"NTC" Oberstdorf Sport Entertainment GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henrik Volpert seit 17.5.2019 | Vorstandsmitglied |
Johannes Krieg seit 17.5.2019 | Vorstandsmitglied |
Alfred Spötzl seit 28.1.2003 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nebelhornbahn-AktiengesellschaftOberstdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2022/23 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2022/23 zusammen mit dem Vorstand eingehend mit der Lage und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens. Daneben standen Einzelthemen auf der Tagesordnung, die mit dem Vorstand umfassend beraten wurden. Auch neben den regulären Sitzungen standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand in regelmäßigem Kontakt und erörterten aktuelle und wichtige Themen zur Geschäftslage. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, umfassend und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form über alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren. Im Geschäftsjahr 2022/23 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Die wesentlichen Beratungspunkte des Aufsichtsrats in 2022/2023 waren die finale Optimierung der Seilbahnakustik zusammen mit dem Hersteller Leitner, die Digitaloffensive im Ticketverkauf der OKB-Seilbahngesellschaften, die Neuaufstellung der Marketingorganisation in der Bergbahngruppe und die Evaluierung der aktuellen und zukünftigen Klimaveränderungen und deren Auswirkung auf das Geschäftsmodell. Weitere Themen waren Investitions-, Unterhalts- und Finanzierungsmaßnahmen des Unternehmens, auch unter Berücksichtigung des schwierigen Wintergeschäftes 2022/23, die Auswahl eines neuen Wirtschaftsprüfers für die kommenden Geschäftsjahre und die Aufsichtsratswahlen 2024. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich darüber hinaus mit der Unternehmensplanung, bestehend aus Ergebnis-, Investitions-, Finanz- und Personalplanung, der Risikolage, dem Risikomanagement und Compliance-Themen. Am 01. Februar 2023, in der 112. Sitzung des Aufsichtsrats, lag der Schwerpunkt auf dem vom Abschlussprüfer bestätigten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021/22, dem Lagebericht und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Ergebnisses. In der Sitzung wurde zudem die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung im April 2023 beschlossen, mit den Vorschlägen zur Verwendung des Bilanzergebnis, zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Wahl des Abschlussprüfers. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den ersten Erkenntnissen aus der Winternachfrage und ließ sich vom Vorstand ausführlich über das laufende Geschäftsjahr sowie über den Status der noch erforderlichen kleineren Restarbeiten zur Lärmoptimierung am Neubau berichten. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 27. Juni 2023 (AR-Sitzung Nr. 113) berichtete der Vorstand erneut über den aktuellen Stand zum Thema Geräuschpegel der neuen Nebelhornbahn sowie über die Ergebnisse der abgelaufenen Wintersaison. Da die Gästenachfrage im Winter aufgrund der negativen Wetterbedingungen in den Wintersport-Saisonzeiten unter den Erwartungen geblieben war, wurden kurzfristige Optimierungen sowie zukünftige Marketingkampagnen im Winterumfeld diskutiert. Der Vorstand stellte verschiedene Einsparmaßnahmen und Szenarien vor, die bereits im laufenden Betrieb zur Ergebnisoptimierung ergriffen wurden. Nachdem in der Hauptversammlung am 26. April 2023 die Wahl des Abschlussprüfers erfolgte, beauftragte der Aufsichtsrat die Müller Treuhand GmbH, den Jahresabschluss und den Lagebericht der Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/23 zu prüfen. Der Vorstand berichtete darüber hinaus zur Digitaloffensive im Ticketverkauf mit gemeinsamem Webshop sowie zur Neuaufstellung der Marketingorganisation. In der Aufsichtsratssitzung vom 17. Oktober 2023 (AR-Sitzung Nr. 114) berichtete der Vorstand zum Umsatz- und Ergebnisstatus im laufenden Geschäftsjahr, zum Thema Geräuschpegel mit finalem Abnahmetermin sowie zu den aktuellen Entwicklungen im Herbstgeschäft. Ein weiteres Thema war die Entwicklung in der Gästestruktur der Nebelhornbahn im Sommergeschäft. Die neue Prognose für das laufende Geschäftsjahr sowie die Daten für die Unternehmensplanung der anstehenden Geschäftsjahre bis 2026/27 wurden vorgestellt. Dem Budget für das Geschäftsjahr 2023/24 mit Bauprogramm und Investitionen sowie Finanzplanung wurde im Anschluss durch den Aufsichtsrat zugestimmt. Zusätzlich verständigte sich der Aufsichtsrat auf die Fahrpreise für das folgende Geschäftsjahr. Die im kommenden Geschäftsjahr anstehenden Aufsichtsratswahlen wurden erörtert und erste Mandate für den turnusgemäß anstehenden Wechsel des Wirtschaftsprüfers besprochen. Als besonderes Thema wurden die Ergebnisse der Klimastudie von GeoSphere Austria vorgestellt und im Anschluss gemeinsame Kommunikationsmöglichkeiten diskutiert. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23 sind von dem in der ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2023 gewählten und aufgrund des Beschlusses des Aufsichtsrats vom 27. Juni 2023 beauftragten Abschlussprüfer, der Müller Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand vorab an den Aufsichtsrat verteilt worden. Der Bericht des Abschlussprüfers ist dem Aufsichtsrat vom Aufsichtsratsvorsitzenden ausgehändigt worden; der Bericht wurde in die Beratung und Prüfung einbezogen. Der Abschlussprüfer hat an den Verhandlungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teilgenommen und für Erläuterungen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 07. Februar 2024 dem Ergebnis der Prüfung zum Jahresabschluss der Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Ergebnisses schließt er sich an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren außerordentlichen persönlichen Einsatz und ihre Leistung im Geschäftsjahr 2022/23.
