slApp GmbH
35mErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Wollenick seit 17.6.2024 | Geschäftsführer |
Dominik Knopp seit 17.6.2024 | Prokura |
Thomas Burst seit 22.9.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 11.03% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbHKarbenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 13. Dezember 2024 wird das operative Geschäft der Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH an die Schaeffler Sondermaschinenbau AG & Co. KG mit Wirkung zum 1. Januar 2025 verkauft (Asset Deal). Die Mitarbeiter gehen im Rahmen eines Betriebsübergangs gemäß § 613a BGB über. Die Ausführungen zur Gesellschaft für das Jahr 2023 auf den folgenden Seiten betreffen das Geschäftsmodell. Auf den Fortbestand der Gesellschaft an sich, verkürzt als „leere Hülle" bezeichnet, wird im Chancen- und Risikobericht und dem Prognosebericht eingegangen. Die Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH, Karben (nachfolgend SES), ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Maschinen und Präzisionswerkzeugen zur Herstellung von Statoren für Elektromotoren/Generatoren. Die Produktpalette umfasst hierbei sogenannte „Stand-Alone"-Maschinen zur teilautomatisierten Fertigung von Elektromotoren bis hin zu vollautomatischen Fertigungslinien („Turnkey"). Die wesentlichen Kernkompetenzen bestehen hierbei im Isolieren der Stator-Nut, dem Wickeln und Einziehen von Drahtspulen, dem Zwischen- und Endformen sowie dem Bandagieren der sog. Wickelköpfe/-matten. SES hat eine starke Kundenbasis im Bereich Industrie (v.a. Getriebemotoren, Weiße Ware, Pumpen etc.). sowie im Bereich Automotive (Antriebsmotoren, Hilfsmotoren & Lichtmaschinen/Alternatoren). Speziell der Trend zur Elektromobilität und zu kompakten, leistungsstarken Elektromotoren erzeugt verstärkt Anfragen nach innovativen Wickeltechnologien. Weitere Anfragen nach Industrialisierungs-Lösungen, speziell im Bereich der High-Efficiency-Anwendungen, kommen in der jüngeren Vergangenheit verstärkt von sogenannten „New Mobility Playern", die mit innovativer und effizienter Technik neue E-Mobilitäts-Märkte erschließen möchten (z. B. Flugtaxis oder High Performance EVs mit adaptierter Technologie aus dem Rennsport). Mit 34 Entwicklern und Konstrukteuren unterstützt SES seine Kunden von der ersten Prüfung der Machbarkeit, über die fertigungsgerechte Auslegung eines E-Motor-Designs und den Aufbau von ersten Muster-Statoren, bis hin zur Realisierung von vollautomatisierten Stator-Fertigungslinien. Mit dem Service- und Ersatzteilgeschäft, inklusive kompletter Maschinen-Retrofits, begleitet SES seine Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Die Produktion findet am Standort Karben statt. Grundstücke und Gebäude werden von der DISA GmbH angemietet. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) hat sich gegenüber dem Vorjahr von 163 auf 154 verringert. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigt die Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH 152 (i. Vj. 160) Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt auf Basis der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresüberschuss bzw. ab dem Geschäftsjahr 2024 anhand von Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Stern). Forschung & Entwicklung Die Geschäftsgrundlage der SES basiert auf der stetigen Weiterentwicklung der bestehenden Statorfertigungs-Technologien (insbesondere Spulen-Wickeltechnologien). Wie im Vorjahr gibt es im Geschäftsjahr 2023 keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte. Gemeinsam mit unseren Kunden realisieren wir neue Industrialisierungs-Lösungen oder optimieren bestehende Anlagenkonzepte in Hinblick auf Taktzeit, Modularität, Anlagenverfügbarkeit (OEE), Sicherheit, Ergonomie, Präzision (v.a. Füllgrad), Automatisierung und Energie-Effizienz. Hierbei werden beispielsweise die bestehenden Runddrahttechnologien „Kreuzungsfreies Wickeln" und „Flyerwickeln" konsequent auf die Bedürfnisse der Zielkunden hin optimiert (v.a. in Bezug auf Anlagenverfügbarkeit, Taktzeit sowie den Füllgrad zur Optimierung der Effizienz und Leistungsdichte der gefertigten E-Motoren). Besonders bei den klassischen Runddraht-Einzugstechnologien gibt es aktuell noch manuelle Prozessschritte, die bislang