Friedrich & Wilma Plath Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Mertens seit 26.9.2005 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fischer & Plath GmbHBerne-GanspeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Fischer & Plath GmbH hat ihren Sitz in Berne. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRB 100059 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Der erworbene Kundenstamm wird aktiviert und planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer hierfür werden regelmäßig 4 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum ergibt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Die degressive Abschreibungsmethode findet in bestimmten Fällen Anwendung, wenn sie dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bis 40 Jahre. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Latente Steuern Auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Verlust- und Zinsvorträge sowie Steuergutschriften werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie der gewerbesteuerlichen Hebesätze. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird parallel zu den Abschreibungen über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Jubiläumsrückstellung wird nach versicherungsmathematischer Methode auf Basis eines Zinsfußes von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) berechnet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Erläuterungen der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Fischer & Plath GmbH dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 936.242,03 EUR (Vorjahr 1.547.909,81 EUR) und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 203.572,22 EUR (Vorjahr 340.152,15 EUR). 3. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Zuschuss aus dem 30. Rahmenplan "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Die gewährten Zuschussmittel sind zweckgebunden für die Erweiterung der Betriebsstätte. Die Auflösung erfolgt parallel zur Abschreibung der geförderten Anlagegüter. Gemäß Zuwendungsbescheid vom 27. November 2013 wurde ein Zuschuss aus dem Koordinierungsrahmen der Gemeinschaftaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Höhe von maximal 150.000,00 EUR bewilligt. Dieser wurde in 2015 vollständig angefordert. Die zur Abschreibung parallele Auflösung des Sonderpostens erfolgt mit dem Abschreibungsbeginn in 2015. Gemäß Zuwendungsbescheid vom 6. Juni 2018 wurde ein Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) , Programmgebiet "Stärker entwickelte Region" (SER) in Höhe von maximal 750.000,00 EUR bewilligt. Die Mittel wurden in den Jahren 2018 - 2019 vollständig angefordert. Der ausbezahlte Betrag beträgt 704.756,83 EUR. Die zur Abschreibung parallele Auflösung des Sonderpostens erfolgt ab dem Jahr 2020. Gemäß Zuwendungsbescheid vom 30. November 2022 wurde in 2023 ein Zuschuss aus den Mitteln des Landes Niedersachsen zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft zur Bewältigung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, insbesondere für Unternehmen der Automobilwirtschaft, ausbezahlt. Der ausbezahlte Betrag beträgt 502.780,79 EUR. Die zur Abschreibung parallele Auflösung des Sonderpostens erfolgt ab dem Jahr 2024. Die Ertragsteuerbelastung bei Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse beträgt ca. 29,5 %. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8.211.628,53 EUR (Vorjahr: 8.652.947,22 EUR). Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von 8.211.628,53 EUR (Vorjahr: 8.652.947,22 EUR) durch Sicherungsübereignung gesichert. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr setzt sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.366.898,24 EUR (Vorjahr: 3.669.976,17 EUR) und übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.304.016,54 EUR (Vorjahr: 2.189.134,98 EUR). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren setzt sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.168.999,79 EUR (Vorjahr: 3.842.392,16 EUR). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren beträgt 675.730,51 EUR (Vorjahr: 1.140.578,89 EUR). Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung 1. sonstige betriebliche Erträge Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse betragen 65 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen außergewöhnliche Erträge in Höhe von 100 TEUR, die ausschließlich aus der Anpassung an die Ergebnisse der Betriebsprüfung resultieren. 2. Angabe gemäß § 277 Abs. 5 HGB Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) aus der Umrechnung in fremder Währung. Sonstige Angaben Organe der Gesellschaft Geschäftsführer Kaufmann Ralf Mertens, Bremen Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. 3. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 167 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
4. Anteilsbesitz Zum 31. Dezember 2023 war die Gesellschaft an dem folgenden Unternehmen gem. § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:
5. Haftungsverhältnisse
Die Fischer & Plath GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Fischer & Plath GmbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Fischer & Plath GmbH schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
7. Konzernabschluss Die Fischer & Plath GmbH, Berne, ist Mutterunternehmen der Waskönig GmbH, Sprockhövel. Die Fischer & Plath GmbH, Berne, stellt keinen Konzernabschluss auf, da sie gemäß § 293 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit ist.
