Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export

Raiffeisenstraße 20, 77704 Oberkirch, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 490306
Eingetragen
10.5.1991
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnEinzelhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnSonstige Verarbeitung von Obst und Gemüse
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Import und Export von Früchten, Gemüse und Lebensmitteln jeglicher Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Axel Fischer
seit 10.12.2025
Prokura
Klaus Neumann
seit 21.6.2016
Prokura
Benjamin Carlos Busam
seit 23.4.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Benjamin Carlos Busam
77704 Oberkirch
51.250 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export

Oberkirch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Angaben zur Offenlegung des Jahresabschlusses

Bei dem nachstehenden Jahresabschluss der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023 handelt es sich um die in Einklang mit § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung des Jahresabschlusses. Ferner wurden für Zwecke der Offenlegung die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen, auf deren Inanspruchnahme bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise verzichtet wurde.

Die vollständige Fassung des Jahresabschlusses zum 31. Oktober 2023 der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export wurde durch die ordentliche Gesellschafterversammlung am 02.12.2024 festgestellt.

Bilanz zum 31. Oktober 2023

Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export

Oberkirch

Aktiva

31.10.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.268,00 45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.894,00 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 379.098,00 397
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.560,29 0
396.552,29 397
453.820,29 442
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 446.758,80 90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.652.859,36 9.081
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.946,61 11
6.102.564,77 9.182
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.685,13 3
6.565.070,19 9.627

Passiva

31.10.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.250,00 51
II. Bilanzgewinn 74.212,84 676
125.462,84 727
B. Rückstellungen 1.889.974,41 1.381
C. Verbindlichkeiten 4.549.632,94 7.519
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.549.632,94 (Vj. TEUR 7.519)
- davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vj. TEUR 510)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.022,78 (Vj. TEUR 0)
6.565.070,19 9.627

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. November 2022 bis 31. Oktober 2023

2022/2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 9.796.295,14 7.274
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (1.794.997,64) (1.492)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (176.353,72) (164)
- davon für Altersversorgung: EUR 14.278,82 (Vj. TEUR 40)
(1.971.351,36) (1.656)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen (121.716,10) (102)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (1.205.792,46) (348)
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 6.103,95 (Vj. TEUR 17)
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 2
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.563,01 3
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (30.160,00) (17)
- davon aus Aufzinsung: EUR 15.435,00 (Vj. TEUR 17)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (1.872.704,10) (1.511)
9. Ergebnis nach Steuern 4.600.134,13 3.645
10. Sonstige Steuern (1.429,00) (2)
11. Jahresüberschuss 4.598.705,13 3.643
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 675.507,71 783
13. Ausschüttung (5.200.000,00) (3.750)
14. Bilanzgewinn 74.212,84 676

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

- Offenzulegende Fassung gem. §327 Nr. 2 HGB -

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export hat ihren Sitz in Oberkirch. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Register-Nummer HRB 490306 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für die Bilanz und des § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung wurden beachtet.

Die Gesellschaft macht bzgl. der Anhangangaben von den Befreiungen des § 288 Abs. 2 i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB Gebrauch.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, angesetzt. Dabei wird für die in diesem Posten ausschließlich enthaltene Software eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt. Erworbene geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die abnutzbaren Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 19 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Bauten auf fremden Grundstücken beträgt zwischen 8 und 19 Jahren, für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Nutzungsdauern von 1 bis 13 Jahre geschätzt. Die Abschreibungsmethode wird nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ausgewählt.

Bei einem unterjährigen Erwerb von Anlagegütern wird die Pro-rata-temporis-Abschreibung mit Bezug auf den Beginn des jeweiligen Zugangsmonats angewendet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Geringwertige Vermögensgegenstände i. S. d. § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Sie sind in der Anlagenentwicklung jeweils als Zu- und Abgänge ausgewiesen.

Die Bewertung der Waren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Sie werden unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rentenentwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen, durchschnittlichen Marktzinssatzes der deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 kam ein Abzinsungssatz von 1,82 % zur Anwendung. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Planvermögen, das dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dient, wird mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung verrechnet. Das Saldierungsgebot gilt auch für korrespondierende Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung des Planvermögens. Die Bewertung des zur Saldierung herangezogenen Deckungsvermögens erfolgt nach § 255 Abs. 4 HGB nach dem strengen Niederstwertprinzip zu fortgeführten Anschaffungskosten, da für verpfändete Rückdeckungsversicherungen kein aktiver Markt besteht. Daher gilt dieser Wert als beizulegender Zeitwert.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden, um alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Mit Hinblick auf § 274 Abs. 1 i. V. m. § 288 Abs. 2 HGB wird auf die Angabe der, die passiven latenten Steuern übersteigenden, aktiven latenten Steuern verzichtet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

II. Eigenkapital

Aufgrund von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögensgegenständen besteht ein ausschüttungsgesperrter Gesamtbetrag in Höhe von EUR 61.979,90.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 675.507,71 (Vj. TEUR 782) enthalten.

Gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften unterliegt bei den Pensionsrückstellungen der - sich aus der Anpassung des Durchschnittsbildungszeitraums zur Feststellung des maßgeblichen Abzinsungssatzes ergebende - Differenzbetrag in Höhe von EUR 11.211,00 ebenfalls einer Ausschüttungssperre.

III. Rückstellungen

Der zum Abschlussstichtag vorliegende beizulegende Wert der Pensionsverpflichtung beträgt EUR 877.072,00, der beizulegende Zeitwert der zu saldierenden Rückdeckungsversicherung beläuft sich auf EUR 293.626,00, der dem von der Versicherungsgesellschaft mitgeteilten Aktivwert entspricht.

Die unter dem Posten sonstige Rückstellungen ausgewiesenen Beträge entfallen im Wesentlichen auf Personalkosten (insbesondere ausstehende Urlaubsansprüche und Tantiemen) mit EUR 525.740,00 (Vj. TEUR 408). Auf übrige Rückstellungen entfallen EUR 729.160,15 (Vj. TEUR 166).

IV. Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitenspiegel der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export stellt sich zum 31.10.2023 wie folgt dar:

Werte in EUR Restlaufzeit
1 ≤ Jahr > 1 bis ≤ 5 Jahre > 5 Jahre gesamt davon gesichert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.033.012,65 0,00 0,00 3.033.012,65 3.033.012,65 *
Sonstige Verbindlichkeiten 1.516.620,29 0,00 0,00 1.516.620,29 0,00
Summe 4.549.632,94 0,00 0,00 4.549.632,94 3.033.012,65

* In Bezug auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im branchenüblichen Maße Eigentumsvorbehalte, mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 1.500.535,00 (Vj. TEUR 200).

V. Änderung von Vorjahresbeträgen in laufender Rechnung

Aufgrund der fehlerhaften Periodenabgrenzung im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden folgende Bilanz-Posten in der laufenden Rechnung zum 01.11.2022 um die angegebenen Beträge verändert, sodass eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich ist:

Vorräte (+ TEUR 233)

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- TEUR 279)

Sonstige Vermögensgegenstände (+ TEUR 48)

Bilanzgewinn (- TEUR 275)

Steuerrückstellungen (- TEUR 107)

Sonstige Rückstellungen (+ TEUR 384)

D. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgrund der fehlerhaften Periodenabgrenzung im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden folgende GuV-Posten in der laufenden Rechnung um die angegebenen aperiodischen Beträge zum 01.11.2022 verändert, sodass eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich ist:

Umsatzerlöse (- TEUR 279)

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (+ TEUR 103)

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (- TEUR 107)

Ergebnis nach Steuern (- TEUR 275)

Jahresüberschuss (- TEUR 275)

Bilanzgewinn (- TEUR 275)

Als Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Forderungsverluste mit TEUR 745 (Vj. TEUR 0) enthalten, denen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen Versicherungserstattungen von TEUR 270 (Vj. TEUR 0) entgegenstehen.

E. SONSTIGE ANGABEN

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die zur Vermeidung von sofortigen Liquiditätsabflüssen im jeweiligen Geschäftsjahr abgeschlossen wurden:

EUR
Mietverpflichtungen aus mehrjährigen Verträgen 30.000,00
- davon innerhalb eines Jahres fällig: EUR 30.000,00

Zum 31.10.2023 haben keine Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB bestanden.

Im Jahresdurchschnitt wurden 17 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2022/2023 Herr Benjamin Carlos Busam (Kaufmann). Hinsichtlich der Bezüge des Geschäftsführungsorgans wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Es ist vorgesehen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 74.212,84 (Gewinnvortrag von EUR 675.507,71 abzüglich Gewinnausschüttungen von insgesamt EUR 5.200.000,00, zuzüglich Jahresüberschuss von EUR 4.598.705,13) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Oberkirch, den 30.09.2024

Benjamin Carlos Busam

Entwicklung des Anlagevermögens der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export

Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.11.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.10.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 192.590,60 38.934,00 0,00 0,00 231.524,60
II. Sachanlagen
1. Grunstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 11.500,00 0,00 0,00 11.500,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 577.824,15 91.541,50 59.786,10 0,00 609.579,55
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.560,29 0,00 0,00 6.560,29
577.824,15 109.601,79 59.786,10 0,00 627.639,84
Gesamt 770.414,75 148.535,79 59.786,10 0,00 859.164,44
Kumulierte Abschreibungen
01.11.2022 Jahresabschreibung Abgänge 31.10.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 147.455,60 26.801,00 0,00 174.256,60
II. Sachanlagen
1. Grunstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 606,00 0,00 606,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 180.469,15 94.309,10 44.296,70 230.481,55
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
180.469,15 94.915,10 44.296,70 231.087,55
Gesamt 327.924,75 121.716,10 44.296,70 405.344,15
Restbuchwert
31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 57.268,00 45.135,00
II. Sachanlagen
1. Grunstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.894,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.098,00 397.355,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.560,29 0,00
396.552,29 397.355,00
Gesamt 453.820,29 442.490,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens Conti-Frucht Busam GmbH ist der Import und Export von Früchten, Gemüse und Lebensmitteln jeglicher Art. Wir sind ein in der dritten Generation geführtes Familienunternehmen und haben uns seit über 30 Jahren auf den Direktimport aus Spanien vorwiegend für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel spezialisiert.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Aussagen des ifw Kiel (Institut für Weltwirtschaft, Kiel) in dem Report "Weltwirtschaft im Frühjahr 2024", abgeschlossen am 05. März 2024, expandiert die Weltwirtschaft derzeit in moderatem Tempo, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation; im Vereinigten Königreich und in Japan ging die Produktion im zweiten Halbjahr 2023 sogar merklich zurück. Die konjunkturellen Unterschiede dürften im Prognosezeitraum geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht: Die Expansion in den Vereinigten Staaten verliert angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt, in Europa und Japan belebt sich die Konjunktur mit dem Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Die wirtschaftliche Aktivität in China dürfte im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme allerdings nur verhalten expandieren und im Jahresdurchschnitt 2024 merklich schwächer zunehmen als im vergangenen Jahr.

Gemäß dem Report "Euroraum im Herbst 2023", abgeschlossen am 06. September 2023, des ifw Kiel sind die konjunkturellen Aussichten in der Währungsunion zuletzt wieder eingetrübt. Nach einer ohnehin nur mäßigen Expansion der Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte zeichnen viele Frühindikatoren ein zunehmend dunkleres Konjunkturbild. So hat sich das Verbrauchervertrauen zwar weiter erholt, die Unternehmen waren allerdings zuletzt weitaus weniger zuversichtlich als noch vor ein paar Monaten; insbesondere in der Industrie ist die unternehmerische Stimmung derzeit schlecht. Diese negativen Stimmungstendenzen dürften sich allerdings nicht verfestigen. Angesichts wieder weitgehend normalisierter Energiepreise, steigender Realeinkommen sowie zunehmender Unterstützung aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld, wird die Konjunktur im Prognosezeitraum voraussichtlich wieder Tritt fassen. Allerdings bleibt die wirtschaftliche Dynamik verhalten, weil die Geldpolitik wohl nur vorsichtig gelockert werden wird.

Für die deutsche Wirtschaft nennt das ifw Kiel in dem Report "Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2024", abgeschlossen am 05. März 2024, dass eine konjunkturelle Erholung weiter auf sich warten lässt. Die Frühindikatoren signalisieren, dass die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte kaum mehr als stagnieren wird. Mit der bislang ausbleibenden Erholung mehren sich die Zeichen, dass auf der deutschen Wirtschaft vor allem strukturelle Probleme lasten und die Expansionsspielräume dementsprechend geringer sind. In Anbetracht der schwachen wirtschaftlichen Dynamik zeigt sich der Arbeitsmarkt recht robust. Die Beschäftigung dürfte im laufenden Jahr noch einmal etwas zulegen, bevor sie im Zuge des demografischen Wandels auf einen Abwärtstrend einschwenkt. Der weiterhin recht hohe Fachkräftemangel wird auch in Reaktion auf die in den vergangenen Jahren hohe Inflation zu deutlich steigenden Löhnen führen. Da die Verbraucherpreisinflation spürbar sinkt, werden die real verfügbaren Einkommen im laufenden Jahr erstmals nach drei Jahren wieder steigen und den privaten Konsum stimulieren. Die Exporte dürften im laufenden Jahr noch einmal spürbar zurückgehen, bevor sie mit dem sich allmählich wiederbelebenden Welthandel auf einen moderaten Expansionskurs einschwenken. Bei den Unternehmensinvestitionen wird sich das schwache konjunkturelle Umfeld deutlich bemerkbar machen.

