Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 22467
Eingetragen
28.11.2007
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung von Sport- und FreizeitgerätenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
das Vermieten und Verleasen insbesondere von Bräunungsgeräten der JK-Gruppe im Inund Ausland.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

JK-Finance GmbH

Windhagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

der JK-Finance GmbH, Köhlershohner Straße 60, 53578 Windhagen

I. Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

Das Produkt- und Leistungsspektrum der JK-Gruppe und somit auch der JK-Finance GmbH steht einem generell defensiveren Nachfrageverhalten gegenüber. Der Absatz von Bräunern im Wege des Direktverkaufs oder im Rahmen von Leasing- / Mietkaufgeschäften hat sich in der Vergangenheit und zunächst auch im Verlaufe des Jahres 2013 als schwierig erwiesen, was die gesamte Besonnungsbranche betrifft. Insbesondere gesetzliche Regulierungen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich der Absatz von Bräunern trotz Marktführerschaft in Deutschland und Europa als schwierig herausgestellt hat. Positive Marktsignale zeichnen sich allerdings seit Markteinführung technisch überarbeiteter Geräte im Herbst letzten Jahres ab.

Geschäftszweck der JK-Finance GmbH ist die Absatzfinanzierung von Produkten der JK-Gruppe in ausgewählten Ländern des europäischen Auslands im Wege des Mietkaufs. Im Geschäftsjahr 2013 konzentrierte sich die Gesellschaft auf den europaweiten Abschluss von Neugeschäften in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Norwegen.

Für die JK-Finance GmbH war im Geschäftsjahr 2013 ein Rückgang der Leasingerträge um 837 T€ von 5.915 T€ auf 5.078 T€ zu verzeichnen. Ursächlich hierfür war auch ein Ausweichen potenzieller Kunden auf günstigere Finanzierungsmöglichkeiten sowie eine restriktivere Annahmepolitik.

Das abgelaufene Geschäftsjahr endet mit einem geringen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von 17 T€ (Vj. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 268 T€).

Aus den Erfahrungen im operativen Geschäftsbetrieb wurde die Notwendigkeit erkannt, dass die weitere Einrichtung und Pflege der administrativen Prozesse sowie die Synchronisation der komplexen internationalen Rechtsvorschriften eine zentrale Bedeutung hat. Auf Grund gesetzgeberischer Vorgaben hat die Gesellschaft diverse Regelungen des Kreditwesengesetzes und ergänzender Rechtsvorschriften zu beachten. Die operativen Prozesse wurden an den Vorgaben des refinanzierenden Instituts ausgerichtet.

Die Refinanzierung des Mietkaufgeschäfts erfolgt aus Darlehensmitteln des Mutterunternehmens, welches ihrerseits durch ein inländisches Bankenkonsortium finanziert ist. Die dem Mutterunternehmen zur Finanzierung des Leasing- und Mietkaufgeschäfts bereitgestellten Mittel bieten für die JK-Finance GmbH derzeit einen ausreichenden Rahmen zur Finanzierung ihres Mietkaufgeschäfts.

Seit dem Geschäftsjahr 2009 ist die JK-Finance GmbH der Aufsicht durch die BaFin unterstellt. Im Rahmen der Risikovorsorge und der allgemeinen Geschäftsorganisation hat man die administrativen Prozesse und das Forderungsmanagement unter Beachtung der Größe und Komplexität der Gesellschaft am Maßstab der aktuell gültigen MaRisk ausgerichtet.

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal und hat daher die administrativen Tätigkeiten vollständig ausgelagert auf die Muttergesellschaft JK-Holding GmbH. Deren Personalbestand bewegt sich quantitativ zum Bilanzstichtag auf dem Niveau des Vorjahres. Den besonderen Ansprüchen an Qualifikation und Einsatzbereitschaft von Mitarbeitern, die für die JK-Finance GmbH tätig werden, wird durch regelmäßige Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen Rechnung getragen.

