Georg Umformtechnik GmbHLiquidiert

Grubenstraße 5, 56594 Willroth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 20441
Vorher
Halde Einhundertneunundfünfzigste Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
12.12.2005
Branche
Herstellung von GesenkschmiedeteilenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Industrielle Herstellung und die Bearbeitung sowie der Vertrieb von Schmiedeteilen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Dr. Stoltze
seit 5.12.2023
Geschäftsführer
Christopher Schäfer
seit 23.12.2020
Prokura
Peter Baaten
seit 12.2.2016
Geschäftsführer
Anke Schlosser
seit 27.8.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
81.85%
L*** B*****
18.15%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Georg Group GmbH
Germany
245.000 €
90.74%
P**** B*****
25.000 €
9.26%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Georg Umformtechnik GmbH

Willroth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1.  Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen Georg Umformtechnik GmbH in Willroth, (kurz "Georg Umformtechnik" genannt) produziert Schmiedeteile für ein breit diversifiziertes Branchenfeld in der Nutzfahrzeug-, Bau-, Agrar-, Schiffs-, Bahn-, und Energieindustrie ebenso wie für den allgemeinen Maschinenbau.

Forschung und Entwicklung

Innerhalb unserer Konstruktion und Entwicklung beschäftigen wir uns weiterhin mit der Optimierung unserer Fertigungsmethoden.

2.  Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Unser wirtschaftlicher Erfolg wird von zahlreichen externen und internen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen das gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Umfeld genauso wie die Rohstoffentwicklung. Die wichtigsten Faktoren sind in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben.

Die wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt zeigten im Geschäftsjahr 2021 einen starken Wirtschaftsaufschwung im Vergleich zum Covid-19-Pandemie bedingten Konjunktureinbruch im Vorjahr. Europa verzeichnete im Berichtszeitraum ein hohes Wirtschaftswachstum, wenngleich sich die  vierte  Corona-Welle gegen Ende des Geschäftsjahres 2021 sowie die Engpässe in den globalen Lieferketten belastend auswirkten.

In den USA führte die anhaltend lockere Zinspolitik  der  amerikanischen  Notenbank  Federal  Reserve  (FED)  zu  unverändert reger Investitionstätigkeit der Industrie sowie zu hoher Nachfrage der Privathaushalte. Chinas Wirtschaft verzeichnete im Berichtszeitraum einen unverändert starken Anstieg, vor allem getrieben durch einen boomenden Außenhandel. Auch Schwellenländer wie Brasilien oder Indien verzeichneten im Jahresverlauf eine Erholung des Wirtschaftswachstums von den Folgen der Pandemie.  Belastend wirkten sich die durch die Pandemie entstandenen Engpässe und Verzögerungen in den globalen Lieferketten aus.

Dringend benötigte Rohstoffe und industrielle Produkte fehlten oder konnten nur mit deutlicher Verspätung geliefert werden, was weltweit zu Produktionseinschränkungen führte, vor allem in der Automobil- und Elektroindustrie. Infolgedessen kam es zu einem Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise.  

Geschäftsverlauf

In der Industriebranche entwickelte sich seit Anfang 2021 die Lage sehr positiv. Die Auftragslage der Georg Umformtechnik GmbH ist seitdem stabil mit steigender Tendenz, sodass die Geschäftsführung von einer weiteren, positiven Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht.

In der Industriebranche entwickelte sich seit Anfang 2021 die Lage positiv, trotz allgemeiner schlechterer Geschäftserwartung seit dem zweiten Lockdown im Herbst/Winter 2020. Die Auftragslage der Georg Umformtechnik GmbH ist gut, so dass die Geschäftsführung von einer weiteren positiven Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) lag mit 104,5 Mitarbeitern auf dem Vorjahresniveau (104,5).

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2021 gegenüber 2020 um TEUR 7.050,8 auf TEUR 27.824,9 (+33,9 %) gestiegen. Die Gesamtleistung stieg um TEUR 8.996.

Die Materialaufwendungen sind von insgesamt TEUR 12.536,4 um TEUR 7.117,9 auf TEUR 19.654,3 (+56,8 %) gestiegen. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) entwickelte sich im Jahr 2021 von 60,7 % auf 64,1 %, im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Rohstoffpreise bzw. Zuschläge. Der Rohgewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.108,7 um TEUR 2.921,4 auf TEUR 11.030,1 in 2021 (+ 36,0 %).

