrate bei +1,9 Prozent. Dafür sorgte im Geschäftsjahr vor allem der private Konsum, der deutlich anstieg. Eine Erklärung dafür ist insbesondere die gute Arbeitsmarktlage. In der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche gab es erhebliche Unterschiede: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 Prozent. Dies war hauptsächlich auf eine erheblich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung. Im Baugewerbe machten sich neben den fortwährend hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Dies betraf vor allem den Hochbau. Im Gegensatz dazu konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt einen geringfügigen Anstieg von 0,2 Prozent. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 Prozent) entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark (-6,2 Prozent). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (1,7 Prozent). Dies war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen. Die Bauinvestitionen verzeichneten 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 2,1 Prozent. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Hingegen wurde in Ausrüstungen - hauptsächlich Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dies war vor allem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene Dynamik der Weltwirtschaft und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 hinterließen auch im Außenhandel ihre Spuren, obwohl die Preise fielen. Die Importe sanken dabei stärker (preisbereinigt -3,0 Prozent) als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Dies führte im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 Prozent oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Aufgrund des Fachkräftemangels, des Strukturwandels in der Wirtschaft und der Erkenntnis, dass Bildung die Basis und der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg und Beschäftigung in jeder Volkswirtschaft ist, werden sich die Marktteilnehmer noch intensiver mit dem Thema berufliche Aus- und Weiterbildung auseinandersetzen. Die angestoßene politische Debatte um die Digitalisierung und deren Folgen, insbesondere die Weiter- und Nachqualifizierung von Arbeitskräften erfordert nicht nur die bloße Finanzierung von Maßnahmen, sondern auch die entsprechenden Trainingssysteme zu deren Verwirklichung. Die Entwicklung der öffentlichen Bildungsinvestitionen, die sich allein in Deutschland seit den 1990er Jahren verdoppelt haben und stetig steigen, verdeutlichen, dass die politischen Akteure den Wert von Bildung erkannt haben. Ferner hat die Corona-Pandemie die Digitalisierung beschleunigt, wodurch die Nachfrage in den damit verbundenen Branchen enorm gestiegen ist. Geschäftsentwicklung Die ETS DIDACTIC GmbH kann erneut auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Das Rohergebnis stieg um 70,6 % im Vergleich zum Vorjahr, bei gleichzeitigem Anstieg des Jahresüberschusses um 190,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die positive Entwicklung des Rohergebnisses beruht im Wesentlichen auf vorausschauender Einkaufspolitik und entsprechender Produktionsplanung. In der Folge konnte schnell auf Bestellungen bzw. Aufträge reagiert werden. Darüber hinaus wurden die Produktions- und Arbeitsabläufe verbessert und durch Vorprodution der Bestand an un-/teilfertigen Erzeugnissen erhöht. Die Gesamtleistung konnte um 58,1 % erhöht werden. Demgegenüber sind die Aufwendungen im Bereich Material (+47,8 %), Personal (+17,2 %) und der sonstigen (+26,0 %) im relativen Vergleich deutlich unterproportional angestiegen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage: Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um 6.095 TEUR auf 32.144 TEUR gestiegen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich dabei um 4.104 TEUR. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen um 1.889 TEUR auf 3.893 TEUR, der Vorräte um 1.692 TEUR auf 5.912 TEUR sowie der flüssigen Mittel um 1.146 TEUR auf 5.981 TEUR zurückzuführen. Weitere Veränderungen sind den Zu- und Abgängen im Anlagevermögen geschuldet und resultieren zum Teil aus ergänzenden bzw. abschließenden Maßnahmen am Gebäudebestand, der Erstellung der Außenanlagen auf einem Grundstück der Gesellschaft, die Einrichtung und technische Ausstattung von Räumlichkeiten, der Anpassung der IT-Infrastruktur einschließlich Software sowie Ersatzinvestitionen im Fuhrpark und bei technischen Anlagen / Maschinen. Der Anstieg des Anlagevermögens um 1.977 TEUR auf 15.578 TEUR ist im Wesentlichen durch die Investition in Geschäftsbauten - den Neubau eines Mechatronikerzentrums - verursacht, dessen Fertigstellungstellung Ende 2023 erfolgte. Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um 5.413 TEUR auf 28.591 TEUR. Im Geschäftsjahr 2023 wurde damit eine Eigenkapitalquote in Höhe von 89,0 Prozent (Vorjahr: 89,0 Prozent) realisiert. Die Rückstellungen erhöhten sich um 1.187 TEUR auf 1.696 TEUR. Dies ist im Wesentlichen durch die Zunahme der Steuerrückstellungen verursacht. Der Abnahme der Verbindlichkeiten um 505 TEUR auf 1.857 TEUR ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 211 TEUR auf 553 TEUR zurückzuführen. Die Gesellschaft stuft daher die Vermögenslage als geordnet ein. Ertragslage: Aufgrund der beschriebenen Umstände stieg das Rohergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 um 5.943 TEUR auf 14.356 TEUR. Die betrieblichen Aufwendungen (ohne Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) erhöhten sich um 1.155 TEUR auf 7.024 TEUR (Vorjahr: 5.869 TEUR). Der Jahresüberschuss stieg um 3.548 TEUR auf 5.413 TEUR. Die Gesellschaft stuft daher die Ertragslage als sehr zufriedenstellend ein. Finanzlage: Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die für den Neubau aufgenommenen Fremdmittel werden planmäßig zurückgeführt und valutierten am 31.12.2023 mit 46 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR). Die Gesellschaft stuft daher die Finanzlage als geordnet ein. Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt neben weiteren, nicht quantifizierbaren Aspekten, insbesondere unter Beobachtung der Eigenkapitalquote und der Eigenkapitalrentabilität. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Eigenkapitalquote in Höhe von 89,0 Prozent (Vorjahr: 89,0 Prozent) und eine Eigenkapitalrentabilität in Höhe von 18,9 Prozent (Vorjahr: 8,0 Prozent) erzielt. Prognosebericht Mit der Eskalation im Nahen Osten hat sich ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor für die Weltwirtschaft manifestiert. Sofern sich der Konflikt nicht ausweitet und der Ölpreis nicht erheblich steigt, wird erwartet, dass die Auswirkungen auf Inflation und Wachstum begrenzt bleiben. Doch die langfristigen Auswirkungen der Geld- und Finanzpolitik werden die Wirtschaft und die Kapitalmärkte auch im Jahr 2024 weiterhin prägen. Obwohl die meisten großen Zentralbanken voraussichtlich ihre Zinserhöhungen bereits abgeschlossen haben, dürften die ersten Zinssenkungen wahrscheinlich erst im zweiten Halbjahr 2024 erfolgen. Das hohe Zinsniveau trägt dazu bei, die sehr hohe Inflation mittelfristig in fast allen Weltregionen zu reduzieren. Der durch die Inflation verursachte Kaufkraftverlust wird zunehmend durch Lohnzuwächse ausgeglichen und sollte zur Belebung des Konsums beitragen. Insgesamt wird erwartet, dass das Wachstum in den Industrieländern weitgehend schwach bleiben wird, während das Wachstum in den Schwellenländern ein gemischtes Bild ergeben wird und daher differenziert betrachtet werden muss. Die europäische Wirtschaft ist geprägt von den langjährigen Null- und Negativzinsen. Sich an das neue Zinsregime anzupassen, nimmt viel mehr Zeit in Anspruch als bei normalen Zinserhöhungen. Deshalb dürfte die wirtschaftliche Schwäche ungewöhnlich lange anhalten und sowohl 2024 als auch 2025 prägen. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte aufgrund der zwar rückläufigen, aber weiterhin hohen Inflation voraussichtlich erst Ende 2024 eine spürbare Senkung ihrer Leitzinsen in Betracht ziehen. Hinzu kommt, dass nicht nur die EZB, sondern auch alle anderen westlichen Notenbanken die Zinsen deutlich erhöht haben, wodurch die Geldpolitik auch 2024 die Konjunktur bremsen wird. Die Konjunkturabschwächung der chinesischen Wirtschaft dämpft die Aussichten für das Wachstum im Euroraum durch den Export weiter. Vor diesem Hintergrund dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion im Verlauf des Jahres nur unterdurchschnittlich wachsen. Der Auslastungsgrad der Wirtschaft dürfte also abnehmen, was auf einen moderaten Anstieg der Arbeitslosenzahlen hindeutet. Außerdem können die kräftig steigenden Löhne eine weitere Belastung für die Unternehmen darstellen. Auch für das Jahr 2024 zeichnet sich keine durchgreifende Erholung für die deutsche Wirtschaft ab. Die Wirtschaft muss sich erst an das neue Zinsumfeld gewöhnen, und dieser Prozess wird voraussichtlich länger dauern. Erst im Herbst 2024 wird mit der ersten deutlichen Zinssenkung gerechnet. Darum erwarten die meisten Volkswirte für 2024 nur ein leichtes Plus der Wirtschaftsleistung. Die Inflationsrate dürfte in den ersten Monaten weiter abnehmen. Dies liegt daran, dass Unternehmen ihre erheblich gestiegenen Kosten für Vorprodukte, Energie und andere Rohstoffe inzwischen größtenteils an ihre Kund*innen weitergegeben haben. Allerdings hat mit den kräftig steigenden Löhnen bereits der nächste Kostenschub eingesetzt, was dazu führen könnte, dass die Inflation in absehbarer Zeit deutlich höher ausfällt, als es von der EZB eigentlich angestrebt wird. Die USA verzeichneten bis zuletzt ein robustes Wirtschaftswachstum, hauptsächlich aufgrund einer ungewöhnlich expansiven Fiskalpolitik. 2024 dürfte jedoch die dämpfende Wirkung der vorangegangenen massiven Leitzinsanhebungen spürbar werden. Die erhöhten Zinsen belasten Bauvorhaben, Investitionen und den schuldenfinanzierten Teil des Konsums. Die Corona-Ersparnisse sind wohl zum großen Teil aufgebraucht. Die Konsumausgaben werden damit langsamer steigen als die Einkommen, was zu einer milden Rezession im Sommerhalbjahr 2024 führen könnte. Trotz der mittelfristig wohl abnehmenden Wirtschaftsleistung wird die Federal Reserve System (kurz Fed) die Zinsen voraussichtlich nicht so schnell senken. Schließlich dürfte sie die hart errungenen Erfolge im Kampf gegen die Inflation nicht leichtfertig gefährden. Die erste Zinssenkung wird zu Beginn des dritten Quartals 2024 erwartet. Für das gesamte Jahr wird mit einem leichten US-Wachstum gerechnet. Auch die Wachstumsmärkte bewegen sich ökonomisch im Rahmen der schwächelnden Weltwirtschaft. Gleichzeitig bieten sich Chancen, sich gut für die Zukunft zu positionieren und die Wirtschaft neu auszurichten. Die chinesische Wirtschaft dürfte 2024 unter Spätfolgen einer Politik leiden, die unter anderem zu einer deutlichen Krise im Immobiliensektor geführt hat. Diese könnten mehrere Jahre lang negative Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft haben. Ein weiterer Faktor für das geringe Wachstum ist der Vertrauensverlust in die staatliche Wirtschaftspolitik, der aufgrund der Corona-Politik und insbesondere des Vorgehens gegen den Technologiesektor eingetreten ist. Die politischen Spannungen zwischen China und den USA, die die Lieferungen von Hightech begrenzen, verschärfen die Situation zusätzlich. Obwohl kurzfristiges Wachstum in China von weiteren politischen Impulsen profitieren könnte, wird die mehrjährige Konjunkturabschwächung in China voraussichtlich weiter anhalten. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenfaktoren erwarten wir für 2024 weiterhin eine positive Entwicklung, jedoch auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Das Umfeld bleibt angesichts wirtschaftlicher und größerer politischer Volatilität unsicher. Mit weiterhin hohen Rohstoffpreisen, die zwar rückläufigen, aber weiterhin hohen Inflationsraten und die knappen Budgets steht der Markt vor ständigen Herausforderungen. Die Erwartung eines inflationären Umfelds mit zunehmendem Risiko einer globalen Rezession hält an. Zudem sind Preiserhöhungen zur Kompensation von gestiegenen