Renk AktiengesellschaftLiquidiert

Gögginger Straße 73, 86159 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 6193
Eingetragen
30.3.1897
Branche
Herstellung von militärischen KampffahrzeugenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Produkten der Antriebstechnik und der allgemeine Maschinenbau

Historie

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Management

NameRolle
Winfried Vogl
seit 15.2.2021
Vorstandsmitglied
Prokura
Michael Masur
seit 2.9.2019
Prokura
Christoph Fenske
seit 2.9.2019
Prokura
Philip Kraus
seit 26.3.2019
Prokura
Arno Seitz
seit 12.3.2018
Prokura
Prokura
Georg Piller
seit 30.11.2012
Prokura
Gottfried Dr. Braun
seit 12.1.2012
Prokura
Dirk Kremkow
seit 25.10.2011
Prokura
Florian Hofbauer
seit 29.1.2008
Vorstandsmitglied
Ralph Theo Josephs
seit 29.1.2008
Prokura
Martin Pleus
seit 4.10.2006
Prokura
Richard Voß
seit 30.1.2004
Prokura
Manfred Hukker
seit 7.3.2003
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Renk Aktiengesellschaft

Augsburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzern- und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2018

des RENK Konzerns

Auftragseingang und Umsatz gestiegen, Operatives Ergebnis gehalten

Auftragseingang 529 Mio € (Vorjahr: 434 Mio €)

Umsatz 502 Mio € (Vorjahr: 469 Mio €)

Belegschaft 2.319 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.235 Mitarbeiter)

Operatives Ergebnis 60 Mio € (Vorjahr: 60 Mio €)

Operative Rendite 12,0 % (Vorjahr: 12,8 %)

Ergebnis je Aktie 6,25 € (Vorjahr: 6,30 €)

Netto Cashflow 2 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €)

Dividendenvorschlag: Ausschüttung je Aktie 2,20 € (Vorjahr: 2,20 €)

Ausblick 2019

Auftragseingang soll weiter steigen

Umsatz wieder über 500 Mio €

Operatives Ergebnis wieder auf Vorjahresniveau

Operative Rendite weiter zweistellig

Geschäftstätigkeit und Steuerung der RENK Gruppe

Die RENK AG - Geschäftliche Ausrichtung

Die Ursprünge der RENK AG gehen zurück auf das Jahr 1873. Vor nunmehr 145 Jahren gründete Johann Julius Renk im Augsburger Lechviertel eine kleine mechanische Werkstatt zur maschinellen Herstellung von Zahnrädern. 1879 zog das junge Unternehmen in den Stadtteil Göggingen, dort befindet sich noch heute der RENK Stammsitz. 1897 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, ab 1923 gehörte RENK zur jetzigen MAN Gruppe. Mit der mehrheitlichen Übernahme der MAN SE durch die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT (VW AG) im Jahr 2011 wurde RENK auch Mitglied in der Volkswagen Gruppe. Zum Geschäftsjahresende 2018 veräußerte die MAN SE im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung ihre Anteile an der RENK AG an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg, eine 100%ige Tochter der VW AG. Damit endete nach 95 Jahren die Zugehörigkeit von RENK zur MAN Gruppe.

RENK ist heute einer der wesentlichen Anbieter mit weltweiter Ausrichtung von hochwertiger Antriebstechnik für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Große Produktionsstandorte (Zweigniederlassungen) befinden sich in Augsburg, Rheine und Hannover.

RENK hat sich zum Ziel gesetzt, auch künftig seine technologische Spitzenposition in wichtigen Bereichen zu erhalten bzw. auszubauen und profitabel zu wachsen. Tragende Säulen dieser Strategie sind gezielte Internationalisierungsmaßnahmen, dezidierte Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen, operative Exzellenz in allen Feldern und ständige Innovationsfähigkeit.

Überblick über die Bereiche

Der Geschäftsbereich Spezialgetriebe umfasst den Großgetriebebau am Standort Augsburg der RENK AG und die RENK-MAAG GmbH, Winterthur, Schweiz. Die Produktpalette reicht von stationären Getrieben für vielfältige industrielle Anwendungen, unter anderem für die Zementindustrie, über Turbogetriebe mit Spitzenübertragungswerten von 140 MW bis hin zu komplexen Getrieben für schnelle Schiffe und Navy-Anwendungen mit Übertragungsleistungen von bis zu 90 MW.

Der Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe ist führender Hersteller vollautomatischer Getriebe für mittlere und schwere Kettenfahrzeuge und bietet darüber hinaus ein breites Spektrum leistungsfähiger Prüfstände für unterschiedliche Branchen.

Die automatischen Lastschaltgetriebe von RENK sind als Heck- oder Fronteinbau für alle modernen Dieselmotoren geeignet. Die Getriebe werden elektronisch gesteuert und überwacht, hergestellt werden sie am Standort Augsburg der RENK AG. Teil des Geschäftsbereichs Fahrzeuggetriebe ist auch die französische Tochtergesellschaft RENK France S.A.S., Saint-Ouen-l'Aumöne, die derzeit v.a. Wartungsleistungen an Kettenfahrzeuggetrieben der französischen Armee erbringt.

Dem Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe sind zudem die RENK Prüfstandaktivitäten zugeordnet. Die RENK Test System GmbH (RTS) in Augsburg und ihre amerikanische Tochtergesellschaft RENK Systems Corporation, Camby (IN), USA, konzipieren und erstellen kundenspezifische Prüfstände für Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung. Zielbranchen sind Automotive, Luftfahrt, Schienenfahrzeuge, Kettenfahrzeuge und Windenergieanlagen.

Der Geschäftsbereich Standardgetriebe umfasst den Standort Rheine der RENK AG.

Einen der Schwerpunkte bilden Schiffsgetriebe für die Handelsschifffahrt, Fährschiffe, Flüssiggastanker, Versorger- und Spezialschiffe. Daneben werden Getriebe für Turbinenanlagen und Kupplungen für industrielle Anwendungen hergestellt. Am Standort sind zudem die RENK Aktivitäten im Bereich Offshore-Windkraftgetriebe angesiedelt.

Der Geschäftsbereich Gleitlager mit dem Standort Hannover der RENK AG und der amerikanischen Vertriebsgesellschaft RENK Corporation, Duncan (SC), USA, liefert insbesondere hydrodynamische, mit Schmierstoff versorgte Gleitlager. Einsatzgebiete sind Elektromotoren, Generatoren, Pumpen, Gebläse, Wasserturbinen, Förderanlagen und maritime Anwendungen. Bei den Standardbaureihen ist RENK seit Jahren ein führender Anbieter.

Intensive Zusammenarbeit in der Gruppe

Die Kombination der individuellen Stärken und des Produkt-Know-hows der einzelnen Geschäftsbereiche erzeugt Synergiepotenziale, die in der Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche, z.B. bei größeren Projekten, genutzt werden. Zusätzlich werden durch gezielte Produktallokationen Produktions- und Montagekapazitäten im Großgetriebebau optimiert.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit von RENK sind der Erhalt einer führenden technologischen Position in den einzelnen Anwendungsfeldern, die weltweite Präsenz in den für RENK relevanten Märkten und eine an den Bedürfnissen der internationalen Kunden ausgerichtete Servicequalität.

Steuerungssystem und Wertmanagement

Steuerungsprozess in der RENK Gruppe

RENK ist in den Steuerungsprozess des Volkswagen Konzerns eingebunden. In der auf fünf Jahre angelegten Mittelfristplanung konkretisieren sich die grundsätzlichen Zielsetzungen der langfristig ausgerichteten strategischen Planung. Die einmal jährlich erstellte Mittelfristplanung ist Ausgangspunkt für die Steuerung der RENK Gruppe, sie bildet den Kern der operativen Planung.

Für die Gestaltung der Unternehmenszukunft werden dabei je nach Fristigkeit die einzelnen Planungsinhalte bestimmt. Die aufeinander abgestimmten Ergebnisse der vorgelagerten Planungsprozesse fließen in die finanzielle Mittelfristplanung ein. Diese umfasst die Planung von Investitionen als Vorleistung für die zukünftigen Produkt- und Handlungsalternativen, die finanzielle Planung der Gewinn- und Verlustrechnung, die Finanz- und Bilanzplanung sowie die Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung.

Aus der Mittelfristplanung wird das erste Jahr abgeleitet und als Budget über die einzelnen Monate ausgeplant.

Das Budget wird im Jahresverlauf hinsichtlich des Grades der Zielerreichung verfolgt und überprüft. Dabei kommen Soll-/Ist- und Vorjahresvergleiche, Abweichungsanalysen und - wenn erforderlich und möglich - Maßnahmenpläne zur Sicherstellung der budgetierten Zielsetzungen zum Einsatz. Für das laufende Geschäftsjahr werden revolvierend Vorausschätzungen für die jeweils kommenden drei Monate und für das Gesamtjahr erstellt. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der sich aktuell ergebenden Risiken und Chancen.

Im Mittelpunkt der unterjährigen Steuerung steht also die laufende Anpassung an die internen und externen Gegebenheiten. Gleichzeitig ist die aktuelle Vorausschätzung Grundlage für die folgenden Mittelfrist- und Budgetplanungen.

Steuerungsgrößen in der RENK Gruppe

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren in der RENK Gruppe sind der Umsatz, das Operative Ergebnis und die Operative Rendite. Die Operative Rendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu den Umsatzerlösen. Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator ist der Auftragseingang.

Renditeziele

Unverändert strebt RENK über einen Geschäftszyklus hinweg eine Operative Rendite von 9,0 % mit einer Bandbreite von +/- 2 Prozentpunkten an. 2018 betrug die Operative Rendite 12,0 % nach 12,8 % im Vorjahr.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der RENK Gruppe

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft setzte im Jahr 2018 ihr robustes Wachstum mit leicht nachlassendem Tempo fort: Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,2 (3,3) %. Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern erreichte die konjunkturelle Dynamik ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Zunehmende handelspolitische Verwerfungen auf internationaler Ebene und geopolitische Spannungen ließen die Unsicherheit jedoch erheblich steigen.

In Westeuropa verlangsamte sich das solide Wachstum des BIP im Jahresverlauf und erreichte 1,8 (2,3) %. Dabei verringerte sich die Veränderungsrate bei der Mehrzahl der Länder in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr. Für Unsicherheit sorgten die über das gesamte Jahr andauernden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) und die damit verbundenen Fragen nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen.

Auch die Region Zentral- und Osteuropa wies im Berichtsjahr mit 2,9 (4,0) % eine niedrigere Wachstumsrate auf als im Vorjahr. Während sich der Anstieg des BIP in Zentraleuropa auf verhältnismäßig hohem Niveau insgesamt verlangsamte, blieb das Wirtschaftswachstum in Osteuropa unverändert. Mit einer Wachstumsrate von 1,6 (1,5) % legte die russische Wirtschaft leicht zu. In der Türkei kam es nach der ersten Jahreshälfte 2018 zu einem erheblichen wirtschaftlichen Einbruch auf 2,5 (7,3) %.

In Deutschland setzte sich 2018 das robuste Wachstum des BIP bei einer guten Lage am Arbeitsmarkt fort, jedoch ließ die Dynamik mit 1,5 (2,5) % im Vergleich zum Vorjahr nach. Die Stimmung sowohl der Unternehmen als auch die der Konsumenten trübte sich im Jahresverlauf ein.

Die Wachstumsrate der US-amerikanischen Wirtschaft erhöhte sich im Berichtsjahr auf 2,9 (2,2) %. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem durch die inländische Konsumentennachfrage. Aufgrund der stabilen Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Entwicklung der Inflation hob die US-Zentralbank den Leitzins sukzessive an. Der US-Dollar gewann gegenüber dem Euro im Jahresverlauf an Stärke.

Die brasilianische Wirtschaft verzeichnete mit 1,4 (1,1) % erneut ein leichtes Wachstum. Die Lage in Südamerikas größter Volkswirtschaft blieb unter anderem aufgrund politischer Unsicherheiten jedoch weiterhin angespannt.

Die chinesische Wirtschaft wuchs 2018 mit 6,6 (6,9) % nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr. Auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA reagierte die Regierung mit der Ausdehnung staatlicher Stützungsmaßnahmen. In Indien setzte sich der positive Trend fort: Die Wirtschaft verzeichnete im Berichtsjahr eine Steigerungsrate von 7,2 (6,7) %. Die Dynamik nahm im Jahresverlauf jedoch etwas ab.

Nach Einschätzung des Branchenverbands der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) stieg der weltweite Maschinenumsatz 2018 im zweiten Jahr in Folge um preisbereinigt rund 6 %. Positive Entwicklungen ergaben sich dabei u.a. in China, USA, dem Vereinigten Königreich und Japan. Für den deutschen Maschinenbau erwartet der Verband ein reales Produktionsplus von 2 % gegenüber 2017.

Gesamtaussage des Vorstands

Wie schon in den Vorjahren prägten auch im Geschäftsjahr 2018 deutliche Schwankungen und unterschiedliche Entwicklungen die einzelnen Zielmärkte, in denen RENK aktiv ist.

Dank breitem Produktportfolio und Präsenz in verschiedenen, miteinander wenig korrelierten Märkten bewegten sich 2018 die Steuerungsgrößen für RENK insgesamt innerhalb der zu Jahresbeginn prognostizierten Bandbreiten. Auch im Geschäftsjahr 2018 glichen besser als ursprünglich erwartete Entwicklungen in einzelnen Geschäftsfeldern die unterhalb der Prognosen bleibenden Verläufe in anderen Geschäftsfeldern aus. Das Geschäftsmodell von RENK bringt es mit sich, dass eine präzise Planung von Struktur, Größenordnung und zeitlichem Anfall des Geschäftsverlaufs nur schwer möglich ist. In der Anzahl vergleichsweise wenige, in ihrer Größenordnung aber bedeutsame Großprojekte können zu erheblichen Verzerrungen führen, zudem bergen auch die Spezifika einer kundennahen Einzel- bzw. Kleinstserienfertigung Unsicherheitspotenziale, die sich sowohl positiv als auch negativ niederschlagen können. Angesichts dessen nimmt das RENK Management positiv zur Kenntnis, dass sich 2018 auf Ebene des RENK Konzerns alle relevanten Kenngrößen im Rahmen der Erwartungen, z.T. sogar im oberen Bereich, bewegten. Nur bedingt zufrieden ist der Vorstand mit der Entwicklung in einzelnen Geschäftsbereichen, insbesondere was Operatives Ergebnis und Operative Rendite dort betrifft.

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die im Einzelnen für das Berichtsjahr 2018 prognostizierten Werte und deren Erreichung. Für detaillierte Informationen über die Entwicklung der Kennzahlen wird auf den Abschnitt "Ertragslage" sowie das Kapitel "Die Bereiche im Einzelnen" verwiesen.

Prognose-IST-Vergleich

RENK Gruppe

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Unterjährige Anpassung Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 434 Mio € spürbarer Anstieg - 529 Mio €
Umsatz 469 Mio € leichter Anstieg - 502 Mio €
Operatives Ergebnis 60 Mio € gleiches Niveau - 60 Mio €
Operative Rendite 12,8% leichter Rückgang, aber zweistellig - 12,0%

Segment Spezialgetriebe

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Unterjährige Anpassung Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 154 Mio € spürbarer Anstieg - 208 Mio €
Umsatz 162 Mio € leichter Anstieg - 171 Mio €
Operatives Ergebnis 11 Mio € gleiches Niveau - 5 Mio €
Operative Rendite 6,8% gleiches Niveau - 3,1%

Segment Fahrzeuggetriebe

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Unterjährige Anpassung Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 124 Mio € deutlicher Anstieg - 171 Mio €
Umsatz 151 Mio € spürbare Zunahme - 177 Mio €
Operatives Ergebnis 27 Mio € leichte Zunahme - 37 Mio €
Operative Rendite 17,7% gleiches Niveau - 21,1%

Segment Standardgetriebe

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Unterjährige Anpassung Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 88 Mio € gleiches Niveau - 76 Mio €
Umsatz 78 Mio € gleiches Niveau - 79 Mio €
Operatives Ergebnis 8 Mio € leichter Rückgang - 6 Mio €
Operative Rendite 10,7% leichter Rückgang - 8,2%

Segment Gleitlager

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Unterjährige Anpassung Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 84 Mio € leichte Zunahme - 85 Mio €
Umsatz 88 Mio € gleiches Niveau - 87 Mio €
Operatives Ergebnis 14 Mio € leichter Rückgang - 11 Mio €
Operative Rendite 16,0% leichter Rückgang - 12,9%

Ertragslage

Auftragseingang um 22 % gestiegen

Bei RENK gingen im Geschäftsjahr 2018 Neuaufträge in Höhe von 529 Mio € ein, wie erwartet lag der Auftragseingang damit spürbar über dem Niveau des Vorjahres (434 Mio €). Noch stärker als ohnehin bereits prognostiziert wuchs der Auftragseingang im Geschäftsbereich Spezialgetriebe, 208 Mio € bedeuteten ein deutliches Plus von 35 % gegenüber dem Vergleichswert 2017 von 154 Mio €. Für den Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe hatten sich bereits zu Jahresbeginn deutliche Zuwachsmöglichkeiten abgezeichnet, die sich dann im Jahresverlauf mit Bestelleingängen von 171 Mio € auch in einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr (124 Mio €) niederschlugen. Der Geschäftsbereich Standardgetriebe konnte demgegenüber den Erwartungen eines annähernd gleichen Auftragseingangsniveaus im Berichtsjahr nicht gerecht werden, mit 76 Mio € lagen die Bestellzugänge um 14 % unter dem Vorjahreswert (88 Mio €), bedingt unter anderem durch das Ausbleiben von Aufträgen im Offshore-Windbereich. Auch der Geschäftsbereich Gleitlager konnte mit 85 Mio € Bestelleingängen das Niveau des Vorjahres zwar halten, die prognostizierte leichte Steigerung aber nicht vollumfänglich realisieren.

Umsatz über 500 Mio €

Im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Umsatzerlöse bei RENK um 33 Mio € oder 7 % auf 502 Mio € (2017: 469 Mio €), sie bewegten sich damit im Rahmen der zu Jahresbeginn getroffenen Erwartungen. Auch die einzelnen Geschäftsbereiche erzielten Umsatzerlöse innerhalb der prognostizierten Schätzintervalle. Der Geschäftsbereich Spezialgetriebe realisierte einen leichten Umsatzzuwachs von 5 % oder 9 Mio € auf 171 Mio €, der Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe konnte mit 26 Mio € oder 18 % spürbar mehr als im Vorjahr ausliefern (177 Mio € nach 151 Mio €). Auf annähernd gleichem Umsatzniveau wie 2017 blieben die Geschäftsbereiche Standardgetriebe (+1 %) und Gleitlager (-2 %).

Auftragsbestand auf 774 Mio € angewachsen

Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen bei RENK im Geschäftsjahr 2018 sowohl Auftragseingang als auch Umsatz. Der Zuwachs beim Bestelleingang lag dabei noch erheblich über der Zunahme der Umsatzerlöse, sodass zum Jahresende auch der Auftragsbestand um 26 Mio € anstieg. Von 748 Mio € zu Jahresbeginn erhöhte sich der Bestellbestand auf 774 Mio € zum Ende des Berichtsjahres.Getragen wurde dieser Zuwachs allein von der Steigerung im Geschäftsbereich Spezialgetriebe. Der Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe konnte relativ gesehen das Vorjahresniveau annähernd halten, während die beiden Geschäftsbereiche Standardgetriebe und Gleitlager leichte prozentuale Rückgänge verzeichnen mussten. Aufgrund der unterschiedlich langen Auftragslaufzeiten in den einzelnen Geschäftsbereichen fallen auch die Anteile der einzelnen Geschäftsbereiche im Auftragsbestand weit auseinander, so entfiel zum Jahresende 2018 mehr als die Hälfte des Bestellbestands auf den Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe und ein weiteres Drittel auf den Geschäftsbereich Spezialgetriebe.

Operatives Ergebnis wieder bei 60 Mio €

Auch im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete RENK wie im Vorjahr ein Operatives Ergebnis von 60 Mio €. Damit wurde die zu Jahresbeginn geäußerte Erwartung eines gleichbleibenden Niveaus voll erfüllt.

Stärker als erwartet sank das Operative Ergebnis im Geschäftsbereich Spezialgetriebe.

Mit 5 Mio € im Berichtsjahr verfehlte das Operative Ergebnis deutlich das Ziel, das gleiche Ertragsniveau wie im Vorjahr (11 Mio €) zu erreichen. Schlechtere Erlösqualität, ungünstigerer Umsatzmix und erhöhte Aufwendungen trugen zu dieser Entwicklung bei.

Noch einmal besser als zu Jahresbeginn prognostiziert entwickelte sich das Operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Fahrzeuggetriebe. Umsatzzuwachs und günstigerer Produktmix führten zu einem Operativen Ergebnis von 37 Mio €, das bedeutete eine merklich bessere Entwicklung als die ursprünglich erwartete nur leichte Zunahme.

Niedriger als erwartet erwies sich das Operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Standardgetriebe. Mit 6 Mio € im Geschäftsjahr 2018 verglichen mit 8 Mio € ein Jahr zuvor fiel der Rückgang spürbarer aus als angenommen.

Ebenfalls etwas unter den Erwartungen blieb das Operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Gleitlager. Der zu Jahresbeginn prognostizierte nur leichte Rückgang fiel noch etwas stärker aus als erwartet, nach 14 Mio € im Vorjahr wurden im Berichtsjahr 11 Mio € erwirtschaftet.

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die RENK Gruppe eine Operative Rendite von 12,0 % (Vorjahr: 12,8 %), diese lag damit am oberen Ende der Prognose vom Jahresbeginn, als von einem leichten Rückgang, aber noch im zweistelligen Bereich, ausgegangen wurde. Erheblich über den Erwartungen entwickelte sich die Operative Rendite im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe. In den Geschäftsbereichen Standardgetriebe und Gleitlager blieb die Operative Rendite unter den Prognosen eines nur leichten Rückgangs, während im Geschäftsbereich Spezialgetriebe das gesteckte Ziel eines gleichbleibenden Niveaus signifikant verfehlt wurde.

Gewinn- und Verlustrechnung 1)

2018 2017
Mio € in % Mio € in %
Umsatzerlöse 502 100,0 469 100,0
Umsatzkosten 2) -383 -76,3 -354 -75,5
Bruttoergebnis vom Umsatz 119 23,7 115 24,5
Sonstige betriebliche Erträge 2) 7 1,5 4 0,8
Vertriebskosten -37 -7,4 -35 -7,5
Verwaltungskosten -22 -4,4 -20 -4,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6 -1,3 -4 -0,8
Operatives Ergebnis 60 12,0 60 12,8
Finanzergebnis 1 0,3 1 0,2
Ergebnis vor Steuern 62 12,3 61 13,0
Ertragsteuern -19 -3,8 -18 -3,9
Ergebnis nach Steuern 43 8,5 43 9,1
Ergebnis je Aktie in € 6,25 - 6,30 -
Ausschüttung je Aktie in € 3) 2,20 - 2,20 -

1) Aufgrund kaufmännischer Rundungen von Beträgen auf Basis von T€ können bei Addition und Prozentangaben geringfügige Abweichungen in den nachfolgenden Tabellen und Ausführungen auftreten.
2) Anpassung Vorjahresinformationen. Auf die Informationen im Anhang zum Konzernabschluss wird verwiesen.
3) 2018: Vorschlag an die Hauptversammlung

Im Geschäftsjahr 2018 sank die Bruttomarge erneut, von 24,5 % im Vorjahr auf 23,7 % im Berichtsjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Vorjahreszahlen an die geänderte Behandlung der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen angepasst wurden. Diese Erträge werden nunmehr jeweils denjenigen Funktionsbereichen zugeordnet, über die sie gebildet wurden. Im Vorjahr war darin auch die Auflösung einer Rückstellung aufgrund gütlicher Beilegung eines Schiedsgerichtsverfahrens enthalten.

Die Verwaltungs- und Vertriebskosten stiegen um jeweils ca. 2 Mio €, großenteils bedingt durch angestiegene Personalkosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen um 3 Mio € über dem Wert des Vorjahres, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2 Mio € unter dem Vorjahresansatz.

Der Steueraufwand lag mit 19 Mio € im Geschäftsjahr 2018 leicht über dem Vergleichswert aus 2017 von 18 Mio €. Daraus errechnet sich für 2018 eine Steuerquote von 31,0 % nach 30,0 % im Vorjahr. Die Steuerquote ergibt sich aus den jeweiligen Ertragsteuersätzen der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie aus aperiodischen und latenten Steuern.

Das Ergebnis nach Steuern erreichte damit auch 2018 mit 43 Mio € wieder das Niveau des Vorjahres (43 Mio €). Das Ergebnis je Aktie lag 2018 bei 6,25 € (2017: 6,30 €).

Finanzlage der RENK Gruppe

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement von RENK wurde wie in den Vorjahren zentral durch die MAN SE wahrgenommen.

Ziel des zentralen Finanzmanagements ist die Sicherstellung jederzeit ausreichender Liquidität, die Begrenzung finanzieller Risiken und damit die Steigerung des Unternehmenswertes.

Dies umfasst die Sicherung der Liquiditätsausstattung für das Operative Geschäft, Investitionen und gezieltes Wachstum sowie die finanzielle Absicherung von Währungsrisiken. Die Steuerung der Liquidität erfolgte durch das zentrale Cash-Management der MAN Gruppe, in das die RENK AG und ihre konsolidierten Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2018 eingebunden waren.

Cashflow - Entwicklung der Flüssigen Mittel und Geldanlagen

Mio € 2018 2017
Flüssige Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 199 214
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 35 25
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -33 -24
Netto Cashflow 2 1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -33 -24
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -15 -15
Zahlungswirksame Veränderung der Flüssigen Mittel -13 -15
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 186 199

RENK erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen positiven Cashflow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von 35 Mio € gegenüber 25 Mio € im Vorjahr. Auch 2018 stieg die Mittelbindung im Working Capital aufgrund der Abarbeitung der laufenden Projekte und der hohen Umsätze in der zweiten Jahreshälfte.

Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärkere Investitionstätigkeit ließ den Cashflow aus der Investitionstätigkeit laufendes Geschäfts 2018 auf -33 Mio € ansteigen (2017: -24 Mio €). Weitere Erläuterungen dazu befinden sich im Abschnitt "Investitionen, Umweltmanagement".

Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein Netto-Cashflow von knapp 2 Mio €, nach rund 1 Mio € im Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasste wie im Vorjahr lediglich die Dividendenzahlung in Höhe von 15 Mio €. Dementsprechend verminderten sich die Flüssigen Mittel von 199 Mio € zu Jahresbeginn auf 186 Mio € zum Jahresende 2018.

Vermögenslage

Mio € 31.12.2018 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 212 198
Sonstige und Finanzbeteiligungen 11 9
Vorräte 197 181
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 105 88
Vertragliche Vermögenswerte 1) 6 -
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte 22 6
Steuern 15 19
Finanzmittel 186 199
Aktiva 753 700
Eigenkapital 450 422
Pensionen 16 11
Übrige Rückstellungen 52 57
Vertragliche Verbindlichkeiten lang- und kurzfristig1) 162 142
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39 35
Übrige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten 31 29
Steuern 2 5
Passiva 753 700

1) Neue Bilanzposten nach IFRS 15. Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" im Konzernabschluss wird verwiesen.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 stieg der Bestand an Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten von 198 Mio € zu Jahresbeginn auf 212 Mio € zum Jahresende. Darin spiegelte sich vor allem die erhöhte Investitionstätigkeit am Standort Augsburg wider. Hinzu kam der Effekt aus Erwerb und nachfolgender Verschmelzung der MAAG Gear System AG.

Bedingt u.a. durch Auslieferungsverzögerungen bzw. hohe Umsätze in den beiden letzten Monaten des Jahres 2018 stiegen die Vorräte bzw. die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die vertraglichen Vermögenswerte zum Jahresende um 16 Mio € bzw. 24 Mio € an. Die nach der "percentage of completion method" aktivierten bisherigen zukünftigen Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden seit dem Berichtsjahr entsprechend den Vorgaben des IFRS 15 nicht mehr unter den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", sondern als "Vertragliche Vermögenswerte" ausgewiesen. Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 16 Mio €, auch hier wirkte sich die erstmalige Anwendung der IFRS 15-Vorschriften aus, die nunmehr auch den Ansatz von durchsetzbaren Ansprüchen auf zu erhaltende Anzahlungen vorschreiben.

Auf die Entwicklung der Flüssigen Mittel wird im Abschnitt "Finanzlage der RENK Gruppe" näher eingegangen.

Zum Jahresende 2018 lag das RENK Eigenkapital mit 450 Mio € um 28 Mio € über dem Wert zu Jahresbeginn von 422 Mio €. Für den Rückgang der Eigenkapitalquote von 60,3 % im Vorjahr auf 59,7 % war unter anderem die gestiegene Bilanzsumme aus der o.g. Erstanwendung von IFRS 15 ursächlich.

Die Rückstellungen für Pensionen stiegen im Geschäftsjahr 2018 von 11 Mio € auf 16 Mio €. Darin spiegelt sich bei der Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens auch die schwierige Situation an den Finanzmärkten wider.

Die Erhaltenen Anzahlungen, nunmehr unter "Vertragliche Verbindlichkeiten lang- und kurzfristig" ausgewiesen, erhöhten sich um 21 Mio € von 142 Mio € zu Jahresbeginn auf 162 Mio € zum Jahresende. Auch hier schlug sich analog zur Aktivseite die Erstanwendung von IFRS 15 im Hinblick auf durchsetzbare Ansprüche und damit verbundene Verpflichtungen aus zu erhaltenden Anzahlungen nieder.

Ausschüttung wieder bei 2,20 €

Ziel der Dividendenpolitik von RENK ist weiterhin, die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen und die Zukunftsfähigkeit der RENK Gruppe durch Stärkung des Eigenkapitals zu sichern. Für das Geschäftsjahr 2018 weist die RENK AG nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften einen Jahresüberschuss von 30,5 Mio € (Vorjahr: 38,2 Mio €) aus. Davon hat der Vorstand 15,3 Mio € (Vorjahr: 19,1 Mio €) in die Gewinnrücklagen eingestellt. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags beträgt der Bilanzgewinn damit 27,0 Mio € (Vorjahr: 26,7 Mio €). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr eine Dividende von 2,20 € je Aktie auszuschütten. Bezogen auf den Schlusskurs der RENK Aktie zum 31. Dezember 2018 von 94,50 € entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,3 % (Vorjahr: 1,9 %).

Kapitalinformationen/Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB 1)

(Für die erforderlichen Angaben zu Kapitalinformationen wird auch auf den Konzernabschluss - Abschnitt "Eigenkapital" verwiesen.)

Nachfolgend die Angaben zu den einzelnen Sachverhalten gemäß § 315a Abs. 1 HGB:

Ziffer 1: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals.

Das Grundkapital der RENK AG in Höhe von 17,9 Mio € ist in 7 Mio Inhaberaktien aufgeteilt. Die auf den Inhaber lautenden Aktien sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus existieren keine weiteren Aktiengattungen.

Ziffer 2: Beschränkung der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien.

Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

Ziffer 3: Direkte oder indirekte Beteiligungen über 10 % am Kapital.

Bis zum 31. Dezember 2018 war die MAN SE, München, zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Durch die Beteiligung an der MAN SE waren auch die TRATON AG (vormals Volkswagen Truck & Bus AG), München, deren Muttergesellschaft, die VW AG, Wolfsburg, und die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, sowie deren kontrollierende Gesellschafter jeweils indirekt zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Seit der Übertragung der Anteile von der MAN SE auf die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg, am 31. Dezember 2018 ist diese zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Über die 100%ige Beteiligung der VW AG an der Volkswagen Klassik GmbH sind auch diese, die Porsche Automobil Holding SE sowie deren kontrollierende Gesellschafter weiterhin jeweils indirekt zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Weitere bestehende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte oder die relevanten Schwellen des WpHG überschreiten, wurden der RENK AG weder gemeldet, noch sind sie der RENK AG bekannt.

Ziffer 4: Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Es existieren keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Ziffer 5: Stimmrechtskontrolle bei Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital.

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

Ziffer 6: Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen.

Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der RENK AG aus mindestens zwei Personen. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat.

Satzungsänderungen können durch die Hauptversammlung gemäß § 179 Abs. 2 AktG mit einer Dreiviertel-Mehrheit des vertretenen Kapitals beschlossen werden.

Ziffer 7: Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Die Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien endete am 8. November 2007. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 199.903 eigene Aktien bzw. 2,86 % der Gesamtaktienzahl zurückgekauft.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vorzunehmen,

wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet,

und/oder

soweit dies als Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses oder für den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Von den entsprechenden Ermächtigungen wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Es besteht kein genehmigtes Kapital zur Ausgabe neuer Aktien.

Ziffer 8: Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es liegen keine einschlägigen Vereinbarungen vor.

Ziffer 9: Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Change-of-Control-Regelungen sind weder für Mitglieder des Vorstands der RENK AG noch für Arbeitnehmer vorgesehen.

Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Gemäß § 312 Aktiengesetz ist vom Vorstand der RENK AG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt worden. In ihm sind alle Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Volkswagen Klassik GmbH bzw. der VW AG im Geschäftsjahr 2018 aufgeführt. Die abschließende Erklärung des Vorstands zu diesem Bericht endet mit folgendem Wortlaut:

"Der Vorstand erklärt hiermit, dass nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt."

Forschung und Entwicklung

RENK hat sich zum Ziel gesetzt, seine technologische Spitzenposition in wichtigen Bereichen zu erhalten bzw. auszubauen. Forschung und Entwicklung kommt dabei eine immer stärkere Bedeutung zu. Der Großteil des Produktspektrums von RENK hat lange Lebenszyklen, so bilden neben Neuentwicklungen innerhalb und außerhalb der bestehenden Produktlinien v.a. Weiterentwicklungen mit Blick auf verstärkten Kundennutzen die Kernpunkte unseres Innovationsmanagements. Ein Schwerpunkt liegt dabei im verstärkten Angebot integrierter Leistungspakete. RENK kooperiert bei den einzelnen Projekten mit verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten; aber auch mit Partnern aus der Industrie.

RENK investierte im Geschäftsjahr 13 Mio € (Vorjahr: 14 Mio €) an eigenen Mitteln in die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung vorhandener Produkte.

Unverändert lag auch 2018 der Schwerpunkt der Aktivitäten bei den High-End-Schiffsgetrieben des Geschäftsbereichs Spezialgetriebe in der Optimierung und Fortentwicklung der CODELAG-Technik, die eine variable Antriebskombination von Gasturbinen und Elektromotoren ermöglicht. RENK entwickelte daraus in der Vergangenheit das innovative Elektromotoren-Antriebsmodul AED (Advanced Electric Drive), das sowohl für geräuscharme Haupt- als auch Nebenantriebe eingesetzt werden kann. Die ersten Systeme wurden ausgeliefert und bewähren sich jetzt im praktischen Einsatz. RENK arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung dieser Technologie, um zusätzliche maritime Einsatzmöglichkeiten auch in für RENK bisher nicht zugänglichen Anwendungsfeldern zu erschließen.

Im Geschäftsfeld Stationäre Getriebe konzentrierte man sich neben der Weiterentwicklung etablierter Baureihenkonzepte auf die Herstellung der Marktreife für ein übersetzungsvariables Turbogetriebe mit hohem Wirkungsgrad und wettbewerbsfähiger Kostenstruktur. Daneben wurde ein neues Getriebe für die Kunststoffindustrie konzipiert, das die RENK Produktpalette in diesem Anwendungsfeld erweitert. In vielen Entwicklungen schlägt sich die zunehmende Integration elektrischer und mechanischer Antriebstechnik nieder.

Im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe stand ebenfalls die Fortführung der bereits in den Vorjahren initiierten Projekte im Fokus der Aktivitäten. Das betraf zum einen die konzeptionelle Erweiterung des bisherigen Produktportfolios, hier wurden die im Vorjahr begonnenen Versuchsaktivitäten fortgesetzt, zum anderen die Weiterentwicklung einzelner Getriebekomponenten. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Kooperationen mit Systemanbietern, um RENK Getriebe in deren Fahrzeugkonzepte integrieren zu können.

Die Entwicklungsmaßnahmen im RENK Prüfstandbereich sind eng an den spezifischen Bedarfsprofilen der jeweiligen Kundenanwendungen ausgerichtet.

Auch im Geschäftsbereich Standardgetriebe stand die Fortführung der in den Vorjahren begonnenen Entwicklungsprojekte im Vordergrund. Bei den Schiffsgetrieben lag ein Schwerpunkt auf der Ergänzung des Produktportfolios für Schwimmbagger. Daneben wurde an einem Frontend-PTO (Power-Take-Off)-Getriebe für Schiffsdieselmotoren gearbeitet. Im Offshore-Windbereich waren die Entwicklung einer neuen Windkraftgetriebe- und einer neuen Windkraftkupplungsbaureihe die herausragenden Projekte. Daneben wurde an weiteren Getriebereihen für den Öl- & Gasmarkt gearbeitet.

Wie in den vergangenen Jahren konzentrierten sich die Entwicklungsaktivtäten des Geschäftsbereichs Gleitlager auf Prozessverbesserungen bei unterschiedlichen Beschichtungstechnologien.

Investitionen, Umweltmanagement

RENK investierte im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 35 Mio € in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte, eine Steigerung von 15 Mio € im Vergleich zum Vorjahr (19 Mio €). Hinzu kamen die Zugänge aus dem Erwerb und der Verschmelzung der MAAG Gear Systems AG in Höhe von 1 Mio €. Dem Geschäftsmodell entsprechend richtet RENK seine Investitionspolitik langfristig an den Markterfordernissen für RENK Produkte und Dienstleistungen und der Kostenoptimierung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit aus.

Erwartungsgemäß floss ein Großteil der Investitionen in den Standort Augsburg der RENK AG. Annähernd die Hälfte der Ausgaben entfiel dort auf den im Vorjahr konzipierten Neubau des Logistikzentrums mit Warenannahme-, Eingangsprüfungs- und Lagereinrichtungen in Oberottmarshausen südlich von Augsburg. Ende Dezember 2018 konnte Richtfest gefeiert werden. Der Baufortschritt bewegt sich im Terminplan, die Inbetriebnahme ist für Juli 2019 geplant. Im Geschäftsbereich Spezialgetriebe wurden schwerpunktmäßig die Restrukturierung und Erneuerung der Zahnflankenschleiftechnik und die Optimierung der Montageprozesse weitergeführt. Auch im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe stand die Reorganisation bzw. Optimierung der Montageprozesse im Vordergrund, zudem die Neukonzeption bzw. Erweiterung von Teilen der mechanischen Fertigung, insbesondere der Anlagen zur Gehäusebearbeitung.

In Rheine, am Standort des Geschäftsbereichs Standardgetriebe, konzentrierten sich die Investitionen auf die Erneuerung und Optimierung des Maschinenparks für die mechanische Fertigung. Am Standort Hannover des Geschäftsbereichs Gleitlager lag der Schwerpunkt weiterhin auf der Optimierung der Anlagen zur Oberflächenbeschichtung.

Bei RENK France wurde die mehrjährige, umfangreiche Modernisierung und Erneuerung der baulichen Infrastruktur für Produktion, Technik, Verwaltung und Vertrieb abgeschlossen. Darüber hinaus wurde mit der Erneuerung der Prüfeinrichtungen begonnen. Die Schweizer Gesellschaft RENK-MAAG erwarb im Juni 2018 alle Anteile an der Schweizer MAAG Gear Systems AG, dort waren die noch verbliebenen Restaktivitäten der MAAG-Gruppe im Marine Bereich gebündelt. Im Oktober wurde die Gesellschaft auf RENK-MAAG verschmolzen.

Über alle Standorte hinweg ist das Thema Umweltschutz bei RENK sehr präsent. 2018 bestand der Standort Augsburg der RENK AG erfolgreich die Rezertifizierung nach ISO 14001:2015. Nach dieser Norm sind auch der Standort Hannover der RENK AG und RENK-MAAG in der Schweiz zertifiziert.

Mit der Rezertifizierung des Umweltmanagementsystems am Standort Augsburg der RENK AG wurden auch neue Umweltziele für die Folgejahre beschlossen. Themenschwerpunkte sind die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Verminderung der Abfallmenge. Im Aktionsfeld Energieverbrauch wurden u.a. weitere Hallenteile auf LED-Beleuchtung umgerüstet; zur Reduzierung der Abfallmenge wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt und in Teilen mit der Umsetzung begonnen.

Am Standort Hannover wurde in der Rohteilmalerei der Fußboden komplett saniert und der Arbeitsbereich umwelttechnisch auf den neuesten Stand gebracht.

Die energietechnisch ungünstigen Lamellenfenster der Fertigungshalle wurden durch dicht schließende Lamellenfenster mit Isolierverglasung ersetzt.

Ein weiterer Containerabstellplatz auf dem Hof wurde nach neuer AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) überprüft und optimiert. Alle Container mit wassergefährdenden Stoffen stehen nun auf geeigneten und zugelassenen Containerabstellplätzen, diese sind flexibel einsetzbar und können an beliebiger Stelle auf dem Betriebshof aufgestellt werden.

Am Standort Rheine der RENK AG wird der Abschluss der Dachisolierungserneuerung auf dem Verwaltungsgebäude zu einer deutlichen Reduzierung der Heizkosten führen. Für die Fertigungsmaschinen mit Kühlschmierstoffhaushalt wurde mithilfe eines neu eingeführten Fluidmanagements eine Einsparung im zweistelligen Prozentbereich beim Verbrauch von Kühlschmierstoffen realisiert. Im gesamten Produktionsbereich ist jetzt die papierlose Fertigung und Montage im Einsatz. Sie führt allein beim Verbrauch von Papier und Druckerpatronen zu Einsparungen von 20 T€ pro Jahr. Das im letzten Jahr durchgängig betriebene Blockheizkraftwerk spart jährlich etwa 310 t CO 2. Wie an den anderen Standorten wurde auch in der Fertigung - soweit noch nicht geschehen - auf LED-Beleuchtung umgestellt, das sollte eine weitere Einsparung von 810 kWh Strom pro Jahr bewirken.

Am Standort Winterthur bei RENK-MAAG wurde zur Reduzierung der Umweltrisiken die Lagermenge verschiedener Öle in den Produktionshallen deutlich reduziert, sowie bei sämtlichen Bearbeitungsmaschinen das Benzin-Öl-Gemisch durch ein Spezial-Kühlschmieröl ersetzt.

Mit all diesen Maßnahmen sind Fortschritte im Hinblick auf Energieeffizienz, CO 2-Bilanz sowie Abfall- und Abluftmanagement verbunden.

Mitarbeiter

Am 31.12.2018 waren in der RENK Gruppe 2.319 (Vorjahr: 2.235) Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich wurden 66 Leiharbeitnehmer eingesetzt (Vorjahr: 74). Im Inland betrug die Zahl der Beschäftigten 2.132 (Vorjahr: 2.068), in den ausländischen Gesellschaften 187 (Vorjahr: 167).

Der langjährige Erfolg von RENK ist eng verbunden mit der hohen Kompetenz, Einsatzbereitschaft und Identifikation seiner Mitarbeiter mit dem Unternehmen, das schlägt sich auch in einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 16 Jahren nieder. 2018 wurden zur Umsetzung der RENK Strategie, z.B. im Hinblick auf die fortschreitende Internationalisierung, zahlreiche neue Mitarbeiter eingestellt. Ein wesentlicher Fokus der Mitarbeiterentwicklung lag daher darauf, den neuen Mitarbeitern das firmenspezifische Know-how und die RENK Kultur zu vermitteln und zugleich die Expertise und Impulse der neuen Kollegen für RENK zu nutzen.

Einen Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2018 bildete auch die weitere Professionalisierung der Führungskompetenzen, um die Vorgesetzten bestmöglich bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Aufgaben zu unterstützen.

Intensives Programm zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter (Onboarding-Programm)

Um die neuen, hochmotivierten Mitarbeiter bestmöglich zu integrieren, beginnt RENK frühzeitig mit dem Onboarding. Der erste Baustein des Onboarding-Programms für Auszubildende startet bereits vor dem regulären Ausbildungsbeginn. Bevor der Auszubildende das erste Werkstück überhaupt gefertigt hat, wird er zusammen mit den Eltern zu einem ersten "Kennenlerntag" eingeladen. Hier informieren Personalabteilung und Betriebsrat - unterstützt durch Auszubildende älterer Jahrgänge.

Alle neuen Mitarbeiter bei RENK in Augsburg erhalten neben einem umfangreichen Einarbeitungsplan in zweimal jährlich stattfindenden Einführungsveranstaltungen die Gelegenheit, den Standort als Ganzes kennenzulernen. Vorstand und Führungskräfte informieren dabei über Produkte, aber auch Strategie und derzeitig in der Umsetzung befindliche Projekte. Neben den technischen Highlights stehen jedoch in erster Linie die neuen RENK Mitarbeiter im Mittelpunkt. Außer der obligatorischen Vorstellungsrunde bietet sich die Gelegenheit, die anderen neuen Mitarbeiter kennenzulernen und sich in ungezwungener Atmosphäre mit Vorstand und Führungskräften auszutauschen.

Das Onboarding-Programm schließt jedoch nicht mit dem Probezeitende. Für Mitarbeiter mit akademischem Hintergrund und etwa zweijähriger Betriebszugehörigkeit bietet RENK das RENK Academic Onboarding Programm (RAO) an. Dieses einjährige Programm ist in verschiedene Bausteine gegliedert, die helfen RENK besser zu verstehen, und fordert und fördert neben Vernetzung und Austausch insbesondere auch die Projektmanagementkompetenzen der Mitarbeiter. Nach einer Teambuilding-Maßnahme arbeiten die Teilnehmer im Rahmen einer Job Rotation für eine Woche in einem anderen Bereich. Zudem bearbeitet die gesamte Gruppe ein firmeninternes Projekt. Während sich die letztjährigen Teilnehmer intensiv mit dem Employer-Branding von RENK auseinandergesetzt haben, arbeitet die aktuelle Gruppe an der Entwicklung eines Mitarbeiterleitbilds als Ergänzung zum bestehenden Unternehmens- und Führungsleitbild.

Führungskräftefeedback zum Entwickeln von Führungskräften von morgen

Die Motivation der Mitarbeiter ist eng verbunden mit dem Führungsverhalten ihrer Vorgesetzten. RENK hat deshalb bereits in der Vergangenheit viele Initiativen unternommen, um die Führungskompetenzen seiner Mitarbeiter zu stärken. Neben den zahlreichen Programmen zum Thema Führung, wie z.B. dem RENK Leadership Programm, Meisterqualifizierungen und Coaching-Maßnahmen, wurde in diesem Jahr erstmalig ein Feedbackprozess für Führungskräfte ins Leben gerufen.

Auf Grundlage der Grundsätze des RENK Führungsleitbilds schätzten sich die Führungskräfte anhand von Leitsätzen zunächst selbst ein. Dieses Selbstbild wurde mit der Sicht ihrer Vorgesetzten abgeglichen, die vorher Gelegenheit hatten, ihre jeweilige Einschätzung in Integrationsrunden mit anderen Kollegen zu validieren. Im Gespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter wurden die Sichten über das Führungsverhalten offen diskutiert und gegebenenfalls Maßnahmen, wie z.B. Einzelcoachings, abgeleitet, um die jeweiligen Führungskräfte weiterzuentwickeln. Im Rahmen dieses offenen Führungskräftefeedbacks gelang es zudem, neue Potenzialträger zu identifizieren.

RENK profiliert sich als Top-Arbeitgeber für den Nachwuchs

RENK steht für Innovationen im Bereich der Antriebstechnik. Um auch in Zukunft genügend Produktneuheiten auf den Markt bringen zu können, setzt RENK verstärkt auf den Nachwuchs. Neben der Einstellung von vielen jungen Ingenieuren und der Weiterentwicklung der ehemaligen Auszubildenden fördert RENK immer stärker den Nachwuchs bereits im Schüleralter.

Mehrmals im Jahr bietet RENK Schülern Praktikumsmöglichkeiten, um den potenziellen Nachwuchs für eine technische Ausbildung zu begeistern. Die Praktikanten haben dabei die Chance, sich auch durch praktisches Geschick für eine Ausbildung zu empfehlen.

Darüber hinaus ist RENK zusammen mit der MAN Energy Solution SE Sponsor des Regionalwettbewerbs von "Jugend forscht" in Schwaben. Der Wettbewerb fördert technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihren Projekten in den mathematischnaturwissenschaftlichen Kategorien für die Wettbewerbe auf Landes- und Bundesebene bewerben.

Zusätzlich arbeitet RENK eng mit verschiedenen Hochschulen zusammen, um geeignete Absolventen zu rekrutieren. Durch die Vergabe von Praktika, Abschlussarbeiten und Werkstudententätigkeiten werden die jungen Akademiker frühzeitig an das Unternehmen gebunden. So können auch künftig offene Funktionen bei RENK, insbesondere im Ingenieurbereich, erfolgreich besetzt werden.

Darüber hinaus nimmt RENK an relevanten Hochschulmessen teil und organisiert eigene Vorträge aus den Fachbereichen an den Hochschulen. Regelmäßig besuchen Hochschulgruppen aus den Ingenieurwissenschaften die einzelnen Werke und erhalten durch Impulsvorträge und bei Betriebsrundgängen einen Überblick über Tätigkeitsfelder und Einstiegsmöglichkeiten bei RENK.

Beteiligung der Mitarbeiter am Geschäftserfolg

Das Ansehen als Arbeitgeber und die Motivation der Beschäftigten hängen nicht zuletzt auch von einem attraktiven Vergütungspaket ab. Dem hohen Engagement der Mitarbeiter wird auch für das Geschäftsjahr 2018 durch eine direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg Rechnung getragen. Diese Beteiligung orientiert sich an den festgelegten Renditezielen.

Betriebliche Altersversorgung

Die langjährige Treue seiner Mitarbeiter belohnt RENK durch eine zusätzliche attraktive betriebliche Altersvorsorge in Form des Mitarbeiter-Ergebnisbeteiligungs- & Vorsorgeplans (MEV). Neben den Beitragszahlungen des Arbeitgebers haben dabei die Beschäftigten die Möglichkeit, freiwillig eigene Entgeltbestandteile in Beiträge zu ihrer persönlichen Altersvorsorge umzuwandeln. Diese sind innerhalb der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze steuer- und sozialabgabenfrei. Das Unternehmen fördert diese Eigeninitiative durch eine zusätzliche Aufstockung dieser Beiträge.

Gesundheitsmanagement - Einführung von Krankenrückgesprächen als Ergänzung zum betrieblichen Eingliederungsmanagement

Die Förderung des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist für RENK eine wichtige soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern. Gerade in Zeiten, in denen insbesondere die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt, ist es die Aufgabe von Vorgesetzten, die Krankheitstage ihrer Mitarbeiter im Blick zu haben und eventuelle im Arbeitsumfeld liegende Ursachen frühzeitig zu erkennen.

Aus diesem Grunde hat RENK an allen deutschen Standorten ein formales Krankenrückkehrgespräch eingeführt. Dieses Krankenrückkehrgespräch ist die Ergänzung zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM). Während beim Krankenrückkehrgespräch der direkte Vorgesetzte gesundheitsfördernde Maßnahmen implementiert, kümmert sich beim BEM ein geschultes Team aus Vertretern des Arbeitgebers, der Arbeitnehmervertretung, der Schwerbehindertenvertretung, ergänzt um die werksärztliche Abteilung, darum, Mitarbeiter mit hohen krankheitsbedingten Abwesenheiten wieder in das Arbeitsleben zu integrieren.

Ebenfalls fortgesetzt wurden die bisherigen Gesundheitsmaßnahmen, z.B. kostenlose Rückenschule, Gesundheitswochen im Betriebsrestaurant, Darmkrebsprophylaxe, Impfschutzberatung und Hautscreening.

Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter

RENK entwickelt sowohl die Fach- als auch die Führungskompetenzen seiner Mitarbeiter kontinuierlich weiter, damit jeder Standort auch in der Zukunft über passgenau ausgebildete und hochmotivierte Mitarbeiter verfügt.

Der Erfolg des Ausbildungskonzepts bei RENK wurde an allen Standorten wiederholt durch zahlreiche Auszeichnungen (z.B. IHK, Hochschulen) unterstrichen. Ende 2018 durchliefen insgesamt 117 Auszubildende (Vorjahr: 119) ihre Ausbildungsstationen bei RENK, entweder direkt in den einzelnen Unternehmenseinheiten oder indirekt über die Beteiligung von RENK am MAN Ausbildungszentrum in Augsburg. Von den 104 Auszubildenden (Vorjahr: 111) der RENK AG entfielen auf das Werk Augsburg 64 (Vorjahr: 69), auf Rheine 25 (Vorjahr: 28) und auf Hannover 15 (Vorjahr: 14). Dazu kamen 8 (Vorjahr: 5) Ausbildungsplätze bei der RTS, 3 (Vorjahr: 1) Ausbildungsplätze bei RENK France und 2 (Vorjahr: 2) Ausbildungsplätze bei RENK-MAAG. 16 (Vorjahr: 15) der 117 (Vorjahr: 119) Auszubildenden belegen in einem sogenannten Verbundstudium parallel zu ihrer Ausbildung die Studiengänge Maschinenbau oder Mechatronik an einer Hochschule.

Die Umsetzung der RENK Strategie erfordert die Bewältigung zahlreicher, herausfordernder Projekte. Deshalb lag ein Schulungsschwerpunkt auch auf der Vermittlung von Projektmanagementkenntnissen. Zahlreiche Mitarbeiter absolvierten zunächst eine Basisschulung und erwarben darüber hinaus spezifische Kenntnisse über Methoden und Kompetenzen zur Übernahme von Projektleitungen.

Auch wenn technische Aspekte immer ein Hauptbestandteil des Weiterbildungsangebots bleiben werden, ist die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse auch für Ingenieure und Techniker zum Muss geworden. Externe Coaches vermitteln dabei allgemeine betriebswirtschaftliche Grundlagen und das RENK Controlling-Team ergänzt dies um spezielles RENK Wissen.

Dank an die Mitarbeiter und Belegschaftsvertretungen

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihren Beitrag zu den erreichten Erfolgen. In den Dank eingeschlossen sind auch die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die Betriebsräte und der Wirtschaftsausschuss, mit denen auch 2018 die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fortgesetzt werden konnte.

Die im Berichtszeitraum verstorbenen Belegschaftsangehörigen und Pensionäre werden wir in guter Erinnerung behalten.

Die Bereiche im Einzelnen

In den nachfolgenden Segmenttabellen werden als Auftragseingänge und Umsätze der Geschäftsbereiche auch die Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen (Segmenten) ausgewiesen.

Spezialgetriebe (Werk Augsburg/RENK-MAAG)

Mio € 2018 2017 Veränderung *
Auftragseingang 208 154 54
Umsatz 171 162 8
Operatives Ergebnis 5 11 -6
Operative Rendite (%) * 3,1 6,8 -3,7

* Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch 2018 entwickelten sich die einzelnen Zielmärkte des Geschäftsbereichs Spezialgetriebe sehr uneinheitlich.

Die Vergabetätigkeit öffentlicher Auftraggeber prägte auch im Berichtsjahr das wesentliche Marktgeschehen im Geschäftsfeld Maritime Getriebe. Die Nachfrage nach technisch anspruchsvollen Getriebesätzen für Marinen und Küstenwachen setzte sich fort, bedingt sowohl durch den weiterhin bestehenden Erneuerungsbedarf bei den z.T. veralteten Flottenverbänden verschiedener Länder als auch durch neue bzw. erweiterte Anforderungsprofile. Häufig sind dabei High-End-Getriebelösungen gefordert, die eine auf die jeweilige Einsatzsituation zugeschnittene Kombination unterschiedlicher Antriebsquellen ermöglichen. Dabei wird die Lieferung komplexer Getriebesätze und Teilantriebsanlagen für Fregatten, Korvetten und Patrouillenschiffe in verstärktem Maße durch Systemberatung und Unterstützung bei der Systemintegration ergänzt. Außerhalb hoheitlicher Anwendungsfelder kommt diese anspruchsvolle Getriebetechnologie auch im überschaubareren Marktsegment der Megayachten zum Einsatz, dort werden vergleichbare Ansprüche an Leistung, Flexibilität, Geräuscharmut und Laufruhe gestellt.

Demgegenüber blieben auch 2018 die Bedingungen in den Märkten des Geschäftsfelds Stationäre Getriebe schwierig, auch wenn sich vereinzelt Verbesserungen abzuzeichnen scheinen, etwa im Bereich der Erzeugung von Polymer-Kunststoffen. Die Volatilität des Ölpreises im Verlauf des Jahres verhinderte, dass aus ersten positiven Ansätzen im Berichtsjahr eine Verstetigung der Investitionstätigkeit resultierte, insbesondere auch im Hinblick auf Offshore- oder Tiefseeprojekte. Im Markt für Zementanlagen ergaben sich regional sehr unterschiedliche Entwicklungen, in vielen Regionen waren die Kapazitäten der bestehenden Anlagen deutlich unterausgelastet, sodass kein neuer Investitionsbedarf entstand. Die Nachfrage nach Getrieben für Zementmahlanlagen zeigte demgemäß eine weiter leicht schrumpfende Tendenz. Der Markt für Turbogetriebe konnte sich dagegen von dem vor einigen Jahren eingetretenen Einbruch teilweise wieder erholen.

Leicht besser haben sich die spezifischen Märkte unserer Schweizer Gesellschaft RENK-MAAG entwickelt. Die Preissteigerungen für Stahl und Öl in den ersten Monaten wirkten sich positiv auf die Investitionsbereitschaft aus.

Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 lag der Auftragseingang im Geschäftsbereich Spezialgetriebe deutlich über dem Wert des Vorjahres, damit fiel der Zuwachs noch etwas höher aus, als ursprünglich erwartet. 208 Mio € an Neuaufträgen bedeuteten ein Plus von 35 % oder 54 Mio € gegenüber dem Wert aus dem Vorjahr. Den weitaus größten Beitrag zu diesem Zuwachs leistete das Geschäftsfeld Maritime Getriebe in Augsburg. Neben Abrufen aus den bereits seit einigen Jahren laufenden verschiedenen Beschaffungsprogrammen der US Navy und der US Coast Guard ging auch die Bestellung der Schiffsätze für die Neuauflage der Korvette K 130 der Bundesmarine ein. Dazu kamen Aufträge für einzelne Schiffe zur hoheitlichen Endverwendung in anderen Staaten. Auch für einige Megayacht-Projekte gingen Bestellungen ein.

Zuwächse beim Bestelleingang erzielte 2018 auch das Geschäftsfeld Stationäre Getriebe. Sowohl Industrie- als auch Turbogetriebe konnten zulegen, während Mühlengetriebe leicht rückläufig waren. Auch die Schweizer Gesellschaft RENK-MAAG konnte den Auftragseingang leicht steigern.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Spezialgetriebe lagen im Berichtsjahr mit 171 Mio € um 5 % über dem Vorjahreswert. Die Geschäftsfelder Maritime Getriebe und Stationäre Getriebe in Augsburg bewegten sich dabei in etwa auf Vorjahresniveau. Bei den Maritimen Getrieben standen die Lieferungen für die längerfristig angelegten Beschaffungsprogramme insbesondere der italienischen und der US Marine im Vordergrund. Daneben wurden auch Schiffsätze für eine Reihe von Einzel- oder Kleinserienprojekten ausgeliefert, darunter auch für mehrere Megayachten. Im Geschäftsfeld Stationäre Getriebe glichen die Zuwächse bei den Zementmühlengetrieben die Rückgänge bei den Industriegetrieben annähernd aus.

Die Umsatzsteigerung des Geschäftsbereichs Spezialgetriebe resultierte zum großen Teil aus der positiven Entwicklung bei RENK-MAAG, dort stiegen die Erlöse um annähernd ein Drittel gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. RENK-MAAG erwarb mit Wirkung zum 8. Juni 2018 alle Anteile an der MAAG Gear Systems AG mit Sitz in Wallisellen, Schweiz. In dieser Gesellschaft waren die Restaktivitäten der MAAG-Gruppe im Schiffsbereich gebündelt, die beim Erwerb dieser Sparte durch RENK im Jahr 2007 nicht übernommen worden waren. Im Anschluss an den Erwerb wurde die MAAG Gear Systems AG auf die RENK-MAAG GmbH verschmolzen.

Ergebnis

Der Geschäftsbereich Spezialgetriebe durchlief auch 2018 ein schwieriges Jahr. Das Operative Ergebnis lag mit 5 Mio € deutlich unter dem Vorjahreswert von 11 Mio € und damit auch deutlich unter den Erwartungen. Hier schlugen sich neben den Auswirkungen der angespannten Wettbewerbssituation in schwierigem Marktumfeld und damit verbundenem Preisdruck auch unerwartete technische Verzögerungen und Probleme bei einzelnen Produkten nieder, die zusätzlichen Aufwand verursachten. Die Schweizer Tochter RENK-MAAG realisierte ein Operatives Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahres. Die Operative Rendite bei den Spezialgetrieben ging damit von 6,8 % im Vorjahr auf 3,1 % zurück.

Ausblick

Der Markt für Schiffsantriebe bei Marinen und Küstenwachen dürfte sich auch im Geschäftsjahr 2019 etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr bewegen. Allerdings können Veränderungen der politischen Situation in einigen unserer Zielländer ggf. deutliche Verschiebungen auslösen. Neben Neubauvorhaben in verschiedenen Ländern steht z.B. auch in den USA eine Reihe von Projekten für die US Navy und die US Coast Guard zur Umsetzung an.

Keine signifikanten Verbesserungen erwarten wir bei den Industriegetrieben. Am schwierigen Marktumfeld in den Hauptproduktbereichen sind keine großen Veränderungen zu erwarten. In Regionen mit erhöhtem Bedarf können entweder aufgrund hoher Sicherheitsrisiken bzw. politischer Instabilität (Naher Osten) oder anderer politischer Umstände zahlreiche Projekte nicht umgesetzt werden. Der Markt für Zementmahlanlagen wird nach unserer Einschätzung im kommenden Jahr eher sinken. Potenziale gibt es dagegen im Bereich der Polymer-Herstellung sowohl für Turbo- als auch Extruder-Getriebe. Auch für einzelne Turbogetriebe-Anwendungen im Öl-& Gassektor sollten sich Absatzchancen eröffnen.

RENK-MAAG wird 2019 die in den Vorjahren beschlossene Strategie fortsetzen und die regionale und sektorale Marktpräsenz weiter ausweiten. Schwerpunkt der Aktivitäten wird der weitere Ausbau der Serviceaktivitäten und die Weiterentwicklung der RENK-MAAG-spezifischen Produktpalette sein.

Fahrzeuggetriebe (Werk Augsburg/RENK France/RTS/RENK Systems)

Mio € 2018 2017 Veränderung *
Auftragseingang 171 124 47
Umsatz 177 151 26
Operatives Ergebnis 37 27 11
Operative Rendite (%) * 21,1 17,7 3,4

* Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zunehmende Unsicherheiten in der weltpolitischen Lage und die im Raum stehende Forderung innerhalb der NATO, 2 % des BIP für Verteidigung aufzuwenden, führten zwar zu einer zunehmenden Projekttätigkeit im Markt für mittlere und schwere Kettenfahrzeuge, der für RENK zugängliche Markt blieb aber weiter gekennzeichnet durch zahlenmäßig wenige, in der Umsetzung lang laufende und häufig mit geringen Stückzahlen verknüpfte Beschaffungsvorhaben. In den nächsten Jahren stehen einige dieser Vorhaben zur Vergabe, sofern die jeweiligen Beschaffungspläne umgesetzt werden. Grundsätzlich ist eine mittelfristige Tendenz zu hybriden Antriebssystemen spürbar, dies scheint derzeit allerdings eher einem generellen Trend nach Elektrifizierung der Mobilität zu folgen als einem konkret definierten militärischen Nutzen. Oberstes Ziel für RENK bleibt eine Beteiligung an der Mehrzahl der Beschaffungsprogramme, dafür bestehen weiterhin auch Chancen, jedoch bleibt sowohl die zeitliche als auch die inhaltliche Prognose einer tatsächlichen Umsetzung schwierig. Zum einen wird die Entscheidungsfindung in den möglichen Abnehmerländern selbst von einer Vielzahl an innen-, außen- und finanzpolitischen Faktoren von lokaler bis weltpolitischer Dimension beeinflusst. Zum anderen wirkt die aktuelle Praxis der deutschen Exportkontrolle gegenüber potenziellen Kunden zunehmend negativ. Langwierige Prozesse bei den zuständigen deutschen Behörden bis hin zur Nichterteilung von Genehmigungen für Ersatzteillieferungen an langjährige Kunden lassen Lieferanten mit Standort Deutschland aus Sicht der Kunden in zunehmendem Maße als unzuverlässig erscheinen und veranlassen sie, verstärkt nach Alternativen aus anderen Ländern Ausschau zu halten.

