Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 262002
Eingetragen
24.10.1986
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Erwerb und Veräußerung sowie Vermietung, Verpachtung und Verwaltung von Immobilien. Vermittlung des Abschlusses und Nachweis der Gelegenheit zum Abschluß von Verträgen über bebaute und unbebaute Grundstücke (für Wohn- und gewerbliche Zwecke) und Darlehen betreffend. Vorbereitung und Durchführung von Bauvorhaben als Bauherr im eigenen Namen für eigene und fremde Rechnung unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern, Mietern, Pächtern, sonstigen Nutzungsberechtigten, Bewerbern und Erwerbs- oder Nutzungsrechten sowie die wirtschaftliche Vorbereitung unter Durchführung von Bauvorhaben als Baubetreuer in fremden Namen für fremde Rechnung. Management und Verwertung von Sportlern sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alessandro Stenti
seit 13.6.2024
Prokura
Prokura
Bernd Brutschin
seit 21.9.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brutschin Wohnbau GmbH

Waiblingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BRUTSCHIN WOHNBAU GMBH, WAIBLINGEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.411.054,23 2.216.249,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.147,00 4.583,00
II. Sachanlagen 2.397.381,67 2.173.641,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.371.326,67 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.026.055,00 1.071.290,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.102.350,76
III. Finanzanlagen 12.525,56 38.025,56
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25,56 13.025,56
2. Beteiligungen 12.500,00 25.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 40.389.753,98 51.780.175,76
I. Vorräte 24.604.229,08 42.499.231,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.035.489,66 3.381.719,94
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.323,08 389.043,15
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 237.424,21 554.553,56
3. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.780.742,37 2.438.123,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.750.035,24 5.899.224,80
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.443,64 44.090,49
42.823.251,85 54.040.516,07

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 6.026.993,37 6.057.926,84
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 5.807.926,84 5.733.859,29
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -30.933,47 74.067,55
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.393.501,57 2.078.714,47
C. VERBINDLICHKEITEN 33.402.756,91 45.903.874,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.872.521,21 23.289.982,44
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 199.088,00 75.852,00
3. Übrige Verbindlichkeiten 2.331.147,70 22.538.040,32
42.823.251,85 54.040.516,07

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 5.981.531,95 2.504.430,38
2. Personalaufwand -928.606,93 -1.113.478,14
a) Löhne und Gehälter -852.434,40 -1.027.729,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -76.172,53 -85.749,00
- davon für Altersversorgung: EUR 5.331,84 (Vorjahr: EUR 6.218,70)
3. Abschreibungen -211.975,16 -123.921,80
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -211.975,16 -123.921,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.589.416,07 -2.540.662,07
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.500.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.500.000,00)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7,50 5,50
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 129.309,00 170.534,30
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 28.826,39 (Vorjahr: EUR 10.239,65)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -13.000,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.228.761,57 -564.182,78
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 933,33 (Vorjahr: EUR 8.937,66)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -160.811,31 252.231,42
11. Ergebnis nach Steuern -21.722,59 84.956,81
12. Sonstige Steuern -9.210,88 -10.889,26
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -30.933,47 74.067,55

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BRUTSCHIN WOHNBAU GMBH, WAIBLINGEN

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Brutschin Wohnbau GmbH hat ihren Sitz in Waiblingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 262002 eingetragen.

II. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG EINSCHLIEßLICH DER

VORNAHME STEUERRECHTLICHER MAßNAHMEN

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Brutschin Wohnbau GmbH wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Anhangs wurden in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter den für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handeslgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1, § 266 ff., § 275 HGB).

Der Grundsatz der Ausweisstetigkeit wurde beachtet.

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Der Grundsatz der Bilanzierungsstetigkeit wurde eingehalten.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde eingehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre unterstellt.

Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen gemindert.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und wurde in der Vergangenheit nach der linearen Methode vorgenommen. Die Zugänge des Jahres 2023 wurden bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge und Vorratsgrundstücke wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 3 HGB bewertet. Verwaltungskosten wurden nicht aktiviert. Gemäß § 255 Abs. 3 HGB wurden Finanzierungsaufwendungen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, aktiviert. Dies waren im Geschäftsjahr 2023 EUR 726.891 und kumuliert EUR 1.286.907.

Des Weiteren wurde der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr geändert. Zum 31.12.2023 erfolgte die Verrechnung der erhaltenen Anzahlungen von EUR 11.849.242 mit den Vorräten von EUR 36.453.471 gem. § 268 Abs. 5 HGB. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden dabei zum Nennwert bewertet.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird ein Pauschalabschlag vorgenommen und soweit notwendig werden Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Das Stammkapital der Gesellschaft lautet auf EUR 250.000.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde versicherungsmathematisch nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

- pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 10 Jahren

- durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %), der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

- Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden aufgrund entsprechender Vereinbarungen nicht berücksichtigt

- Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln" 2018 G".

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %; im Vorjahr: 1,78 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 7.140 (im Vorjahr: EUR 33.203). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Wesentlichkeit verzichtet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Es erfolgte lediglich die Änderung des Ausweises der Vorräte auf Bestellungen. Diese wurde im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für das aktuelle Geschäftsjahr zum 31.12.2023 wurde vom Wahlrecht gem. § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und erfolgt die Verrechnug der erahltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit den Vorräten.

