Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 192324
Vorher
Platin 1428. GmbH
Eingetragen
14.8.2017
Branche
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger VerpflegungsdienstleistungenGroßhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenEinzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Gegenstand
Die Einrichtung, der Vertrieb und die Verwaltung von Franchise-Systemen als Franchisenehmer, insbesondere durch den Erwerb und die Gewährung von Franchise-Rechten/Lizenzen sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden Marketing-, Werbe-, Konzept-, Organisationsund Administrations-Beratungsdienstleistungen sowie die Verwaltung eigenen Vermögens. Die Herstellung, Verarbeitung, der Verkauf und Vertrieb von Lebensmitteln aller Art, insbesondere Teig- und Backwaren aus industriell vorgefertigten Backmischungen und Kaffeeerzeugnissen sowie der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen mit Verzehrmöglichkeit und die Besorgung aller damit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Geschäfte. Die Einrichtung, das Betreiben, der Vertrieb und die Verwaltung von Internetcafés, die Erbringung von damit zusammenhängenden Marketing-, Werbe-, Konzept-, Organisations- und Administrationsleistungen sowie die damit verbundene Besorgung aller unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Geschäften und Serviceleistungen für den Gebrauch und/oder dessen Nutzung sowie die Beteiligung an andern Unternemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Trojok
seit 10.11.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Shahia Food Limited CompanySAU
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Shahia Food Limited Company
Saudi Arabia
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SHAHIA Food GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

SHAHIA FOOD GmbH

1. Grundlage der SHAHIA FOOD GmbH

Der Geschäftszweck der Gesellschaft sind die Einrichtung, der Vertrieb und die Verwaltung von Franchise-Systemen als Franchisenehmer, insbesondere durch den Erwerb und die Gewährung von Franchise-Rechten/Lizenzen sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden Marketing-, Werbe-, Konzept-, Organisations- und Administrations-Beratungsdienstleistungen sowie die Verwaltung eigenen Vermögens. Weiterer Gegenstand ist die die Herstellung, Verarbeitung, der Verkauf und Vertrieb von Lebensmitteln aller Art, insbesondere Teig- und Backwaren aus industriell vorgefertigten Backmischungen und Kaffeeerzeugnissen sowie der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen mit Verzehr-Möglichkeit und die Besorgung aller damit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Geschäfte. Die Einrichtung, das Betreiben, der Vertrieb und die Verwaltung von Internetcafés, die Erbringung von damit zusammenhängenden Marketing-, Werbe-, Konzept-, Organisations- und Administrationsleistungen sowie die damit verbundene Besorgung aller unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Geschäften und Serviceleistungen für den Gebrauch und/oder dessen Nutzung sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen.

Die SHAHIA FOOD GmbH ist exklusiver Franchisenehmer des u.s.-amerikanischen Franchisekonzepts DUNKIN' (ehemals DUNKIN' DONUTS) in den Bundesländern Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, und Sachsen. Sie produziert täglich frisch an den Standorten in Berlin und in Maintal. Für die Zukunft der Gesellschaft sind eine Ausweitung der Lizenzgebiete innerhalb der Bundesrepublik sowie die sukzessive Ausweitung der Verkaufsstandorte ebenso geplant wie die Eröffnung eines weiteren Produktionsstandortes.

Die in der Geschäftsplanung bereits für das Jahr 2020 vorgesehenen Eröffnungen von weiteren neuen Verkaufsstandorten und die konzeptionelle Neugestaltung (Remodeling) von bestehenden Verkaufsstandorten mussten aufgrund des Ausbruches der COVID19-Pandemie im März 2020 und den damit verbundenen konkreten Umsatzeinbußen und prognostischen Unwägbarkeiten bis auf Weiteres verschoben werden. Spätestens im Kalenderjahr 2022 werden die Expansionspläne der Gesellschaft erneut aufgenommen werden.

Im Geschäftsjahr 2020 hat die Gesellschaft die Sublizensierung an Sub-Franchisenehmer implementiert. Das Geschäftsfeld der Sublizensierung soll in Zukunft ausgebaut werden.