Beim Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln sorgen die aktuellen Preissteigerungen für wertmäßig steigende Umsätze. Die Mengenentwicklung ist hingegen traditionell stetig angesichts einer eher unelastischen Nachfrage. Nachdem es 2022 zu rückläufigen Umsatzvolumina gekommen war, die bisher stärker ausfallen als im Großhandel der meisten anderen Nahrungsmittel, sind längerfristig eher wieder regelmäßig steigende Umsätze zu erwarten. Die Branche profitiert vom weiter anhaltenden Trend zu vegetarischer Ernährung, ein weiterer Teil des Anstiegs ist höheren Teuerungsraten geschuldet. Grundlegende Probleme bestehen im Sektor fort. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung verliert der Großhandel zumindest in der unmittelbaren Händlerfunktion langfristig an Bedeutung. Eine Tendenz zur Umgehung des Lebensmittelgroßhandels durch die Einzelhändler besteht weiter fort, zentrale Beschaffungsorgane werden mit dem Ziel gebündelt, die Zwischenhandelsstufe auszuschalten. Lediglich die vielfältigen Serviceleistungen stellen einen Mehrwert dar, der zusätzliches Geschäft generieren kann. Deshalb müssen die Großhandelsunternehmen ihren logistischen Zusatznutzen kommunizieren und ihre wettbewerbsrelevanten Vorteile in Sachen Regionalität und Nachhaltigkeit stärker herausstellen.

Dabei ist die Nachhaltigkeit ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit aller beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll. Jede Lieferkette kann auf Dauer nur bestehen, wenn auf die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit geachtet wird und dieses Prinzip funktioniert in der Fruchtbranche schon seit vielen Jahrzehnten.

Denn frisches Obst und Gemüse ist nicht nur lecker und gesund, es ist auch das perfekte Nahrungsmittel in punkto Klimaschutz. Als unverarbeitetes pflanzliches Lebensmittel hat dieser Sektor die beste Klimabilanz von allen Produkten, die man bei uns kaufen kann.

Gemäß der Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) vom 21.03.2024 hat Deutschland bei Obst, inklusive Verarbeitungsprodukten, lediglich einen Selbstversorgungsgrad von rund 15 %. Bleiben die Verarbeitungsprodukte bei der Betrachtung außen vor, sieht es etwas besser aus, dann steigt der Selbstversorgungsgrad auf rund 20 %. Die Gründe für die niedrigen Werte liegen auf der Hand. Viele Obstarten wachsen aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht in Deutschland. Bei Südfrüchten und Exoten, Zitrusfrüchten, aber auch in weiten Teilen des Steinobstsortimentes ist Deutschland auf Importe angewiesen. In den vergangenen Jahren ist auch der Strauchbeerenmarkt überwiegend über Importe gewachsen. Nach einem Einbruch der deutschen Obstimporte im Jahr 2022 hat sich die Situation im vergangenen Jahr stabilisiert. Deutschland hat 2023 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt gut 5,2 Mio. Tonnen Obst importiert. Damit lagen die Importe fast genau auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei heben sich einige Entwicklungen im Sortiment gegenseitig auf. Ein starker Rückgang war bei den Importen von Himbeeren und Heidelbeeren zu beobachten. Witterungsbedingt stand in wichtigen Herkunftsländern weniger Ware zur Verfügung. Dagegen wurden größere Mengen an Zitrusfrüchten importiert.

Nach den Angaben der AMI vom 21.03.2024 wurde in Deutschland 2023 weniger Obst geerntet als im Jahr zuvor. Den Hauptausschlag gab die kleinere Apfelernte. Ungünstige Witterungsbedingungen während der Blüte führten zu einem schwächeren Fruchtansatz, zudem traten bei einigen Sorten Alternanzeffekte auf. Auch die Ernte von Kirschen und Zwetschgen reichte nicht an die des Vorjahres heran, da die Bedingungen während der Fruchtentwicklung und Ernte nicht optimal waren. Erdbeeren und Heidelbeeren fielen zum Teil den anhaltenden Regenfällen im Juli und August zum Opfer.

In den Online-Veröffentlichungen der Statista für das Jahr 2024 wird dargestellt, dass der Apfel das beliebteste Obst deutscher Verbraucher ist. Pro Jahr und Kopf wurden im Jahr 2022/23 rund 20 Kilogramm Äpfel gegessen. Mit rund elf Kilogramm pro Kopf folgt die Banane als beliebteste Südfrucht in der Gunst deutscher Konsumenten. Der Konsum von Obst in Deutschland liegt bei etwa 64,9 Kilogramm pro Person. Nicht jede Obstsorte steht dem deutschen Konsumenten über das ganze Jahr frisch zur Verfügung. Der saisonale Anbau verschiedener Obstsorten sorgt zeitweise für ein reduziertes Angebot aus dem Inland oder Preisschwankungen. Abhilfe für diese Lücke leisten hier Obstimporte aus wärmeren Anbauregionen.

