Stammdaten

Register
Amtsgericht Weiden i. d. OPf (Weiden) HRB 4051
Eingetragen
3.7.2012
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenFleischverarbeitung a. n. g.Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren sowie der Handel mit diesen und anderen Lebensmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oleg Dr. Kolisnyk
seit 24.9.2025
Prokura
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ponnath Holding GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ponnath Holding GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ponnath Produktions GmbH

Kemnath

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2021 bis 31.12.2021

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Geschäftstätigkeit und Gesellschaftsstruktur

Die Gesellschaft hatte bis 31.05.2021 einen Produktionsstandort in Freiburg und agierte als Hersteller von Schmalzspezialitäten, Rohwurst sowie Rohschinkenspezialitäten mit Schwerpunkt Original Schwarzwälder Schinken, ergänzt um vegane und vegetarische Fleischersatzprodukte. Für das Produktsortiment wurden zusätzlich Handelswaren zugekauft.

Für die Produktion erforderliche Betriebsgebäude und -grundstücke waren angemietet.

Das Unternehmen zählte den klassischen Lebensmitteleinzelhandel sowie insbesondere den Discountbereich zu seinen wesentlichen Kunden. Neben dem Kundenschwerpunkt im deutschen Inland trat die Gesellschaft als Anbieter auch im europäischen Ausland auf.

Mit Wirkung zum 01.06.2021 wurde das Grundstück in der Blankreutestraße in Freiburg, das aufstehende Produktionsgebäude inklusive diverser Betriebsvorrichtungen und Einbauten, d.h. der Produktionsstandort der Ponnath Produktions GmbH, verkauft. Der Verkauf des Standorts wurde nicht über die Ponnath Produktions GmbH abgewickelt, da das Grundstück nur angemietet war. Das Anlagevermögen der Ponnath Produktions GmbH wurde nahezu komplett verkauft bzw. verlagert. Der operative Geschäftsbetrieb wurde eingestellt. Aus diesem Grund ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die aus dem Jahr 2020 auf geringfügig besserem Niveau befindlichen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind bis zur operativen Einstellung des Geschäftsbetriebs im Geschäftsjahr 2021 trotz der anhaltenden Corona-Pandemie als unverändert zu beurteilen.

Anfang des Jahres 2021 blieben die Rohstoffpreise auf dem niedrigen Niveau wie zum Ende des Jahres 2020. Ab März 2021 sind die Rohstoffpreise aufgrund des nicht mehr vorhandenen Überangebots erneut angestiegen. Dieses Niveau konnte bedingt durch beginnenden Corona-Lockerungen bis Mitte des Jahres 2021 gehalten werden.

Zu den umsatzstärksten Produkten zählten Schmalz, Schwarzwälder Schinken, Landjäger und vegane Fleischersatzprodukte.

Bei Umsatzerlösen in Höhe von 14,9 Mio. EUR (Vj.: 38,8 Mio. EUR) ergab sich im Geschäftsjahr ein Jahresergebnis in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vj.: 3,8 Mio. EUR). Aufgrund der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs mit Wirkung zum 01.06.2021 sind die Umsatzerlöse, wie prognostiziert, in 2021 wesentlich geringer als in 2020. Entgegen der Prognose konnte ein positives Jahresergebnis erzielt werden.

3. Investitionen

Im Geschäftsjahr gab es aufgrund der Einstellung des Betriebs kaum Investitionen (TEUR 7). Das Anlagevermögen und die Vorräte wurden nahezu komplett verkauft bzw. verlagert.

4. Personalbereich

Im Jahresdurchschnitt wurden 37 Mitarbeiter beschäftigt (Verringerung um 35 Mitarbeiter bzw. 48,6 %). Vorhandene Kapazitätsengpässe wurden mit Leiharbeitern ausgeglichen. Der Rückgang ist vor allem in der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs mit Wirkung zum 01.06.2021 begründet. Zum Bilanzstichtag waren keine Mitarbeiter mehr beschäftigt.