Das After-Sales-Geschäft ist weiterhin durch starken Wettbewerb gekennzeichnet, insbesondere bei Instandhaltungen. Jedoch scheint sich zwischenzeitlich die Erkenntnis verstärkt durchgesetzt zu haben, dass neben dem Preis auch die Qualität eine entscheidende Rolle bei der Vergabe spielen sollte. RENK als Originalhersteller hält auch bei der Instandhaltung an den gewohnt hohen technischen Standards fest.

Auch 2018 bildete die Wartung und Instandsetzung der für die französische Armee gefertigten Getriebetypen den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bei RENK France.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Markt für Prüfstände haben sich 2018 spürbar verschlechtert. Eine deutlich restriktivere Investitionspolitik verstärkt den ohnehin bereits sehr ausgeprägten Verdrängungswettbewerb. Hinzu kommen weitere Unsicherheiten in einigen ausländischen Zielregionen durch nicht planbare politische Konstellationen und verstärkt aufkommenden Marktprotektionismus.

Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Auftragseingang im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe auf insgesamt 171 Mio €. Ein Mehr von 47 Mio € an Bestelleingängen markierte ein Plus von 38 % gegenüber dem Vorjahr. Den bei Weitem größten Zuwachs verbuchte das Geschäftsfeld Fahrzeuggetriebe in Augsburg. Dabei fiel insbesondere die Bestellung von Getrieben des Typs HSWL 295 für das 2. Produktionslos des südkoreanischen Kampfpanzers K2 ins Gewicht. Höhere Auftragseingänge als im Vorjahr konnten auch RENK France und der Prüfstandbereich von RENK verbuchen, hier vor allem aus dem Luftfahrt-, Eisenbahn- und Fahrzeugbereich.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Fahrzeuggetriebe lagen 2018 um 18 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Auch hier kam der Großteil des Zuwachses aus dem Geschäftsfeld Fahrzeuggetriebe in Augsburg. Während sich die Auslieferungen von Neugetrieben mit den Schwerpunkten PUMA für die Bundeswehr und AJAX für die britischen Streitkräfte auf Höhe des Vorjahres bewegten, nahmen insbesondere die Ersatzteillieferungen deutlich zu. Auch die Erlöse bei RENK France stiegen spürbar an.

Der RENK Prüfstandbereich erzielte Umsatzerlöse auf Niveau des Vorjahres mit einem deutlichen Schwerpunkt in der Luftfahrtindustrie.

Ergebnis

Der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr und ein vorteilhafterer Produktmix ließen 2018 das Operative Ergebnis im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe von 27 Mio € im Vorjahr auf 37 Mio € im Berichtsjahr steigen. Das Geschäftsfeld Fahrzeuggetriebe in der RENK AG profitierte von den Auslieferungen für die laufenden Serienprojekte und dem hohen After-Sales-Anteil. RENK France und der RENK Prüfstandbereich konnten demgegenüber nicht an das jeweilige Ergebnisniveau des Vorjahres anknüpfen. Mit dem Operativen Ergebnis stieg auch die Operative Rendite von 17,7 % im Vorjahr auf 21,1 % im Geschäftsjahr 2018.

Ausblick

Die grundsätzliche Verfassung des Marktes für Kettenfahrzeuggetriebe wird auch in den kommenden Jahren unverändert bleiben. Die Beschaffungsvorhaben der einzelnen Länder bestimmen die Entwicklung, wobei sachfremde Erwägungen aus unterschiedlichsten Richtungen die Entscheidungsfindung oftmals massiv beeinflussen, seien es Forderungen nach Know-how-Transfer, lokaler Teilhabe an der Wertschöpfung oder sonstigen Kompensationen. Unverändert fördern einzelne Staaten gezielt neue Wettbewerber, um Abhängigkeiten von ausländischen Zulieferern zu mindern. Das ist nicht zuletzt auch eine deutliche Reaktion auf die deutsche Exportkontrollpolitik. Solange es in dieser Hinsicht sogar innerhalb der Europäischen Union keine einheitliche Vorgehensweise gibt, werden auch Gemeinschaftsprojekte mehrerer europäischer Staaten nur unter schwierigen Umständen erfolgreich sein können. Inwieweit sich die angekündigten Erhöhungen der Verteidigungsbudgets der NATO-Staaten auch konkret in für RENK relevanten Beschaffungsvorhaben niederschlagen werden, bleibt abzuwarten. Erste positive Effekte scheinen sich zumindest bei der in der Vergangenheit sehr restriktiv behandelten Beschaffung von Ersatzteilen und Nachrüstungen abzuzeichnen.

RENK France wird sich auch 2019 primär auf das Servicegeschäft konzentrieren. Parallel dazu werden zusätzliche Absatzmöglichkeiten mit allerdings eher mittelfristiger Umsetzbarkeit weiterverfolgt. Für RENK Prüfstände zeichnen sich Chancen im Luftfahrtbereich - sowohl für Hubschraubergetriebe als auch Flugzeugtriebwerke - ab. Auch die Schienenfahrzeugindustrie wird 2019 weitere Absatzmöglichkeiten eröffnen, Schwerpunkte sollten wiederum China, aber auch Indien sein. Schwierig und von enormem Wettbewerbsdruck gekennzeichnet wird weiterhin der Fahrzeugindustriesektor bleiben.

Standardgetriebe (Werk Rheine)

Mio € 2018 2017 Veränderung *
Auftragseingang 76 88 -13
Umsatz 79 78 1
Operatives Ergebnis 6 8 -2
Operative Rendite (%) * 8,2 10,7 -2,5

* Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Ölpreis erholte sich zwar im Laufe des Jahres 2018, fiel aber gegen Jahresende hin wieder ab. Kurz bis mittelfristig kann somit noch nicht von einer spürbaren Belebung des Marktes für Offshore-Schiffe ausgegangen werden. Die Neubauaktivitäten für LNG-FSRUs (Floating Storage Regasification Units/Tanklagerschiffe mit Rückverflüssigungsanlagen) gingen deshalb tendenziell zurück; auch die Frachtraten für Container und Tanker stabilisierten sich nur auf relativ niedrigem Niveau. Im Spezialsegment Baggerschiffe hielt die Nachfrage weiter an, bedingt durch den leicht steigenden Bedarf an Küstenschutz- und Fahrtrinnenerhaltungsmaßnahmen.

Die Absatzsituation für Turbogetriebe zeigte auch 2018 keine signifikante Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren. Mehrheitlich gingen nur kleinere Projekte in die Umsetzung. Der Kraftwerksbau mit Dampfturbinen größerer Leistung wurde in den RENK Zielmärkten nur punktuell realisiert.

Die insgesamt gute wirtschaftliche Lage in Deutschland schlug sich in den für RENK Kupplungen wichtigen Branchen des Maschinen- und Anlagenbaus nur eingeschränkt nieder, im Wesentlichen wurden lange verschobene Investitionen nachgeholt, die Marktlage bleibt somit weiterhin angespannt.

Der Bau neuer Kapazitäten zur Windkrafterzeugung an Land blieb in Deutschland deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Auf See sind einige Windparkprojekte im Bau. Weltweit führt China mit weitem Abstand vor den USA bei der Windenergieerzeugung.

Geschäftsentwicklung

Der Geschäftsbereich Standardgetriebe konnte im Geschäftsjahr 2018 nicht an den Auftragseingangswert des Vorjahres anknüpfen. Mit 76 Mio € gingen 14 % weniger Bestellungen ein als im Jahr 2017. Ausschlaggebend dafür war das Ausbleiben von Aufträgen für Windkraftgetriebe; die Neuaufträge in den anderen Geschäftsfeldern lagen dagegen insgesamt auf Vorjahresniveau.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Standardgetriebe bewegte sich mit 79 Mio € auch 2018 wieder auf Höhe des Vorjahreswerts. Rückgänge bei maritimen Getrieben wurden durch Zuwächse bei Windkraftgetrieben ausgeglichen. Stationäre Getriebe und Kupplungen erzielten vergleichbare Erlöse wie 2017.

Ergebnis

Den schwierigen Marktverhältnissen geschuldet sank das Operative Ergebnis im Geschäftsbereich Standardgetriebe noch etwas stärker als erwartet - von 8 Mio € im Vorjahr auf 6 Mio € im Berichtsjahr. Damit verminderte sich auch die Operative Rendite, 8,2 % im Berichtsjahr standen 10,7 % im Geschäftsjahr 2017 gegenüber.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Geschäftsbereich Standardgetriebe keine tiefgreifenden Verbesserungen der Rahmenbedingungen in den relevanten Absatzmärkten. Die Situation in allen Bereichen bleibt extrem angespannt.

Auch für 2019 ist eine spürbare Erholung im kommerziellen Marinemarkt nicht zu erkennen. Für den Bereich der LNG-FSRUs erwarten wir ein leicht reduziertes Potenzial, während im Bereich Baggerschiffe und Fähren ein leichter Anstieg denkbar ist. Für den Offshore-Schiffssektor ist eine Belebung nicht absehbar.

Im angestammten Einsatzgebiet für Turbogetriebe sind ebenfalls keine großen Veränderungen in den Marktgegebenheiten zu erwarten. Chancen ergeben sich in verwandten Einsatzgebieten mit auf die dortigen spezifischen Anforderungsprofile angepassten Produkten.

Bei Kupplungen ist eine flächendeckende Belebung des Marktes ebenfalls nicht erkennbar. Möglichkeiten für RENK könnten sich aus einer differenzierteren Marktbearbeitung und konsequenter Ausrichtung an Kundenerfordernissen ergeben.

Wachstum im Offshore-Windkraftbereich wird vor allem in Asien stattfinden. Mit neuen Getriebe- und Kupplungstypen wird RENK versuchen, in diesen Potenzialmärkten der Zukunft Fuß zu fassen.

Gleitlager (Werk Hannover/RENK Corporation)

Mio € 2018 2017 Veränderung *
Auftragseingang 85 84 1
Umsatz 87 88 -2
Operatives Ergebnis 11 14 -3
Operative Rendite (%) * 12,9 16,0 -3,1

* Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2018 wurde noch stärker als frühere Jahre dominiert von schwer einschätzbaren politischen Grundsatzentscheidungen, die für erhebliche Verunsicherung in den Märkten sorgten. Der Geschäftsbereich Gleitlager von RENK ist als Hersteller von Komponenten für den Maschinen- und Anlagenbau bzw. die Schiffs- und Meerestechnik stark mit der wirtschaftlichen Situation bei diesen primären Bedarfsträgern für Gleitlager verwoben.

Die weiterhin robuste Konjunkturentwicklung hat sich nicht in einer entsprechend erhöhten Nachfrage nach Standard-E-Lagern niedergeschlagen. Die bereits in den vergangenen Jahren beobachteten Entwicklungslinien bestimmten weiter den Geschäftsverlauf. Die nachhaltigen Erfolge der alternativen Energieerzeugung führen zu einer einschneidenden Neuausrichtung bei unseren traditionell wichtigen Kunden mit Schwerpunkten bei der fossilen Energieerzeugung. Kunden aus dem konventionellen Kraftwerksbau reagieren auf die sinkende Nachfrage insbesondere im Gasturbinenbereich mit Restrukturierungs- und Desinvestitionsmaßnahmen bis hin zur Schließung ganzer Produktionsstandorte.

Auch im für RENK wichtigen Kundenbereich des Elektromaschinenbaus setzen sich die Tendenzen aus der Vergangenheit fort. Bisher dominierende Anbieter geraten zunehmend unter starken Wettbewerbsdruck - zum einen durch kleinere, flexibler agierende Wettbewerber, auch aus Europa - zum anderen durch schnell erstarkende lokale Anbieter aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die durch Kooperationen und Eigenentwicklungen schnell das erforderliche Know-how aufbauen und mit z.T. modernster Fertigungstechnologie produzieren. Die traditionellen Hersteller reagieren darauf mit erhöhten Einsparmaßnahmen im Zulieferbereich und Produktionsverlagerungen in Länder mit angenommener niedrigerer Kostenstruktur.

Konsequenzen daraus für RENK sind ein unverändert hoher Wettbewerbsdruck durch bisherige und neue Lagerhersteller, z.B. aus dem Mittelsegment, und die anhaltende Substitution von Gleitlagern durch Wälzlager in den unteren Leistungsbereichen.

Obwohl in den Industrieländern der Aufschwung auf Hochtouren lief, blieb ein entsprechender positiver Geschäftsverlauf bei Projektlagern aus - trotz intensiver Projekttätigkeit und daraus resultierend einer Vielzahl technisch vergabereifer Projekte. Neben den Auswirkungen politischer Entscheidungen (Russlandembargo, Iran-Sanktionen der USA, Handelskonflikte der USA mit Europa und China) trugen auch die Unsicherheiten über die Marktentwicklung in der Öl-& Gasindustrie zu diesem Realisierungsstau bei.

Geschäftsentwicklung

Die Unsicherheiten in den Märkten schlugen sich auch im Auftragseingang des Geschäftsbereichs Gleitlager nieder. Der nur sehr kurze zeitliche Vorlauf zwischen Order und Lieferung bei der größten Produktgruppe, den Standard-E-Lagern, lässt alle Marktbewegungen unmittelbar durchschlagen. Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich Gleitlager im Geschäftsjahr 2018 einen Auftragseingang von 85 Mio € und lag damit erwartungsgemäß wieder auf Vorjahresniveau (84 Mio €).

Auch im Umsatz knüpfte der Geschäftsbereich Gleitlager mit 87 Mio € an die Größenordnung des Vorjahres (88 Mio €) an.

Ergebnis

Das Operative Ergebnis im Geschäftsbereich Gleitlager spiegelt die schwierige Marktentwicklung wider. Nach 14 Mio € im Vorjahr erzielte der Geschäftsbereich im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis von 11 Mio €. Die Operative Rendite sank damit von 16,0 % im Vorjahr auf 12,9 % im Geschäftsjahr 2018.

Ausblick

Wir erwarten für 2019 keine grundsätzlichen Veränderungen in den Rahmenbedingungen für das Standard-E-Lager-Geschäft des Geschäftsbereichs Gleitlager. Die Entwicklungstrends der vergangenen Jahre werden sich fortsetzen. Die Geschwindigkeit des Strukturwandels - sowohl im Hinblick auf die Kundenzusammensetzung als auch die geografische Verteilung - wird eher zu- als abnehmen. Der Wettbewerbsdruck durch verstärkt international auftretende Lagerhersteller, insbesondere aus dem asiatischen Raum, wird weiter wachsen. Zusammenschlüsse bisher getrennt agierender Wettbewerber verschärfen diese Situation.

Auch in der energieerzeugenden Industrie werden die Veränderungen weitergehen, traditionelle Gleitlager-Anwendungsfelder werden zurückgehen, die Substitution dieser Volumina durch andere Anwendungen bedarf großer Anstrengungen.

Die Entwicklung im Projektlagergeschäft in der Öl-& Gasindustrie wird wesentlich von einer Stabilisierung des Ölpreises abhängen. Auch für andere Branchen bleibt abzuwarten, ob sich der Stau bei der Realisierung umsetzungsreifer Projekte auflösen wird.

Risiko- und Chancenbericht

(Enthält den Bericht nach § 289 Abs. 4 HGB)

Unternehmensweites Risikomanagementsystem

Unternehmerisches Handeln ist ständig Risiken ausgesetzt. RENK definiert Risiko als die Gefahr, dass Ereignisse oder Entscheidungen und Handlungen das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren. Um Chancen auf den Märkten zu nutzen, geht das Unternehmen bewusst Risiken ein, wenn hierdurch ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Existenzgefährdende Risiken dürfen dabei grundsätzlich nicht eingegangen werden oder müssen, soweit unvermeidbar, durch geeignete Maßnahmen minimiert werden. Dazu ist ein wirksames, auf die Belange der Geschäftsaktivitäten ausgerichtetes Risikomanagementsystem erforderlich, das frühzeitig die notwendigen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stellt.

Das Risikomanagement bei RENK war im Geschäftsjahr 2018 in das Risikomanagementsystem der MAN Gruppe eingebunden. Es ist untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Geschäftsprozesse. Es setzt sich aus den Kernelementen Unternehmensplanung einschließlich des unterjährigen Review-Prozesses, Risiko- und Chancenmanagement ("Risikomanagement"), Internes Kontrollsystem und Compliance-Management-System zusammen.

Die Unternehmensplanung soll u.a. gewährleisten, Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren und einzuschätzen, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das Risikomanagement ist auf allen Ebenen darauf ausgelegt, aktuelle und relevante Informationen über die Entwicklung der wesentlichen Risiken und Chancen und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen frühzeitig zu liefern. Im Fokus des internen Kontrollsystems stehen die gezielte Überwachung und Steuerung von Risiken, insbesondere in Bezug auf die Wirksamkeit von Geschäftsprozessen, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Befolgung von Gesetzen und Vorschriften. Das RENK Compliance-System unterstützt die Einhaltung aller auf das Unternehmen anwendbaren Gesetze, internen Richtlinien und Verhaltensstandards, hierbei stehen die Themen Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht, Datenschutz und Prävention von Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung im Fokus. Details hierzu finden sich im Abschnitt "Compliance-System".

Die MAN SE hat im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung ihre Anteile an der RENK AG mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 an die Volkswagen Klassik GmbH veräußert. Dies hatte im Berichtsjahr keine Auswirkungen auf das Risikomanagementsystem bei RENK. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 stehen RENK die Systeme der MAN SE übergangsweise weiterhin zur Verfügung. RENK wird in dieser Zeit sein Risikomanagementsystem ausbauen bzw. ergänzen.

Organisation des Risikomanagements und Internes Kontrollsystem

Die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikofrüherkennungssystems trägt der RENK Vorstand. Der Vorstand hat Umfang und Ausrichtung des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen definiert. Hierbei sieht das Führungskonzept "Industrial Governance" dezentrale operative Entscheidungsprozesse im RENK Konzern vor. Das Management ist dafür verantwortlich, dass neben der RENK AG, als der bei Weitem wichtigsten Gesellschaft, auch die anderen RENK Unternehmen im jeweils gebotenen Umfang in das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem eingebunden sind. Die konzernweit gültige Richtlinie für Risiko- und Chancenmanagement und Internes Kontrollsystem stellt den Rahmen für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems dar. Diese Richtlinie enthält Regelungen zu Aufbauorganisation, Prozessen und Berichterstattung.

Aufbauorganisation

Die Aufbauorganisation für das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem orientiert sich an der RENK Managementhierarchie. So sind Rollen mit Verantwortlichkeiten und Gremien eingerichtet. Es gibt Koordinatoren für Risikomanagement und Internes Kontrollsystem, die sicherstellen, dass die in der Konzernrichtlinie definierten Prozesse umgesetzt werden. Darüber hinaus wirken sie bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbesserung des Risikomanagementsystems mit. RENK hat ein fachbereichsübergreifendes Risiko- und Compliance-Board eingerichtet, das als zentrale Kontroll-, Steuerungs- und Überwachungsinstanz für Risikomanagement, Internes Kontrollsystem und Compliance fungiert. Im Rahmen der Risiko- und Compliance-Board-Diskussion werden die Risikolage bewertet und Maßnahmen zur Risikobewältigung und Behebung von Kontrollschwächen beschlossen.

Prozesse des Risikomanagements

Der Regelprozess im Risikomanagement umfasst die Phasen Identifikation, Analyse, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation. Hierbei werden Risiken und Chancen entweder als kurzfristig, d.h. bis zum Geschäftsjahresende, oder als langfristig, d.h. bis zu fünf Jahre, klassifiziert. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gemäß einer Brutto- und Nettobewertung, wobei die Nettobewertung bereits umgesetzte, risikomindernde Maßnahmen berücksichtigt. Dabei sind auch qualitative Einschätzungen möglich. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit einer solchen Nettobewertung wird das geplante Operative Ergebnis der jeweiligen organisatorischen Einheit herangezogen. Die risikomindernden Maßnahmen werden von den Risikoverantwortlichen in den Bereichen definiert, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Mittels einheitlich definierter Risikofelder können außerdem etwaige Risikokonzentrationen frühzeitig erkannt und aktiv gehandhabt werden.

Im Rahmen des Risiko- und Compliance-Boards werden die aktuelle Risikolage durch Diskussion und Gegenüberstellung der Risiken und Chancen beurteilt sowie die Maßnahmen beschlossen, überwacht und deren Effektivität bewertet. Der Fokus der Diskussion liegt dabei auf den Risikoursachen und Maßnahmen. Die Risiko- und Chancenlage sowie die Maßnahmen zur Risikobewältigung und -behebung werden an den Vorstand berichtet. Des Weiteren wird dem Aufsichtsrat im Rahmen der Prüfungsausschusssitzungen regelmäßig über die Risikolage und die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems bei RENK berichtet.

Darüber hinaus unterliegen das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem einer ständigen Weiterentwicklung, um veränderte Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und den Nutzen auf allen Ebenen des Unternehmens weiter zu erhöhen.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem

Generell umfassen das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem als integraler Bestandteil auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung. Dies bezieht sich auf alle Teile, die den Konzernabschluss wesentlich beeinflussen können. Im Rahmen des Risikomanagements werden erkannte Risiken hinsichtlich ihres Einflusses auf den Konzernabschluss bewertet und entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung und -kontrolle ergriffen.

Die internen Kontrollen richten sich auf die Begrenzung von Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung und von Risiken durch die Nichteinhaltung regulatorischer Normen bzw. durch betrügerische Handlungen sowie auf die Minimierung operativer bzw. wirtschaftlicher Risiken (z.B. Vermögensgefährdungen durch nicht autorisierte operative Entscheidungen oder unberechtigt eingegangene Verpflichtungen). Für Kontrollen mit Rechnungslegungsbezug gilt, dass diese mit hinreichender Sicherheit gewährleisten sollen, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und verlässlich ist.

RENK hat analog zur MAN Gruppe das bestehende Interne Kontrollsystem gemäß den Empfehlungen des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) strukturiert und dokumentiert, um so die Wirksamkeit der internen Kontrollen systematisch beurteilen zu können. Die Dokumentation umfasst sämtliche Standardgeschäftsprozesse einschließlich der für die Abschlusserstellung relevanten Prozesse mit den jeweils erforderlichen Kontrollen. Darüber hinaus werden Kontrollen zu geschäftsspezifischen Risiken erfasst. Der Umfang der Dokumentation bestimmt sich aus jenen Gesellschaften, die für den Konzernabschluss wesentlich oder aufgrund qualitativer Merkmale einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Dieser wird jährlich auf Basis definierter Kriterien überprüft.

Wesentliche Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, transparente Vorgaben mittels Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung, angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen sowie die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer Spezialisten. Das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung sind auch im Rechnungslegungsprozess wichtige Prinzipien, die in den internen Kontrollen bei RENK umgesetzt sind.

Für interne Kontrollen mit Rechnungslegungsbezug gilt, dass die Effektivität mindestens einmal jährlich vorwiegend im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses beurteilt wird. Festgestellte Kontrollschwächen sowie vereinbarte Maßnahmen zur Behebung sind Bestandteil der vierteljährlichen Berichterstattung im Risiko- und Compliance-Board. Zudem bewertet die Konzernrevision der MAN SE im Auftrag des RENK Vorstands als unabhängiger Prüfer die Ordnungsmäßigkeit, die Sicherheit sowie die Führungs- und Überwachungsprozesse für interne Kontrollen bezogen auf den Rechnungslegungsprozess.

Durch die regelmäßige Überprüfung des Internen Kontrollsystems auf Vollständigkeit, geeignete Ausgestaltung sowie Effektivität der bestehenden Kontrollen soll sichergestellt werden, dass bestehende Regelungen zur Reduzierung von prozessualen und organisatorischen Risiken auf allen Ebenen eingehalten werden.

Chancen und Risiken

Die wesentlichen Chancen und Risiken für RENK, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, klassifiziert RENK anhand der fünf Risikofelder Markt, Produkte, Prozesse, Mitarbeiter und Finanzen.

Markt

RENK sieht mittel- bis langfristig in allen Bereichen Chancen für ein profitables Wachstum. Die grundlegenden weltwirtschaftlichen Trends werden sich voraussichtlich fortsetzen. Dazu zählen insbesondere das anhaltende, wenn auch moderate Wachstum, ein wachsender Energiebedarf und die erforderliche Innovationsleistung aufgrund der Klimapolitik. RENK arbeitet im Rahmen seiner strategischen Ausrichtung kontinuierlich daran, diese Marktchancen weltweit zu realisieren.

Risiken für eine Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums ergeben sich aus unserer Sicht vor allem aus Turbulenzen auf den Finanzmärkten, protektionistischen Tendenzen sowie strukturellen Defiziten, die die Entwicklung einzelner fortgeschrittener Volkswirtschaften und Schwellenländer gefährden. Auch der weltweite Übergang von einer expansiven in eine restriktivere Geldpolitik birgt Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Darüber hinaus sind die Auswirkungen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens mit Unsicherheiten verbunden. Zwar bildet Großbritannien derzeit keinen der direkten Schwerpunkte der RENK Geschäftsaktivitäten, im Rahmen der Zusammenarbeit in internationalen Projekten könnten sich jedoch weitere Unwägbarkeiten ergeben.

Auch die vielerorts weiterhin hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Sektor trübt die Wachstumsperspektiven und kann zu negativen Marktreaktionen führen. Wachstumsrückgänge in wichtigen Ländern und Regionen wirken sich oft unmittelbar auf die Weltkonjunktur aus und stellen somit ein zentrales Risiko dar. Die wirtschaftliche Entwicklung einiger Schwellenländer wird vor allem durch die Abhängigkeit von Energie- und Rohstoffpreisen und von Kapitalimporten als auch durch soziopolitische Spannungen gehemmt. Darüber hinausergeben sich Risiken aus mangelhaften staatlichen Strukturen und fehlender Rechtssicherheit.

Geopolitische Spannungen und Konflikte sind ein weiterer wesentlicher Risikofaktor in der Entwicklung einzelner Volkswirtschaften und Regionen. Aufgrund der zunehmenden weltwirtschaftlichen Verflechtungen können auch lokale Entwicklungen die Weltkonjunktur belasten. Beispielsweise kann eine Eskalation der Konflikte in Osteuropa, im Nahen Osten oder in Afrika Verwerfungen auf den weltweiten Energie- und Rohstoffmärkten auslösen sowie Migrationstendenzen verstärken. Zusätzliche Belastungen könnten sich aus einer Verschärfung der Situation in Ostasien ergeben. Gleiches gilt für bewaffnete Auseinandersetzungen, terroristische Aktivitäten oder die Verbreitung von Infektionskrankheiten, die kurzfristig zu unerwarteten Marktreaktionen führen können.

Insgesamt rechnen wir im kommenden Jahr nicht mit einer weltweiten Rezession.

Aufgrund der genannten Risikofaktoren ist jedoch ein Rückgang des Weltwirtschaftswachstums oder eine Phase mit unterdurchschnittlichen Zuwachsraten möglich.

Als Teil der Investitionsgüterindustrie unterliegt RENK zusätzlich den Schwankungen des Investitionsklimas. Bereits kleine Änderungen der Wachstumsraten oder der Wachstumserwartungen sowie Veränderungen in der staatlichen Investitionsförderung können signifikante Nachfrageveränderungen nach Investitionsgütern in den relevanten Märkten der RENK Gruppe, Stornierungen bereits eingebuchter Aufträge oder die Neuordnung längerfristig angelegter Geschäftsbeziehungen zur Folge haben. RENK wirkt diesen konjunkturellen Absatzrisiken u.a. durch flexible Produktionskonzepte und Kostenflexibilität, durch Leiharbeit, Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit sowie gegebenenfalls durch vertragliche Kompensationsregelungen entgegen.

Aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld können sich für RENK auch Chancen ergeben, falls die tatsächliche Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht.

Zudem bestehen Risiken, dass sich protektionistische Bestrebungen oder Mindestanforderungen an den Anteil der lokalen Fertigung einzelner Länder sowie veränderte Wettbewerbsbedingungen in den Absatzmärkten der RENK Gruppe nachteilig auf das geplante Wachstum auswirken. Die Märkte für Produkte im militärischen und behördlichen Umfeld sind zusätzlich durch ihre Abhängigkeit von politischen Entscheidungsprozessen mit weiteren Risiken behaftet, sowohl z.B. im Hinblick auf exportkontrollrechtliche Meinungsbildungsprozesse und Festlegungen in den Lieferländern wie Deutschland oder Frankreich als auch durch das jeweilige politische Umfeld in den Zielländern. Hinzu kommen Unwägbarkeiten aufgrund der angespannten Lage der öffentlichen Finanzen in vielen Ländern und eventuell Forderungen nach lokaler Wertschöpfung und Technologietransfer. Insbesondere kann das Nichterreichen eines geforderten Lokalisierungsgrades zu zusätzlichen Einfuhrzöllen oder Strafzahlungen führen. Darüber hinaus steht RENK über alle Produktbereiche hinweg in vielen Märkten unter erheblichem Wettbewerbs- und Preisdruck, der zu einer Verschlechterung der erzielbaren Ergebnismargen führen kann.

Änderungen in der Gesetzgebung, bei Steuern oder Zöllen oder von anderen Vorschriften in einzelnen Ländern können ebenfalls Risiken für RENK mit sich bringen. RENK beobachtet und bewertet laufend das wirtschaftliche, politische, rechtliche und soziale Umfeld, um die daraus resultierenden Chancen und Risiken rechtzeitig in die Unternehmensentscheidungen einbeziehen zu können. Weitergehende Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation und den daraus resultierenden Auswirkungen finden sich in den Abschnitten "Wirtschaftliches Umfeld", "Ausblick" und in den Ausführungen zu den einzelnen Segmenten unter "Die Bereiche im Einzelnen".

Produkte

Als Anbieter von Spitzentechnologie ist es der Anspruch von RENK, technologisch und wirtschaftlich führende Produkte in ausgezeichneter Qualität zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dies eröffnet RENK Chancen in den unterschiedlichsten Marktsegmenten. Ein Verzicht auf diesen Anspruch würde ein nicht zu verantwortendes Risiko für die Marktposition darstellen. Mit der Markteinführung neuer Produkte sind zugleich Konzept- und Marktrisiken verbunden. Diesen begegnet RENK mit einer sorgfältigen strategischen Planung, die auf einer Analyse der Entwicklung des Markt- und Unternehmensumfelds basiert. Die Sicherstellung einer kontinuierlich hohen Produktqualität der RENK Erzeugnisse stellt eine wesentliche Voraussetzung zur weiteren Erschließung der weltweiten Marktpotenziale dar. Dies spiegelt sich in umfangreichen Investitionen im Geschäftsjahr und in den Vorjahren in entsprechende Produktionskapazitäten und -ausstattungen wider. Um die zukünftigen Anforderungen aus der voranschreitenden Digitalisierung bedienen zu können, erweitern die Bereiche ihre Geschäftsmodelle und nehmen die Herausforderungen der digitalen Transformation als Chance wahr. Für weitere Ausführungen wird auf den Abschnitt "Forschung und Entwicklung" verwiesen.

Für bereits auf dem Markt eingeführte Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der von den Kunden erwarteten Produktqualität. Mangelhafte Qualität kann sowohl zu Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzkosten als auch zu Verlusten von Marktanteilen oder niedrigeren Produktmargen führen. Im Extremfall sind Ansprüche aus Produkthaftung und Schadensersatz denkbar. Lieferanten und die durch diese gelieferten Komponenten müssen zur Wahrung des hohen Qualitätsanspruchs ein strenges Freigabeverfahren bestehen. Nach Produktionsanlauf sorgen festgelegte Qualitätssicherungsmaßnahmen innerhalb des Produktionsprozesses dafür, dass Herstellungsfehler rechtzeitig erkannt und abgestellt werden. Auch in der Nutzungsphase werden gemeinsam mit den Servicebetrieben sämtliche auftretende Fehler gesammelt, ausgewertet und abgestellt.

Die internationale Präsenz mit einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen führt zu einer Diversifizierung der wirtschaftlichen Basis von RENK. Hierdurch werden die Risiken der Abhängigkeit von Großkunden oder einzelnen Produkten und Märkten ausgeglichen. Damit sind allerdings auch Risiken durch Verletzung von Patenten durch Dritte und unerlaubte Weitergabe von unternehmensspezifischem Know-how durch Dritte verbunden. Daher beobachten wir unsere Absatzmärkte und schützen das Know-how des Unternehmens unter Umständen auch durch rechtliche Schritte.

Aus lang laufenden Kundenverträgen ergeben sich zusätzliche Risiken. So können Änderungen der politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einem Markt Mehraufwendungen bei der Abwicklung von Großprojekten zur Folge haben. Dort, wo Garantien oder Bürgschaftsverpflichtungen Bestandteil der Kundenverträge sind, besteht das Risiko der ungerechtfertigten Inanspruchnahme. Diesem Risiko wird durch sorgfältige Vertragsgestaltung Rechnung getragen.

Bei der industriellen Herstellung unserer Produkte können durch Unfälle oder technische Störungen in Produktionsanlagen Wasser, Boden und Luft durch umweltgefährdende Stoffe verunreinigt werden. Dagegen haben wir vielfältige präventive und detektive Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehören vorbeugende Anlagenwartung und -instandhaltung, regelmäßige Kontrollen durch Fachpersonal, Begehungen vor Ort, Gefahrenabwehrpläne sowie Gefahrstoffmanagement.

RENK beobachtet darüber hinaus die technologischen Weiter- und Neuentwicklungen, um rechtzeitig mit einer angepassten Produktausrichtung auf diese Technologieveränderungen eingehen zu können.

Prozesse

RENK sieht die ständige Optimierung der Geschäftsprozesse in Entwicklung, Einkauf, Produktion, Vertrieb und Verwaltung als eine laufende Aufgabe an, um die Effizienz dieser Prozesse zu erhöhen und auch den mitunter erheblichen Kostenrisiken in diesen Bereichen entgegenzuwirken. So werden beispielsweise die Zulieferer präventiv und fortlaufend überwacht, um bedeutsame Risiken aufgrund von Lieferverzögerungen oder Lieferantenausfällen frühzeitig zu erkennen und die Auswirkungen zu verringern.

Bei der Abwicklung von Großprojekten können Risiken auftreten, die eventuell auch erst im Laufe des Projekts erkannt werden. Dazu können Mängel bei der Vertragsgestaltung, Fehler in der Auftragskalkulation, veränderte wirtschaftliche und technische Bedingungen, Schwächen in der Projektsteuerung oder unzureichende Leistungen von Sublieferanten gehören. Die RENK Gruppe minimiert diese Risiken durch ein umfassendes Projekt- und Auftragscontrolling. Alle Großprojekte werden dem Vorstand der RENK AG zur Genehmigung vorgelegt. Bereits genehmigte und laufende Aufträge, die deutlich von der geplanten Entwicklung abweichen, werden als kritische Aufträge in einem besonderen Berichtswesen erfasst und regelmäßig dem Vorstand vorgelegt.

Die Geschäftsprozesse von RENK werden durch Informationstechnologie intensiv unterstützt und teilweise erst ermöglicht. Neben den damit verbundenen Effizienzgewinnen entstehen auch Risiken. Teile der Infrastruktur können durch Unfälle, Katastrophen, technische Störungen oder Internetangriffe ausfallen und damit Geschäftsprozesse beeinträchtigen oder vollständig zum Erliegen bringen. Außerdem bestehen die Gefahren des unberechtigten Zugriffs, des Diebstahls, der Vernichtung oder des sonstigen Missbrauchs von betrieblichen Daten und Informationen. Der hieraus entstehende finanzielle Schaden und Imageverlust kann einzelne Gesellschaften oder sogar die gesamte Gruppe treffen. Um die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen zur Verringerung bzw. Vermeidung von Risiken zu gewährleisten sowie um bekannte und potenzielle Risiken zu minimieren, setzt RENK auf ein risikoorientiertes Managementsystem der Informationssicherheit (ISMS, Information Security Management System), wie auch auf moderne Hard- und Softwaretechnologien und effektive IT-Organisationsmechanismen in Verbindung mit einem beständig weiterentwickelten IT- und finanzbezogenen internen Kontrollsystems (IKS/CCMS).

Die Zentralisierung und das selektive Sourcing von IT-Betriebsaufgaben sowie die konsequente Einführung von IT-Service-Managementprozessen gemäß dem Organisationsstandard für IT-Prozesse ITIL (IT Infrastructure Library) tragen zu einer effizienten Unterstützung der Geschäftsprozesse bei. Mit Organisation und Zertifizierung der Informationssicherheit nach dem international anerkannten Sicherheitsstandard ISO 27001 und dem BSI-Grundschutz (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat RENK die Transparenz und Betriebssicherheit der IT-Prozesse und IT-Infrastruktur deutlich verbessert.

In allen Geschäftsprozessen, inklusive des Rechnungslegungsprozesses, kommt dem Internen Kontrollsystem, welches darauf ausgerichtet ist, die Einhaltung der relevanten Regelwerke sicherzustellen und zur Reduzierung von Risiken und somit zum Vermögensschutz beizutragen, eine entscheidende Rolle zu. Es leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Vermögenswerte von RENK.

Mit dem Wirksamwerden der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sind die Anforderung an die Verarbeitung personenbezogener Daten und die Dokumentation des Umgangs mit personenbezogen Daten massiv gestiegen. RENK begegnet diesen Herausforderungen mit einer etablierten und weiter gestärkten Datenschutzorganisation. Trotz entsprechender Vorkehrungen und Kontrollmaßnahmen kann jedoch auch im Bereich des Datenschutzes nicht völlig ausgeschlossen werden, dass das Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter oder Angriffe von außen zu Datenschutzverstößen führen.

Mitarbeiter

Ein wesentlicher Baustein der RENK Unternehmensstrategie ist es, als Top-Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, um auch zukünftig attraktiv für kompetente und motivierte Mitarbeiter zu sein. Dabei stellen hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar, um mit RENK Produkten technologische Standards zu setzen und das operative Geschäft effektiv und effizient zu steuern.

Chancen für RENK liegen in der fortlaufenden fachlichen Weiterqualifizierung aller Mitarbeiter vom Auszubildenden bis zum Management, dies bildet die grundlegende Basis für eine nachhaltige und vertrauensvolle Kundenbeziehung mit wiederkehrendem Geschäftserfolg in allen Märkten. RENK verfolgt aktiv die Veränderungen in der Arbeitswelt und die damit verbundenen neuen Anforderungen an fachliches Wissen im Rahmen der Digitalisierung der Arbeitsprozesse. Risiken bestehen darin, Schlüsselpositionen nicht entsprechend den zukünftigen Anforderungen zeitnah besetzen zu können. Diesem Risiko werden vielfältige Maßnahmen des Personalmarketings entgegengesetzt, um exzellent qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Sollte es zu einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung von Gesetzen und Vorschriften durch Mitarbeiter bzw. Führungskräfte kommen, kann sich ein erhebliches Risiko für RENK ergeben. Den Risiken aus den Bereichen Korruption, Kartellrecht, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung begegnet RENK durch eine Vielzahl von Maßnahmen im Rahmen des Compliance-Systems. Hierzu gehören insbesondere der Code of Conduct, Compliance-Richtlinien und -Schulungen, der Compliance-Helpdesk, das Hinweisgeberportal "Speak up" sowie regelmäßige Compliance Risk Assessments und Kommunikationsmaßnahmen. Für weitere Informationen hierzu wird auf den Abschnitt "Compliance" verwiesen.

Finanzen

Die RENK Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit und internationalen Ausrichtung in erheblichem Maße Marktpreis-, Liquiditäts- und Kreditrisiken ausgesetzt. Diesen Risiken, die aufgrund von Marktschwankungen auch Chancen darstellen können, begegnet RENK mit einem gruppenweiten Finanzrisikomanagement. Daneben bestehen Risiken aus ergebniswirksamen Wertänderungen von Beteiligungen und Pensionsverpflichtungen.

Unter Marktpreisrisiken fallen die Währungs-, Zinsänderungs- und Rohstoffpreisrisiken. Wenn Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung von RENK durchgeführt werden, sind sie einem Währungsrisiko ausgesetzt, das sowohl Preise für Güter und Dienstleistungen als auch Ergebnismargen beeinflussen kann. RENK sichert daher Währungsrisiken aus Aufträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten weitgehend und aus geplantem Absatz teilweise ab. Durch die Einbeziehung von Tochtergesellschaften aus Ländern außerhalb des Euroraums in den Konzernabschluss bestehen aufgrund der Währungsumrechnung ergebniswirksame Risiken. Diese Translationsrisiken sichert RENK grundsätzlich nicht durch derivative Finanzinstrumente ab. Die Sicherungsaufgaben der RENK Gruppe und ihrer operativen Gesellschaften wurden im Berichtsjahr zentral von der MAN SE als Kontrahent übernommen. Zudem werden für die Herstellung der Produkte beträchtliche Mengen an Rohstoffen benötigt. Aus den Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten oder Preisgleitklauseln bei Lieferantenverträgen können sich Rohstoffpreisrisiken ergeben, die nicht immer an den Kunden weitergegeben werden können und die sich somit negativ auf die Produktmargen auswirken. Diesen Risiken wird durch langfristige Lieferverträge und durch Preisgleitklauseln in Kundenverträgen begegnet.

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass RENK seinen finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen kann. Um die Liquidität sicherzustellen, werden die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert. Ferner wird die Entwicklung der Liquidität im Rahmen einer detaillierten Finanzplanung überwacht. Die Einbindung in das zentrale Cash-Management der MAN Gruppe sicherte im Berichtsjahr die Verfügbarkeit der notwendigen Mittel.

Die RENK Gruppe ist aufgrund ihres operativen Geschäfts Kreditrisiken ausgesetzt. Diese beinhalten die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aufgrund seiner eigenen wirtschaftlichen Situation oder des politischen Umfelds nicht nachkommt und damit einen finanziellen Verlust für RENK verursacht. Diese Länder- und Kontrahentenrisiken werden durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner, durch geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen sowie durch Bürgschaften und Akkreditive reduziert.

Weitergehende Informationen über das Management von Marktpreis-, Liquiditäts- und Kreditrisiken finden sich im Konzern Anhang.

Wenn es Anhaltspunkte für eine Wertminderung einer zu Anschaffungskosten bilanzierten Beteiligung gibt, ist RENK dem Risiko einer ergebniswirksamen Wertminderung ausgesetzt. Weitergehende Informationen hierüber finden sich im Konzern Anhang.

Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen der RENK Gruppe sind zur Reduzierung der inhärenten finanzwirtschaftlichen Risiken und teilweise auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben weitgehend durch vom Betriebsvermögen separiertes Pensionsvermögen gedeckt.

Die Planung der RENK Gruppe basiert auf Annahmen des RENK Managements. Diese Annahmen beziehen sich u.a. auf die geschäftliche Entwicklung oder andere externe Faktoren, die schwer vorherzusagen sind oder nicht von RENK beeinflusst werden können. Daher besteht ein Risiko, dass die Annahmen zur Planung unvollständig oder inkorrekt sein können, und daraus eine Abweichung zwischen geplantem und tatsächlichem Ergebnis entstehen kann. Es können sich für RENK auch Chancen ergeben, falls die tatsächliche Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht.

Beurteilung des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation des Konzerns

Wie in den Vorjahren überwiegen die Marktrisiken weiterhin die anderen Risikofelder, wobei sich die aggregierte Risikolage nicht wesentlich verändert hat. Die identifizierten Chancen können den Risiken nur teilweise entgegenwirken. Es gilt zu beachten, dass die Realisierung von Marktchancen bereits in den anspruchsvollen internen Planungen enthalten ist. Anlässlich der im Risiko- und Compliance-Board berichteten Risiken konnte sich der Vorstand davon überzeugen, dass in den Bereichen keine wesentlichen Risiken vorliegen, welche auf Basis der vorgenommenen Nettobewertung einzeln oder in Summe nicht durch die budgetierten operativen Ergebnisse abgedeckt sind. Dies gilt auch für Risiken, für die eine höhere Brutto-Schadenshöhe ermittelt wurde, da dafür risikomindernde Maßnahmen getroffen wurden bzw. eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit zu unterstellen war. Auf die Risikofelder bezogen, sieht der Vorstand im Risikofeld Markt die bedeutsamsten kurzfristigen Risiken. Das betrifft insbesondere die Unsicherheiten und den starken Wettbewerbsdruck in vielen für RENK relevanten Märkten, so in den Geschäftsfeldern der Geschäftsbereiche Spezialgetriebe, Standardgetriebe und Gleitlager.

Bei den produktbezogenen Risiken stehen die aufgrund der kundenorientierten Auslegung der RENK Produkte möglichen technischen Risiken und Gewährleistungsansprüche im Vordergrund. In den Risikofeldern Prozesse und Mitarbeiter sind die kurzfristigen quantifizierten Risiken jeweils von geringerer Bedeutung.

Der Vorstand stellt auf Basis des von der MAN Gruppe etablierten und bei RENK eingeführten Risikomanagementsystems wiederum fest, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Risiken erkennbar sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENK Gruppe führen könnten. Das eingeführte Risikomanagementsystem sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es dem Vorstand, Risiken zeitnah zu erkennen und adäquate Maßnahmen einzuleiten.

Der Fokus der Aktivitäten im Jahr 2019 wird angesichts der teilweise unsicheren Entwicklung weiterhin auf dem Management der Marktrisiken liegen.

Compliance

Im Geschäftsjahr 2018 hat RENK das Compliance-Programm zu den Themen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz und Geldwäsche konsequent umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.

RENK hat Compliance als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur weiter gefestigt. Das Compliance-Management-System wurde auf der Basis des Compliance-Programms der MAN SE vom Compliance Officer koordiniert, geschult und kontinuierlich weiterentwickelt. Er berichtet unmittelbar an den Vorstand der RENK AG und fachlich an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Der Compliance Officer wird von einer Stellvertreterin und zwei weiteren Mitarbeiterinnen bei der Prüfung von Business-Partnern unterstützt. In den Werken Rheine und Hannover unterstützen den Compliance Officer darüber hinaus sog. "Compliance Champions". Das sind Führungskräfte, die zwar keine Vollzeit-Compliance-Mitarbeiter sind, aber eine besondere Verantwortung für das Thema Compliance an den Standorten übernehmen.

Weiterhin konnte der Compliance Officer auf die Ressourcen des Corporate Compliance Office der MAN SE zurückgreifen. Von hier werden insbesondere Schulungs- und Informationsmaterial sowie E-Learning-Kurse übernommen. Richtlinien werden auf die Struktur und das Geschäftsmodell von RENK hin angepasst.

Der Aufbau der Compliance-Organisation sowie die Einführung neuer Compliance-Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Vorstand und den Werksleitungen auf der Basis identifizierter Risiken. Im quartalsweise tagenden Risiko- und Compliance-Board wird über den Fortschritt der Maßnahmen informiert und es werden bei Bedarf weitere Schritte abgestimmt.

Ethische Verhaltensgrundsätze sowie Compliance-Anforderungen sind für RENK im Code of Conduct niedergelegt. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2018 überarbeitet und in modernisierter Form an alle Mitarbeiter des Unternehmens über deren Führungskräfte verteilt. Im Rahmen dieser Verteilung wurden die Mitarbeiter erinnert, wie wichtig RENK ehrliches, integres und ethisch korrektes Verhalten ist. Regelungen zur Konkretisierung des Code of Conduct sind unter anderem in den folgenden Richtlinien des Compliance-Bereiches enthalten:

Richtlinie zum Umgang mit Geschenken, Bewirtungen und Einladungen zu Veranstaltungen,

Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern,

Richtlinie zum Umgang mit Spenden und Sponsoring-Maßnahmen,

Richtlinie zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften,

Richtlinie zur Terrorismus-, Korruptions- und Geldwäschebekämpfung,

Richtlinie zum Umgang mit personenbezogenen Daten.

Neben dem Code of Conduct für die Mitarbeiter hat RENK einen Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner herausgegeben, der ethische Mindeststandards enthält, zu deren Einhaltung sich die Lieferanten und vertriebsunterstützende Geschäftspartner ("Business-Partner") von RENK verpflichten müssen.

Business-Partner werden zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen.

Der Compliance Officer stellt neuen Mitarbeitern im Rahmen ihrer Einarbeitungsphase in das Unternehmen regelmäßig die Compliance-Organisation, die Compliance-Prozesse und die Compliance-Tools vor und erläutert in diesen Einführungsveranstaltungen die diesbezüglichen Erwartungen des Unternehmens an die Mitarbeiter.

Daneben werden die Mitarbeiter weiterhin entsprechend ihrer Risikoklassifikation in verschiedenen Präsenzschulungen und E-Learning-Programmen zu Compliance-Themen sensibilisiert.

Vertriebsunterstützende Geschäftspartner werden entsprechend der Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen. Die im Berichtszeitraum durchgeführten Integritätsprüfungen und die turnusmäßig stattfindenden Nachkontrollen sind ohne Beanstandungen verlaufen.

Das elektronische Monitoring-System ("Continuous Controls Monitoring System-CCMS") zur frühzeitigen Aufdeckung von möglichen Compliance-Risiken und Richtlinienverstößen in Einkaufs- und Zahlungsprozessen wurde im Berichtszeitraum weiter an allen deutschen Standorten von RENK betrieben. Das Berichtswesen des CCMS besteht aus verschiedenen Prüfdateien. Veränderungen des Kontrollumfangs und Auffälligkeiten in den Kontrollen werden monatlich ausgewertet und in einer Besprechung mit dem Leiter IT, Leiter Finanzen und dem Compliance Officer bewertet und abschließend im RENK Risiko- und Compliance-Board berichtet.

Über den Compliance Officer und das MAN Compliance Helpdesk, an das sich alle Mitarbeiter mit Compliance-relevanten Fragen wenden können, gingen im Berichtszeitraum für den RENK Konzern 26 bzw. für die RENK AG 25 Fragen ein (Compliance Officer (21), MAN Compliance Helpdesk (5)). Diese wurden vom Compliance Officer beantwortet und dokumentiert.

Im Berichtszeitraum wurde kein Compliance-Verstoß festgestellt.

Das von MAN betriebene Hinweisgeberportal "Speak up!" dient der Aufdeckung und Vermeidung von gefährlichen Risiken. Mittels "Speak up!" werden Hinweise entgegengenommen und bearbeitet, die sich auf schwerwiegende Compliance-Verstöße beziehen, insbesondere im Bereich der Wirtschaftskriminalität (z.B. Korruptionsstraftaten), des Kartellrechts und des Datenschutzes.

RENK Mitarbeiter und Dritte haben so neben der Direktansprache des Compliance Officers die zusätzliche Möglichkeit, vertraulich, weltweit und jederzeit Hinweise zu Compliance-Verstößen abzugeben. Compliance-Verstöße werden bei RENK unter keinen Umständen toleriert. Hinweise auf mögliche Verstöße werden eingehend untersucht, Verstöße abgestellt und im Rahmen der arbeitsrechtlich zulässigen Sanktionsmöglichkeiten geahndet; darüber hinaus werden die Erkenntnisse aus der Aufklärung der Compliance-Verstöße genutzt, um das Compliance-System kontinuierlich zu verbessern. Im Berichtsjahr gingen über das Hinweisgeberportal keine Hinweise zu Compliance-Verstößen ein.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Auf deren Grundlage wurde das etablierte System zur Sicherstellung der bereits vorher bestehenden datenschutzrechtlichen Anforderungen auf der Basis des Bundesdatenschutzgesetzes hin überprüft. In diesem Projekt wurden alle Prozesse mit personenbezogenen Daten in einer speziellen Datenschutz-Software beschrieben und bewertet. Die Umsetzungsmaßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem externen Datenschutzbeauftragten von RENK. Von diesem wurden auch die oberen Führungskräfte des Unternehmens geschult.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und gemäß § 315d HGB für das Geschäftsjahr 2018

(Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und gemäß § 315d HGB ist Teil des Konzernlageberichts und wird nicht in die Prüfung einbezogen.)

(Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.renk-ag.com in der Rubrik "Investor Relations" - Berichte als gleichnamiger Eintrag einzusehen.)

Die Führung und Kontrolle von Unternehmen und Konzern ist bei RENK darauf ausgerichtet, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für eine nachhaltige Wertschöpfung und ein angemessenes Ergebnis zu sorgen.

Die Unternehmensführung wird durch die geltenden Gesetze, insbesondere die gesellschaftsrechtlichen Vorschriften, die Satzung und interne Regelungen sowie durch nationale und internationale Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) bestimmt. Der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex) gibt Verhaltensempfehlungen und Anregungen für die in der RENK Gruppe anzuwendende Corporate Governance entsprechend den anerkannten Standards.

(a) Corporate Governance bei RENK

(Zugleich "Corporate Governance Bericht" von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.)

Vorstand und Aufsichtsrat von RENK haben sich eingehend mit dem Corporate Governance System und der Erfüllung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex beschäftigt. Sie sind sich bewusst, dass gute und transparente Corporate Governance, die sowohl nationalen als auch internationalen Standards folgt, für eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung von wesentlicher Bedeutung ist.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat haben gemäß § 161 Aktiengesetz im Dezember 2018 die nachfolgend wiedergegebene Entsprechenserklärung abgegeben:

"Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 24. April 2017 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 (zukunftsbezogene variable Vergütung), Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 (Offenlegung bei Wahlvorschlägen) und Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) im Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2017 entsprochen wurde und weiterhin entsprochen wird.

1.) Der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 wird insoweit nicht gefolgt, als die Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile nicht im Wesentlichen zukunftsbezogen ist. Das aktuelle Vergütungssystem basiert auf den Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015. Da der Aufsichtsrat eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen ist, als sinnvoll erachtet, ist eine Anpassung des Vergütungssystems entsprechend den Empfehlungen des aktuell gültigen Kodex in Vorbereitung.

2.) Hinsichtlich der Empfehlung in Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex zur Offenlegung bestimmter Umstände bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sind die Anforderungen des Kodex unbestimmt und in ihrer Abgrenzung unklar. Es wird daher vorsorglich insoweit eine Abweichung vom Kodex erklärt. Dessen ungeachtet wird sich der Aufsichtsrat bemühen, den Anforderungen der Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex gerecht zu werden.

3.) Der Empfehlung in Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) wird nicht gefolgt, da Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG eine über die gesetzliche Anforderung des Wertpapierhandelsgesetzes hinausgehende Verpflichtung zu Quartalsveröffentlichungen für entbehrlich halten."

Hauptversammlung

Die Hauptversammlung ist das Forum für die Aktionäre der RENK AG zur Stimmrechtsausübung, zur Informationsbeschaffung und zum Dialog mit Vorstand und Aufsichtsrat.

Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung erfolgen bei der RENK AG mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Hauptversammlung zügig, umfassend und effektiv zu informieren. Die Einberufung der Hauptversammlung wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist den Aktionären und allen sonstigen Interessierten über die Internetseite von RENK einschließlich aller Berichte und Vorlagen für die Hauptversammlung zugänglich.

Um den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung zu erleichtern, besteht neben der Möglichkeit zur Bevollmächtigung eines Kreditinstitutes, von Aktionärsvereinigungen oder anderen Personen das Angebot, einen Mitarbeiter von RENK als Stimmrechtsvertreter zu bevollmächtigen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemäß deutschem Aktienrecht hat die RENK AG eine duale Führungsstruktur mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen und sind bestrebt, den Wert des Unternehmens für die Aktionäre nachhaltig zu steigern.

Der Vorstand nimmt eigenverantwortlich geschäftsleitende und operative, der Aufsichtsrat überwachende und beratende Funktionen wahr. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat arbeiten auf Basis der maßgeblichen gesetzlichen Regelungen und der jeweiligen Geschäftsordnung. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat umfassend und zeitnah über Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung und Risikolage. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden ihm rechtzeitig vorgelegt. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsratsvorsitzenden außerdem unverzüglich über außerordentliche Ereignisse.

Vorstand

Der Vorstand ist das Leitungsorgan der RENK AG und besteht zum 31. Dezember 2018 aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstands führen alle Geschäfte des Unternehmens in gemeinschaftlicher Verantwortung. Bestellt wird der Vorstand durch den Aufsichtsrat. Grundlage der Vorstandsarbeit bildet eine Geschäftsordnung.

Der Vorstand bestimmt die unternehmerischen Ziele für die gesamte RENK Gruppe. Er sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien. Außerdem sorgt der Vorstand für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation. Das Risikomanagementsystem dient dem Vorstand dazu, geschäftliche und finanzielle Risiken zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung zu ergreifen.

Entsprechend den Vorgaben des Aktiengesetzes sowie der Ziffer 4.3.4 des Kodex übernehmen Vorstandsmitglieder Nebentätigkeiten nur mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Vorstandsmitglieder sind des Weiteren verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat und den anderen Mitgliedern des Vorstands unverzüglich offenzulegen. Im Berichtsjahr wurden keine Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern angezeigt. Zudem wurden im Berichtsjahr von Unternehmen in der RENK Gruppe keine Geschäfte mit Mitgliedern des Vorstands oder ihnen nahestehenden Personen getätigt.

Aufsichtsrat

Der paritätisch besetzte Aufsichtsrat ist das Überwachungs- und Beratungsorgan der RENK AG.

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 Alt. 1 und § 101 AktG i.V.m. § 1 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG aus zwölf Mitgliedern zusammen, wovon sechs Anteilseignervertreter grundsätzlich in der Hauptversammlung und sechs Arbeitnehmervertreter nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden. Seit 1. Januar 2016 ist zudem bei Neuwahlen zur Besetzung einzelner oder mehrerer Aufsichtsratssitze der gesetzlich vorgeschriebene Mindestanteil von jeweils 30 % Frauen und Männer zu beachten.

Zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der gebildeten Aufsichtsratsausschüsse sowie weiteren Einzelheiten der im Berichtsjahr eingetretenen Veränderungen wird ergänzend auf den Bericht des Aufsichtsrats und den Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

Der Aufsichtsrat der RENK AG strebt angesichts des betriebenen Unternehmensgegenstands, der Größe der Gesellschaft und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit als Ziele eine Zusammensetzung des Aufsichtsrats an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:

Mindestens ein Aufsichtsratssitz für Personen, die im besonderen Maße das Kriterium der Internationalität verkörpern.

Mindestens ein Aufsichtsratssitz auf Anteilseignerseite für Personen, die keine potenziellen Interessenkonflikte aufweisen und unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind.

Bei Wahlvorschlägen sollen in der Regel keine Personen berücksichtigt werden, die zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr vollendet haben oder dem Aufsichtsrat der Gesellschaft bereits seit mehr als 20 Jahren angehören.

Alle genannten Kriterien sind erfüllt bzw. werden beachtet.

Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats gemäß dem Kodex wird Herr Michael Behrendt angesehen.

Gemäß dem vom Aufsichtsrat erarbeiteten Kompetenzprofil soll der Aufsichtsrat der RENK AG in seiner Gesamtheit über die folgende Kompetenzen verfügen:

Vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen aus dem Unternehmen selbst.

Führungs- oder Überwachungserfahrung in anderen mittelgroßen oder großen Unternehmen.

Erfahrung in für die RENK Gruppe bedeutsamen Bereichen, wie zum Beispiel Maschinenbau und Informationstechnologie.

Sachverstand auf dem Gebiet der Finanzen.

Alle genannten Kriterien sind erfüllt bzw. werden beachtet.

Im Berichtsjahr wurden keine Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern angezeigt.

Die Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Gremien anderer Unternehmen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.

Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Vergütungssystem von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist, verwiesen.

Compliance Bericht 2018

Im Geschäftsjahr 2018 hat RENK das Compliance-Programm zu den Themen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz und Geldwäsche konsequent umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.

RENK hat Compliance als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur weiter gefestigt. Das Compliance-Management-System wird auf der Basis des Compliance-Programms der MAN SE vom Compliance Officer koordiniert, geschult und kontinuierlich weiterentwickelt. Er berichtet unmittelbar an den Vorstand der RENK AG und fachlich an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Der Compliance Officer wird von einer Stellvertreterin und zwei weiteren Mitarbeiterinnen bei der Prüfung von Business Partnern unterstützt. In den Werken Rheine und Hannover unterstützen den Compliance Officer darüber hinaus sog. "Compliance Champions". Das sind Führungskräfte, die zwar keine Vollzeit-Compliance-Mitarbeiter sind, aber eine besondere Verantwortung für das Thema Compliance an den Standorten übernehmen.

Weiterhin kann der Compliance Officer auf die Ressourcen des Corporate Compliance Office der MAN SE zurückgreifen. Von hier werden insbesondere Schulungs- und Informationsmaterial sowie E-Learning-Kurse übernommen. Richtlinien werden auf die Struktur und das Geschäftsmodell von RENK hin angepasst.

Der Aufbau der Compliance-Organisation sowie die Einführung neuer Compliance-Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Vorstand und den Werksleitungen auf der Basis identifizierter Risiken. Im quartalsweise tagenden Risiko- und Compliance-Board wird über den Fortschritt der Maßnahmen informiert und es werden bei Bedarf weitere Schritte abgestimmt.

Ethische Verhaltensgrundsätze sowie Compliance-Anforderungen sind für RENK im Code of Conduct niedergelegt. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2018 überarbeitet und in modernisierter Form an alle Mitarbeiter des Unternehmens über deren Führungskräfte verteilt. Im Rahmen dieser Verteilung wurden die Mitarbeiter erinnert, wie wichtig RENK ehrliches, integres und ethisch korrektes Verhalten ist. Regelungen zur Konkretisierung des Code of Conduct sind unter anderem in den folgenden Richtlinien des Compliance-Bereiches enthalten:

Richtlinie zum Umgang mit Geschenken,Bewirtungen und Einladungen,

Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern,

Richtlinie zum Umgang mit Spenden und Sponsoring-Maßnahmen,

Richtlinie zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften,

Richtlinie zur Terrorismus-, Korruptions- und Geldwäschebekämpfung,

Richtlinie zum Umgang mit personenbezogenen Daten.

Neben dem Code of Conduct für die Mitarbeiter hat RENK einen Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner herausgegeben, der ethische Mindeststandards enthält, zu deren Einhaltung sich die Lieferanten und vertriebsunterstützende Geschäftspartner ("Business-Partner") von RENK verpflichten müssen.

Business-Partner werden zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen.

Der Compliance Officer stellt neuen Mitarbeitern im Rahmen ihrer Einarbeitungsphase in das Unternehmen regelmäßig die Compliance-Organisation, die Compliance-Prozesse und die Compliance-Tools vor und erläutert in diesen Einführungsveranstaltungen die diesbezüglichen Erwartungen des Unternehmens an die Mitarbeiter.

Daneben werden die Mitarbeiter weiterhin entsprechend ihrer Risikoklassifikation in verschiedenen Präsenzschulungen und E-Learning-Programmen zu Compliance-Themen sensibilisiert.

Vertriebsunterstützende Geschäftspartner werden entsprechend der Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen. Die im Berichtszeitraum durchgeführten Integritätsprüfungen und die turnusmäßig stattfindenden Nachkontrollen sind ohne Beanstandungen verlaufen.

Das elektronische Monitoring-System ("Continuous Controls Monitoring System - CCMS") zur frühzeitigen Aufdeckung von möglichen Compliance-Risiken und Richtlinienverstößen in Einkaufs- und Zahlungsprozessen wurde im Berichtszeitraum weiter an allen deutschen Standorten von RENK betrieben. Das Berichtswesen des CCMS besteht aus verschiedenen Prüfdateien. Veränderungen des Kontrollumfangs und Auffälligkeiten in den Kontrollen werden monatlich ausgewertet und in einer Besprechung mit dem Leiter IT, dem Leiter Finanzen und dem Compliance Officer bewertet und abschließend im RENK Risiko- und Compliance-Board berichtet.