In betriebsorganisatorischer Hinsicht wurde im Jahr 2020 die bereits im Jahr 2019 begonnene Einsetzung einer neuen Führungsebene in den Fachabteilungen unterhalb der Geschäftsleitung fortgesetzt. Im Jahr 2019 wurde die geschaffene Position des Operation Directors als Leiter der operativen Fachabteilung, im Jahr 2020 sodann die geschaffene Position des Finance Managers jeweils mit einem qualifizierten und erfahrenen Kandidaten besetzt. Die Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitung soll in den folgenden Jahren auch hinsichtlich der Fachbereiche Entwicklung und Marketing geschaffen und besetzt werden.

Die monatlichen Ergebnisse der Gesellschaft zum Umsatz sowie zur Ertrags- und Finanzkraft werden laufend von der (Allein-)Gesellschafterin der SHAHIA FOOD GmbH kontrolliert.

2. Gesamtwirtschaft und Marktumfeld

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Kalenderjahr 2020 wurde von dem Ausbruch der COVID19-Pandemie nachhaltig beeinflusst. Die deutsche Wirtschaft hatte im Jahr 2020 nach zehn Jahren des Wachstums einen Einbruch des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,0 % gegenüber 2019 zu verzeichnen. Im 2. Quartal 2020 hatte die Wirtschaftsleistung einen historischen Einbruch von 10,1 % erlitten. Auf den Einbruch der Wirtschaftsleistung im 2. Quartal folgte eine rasche Erholung im 3. Quartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt +8,2 %). Die zweite Corona-Welle und der zweite harte Lockdown zum Jahresende stoppten diese Entwicklung. Das preis- und kalenderbereinigte BIP war im Schlussquartal des Jahres 2020 insgesamt 3,9 % niedriger als im letzten Vorkrisen-Quartal in 2019.

Der pandemiebedingte Rückgang des BIP in 2020 konnte durch ein Wachstum in 2021 über 2,7 % teilweise ausgeglichen werden, ein für 2021 erwartetes, hohes Wachstum wurde aufgrund der vierten Corona-Welle im vierten Quartal von 2021 aber verhindert.

Die zahlreichen staatlichen Finanzhilfen an Unternehmen (vereinfachte Kurzarbeit, Überbrückungshilfen, temporäre Umsatzsteuerreduktion, etc.) dürften die gesamtwirtschaftliche, pandemiebedingte Entwicklung positiv stimuliert haben. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechterten sich in 2020 und sodann auch in 2021 - insbesondere aufgrund des Pandemieausbruchs - signifikant. Neben steigenden Energiekosten hatte die Industrie und der Einzelhandel insbesondere gravierende Lieferengpässe und damit verbundene Preissteigerungen im Binnenmarkt und im Weltwirtschaftsmarkt zu beklagen. Die aus den behördlichen Schließungsanordnungen und weiteren Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie verursachten Umsatzeinbrüche wurden mit Hilfe der staatlichen Hilfen auch nur anteilig kompensiert. Permanente Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen beschränkten faktisch die Produktions-, Verwaltungs- und Verkaufskapazitäten. Wegen des massiven Einbruchs des Tourismus und des Reiseverkehrs litten sämtliche hierauf konzentrierte Branchen im Besonderen. Erhebliche Auswirkungen hatte die Pandemie zudem auf den Arbeitsmarkt. Die flächendeckende und anhaltende Kurzarbeit in Deutschland zwang Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu alternativen Einkommensbeschaffungen, insbesondere in den von den behördlichen Maßnahmen stark betroffenen Bereichen des Einzelhandels und der Gastronomie. Die Folge war ein Unterangebot an Arbeitskräften in diesem Marktsegmenten.

Gleichzeitig potenzierte der ohnehin bestehende Trend zum außer Haus Verzehr (take away) und insbesondere zum Online-Bestellservice bzw. Home-Lieferservice. Einzelhandel und Gastronomie verlagerten aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ihr Produktangebot auf den Internethandel, bisherige Rückstände im Bereich des online Geschäfts wurden anlässlich der Pandemie kurzfristig und flächendeckend nachgebessert.

