Elektrobau Bellinger GmbH

Fuldaer Straße 3, 36119 Neuhof, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 2976
Eingetragen
25.9.1995
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialElektrizitätshandelElektroinstallation
Gegenstand
Elektroinstallation, Industrieelektrik und der elektrotechnische Leitungsbau für Energieversorgungsunternehmen, der Handel mit Elektroartikeln sowie alle artverwandten Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johanna Klug
seit 27.5.2025
Prokura
Christina Voigt
seit 27.5.2025
Prokura
Marco Schleicher
seit 2.5.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schleicher Immobilien GmbH
Germany
128.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elektrobau Bellinger GmbH

Neuhof

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Elektrobau Bellinger GmbH, Neuhof

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

A. Grundlagen des Unternehmens- und Geschäftsverlaufs

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Elektrobau Bellinger GmbH (im Folgenden EBB GmbH genannt) ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen mit ihrem Hauptsitz in Neuhof (Hessen) und deckt ein breitgefächertes Spektrum exzellenter Dienstleistungen im Bereich Energie- und Datenleitungsbau ab. Von der Planung bis zur Wartung oder Störungsbeseitigung befinden sich unsere Kunden in erfahrenen und kompetenten Händen. Als langjähriger Partner von Energieversorgern, Kommunen, Industrie und Gewerbe bietet die EBB GmbH sämtliche Leistungen aus einer Hand. Um unsere Kapazitäten flexibel zu gestalten, lassen wir uns von Subunternehmern unterstützen, zu denen eine jahrelange Partnerschaft besteht, und die unsere eigenen Qualitätsstandards und Sicherheitsansprüche konsequent umsetzen.

II. Niederlassungen

Mit 5 flächendeckenden Standorten in Thüringen, sowie je einem in Osthessen und Nordbayern ist die EBB GmbH nah beim Kunden. Durch die räumliche Kundennähe können auch die hohen Anforderungen für eine schnelle Störungsbeseitigung jederzeit erfüllt werden.

III. Ziele und Strategien

Jeder einzelne Standort ist für seinen Kundenkreis ein Komplettanbieter für Arbeiten in den Stromnetzen. Der Ausbau der Marktführerschaft in Thüringen wurde über Jahre hinweg konsequent verfolgt und auch im Jahr 2023 erreicht und gehalten.

IV. Forschung und Entwicklung

Die EBB GmbH betreibt keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland besteht auch weiterhin große Investitionsbereitschaft in dem Breitbandausbau, die zum Teil neu bzw. flächendeckend ausgebaut werden müssen. Auch die weitere Bereitschaft von Unternehmen, die Home-Office-Arbeitsplätze anbieten, gibt Anlass, die in Deutschland herrschenden Netze noch schneller, effektiver und vor allem flächendeckender auszubauen. Der Bund und die Länder geben Förderungen an Städte und Kommunen, sodass dies weiterhin realisiert werden kann.

Des Weiteren werden in Europa und vor allem in Deutschland durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz weiterhin milliardenschwere Investitonsvolumen für erneuerbare Energien (Windkraft, Solarkraft,...) in Zusammenhang mit dem Klimawandel bereitgestellt. Der Ausbau kommt in Deutschland deutlich voran, sodass der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor deutlich von 46,2 Prozent (2022) auf 51,8 Prozent (2023) gestiegen ist (Quelle: Umweltbundesamt)

Hiervon profitiert die EBB GmbH in erheblichem Maße, da sich dies positiv auf die Nachfrage von Montageleistungsunternehmen auswirkt. Im Bereich von Thüringen konnte die EBB GmbH ihren Marktanteil Jahr für Jahr steigern bzw. konsolidieren und ist für den Kunden Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG einer der wichtigsten Komplettdienstleister geworden.