Oberstdorf, 07. Februar 2024 Der Vorsitzende des Aufsichtsrats LAGEBERICHTGESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN Geschäftsmodell Das Kerngeschäft der Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft besteht im Betrieb der Nebelhorn-Bergbahn sowie den dazu gehörenden Gastronomiebetrieben im Wander- und Wintersportgebiet oberhalb von Oberstdorf. Das Nebelhorn zeichnet sich als das höchste Skigebiet im Allgäu aus, die Bergbahn befördert direkt aus dem Ortszentrum pro Jahr mehr als 500.000 Gäste auf das Nebelhorn. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Der Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 war von zwei sehr unterschiedlichen Saisonhälften geprägt. Auf eine später als geplant startende Wintersaison mit wenig Schnee und vielen Regentagen folgte ein Sommer, der nach verhaltenem Start viele sonnige Tage und einen idealen Wanderherbst mit sich brachte. Die Gästezahlen spiegeln diese Unterschiede in den Umfeldbedingungen deutlich wider. Während die Anzahl der Besucher im Wintergeschäft unter den bereits schwachen Vorjahreszahlen und sogar unter bereits früher erreichten Zahlen aus Vor-Corona-Zeiten lagen, wurden im Sommergeschäft dank einem Saisonendspurt im Herbst die historisch höchsten Besucherzahlen an der Nebelhornbahn in einem Sommergeschäft erreicht. Diese Entwicklung bei den Gäste- und Umsatzzahlen, verbunden mit früh ergriffenen Einsparungsmaßnahmen, führte im Geschäftsjahr 2022/23 trotz widrigen Wetterverhältnissen in der Wintersaison zu einem sehr positiven Ergebnis über Vorjahresniveau und deutlich über den erwarteten Ergebnissen. Die Anziehungskraft der Nebelhornbahn und ihre Attraktivität sowohl im Sommer- als auch im Wintergeschäft zeigt sich deutlich an diesen erreichten Ergebnissen im herausfordernden Geschäftsjahr 2022/23. Corona war zum Saisonstart im Winter 2022/23 glücklicherweise kein Thema mehr. Trotzdem startete auch diese Saison etwas verspätet, da intensive Arbeiten mit Seilwechsel durch die Firma Leitner einen früheren Start im Dezember nicht möglich machten. Der Winter zeigte sich bereits im Dezember von einer eher launigen Seite und deutlich zu warme und teilweise verregnete Tage beeinträchtigten die Nachfrage nach Wintersportaktivitäten. Dank der einmaligen Höhenlage im Allgäu und den vorhandenen Beschneiungskapazitäten konnte das Nebelhorn aber jederzeit ein interessantes Angebot für seine Gäste bereitstellen. Dass die Nachfrage nach Ski- und Erlebnistagen an unseren Bergen weiter intakt ist, zeigte sich besonders an den leider viel zu seltenen sonnigen Tagen kurz vor Silvester sowie an den Feiertagen im Januar. Teilweise über 3.000 Tagesgäste konnten den Ausblick und die Atmosphäre des winterlichen Nebelhorns genießen. Leider waren solche Tage im Dezember und Januar zu selten und warme und regenreiche Tage verhinderten einen gelungenen Saisonstart. Für richtig sonnige Wintersporttage dauerte es im Jahr 2023 bis Mitte Februar. In den zwei Wochen vom 07. bis 21. Februar konnten deutlich mehr Gäste als im Dezember und fast so viele Gäste wie im gesamten Januar begrüßt werden. Doch auch dieses positive Wetterumfeld erwies sich als kurzes Strohfeuer in einem insgesamt sehr herausfordernden Winter. Lediglich einige wenige Tage im März und zum Saisonausklang im April zeigten sich von einer positiven Seite. Ansonsten boten zu warme Temperaturen und vor allem zu viele nasse, verregnete Tage wenig Anreiz für Wintertourismus an unseren Bergen. Insbesondere der sonst zum Sonnenskifahren einladende März zeigte sich diesmal grau und nass und lag deshalb bei der Gästenachfrage um knapp ein Viertel unter den Zahlen des Vorjahres und früherer März-Ergebnisse. Bei normalem Wetterumfeld durfte der April aber noch einmal zeigen, dass Wintersport am Nebelhorn bis ins späte Frühjahr mit Spaß und Freude betrieben werden kann. In der gesamten Wintersaison besuchten 167.635 Gäste unsere Bahnen. Diese Besucherzahl lag etwa 5% unter dem bereits nicht sehr erfolgreichen Winterstatus des Vorjahres und deutlich unter unseren Erwartungen. Der Sommer startete erst in der letzten Woche im Mai und entwickelte sich in den ersten Monaten eher verhalten. Umso beeindruckender fiel der Gästezuspruch im Herbst 2023 aus. Durchwegs gutes Wanderwetter und sonnige Tage bescherten unserer Gesellschaft unerwartet hohe Umsätze bei Bahn- und Gastronomiebetrieben. Auch im dritten Jahr nach dem Neubau hat die mitten in Oberstdorf startende Nebelhornbahn somit nicht an Attraktivität verloren. Die sehr guten Sommerergebnisse konnten die schneebedingt geringere Winternachfrage beim Umsatz zwar nicht mehr vollständig ausgleichen, aber sorgen für ein sehr gutes Gesamtjahresergebnis 2022/2023. Insgesamt 532.336 Gäste führten zu einem Umsatz von 14.777 TEUR und einem Gewinn vor Steuern von 804 TEUR. Im Vergleich zur Prognose des Vorjahres fielen damit die Gästezahlen auf Gesamtjahresebene erwartungsgemäß aus, während das Jahresergebnis sogar über der Prognose liegt. Mit diesen Resultaten hat die Nebelhornbahn- Aktiengesellschaft auch im dritten Jahr nach Neubau ein erfolgreiches Ergebnis zu vermelden. Die Anziehungskraft des Nebelhornes und die attraktive und moderne Infrastruktur mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten sowohl im Winterbetrieb als auch im Sommer bilden die Basis für auch zukünftige erfolgreiche Geschäftsjahre unserer Gesellschaft. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Der Beginn des neuen Geschäftsjahres verzögerte sich unerwartet, da größere Bauarbeiten mit einem Seilwechsel im unteren Bahnbereich der Nebelhornbahn länger als erwartet in Anspruch nahmen. Die Arbeiten mit der Herstellerfirma Leitner im Nachgang des Neubau-Projektes waren erforderlich geworden, da die in Teilsektionen der Bahn aufgetretene Lärmthematik mit diesem Eingriff final aus der Welt geräumt werden sollte. Zum Startwochenende kurz vor Weihnachten zeigte sich das Allgäu noch einmal von seiner sonnigen Seite und lockte viele Gäste auf unsere Pisten. Leider war dieses positive Wetterumfeld lediglich in der Anfangsphase des Winterhalbjahres, wenigen Einzeltagen und einigen Wochen im Februar gegeben. Der Großteil des Winterhalbjahres war geprägt von einem ungewöhnlich warmen und vor allem verregneten Umfeld. Im Gegensatz zu vorangegangenen Jahren konnte der Wintertourismus 2022/23 aber ohne behördliche Auflagen starten und Corona-Ängste und Kapazitätseinschränkungen waren nicht mehr gegeben. Im gesamtwirtschaftlichen Umfeld wirkten sich aber Unsicherheiten aus dem Ukraine-Krieg, stark gestiegene Energiepreise sowie insgesamt stark ansteigende Inflationszahlen auf die Gästenachfrage aus. Bereits vor Saisonstart wurden deshalb umfangreiche Einsparmöglichkeiten bei der Verwendung von umweltfreundlichem HVO als Dieselersatz zur Pistenpräparierung sowie Potentiale zur Energieeinsparung bei Bahnbetrieb und Beschneidung diskutiert. Dank frühzeitigem Bezug und Lagerung von Heizöl und HVO, langlaufenden Stromverträgen und einem kostenorientierten Vorgehen bei allen Aktivitäten der Beschneiung und der Pistenpräparierung konnten in diesem Aufwandsbereich im Winter deutlich bessere Ergebnisse als im Vorjahr und als geplant erreicht werden. Stärker als die Preissteigerungen in wichtigen Beschaffungsbereichen wie Energie und Material wirkte sich im Winter 2022/23 aber das Wetter auf den Tourismus im Allgäu, die Möglichkeiten für Wintersportaktivitäten und unsere Bergbahnen aus. Die einzelnen Monate der Wintersaison 2022/23 waren - noch stärker als in vergangenen Jahren - durch die besonderen und teilweise sehr schwierigen Wetterbedingungen geprägt. Bereits im November und Anfang Dezember blieben umfangreiche Schneefälle aus und relativ warme Temperaturen erschwerten die Grundlagenarbeiten für die Bereitstellung der Pisten für die anstehende Wintersaison. Der mittlerweile fast schon vertraute verregnete Weihnachtsstart fiel diesmal weniger umfangreich aus als befürchtet. Zwischen Weihnachten und Neujahr konnten mit einzelnen Sonnentagen deshalb mehr als 15.000 Gäste die Pisten- und Aussichtsmöglichkeiten an unserem Berg nutzen. Leider hielt dieses Umfeld nicht lange an. Der sonst mit kalten Temperaturen und Schneefällen bis in tiefe Lagen bekannte Januar fiel deutlich wärmer und sonnenärmer aus. So war die Gästenachfrage in den Ferientagen zum Jahresbeginn bereits zurückhaltender und ein Schlechtwettergebiet mit Regen und Tauwetter sorgte Mitte Januar für schwierige Wintersportbedingungen in allen Destinationen im Allgäu. Dies änderte sich erst in der zweiten Woche im Februar 2023. Rechtzeitig zum Frühjahresskifahren und bis zu den wichtigen Faschingstagen waren wieder gute Wintersportbedingungen bei sonnigen Tagen gegeben. Leider war auch diese Episode nur von kurzer Dauer. Ende Februar und der komplette März waren durch sehr schlechte Witterungsverhältnisse mit vielen Regentagen geprägt. Bereits der März des Vorjahres hatte durch viel zu warme und sonnige Tage eine Sonderstellung in der Wintersaison in unserer Destination. Das Wetter im März 2023 war mit ebenfalls zu hohen Temperaturen aber Regen statt Sonne wenig attraktiv für Ski- oder Ausflugsgäste und erstmals wurden nur knapp 30.000 Besucher in einem März an der Nebelhornbahn begrüßt. Der April zeigte sich dagegen, gerade an den wichtigen Osterterminen, wieder von einer normal positiven Seite und sorgte für guten Gästezuspruch zum Abschluss einer sehr schwierigen Wintersaison. Insgesamt hatte das Winterhalbjahr mit 167.635 Gästen einen Zuspruch knapp auf Höhe früherer Jahre vor Neubau der Nebelhornbahn. Es lag damit deutlich unter Planerwartung und auch unter den fast 176.000 Gästen des Vorjahres. Während die Anzahl der Skigäste am Nebelhorn durch die schwierigen Umfeldbedingungen in dieser Wintersaison bereits früh unter den Werten des Vorjahres lag, war die Anzahl der Ausflugsgäste noch bis zum verregneten März auf einem hohen und zufriedenstellenden Niveau. An den leider viel zu seltenen sonnigen Tagen wurden auch in diesem besonderen Winter wieder Gästezahlen von 2.500 bis über 3.000 Gästen pro Tag erreicht, was die hohe Attraktivität des Nebelhorns unterstreicht. Trotzdem sind die Umfeldbedingungen aus Wetter, Temperatur und Sicht eine der wesentlichen Faktoren aller "Outdoor-Betriebe" und waren im Winter 2022/23 sicherlich als sehr herausfordernd zu bezeichnen. Die durch den Ukraine-Krieg und die deutlich ansteigende Inflation ausgelöste Unsicherheit und daraus resultierende Nachfragebefürchtungen waren in 2022/23 dagegen von geringerem Einfluss auf die Nachfrage unserer Besucher. Nach der kurzen Revisionsphase im Anschluss an den ersten Mai war bereits in der letzten Maiwoche wieder Gästebetrieb an unseren Bahnen. Sonniges und warmes Wetter lockte bereits ab Sommerbeginn sehr viele Gäste an das Nebelhorn. Dieses