e.optimum Energie GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Josef Müller seit 18.1.2024 | Vorstandsmitglied |
Christian Finck seit 15.1.2024 | Vorstandsmitglied |
Martin Dr. Braun seit 22.9.2014 | Vorstandsmitglied |
Boris Mathias Käser seit 22.9.2014 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
e.optimum AGOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die e.optimum AG ist die Einkaufsgemeinschaft für Unternehmer, Handwerker und Freiberufler, die sich dem Ziel der Optimierung ihrer Energiekosten für Strom und Gas zusammenschließen. Die e.optimum AG bündelt den Energiebedarf ihrer Kunden, um ihnen durch gemeinsamen Energieeinkauf die Einkaufskonditionen der Großindustrie zu verschaffen. Die benötigte Energie der Kunden wird am deutschen und europäischen Großhandelsmarkt oder im Direkteinkauf beschafft. Bei der e.optimum AG gibt es keine komplizierten Tarife und keine Risikoaufschläge für lange Festpreisbindungen. Neben dem Einkaufspreis und den staatlich festgelegten Steuern und Abgaben sowie Netzentgelte, die eins zu eins an die Kunden weitergegeben werden, erhebt die e.optimum AG ein Leistungsentgelt, um ihre Kosten zu decken und die angestrebte Zielmarge zu erreichen. Darüber hinaus betreibt die e.optimum AG seit September 2017 mit dem Messstellenbetrieb eine dritte Sparte, die bis dato über die Tochtergesellschaft e.optimum home GmbH (ehemals optimetering GmbH) betrieben wurde. Durch Bündelung der Aktivitäten (Strom, Gas, Messstellenbetrieb) hat der Kunde somit einen zentralen Energie-Ansprechpartner. Ziel ist es, die Kundenbeziehung durch zusätzliche Dienstleistungen zu intensivieren. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2022 war in vielen Regionen dieser Erde durch überdurchschnittlich hohe Inflationsraten gekennzeichnet. Ausschlaggebend war hier vor allem die überraschend schnelle Erholung vieler Volkswirtschaften nach den beispiellosen pandemiebedingten Einbrüchen im Jahr 2020. Die weltweite expansive Geld- und Fiskalpolitik begünstigte diese Entwicklung. Die hieraus resultierende gestiegene Nachfrage strapazierte die pandemiebelasteten Lieferketten und trieb die Rohstoffpreise in die Höhe. Bereits vor Ausbruch des Angriffskrieges gegen die Ukraine lagen Preissteigerungen bei den Energierohstoffen insbesondere von Gas vor. Nach Kriegsausbruch verstärkte sich der Energiepreisanstieg nochmal und schlug sich auf die Verbraucherstufe nieder. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise in den Industrienationen im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,8 %. Die gestiegenen Energiepreise sowie der im Zusammenhang mit der Arbeitskräfteknappheit einhergehende Lohnanstieg in den Industrienationen trieben die Produktionskosten in die Höhe. Die Weltwirtschaft expandierte im vergangenen Jahr um 3,4 %, im Jahr 2021 waren dies noch 6,2 %. Für das laufende Jahr wird ein globales Wachstum in Höhe von 2,9 % erwartet. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2022 hat 1,9 % zugelegt. Sie unterschritt damit das Vorjahresniveau um 1,0 %. (+ 2,9 %). Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate 2022 lag bedingt durch die weltwirtschaftlichen Faktoren so hoch wie seit 1974 nicht mehr. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im vergangenen Jahr gemäß HVPI um 8,7 %. Im Euroraum stieg die Wirtschaftsleistung mit 3,5 % im Jahr 2022 kräftig an. Die hohe Inflation belastete jedoch den privaten Verbrauch. Die Energiekrise trieb nicht nur die Kosten für die Endverbraucher, sondern auch die Produktionskosten in die Höhe. Eine allmähliche Entspannung der Lieferkettenschwierigkeiten kam der Industrie, insbesondere der Kfz-Fertigung zugute. Insgesamt belief sich die Inflationsrate im Euroraum im Durchschnitt im vergangenen Jahr auf 8,4 %1. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen "Der deutsche Bruttoinlandsstromverbrauch lag im Jahr 2022 bei 550 Terawattstunden (TWh) und damit um rund 2,7 Prozent beziehungsweise 16 TWh unter dem Vorjahreswert. Während sich die Wirtschaft Anfang des Jahres weiter von pandemiebedingten Einschränkungen erholte und der Strombedarf gegenüber 2021 zunächst anstieg, drückten die extrem hohen Strompreise den Stromverbrauch ab März merklich. Dieser Effekt verstärkte sich gegen Ende des Jahres, als die hohen Strompreise auch in den Abschlagszahlungen der Haushalte sichtbar wurden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Rückgang des Stromverbrauchs ein kurzfristiger Effekt bleiben wird. Der Strombedarf wird in den kommenden Jahren deutlich ansteigen, da Mobilität und Wärmeerzeugung in Gebäuden und Industrie zunehmend elektrifiziert werden und zusätzlicher Strom in die Erzeugung klimaneutralen Wasserstoffs fließen muss. Diese neuen Stromverbraucher werden auch künftige Effizienzmaßnahmen übertreffen. Auch die Stromerzeugung ging zurück. Mit 583 TWh lag diese etwa 7 TWh unter dem Wert von 2021, obwohl der Handelsexportüberschuss leicht stieg." 2 "Das neue Preisgefüge bei Brennstoffen prägte den Kraftwerkseinsatz im Jahr 2022. Extrem hohe Erdgaspreise als Folge gedrosselter beziehungsweise gestoppter Erdgaslieferungen aus Russland führten zu einem vermehrten Einsatz von Kohle und Öl als Substitute für Erdgas, sodass die Nachfrage und damit auch der Preis für die Substitute stiegen." 3 3. Einschätzung der Unternehmensleitung Der Vorstand kann für das Geschäftsjahr 2022 trotz der Energiekrise über eine finanziell solide Geschäftsentwicklung berichten. Operativ war das Geschäftsjahr 2022 jedoch aufgrund der zeitweise extrem gestiegenen Einkaufspreise sowie der außergewöhnlichen Preisvolatilität von zahlreichen Maßnahmen im Kundenbestand geprägt. Es mussten regelmäßig und zeitnah höhere Beschaffungskosten an die Kunden durchgereicht werden, um den finanziellen Anforderungen des Marktes und der Vorlieferanten gerecht werden zu können. Dies erfolgte durch regelmäßige Anpassungen der zu leistenden Abschlagszahlungen im Kundenbestand. Damit verbunden war ein enormer Aufwand insbesondere in den operativen Service-Einheiten. 3.1 Außergewöhnliche Preisvolatilität und deren Folgen Die beiden Preisspitzen aus Oktober und Weihnachten 2021 sowie die weitere Preisspitze im Zusammenhang mit der russischen Invasion in die Ukraine Anfang März 2022 wurde durch eine exponentielle Preisentwicklung im Sommer 2022, die am 25.08.2022 kulminierte, nochmals übertroffen. Preisniveaus und Preisprognosen, die die gesamte Energiewirtschaft zuvor noch nie gesehen hatte, zeigten an den Handelsplätzen im Sektor Strom zeitweise > 120 ct. / kWh und im Sektor Gas > 35 ct. / kWh (zzgl. Steuern, Abgaben, Umlagen & Netzentgelte). Wären diese Szenarien zum Lieferzeitpunkt tatsächlich eingetreten, hätte dies das finanzielle Ende diverser Branchen Deutschlands bedeutet. Auch in der Energiewirtschaft gab es deshalb zahlreiche Marktaustritte von Energielieferanten u.a. auch Stadtwerken. Zudem mussten systemrelevante Energiekonzerne wie Uniper, Gazprom Germania, Axpo über staatliche Milliarden-Hilfspakete kurzfristig gestützt werden, um einen Kollaps der bundesweiten Energiewirtschaft zu vermeiden. Eine