3. Nachhaltigkeitsbericht

Die SHAHIA FOOD GmbH setzt sich für nachhaltiges Wirtschaften ein. Die laufende Reduktion von Plastikabfällen wurde durch die Abschaffung von Becherdeckeln und Trinkhalmen weiter vorangetrieben. Für den take away Service bietet die Gesellschaft ausschließlich nachhaltige Coffee-To-Go oder Pfandbecher an. Sämtliche Verkaufsstandorte sind mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Die Gesellschaft bezieht flächendeckend Öko-Strom. Durch die Eröffnung eines dritten Produktionsstandortes sollen Lieferketten und Transportrouten verkürzt und so die Schadstoffbelastung reduziert werden. Abfälle von Überproduktionen (food waste) können in ganz wesentlichem Umfang durch Kooperationen mit entsprechenden Verwertern von täglich frisch zubereiteten Lebensmitteln vermieden werden.

4. Wirtschaftsbericht

Als finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft, die einer laufenden Revision unterliegen, dienen die Einzelumsätze auf Basis der jeweiligen Verkaufsstandorte mit und ohne anteilige Berücksichtigung der nicht profitablen Produktions- und Verwaltungskosten und der Gesamtumsatz der Gesellschaft, ferner der EBITDA sowie das bilanzierte Jahresergebnis.

a. Ertragslage

GuV
(in Mio. €)
2020 2019
Umsatzerlöse 13,153 16,574
Sonstige betriebliche Erträge 780 3,353
Materialaufwand 3,449 3,731
Personalaufwand 5,746 7,183
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,313 1,079
Sonstige betriebliche Aufwendung 7,092 7,914
Betriebsergebnis HGB -3,665 0,002
Zinsergebnis -0,010 > 0,001
Steuern vom Einkommen u. Ertrag > 0,001 > 0,001
Sonstige Steuern 0,000 > 0,001
Jahresergebnis -3,676 0,020

Die Gesamtheit des Systemumsatzes, der der Gesamtheit der Kassen-Umsatzerlösen in den Verkaufsstandorten (ohne Umsatzsteuer) entspricht, hat sich im Vergleich zum Vorjahr erstmals verringert, und zwar von € 16,574 Mio. in 2019 um € 3,421 Mio. auf € 13,153 Mio. Ursächlich für den tatsächlichen Umsatzrückgang bei planmäßiger Umsatzsteigerung für 2020 waren die behördlich Maßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Pandemie, die entweder eine Schließung von Verkaufsstandorten über Wochen und/oder eine Beschränkung des Geschäfts auf take away Umsätze zur Folge hatten sowie die massiven Einbrüche des Tourismus- uns Reiseverkehrs sowie der Innenstadtbesucher, jeweils aufgrund der Pandemie, die einen Konsumrückgang an den hochfrequentierten Standorten zur Folge hatten. In den Umsätzen wurden demgegenüber staatliche Hilfen in Zusammenhang mit der Pandemie berücksichtigt.

Entsprechend der von der Pandemie geprägten Umsatzentwicklung blieben auch die Kosten für Material und Personal hinter den Vorjahreszahlen zurück. Die Reduktion der Personalkosten resultiert aus dem Kurzarbeitergeld in 2020. Im Jahr 2020 traten weitere Verkaufsflächen hinzu, deren Einrichtungen der Abschreibung unterliegen, sodass sich hieraus der Anstieg von Abschreibungen in 2020 erklärt. Die vorübergehend geschlossenen bzw. nur eingeschränkt betriebenen Verkaufsstandorte bewirkten in 2020 einen Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr. Sonstige Darlehen bei externen Finanzierern existieren demgegenüber nicht.