Gemäß den Angaben der Statista im Jahr 2024 ist in den vergangenen Jahrzehnten der Pro-Kopf-Konsum von Gemüse in Deutschland gestiegen. Während im Jahr 1950/51 pro Jahr und Person etwa 50 Kilogramm konsumiert wurden, lag der Pro-Kopf-Verzehr von Gemüse im Jahr 2022/23 bei durchschnittlich 102,6 Kilogramm. Damit hat sich der Konsum seit den 1950er Jahren mehr als verdoppelt. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2022/23 mehr als 5,6 Mio. Tonnen Gemüse verbraucht. Besonders hoch war dabei der Konsum von Tomaten. Etwa 2,5 Mio. Tonnen Tomaten wurden in dem Jahr verzehrt. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Konsum von 29,9 Kilogramm.

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes hat Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 3,14 Mio. Tonnen frisches Gemüse importiert. Damit war die eingeführte Menge um knapp 2 % kleiner als im Jahr zuvor. Nach den Angaben der AMI vom 04.04.2024 stehen zwei Herkunftsländer für gut 68 % der deutschen Gemüseimporte. Die Niederlande sind 2023 an Spanien vorbeigezogen und waren das wichtigste Herkunftsland. Allerdings fielen auch die Einfuhren aus den Niederlanden um knapp 1 % niedriger als im Vorjahr aus. Aus Spanien wurden knapp 4 % weniger Gemüse eingeführt als im Vorjahr. Auffällig ist vor allem der Rückgang der Einfuhren an Tomaten und Paprika, die aufgrund der Witterung zeitweise nicht in den sonst üblichen Mengen verfügbar waren.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export hat sich seit über 30 Jahren auf den Direktimport von Obst und Gemüse vorwiegend aus Spanien für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel spezialisiert. Dabei arbeiten wir beispielsweise mit über 150 Erzeugern und Erzeugerorganisationen aus ganz Spanien jedes Jahr erfolgreich partnerschaftlich zusammen. Durch den langjährigen, direkten Erzeugerkontakt können wir allen kundenspezifischen Anforderungen flexibel begegnen und diesen in vollem Umfang gerecht werden. Hohe Professionalität, hohe Liefersicherheit und Termintreue machen uns zu einem zuverlässigen und geschätzten Partner für unsere Erzeuger und unsere Kunden. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass wir in unserem Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis 31.10.2023 (im Folgenden auch: Geschäftsjahr 2023) trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Bedingungen das gute Ergebnis des Vorjahres nochmals übertreffen konnten.

Ertragslage

In dem weiterhin preis- und wettbewerbsintensiven Marktumfeld konnte im Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis 31.10.2023 insgesamt ein sehr gutes Ergebnis bei einem hohen Umsatzvolumen erzielt werden. Die Steigerung der Umsatzerlöse betrug mehr als 20 % und beruht sowohl auf Mengen- als auch auf Preiseffekten. In Analogie zu den gestiegenen Umsatzerlösen war auch der Wareneinsatz bedingt durch Mengen- und Preiseffekte entsprechend erhöht, insgesamt konnte jedoch das Rohergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 7.274 auf TEUR 9.796 verbessert werden. Ursächlich hierfür ist, dass die Handelsmarge als bedeutsamste Leistungskennzahl im Unternehmen deutlich gesteigert werden konnte.

Nach wie vor bildet der Personalaufwand mit TEUR 1.971 (Vj. TEUR 1.656) den größten Kostenblock neben dem Materialaufwand. Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem erforderlichen Aufbau von Mitarbeiterkapazitäten, wobei im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022 in höherem Umfang leistungs-/erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und Mehrarbeiten zu erfassen waren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 858 auf TEUR 1.206 (Vj. TEUR 348) erhöht. Neben allgemeinen Kostensteigerungen haben dazu auch erhöhte Forderungsverluste beigetragen.