Berne, den 29. Februar 2024 Fischer & Plath GmbH gez. Ralf Mertens, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde am 17. Mai 2024 festgestellt.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Fischer & Plath GmbH, Berne1 Tätigkeitsbereiche und Organisation Profil Fischer & Plath ist ein global agierender, unabhängiger Automobilzulieferer. Seit der Gründung des Unternehmens vor 60 Jahren hat sich Fischer & Plath von einem Nischenanbieter zum Marktführer in Europa im Bereich der metallischen Dichtringe entwickelt. Als Entwicklungspartner und Erstausrüster zählt Fischer & Plath nahezu sämtliche Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit zu seinen Kunden. Das Hauptgeschäft besteht in der Versorgung mit Dichtringen, Spezialdichtungen, Ausgleichscheiben und Stanz- und Drehteilen. Als Ergänzung zum Erstausrüstungsgeschäft beliefert Fischer & Plath den Ersatzteilmarkt (Aftermarket) mit einer Vielzahl von Produkten. Geschäftsausrichtung und Kernkompetenzen Die Fertigungstiefe bei den OEMs sowie den TIER1- und TIER2-Zulieferern nimmt kontinuierlich ab. Insbesondere im C-Teile-Segment findet eine Konzentration auf wenige Lieferanten mit einem entsprechend breiten Produktportfolio statt. Dieser Aufgabenstellung hat sich Fischer & Plath erfolgreich angepasst. Zu den Kernkompetenzen von Fischer & Plath gehört die Verarbeitung sämtlicher metallischer Werkstoffe und eines breiten Sortiments von Weichstoffen. Hierbei kommen hauptsächlich Stanz-, Präge- und Umformprozesse sowie die spanende Bearbeitung von Werkstücken durch Drehen, Fräsen, Schleifen und Drahterodieren zum Einsatz. Darüber hinaus verfügt Fischer & Plath über die Technologie und die Produktionsmöglichkeiten für die thermische Behandlung von Werkstücken zur Gefügeveränderung sowie vielfältige Möglichkeiten zur Beschichtung, sei es zur Verbesserung der Dichteigenschaften, oder zur Steigerung der Korrosionsbeständigkeit. Die erforderlichen Werkzeuge werden zu 100 % selbst entwickelt, konstruiert und hergestellt. Fischer & Plath ist Hersteller und fertigt ca. 98 % der Produktpalette selbst. Lediglich rd. 2 % der Produkte werden zur Programmarrondierung zugekauft. Die Produktionsstandorte sind ausschließlich in Deutschland angesiedelt. Die Produktionsmöglichkeiten sind weit gespannt und reichen von vollautomatischer Serienproduktion über teilautomatisierte Prozesse bis hin zur Einzelanfertigung von speziellen Bauteilen. Für den Aftermarket werden darüber hinaus diverse Sortimente und Sonderverpackungen angeboten. Struktur und Organisation Die Fischer & Plath-Gruppe besteht aus zwei Produktionsstandorten in Berne, dem Produktionsstandort Waskönig in Sprockhövel, dem Produktionsstandort Facius und Schober in Großglattbach bei Stuttgart sowie dem Produktionsstandort Laser-Point Präzision in Bremerhaven. Die Bereiche Finanzen, IT, Einkauf, Kommunikation, Qualitätsmanagement und Personalentwicklung werden zentral aus Berne gesteuert, die Produktion ist ansonsten autark. Die Unternehmen Waskönig GmbH, Facius und Schober Gesellschaft mit beschränkter Haftung sowie Laser-Point Präzision GmbH werden als rechtlich selbstständige Unternehmen geführt. Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld Die erste Jahreshälfte entwickelte sich in allen Geschäftsbereichen erfreulich, in der zweiten Jahreshälfte kam es zunehmend zu Eintrübungen, die ursächlich auf die Zinsentwicklung und die damit verbundene Kauf- und Investitionszurückhaltung zurückzuführen sind. Die allgemein gedämpften Konjunkturerwartungen belasten auch noch das erste Quartal 2024. Während der Phase der unzureichenden Materialversorgung, die in das Jahr 2023 hineinreichte, haben viele Unternehmen Überbestände aufgebaut, um lieferfähig zu bleiben. Diese Überbestände werden jetzt wieder abgebaut und sorgen temporär für eine abgeschwächte Nachfrage. 