Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 6805
Vorher
Bergstraße 20 Erste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
4.11.1994
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Der Handel mit allergologischen Produkten zur Diagnose und Therapie von allergischen Erkrankungen, allergenfreien Präparaten und mit dem Allergiesektor verwandten Produkten, die Erstellung von Servicekonzeptionen und das Anbieten von Dienstleistungen auf dem Allergie-Sektor.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kreis René
seit 15.1.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stallergenes Greer Holding France SASFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stallergenes Greer Holding France SAS
France
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stallergenes GmbH

Kamp-Lintfort

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stallergenes GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stallergenes GmbH, Kamp-Lintfort, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stallergenes GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

F. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der Stallergenes GmbH, Kamp-Lintfort, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

 

Düsseldorf, 6. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rees, Wirtschaftsprüfer

Bumke, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 275.059,16 375.059,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 0,51
275.059,67 375.059,67
II. Sachanlagen
Betriebe- und Geschäftsausstattung 68.531,62 67.520,54
343.591,29 442.580,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.351,32 6.562,89
2. Waren 1.357.098,62 1.235.704,65
1.366.449,94 1.242.267,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 303.029,35 445.371,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.071.089,82 13.607.748,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 434.918,23 770.717,02
15.809.037,40 14.823.838,84
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 93,22 776,90
17.175.580,56 16.066.883,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.585,72 57.043.97
17.590.757,57 16.566.507,46

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.136.134,02 1.136.134,02
III. Gewinnvortrag 7.316.525,53 7.034.603,56
IV. Jahresüberschuss 479.126,16 281.921,97
9.431.785,71 8.952.659,55
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 28.451,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.864.764,04 3.747.812,71
4.893.215,04 3.747.812,71
Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 200.020,12 621.673,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in EUR 200.020,12 (VJ. EUR 621.673,08)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.271.735,42 2.711.624,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.271.735,42 (Vj. EUR 2.711.624,46)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 794.001,28 532.737,66
davon aus Steuern EUR 792.001,28 (Vj. EUR 530.737,66)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 794.001,28 (Vj. EUR 532.737,66)
3.265.756,82 3.866.035,20
17.590.757,57 16.566.507,46

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.117.830,70 20.442.095,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 652.059,40 22.423,17
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 104,31)
22.769.890,10 20.464.518,94
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.362.968,85 6.812.748,70
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.997.998,88 5.538.683,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.228.968,88 883.339,49
davon Aufwendungen für Altersversorgung EUR 119.291,19 (Vj. EUR 106.351,32)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 139.507,46 145.423,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.638.190,03 6.666.679,90
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 21,61 (Vj. EUR 74,01)
22.367.634,10 20.046.874,44
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 343.830,42 32.879,95
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 342.642,42 (Vj. EUR 32.879,95)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 1.387,00
343.830,42 31.492,95
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 255.261,00 156.470,64
10. Ergebnis nach Steuern 490.825,42 292.666,81
11. Sonstige Steuern 11.699,26 10.744,84
12. Jahresüberschuss 479.126,16 281.921,97

Anhang für 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Stallergenes GmbH, Carl-Friedrich-Gauß-Str. 50, 47475 Kamp-Lintfort, ist beim Amtsgericht Kleve unter der Nummer HRB 6805 registriert.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB, da die in § 267 Abs. 1 HGB aufgeführten Größenmerkmale für kleine Kapitalgesellschaften überschritten werden. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind daher die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen nach § 276 HGB wurden nicht in Anspruch genommen. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen nach § 288 Absatz 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltene Firmenwert, das Vertriebs-Know-How und Wettbewerbsverbot werden mit einem Erinnerungswert ausgewiesen.

Die Zugänge bei den Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis elf Jahren vorgenommen. Die Abschreibung der Zugänge an beweglichen Anlagegegenständen erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden:

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt.

Die Warenbestände werden zu Anschaffungskosten mit den letzten Einkaufspreisen bewertet. Soweit die Wiederbeschaffungskosten oder die Nettoverkaufspreise zum Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung von 2 % berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten die anteilige Abgrenzung von getätigten Zahlungen, soweit diese zu Aufwendungen in künftigen Zeiträumen führen.

