Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 1534
Eingetragen
14.12.1990
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenGroßhandel mit Holz, Baustoffen, Anstrichmitteln und Sanitärkeramik, ohne Spezialisierung auf eine der ProduktgruppenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Einzel- und Großhandel mit Baustoffen aller Art sowie die Vornahme aller Geschäfte, die geeignet sind, das Unternehmen zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Kern
seit 5.12.2024
Prokura
Thomas Starke
seit 8.2.2024
Prokura
Christian Forster
seit 8.2.2024
Prokura
Michael Knüppel
seit 27.9.2023
Geschäftsführer
Rüdiger Ryssel
seit 18.8.2021
Prokura
Prokura
Mario Gerstner
seit 21.10.2019
Geschäftsführer
Heike Grottian
seit 11.9.2019
Prokura
Falk Engert
seit 11.9.2019
Prokura
Ralf Dautermann
seit 11.1.2018
Prokura
Markus Ziesak
seit 11.1.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

12.50% identifiziert87.50% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
E***** W****
12.50%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
87.50%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
STARK Deutschland GmbH
Germany
87.50%
E***** W****
12.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Saxonia Baustoffe GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 - 31. Juli 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Saxonia Baustoffe GmbH, Dresden (im Folgenden "Gesellschaft" oder "Saxonia" genannt), ist als Tochterunternehmen der STARK Deutschland GmbH, Offenbach am Main (kurz "STDE"), im Verhältnis zur Stark Group A/S, Kopenhagen, Dänemark, ein verbundenes Unternehmen.

Die Gesellschaft betreibt Einzel- und Großhandel mit Baustoffen und Fliesen aller Art in Sachsen, vorrangig im Großraum Dresden.

Gesellschafter sind die STARK Deutschland GmbH mit 87,5 % und Frau Evelyn Wilke mit 12,5 %.

Die aktuellen Geschäftsführer sind:

Herr Mario Gerstner

Herr Michael Knüppel

Die Gesellschaft hat vier unselbstständige Standorte:

Standort und Stammsitz Fritz-Reuter-Str. 56, 01097 Dresden

Standort Scharfenberger Str. 151, 01139 Dresden

Abhollager Heidenau, Hauptstr. 68, 01809 Heidenau

Standort Großenhain, Mülbitzer Str. 9, 01558 Großenhain (Standort seit dem 31.07.2023 geschlossen)

Der Einkauf von Handelswaren erfolgt bei in Deutschland ansässigen Herstellern und Händlern auf eigene Rechnung, wobei Saxonia auf Rahmenvereinbarungen der STDE zurückgreift. Zusätzlich wird Saxonia vom Logistikzentrum der STARK Deutschland GmbH versorgt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bauhauptgewerbe in Deutschland ist wie im vergangenen Jahr auch einigen Problemen ausgesetzt, so machen sich die Preisentwicklung bei Bauleistungen, Zinserhöhungen und steigenden Lebenshaltungskosten weiterhin stark bemerkbar. Die Verunsicherung sowohl bei privaten als auch gewerblichen Investoren zeigt sich deutlich in den Auftragsbüchern. Dennoch konnte das Bauhauptgewerbe in Sachsen das Gesamtjahr 2022 mit einer Umsatzsteigerung von 11,2 % im Vergleich zum Vorjahr abschließen. Diese Steigerung zeigte sich auch in den Monaten von August bis Dezember 2022, so konnte in dieser Zeit ein Umsatzplus von +11,7 % erzielt werden. Umsatzstark zeigte sich vor allem der Hochbau, aber auch der Tiefbau konnte in den Monaten September bis Dezember 2022 Umsatzzuwächse verzeichnen. Auch für die Monate Januar bis März 2023 zeigte sich das Bauhauptgewerbe in Sachsen mit einer Umsatzsteigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode. Allerdings spiegeln sich ab April 2023 die gesamtwirtschaftlichen Probleme auch in Sachsen wider und so sanken die Gesamtumsätze im April bis Juni 2023. Dennoch konnte in der Zeit von Januar bis Juli 2023 ein leichtes Umsatzplus von 1,9 % erwirtschaftet werden.

Der gesamtwirtschaftliche Einbruch 2023 zeigte sich auch in der Gesellschaft. Ab den Monaten Februar bis Juli 2023 verlor die Gesellschaft deutlich an Umsatz und somit schloss diese das Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis 31.07.2023 mit einem Umsatzrückgang von -8,6 % ab.

Auch die tätigen Personen sind im Bauhauptgewerbe in der Zeit von Januar bis Juli 2023 mit -2,5 % rückläufig gewesen.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.1. Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz stellt sich wie folgt dar:

01.08.2022 - 31.07.2023
TEUR
01.08.2021 - 31.07.2022
TEUR
Saxonia Baustoffe GmbH, Dresden 31.822 34.810

Die Umsätze der Saxonia lagen für das Geschäftsjahr 2022/2023 -8,6 % unter dem Vorjahr, in dem ein Umsatz von TEUR 34.810 erwirtschaftet wurde. Während die Umsätze in der Lieferart Strecke und Lager Zufuhr deutlich rückläufig waren, konnte sich der Lager Abholumsatz konstant halten.