nicht wirtschaftlich automatisiert wurden. Gemeinsam mit dem Schaeffler Special Machinery und Partnern aus der Industrie, arbeiten wir an innovativen Automatisierungslösungen, die eine Produktion mit gleichbleibender Qualität ermöglichen sollen. Für die verbleibenden manuellen Produktionsschritte, die sich nicht wirtschaftlich automatisieren lassen, entwickeln wir ergonomische Handarbeitsplätze, die sich in automatisierte Zellen integrieren lassen. Speziell für den Bereich der Runddraht Einzugswicklung wird aktuell ein Technikumsbereich aufgebaut. Der Fokus liegt hierbei neben der Optimierung der Fertigungstechnologie (insbesondere im Hinblick auf Hocheffizienzmotoren) auf der frühzeitigen Validierung von Serienwerkzeugen („Proof of Concept"). Elektromotoren für industrielle Anwendungen sind häufig Spezialanfertigungen, die kundenindividuell ausgelegt und zum Teil in Losgröße 1 gefertigt werden. Diese Elektromotoren werden von speziell ausgebildeten Montagemitarbeitern per Hand „bewickelt" und „eingezogen". Gemeinsam mit einem Kunden aus der Industrie arbeiten wir daran, diese Prozessschritte teilweise zu automatisieren. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Qualität des Elektromotors gleichbleibend und replizierbar ist. Ein weiterer Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten liegt in der konsequenten Weiterentwicklung der Flachdraht Wellenwicklung („Continuous Hairpin"). Nach der erfolgreichen Realisierung von Serienprojekten bei Automotive-OEM Kunden, liegt nun der Fokus auf der Adaptierung dieser Technologie für Non-Automotive Anwendungen (Industrie, Aerospace). Gemeinsam mit dem Schaeffler Special Machinery arbeiten wir in diesem Zusammenhang an Automatisierungs- und Flexibilisierungslösungen. Die hohe Modularität einzelner Fertigungszellen soll eine wirtschaftliche Skalierbarkeit und den Aufbau von „Mixed-Model-Lines" für unterschiedliche Statortypen ermöglichen. Mit Partnern aus der Industrie sowie in Kooperation mit Hochschulen erforschen wir zudem den Einsatz innovativer Materialien (z.B. Litzendraht und Isolation). Dadurch sollen sowohl die Perfomance der Elektromotoren, als auch die Prozesssicherheit der Herstellungsprozesse verbessert werden. Ein wesentlicher Vorteil der Flachdraht-Wellenwicklung besteht darin, dass die benötigten Schweißpunkte sich auf die Anschlussdrähte reduzieren lassen. Dadurch entfallen wesentliche Fehlerquellen in der Produktion und im Einsatz der Statoren. Diese Eigenschaft ist besonders vorteilhaft für den Einsatz in der Luftfahrt („Lufttaxis"). Durch weitere Prozessinnovationen („Doppelmatte") kann zusätzlich eine Redundanz im Stator hergestellt werden, die die Ausfallsicherheit deutlich erhöht. Weitere Entwicklungs-Schwerpunkte im Hinblick auf die zunehmende Elektrifizierung des Antriebsstrangs bestehen in der konsequenten Weiterentwicklung der Linearwickeltechnologie und Nadelwickeltechnologie für Automotive & Non Automotive-Anwendung (v.a. Rotorwickeln, kompakter Wicklungsaufbau, Optimierung der Taktzeit, Reduzierung elektrischer Widerstände, Vermeidung von Drahtbeschädigungen). Durch den Einsatz von Rechteckdrähten in der Linearwickel-Technologie lässt sich die Leistungsdichte nochmals deutlich steigern. Ein serienfähiger Prozess soll zukünftig die wirtschaftliche Produktion von hocheffizienten Axial-Fluss-Motoren ermöglichen. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch eine Reihe von Faktoren spürbar belastet. Nach wie vor führen der Krieg in der Ukraine in Verbindung mit Sanktionen und Gegensanktionen in Europa zu einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit. Das Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr war bei uns noch nicht spürbar. Maßgeblich hierfür ist, dass die Kunden noch keinen zusätzlichen Bedarf an Investitionen benötigten, da die Vorjahre aufgrund der nachlassenden globalen Nachfrage, herbeigeführt durch die weltweit kursierende Corona-Pandemie und der Lockdown-Maßnahmen, auf einem niedrigen Niveau lagen. Auch für 2024 sehen unsere Marktstudien einen verringerten Bedarf, der sich erst in 2026 wieder an das Niveau von 2023 angleichen wird. Gleichwohl wird bis 2030 eine Verdopplung des Markts im Vergleich zu 2023 als realistisch angesehen. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Automotive Die weltweite Automobilindustrie befindet sich in einer weitreichenden Transformation, weg vom mechanischen Antriebskonzept rund um den Verbrennungsmotor und hin zu einem elektrischen Antriebskonzept, dessen Kern der E-Traktionsmotor ist. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2023 wird aktuell ein leichter Rückgang der produzierten Fahrzeuge für das gesamte Jahr 2024 erwartet (2023: 90,5 Mio. PKW zu 2024: 89,5 Mio. PKW; Quelle: S&P Global Mobility für Juni 2024). Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antriebsstrang verzeichnen weiterhin hohe Zuwachsraten. Reine Elektrofahrzeuge (EVs) erreichen aktuell jedoch nicht den erwarteten Absatz und sind hauptverantwortlich für die prognostizierte Reduktion (90,5 Mio. à 89,5 Mio.) im Vergleich zum Kalenderjahr 2023. Industrie - Verarbeitendes Gewerbe (Maschinenbau) Nach einem signifikanten Anstieg des Auftragseingangs in den Jahren 2021 und 2022 fallen die Auftragseingangsvolumen im Maschinenbau im Jahr 2023 unter die Basisvolumen des Jahres 2015. (Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland - Abruf am 18.09.2024). Der starke Rückgang im Auftragseingangsvolumen lässt zudem auf eine weitere Reduzierung des Umsatzvolumens in den kommenden Monaten schließen. Ertragslage Die Steuerung des Unternehmens erfolgte nach den Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresüberschuss. Die Gewinn- und Verlustrechnung für 2023 weist einen Gewinn von TEUR 516 nach Steuern aus und liegt über dem Vorjahresverlust von TEUR 3.740. Ein positives Ergebnis konnte insbesondere durch die Umsatzlegung eines Großprojekts für einen amerikanischen Automobilhersteller erreicht werden. Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2023 TEUR 39.364 (i. Vj. TEUR 24.437) und lagen damit ca. 61 % über dem Vorjahr. Die Umsätze teilten sich in 60 % Automotive (i. Vj. 65%), 22 % Industrie (i. Vj. 15%) und 18 % Service (i. Vj. 19%) auf, die im Wesentlichen im amerikanischen und europäischen Raum getätigt wurden. Die Auftragseingänge für Maschinen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 7,9 Mio (i. Vj. EUR 44,9 Mio) spiegeln eine sich verschlechternde wirtschaftliche Lage wider. Der Auftragsbestand sank gegenüber dem Vorjahr von EUR 42,0 Mio auf EUR 17,6 Mio, was ca. 45% des Jahresumsatzes entspricht. Der gesunkene Auftragsbestand lässt sich im Wesentlichen auf die Umsatzlegung eines Großprojekts für einen amerikanischen OEM im Bereich der Flachdraht-Wellenwicklung zurückführen. Der gesamte Materialaufwand erhöhte sich um TEUR 1.997 gegenüber dem Vorjahr. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich von 44,0% auf 41,5% verbessert. Dies ist auf eine mixbedingte Verschiebung durch die Umsatzlegung eines Großprojekts für einen amerikanischen Kunden im Automobilbereich zurückzuführen. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 118 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf eine reduzierte Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 5.012 (i. Vj. TEUR 4.971) liegen auf Vorjahresniveau. Finanzlage
Es besteht zum 31. Dezember 2023 eine Intercompany-Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 7.000 (i. Vj. TEUR 4.000). Die zugesagte Kreditlinie zum 31. Dezember 2023 lag bei TEUR 15.000 und wurde nicht ausgeschöpft. Die Bankguthaben sind aufgrund von Leistungserbringungen im Geschäftsjahr für Projekte, für die hohe erhaltene Anzahlungen bestanden, um TEUR 6.836 zurückgegangen. Die Rückstellungen befinden sich auf Vorjahresniveau TEUR 6.947 (i. Vj. TEUR 6.947). Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 12.600 auf TEUR 15.537 (i. Vj. TEUR 28.137) gesunken. Dies ist maßgeblich durch gesunkene erhaltene Anzahlungen von Kunden TEUR 7.281 (i. Vj. TEUR 21.957) begründet. Unter Berücksichtigung des Auftragsbestands zum Jahresende und des antizipierten Auftragseingangs ist trotz des positiven vereinfachten Cash Flows in 2023 eine sich verschlechternde Finanzlage festzustellen. Durch die oben dargestellten Finanzierungsmöglichkeiten durch den Schaeffler Konzern war und ist die Zahlungsfähigkeit stets sichergestellt. Vermögenslage Das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen beträgt 9,4% (i. Vj. 10,0%). Die Bilanzsumme ist um TEUR -12.084 gesunken. Die