b. Vermögens- und Finanzlage

Aktiva
(in Mio. €)
2020 2019
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,077 0,021
Sachanlagen 5,250 4,413
Finanzanlagen - -
Anlagevermögen 5,327 4,434
Vorräte 0,072 0,218
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1,043 0,417
Wertpapiere - -
Flüssige Mittel 1,024 1,107
Umlaufvermögen 2,139 1,742
Rechnungsabgrenzungsposten 0,018 0,003
Vermögensgegenstände Insgesamt 7.484 6,180

Die in 2020 erworbenen Software-Lizenzen (DATEV) sorgen für eine leichte Verbesserung der immateriellen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr. Das Sachanlagevermögen ist aufgrund des Remodelings im Vergleich zum Vorjahr entsprechend erhöht, sodass sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um € 0,837 Mio. erhöht hat.

Die planmäßige Verringerung der Warenvorräte wurde in 2020 erfolgreich umgesetzt.

Insgesamt konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 ihr Aktivvermögen im Vergleich zum Vorjahr um € 1,304 erhöhen.

Passiva
(in Mio. €)
2020 2019
Gezeichnetes Kapital 0,050 0,050
Kapitalrücklage 2,435 2,435
Eigenkapital - 3,856 - 0,179
Rückstellungen 0,464 0,859
Verbindlichkeiten 10,875 5,499
Schulden insgesamt 11.339 6,358

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist im Vergleich zum Vorjahr um € 3,676 Mio. erhöht. Der Gesellschafter hat auf einen erneuten Verzicht der mit einem Rangrücktritt versehenen Verbindlichkeiten bis zum Aufstellungsdatum verzichtet.

Die Reduzierung der Rückstellungen basiert auf u.a. im Wege der Kurzarbeit abgebauten Urlaubsansprüchen und geringerer Abfindungspositionen.

Die Verbindlichkeiten betreffen mit € 7,958 Mio. (Vorjahr: € 3,915) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Es liegt diesbezüglich eine Rangrücktritts-, Stundungs- und Zweckbestimmungsvereinbarung zugunsten der Gesellschaft vor. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber externen Gläubigern resultierten insbesondere aus Stundungsvereinbarungen mit Vermietern im Umgang mit den "Corona"-Mieten April bis einschließlich Juni 2020.

5. Risiko- und Chancenbericht

Es bestehen feste Planungs- und Kontrollprozesse bei der Gesellschaft. Eine Finanzaufsicht wird intern durch den Gesellschafter (interne monatliche Audits) vorgenommen, zudem werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft laufend extern von einer Wirtschaftsprüfergesellschaft überwacht. Die Qualitätssicherung von Produkten erfolgt durch laufende Beprobungen in der Produktion und in den Verkaufsstandorten. Mitarbeiter werden in einer eigenen Akademie geschult. Die ohnehin hohen Hygienestandards in der Produktion, in den Lieferketten und in den Verkaufsstandorten wurden aufgrund der Hygieneauflagen in Zusammenhang mit der COVID19-Pandemie weiter erhöht und laufend kontrolliert.

Als Hersteller und Vertreiber von Back- und Süßwaren ist die Gesellschaft einem dauerhaften Risiko in Form eines stetig wachsenden Bewusstseins der Konsumenten für zuckerfrei bzw. -reduzierte Nahrung und einer insgesamt gesunden Lebensweise ausgesetzt. Das Risiko hat sich in den Umsatzzahlen der Gesellschaft bisher, obwohl der Trend nachweislich besteht, bisher nicht niedergeschlagen. Dem Risiko wird auch weiterhin vorrangig durch eine laufende Steigerung der Produktqualität begegnet, sodass diese Qualität die Kaufentscheidung des bewussten Konsumenten fördern soll.

Die als Folge der COVID19-Pandemie stetig steigenden Beschaffungskosten für Lebensmittelrohstoffe, Energie und Transport können durch langfristige vertragliche Beziehungen teilweise kompensiert werden. Weitere Entlastungen können durch entsprechende Preiserhöhungen der Produkte erfolgen. Gleiches gilt in Bezug auf die steigenden Lohnkosten und aus der steigenden Inflationsrate steigenden Mieten, soweit eine Wertsicherung auf Basis des Verbraucherindexes in Deutschland erfolgt. Besonderen Lieferengpässen zu Lebensmittelrohstoffen sind nicht zu verzeichnen.