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist stabil, auch auf Grund der finanziellen Ausstattung und der Risikobeteiligung des Mutterunternehmens sowie der erwarteten planmäßigen Mittelzuflüsse aus den abgeschlossenen Mietkaufkontrakten.

Wesentlicher Vermögensgegenstand der Gesellschaft sind mit 11.329 T€ (Vj. 10.434 T€) die Forderungen an Kunden. Bei den ausgewiesenen Forderungen handelt es sich fast ausschließlich um Forderungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht fällig waren. Für zum Geschäftsjahresende 2013 überfällige Forderungen wurde entsprechend der kaufmännischen Vorsicht eine angemessene Risikovorsorge gebildet.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr 1.000 T€. Bei einer Bilanzsumme von 13.444 T€ (Vj. 13.507 T€) ergibt sich eine unveränderte Eigenkapitalquote von 7,4 %.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt neben der Verwendung der erwirtschafteten Liquidität durch die Einbindung der JK-Finance GmbH in den Cash-Pool der JK-Gruppe. Zudem werden der Gesellschaft Fremdfinanzierungsmittel durch die Muttergesellschaft JK-Holding GmbH in Form von Darlehensgewährungen zur Verfügung gestellt. Zwischen der JK-Finance GmbH und der JK-Holding GmbH besteht seit dem Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Das Geschäftsjahr 2013 schließt mit einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von -17 T€. Bei rückläufigen Leasingerträgen und korrespondierend geringeren Leasingaufwendungen resultiert dies größtenteils aus geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen, die im Vorjahr durch einen Einmaleffekt im Kontext mit einer steuerlichen Außenprüfung beeinflusst waren, und einer höheren Risikovorsorge.

III. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Finanzierung bleibt weiterhin ein wichtiges Absatzinstrument für die JK-Gruppe. Dies trifft insbesondere auch auf die internationale Finanzierung über die JK-Finance GmbH zu. Der Anteil des Finanzierungsgeschäftes am gesamten Bräunerumsatz ist im Geschäftsjahr nur unterproportional gesunken. Für die Folgejahre geht die Gesellschaft von einer stabilen Entwicklung auf dem bisherigen Niveau aus, da die Finanzierung von Bräunern auch für Endkunden im europäischen Ausland speziell unter Liquiditätsgesichtspunkten nach wie vor eine interessante Alternative im Vergleich zu Sofortkäufen darstellt.

Die Entwicklung der Gesellschaft korreliert sehr stark mit der weiteren Entwicklung der Besonnungsbranche, die unter Gesundheitsschutzaspekten weiterhin auch von Gesetzgeberseite im europäischen Ausland stark beobachtet wird. Mit einer weiteren Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben im europäischen Ausland wird jedoch nicht gerechnet.

Risiken bestehen zudem im Ausfall von Forderungen gegenüber den Endkunden, die sich zunächst auf die ausländischen Partnergesellschaften auswirken, aber auch nicht unerhebliche Folgen für die JK-Finance GmbH haben können. Durch ein effizientes Forderungsmanagement und ein enges Beteiligungscontrolling seitens der Muttergesellschaft sowie durch eine risikoorientiertere Annahmepolitik soll eine entsprechende Vorsorge getroffen werden.

Obwohl die JK-Gruppe in den ersten Monaten des Jahres 2014 im Vergleich zu 2013 eine gute Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie ein verbessertes Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) zeigt, war dies isoliert gesehen für die JK-Finance GmbH noch nicht erkennbar. Bei nur moderat gesunkenen Leasingerträgen wurde für eine Forderungsposition die Risikovorsorge erhöht, wodurch sich im Vergleich zur Vorjahresperiode ein geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) für die JK-Finance GmbH ergibt.