Über den Compliance Officer und das MAN Compliance Helpdesk, an das sich alle Mitarbeiter mit compliance-relevanten Fragen wenden können, gingen im Berichtszeitraum für den RENK Konzern 26 bzw. für die RENK AG 25 Fragen ein (Compliance Officer (21), MAN Compliance Helpdesk (5)). Diese wurden vom Compliance Officer beantwortet und dokumentiert.

Im Berichtszeitraum wurde kein Compliance-Verstoß festgestellt.

Das von MAN betriebene Hinweisgeberportal "Speak up!" dient der Aufdeckung und Vermeidung von gefährlichen Risiken. Mittels "Speak up!" werden Hinweise entgegengenommen und bearbeitet, die sich auf schwerwiegende Compliance-Verstöße beziehen, insbesondere im Bereich der Wirtschaftskriminalität (z.B. Korruptionsstraftaten), des Kartellrechts und des Datenschutzes.

RENK Mitarbeiter und Dritte haben so neben der Direktansprache des Compliance Officers die zusätzliche Möglichkeit, vertraulich, weltweit und jederzeit Hinweise zu Compliance-Verstößen abzugeben. Compliance-Verstöße werden bei RENK unter keinen Umständen toleriert. Hinweise auf mögliche Verstöße werden eingehend untersucht, Verstöße abgestellt und im Rahmen der arbeitsrechtlich zulässigen Sanktionsmöglichkeiten geahndet; darüber hinaus werden die Erkenntnisse aus der Aufklärung der Compliance-Verstöße genutzt, um das Compliance-System kontinuierlich zu verbessern. Im Berichtsjahr gingen über das Hinweisgeberportal keine Hinweise zu Compliance-Verstößen ein.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Auf deren Grundlage wurde das etablierte System zur Sicherstellung der bereits vorher bestehenden datenschutzrechtlichen Anforderungen auf der Basis des Bundesdatenschutzgesetzes hin überprüft. In diesem Projekt wurden alle Prozesse mit personenbezogenen Daten in einer speziellen Datenschutz-Software beschrieben und bewertet. Die Umsetzungsmaßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem externen Datenschutzbeauftragten von RENK. Von diesem wurden auch die oberen Führungskräfte des Unternehmens geschult.

Transparenz

RENK veröffentlicht auf der Internetseite www.renk-ag.com unter der Rubrik "Investor Relations" einen Finanzterminkalender mit allen für die Aktionäre wichtigen Terminen. Darüber hinaus werden auf dieser Internetseite auch alle weiteren wichtigen Informationen für die Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit zum Abruf bereitgestellt, um so eine gleichzeitige und umfassende Kommunikation relevanter Informationen zu ermöglichen. Dazu gehören Geschäftsberichte und Halbjahresfinanzberichte, Pressemitteilungen sowie Einladung und Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der weiteren Dokumentation, die im Zusammenhang mit der Hauptversammlung zu veröffentlichen ist.

Darüber hinaus werden auf der Homepage www.renk-ag.com unter der Rubrik "Investor Relations" unverzüglich solche Informationen zur Verfügung gestellt, die gemäß den kapitalmarktbezogenen Publizitätspflichten zu veröffentlichen sind. Hier sind insbesondere die folgenden zu nennen:

Gemäß Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) müssen Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen u.a. den Kauf und Verkauf von RENK Aktien und Finanzinstrumenten, die sich auf RENK Aktien beziehen, dem Emittenten und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich melden. Im Geschäftsjahr 2018 wurde keine Transaktion gemeldet.

Nach Art. 17 Marktmissbrauchsverordnung sind Emittenten dazu verpflichtet, Insiderinformationen, die sie unmittelbar betreffen, so bald wie möglich zu veröffentlichen.

Nach § 40 WpHG haben Inlandsemittenten u.a. Mitteilungen unverzüglich zu veröffentlichen, die sie in Bezug auf das Überschreiten oder Unterschreiten von Stimmrechtsanteilen an der Gesellschaft erhalten.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der jährliche Konzernabschluss der RENK Gruppe wird vom Vorstand auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und der Einzelabschluss der RENK AG gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Prüfung des Konzernabschlusses der RENK Gruppe und RENK AG erfolgt durch den Abschlussprüfer und den Aufsichtsrat.

Entsprechend der Empfehlung in Ziffer 7.1.2 Satz 2 des Kodex wird der Halbjahresfinanzbericht bei RENK vom Vorstand vor der Veröffentlichung mit dem Prüfungsausschuss erörtert. Die in Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex festgelegten Veröffentlichungsfristen für den Konzernabschluss und den Halbjahresfinanzbericht werden eingehalten.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats unterbreitet dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers der Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2018 bestellte die Hauptversammlung am 27. April 2018 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben, die dem Nachweis der Unabhängigkeit dient. Neben der Erteilung des Prüfungsauftrags durch den Aufsichtsrat und der Vereinbarung des Honorars vereinbarte der Aufsichtsrat die unverzügliche Berichterstattung durch den Abschlussprüfer an den Aufsichtsrat bei Vorliegen wesentlicher Feststellungen und Vorkommnisse bei der Durchführung der Abschlussprüfung sowie bei der Feststellung von Unrichtigkeiten in der abgegebenen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG.

(b) Sonstige Unternehmensführungspraktiken

Die RENK AG ist die konzernleitende Gesellschaft des RENK Konzerns, wobei neben der Verfolgung der operativen Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung der Gesamtstrategie und Struktur der RENK Gruppe definiert werden.

Das Ansehen von RENK und das Vertrauen unserer Kunden, Kapitalgeber, Mitarbeiter und der öffentlichen Meinung hängen entscheidend vom korrekten Verhalten aller Mitarbeiter unserer Unternehmensgruppe ab.

RENK hat deshalb den in der MAN Gruppe geltenden Code of Conduct uneingeschränkt als verbindliche Norm im Arbeitsalltag übernommen. Ein zentrales Anliegen des Code of Conduct ist es, Vorteilsgewährung und Vorteilsannahme als Mittel der unternehmerischen Zielerreichung auszuschließen. RENK besteht im Wettbewerb ausschließlich durch die Qualität und den spezifischen Kundennutzen seiner Produkte und seiner Dienstleistungen. Dies wird unseren Mitarbeitern auch durch Schulungen, vor allem aber durch vorbildliches Handeln des Managements nahegebracht. Weiterhin werden die Anforderungen des Code of Conduct in Richtlinien näher konkretisiert.

Die Wertschätzung unserer Mitarbeiter - unabhängig von Nationalität, Kultur, Religion, Geschlecht und Alter - ist der RENK Führung ein zentrales Anliegen. Wir begegnen unseren Mitarbeitern fair und offen sowie mit Verständnis und Toleranz und erwarten eben diese Haltung bei unseren Mitarbeitern im Umgang mit Kollegen, Geschäftspartnern und Dritten. Zur sozialen Verantwortung zählen wir auch vielfältige präventive Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und -organisation, die unseren Mitarbeitern bestmöglichen Schutz und ein positives Arbeitsumfeld ermöglichen. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern unternehmerisches Denken und Handeln. Im Gegenzug beteiligen wir unsere Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der RENK Unternehmensführung liegt in der Verantwortung gegenüber den Kapitalgebern, die durch entsprechende Renditeziele quantifiziert ist. Die kontinuierliche Verfolgung dieser Ziele bedingt, dass wir unsere Marktposition in den Kerngeschäften gezielt stärken. Die hierfür anwendbaren externen Wachstumsstrategien, wie z.B. Kooperationen, Joint Ventures, Unternehmenskäufe und Gründung von weltweiten Vertriebsstützpunkten, werden zusammen mit den Möglichkeiten des internen Wachstums kontinuierlich geprüft und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gezielt realisiert.

(c) Arbeitsweise und Zusammensetzung von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen

Die Zusammensetzung des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Aufsichtsratsausschüsse ist im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht.

Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf die Angaben unter (a) verwiesen.

Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse

Der Aufsichtsrat hat drei - mit jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer - paritätisch besetzte Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Ausschuss für Vorstandspersonalien und den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. Hinzu kommt der aus zwei Vertretern der Anteilseigner bestehende Nominierungsausschuss. Wesentliche Aufgabenstellung der Ausschüsse ist die Vorbereitung der Beschlussfassungen im Plenum. In einzelnen Fällen sind Entscheidungsbefugnisse bzw. Aufgaben des Aufsichtsrats auf die Ausschüsse übertragen.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, Kandidaten für Aufsichtsratsmandate zu identifizieren und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.

Der Vermittlungsausschuss nimmt die ihm nach § 27 Abs. 3 MitbestG zugewiesenen Aufgaben wahr.

Sitzungen des Prüfungsausschusses finden insbesondere im Zusammenhang mit der Bilanzaufsichtsratssitzung und dem Halbjahresfinanzbericht statt. Weitere Sitzungen des Prüfungsausschusses und der anderen Ausschüsse werden jeweils bei Bedarf anberaumt.

Zur Tätigkeit der Ausschüsse wird ergänzend auf den Bericht des Aufsichtsrats verwiesen.

(d) Zielgröße Frauenanteil

Für den Zeitraum 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2021 hat der Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Frauenanteil im Vorstand wiederum eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Für den Zeitraum 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2021 hat der Vorstand gemäß § 76 Abs. 4 AktG wiederum eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % auf der ersten bzw. 12,8 % auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands beschlossen.

(e) Angaben zur Einhaltung des Mindestanteils von Frauen und Männern im Aufsichtsrat

Gemäß § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG muss sich der Aufsichtsrat bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, zu mindestens 30 % aus Frauen und mindestens 30 % aus Männern zusammensetzen.

Bis zur Hauptversammlung der RENK AG am 27. April 2018 setzte sich der Aufsichtsrat aus zwei Frauen und zehn Männern zusammen. Die genannte Quote war damit bis zu diesem Zeitpunkt nicht erfüllt. Dies widersprach jedoch nicht der gesetzlichen Regelung, da es sich um sog. Altmandate handelte.

Im Vorfeld der Hauptversammlung 2018 hat die Anteilseignerseite der Gesamterfüllung für die in der Hauptversammlung anstehende Aufsichtsratsneuwahl widersprochen.

Somit war der Aufsichtsrat sowohl auf Anteilseignerseite als auch auf Arbeitnehmerseite jeweils mit mindestens zwei Frauen und mindestens zwei Männern zu besetzen.

Die Anteilseignervertreter wurden in der Hauptversammlung am 27. April 2018 und die Arbeitnehmervertreter nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Der neu gewählte Aufsichtsrat entspricht seit dem Ende der Hauptversammlung am 27. April 2018 den gesetzlichen Vorgaben.

(f) Diversitätskonzept für den Vorstand und Aufsichtsrat

Ziel des vom Aufsichtsrat der RENK AG beschlossenen Diversitätskonzepts für Vorstand und Aufsichtsrat ist eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf Geschlecht, Internationalität sowie unterschiedliche berufliche Hintergründe, Fachkenntnisse und Erfahrungen.

Diversitätskonzept für den Vorstand

Das Diversitätskonzept für den Vorstand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand von 0 % gemäß § 111 Abs. 5 AktG. Der Aufsichtsrat unterstützt jedoch die Aktivitäten des Vorstands, den Frauenanteil auch auf den höchsten Führungsebenen im Unternehmen zu steigern, dies auch vor dem Hintergrund der Entwicklung potenzieller Nachfolgekandidaten für den Vorstand.

Bestellungen für Mitglieder des Vorstands sollen in der Regel ein Jahr nach Vollendung des 65. Lebensjahres enden, wobei sich dieses Alter entsprechend der Entwicklung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung erhöht und sich der Aufsichtsrat Ausnahmen im Einzelfall vorbehält.

Vorstandsmitglieder sollen über eine langjährige Führungserfahrung verfügen und möglichst Erfahrung aus unterschiedlichen Berufen mitbringen.

Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit u.a. über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Finanzen und Personalführung verfügen.

Mit welcher Persönlichkeit eine konkrete Vorstandsposition besetzt werden soll, entscheidet der Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse und unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls.

Die Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand erfolgt im Fall einer anstehenden Neubestellung eines Vorstandsmitglieds durch Beachtung der festgelegten Vorgaben des Diversitätskonzepts bei der Auswahl geeigneter Kandidaten durch den Aufsichtsrat.

Der Vorstand erfüllt in seiner jetzigen Zusammensetzung alle Anforderungen des Diversitätskonzepts. Insbesondere verfügt der Vorstand in seiner Gesamtheit über sämtliche im Diversitätskonzept angestrebten Fachkenntnisse und Erfahrungen. Die festgelegte Altersgrenze wird beachtet.

Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat

Das Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Die festgesetzten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Das Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat.

Die Geschlechterquote von 30 %, welche für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RENK AG gemäß § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG bereits gesetzlich vorgeschrieben und dementsprechend zu beachten ist.

Die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung erfolgen unter Beachtung der gesetzlichen Regelungen und den Vorgaben des Diversitätskonzepts. Zu berücksichtigen ist, dass der Aufsichtsrat durch seine Wahlvorschläge nur Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats in Bezug auf die Anteilseignervertreter nehmen kann.

Der Aufsichtsrat der RENK AG ist entsprechend den Vorgaben des Diversitätskonzepts zusammengesetzt. Die festgesetzten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die Vorgaben des Kompetenzprofils und eine angemessene Beteiligung von Frauen mit derzeit vier weiblichen Aufsichtsratsmitgliedern wurden erreicht.

Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2018

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands

Die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder erfolgt -entsprechend den gesetzlichen Vorgaben - durch das Gesamtplenum des Aufsichtsrats.

Die Themen werden durch den vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschuss für Vorstandspersonalien (Personalausschuss) vorbereitet. Auf Vorschlag des Ausschusses wird auch die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand regelmäßig im Aufsichtsratsplenum beraten sowie - entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK, Ziffer 4.2.2) - regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Zielsetzung und Aufgabe ist die Festlegung von angemessenen Vergütungen. Kriterien hierfür bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens und der RENK Gruppe sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfeldes und der Vergütungsstruktur, die ansonsten bei RENK gilt.

Vergütungsstruktur und -bestandteile

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen Gehalts- und Sachleistungen, Versorgungsbeiträgen und aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsbezogenen, variablen Vergütungsteile berücksichtigen die individuelle Leistung, den unternehmerischen Erfolg und langfristige, strategische Ziele. Die Vergütungsstruktur und deren Bestandteile beruhen auf dem jeweils geltenden Dienstvertrag.

(a) Feste Vergütung

Die feste Vergütung wird als monatliches Gehalt geleistet. Hinzu kommen Sachbezüge, die insbesondere die Überlassung von Dienstwagen sowie die Übernahme von Versicherungsprämien umfassen. Eine Überprüfung und ggf. Anpassung der festen Vergütung erfolgt regelmäßig unter Berücksichtigung der allgemeinen Gehaltsentwicklung und des Verantwortungsbereichs des jeweiligen Vorstandsmitglieds.

(b) Variable Vergütung

Ab dem Geschäftsjahr 2016 wurde für die Vorstände der RENK AG eine neue Systematik der variablen Vergütung eingeführt. Die variable Vergütung wird auf Basis von drei gleichgewichteten Komponenten bemessen, die jeweils auf 200 % des Zielwerts begrenzt sind:

Langzeitbonus (LTI)

Unternehmensbonus (UB)

Persönlicher Leistungsbonus (PLB)

Der Langzeitbonus ist unmittelbar mit den Zielen der Strategie 2018 des Volkswagen Konzerns verknüpft und orientiert sich an den aus der Strategie abgeleiteten Erfolgskriterien. Für die Ermittlung wird ein Vierjahreszeitraum zugrunde gelegt.

Zielfelder sind:

Top-Kundenzufriedenheit (gemessen am Kundenzufriedenheitsindex)

Top-Arbeitgeber (gemessen am Mitarbeiterindex)

Absatzsteigerung (gemessen am Wachstumsindex) und

Steigerung der Rendite (gemessen am Renditeindex)

Der Kundenzufriedenheitsindex errechnet sich anhand von Indikatoren, die die Gesamtzufriedenheit der Kunden mit den ausliefernden Händlern, den Neufahrzeugen und den Servicebetrieben auf Basis des jeweiligen vorangehenden Werkstattbesuchs abbilden. Der Mitarbeiterindex wird aus den Indikatoren "Beschäftigung" und "Produktivität" sowie Beteiligungsquote und dem Ergebnis von Mitarbeiterbefragungen ermittelt. Der Wachstumsindex errechnet sich aus den Indikatoren "Auslieferung an Kunden" und "Marktanteil". Der Renditeindex ergibt sich aus der Entwicklung der Umsatzrendite und der Dividende der Stammaktie.

Die ermittelten Indizes zur Kundenzufriedenheit, zum Bereich Mitarbeiter und zur Absatzsituation werden addiert und das Ergebnis anschließend mit dem Renditeindex multipliziert. Diese Methodik stellt sicher, dass der LTI nur dann ausgezahlt wird, wenn der Gesamtkonzern auch finanziell erfolgreich ist. Denn wird bei der Umsatzrendite der Schwellenwert von 1,5 % nicht überschritten, beträgt der Renditeindex null. Folglich liegt dann auch der Gesamtindex für das betreffende Geschäftsjahr bei null.

Die maximale Höhe des LTI ist unter Berücksichtigung des Vier-Jahres-Durchschnitts der Gesamtindizes - des Berichtsjahres und der drei vorangegangenen Geschäftsjahre - für den Sprecher des Vorstands auf 270 T€ und das zweite Mitglied des Vorstands auf 240 T€ festgelegt worden.

Der Unternehmensbonus beteiligt den Vorstand am Geschäftserfolg des RENK Konzerns. Dieser Erfolg wird am Operativen Ergebnis des RENK Konzerns gemessen. Für die Ermittlung wird ein Zweijahreszeitraum zugrunde gelegt.

Die Zielerreichung wird mittels folgender Systematik gemessen:

Der Durchschnittswert aus den Operativen Ergebnissen des RENK Konzerns der letzten beiden Geschäftsjahre (einschließlich des Geschäftsjahres der Gewährung) wird einem durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft vor Beginn des Geschäftsjahres der Gewährung festgelegten Zielwert gegenübergestellt. Der Zielwert stellt die 100%ige Zielerreichung dar. Der Zielwert wird in regelmäßigen Abständen, mindestens in einem Abstand von drei Jahren, durch den Aufsichtsrat überprüft und ggf. angepasst.

Das resultierende prozentuale Verhältnis zwischen Durchschnittswert und Zielwert ergibt den Prozentwert für die Zielerreichung, der bei 200 % des Durchschnittswerts gedeckelt ist ("Cap"). Der Aufsichtsrat hat den Zielwert auf 55 Mio € festgelegt.

Der Persönliche Leistungsbonus honoriert die individuelle Leistung im vorangegangenen Geschäftsjahr anhand der Zielerfüllung gemäß individueller Zielvereinbarung und der Leistungsbewertung. Für die Bonusfestlegung werden quantitative und qualitative Faktoren zugrunde gelegt. Die Festlegung des Persönlichen Leistungsbonus erfolgt durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft.

(c) Betriebliche Altersversorgung

Die Versorgungsansprüche der Vorstandsmitglieder umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung. Anwartschaften werden im Rahmen eines beitragsorientierten, fondsakzessorischen Versorgungssystems, dem Kapitalkontenplan, aufgebaut.

Die RENK AG leistet jährlich einen Beitrag in Höhe von 20 % der beitragsfähigen Bezüge, die der Summe der vertraglich vereinbarten festen und der variablen Vergütung entsprechen. Eigenbeiträge durch Brutto-Entgeltumwandlung sind möglich. Die geleisteten Beiträge und ihre Verzinsung werden auf individuellen Kapitalkonten kumuliert. Die Wertentwicklung des Kapitalkontos ist unmittelbar an den Kapitalmarkt geknüpft und wird durch einen Korb von Indizes und sonstiger geeigneter Parameter bestimmt. Die Anlagerisiken werden mit zunehmendem Alter sukzessive reduziert (Lifecycle-Konzept).

Im Versorgungsfall wird das Guthaben auf dem Kapitalkonto, mindestens jedoch die Summe der geleisteten Beiträge, wahlweise als Einmalbetrag, als Zahlung in Raten oder verrentet ausgezahlt. Bei Invalidität oder im Todesfall wird der aufgelaufene Kontenstand, mindestens aber ein Kapital in Höhe des Vierfachen der festen Jahresvergütung ausgezahlt.

Besondere dienstvertragliche Regelungen

Im Fall einer vorzeitigen Beendigung einer Bestellung ohne wichtigen Grund und auf Veranlassung der Gesellschaft erhält das betroffene Mitglied des Vorstands die feste Vergütung, die Tantieme, die Zuschüsse zu Versicherungen sowie die Beiträge zum Versorgungssystem bis zum Ende der regulären Amtszeit, maximal aber für zwei Jahre. Einkünfte aus anderweitigen Tätigkeiten werden angerechnet.

Bei Beendigung einer Bestellung auf Veranlassung eines Mitglieds des Vorstands - dies ist unter Einhaltung einer Kündigungsfrist ohne Angabe von Gründen möglich - werden Leistungen lediglich bis zum Ablauf der Kündigungsfrist gewährt. Besondere Change-of-Control-Regelungen sind nicht vorgesehen.

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2018

Insgesamt belief sich die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 auf 1.587 T€ zzgl. 253 T€ für Altersversorgung (Vorjahr: 1.548 T€ zzgl. 196 T€ für Altersversorgung). Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form unter Angabe der erfolgsunabhängigen, erfolgsabhängigen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aus der im Konzern-Anhang abgedruckten Aufstellung, auf die verwiesen wird, sowie aus den nachstehenden Tabellen.

Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt in diesem Vergütungsbericht auf Grundlage der im DCGK empfohlenen einheitlichen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. Wesentliches Merkmal dieser Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen und des tatsächlich erfolgten Zuflusses. Bei den Zuwendungen werden die Zielwerte (Auszahlung bei 100 %) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2018 (gewährte Zuwendungen)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2018 Minimum Maximum
Festvergütung 270 270 270
Nebenleistungen 33 33 33
Summe 303 303 303
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 135 0 270
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 135 0 270
Langzeitbonus 135 0 270
Summe 405 0 810
Versorgungsaufwand 134 134 134
Gesamtvergütung 842 437 1.247
T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2018 Minimum Maximum
Festvergütung 240 240 240
Nebenleistungen 54 54 54
Summe 294 294 294
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 120 0 240
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 120 0 240
Langzeitbonus 120 0 240
Summe 360 0 720
Versorgungsaufwand 119 119 119
Gesamtvergütung 773 413 1.133

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2017 (gewährte Zuwendungen)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2017 Minimum Maximum
Festvergütung 255 255 255
Nebenleistungen 31 31 31
Summe 286 286 286
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 127 0 255
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 127 0 255
Langzeitbonus 127 0 255
Summe 382 0 764
Versorgungsaufwand 101 101 101
Gesamtvergütung 769 387 1.152
T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2017 Minimum Maximum
Festvergütung 230 230 230
Nebenleistungen 51 51 51
Summe 281 281 281
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 115 0 230
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 115 0 230
Langzeitbonus 115 0 230
Summe 345 0 690
Versorgungsaufwand 95 95 95
Gesamtvergütung 721 376 1.066

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2018 (Zuflussbetrachtung)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2018
Festvergütung 270
Nebenleistungen 33
Summe 303
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 203
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 162
Langzeitbonus 1) 159
Summe 524
Versorgungsaufwand 134
Gesamtvergütung 961

1) 2018: Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen

T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2018
Festvergütung 240
Nebenleistungen 54
Summe 294
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 180
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 144
Langzeitbonus 1) 142
Summe 466
Versorgungsaufwand 119
Gesamtvergütung 879

1) 2018: Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2017 (Zuflussbetrachtung)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2017
Festvergütung 255
Nebenleistungen 31
Summe 286
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 194
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 173
Langzeitbonus 1) 152
Summe 519
Versorgungsaufwand 101
Gesamtvergütung 906

1) 2017: Angaben gemäß endgültiger Kennzahlen

T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2017
Festvergütung 230
Nebenleistungen 51
Summe 281
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 173
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 154
Langzeitbonus 1) 136
Summe 462
Versorgungsaufwand 95
Gesamtvergütung 838

1) 2017: Angaben gemäß endgültiger Kennzahlen

Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Struktur sowie die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats werden durch die Hauptversammlung festgelegt und sind in § 12 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Die jährliche Vergütung besteht aus folgenden Bestandteilen:

Einer festen Vergütung von € 10.000.

Zusätzlichen Vergütungen für den Vorsitz bzw. stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz bzw. die Mitgliedschaft in einem Ausschuss mit Ausnahme des Vermittlungsausschusses. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden steht der zweifache, seinem Stellvertreter und dem Vorsitzenden eines Ausschusses der anderthalbfache, einem Ausschussmitglied der 1,25-fache Betrag der festen Vergütung zu. Bei Ausübung mehrerer Funktionen richtet sich die Vergütung nach der Funktion mit dem höchsten Vergütungsanspruch.

Zudem werden Auslagen der Mitglieder des Aufsichtsrats erstattet.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder 2018

Die insgesamt an die Mitglieder des Aufsichtsrats für 2018 zu zahlenden Vergütungen belaufen sich auf 95.217 € (Vorjahr: 92.341 €). Eine individualisierte Aufstellung über die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat im Jahr 2018 angehört haben, findet sich im Anhang zum Konzernabschluss.

Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen erhalten.

Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 1. Januar 2018 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten keine Vergütungen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Für die Erläuterungen der Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird auf den entsprechenden Abschnitt im Konzern Anhang verwiesen.

Gesonderter Nichtfinanzieller Bericht

Die RENK Aktiengesellschaft macht von der Möglichkeit gemäß § 289b Abs. 2 HGB und gemäß § 315b Abs. 2 HGB Gebrauch, sich von der Abgabe der nichtfinanziellen Erklärung und der nichtfinanziellen Konzernerklärung zu befreien, und verweist auf den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2018, der unter der Internetseite https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2018/Nichtfinanzieller_Bericht_2018_d.pdf in deutscher Sprache und unter https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2018/Nonfinancial_Report_2018_e.pdf in englischer Sprache spätestens ab dem 30. April 2019 abrufbar ist.

Prognosebericht

Im Folgenden beschreiben wir die voraussichtliche Entwicklung der RENK Gruppe und der Rahmenbedingungen ihrer Geschäftstätigkeit. Risiken und Chancen, die eine Abweichung von den prognostizierten Entwicklungen bewirken könnten, stellen wir im Risiko- und Chancenbericht dar.

Unsere Annahmen basieren auf aktuellen Einschätzungen externer Institutionen; dazu zählen Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken, multinationale Organisationen und Beratungsunternehmen.

Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2019 verlangsamen wird. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet. Wir gehen deshalb davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer eine schwächere Dynamik aufweisen werden als 2018. Die höchsten Zuwachsraten erwarten wir in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens.

Wir rechnen damit, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft auch in den Jahren 2020 bis 2023 fortsetzen wird.

In Westeuropa wird sich das Wirtschaftswachstum 2019 im Vergleich zum Berichtsjahr vermutlich verlangsamen. Große Herausforderungen stellen weiterhin die Lösung struktureller Probleme sowie die ungewissen Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU dar.

In Zentraleuropa erwarten wir 2019 niedrigere Wachstumsraten als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die wirtschaftliche Lage Osteuropas sollte sich weiter stabilisieren, sofern sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine nicht verschärft. Das Wachstum der russischen Wirtschaft wird sich voraussichtlich etwas verlangsamen.

Für die Türkei sehen wir einen weiteren Rückgang des Wachstums bei gleichzeitig hohen Inflationsraten.

Wir erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2019 weniger stark steigen wird als im Berichtsjahr. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird voraussichtlich stabil bleiben und den privaten Konsum stützen.

Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Lage in den USA im Jahr 2019 stabil bleibt. Im Vergleich zum Berichtsjahr sollte das BIP-Wachstum aber geringer ausfallen. Die brasilianische Wirtschaft wird sich aller Voraussicht nach im Jahr 2019 weiter stabilisieren und etwas stärker wachsen als im Berichtsjahr.

Die chinesische Wirtschaft wird 2019 voraussichtlich auf relativ hohem Niveau weiter wachsen, angesichts der handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA jedoch im Vergleich zu den Vorjahren weniger dynamisch. Für Indien erwarten wir eine Expansionsrate in der Größenordnung der Vorjahre.

Verhalten optimistisch blickt der Branchenverband VDMA auf das Jahr 2019. Das weltweite Wachstum im Maschinenbau wird sich fortsetzen, wenn auch mit vermindertem Tempo (+3 % nach +6 % im Jahr 2018). Der VDMA geht von einer vergleichsweise homogenen Entwicklung in den großen Maschinenbaustandorten aus. Sowohl für Deutschland isoliert betrachtet, die Europäische Union in Summe und Europa insgesamt wird ein preisbereinigtes Umsatzplus von 2 % erwartet. In gleicher Höhe fällt auch die Prognose für die USA und für Japan aus. Mit 5 % deutlich besser sollte sich der Maschinenbau am Standort China entwickeln.

Für das Geschäftsjahr 2019 plant RENK eine nochmalige leichte Steigerung des Auftragseingangs. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass erwartete Großprojekte in den Geschäftsbereichen Spezialgetriebe und Fahrzeuggetriebe realisiert werden und die Talsohle im Geschäftsbereich Standardgetriebe durchschritten ist. Umsatz, Operatives Ergebnis und Operative Rendite sollten sich 2019 jeweils in der Größenordnung des Jahres 2018 bewegen.

RENK wird auch 2019 seine langfristige Strategie weiter umsetzen. Mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten legt RENK den Grundstein, auch künftig wettbewerbsfähig und technologisch führend zu bleiben. Schlüsselfaktor für den derzeitigen und künftigen Erfolg sind dabei die Mitarbeiter; attraktive Arbeitsplätze, permanente Fort- und Weiterbildung und persönliche Entfaltungsmöglichkeiten schaffen die Basis für motivierte und qualifizierte Mitarbeiter. Die Weiterführung des in seiner Grundausrichtung langfristig angelegten, aber auf Marktveränderungen flexibel anpassbaren Investitionsprogramms bildet eine dritte Säule der Zukunftssicherung. Auch 2019 wird hier der Standort Augsburg an zentraler Stelle stehen.

Die gesellschaftsrechtlichen Veränderungen zum 31. Dezember 2018, die zum Ausscheiden von RENK aus dem MAN Konzernverbund führten, ziehen auch organisatorische Konsequenzen nach sich. Eine Reihe von Dienstleistungen, die bisher von der MAN SE für die RENK Gruppe erbracht wurden, werden künftig von RENK selbst - ggf. mit externer Unterstützung - erbracht werden. Dafür ist der Aufbau neuer Strukturen und Systeme, z.B. im Finanzbereich, erforderlich. In einer Übergangsphase im Jahr 2019 wird die MAN SE diese Dienstleistungen aber weiterhin für RENK gegen Entgelt zur Verfügung stellen.

Das Management von RENK erwartet für das Geschäftsjahr 2019 folgende Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen:

Im Geschäftsbereich Spezialgetriebe wird der Auftragseingang auch 2019 maßgeblich von den Bestellungen für komplexe Schiffsgetriebesätze beeinflusst werden. Auch 2019 stehen einige größervolumige Projekte zur Vergabe an. Im Geschäftsbereich insgesamt sollte deshalb der Bestelleingang noch einmal leicht über Vorjahr liegen. Entsprechendes gilt auch für den erwarteten Umsatz. Das Operative Ergebnis sollte das Niveau des Jahres 2018 sehr deutlich überschreiten, demzufolge dann auch die Operative Rendite.

Im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe werden für 2019 Bestellungen in annähernder Höhe des Wertes aus 2018 erwartet. Auch der Umsatz sollte sich auf Niveau des Vorjahres einstellen. Das Operative Ergebnis wird voraussichtlich leicht sinken, was dann auch zu einem leichten Rückgang der Operativen Rendite führen wird.

Spürbar besser als im Geschäftsjahr 2018 sollte sich der Auftragseingang im Geschäftsbereich Standardgetriebe entwickeln, vorausgesetzt die erwarteten Bestelleingänge in allen Produktbereichen, insbesondere auch im Windbereich, realisieren sich. Die Umsatzerlöse werden sich in der Größenordnung des Vorjahres bewegen, die angespannte Marktlage lässt eine Ergebniserholung nicht zu, wir erwarten im Gegenteil einen deutlichen Rückgang, sowohl bei Operativem Ergebnis als Operativer Rendite.

Auch die Prognosen für die Märkte des Geschäftsbereichs Gleitlager lassen keine grundlegenden Änderungen erkennen, wir gehen von Auftragseingängen etwa auf Höhe des Vorjahres aus. Das spiegelt analog auch unsere Erwartungen für die Umsatzerlöse wider. Operatives Ergebnis und Operative Rendite werden leicht unter der Größenordnung des Jahres 2018 liegen.

Die zuvor beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf unseren derzeitigen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen, sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, beeinflussen unsere Geschäftsaktivitäten und deren Ergebnis.

Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Leistungen und Ergebnisse der RENK Gruppe wesentlich von denjenigen abweichen, über die wir zukunftsgerichtete Aussagen machen.

 

Augsburg, 8. Februar 2019

RENK Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Florian Hofbauer

Christian Hammel

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2018

der RENK Aktiengesellschaft

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

T€ Anhang 2018 2017 1)
Umsatzerlöse [6] 502.218 469.406
Umsatzkosten -383.442 -354.223
Bruttoergebnis vom Umsatz 118.776 115.183
Sonstige betriebliche Erträge 2) [7] [20] 7.484 3.807
Vertriebskosten -37.412 -35.094
Allgemeine Verwaltungskosten -22.342 -19.889
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2) [8] [20] -6.295 -3.960
Operatives Ergebnis 60.213 60.047
Zinsaufwendungen [9] -400 -462
Übriges Finanzergebnis [9] 1.802 1.619
Finanzergebnis 1.402 1.157
Ergebnis vor Steuern 61.615 61.204
Ertragsteuern [10] -19.105 -18.376
Ergebnis nach Steuern (Anteil der RENK Aktionäre) 42.510 42.828
Ergebnis je Aktie in € (verwässert und unverwässert) [11] 6,25 6,30

1) Anpassung Vorjahresinformationen. Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" wird verwiesen.
2) Im Geschäftsjahr 2018 sind hierin insgesamt Aufwendungen von 419 T€ enthalten, die aus der Bildung der Risikovorsorge gem. IFRS 9 resultieren. Für weitere Erläuterungen wird den Abschnitt "Risikovorsorge" im Konzern Anhang verwiesen.

Überleitung zum Konzern Gesamtergebnis der Periode

T€ 2018 2017
Ergebnis nach Steuern 42.510 42.828
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertungen aus Pensionsplänen 1) -2.195 6.021
Abgrenzung latenter Steuern 1) -57 -306
Neubewertung Sonstige und Finanzbeteiligungen -552 -
Abgrenzung latenter Steuern 9 -
-2.796 5.715
Posten, die zukünftig in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 1) 2) 1.130 -2.771
Veränderung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten (Sicherungsinstrumente) 2) -320 1.908
Abgrenzung latenter Steuern 103 -610
913 -1.473
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode -1.883 4.242
Gesamtergebnis 40.627 47.070
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen per 31.12. -13.273 -11.390

1) Auf Währungsumrechnungsdifferenzen entfallen keine latenten Steuern.
2) Zur Angabe der Umgliederung realisierter Gewinne und Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung siehe Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsstrategien".

Konzern Bilanz

Aktiva

T€ Anhang 31.12.2018 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte [14] 2.384 1.657
Sachanlagen [15] 210.041 196.686
Sonstige und Finanzbeteiligungen [16] 11.282 9.079
Aktive latente Steuern [10] 6.295 7.652
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte [21] [31] 3 126
Sonstige langfristige Forderungen [21] 3 32
Langfristige Vermögenswerte 230.008 215.232
Vorräte [17] 196.578 180.503
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [18] 104.854 87.883
Vertragliche Vermögenswerte 1) [19] 5.718 -
Forderungen aus laufenden Steuern 8.253 11.581
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte [21] [31] 15.800 2.866
Sonstige kurzfristige Forderungen [21] 6.451 3.380
Flüssige Mittel [22] 185.700 198.553
Kurzfristige Vermögenswerte 523.353 484.765
753.361 699.997

Passiva

T€ Anhang 31.12.2018 31.12.2017
Gezeichnetes Kapital 17.920 17.920
Kapitalrücklage 10.669 10.669
Gewinnrücklagen 431.910 404.651
Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten -10.564 -11.390
Eigenkapital [23] 449.935 421.851
Rückstellungen für Pensionen [24] 16.023 10.505
Passive latente Steuern [10] - 4.739
Vertragliche Verbindlichkeiten langfristig 1) [27] 81.993 70.606
Sonstige langfristige Rückstellungen [25] 8.555 8.052
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten [28] [31] 120 -
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [28] 51 76
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 106.742 93.978
Effektive Ertragsteuerrückstellungen 1.898 390
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [26] 39.407 34.635
Vertragliche Verbindlichkeiten kurzfristig 1) [27] 80.392 71.055
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 159 2
Sonstige kurzfristige Rückstellungen [25] 43.522 48.917
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten [28] [31] 2.129 1.175
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [28] 29.176 27.995
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 196.683 184.169
753.361 699.997

1) Neue Bilanzposten nach IFRS 15. Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" wird verwiesen.

Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung 1)

T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, Gewinne und Verluste Gesamt
Stand am 31.12.2016 17.920 10.669 376.783 -15.632 389.740
Ergebnis nach Steuern - - 42.828 - 42.828
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, Gewinne und Verluste - - - 4.242 4.242
Gesamtergebnis - - 42.828 4.242 47.070
Dividendenzahlung - - -14.960 - -14.960
Stand vor Anpassung am 31.12.2017 17.920 10.669 404.652 -11.390 421.851
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 9 und IFRS 15 2) - - -291 2.709 2.418
Stand nach Anpassung am 01.01.2018 17.920 10.669 404.361 -8.682 424.268
Ergebnis nach Steuern - - 42.510 - 42.510
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, Gewinne und Verluste - - - -1.883 -1.883
Gesamtergebnis - - 42.510 -1.883 40.627
Dividendenzahlung - - -14.960 - -14.960
Übrige Veränderungen - - - - 0
Stand am 31.12.2018 17.920 10.669 431.910 -10.564 449.935

1) Siehe auch die weiteren Erläuterungen im Anhang zu Abschnitt "Eigenkapital".
2) Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" wird verwiesen.

Konzern Kapitalflussrechnung 1)

T€ Anhang 2018 2017
Flüssige Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 198.553 213.957
Ergebnis vor Steuern 61.615 61.204
Ertragsteuerzahlungen -17.336 -20.038
Abschreibungen und Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [14] [15] 19.013 18.925
Veränderung der Rückstellung für Pensionen 3.364 1.378
Ergebnis aus Anlagenabgängen -327 -19
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.738 -906
Veränderung der Vorräte -15.408 133
Veränderung der Forderungen und der Vertraglichen Vermögenswerte 2) -30.328 -2.725
Veränderung der (Vertraglichen) Verbindlichkeiten 2) 17.481 -28.005
Veränderung der Sonstigen Rückstellungen -5.105 -5.098
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 3) 34.706 24.849
Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte [14] [15] -35.361 -18.735
Kapitaleinzahlungen bei Sonstigen und Finanzbeteiligungen sowie Erwerb von nicht konsolidierten Tochterunternehmen [16] -1.669 -5.392
Erlöse aus Anlagenabgängen 3.885 479
Zahlungsmittelzufluss Geldanlagen 8 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -33.136 -23.648
Dividendenzahlung [23] -14.960 -14.960
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.960 -14.960
Wechselkursbedingte Veränderung der Flüssigen Mittel 538 -1.645
Veränderung der Flüssigen Mittel -12.853 -15.404
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres [22] 185.700 198.553

1) Siehe auch die weiteren Erläuterungen im Anhang zu Abschnitt Kapitalflussrechnung.
2) Neue Bilanzposten nach IFRS 15. Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" wird verwiesen.
3) Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit enthält Zinseinzahlungen in Höhe von 128 T€ (Vorjahr: 350 T€), Zinsauszahlungen in Höhe von 87 T€ (Vorjahr: 154 T€) und Einnahmen aus Sonstigen und Finanzbeteiligungen in Höhe von 1.979 T€ (Vorjahr: 1.217 T€).

Konzern Anhang

Grundsätze der Rechnungslegung

(1) Allgemeine Grundlagen

Die RENK Aktiengesellschaft (im Folgenden RENK AG) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Augsburg (Deutschland), Gögginger Straße 73. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Augsburg unter HRB 6193 eingetragen. Die RENK Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt weltweit hochwertige Antriebstechnik.

Sie gliedert sich in die Geschäftsbereiche Spezialgetriebe, Fahrzeuggetriebe, Standardgetriebe und Gleitlager.

Die MAN SE hat am 31. Dezember 2018 ihre Anteile in Höhe von 76 % am Kapital der RENK AG an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg, eine unmittelbare, 100%ige Tochtergesellschaft der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, (VW AG) veräußert. Die RENK AG ist damit aus dem Konzernverbund der MAN SE ausgeschieden. Die Volkswagen Klassik GmbH macht von dem Befreiungstatbestand nach § 291 HGB Gebrauch und stellt keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht auf. Die RENK AG wird in den Konzernabschluss der VW AG, als oberstem Mutterunternehmen, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Der vorliegende Konzernabschluss der RENK AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 wurde unter Anwendung von § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung erstellt. Dieser Konzernabschluss wurde am 8. Februar 2019 aufgestellt und durch Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der Konzernabschluss ist in der Berichtswährung Euro, der funktionalen Währung der RENK Gruppe, aufgestellt. Sofern keine anderen Angaben gemacht werden, verstehen sich alle Werte in T€. Aufgrund kaufmännischer Rundungen von Beträgen können bei Addition und Prozentangaben geringfügige Abweichungen auftreten.

(2) Konsolidierung und Bewertung von Beteiligungen

(a) Beteiligungen

Die Beteiligungen der RENK AG umfassen Tochterunternehmen, Sonstige Beteiligungen sowie eine Finanzbeteiligung. Alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die RENK AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht, werden in den Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die RENK AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an deren positiven oder negativen variablen Rückflüssen partizipiert und diese Rückflüsse auf Basis der Stimmrechte beeinflussen kann.

In den Sonstigen Beteiligungen sind Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und einer Finanzbeteiligung enthalten.

(b) Konsolidierungskreis

Einbezogene Gesellschaften

In den Konzernabschluss werden neben der RENK AG die folgenden 100%igen Tochtergesellschaften einbezogen:

RENK France S.A.S., Saint-Ouen-l'Aumône, Frankreich,

RENK Corporation, Duncan (SC), USA,

RENK Test System GmbH, Augsburg,

RENK-MAAG GmbH, Winterthur, Schweiz und

RENK Systems Corporation, Camby (IN), USA.

Die Konzerntochter RENK-MAAG GmbH, Winterthur, hat mit Wirkung zum 8. Juni 2018 alle Anteile an der MAAG Gear Systems AG mit Sitz in Wallisellen, Schweiz, zu einem Kaufpreis von umgerechnet 1.666 T€ erworben. In der Gesellschaft waren die noch verbliebenen Restaktivitäten der MAAG-Gruppe im Marinebereich gebündelt. Mit Handelsregistereintragung vom 12. Oktober 2018 wurde die erworbene Gesellschaft auf die RENK-MAAG GmbH verschmolzen. Aus der Verschmelzung wurde ein Verlust in Höhe von 25 T€ realisiert.

Nicht einbezogene Gesellschaften

Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und die Finanzbeteiligung sind insgesamt für das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des RENK Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Diese werden, teils unter Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften, mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung gegebenenfalls vorzunehmender Wertminderungen im Konzernabschluss bilanziert.

Für eine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes der RENK Gruppe wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes verwiesen.

Zu den Stichtagen der Geschäftsjahre 2018 und 2017 bestehen keine gesondert zu bilanzierenden Geschäfts- oder Firmenwerte.

(c) Sonstige Beteiligungen und Finanzbeteiligungen

Sonstige Beteiligungen umfassen die nicht konsolidierten Tochterunternehmen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden.

Finanzbeteiligungen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und auch keine bedingte Gegenleistung in einem Unternehmenszusammenschluss darstellen, können erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne und Verluste aus kumulierten Wertänderungen werden bei der späteren Ausbuchung, z.B. beim Verkauf der Beteiligung, nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dividenden von Finanzbeteiligungen werden erfolgswirksam vereinnahmt, soweit diese nicht eine Rückzahlung auf die Anschaffungskosten darstellen.

(d) Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den relevanten Fremdwährungskursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. In Folgeperioden werden die monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Mittelkurs am Abschlussstichtag bewertet, die Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Bei der erstmaligen Erfassung eines Vermögenswerts, Aufwands oder Ertrags, der erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhaltet, ist der Kurs maßgebend, zu dem die nicht monetären Posten aus den Anzahlungen am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet worden sind.

Die Abschlüsse von Gesellschaften aus Ländern außerhalb des Euroraums werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung richtet sich nach dem primären Wirtschaftsumfeld, sie entspricht für die einbezogenen Gesellschaften der jeweiligen Landeswährung.

Die Umrechnung der Abschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode, nach der die Posten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Kurs am Abschlussstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit gewichteten Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Eigenkapital wird, mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, mit historischen Kursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und als gesonderte Position im Eigenkapital ausgewiesen.

Überblick über wesentliche Devisenkurse

Mittelkurs Durchschnittskurs 1)
31.12.2018 31.12.2017 2018 2017
US-Dollar 1,14525 1,19875 1,13855 1,18351
Schweizer Franken 1,12640 1,16935 1,12914 1,1686
Britisches Pfund 0,89690 0,88730 0,89750 0,88282
Chinesischer Yuan 7,87725 7,80085 7,84092 7,80623
Japanischer Yen 125,91000 134,87000 127,67833 133,60947

1) Gewichteter Durchschnittskurs

(3) Bilanzierungsgrundsätze

Die Darstellung in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres oder innerhalb des längeren Geschäftszyklus fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Vermögenswerte und Rückstellungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden als langfristige Posten dargestellt. Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Posten, wie zum Beispiel zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente sowie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, auf Basis der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Der Konzernabschluss basiert auf den nach Volkswagen bzw. MAN konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der RENK AG und der einbezogenen Tochterunternehmen.

Die Bilanzierungsgrundsätze beschreiben die im Geschäftsjahr 2018 angewandten Regelungen und Methoden unter Berücksichtigung der erstmaligen Anwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 - Finanzinstrumente und IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Diese Neuregelungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit teils erheblichen Unterschieden in der Bilanzierungsmethodik sowie Änderungen in Darstellung und Ausweis verbunden. Die Umsetzung der Anforderungen an die Rechnungslegung erfolgte anhand der modifiziert retrospektiven Transitionsmethode, wonach die Eröffnungsbilanzwerte erfolgsneutral angepasst wurden. Eine Anpassung der Vorjahreswerte erfolgte somit nicht, sodass eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahresinformationen über die Darstellungen im Abschnitt 5 - "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" hergestellt wird. Für die Beschreibung der im Vorjahr angewendeten Rechnungslegungsmethoden, vor der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15, wird auf den Konzernabschluss der RENK AG zum 31.

Dezember 2017 verwiesen.

(a) Umsatzrealisierung

Mit der Übertragung der Verfügungsmacht über einen Vermögenswert an den Kunden erfüllt das Unternehmen seine Leistungsverpflichtung ,und der korrespondierende Umsatzerlös kann erfasst werden. Der Vermögenswert umfasst dabei vertraglich zugesagte Güter und Dienstleistungen. Zu Vertragsbeginn wird beurteilt, ob die Leistungsverpflichtung kontinuierlich über einen bestimmten Zeitraum erfüllt wird. Sind die Voraussetzungen nicht gegeben, so wird die Leistungsverpflichtung zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt. In den Leistungsverpflichtungen sind gegebenenfalls gesetzliche Gewährleistungsansprüche (sog. Assurance-Type Warranties) zu berücksichtigen.

Die Leistungsverpflichtungen werden in folgenden Fällen zeitraumbezogen realisiert:

Die erbrachten Dienstleistungen, die dem Kunden einen Nutzen stiften, werden gleichzeitig mit der Leistungserbringung durch den Kunden konsumiert.

Die erstellten bzw. bearbeiteten Vermögenswerte befinden sich während der Leistungserbringung des Unternehmens in der Verfügungsmacht des Kunden.

Die erstellten Vermögenswerte bieten für das Unternehmen keine alternative Nutzungsmöglichkeit, und es besteht ein durchsetzbarer Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden für die bereits erbrachten Leistungen.

Bei zeitraumbezogener Erfüllung von Leistungsverpflichtungen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt ("percentage of completion method") erfasst. RENK ermittelt den Leistungsfortschritt mittels der inputbasierten Methode zur Abschätzung der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten. Die angefallenen Auftragskosten stellen den besten Maßstab für die Messung des Erfüllungsgrades der Leistungsverpflichtungen dar. Sofern die erwarteten Kosten die erwarteten Umsatzerlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust sofort in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt, in dem zugehörige aktivierte Vermögenswerte wertberichtigt und gegebenenfalls auch Rückstellungen gebildet werden.

Die Höhe der Umsatzerlöse bemisst sich nach dem Transaktionspreis, der der erwarteten Gegenleistung einschließlich möglicher variabler Vergütungsbestandteile entspricht.

Sofern in einem Vertrag eine variable Gegenleistung vereinbart wurde, wird der Umsatz mit Hilfe der Methode des wahrscheinlichsten Betrages geschätzt. Variable Gegenleistungen finden nur dann im Transaktionspreis Eingang, sofern diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden, sobald die Unsicherheit in Bezug auf die variable Gegenleistung beseitigt ist. Bei Mehrkomponentenverträgen wird der gesamte Transaktionspreis auf die einzelnen abgrenzbaren Leistungsverpflichtungen im Verhältnis der Einzelveräußerungspreise aufgeteilt.

Vertragsanbahnungs- und -erfüllungskosten werden mangels Erfüllung der erforderlichen Voraussetzungen nicht aktiviert.

(b) Betriebliche Aufwendungen

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstiger absatzbezogener Aufwendungen zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren. Zu den Herstellungskosten gehören, neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, auch fertigungsbedingte Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf die Produktionsanlagen.

Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich als Aufwand der Periode erfasst, mit Ausnahme von Fremdkapitalkosten, die als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten aktiviert werden. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr zur Versetzung in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsbereiten Zustand erforderlich ist. Eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten wurde in den vorliegenden beiden Geschäftsjahren nicht vorgenommen.

(c) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte, die im Zuge eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet.

Haben die Immateriellen Vermögenswerte eine bestimmbare Nutzungsdauer, werden sie über den Zeitraum ihrer Nutzung linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt für Software überwiegend drei Jahre. Bei Lizenzen und ähnlichen Rechten erfolgt die Abschreibung entsprechend den vertraglichen Nutzungsdauern. Ist keine Nutzungsdauer bestimmbar, erfolgt keine planmäßige Abschreibung. Stattdessen werden die Immateriellen Vermögenswerte mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen, gegebenenfalls wird eine Wertminderung vorgenommen. Weder zum 31. Dezember 2018 noch zum Vorjahresstichtag sind Geschäfts- oder Firmenwerte oder andere Immaterielle Vermögenswerte ohne bestimmbare Nutzungsdauer aktiviert.

Die Aufwendungen fUr die Entwicklung neuer Produkte und Baureihen werden aktiviert, wenn die Produkte bzw. Baureihen technisch und wirtschaftlich realisierbar, für eine eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen und die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind sowie ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts zur Verfügung stehen. Entwicklungsaufwendungen, die diese Kriterien nicht erfüllen, sowie alle Forschungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Ab dem Zeitpunkt der Markteinführung werden die aktivierten Entwicklungskosten abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear, in der Regel Uber fünf bis sieben Jahre. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt mindestens einmal jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge. Zu den Bilanzstichtagen der Geschäftsjahre 2018 und 2017 sind keine derartigen Entwicklungskosten aktiviert.

(d) Sachanlagen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um Abschreibungen und gegebenenfalls auch Wertminderungen. Investitionszuschüsse werden grundsätzlich von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilige Produktionsgemeinkosten. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten separat bilanziert und abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden in den Herstellungskosten der Geschäftsjahre 2018 und 2017 nicht berücksichtigt.

Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind.

Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Gebäude 10 bis 50
Grundstückseinrichtungen 5 bis 33
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 21
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

(e) Leasing

Leasing-Transaktionen über Sachanlagen (Investitionsleasing) sind entweder als "finance lease" oder als "operating lease" zu klassifizieren. Die erfassten Leasingvereinbarungen des RENK Konzerns sind als Operating-Lease-Transaktionen zu klassifizieren und die Leasingraten als Aufwand erfasst. Vermietete Anlagegegenstände im Rahmen von Operating-Lease-Verträgen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und linear über die Vertragslaufzeit auf den kalkulierten Restwert abgeschrieben.

Wertminderungen werden mittels außerplanmäßiger Abschreibung und Anpassung der Abschreibungsraten erfasst. Vermietungen von Anlagegegenständen werden bei RENK nur in geringem Umfang getätigt.

(f) Wertminderungen

Wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Buchwerte von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Sonstigen Beteiligungen und Finanzbeteiligungen sowie Sonstigen Forderungen wertgemindert sein könnten, wird ein Wertminderungstest durchgeführt. Für Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmten Nutzungsdauern, aktivierte Entwicklungskosten sowie den Goodwill wird der Wertminderungstest mindestens einmal jährlich durchgeführt. Im RENK Konzern existieren zu den Bilanzstichtagen der Geschäftsjahre 2018 und 2017 keine der genannten Bilanzposten, die einem jährlichen Wertminderungstest zu unterziehen wären.

Um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertminderung zu bestimmen, wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts ermittelt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Kapitalkostensatz vor Steuern (WACC) verwendet. Die Ermittlung des Diskontierungszinses basiert auf dem Zinssatz für risikofreie Anlagen, Marktrisikoprämie und Fremdkapitalzinssatz sowie unter Berücksichtigung von spezifischen Peer-Group-Informationen für die Beta-Faktoren und dem Verschuldungsgrad. Die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Der 2018 angewendete Kapitalkostensatz beträgt 7,7 % (Vorjahr: 8,0 %). Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierende Einheit) bestimmt, welcher der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertminderung des Vermögenswerts.

Ergibt sich für einen Vermögenswert oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag, erfolgt eine Wertaufholung maximal bis auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die sich ohne die Wertminderung ergeben hätten. Die Wertaufholung erfolgt ergebniswirksam und wird in den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die Wertaufholung eines zuvor abgeschriebenen Goodwills ist nicht zulässig. Im RENK Konzern existiert zu den Stichtagen der Geschäftsjahre 2018 und 2017 weder ein zu bilanzierender Goodwill noch war eine ergebniswirksame Zuschreibung auf Vermögenswerte bzw. zahlungsmittelgenerierende Einheiten zu erfassen.

Für Wertminderungen im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten wird auf die Darstellungen des Abschnitts (i) - "Originäre Finanzinstrumente" verwiesen.

(g) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilige fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten sind überwiegend auf Basis der üblichen Kapazitätsauslastung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Rohstoffe und Handelswaren werden grundsätzlich zu gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

(h) Vertragliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Hat eine der Vertragsparteien die vertraglichen Leistungsverpflichtungen erfüllt, so hat das Unternehmen einen Vertraglichen Vermögenswert oder eine Vertragliche Verbindlichkeit zu bilanzieren, abhängig davon, ob das Unternehmen seine Leistungsverpflichtung erfüllt oder der Kunde die Zahlung geleistet hat. Hierbei ist auch der unbedingte Anspruch auf den Erhalt der Gegenleistung zu berücksichtigen.

Vertragliche Vermögenswerte resultieren in der RENK Gruppe aus zeitraumbezogener Erfüllung der Leistungsverpflichtungen, die nach ihrem Leistungsfortschritt ("percentage of completion method") bilanziert werden. Nach dieser Methode werden anteilige Umsatzerlöse und Umsatzkosten entsprechend dem am Abschlussstichtag erreichten Leistungsfortschritt ausgewiesen. Berechnungsgrundlage ist der mit dem Kunden vereinbarte Transaktionspreis und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Verhältnis der bis zum Abschlussstichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt erwarteten Auftragskosten ("cost to cost method"). Sofern das Ergebnis einer Leistungsverpflichtung noch nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst ("zero profit method"). In der Bilanz werden die nach der "percentage of completion method" verumsatzten Auftragsteile unter Anrechnung der erhaltenen Anzahlungen in den Vertraglichen Vermögenswerten erfasst.

Erwartete Verluste aus zeitraumbezogenen Leistungsverpflichtungen werden sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst, indem aktivierte Vermögenswerte wertberichtigt und darüber hinaus auch Rückstellungen gebildet werden.

Vertragliche Verbindlichkeiten umfassen erhaltene Anzahlungen sowie den Gegenposten zu den unbedingten Forderungen auf Kundenanzahlungen, sprich Verbindlichkeiten aus zu erhaltenden Anzahlungen.

(i) Originäre Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, also zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird.

Zu den originären Finanzinstrumenten gehören insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzbeteiligungen, Wertpapiere und Flüssige Mittel sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei erstmaliger Erfassung werden die originären Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei der Erstbewertung entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Transaktionspreis, d.h. der hingegebenen oder der empfangenen Gegenleistung.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme wie folgt klassifiziert:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet,

erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fremdkapitalinstrumente)

erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet (Eigenkapitalinstrumente),

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten lassen sich in nachstehende Kategorien einordnen:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet,

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Option, finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten, wird im RENK Konzern nicht ausgeübt.

Tochterunternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert werden, sowie Finanzinstrumente aus Rechten und Verpflichtungen aus IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Kundenverträgen fallen grundsätzlich nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9-Finanzinstrumente, wobei jedoch zu beachten ist, dass für die letztgenannten finanziellen Vermögenswerte die Vorschriften über die Wertminderungen des IFRS 9 - aufgrund einer Ausnahmeregelung des Standards - zu berücksichtigen sind.

Für RENK besteht in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte (Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag (sog. "SPPI-Kriterium" - "Solely Payments of Principal and Interest") umfassen, ausschließlich die Absicht diese bis zur Vereinnahmung der mit ihnen verbundenen Zahlungsströme zu halten. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet,

mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wird,

abzüglich eventueller Tilgungen,

abzüglich etwaiger gebildeter Risikovorsorgen, Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit von finanziellen Vermögenswerten sowie

zu- oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Fälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio, Disagio) unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" umfasst im RENK Konzern vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Flüssige Mittel. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten werden durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz abgezinst, wobei zu den Stichtagen 2018 und 2017 keine derartigen Sachverhalte bestehen.

Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, das sowohl die Vereinnahmung vertraglich vereinbarter Cashflows als auch den Verkauf finanzieller Vermögenswerte vorsieht, bestehen bei RENK nicht.

Dem Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sowie von Vertraglichen Vermögenswerten aus Kundenverträgen, wird durch die Bildung von konzerneinheitlichen Risikovorsorgen für erwartete Forderungsausfälle ("Expected Credit Loss Model") sowie bei bereits eingetretenen Verlusten durch Erfassung einer Wertminderung Rechnung getragen. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird nicht nur bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen, sondern auch für nicht überfällige Forderungen angenommen. Neben den vorstehenden objektiven Hinweisen wird auch die Dauer der Überfälligkeit bei der Beurteilung über die Erhöhung des Kreditausfallrisikos berücksichtigt.

Für die Ermittlung der Risikovorsorgen werden nicht-signifikante Forderungen sowie signifikante Einzelforderungen ohne Hinweise auf Wertminderungen anhand vergleichbarer Kreditrisikomerkmale zu homogenen Portfolios zusammengefasst und nach Risikoklassen aufgeteilt. Für die Ermittlung der Wertminderungshöhe werden durchschnittliche historische Ausfallwahrscheinlichkeiten in Verbindung mit zukunftsbezogenen Parametern des jeweiligen Portfolios herangezogen.

Die Ermittlung von Wertminderungen für erwartete Kreditausfälle auf Basis eines allgemeinen Wertminderungsmodells ("General Approach") bestimmt sich anhand der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Stufen:

Stufe 1:

Für finanzielle Vermögenswerte, deren Ausfallrisiken sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht haben, wird jeweils eine Risikovorsorge für die erwarteten Zahlungsausfälle innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag erfasst.

Stufe 2:

Für finanzielle Vermögenswerte, die am Abschlussstichtag im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos aufweisen, wird eine Risikovorsorge für die erwarteten Verluste über die Laufzeit des Finanzinstruments gebildet. Das Unternehmen hat für die Beurteilung eines signifikanten Anstiegs angemessene, umfassende sowie zukunftsgerichtete Informationen einzuholen.

Stufe 3:

Liegen seit dem letzten Abschlussstichtag objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor, werden die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 zugeordnet und die Risikovorsorge auf Basis der erwarteten Verluste für die gesamte Restlaufzeit erfasst.

Ungeachtet der zuvor beschriebenen Stufen des allgemeinen Wertminderungsmodells wird eine Risikovorsorge über die Gesamtlaufzeit seit dem Erstansatz erfasst, wenn für finanzielle Vermögenswerte bereits im Zugangszeitpunkt objektive Hinweise auf eine beeinträchtigte Bonität besteht.

Der Bruttobuchwert von finanziellen Vermögenswerten wird abgeschrieben, wenn keinerlei begründete Erwartung, z.B. bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder bei Scheitern von Sanierungsmaßnahmen, besteht, dass der Schuldner seine Verbindlichkeit ganz oder teilweise begleicht oder eine Sicherheit verwertet werden kann.

Die Bildung von Risikovorsorgen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragliche Vermögenswerte erfolgt nach dem vereinfachten Wertminderungsmodell des IFRS 9 ("Simplified Approach"). Demnach werden die erwarteten Kreditausfälle über die gesamte Restlaufzeit der Forderungen und Vertraglichen Vermögenswerte auf Basis einer Wertminderungstabelle berechnet, deren Wertberichtigungsquoten nach Tagen, die eine Forderung überfällig ist, gestaffelt sind. Die Abschlagssätze werden hierzu basierend auf historischen Ausfallraten sowie zukunftsgerichteten Faktoren ermittelt.

Bei Vorliegen objektiver Hinweise auf individuelle Wertminderungen wird von der Wertminderungstabelle abgewichen und eine Einzelwertberichtigung analog zur Stufe 3 des allgemeinen Wertminderungsmodells auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe des bereits eingetretenen Ausfalls gebildet.

Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechende wertberichtigte Forderung ausgebucht.

Zu den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten gehören Finanzbeteiligungen (Eigenkapitalinstrumente), für die der RENK Konzern das unwiderrufliche Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in Anspruch nimmt. Im Rahmen der erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes nach Berücksichtigung latenter Steuern sowie alle Fremdwährungsbestandteile im Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten erfasst. Eine Reklassifizierung in den Gewinn oder Verlust bei Veräußerung des finanziellen Vermögenswertes ist nicht zulässig, vielmehr erfolgt bei Abgang der Beteiligung eine Umbuchung in die Gewinnrücklage. Etwaige Dividenden werden erfolgswirksam erfasst, soweit diese nicht eindeutig eine Rückzahlung auf die Anschaffungskosten darstellen.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Bruttowert ausgewiesen. Eine Saldierung wird nur dann vorgenommen, wenn die Aufrechnung der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt von RENK rechtlich durchsetzbar ist und die Absicht besteht, tatsächlich zu saldieren.

RENK nutzte im Berichtsjahr das zentrale Finanzmanagement der MAN Gruppe. Im Rahmen eines Cashpooling-Verfahrens werden dabei die Salden der eingebundenen RENK Konten durch die MAN SE i.d.R. täglich glattgestellt und somit in Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der MAN SE transformiert. Im Rahmen ihres zentralen Finanzmanagements steuert und gewährleistet die MAN SE die Liquiditäts- und Kreditversorgung der MAN Gruppe durch entsprechende Transaktionen auf den internationalen Finanzmärkten. RENK weist die Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE wegen ihres zahlungsmittelnahen Charakters als Flüssige Mittel aus. Sie resultieren im Wesentlichen aus dem zentralen Cashpooling sowie aus äußerst liquiden Anlagen mit temporärem Charakter bei der MAN SE. Bei der MAN SE vorgenommene Geldanlagen mit investivem Charakter werden hingegen als Sonstige Vermögenswerte ausgewiesen. In analoger Weise werden Verbindlichkeiten, die aus dem zentralen Finanzmanagement der MAN Gruppe stammen, als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

(j) Derivative Finanzinstrumente

In der RENK Gruppe werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und sonstigen Preisänderungsrisiken, die vor allem aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultieren können, entgegenzuwirken. Die für RENK wichtigsten derivativen Finanzinstrumente sind Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt am Handelstag. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt ergebniswirksam.