2 Darstellung zum Geschäftsverlauf Geschäftsverlauf in 2023 Das Umsatzziel von 27 Mio. EUR wurde mit rd. 30,8 Mio. EUR um rund 14% übertroffen. Die Produktionsmengen konnten gegenüber 2022 deutlich gesteigert werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich durch die mangelnde Materialverfügbarkeit große Rückstände aufgebaut hatten. Die Rückstände konnten bis Ende 2023 nahezu komplett abgebaut werden und trugen so zu einer überdurchschnittlichen Auslastung der Produktion bei. Das Unternehmen verfügte während der gesamten Berichtsperiode über ausreichende Liquiditätsreserven. Sämtliche Lieferantenverbindlichkeiten konnten ganzjährig unter Ausnutzung von Skonto beglichen werden. Die Preise auf der Beschaffungsseite, insbesondere im Bereich der NE-Metalle, bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau. Der Aufwärtstrend der Preise hat sich zum Ende der Berichtsperiode etwas beruhigt. Die Materialverfügbarkeit ist in allen Segmenten gegeben, die Lieferzeiten bewegen sich im normalen Bereich. Bekanntheitsgrad und Kundenzufriedenheit wurden im Laufe der Berichtsperiode weiter verbessert. Der Abstand zu den direkten Wettbewerbern konnte auch im abgelaufenen Jahr weiter ausgebaut, weitere Marktanteile gewonnen werden. Die Bilanzstruktur ist nach wie vor gut. Das Eigenkapital konnte in 2023 weiter aufgebaut werden. Die Eigenkapitalquote liegt dabei weiter deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Kapitalrendite konnte auf gutem Niveau gehalten werden. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über sehr hohe Vormaterialbestände. Die Wertschöpfung hieraus wird erst in 2024 realisiert und messbar werden. Die für 2023 geplanten zusätzlichen Investitionen von rd. 2 Mio. EUR konnten vollständig umgesetzt werden. Umsatzentwicklung Die Umsätze des Berichtsjahres zeigen im Vergleich zum Vorjahr folgende Entwicklung:
Produktion Der Auslastungsgrad der Produktion lag während des gesamten Jahres im Mittel bei 90% und ist damit gegenüber 2022 deutlich gestiegen. Die Normalisierung der Vormaterialversorgung sowie der Abbau von Produktionsrückständen sorgten für eine kontinuierliche Auslastung während des gesamten Jahres. Die Produktionskapazitäten waren noch ausreichend und werden sukzessive dem steigenden Bedarf angepasst. Beschaffungsmarkt Die Preise für die zu beschaffenden Halbzeuge sind in 2023 nicht weiter gestiegen. Einschränkungen bei der Verfügbarkeit bestimmter Materialien blieben die Ausnahme. Für das laufende Jahr rechnen wir mit einer durchgehenden Versorgungssicherheit bei stabilen Preisen. Lediglich für Kupferprodukte sehen wir in 2024 steigende Tendenzen. Investitionen Berichterstattung über Sachinvestitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden folgende wesentliche Investitionen durchgeführt bzw. beendet:
Personal- und Sozialbereich Zum Jahresende waren 167 Mitarbeiter (Vorjahr: 155 Mitarbeiter) beschäftigt. Diese werden wie folgt eingesetzt:
Die Fluktuation unter den Beschäftigten ist gering. Stärken und Schwächen des Unternehmens Fischer & Plath ist in Europa Marktführer im Bereich der metallischen Dichtringe. Das Unternehmen ist gem. DIN EN ISO 9001, ISO/TS 16949 und ISO 14001 zertifiziert und erfüllt somit alle Voraussetzungen eines Kfz-Zulieferers. Der hohe Qualitätsstandard wird durch fortwährende Op- timierung der Prozesse weiterentwickelt. Die Kompetenz der Mitarbeiter wird durch regelmäßige Schulungen gefördert. Durch den eigenen Werkzeugbau sind wir in der Lage, die Werkzeuge ständig zu verbessern und auch kundenspezifische Lösungen zu erarbeiten, ohne dass ein Knowhow-Transfer stattfindet. Fertigungs- und Angebotsbreite sind ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu unseren Wettbewerbern. Die Neugründung der Laser-Point Präzision GmbH im Februar 2016 erweitert die Produktionsmöglichkeiten um die Bereiche Laserschneiden und Kanten. Die Kundenkreise sind überwiegend außerhalb des Fahrzeugbereichs angesiedelt und tragen so zu einer Diversifikation der Kundengruppen bei. Ein Schwerpunkt der Investitionen zielte auf die Modernisierung und Erweiterung der Abteilung Werkzeugbau. Durch größere und effektivere Werkzeuge wollen wir die Produktion in den nächsten Jahren deutlich ausweiten und optimieren. Der