Die Personalaufwendungen stiegen um TEUR 591 auf TEUR 5.754 im Wesentlichen durch die verbesserte Auftragslage und den Wegfall der Kurzarbeit. Der Anteil an der Betriebsleistung beträgt 18,8 % (Vorjahr: 25,0 %). Die Abschreibungen stiegen um TEUR 61,6 auf TEUR 649,6 aufgrund der durchgeführten Investitionen. Das Zinsergebnis sank auf Grund gesunkener Zinsaufwendungen um TEUR 9 auf TEUR 131. Insgesamt beträgt das Ergebnis vor Steuern TEUR + 308. Der Jahresüberschuss betrug TEUR 301 (Vorjahr Jahresfehlbetrag: TEUR - 753). 

Finanzlage

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrags verkauft. Zum Bilanzstichtag war ein Forderungsbestand zum Nominalwert von TEUR 3.502 (Vorjahr: TEUR 1.354) verkauft. Der Cashflow, bestehend aus dem Jahresergebnis zuzüglich der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, beträgt TEUR + 951. Die Eigenkapitalquote betrug 35,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 38,2 %).

Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gesichert.

Vermögenslage

Den Zugängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen von TEUR 47 stehen Abschreibungen von TEUR 650 gegenüber. Der Aufbau des Vorratsbestands ist auf produkt- und marktbedingte Bedarfsveränderungen sowie gestiegene Rohstoffzuschläge zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten am Bilanzstichtag im Wesentlichen Forderungen aus Stromsteuerrückforderungen (TEUR 99) sowie Forderungen nach dem Infektionsschutzgesetz (TEUR 62) und Umsatzsteuerguthaben (TEUR 62). Die liquiden Mittel verminderten sich stichtagsbedingt um TEUR 358 auf TEUR 7.  Die Verminderung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens um TEUR 5 steht in Zusammenhang mit der ratierlichen Abschreibung der Sonderzahlungen an Leasinggeber. Das Eigenkapital stieg um den Jahresüberschuss 2021 (TEUR 301) auf TEUR 5.893. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt von TEUR 3.158 um TEUR 2.001 auf TEUR 5.159.

Gesamtaussage zur Lage

Nach dem Corona bedingten Einbruch 2020, konnte die Lage im Berichtsjahr 2021 stabilisiert werden.

Angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie wurde für den erforderlichen Infektionsschutz der Mitarbeiter ein Infektionsschutz- und Hygienekonzept mit Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz zum Schutz unserer Mitarbeiter eingeführt.

Für den Erfolg unseres Unternehmens sind jedoch nicht nur finanzielle Werte wesentlich, sondern auch die Erhaltung von nichtfinanziellen Werten. Darunter verstehen wir den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur, also Soziales und Umwelt, und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Lage der Gesellschaft zum Stichtag zufrieden.

Ab Januar 2020 rückte das Krisenmanagement zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Um den erforderlichen Infektionsschutz der Mitarbeiter zu gewährleisten wurde ein Infektionsschutz- und Hygienekonzept mit Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz zum Schutz unserer Mitarbeiter eingeführt.

Insgesamt konnte die Geschäftsführung durch schnelles frühzeitiges Handeln, in enger Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt, die Pandemielage gut koordinieren.

Finanzielle Leistungsindikatoren

In TEUR Ist 2021 Ist 2020
Rohergebnis 11.030 8.109
EBIT 432 -613
EBT 301 -753
EBITDA 1.082 -25

C.  Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikobericht

Die Georg Umformtechnik GmbH ist ein global agierendes Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster industrieller Märkte und Kunden beliefert. Als solches ist die Georg Umformtechnik GmbH einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Zu den wesentlichen übergeordneten Risiken gehören:

Strategische Risiken

Operative Risiken

Das von der der Georg Umformtechnik GmbH durchgeführte Risikomanagement dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestands als auch der Wertsteigerung und stellt somit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Unternehmen dar. Im Sinne einer wertorientierten Unternehmensführung ist Risikomanagement integrierter Bestandteil der Geschäftsprozesse und erstreckt sich über sämtliche strategische und operative Ebenen. 

Ein integraler Bestandteil der Risikoüberwachung und -steuerung ist der Planungs- und Controlling-Prozess innerhalb des gesamten Unternehmens. Kontinuierliches Controlling und regelmäßiges Reporting sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass größere Risiken früh erkannt und, wenn notwendig, Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass mit den im Einsatz befindlichen Überwachungs- und Risikokontrollsystemen alle Risiken rechtzeitig erkannt werden.
Das Auftreten neuer Virus-Varianten in der Coronapandemie könnte zur Verhängung von Lockdowns in einzelnen Staaten bzw. Regionen und damit zu einer konjunkturellen Abkühlung führen. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben.