Besonders die Gewerke Tiefbau, Holz, Hochbau, Rohbau, Bauelemente, Gala, Fliese und LBM haben teilweise deutlich an Umsatz verloren. Lediglich die Gewerke Ausbau, Dach und Fassade und Sanitär konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Ein Blick auf die Kunden zeigt, dass die Umsätze in den Kundengruppen Trockenbauer, GaLa-Bau, Hausmeisterservice, Großkunden und Zimmerer deutlich gestiegen sind. Dahingegen die Kunden im Bereich Hoch- und Tiefbau, Rohbau, Bauträgergesellschaften, Allrounder am Bau, Privatkunden, Dachdecker, Schreinereien und Fliesenleger weniger Umsätze generiert haben.

Die stark rückläufigen Umsätze im Vergleich zum Vorjahr haben auch die Vorjahresprognose mit einem Wachstum von +3,5 % verfehlt.

2.2. Ergebnisentwicklung

Das Betriebsergebnis der Gesellschaft ermittelt sich wie folgt:

01.08.2022- 31.07.2023
TEUR
01.08.2021 - 31.07.2022
TEUR
Umsatzerlöse 31.822 34.810
Andere betriebliche Erträge (ohne periodenfremde und außergewöhnliche Erträge) 9 17
Betriebsleistung 31.831 34.827
Materialaufwand 23.890 26.624
Personalaufwand 3.507 3.652
Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen 232 247
Andere betriebliche Aufwendungen (ohne periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen) 3.047 2.543
Gewinnunabhängige Steuern 13 13
Aufwendungen für die Betriebsleistung 30.689 33.079
Betriebsergebnis 1.142 1.748

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2022/2023 der Gesellschaft sanken im Vorjahresvergleich um TEUR 2.988 auf TEUR 31.822, was einem Umsatzrückgang von 8,6 % entspricht.

Der Materialaufwand sank im Vorjahresvergleich aufgrund des niedrigeren Umsatzvolumens um TEUR 2.734 auf TEUR 23.890, die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse) ist dabei ebenfalls gesunken und belief sich auf 75,1 % (i. Vj. 76,5 %).

Die Personalaufwendungen fielen zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum leicht um TEUR 145 auf TEUR 3.507. Der leichte Rückgang kommt sowohl aus den geringeren Löhnen und Gehältern als auch aus den sozialen Abgaben. Die Aufwendungen für Altersversorgung verringerten sich um TEUR 48.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen leicht unter dem Vorjahr. Sie beliefen sich auf TEUR 232 (i. Vj. TEUR 247).

Die anderen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahreszeitraum deutlich um TEUR 504 auf TEUR 3.047.

Aufgrund der deutlich gesunkenen Umsatzerlöse und der gestiegenen anderen betrieblichen Aufwendungen konnte die Gesellschaft das Betriebsergebnis trotz Verbesserung der Materialaufwandsquote und gesunkener Personalaufwendungen nicht verbessern. Das Betriebsergebnis sank um TEUR 606 auf TEUR 1.142.

Die Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis/Umsatzerlöse) verschlechterte sich aufgrund der genannten Faktoren um 1,4 %-Punkte auf 3,6 %-Punkte.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Saxonia Baustoffe GmbH

01.08.2022 31.07.2023
TEUR
01.08.2021 31.07.2022
TEUR
Betriebsergebnis 1.142 1.748
Periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge 0 186
Finanzergebnis -8 -11
Steuern -526 -618
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 608 1.305

Anpassungen zwischen dem Betriebsergebnis und dem Jahresergebnis resultierten aus periodenfremden oder außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen, Beteiligungsergebnissen, Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Zins- und Steuereffekten.

Die periodenfremden und außergewöhnlichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022/2023 sanken im Vorjahresvergleich um TEUR 186 auf TEUR 0, im Wesentlichen durch geringere Auflösungen von sonstigen Rückstellungen und weniger Erträgen im Lieferantenbonus.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um TEUR 3 auf TEUR -8 aufgrund geringerer Zinsaufwendungen.

Die Ertragsteuern sanken durch das geringere Ergebnis vor Steuern auf TEUR 526 (i. Vj. TEUR 618).

Insgesamt lag der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 608 unter dem Vorjahresniveau (i. Vj. TEUR 1.305). Aufgrund der genannten Faktoren wurde auch die Vorjahresprognose in Höhe von TEUR 2.300 nicht erreicht.

2.3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist zum 31. Juli 2023 im Vergleich zum 31.07.2022 um TEUR 1.410 auf TEUR 9.402 gesunken.

Das Anlagevermögen verringerte sich im Laufe des Geschäftsjahres um TEUR 205 im Wesentlichen durch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres (TEUR 232).