Von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB, eine sich insgesamt ergebende künftige Steuerentlastung aufgrund unterschiedlicher handelsrechtlicher und steuerlicher Wertansätze als aktive latente Steuern in der Bilanz auszuweisen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag entspricht.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

C. Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Das Anlagengitter ist am Ende dieses Anhangs dargestellt. Es enthält den Ausweis der Bruttoanschaffungskosten mit deren Zu- und Abgängen sowie die darauf entfallende kumulierte Abschreibung.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 751.833,17; Vorjahr: EUR 147.998,04) und aus einem Cash Pool inklusive abgegrenzter Zinsen (EUR 14.319.256,65; Vorjahr: EUR 13.459.750,56).

Bis auf Kautionen in Höhe von EUR 2.400,00 (unverändert zum Vj.) haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für personalbezogene Kosten, offene Studien, Rechts und Beratungskosten, Jahresabschlusskosten, Rückstellungen für Herstellerrabatte und ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 2.271.735,42; Vorjahr: EUR 2.711.624,46) betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr ein Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von EUR 14.381.616,50 (Vorjahr: EUR 13.518.149,42), davon EUR 14.319.256,65 (Vorjahr: EUR 13.459.750,56) aus dem Cash Pool inklusive abgegrenzter Zinsen sowie EUR 62.359,85 (Vorjahr: EUR 58.398,86) aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von EUR 536.677,06 (Vorjahr: EUR 100.333,44).

II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten ist gemäß § 288 Absatz 2 Satz 1 HGB unterblieben. In den Umsatzerlösen sind keine (Vorjahr: TEUR 360) periodenfremde Erlöse aus Vorjahren enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten (wie im Vorjahr) keine wesentlichen periodenfremden Beträge.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen fast ausschließlich das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023. (Im Vorjahr war fast ausschließlich das Jahr 2022 betroffen).

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

D. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, auf die im Anhang einzugehen ist, sind bis zum heutigen Tage nicht eingetreten.

E. Sonstige Pflichtangaben

I. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Dienstleistungen, Gebäudemieten und Kfz- Leasing in Höhe von TEUR 1.721.

II. Arbeitnehmer

Die Anzahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Arbeitnehmern liegt bei 63 Mitarbeitern (Vorjahr: 56), welche zudem ausschließlich Angestellte sind.

III. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023:

Herr Andy Heinrich Möckel, Erlangen (bis zum 28. Februar 2024).

Die hauptberufliche Tätigkeit von Herrn Möckel bestand in der Geschäftsführertätigkeit bei der Stallergenes GmbH.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Nach dem Bilanzstichtag wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Januar 2024 Herr Petr Tor, Hyskov/Tschechische Republik, zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer berufen. Herr Tor ist hauptberuflich als Geschäftsführer bei der Stallergenes GmbH tätig.

IV. Mitgliedschaft im Konzern

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stallergenes Greer International AG mit Sitz in Baar/Schweiz, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim zuständigen Register in der Schweiz offen zu legen.

V. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 54 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.095.348,26 0,00 3.095.348,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.959.030,31 0,00 2.959.030,31
6.054.378,57 0,00 6.054.378,57
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.038.027,20 40.518,54 1.078.545,74
7.092.405,77 40.518,54 7.132.924,31
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.720.289,10 100.000,00 2.820.289,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.959.029,80 0,00 2.959.029,80
5.679.318,90 100.000,00 5.779.318,90
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.506,66 39.507,46 1.010.014,12
6.649.825,56 139.507,46 6.789.333,02
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 275.059,16 375.059,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 0,51
275.059,67 375.059,67
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.531,62 67.520,54
343.591,29 442.580,21

 

Kamp-Lintfort, 28. Juni 2024

Stallergenes GmbH

Petr Tor, Geschäftsführer

Lagebericht für 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Stallergenes GmbH, Kamp-Lintfort, (kurz Stallergenes) betätigt sich auf dem Arzneimittelmarkt in Deutschland. Gegenstand der Gesellschaft ist dabei insbesondere der Handel mit Produkten zur Diagnose und Therapie von allergischen Erkrankungen. Die Produkte werden ausschließlich von der Stallergenes SAS, Antony / Frankreich, einem Konzernunternehmen, bezogen.