Ansonsten fand ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr nicht statt.

III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres TEUR 250.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 350.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 894.090 (Vorjahr: EUR 504.020) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: EUR 647.857) die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen; es handelt sich um Steuererstattungsansprüche.

Die Forderung gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben in Höhe von EUR 237.424 (Vorjahr: EUR 375.764) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 97.659 (Vorjahr: EUR 91.028).

Die Flüssigen Mittel enthalten den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR
Nachbesserungsverpflichtungen 170.705,40
Restbaukosten 1.231.761,30
Abschluss- und Prüfungskosten 66.537,50
Aufbewahrungsverpflichtung 11.640,00
Prozesskosten 139.675,41
Eventualverbindlichkeit 100.000,00
Gewährleistung 50.000,00
Schadenersatz 710.000,00
Tantieme 16.192,00
2.496.511,61

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 199.088 (Vorjahr: EUR 78.852) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 22.912,40 86.013,50
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.086.101,94 855.448,75
übrige sonstige Verbindlichkeiten 17.117,16 1.120.600,78
1.126.131,50 2.062.063,03

Die Laufzeitangaben für die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahre
EUR
von mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 199.088,00 199.088,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 75.852,00 75.852,00 0,00 0,00
Übrige Verbindlichkeiten 2.331.147,70 2.214.456,03 116.691,67 0,00
Vorjahreswerte 22.538.040,32 22.448.010,18 90.030,14 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.872.521,21 19.533.113,47 10.706.000,00 633.407,74
Vorjahreswerte 23.289.982,44 21.587.182,56 1.355.119,26 347.680,62
33.402.756,91 21.946.657,50 10.822.691,67 633.407,74
Vorjahreswerte 45.903.874,76 44.111.044,74 1.445.149,40 347.680,62

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen eingetragene Grundschulden i.H.v. TEUR 70.081, die zugehörigen Darlehen valutieren mit TEUR 30.239. Weitere Besicherungen bestehen in Form von Abtretungen der Kaufpreisansprüche gegen die Erwerber, der Rechte und Ansprüche aus den Grundstücksankaufsverträgen, die Verpfändung der entsprechenden Kaufpreissammelkonten sowie der Abtretung der Rechte und Ansprüche aus Bau-, Werk- oder Generalunternehmerverträgen zum Finanzierungsobjekt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 5.332 (Vorjahr: EUR 6.219) enthalten.

Der GuV-Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält mit EUR 28.826 (Vorjahr: EUR 10.240) verbundene Unternehmen.

Der GuV-Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält mit EUR 933 (Vorjahr: EUR 8.938) verbundene Unternehmen.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Ausschüttungssperre

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 7.140. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der gemäß § 253 Absatz 6 HGB der Ausschüttungssperre.

Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Bernd Brutschin (Kaufmann, Geschäftsführer), Waiblingen.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 HGB beträgt:

Vollzeitkräfte 4
Teilzeitkräfte 8
12

Beteiligungen

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Brutschin Bauträger- und Baubetreuungs GmbH, Waiblingen 100,00 % 165 235
Brutschin Mannheim-Neckar GmbH, Waiblingen 52,00 % -1.180 -1.165
WW Waiblinger Wohnbau GmbH 50,00 % -6 -16

Nicht bilanzierte sonstige Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-/Pacht- und Leasingverträgen:

in EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 293.772,84
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1.289.639,70
Restlaufzeit über 5 Jahre 1.180.242,24
2.763.654,78

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat im Rahmen eines Grundstückskaufvertrags mit Bauverpflichtung und Auflassung vom 26. November 2021 zugesagt, für den Verkäufer, die B & S REAL ESTATE CAPITAL GmbH, Remshalden, vor Fälligkeit der letzten Kaufpreisrate eine harte "Patronatserklärung" abzugeben. Dies ist bislang noch nicht erfolgt. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus der Verpflichtung ist aus heutiger Sicht gering.

Die Gesellschaft hat im Rahmen eines Grundstückskaufvertrags mit Bauverpflichtung vom 19. Juli 2021 für den Verkäufer, die Brutschin GmbH & Co. KG, Waiblingen, eine "Patronatserklärung" abgegeben und sich verpflichtet dem Käufer gegenüber als Gesamtschuldner für die Erfüllung sämtlicher Verpflichtungen des Verkäufers aus dem Vertrag einzustehen.

Hinsichtlich der Fertigstellung des Projektes haben sich Verzögerungen ergeben, was zu Schadensersatzansprüchen des Käufers führen kann, die er gegen die Brutschin Wohnbau GmbH geltend machen könnte. Die Brutschin Wohnbau GmbH würde dann ihrerseits Ansprüche bei der Brutschin GmbH & Co. KG und dem Generalunternehmer geltend machen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Brutschin Wohnbau GmbH besteht, die Wahrscheinlichkeit eines bei ihr verbleibenden endgültigen Schadens wurde unter Vorsichtsaspekten mit TEUR 100 angesetzt.

Nachtragsbericht

Die Folgen des seit dem 24. Februar 2022 andauernden Ukraine-Krieges sind nicht vollständig abschätzbar, können sich allerdings auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage auswirken. Es drohen deutlich höhere Kosten. Die Geschäftsleitung überwacht regelmäßig die laufende Entwicklung und leitet wenn nötig entsprechende Gegenmaßnahmen ein.

Weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 31 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Waiblingen, 8. Juli 2024

Bernd Brutschin, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.948,56 0,00 0,00 0,00 17.948,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.950,00 1.392.909,42 0,00 1.398.859,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.308.157,15 168.044,41 0,00 -157.943,22 1.318.258,34
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.102.350,76 290.558,66 -1.392.909,42 0,00 0,00
2.410.507,91 464.553,07 0,00 -157.943,22 2.717.117,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.025,56 0,00 0,00 0,00 13.025,56
2. Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 -12.500,00 12.500,00
38.025,56 0,00 0,00 -12.500,00 25.525,56
2.466.482,03 464.553,07 0,00 -170.443,22 2.760.591,88
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.365,56 3.436,00 0,00 16.801,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 27.532,75 0,00 27.532,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 236.866,65 181.006,41 -125.669,72 292.203,34
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
236.866,65 208.539,16 -125.669,72 319.736,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 13.000,00 0,00 13.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 13.000,00 0,00 13.000,00
250.232,21 224.975,16 -125.669,72 349.537,65
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.147,00 4.583,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.371.326,67 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.026.055,00 1.071.290,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.102.350,76
2.397.381,67 2.173.641,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25,56 13.025,56
2. Beteiligungen 12.500,00 25.000,00
12.525,56 38.025,56
2.411.054,23 2.216.249,82

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BRUTSCHIN WOHNBAU GMBH, WAIBLINGEN

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der Brutschin Wohnbau GmbH (Brutschin Wohnbau) beinhaltet das Bauträgergeschäft. Es werden Grundstücke erworben und diese im Rahmen der Makler- und Bauträgerverordnung im Geschosswohnungsbau bebaut und an Kapitalanleger und Selbstnutzer veräußert. Ergänzend werden auch Einfamilienhäuser und Reihenhäuser errichtet, wenn dies bei größeren Bauplätzen erforderlich wird. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt jedoch im Geschosswohnungsbau.

Vereinzelt werden auch Immobilien gehandelt; dies jedoch nur dann, wenn sich Bauplätze im Nachhinein als schwieriger umsetzbar darstellen oder wenn beim Erwerb von Baugrundstücken Bestandshäuser vorhanden sind, die marktfähig sind. Dann werden diese marktfähigen Einheiten abgetrennt und am Markt platziert.

Außerdem wird noch der Vertrieb für Schwesterunternehmen abgewickelt.

Weiterhin ist das Unternehmen im Management und Sponsoring von Sportlern aktiv.

2. Ziele und Strategie

Die Entscheidungen der Brutschin Wohnbau GmbH sind auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet und damit darauf, nachhaltige Erträge zu erzielen. Hierbei wird mit den vorhandenen Personalressourcen eine Optimierung der Projekte angestrebt. Ein bedeutendes Umsatzwachstum wird aufgrund der eingeschränkten Personalressourcen nicht angestrebt.

Finanzierungsstrategie

Die Finanzierung der Projekte erfolgt im Wesentlichen über klassische Bauträgerkredite der Hausbanken. Bei größeren Bauprojekten wird zur Eigenkapitalunterstützung auch Mezzanine-Kapital mit eingebunden. Dieses Mezzanine-Kapital dient als Eigenkapitalersatz und schont die vorhandenen Eigenkapitalreserven.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftsleistung in Deutschland insgesamt rückläufig

Die deutsche Wirtschaft befindet sich angesichts eines krisengeprägten Umfelds insgesamt weiterhin in einer Schwächephase. So ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamts um 0,3 Prozent geschrumpft. Damit blieb die Entwicklung in Deutschland hinter der Entwicklung in den anderen großen Volkswirtschaften in der EU, den USA oder China zurück.

Wesentliche Belastungsfaktoren waren der seit Längerem schwache Auftragseingang, der sich vermehrt in der Industrieproduktion niedergeschlagen haben dürfte. Zudem dämpften gestiegene Finanzierungskosten und das Auslaufen des Umweltbonus die Investitionen. Die gestiegenen Zinsen und die ungünstige Witterung mit hohen Niederschlagsmenden belasten zudem die Bauproduktion und Bauinvestitionen.

Für 2024 erwartet die Deutsche Bundesbank eine moderate Erholung der deutschen Wirtschaft und einem moderaten BIP-Zuwachs von 0,4 Prozent. Dabei geht die Bundesbank davon aus, dass sich die expandierenden internationalen Absatzmärkte positiv auf die Exportnachfrage auswirken werden und eine rückläufige Inflation in Kombination mit deutlichen Lohnzuwächsen positive Effekte auf die private Wachstumsbeschleunigung des deutschen BIP auf + 1,2 Prozent.

Arbeitsmarkt ist weiterhin stabil

Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin robust.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland trotz der sinkenden Wirtschaftsleistung weiter um durchschnittlich 333.000 Personen (+ 0,7 Prozent) an und erreichte mit durchschnittlich 45,9 Mio. Beschäftigten damit sogar ein neues Rekordniveau. Gründe für den Anstieg waren die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie die Zunahme der Erwerbstätigkeit der inländischen Bevölkerung. Die Arbeitslosenquote in Deutschland stieg im Jahresvergleich laut Bundesagentur für Arbeit im Dezember 2023 leicht auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die ukrainische Fluchtmigration zurückzuführen. Die Bundesagentur nimmt an, dass dieser Effekt 0,4 Prozentpunkte ausmacht.