Situation, die es vorher noch nie gegeben hatte. Insbesondere die kurzfristig außergewöhnlich gestiegenen Beschaffungskosten für Gas zwangen e.optimum nach intensiven Beratungen Anfang September dazu, das Gasportfolio, gekoppelt an das variable Preismodell, kurzfristig aufzugeben. Dieser Schritt war, auf Grundlage erstellter Risiko- und Liquiditätsprognosen entlang der Marktpreisentwicklungen und vor dem Beginn der anstehenden Heizperiode / Wintermonate, zu diesem Zeitpunkt zwingend notwendig. In Kooperation mit einem großen Vorlieferanten erfolgte ein Vertragsübernahmeangebot an die Bestandsgaskunden, um zum einen deren Belieferung mit Gas weiterhin sicherzustellen und zum anderen die Gesellschaft vor nicht absehbaren wirtschaftlichen Risiken zu schützen. Die Folge dieser Maßnahme schlug sich in einem überproportional erhöhten Kundenabgang im Gasportfolio nieder. Darüber hinaus stellten gezielte Vertriebseinschränkungen im Geschäftsjahr 2022 sicher, dass zusätzlich akquiriertes Mengenvolumen im Neukundengeschäft das Risiko nicht ungeplant anwachsen ließ. Parallel dazu wurden Kunden mit außergewöhnlich großen Verbrauchsvolumen und Umsätzen, unter Einhaltung aller rechtlichen Rahmenbedingungen abgebaut. Die Anzahl der aktiven Kunden sank aus vorgenannten Gründen von 40.487 auf 34.694. Die Anzahl an Strom-Abnahmestellen ist von 89.006 auf 79.904 gesunken, die der Gas-Abnahmestellen von 28.168 auf 5.829. Die ausgelieferte Mengen Strom erhöhte sich von 2.903.294.752 kWh auf 3.556.128.840 kWh (+22,49 %) bzw. reduzierte sich bei Gas von 2.843.767.169 kWh auf 2.258.488.052 kWh (- 20,58 %). Der Bestand an externen Vertriebspartnern (2.612) ist 2022 um 0,7 % gestiegen. 3.2 Entspannung der Energiemärkte Eine nachhaltige Beruhigung der Märkte setzte insbesondere mit den steigenden Füllständen der Gasspeicher zu Beginn der Heizperiode und mit den milden Herbsttemperaturen, im Oktober teilweise über 20° Celsius, ein. Die Kurzfristpreise fielen in diesem Zeitraum ähnlich schnell, wie sie in der Sommerphase gestiegen waren. Mit der Ankündigung und Konkretisierung einer Strom- und Gaspreisbremse durch die Bundesregierung erfolgte eine weitere Beruhigung der Preisvolatilität an den Energiemärkten. Die Strom- & Gaspreisbremse wurde final am 23.12.2022 vom Bundesrat ratifiziert. Mit dem Einsetzen der Preisrückgänge im Bereich Gas konnte über gezielte Marketingaktivitäten ein signifikanter Anteil des zuvor abgegebenen Gaskundenbestandes erfolgreich wieder zurückgewonnen werden. In Ergänzung dazu konnten die Vertriebsstrukturen für die Neukunden- und Rückgewinnungsakquise wieder erfolgreich aktiviert werden. Seit Weihnachten 2022 entwickeln sich die Großhandelspreise kontinuierlich rückläufig; die aktuellen Beschaffungspreise bewegen sich "lediglich" auf doppeltem Niveau dessen, was zwischen den Jahren 2010 und 2020 als durchschnittliches Preisniveau galt. Aktuell lässt sich eine gewisse Bodenbildung erkennen. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass die derzeitigen Beschaffungspreise für die gesetzlichen Preisdeckel der Strom- & Gaspreisbremse unterschritten wurden. Die Preisdeckel gelten zunächst bis zum 31.12.2023 und können ggf. von der Bundesregierung verlängert werden. 