Aus der Summe der vorstehend beschriebenen Entwicklungen ergibt sich nach Abzug des Finanzergebnisses ein erhöhtes Vorsteuerergebnis von TEUR 6.471 (Vj. TEUR 5.154), das nach Abzug der Steuerbelastungen zu einem positiven Geschäftsergebnis (Jahresüberschuss) von TEUR 4.599 (Vj. TEUR 3.643) führt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme mit TEUR 6.565 ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.062 (32 %) gesunken. Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen mit insgesamt TEUR 454 gegenüber TEUR 442 im Vorjahr nahezu unverändert, dagegen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.076 vermindert. Stichtagsbedingt haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 648 auf TEUR 749 erhöht. Vorräte waren zum Stichtag in der Gesellschaft in geringem Umfang mit TEUR 447 nach TEUR 90 im Vorjahr zu erfassen, überwiegend handelt es sich um unterwegs befindliche Handelsware. Die übrigen Vermögensposten haben sich demgegenüber nur geringfügig verändert. Die absolut betrachtet deutliche Minderung der Aktivpositionen hat die gewünschte Verschlankung der Vermögensstruktur bewirkt, allerdings sind die Einflussnahmen auf diese Stichtagseffekte, die aus den Rahmenbedingungen der jeweiligen Lieferbeziehungen resultieren, nicht vollumfänglich beeinflussbar.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 149 getätigt. Schwerpunkt war die Investition in den Fuhrpark mit TEUR 69 sowie EDV-Software mit TEUR 39.

Das Eigenkapital zum Stichtag von TEUR 125 (Vj. TEUR 727) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das positive Jahresergebnis 2023 und die gegenläufigen Gewinnausschüttungen um TEUR 602 vermindert. In Verbindung mit der niedrigeren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 7,6 % im Vorjahr auf 1,9 % verringert. Diese Eigenkapitalquote liegt im Branchenvergleich jedoch nicht deutlich außerhalb der entsprechenden Mitbewerberkennzahl, da das Eigenkapital im Lebensmittelgroßhandel keine bedeutsame langfristige Finanzierungsfunktion beinhaltet. Stichtagsbedingt sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 3.774 auf TEUR 3.033) gesunken sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (um TEUR 805 auf TEUR 1.517) gestiegen. Gleichlautend haben sich die Rückstellungen aufgrund des höheren Rückstellungsbedarfs aus dem Personalbereich sowie aus zum Stichtag ausstehenden Eingangsrechnungen um TEUR 509 (von TEUR 1.381 auf TEUR 1.890) leicht erhöht.

Bankkredite werden weiterhin nicht in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Stichtagsliquidität (bis ein Jahr) zeigt nach wie vor eine Überdeckung.

Personal und Sozialwesen

Im Jahresdurchschnitt waren 17 Mitarbeiter ohne die zu ihrer Ausbildung Beschäftigten für das Unternehmen tätig, im Vorjahr belief sich die Anzahl auf 17 Mitarbeiter. Die Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export legt sehr großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung, um auch in der Zukunft das Know-how entsprechender Fachkräfte als Beitrag zum Geschäftserfolg bereithalten zu können. Dazu werden klare Definitionen von Funktionen sowie der Organisationsabläufe laufend fortentwickelt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir in erster Linie die im Lebensmittelgroßhandel üblichen Kennzahlen diverser (Handels-)Margen, Umsatzrendite und den Cash-Flow heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, der Cash-Flow wird vereinfacht aus der Summe aus Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen und, soweit erforderlich, unter Berücksichtigung bedeutsamer nicht zahlungswirksamer Vorgänge, berechnet. (Handels-)Margen können auf Ebene von Produkten, Aufträgen und Mitarbeitern ermittelt werden. Nahezu alle von uns beobachteten Kennzahlen spiegeln die gute Positionierung im Branchenvergleich wider. Auf Grundlage der Kennzahlen ergibt sich, dass die Umsatzrendite nahezu unverändert zum Vorjahr und die (Handels-)Marge in der Gesamtschau des Geschäftsjahres 2023 deutlich gestiegen ist. Der vereinfacht ermittelte Cash-Flow hat sich mit TEUR 4.720 (Vj. TEUR 3.745) aufgrund des erhöhten Jahresüberschusses auf sehr gutem Niveau nochmals verbessert.

Gesamtaussage

Die Gesellschaft befindet sich nach dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 mit einem wie vorstehend beschrieben sehr guten Jahresergebnis trotz des von Unsicherheiten geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfelds und einer hohen Wettbewerbsintensität in der Branche unverändert in einer insgesamt positiven wirtschaftlichen Lage.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Angesichts der überschaubaren Unternehmensstrukturen und Geschäftsprozesse hat der Geschäftsbetrieb bislang unter Effizienzaspekten ein standardisiertes und dokumentiertes Risikomanagement-System nicht erfordert. Die zeitnahe Überwachung und Auswertung der laufend erstellten Zwischenergebnisse konzentriert sich auf die oberste Leitungsebene des Unternehmens.

Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, welche eine Bestandsgefährdung durch diese Risiken ausschließen. Stetige Qualitäts- und Kostenkontrollen tragen zur Minimierung der Gewährleistungsrisiken bei.

Die Entwicklung des Unternehmens könnte durch den Einfluss externer Umweltfaktoren beeinträchtigt werden. Dazu zählen die folgenden Risiken:

Witterungsabhängigkeit der Erzeuger z. B. die Trockenheit im Hauptlieferland Spanien bedingt durch den Klimawandel

Abhängigkeit von Lieferanten/Erzeugern und entsprechender Warenverfügbarkeit

steigende Energiekosten

Abhängigkeit von Großkunden aus dem Lebensmitteleinzelhandel

Wettbewerbsdruck

Dabei gehört die Bewältigung dieser Marktrisiken zu den Grundlagengeschäften des Gemüse- und Fruchthandels beispielsweise in Form einer vorausschauenden Einkaufsstrategie, einer Risikostreuung oder auch einer Risikokompensation. Damit wir unseren Kunden und Lieferanten eine zuverlässige Partnerschaft anbieten können, setzen wir stark auf gegenseitiges Vertrauen, Erfahrung und Loyalität. Durch den Aufbau langfristiger Geschäftsbeziehungen versuchen wir Beschaffungsrisiken zu minimieren. Soweit es zielführend ist, treffen wir Vereinbarungen mit unseren Lieferanten, um unsere Lieferverpflichtungen gegenüber unseren Kunden erfüllen zu können.

Den im Lebensmittelhandel immanenten Qualitätsrisiken begegnen wir durch hohe eigene Qualitätsstandards, deren Einhaltung von externen Organisationen geprüft und in Form von Zertifizierungen bestätigt wird:

Zertifikat IFS Broker auf Höherem Niveau für den Handel von frischem Obst und Gemüse in Einzelhandelsgebinden, gültig bis 28.03.2025

Zertifikat DE-ÖKO-003 für aufbereitete Erzeugnisse aus ökologischer Produktion, gültig bis 31.01.2026

Certificate GLOBALG.A.P. Chain of Custody - Control Points and Compliance Criteria, gültig bis 01.03.2025

Abgesehen von dem allgemeinen Unternehmerrisiko sind bestandsgefährdende Risiken nicht zu erkennen.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und fallbezogene Kreditausfallversicherungen. Bedeutsame Währungsrisiken bestehen insgesamt nicht, da die eigene Faktura in Euro erfolgt und auf der Beschaffungsseite nur in untergeordnetem Umfang Übersee-Lieferungen erfolgen.

Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten, grundsätzlich sind die Debitoren- und Kreditorenlaufzeiten aufeinander abgestimmt. Dadurch werden Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen wird eine konservative Risiko-politik verfolgt. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf der Geschäftsleitungsebene.

Aufgrund der guten Liquiditäts-, Eigenkapital- und Finanzierungssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Chancenbericht

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel ist weiterhin aktiv bestrebt, einen Strukturwandel im Obst- und Gemüseeinkauf voranzutreiben und sucht vermehrt den direkten Kontakt zu Erzeugern und Lebensmittelproduzenten. Unsere starke Lieferantenbindung und die direkten Erzeugerkontakte werden während dieses Strukturwandels die Möglichkeiten ergeben, uns an sich verändernde Marktgegebenheiten anzupassen. Dank unseres bestehenden Logistik-Know-How, unseren langjährigen Einkaufs- und Erzeugerkontakten und unserer Full-Service-Dienstleistungen sehen wir uns gewappnet, diesen Strukturwandel erfolgreich umsetzen zu können.

Die Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export ist kundenseitig als Premium-Lieferant einer großen Lebensmittelkette tätig und vermindert Abhängigkeiten durch die Belieferung zahlreicher weiterer Abnehmer. Somit können die Chancen planbarer Abnahmevereinbarungen mit der Sicherheit weiterer Absatzmöglichkeiten gepaart werden. Daneben werden die Umsätze auf diverse Produktgruppen verteilt, um Abhängigkeiten von externen und nicht beeinflussbaren Risikofaktoren zu vermindern. Dadurch besteht auch die Möglichkeit, Veränderungen durch schnelle Anpassungen zu begegnen.

Für die Gesellschaft stellt es eine Chance dar, in einem sich konzentrierenden Markt mit einer zu beobachtenden Straffung der Lieferketten durch flexible Strukturen, flache Hierarchien sowie einem hohen Digitalisierungsgrad in reaktiven IT-Strukturen zu agieren und flexibel auf immer kurzfristigere Anforderungen und sich verändernde Marktgegebenheiten zu reagieren.

