Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 214195
Eingetragen
5.12.2002
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Erbringung von lT-Dienstleistungen jeglicher Art für die Erstellung, Betreuung und den Vertrieb von ERP-Anwendungssystemen, insbesondere für die Wasser und Energiewirtschaft, die Entsorgungswirtschaft, für Logistikunternehmen, für Handel- und Handwerksbetriebe sowie für produktives Gewerbe und sonstige Dienstleistungsunternehmen, Anstalten des öffentlichen Recht, Behörden, etc.; die Durchffihrung und Vermittlung von Dienstleistungen jeglicher Art, insbesondere Forschungs- und Entwickiungsdienstleistung, Programmierung, ITServicedienstleistungen, Systemeinführungsdienstleistungen, Sehulungsdienstleistungen, Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art, insbesondere von Konferenzen, Tagungen, Schulungen, Lehrgängen, etc.; Herstellung, Vertrieb, Wartung und Support von Software, Hardware, sowie sonstiger IT-Infrastruktur, wie lT- Netzwerktechnilc, TK-Technik, etc.; Betrieb, Vermietung und Service von technischen Geräten, Anlagen und Netzwerken; Bereitstellung und Betrieb von Cloud-systemen in Rechenzentren, Erbringung BPO-Dienstleistungen (Business Prozess Outsourcing) für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Reif
seit 9.8.2024
Geschäftsführer
Andreas Bloss
seit 30.7.2018
Prokura
Andreas Weber
seit 30.7.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Energy Software Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

msu solutions gmbh

Halle

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die msu solutions GmbH (nachfolgend MSU) mit Hauptsitz in Halle (Saale) und Niederlassungen in Emsdetten, Erfurt und Leipzig wurde im Jahr 2003 gegründet. Die MSU ist auf die Entwicklung und den Vertrieb von ERP-Software auf Basis von Microsoft Dynamics Business Central für mittelständische Unternehmen, die ihre Kunden mit Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Wärme und Telekommunikation versorgen, spezialisiert.

Das Portfolio umfasst die Bereitstellung von Softwarelizenzen sowie die dazugehörenden Beratungs-, Einführungs-, Entwicklungs- und Schulungsleistungen und den langjährigen Service rund um die ERP-Produkte msu.energie, msu.wasser und msu.wärme.

Die ERP-Software zeichnet sich durch intuitive Bedienbarkeit aus und kann in jede vorhandene IT-Infrastruktur integriert werden. Die Software wird als Kauf-Lizenz, aber auch zunehmend mehr als Software as a Service (SaaS) via Cloud-Computing nachgefragt. Mehr als 200 Unternehmen und kommunale Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz, darunter die GETEC Group in Magdeburg, die Wirtschaftsbetriebe Mainz und die Wiener Wasserbetriebe nutzen die MSU-ERP-Software.

Für die E-Mobilität hat MSU die eigene Marke -m8mit- etabliert. m8mit bietet für Ladestrom-Anbieter eine Cloud-Service-Plattform, in der hochautomatisierte Prozesse für Ladevorgänge unter Nutzung von KI gemanagt werden. Kunden können 24/7 barrierefrei E-Autos laden und Zahlungsmethoden, wie SMS- DirectPay "Zahle einfach per Mobilfunkrechnung", SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal wählen. Mehr als 150 Unternehmen, darunter HamburgEnergie, SachsenEnergie, EWEgo, der Fraport in Frankfurt, Stadtwerke und Wohnungsunternehmen, Industriebetriebe, Handwerk- und Handelsunternehmen zählen bereits zur schnell wachsenden Zahl der m8mit-Partner.

Das Produktportfolio der MSU wird durch B2B- und B2C-Portale, zahlreiche Add-ons und mobile Apps abgerundet, die im Rahmen der Digitalisierung zunehmend von den Unternehmen in der Energie-, Wärme- und Wasserbranche eingesetzt werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft, der Energie-, Wärme- und Wasserwirtschaft und der IT-Wirtschaft

Seit Beginn des Jahres 2022 wurde die deutsche Wirtschaft vor allem von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes beeinflusst. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was den Prognosen der Sachverständigen des Rates der deutschen Wirtschaft entsprach, die ein Schrumpfen der Wirtschaft in2023 um 0,4 % prognostiziert hatten.

Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Weltproduktion rund ein Prozentpunkt weniger als im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre, aber trotzdem noch um 2,5 Prozent gewachsen. Der Rückgang der deutschen Wirtschaft ist insbesondere auf die schwache Nachfrage im Welthandel, aber auch auf die hohe Inflation zurückzuführen, die zusätzlich die Binnennachfrage erheblich abschwächt. Im Jahresmittel 2023 hat sie nach Schätzungen der Wirtschaftsexperten bei rund 6,5 Prozent gelegen.

Aufgrund gestiegener Lohn- und Produktionskosten, sowie hoher Zinsen sind Investitionen für Wirtschaftsunternehmen in Deutschland unattraktiv geworden. Das bekommen besonders der Industriesektor und die Bauwirtschaft zu spüren. Investitionen im Bausektor sind im Jahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um mehr als drei Prozent zurückgegangen.

Nach konjunkturellen Befragungen des IW haben sich die wirtschaftlichen Erwartungen der Unternehmen für das Jahr 2024 leicht verbessert. Für das laufende Jahr gehen bereits wieder 25 % der Unternehmen von höheren Investitionsausgaben als im Jahr 2023 aus. Allerdings liegt der Anteil der Unternehmen, die mit nachhaltig niedrigeren Investitionsbudget planen, bei knapp einen Drittel. Damit wird sich die industrielle Basis in Deutschland aufgrund der insgesamt eingetrübten Wirtschaftsaussichten im Jahr 2024 vorrausichtlich nicht weiterentwickeln.

Die Energie-, Wärme- und Wasserwirtschaft in Deutschland wurde auch im Jahr 2023 durch Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes unterschiedlich beeinflusst.

Die Wasser- und Abwasserwirtschaft konnte weitestgehend konstante Geschäftsverläufe verzeichnen, hatte aber erheblich mit der gestiegenen Inflation, insbesondere dem starken Anstieg der Baukosten zu kämpfen.

In der Energie- und Wärmewirtschaft waren starke Auswirkungen zu verzeichnen, die insbesondere durch erhöhte Beschaffungskosten zu erheblichen Preiserhöhungen bei den Sparten Strom, Gas und Wärme führten. Die Politik griff mit einer eine Reihe von Maßnahmen zur Energiesicherheit und zur Preisstabilität ein. Die wichtigsten Maßnahmen zur Energiekostendämpfung der Bundesregierung werden hiermit im Überblick dargestellt:

Gaspreisbremse: Für private Haushalte und Unternehmen mit einem Gasverbrauch unter 1,5 Mio. kWh im Jahr wurde der Gaspreis für 80 Prozent des Jahresverbrauchs im Jahr 2023 auf 12 ct/kWh brutto begrenzt. Die Verbraucher wurden mit sogenannten Entlastungsbeträge vor den sehr starken Preisanstiegen geschützt. Mit der befristeten Gaspreisbremse wurden auch die Industrie und größere Verbraucher geschützt. Der Preis für die Kilowattstunde wurde für diese Verbraucher für 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs auf 7 Cent netto/kWh gedeckelt. Weiterhin wurde der Mehrwertsteuersatz für Gas und Wärme von 19 auf 7 Prozent bis März 2024 gesenkt.

Strompreisbremse: Der Strompreis für private Haushalte und Unternehmen mit einem Stromverbrauch von bis zu 30 000 kWh pro Jahr wurde für 80 Prozent des Jahresverbrauchs im Jahr 2023 bei 40 ct/kWh brutto, inkl. Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte, etc. begrenzt. Für Industriekunden lag diese Grenze bei 13 ct/kWh netto zzgl. Steuern, Abgaben und Umlagen für 70 Prozent des prognostizierten Verbrauchs.