Die Bundesbank geht davon aus, dass das erreichte hohe Beschäftigungsniveau auch im Jahr 2024 gehalten werden kann. Aufgrund des gestiegenen Niveaus an Flüchtlingen kann dies im Jahresdurchschnitt jedoch zu einem durchschnittlichen Anstieg der registrieren Arbeitskosten führen.

Inflation auf weiterhin hohem Niveau, aber rückläufig

Die Entwicklung der Inflation war auch im Jahr 2023 einer der ganz wesentlichen volkswirtschaftlichen Parameter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland 2023 bei durchschnittlich 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). Damit blieb die Teuerungsrate auf einem anhaltend hohen Niveau. Die Auswirkungen der geopolitischen Krisen sind hier weiterhin spürbar. Nach dem sprunghaften Anstieg der Energiekosten im Vorjahr waren im Jahr 2023 die Preise für Nahrungsmittel, die um durchschnittlich 12,4 Prozent im Jahresvergleich zulegten, ein wesentlicher Kostentreiber. Im Jahresverlauf zeigte die Inflationsrate jedoch einen deutlichen Abwärtstrend. Auch wenn die Inflationsrate im Dezember gegenüber dem Vormonat wieder zulegte, lag sie zum Jahresende mit 3,7 Prozent doch bereits deutlich unter dem Durchschnittsniveau für das Gesamtjahr.

Zur Eindämmung der Inflation setzen die Internationalen Notenbanken auf eine Fortsetzung der restriktiven Geldpolitik mit weiteren Zinserhöhungsschritten.

Für den Jahresdurchschnitt 2024 rechnet die deutsche Bundesbank mit einem weiteren Rückgang der Inflation auf 2,7 Prozent. Bei weiter steigenden Arbeitskosten soll dazu ein nachlassender Preisdruck bei Nahrungsmitteln und Energierohstoffen beitragen.

Weiterer Zinsanstieg bei Wohnungsbaukrediten wirkt sich deutlich negativ auf Kreditnachfrage aus

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen in mehreren aufeinanderfolgenden Zinsschritten von 2,5 Prozent Ende 2022 auf 4,5 Prozent bis September 2023 weiter deutlich erhöht. Dies ging auch mit einem Anstieg der langfristigen Zinsen einher. So stieg der durchschnittliche Effektivzinssatz für an private Haushalte vergebene Wohnungsbaukredite gemäß Angaben der Deutschen Bundesbank von 3,3 Prozent im Dezember 2022 auf 4,12 Prozent im Dezember 2023. Ende 2021 hatte der vergleichbare Zinssatz noch bei 1,34 Prozent gelegen.

Die weiter gestiegenen Finanzierungskosten wirkten sich im Jahresverlauf 2023 zunehmend negativ auf die Erschwinglichkeit von Immobilien und damit auf die Nachfrage nach Immobilienkrediten aus. Das Volumen der neu vergebenen Immobilienkredite deutscher Banken an private Haushalte ist nach Angaben der Deutschen Bundesbank im Jahr 2023 auf rund 161 Mrd. Euro gesunken - ein signifikanter Rückgang gegenüber den rund 257 Mrd. Euro aus der Vergleichsperiode des Vorjahres (37,4 Prozent).

Bevölkerungszahl in Deutschland erneut gestiegen

Zum 30. September 2023 lebten laut Angaben des Statistischen Bundesamtes 84,6 Mio. Personen in Deutschland. Dies entspricht einem Bevölkerungszuwachs von 336.000 Personen (+ 0,4 Prozent) im Jahresvergleich. Die Bevölkerung Deutschlands erreichte somit einen neunen Höchststand. Gegenüber der Entwicklung im Jahr 2022 hat sich der Zuwachs jedoch abgeschwächt. Aufgrund der Fluchtbewegungen infolge des Kriegs in der Ukraine hatte sich der Anstieg der Bevölkerung im Jahr 2022 noch auf rund 1,1 Mio. Personen belaufen. Getragen wird diese positive Entwicklung ausschließlich aus der Nettozuwanderung. Gegenläufig wirkte sich der Überschuss der Sterbefälle gegenüber den Geburten auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Bereits seit den frühen 1970er-Jahren übersteigen in Deutschland die Sterbefälle die Geburten.

Die Entwicklung der Anzahl der Haushalte stellt die wichtigste Nachfragedeterminante für die Nachfrage nach Wohnraum dar. Mehrere gesellschaftliche Entwicklungen sorgen dafür, dass dieser Wert in den vergangenen Jahren überproportional zur Bevölkerungsentwicklung gestiegen ist. Während sich die Bevölkerungszahl von 2000 bis 2022 lediglich um 2,5 Prozent erhöhte, stieg die Zahl der Haushalte laut Statistischem Bundesamt im selben Zeitraum um 8,5 Prozent. Wesentlich getrieben ist dies vom wachsenden Anteil der Einpersonenhaushalte, der in diesem Zeitraum von 35,8 Prozent auf 40,8 Prozent anstieg. Ein Grund dafür ist beispielsweise die zunehmende Anzahl Alleinstehender (Singularisierung) unter anderem aufgrund einer steigenden Lebenserwartung. Das Statistische Bundesamt rechnet bis 2040 mit einem weiteren Anstieg des Anteils an Einpersonenhaushalten.