warme Wetter sollte im Jahrhundertsommer 2023 auch länger anhalten. Sowohl Juni als auch Juli waren ideale Monate, um die Aussicht und die Wandermöglichkeiten am Nebelhorn zu genießen. Erst der Hauptreisemonat August zeigte sich sowohl wettertechnisch als auch bei der Gästenachfrage etwas schwächer. Dies änderte sich aber sehr markant im September, der nur als Bilderbuchherbst bezeichnet werden kann. Sonnige Tage mit angenehmen Temperaturen und einer wunderbaren Fernsicht machten das Nebelhorn zum Traum Ort für viele Ausflugs-, Wander- und Sportbegeisterte. Der Oktober konnte und wollte sich diesen besonderen Bedingungen noch eine längere Zeit anschließen, was zum Jahresabschluss der Saison 2023 für das historisch beste Sommerergebnis der Nebelhornbahn sorgte. Insgesamt 364.701 Besucher im Sommer bedeuten einen bisherigen Rekordwert, der sogar über den Werten aus dem Sommer 2021 liegt, welcher aufgrund Beendigung des Corona-Lockdown und Start der runderneuerten Nebelhornbahn als historisch eingeordnet werden darf. Insgesamt hat die Nebelhornbahn im Sommer- und Winterbetrieb des Geschäftsjahres vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 die Zahl von 532.336 Gästen begrüßen dürfen und liegt dankt dem sehr starken Spätherbst mit 0,6% über Vorjahr und mit 0,8 % unter Plan. Der Schwerpunkt der Projektarbeiten lag in 2022/23 auf der Thematik Lärmniveau der neuen Seilbahn, welches in umfangreichen und eng abgestimmten Optimierungsarbeiten mit der Herstellerfirma Leitner bearbeitet und erfolgreich abgeschlossen wurde. ERTRAGSLAGE Obwohl die Umsatz- und Ergebniszahlen im Winter unter den Vorjahreswerten lagen und deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben, konnte der Jahresumsatz aufgrund der unerwartet starken Gästezahlen zum Saisonende im Sommer noch eine Steigerung zum Vorjahr erzielen. Mit 14.777 TEUR erreichte der Jahresumsatz der Nebelhornbahn einen Zuwachs von knapp 3,3% zum Vorjahr. Sowohl die Erlöse im Bahngeschäft als auch im Gastronomiebereich trugen zu dieser Entwicklung bei. Lediglich bei den Nebenbetrieben, in denen unter anderem die Aktivitäten aus den Parkplatzgeschäften, der Verpachtung von Reklameflächen und Weiterberechnungen aus Stromleistungen enthalten sind, ergab sich ein leichter Rückgang zum Vorjahr. Die Gesamtleistung inklusive der betrieblichen Erträge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4% auf 15.058 TEUR. Nachdem die letzten aktivierbaren Eigenleistungen im Jahr 2020/21 im Zuge des Großprojekt Neubau Nebelhornbahn anfielen, kam es auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr nicht zu aktivierbaren Eigenleistungen. Die sonstigen Erträge nahmen 2022/23 gegenüber Vorjahr ab, da im Vorjahr aufgrund nachlaufender periodenfremder Erträge aus Versicherungs- und Pensionsabrechnungen ein Sondereffekt in den sonstigen Erträgen enthalten war. Die betrieblichen Aufwendungen ohne Abschreibungen erhöhten sich nur sehr leicht um 1,2 % auf 9.955 TEUR gegenüber 9.840 TEUR im Vorjahr. Die Entwicklung der einzelnen Aufwandsbereiche gegenüber Vorjahr fiel dabei sehr heterogen aus. Während der Anstieg der Wareneinsatzkosten im Gastronomiebereich um mehr als 10% und der Heizöl- und Treibstoffkosten (HVO) um etwa 30% zum Vorjahr dem Inflationsdruck in diesen Bereich geschuldet war, konnten dank deutlich verringerter Aktivitäten in der Pistenpräparierung und einer kostenoptimaler Betriebssteuerung der Bahnen beim Strombedarf sogar Einsparungen erreicht werden. Die größten Einsparungen wurden im Bereich der Materialkosten und bezogenen Leistungen erreicht, da nach dem schwachen Winterstart alle Investitions- und Projektvorhaben kritisch hinterfragt und zum größten Teil gestrichen bzw. in kommende Geschäftsjahre geschoben wurden. Der Personalaufwand stieg gegenüber Vorjahr, da auch im abgelaufenen Gesamtjahr alle Geschäftsfelder an Bahnen und Gastronomien vollständig besetzt waren und höhere Tarifsteigerungen für einen Anstieg von etwa 8% sorgten. Insgesamt lagen die Personalaufwendungen mit 4.755 TEUR um etwa 339 TEUR über dem Vorjahreswert von 4.416 TEUR. Die Kosten für die Versicherungsleistungen stiegen an, da mittlerweile alle Neubauten vollumfänglich im erweiterten Versicherungsschutz enthalten sind und Zusatzabsicherungen für kritische IT-Bereiche abgeschlossen wurden. Während die Marketingaktivitäten in einem schwierigen Gästejahr 2022/23 wieder deutlich erhöht wurden, nahmen die Miet- und Pachtaufwendungen nur leicht zu. Im sonstigen betrieblichen Aufwand konnte, unter anderem aufgrund gesunkener Kosten für externe, weiterberechnete Dienstleistungen und geringerer Mietkosten für Pistenraupen, sogar ein leichter Rückgang zum Vorjahr erzielt werden. Nachdem sich im Vorjahr eine hohe Veränderung bei den Abschreibungen durch die erstmalige Aktivierung des Gesamtprojektes "Neubau Nebelhornbahn" ergab, fiel der Anstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr nur sehr gering aus. Die Abschreibungen erhöhten sich von 3.638 TEUR nur auf 3.694 TEUR, da viele geplante Investitionen aufgrund der negativ ausgefallenen Umsatzzahlen im Winter auf die Folgejahre verschoben wurden. Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr -606 TEUR und lag damit gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von -641 TEUR um 35 TEUR niedriger. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 500 TEUR aus früher beantragten Krediten abgerufen, aber keine weiteren Kredite aufgenommen und größere Tilgungen für die kreditfinanzierten projektbezogenen Neubauaktivitäten an der Nebelhornbahn geleistet. Da ein größerer Teil der aufgenommenen Kredite nicht variabel, sondern mit einem Fix Zins abgeschlossen wurde, haben sich auch die umfangreichen Zinssteigerungen am Kapitalmarkt in 2022/23 nur sehr gering ausgewirkt. Unter Berücksichtigung dieses Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresergebnis in Höhe von 801 TEUR. Unter Einschluss des Verlustvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von -2.860 TEUR ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von -2.058 TEUR. Die Ausschüttung einer Dividende ist, wie auch im Vorjahr, nicht vorgesehen. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die geringen ausgefallenen Investitionen im Anlagevermögen von 1.366 TEUR wurden durch Abschreibungen finanziert. Investitionen von knapp 369 TEUR resultieren aus den Restarbeiten und dem Abschluss von Tätigkeiten im Umfeld des Großprojekts "neue Nebelhornbahn", bei welchem nun Bahn und Infrastrukturanlagen wie die Fußgängerbrücke als Anlagen vollständig aktiviert sind. Weitere Investitionen von knapp 521 TEUR resultieren aus Pistenraupenkauf, etwa 156 TEUR entfielen auf Parkplatzanlagen und 320 TEUR resultieren aus unterschiedlichen Investitionen in einen Großrechner sowie Schneeketten, ein Quad, Software und sonstige Kleinanlagen. Zum Bilanzstichtag bestehen noch immer Verbindlichkeiten aus den Investitionen Neubau Nebelhornbahn in Höhe von insgesamt 2.900 TEUR, die erst im neuen Geschäftsjahr mit finaler Klärung der Lärmthematik zur Zahlung anstehen. Die Bilanzsumme veränderte sich von 66.171 TEUR im Vorjahr auf 62.661 TEUR. Die Liquidität des Unternehmens betrug zum Bilanzstichtag 4.805 TEUR (Vorjahr 5.460 TEUR). Der Deckungsgrad des Eigenkapitals am Anlagevermögen veränderte sich gegenüber dem Vorjahr von 22 % auf 24 %. Das Verhältnis des Eigenkapitals zum übrigen Kapital veränderte sich gegenüber dem Vorjahr von 1 : 4,2 auf 1 : 3,7. Die flüssigen Mittel verringerten sich aufgrund der umfangreichen Tilgungsleistungen sowie einer weiteren Teilzahlung über 2.000 TEUR aus den Restverbindlichkeiten für Investitionen Neubau Nebelhornbahn gegenüber dem Bilanzstichtag im vorausgehenden Geschäftsjahr von 5.460 TEUR auf 4.805 TEUR. Die Liquidität war im Berichtsjahr aufgrund operativer Einnahmen und abgeschlossener Kreditvereinbarungen stets gewährleistet. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Die schon vor dem Neubauprojekt bestehenden marktüblich verzinsten Darlehen sowie die zur Tilgung anstehenden neuen Darlehen im Rahmen des Neubauprojektes wurden alle planmäßig getilgt. Nach der Corona-Pandemie und dem Abschluss der Großbaumaßnahmen "Nebelhornbahn Neu" konnte auch das zweite Geschäftsjahr mit normalem Geschäftsbetrieb die erfreuliche Entwicklung des Vorjahres fortsetzen. Die Ergebnisse und die Finanz- und Vermögenslage werden wieder vorrangig beeinflusst durch das Wettergeschehen und eigenständige Entscheidungen zum Investitions- und Prozessablauf in der Nebelhornbahn. Die Absicherung der erforderlichen Liquidität war trotz der stark ansteigenden Inflation und Kostensteigerungen in vielen Bereichen jederzeit gegeben. RISIKOBERICHT Den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in Bezug auf die Ausübung eines systematischen Managements aller unternehmerischen Risiken wird in der Nebelhornbahn Rechnung getragen. Im Rahmen eines Risikofrüherkennungssystems sind die Einzelrisiken identifiziert. Das Erreichen der Planziele sowie das Auftreten von Risiken werden regelmäßig und kontinuierlich auf der Basis eines implementierten Berichtswesens überwacht. Auf dieser Informationsgrundlage ist der Vorstand frühzeitig in der Lage neue Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Marktrisiken ergeben sich vor allem aus der allgemeinen Entwicklung des Tourismus sowie insbesondere der Entwicklung in der Destination Oberallgäu/Kleinwalsertal. Als neuartiges Risiko wurde erstmals im Jahr 2020 das Risiko einer Pandemie mit den Folgeschäden bezüglich europäischer Reiseaktivitäten und angeordneter Betriebsschließungen für Bergbahnbetriebe mit aufgenommen. Weiterhin besteht ein Risiko im Wettbewerb mit in- und ausländischen Bergbahnbetreibern aber auch mit Vergnügungsparks, neuen Sportarten und ähnlichen Freizeitangeboten. Dieses Risiko minimieren wir durch eine laufende Marktbeobachtung, so dass sich hoffentlich nur geringe Auswirkungen auf unser Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergäben. Finanzrisiken können sich insbesondere aus der Entwicklung des allgemeinen Zinsniveau sowie aus der Auflösung von Kooperationen und Poolgemeinschaften sowie ungünstigen Eigenkapital-/Fremdkapitalrelationen ergeben. Die Zinsentwicklung am Kreditmarkt wird ständig beobachtet, um rechtzeitig langfristige Bindungen einzugehen und beispielsweise durch Zinssicherungen auf Veränderungen zu reagieren. Die langfristige Zinsbindung größerer Kreditbeträge hat sich auch im Geschäftsjahr 2022/23 positiv ausgezahlt. Die Liquidität der Gesellschaft ist zusätzlich abgesichert durch die zugesagten Kreditlinien der Hausbanken, so dass in normalen Geschäftsjahren mit geringen Auswirkungen auf unser Ergebnis zu rechnen ist. Umfeldrisiken resultieren hauptsächlich aus anhaltenden Schlechtwetterperioden sowie aus Lawinen- und Sturmschäden, aber