Dem aufgrund des Pandemieausbruchs und der flächendeckenden Kurzarbeit gestiegenen Mangel an Arbeitskräften insbesondere im Bereich des Verkaufs wird durch eine weitestgehende, ersetzende Automationen in den größeren Verkaufsstandorten durch Bestellterminals begegnet.

Eine seit 2021 / 2022 steigende Inflationsrate und damit eine schwindende Kaufkraft der Konsumenten stellen ein Risiko für den Umsatz der Gesellschaft dar, insbesondere sofern steigende Beschaffungskosten durch mögliche Preissteigerungen der Produkte ausgeglichen werden. Über eigene Mechanismen zur Reduzierung des Risikos verfügt die Gesellschaft nicht. Letztlich sind die jeweiligen Arbeitgeber und - je nach weiterer Entwicklung der Inflationsrate - auch die fiskalpolitischen Entscheidungsträger der Bundesrepublik und der Europäischen Union verantwortlich, die Kaufkraft der Konsumenten nachhaltig zu steigern.

Planmäßig war für das Geschäftsjahr 2020 erstmals ein positives Jahresergebnis vorgesehen. Aufgrund der Umsatzeinbrüche nach Ausbruch der COVID19-Pandemie konnte zumindest das negative Jahresergebnis des Vorjahres vor Forderungsverzicht des Gesellschafters in Höhe von € 3,010 Mio. in etwa bestätigt werden. Die Geschäftsleitung erkennt darin aufgrund der besonders negativen Einflussfaktoren auf die Gesellschaft im Jahr 2020 eine Fortführung des seit Erwerb der Gesellschaft im Jahr 2018 nachweislich bestehenden Aufwärtstrends. Letztlich lassen die geplanten Investitionsmaßnahmen der Gesellschaft in 2021 und insbesondere in 2022 ein dauerhaft positives Wirtschaften konkret erwarten, sodass Maßnahmen des Gesellschafters zum Ausgleich des Jahresergebnisses in Zukunft nicht mehr erforderlich sein werden.

Existenzgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich. Insgesamt hat sich das Risiko von pandemiebedingten Einflussfaktoren und damit verbunden die Risiken im Bereich der Geldentwertung und der Kostensteigerung im Vergleich zum Vorjahr potenziert. Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Gesellschaft den (nachlassenden) pandemiebedingten Einflussfaktoren aber deutlich besser begegnen. Spätestens mit den flächendeckend wahrgenommenen Impfmöglichkeiten ist nach der vierten Pandemiewelle im vierten Quartal 2021 ein deutlich wahrnehmbarer Erfolg bei der Bekämpfung der Pandemie zu verzeichnen. Dies wird durch die sinkenden Todesfallraten und steigenden Impfzahlen bei weiterhin bestehender Infektionslage bestätigt. Mit endgültiger Überwindung der Pandemie werden die schädlichen Einflussfaktoren auf die Gesellschaft im Wesentlichen beseitigt worden sein.

Für die Gesellschaft ergeben sich aus der Pandemie und dem veränderten Konsumverhalten auch Chancen, die bereits umgesetzt wurden und zukünftig intensiviert werden sollen. Namhafte Lebensmittellieferanten in Deutschland konnten für den Ausbau des Home-Lieferservice der Gesellschaft gebunden werden. Das Infrastrukturnetz für den Home-Lieferservice soll zukünftig weiter ausgebaut werden. Bei der Standortsuche nach 1A-Lauflagen oder anderen Lagen mit hoher fußläufiger Kundenfrequenz (z.B. Bahnhöfe, Einkaufszentren und Fußgängerzonen), auf die sich die Gesellschaft bei Eröffnungen konzentriert, kommt das neue Industrial-Konzept von DUNKIN' mit Verweilmöglichkeit und freiem W-LAN nicht nur bei den Konsumenten, sondern auch bei den relevanten Vermietern sehr gut an, so dass sich dadurch zunehmend Chancen ergeben. Mit der neuen Produktion in zentraler Lage im Bundesgebiet können auch in neuen Regionen neue Verkaufsstandorte erschlossen werden. Damit ist ein weiteres nationales Wachstum möglich. Im Wege der Erweiterung der Produktpalette insbesondere um vegane Produkte wird ein weiteres Wachstum durch Ausweitung der Zielgruppe möglich sein.