Bedingt durch diese Faktoren ist auch in den kommenden Jahren mit einer steigenden Wohnraumnachfrage in den deutschen Städten mit guter Infrastruktur zu rechnen.

Baugenehmigungen und Fertigstellungen rückläufig

Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist von Januar bis November 2023 um 25,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 238.500 Wohnungen eingebrochen. Darin sind sowohl neu zu errichtende Gebäude als auch neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. Im Neubaubereich gingen insbesondere die Genehmigungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern drastisch um 38,6 Prozent beziehungsweise 49,2 Prozent zurück, während bei den Mehrfamilienhäusern ein Rückgang um 23,8 Prozent zu verzeichnen war.

Diese Entwicklung spricht auch für deutlich rückläufige Baufertigstellungen. Während im Jahr 2022 in Deutschland noch rund 295.000 Wohnungen fertiggestellt wurden, geht das ifo Institut für 2023 nur noch von 245.000 und für 2025 von rund 175.000 Wohnungen aus. Damit wird das Ziel der Bundesregierung von jährlich 400.000 neuen Wohnungen deutlich verfehlt.

Krise verstärkt Wohnungsmangel

Die steigende Nachfrage nach Wohnraum infolge der positiven Entwicklung der Haushalte und der Bevölkerung sowie das weiter sinkende Angebot an neuen Wohnungen verschärfen den Wohnungsmangel in Deutschland. Eine Studie des Pestel Instituts kam zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2023 mehr als 700.000 Wohnungen in Deutschland fehlten. Dies sei das größte Wohnungsdefizit seit mehr als 20 Jahren. Vor allem bei den bezahlbaren Wohnungen werde der Mangel immer größer.

Auch der weitere Abbau von Wohnungsleerständen spiegelt die Knappheit am Wohnungsmarkt wider. Die zeigten die Daten des aktuellen CBRE-empirica-Leerstandsindex. Ende 2022 lag der marktaktive Leerstand, das heißt Geschosswohnungen, die unmittelbar vermietbar oder mittelfristig aktivierbar sind, bei 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent). Damit sank der absolute Leerstand im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich um rund 53.000 auf rund 554.000 Wohnungen (Vorjahr: 607.000 Wohnungen). Es gab seit 22 Jahren erstmals keinen Anstieg in einem der analysierten 400 Kreise. Die niedrigste Quote wies unverändert München mit 0,1 Prozent auf, gefolgt von Frankfurt am Main, Münster und Freiburg mit jeweils 0,2 Prozent.

Vergleichsweise moderate Rückgänge der Preise für Neubauwohnungen im Jahr 2023

Die Preise für Neubauwohnungen in Deutschland in den Top-7-Städten sind 2023 moderat gesunken. Gemäß den Daten des Beratungsunternehmens bulwiengesa ergibt sich als Mittelwert der Preisentwicklungen in den einzelnen Städten ein durchschnittlicher Rückgang von rund 4 Prozent. Nach Einschätzung von bulwiengesa haben sich die Städte Stuttgart und München hier am stabilsten entwickelt, während die Preisrückgänge in Hamburg und Frankfurt am Main etwas stärker ausgefallen sind.

Für 2024 gehen wir von einer Stabilisierung der Preise für Neubauimmobilien in den attraktivsten Metropolregionen Deutschlands aus, da dem nach wie vor sehr knappen Angebot in diesen Regionen ein erheblicher und wachsender Nachfrageüberschuss gegenübersteht. Dies spiegelt sich auch in der nachhaltigen positiven Mietentwicklung wider. Zusätzlich preisstabilisierend für unser Produkt wirkt die hohe Energieeffizient im Neubau. Unsanierte Altbauten haben deutlich an Wert verloren.

Bei den Mieten zeigt die Tendenz weiterhin eindeutig aufwärts. Die anhaltende hohe Nachfrage nach Mietwohnungen trifft auf einen Mangel an bezahlbarem Angebot. Die Nettozuwanderung und rückläufige Neubauaktivitäten verschärfen die Knappheitssituation. Neben den Kaltmieten sind auch die Nebenkosten infolge der Energiekrise enorm gestiegen, was zu einer deutlichen Kostenbelastung für Mieter geführt hat. Dies hat einen zusätzlichen Nachfragedruck auch von Mietern nach energieeffizienten Wohnungen und damit Neubauten ausgelöst.

Laut bulwiengesa erhöhten sich die Erstvermietungsmieten für Neubauten in Deutschland im vierten Quartal 2023 in den Top-7-Städten um durchschnittlich 4,3 Prozent.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Es wurden zwei größere Projekte und ein kleineres Projekt fertiggestellt und an die Kundschaft übergeben. Weiterhin wurden wiederum diverse Bauprojekte vorbereitet und angearbeitet. Derzeit sind drei Bauprojekte angearbeitet. Elf Bauplätze werden derzeit projektiert.

Die Umsatzerlöse haben sich in 2023 im Vergleich zu 2022 wesentlich erhöht. Dies ist zurückzuführen auf die Übergabe der großvolumigen zwei Bauprojekte.