auch aus Einschränkungen touristischer Reisefreiheiten bzw. behördlich angeordneter Betriebsschließungen. Diese Risiken werden so weit wie möglich durch Beschneiungsanlagen und laufende Investitionen in attraktive Geschäftsbereiche abgemildert, beziehungsweise mit Hilfe geeigneter Versicherungen abgewälzt. Auch aus einem veränderten Ausgabeverhalten der Verbraucher aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Inflationsängsten resultieren Risiken, die im Rahmen einer laufenden Marktbeobachtung berücksichtigt werden. Durch die Corona-Pandemie ergab sich in 2019/20 und 2020/21 eine gesetzlich geforderte Einstellung des Fahrbetriebs. Dies hat sich glücklicherweise in 2021/22 und auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022/23 nicht wiederholt und mittlerweile sind alle Einschränkungen aus der Pandemie aufgehoben. Wir gehen trotz der angestiegenen Infektionslage im November und Dezember 2022/23 deshalb davon aus, dass auch der Fahrbetrieb im Geschäftsjahr 2023/24, wie auch im vergangenen Jahr, unter Einhaltung normaler Regeln vollumfänglich möglich sein wird. Sollte unerwartet doch wieder eine behördlich angeordnete Betriebsschließung erfolgen, kann die Notwendigkeit von zusätzlichen Kreditaufnahmen oder in besonders langfristigen Verboten eines operativen Geschäftsbetriebes unter Umständen auch von Eigenkapitalmaßnahmen zur Sicherung der Liquidität und des langfristigen Fortbestandes der Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wir halten das Risiko aus heutiger Sicht aber nicht mehr für wahrscheinlich, sondern mittlerweile für äußerst gering und nur durch ein völlig unerwartetes mögliches erneutes Aufflammen einer Pandemie gegeben. MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER Am 31. Oktober 2023 beschäftigten wir 113 Mitarbeiter. Der Personalstand entwickelte sich wie folgt:
Die Tarifverhandlungen mit der EVG sind leider noch immer ohne neuen Abschluss geblieben. Die Geschäftsführung hat sich daher auch in 2022/23 entschieden, dass sich die ergebnislosen Tarifverhandlungen nicht zu Lasten der Arbeitnehmer auswirken sollen: Analog den Erhöhungen auf der österreichischen Seite wurde mit Wirkung zum 01. November 2022 auf die in der gültigen Lohn- und Gehaltstabelle des SBT ausgewiesenen Löhne und Gehälter eine freiwillige Zulage von 5,0 % und zum 01. Mai 2023 eine weitere freiwillige Erhöhung um 5,9% eingeführt. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Die Mitarbeiter werden regelmäßig über Arbeitssicherheitsmaßnahmen unterrichtet. Unsere Mitarbeiter haben in diesem wetterbedingt schwierigen Geschäftsjahr durch kostensensibles Arbeiten und gewissenhafte Pflichterfüllung zu einem sicheren und reibungslosen Ablauf des Betriebes und dem erfreulichen Jahresergebnis beigetragen. Hierfür sprechen wir ihnen an dieser Stelle unseren herzlichen Dank aus. Dieser Dank gilt auch dem Betriebsrat für die jederzeit gute und sachliche Zusammenarbeit. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT Für das gestartete Geschäftsjahr 2023/24 erwartet und erhofft sich die Nebelhornbahn ein Normaljahr ohne Einschränkungen im Geschäftsablauf und eine Wintersaison mit deutlich mehr Wintersporttagen als im Vorjahr. Der Start in das neue Geschäftsjahr erfolgte diesmal ohne Verzögerungen wie geplant am 09. Dezember 2023. Die Wintersportbedingungen waren dank unerwartet starker Schneefälle ab Ende November deutlich besser als in den vergangenen Jahren. Sehr gute Pistenbedingungen und offene Abfahrten bis ins Tal lockten deshalb mehr Gäste als in den Vorjahren in die Wintersportgebiete und an das Nebelhorn. Nach den ungewöhnlich schneereichen Tagen im Dezember kam es aber kurz vor Weihnachten zu der bekannten Warmwetterphase, die diesmal zusätzlich von starkem Wind begleitet wurde. Der Winter zog sich in große Höhen zurück und Tiefdruckgebiete mit Regen und Sturm dominierten die dritte Dezemberwoche. Erste Ausfalltage waren die Folge. Die Gipfelbahn wurde von einem Eisregen getroffen und stand reparaturbedingt für einige Tage nicht zur Verfügung. Sollte der weitere Winterverlauf ebenfalls deutlich zu warm ausfallen und von vielen Sturmtagen geprägt sein, würde dies zu Umsatzausfällen und aufgrund Pistenpräparierungen zu stark steigenden Energiekosten führen. Stark negative Effekte würden sich auch aus einer unerwartet negativen Entwicklung der Influenza-/ Corona-Ausbreitung in Europa ergeben. Zwar wurden alle Einschränkungen aus der Pandemiezeit aufgehoben, die Krankheitswelle aus unterschiedlichen Grippeviren hat im Herbst 2023 aber wieder stark zugenommen und zu Engpässen bei Personal und eingeschränkten Kapazitäten geführt. Eventuelle Einschränkungen unseres Geschäftsbetriebes und eine ausbleibende touristische Nachfrage würden sich unmittelbar auf Umsatz und Ergebnis auswirken und bei sehr langen Einschränkungen des Geschäftsbetriebes ohne staatliche Unterstützungsmaßnahmen sogar die Unternehmensfortführung bedrohen. Weitere Risiken für das begonnene Geschäftsjahr resultieren aus einer eventuell wieder ansteigenden Inflation und damit verbundenen starken Einkommens- oder Vermögensverlusten der Verbraucher. Insbesondere steigende Energie-, Heiz- und Lebensmittelpreise in unserem Kundenbereich stellen ein Risiko für die Umsatz- und Ergebniserwartungen 2023/24 dar. Besonders betroffen von den bereits bekannten Änderungen im steuerlichen Umfeld 2023/24 werden unsere