Produktkosten nicht in gleichem Maße wie 2023 zu erwarten, so dass für 2024 ein moderateres Wachstum erwartet wird. Die letztjährige Prognose für das Jahr 2023 hat für die Eigenkapitalquote und die Eigenkapitalrentabilität die Möglichkeit eines geringen Anstiegs vorgesehen. Da sich das Eigenkapital und die Bilanzsumme im Berichtsjahr in der gleichen Relation erhöht haben, ist die Eigenkapitalquote unverändert bei 89,0 % verblieben. Die Eigenkapitalrentabilität konnte aufgrund des hohen Jahresüberschusses deutlich von 8,0 % auf 18,9 % erhöht werden. Für die beobachteten finanziellen Leistungsindikatoren erwartet die Gesellschaft daher folgende Entwicklung: Die Eigenkapitalquote kann sich aufgrund der Auftragslage erhöhen. Die Eigenkapitalrentabilität sollte sich entsprechend positiv entwickeln. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Zur aktiven Risikoüberwachung und Risikosteuerung hat die Gesellschaft ein Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem. Für 2024 rechnen wir mit keinem deutlichen Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums als Folge einer erhöhten, wenn auch im Vergleich zum Jahr 2023 rückläufigen Inflation und eines anhaltend hohen Zinsniveaus. Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben außerordentlich hoch. Eine weitere Eskalation der aktuellen geopolitischen Konflikte könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten und zu größeren Einschränkungen des Angebots von Energie, Industrierohstoffen und Zwischenprodukten führen. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten bergen erhebliche Risiken für die Marktentwicklung in und die Rohstoffversorgung von Europa. Darüber hinaus bestehen Risiken für die Nachfrage aufgrund der hohen Zinsen und der gesunkenen Kaufkraft. Chancen eröffnen sich insbesondere durch ein stärkeres Nachfragewachstum infolge einer besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als angenommen. Unverändert herausfordernd ist die Prognose künftiger Anforderungen an Trainingssysteme. Diese muss inhaltlich und zeitlich richtig sein. Dies erfordert die Bereitschaft Neues zuzulassen und die Fähigkeit zum intensiven Dialog mit den Geschäftspartnern. Der existierende Fachkräftemangel stellt auch für die Gesellschaft ein grundsätzliches Wachstumsrisiko dar, dem nur durch eine kontinuierliche Suche nach und Weiterbildung von Mitarbeitern begegnet werden kann. Im EDV-Bereich versucht die Gesellschaft, ebenso wie die anderen Marktteilnehmer, sich gegen unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch durch verschiedene Maßnahmen wie beispielsweise dem Einsatz von Zugangs- und Zugriffskontrollen, Virenscannern und Firewalls zu schützen. Die Risiken sind aber gegenüber dem Vorjahr nicht gestiegen. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Chancenbericht Den dargestellten Risiken stehen aber auch Chancen gegenüber. Der Trend zur Digitalisierung hat einen Strukturwandel eingeläutet. Die Begriffe "Industrie 4.0", "Internet der Dinge" und "KI" stehen beispielhaft für eine neue Form des Wirtschaftens und Lebens. Für viele ist dies mit der Sorge einer ausufernden Arbeitslosigkeit verbunden. Dabei hat es Strukturwandel durch Innovationen immer gegeben. Sie waren bisher der Garant für den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft. Die Folgewirkungen aus der Corona-Pandemie kann daher auch als Chance begriffen werden. Der digitale Industriebetrieb, Homeoffice und Vernetzung ermöglichen ein Wirtschaften ohne Konzentration von Arbeitskraft auf eine bestimmte Einrichtung oder einen bestimmten Standort. Sie ermöglicht zugleich Umweltschutz (Ausbleiben Pendlerverkehr) und Gesundheitsschutz (Kontaktreduzierung). Die Ökonomie kann damit krisenfester werden. Daher will die Gesellschaft die Entwicklung der letzten Jahre auch als Chance begreifen. Erkennen die Marktteilnehmer aufgrund der Pandemieerfahrung ebenfalls die Vorzüge des digitalen Wandels, so ist mit entsprechenden Investitionen in Ausstattung und Aus- und Weiterbildung zu rechnen.