Hinsichtlich der Zahl behandelter Patienten ist die Stallergenes Greer Ltd. Gruppe (kurz Stallergenes Greer) einer der führenden biopharmazeutischen Hersteller und hat sich auf das Gebiet der spezifischen Immuntherapie spezialisiert. Stallergenes Greer ist einer der führenden Anbieter bei der Herstellung von Allergenextrakten bestehend aus Gräser- und Birkenpollen sowie Hausstaubmilben. Die Stallergenes Greer ist mit über 1.100 Mitarbeitern - davon 63 in Deutschland - in 19 Ländern mit direkter Präsenz vertreten. Dank eines umfassenden Netzes von Distributoren und Partnern in 41 Ländern bietet Stallergenes Greer seine Produkte zur Bekämpfung von Allergien weltweit an. Während des fast 120-jährigen Bestehens hat sich die Unternehmensgruppe in der Prävention und Behandlung von allergisch bedingten Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma bewährt. (Quelle: https://www.stallergenesgreer.com/about)

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Gesellschaft ist eingebunden in den Stallergenes Greer-Konzern mit Hauptsitz in Baar/Schweiz, wobei die Produktion für die Produkte, die von der Stallergenes GmbH verkauft werden, in Antony/Frankreich, erfolgt. Tochtergesellschaften des Konzerns existieren neben Deutschland in Belgien, Spanien, Portugal, Italien, Tschechien, Österreich und der Schweiz sowie in 11 weiteren Ländern. Darüber hinaus existieren Distributoren weltweit, insbesondere in Nordamerika, Australien und am nördlichen und südlichen Rand des afrikanischen Kontinents, aber auch in strategischen Zentren Asiens (Taiwan, Singapur und Vietnam).

Alleiniger Geschäftsführer der Stallergenes GmbH war im Geschäftsjahr 2023 Herr Andy Möckel, Erlangen. Er wurde im März 2024 durch Herrn Petr Tor, Hyskov (Tschechische Republik), abgelöst.

II. Forschung und Entwicklung

Stallergenes Greer hat in der Vergangenheit bereits wesentliche Innovationen hervorgebracht, die zu den jüngsten Fortschritten auf den Gebieten der Allergenstandardisierung und der spezifischen Immuntherapie beigetragen haben. In den letzten Jahren hat Stallergenes Greer eine neue Tablette gegen Milbenallergie (STAGR320) in verschiedenen Ländern (insbesondere Asien-Pazifik) eingeführt. Der Zulassungsantrag für den europäischen Markt für diese Tablette ist im Frühjahr 2020 eingereicht worden. In der klinischen Phase-III- Entwicklung von STAGR320, an der 1.600 Patienten aus 231 Zentren in 13 Ländern teilnahmen, wurde die Behandlung der HDM-induzierten allergischen Rhinitis bei Erwachsenen und jugendlichen Patienten untersucht. Diese randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie war eine der größten Klinische-Phase-III-Studien, die bisher zur Untersuchung der Behandlung von Hausstaubmilbenallergien durchgeführt wurde.

Die bisher größte retrospektive, reale, longitudinale Kohortenstudie zur sublingualen Flüssigkeits-AIT (AIT = Allergie-Immuntherapie) war die Praxisstudie "EfficAPSI". Ziel war es, die realen Auswirkungen der sublingualen Flüssigkeits-AIT auf den Ausbruch und die Verschlechterung von Asthma bei Patienten mit allergischer Rhinitis zu bewerten. Diese Studie umfasste mehr als 100.000 Patienten in Frankreich mit allergischer Rhinitis, mit oder ohne Asthma, die mit sublingualer flüssiger AIT und symptomatischen Medikamenten behandelt wurden, und mehr als 330.000 Patienten mit allergischer Rhinitis, mit oder ohne Asthma, die nur mit symptomatischen Medikamenten behandelt wurden.

Die Stallergenes GmbH führt als reine Vertriebsgesellschaft selbst keine eigene Forschung und Entwicklung durch.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft war auch im Jahr 2023 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Der seit 2022 anhaltende russische Angriffskrieg in der Ukraine, die weiterhin hohen Energiepreise, die hartnäckige Inflation sowie die entsprechend anhaltend restriktive Geldpolitik der Zentralbanken wirkten sich belastend auf das globale Wachstum aus. Die weltweite Konjunktur konnte sich nur langsam und uneinheitlich von der Corona-Pandemie erholen. In vielen Ländern, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, lag die Wirtschaftsaktivität noch unter dem Niveau vor der Pandemie und regionale Unterschiede vergrößerten sich. Zusätzlich verschärfte die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft, zusammen mit extremen Wetterereignissen, die Herausforderungen für die globale Erholung.