Gastronomiebetriebe am Berg sein. Durch die Anhebung der Umsatzsteuer auf Speisen zum 01.01.2024 wird eine deutliche Preissteigerung die Folge sein. Die Auswirkung auf die Nachfrage im Gastronomiebereich ist nur schwer abzuschätzen. Positive Effekte im gerade gestarteten Geschäftsjahr 2023/24 könnten sich aus einem wettertechnisch wieder positiveren Winterbetrieb mit vielen Sonnentagen in den kommenden Wintermonaten ergeben. Die erste Grundlage für eine solche Ausgangslage wurde durch größere Schneefälle vor der Wintersaison bereits gelegt und das Interesse am Skisport durch die weiße Winterlandschaft und gut präparierte Pisten wieder entfacht. Auch ein höher als erwarteter Gästezustrom im Sommer aufgrund des attraktiven Gesamtangebotes in Oberstdorf und Umgebung sowie die stärkere Orientierung der Verbraucher auf reisetechnisch näher gelegene Tourismusgebiete wie das Allgäu würden das Ergebnis der Nebelhornbahn-AG positiv beeinflussen. Im Vordergrund des Geschäftsjahres 2023/2024 im Investitionsbereich steht die weitere Optimierung der Beschneiung, die Verbesserung der Parkplatzsituation und der Verkehrsleitsysteme zusammen mit dem Markt Oberstdorf und anderen Bergbahnen und der Ausbau der Brandmeldeanlagen und weiterer Sicherungssysteme am Berg. Im laufenden Geschäftsjahr werden dabei auch Projekte und Investitionen nachgeholt, die im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zur Umsetzung gelangten. Die Finanzierung der eingeplanten Investitionen von etwa 1.500 TEUR, insbesondere im Bereich Parkplatz-Restarbeiten im Talbereich, ist durch Darlehensverträge, die bestehenden Kreditlinien und die erwarteten operativen Zahlungszuflüsse gewährleistet. Die kontinuierliche Tilgung der aufgenommenen Darlehen für den Neubau der Nebelhornbahn wird das Risiko aus allgemeinen Zinssteigerungen reduzieren. Aufgrund von bereits erfolgten und auch 2024 zu erwartenden Lohnsteigerungen und dem weiteren Anstieg des Mindestlohnes werden die Personalaufwendungen wieder ansteigen. Einen starken Anstieg erwarten wir auch im Bereich der operativen Betriebskosten. Vor allem die auf hohen Energiebedarf angewiesenen Bereiche wie Pistenoptimierung werden durch die Preisentwicklung bei Energie und Treibstoffen deutlich höhere Kosten nach sich ziehen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen sollte auf Basis der erreichten Darlehenshöhe durch die geplanten Tilgungen und den längerfristigen Zinsbindungen bei einem Großteil der Kredite nur geringfügig höher ausfallen. Durch die Gästezahlen, die etwa auf Niveau 2022/23, aber mit einem stärkeren Wintergeschäft, erwartet werden, rechnen wir mit höheren Bahn- und Gastronomieumsätzen, welche die genannten Aufwandssteigerungen zum größten Teil kompensieren sollten. In Summe rechnen wir für das Geschäftsjahr 2023/24 nach einem pünktlich gestarteten Saisonstart, trotz erster negativer Wetterkapriolen mit Gästezahlen von mehr als 525.000 Kunden. Etwa auf Vorjahresniveau und über den früher erreichten Rekordwerten aus Vor-Corona-Zeiten. Beim Jahresergebnis gehen wir bei den skizzierten Rahmenbedingungen, den höher erwarteten Energiepreisen und Nachholarbeiten im Material- und Projektbereich von einem positiven Ergebnis aus, dass leicht unter dem erreichten Niveau des gerade abgeschlossenen Geschäftsjahres 2022/23 liegt. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289f ABS. 4 HGB Zielgröße für Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" enthält Regelungen zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Aufsichtsräten, Leitungsorganen und den ersten beiden Führungsebenen in privaten Unternehmen. Im ersten und zweiten Erfüllungszeitraum (bis zum 30. Juni 2017 bzw. 30. Juni 2022) wurde sowohl bei der Besetzung der Aufsichtsratsmitglieder wie auch bei der Besetzung des Vorstands die Zielquote erfüllt. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, für den gemäß des "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" definierten Erfüllungszeitraum (bis zum 30. Juni 2027) eine Zielquote für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat von 0 % und im Vorstand von 0 % festzulegen. Die Aufsichtsratsmandate der Kapitalseite setzen sich derzeit aus Vertretern der Großaktionäre zusammen. Hier soll durch Zielquoten keine Einschränkung bei der Auswahl von neuen Aufsichtsratskandidaten getroffen werden. Der Vorstand hat beschlossen, für den gemäß des "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" definierten Erfüllungszeitraum (bis zum 30. Juni 2027) eine Zielquote für den Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene von 0 % und in der zweiten Führungsebene von 0 % (entsprechend 0 Dame/n) festzulegen. Die erste Ebene unterhalb des Vorstands wird durch die Teamleiter Gastronomie, Kasse, Außenbereich, Seilbahnen und Elektrik gebildet. Die zweite Ebene unterhalb des Vorstands ist aufgrund der geringen Mitarbeiteranzahl nicht vorhanden. Bei der Besetzung ist der Grad der technischen Ausrichtung der Gesellschaft zu berücksichtigen, weil in den tradierten "Männerberufen" die Anzahl der männlichen Kandidaten deutlich überwiegt. Da die Führungskräfte der Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft auch in der Zukunft vorwiegend aus den eigenen Reihen besetzt werden sollen, ist zu berücksichtigen, dass i.d.R. keine Kandidatinnen zur Verfügung stehen, die eine technisch/gewerblich geprägte Funktion ausfüllen könnten.