Die IT-Wirtschaft in Deutschland profitierte auch im Jahr 2023 von dem starken Trend zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen und zeigte sich insgesamt krisenfest. Nach Einschätzung des Digitalverbandes Bitkom ist das Geschäftsklima im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft weiterhin sehr positiv, 2023 wuchs der IT-Markt um mehr als zwei Prozent auf über 213 Milliarden Euro. Für 2024 erwartet Bitkom eine Verdopplung auf 4,7 Prozent.

Nach Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst hebt sich die IT-Wirtschaft damit deutlich von der Gesamtwirtschaft ab: "Die Unternehmen der Bitkom-Branche stehen stabil in einem schwierigen Umfeld und blicken optimistisch in die Zukunft. Die Politik sollte diese positive Dynamik verstärken und den Unternehmen mehr Freiräume für Innovationen und mehr Planungssicherheit geben." Nach Bitkom-Einschätzung brauche es in allen Branchen, insbesondere aber in der öffentlichen Verwaltung eine massive Erhöhung der Investitionen in digitale Technologien und mehr Schutz vor der zunehmenden Cyberkriminalität.

Die IT-Branche schafft in diesem Jahr in Deutschland rund 12.000 neue Jobs. Bis Ende 2024 kommen voraussichtlich noch einmal rund 39.000 weitere IT-Arbeitsplätze hinzu.

2.2 Geschäftsverlauf

Die MSU hat ihre Position im ERP-Markt für mittelständische Energie-, Wärme- und Wasserversorger im Jahr 2023 weiter festigen können. In den vergangenen Jahren erlebte die msu ein konstantes Kundenwachstum in den allen wichtigsten Geschäftsfeldern der Wasser-, Wärme- und Energiewirtschaft. Das bisher umsatzstärkste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte 2022 konnte im Jahr 2023 erneut deutlich übertroffen werden

Im Jahr 2023 konnten 10 neue ERP-Einführungsprojekte in den Sparten Wasser, Wärme und Energie akquiriert werden. Dazu gehören die GKU in Altentreptow, einer der größten Kommunalen Wasser- und Abwasserverbände in Deutschland, dessen Gebiet sich von Randgebiet Berlins bis zur Ostseeküste erstreckt, die Stadtwerke München Service GmbH und die Bützower Wärme GmbH. Die Einführung der MSU-ERP-Software bei e.regio in Euskirchen für mehr als 20 Konzerngesellschaften konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Auf der m8mit-Cloud-Service-Plattform für die E-Ladesäulen konnten alleine in 2023 mehr als 60 Partnerunternehmen neu gewonnen werden. Insgesamt beträgt die Reichweite der m8mit-Plattform, insbesondere durch die partnerschaftliche Kooperation mit den Roaming-Plattformen e-Round und Hubjekt mehr als 80.000 Ladepunkte in Deutschland und der Schweiz.

m8mit-Kunden können 24/7 barrierefrei E-Autos laden und Zahlungsmethoden, wie SMS- DirectPay "Zahle einfach per Mobilfunkrechnung", SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal wählen. Mehr als 150 Unternehmen, darunter HamburgEnergie, SachsenEnergie, EWEgo, der Fraport in Frankfurt, Stadtwerke und Wohnungsunternehmen, Industriebetriebe, Handwerk- und Handelsunternehmen zählen bereits zur schnell wachsenden Zahl der m8mit-Partner.

Die MSU konnte den Bekanntheitsgrad der MSU-ERP-Produkte weiter erfolgreich steigern. Dies gelang insbesondere durch die partnerschaftliche Verbindung zu vielen langjährigen MSU-Kunden. Diese Stammkunden wurden zuverlässig betreut und in vielen Digitalisierungsprojekten umfassend unterstützt. Die Kundenfluktuation ist gering und hat keinen signifikanten Einfluss auf Umsatz und Ertrag. Die Unternehmen sind durchgängig an langfristigen Geschäftsbeziehungen mit der MSU interessiert.