6. Prognosebericht

Selbst bei moderater Belastung durch die Pandemie ab 2021 wird sich das effektive Jahresergebnis der Gesellschaft (ohne Nachbesserung durch den Gesellschafter) im Vergleich zu 2020 deutlich verbessern können. Bereits in 2021 ist mit nennenswerten Umsatzsteigerungen zu rechnen. Diese ergeben sich aus einer weiteren Verbesserung der bestehenden sowie der Eröffnung neuer Verkaufsstandorte. Diese regulären Umsätze werden durch zusätzliche Umsätze im Bereich des Home-Lieferservices und des food wastes ergänzt. Der erwartete Umsatzwachstum wird die im Gegenzug kalkulierten Kostensteigerungen im Bereich der Beschaffung mehr als kompensieren können. Auf der Kostenseite können durch den neuen Produktionsstandort die bisherigen Belieferungskosten reduziert werden. Eine Optimierung im Bereich der Rohstoffbestellungen wird weitere Kostensenkungen ermöglichen. Abschließend können sich die durch die COVID19-Pandemie beschleunigt eingeführten digitalen Arbeits- und Kommunikationsformen mittel- und langfristig auf die Qualität und die Reaktionsschnelligkeit der Gesellschaft auswirken.

 

Berlin, den 02. Juni 2022

Mohamed Hassan Mohamed Zamrawi, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 5.326.730,30 4.434.023,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 77.022,00 21.241,00
II. Sachanlagen 5.249.708,30 4.412.782,36
1. technische Anlagen und Maschinen 134,00 188,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.936.526,00 4.014.198,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 313.048,30 398.396,36
B. Umlaufvermögen 2.138.994,10 1.742.561,82
I. Vorräte 72.154,79 218.186,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.042.728,83 417.394,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 156.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.024.110,48 1.106.980,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.684,91 3.036,94
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.855.851,19 179.425,48
Aktiva 11.339.260,50 6.359.047,60

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 2.434.560,20 2.434.560,20
III. Verlustvortrag 2.663.985,68 2.683.673,16
IV. Jahresfehlbetrag 3.676.425,71 -19.687,48
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 3.855.851,19 179.425,48
B. Rückstellungen 464.178,08 859.647,66
C. Verbindlichkeiten 10.875.082,42 5.499.399,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.958.037,31 3.915.032,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 23.332,31 179.332,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.934.705,00 3.735.700,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.917.045,11 1.584.367,63
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.896.835,11 1.584.367,63
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.210,00
Passiva 11.339.260,50 6.359.047,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 10.483.620,13 16.195.749,64
2. Personalaufwand 5.746.365,00 7.182.934,77
a) Löhne und Gehälter 4.727.008,60 5.844.072,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.019.356,40 1.338.861,97
davon für Altersversorgung 1.440,00 2.195,00
3. Abschreibungen 1.312.694,77 1.078.780,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.312.694,77 1.078.780,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.091.559,40 7.914.198,02
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.137,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.560,70 62,46
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.968,75
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18,62 -6,60
8. Ergebnis nach Steuern -3.676.425,71 19.904,98
9. sonstige Steuern 217,50
Jahresfehlbetrag 3.676.425,71 -19.687,48

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

SHAHIA Food GmbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die SHAHIA Food GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter HRB 192324 B eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der SHAHIA Food GmbH für das Geschäftsjahr 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft"und daher prüfungspflichtig gemäß §§ 316 ff. HGB.