Veränderung ist im Wesentlichen mit der Verringerung des Umlaufvermögens (Vorräte um TEUR -5.264 und Bank- und Kassenbestände um TEUR -6.836) zu erklären. Im Vorjahr war eine Anzahlung seitens eines Automotive OEM Kunden für ein Projekt im Bereich Flachdraht-Wellenwicklung verzeichnet, die im Geschäftsjahr mit dem fakturierten Projekt verrechnet wurde. Hierdurch haben sich die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 14.676 sowie die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen um TEUR 5.044 reduziert. Die Investitionen 2023 in Höhe von TEUR 376 bestanden hauptsächlich aus der Übernahme von zwei Maschinen ins Anlagevermögen, die an Kunden vermietet wurden (TEUR 147), Betriebsausstattung (TEUR 66), Werkzeugen und Vorrichtungen (TEUR 10), IT-Equipment (TEUR 80), Anlagen im Bau (TEUR 57) sowie Software-Lizenzen (TEUR 9). Die Kundenforderungen gegen Dritte betragen TEUR 6.883 (i. Vj. TEUR 3.503). Der Anstieg ggü. Vorjahr ist auf eine Forderung gegen einen amerikanischen Kunden im Automobilbereich zurückzuführen. Wirtschaftliche Gesamtaussage Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der budgetierte Wert wurde nur leicht verfehlt. Das Betriebsergebnis liegt über dem Vorjahreswert, aber auch leicht unter dem geplanten Ergebnis. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr zufrieden. Der Auftragseingang, insbesondere zum Ende Q4 2023, lag unter den Erwartungen, was zu einem deutlich verringerten Umsatzniveau und einem negativen Jahresergebnis in 2024 führen wird. 3. Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft ist in das vom Schaeffler Konzern etablierte Risikomanagementsystem zur Identifizierung von Risiken, deren Beurteilung und Eingruppierung (Risk Matrix) eingebunden. Somit ist gewährleistet, dass im Zuge eines Frühwarnsystems die Risiken im Fokus der Geschäftsführung und des Konzerns sind. Maßnahmen werden daher im Vorfeld bestimmt und folgen nicht im Nachgang als Reaktion auf ein Risikoereignis. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts und die Vermeidung des Schadenseintrittes können somit minimiert werden. Die Fokussierung als Zulieferer für die Automobilindustrie im E-Mobility Bereich ist mit Risiken verbunden, die beherrschbar sind, wenn wir auf Dauer in der Lage sind, die erforderlichen Anforderungen neuer Applikationen zeitnah und profitabel zu erfüllen. Allerdings bleibt insgesamt die Abhängigkeit von der Entwicklung des Produktionsvolumens der globalen Automobilindustrie, mit dem Risiko möglicher Umsatz- und Ergebnisrückgänge. Um dem entgegenzuwirken, hat die Schaeffler Gruppe in 2024 beschlossen, die Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten für den Bereich Automotive OEM Flachdrahtwellenwicklung bei der Schwestergesellschaft Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG zu bündeln. Die SES agiert damit in diesem Teil des Geschäfts zukünftig nicht als Generalunternehmer, sondern liefert Anlagenteile zu. In diesem Zuge wurde die hierfür relevante Technologie an die Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG veräußert. Bei den Lieferanten besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern. Es sind jedoch moderate Preisrisiken in Form von steigenden Einkaufspreisen durch die Marktsituation, insbesondere wenn diese nicht über die Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben werden können, vorhanden, die die zukünftige Ertragssituation belasten können. Derzeit ist nicht absehbar, ob derartige Risiken bis zur Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs zum 1. Januar 2025 im Geschäftsjahr 2024 eingetreten sind. Die bestehenden Versicherungen für Feuer, Betriebsunterbrechung und Produkthaftung entsprechen der aktuellen Situation und decken die diesbezüglich existenzbedrohenden Risiken in vollem Umfang ab. Aus dem operativen Geschäft der SES GmbH ergeben sich nur sehr geringe Währungsrisiken mit Auswirkung auf die Ertragslage, da überwiegend in Euro gehandelt wird. Die Liquiditätslage hat sich durch die im Zuge der Übernahme durch die Schaeffler Technologies AG & Co. KG vorgenommene Umstrukturierung der Finanzierung durch IC-Darlehen der Schaeffler AG im Vergleich zu den Jahren vor der Schaeffler Übernahme deutlich entspannt. Potenzielle kurzfristige Liquiditätsengpässe