Kinding, den 17.07.2024 Udo Urban, Geschäftsführer Sven Urban, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens
Forderungen
Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Sonstige Rückstellungen:
Verbindlichkeiten
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 45.875,21 EUR (Vorjahr: 56.062,66 EUR). Latente Steuern Im Bereich der immateiellen Vermögensgegenstände und dem Sachanlagevermögen haben sich Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben. Insgesamt ergibt sich ein Passivüberhang in Höhe von 35.324,60 EUR. Bei der Ermittlung der latenten Steuer wurde mit einem Steuersatz von 26,33 % gerechnet. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 35.324,60 EUR (Vorjahr: 18.552,94 EUR). Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Erhöhung um 16.771,66 EUR. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 4.943,34 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: 1. RCI: Leasing EI-TS 240 mtl. 260,12 € bis zum 05.06.2024 2. Mercedes: Leasing EI-TS 782E mtl. 561,07 € bis zum 08.02.2024 3. Mercedes: Leasing Ei-TS 778E mtl. 764,94 bis zum 18.02.2024 4. MLF Mercator-Leasing E-Bike mtl. 257,10 € bis zum 30.04.2026 5. MLF Mercator-Leasing E-Bike mtl. 153,35 € bis zum 31.08.2026 6. MLF Mercator-Leasing E-Bike mtl. 136,31 € bis zum 31.08.2026 7. MLF Mercator-Leasing E-Bike mtl. 172,56 € bis zum 30.09.2026 8. MLF Mercator-Leasing E-Bike mtl. 153,66 € bis zum 30.09.2026 9. MLF Mercator-Leasing E-Bike mtl. 271,08 € bis zum 30.11.2026 10. MLF Mercator-Leasing E-Bike mtl. 78,03 € bis zum 30.11.2026 11. Reitzner: Miete Drucker mtl. 1.527,74 € bis zum 31.12.2025 12. Reitzner: Miete Drucker mtl. 607,38 € bis zum 31.03.2028 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aus der Fremdwährungsumrechnung ergeben sich Erträge i.H.v. 17.417,05 € (Vorjahr: 11.188,88 €), sowie Aufwendungen von 1.467,27 € (Vorjahr 22,58 €). Es wurde jeweils zum 31.12.2023 mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von 605.484,00 EUR handelt es sich um eine Zuwendung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für die Errichtung von Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) sowie Fachplanung und Baubegleitung am Standort Im Hüttental 11, 85125 Kinding. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer: 77 (Vorjahr: 74). Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesellschaft verzichtet nach § 286 (4) HGB auf die Nennung der Bezüge der Gesellschafter. Am 24.02.2022 begann der Ukraine-Krieg. Dessen Auswirkungen sind derzeit beherrschbar. Auf die Ausführungen im Lagebericht wird verwiesen. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorschlag ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor:
Der Bilanzgewinn in Höhe von 28.565.776,23 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ETS DIDACTIC GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ETS DIDACTIC GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ETS DIDACTIC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wunsiedel, den 24. Juli 2024 Bauer
Audit GmbH
Dipl.-Kfm. Bernhard Bauer, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen