Raiffeisen Lune eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Tejer seit 22.11.2019 | Vorstandsmitglied |
Joachim Dammann seit 28.3.2019 | Vorstandsmitglied |
Detlef Kastens seit 28.3.2019 | Vorstandsmitglied |
Ingo Busch seit 28.3.2019 | Vorstandsmitglied |
Eike-Christian Heins seit 28.3.2019 | Vorstandsmitglied |
Carsten Bremer seit 28.3.2012 | Vorstandsmitglied |
Andreas Riggers seit 26.6.2008 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Raiffeisen Lune eGBeverstedtJahresabschluss zum 30. Juni 2023Lagebericht und Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/23Raiffeisen Lune eG, BeverstedtA. Lagebericht I. Wirtschaftsbericht Grundlagen des Unternehmens Kerngeschäft unserer Genossenschaft ist der Handel mit landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Getreide und Saatgut). Wir betreiben eine Mahl- und Mischanlage zur Herstellung von Futtermischungen. Angegliedert ist eine Lohnunternehmung bestehend aus Pflanzenschutzspritzen, Drillmaschinen, Mähdreschern, Scheibeneggen und Maislegern. Daneben unterhalten wir Raiffeisenmärkte sowie einen Baustoff- und Energiehandel mit zwei eigenen Tankstellen. Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat die gesamte Wirtschaft im Jahr 2022 durcheinandergewirbelt. Energie-, Rohstoff- sowie Futter- und Nahrungsmittelpreise erreichten zeitweise Rekordwerte und stellten viele Unternehmen, private Haushalte und die gesamte Volkswirtschaft in Deutschland bei Inflationsraten bis in den zweistelligen Bereich vor große Herausforderungen. Hinzu kamen gestörte Lieferketten aufgrund von Corona, Logistikengpässen und Niedrigwasser. Die Grundwasserstände in Deutschland sanken auf das niedrigste Niveau seit 1990. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen hat sich die Wirtschaft insgesamt jedoch als robust erwiesen - nicht zuletzt dank staatlicher Stützungsprogramme wie dem "Tankrabatt", dem "9-Euro-Ticket" sowie der Deckelung der Strom- und Gaspreise. So konnte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % leicht ansteigen, allerdings wurden die Wachstumsprognosen im Jahresverlauf mehrfach nach unten korrigiert. Die Teuerungsrate erreichte im Jahresmittel 7,9 % und damit den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Zeitweise übersprang die Inflationsrate im zurückliegenden Jahr die Marke von 10 %. Als Gegenmaßnahme erhöhte die Europäische Zentralbank im Juli 2022 zum ersten Mal seit elf Jahren die Leitzinsen. Die Anhebung betrug zunächst 0,5 Prozentpunkte, weitere Zinsschritte folgten. Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigte sich sehr stabil. Gleichzeitig nahm der Fachkräftemangel zu, da immer mehr Angehörige der "Boomer"-Generation die Ruhestandsgrenze erreichten. Die Erwerbslosenquote lag im Jahresmittel bei rund 5,3 %. In 2022/23 wurden die hohe Inflationsrate und die allgemeinen Kostensteigerungen in erste Tarifabschlüsse eingepreist, was zu einer zusätzlichen Belastung für die Betriebe führte. Auch die Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf 12 EUR pro Stunde ab 1. Oktober 2022 steigerte für viele Betriebe zusätzlich den Kostendruck. Im ersten Halbjahr 2023 trat die deutsche Wirtschaft auf der Stelle. Die hohe Inflation zehrte an der Kaufkraft der privaten Haushalte und ließ die Europäische Zentralbank die Leitzinsen kräftig anheben. Darunter litten die Konsum- und die Baukonjunktur, da die realen Haushaltseinkommen gesunken und die Finanzierungskosten gestiegen sind. Aber auch der Industriekonjunktur ging die Luft aus. Zwar verloren die angebotsseitigen Engpässe, die die Produktion im vergangenen Jahr noch spürbar hemmten, zunehmend an Bedeutung. Allerdings machte sich nachfrageseitig zunehmend die Abkühlung der Weltkonjunktur bemerkbar. Denn vielerorts bremsten Notenbanken die Konjunktur durch rasche und kräftige Leitzinsanhebungen, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Zudem ist eine merkliche Kehrtwende bei der Produktion in den energieintensiven Industriezweigen in Deutschland trotz kräftig gesunkener Energiepreise bislang ausgeblieben. Entwicklung der branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die Situation der Landwirtschaft und des Agrarhandels blieb auch im Geschäftsjahr 2022/23 in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges führten in der Branche vor allem im Jahr 2022 zu hohen Preisen, knappen Warenverfügbarkeiten und gestörten Lieferketten. Hinzu kamen eingeschränkte Logistikkapazitäten aufgrund von Niedrigwasser und Fahrermangel. Insgesamt verbesserte sich die Einkommenssituation in der deutschen Landwirtschaft in 2022 spürbar. Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 %, wobei pflanzliche Erzeugnisse um 26 % und tierische Erzeugnisse um 49 % zulegten. Der Literpreis für Rohmilch näherte sich der 60-Cent-Marke. Problematisch war weiterhin die Situation für die Erzeuger von Schweinefleisch, was häufig zu Betriebsaufgaben führte, sowie der Bereich Sonderkulturen. Zugleich war die gesamte Branche 2022 von enormen Kostensteigerungen in praktisch allen Bereichen betroffen. Die Preise für Betriebsmittel stiegen um 27 % im Vergleich zum Vorjahr. Einige Hersteller hatten die energieintensive Produktion von Mineraldünger aufgrund der hohen Gaspreise zeitweise ausgesetzt. Im Jahr 2023 kehrte sich die Preissteigerung um. Getreide, Futtermittel und Dünger erlebten einen Sinkflug und erhöhten das Risiko des Kontrakt-Geschäftes. Die Getreideernte 2022 in Deutschland lag quantitativ mit 43 Mio. Tonnen über dem Vorjahr, aber unter dem langjährigen Durchschnitt seit 2014. Das starke West-Ost-Gefälle zeigte die klimatischen Herausforderungen in Ostdeutschland. Die Qualitäten speziell beim Weizen ließen aber vielfach zu wünschen übrig. Die Erträge beim Raps lagen weit über dem Fünfjahresmittelwert, insgesamt wurden 4,3 Mio. Tonnen geerntet. Die Maisernte brach hingegen mit einem Minus von 900.000 Tonnen gegenüber Vorjahr drastisch ein. Die Preise für Getreide und Raps erreichten im Jahr 2022 zeitweilig neue Rekordstände, unter anderem ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, zeigten sich insgesamt aber stark volatil. Aufgrund weiter sinkender Tierbestände in Deutschland ging die Produktion im Jahr 2022 nach vorläufigen Zahlen des Deutschen Verbandes Tiernahrung um 6 bis 8 % zurück. Besonders kritisch war die Situation in der Schweinehaltung. Niedrige Preise, hohe Kosten, dazu der Einbruch beim Export durch die Afrikanische Schweinepest und die von der Politik beschriebenen Auflagen für mehr Tierwohl verhinderten moderne Neubauten und führten bei potenziell investitionsbereiten Landwirten zu zahlreichen Betriebsaufgaben. Die Preise für Rindfleisch sind 2022 im Vergleich zum Vorjahr um zweistellige Prozentwerte gestiegen. Trotz eher verhaltener Nachfrage sorgte ein sehr niedriges Angebot bei Bullen, Kühen und Färsen für diese Entwicklung. Dennoch gaben einige Betriebe die Fleischproduktion aufgrund der stark gestiegenen Kosten vor allem bei Futtermitteln und Energie auf, was wiederum die Rinderpreise weiter ansteigen ließ. Die Stimmungslage in der deutschen Landwirtschaft hat sich laut dem Konjunktur- und Investitionsbarometer (Quelle: Landwirtschaftliche Rentenbank) im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 verschlechtert. Als Gründe dafür wurden die gesunkenen Preise für Getreide, Milch und Rinder und die nationale Agrarpolitik genannt. Der Einzelhandel in Deutschland spürte, bedingt durch die hohe Inflation, die starke Verteuerung der Energiekosten und die schwache Konjunktur eine merkliche Verunsicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Der reale Kaufkraftverlust führte zu einer Kaufzurückhaltung bei investiven Konsumgütern. Unterbrochene Lieferketten sorgten für knappe Warenverfügbarkeiten. Höhere Preise auf der Einkaufsseite führten zu einem harten Preiswettbewerb im Endkundengeschäft. Die Energiemärkte befanden sich seit 2022 im Krisenmodus. Zu den Herausforderungen durch die Klimaschutzziele des Bundes kam die Zeitenwende durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges. Auf das erklärte politische Ziel Deutschlands, schnellstmöglich von russischem Gas unabhängig zu werden, und auf die Sanktionen gegen Russland reagierte die russische Seite zunächst mit einer Drosselung der Gaslieferungen. Der Gaspreis verteuerte sich sprunghaft, dies führte zu einem Run auf Heizöl und Holzpellets. Diese hohe Nachfrage, gepaart mit knappen Produktverfügbarkeiten und der Sanktionierung russischer Ölprodukte trieb dann auch auf dem Mineralöl- und Holzpelletsmarkt die Preise in die Höhe. Die temporäre Senkung der Steuer auf Mineralölprodukte ("Tankrabatt") sorgte in den Sommermonaten 2022 für Nachfrageimpulse an den Tankstellen. Geschäftsverlauf bei der Raiffeisen Lune eG Entwicklung der Umsatzerlöse
Die Genossenschaft konnte ihre Umsatzerlöse um 23,4 % auf rund 93 Mio. EUR steigern. Zu dieser Entwicklung haben vor allem die immensen Preisanstiege bei Energieträgern und landwirtschaftlichen Rohstoffen beigetragen, was wiederum im Wesentlichen durch den Ukraine-Konflikt bedingt war. Die messbaren Verkaufsmengen steigerten sich auf rund 161.000 t, was eine Erhöhung von rund 13 % bedeutet. In der Sparte Landhandel sind die Futtermittel mit 47,8 Mio. EUR der größte Umsatzträger unserer Genossenschaft. Die Verkaufsmenge entwickelte sich positiv und stieg um 9 % auf 118.000 t. Die Umsatzerlöse konnten preis- und mengenbedingt um 10,6 Mio. EUR gesteigert werden. Im Bereich der Futtermittel stellten Mischfuttermittel den größten Anteil. Mischfuttermittel aus fremder Herstellung wurden in einer Größenordnung von 69.000 t gehandelt, was einen Zuwachs von 5.000 t darstellt. Die Produktion von Mischfuttermitteln an unserem Standort in Kirchwistedt blieb nahezu konstant bei 24.000 t. Die nachfragebedingte Verlagerung von Mischfutter hin zu Einzelkomponentenfutter verhinderte eine weitere Umsatzausdehnung. Bei den Düngemitteln ergab sich angesichts der vorangegangenen massiven Preissteigerungen und vermuteter weiterer Preisanstiege eine hohe Bereitschaft seitens der Kundschaft, Ware vorzukaufen. Allerdings kam es im Frühjahr 2023 bei den Düngemitteln zu einem starken Preisverfall. Unter Berücksichtigung des drohenden Wertverfalls ist die Genossenschaft nur mit einem niedrigen Lagerbestand und damit ohne wesentliche Risikopositionen ins Frühjahr 2023 gegangen. Das hat sich am Ende als die richtige Strategie erwiesen. Preis- und mengenbedingt konnten die Umsatzerlöse um 35 % gesteigert werden. Es wurden rund 17.500 t Düngermittel vermarktet. Im Handel mit Pflanzenschutzmitteln erhöhten sich die Umsatzerlöse um 11 %. Die Vermarktung von Getreide umfasste im Geschäftsjahr 2022/23 rund 12.500 t und befindet sich damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Umsätze mit Saaten konnten ebenfalls spürbar gesteigert werden. Die Umsatzerlöse im Energiehandel (insbesondere Treibstoffe und Heizöl) haben sich vor allem aufgrund der allgemein gestiegenen Energiepreise deutlich erhöht. Jedoch konnten auch die Verkaufsmengen merklich gesteigert werden. Die Sparte Einzelhandel beinhaltet unsere Raiffeisenmärkte und den Baustoffhandel. In beiden Bereichen wurde der Umsatz des Vorjahres erreicht. Beschaffung Die Versorgung unserer Mahl- und Mischanlage mit Rohstoffen erfolgt zum einen durch die von den Mitgliedern und Kunden angelieferten Getreide- und Ölsaatenmengen. Die darüber hinaus benötigten Rohstoffe werden von verschiedenen anderen Lieferanten bezogen. Das zugekaufte Mischfutter wird größtenteils über die Genossenschafts-Kraftfutterwerk GmbH / AGRAVIS Raiffeisen AG in Bremerhaven beschafft. Der Einkauf der sonstigen landwirtschaftlichen Bedarfsartikel, der Energieträger, der Baustoffe sowie des Sortimentes in unseren Raiffeisenmärkten erfolgt über verschiedene Großhändler und Industrieunternehmen, zu denen unsere Genossenschaft meist langjährige Geschäftsverbindungen unterhält. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden Investitionen im Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt 0,7 Mio. EUR vorgenommen, welche im Wesentlichen auf die Ersatzbeschaffung von Landmaschinen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung entfielen. Des Weiteren hat die Genossenschaft eine Beteiligung an der Genossenschafts-Kraftfutterwerk GmbH für 0,4 Mio. EUR erworben. Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen an unseren Gebäuden und Maschinen wurden in Höhe von 0,7 Mio. EUR durchgeführt. Die durchgeführten Investitionen wurden durch Eigenmittel und Bankkredite finanziert. Personal- und Sozialbereich Wesentlicher Bestandteil des Unternehmens sind unsere Mitarbeiter, die durch ihr Handeln den Erfolg unserer Warengenossenschaft langfristig sichern. Schulungen finden für die Beschäftigten statt. Auch auf die Ausbildung von zukünftigen Mitarbeitern legt unsere Genossenschaft großen Wert. Unsere Auszubildenden werden in den Berufsfeldern Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement und Einzelhandel, Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachkräfte für Agrarservice ausgebildet. Im Geschäftsjahr 2022/23 waren durchschnittlich 56 kaufmännische und 56 gewerbliche Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, zehn Auszubildende sowie zwei hauptamtliche Vorstandsmitglieder bei unserer Genossenschaft beschäftigt (nicht finanzieller Leistungsindikator). Für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 rechnen wir mit einem durchschnittlichen Personalbestand auf Vorjahresniveau. Umweltschutz Durch die in den Vorjahren getätigten Investitionen in den Bereichen Pflanzenschutzmittellagerraum, Waschplatz und Klärteich wurden Umweltschutzauflagen erfüllt. Durch den Einsatz und die regelmäßige Wartung moderner Maschinen und Anlagen kommen wir den umweltschutzrechtlichen Auflagen nach. Durch die Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes für die Bereiche unserer Getreideannahmen sowie Mahl- und Mischanlage und Tankstellen kommen wir den Auflagen des Gewerbeaufsichtsamtes nach. In diesem Bereich wurden in Vorjahren erhebliche technische Investitionen getätigt. Die von uns installierten Zertifizierungssysteme QS, Öko-Zertifizierung und VLOG sichern den Absatz unserer Produkte und sind Bestandteil unseres Risikomanagements. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Die Geschäftsstelle Büttel ist am 15. Dezember 2022 geschlossen worden. Das Objekt wurde im März 2023 veräußert. Beurteilung der geschäftlichen Entwicklung durch den Vorstand Die Raiffeisen Lune eG hat das Geschäftsjahr 2022/23 vor dem Hintergrund einer schwierigen Marktlage mit einem Jahresergebnis von 0,8 Mio. EUR gut gemeistert. Profitiert hat die Genossenschaft von den stark gestiegenen Rohstoffpreisen, was zu einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse geführt hat. Entgegen unserer Prognose im Lagebericht des Vorjahres haben sich die Mengenumsätze im Bezugsgeschäft teils deutlich erhöht. So wurde der Umsatz im Bereich Futtermittel weiter ausgebaut. Bei den Düngemitteln konnten trotz starker Preissteigerungen und politischer Vorgaben zur Einhaltung der Düngung in Roten Gebieten die Menge und der Umsatz gesteigert werden. Der Rohertrag hat sich leicht rückläufig entwickelt, befindet sich aber weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Vor diesem Hintergrund hat sich die durchschnittliche Handelsspanne (Rohertrag in Relation zu den Umsatzerlösen) leicht verschlechtert. Die Umsatzrendite betrug 0,9 % (Vorjahr: 1,2 %). Die Eigenkapitalrendite belief sich auf 9,8 % (Vorjahr: 12,6 %). Das Ziel einer Umsatzrendite über 0,5 - 1,0 % und einer Eigenkapitalrendite von 10 % bleibt auch für die nächsten Jahre bestehen. Alle Geschäftsbereiche haben zum Jahresergebnis in Höhe von 799 TEUR (Vorjahr: 928 TEUR) beigetragen. Unter Berücksichtigung des Marktumfeldes sind wir mit dem Jahresumsatz in Höhe von 93,0 Mio. EUR sehr zufrieden. II. Darstellung der Lage der Genossenschaft Vermögens- und Finanzlage Kennzahlen aus der Bilanz
Der größte Anteil des Anlagevermögens entfällt auf die Sachanlagen mit 32,1 % (Vorjahr: 34,5 %) der Bilanzsumme. Die im Geschäftsjahr 2022/23 durchgeführten Investitionen in technische Anlagen und Maschinen und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung lagen betragsmäßig unterhalb der planmäßigen Abschreibungen, sodass sich das Sachanlagevermögen nominell reduziert hat. Bei einer gleichzeitig gestiegenen Bilanzsumme nahm die Anlagenintensität somit leicht ab. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte zum Teil durch Darlehen von Kreditinstituten, welche in den nächsten Jahren ratierlich zu tilgen sind. Die bilanzielle Eigenkapitalquote konnte trotz der gestiegenen Bilanzsumme von 34,5 % auf 37,8 % verbessert werden. Die Eigenkapitalausstattung ist angemessen. Das Anlagevermögen wurde am 30. Juni 2023 vollständig (Vorjahr: 91,8 %) durch das bilanzielle Eigenkapital gedeckt. Des Weiteren bestehen lang- und mittelfristige Bankdarlehen, so dass eine fristenkongruente Finanzierung gegeben ist. Im Bedarfsfall kann die Genossenschaft zusätzlich auf die Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten zurückgreifen. Zum 30. Juni 2023 beliefen sich die nicht ausgeschöpften Kreditlinien auf knapp 2,6 Mio. EUR. Vermögens- und Finanzlage sind geordnet, allen Zahlungsverpflichtungen konnte im Berichtsjahr jederzeit fristgerecht entsprochen werden. Ertragslage Kennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung
Von diesen Kennzahlen werden hauptsächlich das Rohergebnis und das Jahresergebnis (finanzielle Leistungsindikatoren) intern zur Steuerung des Unternehmens verwendet. Sie unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung durch die Geschäftsleitung. Trotz eines leicht rückläufigen Rohertrages lag das Rohergebnis (vor genossenschaftlicher Rückvergütung) aufgrund der höheren sonstigen betrieblichen Erträge letztendlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Personalaufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der tariflichen Erhöhungen angestiegen. Der Anstieg der Abschreibungen ist vor allem durch die erhöhte Investitionstätigkeit im Vorjahr 2021/22 bedingt, welche sich nunmehr erstmals ein volles Geschäftsjahr ausgewirkt haben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere durch höhere Instandhaltungsaufwendungen erhöht. In der Summe stiegen die Betriebsaufwendungen stärker an als das Rohergebnis, sodass sich das operative Ergebnis rückläufig entwickelt hat. Das Finanzergebnis hatte wie im Vorjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage. Nach Abzug von Ertragsteuern und genossenschaftlicher Rückvergütung verblieb ein Jahresergebnis, welches moderat unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Das Jahresergebnis konnte damit - entgegen der Prognose im letzten Lagebericht - wegen der gestiegenen ordentlichen betrieblichen Aufwendungen nicht mehr vollumfänglich das Niveau des Vorjahres erreichen. Die Ertragslage beurteilen wir - gemessen am operativen Ergebnis - als gut. III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der Genossenschaft ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut: Forderungen werden hinsichtlich der Bonität der Kunden laufend durch die zuständigen Stellen im Unternehmen überwacht. Ergänzend dazu hat der Aufsichtsrat einen Kreditausschuss eingerichtet. Zwischenbilanzen und Debitorensaldenlisten werden je Quartal dem Aufsichtsrat und Vorstand vorgelegt. Die Risikoinventur wurde zum 30. Juni 2023 den neuen Gegebenheiten angepasst. Zum Bilanzstichtag bestehen noch offene Warenterminkontrakte mit Landwirten und Herstellern von landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln in Höhe von 11,6 Mio. EUR aus dem Einkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln. Zu Absicherungszwecken hat die Genossenschaft mit diversen Abnehmern für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Bedarfsartikel entsprechende Gegenkontrakte in Höhe von 12,3 Mio. EUR abgeschlossen. Insoweit sind zwischen den Ein- und Verkaufskontrakten Bewertungseinheiten gebildet worden. Risiken durch Drohverluste aus der Marktpreisentwicklung ergaben sich nicht. Sämtliche Kontrakte haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Nach den vorliegenden Informationen aus diesen Systemen liegen derzeit keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vor. Wechselnde politische Rahmenbedingungen, globale und volatile Märkte treffen vor allem den Agrarbereich und verursachen Risiken (z. B. Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg). Sie eröffnen aber auch Chancen. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen sowohl auf das Betriebsmittelgeschäft als auch auf den Handel mit Erzeugnissen haben. Die Auswirkungen des globalen Klimawandels werden auch den Agrarbereich beeinflussen. So gehören weltweite Erntemengenprognosen und aktuell die Störungen in der Lieferkette (Ukraine-Konflikt) zu den Beeinflussungsfaktoren für die Preisfindung im Getreidebereich. Eine weitere Rolle spielen die politischen Aktivitäten seitens der EU, die im Moment durch die Düngermittelverordnung einen starken Einfluss auf die zu erzielenden Erlöse nimmt. Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen wirkt sich unmittelbar auf den Absatz hochwertiger Investitionsgüter aus. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Chancen- und Prognosebericht) Erwartete Entwicklung von Gesamt- und Branchenwirtschaft Nach Meinung des Ifo Instituts hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2023 spürbar eingetrübt. Nahezu kein Wirtschaftsbereich blieb davon verschont. Anders als noch im Sommer erwartet, dürfte daher die Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausbleiben und sich die konjunkturelle Abkühlung fortsetzen. Den Bauunternehmen, insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus, dürften allmählich die Aufträge ausgehen, da sich die umfangreichen Stornierungen bestehender Aufträge und der Rückgang neuer Aufträge bis zuletzt fortgesetzt haben. Daher wird die Bauproduktion in den kommenden Quartalen wohl zurückgehen. Auch vom Verarbeitenden Gewerbe dürften zunächst keine konjunkturellen Impulse ausgehen. Die Nachfrage nach Industriewaren in wichtigen Absatzmärkten wird schwach bleiben und erst gegen Jahresende wieder anziehen. Der private Konsum dürfte sich im zweiten Halbjahr wieder allmählich erholen. Der Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen wird kräftig bleiben und bei langsam sinkenden Inflationsraten auch zu einem Kaufkraftplus führen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2023 um 0,4 % zurückgehen. In 2024 und 2025 wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,4 % bzw. 1,2 % zulegen. Je länger der russische Angriffskrieg auf die Ukraine dauert, desto mehr politische Risiken können damit verbunden sein. Die Auswirkungen - Energiekrise mit starken Preisaufschlägen und Risiken hinsichtlich einer ausreichenden Gasversorgung im Winter, hohe Preise für Agrarrohstoffe, knappe Produktverfügbarkeiten, angespannte Liquidität - waren bereits im Geschäftsjahr 2022/23 sehr fordernd und können das Geschäft auch im Geschäftsjahr 2023/24 weiter beeinflussen. Die Auswirkungen möglicher weitergehender Verknappungen bei Agrarrohstoffen, Energie, Düngemitteln oder Vormischungen sind gegenwärtig nicht absehbar. Die Landwirtschaft und damit auch die vor- und nachgelagerten Bereiche unterliegen einem rasanten und anhaltenden Strukturwandel. Trotzdem wird es auch in Zukunft eine flächendeckende innovative, nachhaltige Landwirtschaft in Deutschland geben. Obschon die Auswirkungen des Klimawandels auch hier zu spüren sind, braucht es die Gunststandorte in Deutschland und Europa und den technischen Fortschritt, um eine wachsende Weltbevölkerung von inzwischen mehr als acht Milliarden Menschen bei knapper werdenden Flächenressourcen mit qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Nahrungsmitteln zu versorgen. Erwartete Entwicklung der Raiffeisen Lune eG In fast allen Bereichen des Bezugsgeschäftes dürften bei normalem Geschäftsverlauf die mengenmäßigen Vorjahresumsätze erreicht werden. Ausgenommen sind die Umsätze im Baustoffgeschäft. Die Handelsspannen werden sich unserer Einschätzung nach leicht abschwächen. Für das Geschäftsjahr 2023/24 wird eine niedrigere Investitionsbereitschaft seitens der Landwirte angenommen. Die Forderungen unserer landwirtschaftlichen Mitglieder und Kunden sind Ende 2023 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und werden sich bei einem anhaltenden Milchpreis (über 42 Cent je kg netto; 4. Quartal 2023) weiter verringern. Das Privat- und Energiegeschäft zeigt zwar eine abnehmende Tendenz auf, es stabilisiert aber trotzdem unseren Rohertrag. Im Absatzgeschäft wird aufgrund der nach unserer Einschätzung regional schlechten Ernte beim Getreide ein Rückgang erwartet. Die Ernteerfassung 2023 liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Wir rechnen mit einer zufriedenstellenden Handelsspanne. Die derzeit gute Auslastung der Lohnmaschinen lassen eine Umsatzstabilisierung auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres erwarten. Steigende Energiekosten sowie die kommende Erhöhung der LKW-Maut ab Januar 2024 beeinträchtigen unsere Logistik bzw. unsere Lohnmaschinen. Es bleibt unser Ziel, die erreichte Marktstellung zu halten bzw. auszubauen. Im anhaltend scharfen Wettbewerb sind alle Anstrengungen darauf gerichtet, Umsatz- und Ertragschancen konsequent auszuschöpfen. Kostenreduzierung bzw. -vermeidung bleibt ein ständig zu überwachendes Ziel. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023/24 ein moderat rückläufiges Rohergebnis im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr 2022/23. In der Folge rechnen wir vor dem Hintergrund eingeplanter moderater Steigerungen bei den Personal- und Sachkosten mit einem positiven Jahresergebnis, welches sich aber deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/23 bewegen wird. Die Chance, eine dauerhafte Kundenanbindung herbeizuführen, geht nur über eine qualifizierte Beratung im landwirtschaftlichen Bereich. Durch kontinuierliche Investitionen in den Lohnmaschinenpark kann eine einwandfreie und zeitnahe Erledigung der Kundenaufträge gewährleistet werden. Zu berücksichtigen sind dabei die strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft. Bei größeren Betriebseinheiten ist künftig mit geringeren Margen zu rechnen. Weitere Chancen können sich durch die eingegangene strategische Beteiligung an der Genossenschafts-Kraftfutterwerk GmbH ergeben. Investitionen in unsere Raiffeisenmärkte sollen für Steigerung von Umsatz und Rohertrag sorgen und damit die wirtschaftliche Situation der Genossenschaft absichern. Vermögens- und Finanzlage werden auch im laufenden Geschäftsjahr 2023/24 geordnet sein. Ebenso wird die stetige Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft gegeben sein.