Des Weiteren sank das Umlaufvermögen um TEUR 1.197 auf TEUR 8.045 (i. Vj. TEUR 9.242). Die Vorräte verringerten sich um TEUR 627 insbesondere dadurch, dass im Vorjahr aufgrund der gestiegenen Einstandspreise und Beschaffungsproblematiken viel eingekauft wurde und diese Bestände nun abgebaut wurden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um TEUR 538; davon entfallen TEUR 862 auf niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des geringeren Umsatzes. Aus diesem Grund sanken auch die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus Lieferantenbonus um TEUR 164. Dagegen stiegen die Forderungen aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen um TEUR 499. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich geringfügig um TEUR 32.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen um TEUR 305 gesunken, insbesondere durch geringere Steuerrückstellungen (TEUR 729). Dagegen stiegen die sonstigen Rückstellungen um TEUR 416, im Wesentlichen wegen gestiegener Personalrückstellungen. Des Weiteren sind sowohl die Verbindlichkeiten um TEUR 407 gesunken als auch das Eigenkapital um TEUR 698 aufgrund des geringeren Jahresüberschusses und der im Geschäftsjahr 2022/2023 geleisteten Ausschüttungen.

2.4. Außerbilanzielle Verpflichtungen

Es bestehen langfristige Mietverträge für die einzelnen Standorte bzw. das Vorhaben, etwaige auslaufende Mietverträge langfristig zu verlängern. Die Verpflichtungen aus Leasing und Miete für die künftigen Geschäftsjahre beliefen sich per 31. Juli 2023 auf TEUR 1.538 (i. Vj. TEUR 1.480).

2.5. Investitionen

Die Gesellschaft tätigte im Geschäftsjahr 2022/2023 kleinere Investitionen in Höhe von TEUR 28 (i. Vj. TEUR 36), insbesondere für Büromaschinen.

2.6. Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im laufenden Geschäftsjahr und auch zum 31. Juli 2023 über den Cash-Pool der STARK Group A/S.

Die Finanzierung des Gesamtvermögens durch Eigenkapital beträgt 37,9 % (i. Vj. 39,4 %). Die gesunkene Deckung resultiert bei leicht gesunkener Bilanzsumme aus Ausschüttungen im Geschäftsjahr 2022/2023.

3. Personal

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden TEUR 2.888 (i. Vj. TEUR 2.971) an Löhnen und Gehältern sowie TEUR 620 (i. Vj. TEUR 681) an sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung einschließlich Unterstützung aufgewendet. Insgesamt lag der reguläre Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2022/2023 damit bei TEUR 3.507 (i. Vj. TEUR 3.652).

Der Personalbestand (inkl. Aushilfskräfte) der Saxonia Baustoffe GmbH stellt sich in der durchschnittlichen Betrachtung wie folgt dar:

01.08.2022 - 31.07.2023 01.08.2021 - 31.07.2022
Angestellte 48 52
Gewerbliche Arbeitnehmer 20 21
Arbeitnehmer gesamt 68 73

4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Die angespannte wirtschaftliche Lage hatte auch Auswirkungen auf die Gesellschaft. Sowohl umsatztechnisch als auch ergebnisseitig war das Geschäftsjahr 2022/2023 nicht zufriedenstellend. Die geringeren Umsätze und Kostensteigerungen auf der Einkaufsseite konnten nicht durch eine leicht verbesserte Marge kompensiert werden.

Die Niederlassungen in Großenhain, Dresden, Fritz-Reuter-Straße und Heidenau mussten leichte Umsatzverluste hinnehmen, wohingegen sich die Umsätze Dresden und Scharfenberger Straße positiv entwickelt haben.

Die ersten beiden Monate August und September 2022 begannen umsatzseitig zwar besser als das Vorjahr, allerdings lagen diese beiden Monate bereits unter den Erwartungen. Auch die Monate November 2022 und Januar 2023 waren besser als das Vorjahr. Seit Februar 2023 blieben die Umsätze kontinuierlich unter dem Vorjahr und auch hinter den Erwartungen, so machten sich hier die angespannte und unsichere Marktentwicklung sowie der Rückgang der Auftragseingänge bemerkbar. Insgesamt konnten die schwächeren Monate nicht ausgeglichen werden und somit lag der Umsatz unter dem Vorjahr und hinter den Erwartungen.

Der Bruttonutzen in der Lieferart Strecke verbesserte sich um +0,9 % Punkte und übertraf die Erwartungen. Dagegen blieb der Bruttonutzen Lager sowohl hinter dem Vorjahr als auch hinter den Erwartungen. Dieser lag -0,2 % Punkte unter dem Vorjahr, getrieben durch die Verschlechterung des Abholumsatzes. Allerdings zeigte sich der Zufuhrumsatz erfreulich mit einer Verbesserung gegenüber Vorjahr. In Summe lag der Gesamt-Bruttonutzen +0,6 % Punkte über dem Vorjahr und in etwa genau auf unseren Erwartungen.

Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 606 verschlechtert. Diese negative Entwicklung ist getrieben durch die Umsatzverschlechterung und die gestiegenen betrieblichen Aufwendungen. Die leichte Margenverbesserung und geringere Personalaufwendungen konnten diese negative Entwicklung nicht kompensieren. In Summe konnten auch die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2022/2023 nicht erfüllt werden.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

1. Prognosebericht

Die Aussichten für die Baukonjunktur 2023 waren eher verhalten. Und so startete das Jahr 2023 unter erschwerten Bedingungen aufgrund der Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten. Diese Prognose hat sich sehr schnell bestätigt. In den ersten drei Monaten 2023 sanken laut Statistischen Bundesamt die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um real -19 %, die Umsätze fielen um -8,2 %. Diese Negativentwicklung hielt im gesamten 1. Halbjahr 2023 weiter an. Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im 1. Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um -27,8 % gesunken.