werden durch weitere IC-Darlehen gedeckt. Dieser zusätzliche Bedarf an Finanzierungsmitteln liegt vor allem an einem großen Vorfinanzierungsbedarf bei Kundenprojekten mit langen Zahlungszielen. Die Geschäftsführung sieht ein moderates Risiko, dass bei anhaltender schwacher Konjunktur, der gewährte Kreditrahmen der Schaeffler Gruppe über das Maß in 2023 hinaus in Anspruch genommen werden muss. Aufgrund der weltweiten Bemühungen zur Energieeinsparung gibt es in vielen Bereichen (auch durch Gesetze in den verschiedenen Ländern betr. energieeffizientere Antriebe unterlegt) für die Zukunft ein sehr großes Potential/Bedarf an neuen Technologien für die Elektromotorenherstellung. Die SES hat sich durch viele Neuentwicklungen in den letzten Jahren positioniert. Innerbetriebliche, kontinuierliche Verbesserungsprojekte und weitergehende Innovationen im Produktionsprozess dienen der Optimierung und sind damit auch in der Zukunft eine ständige Anforderung zur Verbesserung der Kostensituation. Der zukünftige Erfolg des Geschäftsmodells wird vom Markterfolg der entwickelten Flachdraht-Wellenwicklung, Erfolgen bei der Innovation in der Runddrahttechnologie und zu hebenden Synergien aus der Integration in den Schaeffler Sondermaschinenbau abhängen. Die Gesamtbeurteilung der wesentlichen Chancen und Risiken lässt gegenwärtig keine Risiken erkennen, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden. 4. Prognosebericht Das Maschinenbaubarometer von PricewaterhouseCoopers (PwC) aus dem April 2024 zeigt eine eher negative Grundhaltung des deutschen Maschinenbaus im Bezug auf eine baldige Konjunkturerholung (56% der befragten Maschinen- & Anlagenbauer blicken pessimistisch auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den nächsten zwölf Monaten). Insbesondere die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2024 ist von strategischer Neuausrichtung des Geschäftsmodells und Vorbereitung zur Integration in den Sondermaschinenbau zum 1. Januar 2025 geprägt. Durch die stärkere Einbindung in das globale Entwicklungs-, Einkaufs- und Produktionsnetzwerk des Schaeffler Sondermaschinenbaus wird es möglich, die Wertschöpfungstiefe am Standort neu auszurichten. Dabei ist die Bedienung des laufenden Kundengeschäfts bei gleichzeitiger Neuausrichtung eine große Herausforderung für die Belegschaft. Zum 1. August 2024 wurde die Flachdrahtwellenwicklungstechnologie an die Schwestergesellschaft Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG verkauft. Es wurde eine Rücklizenz begeben, um Bestandskunden im Automotive OEM Bereich weiter zu bedienen und Neukunden im NON-Automotive OEM Bereich zu entwickeln und zukünftig beliefern zu können. Am 4. November 2024 wurde die Absicht erklärt, die Einzelteilfertigung im Jahr 2025 auflösen zu wollen. Dies geschieht im Rahmen des Freiwilligenprogramms FORWARD der Schaeffler Gruppe. Ebenso wurde angekündigt, den Standort in eine neuere, modernere und deutlich kleinere Liegenschaft ins nahegelegene Bad Vilbel zu verlagern. Der zugehörige Mietvertrag wurde am 9. Dezember 2024 unterschrieben. Der bestehende Mietvertrag mit der DISA GmbH für das Grundstück und Gebäude am Standort Karben soll im ersten Quartal 2025 gekündigt werden. Beide Maßnahmen sollen dazu beitragen, nachhaltig Strukturkosten in den Jahren 2025 ff. zu senken. Die zugehörigen Aufwendungen werden im Jahr 2024 rückgestellt. Die vorläufigen Zahlen für 2024 zeigt einen negativen EBIT nach Sondereffekten von ca. EUR -1,5 Mio bei einem Umsatz von ca. EUR 19 Mio. Per Dezember 2024 ist bekannt, dass sich die Endabnahme eines Großprojekts bei einem amerikanischen Großkunden in das Q1 2025 verschieben wird. (EUR -2,3 Mio Umsatzeffekt) Im Jahr 2025 wird, wie eingangs erwähnt, das operative Geschäft vollständig in den Sondermaschinenbau übertragen. In der Gesellschaft Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH („leere Hülle") verbleiben lediglich die Beteiligung an Statomat India und die zugehörige Ausleihung und Forderung, sowie zeitweise ein Mitarbeiter, der dem Betriebsübergang in den Sondermaschinenbau widersprochen hat. Aufgrund des Wegfalls des operativen Betriebs wird die Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2025 an keinen finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert. Die Tochtergesellschaft Statomat India selbst besitzt ebenfalls kein operatives Geschäft mehr und soll im Rahmen einer kreditorischen Liquidation in 2025 abgewickelt werden.