Die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich - unverändert zum Vorjahr - wie folgt dar:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben.

Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 €, die nach dem 31.12.2017 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag beizulegen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben gebildet, soweit sie Aufwand der Folgejahre betreffen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

IV. Angaben zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen " Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von 3.855.851,19 € aus. Die buchmäßige Unterbilanz wird durch eine Rangrücktrittserklärung der Alleingesellschafterin abgedeckt bzw. beseitigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb des nächsten Jahres fällig.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Diese beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub von 150,8 T€ (Vorjahr: 265,9 T€), für Beiträge zur Berufsgenossenschaft von insgesamt 60,0 T€ (Vorjahr: 52,0 T€), für Umsatzmieten von 80,0 T€ (Vorjahr: 80,0 T€), für Rechnungsabgrenzung (ausstehende Eingangsrechnungen) von 70,9 T€ (Vorjahr: 137,4 T€), für Betriebs-/Nebenkosten von 40,0 T€ (Vorjahr: 46,0 T€), für Abschluss- und Prüfungskosten von 52,5 T€ (Vorjahr: 50,0 T€) sowie eine Rückstellung für die gesetzliche Verpflichtung zur Archivierung von 10,0 T€ (Vorjahr: 10,0 T€).

Die Verbindlichkeiten betreffen mit 7.958.037,31 € (Vorjahr: 3.915.032,31 €) Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin. Es liegt diesbezüglich eine Rangrücktritts-, Stundungs- und Zweckbestimmungsvereinbarung zu Gunsten der Gesellschaft vor.

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020 stellt sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit

zum 31.12.2020 T€ kleiner 1 J.
T€
1 bis 5 J.
T€
größer 5 J.
T€
aus Lieferungen und Leistungen 2.575 2.575 0 0
gegenüber Gesellschaftern 7.958 23 0 7.935
Sonstige Verbindlichkeiten 342 321 1 20
Summe 10.875 2.919 1 7.955

Hinsichtlich der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, ist auszuführen, dass die innerhalb eines Jahres fälligen Miet- und Leasingverpflichtungen rund 3.715,0 T€ betragen.

Zum Abschlussstichtag bestanden keine in der Bilanz nicht ausgewiesenen Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

V. Nachtragsbericht

In 2020 und 2021 war die Gesellschaft wesentlich von der Corona-Pandemie betroffen, sodass nicht auszuschließen ist, dass Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung bestehen. Das Unternehmen war mit nennenswerten Umsatzeinbrüchen konfrontiert.

Ungeachtet dessen ist die Geschäftsführung der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind, da der Gesellschafter von seinen Forderungen im Rang zurückgetreten ist.

VI. Anlagevermögen

In Bezug auf das Anlagevermögen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020 verwiesen.

VII. Sonstige Angaben

1. Gesellschaftsorgane

Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer ist bestellt:

Herr Mohamed Hassan Mohamed Zamrawi, Riad / Saudi Arabien Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer und ausgeschiedenen Geschäftsführer wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

2. Arbeitnehmeranzahl

Bei der Gesellschaft waren im Jahr 2020 durchschnittlich 356 Arbeitnehmer angestellt.

VIII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag von 3.676.425,71 zusammen mit dem Verlustvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 02. Juni 2022

Mohamed Hassan Mohamed Zamrawi, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Berlin, 02.06.2022

gez. Mohamed Hassan Mohamed Zamrawi

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.06.2022 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Shahia Food GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Shahia Food GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shahia Food GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Die Buchführung wurde durch einen externen Angehörigen der steuerberatenden Berufe erstellt. Im Rahmen einer Vorprüfung wurden erhebliche Mängel bei der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung festgestellt, die erst bei der abschließenden Erstellung des Jahresabschlusses durch die hierfür gesondert beauftragte Steuerberatungsgesellschaft im Wesentlichen behoben werden konnten. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Dresden, den 02.06.2022

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