V. Risikoberichterstattung

1. Adressenausfallrisiken

In Einklang mit der Entwicklung der gesamten Finanzbranche ergeben sich auch für die JK-Finance GmbH Forderungsausfallrisiken. Systembedingt werden diese eventuellen Ausfälle zunächst auf Ebene der ausländischen Geschäftspartner abgefangen. Bei einigen Endkunden sind Zahlungsstockungen aufgetreten. Die JK-Finance GmbH ist insoweit zunächst nur sekundär davon betroffen. Wichtig ist daher die genaue Bewertung und Beobachtung sowohl der Finanzierungsendkunden als auch der internationalen Geschäftspartner im Rahmen eines adäquaten Risikomanagements. Für potenzielle Ausfallrisiken bezüglich eines ausländischen Partners hat die Gesellschaft die Risikovorsorge erhöht.

Wesentliche Konzentrationsrisiken auf Ebene der Endkunden sind nicht erkennbar und nach den Vorgaben des inländischen Bankenkonsortiums auch nicht zulässig.

Die JK-Finance GmbH ist nicht selbst im Endkundenmarkt tätig. Diese Funktion wird durch die ausländischen Partner erfüllt. Im ersten Schritt werden Leasinganfragen von den Endkunden zunächst auf der Landespartnerebene einer Bonitätsbeurteilung unterworfen. Im zweiten Schritt entscheidet die JK-Finance GmbH unter Berücksichtigung von Marktfolgeprämissen über die Finanzierung der Endkundenverträge. Die JK-Finance GmbH tendiert mit dem Rückhalt ihres Mutterunternehmens zu einer eher offenen Risikopolitik.

Das Risiko aus der Verwertung von aus der Finanzierung ausgeschiedenen Bräunern und die Geltendmachung damit einhergehender Schadensersatzansprüche gegen die Endkunden ist zunächst Aufgabe der Landespartner. Risiken für die JK-Finance GmbH bestehen insoweit, dass die ausländischen Partner ihrerseits Ablösezahlungen an die JK-Finance GmbH nicht oder nur teilweise erbringen können.

2. Marktpreisrisiken

Die Finanzierungsbedingungen basieren auf einer festen Verzinsung. Im Zuge der Neufinanzierung des Mutterunternehmens hat sich die nominale Finanzierung merklich verteuert.

In Abhängigkeit von den Refinanzierungskonditionen können sich Risiken ergeben, sofern diese kundenseitig nicht mehr oder weiterhin nicht mehr im bisherigen Umfang akzeptiert werden.

3. Liquiditätsrisiken

Das Mutterunternehmen JK-Holding GmbH hat mit einem inländischen Bankenkonsortium einen Rahmendarlehensvertrag geschlossen, in welchem durch gewisse Finanzierungskontingente auch die Finanzierung des Leasinggeschäfts der Gesellschaft implementiert wurde. Die Weiterreichung der Fremdmittel erfolgt über einen Darlehensvertrag zwischen der JK-Holding GmbH und der JK-Finance GmbH. Der durch das Mutterunternehmen mit dem inländischen Bankenkonsortium geschlossene und in 2013 wegen Strukturveränderungen auf Ebene der JK-Gruppe einvernehmlich angepasste Rahmendarlehensvertrag gibt zudem ein enges Regelungsgefüge vor, an welchem die JK-Finance GmbH die Refinanzierung ihres eigenen Leasinggeschäfts ausrichten muss. Dieser Rahmendarlehensvertrag läuft bis Mai 2015. Im März 2014 wurde gemäß Vertrag eine erste Verlängerung für ein weiteres Jahr, d. h. bis Mai 2016 beantragt. Es wird davon ausgegangen, dass das Bankenkonsortium der Vertragsverlängerung zustimmen wird.

Liquiditätsrisiken können sich ergeben, sofern die ausländischen Partner ihrerseits Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Solche Risiken sind zunächst durch die Stellung von Sicherheiten abgemildert, können jedoch virulent werden, sofern deren Volumen oder Durchsetzbarkeit ausgeschöpft sind.