Der beizulegende Zeitwert entspricht bei börsennotierten Derivaten deren positivem oder negativem Marktwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos. Liegen keine quotierten Marktpreise vor, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Abschlussstichtag bestehenden Konditionen, wie z.B. Zinssätze oder Devisenkurse, und mithilfe anerkannter Modelle, wie z.B. Discounted-Cashflow-Modelle oder Optionspreismodelle, berechnet.

Bei RENK wurden im Geschäftsjahr 2018 keine Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument gebildet und bilanziert. Auf die Erläuterung zur Anwendung von Hedge Accounting nach IFRS 9 wird an dieser Stelle deshalb verzichtet.

(k) Ertragsteuern

Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Verpflichtungen aus Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Mittels bestmöglicher Schätzung werden für potenzielle Steuerrisiken Rückstellungen passiviert. Für bilanzierte Ertragsteuerposten wird der voraussichtliche Betrag der Steuernachzahlung zugrunde gelegt.

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen, für Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge abgegrenzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu dem am Abschlussstichtag gültigen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Anwendung kommenden Steuersatz.

Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem zu versteuerndes Einkommen für die Nutzung der abzugsfähigen temporären Differenzen wahrscheinlich zur Verfügung stehen wird. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Der Bewertung von aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge werden in der Regel zukünftig zu versteuernde Einkommen im Rahmen eines Planungszeitraumes von fünf Geschäftsjahren zugrunde gelegt.

Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet, wenn sie denselben Steuergläubiger betreffen und soweit sich die Laufzeiten entsprechen.

Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit die Veränderung latenter Steuern aus Sachverhalten resultiert, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

(l) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen ("defined benefit obligation") auf der Grundlage der zum Abschlussstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und auf ihren Barwert abgezinst. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind um den beizulegenden Zeitwert des zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen bestehenden Planvermögens vermindert. Soweit das Planvermögen die Verpflichtung übersteigt, wird dieser Überhang nur insoweit als sonstiger Vermögenswert angesetzt, wie hieraus eine Rückvergütung aus dem Plan oder eine Reduzierung künftiger Beiträge resultiert.

Der Dienstzeitaufwand, der die im Geschäftsjahr gemäß Leistungsplan hinzuerworbenen Ansprüche der aktiven Arbeitnehmer repräsentiert, wird innerhalb der Funktionskosten ausgewiesen. Die Nettozinserträge bzw. -aufwendungen ergeben sich durch Multiplikation des Nettovermögenswerts bzw. der Nettoschuld mit dem Abzinsungssatz und werden in den Zinsaufwendungen berücksichtigt.

Neubewertungen des Nettovermögenswerts bzw. der Nettoschuld umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Abweichungen zwischen den getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Entwicklungen oder Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen entstehen, sowie Erträge aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinserträgen bzw. -aufwendungen enthalten sind. Die Neubewertungen werden unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zahlungen für beitragsorientierte Pläne werden ergebniswirksam innerhalb der Funktionskosten erfasst.

(m) Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung bzw. zum Abfluss von Ressourcen führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Betrags, der zur Erfüllung der Verpflichtungen bei bestmöglicher Schätzung notwendig ist. Sofern der Zinseffekt wesentlich ist, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.

Eine mit einer Rückstellung zusammenhängende erwartete Erstattung Dritter wird als separater Vermögenswert aktiviert, wenn ihre Realisation so gut wie sicher ist. Die Bilanzierung der Rückstellungen wird regelmäßig überprüft und bei Vorliegen neuer Erkenntnisse oder geänderter Umstände angepasst. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung entsprechend aufgelöst und der Ertrag in den korrespondierenden Funktionsbereichen bzw. in den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Erzeugnisse oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistung gebildet. Die Bewertung basiert vorrangig auf historischen Erfahrungswerten. Für bekannte Schäden werden darüber hinaus Einzelrückstellungen gebildet. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden erfasst, soweit ein detaillierter, formaler Maßnahmenplan, welcher die Informationen über den betroffenen Geschäftsbereich und die geschätzte Anzahl der Mitarbeiter und eine Kostenabschätzung enthält, erstellt und dieser den betroffenen Parteien bzw. deren Vertretern mitgeteilt worden ist.

Rückstellungen für ausstehende Kosten und für sonstige Verpflichtungen sind auf der Basis der noch zu erbringenden Leistungen bewertet, in der Regel in Höhe voraussichtlich noch anfallender Herstellungskosten. Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende, erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.

(n) Schätzungen und Ermessensspielräume

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Die vorgenommenen Schätzungen wurden auf der Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Prämisse der Unternehmensfortführung vorgenommen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt, dennoch können zukünftige Ereignisse von den Schätzungen abweichen und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENK Gruppe haben. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung:

Die Überprüfung von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Sonstigen Beteiligungen und Finanzbeteiligungen sowie sonstiger Forderungen auf Wertminderungen erfordert u.a. die Prognose von künftigen Cashflows zur Bestimmung des erzielbaren Betrags sowie deren Diskontierung. Dabei liegen den Cashflows Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Unternehmens- und Finanzplänen aufbauen. Weitere wesentliche Prämissen bilden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten sowie die Steuersätze.

Die Schätzung der Nutzungsdauer im abnutzbaren Anlagevermögen basiert auf Erfahrungen der Vergangenheit. Kommt es im Rahmen der Überprüfung der Nutzungsdauer zu einer Änderung der Einschätzung, wird die Restnutzungsdauer angepasst und gegebenenfalls eine Wertminderung vorgenommen.

Einzelne Leistungsverpflichtungen werden zeitraumbezogen nach der "percentage of completion method" bilanziert. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt hierbei in Abhängigkeit vom Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrades an. Je nachdem, welche Methodik verwendet wird, um den Leistungsfortschritt zu bestimmen, zählen die Auftragserlöse, die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Auftragsrisiken und andere Einschätzungen zu den maßgeblichen Schätzgrößen. Das Management der operativen Bereiche überprüft kontinuierlich die Einschätzungen im Zusammenhang mit solchen Leistungsverpflichtungen und passt diese gegebenenfalls an.

Die Ermittlung des Transaktionspreises als erwartete Gegenleistung im Austausch für die Übertragung von Gütern und Dienstleistungen bedarf der Anwendung von Schätzungen insbesondere für variable Vergütungsbestandteile. Die Variabilität bezieht sich sowohl auf die tatsächliche Entstehung eines Anspruchs als auch auf die Höhe des Anspruchs selbst. Für die Bestimmung des wahrscheinlichsten Betrags wird derjenige Betrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit aus einer Vielzahl möglicher vertraglicher Gegenleistungen ausgewählt. Zudem darf der variable Vergütungsbestandteil nur dann ganz oder teilweise in den Transaktionspreis einbezogen werden, wenn es hoch wahrscheinlich ist, dass die daraus erfassten Erlöse nicht im Rahmen einer signifikanten Stornierung rückgängig gemacht werden müssen. Diese Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der Begrenzung der variablen Vergütungsbestandteile basiert auf den Einschätzungen des Managements.

Die Bestimmung der Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten verlangt Einschätzungen über Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse. Soweit möglich werden die Einschätzungen aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet.

Die Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Verfahren. Diese Bewertungen beruhen vor allem auf Annahmen über die Abzinsungsfaktoren, die Gehalts- und Rententrends sowie die Lebenserwartungen. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen führen. Die zugrunde gelegten Annahmen bei der Berechnung sind im Abschnitt "Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" dargestellt.

Da der Konzern in mehreren Ländern operativ tätig ist, unterliegt er unterschiedlichen Steuergesetzen. Dabei sind für jedes Besteuerungssubjekt die erwarteten tatsächlichen Ertragsteuern sowie die aktiven und passiven latenten Steuern zu ermitteln. Dieses erfordert u.a. Annahmen über die Auslegung komplexer Steuervorschriften sowie die Möglichkeit, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichend zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Weichen diese Annahmen vom tatsächlichen Ausgang solcher steuerlichen Unwägbarkeiten ab, können sich Auswirkungen auf den Steueraufwand sowie die latenten Steuern ergeben. Für bilanzierte unsichere Ertragsteuerpositionen wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung zugrunde gelegt.

Die Bewertung von Sonstigen Rückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen ist in Abhängigkeit vom jeweils zugrunde liegenden Geschäftsvorfall teilweise komplex und in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Die vom Management getroffenen Annahmen bezüglich des Eintritts sowie der möglichen Höhe der Inanspruchnahme basieren u.a. auf Erfahrungswerten, verfügbaren technischen Daten, Einschätzungen von Kostenentwicklungen und potenziellen Gewährleistungsfällen, Diskontierungsfaktoren sowie möglichen Verwertungserlösen. Rechtsstreitigkeiten und andere rechtliche Verfahren werfen gleichzeitig komplexe rechtliche Fragestellungen auf und sind mit zahlreichen Schwierigkeiten und Unsicherheiten verbunden. Eine Rückstellung wird hierfür gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass im Zusammenhang mit diesen Verfahren eine Verpflichtung entstanden ist, die wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird und hinsichtlich der Höhe verlässlich schätzbar ist. Die Beurteilung, ob zum Stichtag eine gegenwärtige Verpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheit besteht, ob ein zukünftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Verpflichtung verlässlich schätzbar ist, erfordert erhebliches Ermessen und umfangreiche Schätzungen durch das Management. Zukünftige Ereignisse und Entwicklungen sowie Veränderungen von Schätzungen und Prämissen können zu einem künftigen Zeitpunkt zu einer geänderten Beurteilung führen. Zusätzliche Aufwendungen, die eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von RENK haben können, können somit nicht vollständig ausgeschlossen werden. Änderungen der vertraglichen Vereinbarungen oder der faktischen Umstände werden überwacht und im Hinblick auf mögliche Auswirkungen, auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten der Berichtsperiode beurteilt. Durch von Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.

(4) Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der Flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen.

Die Ermittlung des Cashflows aus der Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Daher werden im Cashflow aus der Geschäftstätigkeit die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen korrigiert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sachanlagevermögen, bei Immateriellen Vermögenswerten sowie bei Sonstigen Beteiligungen und Finanzbeteiligungen auch Geldanlagen mit investivem Charakter. Einzahlungen aus diesen Posten werden gegengerechnet. Etwaige Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen werden abzüglich deren flüssiger Mittel zum Veräußerungszeitpunkt dargestellt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich zusammen aus folgenden zahlungswirksamen Transaktionen: Dividendenzahlungen, Aufnahmen und Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten. Weder 2018 noch 2017 waren Finanzverbindlichkeiten im RENK Konzern zu berücksichtigen.

Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Flüssigen Mittel entsprechen dem Bilanzposten Flüssige Mittel. Die Flüssigen Mittel enthalten die Guthaben bei Kreditinstituten, äußerst liquide Anlagen mit temporärem Charakter, die nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen, und die im Rahmen des MAN konzerninternen Cashpoolings bestehenden Forderungen.

(5) Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden

(a) Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter IFRS

RENK hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.

Die Methoden in Bezug auf IFRS 9 - Finanzinstrumente sowie IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden sind in deren Grundzügen bereits in den vorangehenden Abschnitten zu den Bilanzierungsgrundsätzen dargestellt. Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung der neuen bzw. geänderten IFRS werden in den folgenden Abschnitten dargestellt.

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Seit dem 1. Januar 2018 wird IFRS 9 für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen in der RENK Gruppe angewendet.

IFRS 9 wurde in der RENK Gruppe im Rahmen der modifiziert retrospektiven Transitionsmethode umgesetzt, nach der die kumulierten Umstellungseffekte in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral zu erfassen sind. Für die zusammenfassende Darstellung der Effekte wird auf die Bilanz am Ende dieses Abschnitts verwiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Finanzinstrumenten nach IAS 39, die den Vorjahresvergleichszahlen zu Grunde liegen, wurden somit nicht geändert. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Erläuterungen im Konzernanhang des Geschäftsjahres 2017.

Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten werden anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme bestimmt. Ein finanzieller Vermögenswert wird dabei beim erstmaligen Ansatz entweder als "zu fortgeführten Anschaffungskosten", als "zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderungen im Sonstigen Ergebnis" oder als "zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung" klassifiziert. Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgen unter IFRS 9 weitgehend unverändert.

Im Rahmen der Klassifizierung der Finanzinstrumente sind die Finanzbeteiligungen stets zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, selbst dann, wenn das Beteiligungsunternehmen nicht börsennotiert ist. Für die einschlägige Finanzbeteiligung, die ein Eigenkapitalinstrument nach IAS 32 darstellt, ergab sich eine Werterhöhung aus der erstmaligen Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 2.753 T€ bei den Finanzbeteiligungen, die im Rahmen der Ausübung des Wahlrechts für nicht zu Handelszwecken gehaltene Beteiligungen erfolgsneutral im Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen bzw. Verlusten erfasst wurde. Auch im Fall einer späteren Ausbuchung, z.B. beim Verkauf der Beteiligung, werden die kumulierten Wertänderungen nicht mehr in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Das Modell erwarteter Kreditausfälle ("Expected Credit Loss Model") zur Ermittlung von Wertminderungen und Bildung von Risikovorsorgen ersetzt das bislang angewendete Modell bereits eingetretener Kreditausfälle ("Incurred Loss Model"). Im Rahmen der vereinfachten Vorgehensweise des IFRS 9 wird die Risikovorsorge auf die einzelnen Forderungen anhand einer Wertberichtigungstabelle nach der Altersstruktur der betreffenden Forderungen berechnet. Die geänderte Bewertungsmethodik führt insgesamt zu einer Erhöhung der Risikovorsorge, die insbesondere aus der Anforderung resultiert, auch für nicht notleidende finanzielle Vermögenswerte eine Risikovorsorge zu bilden.

Durch die Anwendung des Expected Credit Loss Models unter IFRS 9 haben sich die Wertberichtigungen auf finanzielle bzw. Vertragliche Vermögenswerte wie folgt entwickelt:

T€ Wertberichtigung zum 31.12.2017 Anpassung IFRS 9 Wertberichtigung zum 01.01.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 916 337 1.253
Vertragliche Vermögenswerte 1) - 86 86
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 20 - 20
Gesamt 936 423 1.359

1) Neuer Bilanzposten nach IFRS 15

Zudem ergeben sich aus IFRS 9 "Finanzinstrumente" deutlich umfangreichere Anhangangaben.

Finanzinstrumente werden weiterhin in die Klassen "Zum Fair Value bewertet", "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet", "Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung" und "keiner IFRS 9 Bewertungskategorie zugeordnet" eingeteilt. Innerhalb der Klasse der derivativen Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung lagen durch IFRS 9 keine Umgliederungen aus bzw. in andere Klassen vor.

Die Klasse "Zum Fair Value bewertet" enthielt unter IAS 39 Finanzinstrumente die Bewertungskategorien "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sowie "Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente". Bei den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten ergaben sich keine Änderungen. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, für die in Vorjahren die Möglichkeit zur Bewertung zu Anschaffungskosten genutzt wurde, wurden zum 1. Januar 2018 nach Berücksichtigung der Werterhöhung von Finanzbeteiligungen wie folgt angepasst:

T€ Zum Fair Value bewertet (IAS 39) 31.12.2017 Umgliederung aus "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" Umbewertung aufgrund Bilanzierung zum Fair Value Umgliederung in "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" Zum Fair Value bewertet (IFRS 9) 01.01.2018
Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige und Finanzbeteiligungen 1) 774 - 2.753 - 3.527

1) Bewertungskategorie nach IAS 39 "Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte". Bewertungskategorie nach IFRS 9 "Erfolgsneutral zum Fair Value".

Die Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" umfasste unter IAS 39 die Bewertungskategorien "Kredite und Forderungen" sowie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten". In der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" ergaben sich folgende Anpassungen:

T€ Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (IAS 39) 31.12.2017 Umgliederung aus/in "Zum Fair Value bewertet" Umgliederung Vertragliche Vermögenswerte nach IFRS 15 2) Umbewertung aufgrund Anwendung des Expected Credit Loss Models Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (IFRS 9) 01.01.2018
Buchwert Buchwert Buchwert Risiko vorsorge Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1) 7 - - - 7
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1) 87.883 - -7.582 -337 79.964
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1) 648 - - - 648
Flüssige Mittel 1) 198.553 - - - 198.553

1) Bewertungskategorie nach IAS 39 "Kredite und Forderungen". Bewertungskategorie nach IFRS 9 "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet".
2) Umgliederung in die Klasse "Keiner IFRS 9 Bewertungskategorie zugeordnet".

Die Buchwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 entsprechen zum 01.01.2018 dem beizulegenden Zeitwert.

In der Bewertungskategorie der finanziellen Verbindlichkeiten ergaben sich keine Anpassungen. Die unter IAS 39 "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten" werden unter IFRS 9 der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zugeordnet.

Der Buchwert der Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurde zum 1. Januar 2018 wie folgt übergeleitet:

T€ Buchwert IAS 39 31.12.2017 Umgliederung Anpassung IFRS 9 Buchwert IFRS 9 01.01.2018 Veränderung Eigenkapital
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte IAS 39 774 - - 774 -
Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung unter der IFRS 9 Kategorie - - 2.753 2.753 2.753
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte IFRS 9 - - - 3.527 2.753

Der Buchwert der Bewertungskategorie "Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte" wurde zum 1. Januar 2018 wie folgt übergeleitet:

T€ Buchwert IAS 39 31.12.2017 Umgliederung Anpassung IFRS 9 Buchwert IFRS 9 01.01.2018 Veränderung Eigenkapital
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte 796 - - 796 -

Der Buchwert der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" wurde zum 1. Januar 2018 wie folgt übergeleitet:

T€ Buchwert IAS 39 31.12.2017 Umgliederung Vertragliche Vermögenswerte nach IFRS 15 Anpassung IFRS 9 Buchwert IFRS 9 01.01.2018 Veränderung Eigenkapital
Kredite und Forderungen 288.632 - - 288.632 -
Keiner IFRS 9 Bewertungskategorie zugeordnet - -7.582 -86 -7.582 -86
Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung unter der IFRS 9 Kategorie - - -337 -337 -337
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte - - - 280.713 -423

IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

IFRS 15 fasst die Bilanzierungsvorschriften zur Umsatzrealisierung neu.

Die RENK Gruppe wendet die modifiziert retrospektive Transitionsmethode an, bei der die kumulierten Umstellungseffekte in der Eröffnungsbilanz 2018 erfasst werden. Für die zusammenfassende Darstellung der Effekte wird auf die Bilanz am Ende dieses Abschnitts verwiesen.

Als Folge der bilanziellen Berücksichtigung von unbedingten Ansprüchen, aber noch nicht vom Kunden geleisteten Anzahlungen, verlängert sich die Bilanz gegenüber dem Vorjahr um 9.233 T€.

Zur Erfassung von Leistungsüberhängen des Kunden oder des Unternehmens wurde die Bilanz um die Posten "Vertragliche Verbindlichkeiten" und "Vertragliche Vermögenswerte" erweitert. Die bislang in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Forderungen aus der zeitraumbezogenen Erfüllung von Leistungsverpflichtungen werden seit dem 1. Januar 2018 als Vertragliche Vermögenswerte ausgewiesen. Diese werden keiner Bewertungskategorie nach IFRS 9 zugeordnet, da es sich nicht um Finanzinstrumente handelt. Jedoch werden die Vorschriften über die Wertminderungen im Zuge der vereinfachten Methodik des IFRS 9 angewendet. Die bislang lang- und kurzfristig ausgewiesenen Erhaltenen Anzahlungen werden zusammen mit dem Gegenposten zu den unbedingten Forderungen auf Kundenanzahlungen, in den Vertraglichen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zur Vereinheitlichung der Darstellung mit den Änderungen aus IFRS 15 und für eine bessere Vergleichbarkeit wurde der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden angepasst und eine Zuordnung zu denjenigen Funktionsbereichen vorgenommen, über die sie gebildet wurden. Die Vorjahreswerte wurden wie folgt angepasst.

T€ 31.12.2017 vor Anpassung Anpassung 31.12.2017 nach Anpassung
Umsatzkosten -363.796 9.573 -354.223
Bruttoergebnis vom Umsatz 105.610 9.573 115.183
Sonstige betriebliche Erträge 13.380 -9.573 3.807
Operatives Ergebnis 60.047 0 60.047

Die Umstellungseffekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 auf die Bilanz stellen sich wie folgt dar:

Aktiva

T€ 31.12.2017 vor Anpassung Anpassung IFRS 15 Anpassung IFRS 9 01.01.2018 nach Anpassung
Sonstige und Finanzbeteiligungen 9.079 - 2.753 11.832
Aktive latente Steuern 1) 7.652 - 5 7.657
Langfristige Vermögenswerte 215.232 - 2.758 217.990
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.883 -7.582 -337 79.964
Vertragliche Vermögenswerte - 7.582 -86 7.496
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.866 9.233 - 12.098
Kurzfristige Vermögenswerte 484.765 9.233 -423 493.575
699.997 9.233 2.335 711.565

Passiva

T€ 31.12.2017 vor Anpassung Anpassung IFRS 15 Anpassung IFRS 9 01.01.2018 nach Anpassung
Gewinnrücklagen 404.651 - -291 404.361
Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten -11.390 - 2.709 -8.682
Eigenkapital 421.851 - 2.418 424.268
Passive latente Steuern 1) 4.739 - -83 4.656
Erhaltene Anzahlungen langfristig 70.606 -70.606 - -
Vertragliche Verbindlichkeiten langfristig - 70.606 - 70.606
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 93.978 - -83 93.895
Erhaltene Anzahlungen kurzfristig 71.055 -71.055 - -
Vertragliche Verbindlichkeiten kurzfristig - 80.287 - 80.287
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 184.169 9.233 - 193.401
699.997 9.233 2.335 711.565

1) Latente Steuern auf die gebildete Risikovorsorge nach IFRS 9 sowie auf den beizulegenden Zeitwert der Sonstigen Beteiligung nach IFRS 9 vor Saldierung.

(b) Sonstige erstmalig anzuwendende Rechnungslegungsnormen

Folgende geänderte Regelungen und im Geschäftsjahr 2018 erstmalig anzuwendende Rechnungslegungsnormen haben keinen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im RENK Konzernabschluss:

Seit dem 1. Januar 2018 ist die Interpretation IFRIC 22 (Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen) in Kraft getreten. Darin wird klargestellt, dass der Zeitpunkt für die Bestimmung des Wechselkurses einer Fremdwährungstransaktion die erstmalige Erfassung aus der geleisteten oder der erhaltenen Anzahlung ist. Wenn es im Voraus mehrere Zahlungen gibt, wird ein Transaktionszeitpunkt für jede Zahlung ermittelt.

Seit dem 1. Januar 2018 wurde durch die Änderung an IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) die Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungen, die mit Steuereinbehalt erfüllt werden, die Bewertung in bar erfüllter anteilsbasierter Vergütungen, die eine Leistungsbedingung beinhalten, sowie die Bilanzierung von Modifizierungen von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen von erfüllt in bar zu erfüllt in Eigenkapitaltiteln klargestellt.

Seit dem 1. Januar 2018 wurden durch das International Accounting Standards Board Änderungen an IAS 40 (Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) vorgenommen, um festzuhalten, dass die Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nur dann vorgenommen werden können, wenn es Belege für eine Nutzungsänderung gibt.

Seit dem 1. Januar 2018 wurden Ergänzungen an IFRS 4 (Versicherungsverträge) vorgenommen. Die mit den Änderungen an IFRS 4 eingeführten Ansätze "Overlay Approach" und "Defferal Approach" sind erstmals zeitgleich mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 (Finanzinstrumente) anzuwenden.

Seit dem 1. Januar 2018 sind im Rahmen der Verbesserung der International Financial Reporting Standards 2016 (Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 Cycle) diverse Regelungen in Kraft getreten. Diese beinhalten Änderungen an IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28, die keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENK Gruppe haben.

(c) Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRS

RENK hat im Konzernabschluss 2018 die nachstehenden Rechnungslegungsnormen, die vom IASB bereits verabschiedet worden sind, die aber für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, nicht berücksichtigt.

Veröffentlicht durch das IASB Anwendungspflicht 1) Übernahme durch EU Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 3 Ergänzungen zu Unternehmenszusammenschlüssen 22.10.2018 01.01.2020 Nein Keine Auswirkungen
IFRS 9 Ergänzungen -Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 12.10.2017 01.01.2019 Ja Keine Auswirkungen
IFRS 16 Leasing 13.01.2016 01.01.2019 Ja Detaillierte Beschreibungen im Anschluss an die tabellarische Übersicht
IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 01.01.2021 Nein Keine Auswirkungen
IAS 1 IAS 8 Ergänzungen zu IAS 1 und IAS 8: Definition von wesentlich 31.10.2018 01.01.2020 Nein Keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 19 Ergänzungen zu IAS 19: Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen 07.02.2018 01.01.2019 Nein Keine Auswirkungen
IAS 28 Ergänzungen zu langfristigen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 12.10.2017 01.01.2019 Nein Keine Auswirkungen
IFRIC 23 Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 07.06.2017 01.01.2019 Ja Keine wesentlichen Auswirkungen
Überarbeitung des Rahmenkonzepts 29.03.2018 01.01.2020 Nein Keine wesentlichen Auswirkungen
Verbesserung der International Financial Reporting Standards 2017 2) 12.12.2017 01.01.2019 Nein Keine wesentlichen Auswirkungen

1) Pflicht zur erstmaligen Anwendung aus Sicht der RENK Gruppe.
2) Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an IFRS (IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23).

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

Mit IFRS 16, der den bisherigen Standard IAS 17 sowie die zugehörigen Interpretationen ersetzt, wird eine umfassende Änderung der Vorschriften für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen vorgenommen. Die bisherige Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse für den Leasingnehmer entfällt. Stattdessen wird für alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit erfasst, wobei RENK von der Möglichkeit Gebrauch macht, kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse weiterhin aufwandswirksam zu erfassen. Während der Leasinglaufzeit ist das Nutzungsrecht planmäßig abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode und Berücksichtigung der Leasingzahlungen fortzuschreiben. Tendenziell führt die neue Leasingnehmerbilanzierung damit zu einer Erhöhung des langfristigen Vermögens und der langfristigen Schulden. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird eine Entlastung des Operativen Ergebnisses und eine Belastung des Finanzergebnisses erwartet. Die Leasingverbindlichkeiten und der damit verbundene Zinsanteil werden dann im Investitionscashflow ausgewiesen.

Die Leasinggeberbilanzierung entspricht im Wesentlichen den aktuellen Vorschriften des IAS 17. Leasinggeber müssen auch zukünftig auf Grundlage der Verteilung der Chancen und Risiken aus dem Vermögenswert eine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vornehmen. Änderungen aus der Bilanzierung bei RENK ergaben sich insoweit nicht.

Zudem ergeben sich deutlich umfangreichere Anhangangaben.

Die Auswirkungen aus IFRS 16 auf den Konzernabschluss werden sich aus der Bilanzierung der Operating-Leasingverhältnisse ergeben, für die ein Vermögenswert und eine Verbindlichkeit für zukünftige Zahlungen erfasst werden. Wir erwarten eine Bilanzverlängerung durch die erstmalige Erfassung derartiger Sachverhalte zum 1. Januar 2019 im Umfang von rund zwei Mio €. Einige der bestehenden Verträge werden unter die Ausnahmeregelung für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse fallen und somit gemäß IFRS 16 nicht als zu bilanzierende Leasingverhältnisse eingestuft, sodass die Leasingraten weiterhin als Aufwand erfasst werden. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse vollständig im Operativen Ergebnis gezeigt wurden, werden nach IFRS 16 nur noch die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte dem Operativen Ergebnis zugerechnet. Die Zinsaufwendungen aus der Aufszinsung der Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der RENK Konzern wird den modifiziert retrospektiven Ansatz anwenden, nach dem der kumulierte bilanzverlängernde Umstellungseffekt in der Eröffnungsbilanz 2019 zu erfassen ist. Dabei wird keine Neubeurteilung von bestehenden Leasingverhältnissen in Hinblick auf Klassifizierung sowie Einstufung als kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse vorgenommen.

Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

T€ 2018 2017
Deutschland 161.515 146.866
Übrige EU-Länder 146.682 153.519
Sonstige europäische Länder 33.585 30.048
Asien 106.845 73.883
Amerika 45.387 56.684
Afrika 6.344 3.644
Australien und Ozeanien 1.860 4.762
502.218 469.406

Zu Vorperioden gehörende Umsatzerlöse, die im Geschäftsjahr 2018 aufgrund der nachträglichen Änderung des Transaktionspreises ausgewiesen sind, betragen 278 T€.

Alle erfassten Umsatzerlöse resultieren aus den Verträgen mit Kunden. Die Leistungsverpflichtungen erstrecken sich dabei auf sämtliche Produkte des Leistungsspektrums der RENK Gruppe. Die RENK Gruppe realisiert die Umsätze in der Regel zeitpunktbezogen. Im Segment Fahrzeuggetriebe sind Umsätze aus der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung in Höhe von 21.420 T€ (Vorjahr: 21.813 T€) enthalten.

Für den Nachweis über die Erbringung von Leistungsverpflichtungen nutzt RENK die gängigen internationalen Handelsklauseln ("Incoterms"), wobei sämtliche Gruppen zur Anwendung kommen, jedoch nicht eine produktgruppenspezifische Zuordnung ist jedoch nicht möglich.

Die Ausgestaltung der Zahlungsbedingungen umfasst neben den gängigen Zahlungszielen von max. 90 Tagen nach Leistungserbringung auch (anteilige) Anzahlungen.

Die noch nicht oder teilweise noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen aus den Kundenverträgen sind zum Transaktionspreis von 773.881 T€ im Auftragsbestand zum 31. Dezember 2018 enthalten. Mit der Realisierung der entsprechenden Umsätze wird in den folgenden Geschäftsjahren gerechnet:

T€ 31.12.2018
2019 2020 bis 2025 >2025
Transaktionspreis der verbleibenden Leistungsverpflichtungen 373.410 394.183 6.288

(7) Sonstige betriebliche Erträge

T€ 2018 2017
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1) 2.785 971
Periodenfremde Erträge 1.838 543
Erträge aus Währungsdifferenzen und Derivaten 1.623 1.130
Erträge aus Anlagenabgängen 339 115
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus ausgebuchten Forderungen 66 69
Erträge aus Konventionalstrafen - 4
Übrige Erträge 833 975
7.484 3.807

1) Anpassung der Vorjahresinformationen. Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" wird verwiesen.

Für die Erläuterung der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wird auf den Abschnitt "Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen" verwiesen.

Die Erträge aus Währungsdifferenzen und Derivaten enthalten zum einen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Kursverluste werden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zum anderen werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 - Finanzinstrumente Kursgewinne aus der Marktwertbewertung von derivativen Finanzinstrumenten zur Währungssicherung, die nicht in einer Sicherungsbeziehung designiert sind, erfasst. Im Vorjahr wurden diese Effekte im Finanzergebnis ausgewiesen.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

T€ 2018 2017
Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen und Derivaten 2.808 1.428
Personalbezogene Aufwendungen 917 98
Zuführung zu den sonstigen übrigen Rückstellungen 821 675
Aval- und Bankspesen 596 598
Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte und Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen 574 153
Verluste aus Anlagenabgängen 13 97
Übrige Aufwendungen 566 911
6.295 3.960

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die nicht den Funktionskosten, insbesondere den Umsatzkosten, zugeordneten Aufwendungen.

Die Aufwendungen aus Währungsdifferenzen und Derivaten enthalten zum einen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursverluste aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Kursgewinne werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Zum anderen werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 - Finanzinstrumente Kursverluste aus der Marktwertbewertung von derivativen Finanzinstrumenten zur Währungssicherung, die nicht in einer Sicherungsbeziehung designiert sind, erfasst. Im Vorjahr wurden diese Effekte im Finanzergebnis ausgewiesen.

(9) Zinsaufwendungen und Übriges Finanzergebnis

Zinsaufwendungen

T€ 2018 2017
Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten 147 224
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 253 238
Zinsaufwendungen 400 462

Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes für Verbindlichkeiten und Sonstige Rückstellungen führte im Geschäftsjahr 2018 zu einem Aufwand in Höhe von 44 T€ (Vorjahr: 59 T€) und ist in den Zinsaufwendungen enthalten.

Übriges Finanzergebnis

T€ 2018 2017
Erträge
Erträge aus Beteiligungen 1.979 1.217
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 131 352
Erträge aus Fair-Value-Bewertungen von Derivaten - 798
Aufwendungen
Aufwendungen aus Bewertungseffekten und Wertberichtigungen von Finanzinstrumenten -307 -748
Übriges Finanzergebnis 1.802 1.619

Von den Zinserträgen stammen 112 T€ (Vorjahr: 56 T€) aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE. Aus im Berichtszeitraum abgerechneten Kurssicherungsmaßnahmen und der Fremdwährungsbewertung resultieren Aufwendungen in Höhe von 307 T€, die gegenüber den im Vorjahr ausgewiesenen Erträgen in Höhe von 50 T€ wesentlich für die Entwicklung des Übrigen Finanzergebnisses sind.

(10) Ertragsteuern

T€ 2018 2017
Laufende Steuern
Deutschland 20.760 14.153
Ausland 1.596 998
Latente Steuern
Deutschland -3.116 2.115
Ausland -136 1.110
19.105 18.376

Der für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 erwartete Steueraufwand ergibt sich aus der Anwendung des für den Veranlagungszeitraum 2018 unverändert zum Vorjahr gültigen Inlandsteuersatzes von 32,01 % auf das Ergebnis vor Steuern. Der Steuersatz berücksichtigt unverändert zum Vorjahr die Gewerbeertragsteuer von 16,19 % sowie die Körperschaftsteuer von 15,0 % und den Solidaritätszuschlag von 5,5 % der Körperschaftsteuer.

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand:

T€ 2018 % 2017 %
Ergebnis vor Steuern 61.615 100 61.204 100
Erwarteter Steueraufwand 19.723 32,0 19.591 32,0
Unterschied aus Steuersatzabweichung 10 0,0 79 0,1
Steuerfreie Erträge -118 -0,2 -916 -1,5
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 181 0,3 214 0,3
Steuern für Vorjahre und Sonstiges -691 -1,1 -592 -1,0
Tatsächlicher Steueraufwand 19.105 31,0 18.376 30,0

Der tatsächliche Steueraufwand enthält periodenfremde Aufwendungen aus Ertragsteuern in Höhe von 237 T€ (Vorjahr: 1.331 T€).

Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Aktive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 19 17
Sachanlagen 5 122
Sonstige Beteiligungen und Finanzbeteiligungen - -
Vorräte 11.096 14.556
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 559 4
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.400 14.305
Verbindlichkeiten und Sonstige Rückstellungen 7.344 3.892
Verlustvorträge - 2
Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern - -
Bruttowert 33.422 32.900
davon langfristig 14.424 14.325
Saldierung -27.782 -26.248
Konsolidierung 655 1.000
Bilanzansatz 6.295 7.652
T€ 31.12.2018 31.12.2017
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte - 9
Sachanlagen 12.456 11.399
Sonstige Beteiligungen und Finanzbeteiligungen 35 -
Vorräte 81 56
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.724 3.753
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - -
Verbindlichkeiten und Sonstige Rückstellungen 8.232 15.566
Bruttowert 27.529 30.784
davon langfristig 12.491 11.408
Saldierung -27.513 -26.248
Konsolidierung -16 203
Bilanzansatz - 4.739

In Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen temporäre Unterschiede, für die latente Steuern in Höhe von 290 T€ (Vorjahr: 295 T€) angesetzt sind.

(11) Ergebnis je Aktie

2018 2017
Ergebnis nach Steuern in T€ 42.510 42.828
Gewogener Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 6.800 6.800
Ergebnis je Aktie in € 6,25 6,30

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im Jahresdurchschnitt in Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Weder zum 31. Dezember 2018 noch zum 31. Dezember 2017 bestanden Instrumente, die den Gewinn pro Aktie verwässerten.

(12) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Materialaufwand stellt sich wie folgt dar:

T€ 2018 2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 182.320 169.736
Aufwendungen für bezogene Leistungen 52.487 49.940
234.807 219.676

In den Umsatzkosten sind 13.069 T€ (Vorjahr: 14.098 T€) Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten.

Der Personalaufwand teilt sich wie folgt auf:

T€ 2018 2017
Löhne und Gehälter 155.865 142.854
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 32.609 30.625
188.474 173.479

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte RENK 2.159 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.112 Mitarbeiter). Davon waren 1.216 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.210 Mitarbeiter) direkt und 943 Mitarbeiter (Vorjahr: 902 Mitarbeiter) indirekt produktiv tätig. In der passiven Phase der Altersteilzeit befanden sich 45 (Vorjahr: 37) Mitarbeiter. Im Durchschnitt waren 105 Personen (Vorjahr: 107) in einem Ausbildungsverhältnis.

Der Aufwand aus Leasingverträgen beträgt:

T€ 2018 2017
Aufwendungen aus Miet-, Leasing- und Pachtverträgen 2.448 2.049
2.448 2.049

(13) Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München (PwC), zum Abschlussprüfer vorgeschlagen, die Hauptversammlung ist am 27. April 2018 diesem Vorschlag gefolgt.

Die nachfolgende Tabelle enthält die berechneten Honorare für Tätigkeiten des Abschlussprüfers PwC sowie Gesellschaften des internationalen PwC-Netzwerks im Geschäftsjahr 2018 bzw. 2017:

T€ 2018 2017
Abschlussprüfungsleistungen 224 202
Andere Bestätigungsleistungen 27 44
Steuerberatungsleistungen 2 2
Vergütung des Abschlussprüfers 253 247

Die berechneten Honorare für Tätigkeiten des deutschen Abschlussprüfers PwC und der mit ihm verbundenen deutschen Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf insgesamt 223 T€ (Vorjahr: 219 T€). Davon sind den Abschlussprüfungsleistungen 196 T€ (Vorjahr: 175 T€) und den anderen Bestätigungsleistungen 27 T€ (Vorjahr: 44 T€) zuzuordnen.

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der RENK AG und Ihrer Tochterunternehmen. In den anderen Bestätigungsleistungen sind im Wesentlichen Bescheinigungsleistungen im IT-Systemumfeld enthalten.

Erläuterungen zur Konzern Bilanz

(14) Immaterielle Vermögenswerte

T€ Lizenzen, Software, ähnliche Rechte und Werte Sonstige Immaterielle Vermögenswerte Summe
Bruttobuchwert am 01.01.2017 14.648 5.912 20.560
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -13.292 -5.912 -19.204
Stand am 01.01.2017 1.356 - 1.356
Zugänge 1.129 - 1.129
Umbuchungen 55 - 55
Abgänge -840 - -840
Abschreibungen planmäßig -863 - -863
Kumulierte Abschreibungen Abgänge 832 - 832
Währungsanpassung -12 - -12
Stand am 31.12.2017 1.657 - 1.657
Bruttobuchwert am 31.12.2017 14.550 5.435 19.985
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -12.893 -5.435 -18.328
Stand am 01.01.2018 1.657 - 1.657
Zugänge 618 - 618
Umbuchungen 9 - 9
Abgänge -7 - -7
Abschreibungen planmäßig -964 - -964
Änderungen Konsolidierungskreis 1.052 - 1.052
Währungsanpassung 19 - 19
Stand am 31.12.2018 2.384 - 2.384
Bruttobuchwert am 31.12.2018 16.427 5.642 22.069
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -14.043 -5.642 -19.685

Die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte sind in den Funktionskosten, insbesondere den Umsatzkosten, enthalten.

Unter Änderungen Konsolidierungskreis sind die Immateriellen Vermögenswerte aus der Verschmelzung der MAAG Gear Systems AG auf die RENK-MAAG GmbH ausgewiesen.

(15) Sachanlagen

T€ Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Bruttobuchwert am 01.01.2017 112.182 219.900 37.455 9.381 378.918
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -41.625 -114.297 -24.773 - -180.695
Stand am 01.01.2017 70.557 105.603 12.682 9.381 198.223
Zugänge 615 3.752 6.998 6.241 17.606
Umbuchungen - 4.002 78 -4.135 -55
Abgänge - -2.847 -1.269 - -4.116
Abschreibungen planmäßig -2.595 -11.715 -3.752 - -18.062
Kumulierte Abschreibungen Abgänge - 2.714 951 - 3.665
Währungsanpassung -319 -203 -45 -8 -575
Stand am 31.12.2017 68.258 101.306 15.643 11.479 196.686
Bruttobuchwert am 31.12.2017 112.339 223.665 43.130 11.479 390.613
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -44.081 -122.360 -27.486 - -193.927
Stand am 01.01.2018 68.258 101.305 15.643 11.479 196.686
Zugänge 952 4.597 4.762 24.432 34.743
Umbuchungen 86 4.902 139 -5.135 -9
Abgänge - -3.747 -3.222 - -6.969
Abschreibungen planmäßig -2.622 -11.508 -3.919 - -18.048
Kumulierte Abschreibungen Abgänge - 2.695 722 - 3.417
Währungsanpassung 104 94 16 7 221
Stand am 31.12.2018 66.779 98.337 14.142 30.783 210.041
Bruttobuchwert am 31.12.2018 113.537 229.929 44.862 30.783 419.111
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -46.758 -131.593 -30.720 - -209.071

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind in den Funktionskosten, insbesondere den Umsatzkosten, enthalten.

(16) Sonstige Beteiligungen und Finanzbeteiligungen

Die Finanzbeteiligung an der RENK UAE LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate, wurde im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 3.527 T€ angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurde eine Wertberichtigung auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von 552 T€ vorgenommen. Da die Wertschwankungen sich erst im Verkaufszeitpunkt der Finanzbeteiligung realisieren werden, erscheint eine erfolgsneutrale Erfassung der Bewertungsänderungen sachgerecht. Im Vorjahr wurde die Finanzbeteiligung unter Anwendung einer Erleichterungsvorschrift zu fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 774 T€ ausgewiesen. Zu der Neubewertung der Finanzbeteiligung wird auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen, in dem die Änderungen durch IFRS 9 erläutert werden.

Die im Vorjahr übernommenen bzw. neugegründeten Beteiligungen an Renk Gears Private Ltd., Bangalore/Indien, Renk Korea Co., Ltd., Busan/Südkorea, sowie Schelde Gears B.V., Vlissingen/Niederlande, wurden zu Anschaffungskosten in Höhe von 5.392 T€ ausgewiesen.

(17) Vorräte

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.414 26.371
Unfertige und fertige Erzeugnisse 166.894 153.393
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 2.269 739
196.578 180.503

Der Verbrauch von Vorräten in Höhe von 313 Mio € (Vorjahr: 294 Mio €) ist innerhalb der Umsatzkosten der Berichtsperiode erfasst.

Im Geschäftsjahr 2018 sind Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 1.550 T€ (Vorjahr: 2.415 T€) erfasst.

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen an Kunden 96.516 73.636
Forderungen an verbundene Unternehmen 8.337 6.665
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 1) - 7.582
104.854 87.883

1) Im Vorjahr sind Forderungen an verbundene Unternehmen von 138 T€ enthalten.

Die im Vorjahr ausgewiesenen "Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen" werden im Geschäftsjahr 2018 als Vertragliche Vermögenswerte qualifiziert, siehe hierzu nachstehenden Abschnitt.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dem Geschäftszyklus folgend als kurzfristig ausgewiesen.

(19) Vertragliche Vermögenswerte

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Vertragliche Vermögenswerte gegenüber Kunden 5.591 -
Vertragliche Vermögenswerte gegenüber verbundenen Unternehmen 127 -
5.718 -

Zu den Vertraglichen Vermögenswerten wird auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen, in dem die Änderungen durch IFRS 15 erläutert werden.

Die Vertraglichen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt. Die Vorjahreswerte werden aufgrund der modifiziert retrospektiven Anwendung von IFRS 15 nicht dargestellt:

T€ 2018
Stand am 01.01. 7.496
Zu- und Abgänge -1.816
Veränderungen der Wertberichtigungen 16
Währungsänderungen 22
Stand am 31.12. 5.718

(20) Risikovorsorge

Die Wertberichtigungen für erwartete Kreditausfälle auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragliche Vermögenswerte aus Kundenverträgen haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt:

T€ 2018
Stand am 01.01. 1) 1.359
Zuführung 495
Inanspruchnahme -26
Auflösung -50
Währungsumrechnungsdifferenzen 13
Stand am 31.12. 1.791

1) Im Vortragswert ist der Umstellungseffekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 enthalten. Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" wird verwiesen.

Folgende Änderungen der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vertraglichen Vermögenswerte haben sich auf die Höhe der gebildeten Risikovorsorge ausgewirkt:

T€ 2018
Stand am 01.01. 88.819
Zu- und Abgänge 23.192
Währungsumrechnungsdifferenzen 352
Stand am 31.12. 112.363

Zur Bildung der Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle wird auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen, in dem die Änderungen durch IFRS 9 erläutert werden.

Die im Vorjahr gebildeten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellten sich wie folgt dar:

T€ 2017
Stand am 01.01. 613
Zuführung 20
Inanspruchnahme -344
Auflösung -31
Währungsumrechnungsdifferenzen -14
Stand am 31.12. 244

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Forderungen mit einem Bruttobuchwert von 118 T€ einzelwertberichtigt.

Die gebildeten portfoliobasierten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vorjahr wie folgt entwickelt:

T€ 2017
Stand am 01.01. 651
Zuführung 87
Auflösung -42
Währungsumrechnungsdifferenzen -4
Stand am 31.12. 692

(21) Sonstige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Forderungen

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen auf Kundenanzahlungen 15.448 -
Sonstige Steueransprüche 2.413 2.500
Aktive Rechnungsabgrenzung 2.029 788
Provisionsansprüche 1.890 1.539
Derivative Finanzinstrumente 3 796
Übrige sonstige Vermögenswerte 475 781
22.257 6.404

Zu den Forderungen auf Kundenanzahlungen wird auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen, in dem die Änderungen durch IFRS 15 erläutert werden.

Die Sonstigen Vermögenswerte teilen sich wie folgt nach Fristigkeiten auf:

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Sonstige langfristige Vermögenswerte und Forderungen 6 158
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Forderungen 22.251 6.246
22.257 6.404

Derivative Finanzinstrumente sind zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sie dienen zur Sicherung von Währungsrisiken in Kundenaufträgen sowie sonstiger Fremdwährungspositionen.

(22) Flüssige Mittel

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand 243 263
Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE 185.457 198.290
185.700 198.553

Die Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE resultieren im Wesentlichen aus dem zentralen Cashpooling der MAN Gruppe. Diese Anlagen haben einen temporären Charakter und unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken.

(23) Eigenkapital

Das Grundkapital der RENK AG in Höhe von 17.920.000 € ist in 7 Mio gleichberechtigte Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt. Sämtliche Aktien sind voll eingezahlt. Bis zum 31. Dezember 2018 war die MAN SE, München, zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Am 31. Dezember 2018 veräußerte die MAN SE alle ihre Anteile an der RENK AG an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg.

Am 31. Dezember 2018 befanden sich insgesamt 199.903 eigene Aktien bzw. 2,86 % des Aktienkapitals (Anteil am Grundkapital: 512 T€) im Bestand der Gesellschaft. Die Kapitalrücklage stammt ausschließlich aus Agio-Beträgen im Rahmen von Kapitalerhöhungen der RENK AG. Der Eigenkapitalanteil aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten resultiert überwiegend aus der Marktbewertung von Rückstellungen für Pensionen.

Für Ausschüttungen steht nach den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) der Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft RENK AG zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2018 beträgt der Bilanzgewinn der RENK AG 27.050 T€. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 7. Mai 2019 vor, für das Geschäftsjahr 2018 unverändert zum Vorjahr eine Dividende von 2,20 € je Aktie auszuschütten, was bei 7.000.000 Stückaktien abzüglich der gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Anteile (199.903 Stück) einem Betrag von 14.960.213,40 € entspricht. Ein Anspruch auf die Dividende entsteht den Aktionären erst mit Beschluss der Hauptversammlung.

Die wichtigsten Ziele des Kapitalmanagements bei RENK sind die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des Konzerns. Hierzu tragen die Reduzierung der Kapitalkosten und die Optimierung der Kapitalstruktur sowie ein effektives Risikomanagement bei.

Die RENK AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

(24) Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die RENK Gruppe gewährt ihren Mitarbeitern Altersversorgungsleistungen, entsprechend den landesspezifischen Gegebenheiten, in Form von leistungs- oder beitragsorientierten Pensionsplänen.

Bei beitragsorientierten Zusagen ("Defined Contribution"-Plans) werden aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen Beiträge an staatliche oder private Versorgungsträger gezahlt. Über die Beitragszahlung hinaus bestehen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.

Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich 2018 in der RENK Gruppe auf insgesamt 11.666 T€ (Vorjahr: 11.283 T€). Die auf Deutschland entfallenden Beträge wurden vollumfänglich als Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung geleistet.

Für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen wurden folgende Beträge in der Bilanz erfasst:

T€ 2018 2017
Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen 164.939 157.261
Planvermögen zum Zeitwert -149.346 -147.266
Finanzierungsstatus am 31. Dezember 15.593 9.994
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 428 480
Überdeckung nach IAS 19,64 - 31
Bilanzwerte am 31. Dezember 16.021 10.505
davon Rückstellungen für Pensionen 16.023 10.505
davon Sonstige Forderungen 2 -

(a) Pensionspläne Deutschland

Die RENK Gruppe gewährt ihren inländischen Mitarbeitern für die Zeit nach dem aktiven Erwerbsleben als eines der wesentlichen Elemente der Vergütungspolitik Leistungen aus einer modernen und attraktiven betrieblichen Altersversorgung. Diese bietet eine verlässliche Zusatzversorgung im Ruhestand sowie einen Risikoschutz für Invalidität und Todesfall.

Im Rahmen der aktuellen Versorgungswerke erhalten die aktiven Mitarbeiter an ihre Bezüge gekoppelte Arbeitgeberbeiträge und haben darüber hinaus die Möglichkeit, durch - im Tarifbereich arbeitgebergeförderte - Entgeltumwandlungen zusätzlich Eigenvorsorge zu betreiben. Durch die arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Beitragszahlungen sowie die am Kapitalmarkt erzielten Erträge aus der Kapitalanlage wird während des aktiven Dienstes ein Versorgungskapital aufgebaut, das im Ruhestand als Einmalkapital oder in Raten ausgezahlt wird bzw. in bestimmten Fällen verrentet werden kann. Im Rahmen der Kapitalanlage werden die Anlagerisiken der Mitarbeiter mit zunehmendem Alter sukzessive reduziert (Life-Cycle-Konzept). Die Wertentwicklung des Versorgungskapitals leitet sich aus der Rendite der Kapitalanlagen ab. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wird bei Renteneintritt mindestens die Summe der für den Mitarbeiter einbezahlten Beiträge ausbezahlt.

Ehemalige Mitarbeiter, Rentner oder mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschiedene Mitarbeiter haben Versorgungszusagen aus geschlossenen Versorgungswerken, die überwiegend auf die Gewährung lebenslanger Rentenzahlungen ausgerichtet sind. Mit diesen Zusagen sind die üblichen Langlebigkeits- und Inflationsrisiken verbunden, die regelmäßig überwacht und bewertet werden.

Das inländische Pensionsvermögen der RENK Gruppe wird durch den MAN Pension Trust e.V. bzw. die MAN Pensionsfonds AG verwaltet. Dieses Vermögen ist unwiderruflich dem Zugriff der RENK Gesellschaften entzogen und darf ausschließlich für laufende Versorgungsleistungen oder für Ansprüche der Mitarbeiter im Insolvenzfall verwendet werden. Die ordnungsgemäße Verwaltung und Verwendung des Treuhandvermögens wird von unternehmensfremden Treuhändern überwacht. Die MAN Pensionsfonds AG unterliegt zudem der Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Das Pensionsvermögen wird durch professionelle Investmentmanager nach von einem Anlageausschuss vorgegebenen Anlagerichtlinien investiert. Die strategische Allokation des Pensionsvermögens basiert auf in regelmäßigen Abständen durchgeführten Asset-Liability-Management-Studien.

(b) Pensionspläne Ausland

In der Schweiz werden die leistungsorientierten Pensionsansprüche sowie das Deckungskapital in einer überbetrieblichen Versorgungseinrichtung geführt. Die Mitarbeiter sammeln in dieser Einrichtung ein Versorgungskapital an, welches zum Renteneintritt zu den dann gültigen Bedingungen in eine lebenslange Rente gewandelt wird. Das Versorgungswerk wird konservativ auf Basis staatlicher Vorgaben geführt. Sofern die Ansprüche aufgrund negativer Marktentwicklungen nicht mehr durch Kapital gedeckt sind, können Sanierungsbeiträge von den angeschlossenen Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern erhoben werden.

In Frankreich werden obligatorische Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewährt.

(c) Finanzierungsstatus

Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

in % Inland Ausland 1)
2018 2017 2018 2017
Diskontierungszinssatz zum 31.12. 1,70 1,60 0,76 0,73
Entgelttrend 3,50 3,60 1,02 1,02
Rententrend 1,50 1,50 - -
Fluktuationsrate 4,37 4,39 8,23 7,73

1) Gewichtete Durchschnittssätze

Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf aktuellen, landesspezifischen Richttafeln. Für Deutschland wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck an MAN-spezifische Erfahrungswerte, zuletzt im Jahr 2017, angepasst und stellen somit die Sterblichkeit besser dar, als die im Geschäftsjahr veröffentlichten aktualisierten Sterbetafeln RT2018G. Für die Schweiz wurde die Sterbetafel BVG 2015 GT zugrunde gelegt.

Die Diskontierungssätze werden grundsätzlich auf Basis der Renditen für Unternehmensanleihen mit hoher Bonität bestimmt, deren Laufzeit und Währung den jeweiligen Verpflichtungen entsprechen. Die Renten- und Entgelttrends entsprechen entweder vertraglich festgelegten Anpassungen oder basieren auf denjenigen in den jeweils gültigen allgemeinen Regelungen. Die Entgelttrends umfassen erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen, die auch Steigerungen aufgrund von Karriereentwicklung berücksichtigen.

Die Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

T€ 2018 2017
Anwartschaftsbarwert am 1. Januar 157.740 158.318
Dienstzeitaufwand 5.030 4.945
Zinsaufwand 2.245 2.204
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) durch Änderungen demografischer Annahmen -369 1.450
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) durch Änderungen finanzieller Annahmen -1.277 35
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) durch erfahrungsbedingte Anpassungen -936 487
Arbeitnehmerbeiträge an den Fonds 1.342 1.271
Rentenzahlungen aus Firmenvermögen -1.409 -3.397
Rentenzahlungen aus dem Fonds -3.798 -5.007
Sonstige Veränderungen 5.509 21
Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland 1.290 -2.588
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 165.367 157.740

Unter Sonstigen Veränderungen wird der sich aus einer Teilliquidationsbilanz der Schweizer Versorgungseinrichtung ergebende sonstige Cashflow ausgewiesen.

Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätten folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert gehabt:

31.12.2018 31.12.2017
Anwartschaftsbarwert falls T€ % T€ %
Diskontierungszinssatz + 0,5 %-Punkte 157.225 -5,2 149.772 -5,3
- 0,5 %-Punkte 174.526 5,3 166.717 5,4
Entgelttrend + 0,5 %-Punkte 165.740 0,2 158.070 0,2
- 0,5 %-Punkte 165.047 -0,2 157.462 -0,2
Rententrend + 0,5 %-Punkte 172.369 4,1 164.278 4,0
- 0,5 %-Punkte 158.965 -4,0 151.757 -3,9
Lebenserwartung + 1 Jahr 168.618 1,9 160.815 1,9

Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, d.h. mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt.

Zur Untersuchung der Sensitivität des Anwartschaftsbarwerts gegenüber einer Veränderung der angenommenen Lebenserwartung wurde im Rahmen einer Vergleichsberechnung das Lebensalter der Anspruchsberechtigten um ein Jahr erhöht.

Die auf Basis der Anwartschaftsbarwerte gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Macaulay Duration) der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt unverändert zum Vorjahr elf Jahre.

Der Anwartschaftsbarwert teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:

T€ 2018 2017
Aktive Mitglieder 91.961 88.617
Ausgeschiedene Mitglieder 7.162 6.339
Leistungsempfänger 66.244 62.784
Anwartschaftsbarwert 165.367 157.740

Nachfolgend wird das Fälligkeitsprofil der Zahlungen des Anwartschaftsbarwerts durch die Aufteilung des Barwerts der Verpflichtung nach Fälligkeit der zugrunde liegenden Zahlungen dargestellt:

T€ 2018 2017
Zahlung fällig
innerhalb eines Jahres 6.813 6.526
nach mehr als einem bis fünf Jahren 27.617 25.447
nach mehr als fünf Jahren 130.937 125.767
Anwartschaftsbarwert 165.367 157.740

Die Entwicklung des Planvermögens ist aus folgender Tabelle ersichtlich:

T€ 2018 2017
Planvermögen am 1. Januar 147.266 143.245
Zinserträge aus Planvermögen - in Höhe des Rechnungszinses 2.143 2.039
Im Zinsertrag nicht erfasste Erträge aus Planvermögen -4.714 7.734
Arbeitgeberbeiträge an den Fonds 1.064 1.006
Arbeitnehmerbeiträge an den Fonds 637 600
Rentenzahlungen aus dem Fonds -3.798 -5.007
Sonstige Veränderungen 5.509 21
Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland 1.239 -2.372
Planvermögen am 31. Dezember 149.346 147.266

Aus der Anlage des Planvermögens ergaben sich Verluste in Höhe von 2.571 T€ (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 9.773 T€), von denen 2.013 T€ (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 8.457 T€) auf Deutschland und 558 T€ (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 1.316 T€) auf das Ausland entfielen.

Unter Sonstigen Veränderungen wird der sich aus einer Teilliquidationsbilanz der Schweizer Versorgungseinrichtung ergebende sonstige Cashflow ausgewiesen.

Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen voraussichtlich auf 4.374 T€ belaufen (Angabe im Vorjahr: 4.028 T€).

Das Planvermögen ist in folgende Anlagekategorien investiert:

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.650 - 6.650 5.624 - 5.624
Eigenkapitalinstrumente 7.641 - 7.641 6.187 - 6.187
Schuldinstrumente 12.307 - 12.307 10.147 - 10.147
Direktinvestitionen in Immobilien - 8.598 8.598 - 6.383 6.383
Aktienfonds 27.045 - 27.045 29.282 - 29.282
Rentenfonds 41.349 - 41.349 48.849 - 48.849
Immobilienfonds 5.685 - 5.685 5.336 - 5.336
Sonstige Fonds - 1.332 1.332 - 1.310 1.310
Sonstiges 4.006 34.732 38.738 2.688 31.462 34.149
Planvermögen zum Zeitwert 104.683 44.663 149.346 108.111 39.155 147.266

Das Planvermögen ist zu 30 % (Vorjahr: 29 %) in inländische Vermögenswerte investiert, zu 50 % (Vorjahr: 52 %) in andere europäische Vermögenswerte und zu 20 % (Vorjahr: 19 %) in Vermögenswerte sonstiger Regionen.

(d) Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen

Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

T€ 2018 2017
Dienstzeitaufwand 5.030 4.945
Nettozinsaufwand (+)/-ertrag (-) 103 165
5.133 5.110

(25) Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

T€ Stand 1.1.2018 Inanspruchnahme Zuführung Auflösung Aufzinsung Sonstiges 1)
Gewährleistungen 32.105 -5.480 5.800 -3.914 - 34
Ausstehende Kosten 7.199 -1.635 2.176 -1.646 - 47
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 9.472 -1.721 2.281 -402 49 4
Übrige sonstige Rückstellungen 8.194 -624 1.464 -1.453 - 127
56.969 -9.460 11.721 -7.415 49 213
T€ Stand 31.12.2018
Gewährleistungen 28.545
Ausstehende Kosten 6.141
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 9.683
Übrige sonstige Rückstellungen 7.708
52.077

1) Inklusive Währungsdifferenzen

Die Sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt nach Fristigkeiten auf:

T€ 31.12.2018 31.12.2017
langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Gewährleistungen 2.652 25.893 2.102 30.003
Ausstehende Kosten - 6.141 - 7.199
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 5.015 4.668 5.095 4.376
Übrige sonstige Rückstellungen 888 6.820 855 7.339
8.555 43.522 8.052 48.917

Die Rückstellungen für Gewährleistungen bestehen für gesetzliche und vertragliche Garantieverpflichtungen sowie für Kulanz gegenüber Kunden. Der Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Rückstellungen für Gewährleistungen ist abhängig vom Eintreten des Gewährleistungsanspruchs und kann sich über den gesamten Garantie- und Kulanzzeitraum erstrecken. In der Auflösung der Rückstellung für Gewährleistung ist insbesondere die Einigung mit einem Kunden aus dem Bereich Standardgetriebe enthalten. Die Rückstellungen für ausstehende Kosten wurden für noch zu erbringende Leistungen für abgerechnete Kundenaufträge und Auftragsteile sowie für Verpflichtungen aus Wartungs- und Serviceverträgen gebildet.

Die langfristigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern bestehen insbesondere für Altersteilzeit und Jubiläen. In den kurzfristigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sind vor allem auch die geplanten Ausgaben für personalbezogene Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Standardgetriebe enthalten.

Die Übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen sowie Konventionalstrafen.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.407 34.635

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.782 T€ (Vorjahr: 1.041 T€).

(27) Vertragliche Verbindlichkeiten

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Vertragliche Verbindlichkeiten langfristig 81.993 70.606
Vertragliche Verbindlichkeiten kurzfristig 66.163 71.055
Verbindlichkeiten aus Forderungen auf Kundenanzahlungen 1) 14.229 -
Vertragliche Verbindlichkeiten 162.385 141.661

1) Der Saldo per 31. Dezember 2018 enthält ausschließlich kurzfristige Beträge.

Zu den Vertraglichen Verbindlichkeiten wird auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen.

Die Vertraglichen Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen betragen 1.949 T€ (Vorjahr: 701 T€). Die zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Vertraglichen Verbindlichkeiten in Höhe von 71.055 T€ wurden im Geschäftsjahr 2018 in den Umsatzerlösen realisiert.

Die Vertraglichen Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt. Die Vorjahreswerte werden aufgrund der modifiziert retrospektiven Anwendung von IFRS 15 nicht dargestellt:

T€ 2018
Stand am 01.01. 150.894
Zu- und Abgänge 11.303
Währungsänderungen 188
Stand am 31.12. 162.385

(28) Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 27.809 26.616
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung 1.320 982
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1.107 415
Derivative Finanzinstrumente 259 43
Passive Rechnungsabgrenzung 33 -
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 948 1.190
31.476 29.246

Die Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich beinhalten hauptsächlich die am Abschlussstichtag noch nicht gezahlten Löhne, Gehälter und Sozialabgaben, die Abgrenzung von noch nicht genommenem Urlaub sowie Jahressonderzahlungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt nach Fristigkeiten auf:

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 171 76
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 31.305 29.170
31.476 29.246

Sonstige Angaben

(29) Haftungsverhältnisse

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Rückzahlungsverpflichtungen - 14
- 14

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten von RENK Tochtergesellschaften aus deren Geschäftsbeziehung mit der MAN SE hat die RENK AG eine unbefristete Zahlungsgarantie zugunsten der MAN SE abgegeben, deren Inanspruchnahme aufgrund der ausreichenden Liquiditätsposition unwahrscheinlich ist.

Die Bemessung der Eventualverbindlichkeiten erfolgt in der Regel in der Höhe, in der RENK maximal in Anspruch genommen werden kann. Etwaige Rückgriffsansprüche werden nicht in Abzug gebracht.