Die Conti-Frucht setzt sich dabei konsequent für eine nachhaltige Wertschöpfungskette ihrer Produkte ein. Die eingeführte Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf fünf Säulen: "Kunden und deren Produktanforderungen", "Umwelt: Verantwortung und Integrität", "Mitarbeiter: innen", "Erzeuger & Lieferanten" sowie "Soziales Engagement". Seit 2023 unterhält die Conti-Frucht ein eigenes Nachhaltigkeitsteam, das sich zusammen mit der Geschäftsleitung um die Formalisierung, Integration, Kontrolle und Anpassung nachhaltiger Strategien befasst.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Gemäß der ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 06.03.2024 ist die deutsche Wirtschaft wie gelähmt. Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5 % zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte) und für das Jahr 2025 leicht angehoben (0,2 Prozentpunkte). Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein.

Die Ökonomen des ifo-Instituts erwarten, dass die konjunkturelle Schwäche den Beschäftigungsaufbau verlangsamen wird und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigt. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9 % um 0,2 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,6 % zurückgehen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,3 % in diesem und 1,6 % im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8 % und 2,2 % über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. Das Defizit im Staatshaushalt wird sich in diesem und im kommenden Jahr auf 1,8 % bzw. 1,0 % der Wirtschaftsleistung zurückbilden, nach 2,1 % in diesem Jahr. Der Leistungsbilanzsaldo wird bis zum Jahr 2025 auf 6,6 % der Wirtschaftsleistung sinken.

Diese unerfreulichen gesamtwirtschaftlichen Prognosen beeinflussen die Geschäftsaussichten der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export nur bedingt, da der Direktimport von Obst und Gemüse vorwiegend aus Spanien für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel Grundbedürfnisse der Verbraucher bedient und dieses Geschäftsfeld somit vergleichsweise unelastisch auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagiert. Für das Geschäftsjahr 2024 ist weiterhin damit zu rechnen, dass der Preiskampf und -druck auf Seiten unserer Kunden zunehmen wird. Dabei führen die hohen Qualitätsstandards im Einkauf auch insoweit zu einem höheren Kostendruck. Trotz der dargestellten Situation gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem leicht steigenden Mengenabsatz aus, da sowohl zu unseren Kunden als auch zu unseren Lieferanten/Erzeugern ein als sehr gut zu bezeichnendes Geschäftsverhältnis besteht.

Aufgrund dieser gefestigten Kunden- und Lieferantenbeziehungen der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export und den bereits vorliegenden Auswertungen der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres vom 01.11.2023 bis 31.10.2024, wird wieder eine hohe Handelsleistung im Gesamtgeschäftsjahr 2024 angestrebt. Ziel ist es, eine Handelsmarge von rund EUR 10 Mio. zu erreichen und das unter Berücksichtigung der schwierigen exogenen Rahmenbedingungen sehr gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 zu verbessern. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis vor Steuern von rund EUR 8 Mio. angestrebt, wobei Ergebnisabweichungen aufgrund der vorstehend beschriebenen Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden können. Eine über ein Jahr hinausgehende Prognose lässt sich im Frucht- und Gemüsehandel nicht treffen, da der Markt von vielen nicht beeinflussbaren Faktoren geprägt ist.

Basis dieser positiven Zukunftseinschätzung bilden überwiegend die Investitionen im Personalbereich und die Pflege unserer Kunden- und Lieferantenbeziehungen, die zur erfolgreichen Umsetzung der Handelstätigkeit der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export unerlässlich sind. Daneben weiten wir die Maßnahmen zur langfristig nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens aus. Damit sehen wir uns gut aufgestellt, neben den Herausforderungen der Marktbearbeitung auch deren Chancenpotentiale durch eine konsequente Digitalisierungsstrategie zu nutzen.

Sofern der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht im Frucht- und Gemüsehandel eine grundsätzliche Unsicherheit für Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

Zusätzlich sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der vielfältigen geopolitischen Spannungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export nicht abschließend beurteilbar, da keine verlässlichen Aussagen zu deren weiteren Entwicklung im verbleibenden Geschäftsjahr 2024 und den Folgejahren möglich sind.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis 31. Oktober 2023 handelt es sich um die in Einklang mit § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung des Jahresabschlusses. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir unter Zugrundelegung der beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften i. d. F. vom 01. Januar 2024, die auch gegenüber Dritten gelten, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export, Oberkirch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export, Oberkirch, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Conti-Frucht Busam GmbH Import-Export für das vorherige, am 31. Oktober 2022 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Oktober 2023 sind, wurden nicht geprüft.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Müllheim, 28. November 2024

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