Karben, den 6. Juni 2025 . Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB Nr. 71899 eingetragen und hat ihren Sitz in Karben. B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Für die Gesellschaft gelten gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten oder wegen nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern abnutzbar, werden sie planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Gesellschaft hat das Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zum 31. Dezember 2018 in Anspruch genommen. Mit dem Gesellschafterwechsel im Geschäftsjahr 2018 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 beschlossen, das Wahlrecht nicht weiter auszuüben. Die bereits aktivierten Entwicklungskosten wurden zu Herstellungskosten bewertet und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten Fertigungsmaterial, Fertigungslohn, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und Sonderkosten der Fertigung. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine durch planmäßige Abschreibungen nicht gedeckte Wertminderung eingetreten und voraussichtlich von Dauer ist. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe, die zu einer außerplanmäßigen Abschreibung geführt hatten, nicht mehr bestehen. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellkosten, Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellkosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die durch die Produktion veranlassten Materialgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellkosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Abwertungssätze für Reichweite und Gängigkeit entsprechen den Konzernvorgaben. Im Rahmen der verlustfreien Bewertung werden noch anfallende Aufwendungen von den geschätzten Erlösen abgesetzt. Forderungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit"-Methode) ermittelt. Die Abzinsung erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf Basis einer unterstellten pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der verwendete Zinssatz in Höhe von 1,82% basiert gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem Durchschnitt der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Bei der Berechnung der Rückstellungen wurde für Zusagen mit einer vertraglich garantierten Anpassung der Versorgungsleistung eine Rentendynamik von 1,0 % p. a. zugrunde gelegt. Für alle Zusagen, die nicht mit einer garantierten Anpassung versehen sind, wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,2 % p. a. unterstellt. Der Gehaltstrend liegt mit 3,25 % p. a. über der angesetzten Inflationsrate und berücksichtigt damit einen zusätzlichen Karrieretrend. Die Fluktuationsrate wurde mit 2,1 % p. a. angesetzt. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt, um die zu erwartenden Ausgaben der ungewissen Verbindlichkeiten zu begleichen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden gegebenenfalls steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von aktuell 28,32 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive Latenz angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung (Aktiv-Überhang) wird vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet. D. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. 2. Finanzanlagen Angaben zu Beteiligungen:
Mit Wirkung zum 16.09.2024 hat die Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH ihre Geschäftsanteile an der STATEC s.r.l. an Dritte verkauft und übertragen. Somit ist STATEC s.r.l. keine Minderheitsbeteiligung der Schaeffler Gruppe mehr. Angaben zu Anteile an verbundenen Unternehmen:
Es wurde beschlossen, die Geschäftsaktivitäten der Statomat Special Machines (India) Private Limited zum 31. Juli 2023 einzustellen. Statomat India selbst besitzt ebenfalls kein operatives Geschäft mehr und soll im Rahmen einer kreditorischen Liquidation in 2025 abgewickelt werden. Es ist davon auszugehen, dass durch den Liquidationserlös eine bestehende Ausleihung in Höhe von TEUR 1.056 vollständig an die Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH zurückbezahlt werden kann. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 216 (i. Vj. TEUR 1.457) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren mit TEUR 870 (i. Vj. TEUR 1.294) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren TEUR 53 (i. Vj. TEUR 237). 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 391) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 213 (i. Vj. TEUR 162) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.000 (i. Vj. TEUR 4.000). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 174 (i. Vj. TEUR 7). E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne aus dem Zahlungsverkehr und Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 220). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste aus dem Zahlungsverkehr und Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 30 (i. Vj. TEUR 54). Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen betragen TEUR 52 (i. Vj. TEUR 137). F. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende)
2. Gesellschaftsorgane Geschäftsführer der Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH sind:
Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von dem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 3. Ausschüttungssperre Am Abschlussstichtag unterliegt der Ausschüttungssperre der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 53. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Jahresende bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 1.100 (Vorjahr: TEUR 908). Hiervon bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. 5. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Teilkonzernabschluss der Schaeffler AG, Herzogenaurach, einbezogen. Dieser wird beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregisters eingereicht und bekannt gemacht. Die oberste Muttergesellschaft (Konzernspitze) der Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH ist die INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach. Der Konzernabschluss der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG wird beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und bekannt gemacht. Auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angabe in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten ist. 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Schaeffler AG, Herzogenaurach, hat den Finanzierungsrahmen der Gesellschaft am 01. Juli 2024 auf TEUR 20.000 erhöht und bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Per 1. August 2024 wurde die Flachdrahtwellenwicklungstechnologie an die Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co KG veräußert. Um das bestehende Seriengeschäft im Automotive OEM Bereich und Neuakquise im Non-Automotive Bereich weiter bedienen zu können, wurde eine Rücklizenz erworben. Per 16. September 2024 wurden die Minderheitsanteile an der STATEC s.r.l., Grugliasco, Italien veräußert. Am 4. November 2024 wurde die Absicht erklärt, die Einzelteilfertigung im Jahr 2025 auflösen zu wollen. Dies geschieht im Rahmen des Freiwilligenprogramms FORWARD der Schaeffler Gruppe. Ebenso wurde angekündigt, den Standort in eine neuere, modernere und deutlich kleinere Liegenschaft ins nahegelegene Bad Vilbel zu verlagern. Der zugehörige Mietvertrag wurde am 9. Dezember 2024 unterschrieben. Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 13. Dezember 2024 wird das operative Geschäft der Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH an die Schaeffler Sondermaschinenbau AG & Co. KG mit Wirkung zum 1. Januar 2025 verkauft (Asset Deal). Die Mitarbeiter gehen im Rahmen eines Betriebsübergangs gemäß § 613a BGB über. 7. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 515.616,75 auf neue Rechnung vorzutragen.
Karben, den 6. Juni 2025 Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH Thomas Burst, Geschäftsführer Bernd Wollenick, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH, Karben Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH, Karben, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schaeffler ELMOTEC STATOMAT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 6. Juni 2025 KPMG AG Behrendt, Wirtschaftsprüferin Arndt, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. August 2025 festgestellt. |
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