Im August 2023 hat die Bauindustrie eine weitere Verschlechterung prognostiziert. Und auch eine Verbesserung im Jahr 2024 ist erst einmal nicht in Sicht.

Sowohl der Wohnungsbau als auch der Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau sind rückläufig.

Für die Gesellschaft war der Start in das neue Geschäftsjahr 2023/2024 ebenfalls schwierig. Der Monat August 2023 verlor in Umsatz und Ergebnis gegenüber Vorjahr.

Der weitere Ausblick des Geschäftsjahres 2023/2024 gestaltet sich als schwierig aufgrund der gesamtwirtschaftlich angespannten Situation. Wir rechnen vor Februar 2024 mit keiner deutlichen Entspannung. Insgesamt gehen wir von einer Umsatzstagnation aus.

Die Bruttonutzenentwicklung hat sich zum Start des neuen Geschäftsjahres verschlechtert. War der Streckennutzen und der Zufuhrnutzen im abgelaufenen Geschäftsjahr noch recht stabil, so haben sich diese beiden Lieferarten sowie der Nutzen der Lieferart Abholung im August 2023 im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Insgesamt lag der Bruttonutzen im August 2023 um -1,4 %-Punkte unter dem Vorjahr. Hier gilt es nun besonders im Innen- und Außendienst sowohl an der Optimierung der Sortimentspalette als auch an der Verbesserung des Kundenservices zu arbeiten. Professionell organisierte Kundenveranstaltungen finden aktuell statt und tragen positiv zur Verbesserung der Kundenbindungen bei. Das Thema Pricing hat aufgrund der genannten Faktoren eine hohe Relevanz und wir sehen hier weiterhin Verbesserungspotenzial. Daher halten wir an unserem gesetzten Bruttonutzenziel von einer Steigerung von +0,5 %-Punkten für die Niederlassungen in Dresden Scharfenbergerstr., Fritz-Reuter Straße und Heidenau fest.

Wir erwarten für das kommende Geschäftsjahr aufgrund von Tarifanpassungen und Kosteninflationen eine Personalkostenerhöhung. Dieser planen wir durch Kosteneinsparungen in den anderen Bereichen entgegenzuwirken.

Das Ergebnisziel für das kommende Geschäftsjahr liegt bei einem Jahresüberschuss (vor Einkommen-/Ertragsteuer) von TEUR 1.700.

2. Chancenbericht

Die logistischen Herausforderungen werden im Baustoffhandel immer wichtiger. Durch bereits realisierte Investitionen in Hochkrantechnik ist die Gesellschaft in dem Bereich schon gut aufgestellt und wird sich durch noch geplante Investitionen in Kleinteillogistik weiter verbessern. Auch die Herausforderungen in der Beschaffung haben stetig zugenommen. Die Gesellschaft ist hierbei in die Prozesse der STARK Deutschland-Gruppe vollständig eingebunden. Mit einer weiteren Professionalisierung in Logistik und Beschaffung sowie weiterhin starker Zusammenarbeit mit den umliegenden Raab Karcher-Niederlassungen im Bereich der Objekt- und Kundenbearbeitung sehen wir eine Chance, sowohl im Umsatz als auch im Bruttonutzen zu wachsen.

Die Gesellschaft profitiert weiter von zentralen Einkaufsvereinbarungen und zentral gesteuerten Einkaufs- und Verkaufsaktionen der Muttergesellschaft. Auch die Zugehörigkeit zur STARK-Gruppe, und damit verbundene Volumenvorteile, hat Erfolge gezeigt und wird auch in den folgenden Jahren sukzessive verstärkt und ausgebaut. Das Eigenmarkensortiment wird ständig erweitert und überarbeitet und bietet weiterhin viel Wachstumspotenzial durch eine höhere Marktdurchdringung der vorhandenen Marken, aber auch durch Erweiterungen im Eigenmarkensortiment.

Als eine weitere Chance für das neue Geschäftsjahr sehen wir die weitere konsequente Anwendung und Umsetzung der Maßnahmen aus der Vertriebsoffensive der STARK Deutschland Gruppe. Im Fokus steht nach wie vor der Ausbau der Kundenanzahl und Kundenbeziehungen im Bereich der kleinen und mittleren Kunden (der sog. SME). Das Key Account-Management arbeitet stets daran, die Zusammenarbeit mit den vorhandenen Großkunden zu optimieren, und weitere Großkunden für uns zu gewinnen.