3.3 Fazit Zusammenfassend wird festgestellt, dass 2022 von außergewöhnlichen, nationalen und globalen Ereignissen geprägt war. Überlebt haben die Marktteilnehmer, die finanziell solide aufgestellt waren und die sich rechtzeitig auf die neuen Marktgegebenheiten eingestellt haben. Wir erkennen, dass im Jahresverlauf 2022 eine gewisse Zäsur am Energiemarkt erfolgt ist. Während in der Vergangenheit die Commodities "Strom & Gas" grundsätzlich austauschbar waren und sich deshalb ein extremer Käufermarkt gebildet hatte, so stellen wir fest, dass sich mittlerweile ein Verkäufermarkt gebildet hat, der es den verbleibenden Versorgern ermöglicht, die eigene Wirtschaftlichkeit für die Zukunft zu optimieren. Die Geschäftsleitung kommt somit zu der Einschätzung, dass das Geschäftsmodell von e.optimum, das der variablen Preise, mit den eingeleiteten, umgesetzten und noch umzusetzenden Anpassungsmaßnahmen auch in Zukunft erfolgreich betrieben und weiter ausgebaut werden kann. 4. Geschäftsverlauf / Ertragslage Die e.optimum AG hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Gesamtumsatz von TEUR 1.782.015 (VJ TEUR 1.008.322) abgeschlossen. Die Umsatzentwicklung des Vorjahres setzte sich auch im Jahr 2022 positiv fort. Die Umsatzermittlung basiert auf der Hochrechnung der rollierenden Jahresablesung. Im Bereich des Stromgeschäftes konnte der Umsatz auf TEUR 1.348.827 (VJ TEUR 722.014) gesteigert werden. Im Gasbereich ist der Umsatz von TEUR 277.914 auf TEUR 431.897 gestiegen. Die Steigerungen im Bereich Strom und Gas resultieren im Wesentlichen aus der Tatsache, dass sich die Beschaffungspreise für Strom und Gas im Jahresverlauf 2022 extrem verteuert hatten. Die Rohertragsquote bleibt in Höhe von 1,6 % unverändert, während der Materialaufwand in Höhe von TEUR 1.752.933 deutlich über dem des Vorjahres in Höhe von TEUR 992.003 liegt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalaufwendungen von TEUR 3.992 auf TEUR 4.371 angestiegen. Im Verhältnis zur Gesamtleistung ist die Personalkostenquote mit 0,2 % (VJ 0,4 %) leicht gesunken. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4,98 Mio. Euro auf 10,253 Mio. Euro ist im Wesentlichen durch die Erhöhung der Wertberichtigung um 3,21 Mio. Euro zu begründen, die aus den Insolvenzen von Kunden entstanden sind sowie laufender Verwaltungsaufwendungen. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich von TEUR 12.167 im Vorjahr auf TEUR 21.732 im laufenden Geschäftsjahr gesteigert. Das Finanzergebnis trägt mit TEUR 214 im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 15 zum Jahresüberschuss bei. Die signifikanten Finanzkennzahlen Umsatz, EBIT, wie auch Jahres-Cashflow wurden im Vergleich zur Prognose deutlich übertroffen. Die Gesellschaft weist für das Jahr 2022 ein Ergebnis von TEUR 21.945 vor Ergebnisabführung aus (VJ TEUR 12.183). Die Ertragslage ist im Geschäftsjahr 2022 gut. 5. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung (nach Standard DRS 21, siehe Anlage 2.2) zeigt:
1) Jahresergebnis vor Gewinnabführung + Abschreibungen + Veränderung der Rückstellungen Der Jahres-Cashflow hat sich von TEUR 19.168 auf TEUR 71.019 erhöht. Insgesamt hat sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um TEUR 169.624 erhöht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit besteht aus Mittelabflüssen für Investitionen in Höhe von TEUR 396 und aus erhaltenen Zinsen in Höhe von TEUR 724. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist hauptsächlich auf die Ergebnisabführung an das Mutterunternehmen, der Aufnahme eines Darlehens sowie der Einzahlung in die Kapitalrücklage durch das Mutterunternehmen zurückzuführen. Der Finanzmittelfonds hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 171.817 auf TEUR 219.357 (=361,4 %) deutlich erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 12,59 % (VJ 43,4 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten hat die e.optimum AG regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Dies ist neben dem Ziel, die Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen, auch das Ziel des Finanzmanagements. Für die angemieteten Geschäftsräume besteht ein langfristiger Mietvertrag. Der e.optimum AG stand im Jahr 2022 ausreichend Liquidität zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit gegeben. 