Anteil der selbst hergestellten Produkte liegt inzwischen über 98%. Der Ausbau des Vertriebsaußendienstes in Deutschland und Europa sowie eine Verstärkung des Vertriebsinnendienstes ist der Grundstein für eine verbesserte und den Erfordernissen entsprechende Kundenbetreuung. Durch die qualitätsorientierte Intensivierung der Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich hat sich Fischer & Plath in der Wahrnehmung unserer Abnehmerkreise permanent verbessert. Darüber hinaus hat die Unternehmensleitung die Vertriebsstruktur neu geordnet. Der aktive Vertrieb sowie die direkte Kundenbetreuung sind intensiviert worden. Die Geschäftsleitung erwartet für 2024ff (wie auch bereits 2022 und 2023) deutliche Impulse durch die erweiterten Produktionsmöglichkeiten, die intensivere Kundenbetreuung und die Straffung des Vertriebscontrollings. Weitere Maßnahmen sind eine regelmäßige, aktive Kundenansprache, die regelmäßige Überarbeitung der Website sowie regelmäßig aktualisierte technische Dokumentationen und Kundeninformationen. Diese wichtigen Bausteine auf dem Weg der Markenentwicklung der Marke Fischer & Plath werden laufend geprüft, angepasst und erweitert. Fischer & Plath ist seit 2020 international als Marke eingetragen und wird entsprechend wahrgenommen. Dies ist ein wesentliches Unterscheidungskriterium zu unseren Mitbewerbern. Das Fertigwarenlager ist derzeit gut gefüllt, die Lieferengpässe gehören der Vergangenheit an und so ist der Vertrieb für eine offensive Kundenansprache gut gerüstet. Die geplante Struktur des Lagerbestandes sowie die Umschlagshäufigkeit sind gut und werden laufend kontrolliert. Die Kapitalbindung in diesem Bereich ist als angemessen zu bezeichnen. Das Warenlager wird auch zukünftig einer der wesentlichen Posten der Aktivseite bleiben. Eine hohe Lieferperformance über eine breite Angebotspalette stellt ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu unseren Mitanbietern dar und bedingt ein entsprechendes Fertigwaren- wie auch Vormateriallager. Interne Organisation und Entscheidungsfindung Die Verantwortlichkeiten sind in einem Organigramm eindeutig beschrieben. Ergebnisse, Liquidität, Budgeteinhaltung, Personalfragen etc. werden durch die Geschäftsleitung monatlich geprüft und ggf. erörtert. Der Informationsfluss intern sowie extern (Banken) ist gewährleistet. 3 Darstellung der Lage Vermögenslage Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:
Finanzlage Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
Das Unternehmen ist im Berichtsjahr jederzeit in der Lage gewesen, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Lieferantenrechnungen werden vollumfänglich unter Ausnutzung von Skonto beglichen. Ertragslage Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wie in Kapital 3 dargestellt, deuten die finanziellen Leistungsindikatoren (Rohertrag) auf ein stabiles Wachstum hin. Der Rohertrag konnte weiter gesteigert werden. Die Vermögens- und Finanzsituation wird als geordnet betrachtet. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 50,4 %. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Stichtag in Höhe von 8.212 TEUR ausgewiesen. Zur wertorientierten Steuerung der Gesellschaft ist ein standardisiertes System mit entsprechenden Monatsreportings eingerichtet. Das Steuerungssystem ist ein integraler Bestandteil des Controlling- und Planungsprozesses. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Entwicklung der Ertragslage sind der Umsatz sowie das um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsergebnis. Das bereinigte Betriebsergebnis wird definiert als das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und neutralen Erträgen und Aufwendungen. Für die Entwicklung der Finanzlage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 wird der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit als der bedeutsamste Leistungsindikator identifiziert. 