Mithilfe des Softwaretools InfoPlus und den Vertriebsapplikationen in unserem Business Intelligence (BI-)Tool soll u. a. die Kundensegmentierung in allen Regionen zu einer besseren Ausschöpfung von heutigen und zur Gewinnung von Potenzialkunden beitragen und so die Erreichung des intern gesetzten Wachstumsziels sicherstellen. Einmal jährlich wird in InfoPlus pro Kunde ein Umsatz- und Bruttonutzenbudget hinterlegt. Dies und die kontinuierliche Überarbeitung der Kundenpotenziale führen zu einer korrekten Zuordnung zu den unterschiedlichen Kundensegmenten. Auf diese Weise wird die Basis für die Wahl des richtigen Mitteleinsatzes gewählt, um die optimale Kundensteuerung insbesondere der Betreuungskunden zu erreichen. Verstärkt im Fokus steht der sogenannte SME-Kunde, also der kleine und mittelgroße Kunde mit einem maximalen Umsatzpotenzial von unter EUR 1,0 Mio. Hierbei steht sowohl die Neukundengewinnung von SME's zur Verbreiterung unserer Kundenbasis bzw. Kundenanzahl als auch die Erhöhung des durchschnittlichen Warenkorbes der vorhandenen SME im Vordergrund. Der SME-Kunde bedient vorwiegend das Abholgeschäft. Damit bildet dieses Kundensegment einen wesentlichen Pfeiler zur Steigerung des profitableren Lagergeschäftes und damit auch der Erreichung der Bruttonutzen- und Rohertragsziele. Zur Unterstützung dieses Fokus wurde eine SME-Champions League eingeführt. Prämiert werden hierbei alle Niederlassungen, die ein vorgegebenes Ziel der Neukundenakquise in diesem Kundensegment erfüllen. Die SME-Champions League wird zweimal jährlich durchgeführt.

Durch die Neuausrichtung der Marke Saxonia sehen wir eine Chance zur Optimierung unseres Netzwerkes. Seit dem 01.08.2023 treten die Saxonia-Standorte unter dem Raab Karcher-Logo auf. Mit dieser Neuausrichtung bauen wir unsere Marktposition insbesondere in der Metropolregion Dresden weiter aus. Durch den Zusammenschluss bündeln wir unsere Kompetenzen künftig noch stärker und können den gesteigerten Anforderungen in der Metropolregion Dresden durch eine engere Marktbearbeitung noch besser gerecht werden. Darüber hinaus treiben wir mit diesem Schritt den Ausbau von Synergien sowie die Optimierung von Strukturen und Prozessen innerhalb unseres Unternehmens voran.

Unterstützend zu dem Markenswitch sehen wir eine Optimierung der Marktbearbeitung durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der neu erworbenen Konz-Gruppe, insbesondere dem in Sachsen liegenden Standort in Meißen. Im Zusammenhang mit der Optimierung unseres Netzwerkes, haben wir Anpassungsnotwendigkeiten gesehen und somit hat sich die Schließung des Standortes in Großenhain zum 31.07.2023 ergeben.

3. Risikobericht

Wettbewerber werden als relativ stabil gesehen. Die Wettbewerbssituation um große Projekte, Kunden und Preise ist nach wie vor sehr intensiv. Dagegen wird das Marktumfeld aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Probleme wie der Lieferengpässe, Preissteigerungen und Zinserhöhungen, als unsicher gesehen. Das daraus resultierende Risiko schätzen wir mit mittel ein.

Nicht auszuschließen ist, dass es weiter zu einer Verschlechterung der allgemeinen Zahlungsmoral kommt und das Insolvenzrisiko für Baufirmen aufgrund von Rückgängen der Auftragseingänge, der Stillständen von Baustellen und der Preissteigerungen, steigt. In Anbetracht dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die konsequente Beobachtung und Analyse unserer Forderungen und Kreditlimite durch den Bereich Kreditmanagement auch weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit haben. Ein Ansteigen von Forderungsausfällen bei der Gesellschaft ist, aufgrund der oben genannten wirtschaftlichen Probleme und Schwierigkeiten, nicht auszuschließen. Es wird bewusst vorsichtig bei jeder Risikobewertung vorgegangen, um so den Weg der besten Chance-/Risikoabwägung weiterzugehen. Das daraus resultierende Risiko schätzen wir mit mittel ein.

Den massiv ansteigenden Energiekosten, insbesondere bei Erdgas und Strom, arbeiten wir entgegen, indem jede Möglichkeit der Einsparung genutzt wird. Es sind bereits Maßnahmenpläne dafür in Zusammenarbeit mit der STARK Deutschland GmbH beschlossen und umgesetzt. Das daraus resultierende Risiko schätzen wir mit mittel ein.

Weitere Herausforderungen bestehen in der Rekrutierung von geeignetem Personal im Baustoffgeschäft. Durch eine stabile Mitarbeiterentwicklung und auch der Möglichkeit der Schulung von Personal durch die interne Akademie der STARK Deutschland GmbH, sehen wir hier noch keinen Handlungsbedarf. Das daraus resultierende Risiko schätzen wir mit gering ein.

Weitere Risiken, die über den üblichen Geschäftsverlauf hinausgehen, werden nicht gesehen.