Die deutsche Wirtschaft war gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Dabei verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ging insgesamt deutlich zurück. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024).

Die schwache Konjunktur ist nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorüber gegangen. Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptet sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut: Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf 2.609.000 Menschen, die Quote stieg von 5,3 % auf 5,7 %. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Nr. 2 "Jahresrückblick 2023" vom 03. Januar 2024).

Die Verbraucherpreise stiegen 2023 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 5,9 %. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024).

Der Umsatz mit Arzneimitteln lag 2022 weltweit mit insgesamt etwa 1.303 Mrd. Euro rund 3,4 % über dem Niveau 2021 (1.120 Mrd. EUR). Mehr als dreiviertel des Gesamtumsatzes auf dem Weltpharmamarkt wird von Nordamerika, Europa und Japan erzielt. Der Umsatz von Nordamerika ist um 9,2 % auf 652,2 Mrd. Euro gestiegen. Dieser Teilmarkt stellt im Jahr 2022 mehr als die Hälfte des weltweiten Pharmamarktumsatzes dar. Der Pharmamarkt in Europa ist um 1,7 % auf 297,8 Mrd. Euro leicht gesunken. Nach den USA hat sich der Pharmamarkt in China als zweitgrößter Einzelmarkt etabliert. In 2022 betrug der Umsatz in China annähernd 110 Mrd. Euro. Die Angaben in Euro resultieren aus einer Umrechnung der Marktdaten mit Basiswerten in US-Dollar (Umrechnungskurs USD in EUR = 1,02140:1; 2021: 1,142346:1).

Insgesamt handelt es sich beim weltweiten Gesundheitsmarkt um einen Wachstumsmarkt mit erheblichem Beschäftigungspotential. Viele Krankheiten sind bis heute nicht therapierbar, die Lebenserwartung der Menschen steigt und das veränderte Konsuminteresse sowie die Suche nach mehr Lebensqualität erhöhen die Nachfrage nach gesundheitsbezogenen Leistungen und Produkten. Hinzu kommt, dass der Fortschritt in der Medizin und der Pharmazie, ganz besonders in der Molekular- und Zellbiologie, grundsätzlich neue Innovationsanreize schafft. Ferner ist ein Individualisierungstrend in der Diagnostik und Therapie von Krankheiten weltweit erkennbar.

In den EU-Staaten werden die Preisbildung und die Erstattung der Arzneimittel unterschiedlich reguliert. Eine Gemeinsamkeit besteht jedoch darin, dass viele Märkte durch einen verstärkten generischen Wettbewerb gekennzeichnet sind und die europäische Gesetzgebung zur Forschung, Zulassung und Erstattung immer weiter auf die einzelnen Märkte einwirkt. Die Analyse der Umsätze der EU-27 im Jahr 2022 zeigt, dass absolut betrachtet Deutschland, Frankreich und Italien gefolgt von Spanien die größten Märkte darstellen. Ein Vergleich der Wachstumsraten zu den Vorjahren zeigt ein gemischtes Bild in den verschiedenen europäischen Arzneimittelmärkten. IQVIATM erwartet für den Zeitraum 2022 - 2027 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der europäischen Mitgliedstaaten von 5,3 %. Ein Wachstum von 11,0 % wird zurzeit insgesamt für alle Nicht-EU-Mitglieder als Prognose angesetzt. Für den globalen Markt prognostiziert IQVIATM einen Zuwachs von 6,1 % bis 2027 (Quelle: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. Pharma-Daten Bericht 2023, Dezember 2023).