5. Qualitätsmanagement / Umweltschutz

Der Produktionsbetrieb war bis zur Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs nach den internationalen Lebensmittelsicherheitsstandards und Qualitätsnormen des IFS (International Food Standard) zertifiziert. Zusätzlich existierte ein Ponnath eigenes Qualitätsmanagementsystem. Dadurch wurde die organisatorische Leistung des Unternehmens und des Managementsystems gewährleistet und verbessert.

B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 2,1 Mio. EUR. (Vj.: 9,0 Mio. EUR). Der Bereich des Sachanlagevermögens liegt bei 0,2 Mio. EUR (Vj.: 1,1 Mio. EUR) und weist demzufolge eine Sachanlagenintensität von 8,1 % (Vj.: 12,3 %) auf.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund der Einstellung des Geschäftsbetriebs mit 0,04 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (Vj.: 0,3 Mio. EUR) gesunken. Der Vorratsbestand ist infolge der Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs von 3,3 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 0,08 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr (Vj.: 0,24 Mio. EUR).

Die sonstigen Forderungen sind durch Forderungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbetriebs von 0,4 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR angestiegen.

Das Eigenkapital beträgt auf Grund der Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 6,7 Mio. EUR im Berichtsjahr 1,3 Mio. EUR und erreicht somit eine Eigenkapitalquote von 62,4 % (Vj.: 74,5 %).

Die sonstigen Rückstellungen sind mit 0,2 Mio. EUR im Vorjahr und 0,03 Mio. EUR im Berichtsjahr gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen auf Grund der Veräußerung des Geschäftsbetriebs bei 0,06 Mio. EUR und damit unter dem Vorjahresniveau von 1,1 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen bei 0,1 Mio. EUR und damit unter dem Vorjahresniveau von 0,4 Mio. EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich bedingt durch die Personalverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbetriebs von 0,1 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR erhöht.

2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse liegen bei 14,9 Mio. EUR (Vj.: 38,8 Mio. EUR). Die Umsatzrentabilität (gemessen anhand des Verhältnisses Jahresergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsaufwand zu den Umsatzerlösen) sank um 1,8 Prozentpunkte auf 8,9 % (Vj.: 10,7 %) und die Eigenkapitalrentabilität (gemessen anhand des Ergebnisses nach Ertragsteuem im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital) liegt bei 97,3 % (Vj.: 56,0 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs und der damit verbundenen Veräußerung der Vermögensgegenstände stark gestiegen. Dies ist auch der Grund für die Bestandsveränderung.

Im Berichtszeitraum liegen der Personalaufwand, bedingt durch außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsbetriebs, bei 3,5 Mio. EUR (Vj.: 3,1 Mio. EUR) und die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren bei 7,9 Mio. EUR (Vj.: 24,4 Mio. EUR). Die fremdbezogenen Leistungen betragen 0,7 Mio. EUR (Vj.: 2,7 Mio. EUR) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2,0 Mio. EUR (Vj.: 4,5 Mio. EUR), die wie die Umsätze durch die Einstellung des Geschäftsbetriebs rückläufig sind. Die Abschreibungen haben sich von 0,6 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR verringert.

Die Materialintensität (gemessen anhand des Verhältnisses des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen) von 57,8 % sank gegenüber dem Vorjahr um 12 %-Punkte.

Die Personalintensität (gemessen anhand des Verhältnisses des Personalaufwands zu den Umsatzerlösen) stieg auf 28,1 % (Vj.: 7,9 %).

Das Ergebnis vor Steuern weist einen positiven Betrag in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vj.: 4,2 Mio. EUR) auf.

3. Finanzlage

Im Geschäftsjahr betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,3 Mio. EUR. Der positive Wert ergibt sich in erster Linie durch den im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss sowie der Abnahme des Vorratsvermögens. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag infolge der Zahlungsmittelzuflüsse aus der Veräußerung des Anlagevermögens bei 2,6 Mio. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist mit -6,7 Mio. EUR auf Grund gezahlter Dividenden an Gesellschafter negativ. Die liquiden Mittel haben sich demnach vom Vorjahresstichtag zum Stichtag des Geschäftsjahres um 2,7 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR reduziert.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft stellt sich insgesamt als zufriedenstellend dar.