(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Dabei handelt es sich v.a. um Gebäudeanmietungen und Kfz-Leasingverträge. Die künftigen Miet-, Pacht- und Leasingzahlungen haben bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge folgende Fälligkeiten:

T€ 31.12.2018 31.12.2017
Fällig innerhalb eines Jahres 1.084 1.521
Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 3.228 3.406
Fällig nach mehr als fünf Jahren 1.053 1.726
5.365 6.653

Das Bestellobligo für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen beträgt zum Stichtag 11.742 T€ (Vorjahr: 2.666 T€). Der Obligowert zum Erwerb von Vorratsvermögen und Dienstleistungen beläuft sich auf 115.911 T€ (Vorjahr: 88.202 T€). Die finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten aus begonnenen Investitionsvorhaben lagen im geschäftsüblichen Rahmen.

(31) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt enthält weitere Angaben über die Bedeutung von Finanzinstrumenten sowie über einzelne Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung, die Finanzinstrumente betreffen.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten per 31. Dezember 2018, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair-Values der Finanzinstrumente, sowie die Zuordnung der Bilanzposten zu den Bewertungskategorien.

T€ Zum Fair Value bewertet
Erfolgsneutral 1) Erfolgswirksam 2) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 3) Derivative Finanzinstrumente mit Hedgebeziehung Keiner IFRS 9 Bewertungskategorie zugeordnet
Buchwert Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige und Finanzbeteiligungen 2.975 - - - - 8.307
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - 3 - - - -
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 104.854 104.854 - -
Vertragliche Vermögenswerte 4) - - - - - 5.718
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - 15.800 15.800 - -
Flüssige Mittel - - 185.700 185.700 - -
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 120 - - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 39.407 39.407 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 1.200 929 929 - -
T€ Zum Fair Value bewertet
Bilanzposten zum 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige und Finanzbeteiligungen 11.282
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 104.854
Vertragliche Vermögenswerte 4) 5.718
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.800
Flüssige Mittel 185.700
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 120
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.407
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.129

1) Entspricht der Bewertungskategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" nach IFRS 9.
2) Entspricht der Bewertungskategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" nach IFRS 9.
3) Entspricht der Bewertungskategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente" nach IFRS 9.
4) Neuer Bilanzposten nach IFRS 15. Auf den Abschnitt "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" wird verwiesen.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte, die Bewertungskategorien nach Klassen, die beizulegenden Zeitwerte und die Fair-Value-Hierarchie im Anwendungsbereich des IFRS 7 zum 31. Dezember 2017:

T€ Zum Fair Value bewertet
Erfolgsneutral 1) Erfolgswirksam 2) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 3) Derivative Finanzinstrumente mit Hedgebeziehung Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7
Buchwert Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige und Finanzbeteiligungen 774 - - - - 8.305
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - 10 7 7 109
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 87.883 87.883 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - 490 2.188 2.188 188 -
Flüssige Mittel - - 198.553 198.553 - -
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - - - - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 34.635 34.635 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 43 1.132 1.132 - -
T€ Zum Fair Value bewertet
Bilanzposten zum 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige und Finanzbeteiligungen 9.079
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 126
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.883
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.866
Flüssige Mittel 198.553
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.635
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.175

1) Entspricht der Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" nach IAS 39.
2) Entspricht der Bewertungskategorie "Erfolgswirksam zum Fair-Value bewertete Finanzinstrumente" nach IAS 39.
3) Umfasst die Bewertungskategorien "Kredite und Forderungen" und "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten".

Die kumulierten Buchwerte der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2018, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9, stellen sich wie folgt dar:

T€ 31.12.2018
Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 Aktiva Passiva
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.975 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 3 1.320
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente 306.308 40.336

Die kumulierten Vorjahreswerte der Finanzinstrumente, zugeordnet den Bewertungskategorien des IAS 39, stellen sich wie folgt dar:

T€ 31.12.2017
Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Aktiva Passiva
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 774 -
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente 796 43
Kredite und Forderungen 288.632 -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten - 35.767

Zur strukturell überarbeiteten Darstellung der Kategorien von Finanzinstrumenten wird auf den Abschnitt "Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis der am Abschlussstichtag zur Verfügung stehenden Marktkonditionen sowie der nachstehend beschriebenen Bewertungsmethoden ermittelt. Sie entsprechen den Preisen, zu denen eine Partei die Rechte und/oder Pflichten aus diesen Finanzinstrumenten von einer unabhängigen anderen Partei übernehmen würde. Bei den zur Anwendung kommenden Bewertungsmethoden kam es zu keinen wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr.

Flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige finanzielle Verbindlichkeiten haben überwiegend eine kurze Restlaufzeit. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

In den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten sind Eigenkapitalanteile in Höhe von 2.975 T€ enthalten, für die die RENK Gruppe das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in Anspruch nimmt. Im Vorjahr waren die Eigenkapitalanteile in den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 774 T€ enthalten, die unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Für die Neuklassifizierung der Sonstigen und Finanzbeteiligungen wird auf das Kapitel "Änderung von Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen.

Außer den im Rahmen der Erstanwendung zu erfassenden Effekten waren im Berichtszeitraum erfolgsneutrale Wertänderungen in Höhe von 552 T€ zu erfassen. Für die Bewertung des Eigenkapitalinstruments zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 werden insbesondere die jeweilige Unternehmensplanung sowie die unternehmensindividuellen Diskontsätze verwendet. Von den bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendeten beobachtbaren Eingangsparametern der Beteiligung hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 der Kapitalkostensatz vor Steuern geändert. Dieser beträgt zum 31. Dezember 2018 7,7 % (31. Dezember 2017: 8,0 %). Eine Änderung der bedeutenden, nicht beobachtbaren Inputfaktoren auf das Eigenkapital und das Ergebnis nach Steuern wirkt sich weder isoliert noch in Kombination wesentlich aus.

In der Berichtsperiode wurden insgesamt Dividenden in Höhe von 1.979 T€ (Vorjahr: 1.217 T€) vereinnahmt.

Für derivative Finanzinstrumente ohne Optionskomponente, insbesondere Devisentermingeschäfte, werden zukünftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Optionen auf Währungspaare werden auf der Basis von marktüblichen Optionspreismodellen, d.h. verallgemeinerten Black-Scholes-Formeln, bewertet.

Die zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen der Fair-Value-Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie mit Ausnahme der Sonstigen Beteiligungen, deren Fair Value der Stufe 3 entspricht.

Eine Übersicht der Fair Values der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Stufen enthält folgende Tabelle:

T€ 31.12.2018 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - - - -
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 104.854 - 104.854 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.800 - 15.800 -
Flüssige Mittel 185.700 185.700 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.407 - 39.407 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 929 - 929 -
T€ 31.12.2017 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7 - 7 -
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.883 - 87.883 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - 2.188 -
Flüssige Mittel 198.553 198.553 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.635 - 34.635 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.132 - 1.132 -

Fair-Value-Hierarchie:

Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1:

Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2:

Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Abschlussstichtag bestehenden Konditionen, z.B. Zinssätze oder Devisenkurse, und mithilfe anerkannter Modelle, z.B. Discounted-Cashflow-Modelle oder Optionspreismodelle, berechnet.

Stufe 3:

Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Bei den Forderungen in Stufe 3 wird der Fair Value unter Berücksichtigung individueller Verlusterwartungen bestimmt, welche in wesentlichem Maße auf Annahmen des Unternehmens zur Bonität des Kontrahenten beruhen.

In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3.

Die in Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten erzielten Zinserträge und Zinsaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

T€ 2018 2017
Zinserträge 129 194
Zinsaufwendungen -228 -208

Zinserträge auf wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte sind aufgrund des meist kurzfristig zu erwartenden Zahlungseingangs von untergeordneter Bedeutung.

Die nachfolgenden Tabellen enthalten Angaben zu den Aufrechnungseffekten auf die Konzernbilanz sowie die finanziellen Auswirkungen einer Aufrechnung im Fall von Instrumenten, die Gegenstand einer rechtlich durchsetzbaren Aufrechnungsrahmenvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung sind.

In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen nicht aufgerechnet wurden. Eine Saldierung kann nur bei Eintritt bestimmter künftiger Ereignisse, etwa einer Insolvenz von einer der Vertragsparteien, erfolgen. In der Spalte "Erhaltene Sicherheiten" bzw. "Gestellte Sicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen bzw. verpfändeten Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten in Form von Finanzinstrumenten ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte

T€ Bilanzansatz Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden
Nettobetrag finanzieller Vermögenswerte Finanzinstrumente Erhaltene Sicherheiten Nettobetrag 31.12.2018
Derivative Finanzinstrumente 3 -3 - -
T€ Bilanzansatz Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden
Nettobetrag finanzieller Vermögenswerte Finanzinstrumente Erhaltene Sicherheiten Nettobetrag 31.12.2017
Derivative Finanzinstrumente 797 -43 - 753

Finanzielle Verbindlichkeiten

T€ Bilanzansatz Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden
Nettobetrag finanzieller Verbindlichkeiten Finanzinstrumente Gestellte Sicherheiten Nettobetrag 31.12.2018
Derivative Finanzinstrumente 1.320 -3 - 1.317
T€ Bilanzansatz Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden
Nettobetrag finanzieller Verbindlichkeiten Finanzinstrumente Gestellte Sicherheiten Nettobetrag 31.12.2017
Derivative Finanzinstrumente 43 -43 - -

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten sind in nachstehenden Tabellen dargestellt:

T€ 2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 1.359
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte -552
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -1.077
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 1.210
Nettogewinn (+)/Nettoverlust (-) 940
T€ 2017
Kredite und Forderungen -191
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.217
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -1.095
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 218
Nettogewinn (+)/Nettoverlust (-) 149

Zur strukturell überarbeiteten Darstellung der Kategorien von Finanzinstrumenten wird auf den Abschnitt "Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten beinhalten im Wesentlichen Veränderungen der Wertberichtigungen und Währungsumrechnungen sowie Wertaufholungen.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten umfassen das Ergebnis von Sonstigen und Finanzbeteiligungen.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, auf die kein Hedge Accounting angewendet wird.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten resultieren vor allem aus Währungsumrechnungen.

(32) Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsstrategien

Aufgrund der Geschäftstätigkeit und internationalen Ausrichtung unterliegt die RENK Gruppe hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktpreis-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Für die Identifizierung, Quantifizierung und Begrenzung der Risiken besteht ein gruppenweites Risikomanagementsystem. RENK war im Geschäftsjahr 2018 in das Risikomanagementsystem der MAN SE eingebunden und nutzt die damit zur Verfügung stehenden Instrumente.

(a) Risikomanagement MAN Gruppe

Die Gesellschaften sichern ihre Währungsrisiken zu marktgerechten Konditionen grundsätzlich über das zentrale Konzern-Treasury der MAN SE. Zum Einsatz kommen originäre und vorrangig derivative Finanzinstrumente. In Ländern, deren devisenrechtliche oder aufsichtsrechtliche Bestimmungen eine Absicherung durch die MAN SE nicht ermöglichen, erfolgt der Abschluss der Fremdwährungs-, Zins- und Geldhandelsgeschäfte durch die MAN SE im Namen und auf Rechnung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt am Handelstag.

Die Risikopositionen des Konzerns werden unter Berücksichtigung vorgegebener Risikogrenzen durch das Konzern-Treasury extern bei Banken gesichert. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt unter angemessener Berücksichtigung der für Banken geltenden Anforderungen an das Risikomanagement und unterliegt einer strengen Überwachung, die insbesondere durch eine strikte Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet ist.

Im Rahmen des MAN-konzernweiten Cash Managements wird die Liquiditätsverwaltung und -anlage zentralisiert. Bei der Anlage von Flüssigen Mitteln werden die Finanzinstitute und Anlageformen sorgfältig ausgewählt und über eine Limitsystematik diversifiziert. Die Limits und ihre Ausnutzung werden regelmäßig überprüft. Der wesentliche Teil der liquiden Mittel wird in Geldanlagen bei Kreditinstituten mit einem Rating im Investment Grade gehalten.

Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der MAN SE wird regelmäßig über die Marktpreisrisiken der MAN Gruppe berichtet. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch die interne Revision geprüft.

(b) Währungsrisiko RENK

Für jede RENK Gesellschaft ergibt sich dann ein Währungsrisiko, wenn sie Geschäfte abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme entstehen, die nicht der funktionalen Währung der Gesellschaft entsprechen. Um die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zu reduzieren, quantifizieren die RENK Gesellschaften fortlaufend das Wechselkursrisiko und sichern alle wesentlichen Risiken durch den Einsatz von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen kontinuierlich ab.

In der RENK Gruppe werden grundsätzlich alle fest kontrahierten Kundenaufträge, eigene Bestellungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung abgesichert. Währungen mit einer hohen Korrelation zum Euro, wie z.B. die dänische Krone, sowie Beteiligungen oder eigenkapitalähnliche Darlehen in Fremdwährung werden, wenn überhaupt einschlägig, nur in Einzelfällen gesichert. Zudem erfolgen Sicherungsmaßnahmen für geplante Fremdwährungsumsätze des Seriengeschäfts im Rahmen definierter Sicherungsreichweiten und fallweise für Kundenprojekte mit hoher Abschlusswahrscheinlichkeit. Der Vorstand von RENK wird regelmäßig über die Währungspositionen der RENK Gruppe informiert.

Zum Abschlussstichtag besteht das RENK Fremdwährungsexposure vorrangig aus Geschäften in USD, CHF, JPY und CNY. Aufgrund der hierfür abgeschlossenen Devisentermin- bzw. Devisenoptionsgeschäfte war RENK keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt.

Im Vorjahr erfolgte die Bilanzierung der Sicherungsbeziehungen in der RENK Gruppe grundsätzlich als Cashflow Hedges. Zusammen mit der Erstanwendung des IFRS 9 -Finanzinstrumente wurde entschieden, künftig auf die Bildung von Sicherungsbeziehungen zu verzichten.

In Zusammenhang mit Cashflow Hedges wurden im Vorjahr aus der Bewertung von Derivaten (vor Steuern) insgesamt unrealisierte Gewinne und Verluste in Höhe von 1.397 T€ erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Im Laufe des vorangegangenen Geschäftsjahres wurden -511 T€ realisierte Gewinne und Verluste aus dem Eigenkapital in das Periodenergebnis übernommen.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die am Abschlussstichtag bestehenden originären und derivativen Finanzinstrumente in einem hypothetischen Szenario bewertet. Die Effekte einer zehnprozentigen Auf-/Abwertung einer Währung pro Währungsrelation zum 31. Dezember 2018 bzw. zum 31. Dezember 2017 sind wie folgt:

T€ 31.12.2018
Eigenkapital Periodenergebnis
Währungsrelation + 10% -10% + 10% -10%
Euro/US-Dollar - - 5.733 -5.733
Euro/Schweizer Franken - - -1.308 1.308
Euro/Chinesischer Yuan - - 179 -179
Euro/Britisches Pfund - - -92 92
Euro/Japanischer Yen - - 118 -118
Euro/Norwegische Krone - - +0 -0
Schweizer Franken/US-Dollar - - -23 23
T€ 31.12.2017
Eigenkapital Periodenergebnis
Währungsrelation + 10% -10% + 10% -10%
Euro/US-Dollar 1.910 -1.910 10 -10
Euro/Schweizer Franken - - -1.628 1.628
Euro/Chinesischer Yuan - - 90 -90
Euro/Britisches Pfund - - -33 33
Euro/Japanischer Yen - - 72 -72
Euro/Norwegische Krone - - 4 -4

(c) Rohstoffpreisrisiko RENK

RENK ist dem Risiko der Änderung von Rohstoffpreisen sowie deren Verfügbarkeit, d.h. dem Beschaffungsrisiko der Rohstoffe, ausgesetzt, dies sowohl im Zusammenhang mit dem Bezug von Produktionsmitteln, aber auch in der Beschaffung von Energie (Strom, Gas, Öl etc.).

Soweit möglich wird diesem Risiko durch Fixpreisabsprachen mit Lieferanten begegnet. Wegen der Differenziertheit der eingesetzten Rohmaterialien und den daraus resultierenden, jeweils vergleichsweise geringen Mengen ist die Preisabsicherung über entsprechende Instrumente an den Finanzmärkten derzeit für RENK keine wesentliche Alternative. Bei RENK bestanden im Geschäftsjahr 2018 keine Rohstoffderivate.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

(d) Kreditrisiko RENK

RENK ist aufgrund seines operativen Geschäfts Kreditrisiken, d.h. der Gefahr ausgesetzt, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt und damit einen finanziellen Verlust verursacht. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch die Gefahr einer Bonitätsverschlechterung.

Das maximale Kreditrisiko wird durch den Buchwert der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Die Minimierung der Kreditrisiken und die Ermittlung der Risikovorsorgen erfolgt vor allem durch folgende Maßnahmen:

Länder- und Kontrahentenrisiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, werden fortlaufend dezentral bewertet. Darauf aufbauend werden Sicherheitsgrade und -formen festgelegt. Auch die Außenstände werden fortlaufend dezentral überwacht. Sofern Ausfallrisiken entstehen, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Das Kreditrisiko wird durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen begrenzt.

Hierbei kommen Akkreditive, Kreditversicherungen, Bürgschaften, Garantien, Eigentumsvorbehalte sowie Kundenanzahlungen zum Einsatz. Im Projektgeschäft wird das Ausfallrisiko durch Anzahlungen und die Einforderung von Sicherheiten minimiert.

Für das Kreditrisiko in Zusammenhang mit dem operativen Geschäft wird bei RENK eine angemessene Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste gebildet. Zudem erfolgt eine fortlaufende Überprüfung sämtlicher finanzieller Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertragliche Vermögenswerte werden anhand einer Wertberichtigungstabelle, deren Wertberichtigungsquoten nach der Altersstruktur der Forderungen gestaffelt sind, berechnet. Bei Vorliegen objektiver Hinweise auf Kreditausfälle oder sonstige Vertragsstörungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Sonstige finanzielle Forderungen und Flüssige Mittel werden anhand eines allgemeinen 3-stufigen Wertminderungsmodells auf die erwarteten Zahlungsausfälle überprüft.

Bezüglich der Kreditrisiken der RENK Gruppe lag im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentliche Risikokonzentration vor.

Die Ausfallrisiken der finanziellen Vermögenswerte lassen sich in nachstehenden Risikoklassen zusammenfassen:

T€ 31.12.2018
Risikoklasse 1 Risikoklasse 2 Risikoklasse 3
Forderungen - ohne Hinweise auf Ausfallgefährdung Ausfall gefährdete Forderungen Ausgefallene Forderungen
Stufe 1: erwarteter 12-Monats-Kreditverlust 200.281 - -
Stufe 2: erwarteter Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit (nicht wertgemindert) - - -
Stufe 3: erwarteter Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit (wertgemindert) - - -
Erworbene/ausgereichte wertgeminderte Finanzinstrumente - - -
Vereinfachtes Wertminderungsmodell: Erwarteter Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit 106.063 5.146 4.192
306.343 5.146 4.192

In der Stufe 1 sind im Wesentlichen die Forderungen aus dem zentralen Cashpooling der MAN Gruppe sowie übrige Flüssige Mittel enthalten. Aufgrund von täglicher Fälligkeit wird vereinfachungshalber keine Risikovorsorge auf diese finanziellen Vermögenswerte gebildet.

Für die nicht wertgeminderten Forderungen werden anhand der Fälligkeiten und Wertberichtigungsquoten die Risikovorsorgen für die erwarteten Kreditverluste gebildet. Bei objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung werden die betroffenen Forderungen einzelwertberichtigt.

Zur strukturell überarbeiteten Darstellung der Fälligkeiten wird auf den Abschnitt "Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und -methoden" verwiesen.

Fälligkeitsübersicht nicht einzelwertgeminderter finanzieller Vermögenswerte zum 31.12.2017:

T€ 2017
bis 30 Tage überfällig 8.584
31-60 Tage 2.024
61- 90 Tage 3.321
91-365 Tage 2.544
> 1 Jahr 535
Vermögenswerte, überfällig, nicht einzelwertgemindert 17.008
Vermögenswerte, nicht überfällig, nicht einzelwertgemindert 74.908
Buchwerte nicht einzelwertgeminderter finanzieller Vermögenswerte 91.916

Um die Kreditrisiken aus diesen Forderungen und aus nicht überfälligen Forderungen abzudecken, wurden im Vorjahr, basierend auf historischen Erfahrungswerten, Wertminderungen auf Gruppenebene gebildet.

Hinsichtlich der weder einzelwertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen und der übrigen finanziellen Vermögenswerte deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass Zahlungsausfälle eintreten werden.

Entsprechend dem Charakter der mit der MAN SE vereinbarten Einbeziehung von RENK in das zentrale Finanzmanagement der MAN Gruppe wird ein wesentlicher Teil der finanziellen Vermögenswerte von RENK auf einen einzelnen Partner, die MAN SE, konzentriert. Dieser Teil unterliegt damit im Grundsatz den gleichen Risiken, denen auch die MAN SE als Ganzes unterliegt. Diese Risiken werden durch die bei der MAN SE installierten Risikomanagementmechanismen limitiert.

(e) Liquiditätsrisiko RENK

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der RENK Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen oder Liquidität nur zu einem erhöhten Preis beschaffen kann.

RENK war im Berichtsjahr in das Liquiditätsmanagement der MAN Gruppe eingebunden. Um dieses Risiko zu begrenzen, werden die Mittelzuflüsse und -abflüsse sowie die Fälligkeiten fortlaufend überwacht und gesteuert. Die Deckung des Finanzmittelbedarfs erfolgt sowohl durch den operativen Cashflow als auch durch externe Finanzierungen. Somit bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Das Cash Management für die operativen Bereiche erfolgt im Wesentlichen zentral im Rahmen eines Cashpoolings. Dabei werden täglich die liquiden Mittel der Konzerngesellschaften und der MAN SE zusammengeführt. Somit können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen gesteuert werden. Zur externen Finanzierung werden die sich an den Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten fortlaufend verfolgt, um die finanzielle Flexibilität zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

Über lokale Zahlungsmittel in bestimmten Ländern (z.B. Brasilien und China) kann der Konzern grenzüberschreitend nur unter Beachtung geltender Devisenverkehrsbeschränkungen verfügen. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Beschränkungen.

Die liquiden Mittel dienen im Wesentlichen dazu, das Working Capital und kurzfristige Verpflichtungen zu finanzieren. Das Management wird regelmäßig über die Mittelzuflüsse und -abflüsse informiert.

Die Zahlungsströme bei RENK sind dominiert von den Fristigkeiten, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben. Diese sind überwiegend kurzfristiger Natur. Der Liquiditätsausgleich findet im Rahmen der Einbindung in das zentrale Finanzmanagement der MAN Gruppe statt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich die Cashflows der Verbindlichkeiten, der derivativen Finanzinstrumente sowie der Eventualverbindlichkeiten auf die Liquiditätssituation von RENK auswirken.

Fälligkeitsübersicht 1)

T€ 31.12.2018 31.12.2017
2019 2020 bis 2023 >2023 2018 2019 bis 2022 >2022
Zahlungsmittelabflüsse aus originären finanziellen Verbindlichkeiten 41.536 112 8 35.767 - -
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.407 - - 34.635 - -
davon Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 2.129 112 8 1.132 - -
Zahlungsmittelabflüsse aus derivativen Finanzinstrumenten mit negativem Marktwert und Bruttoerfüllung 2) -34.668 -21.398 -1.027 -2.216 - -
Zugehörige Zahlungsmittelzuflüsse 32.939 19.733 861 2.138 - -
Potenzielle Zahlungsmittelabflüsse aus Eventualverbindlichkeiten 3) - - - 14 - -
davon für Verpflichtungen aus Rückzahlungsverpflichtungen - - - 14 - -

1) Bei der Ermittlung der Beträge wurde grundsätzlich wie folgt vorgegangen:- Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen.- Zinszahlungen aufgrund variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Abschlussstichtag berücksichtigt.- Es wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabflüsse nicht früher als dargestellt eintreten.
2) Gemäß den Anforderungen des IFRS 7 werden nur undiskontierte Zahlungsmittelabflüsse der vertraglich fixierten Zins- und Tilgungszahlungen dargestellt.
3) Verpflichtungen aus Bürgschaften bestehen für Avale aus Lieferungs- und Leistungsverpflichtungen. Es werden die maximal möglichen Zahlungsmittelabflüsse dargestellt. Die Beträge werden als im ersten Jahr fällig angenommen.

(f) Zusammensetzung der Sicherungsinstrumente nach Art des Sicherungszusammenhangs

Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Sicherungsbeziehungen gebildet. Im Vorjahr wurden Sicherungsbeziehungen gebildet. Die nachfolgende Tabelle beinhaltet die beizulegenden Zeitwerte der im Vorjahr vorhandenen Sicherungsinstrumente, die sich auf Devisentermingeschäfte bezogen.

T€ 31.12.2018 31.12.2017
mit positivem Marktwert mit negativem Marktwert mit positivem Marktwert mit negativem Marktwert
Cashflow Hedge - - 297 -
- - 297 0

(33) Vorstandsvergütung

Die Vergütung der Vorstände der RENK Aktiengesellschaft setzt sich aus einer festen Vergütung und einer variablen Vergütung zusammen (siehe Vergütungsbericht). Ferner erhalten Vorstände eine Altersversorgungszusage.

Die gesamten Vorstandsvergütungen betragen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB und den IFRS im Geschäftsjahr 1.840 T€ (Vorjahr: 1.774 T€).

Die individualisierten Bezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands für 2018 (2017) ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

T€ Florian Hofbauer Christian Hammel Gesamt
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Feste Vergütung 1) 303 286 294 281 597 567
Variable Vergütung 2) 524 519 466 462 989 981
Versorgungsaufwand 134 101 119 95 253 196
Gesamt 961 906 879 838 1.840 1.744
Barwert der Versorgungsverpflichtung 2.406 2.315 424 324 2.830 2.639

1) Erfolgsunabhängiger Vergütungsbestandteil inklusive Nebenleistungen
2) Erfolgsbezogener Vergütungsbestandteil: 2018 - Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen, 2017 - Angaben gemäß endgültiger Kennzahlen

Die kurzfristig fälligen Leistungen umfassen die "Feste" und "Variable Vergütung". Die Angaben über "Versorgungsaufwand" und "Barwert der Versorgungsverpflichtungen" werden den Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugeordnet. Andere langfristig fällige Leistungen, Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie anteilsbasierte Vergütungen bestehen nicht.

Nachverrechnungen auf die Tantiemen in der variablen Vergütung waren weder 2018 noch im Vorjahr zu erfassen.

Der ausgewiesene Versorgungsaufwand enthält ausschließlich den im Geschäftsjahr angefallenen Dienstzeitaufwand.

Die Versorgungsbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 264 T€ (Vorjahr: 262 T€). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt 3.520 T€ (Vorjahr: 3.686 T€) zurückgestellt.

Die Mitglieder des Vorstands einschließlich ihrer Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien sind im Abschnitt "Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands und deren Mandate" angegeben.

(34) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in der Satzung geregelt. Sie sieht eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 € vor. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält den zweifachen, sein Stellvertreter und der Vorsitzende eines Ausschusses den anderthalbfachen, ein Ausschussmitglied den 1,25-fachen Betrag der festen Vergütung. Vorsitz und Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss werden nicht gesondert vergütet. Bei Ausübung mehrerer Funktionen richtet sich die Vergütung nach der Funktion mit dem höchsten Vergütungsanspruch.

Daneben werden die entstehenden Auslagen erstattet.

Vergütung des Aufsichtsrats in €

Name Zeitraum Zugehörigkeit Gesamt
Dr. Ingrun-Ulla Bartölke ganzjährig -
Roberto Armellini * ganzjährig 15.000
Michael Behrendt ganzjährig 15.000
Hardy Brennecke ganzjährig -
Joachim Drees ganzjährig 12.500
Lothar Evers * ab 27.04. 6.778
Rainer Handschuh * bis 27.04. 4.063
Christiane Hesse ganzjährig -
Frank Hoffmann bis 27.04. -
Thorsten Jablonski ganzjährig -
Adela Lieb ab 27.04. 6.778
Klaus Refle * ab 27.04. 8.472
Karina Schnur * ab 27.04. 8.472
Mario Sommer * ab 27.04. 6.778
Herbert Surmann * bis 27.04. 4.063
Walter Vogt * bis 27.04. 4.063
Ingo Weidner * bis 27.04. 3.250
Gesamt 2018 95.217
Gesamt 2017 92.341

* Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Aufsichtsratsvergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.

Die bei RENK angestellten Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats erhalten darüber hinaus ihre marktübliche Mitarbeitervergütung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats einschließlich ihrer Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien sind im entsprechenden Abschnitt angegeben.

(35) Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben gemäß § 161 Aktiengesetz im Dezember 2018 die nachfolgend wiedergegebene Entsprechenserklärung abgegeben:

"Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 24. April 2017 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 (zukunftsbezogene variable Vergütung), Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 (Offenlegung bei Wahlvorschlägen) und Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) im Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2017 entsprochen wurde und weiterhin entsprochen wird.

1.) Der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 wird insoweit nicht gefolgt, als die Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile nicht im Wesentlichen zukunftsbezogen ist. Das aktuelle Vergütungssystem basiert auf den Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015. Da der Aufsichtsrat eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen ist, als sinnvoll erachtet, ist eine Anpassung des Vergütungssystems entsprechend den Empfehlungen des aktuell gültigen Kodex in Vorbereitung.

2.) Hinsichtlich der Empfehlung in Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex zur Offenlegung bestimmter Umstände bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sind die Anforderungen des Kodex unbestimmt und in ihrer Abgrenzung unklar. Es wird daher vorsorglich insoweit eine Abweichung vom Kodex erklärt. Dessen ungeachtet wird sich der Aufsichtsrat bemühen, den Anforderungen der Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex gerecht zu werden.

3.) Der Empfehlung in Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) wird nicht gefolgt, da Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG eine über die gesetzliche Anforderung des Wertpapierhandelsgesetzes hinausgehende Verpflichtung zu Quartalsveröffentlichungen für entbehrlich halten."

(36) Segmentberichterstattung

Die Aktivitäten der RENK Gruppe sind unverändert in die berichtspflichtigen Segmente Spezialgetriebe, Fahrzeuggetriebe, Standardgetriebe und Gleitlager aufgeteilt. Das Management jedes dieser Segmente berichtet direkt an den Vorstand der RENK AG in seiner Funktion als verantwortliche Unternehmensinstanz.

Das Segment Spezialgetriebe umfasst den Großgetriebebau am Standort Augsburg der RENK AG und die RENK-MAAG GmbH, Winterthur, Schweiz. Die Produktpalette reicht von stationären Getrieben für vielfältige industrielle Anwendungen über Turbogetriebe bis hin zu komplexen Getrieben für schnelle Schiffe und Navy-Anwendungen.

Das Segment Fahrzeuggetriebe ist führender Hersteller vollautomatischer Getriebe für mittlere und schwere Kettenfahrzeuge und bietet darüber hinaus ein breites Spektrum leistungsfähiger Prüfstände für unterschiedliche Branchen an. Es umfasst die entsprechenden Aktivitäten am Standort Augsburg der RENK AG, die französische Tochtergesellschaft RENK France S.A.S., Saint-Ouen-l'Aumône, die RENK Test System GmbH (RTS) in Augsburg und ihre amerikanische Vertriebsgesellschaft RENK Systems Corporation, Camby (IN), USA.

Das Segment Standardgetriebe beinhaltet den Großgetriebebau der RENK AG am Standort Rheine. Einen Schwerpunkt dort bilden Schiffsgetriebe für die Handelsschifffahrt, Flüssiggastanker, Spezialschiffe sowie Offshore-Windkraftgetriebe. Daneben werden Getriebe für Turbinenanlagen und Kupplungen für industrielle Anwendungen hergestellt.

Das Segment Gleitlager mit dem Standort Hannover der RENK AG und der amerikanischen Vertriebsgesellschaft RENK Corporation, Duncan (SC), USA, liefert v.a. hydrodynamische, mit Schmierstoff versorgte Gleitlager. Einsatzgebiete sind Elektromotoren, Generatoren, Pumpen, Gebläse, Wasserturbinen, Förderanlagen und maritime Anwendungen.

Die finanziellen Leistungsindikatoren für die Segmente sind der Umsatz, das Operative Ergebnis und die Operative Rendite. Die Operative Rendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu den Umsatzerlösen. Nichtfinanzieller Leistungsindikator ist der Auftragseingang als bewerteter verbindlicher Bestelleingang. Die Segmentinformationen werden in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Umsätze zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Segmentinformationen nach Geschäftssegmenten

Spezialgetriebe Fahrzeuggetriebe Standardgetriebe
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Auftragseingang von Fremden 205.886 151.328 168.007 122.556 71.050 78.772
Auftragseingang von anderen Segmenten 1.714 2.281 2.960 1.566 4.688 9.676
Auftragseingang Gesamt 207.601 153.609 170.968 124.122 75.738 88.448
Umsätze mit Fremden 168.814 160.775 174.422 149.149 73.838 72.717
Umsätze mit anderen Segmenten 2.025 1 .655 2.965 1.767 5.047 5.216
Umsätze Gesamt 170.839 162.430 177.388 150.916 78.885 77.933
Auftragsbestand 31.12. 276.068 239.473 419.481 426.343 57.893 61.313
Operatives Ergebnis 5.234 10.988 37.352 26.698 6.459 8.303
Investitionen 14.067 7.902 14.407 7.011 5.410 2.059
Abschreibungen 1) 7.266 7.405 5.890 5.658 3.448 3.534
Operative Rendite 3,1% 6,8% 21,1% 17,7% 8,2% 10,7%
Gleitlager Konsolidierung Konzern
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Auftragseingang von Fremden 83.992 81.447 - - 528.935 434.103
Auftragseingang von anderen Segmenten 838 2.465 -10.201 15.989 - -
Auftragseingang Gesamt 84.830 83.912 -10.201 15.989 528.935 434.103
Umsätze mit Fremden 85.144 86.765 - - 502.218 469.406
Umsätze mit anderen Segmenten 1.481 1.517 -11.518 10.155 - -
Umsätze Gesamt 86.625 88.282 -11.518 10.155 502.218 469.406
Auftragsbestand 31.12. 30.973 32.643 -10.531 11.847 773.883 747.925
Operatives Ergebnis 11.170 14.113 -2 -55 60.213 60.047
Investitionen 1.477 1.763 - - 35.361 18.735
Abschreibungen 1) 2.489 2.405 -81 -77 19.012 18.925
Operative Rendite 12,9% 16,0% - - 12,0% 12,8%

1) In den Abschreibungen waren weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Vorjahr Wertminderungen enthalten.

Segmentinformationen nach Regionen

T€ Deutschland Übriges Europa Übrige Regionen Gesamt
2018
Umsätze 161.515 180.267 160.436 502.218
Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 29.911 5.350 100 35.361
2017
Umsätze 146.866 183.566 138.974 469.406
Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 15.935 2.630 170 18.735

(37) Aufstellung des Anteilsbesitzes der RENK AG zum 31. Dezember 2018

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Landeswährung
(LW)
Umrechnungskurs
(EUR/LW)
Eigenkapital
(1.000 LW)
Ergebnis
(1.000 LW)
RENK France S.A.S., Saint-Ouen-l'Aumône, Frankreich 100 EUR 1 21.720 1.052
RENK Corporation, Duncan, South Carolina, USA 100 USD 1,1453 12.884 1.347
RENK Test System GmbH, Augsburg 100 EUR 1 17.226 8.585
RENK Systems Corporation, Camby, Indiana, USA 100 USD 1,1453 2.141 1.319
RENK Transmisyon Sanayi A.S., Istanbul, Türkei 1) 55 TRY 4,5324 6.539 1.720
RENK U.A.E LLC, Abu Dhabi, United Arab Emirates 1) 49 AED 4,4032 25.012 9.551
COFICAL RENK Mancais Brasil Ltda., Guaramirim, Brasilien 1) 98 BRL 3,9707 21.106 1.962
RENK-MAAG GmbH, Winterthur, Schweiz 100 CHF 1,1264 17.466 1.737
RENK Shanghai Service and Commercial Co., Ltd., Shanghai, China 1) 100 CNY 7,8009 3.786 -680
RENK (UK) Ltd., London, Großbritannien (inaktiv) 100 GBP k. A. k. A. k. A.
RENK Gears Private Ltd., Bangalore/Indien 1) 100 INR 76,5670 108.000 -6.429
RENK Korea Co., Ltd., Busan/Südkorea 1) 100 KRW 1.278,2200 757.453 -142.547
Schelde Gears B.V. (vormals: Damen Schelde Gears B.V.), Vlissingen, Niederlande 1) 100 EUR 1 1.361 559

1) Stand: 31. Dezember 2017

(38) Beteiligungen an der RENK AG

Am 4. Januar 2019 wurde der RENK AG von den kontrollierenden Gesellschaftern der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass mit Wirkung zum 31. Dezember 2018, 24.00 Uhr der 76%ige Anteil der Stimmrechte (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) an der RENK AG von der MAN SE, München an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg, (eine 100%ige Tochtergesellschaft der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg) im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung übertragen wurde.

Sämtliche der vorgenannten 5.320.000 Stimmrechte werden der Volkswagen Aktiengesellschaft, der Porsche Automobil Holding SE sowie deren kontrollierenden Gesellschaftern nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Volkswagen Klassik GmbH zugerechnet.

Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte oder die relevanten Schwellen des WpHG überschreiten, wurden der RENK AG weder gemeldet, noch sind sie ihr bekannt.

(39) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der RENK AG beeinflusst werden können, die einen maßgeblichen Einfluss auf die RENK AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der RENK AG stehen.

Die Volkswagen Klassik GmbH ist aufgrund des Anteilsbesitzes in Höhe von 76 % an der RENK AG Mutterunternehmen und damit nahestehendes Unternehmen im Hinblick auf RENK. Dies gilt auch für die Tochterunternehmen der Volkswagen Klassik GmbH und die der Volkswagen Klassik GmbH selbst nahestehenden Unternehmen. Darunter fallen insbesondere die Traton AG, die Volkswagen Aktiengesellschaft und die Porsche Automobil Holding SE samt ihrer verbundenen Unternehmen.

Der Liefer- und Leistungsaustausch zwischen RENK und nahestehenden Unternehmen erfolgt zu marktüblichen Bedingungen wie unter fremden Dritten.

Mit Tochtergesellschaften der Volkswagen Klassik Gruppe werden im Wesentlichen folgende Arten von Rechtsgeschäften abgewickelt:

Lieferungen an MAN Energy Solutions Gesellschaften, insbesondere Getriebe und Lager für Schiffe und Turbinen sowie Prüfstände und damit verbundene Leistungen

Bezüge von MAN Energy Solutions Gesellschaften, vor allem Vormaterialien für die Getriebefertigung wie z.B. Gussteile

Der Liefer- und Leistungsaustausch mit Unternehmen der Traton Gruppe, Volkswagen bzw. der Porsche Gruppe bezieht sich im Wesentlichen auf folgende Rechtsgeschäfte:

Sonstige Leistungen und Gegenleistungen mit der MAN SE, wie Soll- und Habenzinsen aus dem Intercompany-Zahlungsverkehr und Kostenerstattungen für andere Dienstleistungen

Lieferungen von Prüfständen und damit verbundenen Leistungen an Unternehmen der Volkswagen bzw. der Porsche Gruppe. RENK bezieht Dienstleistungen z.B. im Rahmen von Fahrzeug-Leasingverträgen

In der Berichtsperiode lag kein Liefer- und Leistungsaustausch mit dem Mutterunternehmen der Volkswagen Klassik GmbH vor. Im Vorjahr ergab sich aus dem Leistungsaustausch von RENK mit der MAN SE folgender Umfang der Beziehungen:

T€ 2017
Erbrachte Leistungen (Ertrag) 56
Erhaltene Leistungen (Aufwand) 855
Forderungen (31.12.) 199.086
Verbindlichkeiten (31.12.) 43

Die nachfolgende Tabelle enthält den Umfang der Beziehungen mit den übrigen Gesellschaften der Volkswagen Klassik Gruppe, Volkswagen bzw. Porsche Gruppe:

T€ 2018 2017
Erbrachte Leistungen (Ertrag) 25.674 22.363
Erhaltene Leistungen (Aufwand) 6.509 5.270
Forderungen (31.12.) 190.874 4.855
Verbindlichkeiten (31.12.) 3.801 1.497

Die MAN SE hat für RENK Gesellschaften zum 31. Dezember 2018 direkte und indirekte Bürgschaften in Höhe von 7.193 T€ und derivative Kurssicherungen im Nominalwert von 61.744 T€ ausgestellt. Aus dem Cash Management mit der MAN SE und anderen MAN Gesellschaften bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2018 Forderungen in Höhe von 185.457 T€ (Vorjahr: 198.290 T€).

Nahestehende Unternehmen sind auch die Tochtergesellschaften der RENK Gruppe, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind. Der Leistungsaustausch umfasst im Wesentlichen die Lieferung von Teilen und die Durchführung von Serviceleistungen zu Marktkonditionen. Der Umfang der Beziehungen ergibt sich aus folgender Tabelle:

T€ 2018 2017
Erbrachte Leistungen (Ertrag) 6.254 6.138
Erhaltene Leistungen (Aufwand) 2.968 1.449
Forderungen (31.12.) 3.190 1.948
Verbindlichkeiten (31.12.) 1.250 246

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sind unter den Anmerkungen (18) und (24) ausgewiesen. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen in Höhe von 105 T€ (Vorjahr: 190 T€).

Offene Posten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind weder besichert, noch wurden zum Abschlussstichtag Wertberichtigungen angesetzt.

Nahestehend zu RENK sind auch Personen, die von der RENK AG beeinflusst werden können bzw. die auf die RENK AG Einfluss nehmen können, wie die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der RENK AG, die Mitglieder der Geschäftsführung der Volkswagen Klassik GmbH, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Traton AG sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Volkswagen AG.

Bezüglich der gemäß IAS 24 angabepflichtigen Vergütungen des Managements in Schlüsselpositionen siehe die Abschnitte "Vorstandsvergütung" und "Aufsichtsrat".

(40) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die RENK AG hat im Januar 2019 einen Kaufvertrag zum Erwerb einer Unternehmensgruppe unterzeichnet. Der Kaufpreis wird sich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Die Umsetzung des Kaufvertrags und Zahlung des Kaufpreises hängt von einer Reihe von Bedingungen, u.a. behördlichen Genehmigungen, ab. Mit der Erteilung der Zustimmungen wird im Laufe des 1. Halbjahres 2019 gerechnet. Die zu erwerbende Unternehmensgruppe stellt komplementäre Produkte zum Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe her. RENK erwartet, dass bei erfolgreicher Umsetzung die erworbene Unternehmensgruppe aufgrund ihrer Größenordnung in den Konzernabschluss einzubeziehen sein wird.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten.

Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands und deren Mandate

(41) Aufsichtsrat

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke

Wolfsburg

Vorsitzende des Aufsichtsrats

Leiterin Konzernrechnungswesen und externe Berichterstattung der Volkswagen Aktiengesellschaft

Volkswagen Bank GmbH 2)

SEAT S.A., Spanien 4)

Roberto Armellini *)

Augsburg

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Geschäftsführer der IG Metall Augsburg

VALEO Schalter und Sensoren GmbH (stellv. Vors.) 1)

AGCO Fendt GmbH 1)

Michael Behrendt

Hamburg

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hapag-Lloyd AG

Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG (stellv. Vors.) 1)

Barmenia Krankenversicherung a. G. (stellv. Vors.) 1)

Barmenia Lebensversicherung a. G. (stellv. Vors.) 1)

Esso Deutschland GmbH 1)

ExxonMobil C. E. Holding GmbH 1)

Hapag-Lloyd AG (Vors.) 1)

MAN Energy Solutions SE 1)

MAN SE 1)

MAN Truck & Bus AG 1)

Hardy Brennecke

Wolfenbüttel

Leiter des Vorstandsbüros für den Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge der Volkswagen Aktiengesellschaft

Generalsekretär der TRATON AG

Joachim Drees Stuttgart

Mitglied des Vorstands der TRATON AG

Vorsitzender des Vorstands der MAN SE

Vorsitzender des Vorstands der MAN Truck & Bus AG

Veritas AG 1)

Volkswagen Financial Services AG 1)

MAN Energy Solutions SE 2)

Sinotruk (Hong Kong) Ltd., China 3)

Lothar Evers *)

Rheine

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Rheine

Rainer Handschuh *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Ehemaliger Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der RENK AG

Ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Augsburg und der RENK Test System GmbH

Christiane Hesse Wunstorf

Mitglied des Vorstands (Personal und Organisation) der Volkswagen Financial Services AG

EURO-Leasing GmbH 4)

MAN Financial Services GmbH 4)

MAN Financial Services (SA) (RF) (Pty) Ltd., Südafrika (Vors.) 4)

VDF Faktoring A.S., Türkei (Vors.) 4)

VDF Filo Kiralama A.S., Türkei (Vors.) 4)

VDF Servis ve Ticaret A.S., Türkei (Vors.) 4)

VDF Sigorta Aracilik Hizmetleri A.S., Türkei (Vors.) 4)

Volkswagen Doğuş Finansman A.S., Türkei (Vors.) 4)

Volkswagen Financial Services Digital Solutions GmbH 4)

Volkswagen Financial Services South Africa (Pty) Ltd., Südafrika (Vors.) 4)

Frank Hoffmann *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Bereichsleiter Fahrzeuggetriebe der RENK AG, Augsburg

Thorsten Jablonski

Ilsede

Leiter Geschäftsfeld Getriebe und E-Antrieb der Volkswagen Aktiengesellschaft

Volkswagen Automatic Transmission (Dalian) Co., Ltd., China (Vors.) 4)

Volkswagen Automatic Transmission (Tianjin) Co., Ltd., China 4)

Volkswagen Transmission (Shanghai) Company Ltd., China 4)

Adela Lieb *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Gesamtleitung kaufmännische Verwaltung, Finanzen und Controlling der RENK Test System GmbH

Klaus Refle *)

Bobingen

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RENK AG, Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Augsburg und der RENK Test System GmbH

Karina Schnur *)

Reichertshofen

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Generalsekretärin der Mitbestimmung der MAN Truck & Bus AG

MAN Energy Solutions SE 1)

MAN SE 1)

MAN Truck & Bus AG 1)

MAN Truck & Bus Deutschland GmbH 1)

Mario Sommer *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Prozessplaner kubische Teilefertigung im Bereich Fahrzeuggetriebe der RENK AG

Herbert Surmann *)

Rheine

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Rheine

Walter Vogt *)

Eltville

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Gewerkschaftssekretär beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/M.

Baugenossenschaft Darmstadt eG 1)

IBM Deutschland GmbH 1)

Mercedes-Benz Bank AG 1)

Ingo Weidner *)

Hannover

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Mitglied des Betriebsratsrats der RENK AG, Werk Hannover

Stand 31.12.2018 oder Datum des Ausscheidens (falls früher)

*) von der Belegschaft gewählt
1) Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
2) Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (Konzernmandate)
3) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
4) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (Konzernmandate)

(42) Ausschüsse des Aufsichtsrats

Ausschuss für Vorstandspersonalien

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke (Vors.)

Roberto Armellini (stellv. Vors.)

Joachim Drees Klaus Refle

Nominierungsausschuss

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke

Joachim Drees

Vermittlungsausschuss

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke (Vors.)

Roberto Armellini (stellv. Vors.)

Joachim Drees

Klaus Refle

Prüfungsausschuss

Michael Behrendt (Vors.)

Klaus Refle (stellv. Vors.)

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke

Karina Schnur

(43) Vorstand

Dipl.-Ing. (FH) Florian Hofbauer

Landsberg

Sprecher

Technik und Vertrieb

RENK Shanghai Service and Commercial Co., Ltd., China 1)

Dipl.-Kfm. (Univ.) Christian Hammel

München

Verwaltung und Produktion

RENK Gears Private Ltd., Indien 1)

RENK Korea Co., Ltd., Korea 1)

 

Augsburg, 8. Februar 2019

RENK Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Florian Hofbauer

Christian Hammel

1) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (Konzernmandate)

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Augsburg, 8. Februar 2019

RENK Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Florian Hofbauer

Christian Hammel

Bestätigungsvermerk Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Renk Aktiengesellschaft, Augsburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018, der Überleitung zum Konzern Gesamtergebnis der Periode, der Konzern Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzern Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Renk Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Bestand und Bewertung des Vorratsvermögens

(2) Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft

(3) Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Bestand und Bewertung des Vorratsvermögens

(1) In dem Konzernabschluss der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg werden unter dem Bilanzposten "Vorräte" Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 27 Mio., Unfertige Erzeugnisse sowie Unfertige Leistungen in Höhe von EUR 167 Mio. sowie Geleistete Anzahlungen in Höhe von EUR 2 Mio. ausgewiesen. Aus unserer Sicht ist dieser Bilanzposten von besonderer Bedeutung, da er betragsmäßig bedeutsam ist und die Bewertung der Vorräte in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter basiert. Für die Bestandsführung der unfertigen Erzeugnisse ist darüber hinaus die Zuverlässigkeit der implementierten Prozesse und Kontrollen eine wesentliche Voraussetzung.

(2) Unter Berücksichtigung der Kenntnis, dass aufgrund der Komplexität des Vorratsvermögens hinsichtlich Bestand und Bewertung ein erhöhtes Risiko in der Rechnungslegung besteht, haben wir die vom Konzern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Bestandsführung und Bewertung beurteilt. Unser konkretes Prüfungsvorgehen beinhaltete die Prüfung von Kontrollen und substanzielle Prüfungshandlungen, vor allem:

Beobachtung der Inventuren an mehreren Standorten

Prüfung der Bewertung der Vorräte

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend begründet und dokumentiert sind.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zum Vorratsvermögen sind in Abschnitten (3)(g) und (17) des Konzernanhangs enthalten.

(2) Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft

(1) Im Konzernabschluss der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg, werden unter dem Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" Rückstellungen aus Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft in Höhe von EUR 29 Mio. ausgewiesen. Diese Verpflichtungen bestehen für gesetzliche und vertragliche Garantieverpflichtungen gegenüber Kunden. Die Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs ermittelt. Dazu sind Annahmen über Art und Umfang künftiger Garantiefälle zu treffen. Diesen Annahmen liegen qualifizierte Schätzungen zugrunde.

Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.

(2) Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Konzernergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem durch den Vergleich dieser Werte mit Vergangenheitswerten und anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Das Berechnungsschema der Rückstellungen haben wir anhand der eingehenden Bewertungsparameter insgesamt nachvollzogen sowie die geplante zeitliche Inanspruchnahme der Rückstellungen gewürdigt.

Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen aus Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft zu rechtfertigen.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den sonstigen Rückstellungen sind in den Abschnitten (3)(m) und (25) des Konzernanhangs enthalten.

(3) Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung

(1) Im Konzernabschluss der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus zeitraumbezogener Erfüllung von Leistungsverpflichtungen in Höhe von EUR 21 Mio. ausgewiesen. Bei diesem betragsmäßig bedeutsamen Posten erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse nach dem Leistungsfortschritt. Aufgrund der Komplexität des anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und des Erfordernisses von Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter mit entsprechenden Bandbreiten im Hinblick auf die Bilanzierung war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die vom Konzern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur zeitraumbezogenen Erfassung von Umsatzerlösen beurteilt. Darauf aufbauend haben wir die Bestimmung des Fertigstellungsgrades der kundenspezifischen Fertigungsaufträge nach der "Cost-to-Cost" Methode und die daraus abgeleitete anteilige Umsatzrealisierung (und folglich auch Gewinnrealisierung) gewürdigt. Dazu haben wir uns unter anderem durch Gespräche mit Projektleitern und Einsichtnahme in Projektunterlagen von dem jeweiligen Projektfortschritt überzeugt.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung sind in Textziffern (3)(a), (3)(h) und (6) des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die im Konzernlagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB

den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch.

Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2010 als Konzernabschlussprüfer der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Holger Graßnick.

 

München, den 8. Februar 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Schuster, Wirtschaftsprüfer

Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018

der RENK Aktiengesellschaft

Deutlicher Anstieg des Auftragseingangs und leichte Zunahme des Umsatzes

Auftragseingang 458 Mio € (Vorjahr: 373 Mio €)

Umsatz 433 Mio € (Vorjahr: 410 Mio €)

Belegschaft (Anzahl) 1.994 (Vorjahr: 1.937)

Operatives Ergebnis 51 Mio € (Vorjahr: 46 Mio €)

Operative Rendite 11,8 % (Vorjahr: 11,3 %)

Ergebnis je Aktie 4,49 € (Vorjahr: 5,62 €)

Netto Cashflow 7 Mio € (Vorjahr: -6 Mio €)

Dividendenvorschlag: Ausschüttung je Aktie 2,20 € (Vorjahr: 2,20 €)

Ausblick 2019

Auftragseingang leicht über Vorjahr

Leichter Anstieg des Umsatzes

Geschäftstätigkeit und Steuerung

Geschäftliche Ausrichtung

Die RENK AG - Geschäftliche Ausrichtung

Die Ursprünge der RENK AG gehen zurück auf das Jahr 1873. Vor nunmehr 145 Jahren gründete Johann Julius Renk im Augsburger Lechviertel eine kleine mechanische Werkstatt zur maschinellen Herstellung von Zahnrädern. 1879 zog das junge Unternehmen in den Stadtteil Göggingen, dort befindet sich noch heute der RENK Stammsitz. 1897 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, ab 1923 gehörte RENK zur jetzigen MAN Gruppe. Mit der mehrheitlichen Übernahme der MAN SE durch die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT (VW AG) im Jahr 2011 wurde RENK auch Mitglied in der Volkswagen Gruppe. Zum Geschäftsjahresende 2018 veräußerte die MAN SE im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung ihre Anteile an der RENK AG an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg, eine 100%ige Tochter der VW AG. Damit endete nach 95 Jahren die Zugehörigkeit von RENK zur MAN Gruppe.

RENK ist heute einer der wesentlichen Anbieter mit weltweiter Ausrichtung von hochwertiger Antriebstechnik für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Große Produktionsstandorte (Zweigniederlassungen) befinden sich in Augsburg, Rheine und Hannover.

RENK hat sich zum Ziel gesetzt, auch künftig seine technologische Spitzenposition in wichtigen Bereichen zu erhalten bzw. auszubauen und profitabel zu wachsen. Tragende Säulen dieser Strategie sind gezielte Internationalisierungsmaßnahmen, dezidierte Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen, operative Exzellenz in allen Feldern und ständige Innovationsfähigkeit.

Überblick über die Bereiche

Der Geschäftsbereich Spezialgetriebe umfasst den Großgetriebebau am Standort Augsburg. Die Produktpalette reicht von stationären Getrieben für vielfältige industrielle Anwendungen, unter anderem für die Zementindustrie, über Turbogetriebe mit Spitzenübertragungswerten von 140 MW bis hin zu komplexen Getrieben für schnelle Schiffe und Navy-Anwendungen mit Übertragungsleistungen von bis zu 90 MW.

Der Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe ist führender Hersteller vollautomatischer Getriebe für mittlere und schwere Kettenfahrzeuge. Die automatischen Lastschaltgetriebe von RENK sind als Heck- oder Fronteinbau für alle modernen Dieselmotoren geeignet. Die Getriebe werden elektronisch gesteuert und überwacht, hergestellt werden sie am Standort Augsburg.

Der Geschäftsbereich Standardgetriebe umfasst den Standort Rheine. Einen der Schwerpunkte bilden Schiffsgetriebe für die Handelsschifffahrt, Fährschiffe, Flüssiggastanker, Versorger- und Spezialschiffe. Daneben werden Getriebe für Turbinenanlagen und Kupplungen für industrielle Anwendungen hergestellt. Am Standort sind zudem die RENK Aktivitäten im Bereich Offshore-Windkraftgetriebe angesiedelt.

Der Geschäftsbereich Gleitlager mit dem Standort Hannover liefert insbesondere hydrodynamische, mit Schmierstoff versorgte Gleitlager. Einsatzgebiete sind Elektromotoren, Generatoren, Pumpen, Gebläse, Wasserturbinen, Förderanlagen und maritime Anwendungen. Bei den Standardbaureihen ist RENK seit Jahren ein führender Anbieter.

Intensive Zusammenarbeit in der Gruppe

Die Kombination der individuellen Stärken und des Produkt-Know-hows der einzelnen Geschäftsbereiche erzeugt Synergiepotenziale, die in der Zusammenarbeit der Geschäftsbereiche, z.B. bei größeren Projekten, genutzt werden. Zusätzlich werden durch gezielte Produktallokationen Produktions- und Montagekapazitäten im Großgetriebebau optimiert.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit von RENK sind der Erhalt einer führenden technologischen Position in den einzelnen Anwendungsfeldern, die weltweite Präsenz in den für RENK relevanten Märkten und eine an den Bedürfnissen der internationalen Kunden ausgerichtete Servicequalität.

Steuerungssystem und Wertmanagement

Steuerungsprozess

RENK ist in den Steuerungsprozess des Volkswagen Konzerns eingebunden. In der auf fünf Jahre angelegten Mittelfristplanung konkretisieren sich die grundsätzlichen Zielsetzungen der langfristig ausgerichteten strategischen Planung. Die einmal jährlich erstellte Mittelfristplanung ist Ausgangspunkt für die Steuerung, sie bildet den Kern der operativen Planung.

Für die Gestaltung der Unternehmenszukunft werden dabei je nach Fristigkeit die einzelnen Planungsinhalte bestimmt. Die aufeinander abgestimmten Ergebnisse der vorgelagerten Planungsprozesse fließen in die finanzielle Mittelfristplanung ein. Diese umfasst die Planung von Investitionen als Vorleistung für die zukünftigen Produkt- und Handlungsalternativen, die finanzielle Planung der Gewinn- und Verlustrechnung, die Finanz- und Bilanzplanung sowie die Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung.

Aus der Mittelfristplanung wird das erste Jahr abgeleitet und als Budget über die einzelnen Monate ausgeplant.

Das Budget wird im Jahresverlauf hinsichtlich des Grades der Zielerreichung verfolgt und überprüft. Dabei kommen Soll-/Ist- und Vorjahresvergleiche, Abweichungsanalysen und - wenn erforderlich und möglich - Maßnahmenpläne zur Sicherstellung der budgetierten Zielsetzungen zum Einsatz. Für das laufende Geschäftsjahr werden revolvierend Vorausschätzungen für die jeweils kommenden drei Monate und für das Gesamtjahr erstellt. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der sich aktuell ergebenden Risiken und Chancen. Im Mittelpunkt der unterjährigen Steuerung steht also die laufende Anpassung an die internen und externen Gegebenheiten. Gleichzeitig ist die aktuelle Vorausschätzung Grundlage für die folgenden Mittelfrist- und Budgetplanungen.

Steuerungsgrößen

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren bei RENK sind der Umsatz, das Operative Ergebnis und die Operative Rendite. Die Operative Rendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu den Umsatzerlösen. Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator ist der Auftragseingang. Die Steuerung der Segmente erfolgt insbesondere für die Leistungsindikatoren Operatives Ergebnis und Operative Rendite auf Ebene der RENK Gruppe und auf Basis der Werte, die sich nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ergeben. Auf eine Darstellung im Rahmen dieses Abschlusses der RENK AG nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches wird deshalb verzichtet.

Renditeziele

Unverändert strebt RENK über einen Geschäftszyklus hinweg eine Operative Rendite von 9,0 % mit einer Bandbreite von +/- 2 Prozentpunkten an.

2018 betrug die Operative Rendite 11,8 % nach 11,3 % im Vorjahr.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft setzte im Jahr 2018 ihr robustes Wachstum mit leicht nachlassendem Tempo fort: Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,2 (3,3) %. Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern erreichte die konjunkturelle Dynamik ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Zunehmende handelspolitische Verwerfungen auf internationaler Ebene und geopolitische Spannungen ließen die Unsicherheit jedoch erheblich steigen.

In Westeuropa verlangsamte sich das solide Wachstum des BIP im Jahresverlauf und erreichte 1,8 (2,3) %. Dabei verringerte sich die Veränderungsrate bei der Mehrzahl der Länder in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr. Für Unsicherheit sorgten die über das gesamte Jahr andauernden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) und die damit verbundenen Fragen nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen.

Auch die Region Zentral- und Osteuropa wies im Berichtsjahr mit 2,9 (4,0) % eine niedrigere Wachstumsrate auf als im Vorjahr. Während sich der Anstieg des BIP in Zentraleuropa auf verhältnismäßig hohem Niveau insgesamt verlangsamte, blieb das Wirtschaftswachstum in Osteuropa unverändert. Mit einer Wachstumsrate von 1,6 (1,5) % legte die russische Wirtschaft leicht zu. In der Türkei kam es nach der ersten Jahreshälfte 2018 zu einem erheblichen wirtschaftlichen Einbruch auf 2,5 (7,3) %.

In Deutschland setzte sich 2018 das robuste Wachstum des BIP bei einer guten Lage am Arbeitsmarkt fort, jedoch ließ die Dynamik mit 1,5 (2,5) % im Vergleich zum Vorjahr nach. Die Stimmung sowohl der Unternehmen als auch die der Konsumenten trübte sich im Jahresverlauf ein.

Die Wachstumsrate der US-amerikanischen Wirtschaft erhöhte sich im Berichtsjahr auf 2,9 (2,2) %. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem durch die inländische Konsumentennachfrage. Aufgrund der stabilen Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Entwicklung der Inflation hob die US-Zentralbank den Leitzins sukzessive an. Der US-Dollar gewann gegenüber dem Euro im Jahresverlauf an Stärke.

Die brasilianische Wirtschaft verzeichnete mit 1,4 (1,1) % erneut ein leichtes Wachstum. Die Lage in Südamerikas größter Volkswirtschaft blieb unter anderem aufgrund politischer Unsicherheiten jedoch weiterhin angespannt.

Die chinesische Wirtschaft wuchs 2018 mit 6,6 (6,9) % nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr. Auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA reagierte die Regierung mit der Ausdehnung staatlicher Stützungsmaßnahmen. In Indien setzte sich der positive Trend fort: Die Wirtschaft verzeichnete im Berichtsjahr eine Steigerungsrate von 7,2 (6,7) %. Die Dynamik nahm im Jahresverlauf jedoch etwas ab.

Nach Einschätzung des Branchenverbands der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) stieg der weltweite Maschinenumsatz 2018 im zweiten Jahr in Folge um preisbereinigt rund 6 %. Positive Entwicklungen ergaben sich dabei u.a. in China, USA, dem Vereinigten Königreich und Japan. Für den deutschen Maschinenbau erwartet der Verband ein reales Produktionsplus von 2 % gegenüber 2017.

Gesamtaussage des Vorstands

Wie schon in den Vorjahren prägten auch im Geschäftsjahr 2018 deutliche Schwankungen und unterschiedliche Entwicklungen die einzelnen Zielmärkte, in denen RENK aktiv ist. Dank breitem Produktportfolio und Präsenz in verschiedenen, miteinander wenig korrelierten Märkten bewegten sich 2018 die Steuerungsgrößen für RENK insgesamt innerhalb der zu Jahresbeginn prognostizierten Bandbreiten. Auch im Geschäftsjahr 2018 glichen besser als ursprünglich erwartete Entwicklungen in einzelnen Geschäftsfeldern die unterhalb der Prognosen bleibenden Verläufe in anderen Geschäftsfeldern aus. Das Geschäftsmodell von RENK bringt es mit sich, dass eine präzise Planung von Struktur, Größenordnung und zeitlichem Anfall des Geschäftsverlaufs nur schwer möglich ist. In der Anzahl vergleichsweise wenige, in ihrer Größenordnung aber bedeutsame Großprojekte können zu erheblichen Verzerrungen führen, zudem bergen auch die Spezifika einer kundennahen Einzel- bzw. Kleinstserienfertigung Unsicherheitspotenziale, die sich sowohl positiv als auch negativ niederschlagen können. Angesichts dessen nimmt das RENK Management positiv zur Kenntnis, dass sich 2018 auf Ebene der RENK AG insgesamt alle relevanten Kenngrößen im Rahmen der Erwartungen bewegten. Nur bedingt zufrieden ist der Vorstand mit der Entwicklung in einzelnen Geschäftsbereichen, insbesondere was Operatives Ergebnis und Operative Rendite dort betrifft.

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die im Einzelnen für das Berichtsjahr 2018 prognostizierten Werte und deren Erreichung. Für detaillierte Informationen über die Entwicklung der Kennzahlen wird auf den Abschnitt "Ertragslage" sowie das Kapitel "Die Bereiche im Einzelnen" verwiesen.