Heute sind weltweit mehr als 30 % der Weltbevölkerung von Allergien betroffen. Die zunehmende Prävalenz und Intensität von Allergien ist ein Trend, der in der industrialisierten Welt, seit mehr als 60 Jahren anhält. Es wird erwartet, dass im Jahr 2050 mehrere Milliarden Menschen von Allergien betroffen sein werden. Allergische Rhinitis betrifft etwa 10 bis 30 % der Erwachsenen und 40 % der Kinder. Weniger als 10 % der Menschen, die an allergischer Rhinitis leiden, werden mit Allergie- Immuntherapie-Produkten behandelt, da das Bewusstsein unter den verschreibenden Ärzten gering ist, der Behandlungspfad komplex ist und der Markt von kostengünstigeren symptomatischen Behandlungen dominiert wird. Aufgrund der bescheidenen Vorschlagsrate ist der AIT-Markt noch unterentwickelt. Er repräsentiert ca. EUR 1 Mrd. oder 12 % des globalen Marktes für allergische Rhinitis und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich um 2 % jährlich wachsen. Es wird erwartet, dass das Marktwachstum aus einem erhöhten Bewusstsein für Atemwegsallergien, einem vereinfachten Zugang zu Allergologen, dem erweiterten Angebot an Verabreichungsmodi sowie einer wachsenden Mittelschicht in Entwicklungsländern resultiert, die Zugang zu medizinischer Behandlung erhalten wird. (Quelle: https://www.stallergenesgreer.com)

II. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2022 hat Stallergenes Greer sowohl weltweit als auch in Europa ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt. Bedeutend waren dabei auch die Einführung von Orylmyte ® /Actair ® als AIT-Tablette zur Behandlung von Hausstaubmilbenallergien.

In Deutschland wurde Stallergenes Greer in 2023 das am schnellsten wachsende Unternehmen im Hinblick auf die Umsätze für die Hauptallergene auf dem Allergo- Immun-Therapie Markt. Der Trend hin zu einer sublingualen Therapie setzt sich ungebrochen weiter fort (Quelle: Insight-Health). Die Stallergenes GmbH als Vertriebsunternehmen in Deutschland ist somit in beiden Pollen-Märkten (Bäume/Gräser) sowie im Bereich "Hausstaubmilbenallergien" aktiv.

Der Umsatz ist aufgrund der genannten Rahmenbedingungen, und trotz einer Erhöhung des Herstellerrabatts von 7 % auf 12 %, um 8,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Gleichzeitig mit den Umsatzerlösen sind auch die Materialaufwendungen auf prozentual höherem Niveau gestiegen, so dass sich das Rohergebnis unter Einbeziehung der sonstigen betrieblichen Erträge insgesamt noch um 5,5 % verbessern konnte.

Die Personalaufwendungen haben sich allerdings wegen der weiteren Verstärkung der Vertriebsstruktur um TEUR 805 (+12,5 %) erhöht. Dagegen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen moderat um insgesamt TEUR 29 (-0,4 %) gesunken, so dass das Jahresergebnis aufgrund der unterschiedlichen Effekte deutlich über dem Niveau des Vorjahres geblieben ist.

Rohergebnis und Jahresüberschuss der letzten fünf Jahre entwickelten sich wie folgt:

2023 2022 2021 2020 2019
T(Euro) T(Euro) T(Euro) T(Euro) T(Euro)
Rohergebnis 14.407 13.652 11.209 10.209 9.280
Jahresüberschuss 479 282 387 1.090 1.186

Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft im Jahr 2023 einschließlich der Teilzeitkräfte 63 Arbeitnehmer (Vorjahr: 56) im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB.

Die Geschäftsentwicklung in 2023 wird auch unter Berücksichtigung der anhaltenden unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen als positiv bewertet. Das neue Produkt Orylmyte ® /Actair ® konnte sich in 2023 nach einer gelungenen Einführung im Vorjahr am Markt weiter etablieren. Neben den hohen Herstellerrabatten wirkten sich die anhaltend hohen Marketing- und Personalaufwendungen ergebnismindernd aus. Die Ziele der Vorjahresprognose für Umsatz und Rohergebnis (Zuwachs im höheren bzw. unteren einstelligen Prozentbereich) konnten deutlich erreicht werden, das prognostizierte Betriebsergebnis (Minderung im mittleren zweistelligen Bereich) wurde auch aufgrund der stabilen sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einer Minderung von lediglich 3,7 % übertroffen.

III. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:

Entwicklung der Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr
T(Euro) % T(Euro) %
Umsatzerlöse 22.117.8 100,0 20.442,1 100,0
Gesamtleistung 22.117,8 100,0 20.442.1 100.0
Sonstige betriebliche Erträge 652,1 2,9 22,4 0,1
Materialaufwand 8.363,0 37,8 6.812,7 33,3
Rohergebnis 14.406,9 65,1 13.651,8 66.8
Personalaufwand 7.227,0 32,6 6.422,0 31,4
Abschreibungen 139,5 0,6 145,4 0,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.638,2 30,0 6.666.7 32,6
Betriebsergebnis 402,3 1,8 417,6 2,0
Sonstige Zinsen und ähnliche >100,0945,7 Erträge 343,8 1,5 32,9 0,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 0,0 1,4 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 255,3 1,1 156,5 0,7
Ergebnis nach Steuern 490,8 2,2 292,7 1,4
Sonstige Steuern 11.7 0,0 10,7 0,0
Jahresüberschuss 479,1 2,2 281,9 1,3
Veränderung
T(Euro) %
Umsatzerlöse 1.675,7 8,2
Gesamtleistung 1.675,7 8.2
Sonstige betriebliche Erträge 629,7 >100,0
Materialaufwand 1.550,3 22,7
Rohergebnis 755,1 5,5
Personalaufwand 805,0 12,5
Abschreibungen -5,9 -4,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.5 -0.4
Betriebsergebnis -15,3 -3,7
Sonstige Zinsen und ähnliche >100,0945,7 Erträge 310,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1,4 -100,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 98,8 63,1
Ergebnis nach Steuern 198,1 67,7
Sonstige Steuern 1.0 9,3
Jahresüberschuss 197,2 70,0

Die Umsatzerlöse und das Rohergebnis haben sich um 8,2 % bzw. 5,5 % erhöht. Das Rohergebnis beläuft sich auf TEUR 14.407 gegenüber TEUR 13.652 im Vorjahr (+TEUR 755). Gleichzeitig sind insbesondere die Personalaufwendungen (aufgrund der erhöhte Mitarbeiteranzahl und der angepassten Entlohnung) um TEUR 805 gestiegen.

Dem leicht verminderten Betriebsergebnis standen um TEUR 311 erhöhte Zinserträge im Wesentlichen aus dem Cash Pooling im Unternehmensverbund gegenüber.

Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich entsprechend um TEUR 197 auf TEUR 479 erhöht.

2. Vermögenslage

Die nachfolgende Gliederung der Vermögenslage und der Kapitalstruktur wurde im Vergleich zu dem Schema nach § 266 HGB zur Verbesserung der Übersichtlichkeit abgeändert, so dass folgende Informationen vermittelt werden können:

Bilanzanalyse

31.12.2023 31.12.2022
T(Euro) % T(Euro) %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 275,1 1,6 375,1 2,3
Sachanlagen 68,5 0,4 67,5 0,4
Vorräte 1.366,4 7,8 1.242,3 7,5
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15,809,0 89,9 14.823,8 89,5
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,1 0,0 0,8 0,0
Rechnungsabgrenzungsposten 71,7 0,3 57.0 0,3
Summe Aktiva 17.590,8 100,0 16.566,5 100,0
Veränderung
T(Euro) %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände -100,0 -26,7
Sachanlagen 1,0 1,5
Vorräte 124,1 10,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 985,2 6,6
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks -0,7 -88,0
Rechnungsabgrenzungsposten 14,7 25,8
Summe Aktiva 1,024,3 6,2
31.12.2023 31.12.2022
T(Euro) % T(Euro) %
PASSIVA
Eigenkapital 9.431,8 53,6 8.952,7 54,0
Rückstellungen 4.893,2 27,8 3.747,8 22,6
Verbindlichkeiten 3.265.8 18,6 3.866,0 23,4
Summe Passiva 17.590,8 100,0 16.566.5 100,0
Veränderung
T(Euro) %
PASSIVA
Eigenkapital 479,1 5,4
Rückstellungen 1.145,4 30,6
Verbindlichkeiten -600,2 -15,6
Summe Passiva 1.024.3 6,2

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist in 2023 um TEUR 1.024 gestiegen. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die erhöhten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Hintergrund sind vor allem die um TEUR 604 auf TEUR 752 gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe.

Auf der Passivseite stehen den um TEUR 1.145 gestiegenen Rückstellungen um TEUR 600 verminderte Verbindlichkeiten gegenüber. Der Anstieg der Rückstellungen ist vor allem auf die Rückstellung für Rabattverträge zurückzuführen. Bei den Verbindlichkeiten haben sich die Lieferverbindlichkeiten einschließlich der Verbundverbindlichkeiten vermindert.