Lediglich ist ein Einbruch der Immobilienbaubranche, geführt von den gestiegenen Zinssätzen auf Fremdkapital, zu verzeichnen. Hierdurch sind weniger neue Baugebiete und Hausanschlüsse zu Stande gekommen. Diese haben bei der EBB GmbH aber eher einen geringeren Anteil an Umsatz und Ertrag.

II. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2023 entsprach hinsichtlich der Entwicklung der Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung, unseren Erwartungen. Trotz des weiter herrschenden Krieges in Europa konnten zu jeder Zeit die Aufträge fristgerecht erledigt werden. Ein großer Vorteil der EBB GmbH liegt ebenfalls darin, dass die Komponenten zur Ausführung der Aufträge nicht sehr groß sind. Durch die weiterhin große Nachfrage an Montagekapazitäten konnten die Verkaufspreise bei Rahmenvertragspartnern und vorzugsweise bei Ausschreibungen stabil bzw. gut durchgesetzt werden. So konnte das Gesamtunternehmen wiederum ein positives Ergebnis erzielen. Alle Niederlassungen konnten ihr Ergebnis planmäßig erreichen bzw. verbessern, dies beruhte im Wesentlichen auf den erfolgreich abgewickelten Großprojekten im Bereich Wind- und Solarkraft, auf die auch im folgenden Geschäftsjahr weiter ein Augenmerk gelegt werden soll.

III. Lage

1. Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohergebnis 16.499 14.933 1.566 10,49 %
Betriebsergebnis 2.549 1.596 953 59,71 %
Jahresergebnis 1.615 987 637 65,13 %

Bei gleichbleibender Auftragslage und konstanter Abarbeitung der Aufträge ist der Rohertrag von 14.933TEUR auf 16.499 TEUR gestiegen.

Das Betriebsergebnis ist aufgrund von Einmaleffekten aus dem Vorjahr um rund 953 TEUR auf 2.459 TEUR gestiegen.

Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um rund 637 TEUR auf 1.615 TEUR gestiegen.

Die sonstigen Betriebsausgaben sind aufgrund von gestiegenen Kosten der Personalsuche und Mieten für Geräte und Fahrzeuge um rund 0,2 % von 5.542 TEUR auf 5.553 TEUR gestiegen.

Haupteinflussfaktor für das gute Betriebsergebnis ist der Umsatzzuwachs im Windenergie- Trassengeschäft und Breitbandausbau.

Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage liegen im Bereich der Spannbreite der Branchenkennzahlen.

2. Finanzlage

2.1 Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des veränderten Ausweises von Vorräten und Rückstellungen von 69,80 % im Vorjahr auf 53,62 % verringert - trotz des positiven Jahresergebnisses. Absolut ist das Eigenkapital um 614 TEUR von 8.556 TEUR auf 9.170 TEUR im Vorjahr gestiegen.

2.2 Investitionen

Fahrzeuge wie PKW und Transporter werden seit 2015 teilweise geleast. LKW, Hub Steiger und Großmaschinen werden verstärkt seit 2020 über die MS Bauma GmbH beschafft, und an die EBB GmbH vermietet. Hieraus erklärt sich die relativ geringe Investitionstätigkeit der EBB GmbH.

2.3 Liquidität

Die Liquidität weist zum Stichtag einen Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 6.666 TEUR aus (Vorjahr: 4.902 TEUR).

Während des Geschäftsjahres liegt der höchste Liquiditätsbedarf in der Regel im zweiten und dritten Quartal. Sofern die Gesellschaft in dieser Zeit Fremdkapital benötigt, stehen Kreditlinien in einer Größenordnung von EUR 3,1 Mio. zur Verfügung, und werden unterjährig nach Bedarf durch Geldmarktkredite umklassifiziert. Die vorhandenen Kreditlinien sind für die Gesellschaft ausreichend. Die Gesellschaft konnte im Jahr 2023 jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen.