 

Dresden, den 8. Dezember 2023

Saxonia Baustoffe GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Juli 2023

AKTIVA

Anhang 31.07.2023
EUR
31.07.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5 0,00 0,00
II. Sachanlagen 5 1.322.781,40 1.527.592,95
1.322.781,40 1.527.592,95
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6 3.114.159,99 3.741.435,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7 4.826.706,57 5.364.595,03
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 103.798,85 135.552,87
8.044.665,41 9.241.582,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.070,42 43.230,96
9.402.517,23 10.812.406,88

PASSIVA

Anhang 31.07.2023
EUR
31.07.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8 204.800,00 204.800,00
II. Gewinnvortrag 8 2.752.480,18 2.752.480,18
III. Jahresüberschuss 8 607.561,58 1.305.272,31
3.564.841,76 4.262.552,49
B. Rückstellungen 9 2.543.919,67 2.849.098,81
C. Verbindlichkeiten 10 3.293.755,80 3.700.755,58
9.402.517,23 10.812.406,88

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Anhang 01.08.2022 bis 31.07. 2023
EUR
01.08.2021 bis 31.07. 2022
EUR
1. Umsatzerlöse 11 31.822.317,24 34.809.885,24
2. Sonstige betriebliche Erträge 12 68.264,79 204.606,27
3. Materialaufwand 11 -23.889.733,73 -26.623.784,50
4. Personalaufwand 11 -3.507.345,35 -3.652.110,02
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 5/12 -232.270,67 -247.411,54
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 -3.105.644,92 -2.543.657,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 2.494,22 1.415,40
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -10.588,00 -12.679,88
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 -526.496,00 -617.700,33
10. Ergebnis nach Steuern 620.997,58 1.318.563,64
11. Sonstige Steuern -13.436,00 -13.291,33
12. Jahresüberschuss 607.561,58 1.305.272,31

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Saxonia Baustoffe GmbH mit Sitz in Dresden

Fritz-Reuter-Straße 56, 01097 Dresden

Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden HRB 1534

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

31.07.2023

Name Vorname Verantwortungsbereich Datum
Gerstner Mario Geschäftsleitung Geschäftsfeld Mitte ab 09.09.2019
Kirstein Timo Geschäftsführer und CSO der ab 01.06.2022
STARK Deutschland GmbH bis 20.09.2023
Knüppel Michael CEO / Vorsitzender der Geschäftsführung der STARK Deutschland GmbH ab 20.09.2023

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

31.07.2023

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB sowie teilweise die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 7 HGB zusammengefasst, um die Klarheit des Jahresabschlusses zu vergrößern.

Die entsprechenden Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen.

Angabe der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

31.07.2023

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr beibehalten worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, aktiviert.

Die Abschreibungen erfolgen linear und richten sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. nach der Laufzeit der Rechte, sofern diese kürzer sind. Die Nutzungsdauer von Software und ähnlichen Rechten beträgt zwischen drei und sieben Jahren.

Die Sachanlagen gliedern sich in Grundstücke, Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund sowie Betriebsausstattung und Geschäftsausstattung. Die Nutzungsdauern betragen für unbewegliches Anlagevermögen (Gebäude) 14 bis 40 Jahre, für Betriebseinrichtungen allgemein (Regalanlagen, Fahrzeuge, Bearbeitungsmaschinen) 6 bis 15 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstige Anlagengüter 3 bis 25 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den wirtschaftlichen und den technischen Werteverzehr.

Grundsätzlich erfolgt die Schätzung der angesetzten Nutzungsdauern nach den Abschreibungstabellen des Bundesministeriums für Finanzen in der allgemein zugänglichen Ausführung. Davon abweichend wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, speziell auf unsere Belange zugeschnittene Nutzungsdauern anzuwenden, welche sich aus der Erfahrung der letzten Jahre und Jahrzehnte ergeben haben. Geräte, welche durch Kunden angemietet werden (Mietgeräte), sind mit einer Nutzungsdauer von vier Jahren belegt, da hier von einer außergewöhnlichen Abnutzung durch den wechselnden Gebrauch ausgegangen wird. Möbelstücke, die zur Präsentation von Ausstellungsmustern aller Art genutzt werden (Musterständer), werden wegen der hohen Beanspruchung und der regelmäßigen Neubestückung über sechs Jahre abgeschrieben. Eine erstmals räumlich installierte Ausstellungsfläche zur Präsentation unseres Angebotssortiments wird in ihrer Gesamtheit über zehn Jahre abgeschrieben.

Gebäude, ausgenommen Hallen in Leichtbauweise, werden über dreiunddreißig Jahre abgeschrieben. Grundstückseinrichtungen werden zwischen siebzehn und neunzehn Jahren abgeschrieben. Die Einbauten in angemieteten Objekten werden individuell nach dem bestehenden Mietvertrag, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von möglichen Mietverlängerungsoptionen, abgeschrieben. Die Einbauten in nicht eigenen Objekten dienen als Voraussetzungen zur Einrichtung oder zum weiteren Betrieb des Unternehmens.

Für geringwertige, abnutzbare, bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und weniger als EUR 1.000 ohne Umsatzsteuer wird in jedem Geschäftsjahr ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten bis zu EUR 250 liegen, werden sofort aufwandswirksam verbucht.