C. Risikobericht und Prognosebericht

Der operative Geschäftsbetrieb wurde zum 01.06.2021 eingestellt. Risiken bestehen deshalb im Wesentlichen lediglich in der Verwertbarkeit der zum Bilanzstichtag noch vorhandenen Vermögensgegenständen.

Der Verkauf des Produktionsstandorts und die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 01.06.2021 wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ponnath Produktions GmbH für das Geschäftsjahr 2022 und darüber hinaus wesentlich beeinflussen. Es wird für 2022 mit keinen Umsatzerlösen und einem niedrigerem Jahresergebnis als 2021 geplant.

D. Ausblick

Die Gesellschaft wird fortgeführt, der operative Geschäftsbetrieb wurde zum 01.06.2021 eingestellt.

 

Kemnath, 29. Juli 2022

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVSEITE

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 32.194,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 97.709,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 167.128,40 730.726,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560,80 283.073,84
168.689,20 1.111.509,81
168.689,20 1.143.703,81
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 971.321,54
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 1.992.362,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 329.075,21
0,00 3.292.758,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37.904,86 258.517,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 156.950,61 241.489,83
3. Sonstige Vermögensgegenstände 747.894,36 385.276,77
942.749,83 885.284,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 971.607,45 3.714.878,17
1.914.357,28 7.892.921,29
2.083.046,48 9.036.625,10

PASSIVSEITE

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.275.322,46 6.709.887,38
1.300.322,46 6.734.887,38
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 33.501,34 390.037,98
2. Sonstige Rückstellungen 25.700,00 239.155,27
59.201,34 629.193,25
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.728,08 1.104.710,48
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 121.625,00 435.306,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 537.169,60 132.527,74
- davon aus Steuern: EUR 155.290,10 (Vj.: EUR 19.913,21)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.680,00 (Vj.: EUR 27.440,95)
723.522,68 1.672.544,47
2.083.046,48 9.036.625,10

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.865.744,13 38.796.847,08
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (2.321.437,21) 319.897,55
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.124.174,91 261.479,32
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (7.900.838,69) (24.376.073,09)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (697.285,90) (2.675.457,80)
(8.598.124,59) (27.051.530,89)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (3.206.069,31) (2.539.923,28)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (319.844,05) (546.333,45)
(3.525.913,36) (3.086.256,73)
6. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (184.703,01) (565.902,23)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (2.035.770,25) (4.506.305,17)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (25.397,79) (6.020,71)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: EUR 520,41)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (33.501,34) (390.037,98)
10. Ergebnis nach Steuern 1.265.071,49 3.772.170,24
11. Sonstige Steuern 363,59 (660,00)
12. Jahresüberschuss 1.265.435,08 3.771.510,24
13. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 9.887,38 (7.061.622,86)
14. Auflösung Kapitalrücklage 0,00 10.000.000,00
15. Bilanzgewinn 1.275.322,46 6.709.887,38

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Die Gesellschaft, mit Sitz in Kemnath, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden in der Oberpfalz unter HRB 4051 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2020 wurden unverändert als Vortrag übernommen.

Auf Grund der Einstellung des operativen Geschäftsbetrieb zum 01.06.2021 und der damit verbundenen Veräußerung der wesentlichen Vermögensgegenstände des Anlage- und Vorratsvermögens sind die Zahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung mit den entsprechenden Vorjahreszahlen nicht vergleichbar.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB erstellt.

2. Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter der Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

technische Anlagen und Maschinen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr aktiviert und werden im Rahmen der gesetzlichen Regelung abgeschrieben.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

fertige Erzeugnisse

sind mit Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Forderungen in ausländischer Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,9 TEUR Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks

sind zum Nennwert bewertet.