Hinzu kommen externe Risiken, deren Eintritt die konjunkturelle Entwicklung negativ beeinflussen könnten. Dazu gehören unter anderem eskalierende Handelskonflikte zwischen wirtschaftlich bedeutenden Staaten sowie zunehmende politische Instabilitäten. Die hohe Staatsverschuldung vieler Ländern stellt mittel- bis langfristig ebenfalls ein Risiko dar.

Die beschriebenen Risiken des Unternehmens werden laufend überwacht. Georg ist bereit, darauf zu reagieren und entgegenzusteuern.

Aus heutiger Sicht liegen keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

Unserer Konkurrenz begegnen wir mit Wettbewerbsfähigkeit sowie Zuverlässigkeit, technologischer Innovation und hohen Qualitätsansprüchen. Zudem sehen wir angesichts zahlreicher in den Vorjahren umgesetzter Neuteilprojekte Chancen auf entsprechende Umsatzsteigerungen

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir Umsatzerlöse von TEUR 40.686. Unsere Ertragslage werden wir weiter entsprechend im Jahr 2022 verbessern können.

In TEUR Ist 04/2022 Plan 2022 Ist 2021
Umsatz 13.642 40.686 29.129
EBIT 165 643 432
EBT 121 483 301

Im Folgejahr wurde bis einschließlich April 2022 ein Umsatz in Höhe von TEUR 13.642 und ein vorläufiges Ergebnis von TEUR 121 erzielt.

Außergewöhnliche Instandhaltungskosten für einen Brandschaden sind mit TEUR 929 im ersten Quartal 2022 angefallen, die aber ebenso wie sämtliche sonstige Mehrkosten über die Feuerversicherung gedeckt werden konnten. Der Personalbestand ist stabil und entspricht den Kapazitätsanforderungen. Engpässe traten nicht auf und sind auch im zweiten Halbjahr nicht zu erwarten.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv und blicken optimistisch der Zukunft entgegen.

 

Willroth, den 24. Juni 2022

Peter Baaten
Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 4.904.960,39 5.516.767,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 71.945,00 59.620,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 71.945,00 59.620,00
II. Sachanlagen 4.833.015,39 5.457.147,39
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 606.068,89 620.975,89
2. technische Anlagen und Maschinen 3.626.484,50 4.167.119,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.462,00 669.052,00
B. Umlaufvermögen 11.633.410,06 9.071.272,02
I. Vorräte 9.696.852,56 7.483.172,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.929.185,31 1.222.847,46
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 923.558,23 624.539,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 510.483,35 486.456,96
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.005.627,08 598.308,10
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.372,19 365.251,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.989,32 35.763,53
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.569.359,77 14.623.802,94

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 5.892.985,74 5.592.054,61
I. gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 3.800.000,00 3.800.000,00
III. Gewinnvortrag 1.542.054,61 2.295.757,58
IV. Jahresüberschuss 300.931,13 -753.702,97
B. Rückstellungen 591.587,58 279.738,73
C. Verbindlichkeiten 10.084.786,45 8.752.009,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.477.622,59 4.490.049,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.027.690,69 544.666,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.449.931,90 3.945.382,58
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.607.163,86 4.261.960,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.484.785,46 4.149.468,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 122.378,40 113.389,63
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.569.359,77 14.623.802,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 11.030.086,02 8.108.734,49
2. Personalaufwand 5.754.287,00 5.163.220,22
a) Löhne und Gehälter 4.701.513,63 4.212.625,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.052.773,37 950.595,15
davon für Altersversorgung 1.068,44 910,26
3. Abschreibungen 649.646,06 588.040,35
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 649.646,06 588.040,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.191.970,64 2.964.996,53
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.499,20 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 131.124,38 140.514,81
7. Ergebnis nach Steuern 307.557,14 -748.037,42
8. sonstige Steuern 6.626,01 5.665,55
9. Jahresüberschuss 300.931,13 -753.702,97

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeines

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Montabaur unter der Nummer HRB 20441 und der Firmierung "Georg Umformtechnik GmbH" mit Sitz in Willroth geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2021 wurden unverändert übernommen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach der "Going-Concern"-Annahme.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger Beurteilung Rechnung.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu An-schaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden nicht aktiviert.

Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer immaterielle Vermögensgegenstände
Software 3 bis 5 Jahre

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig abgeschrieben. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer Sachanlagen:
Gebäude einschließlich Hof- und Wegebefestigungen 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre

Grundwerkzeuge, die dem Unternehmen langfristig dienen (Hammer-/maschinen-gebundene Werkzeuge), werden wie im Vorjahr mit einem Festwert als gesonderter Posten innerhalb der technischen Anlagen und Maschinen im Anlagevermögen erfasst. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschlägen entsprechend wirtschaftlicher und technischer Abnutzung.

Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr 2021 auch für handelsrechtliche Bilanzierung entsprechend der steuerlichen Regelung gemäß § 6 Abs. 2a EStG abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Werkzeuge, die kurzfristig der Fertigung dienen (Verbrauchswerkzeuge), werden wie im Vorjahr als Festwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen. Die Bewertung der Werkzeuge erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschlägen entsprechend wirtschaftlicher und technischer Abnutzung.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Es wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden entsprechend dem Grundsatz der Einzelbewertung gemäß § 252 Abs. 1 HGB und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 486) ausgewiesen. Diese Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr.: TEUR 13) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Leasingsonderzahlungen und abgegrenzte Versicherungsbeiträge.

Kapital

Das Stammkapital ist mit TEUR 250 voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen mit TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Personalkostenrückstellungen in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 89).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und die Laufzeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachstehenden Aufstellung:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2021 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit davon:
bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 4.477 1.715 2.762 0
aus Lieferungen und Leistungen 5.159 5.159 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 448 355 79 14
Summe 10.084 7.229 2.841 14

Im Vorjahr ergaben sich folgende Restlaufzeiten:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2020 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit davon:
bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr größer 5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 4.490 1.040 3.150 300
aus Lieferungen und Leistungen 3.157 3.157 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.105 1.030 69 0
Summe 8.752 5.227 3.219 300

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von Maschinen und maschinellen Anlagen besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 14).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3).

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es besteht weiterhin eine Bürgschaft mit einem Höchstbetrag von TEUR 200 gegenüber der Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis für ein Darlehen bei P.G.S. Plettenberger Gesenkschmiede GmbH, Plettenberg.

Da das verbundene Unternehmen bisher seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist, wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen von jährlich TEUR 216 und aus Leasing-Verträgen von TEUR 163 mit Laufzeiten von max. 48 Monaten. Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines echten Factorings verkauft. Zum Bilanzstichtag war ein Forderungsbestand zum Nominalwert von TEUR 2.812 (Vorjahr: TEUR 1.097) verkauft. Zweck ist die Verbesserung der Liquiditätslage.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 94 93
Angestellte 15 15
Auszubildende 2 2
111 110

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe wurde unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mutterunternehmen

Die Georg Group GmbH, Willroth, ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB.

Geschäftsführung

Peter Baaten, Kaufmann, Hennef

Herr Baaten ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Verwendung des Jahresüberschusses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von TEUR 301 mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen.

 

Willroth, 24. Juni 2022

Geschäftsführung

gez. Peter Baaten

Anlagespiegel

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand am
Zugänge
Abgänge
Stand am
01.01.2021


31.12.2020
EUR
EUR
EUR
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software
247.278,11
43.940,00
0,00
291.218,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
709.439,12
0,00
0,00
709.439,12
2. technische Anlagen und Maschinen
8.921.023,73
-105.468,83
0,00
8.815.554,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.269.367,45
109.339,89
12.180,00
2.366.527,34
11.899.830,30
3.871,06
12.180,00
11.891.521,36
12.147.108,41
47.811,06
12.180,00
12.182.739,47
ABSCHREIBUNGEN
Stand am
Zugänge
Abgänge
Stand am
01.01.2021


31.12.2020
EUR
EUR
EUR
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software
187.658,11
31.615,00
0,00
219.273,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
88.463,23
14.907,00
0,00
103.370,23
2. technische Anlagen und Maschinen
4.753.904,23
435.166,17
0,00
5.189.070,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.600.315,45
167.957,89
2.208,00
1.766.065,34
6.442.682,91
618.031,06
2.208,00
7.058.505,97
6.630.341,02
649.646,06
2.208,00
7.277.779,08
BUCHWERTE
Stand am
Stand am
31.12.2021
31.12.2020
EUR
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software
71.945,00
59.620,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
606.068,89
620.975,89
2. technische Anlagen und Maschinen
3.626.484,50
4.167.119,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
600.462,00
669.052,00
4.833.015,39
5.457.147,39
4.904.960,39
5.516.767,39

Bericht des Aufsichtsrats

kein Aufichtsrat vorhanden

sonstige Berichtsbestandteile

Peter Baaten Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.06.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Georg Umformtechnik GmbH, Willroth:

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Georg Umformtechnik GmbH, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Georg Umformtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchge-führte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage des Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Un-sicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientieren Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mülheim an der Ruhr, 24. Juni 2022

HLV Wirtschaftsprüfung GmbH
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Frank Vieting
Wirtschaftsprüfer

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Wirtschaftsprüfer

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