5 Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens 5.1 Risikobericht Wesentliche Risiken Der Verlauf des Krieges in der Ukraine sowie die Eskalation im Nahen Osten bergen derzeit nur schwer kalkulierbare Risiken. Aktuell sind bedeutsame Einschränkungen des wirtschaftlichen Umfeldes nicht auszumachen. Die Inflation schwächt sich weiter ab. Die zu erwartende Senkung des Zinsniveaus wird sich positiv auf die Investitionsbereitschaft auswirken. Währungsrisiko Der überwiegende Teil der Umsätze wird in Euro getätigt. In sehr geringem Umfang erfolgt die Rechnungsstellung in US-Dollar und Britischem Pfund. Das hieraus resultierende Restrisiko ist von untergeordneter Bedeutung, eine Absicherung daher nicht erforderlich. Zinsrisiko Im Berichtszeitraum gab es keine Zinsbelastungen aus Krediten mit variablem Zinssatz, eine Absicherung ist daher nicht erforderlich. Liquiditätsrisiko Die kurzfristige Finanzierung ist ausreichend. Ausfallrisiko Mit Ausnahme der OEMs und einiger TIER1-Kunden (Bosch, Continental etc.) ist der überwiegende Anteil der Forderungen zu 100 % ausfallrisikoversichert (Vertragspartner = BNP), Kunden ohne Absicherung werden gegen Vorkasse beliefert. Ein Risiko durch Forderungsausfälle ist derzeit nicht erkennbar. 5.2 Chancen und voraussichtliche Entwicklung Die Nachfrage im Erstausrüstungsgeschäft, wie auch im Aftermarket blieb während des gesamten Jahres 2023 auf gutem Niveau. Gegen Ende der Periode flachte der Bestelleingang etwas ab. Als Gründe hierfür sind folgende Faktoren ausschlaggebend:
Die Auftragseingänge im ersten Quartal liegen stabil auf gutem Niveau, erreichen jedoch noch nicht die Marke von 2023. Die Preise für die Rohstoffe liegen derzeit auf Höhe des Vorjahres, ein Trend zu sinkenden Beschaffungspreisen zeichnet sich aktuell nicht ab. Bei Kupferprodukten rechnen wir für 2024 eher mit steigenden Preisen. Die Preise auf der Verkaufsseite wurden in 2023 kontinuierlich angepasst. Die Lagermengen werden sukzessive an die aktuellen Beschaffungszeiten für das Vormaterial angeglichen, daraus resultierende Überhangmengen im Vormaterialbereich werden verwertet. Die Liquidität wird dadurch weiter gestärkt, zusätzlicher Liquiditätsbedarf ist auch bei anziehender Konjunktur derzeit nicht erkennbar. Die Entwicklung des Personalprozesses und der übrigen Geschäftsprozesse ist als laufende Aufgabe festgeschrieben. Für das laufende Jahr planen wir einen Umsatz von rd. 29 Mio. EUR, für 2025 gehen wir von einer Steigerung auf rd. 32 Mio. EUR aus. Das operative Ergebnis ist mit rd. 1,4 Mio. EUR in 2024 und rd. 1,7 Mio. EUR in 2025 geplant. Durch den Abbau der Rückstände hat sich der Auftragsbestand wieder auf rd. 10 Mio. EUR eingependelt. Für das laufende Jahr erwarten wir ein kontinuierliches Anziehen des Auftragsvolumens. Im Produktionsbereich sind Kapazitätsreserven vorhanden. Eine weitere deutliche Steigerung des Ausstoßes setzt weitere Investitionen in die Prozess- und Produktionsoptimierung voraus. Entsprechende Maßnahmen sind geplant und teilweise auch schon umgesetzt. Die Fertigungskapazitäten werden kontinuierlich erweitert und der Marktsituation angepasst. Durch gut gefüllte Läger und freie Kapazitäten bestehen gute Chancen durch die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten. Zu diesem Zweck wurde bereits der Bereich Kalkulation und technische Beratung erweitert und personell aufgestockt. Der Investitionsplan für 2024 beinhaltet neben Investitionen in Maschinen und Werkzeuge zur Steigerung und Optimierung der Produktion sowie die Erweiterung des Produktportfolios auch wesentliche Positionen für die Anpassung der SAP-Software auf die neueste Generation, Programme zur Betriebsdatenerfassung und Prozesssteuerung sowie Investitionen in die Cyberabwehr.
Berne, den 31. März 2024 Der Geschäftsführer Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fischer & Plath GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fischer & Plath GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fischer & Plath GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 6. Mai 2024 Treuhand
Weser-Ems GmbH
Mader, Wirtschaftsprüfer Reichelt, Wirtschaftsprüfer |
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