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind unter Verwendung des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten

sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet, soweit sie eine Restlaufzeit von weniger als ein Jahr aufweisen. Im Übrigen erfolgt die Umrechnung mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls oder dem höheren Stichtagskurs.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 253.849,73 1.600,00 0,00 -255.449,73 0,00
253.849,73 1.600,00 0,00 -255.449,73 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.045,61 0,00 0,00 -219.045,61 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.990.246,30 0,00 0,00 -3.468.060,83 522.185,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.450.928,69 5.088,62 0,00 -3.260.179,02 195.838,29
7.660.220,60 5.088,62 0,00 -6.947.285,46 718.023,76
7.914.070,33 6.688,62 0,00 -7.202.735,19 718.023,76
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge b Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 221.655,73 7.303,64 0,00 -228.959,37 0,00
221.655,73 7.303,64 0,00 -228.959,37 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 121.335,91 0,00 0,00 -121.335,91 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.259.520,03 134.833,01 0,00 -3.039.295,97 355.057,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.167.854,85 42.566,36 0,00 -3.016.143,72 194.277,49
6.548.710,79 177.399,37 0,00 -6.176.775,60 549.334,56
6.770.366,52 184.703,01 0,00 -6.405.734,97 549.334,56
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 32.194,00
0,00 32.194,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 97.709,70
2. technische Anlagen und Maschinen 167.128,40 730.726,27
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560,80 283.073,84
168.689,20 1.111.509,81
168.689,20 1.143.703,81

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 156.950,61 (VJ.: EUR 241.489,83) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rückstellungen

Angabe und Erläuterung der sonstigen Rückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben.

Die sonstigen Rückstellungen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Sachverhalte:

%
Gewährleistungsverpflichtungen 18,3 %
Rückstellung für Jahresabschlusskosten 15,6 %
Rechtsstreitigkeiten 66,1 %
100,0 %

4. Verbindlichkeiten

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 121.625,00 (Vj.: EUR 435.306,25) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Restlaufzeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2021 bestanden keine sonstigen finanzielle Verpflichtungen.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

Arbeiter 9
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 28
Mitarbeiter 37

3. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr:

 

Herr Michael Ponnath, Gesamtgeschäftsführer, Kemnath

 

Herr Michael Wilhelm Ascherl, Geschäftsführer, Schwandorf

4. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ponnath Holding GmbH & Co. KG, Kemnath, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.265.435,08 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Eingestellter operativer Geschäftsbetrieb

Mit Wirkung zum 01.06.2021 wurde das Grundstück in der Blankreutestraße in Freiburg, das aufstehende Produktionsgebäude inklusive diverser Betriebsvorrichtungen und Einbauten, d. h. der Produktionsstandort der Ponnath Produktions GmbH, verkauft. Der Verkauf des Standorts wurde nicht über die Ponnath Produktions GmbH abgewickelt, da das Grundstück nur angemietet war. Das Anlagevermögen der Ponnath Produktions GmbH wurde komplett verkauft bzw. verlagert. Der operative Geschäftsbetrieb wurde eingestellt.

In diesem Zusammenhang gab es Aufwendungen von außergewöhnliche Größenordnung in Höhe von TEUR 1.718, welche im Personalaufwand zu finden sind. Hierbei handelt es sich um Abfindungen. Zudem wurden Buchgewinne in Höhe von TEUR 1.905 sowie weitere Erlöse im Zusammenhang mit der Einstellung des operativen Betriebs in Höhe von TEUR 1.079 bzw. Buchverluste in Höhe von TEUR 57 aus dem Abgang von Anlagevermögen generiert.

E. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGB

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

 

Kemnath, 29. Juli 2022

Ponnath Produktions GmbH, Kemnath

Michael Ponnath, Geschäftsführer

Michael Ascherl, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 25. August 2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ponnath Produktions GmbH, Kemnath:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ponnath Produktions GmbH, Kemnath - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ponnath Produktions GmbH, Kemnath, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 29. Juli 2022

Rödl & Partner GmbH
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