Oberstdorf, 05. Januar 2024 Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft Der Vorstand BILANZ ZUM 31. OKTOBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2022/23 vom 01. November 2022 bis 31. Oktober 2023
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
ANHANGFORM DER RECHNUNGSLEGUNG Die Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft, Oberstdorf, hat ihren Sitz in Oberstdorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kempten (Reg. Nr. HRB 1040). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde gemäß §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne der §§ 264 ff i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB. Der Grundsatz der Stetigkeit in der Darstellung sowie in der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde beachtet. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist gegeben. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer - im Zugangsjahr zeitanteilig - linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Planmäßige Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 EUR netto werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Passiva Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wurde nicht gewählt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. ERLÄUTERUNG DER BILANZ AKTIVA 1) ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Aufstellung dargestellt. 2) SACHANLAGEN Die Investitionen 2022/23 betreffen Positionen aus dem Nachlauf des Großprojektes "Nebelhornbahn Neu" in Höhe von etwa 369 TEUR, zwei Pistenraupenzugänge in Höhe von 521 TEUR, weitere Arbeiten an Parkplatzanlagen in Höhe von knapp 156 TEUR sowie ein neues Quad mit 31 TEUR. Weiterhin wurden in geringerem Umfang in die Erweiterung bestehender Anlagen für die Beschneiung investiert, ein neuer Server installiert sowie Schneeketten, Büroausstattungen und IT-Anlagen erneuert. 3) VORRÄTE
4) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. 5) FLÜSSIGE MITTEL
PASSIVA 6) GEZEICHNETES KAPITAL Das Grundkapital von 2.704.000,00 EUR (Vj.2.704.000,00 EUR) ist in 1.352.000 (Vj.1.352.000) auf den Namen lautende Stückaktien zu einem rechnerischen Wert von je 2,00 EUR eingeteilt, die in Globalurkunden verbrieft sind. Die Aktien sind voll eingezahlt. Jede Stückaktie gewährt ein Stimmrecht. Die Aktien werden im Freiverkehr der Wertpapierbörse München gehandelt. Die Wertpapierkennnummer lautet A3H3LW. Nach der Kapitalerhöhung im Oktober 2018 haben uns die Marktgemeinde Oberstdorf, Oberstdorf, die Kleinwalsertaler Bergbahn AG, Riezlern, sowie die Bayerische Bergbahnen-Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Gundremmingen, mitgeteilt, dass sie nicht mehr mit 25 % oder mehr am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt sind. 7) KAPITALRÜCKLAGE Die Kapitalrücklage steht unverändert gegenüber dem Vorjahr auf 10.792.226,87 EUR. 8) GEWINNRÜCKLAGEN
Die Hauptversammlung hat aus dem Bilanzgewinn des Vorjahrs 0 TEUR in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt. 9) BILANZGEWINN/-VERLUST Unter Einbeziehung des Verlustvortrages in Höhe von -2.859.603,87 EUR und des Jahresergebnisses in Höhe von 801.383,43 EUR ergibt sich ein Bilanzverlust von -2.058.220,44 EUR. 10) RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung und ausstehende Rechnungen sowie eine Rückstellung aus der möglichen Rückzahlungsverpflichtung der Corona-Unterstützung. Gegenüber Vorjahr hat sich der Umfang der Rückstellungen für nachlaufende Rechnungen erhöht. 11) VERBINDLICHKEITEN
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt 25.644.503,40 EUR. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 39.558.474,51 EUR (Vj. 41.829 TEUR) durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen aller Bahnen, Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und sonstiger Aktiva sowie die Abtretung der Ansprüche aus sämtlichen zum Sommer- und Winterbetrieb notwendigen Dienstbarkeiten und Nutzungsvereinbarungen gesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Umsatzsteuervorauszahlungen 2023 in Höhe von 120.651,13 EUR (Vj. 123 TEUR), Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 65.757,20 EUR (Vj. 28 TEUR) und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 11.826,00 EUR (Vj. 11 TEUR) enthalten. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Haftungsverhältnisse bestehen nicht. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Im Wesentlichen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund langjähriger Pachtverhältnisse sowie Nutzungsentgelte für Skiabfahrten und Überfahrtsrechte in Höhe von 230 TEUR jährlich. ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 12) UMSATZERLÖSE
13) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 38.095,32 EUR (Vj.67 TEUR). Periodenfremde Erträge bestehen in Höhe von 47.385,54 EUR (Vj. 166 TEUR), im Wesentlichen aus Versicherungsleistungen für Vorjahresschäden und Nachzahlungen aus Indexanpassungen und einer Korrektur der Pensionslast LEW aus Vorjahren. 14) MATERIALAUFWAND
15) PERSONALAUFWAND
16) ABSCHREIBUNGEN Dieser Posten beinhaltet mittlerweile im zweiten Jahr die kompletten Abschreibungen für ein gesamtes Jahr auf die neuen Seilbahnanlagen und die neuen Gebäude und Außenanlagen im Talbereich der Nebelhornbahn. Durch die geringeren Investitionen des Jahres 2022/23 kommt es nur zu einem geringen Anstieg der Abschreibungssumme. 17) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Dieser Posten beinhaltet allgemeine Geschäftskosten wie Pachten, Versicherungen und Werbeaufwand sowie Personalgestellung. Die sonstigen Steuern sind in Höhe von 24.000,77 EUR (Vj. 24 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 127.082,22 EUR (Vj. 103 TEUR) enthalten, davon betreffend im Wesentlichen nachlaufende Rechnungen der Energieversorgung mit 77.383,76 EUR. 18) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Zinsen für Darlehen und Kosten des Bankverkehrs. Der leichte Rückgang beruht auf den bereits erfolgten Tilgungen der hohen Kredite zur Neubaufinanzierung. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGVorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust wie folgt zu verwenden:
ORGANE DER GESELLSCHAFT Aufsichtsrat Michael Lucke Wiggensbach Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerk GmbH Vorsitzender Klaus King Oberstdorf 1. Bürgermeister des Markt Oberstdorf stv. Vorsitzender Heinrich Beerenwinkel Sonthofen Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG Joachim Freudig (*) Oberstdorf Betriebsleiter Dr. Dietrich Gemmel Stuttgart Mitglied des Vorstands der Lechwerke AG Andreas Vogt (*) Sonthofen stv. Betriebsleiter
(*) von der Belegschaft gewählt
Vorstand Johannes Krieg, technischer Vorstand Oberstdorf Henrik Volpert, kaufmännischer Vorstand Sonthofen MITARBEITER Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt nach § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB:
SONSTIGE ANGABEN Die Pensionsrückstellung eines früheren Vorstands wird bei der Lechwerke AG, Augsburg, gebildet. Die für die Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft bestehende unmittelbare Verpflichtung wird in voller Höhe mit dem Anspruch gegenüber der Lechwerke AG, Augsburg, aus den weiterberechneten Zahlungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022/23 Bezüge von 22 TEUR (Vj. 21 TEUR). NACHTRAGSBERICHT Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/23 sind nicht eingetreten. An die Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft, Oberstdorf, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft, Oberstdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.10.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nebelhornbahn- Aktiengesellschaft, Oberstdorf, für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 16. Januar 2024 Müller
Treuhand GmbH
Müller, Wirtschaftsprüfer Graf, Wirtschaftsprüferin Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesNebelhornbahn-AktiengesellschaftOberstdorfDie ordentliche Hauptversammlung vom 17. April 2024 hat beschlossen, den Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von -2.058.220,44 wie folgt zu verwenden:
Oberstdorf, im August 2024 Nebelhornbahn-Aktiengesellschaft Der Vorstand |
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