Beverstedt, 21. Dezember 2023 Raiffeisen Lune eG Der Vorstand Dammann Riggers Busch Tejer Bremer Heins Kastens B. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den im Anhang zum Jahresabschluss dargestellten Ergebnisverwendungsvorschlag geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Beverstedt, 21. Dezember 2023 Börger, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bilanz zum 30. Juni 2023Raiffeisen Lune eG, BeverstedtAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23Raiffeisen Lune eG, BeverstedtA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung aufgestellt. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung aufgestellt. Die Raiffeisen Lune eG ist eine große Genossenschaft gemäß § 336 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Auf Bauten und bauliche Anlagen wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Erhaltene Zuschüsse wurden vom Anlagevermögen abgesetzt. Daneben besteht ein Wertabschlag gemäß § 253 Abs. 4 HGB a.F. in Höhe von unverändert 100 TEUR zur Risikovorsorge. Bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2019 wurden planmäßig linear abgeschrieben. Danach angeschaffte bzw. hergestellte Gegenstände werden zunächst planmäßig degressiv und später linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden den steuerlichen Regelungen entsprechend behandelt. Die Nutzungsdauern orientieren sich jeweils an den steuerlichen AfA-Tabellen, sofern dem nicht betriebswirtschaftliche Belange entgegenstehen. Bei den Finanzanlagen erfolgte die Bewertung der Beteiligungen und der Geschäftsguthaben bei Genossenschaften mit den Anschaffungskosten. Die Vorräte wurden in der Regel mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich. Zur Risikovorsorge besteht unverändert ein pauschaler Wertabschlag im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gemäß § 253 Abs. 4 HGB a.F. in Höhe von 270 TEUR, der gemäß dem in Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrecht fortgeführt wurde. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Daneben besteht zur Risikovorsorge ein pauschaler Wertabschlag im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gemäß § 253 Abs. 4 HGB a. F. in Höhe von 790 TEUR, der gemäß dem in Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrecht fortgeführt wurde. Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsregelungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum 30. Juni 2023 Steuerlatenzen. Die Ermittlung der Differenz erfolgte bilanzpostenbezogen unter Zugrundelegung des aktuellen Steuersatzes. Sie ergab keine passiven steuerlichen Differenzen. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die Pensionsrückstellungen basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen ("Richttafeln 2018 G"; Prof. Dr. Klaus Heubeck) und wurden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,8 % angesetzt. Künftig zu erwartende Rentensteigerungen werden bei der Bewertung mit einer jährlichen Steigerung von 2,0 % p.a. berücksichtigt. Die Bewertung mit dem durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (statt sieben Jahren) ergibt einen Differenzbetrag in Höhe von 4.451,00 EUR. Dieser unterliegt einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 HGB). Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind:
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge in Höhe von 871,91 EUR (Vorjahr: 1.885,89 EUR) enthalten, welche gleichzeitig auch Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, darstellen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen in Höhe von 500.000,00 EUR (Vorjahr: 500.000,00 EUR) zugleich auch sonstige Vermögensgegenstände dar. Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere solche für Personalverpflichtungen, unterlassene Instandhaltung sowie Prüfungs- und Jahresabschlusskosten enthalten. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge in Höhe von 114.628,27 EUR (Vorjahr: 596.097,33 EUR) enthalten, welche gleichzeitig auch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, darstellen. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:
Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt 221.603,28 EUR (Vorjahr: 421.855,08 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.956.824,60 EUR durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen und Globalabtretung von Forderungen abgesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen (in Mio. EUR):
In dem Posten 'Zinsen und ähnliche Aufwendungen' sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 5.230,00 EUR (Vorjahr: 6.424,00 EUR) enthalten. Art und Betrag der in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen wesentlichen periodenfremden Erträgen und Aufwendungen (in TEUR):
E. Sonstige Angaben Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich zehn Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Genoverband e.V. Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover Mitglieder des Vorstandes Joachim Dammann - Vorsitzender Andreas Riggers - stellv. Vorsitzender Carsten Bremer Eike-Christian Heins Detlef Kastens Ingo Busch - hauptamtlich Thomas Tejer - hauptamtlich Mitglieder des Aufsichtsrates Cord Börger - Vorsitzender Sascha Puckhaber - stellv. Vorsitzender Henning Ahrens Nicole Brinkmann Dieter Bühring Christian Geils Hendrik Mehrtens Jörg Haaren Christoph Ringe Henning Stender Heiko Tietjen Nicolai Tietjen Matthias Weber Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an Mitglieder des Vorstandes 84.562,10 EUR und an Mitglieder des Aufsichtsrates 374.776,67 EUR. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss - nach den im Jahresabschluss mit 605.562,74 EUR ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen - (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden: Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen 193.520,91 EUR
Beverstedt, 21. Dezember 2023 Raiffeisen Lune eG Der Vorstand: Dammann Riggers Busch Tejer Bremer Heins Kastens Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 20.02.2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Raiffeisen Lune eG, Beverstedt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen Lune eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 19. Januar 2024 Genoverband e.V. Schenke, Wirtschaftsprüfer Rehbock, Wirtschaftsprüfer |
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