Prognose-IST-Vergleich

RENK AG

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 373 Mio € spürbare Zunahme 458 Mio €
Umsatz 410 Mio € leichte Zunahme 433 Mio €
Operatives Ergebnis 46 Mio € leichte Zunahme 51 Mio €
Operative Rendite 11,3% gleiches Niveau 11,8%

Spezialgetriebe

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 127 Mio € deutliche Zunahme 181 Mio €
Umsatz 141 Mio € leichte Zunahme 143 Mio €

Fahrzeuggetriebe

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 91 Mio € spürbare Zunahme 127 Mio €
Umsatz 115 Mio € merklicher Anstieg 136 Mio €

Standardgetriebe

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 88 Mio € gleiches Niveau 76 Mio €
Umsatz 78 Mio € gleiches Niveau 79 Mio €

Gleitlager

Ergebnisse 2017 Prognose 2018 Ergebnisse 2018
Auftragseingang 80 Mio € leichte Zunahme 80 Mio €
Umsatz 83 Mio € gleiches Niveau 82 Mio €

Auftragslage und Operatives Ergebnis

Auftragseingang um 23 % gestiegen

Bei RENK gingen im Geschäftsjahr 2018 Neuaufträge in Höhe von 458 Mio € ein, wie erwartet lag der Auftragseingang damit spürbar über dem Niveau des Vorjahres (373 Mio €). Noch stärker als ohnehin bereits prognostiziert wuchs der Auftragseingang im Geschäftsbereich Spezialgetriebe, 181 Mio € bedeuteten ein deutliches Plus von 42 % gegenüber dem Vergleichswert 2017 von 127 Mio €. Für den Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe hatten sich bereits zu Jahresbeginn deutliche Zuwachsmöglichkeiten abgezeichnet, die sich dann im Jahresverlauf mit Bestelleingängen von 127 Mio € auch in einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr (91 Mio €) niederschlugen. Der Geschäftsbereich Standardgetriebe konnte demgegenüber den Erwartungen eines annähernd gleichen Auftragseingangsniveaus im Berichtsjahr nicht gerecht werden, mit 76 Mio € lagen die Bestellzugänge um 14 % unter dem Vorjahreswert (88 Mio €), bedingt unter anderem durch das Ausbleiben von Aufträgen im Offshore-Windbereich. Auch der Geschäftsbereich Gleitlager konnte mit 80 Mio € Bestelleingängen das Niveau des Vorjahres zwar halten, die prognostizierte leichte Steigerung aber nicht vollumfänglich realisieren.

Umsatz bei 433 Mio €

Im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Umsatzerlöse bei RENK um 23 Mio € oder 6 % auf 433 Mio € (2017: 410 Mio €), sie bewegten sich damit im Rahmen der zu Jahresbeginn getroffenen Erwartungen. Auch die Geschäftsbereiche Fahrzeuggetriebe, Standardgetriebe und Gleitlager erzielten Umsatzerlöse innerhalb der prognostizierten Schätzintervalle. Der Geschäftsbereich Spezialgetriebe konnte den erwarteten leichten Umsatzzuwachs nicht realisieren, mit 143 Mio € erzielte er wieder Erlöse auf Vorjahreshöhe (141 Mio €), der Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe lieferte mit 136 Mio € um 21 Mio € oder 18 % mehr aus als im Vorjahr (115 Mio €). Auf annähernd gleichem Umsatzniveau wie 2017 blieben die Geschäftsbereiche Standardgetriebe (+1 %) und Gleitlager (-1 %).

Auftragsbestand auf 716 Mio € angewachsen

Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen bei RENK im Geschäftsjahr 2018 sowohl Auftragseingang als auch Umsatz. Der Zuwachs beim Bestelleingang lag dabei über der Zunahme der Umsatzerlöse, so dass zum Jahresende auch der Auftragsbestand um 27 Mio € anstieg. Von 689 Mio € zu Jahresbeginn erhöhte sich der Bestellbestand auf 716 Mio € zum Ende des Berichtsjahres. Getragen wurde dieser Zuwachs allein von der Steigerung im Geschäftsbereich Spezialgetriebe. Der Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe konnte relativ gesehen das Vorjahresniveau annähernd halten, während die beiden Geschäftsbereiche Standardgetriebe und Gleitlager leichte prozentuale Rückgänge verzeichnen mussten. Aufgrund der unterschiedlich langen Auftragslaufzeiten in den einzelnen Geschäftsbereichen fallen auch die Anteile der einzelnen Geschäftsbereiche im Auftragsbestand weit auseinander, so entfiel zum Jahresende 2018 mehr als die Hälfte des Bestellbestands auf den Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe und gut ein weiteres Drittel auf den Geschäftsbereich Spezialgetriebe.

Operatives Ergebnis mit 51 Mio € leicht über Vorjahresniveau

Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete RENK ein Operatives Ergebnis von 51 Mio € (2017: 46 Mio €). Damit wurde die zu Jahresbeginn geäußerte Erwartung eines leichten Anstiegs vollumfänglich erfüllt. Daraus errechnet sich eine Operative Rendite für 2018 von 11,8 % nach 11,3 % im Vorjahr.

Gewinn- und Verlustrechnung 1)

2018 2017
Mio € in % Mio € in %
Umsatzerlöse 433 100,0 410 100,0
Umsatzkosten -340 -78,4 -329 -80,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 93 21,6 80 19,6
Vertriebskosten -30 -7,0 -29 -7,1
Allgemeine Verwaltungskosten -17 -3,9 -16 -3,9
Sonstige betriebliche Erträge 10 2,3 14 3,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5 -1,2 -3 -0,8
Operatives Ergebnis 51 11,8 46 11,3

1) Aufgrund kaufmännischer Rundungen von Beträgen auf Basis von T€ können bei Addition und Prozentangaben geringfügige Abweichungen in den nachfolgenden Tabellen und Ausführungen auftreten.

Im Geschäftsjahr 2018 stieg die Bruttomarge von 19,6 % im Vorjahr auf 21,6 % im Berichtsjahr, was vor allem auf höheren Umsatz und veränderten Produktmix zurückzuführen ist. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten wuchsen um jeweils 1 Mio €, großenteils bedingt durch angestiegene Personalkosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen um 4 Mio € unter dem Wert des Vorjahres, v.a. wegen der deutlich geringeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 2 Mio € im Vergleich zu 2017.

Überleitung zum Ergebnis nach Steuern

2018
Mio €
2017
Mio €
Operatives Ergebnis 51 46
Beteiligungsergebnis 3 3
Zinsergebnis -7 3
Ergebnis vor Steuern 47 52
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17 -14
Ergebnis nach Steuern 31 38
Ergebnis je Aktie in € 4,49 5,62
Ausschüttung je Aktie in € 1) 2,20 2,20

1) 2018: Vorschlag an die Hauptversammlung

Das Beteiligungsergebnis lag wie im Vorjahr bei 3 Mio €. Das Zinsergebnis verschlechterte sich von +3 Mio € im Geschäftsjahr 2017 auf -7 Mio € im Berichtsjahr. Der Rückgang ist größtenteils ausschließlich auf die Belastungen durch die Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und die negativen Entwicklungen im Pensionsvermögen zurückzuführen.

Der Steueraufwand lag mit 17 Mio € im Geschäftsjahr 2018 über dem Vergleichswert aus 2017 von 14 Mio €. Daraus errechnet sich für 2018 eine Steuerquote von 35,1 % nach 26,7 % im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern sank daher im Geschäftsjahr 2018 auf 31 Mio € nach 38 Mio € im Vorjahr.

Das Ergebnis je Aktie verminderte sich von 5,62 € im Vorjahr auf 4,49 € im Berichtsjahr.

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement von RENK wurde wie in den Vorjahren zentral durch die MAN SE wahrgenommen.

Ziel des zentralen Finanzmanagements ist die Sicherstellung jederzeit ausreichender Liquidität, die Begrenzung finanzieller Risiken und damit die Steigerung des Unternehmenswertes.

Dies umfasst die Sicherung der Liquiditätsausstattung für das Operative Geschäft, Investitionen und gezieltes Wachstum sowie die finanzielle Absicherung von Währungsrisiken. Die Steuerung der Liquidität erfolgte durch das zentrale Cash-Management der MAN Gruppe, in das die RENK AG im Geschäftsjahr 2018 eingebunden war.

Cashflow

Mio € 2018 2017
Cashflow laufendes Geschäft 36 15
Cashflow aus der Investitionstätigkeit laufendes Geschäft -29 -21
Netto Cashflow 7 -6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -15 -15

RENK erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen positiven Cashflow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von 36 Mio €, gegenüber 15 Mio € im Vorjahr. Im Vorjahr hatte sich unter anderem ein deutlicher Rückgang der Erhaltenen Anzahlungen negativ ausgewirkt. Im Berichtsjahr stiegen die Erhaltenen Anzahlungen wieder, während sich aus der Zunahme der Vorräte und Forderungen Belastungen ergaben.

Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärkere Investitionstätigkeit ließ den Cashflow aus der Investitionstätigkeit laufendes Geschäft 2018 auf -29 Mio € ansteigen (2017: -21 Mio €). Weitere Erläuterungen dazu befinden sich im Abschnitt "Investitionen, Umweltmanagement".

Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein Netto-Cashflow von knapp +7 Mio €, nach -6 Mio € im Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasste wie im Vorjahr lediglich die Dividendenzahlung in Höhe von 15 Mio €.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Aktiva

in Mio € 31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 161 152
Finanzanlagen 21 21
Vorräte 178 170
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 240 230
Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte 6 12
607 586

Passiva

in Mio € 31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Eigenkapital 364 348
Rückstellungen 48 50
Erhaltene Anzahlungen 139 135
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29 26
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 26 25
607 586

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 stieg der Bestand an Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten von 152 Mio € zu Jahresbeginn auf 161 Mio € zum Jahresende. Darin spiegelte sich v.a. die erhöhte Investitionstätigkeit am Standort Augsburg wider.

Bedingt unter anderem durch Auslieferungsverzögerungen bzw. hohe Umsätze in den beiden letzten Monaten des Jahres 2018 stiegen die Vorräte bzw. die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende an. Rückläufig waren hingegen die Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN. Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte sanken ebenfalls um 6 Mio €, das war zum weit überwiegenden Teil auf den Rückgang des Aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung, also dem rechnerischen Überhang des Pensionsvermögens über die Pensionsverpflichtungen, zurückzuführen.

Zum Jahresende 2018 lag das RENK Eigenkapital mit 364 Mio € um 16 Mio € über dem Wert zu Jahresbeginn von 348 Mio €. Unter Berücksichtigung der gestiegenen Bilanzsumme ergab sich damit eine leichte Erhöhung der Eigenkapitalquote von 59,5 % auf 60,0 %.

Trotz Projektauslieferungen und damit einhergehendem Verbrauch stiegen die Erhaltenen Anzahlungen im Berichtsjahr von 135 Mio € zu Jahresbeginn auf 139 Mio € zum Jahresende, der Zuwachs kam ausschließlich aus dem Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe.

Ausschüttung weiter bei 2,20 €

Ziel der Dividendenpolitik von RENK ist weiterhin, die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen und die Zukunftsfähigkeit der RENK Gruppe durch Stärkung des Eigenkapitals zu sichern. Für das Geschäftsjahr 2018 weist die RENK AG nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften einen Jahresüberschuss von 30,5 Mio € (Vorjahr: 38,2 Mio €) aus. Davon hat der Vorstand 15,3 Mio € (Vorjahr: 19,1 Mio €) in die Gewinnrücklagen eingestellt. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags beträgt der Bilanzgewinn damit 27,0 Mio € (Vorjahr: 26,7 Mio €). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr eine Dividende von 2,20 € je Aktie auszuschütten. Bezogen auf den Schlusskurs der RENK Aktie zum 31. Dezember 2018 von 94,50 € entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,3 % (Vorjahr: 1,9 %).

Kapitalinformationen / Angaben gemäß § 289a Abs. 1 HGB

(Für die erforderlichen Angaben zu Kapitalinformationen wird auch auf den Anhang zum Einzelabschluss - Abschnitt "Eigenkapital" verwiesen.)

Die RENK AG ist Mutterunternehmen im Sinne des § 289a Abs. 1 HGB, nachfolgend die Angaben zu den einzelnen Sachverhalten.

Ziffer 1: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals.

Das Grundkapital der RENK AG in Höhe von 17,9 Mio € ist in 7 Mio Inhaberaktien aufgeteilt. Die auf den Inhaber lautenden Aktien sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus existieren keine weiteren Aktiengattungen.

Ziffer 2: Beschränkung der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien.

Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

Ziffer 3: Direkte oder indirekte Beteiligungen über 10 % am Kapital.

Bis zum 31. Dezember 2018 war die MAN SE, München, zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Durch die Beteiligung an der MAN SE waren auch die TRATON AG (vormals Volkswagen Truck & Bus AG), München, deren Muttergesellschaft, die VW AG, Wolfsburg, und die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, sowie deren kontrollierende Gesellschafter jeweils indirekt zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Seit der Übertragung der Anteile von der MAN SE auf die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg, am 31. Dezember 2018 ist diese zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Über die 100%ige Beteiligung der VW AG an der Volkswagen Klassik GmbH sind auch diese, die Porsche Automobil Holding SE sowie deren kontrollierende Gesellschafter weiterhin jeweils indirekt zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Weitere bestehende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte oder die relevanten Schwellen des WpHG überschreiten, wurden der RENK AG weder gemeldet, noch sind sie der RENK AG bekannt.

Ziffer 4: Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Es existieren keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Ziffer 5: Stimmrechtskontrolle bei Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital.

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

Ziffer 6: Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen.

Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der RENK AG aus mindestens zwei Personen. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat.

Satzungsänderungen können durch die Hauptversammlung gemäß § 179 Abs. 2 AktG mit einer Dreiviertel-Mehrheit des vertretenen Kapitals beschlossen werden.

Ziffer 7: Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Die Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien endete am 8. November 2007. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 199.903 eigene Aktien bzw. 2,86 % der Gesamtaktienzahl zurückgekauft.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vorzunehmen,

wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet,

und/oder

soweit dies als Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses oder für den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Von den entsprechenden Ermächtigungen wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Es besteht kein genehmigtes Kapital zur Ausgabe neuer Aktien.

Ziffer 8: Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es liegen keine einschlägigen Vereinbarungen vor.

Ziffer 9: Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Change-of-Control-Regelungen sind weder für Mitglieder des Vorstands der RENK AG noch für Arbeitnehmer vorgesehen.

Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Gemäß § 312 Aktiengesetz ist vom Vorstand der RENK AG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt worden. In ihm sind alle Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Volkswagen Klassik GmbH bzw. der VW AG im Geschäftsjahr 2018 aufgeführt. Die abschließende Erklärung des Vorstands zu diesem Bericht endet mit folgendem Wortlaut:

"Der Vorstand erklärt hiermit, dass nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt."

Forschung und Entwicklung

RENK hat sich zum Ziel gesetzt, seine technologische Spitzenposition in wichtigen Bereichen zu erhalten bzw. auszubauen. Forschung und Entwicklung kommt dabei eine immer stärkere Bedeutung zu. Der Großteil des Produktspektrums von RENK hat lange Lebenszyklen, so bilden neben Neuentwicklungen innerhalb und außerhalb der bestehenden Produktlinien v.a. Weiterentwicklungen mit Blick auf verstärkten Kundennutzen die Kernpunkte unseres Innovationsmanagements. Ein Schwerpunkt liegt dabei im verstärkten Angebot integrierter Leistungspakete. RENK kooperiert bei den einzelnen Projekten mit verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten, aber auch mit Partnern aus der Industrie.

RENK investierte im Geschäftsjahr 11 Mio € (Vorjahr: 12 Mio €) an eigenen Mitteln in die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung vorhandener Produkte.

Unverändert lag auch 2018 der Schwerpunkt der Aktivitäten bei den High-End-Schiffsgetrieben des Geschäftsbereichs Spezialgetriebe in der Optimierung und Fortentwicklung der CODELAG-Technik, die eine variable Antriebskombination von Gasturbinen und Elektromotoren ermöglicht. RENK entwickelte daraus in der Vergangenheit das innovative Elektromotoren-Antriebsmodul AED (Advanced Electric Drive), das sowohl für geräuscharme Haupt- als auch Nebenantriebe eingesetzt werden kann. Die ersten Systeme wurden ausgeliefert und bewähren sich jetzt im praktischen Einsatz. RENK arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung dieser Technologie, um zusätzliche maritime Einsatzmöglichkeiten auch in für RENK bisher nicht zugänglichen Anwendungsfeldern zu erschließen.

Im Geschäftsfeld Stationäre Getriebe konzentrierte man sich neben der Weiterentwicklung etablierter Baureihenkonzepte auf die Herstellung der Marktreife für ein übersetzungsvariables Turbogetriebe mit hohem Wirkungsgrad und wettbewerbsfähiger Kostenstruktur. Daneben wurde ein neues Getriebe für die Kunststoffindustrie konzipiert, das die RENK Produktpalette in diesem Anwendungsfeld erweitert. In vielen Entwicklungen schlägt sich die zunehmende Integration elektrischer und mechanischer Antriebstechnik nieder.

Im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe stand ebenfalls die Fortführung der bereits in den Vorjahren initiierten Projekte im Fokus der Aktivitäten. Das betraf zum einen die konzeptionelle Erweiterung des bisherigen Produktportfolios, hier wurden die im Vorjahr begonnenen Versuchsaktivitäten fortgesetzt, zum anderen die Weiterentwicklung einzelner Getriebekomponenten. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Kooperationen mit Systemanbietern, um RENK Getriebe in deren Fahrzeugkonzepte integrieren zu können.

Auch im Geschäftsbereich Standardgetriebe stand die Fortführung der in den Vorjahren begonnenen Entwicklungsprojekte im Vordergrund. Bei den Schiffsgetrieben lag ein Schwerpunkt auf der Ergänzung des Produktportfolios für Schwimmbagger. Daneben wurde an einem Frontend-PTO (Power-Take-Off)-Getriebe für Schiffsdieselmotoren gearbeitet. Im Offshore-Windbereich waren die Entwicklung einer neuen Windkraftgetriebe- und einer neuen Windkraftkupplungsbaureihe die herausragenden Projekte. Daneben wurde an weiteren Getriebereihen für den Öl- & Gasmarkt gearbeitet.

Wie in den vergangenen Jahren konzentrierten sich die Entwicklungsaktivtäten des Geschäftsbereichs Gleitlager auf Prozessverbesserungen bei unterschiedlichen Beschichtungstechnologien.

Investitionen, Umweltmanagement

RENK investierte im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 30 Mio € in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte, eine Steigerung von 14 Mio € im Vergleich zum Vorjahr (16 Mio €). Dem Geschäftsmodell entsprechend richtet RENK seine Investitionspolitik langfristig an den Markterfordernissen für RENK Produkte und Dienstleistungen und der Kostenoptimierung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit aus.

Erwartungsgemäß floss ein Großteil der Investitionen in den Standort Augsburg. Annähernd die Hälfte der Ausgaben entfiel dort auf den im Vorjahr konzipierten Neubau des Logistikzentrums mit Warenannahme-, Eingangsprüfungs- und Lagereinrichtungen in Oberottmarshausen südlich von Augsburg. Ende Dezember 2018 konnte Richtfest gefeiert werden. Der Baufortschritt bewegt sich im Terminplan, die Inbetriebnahme ist für Juli 2019 geplant. Im Geschäftsbereich Spezialgetriebe wurde schwerpunktmäßig die Restrukturierung und Erneuerung der Zahnflankenschleiftechnik und die Optimierung der Montageprozesse weitergeführt. Auch im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe stand die Reorganisation bzw. Optimierung der Montageprozesse im Vordergrund, zudem die Neukonzeption bzw. Erweiterung von Teilen der mechanischen Fertigung, insbesondere der Anlagen zur Gehäusebearbeitung.

In Rheine, am Standort des Geschäftsbereichs Standardgetriebe, konzentrierten sich die Investitionen auf die Erneuerung und Optimierung des Maschinenparks für die mechanische Fertigung. Am Standort Hannover des Geschäftsbereichs Gleitlager lag der Schwerpunkt weiterhin auf der Optimierung der Anlagen zur Oberflächenbeschichtung.

Über alle Standorte hinweg ist das Thema Umweltschutz bei RENK sehr präsent. 2018 bestand der Standort Augsburg erfolgreich die Rezertifizierung nach ISO 14001:2015. Nach dieser Norm ist auch der Standort Hannover zertifiziert.

Mit der Rezertifizierung des Umweltmanagementsystems am Standort Augsburg wurden auch neue Umweltziele für die Folgejahre beschlossen. Themenschwerpunkte sind die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Verminderung der Abfallmenge. Im Aktionsfeld Energieverbrauch wurden unter anderem weitere Hallenteile auf LED-Beleuchtung umgerüstet; zur Reduzierung der Abfallmenge wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt und in Teilen mit der Umsetzung begonnen.

Am Standort Hannover wurde in der Rohteilmalerei der Fußboden komplett saniert und der Arbeitsbereich umwelttechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Die energietechnisch ungünstigen Lamellenfenster der Fertigungshalle wurden durch dicht schließende Lamellenfenster mit Isolierverglasung ersetzt. Ein weiterer Containerabstellplatz auf dem Hof wurde nach neuer AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) überprüft und optimiert. Alle Container mit wassergefährdenden Stoffen stehen nun auf geeigneten und zugelassenen Containerabstellplätzen, diese sind flexibel einsetzbar und können an beliebiger Stelle auf dem Betriebshof aufgestellt werden.

Am Standort Rheine wird der Abschluss der Dachisolierungserneuerung auf dem Verwaltungsgebäude zu einer deutlichen Reduzierung der Heizkosten führen. Für die Fertigungsmaschinen mit Kühlschmierstoffhaushalt wurde mithilfe eines neu eingeführten Fluidmanagements eine Einsparung im zweistelligen Prozentbereich beim Verbrauch von Kühlschmierstoffen realisiert. Im gesamten Produktionsbereich ist jetzt die papierlose Fertigung und Montage im Einsatz. Sie führt allein beim Verbrauch von Papier und Druckerpatronen zu Einsparungen von 20 T€ pro Jahr. Das im letzten Jahr durchgängig betriebene Blockheizkraftwerk spart jährlich etwa 310 Tonnen CO 2. Wie an den anderen Standorten wurde auch in der Fertigung - soweit noch nicht geschehen - auf LED-Beleuchtung umgestellt, das sollte eine weitere Einsparung von 810 kWh Strom pro Jahr bewirken.

Mit all diesen Maßnahmen sind Fortschritte im Hinblick auf Energieeffizienz, CO 2-Bilanz sowie Abfall- und Abluftmanagement verbunden.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2018 waren bei RENK 1.994 (Vorjahr: 1.937) Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich wurden 61 Leiharbeitnehmer eingesetzt (Vorjahr: 65).

Der langjährige Erfolg von RENK ist eng verbunden mit der hohen Kompetenz, Einsatzbereitschaft und Identifikation seiner Mitarbeiter mit dem Unternehmen, das schlägt sich auch in einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 16 Jahren nieder. 2018 wurden zur Umsetzung der RENK Strategie, z.B. im Hinblick auf die fortschreitende Internationalisierung, zahlreiche neue Mitarbeiter eingestellt. Ein wesentlicher Fokus der Mitarbeiterentwicklung lag daher darauf, den neuen Mitarbeitern das firmenspezifische Know-how und die RENK Kultur zu vermitteln und zugleich die Expertise und Impulse der neuen Kollegen für RENK zu nutzen.

Einen Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2018 bildete auch die weitere Professionalisierung der Führungskompetenzen, um die Vorgesetzten bestmöglich bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Aufgaben zu unterstützen.

Intensives Programm zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter (Onboarding-Programm)

Um die neuen, hochmotivierten Mitarbeiter bestmöglich zu integrieren, beginnt RENK frühzeitig mit dem Onboarding. Der erste Baustein des Onboarding-Programms für Auszubildende startet bereits vor dem regulären Ausbildungsbeginn. Bevor der Auszubildende das erste Werkstück überhaupt gefertigt hat, wird er zusammen mit den Eltern zu einem ersten "Kennenlerntag" eingeladen. Hier informieren Personalabteilung und Betriebsrat - unterstützt durch Auszubildende älterer Jahrgänge.

Alle neuen Mitarbeiter bei RENK in Augsburg erhalten neben einem umfangreichen Einarbeitungsplan in zweimal jährlich stattfindenden Einführungsveranstaltungen die Gelegenheit, den Standort als Ganzes kennenzulernen. Vorstand und Führungskräfte informieren dabei über Produkte, aber auch Strategie und derzeitig in der Umsetzung befindliche Projekte. Neben den technischen Highlights stehen jedoch in erster Linie die neuen RENK Mitarbeiter im Mittelpunkt. Außer der obligatorischen Vorstellungsrunde bietet sich die Gelegenheit, die anderen neuen Mitarbeiter kennenzulernen und sich in ungezwungener Atmosphäre mit Vorstand und Führungskräften auszutauschen.

Das Onboarding-Programm schließt jedoch nicht mit dem Probezeitende. Für Mitarbeiter mit akademischem Hintergrund und etwa zweijähriger Betriebszugehörigkeit bietet RENK das RENK Academic Onboarding Programm (RAO) an. Dieses einjährige Programm ist in verschiedene Bausteine gegliedert, die helfen RENK besser zu verstehen, und fordert und fördert neben Vernetzung und Austausch insbesondere auch die Projektmanagementkompetenzen der Mitarbeiter. Nach einer Teambuilding-Maßnahme arbeiten die Teilnehmer im Rahmen einer Job Rotation für eine Woche in einem anderen Bereich. Zudem bearbeitet die gesamte Gruppe ein firmeninternes Projekt. Während sich die letztjährigen Teilnehmer intensiv mit dem Employer-Branding von RENK auseinandergesetzt haben, arbeitet die aktuelle Gruppe an der Entwicklung eines Mitarbeiterleitbilds als Ergänzung zum bestehenden Unternehmens- und Führungsleitbild.

Führungskräftefeedback zum Entwickeln von Führungskräften von Morgen

Die Motivation der Mitarbeiter ist eng verbunden mit dem Führungsverhalten ihrer Vorgesetzten. RENK hat deshalb bereits in der Vergangenheit viele Initiativen unternommen, um die Führungskompetenzen seiner Mitarbeiter zu stärken. Neben den zahlreichen Programmen zum Thema Führung, wie z.B. dem RENK Leadership Programm, Meisterqualifizierungen und Coaching-Maßnahmen, wurde in diesem Jahr erstmalig ein Feedbackprozess für Führungskräfte ins Leben gerufen.

Auf Grundlage der Grundsätze des RENK Führungsleitbilds schätzten sich die Führungskräfte anhand von Leitsätzen zunächst selbst ein. Dieses Selbstbild wurde mit der Sicht ihrer Vorgesetzten abgeglichen, die vorher Gelegenheit hatten, ihre jeweilige Einschätzung in Integrationsrunden mit anderen Kollegen zu validieren. Im Gespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter wurden die Sichten über das Führungsverhalten offen diskutiert und gegebenenfalls Maßnahmen, wie z.B. Einzelcoachings, abgeleitet, um die jeweiligen Führungskräfte weiter zu entwickeln. Im Rahmen dieses offenen Führungskräftefeedbacks gelang es zudem, neue Potenzialträger zu identifizieren.

RENK profiliert sich als Top-Arbeitgeber für den Nachwuchs

RENK steht für Innovationen im Bereich der Antriebstechnik. Um auch in Zukunft genügend Produktneuheiten auf den Markt bringen zu können, setzt RENK verstärkt auf den Nachwuchs. Neben der Einstellung von vielen jungen Ingenieuren und der Weiterentwicklung der ehemaligen Auszubildenden fördert RENK immer stärker den Nachwuchs bereits im Schüleralter.

Mehrmals im Jahr bietet RENK Schülern Praktikumsmöglichkeiten, um den potenziellen Nachwuchs für eine technische Ausbildung zu begeistern. Die Praktikanten haben dabei die Chance, sich auch durch praktisches Geschick für eine Ausbildung zu empfehlen.

Darüber hinaus ist RENK zusammen mit der MAN Energy Solution SE Sponsor des Regionalwettbewerbs von "Jugend forscht" in Schwaben. Der Wettbewerb fördert technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihren Projekten in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Kategorien für die Wettbewerbe auf Landes- und Bundesebene bewerben.

Zusätzlich arbeitet RENK eng mit verschiedenen Hochschulen zusammen, um geeignete Absolventen zu rekrutieren. Durch die Vergabe von Praktika, Abschlussarbeiten und Werkstudententätigkeiten werden die jungen Akademiker frühzeitig an das Unternehmen gebunden. So können auch künftig offene Funktionen bei RENK, insbesondere im Ingenieurbereich, erfolgreich besetzt werden.

Darüber hinaus nimmt RENK an relevanten Hochschulmessen teil und organisiert eigene Vorträge aus den Fachbereichen an den Hochschulen. Regelmäßig besuchen Hochschulgruppen aus den Ingenieurwissenschaften die einzelnen Werke und erhalten durch Impulsvorträge und bei Betriebsrundgängen einen Überblick über Tätigkeitsfelder und Einstiegsmöglichkeiten bei RENK.

Beteiligung der Mitarbeiter am Geschäftserfolg

Das Ansehen als Arbeitgeber und die Motivation der Beschäftigten hängen nicht zuletzt auch von einem attraktiven Vergütungspaket ab. Dem hohen Engagement der Mitarbeiter wird dem auch für das Geschäftsjahr 2018 durch eine direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg Rechnung getragen. Diese Beteiligung orientiert sich an den festgelegten Renditezielen.

Betriebliche Altersversorgung

Die langjährige Treue seiner Mitarbeiter belohnt RENK durch eine zusätzliche attraktive betriebliche Altersvorsorge in Form des Mitarbeiter-Ergebnisbeteiligungs- & Vorsorgeplans (MEV). Neben den Beitragszahlungen des Arbeitgebers haben dabei die Beschäftigten die Möglichkeit, freiwillig eigene Entgeltbestandteile in Beiträge zu ihrer persönlichen Altersvorsorge umzuwandeln. Diese sind innerhalb der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze steuer- und sozialabgabenfrei. Das Unternehmen fördert diese Eigeninitiative durch eine zusätzliche Aufstockung dieser Beiträge.

Gesundheitsmanagement - Einführung von Krankenrückgesprächen als Ergänzung zum betrieblichen Eingliederungsmanagement

Die Förderung des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist für RENK eine wichtige soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern. Gerade in Zeiten, in denen insbesondere die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt, ist es die Aufgabe von Vorgesetzten, die Krankheitstage ihrer Mitarbeiter im Blick zu haben und eventuelle im Arbeitsumfeld liegende Ursachen frühzeitig zu erkennen.

Aus diesem Grunde hat RENK ein formales Krankenrückkehrgespräch eingeführt. Dieses Krankenrückkehrgespräch ist die Ergänzung zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM). Während beim Krankenrückkehrgespräch der direkte Vorgesetzte gesundheitsfördernde Maßnahmen implementiert, kümmert sich beim BEM ein geschultes Team aus Vertretern des Arbeitgebers, der Arbeitnehmervertretung, der Schwerbehindertenvertretung, ergänzt um die werksärztliche Abteilung, darum, Mitarbeiter mit hohen krankheitsbedingten Abwesenheiten wieder in das Arbeitsleben zu integrieren.

Ebenfalls fortgesetzt wurden die bisherigen Gesundheitsmaßnahmen, z.B. kostenlose Rückenschule, Gesundheitswochen im Betriebsrestaurant, Darmkrebsprophylaxe, Impfschutzberatung und Hautscreening.

Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter

RENK entwickelt sowohl die Fach- als auch die Führungskompetenzen seiner Mitarbeiter kontinuierlich weiter, damit jeder Standort auch in der Zukunft über passgenau ausgebildete und hochmotivierte Mitarbeiter verfügt.

Der Erfolg des Ausbildungskonzepts bei RENK wurde an allen Standorten wiederholt durch zahlreiche Auszeichnungen (z.B. IHK, Hochschulen) unterstrichen. Ende 2018 durchliefen insgesamt 104 Auszubildende (Vorjahr: 119) ihre Ausbildungsstationen bei RENK, entweder direkt in den einzelnen Unternehmenseinheiten oder indirekt über die Beteiligung von RENK am MAN Ausbildungszentrum in Augsburg. Auf das Werk Augsburg entfielen 64 (Vorjahr: 69), auf Rheine 25 (Vorjahr: 28) und auf Hannover 15 (Vorjahr: 14). Unverändert zum Vorjahr belegen 14 der 104 Azubis in einem belegen in einem sogenannten Verbundstudium parallel zu ihrer Ausbildung die Studiengänge Maschinenbau oder Mechatronik an einer Hochschule.

Die Umsetzung der RENK Strategie erfordert die Bewältigung zahlreicher, herausfordernder Projekte. Deshalb lag ein Schulungsschwerpunkt auch auf der Vermittlung von Projektmanagementkenntnissen. Zahlreiche Mitarbeiter absolvierten zunächst eine Basisschulung und erwarben darüber hinaus spezifische Kenntnisse über Methoden und Kompetenzen zur Übernahme von Projektleitungen.

Auch wenn technische Aspekte immer ein Hauptbestandteil des Weiterbildungsangebots bleiben werden, ist die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse auch für Ingenieure und Techniker zum Muss geworden. Externe Coaches vermitteln dabei allgemeine betriebswirtschaftliche Grundlagen und das RENK Controlling-Team ergänzt dies um spezielles RENK Wissen.

Dank an die Mitarbeiter und Belegschaftsvertretungen

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihren Beitrag zu den erreichten Erfolgen. In den Dank eingeschlossen sind auch die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die Betriebsräte und der Wirtschaftsausschuss, mit denen auch 2018 die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fortgesetzt werden konnte.

Die im Berichtszeitraum verstorbenen Belegschaftsangehörigen und Pensionäre werden wir in guter Erinnerung behalten.

Die Bereiche im Einzelnen

In den nachfolgenden Segmenttabellen werden als Auftragseingänge und Umsätze der Geschäftsbereiche auch die Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen (Segmenten) ausgewiesen.

Spezialgetriebe (Werk Augsburg)

Mio € 2018 2017 Veränderung *)
Auftragseingang 181 127 53
Umsatz 143 141 2
Auftragsbestand 254 215 40

*) Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch 2018 entwickelten sich die einzelnen Zielmärkte des Geschäftsbereichs Spezialgetriebe sehr uneinheitlich.

Die Vergabetätigkeit öffentlicher Auftraggeber prägte auch im Berichtsjahr das wesentliche Marktgeschehen im Geschäftsfeld Maritime Getriebe. Die Nachfrage nach technisch anspruchsvollen Getriebesätzen für Marinen und Küstenwachen setzte sich fort, bedingt sowohl durch den weiterhin bestehenden Erneuerungsbedarf bei den z.T. veralteten Flottenverbänden verschiedener Länder als auch durch neue bzw. erweiterte Anforderungsprofile. Häufig sind dabei High-End-Getriebelösungen gefordert, die eine auf die jeweilige Einsatzsituation zugeschnittene Kombination unterschiedlicher Antriebsquellen ermöglichen. Dabei wird die Lieferung komplexer Getriebesätze und Teilantriebsanlagen für Fregatten, Korvetten und Patrouillenschiffe in verstärktem Maße durch Systemberatung und Unterstützung bei der Systemintegration ergänzt. Außerhalb hoheitlicher Anwendungsfelder kommt diese anspruchsvolle Getriebetechnologie auch im überschaubareren Marktsegment der Megayachten zum Einsatz, dort werden vergleichbare Ansprüche an Leistung, Flexibilität, Geräuscharmut und Laufruhe gestellt.

Demgegenüber blieben auch 2018 die Bedingungen in den Märkten des Geschäftsfelds Stationäre Getriebe schwierig, auch wenn sich vereinzelt Verbesserungen abzuzeichnen scheinen, etwa im Bereich der Erzeugung von Polymer-Kunststoffen. Die Volatilität des Ölpreises im Verlauf des Jahres verhinderte, dass aus ersten positiven Ansätzen im Berichtsjahr eine Verstetigung der Investitionstätigkeit resultierte, insbesondere auch im Hinblick auf Offshore- oder Tiefseeprojekte. Im Markt für Zementanlagen ergaben sich regional sehr unterschiedliche Entwicklungen, in vielen Regionen waren die Kapazitäten der bestehenden Anlagen deutlich unterausgelastet, sodass kein neuer Investitionsbedarf entstand. Die Nachfrage nach Getrieben für Zementmahlanlagen zeigte demgemäß eine weiter leicht schrumpfende Tendenz. Der Markt für Turbogetriebe konnte sich dagegen von dem vor einigen Jahren eingetretenen Einbruch teilweise wieder erholen.

Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 lag der Auftragseingang im Geschäftsbereich Spezialgetriebe deutlich über dem Wert des Vorjahres, damit fiel der Zuwachs noch etwas höher aus, als ursprünglich erwartet. 181 Mio € an Neuaufträgen bedeuteten ein Plus von 42 % oder 53 Mio € gegenüber dem Wert aus dem Vorjahr. Den weitaus größten Beitrag zu diesem Zuwachs leistete das Geschäftsfeld Maritime Getriebe in Augsburg. Neben Abrufen aus den bereits seit einigen Jahren laufenden verschiedenen Beschaffungsprogrammen der US Navy und der US Coast Guard ging auch die Bestellung der Schiffsätze für die Neuauflage der Korvette K 130 der Bundesmarine ein. Dazu kamen Aufträge für einzelne Schiffe zur hoheitlichen Endverwendung in anderen Staaten. Auch für einige Megayacht-Projekte gingen Bestellungen ein.

Zuwächse beim Bestelleingang erzielte 2018 auch das Geschäftsfeld Stationäre Getriebe. Sowohl Industrie- als auch Turbogetriebe konnten zulegen, während Mühlengetriebe leicht rückläufig waren.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Spezialgetriebe lagen im Berichtsjahr mit 143 Mio € um 1 % über dem Vorjahreswert. Die Geschäftsfelder Maritime Getriebe und Stationäre Getriebe in Augsburg bewegten sich dabei in etwa auf Vorjahresniveau. Bei den Maritimen Getrieben standen die Lieferungen für die längerfristig angelegten Beschaffungsprogramme insbesondere der italienischen und der US Marine im Vordergrund. Daneben wurden auch Schiffsätze für eine Reihe von Einzel- oder Kleinserienprojekten ausgeliefert, darunter auch für mehrere Megayachten. Im Geschäftsfeld Stationäre Getriebe glichen die Zuwächse bei den Zementmühlengetrieben die Rückgänge bei den Industriegetrieben annähernd aus.

Ausblick

Der Markt für Schiffsantriebe bei Marinen und Küstenwachen dürfte sich auch im Geschäftsjahr 2019 etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr bewegen. Allerdings können Veränderungen der politischen Situation in einigen unserer Zielländer ggf. deutliche Verschiebungen auslösen. Neben Neubauvorhaben in verschiedenen Ländern steht z.B. auch in den USA eine Reihe von Projekten für die US Navy und die US Coast Guard zur Umsetzung an.

Keine signifikanten Verbesserungen erwarten wir bei den Industriegetrieben. Am schwierigen Marktumfeld in den Hauptproduktbereichen sind keine großen Veränderungen zu erwarten. In Regionen mit erhöhtem Bedarf können entweder aufgrund hoher Sicherheitsrisiken bzw. politischer Instabilität (Naher Osten) oder anderer politischer Umstände zahlreiche Projekte nicht umgesetzt werden. Der Markt für Zementmahlanlagen wird nach unserer Einschätzung im kommenden Jahr eher sinken. Potenziale gibt es dagegen im Bereich der Polymer-Herstellung sowohl für Turbo- als auch Extruder-Getriebe. Auch für einzelne Turbogetriebeanwendungen im Öl- & Gassektor sollten sich Absatzchancen eröffnen.

Fahrzeuggetriebe

Mio € 2018 2017 Veränderung *)
Auftragseingang 127 91 36
Umsatz 136 115 22
Auftragsbestand 383 393 -9

*) Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zunehmende Unsicherheiten in der weltpolitischen Lage und die im Raum stehende Forderung innerhalb der NATO, 2 % des BIP für Verteidigung aufzuwenden, führten zwar zu einer zunehmenden Projekttätigkeit im Markt für mittlere und schwere Kettenfahrzeuge, der für RENK zugängliche Markt blieb aber weiter gekennzeichnet durch zahlenmäßig wenigen, in der Umsetzung langlaufenden und häufig mit geringen Stückzahlen verknüpften Beschaffungsvorhaben. In den nächsten Jahren stehen einige dieser Vorhaben zur Vergabe, sofern die jeweiligen Beschaffungspläne umgesetzt werden. Grundsätzlich ist eine mittelfristige Tendenz zu hybriden Antriebssystemen spürbar, dies scheint derzeit allerdings eher einem generellen Trend nach Elektrifizierung der Mobilität zu folgen als einem konkret definierten militärischen Nutzen. Oberstes Ziel für RENK bleibt eine Beteiligung an der Mehrzahl der Beschaffungsprogramme, dafür bestehen weiterhin auch Chancen, jedoch bleibt sowohl die zeitliche als auch die inhaltliche Prognose einer tatsächlichen Umsetzung schwierig. Zum einen wird die Entscheidungsfindung in den möglichen Abnehmerländern selbst von einer Vielzahl an innen-, außen- und finanzpolitischen Faktoren von lokaler bis weltpolitischer Dimension beeinflusst. Zum anderen wirkt die aktuelle Praxis der deutschen Exportkontrolle gegenüber potenziellen Kunden zunehmend negativ. Langwierige Prozesse bei den zuständigen deutschen Behörden bis hin zur Nichterteilung von Genehmigungen für Ersatzteillieferungen an langjährige Kunden lassen Lieferanten mit Standort Deutschland aus Sicht der Kunden in zunehmendem Maße als unzuverlässig erscheinen und veranlassen sie, verstärkt nach Alternativen aus anderen Ländern Ausschau zu halten.

Das After-Sales-Geschäft ist weiterhin durch starken Wettbewerb gekennzeichnet, insbesondere bei Instandhaltungen. Jedoch scheint sich zwischenzeitlich die Erkenntnis verstärkt durchgesetzt zu haben, dass neben dem Preis auch die Qualität eine entscheidende Rolle bei der Vergabe spielen sollte. RENK als Originalhersteller hält auch bei der Instandhaltung an den gewohnt hohen technischen Standards fest.

Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Auftragseingang im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe auf insgesamt 127 Mio €. Ein Mehr von 36 Mio € an Bestelleingängen markierte ein Plus von 40 % gegenüber dem Vorjahr. Den bei Weitem größten Zuwachs verbuchte das Geschäftsfeld Fahrzeuggetriebe in Augsburg. Dabei fiel insbesondere die Bestellung von Getrieben des Typs HSWL 295 für das 2. Produktionslos des südkoreanischen Kampfpanzers K2 ins Gewicht.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Fahrzeuggetriebe lagen 2018 um 19 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Auch hier kam der Großteil des Zuwachses aus dem Geschäftsfeld Fahrzeuggetriebe in Augsburg. Während sich die Auslieferungen von Neugetrieben mit den Schwerpunkten PUMA für die Bundeswehr und AJAX für die britischen Streitkräfte auf Höhe des Vorjahres bewegten, nahmen insbesondere die Ersatzteillieferungen deutlich zu.

Ausblick

Die grundsätzliche Verfassung des Marktes für Kettenfahrzeuggetriebe wird auch in den kommenden Jahren unverändert bleiben. Die Beschaffungsvorhaben der einzelnen Länder bestimmen die Entwicklung, wobei sachfremde Erwägungen aus unterschiedlichsten Richtungen die Entscheidungsfindung oftmals massiv beeinflussen, seien es Forderungen nach Know-how-Transfer, lokaler Teilhabe an der Wertschöpfung oder sonstigen Kompensationen. Unverändert fördern einzelne Staaten gezielt neue Wettbewerber, um Abhängigkeiten von ausländischen Zulieferern zu mindern. Das ist nicht zuletzt auch eine deutliche Reaktion auf die deutsche Exportkontrollpolitik. Solange es in dieser Hinsicht sogar innerhalb der Europäischen Union keine einheitliche Vorgehensweise gibt, werden auch Gemeinschaftsprojekte mehrerer europäischer Staaten nur unter schwierigen Umständen erfolgreich sein können. Inwieweit sich die angekündigten Erhöhungen der Verteidigungsbudgets der NATO-Staaten auch konkret in für RENK relevanten Beschaffungsvorhaben niederschlagen werden, bleibt abzuwarten. Erste positive Effekte scheinen sich zumindest bei der in der Vergangenheit sehr restriktiv behandelten Beschaffung von Ersatzteilen und Nachrüstungen abzuzeichnen.

Standardgetriebe (Werk Rheine)

Mio € 2018 2017 Veränderung *)
Auftragseingang 76 88 -13
Umsatz 79 78 1
Auftragsbestand 58 61 -3

*) Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Ölpreis erholte sich zwar im Laufe des Jahres 2018, fiel aber gegen Jahresende hin wieder ab. Kurz bis mittelfristig kann somit noch nicht von einer spürbaren Belebung des Marktes für Offshore-Schiffe ausgegangen werden. Die Neubauaktivitäten für LNG-FSRUs (Floating Storage Regasification Units/Tanklagerschiffen mit Rückverflüssigungsanlagen) gingen deshalb tendenziell zurück; auch die Frachtraten für Container und Tanker stabilisierten sich nur auf relativ niedrigem Niveau. Im Spezialsegment Baggerschiffe hielt die Nachfrage weiter an, bedingt durch den leicht steigenden Bedarf an Küstenschutz- und Fahrtrinnenerhaltungsmaßnahmen.

Die Absatzsituation für Turbogetriebe zeigte auch 2018 keine signifikante Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren. Mehrheitlich gingen nur kleinere Projekte in die Umsetzung. Der Kraftwerksbau mit Dampfturbinen größerer Leistung wurde in den RENK Zielmärkten nur punktuell realisiert.

Die insgesamt gute wirtschaftliche Lage in Deutschland schlug sich in den für RENK Kupplungen wichtigen Branchen des Maschinen- und Anlagenbaus nur eingeschränkt nieder, im Wesentlichen wurden lange verschobene Investitionen nachgeholt, die Marktlage bleibt somit weiterhin angespannt.

Der Bau neuer Kapazitäten zur Windkrafterzeugung an Land blieb in Deutschland deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Auf See sind einige Windparkprojekte im Bau. Weltweit führt China mit weitem Abstand vor den USA bei der Windenergieerzeugung.

Geschäftsentwicklung

Der Geschäftsbereich Standardgetriebe konnte im Geschäftsjahr 2018 nicht an den Auftragseingangswert des Vorjahres anknüpfen. Mit 76 Mio € gingen 14 % weniger Bestellungen ein als im Jahr 2017. Ausschlaggebend dafür war das Ausbleiben von Aufträgen für Windkraftgetriebe; die Neuaufträge in den anderen Geschäftsfeldern lagen dagegen insgesamt auf Vorjahresniveau.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Standardgetriebe bewegte sich mit 79 Mio € auch 2018 wieder auf Höhe des Vorjahreswerts. Rückgänge bei maritimen Getrieben wurden durch Zuwächse bei Windkraftgetrieben ausgeglichen. Stationäre Getriebe und Kupplungen erzielten vergleichbare Erlöse wie 2017.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Geschäftsbereich Standardgetriebe keine tiefgreifenden Verbesserungen der Rahmenbedingungen in den relevanten Absatzmärkten. Die Situation in allen Bereichen bleibt extrem angespannt.

Auch für 2019 ist eine spürbare Erholung im kommerziellen Marinemarkt nicht zu erkennen. Für den Bereich der LNG-FSRUs erwarten wir ein leicht reduziertes Potenzial, während im Bereich Baggerschiffe und Fähren ein leichter Anstieg denkbar ist. Für den Offshore-Schiffssektor ist eine Belebung nicht absehbar.

Im angestammten Einsatzgebiet für Turbogetriebe sind ebenfalls keine großen Veränderungen in den Marktgegebenheiten zu erwarten. Chancen ergeben sich in verwandten Einsatzgebieten mit auf die dortigen spezifischen Anforderungsprofile angepassten Produkten.

Bei Kupplungen ist eine flächendeckende Belebung des Marktes ebenfalls nicht erkennbar. Möglichkeiten für RENK könnten sich aus einer differenzierteren Marktbearbeitung und konsequenter Ausrichtung an Kundenerfordernissen ergeben.

Wachstum im Offshore-Windkraftbereich wird vor allem in Asien stattfinden. Mit neuen Getriebe- und Kupplungstypen wird RENK versuchen, in diesen Potenzialmärkten der Zukunft Fuß zu fassen.

Gleitlager

Mio € 2018 2017 Veränderung *)
Auftragseingang 80 80 -
Umsatz 82 83 -1
Auftragsbestand 30 32 -2

*) Berechnung auf Basis T€

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2018 wurde noch stärker als frühere Jahre dominiert von schwer einschätzbaren politischen Grundsatzentscheidungen, die für erhebliche Verunsicherung in den Märkten sorgten. Der Geschäftsbereich Gleitlager von RENK ist als Hersteller von Komponenten für den Maschinen- und Anlagenbau bzw. die Schiffs- und Meerestechnik stark mit der wirtschaftlichen Situation bei diesen primären Bedarfsträgern für Gleitlager verwoben.

Die weiterhin robuste Konjunkturentwicklung hat sich nicht in einer entsprechend erhöhten Nachfrage nach Standard-E-Lagern niedergeschlagen. Die bereits in den vergangenen Jahren beobachteten Entwicklungslinien bestimmten weiter den Geschäftsverlauf. Die nachhaltigen Erfolge der alternativen Energieerzeugung führen zu einer einschneidenden Neuausrichtung bei unseren traditionell wichtigen Kunden mit Schwerpunkten bei der fossilen Energieerzeugung. Kunden aus dem konventionellen Kraftwerksbau reagieren auf die sinkende Nachfrage insbesondere im Gasturbinenbereich mit Restrukturierungs- und Desinvestitionsmaßnahmen bis hin zur Schließung ganzer Produktionsstandorte.

Auch im für RENK wichtigen Kundenbereich des Elektromaschinenbaus setzen sich die Tendenzen aus der Vergangenheit fort. Bisher dominierende Anbieter geraten zunehmend unter starken Wettbewerbsdruck - zum einen durch kleinere, flexibler agierende Wettbewerber, auch aus Europa - zum anderen durch schnell erstarkende lokale Anbieter aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die durch Kooperationen und Eigenentwicklungen schnell das erforderliche Know-how aufbauen und mit z.T. modernster Fertigungstechnologie produzieren. Die traditionellen Hersteller reagieren darauf mit erhöhten Einsparmaßnahmen im Zulieferbereich und Produktionsverlagerungen in Länder mit angenommener niedrigerer Kostenstruktur.

Konsequenzen daraus für RENK sind ein unverändert hoher Wettbewerbsdruck durch bisherige und neue Lagerhersteller, z.B. aus dem Mittelsegment und die anhaltende Substitution von Gleitlagern durch Wälzlager in den unteren Leistungsbereichen.

Obwohl in den Industrieländern der Aufschwung auf Hochtouren lief, blieb ein entsprechender positiver Geschäftsverlauf bei Projektlagern aus - trotz intensiver Projekttätigkeit und daraus resultierend einer Vielzahl technisch vergabereifer Projekte. Neben den Auswirkungen politischer Entscheidungen (Russlandembargo, Iran-Sanktionen der USA, Handelskonflikte der USA mit Europa und China) trugen auch die Unsicherheiten über die Marktentwicklung in der Öl- & Gasindustrie zu diesem Realisierungsstau bei.

Geschäftsentwicklung

Die Unsicherheiten in den Märkten schlugen sich auch im Auftragseingang des Geschäftsbereichs Gleitlager nieder. Der nur sehr kurze zeitliche Vorlauf zwischen Order und Lieferung bei der größten Produktgruppe, den Standard-E-Lagern, lässt alle Marktbewegungen unmittelbar durchschlagen. Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich Gleitlager im Geschäftsjahr 2018 einen Auftragseingang von 80 Mio € und lag damit erwartungsgemäß wieder auf Vorjahresniveau (80 Mio €).

Auch im Umsatz knüpfte der Geschäftsbereich Gleitlager mit 82 Mio € an die Größenordnung des Vorjahres (83 Mio €) an.

Ausblick

Wir erwarten für 2019 keine grundsätzlichen Veränderungen in den Rahmenbedingungen für das Standard-E-Lager-Geschäft des Geschäftsbereichs Gleitlager. Die Entwicklungstrends der vergangenen Jahre werden sich fortsetzen. Die Geschwindigkeit des Strukturwandels -sowohl im Hinblick auf die Kundenzusammensetzung als auch die geografische Verteilung - wird eher zu- als abnehmen. Der Wettbewerbsdruck durch verstärkt international auftretende Lagerhersteller, insbesondere aus dem asiatischen Raum, wird weiter wachsen. Zusammenschlüsse bisher getrennt agierender Wettbewerber verschärfen diese Situation.

Auch in der energieerzeugenden Industrie werden die Veränderungen weitergehen, traditionelle Gleitlager-Anwendungsfelder werden zurückgehen, die Substitution dieser Volumina durch andere Anwendungen bedarf großer Anstrengungen.

Die Entwicklung im Projektlagergeschäft in der Öl- & Gasindustrie wird wesentlich von einer Stabilisierung des Ölpreises abhängen, auch für andere Branchen bleibt abzuwarten, ob sich der Stau bei der Realisierung umsetzungsreifer Projekte auflösen wird.

Risiko- und Chancenbericht

(Enthält den Bericht nach § 289 Abs. 4 HGB)

Unternehmensweites Risikomanagementsystem

Unternehmerisches Handeln ist ständig Risiken ausgesetzt. RENK definiert Risiko als die Gefahr, dass Ereignisse oder Entscheidungen und Handlungen das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren. Um Chancen auf den Märkten zu nutzen, geht das Unternehmen bewusst Risiken ein, wenn hierdurch ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts zu erwarten ist. Existenzgefährdende Risiken dürfen dabei grundsätzlich nicht eingegangen werden oder müssen, soweit unvermeidbar, durch geeignete Maßnahmen minimiert werden. Dazu ist ein wirksames, auf die Belange der Geschäftsaktivitäten ausgerichtetes Risikomanagementsystem erforderlich, das frühzeitig die notwendigen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stellt.

Das Risikomanagement bei RENK war im Geschäftsjahr 2018 in das Risikomanagementsystem der MAN Gruppe eingebunden. Es ist untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Geschäftsprozesse. Es setzt sich aus den Kernelementen Unternehmensplanung einschließlich des unterjährigen Review-Prozesses, Risiko- und Chancenmanagement ("Risikomanagement"), Internes Kontrollsystem und Compliance-Management-System zusammen.

Die Unternehmensplanung soll unter anderem gewährleisten, Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren und einzuschätzen, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das Risikomanagement ist auf allen Ebenen darauf ausgelegt, aktuelle und relevante Informationen über die Entwicklung der wesentlichen Risiken und Chancen und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen frühzeitig zu liefern. Im Fokus des Internen Kontrollsystems stehen die gezielte Überwachung und Steuerung von Risiken, insbesondere in Bezug auf die Wirksamkeit von Geschäftsprozessen, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Befolgung von Gesetzen und Vorschriften. Das RENK Compliance-System unterstützt die Einhaltung aller auf das Unternehmen anwendbaren Gesetze, internen Richtlinien und Verhaltensstandards, hierbei stehen die Themen Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht, Datenschutz und Prävention von Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung im Fokus. Details hierzu finden sich im Abschnitt "Compliance-System".

Die MAN SE hat im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung ihre Anteile an der RENK AG mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 an die Volkswagen Klassik GmbH veräußert. Dies hatte im Berichtsjahr keine Auswirkungen auf das Risikomanagementsystem bei RENK. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 stehen RENK die Systeme der MAN SE übergangsweise weiterhin zur Verfügung. RENK wird in dieser Zeit sein Risikomanagementsystem ausbauen bzw. ergänzen.

Organisation des Risikomanagements und Internes Kontrollsystem

Die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikofrüherkennungssystems trägt der RENK Vorstand. Der Vorstand hat Umfang und Ausrichtung des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen definiert. Hierbei sieht das Führungskonzept "Industrial Governance" dezentrale operative Entscheidungsprozesse für RENK vor. Das Management ist dafür verantwortlich, dass neben der RENK AG, als der bei Weitem wichtigsten Gesellschaft, auch die anderen RENK Unternehmen im jeweils gebotenen Umfang in das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem eingebunden sind. Die Richtlinie für Risiko- und Chancenmanagement und Internes Kontrollsystem stellt den Rahmen für ein einheitliches Verständnis des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems dar. Diese Richtlinie enthält Regelungen zu Aufbauorganisation, Prozessen und Berichterstattung.

Aufbauorganisation

Die Aufbauorganisation für das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem orientiert sich an der RENK Managementhierarchie. So sind Rollen mit Verantwortlichkeiten und Gremien eingerichtet. Es gibt Koordinatoren für Risikomanagement und Internes Kontrollsystem, die sicherstellen, dass die in der Konzernrichtlinie definierten Prozesse umgesetzt werden. Darüber hinaus wirken sie bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbesserung des Risikomanagementsystems mit. RENK hat ein fachbereichsübergreifendes Risiko- und Compliance-Board eingerichtet, das als zentrale Kontroll-, Steuerungs- und Überwachungsinstanz für Risikomanagement, Internes Kontrollsystem und Compliance fungiert. Im Rahmen der Risiko- und Compliance-Board-Diskussion werden die Risikolage bewertet und Maßnahmen zur Risikobewältigung und Behebung von Kontrollschwächen beschlossen.

Prozesse des Risikomanagements

Der Regelprozess im Risikomanagement umfasst die Phasen Identifikation, Analyse, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation. Hierbei werden Risiken und Chancen entweder als kurzfristig, d.h. bis zum Geschäftsjahresende, oder als langfristig, d.h. bis zu fünf Jahre, klassifiziert. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gemäß einer Brutto- und Nettobewertung, wobei die Nettobewertung bereits umgesetzte, risikomindernde Maßnahmen berücksichtigt. Dabei sind auch qualitative Einschätzungen möglich. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit einer solchen Nettobewertung wird das geplante Operative Ergebnis der jeweiligen organisatorischen Einheit herangezogen. Die risikomindernden Maßnahmen werden von den Risikoverantwortlichen in den Bereichen definiert, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Mittels einheitlich definierter Risikofelder können außerdem etwaige Risikokonzentrationen frühzeitig erkannt und aktiv gehandhabt werden.

Im Rahmen des Risiko- und Compliance-Boards werden die aktuelle Risikolage durch Diskussion und Gegenüberstellung der Risiken und Chancen beurteilt sowie die Maßnahmen beschlossen, überwacht und deren Effektivität bewertet. Der Fokus der Diskussion liegt dabei auf den Risikoursachen und Maßnahmen. Die Risiko- und Chancenlage sowie die Maßnahmen zur Risikobewältigung und -behebung werden an den Vorstand berichtet. Des Weiteren wird dem Aufsichtsrat im Rahmen der Prüfungsausschusssitzungen regelmäßig über die Risikolage und die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems bei RENK berichtet.

Darüber hinaus unterliegen das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem einer ständigen Weiterentwicklung, um veränderte Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und den Nutzen auf allen Ebenen des Unternehmens weiter zu erhöhen.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem

Generell umfassen das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem als integraler Bestandteil auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung. Dies bezieht sich auf alle Teile, die den Einzelabschluss wesentlich beeinflussen können. Im Rahmen des Risikomanagements werden erkannte Risiken hinsichtlich ihres Einflusses auf den Einzelabschluss bewertet und entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung und -kontrolle ergriffen.

Die internen Kontrollen richten sich auf die Begrenzung von Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung und von Risiken durch die Nichteinhaltung regulatorischer Normen bzw. durch betrügerische Handlungen sowie auf die Minimierung operativer bzw. wirtschaftlicher Risiken (z.B. Vermögensgefährdungen durch nicht autorisierte operative Entscheidungen oder unberechtigt eingegangene Verpflichtungen). Für Kontrollen mit Rechnungslegungsbezug gilt, dass diese mit hinreichender Sicherheit gewährleisten sollen, dass der Rechnungslegungsprozess im Einklang dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und verlässlich ist.

RENK hat analog zur MAN Gruppe das bestehende Interne Kontrollsystem gemäß den Empfehlungen des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) strukturiert und dokumentiert, um so die Wirksamkeit der internen Kontrollen systematisch beurteilen zu können. Die Dokumentation umfasst sämtliche Standardgeschäftsprozesse einschließlich der für die Abschlusserstellung relevanten Prozesse mit den jeweils erforderlichen Kontrollen. Darüber hinaus werden Kontrollen zu geschäftsspezifischen Risiken erfasst. Der Umfang der Dokumentation bestimmt sich aus jenen Gesellschaften, die für den Einzelabschluss wesentlich oder aufgrund qualitativer Merkmale einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Dieser wird jährlich auf Basis definierter Kriterien überprüft.

Wesentliche Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, transparente Vorgaben mittels Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung, angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen sowie die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer Spezialisten. Das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung sind auch im Rechnungslegungsprozess wichtige Prinzipien, die in den internen Kontrollen bei RENK umgesetzt sind.

Für interne Kontrollen mit Rechnungslegungsbezug gilt, dass die Effektivität mindestens einmal jährlich vorwiegend im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses beurteilt wird. Festgestellte Kontrollschwächen sowie vereinbarte Maßnahmen zur Behebung sind Bestandteil der vierteljährlichen Berichterstattung im Risiko- und Compliance-Board. Zudem bewertet die Konzernrevision der MAN SE im Auftrag des RENK Vorstands als unabhängiger Prüfer die Ordnungsmäßigkeit, die Sicherheit sowie die Führungs- und Überwachungsprozesse für interne Kontrollen bezogen auf den Rechnungslegungsprozess.

Durch die regelmäßige Überprüfung des Internen Kontrollsystems auf Vollständigkeit, geeignete Ausgestaltung sowie Effektivität der bestehenden Kontrollen soll sichergestellt werden, dass bestehende Regelungen zur Reduzierung von prozessualen und organisatorischen Risiken auf allen Ebenen eingehalten werden.

Chancen und Risiken

Die wesentlichen Chancen und Risiken für RENK, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, klassifiziert RENK anhand der fünf Risikofelder Markt, Produkte, Prozesse, Mitarbeiter und Finanzen.

Markt

RENK sieht mittel- bis langfristig in allen Bereichen Chancen für ein profitables Wachstum. Die grundlegenden weltwirtschaftlichen Trends werden sich voraussichtlich fortsetzen. Dazu zählen insbesondere das anhaltende, wenn auch moderate Wachstum, ein wachsender Energiebedarf und die erforderliche Innovationsleistung aufgrund der Klimapolitik. RENK arbeitet im Rahmen seiner strategischen Ausrichtung kontinuierlich daran, diese Marktchancen weltweit zu realisieren.

Risiken für eine Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums ergeben sich aus unserer Sicht vor allem aus Turbulenzen auf den Finanzmärkten, protektionistischen Tendenzen sowie strukturellen Defiziten, die die Entwicklung einzelner fortgeschrittener Volkswirtschaften und Schwellenländer gefährden. Auch der weltweite Übergang von einer expansiven in eine restriktivere Geldpolitik birgt Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Darüber hinaus sind die Auswirkungen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens mit Unsicherheiten verbunden. Zwar bildet Großbritannien derzeit keinen der direkten Schwerpunkte der RENK Geschäftsaktivitäten, im Rahmen der Zusammenarbeit in internationalen Projekten könnten sich jedoch weitere Unwägbarkeiten ergeben.

Auch die vielerorts weiterhin hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Sektor trübt die Wachstumsperspektiven und kann zu negativen Marktreaktionen führen. Wachstumsrückgänge in wichtigen Ländern und Regionen wirken sich oft unmittelbar auf die Weltkonjunktur aus und stellen somit ein zentrales Risiko dar. Die wirtschaftliche Entwicklung einiger Schwellenländer wird vor allem durch die Abhängigkeit von Energie- und Rohstoffpreisen und von Kapitalimporten als auch durch soziopolitische Spannungen gehemmt. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus mangelhaften staatlichen Strukturen und fehlender Rechtssicherheit.