4. Operationelle Risiken

Die Gesellschaft hat seit ihrer Gründung Erfahrungen gewonnen, mit denen die betrieblichen Prozesse optimiert werden können. Die in die Prozesse eingebundenen operativ tätigen Mitarbeiter sind sachverständig und pflegen einen engen und nicht formalisierten Dialog mit der Geschäftsführung. Soweit operative Prozesse an konzernverbundene Unternehmen ausgelagert sind, erfolgt dies unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften.

VI. Restrukturierung und Unternehmensentwicklung

Die merkliche Reduzierung der Auftragseingänge im Vorjahr und zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 hat die Geschäftsführung des Mutterunternehmens zur Umsetzung von gruppenweit wirkenden Restrukturierungsmaßnahmen veranlasst. Mit Unterstützung eines auf Restrukturierungsfragen spezialisiertes externes Beratungsunternehmens wurden zunächst Restrukturierungsmaßnahmen in den USA umgesetzt. Weitere Optimierungsmaßnahmen wurden initiiert im Bereich Forderungsmanagement, Vorratshaltung, Innovationsmanagement und Logistik. Die Maßnahmen haben bereits in den ersten Monaten 2014 zu einer spürbaren Entlastung geführt, verbunden mit weiterhin positiven Signalen aus dem Markt im Nachgang zur Einführung technisch verbesserter Bräuner.

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens erwartet auf dieser Basis nach dem erfreulichen Start in das Jahr 2014 auch für den Rest des Jahres 2014 eine positive Entwicklung für die gesamte JK-Gruppe. Die oben beschriebene Verlängerung der bestehenden Kreditlinien ist zudem ein wesentlicher Baustein für die Sicherung der Liquidität innerhalb der JK-Gruppe. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der bereits fristgerecht gestellte Antrag auf Verlängerung der bestehenden Kreditlinien positiv beschieden wird. Die Entwicklung der gesamten JK-Gruppe wird somit auf die weitere Entwicklung der JK-Finance GmbH ausstrahlen.

 

Windhagen, 29.04.2014

JK-Finance GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Herman Nanninga

Bilanz zum 31. Dezember 2013

der JK-Finance GmbH, Köhlershohner Straße 60, 53578 Windhagen

Aktivseite

Vorjahr
T€
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 25.747,58 453,6
2. Forderungen an Kunden 11.328.780,45 10.434,0
davon an verbundene Unternehmen: 10.432.152,72 € (Vj. 9.183,4 T€)
3. Leasingvermögen 613.553,72 320,9
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.359.781,25 2.161,2
5. Rechnungsabgrenzungsposten 116.357,64 137,2
13.444.220,64 13.506,9

Passivseite

Vorjahr
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.066.129,24 12.121,9
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.891,40 0,4
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 8,9
b) andere Rückstellungen 25.200,00 25.200,00 25,7
4. Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" 350.000,00 350,0
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 100.000,00 100,0
b) Kapitalrücklage 900.000,00 900,0
c) Verlustvortrag 0,00 - 268,1
d) Jahresüberschuss 0,00 1.000.000,00 268,1
13.444.220,64 13.506,9

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar - 31. Dezember 2013

der JK-Finance GmbH, Köhlershohner Straße 60, 53578 Windhagen

Aufwendungen

Vorjahr
1. Leasingaufwendungen 4.865.519,71 5.935.901,50
2. Zinsaufwendungen 67.383,48 27.116,58
3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 0,00 195,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 151.838,94 194.206,14
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 307.494,14 160.981,06
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 142,32 0,00
7. Aufwendungen aus Gewinnabführung 0,00 74.238,52
8. Jahresüberschuss 0,00 268.125,83
5.392.378,59 6.660.764,63

Erträge

Vorjahr
1. Leasingerträge 5.078.559,65 5.915.558,21
2. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 34.827,90 1.854,80
3. Sonstige betriebliche Erträge 261.993,22 677.905,02
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 65.446,60
5. Ertrag aus Verlustübernahme 16.997,82 0,00
5.392.378,59 6.660.764,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

der JK-Finance GmbH, Köhlershohner Straße 60, 53578 Windhagen

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wird auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Bestimmungen des § 340a Abs. 2 HGB i. V. mit den Vorschriften der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV. Soweit sinnvoll, wurden die in den Formblättern mit arabischen Ziffern bezeichneten Posten in der Formulierung dem Inhalt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 2a Nr. 10 KWG angeglichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen ansonsten den handelsrechtlichen Vorschriften.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren Stichtagswert angesetzt. Der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken ist unter dem Gesichtspunkt des kaufmännischen Vorsichtsprinzips in ausreichendem Umfang Rechnung getragen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen gebildet.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Allgemeine Angaben

Die Forderungen an Kunden bestehen zum wesentlichen Teil gegen diverse ausländische Unternehmen der JK-Gruppe sowie gegen nicht konzernverbundene Unternehmen. Bei den Forderungen gegen die Auslandskunden handelt es sich zum weitaus überwiegenden Teil um Forderungen aus Mietkaufverträgen. Sie werden über die Laufzeit der jeweiligen Verträge fällig. Die Risikovorsorge wird unter Berücksichtigung von Sicherungsansprüchen gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 9.086.948,04 € (Vj. 7.456 T€) Forderungen aus Mietkaufverträgen und mit 1.345.204,68 € (Vj. 1.728 T€) sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen insgesamt 1.317.220,93 € (Vj. 1.708,6 T€).

Die Gesellschaft weist im Leasingvermögen zum Jahresende Geräte aus, die erst im Folgejahr an die Partner im europäischen Ausland veräußert werden.

Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen ein konzernfremdes Unternehmen aus einem regresslosen Verkauf von Mietkaufforderungen gegen ein konzernverbundenes Unternehmen ausgewiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Geldbeschaffungskosten im Zusammenhang mit der Finanzierung der Gesellschaft, die zeitanteilig über die Laufzeit der Finanzierung verteilt werden.

Fristengliederung

bis 3 Mte.
größer 3 Mte. bis 1 Jahr
größer 1 Jahr bis 5 Jahre
größer 5 Jahre
gesamt
Forderungen an Kreditinstitute 25.747,58 25.747,58
(453.649,26) (453.649,26)
Forderungen an Kunden 1.193.048,40 4.484.279,17 5.651.452,88 11.328.780,45
(1.132.577,63) (4.108.153,10) (5.193.302,40) (10.434.033,13)
Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 600.000,00 759.781,25 1.359.781,25
(39.046,00) (800.000,00) (1.322.108,60) (2.161.154,60)
Gesamt 1.218.795,98 5.084.279,17 6.411.234,13 0,00 12.714.309,28
(1.625.272,89) (4.908.153,10) (6.515.411,00) (0,00) (13.048.836,99)

(Klammerwerte: Vorjahr)

Passiva

Allgemeine Angaben

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten (einschl. Zinsverpflichtungen) in Höhe von 9.964.604,22 € (Vj. 10.264,7 T€), um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.101.525,02 € (Vj. 1.783,0 T€) und um Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 0,00 € (Vj. 74,2 T€). Gegenüber der Gesellschafterin bestehen insgesamt Verbindlichkeiten in Höhe von 9.974.364,78 € (Vj. 10.352,4 T€).

Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung und Steuererklärungen.

Im Geschäftsjahr 2013 ist weiterhin ein Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" von 350.000,00 € vorhanden, um speziell latenten Adressenausfallrisiken Rechnung zu tragen.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 100.000,00 € und stimmt mit der Eintragung im Handelsregister überein.

Die Dotierung der Kapitalrücklage resultiert aus einer entsprechenden Einzahlung des Mutterunternehmens.