Bei einem in Höhe des Jahresüberschusses vermehrten Eigenkapital beträgt die Eigenkapitalquote infolge der gestiegenen Bilanzsumme nun 53,6 % (Vorjahr: 54,0 %).

a) Investitionen

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2023 i.H.v. TEUR 41 entfielen im Wesentlichen auf IT-Hardware und Büroeinrichtung. Die Abschreibungen in 2023 beliefen sich auf TEUR 140 und betreffen mit TEUR 100 Vertriebsrechte.

b) Liquidität

Unter dem Begriff Cashflow wird allgemein der Liquiditätszu- oder der Liquiditätsabfluss aus der originären betrieblichen Tätigkeit verstanden. Bei der Ableitung des Cashflows haben wir uns für die Darstellung eines vereinfachten Cashflows entschieden. Der aus dem Jahresabschluss abgeleitete Cashflow kann als Maßstab für die Fähigkeit eines Unternehmens, sich selbst zu finanzieren und dadurch über Mittel für Investitionen und Schuldentilgungen zu verfügen, gesehen werden.

Es ergibt sich für unsere Gesellschaft für die Jahre 2023 und 2022 folgender Vergleich:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 479,1 281,9
+ Abschreibungen gesamt 139,5 145,4
= Cash-Flow 618,6 427,3

Aufgrund der bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung mit der Gesellschafterin ist die Gesellschaft stets ausreichend mit Liquidität versorgt.

IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die finanzielle Sicherheit des Unternehmens wird zusätzlich unterstützt durch die mit der Muttergesellschaft bestehende Cash-Pool-Vereinbarung.

Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator, nach dem das Unternehmen gesteuert wird, ist für uns als Vertriebsgesellschaft der Umsatz.

Die Leistungsfähigkeit des Unternehmens und der gesamten Stallergenes Greer Gruppe zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit ihres Handelns und der stetigen Erforschung und Entwicklung innovativer und zukunftsträchtiger Pharmazeutika. Fundament für die Leistungsfähigkeit ist für beide Gebiete die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Für diese nichtfinanziellen Angaben bestehen jedoch keine Kennziffern und das Unternehmen wird auch nicht danach gesteuert.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Unsicherheiten und Abwärtsrisiken für die Wirtschaftsaussichten haben in den letzten Monaten weiter zugenommen, was hauptsächlich auf den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen ist. Auch die globalen geopolitischen Spannungen stellen nach wie vor Risiken dar. Zudem könnte die anhaltende Inflation in den USA dazu führen, dass Zinssenkungen in den USA und nicht nur dort länger auf sich warten lassen, was zu restriktiveren globalen Finanzierungsbedingungen führen könnte.

Auch in der EU könnte die Inflation langsamer sinken als erwartet, so dass die Zentralbanken Zinssenkungen weiter aufschieben könnten, bis sich die Inflation bei den Dienstleistungen verfestigt. Gleichzeitig könnte eine weniger stark ausgeprägte Sparneigung das Konsumwachstum antreiben; auch die Investitionen im Wohnungsbau könnten sich schneller erholen. Mit dem Klimawandel verbundene Risiken belasten die Aussichten zunehmend.

Die Europäische Kommission geht in ihrer Frühjahrsprognose 2024 von einem BIP- Wachstum von 1,0 % in der EU aus. 2025 soll sich das BIP-Wachstum in der EU auf 1,6 % beschleunigen. Die Kerninflation dürfte in der EU von 6,4 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2025 zurückgehen. (Quelle: Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission, Pressemitteilung vom 15. Mai 2024)

Die deutsche Wirtschaft wird im Verlauf des Jahres 2024 etwas an Fahrt gewinnen. Der private Konsum beginnt voraussichtlich im Jahresverlauf die Konjunktur zu stützen, da die Realeinkommen deutlich steigen dürften. Insgesamt ist für 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von lediglich 0,2 % zu rechnen. In 2025 dürfte die deutsche Volkswirtschaft um 0,9 Prozent wachsen.

Im laufenden und im kommenden Jahr werden die deutschen Exporte vom steigenden Welthandel profitieren. Allerdings sehen sich die exportorientierten Unternehmen mit einem scharfen Wettbewerb, steigenden Arbeitskosten und weiterhin erhöhten Energiepreisen konfrontiert.