Ein zentrales Element der Geschäftspolitik der MSU sind Technologie-Partnerschaften. Hervorzuheben ist die langjährige ISV-Entwicklungspartnerschaft mit Microsoft. Die ERP-Plattform Microsoft Dynamics Business Central 365 ist mit derzeit über 6 Mio. Anwendern weltweit die erfolgreichste Standard-ERP-Software für mittlere Unternehmen. Ein weiterer wichtiger Technologie-Partner ist die DATEV eG in Nürnberg, die Softwareanbieter für mehr als zwei Millionen Unternehmen in Deutschland für Rechnungswesen ist.

Die Organisationsstruktur der MSU wurde mit dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens weiterentwickelt. Die bisher sehr flachen Hierarchien im Unternehmen wurden in 2023 schrittweise den neuen Anforderungen eines wachsenden IT-Systemhauses angepasst.

Die bestehenden Arbeitsschritte sowohl MSU-intern als auch in der Zusammenarbeit mit den Kunden haben sich bewährt und sind mittlerweile als Standardprozesse etabliert. Im Jahr 2023 wurden erhebliche Mittel in die Erweiterung der IT-Infrastruktur, insbesondere in den Aufbau eine eigenen ISO27001 Rechenzentrum-Infrastruktur für die SaaS-Plattformen der Business Central 365 Produktgeneration investiert.

msu solutions GmbH (MSU) ist im November 2023 neuer Partner der Energie Software Holding GmbH (Software Holding) der Elvaston Capital Management GmbH (Elvaston) geworden. Ziel der Partnerschaft ist es, den wachsenden Bedarf von Energie- und Wasserversorgern an zukunftsweisenden Cloud-Plattformen als Software as a Service (SaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS) in Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) bedienen zu können.

Mit MSU wurden nunmehr sechs hochinnovative IT-Unternehmen mit ERP- und Infrastructur -Know-how in der Software Holding zusammengeführt. Zu den Unternehmen gehören die IS Software GmbH (WinEV) und Eins & Null Gmbh (CRM-Joules) in Regensburg, sowie die Spezialisten für technisches Asset-Management S&P GmbH (Ass) und Signion GmbH.

Mit gesamt mehr als 350 IT-Spezialisten und 500 Energie- und Wasserversorger als Kunden, ist die Software Holding, die zukünftig unter der Marke "kraftwerk" agieren wird, einer der größten Anbieter im deutschsprachigen Raum.

2.3 Ertragslage

Im Berichtszeitraum konnte die MSU die Leistungsfähigkeit des Vorjahres bestätigen und wiederum ein signifikantes Umsatzwachstum verzeichnen. Der Jahresumsatz stieg in 2023 deutlich auf 17.109 T€ (Vorjahr: 13.141 T€). Das entspricht einem Wachstum um 30,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsatzsteigerung ist auf höhere Erlöse der MSU-Saas-Cloud-Plattformen, insbesondere der m8mit-Plattform, aber auch auf höherer Nachfrage anderer innovative Produkte, wie Portal- und App-Lösungen und den damit verbundenen Digitalisierungsprojekten zurückzuführen. Die E-Mobilitäts-Cloud-Service-Plattform m8mit ist mit einem überdurchschnittlichen Wachstum besonders hervorzuheben.

Der Anteil vertragsgebundener wiederkehrender Umsätze der MSU beträgt mehr als 50,0 % mit steigender Tendenz. Der Rohertrag ist auf 73,1 % (Vorjahr: 82,6 %) gesunken, die Ursache dafür liegen in erhöhten Personal- und sonstigen Beschaffungskosten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt ca. 102 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) beschäftigt. Die Kosten für das Personal sind um 383 T€ gestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem weiteren Aufbau des Mitarbeiterstammes, einer kontinuierlichen Lohnentwicklung und korrespondiert mit den gestiegenen Umsatzerlösen. Der Rohertrag II beläuft sich auf 27,2 % (Vorjahr: 27,1 %). Der Rohertrag II ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.

Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 gesamt 301 T€ und liegen aufgrund der getätigten Investitionen etwas über dem Vorjahr (244 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 4,28 % auf 1.096 T€ (Vorjahr: 1.051 T€). Insbesondere stiegen die Miet- und Energiekosten sowie die Kosten für Geschäftsreisen, Werbung und Fahrzeuge, die nach Corona auf verstärkte Präsenztreffen mit den Kunden zurückzuführen sind.

Der Zinsaufwand liegt im Berichtsjahr mit 35 T€ auf dem Niveau des Vorjahres (33 T€) und ist im Wesentlichen auf Zinsaufwendungen für Betriebsmittelkredite und Kredite für den Fahrzeugpool der Kundenberater zurückzuführen.

Insgesamt hat sich die Profitabilität der MSU in 2023 auf hohem Niveau stabilisiert. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 3.822 T€ deutlich über dem Wert des Vorjahres (2.223 T€). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen konnte ebenfalls auf 4.159 T€ (Vorjahr: 2.471 T€) deutlich gesteigert werden.

2.4 Vermögens- und Kapitallage

Die Bilanzsumme ist im Berichtszeitraum auf 6.959 T€ (Vorjahr: 6.981 T€) leicht gesunken. Die getätigten Investitionen und damit verbundene Lieferungen und Leistungen Dritter sind annähernd konstant geblieben.

Der Bestand an Sachanlagen in 2023 T€ mit 839 T€ ist gegenüber dem Vorjahr mit 843 T€ ebenfalls annähernd konstant geblieben.

Das Eigenkapital hat sich durch die erhöhte Gewinnausschüttung in 2023 auf 2.027 T€ (Vorjahr 2.662 T€) verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt dadurch nunmehr 29,1 % (Vorjahr: 37,6 % %). Das Sachanlagevermögen ist zum Bilanzstichtag vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen in Höhe von 843 T€ gebildet (Vorjahr: 613 T€). Der Anstieg ist auf Steuerrückstellungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zum Bilanzstichtag von 1.448 T€ im Vorjahr auf 1.185 T€ reduziert. Dagegen haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag auf 1.489 T€ erhöht (Vorjahr: 1.018 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten mit 726 T€ (Vorjahr: 612 T€) sind ebenfalls anteilig etwas gestiegen.

Die Forderung aus Lieferungen und Leistungen der MSU sind auf 3.291 T€ gestiegen (Vorjahr: 2.797 T€), was auf die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse im Jahr 2023 zurückzuführen ist. Die Zahlungsmoral der Kunden der MSU wird durchgängig mit gut bis sehr gut bewertet.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Umsatzentwicklung der MSU in den vergangenen 6 Jahren von 7 Mio. € auf 17 Mio. € im Jahr 2023 war stets mit einem positiven Jahresüberschuss verbunden. Das Wachstum entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23,3 %. Auch für das Jahr 2024 und den nachfolgenden Jahren wird ein kontinuierliches Umsatzwachstum erwartet.

Die Unternehmensentwicklung wurde bisher ohne Fremdkapital finanziert. Lediglich Sachinvestitionen für Betriebsmittel- bzw. Fahrzeuge wurden fremdfinanziert.

In den nächsten Jahren wird ein weiteres kontinuierliches Wachstum der MSU durch die zunehmende Digitalisierung und den Einsatz von modernen ERP-Lösungen in der Energie- und Wasserwirtschaft, sowie die steigende Nachfrage nach Cloud-Services und Software as a Services (SaaS) erwartet. Darüber hinaus wird durch die Entwicklung im Bereich der E-Mobilität ein überproportionales Wachstum der Cloud-Service-Plattform "m8mit" erwartet.

Derzeit stammen über 50 % der Erlöse der MSU aus wiederkehrenden Geschäften mit steigender Tendenz. Diese werden vorrangig durch Support- und Wartungsverträge mit nahezu allen bestehenden ERP-Kunden gesichert. Darüber hinaus bestellen die Kunden regelmäßig Software-Updates und neue Module, wie Web-Portale und Mobile Apps, für die Umsetzung der DSGVO, der elektronischen Rechnungsverwaltung mit ZUGFeRD- und XRechnung-Formaten, sowie für den digitalen Rechnungseingangs-Prozess, um nur einige der wichtigsten Erweiterungen der MSU zu benennen.