Angabe der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zuschreibungen werden vorgenommen, falls die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, bis zur Höhe des Betrags, der sich bei Fortführung der regulären Abschreibungen ergeben hätte.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageseinkaufspreisen/Absatzmarktpreisen (beizulegenden Werten). Risiken aus der zukünftigen Verwertung der Vorräte wurden angemessen berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu den Anschaffungskosten. Konkreten Ausfallrisiken wird durch eine Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Darüber hinaus bestehende allgemeine Risiken sind durch eine pauschale Wertberichtigung bei 90 Tagen über Fälligkeit berücksichtigt, die an die tatsächlichen Ausfälle auf Grund des Erfahrungswertes des vergangenen Jahres angepasst wird.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Method" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zins beträgt 1,81 % (i.Vj. 1,77 %).

Des Weiteren wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

BBG (Beitragsbemessungsgrenze) Trend p.a.: 2,10% (i.Vj. 2,10%)
Anwartschaftstrend (z.B. Gehalt) p.a.: 2,10% (i.Vj. 2,10%)
Fluktuation p.a.: 3,00% (i.Vj. 3,00%)

Der bilanzielle Unterschiedsbetrag zwischen dem 7-Jahresdurchschnittsatz und dem 10-Jahresdurchschnittsatz beträgt zum 31.07.2023 TEUR 16 (i. Vj. TEUR 29) (nach § 253 Abs. 6 HGB).

In den übrigen Rückstellungen wird erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Diese werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erwartete zukünftige Preissteigerungen wurden bei der Bemessung der langfristigen Rückstellungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Anschaffungskosten
Anlagevermögen 1.8.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.7.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.924,10 0,00 137,45 3.786,65
3.924,10 0,00 137,45 3.786,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.393.462,93 0,00 5.366,88 4.388.096,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.254.044,22 28.040,39 200.583,65 2.081.500,96
6.647.507,15 28.040,39 205.950,53 6.469.597,01
6.651.431,25 28.040,39 206.087,98 6.473.383,66
Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen 1.8.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.7.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.924,10 0,00 137,45 3.786,65
3.924,10 0,00 137,45 3.786,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.267.777,39 116.028,30 5.366,88 3.378.438,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.852.136,81 116.242,37 200.002,38 1.768.376,80
5.119.914,20 232.270,67 205.369,26 5.146.815,61
5.123.838,30 232.270,67 205.506,71 5.150.602,26
Buchwerte
Anlagevermögen 31.7.2023
EUR
31.7.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.009.657,24 1.125.685,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313.124,16 401.907,41
1.322.781,40 1.527.592,95
1.322.781,40 1.527.592,95

Es wurden keine Zinsen aktiviert.

Vorräte

31.07.2023
EUR
31.07.2022
EUR
Handelswaren 3.114.159,99 3.741.435,07

Bei der Bewertung der Vorräte wurden für Risiken aus der Gängigkeit, der Reichweite sowie erwarteten Abzügen für Boni und Skonti Abwertungen von insgesamt EUR 481.666,41 (i.Vj. EUR 550.606,52) berücksichtigt.

Forderungsspiegel

31.07.2023

EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.831.703,26
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1) 2.020.085,68
Sonstige Vermögensgegenstände 974.917,63
4.826.706,57
1) davon gegen Gesellschafter 0,00

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit EUR 472,34 aus Lieferungen und Leistungen.

Der Restbetrag von EUR 2.019.613,34 betrifft sonstige Forderungen aus Finanzierungs- und Verrechnungsverkehr.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

31.07.2022

EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.693.403,28
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1) 1.521.278,39
Sonstige Vermögensgegenstände 1.149.913,36
5.364.595,03
1) davon gegen Gesellschafter 0,00

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit EUR 1.364,64 aus Lieferungen und Leistungen.

Der Restbetrag von EUR 1.519.913,75 betrifft sonstige Forderungen aus Finanzierungs- und Verrechnungsverkehr.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

31.07.2023
EUR
31.07.2022
EUR
Gezeichnetes Kapital 204.800,00 204.800,00

Das Stammkapital wurde 2023 wie folgt gehalten:

Von Frau Evelyn Wilke, Radebeul i.H.v. EUR 25.600,00 (12,5%) sowie von der STARK Deutschland GmbH, Offenbach am Main , i.H.v. EUR 179.200,00 (87,5%).

Der Gewinnvortrag beträgt EUR 2.752.480,18.

Der Jahresüberschuss zum 31. Juli 2022 i.H.v. EUR 1.305.272,31 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 05.04.2023 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Rückstellungen

31.07.2023
EUR
31.07.2022
EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 535.092,00 526.443,00
Steuerrückstellungen 851.898,17 1.581.384,75
Sonstige Rückstellungen 1.156.929,50 741.271,06
2.543.919,67 2.849.098,81

Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen i.H.v. TEUR 648 (i.Vj. TEUR 343), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 108 (i.Vj. TEUR 106) sowie Bonusrückstellungen i.H.v. TEUR 181 (i.Vj. TEUR 205).

Verbindlichkeitenspiegel

31.07.2023 Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR
31.07.2022 Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten
- aus erhaltenen Anzahlungen 11.848,67 76.214,37
- aus Lieferungen und Leistungen 2.885.683,75 3.074.261,81
- gegenüber verbundenen Unternehmen 1) 207.620,28 376.927,35
Sonstige Verbindlichkeiten
- Steuern 24.648,21 34.865,31
- Übrige 163.954,89 138.486,74
Sonstige Verbindlichkeiten insgesamt 188.603,10 173.352,05
Verbindlichkeiten insgesamt 3.293.755,80 3.700.755,58
1) davon gegenüber Gesellschaftern 205.574,58 376.925,59

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit EUR 207.620,28 (i.Vj. EUR 167.920,73) aus Lieferungen und Leistungen.