Durch die Übergabe bedingt hat sich eine Verminderung des Bestands der fertigen und unfertigen Erzeugnisse, diese beträgt TEUR 6.046. Die Gesamtleistung betrug TEUR 21.479 und damit TEUR 397 höher als im Vorjahr.

Die Personalaufwendungen sind um TEUR 184 gefallen. Dies hat seine Gründe im Abbau von einem Arbeitsplatz.

Die Abschreibungen sind um TEUR 88 erhöht. Dies hat seine Ursache in der Abschreibung des übergebenen Objektes Sindelfingen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 3.589 und lagen TEUR 1.049 über dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis beträgt TEUR - 1.100, im Vorjahr waren hier noch TEUR - 393 gegeben. Im Einzelnen:

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Zinserträge 129 171
Zinsaufwendungen - 1.229 - 564
Beteiligungserträge 0 0
sonstige Erträge und Aufwendungen 0 0
Finanzergebnis - 1.100 -393

b) Finanzlage

Die Finanzierung der Bauprojekte erfolgte über Eigenkapital, Mezzanine-Kapital, Aufnahme von Bankdarlehen und Käuferanzahlungen gem. MaBV und ist auf derzeitigem Geschäftsniveau unproblematisch erreichbar. Bei manchen Kreditgebern wird mit dem sog. Zweikonten-Modell gearbeitet, in dem für die Käuferanzahlungen ein Guthabenkonto geführt und für die Baukosten ein Bauträgerdarlehen aufgenommen wird. Die liquiden Mittel zum 31.12.2023 betragen TEUR 13.750 (Vorjahr: TEUR 5.899), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 30.873 (Vorjahr: TEUR 23.290). Erhaltene Anzahlungen von Käufern waren mit TEUR 11.849 (Vorjahr TEUR 18.849) gegeben.

Die Liquiditätslage ist geordnet. Im Vergleich zum Vorjahr verläuft der Abverkauf etwas verhaltener was zur Folge hat, dass Bankfinanzierungen in höherem Umfang in Anspruch genommen werden müssen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 14,1 %. Unter Berücksichtigung einer hohen Bilanzsumme durch die Konstellation der Zweikonten-Finanzierung (hohe Liquidität bei gleichzeitig hoher Fremdfinanzierung im Bereich der Projektfinanzierung) halten wir die Eigenkapitalausstattung für ausreichend.

Die Finanzlage war jederzeit geordnet. Die Finanzierung konnte in erheblichem Umfang über Käuferanzahlungen erfolgen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele nach der Makler- und Bauträgerverordnung zu vereinnahmen.

c) Vermögenslage

Bilanz zum 31.12.2023
TEUR
% Bilanz zum 31.12.2022
TEUR
% Änderung ggü. d. Vorjahr
in TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 1 0,0 5 0,0 -4 -80,0
Sachanlagen 2.397 5,6 2.174 4,0 223 10,3
Finanzanlagen 13 0,0 38 0,1 -25 -65,8
Vorräte 36.453 85,2 42.499 78,6 -6.046 -14,2
erhaltene Anzahlungen -11.849 -27,7 0 0,00 -11.849 -544,0
Forderungen 400 0,9 54 0,1 346 640,7
Sonstige Vermögensgegenstände 1.635 3,8 3.328 6,2 -1.693 -50,9
Flüssige Mittel/Wertpapiere 13.751 32,2 5.899 11,0 7.852 133,1
Rechnungsabgrenzungsposten 22 0,0 44 0,0 -22 -50,0
Summe Aktiva 42.823 100,0 54.041 100,0 -11.218 -20,8
Bilanz zum 31.12.2023
TEUR
% Bilanz zum 31.12.2022
TEUR
% TEUR %
PASSIVA
Eigenkapital 6.027 14,1 6.058 11,2 -31 -0,5
Rückstellungen 3.393 8,1 2.079 3,9 1.314 63,2
Kreditverbindlichkeiten 30.873 72,1 23.290 43,1 7.583 32,6
Erhaltene Anzahlungen 0 0,0 18.849 34,9 -18.849 -100,0
Lieferverbindlichkeiten 1.205 2,9 1.627 3,0 -422 -25,9
Verbundverbindlichkeiten 199 0,5 76 0,1 123 162,5
Gesellschafterverbindlichkeiten 1.087 2,6 855 1,6 232 2,6
Sonstige Verbindlichkeiten 39 0,1 1.207 2,2 -1.168 -155,3
Summe Passiva 42.823 100,0 54.041 100,0 -11.218 -20,8

Die Vermögenslage ist stark von der Größe und Dauer der Bauprojekte bestimmt.

Der 31.12.2023 ist unverändert durch hohe Vorräte, einen hohen Bestand an flüssigen Mitteln und Kreditverbindlichkeiten (teils Zweikontenmodell bei Kreditgebern) geprägt. Darüber hinaus sind geringere erhaltene Anzahlungen und der Aufbau der Rückstellungen (Restbaukosten, Schadenersatz) gegeben.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

- Entwicklung der Quadratmeterpreise

- Vergabekontrolle

- Rohertrag/Deckungsbeiträge der einzelnen Bauprojekte.

Die Quadratmeterpreise haben sich 2023 nicht entsprechend der Erhöhung der Baukosten weiterentwickelt.