Die MSU ist mit dem Hauptsitz im größten Technologiepark Mitteldeutschlands auf dem Weinberg Campus in Halle (Saale) mit vielen renommierten Forschungseinrichtungen in Universitäts- und Hochschulnähe angesiedelt. Im näheren Umkreis gibt es neben der Martin-Luther-Universität mit mehr als 20.000 Studenten mehrere Fachhochschulen mit Informatik-, BWL- und Ingenieurstudiengängen. Die exzellenten Standortbedingungen werden auch in der Zukunft dazu beitragen, den Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften zu sichern.

3.2 Risikoberichterstattung

Die grundsätzliche Zielsetzung des Risikomanagements der MSU besteht im frühzeitigen Erkennen aller relevanten Risiken und der Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen. Das Risikomanagement wird als eine Kernaufgabe in der unternehmerischen Tätigkeit betrachtet und auf allen Ebenen der Gesellschaft gelebt. Die sich aus den Veränderungen im Umfeld ergebenden Risiken werden laufend überwacht. Gleichzeitig werden sich ergebende Chancen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und genutzt.

Die Geschäftsleitung der MSU analysiert stetig die gesamtwirtschaftliche Lage, die Branchenentwicklung und die politischen Tendenzen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen zu begegnen. Die risikopolitische Grundhaltung der MSU ist als grundsätzlich risikoavers zu bezeichnen. Folgende Punkte werden im Wesentlichen zur frühzeitigen Identifikation von Risiken betrachtet:

Finanzen und Controlling: Der Geschäftsleitung sind keine Risiken bekannt, die die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen können. Das interne Kontroll- und Managementsystem wird hier kontinuierlich weiterentwickelt, um alle Risiken frühzeitig zu erkennen.

Marktrisiken: Die für 2023 und die folgenden Jahre zu erwartende Zurückhaltung der Auftraggeber bei Investitionen wird als Risiko angesehen, dem durch gezielte Aktivitäten im Vertrieb begegnet wird. Insbesondere stellen die weiteren Entwicklungen der Wirtschaftskrise und des Ukraine-Russland-Konflikts potenzielle Risiken dar, welche die Haushaltslage und die Finanzierungspotenziale der öffentlichen Auftraggeber negativ beeinflussen könnten.

Der Auftragsbestand wird laufend überwacht, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Als weiteres Risiko für zukünftige Geschäfte wird die derzeit hohe Inflation eingestuft, die die Handlungsspielräume der Auftraggeber einschränken könnte. Auch das gestiegene Zinsniveau kann und die Investitionsmöglichkeiten einschränken.

Mit dem flächendeckenden Aufbau der Ladeinfrastruktur und dem wachsenden Anteil an E-Fahrzeugen werden im Ladesäulen-Management die technologischen Anforderungen weiter ansteigen. Auf Grund des attraktiven Skalierungspotenzials (Marktwachstum) werden hier auch neue Wettbewerber in den Markt eintreten und den Wettbewerb intensivieren.

Technische Risiken: Die MSU entwickelt ERP-Software für Energie-, Wärme- und Wasserversorger sowie deren Dienstleister. Die Entwicklung von neuen Modulen und Produkten ist aufgrund der weiter steigenden regulatorischen Anforderungen nicht vollständig planbar, sondern stets mit entsprechenden Risiken und unplanmäßigen zusätzlichen Aufwänden verbunden. Weitere Risiken wie IT-Sicherheit oder Produktqualität werden systematisch erfasst und kontinuierlich im Sinne einer Risikominimierung optimiert.