Fristengliederung

bis 3 Mte.
größer 3 Mte. bis 1 Jahr
Größer 1 Jahr bis 5 Jahre
größer 5 Jahre
gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.316.129,24 9.750.000,00 12.066.129,24
(2.371.927,63) (9.750.000,00) (12.121.927,63)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.891,40 2.891,40
(423,33) (423,33)
Gesamt 2.319.020,64 0,00 9.750.000,00 0,00 12.069.020,64
(2.372.350,96) (0,00) (9.750.000,00) (0,00) (12.122.350,96)

(Klammerwerte: Vorjahr)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Leasingerträge beinhalten die Erlöse aus Verkäufen im Rahmen abgeschlossener Mietkaufverträge mit ausländischen Geschäftspartnern sowie Zinserträge aus diesem Mietkaufgeschäft. Diesen stehen korrespondierend Leasingaufwendungen aus Geräteerwerben und deren Refinanzierungsaufwand gegenüber.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Weiterberechnung einer Risikobeteiligung an ein konzernverbundenes Unternehmen.

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Rechts- und Beratungsleistungen sowie gruppenintern berechnete Verwaltungs- und Administrationsaufwendungen enthalten.

Die Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen betreffen insbesondere die Vorsorge für Adressenausfallrisiken.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Dem Mutterunternehmen der JK-Gruppe, der JK-Holding GmbH, Windhagen, wurde im Zuge der Neufinanzierung der gesamten Unternehmensgruppe im Mai 2012 ursprünglich ein Darlehensvolumen von 75.000.000,00 € durch ein inländisches Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt. Zum 31.12.2013 valutieren diese Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsen) mit 50.897.359,05 €.

Verschiedene Tochterunternehmen der JK-Holding GmbH, u. a. auch die JK-Finance GmbH, haben eine selbstständige gesamtschuldnerische Garantieerklärung hinsichtlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Darlehensverhältnis des Mutterunternehmens mit dem inländischen Bankenkonsortium abgegeben.

Die JK-Finance GmbH kann nur für den Fall aus der Garantieerklärung in Anspruch genommen werden, dass die Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht erfüllt werden. Bislang hat das Mutterunternehmen diese Verpflichtungen erfüllt. Daher wird auch für die Zukunft davon ausgegangen, dass eine direkte Inanspruchnahme der JK-Finance GmbH bei planmäßigem Geschäftsverlauf der gesamten JK-Gruppe und bei Umsetzung und Wirksamkeit der vom Mutterunternehmen initiierten Restrukturierungsmaßnahmen nicht erfolgen dürfte.

Zur Besicherung der Darlehensverbindlichkeiten des Mutterunternehmens hat die JK-Finance GmbH u. a. auch ihre Forderungen an Kunden im Wege der Globalzession sowie etwaige Versicherungsansprüche an das Bankenkonsortium abgetreten.

VI. Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres hatte die Gesellschaft keine eigenen Mitarbeiter.

Die Geschäftsführung wurde in 2013 wie folgt wahrgenommen:

Herr Herman Nanninga, kaufmännischer Geschäftsführer, Alleinvertretungsbefugnis.

Bezüglich der Anhangangaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Muttergesellschaft JK-Holding GmbH mit Sitz in Windhagen erstellt einen Konzernabschluss. Die Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Zweiten Abschnitts und Zweiten Unterabschnitts des Dritten Buches des HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf elektronischem Wege veröffentlicht. Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers ergeben sich aus dem Konzernabschluss.

 

Windhagen, 29.04.2014

JK-Finance GmbH

- Geschäftsführung -

ez. Herman Nanninga

Datum der Feststellung: 23.05.2014

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der JK-Finance GmbH mit einer Bilanzsumme von 13.444.220,64 € unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bonn, 29. April 2014

Bacher & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Josef Schulte, Wirtschaftsprüfer

gez. Rainer Zimmermann, Wirtschaftsprüfer

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