Geopolitische Spannungen und Konflikte sind ein weiterer wesentlicher Risikofaktor in der Entwicklung einzelner Volkswirtschaften und Regionen. Aufgrund der zunehmenden weltwirtschaftlichen Verflechtungen können auch lokale Entwicklungen die Weltkonjunktur belasten. Beispielsweise kann eine Eskalation der Konflikte in Osteuropa, im Nahen Osten oder in Afrika Verwerfungen auf den weltweiten Energie- und Rohstoffmärkten auslösen sowie Migrationstendenzen verstärken. Zusätzliche Belastungen könnten sich aus einer Verschärfung der Situation in Ostasien ergeben. Gleiches gilt für bewaffnete Auseinandersetzungen, terroristische Aktivitäten oder die Verbreitung von Infektionskrankheiten, die kurzfristig zu unerwarteten Marktreaktionen führen können.

Insgesamt rechnen wir im kommenden Jahr nicht mit einer weltweiten Rezession. Aufgrund der genannten Risikofaktoren ist jedoch ein Rückgang des Weltwirtschaftswachstums oder eine Phase mit unterdurchschnittlichen Zuwachsraten möglich.

Als Teil der Investitionsgüterindustrie unterliegt RENK zusätzlich den Schwankungen des Investitionsklimas. Bereits kleine Änderungen der Wachstumsraten oder der Wachstumserwartungen sowie Veränderungen in der staatlichen Investitionsförderung können signifikante Nachfrageveränderungen nach Investitionsgütern in den relevanten Märkten von RENK, Stornierungen bereits eingebuchter Aufträge oder die Neuordnung längerfristig angelegter Geschäftsbeziehungen zur Folge haben. RENK wirkt diesen konjunkturellen Absatzrisiken unter anderem durch flexible Produktionskonzepte und Kostenflexibilität, durch Leiharbeit, Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit sowie gegebenenfalls durch vertragliche Kompensationsregelungen entgegen.

Aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld können sich für RENK auch Chancen ergeben, falls die tatsächliche Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht.

Zudem bestehen Risiken, dass sich protektionistische Bestrebungen oder Mindestanforderungen an den Anteil der lokalen Fertigung einzelner Länder sowie veränderte Wettbewerbsbedingungen in den Absatzmärkten von RENK nachteilig auf das geplante Wachstum auswirken. Die Märkte für Produkte im militärischen und behördlichen Umfeld sind zusätzlich durch ihre Abhängigkeit von politischen Entscheidungsprozessen mit weiteren Risiken behaftet, sowohl z.B. im Hinblick auf exportkontrollrechtliche Meinungsbildungsprozesse und Festlegungen in den Lieferländern wie Deutschland oder Frankreich als auch durch das jeweilige politische Umfeld in den Zielländern. Hinzu kommen Unwägbarkeiten aufgrund der angespannten Lage der öffentlichen Finanzen in vielen Ländern und eventuell Forderungen nach lokaler Wertschöpfung und Technologietransfer. Insbesondere kann das Nichterreichen eines geforderten Lokalisierungsgrades zu zusätzlichen Einfuhrzöllen oder Strafzahlungen führen. Darüber hinaus steht RENK über alle Produktbereiche hinweg in vielen Märkten unter erheblichem Wettbewerbs- und Preisdruck, der zu einer Verschlechterung der erzielbaren Ergebnismargen führen kann.

Änderungen in der Gesetzgebung, bei Steuern oder Zöllen oder von anderen Vorschriften in einzelnen Ländern können ebenfalls Risiken für RENK mit sich bringen. RENK beobachtet und bewertet laufend das wirtschaftliche, politische, rechtliche und soziale Umfeld, um die daraus resultierenden Chancen und Risiken rechtzeitig in die Unternehmensentscheidungen einbeziehen zu können. Weitergehende Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation und den daraus resultierenden Auswirkungen finden sich in den Abschnitten "Wirtschaftliches Umfeld", "Ausblick" und in den Ausführungen zu den einzelnen Segmenten unter "Die Bereiche im Einzelnen".

Produkte

Als Anbieter von Spitzentechnologie ist es der Anspruch von RENK, technologisch und wirtschaftlich führende Produkte in ausgezeichneter Qualität zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dies eröffnet RENK Chancen in den unterschiedlichsten Marktsegmenten. Ein Verzicht auf diesen Anspruch würde ein nicht zu verantwortendes Risiko für die Marktposition darstellen. Mit der Markteinführung neuer Produkte sind zugleich Konzept- und Marktrisiken verbunden. Diesen begegnet RENK mit einer sorgfältigen strategischen Planung, die auf einer Analyse der Entwicklung des Markt- und Unternehmensumfelds basiert. Die Sicherstellung einer kontinuierlich hohen Produktqualität der RENK Erzeugnisse stellt eine wesentliche Voraussetzung zur weiteren Erschließung der weltweiten Marktpotenziale dar. Dies spiegelt sich in umfangreichen Investitionen im Geschäftsjahr und in den Vorjahren in entsprechende Produktionskapazitäten und -ausstattungen wider. Um die zukünftigen Anforderungen aus der voranschreitenden Digitalisierung bedienen zu können, erweitern die Bereiche ihre Geschäftsmodelle und nehmen die Herausforderungen der digitalen Transformation als Chance wahr. Für weitere Ausführungen wird auf den Abschnitt "Forschung und Entwicklung" verwiesen.

Für bereits auf dem Markt eingeführte Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der von den Kunden erwarteten Produktqualität. Mangelhafte Qualität kann sowohl zu Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzkosten als auch zu Verlusten von Marktanteilen oder niedrigeren Produktmargen führen. Im Extremfall sind Ansprüche aus Produkthaftung und Schadensersatz denkbar. Lieferanten und die durch diese gelieferten Komponenten müssen zur Wahrung des hohen Qualitätsanspruchs ein strenges Freigabeverfahren bestehen. Nach Produktionsanlauf sorgen festgelegte Qualitätssicherungsmaßnahmen innerhalb des Produktionsprozesses dafür, dass Herstellungsfehler rechtzeitig erkannt und abgestellt werden. Auch in der Nutzungsphase werden gemeinsam mit den Servicebetrieben sämtliche auftretende Fehler gesammelt, ausgewertet und abgestellt.

Die internationale Präsenz mit einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen führt zu einer Diversifizierung der wirtschaftlichen Basis von RENK. Hierdurch werden die Risiken der Abhängigkeit von Großkunden oder einzelnen Produkten und Märkten ausgeglichen. Damit sind allerdings auch Risiken durch Verletzung von Patenten durch Dritte und unerlaubte Weitergabe von unternehmensspezifischem Know-how durch Dritte verbunden. Daher beobachten wir unsere Absatzmärkte und schützen das Know-how des Unternehmens unter Umständen auch durch rechtliche Schritte.

Aus lang laufenden Kundenverträgen ergeben sich zusätzliche Risiken. So können Änderungen der politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einem Markt Mehraufwendungen bei der Abwicklung von Großprojekten zur Folge haben. Dort, wo Garantien oder Bürgschaftsverpflichtungen Bestandteil der Kundenverträge sind, besteht das Risiko der ungerechtfertigten Inanspruchnahme. Diesem Risiko wird durch sorgfältige Vertragsgestaltung Rechnung getragen.

Bei der industriellen Herstellung unserer Produkte können durch Unfälle oder technische Störungen in Produktionsanlagen Wasser, Boden und Luft durch umweltgefährdende Stoffe verunreinigt werden. Dagegen haben wir vielfältige präventive und detektive Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehören vorbeugende Anlagenwartung und -instandhaltung, regelmäßige Kontrollen durch Fachpersonal, Begehungen vor Ort, Gefahrenabwehrpläne sowie Gefahrstoffmanagement.

RENK beobachtet darüber hinaus die technologischen Weiter- und Neuentwicklungen, um rechtzeitig mit einer angepassten Produktausrichtung auf diese Technologieveränderungen eingehen zu können.

Prozesse

RENK sieht die ständige Optimierung der Geschäftsprozesse in Entwicklung, Einkauf, Produktion, Vertrieb und Verwaltung als eine laufende Aufgabe an, um die Effizienz dieser Prozesse zu erhöhen und auch den mitunter erheblichen Kostenrisiken in diesen Bereichen entgegenzuwirken. So werden beispielsweise die Zulieferer präventiv und fortlaufend überwacht, um bedeutsame Risiken aufgrund von Lieferverzögerungen oder Lieferantenausfällen frühzeitig zu erkennen und die Auswirkungen zu verringern.

Bei der Abwicklung von Großprojekten können Risiken auftreten, die eventuell auch erst im Laufe des Projekts erkannt werden. Dazu können Mängel bei der Vertragsgestaltung, Fehler in der Auftragskalkulation, veränderte wirtschaftliche und technische Bedingungen, Schwächen in der Projektsteuerung oder unzureichende Leistungen von Sublieferanten gehören. RENK minimiert diese Risiken durch ein umfassendes Projekt- und Auftragscontrolling. Alle Großprojekte werden dem Vorstand der RENK AG zur Genehmigung vorgelegt. Bereits genehmigte und laufende Aufträge, die deutlich von der geplanten Entwicklung abweichen, werden als kritische Aufträge in einem besonderen Berichtswesen erfasst und regelmäßig dem Vorstand vorgelegt.

Die Geschäftsprozesse von RENK werden durch Informationstechnologie intensiv unterstützt und teilweise erst ermöglicht. Neben den damit verbundenen Effizienzgewinnen entstehen auch Risiken. Teile der Infrastruktur können durch Unfälle, Katastrophen, technische Störungen oder Internetangriffe ausfallen und damit Geschäftsprozesse beeinträchtigen oder vollständig zum Erliegen bringen. Außerdem bestehen die Gefahren des unberechtigten Zugriffs, des Diebstahls, der Vernichtung oder des sonstigen Missbrauchs von betrieblichen Daten und Informationen. Der hieraus entstehende finanzielle Schaden und Imageverlust kann einzelne Gesellschaften oder sogar die gesamte Gruppe treffen. Um die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen zur Verringerung bzw. Vermeidung von Risiken zu gewährleisten sowie um bekannte und potenzielle Risiken zu minimieren, setzt RENK auf ein risikoorientiertes Managementsystem der Informationssicherheit (ISMS, Information Security Management System), wie auch auf moderne Hard- und Softwaretechnologien und effektive IT-Organisationsmechanismen in Verbindung mit einem beständig weiterentwickelten IT- und finanzbezogenen Internen Kontrollsystemen (IKS/CCMS).

Die Zentralisierung und das selektive Sourcing von IT-Betriebsaufgaben sowie die konsequente Einführung von IT-Service-Managementprozessen gemäß dem Organisationsstandard für IT-Prozesse ITIL (IT Infrastructure Library) tragen zu einer effizienten Unterstützung der Geschäftsprozesse bei. Mit Organisation und Zertifizierung der Informationssicherheit nach dem international anerkannten Sicherheitsstandard ISO 27001 und dem BSI-Grundschutz (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), hat RENK die Transparenz und Betriebssicherheit der IT-Prozesse und IT-Infrastruktur deutlich verbessert.

In allen Geschäftsprozessen, inklusive des Rechnungslegungsprozesses, kommt dem Internen Kontrollsystem, welches darauf ausgerichtet ist, die Einhaltung der relevanten Regelwerke sicherzustellen und zur Reduzierung von Risiken und somit zum Vermögensschutz beizutragen, eine entscheidende Rolle zu. Es leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Vermögenswerte von RENK.

Mit dem Wirksamwerden der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sind die Anforderung an die Verarbeitung personenbezogenen Daten und die Dokumentation des Umgangs mit personenbezogen Daten massiv gestiegen. RENK begegnet diesen Herausforderungen mit einer etablierten und weiter gestärkten Datenschutzorganisation. Trotz entsprechender Vorkehrungen und Kontrollmaßnahmen kann jedoch auch im Bereich des Datenschutzes nicht völlig ausgeschlossen werden, dass das Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter oder Angriffe von außen zu Datenschutzverstößen führen.

Mitarbeiter

Ein wesentlicher Baustein der RENK Unternehmensstrategie ist, es als Top-Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, um auch zukünftig attraktiv für kompetente und motivierte Mitarbeiter zu sein. Dabei stellen hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar, um mit RENK Produkten technologische Standards zu setzen und das operative Geschäft effektiv und effizient zu steuern.

Chancen für RENK liegen in der fortlaufenden fachlichen Weiterqualifizierung aller Mitarbeiter vom Auszubildenden bis zum Management, dies bildet die grundlegende Basis für eine nachhaltige und vertrauensvolle Kundenbeziehung mit wiederkehrendem Geschäftserfolg in allen Märkten. RENK verfolgt aktiv die Veränderungen in der Arbeitswelt und die damit verbundenen neuen Anforderungen an fachliches Wissen im Rahmen der Digitalisierung der Arbeitsprozesse. Risiken bestehen darin, Schlüsselpositionen nicht entsprechend den zukünftigen Anforderungen zeitnah besetzen zu können. Diesem Risiko werden vielfältige Maßnahmen des Personalmarketings entgegengesetzt, um exzellent qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Sollte es zu einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung von Gesetzen und Vorschriften durch Mitarbeiter bzw. Führungskräfte kommen, kann sich ein erhebliches Risiko für RENK ergeben. Den Risiken aus den Bereichen Korruption, Kartellrecht, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung begegnet RENK durch eine Vielzahl von Maßnahmen im Rahmen des Compliance-Systems. Hierzu gehören insbesondere der Code of Conduct, Compliance-Richtlinien und -Schulungen, der Compliance-Helpdesk, das Hinweisgeberportal "Speak up" sowie regelmäßige Compliance Risk Assessments und Kommunikationsmaßnahmen. Für weitere Informationen hierzu wird auf den Abschnitt "Compliance" verwiesen.

Finanzen

RENK ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit und internationalen Ausrichtung in erheblichem Maße Marktpreis-, Liquiditäts- und Kreditrisiken ausgesetzt. Diesen Risiken, die aufgrund von Marktschwankungen auch Chancen darstellen können, begegnet RENK übergreifenden Finanzrisikomanagement. Daneben bestehen Risiken aus ergebniswirksamen Wertänderungen von Beteiligungen und Pensionsverpflichtungen.

Unter Marktpreisrisiken fallen die Währungs-, Zinsänderungs- und Rohstoffpreisrisiken. Wenn Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung von RENK durchgeführt werden, sind sie einem Währungsrisiko ausgesetzt, das sowohl Preise für Güter und Dienstleistungen als auch Ergebnismargen beeinflussen kann. RENK sichert daher Währungsrisiken aus Aufträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten weitgehend und aus geplantem Absatz teilweise ab. Die Sicherungsaufgaben von RENK wurden im Berichtsjahr zentral von der MAN SE als Kontrahent übernommen. Zudem werden für die Herstellung der Produkte beträchtliche Mengen an Rohstoffen benötigt. Aus den Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten oder Preisgleitklauseln bei Lieferantenverträgen können sich Rohstoffpreisrisiken ergeben, die nicht immer an den Kunden weitergegeben werden können und die sich somit negativ auf die Produktmargen auswirken. Diesen Risiken wird durch langfristige Lieferverträge und durch Preisgleitklauseln in Kundenverträgen begegnet.

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass RENK seinen finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen kann. Um die Liquidität sicherzustellen, werden die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert. Ferner wird die Entwicklung der Liquidität im Rahmen einer detaillierten Finanzplanung überwacht. Die Einbindung in das zentrale Cash-Management der MAN Gruppe sicherte im Berichtsjahr die Verfügbarkeit der notwendigen Mittel.

RENK ist aufgrund ihres operativen Geschäfts Kreditrisiken ausgesetzt. Diese beinhalten die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aufgrund seiner eigenen wirtschaftlichen Situation oder des politischen Umfelds nicht nachkommt und damit einen finanziellen Verlust für RENK verursacht. Diese Länder- und Kontrahentenrisiken werden durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner, durch geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen sowie durch Bürgschaften und Akkreditive reduziert.

Wenn es Anhaltspunkte für eine Wertminderung einer zu Anschaffungskosten bilanzierten Beteiligung gibt, ist RENK dem Risiko einer ergebniswirksamen Wertminderung ausgesetzt. Weitergehende Informationen hierüber finden sich im Anhang zum Jahresabschluss.

Die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen der RENK AG sind zur Reduzierung der inhärenten finanzwirtschaftlichen Risiken und teilweise auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben weitgehend durch vom Betriebsvermögen separiertes Pensionsvermögen gedeckt.

Die Planung von RENK basiert auf Annahmen des RENK Managements. Diese Annahmen beziehen sich unter anderem auf die geschäftliche Entwicklung oder andere externe Faktoren, die schwer vorherzusagen sind oder nicht von RENK beeinflusst werden können. Daher besteht ein Risiko, dass die Annahmen zur Planung unvollständig oder inkorrekt sein können, und daraus eine Abweichung zwischen geplantem und tatsächlichem Ergebnis entstehen kann. Es können sich für RENK auch Chancen ergeben, falls die tatsächliche Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht.

Beurteilung des Vorstands zur Chancen- und Risikosituation des RENK AG

Wie in den Vorjahren überwiegen die Marktrisiken weiterhin die anderen Risikofelder, wobei sich die aggregierte Risikolage nicht wesentlich verändert hat. Die identifizierten Chancen können den Risiken nur teilweise entgegenwirken. Es gilt zu beachten, dass die Realisierung von Marktchancen bereits in den anspruchsvollen internen Planungen enthalten ist. Anlässlich der im Risiko- und Compliance-Board berichteten Risiken konnte sich der Vorstand davon überzeugen, dass in den Bereichen keine wesentlichen Risiken vorliegen, welche auf Basis der vorgenommenen Nettobewertung einzeln oder in Summe nicht durch die budgetierten operativen Ergebnisse abgedeckt sind. Dies gilt auch für Risiken, für die eine höhere Brutto-Schadenshöhe ermittelt wurde, da dafür risikomindernde Maßnahmen getroffen wurden bzw. eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit zu unterstellen war. Auf die Risikofelder bezogen, sieht der Vorstand im Risikofeld Markt die bedeutsamsten kurzfristigen Risiken. Das betrifft insbesondere die Unsicherheiten und den starken Wettbewerbsdruck in vielen für RENK relevanten Märkten, so in den Geschäftsfeldern der Geschäftsbereiche Spezialgetriebe, Standardgetriebe und Gleitlager.

Bei den produktbezogenen Risiken stehen die aufgrund der kundenorientierten Auslegung der RENK Produkte möglichen technischen Risiken und Gewährleistungsansprüche im Vordergrund. In den Risikofeldern Prozesse und Mitarbeiter sind die kurzfristigen quantifizierten Risiken jeweils von geringerer Bedeutung.

Der Vorstand stellt auf Basis des von der MAN Gruppe etablierten und bei RENK eingeführten Risikomanagementsystems wiederum fest, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Risiken erkennbar sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENK AG führen könnten. Das eingeführte Risikomanagementsystem sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es dem Vorstand, Risiken zeitnah zu erkennen und adäquate Maßnahmen einzuleiten.

Der Fokus der Aktivitäten im Jahr 2019 wird angesichts der teilweise unsicheren Entwicklung weiterhin auf dem Management der Marktrisiken liegen.

Compliance

Im Geschäftsjahr 2018 hat RENK das Compliance-Programm zu den Themen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz und Geldwäsche konsequent umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.

RENK hat Compliance als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur weiter gefestigt. Das Compliance-Management-System wurde auf der Basis des Compliance-Programms der MAN SE vom Compliance Officer koordiniert, geschult und kontinuierlich weiterentwickelt. Er berichtet unmittelbar an den Vorstand der RENK AG und fachlich an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Der Compliance Officer wird von einer Stellvertreterin und zwei weiteren Mitarbeiterinnen bei der Prüfung von Business-Partnern unterstützt. In den Werken Rheine und Hannover unterstützen den Compliance Officer darüber hinaus sog. "Compliance Champions". Das sind Führungskräfte, die zwar keine Vollzeit-Compliance-Mitarbeiter sind, aber eine besondere Verantwortung für das Thema Compliance an den Standorten übernehmen.

Weiterhin konnte der Compliance Officer auf die Ressourcen des Corporate Compliance Office der MAN SE zurückgreifen. Von hier werden insbesondere Schulungs- und Informationsmaterial sowie E-Learning-Kurse übernommen. Richtlinien werden auf die Struktur und das Geschäftsmodell von RENK hin angepasst.

Der Aufbau der Compliance-Organisation sowie die Einführung neuer Compliance-Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Vorstand und den Werksleitungen auf der Basis identifizierter Risiken. Im quartalsweise tagenden Risiko- und Compliance-Board wird über den Fortschritt der Maßnahmen informiert und es werden bei Bedarf weitere Schritte abgestimmt.

Ethische Verhaltensgrundsätze sowie Compliance-Anforderungen sind für RENK im Code of Conduct niedergelegt. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2018 überarbeitet und in modernisierter Form an alle Mitarbeiter des Unternehmens über deren Führungskräfte verteilt. Im Rahmen dieser Verteilung wurden die Mitarbeiter erinnert wie wichtig RENK ehrliches, integres und ethisch korrektes Verhalten ist. Regelungen zur Konkretisierung des Code of Conduct sind unter anderem in den folgenden Richtlinien des Compliance-Bereiches enthalten:

Richtlinie zum Umgang mit Geschenken, Bewirtungen und Einladungen zu Veranstaltungen,

Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern,

Richtlinie zum Umgang mit Spenden und Sponsoring-Maßnahmen,

Richtlinie zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften,

Richtlinie zur Terrorismus-, Korruptions- und Geldwäschebekämpfung,

Richtlinie zum Umgang mit personenbezogenen Daten.

Neben dem Code of Conduct für die Mitarbeiter hat RENK einen Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner herausgegeben, der ethische Mindeststandards enthält, zu deren Einhaltung sich die Lieferanten und vertriebsunterstützende Geschäftspartner ("Business-Partner") von RENK verpflichten müssen.

Business-Partner werden zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen.

Der Compliance Officer stellt neuen Mitarbeitern im Rahmen ihrer Einarbeitungsphase in das Unternehmen regelmäßig die Compliance-Organisation, die Compliance-Prozesse und die Compliance-Tools vor und erläutert in diesen Einführungsveranstaltungen die diesbezüglichen Erwartungen des Unternehmens an die Mitarbeiter.

Daneben werden die Mitarbeiter weiterhin entsprechend ihrer Risikoklassifikation in verschiedenen Präsenzschulungen und E-Learning-Programmen zu Compliance-Themen sensibilisiert.

Vertriebsunterstützende Geschäftspartner werden entsprechend der Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen. Die im Berichtszeitraum durchgeführten Integritätsprüfungen und die turnusmäßig stattfindenden Nachkontrollen sind ohne Beanstandungen verlaufen.

Das elektronische Monitoring-System ("Continuous Controls Monitoring System-CCMS") zur frühzeitigen Aufdeckung von möglichen Compliance-Risiken und Richtlinienverstößen in Einkaufs- und Zahlungsprozessen wurde im Berichtszeitraum weiter an allen deutschen Standorten von RENK betrieben. Das Berichtswesen des CCMS besteht aus verschiedenen Prüfdateien. Veränderungen des Kontrollumfangs und Auffälligkeiten in den Kontrollen werden monatlich ausgewertet und in einer Besprechung mit dem Leiter IT, Leiter Finanzen und dem Compliance Officer bewertet und abschließend im RENK Risiko- und Compliance-Board berichtet.

Über den Compliance Officer und das MAN Compliance Helpdesk, an das sich alle Mitarbeiter mit Compliance-relevanten Fragen wenden können, gingen im Berichtszeitraum für die RENK AG 25 Fragen ein (Compliance Officer (20), MAN Compliance Helpdesk (5)). Diese wurden vom Compliance Officer beantwortet und dokumentiert.

Im Berichtszeitraum wurde kein Compliance-Verstoß festgestellt.

Das von MAN betriebene Hinweisgeberportal "Speak up!" dient der Aufdeckung und Vermeidung von gefährlichen Risiken. Mittels "Speak up!" werden Hinweise entgegengenommen und bearbeitet, die sich auf schwerwiegende Compliance-Verstöße beziehen, insbesondere im Bereich der Wirtschaftskriminalität (z.B. Korruptionsstraftaten), des Kartellrechts und des Datenschutzes.

RENK Mitarbeiter und Dritte haben so neben der Direktansprache des Compliance Officers die zusätzliche Möglichkeit, vertraulich, weltweit und jederzeit Hinweise zu Compliance-Verstößen abzugeben. Compliance-Verstöße werden bei RENK unter keinen Umständen toleriert. Hinweise auf mögliche Verstöße werden eingehend untersucht, Verstöße abgestellt und im Rahmen der arbeitsrechtlich zulässigen Sanktionsmöglichkeiten geahndet; darüber hinaus werden die Erkenntnisse aus der Aufklärung der Compliance-Verstöße genutzt, um das Compliance-System kontinuierlich zu verbessern. Im Berichtsjahr gingen über das Hinweisgeberportal keine Hinweise zu Compliance-Verstößen ein.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Auf deren Grundlage wurde das etablierte System zur Sicherstellung der bereits vorher bestehenden datenschutzrechtlichen Anforderungen auf der Basis des Bundesdatenschutzgesetzes hin überprüft. In diesem Projekt wurden alle Prozesse mit personenbezogenen Daten in einer speziellen Datenschutz-Software beschrieben und bewertet. Die Umsetzungsmaßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem externen Datenschutzbeauftragten von RENK. Von diesem wurden auch die oberen Führungskräfte des Unternehmens geschult.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und gemäß § 315d HGB für das Geschäftsjahr 2018 1)

(Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und gemäß § 315d HGB ist Teil des Lageberichts und wird nicht in die Prüfung einbezogen.)

(Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.renk-ag.com in der Rubrik "Investor Relations" - Berichte als gleichnamiger Eintrag einzusehen.)

Die Führung und Kontrolle von Unternehmen und Konzern ist bei RENK darauf ausgerichtet, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für eine nachhaltige Wertschöpfung und ein angemessenes Ergebnis zu sorgen.

Die Unternehmensführung wird durch die geltenden Gesetze, insbesondere die gesellschaftsrechtlichen Vorschriften, die Satzung und interne Regelungen sowie durch nationale und internationale Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) bestimmt. Der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex) gibt Verhaltensempfehlungen und Anregungen für die in der RENK Gruppe anzuwendende Corporate Governance entsprechend den anerkannten Standards.

(a) Corporate Governance bei RENK

(Zugleich "Corporate Governance Bericht" von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.)

Vorstand und Aufsichtsrat von RENK haben sich eingehend mit dem Corporate Governance System und der Erfüllung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex beschäftigt. Sie sind sich bewusst, dass gute und transparente Corporate Governance, die sowohl nationalen als auch internationalen Standards folgt, für eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung von wesentlicher Bedeutung ist.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat haben gemäß § 161 Aktiengesetz im Dezember 2018 die nachfolgend wiedergegebene Entsprechenserklärung abgegeben:

"Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 24. April 2017 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 (zukunftsbezogene variable Vergütung), Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 (Offenlegung bei Wahlvorschlägen) und Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) im Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2017 entsprochen wurde und weiterhin entsprochen wird.

1.) Der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 wird insoweit nicht gefolgt, als die Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile nicht im Wesentlichen zukunftsbezogen ist. Das aktuelle Vergütungssystem basiert auf den Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015. Da der Aufsichtsrat eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen ist, als sinnvoll erachtet, ist eine Anpassung des Vergütungssystems entsprechend den Empfehlungen des aktuell gültigen Kodex in Vorbereitung.

2.) Hinsichtlich der Empfehlung in Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex zur Offenlegung bestimmter Umstände bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sind die Anforderungen des Kodex unbestimmt und in ihrer Abgrenzung unklar. Es wird daher vorsorglich insoweit eine Abweichung vom Kodex erklärt. Dessen ungeachtet wird sich der Aufsichtsrat bemühen, den Anforderungen der Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex gerecht zu werden.

3.) Der Empfehlung in Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) wird nicht gefolgt, da Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG eine über die gesetzliche Anforderung des Wertpapierhandelsgesetzes hinausgehende Verpflichtung zu Quartalsveröffentlichungen für entbehrlich halten."

Hauptversammlung

Die Hauptversammlung ist das Forum für die Aktionäre der RENK AG zur Stimmrechtsausübung, zur Informationsbeschaffung und zum Dialog mit Vorstand und Aufsichtsrat.

Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung erfolgen bei der RENK AG mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Hauptversammlung zügig, umfassend und effektiv zu informieren. Die Einberufung der Hauptversammlung wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist den Aktionären und allen sonstigen Interessierten über die Internetseite von RENK einschließlich aller Berichte und Vorlagen für die Hauptversammlung zugänglich.

Um den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung zu erleichtern, besteht neben der Möglichkeit zur Bevollmächtigung eines Kreditinstitutes, von Aktionärsvereinigungen oder anderen Personen das Angebot, einen Mitarbeiter von RENK als Stimmrechtsvertreter zu bevollmächtigen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemäß deutschem Aktienrecht hat die RENK AG eine duale Führungsstruktur mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen und sind bestrebt, den Wert des Unternehmens für die Aktionäre nachhaltig zu steigern.

Der Vorstand nimmt eigenverantwortlich geschäftsleitende und operative, der Aufsichtsrat überwachende und beratende Funktionen wahr. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat arbeiten auf Basis der maßgeblichen gesetzlichen Regelungen und der jeweiligen Geschäftsordnung. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat umfassend und zeitnah über Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung und Risikolage. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden ihm rechtzeitig vorgelegt.

Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsratsvorsitzenden außerdem unverzüglich über außerordentliche Ereignisse.

Vorstand

Der Vorstand ist das Leitungsorgan der RENK AG und besteht zum 31. Dezember 2018 aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstands führen alle Geschäfte des Unternehmens in gemeinschaftlicher Verantwortung. Bestellt wird der Vorstand durch den Aufsichtsrat. Grundlage der Vorstandsarbeit bildet eine Geschäftsordnung.

Der Vorstand bestimmt die unternehmerischen Ziele für die gesamte RENK Gruppe. Er sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien. Außerdem sorgt der Vorstand für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation. Das Risikomanagementsystem dient dem Vorstand dazu, geschäftliche und finanzielle Risiken zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung zu ergreifen.

Entsprechend den Vorgaben des Aktiengesetzes sowie der Ziffer 4.3.4 des Kodex übernehmen Vorstandsmitglieder Nebentätigkeiten nur mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Vorstandsmitglieder sind des Weiteren verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat und den anderen Mitgliedern des Vorstands unverzüglich offenzulegen. Im Berichtsjahr wurden keine Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern angezeigt. Zudem wurden im Berichtsjahr von Unternehmen in der RENK Gruppe keine Geschäfte mit Mitgliedern des Vorstands oder ihnen nahestehenden Personen getätigt.

Aufsichtsrat

Der paritätisch besetzte Aufsichtsrat ist das Überwachungs- und Beratungsorgan der RENK AG.

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 Alt. 1 und § 101 AktG i.V.m. § 1 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG aus zwölf Mitgliedern zusammen, wovon sechs Anteilseignervertreter grundsätzlich in der Hauptversammlung und sechs Arbeitnehmervertreter nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden. Seit 1. Januar 2016 ist zudem bei Neuwahlen zur Besetzung einzelner oder mehrerer Aufsichtsratssitze der gesetzlich vorgeschriebene Mindestanteil von jeweils 30 % Frauen und Männer zu beachten.

Zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der gebildeten Aufsichtsratsausschüsse sowie weiteren Einzelheiten der im Berichtsjahr eingetretenen Veränderungen wird ergänzend auf den Bericht des Aufsichtsrats und den Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

Der Aufsichtsrat der RENK AG strebt angesichts des betriebenen Unternehmensgegenstands, der Größe der Gesellschaft und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit als Ziele eine Zusammensetzung des Aufsichtsrats an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:

Mindestens ein Aufsichtsratssitz für Personen, die im besonderen Maße das Kriterium der Internationalität verkörpern.

Mindestens ein Aufsichtsratssitz auf Anteilseignerseite für Personen, die keine potenziellen Interessenkonflikte aufweisen und unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind.

Bei Wahlvorschlägen sollen in der Regel keine Personen berücksichtigt werden, die zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr vollendet haben oder dem Aufsichtsrat der Gesellschaft bereits seit mehr als 20 Jahren angehören.

Alle genannten Kriterien sind erfüllt bzw. werden beachtet.

Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats gemäß dem Kodex wird Herr Michael Behrendt angesehen.

Gemäß dem vom Aufsichtsrat erarbeiteten Kompetenzprofil soll der Aufsichtsrat der RENK AG in seiner Gesamtheit über die folgende Kompetenzen verfügen:

Vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen aus dem Unternehmen selbst.

Führungs- oder Überwachungserfahrung in anderen mittelgroßen oder großen Unternehmen.

Erfahrung in für die RENK Gruppe bedeutsamen Bereichen, wie zum Beispiel Maschinenbau und Informationstechnologie.

Sachverstand auf dem Gebiet der Finanzen.

Alle genannten Kriterien sind erfüllt bzw. werden beachtet.

Im Berichtsjahr wurden keine Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern angezeigt.

Die Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Gremien anderer Unternehmen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.

Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Vergütungssystem von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist, verwiesen.

Compliance Bericht 2018

Im Geschäftsjahr 2018 hat RENK das Compliance-Programm zu den Themen Antikorruption, Kartellrecht, Datenschutz und Geldwäsche konsequent umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.

RENK hat Compliance als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur weiter gefestigt. Das Compliance-Management-System wird auf der Basis des Compliance-Programms der MAN SE vom Compliance Officer koordiniert, geschult und kontinuierlich weiterentwickelt. Er berichtet unmittelbar an den Vorstand der RENK AG und fachlich an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Der Compliance Officer wird von einer Stellvertreterin und zwei weiteren Mitarbeiterinnen bei der Prüfung von Business Partnern unterstützt. In den Werken Rheine und Hannover unterstützen den Compliance Officer darüber hinaus sog. "Compliance Champions". Das sind Führungskräfte, die zwar keine Vollzeit-Compliance-Mitarbeiter sind, aber eine besondere Verantwortung für das Thema Compliance an den Standorten übernehmen.

Weiterhin kann der Compliance Officer auf die Ressourcen des Corporate Compliance Office der MAN SE zurückgreifen. Von hier werden insbesondere Schulungs- und Informationsmaterial sowie E-Learning-Kurse übernommen. Richtlinien werden auf die Struktur und das Geschäftsmodell von RENK hin angepasst.

Der Aufbau der Compliance-Organisation sowie die Einführung neuer Compliance-Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Vorstand und den Werksleitungen auf der Basis identifizierter Risiken. Im quartalsweise tagenden Risiko- und Compliance-Board wird über den Fortschritt der Maßnahmen informiert und es werden bei Bedarf weitere Schritte abgestimmt.

Ethische Verhaltensgrundsätze sowie Compliance-Anforderungen sind für RENK im Code of Conduct niedergelegt. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2018 überarbeitet und in modernisierter Form an alle Mitarbeiter des Unternehmens über deren Führungskräfte verteilt. Im Rahmen dieser Verteilung wurden die Mitarbeiter erinnert wie wichtig RENK ehrliches, integres und ethisch korrektes Verhalten ist. Regelungen zur Konkretisierung des Code of Conduct sind unter anderem in den folgenden Richtlinien des Compliance-Bereiches enthalten:

Richtlinie zum Umgang mit Geschenken, Bewirtungen und Einladungen,

Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern,

Richtlinie zum Umgang mit Spenden und Sponsoring-Maßnahmen,

Richtlinie zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften,

Richtlinie zur Terrorismus-, Korruptions- und Geldwäschebekämpfung,

Richtlinie zum Umgang mit personenbezogenen Daten

Neben dem Code of Conduct für die Mitarbeiter hat RENK einen Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner herausgegeben, der ethische Mindeststandards enthält, zu deren Einhaltung sich die Lieferanten und vertriebsunterstützende Geschäftspartner ("Business-Partner") von RENK verpflichten müssen.

Business-Partner werden zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen.

Der Compliance Officer stellt neuen Mitarbeitern im Rahmen ihrer Einarbeitungsphase in das Unternehmen regelmäßig die Compliance-Organisation, die Compliance-Prozesse und die Compliance-Tools vor und erläutert in diesen Einführungsveranstaltungen die diesbezüglichen Erwartungen des Unternehmens an die Mitarbeiter.

Daneben werden die Mitarbeiter weiterhin entsprechend ihrer Risikoklassifikation in verschiedenen Präsenzschulungen und E-Learning-Programmen zu Compliance-Themen sensibilisiert.

Vertriebsunterstützende Geschäftspartner werden entsprechend der Richtlinie zur Einschaltung von Business-Partnern zwingend auf ihre Integrität überprüft und einem Freigabeprozess unterworfen. Die im Berichtszeitraum durchgeführten Integritätsprüfungen und die turnusmäßig stattfindenden Nachkontrollen sind ohne Beanstandungen verlaufen.

Das elektronische Monitoring-System ("Continuous Controls Monitoring System - CCMS") zur frühzeitigen Aufdeckung von möglichen Compliance-Risiken und Richtlinienverstößen in Einkaufs- und Zahlungsprozessen wurde im Berichtszeitraum weiter an allen deutschen Standorten von RENK betrieben. Das Berichtswesen des CCMS besteht aus verschiedenen Prüfdateien. Veränderungen des Kontrollumfangs und Auffälligkeiten in den Kontrollen werden monatlich ausgewertet und in einer Besprechung mit dem Leiter IT, dem Leiter Finanzen und dem Compliance Officer bewertet und abschließend im RENK Risiko- und Compliance-Board berichtet.

Über den Compliance Officer und das MAN Compliance Helpdesk, an das sich alle Mitarbeiter mit compliance-relevanten Fragen wenden können, gingen im Berichtszeitraum für den RENK Konzern 26 bzw. für die RENK AG 25 Fragen ein (Compliance Officer (21), MAN Compliance Helpdesk (5)). Diese wurden vom Compliance Officer beantwortet und dokumentiert.

Im Berichtszeitraum wurde kein Compliance-Verstoß festgestellt.

Das von MAN betriebene Hinweisgeberportal "Speak up!" dient der Aufdeckung und Vermeidung von gefährlichen Risiken. Mittels "Speak up!" werden Hinweise entgegengenommen und bearbeitet, die sich auf schwerwiegende Compliance-Verstöße beziehen, insbesondere im Bereich der Wirtschaftskriminalität (z.B. Korruptionsstraftaten), des Kartellrechts und des Datenschutzes.

RENK Mitarbeiter und Dritte haben so neben der Direktansprache des Compliance Officers die zusätzliche Möglichkeit, vertraulich, weltweit und jederzeit Hinweise zu Compliance-Verstößen abzugeben. Compliance-Verstöße werden bei RENK unter keinen Umständen toleriert. Hinweise auf mögliche Verstöße werden eingehend untersucht, Verstöße abgestellt und im Rahmen der arbeitsrechtlich zulässigen Sanktionsmöglichkeiten geahndet; darüber hinaus werden die Erkenntnisse aus der Aufklärung der Compliance-Verstöße genutzt, um das Compliance-System kontinuierlich zu verbessern. Im Berichtsjahr gingen über das Hinweisgeberportal keine Hinweise zu Compliance-Verstößen ein.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Auf deren Grundlage wurde das etablierte System zur Sicherstellung der bereits vorher bestehenden datenschutzrechtlichen Anforderungen auf der Basis des Bundesdatenschutzgesetzes hin überprüft. In diesem Projekt wurden alle Prozesse mit personenbezogenen Daten in einer speziellen Datenschutz-Software beschrieben und bewertet. Die Umsetzungsmaßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem externen Datenschutzbeauftragten von RENK. Von diesem wurden auch die oberen Führungskräfte des Unternehmens geschult.

Transparenz

RENK veröffentlicht auf der Internetseite www.renk-ag.com unter der Rubrik "Investor Relations" einen Finanzterminkalender mit allen für die Aktionäre wichtigen Terminen. Darüber hinaus werden auf dieser Internetseite auch alle weiteren wichtigen Informationen für die Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit zum Abruf bereitgestellt, um so eine gleichzeitige und umfassende Kommunikation relevanter Informationen zu ermöglichen. Dazu gehören Geschäftsberichte und Halbjahresfinanzberichte, Pressemitteilungen sowie Einladung und Tagesordnung der Hauptversammlung einschließlich der weiteren Dokumentation, die im Zusammenhang mit der Hauptversammlung zu veröffentlichen ist.

Darüber hinaus werden auf der Homepage www.renk-ag.com unter der Rubrik "Investor Relations" unverzüglich solche Informationen zur Verfügung gestellt, die gemäß den kapitalmarktbezogenen Publizitätspflichten zu veröffentlichen sind. Hier sind insbesondere die folgenden zu nennen:

Gemäß Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) müssen Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen unter anderem den Kauf und Verkauf von RENK Aktien und Finanzinstrumenten, die sich auf RENK Aktien beziehen, dem Emittenten und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich melden. Im Geschäftsjahr 2018 wurde keine Transaktion gemeldet.

Nach Art. 17 Marktmissbrauchsverordnung sind Emittenten dazu verpflichtet, Insiderinformationen, die sie unmittelbar betreffen, so bald wie möglich zu veröffentlichen.

Nach § 40 WpHG haben Inlandsemittenten unter anderem Mitteilungen unverzüglich zu veröffentlichen, die sie in Bezug auf das Überschreiten oder Unterschreiten von Stimmrechtsanteilen an der Gesellschaft erhalten.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der jährliche Konzernabschluss der RENK Gruppe wird vom Vorstand auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und der Einzelabschluss der RENK AG gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Prüfung des Konzernabschlusses der RENK Gruppe und RENK AG erfolgt durch den Abschlussprüfer und den Aufsichtsrat.

Entsprechend der Empfehlung in Ziffer 7.1.2 Satz 2 des Kodex wird der Halbjahresfinanzbericht bei RENK vom Vorstand vor der Veröffentlichung mit dem Prüfungsausschuss erörtert. Die in Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex festgelegten Veröffentlichungsfristen für den Konzernabschluss und den Halbjahresfinanzbericht werden eingehalten.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats unterbreitet dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers der Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2018 bestellte die Hauptversammlung am 27. April 2018 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben, die dem Nachweis der Unabhängigkeit dient. Neben der Erteilung des Prüfungsauftrags durch den Aufsichtsrat und der Vereinbarung des Honorars vereinbarte der Aufsichtsrat die unverzügliche Berichterstattung durch den Abschlussprüfer an den Aufsichtsrat bei Vorliegen wesentlicher Feststellungen und Vorkommnisse bei der Durchführung der Abschlussprüfung sowie bei der Feststellung von Unrichtigkeiten in der abgegebenen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG.

(b) Sonstige Unternehmensführungspraktiken

Die RENK AG ist die konzernleitende Gesellschaft des RENK Konzerns, wobei neben der Verfolgung der operativen Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung der Gesamtstrategie und Struktur der RENK Gruppe definiert werden.

Das Ansehen von RENK und das Vertrauen unserer Kunden, Kapitalgeber, Mitarbeiter und der öffentlichen Meinung hängen entscheidend vom korrekten Verhalten aller Mitarbeiter unserer Unternehmensgruppe ab.

RENK hat deshalb den in der MAN Gruppe geltenden Code of Conduct uneingeschränkt als verbindliche Norm im Arbeitsalltag übernommen. Ein zentrales Anliegen des Code of Conduct ist es, Vorteilsgewährung und Vorteilsannahme als Mittel der unternehmerischen Zielerreichung auszuschließen. RENK besteht im Wettbewerb ausschließlich durch die Qualität und den spezifischen Kundennutzen seiner Produkte und seiner Dienstleistungen. Dies wird unseren Mitarbeitern auch durch Schulungen, vor allem aber durch vorbildliches Handeln des Managements nahegebracht. Weiterhin werden die Anforderungen des Code of Conduct in Richtlinien näher konkretisiert.

Die Wertschätzung unserer Mitarbeiter - unabhängig von Nationalität, Kultur, Religion, Geschlecht und Alter - ist der RENK Führung ein zentrales Anliegen. Wir begegnen unseren Mitarbeitern fair und offen sowie mit Verständnis und Toleranz und erwarten eben diese Haltung bei unseren Mitarbeitern im Umgang mit Kollegen, Geschäftspartnern und Dritten. Zur sozialen Verantwortung zählen wir auch vielfältige präventive Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und -organisation, die unseren Mitarbeitern bestmöglichen Schutz und ein positives Arbeitsumfeld ermöglichen. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern unternehmerisches Denken und Handeln. Im Gegenzug beteiligen wir unsere Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der RENK Unternehmensführung liegt in der Verantwortung gegenüber den Kapitalgebern, die durch entsprechende Renditeziele quantifiziert ist. Die kontinuierliche Verfolgung dieser Ziele bedingt, dass wir unsere Marktposition in den Kerngeschäften gezielt stärken. Die hierfür anwendbaren externen Wachstumsstrategien, wie z.B. Kooperationen, Joint Ventures, Unternehmenskäufe und Gründung von weltweiten Vertriebsstützpunkten, werden zusammen mit den Möglichkeiten des internen Wachstums kontinuierlich geprüft und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gezielt realisiert.

(c) Arbeitsweise und Zusammensetzung von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen

Die Zusammensetzung des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Aufsichtsratsausschüsse ist im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht.

Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf die Angaben unter (a) verwiesen.

Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse

Der Aufsichtsrat hat drei - mit jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer - paritätisch besetzte Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Ausschuss für Vorstandspersonalien und den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. Hinzu kommt der aus zwei Vertretern der Anteilseigner bestehende Nominierungsausschuss. Wesentliche Aufgabenstellung der Ausschüsse ist die Vorbereitung der Beschlussfassungen im Plenum. In einzelnen Fällen sind Entscheidungsbefugnisse bzw. Aufgaben des Aufsichtsrats auf die Ausschüsse übertragen.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, Kandidaten für Aufsichtsratsmandate zu identifizieren und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.

Der Vermittlungsausschuss nimmt die ihm nach § 27 Abs. 3 MitbestG zugewiesenen Aufgaben wahr.

Sitzungen des Prüfungsausschusses finden insbesondere im Zusammenhang mit der Bilanzaufsichtsratssitzung und dem Halbjahresfinanzbericht statt. Weitere Sitzungen des Prüfungsausschusses und der anderen Ausschüsse werden jeweils bei Bedarf anberaumt.

Zur Tätigkeit der Ausschüsse wird ergänzend auf den Bericht des Aufsichtsrats verwiesen.

(d) Zielgröße Frauenanteil

Für den Zeitraum 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2021 hat der Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Frauenanteil im Vorstand wiederum eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Für den Zeitraum 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2021 hat der Vorstand gemäß § 76 Abs. 4 AktG wiederum eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % auf der ersten bzw. 12,8 % auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands beschlossen.

(e) Angaben zur Einhaltung des Mindestanteils von Frauen und Männern im Aufsichtsrat

Gemäß § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG muss sich der Aufsichtsrat bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, zu mindestens 30 % aus Frauen und mindestens 30 % aus Männern zusammensetzen.

Bis zur Hauptversammlung der RENK AG am 27. April 2018 setzte sich der Aufsichtsrat aus zwei Frauen und zehn Männern zusammen. Die genannte Quote war damit bis zu diesem Zeitpunkt nicht erfüllt. Dies widersprach jedoch nicht der gesetzlichen Regelung, da es sich um sog. Altmandate handelte.

Im Vorfeld der Hauptversammlung 2018 hat die Anteilseignerseite der Gesamterfüllung für die in der Hauptversammlung anstehende Aufsichtsratsneuwahl widersprochen.

Somit war der Aufsichtsrat sowohl auf Anteilseignerseite als auch auf Arbeitnehmerseite jeweils mit mindestens zwei Frauen und mindestens zwei Männern zu besetzen.

Die Anteilseignervertreter wurden in der Hauptversammlung am 27. April 2018 und die Arbeitnehmervertreter nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Der neu gewählte Aufsichtsrat entspricht seit dem Ende der Hauptversammlung am 27. April 2018 den gesetzlichen Vorgaben.

(f) Diversitätskonzept für den Vorstand und Aufsichtsrat

Ziel des vom Aufsichtsrat der RENK AG beschlossenen Diversitätskonzepts für Vorstand und Aufsichtsrat ist eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf Geschlecht, Internationalität sowie unterschiedliche berufliche Hintergründe, Fachkenntnisse und Erfahrungen.

Diversitätskonzept für den Vorstand

Das Diversitätskonzept für den Vorstand setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand von 0 % gemäß § 111 Abs. 5 AktG. Der Aufsichtsrat unterstützt jedoch die Aktivitäten des Vorstands, den Frauenanteil auch auf den höchsten Führungsebenen im Unternehmen zu steigern, dies auch vor dem Hintergrund der Entwicklung potenzieller Nachfolgekandidaten für den Vorstand.

Bestellungen für Mitglieder des Vorstands sollen in der Regel ein Jahr nach Vollendung des 65. Lebensjahres enden, wobei sich dieses Alter entsprechend der Entwicklung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung erhöht und sich der Aufsichtsrat Ausnahmen im Einzelfall vorbehält.

Vorstandsmitglieder sollen über eine langjährige Führungserfahrung verfügen und möglichst Erfahrung aus unterschiedlichen Berufen mitbringen.

Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit unter anderem über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Finanzen und Personalführung verfügen.

Mit welcher Persönlichkeit eine konkrete Vorstandsposition besetzt werden soll, entscheidet der Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse und unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls.

Die Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand erfolgt im Fall einer anstehenden Neubestellung eines Vorstandsmitglieds durch Beachtung der festgelegten Vorgaben des Diversitätskonzepts bei der Auswahl geeigneter Kandidaten durch den Aufsichtsrat.

Der Vorstand erfüllt in seiner jetzigen Zusammensetzung alle Anforderungen des Diversitätskonzepts. Insbesondere verfügt der Vorstand in seiner Gesamtheit über sämtliche im Diversitätskonzept angestrebten Fachkenntnisse und Erfahrungen. Die festgelegte Altersgrenze wird beachtet.

Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat

Das Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Die festgesetzten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Das Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat.

Die Geschlechterquote von 30 %, welche für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RENK AG gemäß § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG bereits gesetzlich vorgeschrieben und dementsprechend zu beachten ist.

Die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung erfolgen unter Beachtung der gesetzlichen Regelungen und den Vorgaben des Diversitätskonzepts. Zu berücksichtigen ist, dass der Aufsichtsrat durch seine Wahlvorschläge nur Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats in Bezug auf die Anteilseignervertreter nehmen kann.

Der Aufsichtsrat der RENK AG ist entsprechend den Vorgaben des Diversitätskonzepts zusammengesetzt. Die festgesetzten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die Vorgaben des Kompetenzprofils und eine angemessene Beteiligung von Frauen mit derzeit vier weiblichen Aufsichtsratsmitgliedern wurden erreicht.

Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2018

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands

Die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder erfolgt - entsprechend den gesetzlichen Vorgaben - durch das Gesamtplenum des Aufsichtsrats.

Die Themen werden durch den vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschuss für Vorstandspersonalien (Personalausschuss) vorbereitet. Auf Vorschlag des Ausschusses wird auch die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand regelmäßig im Aufsichtsratsplenum beraten sowie - entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK, Ziffer 4.2.2) - regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Zielsetzung und Aufgabe ist die Festlegung von angemessenen Vergütungen. Kriterien hierfür bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens und der RENK Gruppe sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfeldes und der Vergütungsstruktur, die ansonsten bei RENK gilt.

Vergütungsstruktur und -bestandteile

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen Gehalts- und Sachleistungen, Versorgungsbeiträgen und aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsbezogenen, variablen Vergütungsteile berücksichtigen die individuelle Leistung, den unternehmerischen Erfolg und langfristige, strategische Ziele. Die Vergütungsstruktur und deren Bestandteile beruhen auf dem jeweils geltenden Dienstvertrag.

(a) Feste Vergütung

Die feste Vergütung wird als monatliches Gehalt geleistet. Hinzu kommen Sachbezüge, die insbesondere die Überlassung von Dienstwagen sowie die Übernahme von Versicherungsprämien umfassen. Eine Überprüfung und ggf. Anpassung der festen Vergütung erfolgt regelmäßig unter Berücksichtigung der allgemeinen Gehaltsentwicklung und des Verantwortungsbereichs des jeweiligen Vorstandsmitglieds.

(b) Variable Vergütung

Ab dem Geschäftsjahr 2016 wurde für die Vorstände der RENK AG eine neue Systematik der variablen Vergütung eingeführt. Die variable Vergütung wird auf Basis von drei gleichgewichteten Komponenten bemessen, die jeweils auf 200 % des Zielwerts begrenzt sind:

Langzeitbonus (LTI)

Unternehmensbonus (UB)

Persönlicher Leistungsbonus (PLB)

Der Langzeitbonus ist unmittelbar mit den Zielen der Strategie 2018 des Volkswagen Konzerns verknüpft und orientiert sich an den aus der Strategie abgeleiteten Erfolgskriterien. Für die Ermittlung wird ein Vierjahreszeitraum zugrunde gelegt.

Zielfelder sind:

Top-Kundenzufriedenheit (gemessen am Kundenzufriedenheitsindex)

Top-Arbeitgeber (gemessen am Mitarbeiterindex)

Absatzsteigerung (gemessen am Wachstumsindex) und

Steigerung der Rendite (gemessen am Renditeindex)

Der Kundenzufriedenheitsindex errechnet sich anhand von Indikatoren, die die Gesamtzufriedenheit der Kunden mit den ausliefernden Händlern, den Neufahrzeugen und den Servicebetrieben auf Basis des jeweiligen vorangehenden Werkstattbesuchs abbilden. Der Mitarbeiterindex wird aus den Indikatoren "Beschäftigung" und "Produktivität" sowie Beteiligungsquote und dem Ergebnis von Mitarbeiterbefragungen ermittelt. Der Wachstumsindex errechnet sich aus den Indikatoren "Auslieferung an Kunden" und "Marktanteil". Der Renditeindex ergibt sich aus der Entwicklung der Umsatzrendite und der Dividende der Stammaktie.

Die ermittelten Indizes zur Kundenzufriedenheit, zum Bereich Mitarbeiter und zur Absatzsituation werden addiert und das Ergebnis anschließend mit dem Renditeindex multipliziert. Diese Methodik stellt sicher, dass der LTI nur dann ausgezahlt wird, wenn der Gesamtkonzern auch finanziell erfolgreich ist.

Denn wird bei der Umsatzrendite der Schwellenwert von 1,5 % nicht überschritten, beträgt der Renditeindex null. Folglich liegt dann auch der Gesamtindex für das betreffende Geschäftsjahr bei null.

Die maximale Höhe des LTI ist unter Berücksichtigung des Vier-Jahres-Durchschnitts der Gesamtindizes - des Berichtsjahres und der drei vorangegangenen Geschäftsjahre - für den Sprecher des Vorstands auf 270 T€ und das zweite Mitglied des Vorstands auf 240 T€ festgelegt worden.

Der Unternehmensbonus beteiligt den Vorstand am Geschäftserfolg des RENK Konzerns. Dieser Erfolg wird am Operativen Ergebnis des RENK Konzerns gemessen. Für die Ermittlung wird ein Zweijahreszeitraum zugrunde gelegt.

Die Zielerreichung wird mittels folgender Systematik gemessen:

Der Durchschnittswert aus den Operativen Ergebnissen des RENK Konzerns der letzten beiden Geschäftsjahre (einschließlich des Geschäftsjahres der Gewährung) wird einem durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft vor Beginn des Geschäftsjahres der Gewährung festgelegten Zielwert gegenübergestellt. Der Zielwert stellt die 100%ige Zielerreichung dar. Der Zielwert wird in regelmäßigen Abständen, mindestens in einem Abstand von drei Jahren, durch den Aufsichtsrat überprüft und ggf. angepasst.

Das resultierende prozentuale Verhältnis zwischen Durchschnittswert und Zielwert ergibt den Prozentwert für die Zielerreichung, der bei 200 % des Durchschnittswerts gedeckelt ist ("Cap"). Der Aufsichtsrat hat den Zielwert auf 55 Mio € festgelegt.

Der Persönliche Leistungsbonus honoriert die individuelle Leistung im vorangegangenen Geschäftsjahr anhand der Zielerfüllung gemäß individueller Zielvereinbarung und der Leistungsbewertung. Für die Bonusfestlegung werden quantitative und qualitative Faktoren zugrunde gelegt. Die Festlegung des Persönlichen Leistungsbonus erfolgt durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft.

(c) Betriebliche Altersversorgung

Die Versorgungsansprüche der Vorstandsmitglieder umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung. Anwartschaften werden im Rahmen eines beitragsorientierten, fondsakzessorischen Versorgungssystems, dem Kapitalkontenplan, aufgebaut.

Die RENK AG leistet jährlich einen Beitrag in Höhe von 20 % der beitragsfähigen Bezüge, die der Summe der vertraglich vereinbarten festen und der variablen Vergütung entsprechen. Eigenbeiträge durch Brutto-Entgeltumwandlung sind möglich. Die geleisteten Beiträge und ihre Verzinsung werden auf individuellen Kapitalkonten kumuliert. Die Wertentwicklung des Kapitalkontos ist unmittelbar an den Kapitalmarkt geknüpft und wird durch einen Korb von Indizes und sonstiger geeigneter Parameter bestimmt. Die Anlagerisiken werden mit zunehmendem Alter sukzessive reduziert (Lifecycle-Konzept). Im Versorgungsfall wird das Guthaben auf dem Kapitalkonto, mindestens jedoch die Summe der geleisteten Beiträge, wahlweise als Einmalbetrag, als Zahlung in Raten oder verrentet ausgezahlt. Bei Invalidität oder im Todesfall wird der aufgelaufene Kontenstand, mindestens aber ein Kapital in Höhe des Vierfachen der festen Jahresvergütung ausgezahlt.

Besondere dienstvertragliche Regelungen

Im Fall einer vorzeitigen Beendigung einer Bestellung ohne wichtigen Grund und auf Veranlassung der Gesellschaft erhält das betroffene Mitglied des Vorstands die feste Vergütung, die Tantieme, die Zuschüsse zu Versicherungen sowie die Beiträge zum Versorgungssystem bis zum Ende der regulären Amtszeit, maximal aber für zwei Jahre. Einkünfte aus anderweitigen Tätigkeiten werden angerechnet.

Bei Beendigung einer Bestellung auf Veranlassung eines Mitglieds des Vorstands - dies ist unter Einhaltung einer Kündigungsfrist ohne Angabe von Gründen möglich - werden Leistungen lediglich bis zum Ablauf der Kündigungsfrist gewährt. Besondere Change-of-Control-Regelungen sind nicht vorgesehen.

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2018

Insgesamt belief sich die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 auf 1.587 T€ zzgl. 253 T€ für Altersversorgung (Vorjahr: 1.548 T€ zzgl. 196 T€ für Altersversorgung). Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form unter Angabe der erfolgsunabhängigen, erfolgsabhängigen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aus der im Konzern-Anhang abgedruckten Aufstellung, auf die verwiesen wird, sowie aus den nachstehenden Tabellen.

Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt in diesem Vergütungsbericht auf Grundlage der im DCGK empfohlenen einheitlichen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. Wesentliches Merkmal dieser Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen und des tatsächlich erfolgten Zuflusses. Bei den Zuwendungen werden die Zielwerte (Auszahlung bei 100 %) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2018 (gewährte Zuwendungen)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2018 Minimum Maximum
Festvergütung 270 270 270
Nebenleistungen 33 33 33
Summe 303 303 303
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 135 0 270
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 135 0 270
Langzeitbonus 135 0 270
Summe 405 0 810
Versorgungsaufwand 134 134 134
Gesamtvergütung 842 437 1.247
T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2018 Minimum Maximum
Festvergütung 240 240 240
Nebenleistungen 54 54 54
Summe 294 294 294
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 120 0 240
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 120 0 240
Langzeitbonus 120 0 240
Summe 360 0 720
Versorgungsaufwand 119 119 119
Gesamtvergütung 773 413 1.133

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2017 (gewährte Zuwendungen)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2017 Minimum Maximum
Festvergütung 255 255 255
Nebenleistungen 31 31 31
Summe 286 286 286
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 127 0 255
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 127 0 255
Langzeitbonus 127 0 255
Summe 382 0 764
Versorgungsaufwand 101 101 101
Gesamtvergütung 769 387 1.152
T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2017 Minimum Maximum
Festvergütung 230 230 230
Nebenleistungen 51 51 51
Summe 281 281 281
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 115 0 230
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 115 0 230
Langzeitbonus 115 0 230
Summe 345 0 690
Versorgungsaufwand 95 95 95
Gesamtvergütung 721 376 1.066

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2018 (Zuflussbetrachtung)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2018
Festvergütung 270
Nebenleistungen 33
Summe 303
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 203
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 162
Langzeitbonus 1) 159
Summe 524
Versorgungsaufwand 134
Gesamtvergütung 961

1) 2018: Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen

T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2018
Festvergütung 240
Nebenleistungen 54
Summe 294
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 180
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 144
Langzeitbonus 1) 142
Summe 466
Versorgungsaufwand 119
Gesamtvergütung 879

1) 2018: Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen

Vergütung der Vorstandsmitglieder 2017 (Zuflussbetrachtung)

T€ Florian Hofbauer
Sprecher des Vorstands
2017
Festvergütung 255
Nebenleistungen 31
Summe 286
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 194
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 173
Langzeitbonus 1) 152
Summe 519
Versorgungsaufwand 101
Gesamtvergütung 906

1) 2017: Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen

T€ Christian Hammel
Bereich Verwaltung und Produktion
2017
Festvergütung 230
Nebenleistungen 51
Summe 281
Einjährige variable Vergütung
Persönlicher Leistungsbonus 1) 173
Mehrjährige variable Vergütung
Unternehmensbonus 154
Langzeitbonus 1) 136
Summe 462
Versorgungsaufwand 95
Gesamtvergütung 838

1) 2017: Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen

Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Struktur sowie die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats werden durch die Hauptversammlung festgelegt und sind in § 12 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Die jährliche Vergütung besteht aus folgenden Bestandteilen:

Einer festen Vergütung von € 10.000.

Zusätzlichen Vergütungen für den Vorsitz bzw. stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz bzw. die Mitgliedschaft in einem Ausschuss mit Ausnahme des Vermittlungsausschusses. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden steht der zweifache, seinem Stellvertreter und dem Vorsitzenden eines Ausschusses der anderthalbfache, einem Ausschussmitglied der 1,25-fache Betrag der festen Vergütung zu. Bei Ausübung mehrerer Funktionen richtet sich die Vergütung nach der Funktion mit dem höchsten Vergütungsanspruch.

Zudem werden Auslagen der Mitglieder des Aufsichtsrats erstattet.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder 2018

Die insgesamt an die Mitglieder des Aufsichtsrats für 2018 zu zahlenden Vergütungen belaufen sich auf 95.217 € (Vorjahr: 92.341 €). Eine individualisierte Aufstellung über die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat im Jahr 2018 angehört haben, findet sich im Anhang zum Konzernabschluss

Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen erhalten.

Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 1. Januar 2018 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten keine Vergütungen.

Gesonderter Nichtfinanzieller Bericht

Die RENK Aktiengesellschaft macht von der Möglichkeit gemäß § 289b Abs. 2 HGB und gemäß § 315b Abs. 2 HGB Gebrauch, sich von der Abgabe der nichtfinanziellen Erklärung und der nichtfinanziellen Konzernerklärung zu befreien, und verweist auf den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2018, der unter der Internetseite

https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2018/Nichtfinanzieller_Bericht_2018_d.pdf in deutscher Sprache und unter

https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2018/Nonfinancial_Report_2018_e.pdf in englischer Sprache spätestens ab dem 30. April 2019 abrufbar ist.

Prognosebericht

Im Folgenden beschreiben wir die voraussichtliche Entwicklung der RENK AG und der Rahmenbedingungen ihrer Geschäftstätigkeit. Risiken und Chancen, die eine Abweichung von den prognostizierten Entwicklungen bewirken könnten, stellen wir im Risiko- und Chancenbericht dar.

Unsere Annahmen basieren auf aktuellen Einschätzungen externer Institutionen; dazu zählen Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken, multinationale Organisationen und Beratungsunternehmen.

Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2019 verlangsamen wird. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet. Wir gehen deshalb davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer eine schwächere Dynamik aufweisen werden als 2018. Die höchsten Zuwachsraten erwarten wir in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens.

Wir rechnen damit, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft auch in den Jahren 2020 bis 2023 fortsetzen wird.

In Westeuropa wird sich das Wirtschaftswachstum 2019 im Vergleich zum Berichtsjahr vermutlich verlangsamen. Große Herausforderungen stellen weiterhin die Lösung struktureller Probleme sowie die ungewissen Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU dar.

In Zentraleuropa erwarten wir 2019 niedrigere Wachstumsraten als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die wirtschaftliche Lage Osteuropas sollte sich weiter stabilisieren, sofern sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine nicht verschärft. Das Wachstum der russischen Wirtschaft wird sich voraussichtlich etwas verlangsamen.

Für die Türkei sehen wir einen weiteren Rückgang des Wachstums bei gleichzeitig hohen Inflationsraten.

Wir erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2019 weniger stark steigen wird als im Berichtsjahr. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird voraussichtlich stabil bleiben und den privaten Konsum stützen.

Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Lage in den USA im Jahr 2019 stabil bleibt. Im Vergleich zum Berichtsjahr sollte das BIP-Wachstum aber geringer ausfallen. Die brasilianische Wirtschaft wird sich aller Voraussicht nach im Jahr 2019 weiter stabilisieren und etwas stärker wachsen als im Berichtsjahr.

Die chinesische Wirtschaft wird 2019 voraussichtlich auf relativ hohem Niveau weiter wachsen, angesichts der handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA jedoch im Vergleich zu den Vorjahren weniger dynamisch. Für Indien erwarten wir eine Expansionsrate in der Größenordnung der Vorjahre.

Verhalten optimistisch blickt der Branchenverband VDMA auf das Jahr 2019. Das weltweite Wachstum im Maschinenbau wird sich fortsetzen, wenn auch mit vermindertem Tempo (+3 % nach +6 % im Jahr 2018). Der VDMA geht von einer vergleichsweise homogenen Entwicklung in den großen Maschinenbaustandorten aus. Sowohl für Deutschland isoliert betrachtet, die Europäische Union in Summe und Europa insgesamt wird ein preisbereinigtes Umsatzplus von 2 % erwartet. In gleicher Höhe fällt auch die Prognose für die USA und für Japan aus. Mit 5 % deutlich besser sollte sich der Maschinenbau am Standort China entwickeln.

Für das Geschäftsjahr 2019 plant RENK eine nochmalige leichte Steigerung des Auftragseingangs. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass erwartete Großprojekte in den Geschäftsbereichen Spezialgetriebe und Fahrzeuggetriebe realisiert werden und die Talsohle im Geschäftsbereich Standardgetriebe durchschritten ist. Umsatz, Operatives Ergebnis und Operative Rendite sollten sich 2019 jeweils in der Größenordnung des Jahres 2018 bewegen.

RENK wird auch 2019 seine langfristige Strategie weiter umsetzen. Mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten legt RENK den Grundstein, auch künftig wettbewerbsfähig und technologisch führend zu bleiben.

Schlüsselfaktor für den derzeitigen und künftigen Erfolg sind dabei die Mitarbeiter; attraktive Arbeitsplätze, permanente Fort- und Weiterbildung und persönliche Entfaltungsmöglichkeiten schaffen die Basis für motivierte und qualifizierte Mitarbeiter. Die Weiterführung des in seiner Grundausrichtung langfristig angelegten, aber auf Marktveränderungen flexibel anpassbaren Investitionsprogramms bildet eine dritte Säule der Zukunftssicherung. Auch 2019 wird hier der Standort Augsburg an zentraler Stelle stehen.

Die gesellschaftsrechtlichen Veränderungen zum 31. Dezember 2018, die zum Ausscheiden von RENK aus dem MAN Konzernverbund führten, ziehen auch organisatorische Konsequenzen nach sich. Eine Reihe von Dienstleistungen, die bisher von der MAN SE für die RENK AG erbracht wurden, werden künftig von RENK selbst - ggf. mit externer Unterstützung -erbracht werden. Dafür ist der Aufbau neuer Strukturen und Systeme, z.B. im Finanzbereich, erforderlich. In einer Übergangsphase im Jahr 2019 wird die MAN SE diese Dienstleistungen aber weiterhin für RENK gegen Entgelt zur Verfügung stellen.

Das Management von RENK erwartet für das Geschäftsjahr 2019 folgende Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen:

Im Geschäftsbereich Spezialgetriebe wird der Auftragseingang auch 2019 maßgeblich von den Bestellungen für komplexe Schiffsgetriebesätze beeinflusst werden. Auch 2019 stehen einige größervolumige Projekte zur Vergabe an. Im Geschäftsbereich insgesamt sollte deshalb der Bestelleingang noch einmal leicht über Vorjahr liegen. Entsprechendes gilt auch für den erwarteten Umsatz.

Im Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe werden für 2019 Bestellungen in annähernder Höhe des Wertes aus 2018 erwartet. Auch der Umsatz sollte sich auf Niveau des Vorjahres einstellen.

Spürbar besser als im Geschäftsjahr 2018 sollte sich der Auftragseingang im Geschäftsbereich Standardgetriebe entwickeln, vorausgesetzt die erwarteten Bestelleingänge in allen Produktbereichen, insbesondere auch im Windbereich, realisieren sich. Die Umsatzerlöse werden sich in der Größenordnung des Vorjahres bewegen.

Auch die Prognosen für die Märkte des Geschäftsbereichs Gleitlager lassen keine grundlegenden Änderungen erkennen, wir gehen von Auftragseingängen etwa auf Höhe des Vorjahres aus. Das spiegelt analog auch unsere Erwartungen für die Umsatzerlöse wider.

Nachtragsbericht

Für die Erläuterungen der Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird auf den entsprechenden Abschnitt im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

 

Augsburg, 8. Februar 2019

RENK Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Florian Hofbauer

Christian Hammel

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018

der RENK Aktiengesellschaft

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

T€ Anhang 2018 2017
Umsatzerlöse [3] 433.320 409.659
Herstellungskosten des Umsatzes -339.835 -329.243
Bruttoergebnis vom Umsatz 93.485 80.416
Vertriebskosten -30.473 -29.344
Allgemeine Verwaltungskosten -16.878 -15.501
Sonstige betriebliche Erträge [4] 10.144 13.738
Sonstige betriebliche Aufwendungen [5] -5.284 -3.172
Erträge aus Beteiligungen [6] 2.670 2.975
davon aus verbundenen Unternehmen 1.592 1.759
Zinsergebnis [7] -6.616 3.041
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [8] -16.506 -13.905
Ergebnis nach Steuern 30.542 38.248
Jahresüberschuss 30.542 38.248
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.778 7.614
Einstellung in Gewinnrücklagen -15.270 -19.124
Bilanzgewinn 27.050 26.738

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

T€ Anhang 31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.057 1.258
Sachanlagen 159.819 150.850
Finanzanlagen 21.442 21.447
Anlagevermögen [9] 182.318 173.555
Vorräte [10] 178.321 169.776
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände [11] 240.314 230.146
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten [12] 10 68
Umlaufvermögen 418.645 399.990
Rechnungsabgrenzungsposten 1.841 587
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 4.479 11.480
607.283 585.612

Passiva

T€ Anhang 31. Dez. 2018 31. Dez. 2017
Gezeichnetes Kapital 17.920 17.920
Eigene Anteile -512 -512
Ausgegebenes Kapital 17.408 17.408
Kapitalrücklage 10.669 10.669
Gewinnrücklagen 308.949 293.679
Bilanzgewinn 27.050 26.738
Eigenkapital [13] 364.076 348.494
Steuerrückstellungen 381 381
Sonstige Rückstellungen 47.693 49.758
Rückstellungen [14] 48.074 50.139
Erhaltene Anzahlungen 139.469 135.358
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.411 26.191
Sonstige Verbindlichkeiten 26.253 25.430
davon aus Steuern 1.968 1.931
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 273 272
Verbindlichkeiten [15] 195.133 186.979
607.283 585.612

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

(1) Grundlagen des Jahresabschlusses

Die RENK Aktiengesellschaft (im Folgenden RENK AG) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Augsburg (Deutschland), Gögginger Straße 73. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Augsburg unter HRB 6193 eingetragen. Die RENK AG entwickelt, produziert und vertreibt weltweit hochwertige Antriebstechnik. Sie gliedert sich in die Geschäftsbereiche Spezialgetriebe, Fahrzeuggetriebe, Standardgetriebe und Gleitlager.

Die RENK AG erstellt für den RENK Konzern, als kleinsten Konsolidierungskreis, einen Konzernabschluss, der im Bundesanzeiger offengelegt wird. Die MAN SE hat am 31. Dezember 2018 ihre Anteile in Höhe von 76 % am Kapital der RENK AG an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg, eine unmittelbare, 100%ige Tochtergesellschaft der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg (VW AG) veräußert. Die RENK AG ist damit aus dem Konzernverbund der MAN SE ausgeschieden.

Die Volkswagen Klassik GmbH macht von dem Befreiungstatbestand nach § 291 HGB Gebrauch und stellt keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht auf. Die RENK AG wird in den Konzernabschluss der VW AG, als oberstem Mutterunternehmen, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Der Jahresabschluss 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften, des Aktiengesetzes und unter Beachtung der Satzung der RENK AG aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Zur besseren Übersichtlichkeit werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Umsatzrealisierung und betriebliche Aufwendungen

Umsätze werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Produkte geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind. Skonti, Kundenboni und Rabatte schmälern die Umsatzerlöse.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige umsatzbezogene Aufwendungen im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Rückstellungen für pauschale Gewährleistung werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen beinhalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital werden, sofern einschlägig, als laufender Aufwand erfasst.

Die Abschreibung von Gebäuden erfolgt nach der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird seit dem Geschäftsjahr 2010 für Neuzugänge linear über die Nutzungsdauer, entsprechend der amtlichen Abschreibungstabelle des Bundesfinanzministeriums, insoweit sie die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer darstellt, abgeschrieben. Das bereits in Vorjahren angeschaffte bewegliche Sachanlagevermögen wird degressiv und nach den steuerlich höchstmöglichen Sätzen über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode wird beibehalten. Eine etwaige Mehrabschreibung wirkt sich nicht wesentlich aus.

Den Abschreibungen liegen in der Regel folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 10 bis 50
Grundstückseinrichtungen 5 bis 33
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 21
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Ab dem Geschäftsjahr 2010 werden selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, bei Anschaffungskosten bis 410 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 410 € auf 800 € angehoben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der beizulegende Wert dauerhaft unter den Buchwert gesunken ist. Bestehen die Gründe für dauerhafte Wertminderungen nicht mehr, so ist ergebniswirksam eine Wertaufholung zu erfassen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, sofern Wertminderungen vorliegen, bewertet. Liegen die Gründe für vorgenommene Wertminderungen nicht mehr vor, so ist eine ergebniswirksame Zuschreibung vorzunehmen. Diese Wertaufholung ist dabei maximal bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten möglich.

Ausleihungen sind zu Nennwerten oder zu niedrigeren Barwerten am Bilanzstichtag angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren realisierbaren Tageswerten bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die Rohstoffe und Handelswaren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie zur verlustfreien Bewertung von schwebenden Geschäften werden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen werden auf Forderungen gebildet, deren Ausfall droht. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche langfristige Forderungen werden abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Wertaufholungen im Bereich des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für eine in früheren Jahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten auszuweisen, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Auf Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren wieder umkehren werden, werden latente Steuern berechnet. Es wird nur ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt mit einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren zu rechnen ist. Die Gesellschaft macht vom Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern keinen Gebrauch. Die latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sind mit dem voraussichtlich geltenden Körperschaftsteuersatz und dem durchschnittlichen gewerbesteuerlichen Hebesatz der RENK AG bewertet.

Eigenkapital - eigene Anteile

Der rechnerische Wert der erworbenen eigenen Anteile wird offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem rechnerischen Wert der eigenen Anteile wird mit den freien Gewinnrücklagen verrechnet. Die übrigen Posten des Eigenkapitals werden ebenfalls zu Nennwerten bilanziert.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt.

Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und auf ihren Barwert abgezinst. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem durchschnittlichen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Pensionsrückstellungen sind um den beizulegenden Zeitwert des zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen bestehenden Vermögens vermindert. Sofern dieser Zeitwert die Pensionsverpflichtungen übersteigt, wird auf der Aktivseite ein "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Vermögens-, Ertrags- und Aufwandsverrechnung

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen und Altersteilzeit dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung saldiert und im Zinsergebnis ausgewiesen. Diese Vermögensgegenstände werden mit der jeweils zu Grunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst.

Rückstellungen, Verbindlichkeiten

Steuerrückstellungen umfassen alle ungewissen Steuerschulden der Gesellschaft, die bis zum Ablauf des Geschäftsjahres wirtschaftlich oder rechtlich entstanden sind.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für ungewisse Verbindlichkeiten und übrige geschäftsbezogene Risiken. Sie sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Verpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen Rechnung tragen. Langfristige Rückstellungen werden entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteueranteil ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wie auch auf Fremdwährung lautende MAN konzerninterne Verrechnungskonten (ICA-Konten) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die übrigen langfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente werden bei RENK zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheiten mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Erläuterungen Gewinn- und Verlustrechnung

(3) Darstellung Umsatz Umsatz nach Regionen

T€ 2018 2017
Bundesrepublik Deutschland 154.421 150.631
Übrige EU-Länder 127.453 138.275
Asien 83.542 42.029
Amerika 35.994 51.043
Sonstige europäische Länder 27.122 24.549
Afrika 4.272 2.340
Australien und Ozeanien 516 792
433.320 409.659

Umsatz nach Bereichen

T€ 2018 2017
Spezialgetriebe 141.766 136.655
Fahrzeuggetriebe 136.238 114.583
Standardgetriebe 74.356 76.135
Gleitlager 80.960 82.286
433.320 409.659

(4) Sonstige betriebliche Erträge

T€ 2018 2017
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.228 10.833
Erträge aus Währungsumrechnung 1.818 1.979
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 339 121
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen 45 65
Übrige Erträge 2.714 740
10.144 13.738

In den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sind 3.812 T€ Erträge aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen, vor allem im Segment Standardgetriebe, enthalten.

Die übrigen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie Erträge aus der vorzeitigen Vertragsauflösung mit einem Lieferanten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 5.228 T€ (Vorjahr: 9.948 T€), die im Wesentlichen auf die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entfallen.

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

T€ 2018 2017
Aufwendungen aus Währungsumrechnung -1.576 -1.358
Zuführung zu Rückstellungen -1.330 -609
Sonstige Personalaufwendungen -659 -68
Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände -355 -106
Verluste aus dem Abgang von Finanz- und Sachanlagen -11 -53
Übrige Aufwendungen -1.353 -978
-5.284 -3.172

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die Aufwendungen, die nicht den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Verwaltungs- und Vertriebskosten zugeordnet werden können. Die aperiodischen Aufwendungen belaufen sich auf 14 T€ (Vorjahr: 72 T€).

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von 343 T€ (Vorjahr: 345 T€) enthalten.

(6) Erträge aus Beteiligungen

T€ 2018 2017
Erträge aus Beteiligungen 2.670 2.975
(davon verbundene Unternehmen) (1.592) (1.759)
(davon Beteiligungen) (1.078) (1.216)

(7) Zinsergebnis

T€ 2018 2017
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37 306
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -105 -149
Aufzinsung sonstige langfristige Rückstellungen -198 -144
Finanzergebnis aus Pensionsrückstellungen/-vermögen -6.349 3.027
-6.616 3.041

Von verbundenen Unternehmen stammen 65 T€ der Zinsaufwendungen (Vorjahr: 85 T€). Im Finanzergebnis aus Pensionsrückstellungen bzw. -vermögen ist der Zinsanteil aus der Aufzinsung der langfristigen Pensionsrückstellungen in Höhe von 4.509 T€ (Vorjahr: 3.612 T€) enthalten.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

T€ 2018 2017
Ertragsteuern für das laufende Jahr -16.478 -14.792
Ertragsteuern für Vorjahre -28 887
-16.506 -13.905

Die aperiodischen Steueraufwendungen des laufenden Geschäftsjahres beziehen sich im Wesentlichen auf ausländische Ertragsteuern.

Erläuterungen Bilanzposten

(9) Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte.

In der Berichtsperiode wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.18 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.12.18 Stand 01.01.18
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.402 533 8 - 8.943 7.144
8.402 533 8 - 8.943 7.144
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 107.440 902 86 - 108.428 41.768
Technische Anlagen und Maschinen 201.650 2.239 3.933 2.993 204.829 139.550
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.593 2.808 132 682 39.851 25.432
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.917 23.243 -4.159 - 30.001 -
357.600 29.192 -8 3.675 383.109 206.750
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.149 3 - - 23.152 2.484
Beteiligungen 774 - - - 774 -
Sonstige Ausleihungen 24 - - 24 0 16
23.947 3 - 24 23.926 2.500
Anlagevermögen 389.949 29.728 0 3.699 415.978 216.394
Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
im GJ Zuschreibung Abgang Umbuchung Stand 31.12.18 Stand 31.12.18
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 742 - - - 7.886 1.057
742 - - - 7.886 1.057
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.405 - - - 44.173 64.255
Technische Anlagen und Maschinen 14.227 - 2.672 - 151.105 53.724
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.254 - 674 - 28.012 11.839
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - 30.001
19.886 - 3.346 - 223.290 159.819
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - 2.484 20.668
Beteiligungen - - - - - 774
Sonstige Ausleihungen - - 16 - 0 0
- - 16 - 2.484 21.442
Anlagevermögen 20.628 - 3.362 - 233.660 182.318
Nettobuchwerte
Stand 31.12.17
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.258
1.258
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.672
Technische Anlagen und Maschinen 62.100
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.161
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.917
150.850
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.665
Beteiligungen 774
Sonstige Ausleihungen 8
21.447
Anlagevermögen 173.555

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Landeswährung (LW) Umrechnungskurs (EUR/LW) Eigenkapital (1.000 LW) Ergebnis (1.000 LW)
RENK France S.A.S., Saint-Ouen-l'Aumône, Frankreich 100 EUR 1 21.720 1.052
RENK Corporation, Duncan, South Carolina, USA 100 USD 1,1453 12.884 1.347
RENK Test System GmbH, Augsburg 100 EUR 1 17.226 8.585
RENK Systems Corporation, Camby, Indiana, USA 100 USD 1,1453 2.141 1.319
RENK Transmisyon Sanayi A.S.,Istanbul, Türkei 1) 55 TRY 4,5324 6.539 1.720
RENK UAE LLC, Abu Dhabi, United Arab Emirates 1) 49 AED 4,4032 25.012 9.551
COFICAL RENK MANCAIS DO BRASIL LTDA, Guaramirim, Brasilien 1) 98 BRL 3,9707 21.106 1.962
RENK-MAAG GmbH, Winterthur, Schweiz 100 CHF 1,1264 17.466 1.737
RENK Shanghai Service and Commercial Co., Ltd. Shanghai, China 1) 100 CNY 7,8009 3.786 -680
RENK (UK) Ltd., London, Großbritannien (inaktiv) 100 GBP k. A. k. A. k. A.
Renk Gears Private Ltd., Bangalore/Indien 1) 100 INR 76,5670 108.000 -6.429
Renk Korea Co., Ltd., Busan/Südkorea 1) 100 KRW 1278,22 757.453 -142.547
Schelde Gears B.V. (vormals: Damen Schelde Gears B.V.), Vlissingen/Niederlande 1) 100 EUR 1 1.361 559

1) Stand 31. Dezember 2017

(10) Vorräte

T€ 31. Dez 18 31. Dez 17
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.400 22.156
Unfertige Erzeugnisse 154.711 142.936
Geleistete Anzahlungen 1.210 4.684
178.321 169.776

(11) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

T€ 31. Dez 18 31. Dez 17
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83.767 65.419
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 143.467 149.907
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (6.882) (5.730)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen in Beteiligungsverhältnis besteht 2.871 1.419
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (2.871) (1.419)
Sonstige Vermögensgegenstände 10.209 13.401
240.314 230.146

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte haben 11.242 T€ (Vorjahr: 5.371 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind die Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE in Höhe von 136.585 T€ (Vorjahr: 144.177 T€) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind im Laufe des nächsten Jahres zur Zahlung fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von 6.484 T€ (Vorjahr: 9.221 T€). Die Restlaufzeiten 2018 liegen unter einem Jahr.

(12) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die RENK AG ist im Berichtsjahr in das Cashpooling der MAN Gruppe eingebunden. Dabei werden täglich die liquiden Mittel der Konzerngesellschaften und damit auch der RENK AG bei der MAN SE zusammengeführt. Die daraus entstandenen Guthaben der RENK AG werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

(13) Eigenkapital

Das Grundkapital von 17.920 T€ ist wie im Vorjahr in 7.000.000 nennwertlose, gleichberechtigte Stückaktien eingeteilt. Sämtliche Aktien sind voll eingezahlt.

Bis zum 31. Dezember 2018 war die MAN SE, München, zu 76 % am gezeichneten Kapital der RENK AG beteiligt. Am 31. Dezember veräußerte die MAN SE alle ihre Anteile an der RENK AG an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg.

Insgesamt befinden sich am 31. Dezember 2018 unverändert zum Vorjahr, 199.903 eigene Aktien bzw. 2,86 % des Aktienkapitals im Bestand der Gesellschaft.

Diese wurden in folgenden Zeitabschnitten erworben:

Rückkauf eigener Aktien Stückzahl
November 2000 20.904
Dezember 2000 124.303
Januar 2001 7.030
November 2001 4.700
Dezember 2001 18.183
November 2002 1.228
Dezember 2002 23.555
Bestand zum 31. Dez 2018 199.903

Das Ziel des Erwerbs war im Wesentlichen, die eigenen Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses oder für den Kauf von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu verwenden. Die eigenen Anteile werden mit 512 T€ offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Erwerbsjahr Anteil am Grundkapital
in %
Anteil am Grundkapital
in T€
Anschaffungskosten
in T€
2000 2,07% 372 2.939
2001 0,43% 77 589
2002 0,35% 63 485
2,86% 512 4.013

Die Kapitalrücklage stammt ausschließlich aus Agiobeträgen im Rahmen von Kapitalerhöhungen.

Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen

T€ 2018 2017
Stand zum 01. Jan. 2018 293.679 274.555
Zuführung aus dem Jahresüberschuss 15.270 19.124
Gewinnrücklage zum 31. Dez 2018 308.949 293.679

In den Gewinnrücklagen ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Aktien in Höhe von 3.501 T€ verrechnet. Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich auf 308.949 T€ (Vorjahr: 293.679 T€). Aus dem Jahresüberschuss 2018 wurden 15.270 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 7. Mai 2019 vor, für das Geschäftsjahr 2018 unverändert zum Vorjahr eine Dividende von 2,20 € je Aktie auszuschütten. Dies entspricht bei 7.000.000 Stückaktien abzüglich der gemäß §71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Anteile (199.903 Stück) einem Betrag von 14.960.213,40 €. Erst mit Beschluss der Hauptversammlung entsteht den Aktionären ein Anspruch.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Die Differenz aus den Wertansätzen der Pensionsrückstellungen bewertet mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz und dem zur Bewertung herangezogenen 10-Jahresdurchschnittszinssatz unterliegt ggf. einer Ausschüttungssperre.

Ergibt sich aus den zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionszusagen und Altersteilzeitguthaben dienen, und den Anschaffungskosten eine Differenz, so ist diese ggf. von der Ausschüttung ausgenommen.

Gewinne dürfen nur insoweit ausgeschüttet werden, sofern die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zzgl. eines Gewinnvortrags und abzgl. eines Verlustvortrags mindestens insgesamt dem Unterschiedsbetrag zwischen den beiden Wertansätzen aus Pensionsrückstellungen und dem aktivierten Betrag abzüglich passiven latenten Steuern entspricht.

Die nachfolgende Übersicht enthält die Berechnung des Gesamtbetrags der frei verfügbaren Rücklagen sowie die Darstellung der beiden zur Ausschüttung gesperrten Beträge.

T€ 31. Dez 18 31. Dez 17
Frei verfügbare Rücklagen 1) 308.949 293.679
zzgl. Gewinnvortrag nach Ausschüttung für das Geschäftsjahr 12.089 11.778
321.038 305.457
Wertansätze Einzelsachverhalte
Wertansatz Rückstellung für Pensionen mit Durchschnittszinssatz 7 Jahre 75.878 70.304
Wertansatz Rückstellung für Pensionen mit Durchschnittszinssatz 10 Jahre 71.050 66.009
Bewertungsunterschied Pensionen gem. § 253 Abs. 6 HGB 4.827 4.295
Aktivierter Unterschiedsbetrag aus beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB 1.961 4.856
Ausschüttungsgesperrte Beträge -- --

1) Alle ausgewiesenen Gewinnrücklagen sind als frei verfügbare Rücklagen zu qualifizieren.

Weder zum 31. Dezember 2018 noch zum selben Stichtag des Vorjahres war ein zur Ausschüttung gesperrter Betrag zu berücksichtigten, da freie Rücklagen in ausreichender Höhe vorhanden waren.

(14) Rückstellungen

(a) Rückstellung für Pensionen

Die betriebliche Altersversorgung beruht im Wesentlichen auf leistungsorientierten Versorgungszusagen.

Im Rahmen der aktuellen Versorgungswerke erhalten die aktiven Mitarbeiter an ihre Bezüge gekoppelte Arbeitgeberbeiträge und haben darüber hinaus die Möglichkeit, durch im Tarifbereich arbeitgebergeförderte Entgeltumwandlungen zusätzlich Eigenvorsorge zu betreiben. Durch die arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Beitragszahlungen sowie die am Kapitalmarkt erzielten Erträge aus der Kapitalanlage wird während des aktiven Dienstes ein Versorgungskapital aufgebaut, das im Ruhestand als Einmalbetrag oder in Raten ausgezahlt wird. In bestimmten Fällen kann es auch verrentet werden. Die Anlagerisiken der Mitarbeiter werden mit zunehmendem Alter sukzessive reduziert ('Lifecycle-Konzept').

Ehemalige Mitarbeiter, Rentner oder mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschiedene Mitarbeiter haben Versorgungszusagen, die überwiegend auf die Gewährung lebenslanger Rentenzahlungen ausgerichtet sind.

Das Pensionsvermögen der RENK AG wird durch den MAN Pension Trust e.V. verwaltet. Dieses Vermögen ist unwiderruflich dem Zugriff der RENK AG entzogen und darf ausschließlich für laufende Versorgungsleistungen oder für Ansprüche der Mitarbeiter im Insolvenzfall verwendet werden.

Für die Bewertung des Anwartschaftsbarwerts wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

in % 31. Dez. 18 31. Dez. 17
Rechnungszins 3,21 3,68
Rententrend 1,50 1,50
Entgelttrend 3,50 3,60

Der durchschnittliche 7 Jahres-Durchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2018 betrug 2,32 % (Vorjahr: 2,80 %).

Für die Beendigung der Dienstverhältnisse ohne Versorgungsfall wurde eine unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt.

Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf aktuellen, landesspezifischen Richttafeln. Es wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck an MAN-spezifische Erfahrungswerte, zuletzt im Jahr 2017, angepasst und stellen somit die Sterblichkeit in der Gesellschaft besser dar, als die im Geschäftsjahr veröffentlichten aktualisierten Sterbetafeln RT2018G.

Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Pensionsvermögens

Entwicklung der Verpflichtung
in T€
2018 2017
Verpflichtungswert zum 01. Jan 2018 -66.009 -60.389
Übertragung Pensionsverpflichtung auf MAN Pensionsfonds AG - -
Zinszuführung -4.509 -3.612
Zuführung Personalaufwand -1.263 -4.930
Sonstige Veränderungen -76 -15
Zahlungen / Arbeitnehmer-Beiträge 807 2.937
Pensionsverpflichtungswert 31. Dez 18 -71.050 -66.009
Entwicklung des Pensionsvermögens
in T€
2018 2017
Pensionsvermögen zum 01. Jan 2018 77.489 71.072
Erträge aus dem Pensionsvermögen realisiert 1.054 3.483
Sonstige Veränderungen 76 15
Pensionszahlungen -196 -237
Beitrag zum Pensionsvermögen - -
Wertänderung aus Marktbewertung -2.894 3.156
Marktwert Pensionsvermögen zum 31. Dez 2018 75.529 77.489
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 31. Dez 2018 4.479 11.480

Im Geschäftsjahr 2018 wurden wie im Vorjahr keine Verpflichtungen aus Pensionen von im Ruhestand befindlichen Mitarbeitern der RENK AG an die MAN Pensionsfonds AG übertragen.

Die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen 1.840 T€ (Vorjahr: Erträge 6.639 T€) wurden mit den Zinszuführungen zu den Pensionsverpflichtungen 4.509 T€ (Vorjahr: 3.612 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zusammengefasst. Der sich ergebende Saldo von 6.349 T€ (Vorjahr: Ertrag 3.027 T€) ist im Zinsergebnis unter der Position "Zinsergebnis aus Pensionsrückstellungen" enthalten.

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen bestimmt. Die Anschaffungskosten des Pensionsvermögens beliefen sich auf 73.568 T€ (Vorjahr: 72.633 T€). Die Wertänderung aufgrund der Marktbewertung beträgt: -2.894 T€ (Vorjahr: 3.156 T€).

Im Geschäftsjahr ist ein Fehlbetrag aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen der MAN Pensionsfonds AG nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB in Höhe von 2.380 T€ auszuweisen. Im Vorjahr war kein Fehlbetrag auszuweisen. Für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen der MAN Pensionsfonds AG gelten die selben Bewertungsmethoden, wie für die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen der RENK AG.

(b) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 24.829 T€ (Vorjahr: 28.979 T€), für personalbezogene Maßnahmen, darin enthalten vor allem die geplanten Ausgaben für personalbezogene Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Standardgetriebe in Höhe von 2.891 T€ (Vorjahr: 3.119 T€), und für noch zu erbringende Leistungen in Bezug auf abgerechnete Aufträge mit 4.826 T€ (Vorjahr: 5.258 T€).

Zusätzlich sind Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für Jubiläen, Sterbegeld und Altersteilzeit enthalten. Die Bewertungsparameter der Pensionen gelten für die Jubiläumsrückstellungen und dienstzeitbedingten Ausgleichsleistungen entsprechend.

Bei der Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit wurden folgende Parameter angewendet:

in % 31. Dez. 18 31. Dez. 17
Rechnungszins 0,82 1,26
Entgelttrend 3,50 3,70

Die Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 5.849 T€ (Vorjahr: 6.850 T€) wurde mit den Guthaben aus Insolvenzsicherung Altersteilzeit in Höhe von 3.453 T€ (Vorjahr: 3.513 T€) saldiert. Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Altersteilzeitguthabens wird mit Marktpreisen bewertet. Die Änderung aufgrund der Marktbewertung beläuft sich auf -140 T€ (Vorjahr: -79 T€). Die Anschaffungskosten des Guthabens aus der Insolvenzsicherung Altersteilzeit beträgt unverändert zum Vorjahr rund 3.592 T€.

(15) Verbindlichkeiten

T€ Restlaufzeit
bis 1 Jahr >1 Jahr davon >5 Jahre 31. Dez. 18 31. Dez. 17
Erhaltene Anzahlungen 57.476 80.962 1.031 139.469 135.358
(davon verbundene Unternehmen) (742) - - (742) (662)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.411 - 29.411 26.191
(davon verbundene Unternehmen) (1.676) - - (1.676) (776)
Sonstige Verbindlichkeiten 26.202 51 - 26.253 25.430
(davon aus Steuern) (1.968) - - (1.968) (1.931)
(davon aus dem Personalbereich) (23.395) (51) - (23.446) (22.412)
113.089 81.013 1.031 195.133 186.979

Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr 82.044 T€. Sie verteilen sich auf die Erhaltenen Anzahlungen mit 81.993 T€ sowie auf die sonstigen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich mit 51 T€.

Von den erhaltenen Anzahlungen hatten im Vorjahr 64.750 T€, von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.042 T€ und von den sonstigen Verbindlichkeiten 25.354 T€ eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Erhaltene Anzahlungen werden im Regelfall durch Bankbürgschaften abgesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 23.446 T€ (Vorjahr: 22.412 T€). Diese betreffen die am Bilanzstichtag noch nicht fälligen Löhne, die Abgaben zur sozialen Sicherheit in Höhe von 273 T€ (Vorjahr: 272 T€) sowie die Personalverbindlichkeiten für Zeitguthaben, noch nicht genommene Urlaubstage und Jahressonderzahlungen.

Sonstige Angaben zum Jahresabschluss

(16) Haftungsverhältnisse

T€ 31. Dez. 18 31. Dez. 17
Verpflichtungen aus Bürgschaften 12.517 8.689

Die Haftungsverhältnisse bestehen 2018 wie im Vorjahr fast ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die RENK AG hat für die RENK Test System GmbH, die RENK-MAAG GmbH und RENK France S.A.S. Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsgarantien gegenüber Dritten übernommen.

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten von RENK Tochtergesellschaften aus deren Geschäftsbeziehungen mit der MAN SE hat die RENK AG unbefristete Zahlungsgarantien zugunsten der MAN SE abgegeben.

Aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre gehen wir von keiner Inanspruchnahme aus.

Die RENK AG hat in den Geschäftsjahren 2007, 2009, 2014 und 2016 Pensionsrückstellungen für Leistungsempfänger auf die MAN Pensionsfonds AG übertragen und vollständig ausfinanziert. Die RENK AG haftet weiterhin als Ausfallschuldner.

(17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Die künftigen Miet-, Pacht- und Leasingzahlungen haben bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge folgende Fälligkeiten:

T€ 31. Dez. 18 31. Dez. 17
Fällig innerhalb eines Jahres 478 968
Fällig nach mehr als einem bis zu fünf Jahren 224 479
702 1.447

Die finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 85 T€ (Vorjahr: 143 T€).

Das Bestellobligo für Sachanlagen beläuft sich auf 14.668 T€ (Vorjahr: 2.209 T€). Davon an verbundene Unternehmen 3.154 T€ (Vorjahr: 56 T€).

(18) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nach dem Gesamtkostenverfahren sind folgende Material- und Personalaufwendungen entstanden:

Materialaufwand

T€ 2018 2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 140.586 133.222
Aufwendungen für bezogene Leistungen 52.513 49.556
193.099 182.778

Personalaufwand

T€ 2018 2017
Löhne und Gehälter 131.014 121.483
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 23.987 26.147
155.001 147.630

Die Aufwendungen für Altersversorgung ohne den Zinsanteil für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen belaufen sich auf 1.507 T€ (Vorjahr: 4.983 T€).

Im Jahresdurchschnitt waren 1.855 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.828 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 1.043 (Vorjahr: 1.048) direkt bzw. 812 (Vorjahr: 780) indirekt produktiv.

(19) Latente Steuern

Der maßgebliche Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt unverändert zum Vorjahr 32,01 %.

Passive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze wurden mit aktiven latenten Steuern auf die abweichenden Wertansätze verrechnet. Passive latente Steuern entfallen hauptsächlich auf sonstige Vermögensgegenstände, während aktive latente Steuern sich insbesondere bei den Pensionsrückstellungen sowie den lang- und kurzfristigen Rückstellungen ergeben. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

(20) Derivative Finanzinstrumente

Aus der normalen Geschäftstätigkeit entstehen der RENK AG Währungsrisiken vor allem in USD, JPY, GBP und CNY, die zu marktgerechten Konditionen über das Konzern-Treasury der MAN SE gesichert werden. Es handelt sich hier um Devisentermin- oder -optionsgeschäfte.

Am Bilanzstichtag bestanden Währungssicherungen in folgendem Umfang:

T€ 31. Dez. 18 31. Dez. 17
Nominalvolumen
Devisenverkäufe 60.251 25.130
Marktwerte
Devisenverkäufe neg. Marktwert -1.309 -35
Devisenverkäufe pos. Marktwert 3 612

Der Marktwert von Devisentermin- bzw. -optionsgeschäften errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden, von anerkannten Marktdatenanbietern bezogenen Devisenterminkursen, im Vergleich zu den kontrahierten Devisenterminkursen und der Diskontfaktoren für die jeweiligen Restlaufzeiten der Derivate.

Zum 31. Dezember 2018 sind keine Bewertungseinheiten für Grund- und Sicherungsgeschäfte gebildet. Für die zuvor dargestellten negativen Marktwerte wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von insgesamt 1.306 T€ (Vorjahr: 35 T€) gebildet.

Es gab keine Devisenoptionsgeschäfte im Jahr 2018 (Vorjahr: 139 T€).

(21) Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der RENK AG enthalten, auf die gemäß § 285 Nr. 17 HGB verwiesen wird. Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der RENK AG und Ihrer Tochterunternehmen. In den anderen Bestätigungsleistungen sind im Wesentlichen Bescheinigungsleistungen im IT-Systemumfeld enthalten.

(22) Beteiligungen an der RENK AG

Am 4. Januar 2019 wurde der RENK AG von den kontrollierenden Gesellschaftern der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass mit Wirkung zum 31. Dezember 2018, 24.00 Uhr der 76%ige Anteil der Stimmrechte (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) an der RENK AG von der MAN SE, München an die Volkswagen Klassik GmbH, Wolfsburg (eine 100%ige Tochtergesellschaft der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg) im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung übertragen wurde.

Sämtliche der vorgenannten 5.320.000 Stimmrechte werden der Volkswagen Aktiengesellschaft, der Porsche Automobil Holding SE sowie deren kontrollierenden Gesellschaftern nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Volkswagen Klassik GmbH zugerechnet.

Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte oder die relevanten Schwellen des WpHG überschreiten, wurden der RENK AG weder gemeldet, noch sind sie ihr bekannt.

(23) Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben gemäß § 161 Aktiengesetz im Dezember 2018 die nachfolgend wiedergegebene Entsprechenserklärung abgegeben:

"Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 24. April 2017 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 (zukunftsbezogene variable Vergütung), Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 (Offenlegung bei Wahlvorschlägen) und Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) im Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2017 entsprochen wurde und weiterhin entsprochen wird.

1.) Der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 wird insoweit nicht gefolgt, als die Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile nicht im Wesentlichen zukunftsbezogen ist. Das aktuelle Vergütungssystem basiert auf den Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015. Da der Aufsichtsrat eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen ist, als sinnvoll erachtet, ist eine Anpassung des Vergütungssystems entsprechend den Empfehlungen des aktuell gültigen Kodex in Vorbereitung.

2.) Hinsichtlich der Empfehlung in Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex zur Offenlegung bestimmter Umstände bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sind die Anforderungen des Kodex unbestimmt und in ihrer Abgrenzung unklar. Es wird daher vorsorglich insoweit eine Abweichung vom Kodex erklärt. Dessen ungeachtet wird sich der Aufsichtsrat bemühen, den Anforderungen der Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex gerecht zu werden.

3.) Der Empfehlung in Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) wird nicht gefolgt, da Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG eine über die gesetzliche Anforderung des Wertpapierhandelsgesetzes hinausgehende Verpflichtung zu Quartalsveröffentlichungen für entbehrlich halten."

(24) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die RENK AG hat im Januar 2019 einen Kaufvertrag zum Erwerb einer Unternehmensgruppe unterzeichnet. Der Kaufpreis wird sich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Die Umsetzung des Kaufvertrags und Zahlung des Kaufpreises hängt von einer Reihe von Bedingungen, u.a. behördlichen Genehmigungen, ab. Mit der Erteilung der Zustimmungen wird im Laufe des 1. Halbjahres 2019 gerechnet. Die zu erwerbende Unternehmensgruppe stellt komplementäre Produkte zum Geschäftsbereich Fahrzeuggetriebe her.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten.

(25) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung der Vorstände der RENK Aktiengesellschaft setzt sich aus einer festen Vergütung und einer variablen Vergütung zusammen (siehe Vergütungsbericht). Ferner erhalten Vorstände eine Altersversorgungszusage.

Die individualisierten Bezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands für 2018 (2017) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

T€ Florian Hofbauer Christian Hammel Gesamt
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Feste Vergütung 1) 303 286 294 281 597 567
Variable Vergütung 2) 524 519 466 462 989 981
Versorgungsaufwand 134 101 119 95 253 196
Gesamt 961 906 879 838 1.840 1.744
Barwert der Versorgungsverpflichtung 2.406 2.315 424 324 2.830 2.639.319

1) Erfolgsunabhängiger Vergütungsbestandteil inklusive Nebenleistungen
2) Erfolgsbezogener Vergütungsbestandteil: 2018 - Angaben gemäß aktuell vorliegender Kennzahlen

2017 - Angaben gemäß endgültiger Kennzahlen

Nachverrechnungen auf die Tantiemen in der variablen Vergütung waren weder 2018 noch im Vorjahr zu erfassen.

Der ausgewiesene Versorgungsaufwand enthält ausschließlich den im Geschäftsjahr angefallenen Dienstzeitaufwand.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Vorjahr Versorgungsbezüge ausgezahlt noch Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gebildet.

Die Mitglieder des Vorstands einschließlich ihrer Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien sind im Abschnitt "Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands und deren Mandate" angegeben.

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats sind in der Satzung geregelt. Sie sieht eine feste Vergütung in Höhe von 10.000 € vor. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält den zweifachen, sein Stellvertreter und der Vorsitzende eines Ausschusses den anderthalbfachen, ein Ausschussmitglied den 1,25-fachen Betrag der festen Vergütung. Vorsitz und Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss werden nicht gesondert vergütet. Bei Ausübung mehrerer Funktionen richtet sich die Vergütung nach der Funktion mit dem höchsten Vergütungsanspruch.

Daneben werden die entstehenden Auslagen erstattet.

Vergütung des Aufsichtsrats in €

Name Zeitraum Zugehörigkeit Gesamt
Dr. Ingrun-Ulla Bartölke ganzjährig -
Roberto Armellini * ganzjährig 15.000
Michael Behrendt ganzjährig 15.000
Hardy Brennecke ganzjährig -
Joachim Drees ganzjährig 12.500
Lothar Evers * ab 27.04. 6.778
Rainer Handschuh * bis 27.04. 4.063
Christiane Hesse ganzjährig -
Frank Hoffmann bis 27.04. -
Thorsten Jablonski ganzjährig -
Adela Lieb ab 27.04. 6.778
Klaus Refle * ab 27.04. 8.472
Karina Schnur * ab 27.04. 8.472
Mario Sommer * ab 27.04. 6.778
Herbert Surmann * bis 27.04. 4.063
Walter Vogt * bis 27.04. 4.063
Ingo Weidner * bis 27.04. 3.250
Gesamt 2018 95.217
Gesamt 2017 92.341

* Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Aufsichtsratsvergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.

Die bei RENK angestellten Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats erhalten darüber hinaus ihre marktübliche Mitarbeitervergütung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats einschließlich ihrer Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien sind im entsprechenden Abschnitt angegeben.

Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der RENK AG nach § 33 WpHG

1. Herr Dr. Hans Michel Piëch hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 4. Januar 2019 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft, Augsburg, Deutschland am 31. Dezember 2018 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 76,00% (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) betragen hat:

Herrn Dr. Hans Michel Piech sind 76,00% der Stimmrechte (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die ihm zugerechneten Stimmrechte werden dabei jeweils über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Dr. Hans Michel Piech GmbH

HMP Vermögensverwaltung GmbH

Porsche Automobil Holding SE

VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Volkswagen Klassik GmbH

2 Herr Mag. Josef Ahorner hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 4. Januar 2019 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft, Augsburg, Deutschland am 31. Dezember 2018 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 76,00% (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) betragen hat.

Herrn Mag. Josef Ahorner sind 76,00% der Stimmrechte (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die ihm zugerechneten Stimmrechte werden dabei jeweils über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Ahorner Holding GmbH

Ahorner GmbH

Porsche Automobil Holding SE

VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Volkswagen Klassik GmbH

3. Folgende Personen haben uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 4. Januar 2019 jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft, Augsburg, Deutschland am 31. Dezember 2018 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag jeweils 76,00% (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) betragen hat:

Dr. Wolfgang Porsche

Dr. Dr. Christian Porsche

Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder

Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche

Felix Alexander Porsche

Gerhard Anton Porsche

Dr. Ferdinand Oliver Porsche

Mag. Mark Philipp Porsche

Kai Alexander Porsche

Dr. Geraldine Porsche

Ing. Hans-Peter Porsche

Peter Daniell Porsche

Dr. Louise Kiesling

Diana Porsche

Jedem der vorgenannten Mitteilenden sind jeweils 76,00% der Stimmrechte (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die ihnen zugerechneten Stimmrechte werden dabei jeweils über folgende von ihnen kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Felix Alexander Porsche, Gerhard Anton Porsche, Dr. Ferdinand Oliver Porsche, Mag. Mark Philipp Porsche, Kai Alexander Porsche, Dr. Geraldine Porsche, Ing. Hans-Peter Porsche, Peter Daniell Porsche, Dr. Louise Kiesling, Diana Porsche

Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung

Ferdinand Porsche Familien-Holding GmbH

Ferdinand Alexander Porsche GmbH

Familie Porsche Beteiligung GmbH

Porsche Automobil Holding SE

VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Volkswagen Klassik GmbH

Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Felix Alexander Porsche

Familie WP Holding GmbH

Dr. Wolfgang Porsche Holding GmbH

Ferdinand Alexander Porsche GmbH

Familie Porsche Beteiligung GmbH

Porsche Automobil Holding SE

VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Volkswagen Klassik GmbH

4. Die Porsche Piech Holding GmbH, Salzburg, Österreich, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 4. Januar 2019 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft, Augsburg, Deutschland am 31. Dezember 2018 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 76,00% (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) betragen hat.

Der Porsche Piech Holding GmbH sind 76,00% der Stimmrechte (das entspricht 5.320.000 Stimmrechten) gemäß § 34 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die ihr zugerechneten Stimmrechte werden dabei jeweils über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der RENK Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Porsche Gesellschaft m.b.H.

Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Porsche Automobil Holding SE

VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Volkswagen Klassik GmbH

Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands und deren Mandate

(26) Aufsichtsrat

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke

Wolfsburg

Vorsitzende des Aufsichtsrats

Leiterin Konzernrechnungswesen und externe Berichterstattung der Volkswagen Aktiengesellschaft

Volkswagen Bank GmbH 2)

SEAT S.A., Spanien 4)

Roberto Armellini *)

Augsburg

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Geschäftsführer der IG Metall Augsburg

VALEO Schalter und Sensoren GmbH (stellv. Vors.) 1)

AGCO Fendt GmbH 1)

Michael Behrendt

Hamburg

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hapag-Lloyd AG

Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG (stellv. Vors.) 1)

Barmenia Krankenversicherung a. G. (stellv. Vors.) 1)

Barmenia Lebensversicherung a. G. (stellv. Vors.) 1)

Esso Deutschland GmbH 1)

ExxonMobil C. E. Holding GmbH 1)

Hapag-Lloyd AG (Vors.) 1)

MAN Energy Solutions SE 1)

MAN SE 1)

MAN Truck & Bus AG 1)

Hardy Brennecke

Wolfenbüttel

Leiter des Vorstandsbüros für den Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge der Volkswagen Aktiengesellschaft

Generalsekretär der TRATON AG

Joachim Drees

Stuttgart

Mitglied des Vorstands der TRATON AG

Vorsitzender des Vorstands der MAN SE

Vorsitzender des Vorstands der MAN Truck & Bus AG

Veritas AG 1)

Volkswagen Financial Services AG 1)

MAN Energy Solutions SE 2)

Sinotruk (Hong Kong) Ltd., China 3)

Lothar Evers *)

Rheine

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Rheine

Rainer Handschuh *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Ehemaliger Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der RENK AG

Ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Augsburg und der RENK Test System GmbH

Christiane Hesse

Wunstorf

Mitglied des Vorstands (Personal und Organisation) der Volkswagen Financial Services AG

EURO-Leasing GmbH 4)

MAN Financial Services GmbH 4)

MAN Financial Services (SA) (RF) (Pty) Ltd., Südafrika (Vors.) 4)

VDF Faktoring A.S., Türkei (Vors.) 4)

VDF Filo Kiralama A.S., Türkei (Vors.) 4)

VDF Servis ve Ticaret A.S., Türkei (Vors.) 4)

VDF Sigorta Aracilik Hizmetleri A.S., Türkei (Vors.) 4)

Volkswagen Doğuş Finansman A.S., Türkei (Vors.) 4)

Volkswagen Financial Services Digital Solutions GmbH 4)

Volkswagen Financial Services South Africa (Pty) Ltd., Südafrika (Vors.) 4)

Frank Hoffmann *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Bereichsleiter Fahrzeuggetriebe der RENK AG, Augsburg

Thorsten Jablonski

Ilsede

Leiter Geschäftsfeld Getriebe und E-Antrieb der Volkswagen Aktiengesellschaft

Volkswagen Automatic Transmission (Dalian) Co., Ltd., China (Vors.) 4)

Volkswagen Automatic Transmission (Tianjin) Co., Ltd., China 4)

Volkswagen Transmission (Shanghai) Company Ltd., China 4)

Adela Lieb *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Gesamtleitung kaufmännische Verwaltung, Finanzen und Controlling der RENK Test System GmbH

Klaus Refle *)

Bobingen

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RENK AG, Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Augsburg und der RENK Test System GmbH

Karina Schnur *)

Reichertshofen

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Generalsekretärin der Mitbestimmung der MAN Truck & Bus AG

MAN Energy Solutions SE 1)

MAN SE 1)

MAN Truck & Bus AG 1)

MAN Truck & Bus Deutschland GmbH 1)

Mario Sommer *)

Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27.04.2018

Prozessplaner kubische Teilefertigung im Bereich Fahrzeuggetriebe der RENK AG

Herbert Surmann *)

Rheine

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der RENK AG, Werk Rheine

Walter Vogt *)

Eltville

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Gewerkschaftssekretär beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/M.

Baugenossenschaft Darmstadt eG 1)

IBM Deutschland GmbH 1)

Mercedes-Benz Bank AG 1)

Ingo Weidner *)

Hannover

Mitglied des Aufsichtsrats bis 27.04.2018

Mitglied des Betriebsratsrats der RENK AG, Werk Hannover

Stand 31.12.2018 oder Datum des Ausscheidens (falls früher)

*) von der Belegschaft gewählt
1) Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
2) Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (Konzernmandate)
3) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
4) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (Konzernmandate)

(27) Ausschüsse des Aufsichtsrats

Ausschuss für Vorstandspersonalien

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke (Vors.)

Roberto Armellini (stellv. Vors.)

Joachim Drees

Klaus Refle

Nominierungsausschuss

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke

Joachim Drees

Vermittlungsausschuss

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke (Vors.)

Roberto Armellini (stellv. Vors.)

Joachim Drees

Klaus Refle

Prüfungsausschuss

Michael Behrendt (Vors.)

Klaus Refle (stellv. Vors.)

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke

Karina Schnur

(28) Vorstand

Dipl.-Ing. (FH) Florian Hofbauer

Landsberg

Sprecher

Technik und Vertrieb

RENK Shanghai Service and Commercial Co., Ltd., China 4)

Dipl.-Kfm. (Univ.) Christian Hammel

München

Verwaltung und Produktion

RENK Gears Private Ltd., Indien 4)

RENK Korea Co. Ltd., Korea 4)

 

Augsburg, 8. Februar 2019

RENK Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Florian Hofbauer

Christian Hammel

1) Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
2) Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (Konzernmandate)
3) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
4) Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (Konzernmandate)

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RENK Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Augsburg, 8. Februar 2019

RENK Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Florian Hofbauer

Christian Hammel

Bestätigungsvermerk Einzelabschluss

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Renk Aktiengesellschaft, Augsburg

VERMERK UBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg, - bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und der Bilanz zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Renk Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Bestand und Bewertung des Vorratsvermögens

(2) Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Bestand und Bewertung des Vorratsvermögens

(1) Im Jahresabschluss der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg, werden unter dem Bilanzposten "Vorräte" Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 22 Mio., Unfertige Erzeugnisse sowie Unfertige Leistungen in Höhe von EUR 155 Mio. sowie Geleistete Anzahlungen in Höhe von EUR 1 Mio. ausgewiesen. Aus unserer Sicht ist dieser Bilanzposten von besonderer Bedeutung, da er betragsmäßig bedeutsam ist und die Bewertung der Vorräte in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter basiert. Für die Bestandsführung der unfertigen Erzeugnisse ist darüber hinaus die Zuverlässigkeit der implementierten Prozesse und Kontrollen eine wesentliche Voraussetzung.

(2) Unter Berücksichtigung der Kenntnis, dass aufgrund der Komplexität des Vorratsvermögens hinsichtlich Bestand und Bewertung ein erhöhtes Risiko in der Rechnungslegung besteht, haben wir die vom Unternehmen eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Bestandsführung und Bewertung beurteilt. Unser konkretes Prüfungsvorgehen beinhaltete die Prüfung von Kontrollen und substanzielle Prüfungshandlungen, vor allem:

Beobachtung der Inventuren an mehreren Standorten

Prüfung der Bewertung der Vorräte

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend begründet und dokumentiert sind.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zum Vorratsvermögen sind in den Abschnitten (2) und (10) des Anhangs enthalten.

(2) Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Absatzgeschäft

(1) Im Jahresabschluss der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg, werden unter dem Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" Rückstellungen aus Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft in Höhe von EUR 25 Mio. ausgewiesen. Diese Verpflichtungen bestehen für gesetzliche und vertragliche Garantieverpflichtungen gegenüber Kunden. Die Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen beziehungsweise des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs ermittelt. Dazu sind Annahmen über Art und Umfang künftiger Garantiefälle zu treffen. Diesen Annahmen liegen qualifizierte Schätzungen zugrunde.

Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.

(2) Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Jahresergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem durch den Vergleich dieser Werte mit Vergangenheitswerten und anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Das Berechnungsschema der Rückstellungen haben wir anhand der eingehenden Bewertungsparameter insgesamt nachvollzogen sowie die geplante zeitliche Inanspruchnahme der Rückstellungen gewürdigt.

Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen aus Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft zu rechtfertigen.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den sonstigen Rückstellungen sind in den Abschnitten (2) und (14 b) des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB

den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2010 als Abschlussprüfer der Renk Aktiengesellschaft, Augsburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Holger Graßnick.

 

München, den 8. Februar 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Postenrieder, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2018 laufend und eingehend mit der Lage und Entwicklung des Unternehmens und nahm die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben regelmäßig und sorgfältig wahr. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Tätigkeit überwacht.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah durch ausführliche schriftliche und mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung, relevante Geschäftsereignisse sowie die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Darüber hinaus umfasste die Berichterstattung an den Aufsichtsrat die Unternehmensplanung inklusive davon abweichender Entwicklungen und deren Ursachen, die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Risikolage sowie Inhalt und Ausgestaltung des Risikomanagementsystems. Der Aufsichtsrat vergewisserte sich im Rahmen seiner Überwachungspflichten, dass der Vorstand ein wirkungsvolles und leistungsfähiges Compliance-System für den RENK Konzern installiert hat und ließ sich über durchgeführte Maßnahmen in diesem Feld berichten.

In allen Fragen und Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat beratend eingebunden. Zudem beriet ich mich in regelmäßigen Gesprächen mit den Mitgliedern des Vorstands auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen über unternehmensrelevante Fragen und Themenstellungen, unter anderem über die Geschäftsentwicklung und strategische Vorhaben.

Im Geschäftsjahr 2018 trat der Aufsichtsrat zu sechs Sitzungen zusammen; die durchschnittliche Präsenzquote lag bei 97,22 %. Eine Sitzung wurde telefonisch abgehalten.

Im Geschäftsjahr 2018 hat kein Mitglied des Aufsichtsrats nur an der Hälfte oder weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen er angehört, teilgenommen.

Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat drei - mit jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer - paritätisch besetzte Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Ausschuss für Vorstandspersonalien und den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. Hinzu kommt der ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner bestehende Nominierungsausschuss.

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 vier Mal, davon einmal telefonisch.

Er befasste sich eingehend mit Fragen der Rechnungslegung und mit dem Jahresabschluss der RENK AG, dem Konzernabschluss, den Lageberichten, dem Abhängigkeitsbericht und den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers. Außerdem erörterte der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand den Halbjahresfinanzbericht 2018 vor dessen Veröffentlichung. Weitere Themen im Prüfungsausschuss waren die Erörterung des Auftrages an den Abschlussprüfer zur Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2018 sowie die Schwerpunkte der Prüfung. Zusätzliches wesentliches Thema war Ausschreibung und Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats zur Neuvergabe des Abschlussprüfermandates ab dem Geschäftsjahr 2020. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems und des internen Risikomanagementsystems. Auch beriet der Prüfungsausschuss über das interne Revisionssystem sowie Themen der Compliance. Ferner befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Aktualisierung seiner Leitlinien für Abschlussprüferleistungen.

Der Ausschuss für Vorstandspersonalien hat im Berichtsjahr zwei Mal getagt. Seine Aufgabe war es insbesondere, Beschlüsse des Aufsichtsrats zur Vorstandsvergütung vorzubereiten.

Der Vermittlungsausschuss musste im Geschäftsjahr 2018 nicht einberufen werden. Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr einmal getagt.

Themen im Aufsichtsrat

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Aufsichtsrat waren unter anderem die Geschäftsentwicklung des RENK Konzerns und strategische Themen. Darüber hinaus wurde in den Sitzungen des Aufsichtsrats über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.

Am 26. Februar 2018 befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit dem Konzernabschluss 2017 und dem Jahresabschluss 2017 der RENK AG, den jeweils zugehörigen Lageberichten sowie dem Abhängigkeitsbericht; außerdem hat der Abschlussprüfer seine Prüfungsberichte vorgelegt und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen berichtet. Zu den weiteren Themen dieser Sitzung zählte die Abstimmung der Tagesordnung und der Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2018. Ferner hat der Aufsichtsrat den in dieser Sitzung vorgestellten Werten zur variablen Vergütung der Vorstände für das Geschäftsjahr 2017 zugestimmt.

Am 28. März 2018 fand eine telefonische Sitzung des Aufsichtsrats zu strategischen Optionen des Geschäftsfelds Standardgetriebe statt.

Vor der Hauptversammlung am 27. April 2018 fand eine weitere Sitzung des Aufsichtsrats statt. In dieser Sitzung wurde unter anderem die Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) - vorbehaltlich der Wahl von PwC zum Abschlussprüfer durch die Hauptversammlung - beschlossen. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Vorstandsvergütung beschäftigt sowie eine Anpassung der Grundvergütung von Herrn Hofbauer und Herrn Hammel beschlossen.

Im Anschluss an die Hauptversammlung am 27. April 2018 fand die konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats statt. Inhalt dieser Sitzung war die Wahl der Aufsichtsratsvorsitzenden und des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Ferner hat der Aufsichtsrat eine aktualisierte Geschäftsordnung beschlossen und die Mitglieder der Ausschüsse gewählt.

Die Schwerpunkte der Sitzung am 21. September 2018 waren die Strategie des RENK Konzerns und die finanzielle Planung für die kommenden Jahre.

In der Sitzung vom 28. November 2018 hat der Aufsichtsrat sich nochmals mit der Strategie des RENK Konzerns befasst. Weitere Themen dieser Sitzung waren unter anderem die Überprüfung der Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrats und die Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung 2020 über die Neuvergabe des Abschlussprüfermandates ab dem Geschäftsjahr 2020. Weitere Schwerpunkte dieser Sitzung bildeten die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Erneuerung der Entsprechenserklärung.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex im RENK Konzern war Thema der Aufsichtsratssitzung am 28. November 2018. Im Dezember 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Erklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Kodex abgegeben. Diese Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der RENK AG veröffentlicht.

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats im Sinne der Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind im Berichtsjahr nicht mitgeteilt worden.

Weitere Informationen zur Corporate Governance bei RENK finden Sie im Corporate Governance Bericht.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2018 und des Abhängigkeitsberichts

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der RENK AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sind von dem am 27. April 2018 durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Als Prüfungsschwerpunkte wurden durch den Aufsichtsrat die Ordnungsmäßigkeit der Bilanzierung und Bewertung von Gewährleistungsrückstellungen sowie die Ordnungsmäßigkeit der Kapitalkonsolidierung festgelegt. Ferner beurteilte der Abschlussprüfer das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem und stellte abschließend fest, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2018 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer angeschlossen.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Sitzungen dieser Gremien am 26. Februar 2019 rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Der Abschlussprüfer berichtete in beiden Sitzungen ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Prüfungsausschuss hat unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und des Gesprächs mit ihm sowie seiner eigenen Feststellungen die Unterlagen für unsere eigene Prüfung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der RENK AG, der Lageberichte für die RENK AG und den RENK Konzern sowie des Abhängigkeitsberichts vorbereitet und darüber in der Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2019 berichtet. Im Anschluss daran hat er uns empfohlen, den Jahresabschluss zu billigen.

In Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses und des Berichts des Abschlussprüfers sowie in Gespräch und Diskussion mit diesem haben wir die Unterlagen einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die abschließende Prüfung des Jahresabschlusses der RENK AG, des Konzernabschlusses und der Lageberichte ergab keine Einwendungen. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass sie ordnungsgemäß sind und die in den Lageberichten dargestellten Einschätzungen des Vorstands zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns den Einschätzungen des Aufsichtsrats entsprechen. Wir stimmten deshalb in unserer Sitzung am 26. Februar 2019 dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigten den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir unter Berücksichtigung insbesondere der Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre geprüft und uns dem Vorschlag angeschlossen.

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Die Amtszeit des gesamten Aufsichtsrats endete turnusgemäß mit der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2018, sodass die Mitglieder des Aufsichtsrats neu zu wählen waren.

Nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes wurden Herr Roberto Armellini, Herr Lothar Evers, Frau Adela Lieb, Herr Klaus Refle, Frau Karina Schnur und Herr Mario Sommer als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt.

Die Hauptversammlung wählte Frau Christiane Hesse und die Herren Michael Behrendt, Hardy Brennecke, Joachim Drees, Thorsten Jablonski sowie mich als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat.

Den mit Ablauf der Hauptversammlung aus unserem Gremium ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern Herren Rainer Handschuh, Frank Hoffmann, Herbert Surmann, Walter Vogt und Ingo Weidner gilt unser Dank für ihre langjährige Arbeit im Aufsichtsrat.

Die Amtszeit des derzeit amtierenden Aufsichtsrats läuft bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023.

Dank

Den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeitern der RENK Gruppe sprechen wir für ihre Leistungen und ihren tatkräftigen Einsatz unseren Dank aus. Den Vertretungen der Mitarbeiter danken wir für ihre sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse unserer Gesellschaft.

 

Augsburg, den 26. Februar 2019

Für den Aufsichtsrat

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke, Vorsitzende des Aufsichtsrats

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der RENK Aktiengesellschaft zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG

"Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 24. April 2017 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 (zukunftsbezogene variable Vergütung), Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 (Offenlegung bei Wahlvorschlägen) und Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) im Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2017 entsprochen wurde und weiterhin entsprochen wird.

1.) Der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 wird insoweit nicht gefolgt, als die Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile nicht im Wesentlichen zukunftsbezogen ist. Das aktuelle Vergütungssystem basiert auf den Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015. Da der Aufsichtsrat eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen ist, als sinnvoll erachtet, ist eine Anpassung des Vergütungssystems entsprechend den Empfehlungen des aktuell gültigen Kodex in Vorbereitung.

2.) Hinsichtlich der Empfehlung in Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex zur Offenlegung bestimmter Umstände bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sind die Anforderungen des Kodex unbestimmt und in ihrer Abgrenzung unklar. Es wird daher vorsorglich insoweit eine Abweichung vom Kodex erklärt. Dessen ungeachtet wird sich der Aufsichtsrat bemühen, den Anforderungen der Ziff. 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex gerecht zu werden.

3.) Der Empfehlung in Ziff. 7.1.1 Satz 2 (unterjährige Finanzinformationen) wird nicht gefolgt, da Vorstand und Aufsichtsrat der RENK AG eine über die gesetzliche Anforderung des Wertpapierhandelsgesetzes hinausgehende Verpflichtung zu Quartalsveröffentlichungen für entbehrlich halten."

 

Für den Aufsichtsrat

Dr. Ingrun-Ulla Bartölke

Für den Vorstand

Florian Hofbauer

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