Personal, Recht und Organisation: Risiken in Bezug auf Personal und Arbeitssicherheit werden direkt durch die Geschäftsleitung überwacht. Risiken in diesem Bereich, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, sind derzeit nicht bekannt. Die Herausforderung im Personalbereich besteht auch in den kommenden Jahren darin, den Mangel an Fachkräften beherrschbar zu machen. Die Fokussierung auf umfangreiche Recruiting-Maßnahmen und die intensive Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen ermöglichte im Berichtszeitraum die Gewinnung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter.

Ausfallrisiko, Liquiditätsrisiko und Risiko aus Zahlungsstromschwankungen: Das Ausfallrisiko für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird laufend von der Geschäftsleitung überwacht. Bei drohender Gefahr durch Zahlungsverzug reagiert die Geschäftsleitung sofort durch konkrete Gegenmaßnahmen und trifft entsprechende Vereinbarungen mit dem Kunden. Das Ausfall- und Liquiditätsrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit sowie den meist kommunalen Kunden als gering bis sehr gering eingeschätzt.

Die Liquiditätsrisiken werden mittels Vorausschau für die nächsten 12 Monate ständig beobachtet. Dabei werden die erwarteten Risiken aus Zahlungsschwankungen und Preisänderungsrisiken berücksichtigt.

Nicht vermeidbare Risiken: Für nicht vermeidbare Risiken hat die MSU Versicherungen abgeschlossen. Der Geschäftsleitung sind keine kritischen Umstände bekannt, welche die weitere Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen können.

3.3. Chancenberichterstattung

Die MSU kann durch die langjährigen branchenorientierten Entwicklungen von ERP-Software, kontinuierliche Vertriebsaktivitäten und zuverlässige Service-Dienstleistungen auf eine gefestigte und stabile Kundenbasis bauen. Das zeigt die minimale Kundenfluktuation mit vernachlässigbarem Einfluss auf die Umsatzerlöse. Mehr als die Hälfte der Umsatzerlöse erzielt die MSU aus wiederkehrenden Geschäften mit steigender Tendenz. Die MSU hat sich damit eine solide Grundlage für ihre weitere Entwicklung geschaffen.

Die Konzentration auf eine Vielzahl von mittleren Ver- und Entsorgern, die eine verlässliche und langjährige Kundenbasis bilden und auf kostengünstige und leistungsfähige ERP-System der MSU setzen, hat sich als Strategie für ein kontinuierliches Wachstum bewährt. Mit fortschreitender Liberalisierung des deutschen und europäischen Energiemarktes werden sich weitere Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Auch neue Anwendungsgebiete erfordern innovative ERP-Lösungen, u.a. für Dynamische Tarife, intelligente Messsysteme, Submetering, etc.

Die anhaltenden Bestrebungen der Bundesregierung und der europäischen Union zur Forcierung der erneuerbaren Energien bieten der MSU viele Chancen mit ihrem innovativen Produktportfolio. Als Softwareunternehmen wird die MSU auch vom anhaltenden Trend zur Digitalisierung weiterhin nachhaltig profitieren. Das wird durch die zunehmende Nachfrage der Kunden nach digitalen Angeboten wie Cloud- und E-Mobility-Service bestätigt.

Die Software Holding, zu der MSU seit Ende 2023 gehört, wird sich zu einem Innovations-Hub der Branche entwickeln. Das Portfolio der Software Holding bietet den Kunden der MSU völlig neue Möglichkeiten und Perspektiven für die Zukunft. Zur weltgrößten Messe von Energie- und Wasserversorgern der E-World 2024 in Essen wurde erstmals auch die neue Dachmarke "kraftwerk" etabliert.

In der Software Holding hat eine enge Zusammenarbeit der Technologiepartner begonnen. So werden wichtige Themen, wie Dynamische Tarife, Marktkommunikations-Anforderungen, u.v.m. zukünftig von den Spezialisten in der Software Holding gemeinsam entwickelt. Durch die Bündelung der Kräfte, kann schneller und besser auf die vielen Anforderungen der Branche reagiert werden.