4. Gesamtaussage

Die Gesellschaft hat im operativen Bereich eine Gesamtleistung TEUR 21.479 (Vorjahr: TEUR 21.082) erzielt, insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 74) ausgewiesen. Der geplante Jahresüberschuss konnte nicht erreicht werden.

Grund hierfür war, dass die Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf eine Forderung an eine Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 1.189 zu berücksichtigen war. Weiter wurden in den Rückstellungen Aufwendungen für zu leistenden Schadensersatz in Höhe von TEUR 305 und für eine ausgereichte Patronatserklärung Aufwendungen in Höhe von TEUR 100 angesetzt.

IV. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem krisengeprägten Umfeld insgesamt weiter in einer Schwächephase. So ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gemäß Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent geschrumpft. Wesentliche Belastungsfaktoren waren die Einschränkungen des globalen Handels infolge der geopolitischen Spannungen für die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft, die Auswirkungen der Energiekrise sowie die gestiegenen Zinsen. Die höheren Energiekosten und die allgemeinen inflationären Tendenzen belasten die produzierenden Unternehmen und die Konsumenten stark. Die infolge der sprunghaft gestiegenen Inflation deutlich höheren Zinsen hatten vor allem signifikante Auswirkungen auf die Immobilien- und Bauwirtschaft, die vorher von den sehr niedrigen Zinsen profitierte.

Für das Jahr 2024 geht die Deutsche Bundesbank von einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft und einem moderaten BIP-Zuwachs von 0,4 Prozent aus. Dabei erwartet die Bundesbank, dass sich die expandierenden internationalen Absatzmärkte positiv auf die Exportnachfrage auswirken werden und eine rückläufige Inflation in Kombination mit deutlichen Lohnzuwächsen positive Effekte für die private Konsumnachfrage haben sollten. Für 2025 rechnet die Bundesbank mit einer leichten Wachstumsbeschleunigung des deutschen BIP auf + 1,2 Prozent. Aufgrund der rückläufigen Inflation gehen die Volkswirte auch mehrheitlich davon aus, dass die EZB den geldpolitischen Spielraum ausnutzen und eine Zinswende mit mehreren Zinssenkungsschritten einleiten wird.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin robust. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland trotz der sinkenden Wirtschaftsleistung weiter um durchschnittlich 333.000 Personen (+ 0,7 Prozent) an. Die Arbeitslosenquote in Deutschland erhöhte sich laut der Bundesagentur für Arbeit im Dezember 2023 leicht auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent) im Jahresvergleich. Dieser Anstieg ist stark auf die ukrainische Fluchtmigration zurückzuführen. Die Bundesagentur geht davon aus, dass dieser Effekt 0,4 Prozentpunkte ausmacht. Die Bundesbank erwartet, dass das erreichte hohe Beschäftigungsniveau auch 2024 gehalten werden kann. Aufgrund der höheren Zahl an Flüchtlingen kann dies im Jahresdurchschnitt jedoch zu einem Anstieg der registrierten Arbeitslosen führen.

Der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland stand im abgelaufenen Jahr weiter unter dem besonderen Einfluss des stark erhöhten Zinsniveaus. Die gestiegenen Finanzierungskosten führten zu einem Einbruch der Investitionen in Wohnimmobilien sowohl bei privaten als auch institutionellen Käufern. Gleichzeitig hat sich das strukturelle Angebot-Nachfrage-Ungleichgewicht im deutschen Markt durch zum Teil zurückgestellte Bauvorhaben weiter verschärft. Während 2023 in Deutschland noch rund 270.000 Wohnungen fertiggestellt wurden, geht das ifo Institut für 2024 nur noch von 225.000 und für 2025 von 175.000 Wohnungen aus. Damit wird das Ziel der Bundesregierung von jährlich 400.000 neuen Wohnungen weiter deutlich verfehlt.

Die Preise für Neubauwohnungen in Deutschland in den Top-7-Städten sind 2023 moderat gesunken. Gemäß den Daten des Beratungs- und Bewertungsunternehmens bulwiengesa ergibt sich als Mittelwert der Preisentwicklung in den einzelnen Städten ein durchschnittlicher Rückgang von rund 4 Prozent im Jahresvergleich.

Für 2024 gehen wir von einer Stabilisierung der Preise für Neubauimmobilien in den attraktivsten Metropolregionen Deutschlands aus, da dem nach wie vor sehr knappen Angebot in diesen Regionen ein erheblicher und wachsender Nachfrageüberschuss gegenübersteht. Zusätzlich preisstabilisierend für unser Produkt wirkt die hohe Energieeffizienz im Neubau. Unsanierte Altbauten mit einer schlechten Energiebilanz haben in den letzten zwei Jahren am schnellsten an Wert verloren.

Die Baukosten sind im abgelaufenen Jahr weiter gestiegen bei einer deutlich nachlassenden Aufwärtsdynamik. So haben sich die Baupreise für Neubauwohnungen bis November 2023 um + 4,3 Prozent im Jahresvergleich erhöht. Wir gehen für das Jahr 2024 von durchschnittlich stabilen Baukosten aus.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir nach dem derzeitigen Kenntnisstand mit einem negativen Ergebnis.