Die Teuerung in Deutschland wird sich weiter verlangsamen. In den Jahren 2024 und 2025 ist mit einer Inflationsrate von 2,4 % respektive 2,1 % zu rechnen. (Quelle: Pressemitteilung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 15. Mai 2024)

Die Entwicklungen der branchenspezifischen Rahmenbedingungen in der Zukunft werden einerseits davon abhängen, wie stark die Gesundheitsbranche als wenig zyklische Branche durch die konjunkturellen Verwerfungen beeinflusst wird, und andererseits durch die herrschende Verunsicherung im deutschen Gesundheitswesen geprägt sein wird.

Im Nachgang zu der Corona-Pandemie hat sich die Anzahl der neuen Patienten im gesamten Allergiemarkt in 2023 und Anfang 2024 weiter erhöht. Neben einem Nachholeffekt sind auch langfristig wirkende Ursachen wie der Klimawandel hierfür verantwortlich. Die Winter in Deutschland werden milder und verkürzen so die pollenfreie Zeit; außerdem breiten sich neue Pollenarten nach Deutschland aus und eine erhöhte Feinstaubkonzentration verändert die Pollenempfindlichkeit.

Die Stallergenes GmbH hat sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in der jüngeren Vergangenheit stark am Markt positionieren können. Der Ende 2021 erfolgte Produktlaunch wird weiterhin einen Anstieg an neuen Patienten bewirken. Dies spiegelt auch der bisherige Umsatz wider, denn nach vier Jahren mit Umsatzsteigerungen haben sich die Umsätze des Unternehmens auch in den ersten Monaten 2024 erhöht.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 % gestiegen. In 2024 rechnet die Geschäftsführung insgesamt mit einem weiteren Umsatzwachstum gegenüber 2023 im mittleren zweistelligen Prozentbereich infolge des Wachstums in neuen Patienten. Durch den erhöhten Umsatz und die gestiegenen Vertriebsaktivitäten wird erwartet, dass sich das Betriebsergebnis in 2024 im mittleren zweistelligen Prozentbereich erhöhen wird. Basierend auf dem heutigen Wissenstand erwarten wir auch für das Geschäftsjahr 2025 eine Fortsetzung des positiven Trends der Geschäftsentwicklung.

II. Risikobericht

Nach Auffassung der Geschäftsführung liegen keine erkennbaren Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Die Entwicklung der Branche wird einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stallergenes GmbH haben. Der Arzneimittelmarkt stellt in Deutschland weiterhin und zunehmend einen schwierigen Markt dar. Dieser ist insbesondere auch gekennzeichnet durch die anstehenden - teilweise politisch motivierten, teilweise aufgrund der schwankenden finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenkassen erzwungenen - Reformen im Gesundheitswesen. Dies wird insbesondere durch die gesetzlichen Regelungen von Herstellerabschlägen gem. § 130a SGB V deutlich.

Darüber hinaus haben die witterungsbedingten Schwankungen hinsichtlich der Intensität der allergieauslösenden Stoffe deutliche Auswirkungen auf die Umsatzsituation.

III. Chancenbericht

Da die Zahl der allergischen Krankheiten seit Jahren zunimmt, wird mittelfristig trotz der oben beschriebenen unsicheren Entwicklung im Gesundheitswesen und der verschiedenen Krisen der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart ein weiteres Steigerungspotenzial im Allergiesektor erwartet. Der Markt befindet sich in einem langfristigen Strukturwandel. Im Gesundheitswesen und insbesondere in der Allergologie werden zugelassene und evidenzbasierte Produkte zunehmend empfohlen. Aufgrund gesetzlicher Regelungen aus dem Jahr 2008 dürfen nach 2026 nur registrierte und klinisch erprobte Allergenbehandlungen auf dem Markt verbleiben. Dadurch hat Stallergenes weiterhin mit Staloral ® , Oralair ® und Orylmyte ® einen erheblichen Vorteil.

Die Geschäftsführung sieht aufgrund des zugelassenen kompletten Portfolios und des sich konsolidierenden Marktes für die kommenden Jahre ein deutliches Wachstumspotenzial.

 

Kamp-Lintfort, 28. Juni 2024

Stallergenes GmbH

Petr Tor, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung am 22.10.2024 festgestellt.

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