Umsatzerlöse, Material- und Personalaufwand

Umsatzerlöse 01.08.2022 - 31.07.2023
EUR
01.08.2021 - 31.07.2022
EUR
31.822.317,24 34.809.885,24
Materialaufwand 01.08.2022 - 31.07.2023
EUR
01.08.2021 - 31.07.2022
EUR
Der Materialaufwand des Geschäftsjahres setzt sich
wie folgt zusammen:
Aufwendungen für bezogene Waren 23.786.511,20 26.539.339,90
Aufwendungen für bezogene Leistungen 103.222,53 84.444,60
23.889.733,73 26.623.784,50
Personalaufwand 01.08.2022 - 31.07.2023
EUR
01.08.2021 - 31.07.2022
EUR
Der Personalaufwand des Geschäftsjahres setzt sich
wie folgt zusammen:
Löhne und Gehälter 2.887.602,76 2.970.566,22
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 619.742,59 681.543,80
(davon für Altersversorgung) (6.690,85) (55.097,28)
3.507.345,35 3.652.110,02
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 2023
Anzahl
2022
Anzahl
Angestellte 48 52
Gewerbliche Arbeitnehmer 20 21
Arbeitnehmer gesamt 68 73

Abschreibungen, sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, sowie periodenfremdes und außergewöhnliches Ergebnis

Abschreibungen auf Sachanlagen 01.08.2022 - 31.07.2023
EUR
01.08.2021 - 31.07.2022
EUR
232.270,67 247.411,54
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 01.08.2022 - 31.07.2023
EUR
01.08.2021 - 31.07.2022
EUR
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind enthalten:
Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge
im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen, Erträge aus ausgebuchten Forderungen, Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Bonusmehrerträge 59.236,94 187.420,57
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind enthalten:
Periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen
Verluste im Wesentlichen aus Bonusmindererträgen und aus dem Abgang von Anlagevermögen 58.776,97 1.610,10
Verluste aus Schließungskosten 140.400,00 0,00

Zinsergebnis, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

01.08.2022 - 31.07.2023
EUR
01.08.2021 - 31.07.2022
EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.494,22 1.415,40
- davon aus Mahn- Klagewesen 1.026,22 1.415,40
- aus Steuerrückerstattungen 1.468,00 0,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.588,00 12.679,88
- davon an verbundene Unternehmen 0,00 690,71
- davon aus Aufzinsung Rückstellungen 10.578,00 11.483,00
- übrige 10,00 506,17
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 526.496,00 617.700,33
Körperschaftsteuer laufendes Jahr 256.775,00 308.852,31
Körperschaftsteuer Vorjahre 6.464,62 0,00
Gewerbesteuer laufendes Jahr 256.896,00 308.080,64
Gewerbesteuer Vorjahre 6.360,38 767,38

Bezüge von Mitgliedern der Gesellschaftsorgane

Bezüge von früheren Mitgliedern der Gesellschaftsorgane und ihrer Hinterbliebenen

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch und unterlässt die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung.

Frühere Mitglieder der Gesellschaftsorgane und deren Angehörige erhalten keine Bezüge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht aus der Bilanz und den Haftungsverhältnissen hervorgehen

Die Leasingverhältnisse bieten den Vorteil einer geringeren 31.07.2023
Liquiditätsbelastung. Nachteile könnten daraus entstehen, dass der Leasinggegenstand nach Ende der Leasingdauer nicht mehr zur Verfügung steht. Bedeutsame Chancen und Risiken sind darüber hinaus TEUR
nicht ersichtlich.
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 1.538
-- davon gegenüber verbundenen Unternehmen -- (0)
1) 1.538
31.07.2022
TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 1.480
-- davon gegenüber verbundenen Unternehmen -- (0)
1.480
1) Davon fällig:
2024 734
2025 - 2028 786
später 18

Ereignisse nach dem Stichtag und Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 607.561,58 an die Gesellschafter auszuschütten.

Mit Wirkung zum 20.09.2023 ist Herr Timo Kirstein aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Mit Wirkung zum 21.09.2023 wurde Herr Michael Knüppel als Geschäftsführer bestellt.

Angaben gem. § 285 Ziffer 14 HGB

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Stark Group A/S, Kopenhagen Dänemark (RegNr 27 06 53 33)
Unternehmen aufstellt:
Ort der Offenlegung Virk.dk
Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt: Stark Group Holding Germany GmbH Offenbach am Main
Ort der Offenlegung Unternehmensregister

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers, wird gemäß § 288 Abs.2 S. 2 HGB verzichtet.

 

Dresden, den 8. Dezember 2023

Michael Knüppel

Mario Gerstner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Saxonia Baustoffe GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Saxonia Baustoffe GmbH, Dresden‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Saxonia Baustoffe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. Dezember 2023

KPMG AG
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Rataj, Wirtschaftsprüfer

Pebler, Wirtschaftsprüfer

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