 

Halle (Saale), 29. März 2024

msu solutions gmbh

Geschäftsführung

Andreas Weber

Bodo Ruppach

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 839.025,00 843.228,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 59.176,00 10.608,00
1. entgeltlich und unentgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.176,00 10.608,00
II. Sachanlagen 754.849,00 832.620,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 754.849,00 832.620,00
B. Umlaufvermögen 5.290.355,64 5.461.420,08
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.476.791,40 3.623.002,23
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.291.215,57 2.797.438,67
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 699.500,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 184.450,19 126.063,56
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.813.564,24 1.838.417,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 829.300,71 675.930,26
Summe Aktiva 6.958.681,35 6.980.578,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.027.541,00 2.622.423,71
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 25.000,00 25.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 1.085.104,27
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 1.512.319,44
IV. Bilanzgewinn 2.002.541,00
B. Rückstellungen 843.085,32 613.077,50
1. Steuerrückstellungen 615.598,36
2. sonstige Rückstellungen 227.486,96 613.077,50
C. Verbindlichkeiten 3.403.424,60 3.079.475,24
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.185.150,79 1.448.242,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.489.723,85 1.017.678,54
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.553,35 780,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 726.996,61 612.773,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 684.630,43 665.601,89
Summe Passiva 6.958.681,35 6.980.578,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 3.841.898,78 2.236.875,42
a) Rohergebnis 13.090.044,00 10.782.170,87
Gesamtleistung 17.109.018,23 13.099.630,95
Umsatzerlöse 17.109.018,23 13.140.830,95
in Umsatzerlöse enthaltener Bruttowert 17.109.018,23 13.140.830,95
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 -41.200,00
sonstige betriebliche Erträge 589.471,49 10.955,25
Materialaufwand 4.608.445,72 2.328.415,33
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.608.445,72 2.328.415,33
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.608.445,72 2.328.415,33
b) Personalaufwand 7.849.554,71 7.250.443,14
c) Abschreibungen 301.377,60 243.794,60
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 301.377,60 243.794,60
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 1.097.212,91 1.051.057,71
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -19.671,82 -14.052,89
a) Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,19
b) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.421,63 18.683,53
c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35.093,45 32.736,61
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.207.072,67 700.926,09
4. Ergebnis nach Steuern 2.615.154,29 1.521.896,44
5. sonstige Steuern 10.037,00 9.577,00
Jahresüberschuss 2.605.117,29 1.512.319,44

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: msu solutions gmbh
Firmensitz laut Registergericht: Halle (Saale)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stendal
Register-Nr.: 214195

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 1.910.586,08 EUR.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 2.100.766,60 EUR.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.596,40 60.990,10 0,00 161.586,50
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.653.217,68 211.184,50 111.197,08 2.753.205,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00
2.753.814,08 297.174,60 111.197,08 2.939.791,60
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.988,40 12.422,10 0,00 102.410,50
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.820.597,68 288.955,50 111.197,08 1.998.356,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.910.586,08 301.377,60 111.197,08 2.100.766,60
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.176,00 10.608,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 754.849,00 832.620,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00
839.025,00 843.228,00

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter

Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 699.500,00 EUR).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0
Angestellte 102,75
leitende Angestellte 4
Die Gesamtzahl der im Sinne von § 267 Absatz 5 HGB beschäftigten Mitarbeiter beträgt: 106,75
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 85,75
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 21

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Bodo Ruppach ausgeübter Beruf: Dipl.-Ökonom
Weiterer Geschäftsführer: Andreas Weber ausgeübter Beruf: IT-System Manager

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzgewinn beträgt nach vorgenommenen Ausschüttungen 2.002.541,00 EUR und wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres bis zur Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Bisher ergaben sich keine negativen Auswirkungen auf Grund der Ukraine-Krise.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Halle (Saale), 29.03.2024

A. Weber

B. Ruppach

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die msu solutions gmbh, Halle (Saale):

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der msu solutions gmbh, Halle (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der msu solutions gmbh, Halle (Saale), für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hettstedt, den 10. Juni 2024

TAXON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Zweigniederlassung HETTSTEDT

Oliver Schlenker, Wirtschaftsprüfer

Marion Thormeyer, Wirtschaftsprüferin

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