3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen in Höhe von 465 TEUR hat einen Anteil von rund 2,72 % des Gesamtvermögens, und ist in voller Höhe durch das Eigenkapital (9.170 TEUR) finanziert.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Aufgrund gleichbleibender Aufträge im Jahr 2023 wird sich der Umsatz für 2024 über alle Niederlassungen planmäßig auf voraussichtlich EUR 27,7 Mio. senken. Es wird gleichzeitig weiterhin an der Effizienz gearbeitet und die betrieblichen Kosten sollen planmäßig nicht überstiegen werden, um somit das Jahresergebnis zu sichern.

Für die nächsten Jahre besteht weiterhin die Möglichkeit der EBB GmbH, über Rahmenverträge die Auslastung der Mitarbeiterkapazität zu gewährleisten. Aufgrund des Investitionsverhaltens unserer Großkunden erwarten wir auch bei den Großprojekten eine konstante Auftragslage.

II. Risikobericht

1. Risikomanagementbericht

Die Risiken bestehen im Wesentlichen aus den Rahmenvertragspartnern der Energieversorger, die den Hauptteil des Umsatzes ausmachen, und der herrschende Fachkräftemangel.

Die EBB GmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, den Umsatz der Großkunden nicht weiter auszubauen, das Volumen jedoch um die Auslastung der Mitarbeiter zu gewährleisten, gleich zu halten. Die dafür notwendige Kundenakquise wird aktiv in allen Niederlassungen betrieben und neue Kunden sukzessive ausgebaut.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird die interne Ausbildung weiter vorangetrieben. Zudem werden verstärkt neue Wege in der Personalsuche beschritten und in die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität investiert.

2. Risiken

Durch den herrschenden Krieg in Europa wird die Weltwirtschaft weiter massiv unter Druck gesetzt und angeheizt. Gleichwohl existiert weiterhin eine hohe Inflationsrate, die durch die Währungshüter EZB (Europäische Zentralbank) bekämpft werden muss. Das hieraus resultierende marktwirtschaftliche Risiko ist auf nationale und internationale Ebene nicht kalkulierbar.

Mögliche Risiken könnten sich aus den weiteren Konzentrationen auf der Energieversorgerseite oder umfangreicher Sparpläne ergeben. Diese sind jedoch zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

Weiterhin hat die Gesellschaft jederzeit die Möglichkeit, fehlende Volumina am Markt über Ausschreibungen anderer Auftraggeber auszugleichen.

Aufgrund unseres Kundenkreises bestehen nur geringe Forderungsausfallrisiken, die in der Bilanz durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt werden. Dennoch nimmt dieses Risiko tendenziell zu, und wird durch strukturiertes Forderungs- und Auskunftsmanagement minimiert. Hierzu wurde im Geschäftsjahr 2019 eine Partnerschaft mit der Creditreform Fulda/Kassel e.V. geschlossen.

Aus heutiger Sicht bestehen keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

III. Chancenbericht

Die Chancen leiten sich perspektivisch vor allem aus dem bereits breit aufgestellten Leistungsportfolio im Energie- und Datenleitungsbau ab.

Die Stromnetze werden grundständig überarbeitet und ausgebaut. Auch das steigende Interesse an erneuerbaren Energien sowie der Speicherung dieser Energie sorgen für weiter beständige Auftragsvolumina. Zudem ist eine Knappheit der ausführenden Firmen bei den Auftraggebern zu verzeichnen und dadurch können voraussichtlich die erzielbaren Preise tendenziell angehoben werden.

Der flächendeckende Breitbandausbau ist weiterhin eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für Deutschland. Ob Wohnungen oder Firmenstandorte, die Verbindung zu schnellem Internet ist eine Grundvoraussetzung der Gegenwart als auch weiterhin für die Zukunft.