Dies hat seine Ursache darin, dass in 2024 geringere Roherträge aus Projektübergaben realisiert werden können. Das Ergebnis ist weiterhin durch die Vertriebskosten für die Neubauprojekte gekennzeichnet. Je nach Abverkauf werden sich die Vertriebskosten im Jahr 2024 ergeben. Mit Einflüssen von Tochtergesellschaften wird derzeit nicht gerechnet.

Für 2025 wird mit einem Ansteigen der Erträge aus übergabereifen Bauprojekten gerechnet.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Grundstückserwerb und Bebauung

Der Erwerb zukünftiger Baugrundstücke wird unter Berücksichtigung der Lage, der Bodenbeschaffenheit und des bestehenden Baurechts vorgenommen. In diesem Zusammenhang bestehen Risiken. So können z. B. Markt- und Wettbewerbseinschätzungen, Verzögerungen bei Planfeststellungsverfahren, nicht ganz treffende Standort- und Projektentwicklungsplanungen, Kontaminationsrisiken, Denkmalschutz- oder Umweltauflagen, Nachunternehmer-Ausfallrisiken, Gewährleistungsthemen, Bauausführungsmängel oder fehlerhafte Baustoffe- oder Bauelemente weitere Risiken mit sich bringen. Um diese Risiken zu minimieren bringen wir unsere Erfahrungen und unser Netzwerk in diesem Zusammenhang einbringen. Eine effiziente Bauüberwachung wird intern vorgenommen, ein hohes Maß an Transparenz hinsichtlich des einzelnen Baufortschritts und der Kostensituation ist gegeben. Auch bei externer Vergabe der Bauleitung bestehen unsere internen Kontrollen.

Baulandentwicklung / Baugenehmigung

Die schleppende Ausweisung von Bauland, teilweise unter der Auflage der Erfüllung von Sozialquoten und zum Teil extremer energetischer Auflagen bzw. die langwierige Erteilung der Baugenehmigungen haben weiter einen großen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung und kann zu Verzögerungen oder sogar Investitionen mit geringen Margen einzelner Bauvorhaben führen. Längere Projektvorlaufzeiten sind hier teilweise zu berücksichtigen, auch im Rahmen der Finanzierung. Der vereinzelt verbesserte Ablauf hinsichtlich der Fristigkeit bei der Erteilung der Baugenehmigungen nehmen wir wahr, nur bedingt können wir diesen Ablauf von unserer Seite beeinflussen.

Lieferantenrisiko

Wir greifen auf ein bestehendes Netzwerk an Unternehmern zurück, deren Qualität sich bei den in der Vergangenheit abgewickelten Bauvorhaben bewährt hat. Die laufende interne Koordination und Planung in enger Abstimmung mit den ausführenden Unternehmen ist grundsätzlich gegeben. Eine laufende Kontrolle der Leistungserbringung wird vorgenommen. Ein Ausbau unserer Partnerunternehmen wird fortgeführt.

Ertragsorientierte Risiken:

Das Wettbewerbsrisiko in unserer Branche ist stark gegeben. Mit unseren Bauprojekten entsprechen wir den Erwartungen unserer Käufer in hohem Maße und sehen nur begrenzte Risiken, wenn es um den Absatz unserer Produkte geht. Verlängerte Projektlaufzeiten können die Marge in Einzelfällen belasten.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Eine leicht verbesserte Zinsentwicklung ist im Juni 2024 seitens der EZB gegeben, weitere moderate Zinsverbesserungen angesichts einer moderaten Inflation erscheint möglich.

Aufgrund der ordentlichen Liquidität- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Währungsrisiken, die die Vermögensfinanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen können, gibt es nicht.

2. Chancenbericht

Trotz aller Wettbewerbsrisiken gelingt es durchaus, attraktive Bauplätze zu vertretbaren Kosten zu erwerben. Wir auch in Zukunft den hohen Qualitätsstandard für unsere Neubauvorhaben beibehalten, so dass auch bei steigenden Quadratmeterpreisen eine zufriedene Käuferschicht erhalten bleibt. Die Knappheit an Wohnraum wird kurzfristig nicht aufzulösen sein, sodass die Nachfrage weiter anhaltend als gut einzuschätzen ist.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir überschaubar eingeschränkt, zum Beispiel im schwierigeren Wettbewerbsumfeld, aber auch weiterhin bei den steigenden Preisen für Bauleistungen, insbesondere der technischen Gewerke.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben und eingeräumte Kreditrahmen.

Die Gesellschaft verfügt über solvente Kunden, Forderungsausfälle sind bei uns die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Unseren kurzfristigen Finanzbedarf stellen wir mit umfangreichen Kreditlinien sicher. Der Bereich der Lieferantenkredite ist, bis auf etwaige Zahlungsziele bei dem Ankauf von Baugrundstücken, von untergeordneter Bedeutung.

Wir verfolgen grundsätzlich bei unseren Finanzinstrumenten eine konservative Risikopolitik.

Wir verfügen über ein adäquates Debitorenmanagement.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Waiblingen, 8. Juli 2024

Brutschin Wohnbau GmbH

gez. Bernd Brutschin

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Brutschin Wohnbau GmbH, Waiblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der Brutschin Wohnbau GmbH, Waiblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brutschin Wohnbau GmbH, Waiblingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Waiblingen, 8. Juli 2024

AHB GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Heubach, Wirtschaftsprüfer

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