Der Rohrleitungsbau im Gas- und Wasserbereich hat ebenso einen hohen Stellenwert. Über 60 % aller Heizungsanlagen in Deutschland werden mit Gas betrieben. Durch das voraussichtlich neue GEG (Gebäudeenergiegesetz) wird die Fokussierung auf Fernwärme und Strom-Wärmepumpen liegen, wodurch wieder Kapazitäten geschaffen werden müssen. Die Hygiene des Trinkwassers muss dauerhaft sichergestellt werden, was zur Folge hat, dass alte Wasserleitungen aus Metall grundständig ausgetauscht werden. Die EBB GmbH hat sich deshalb entschieden, seit 2022 diese Sparte in einer neugegründeten Schwesterfirma "Rohrleitungsbau Bellinger GmbH" weiter zu fokussieren und auszubauen.

In den Bereichen Energie- und Datenleitungsbau ist die Elektrobau Bellinger GmbH eine feste Größe geworden, und durch ständige Verbesserungen in Qualität und Leistungsbereitschaft für die steigenden Anforderungen der Kunden bestens gerüstet.

 

Neuhof, 22. August 2024

gez. Marco Schleicher, Geschäftsführender Gesellschafter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 465.192,68 552.645,29
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 59.195,57 98.218,64
davon Geschäfts-oder Firmenwert 27.250,00 30.250,00
II. Sachanlagen 405.997,11 454.426,65
davon Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.263,46 11.019,41
davon Technische Anlagen und Maschinen 14,50 648,40
davon Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 368.619,15 442.758,84
B. Umlaufvermögen 16.604.331,54 14.703.832,83
I. Vorräte 2.705.833,20 3.263.493,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.232.438,25 6.538.448,97
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.439.160,12 3.443.259,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.666.060,09 4.901.890,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.963,70 44.538,82
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.101.487,92 15.301.016,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.170.283,23 8.555.773,85
I. gezeichnetes Kapital 128.000,00 128.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Bilanzgewinn 8.042.283,23 7.427.773,85
B. Rückstellungen 5.791.205,16 5.001.740,14
C. Verbindlichkeiten 2.139.999,53 1.743.502,95
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 23.207,50
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.346,31 249.759,77
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.101.487,92 15.301.016,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.729.333,87 15.192.578,94
a) Umsatzerlöse 31.858.356,75 26.850.910,20
2. Personalaufwand 8.377.174,26 7.797.707,57
a) Löhne und Gehälter 6.929.659,17 6.371.323,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.447.515,09 1.426.383,76
davon für Altersversorgung 50.732,64 53.149,95
3. Abschreibungen 250.788,75 256.779,57
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 250.788,75 256.779,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.552.778,23 5.542.245,93
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 71.139,76 32.894,84
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.580,75 46.029,26
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 888.105,17 514.594,81
8. Ergebnis nach Steuern 1.683.046,47 1.068.116,64
9. sonstige Steuern 68.537,09 90.034,36
Jahresüberschuss 1.614.509,38 978.082,28

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.614.509,38 978.082,28
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.427.773,85 6.449.691,57
3. Bilanzgewinn 8.042.283,23 7.427.773,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Elektrobau Bellinger GmbH, Fuldaer Straße 3 - 5, 36119 Neuhof

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firmenname laut Registergericht: Elektrobau Bellinger GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neuhof
Registereintrag: 25.09.1995
Registergericht: Amtsgericht Fulda
Registernummer: HRB 2976

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Elektrobau Bellinger GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) erstellt worden.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Um ein besseres den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage zu vermitteln, wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Änderung im Ausweis der unfertigen Erzeugnisse vorgenommen. Für abgerechnete, noch nicht geleistete Stunden sowie abgerechnete, noch nicht geleistete Materialkosten wird eine Rückstellung für zu erbringende Leistungen gebildet. Da auch die entsprechenden Bestandskonten im Vorjahresausweis angepasst worden sind, sind die Zahlen des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres weiterhin vergleichbar.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften ausschließlich linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den steuerlichen Regelungen des § 6 EStG bewertet und abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die unter Vorräte ausgewiesenen teilfertigen, nicht abgerechneten Arbeiten werden mit Material- und Lohneinzelkosten sowie entsprechenden Material- und Gemeinkostenzuschlägen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr eine Pauschalwertberichtigung angesetzt.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen liegen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Bruttoanlagenspiegel und Abschreibung des Geschäftsjahres

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 4) dargestellt.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird abweichend von § 253 Abs. 3 S. 4 HGB über die tatsächliche Nutzungsdauer von insgesamt 15 Jahren abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn in Höhe von EUR 8.042.283,23 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 7.427.773,85 enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für zu erbringende Leistungen (TEUR 2.547), Drohverluste (TEUR 740), Tantieme (TEUR 500), Gewährleistungen - Einzel (TEUR 353), Überstunden (TEUR 326), Resturlaub (TEUR 299), sowie für Gewährleistungen - Pauschal (TEUR 159).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:

Laufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt besichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (23) (0) (0) (23) (23)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.532 0 0 1.532 0
(Vorjahr) (972) (0) (0) (972) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25 0 0 25 0
(Vorjahr) (249) (0) (0) (249) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 583 0 0 583 0
(Vorjahr) (499) (0) (0) (499) (0)
davon aus Steuern 239 0 0 239
(Vorjahr) (92) (0) (0) (92)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4 0 0 4
(Vorjahr) (6) (0) (0) (6)
2.140 0 0 2.140
(1.743) (0) (0) (1.743)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und LeasingverträgeDie Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für technische Anlagen und Maschinen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für die Anmietung verschiedener Betriebsgebäude. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge betragen die zu zahlenden Beträge jährlich TEUR 1.743.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren bestehen in Höhe von TEUR 698.

E. Erläuterungen zur GuV

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 77.819,55 (Vorjahr: EUR 80.236,86).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 67.355,68 (Vorjahr: 33.090,30) enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiter- bzw. Arbeitnehmerzahl stellt sich wie folgt dar:

2023
Gewerbliche Mitarbeiter 100
Kaufmännische Mitarbeiter 49
Gewerbliche Auszubildende 14
Kaufmännische Auszubildende 2
165

Namen der Geschäftsführer

Als alleinvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer ist bestellt:

Herr Marco Schleicher, Neuhof

Auf die Regelungen des § 286 Absatz 4 HGB wird hingewiesen.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Hohe von EUR 8.042.283,23 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neuhof, 28. Juni 2024

gez. Marco Schleicher

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 358.795,49 4.750,00 0,00 363.545,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 45.000,00 0,00 0,00 45.000,00
403.795,49 4.750,00 0,00 408.545,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.748,94 0,00 0,00 58.748,94
2. technische Anlagen und Maschinen 711.335,73 0,00 65.233,56 646.102,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.739.058,80 136.010,60 122.447,59 3.752.621,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.100,00 0,00 27.100,00
4.509.143,47 163.110,60 187.681,15 4.484.572,92
4.912.938,96 167.860,60 187.681,15 4.893.118,41
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 290.826,85 40.773,07 0,00 331.599,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.750,00 3.000,00 0,00 17.750,00
305.576,85 43.773,07 0,00 349.349,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.729,53 755,95 0,00 48.485,48
2. technische Anlagen und Maschinen 710.687,33 631,40 65.231,06 646.087,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.296.299,96 205.628,33 117.925,63 3.384.002,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.054.716,82 207.015,68 183.156,69 4.078.575,81
4.360.293,67 250.788,75 183.156,69 4.427.925,73
Buchwerte
31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.945,57 67.968,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.250,00 30.250,00
59.195,57 98.218,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.263,46 11.019,41
2. technische Anlagen und Maschinen 14,50 648,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 368.619,15 442.758,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.100,00 0,00
405.997,11 454.426,65
465.192,68 552.645,29

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Elektrobau Bellinger GmbH, Neuhof

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elektrobau Bellinger GmbH, Neuhof - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elektrobau Bellinger GmbH, Neuhof für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

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