6. Vermögenslage / Kapitalstruktur Die Bilanzsumme der e.optimum AG belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 279.011 (VJ TEUR 180.104). Die Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 98.906 resultiert im Wesentlichen auf Steigerung bei den Energiepreisen, der Optimierung des Forderungsmanagements und deren Auswirkung auf den Bestand der Forderungen, der Verbindlichkeiten und der Rückstellungen zum Jahresende. Forderungen und Bankguthaben decken die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten zu mehr als 100 % ab. Die Eigenkapitalquote beträgt nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung 5,6 % (VJ 3,6 %) und die Umsatz-Rendite bezogen auf das Ergebnis vor Steuern wie im Vorjahr 1,2 % (VJ 1,2 %). Der Vorstand beurteilt die Vermögens- und Finanzlage vor Ergebnisabführung somit als sehr gut. 7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, bestehendes Personal zu binden sowie die Mitarbeiter kontinuierlich zu fördern und weiterzuentwickeln sind die Ziele des Personalmanagements bei der e.optimum AG. Zum 31.12.2022 beträgt die Anzahl der Beschäftigten 72. Um Eltern nach der individuell vereinbarten Elternzeit schnell und problemlos wieder ins Berufsleben zu integrieren, bietet ihnen die e.optimum AG individuelle und flexible Lösungen an. Die Qualifikation der Belegschaft erfordert Investitionen in die Aus- und Weiterbildung. Diese betrugen im vergangenen Geschäftsjahr TEUR 33 (VJ TEUR 32). 8. Finanzielle Leistungsindikatoren Folgende finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens verwendet: Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis ("EBIT") und der Jahres-Cashflow. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die e.optimum AG blickt - trotz der vielfältigen nationalen und globalen Herausforderungen - einem erfolgreichen Geschäftsjahresverlauf 2023 entgegen. Die Lage am Energiemarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark entschärft, die Liquidität an den Handelsplätzen - Börse wie OTC - ist wieder gegeben. Die Gasspeicherfüllstände sind bereits jetzt mit 75 % ca. 2 Monate "vor Plan". Erste Winter-Wetter-Modelle prognostizieren einen tendenziell milden Winterverlauf, was sich auch an den Gaspreisen widerspiegelt. Die gesetzlichen Preisbremsen greifen bis mindestens zum 31.12.2023, wenn nicht sogar bis zum Ende von Q1-2024. Auch das Echo von der e.world 2023 - der Fachmesse der Energiewirtschaft - war überwiegend positiv. Zudem ist festzustellen, dass Wettbewerber - und hier insbesondere Stadtwerke - aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen mittlerweile mit den gleichen finanziellen Anforderungen im Rahmen der Energiebeschaffung konfrontiert werden wie die private Energiewirtschaft, was den Wettbewerbsdruck für diese Marktbegleiter erhöhen wird. Insofern ist davon auszugehen, dass alle Marktteilnehmer ihre Margen nach oben anpassen müssen bzw. sie auf höherem Niveau belassen werden und es somit bis auf Weiteres eher bei der Situation des "Verkäufer-" anstelle des historischen Käufermarktes bleiben wird. Für e.optimum AG bedeutet das: Ausgehend von den aktuellen Marktbedingungen mit Beschaffungspreisen unterhalb der Preisbremsen, sowie einer nach wie vor sehr stabilen Vertriebsstruktur ist die Prämisse für 2023 den aktuellen Kundenbestand wirtschaftlich weiter auszubauen. Für das Geschäftsjahr 2023 ist, bedingt durch einen Preisrückgang sowohl im Strom als auch im Gas, ein Umsatz deutlich unter dem des Vorjahres absehbar. Der Jahres-Cashflow als weiterer bedeutsamer Leistungsindikator wird voraussichtlich in der Größenordnung des Vorjahres liegen. Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2023 von einem EBIT deutlich über dem Berichtsjahr aus. 2. Chancenbericht Vertrieb / Absatz: Abgeleitet aus den Erfahrungen der letzten 15 Monate, gilt es vertriebliche Chancen für das Unternehmen zu nutzen, um sich auch weiterhin auf die Kern-Zielgruppe des Mittelstands zu konzentrieren. Stark im Fokus steht die Intensivierung der vertrieblichen Marktbearbeitung von spezifischen Kunden- und Branchengruppen unter vorgegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Rückgewinnung zahlreicher ehemaliger Kunden bestätigt den eingeschlagenen Weg. Rückläufige Energiebeschaffungspreise können bereits heute - ohne zeitlichen Verzug - 1:1 an die Kunden durchgereicht werden und bestätigen den Vorteil des variablen Preismodells. Das Geschäftsfeld wettbewerblicher Messstellenbetreiber wird weiterhin als attraktiv eingeschätzt. Jedoch sind belastbare Rahmenbedingungen, unter denen intelligente Messsysteme sicher eingebaut werden können, weiterhin abzuwarten. Ergänzend zu den vertrieblichen Maßnahmen werden auch systematisch sinnvolle und wirtschaftlich notwendige Optimierungsmaßnahmen in diversen Unternehmensbereichen eingeleitet und umgesetzt. Operative Service-Einheiten & -Abläufe: U.a. gehört hierzu die zunehmende Digitalisierung der Prozesse sowie der Ausbau des Online-Self-Services über das Kundenportal mit dem Ziel manuelle Aufwände zu reduzieren und Kunden die Möglichkeit zu geben, bei Bedarf Anforderungen selbständig und schneller umzusetzen. Perspektivisch organisiert sich das Unternehmen hiermit für künftige Extremsituationen im Kontext von erhöhten Kundenfragen und entschärft somit die Situation für das Servicepersonal. Beschaffungsmarkt: Mit unserem Einkaufskonzept mit einem Mix aus Day Ahead / Spotmarkt und Terminmarkt waren und sind wir in Deutschland Pionier, und können flexible Vertragsgestaltungen mit stabilen Preisen anbieten. Im Bereich des Beschaffungsmanagements wird die strukturierte Beschaffung weiterhin optimiert und die Anzahl der Vorlieferanten stetig ausgebaut. Ergänzend dazu werden neue Vermarktungsformen wie PPAs (Power Purchase Agreements) analysiert, mit dem Ziel die Produktpalette der e.optimum AG systematisch zu erweitern. Mitarbeiter: Wie uns bereits die Jahre zuvor zeigten, werden wir auch künftig durch unsere flexible, fortschrittliche und individuelle Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort in Verbindung mit einem gezielten Fort- und Ausbildungsangebot in der Lage sein, auch weiterhin äußerst attraktiv für Mitarbeiter und Bewerber zu sein. Unsere Chancen liegen in der Aufgeschlossenheit gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen, speziell im Sinne der Work-Life-Balance. Hierdurch führen wir die e.optimum AG in eine weiterhin solide, wirtschaftlich gesunde und erfolgreiche Zukunft. 3. Risikobericht Neben den zahlreichen Chancen, die sich für die e.optimum AG ergeben, behält die Unternehmensleitung die Risiken des Geschäfts stets im Blick. Die Risikopolitik von der e.optimum AG orientiert sich an dem Ziel, das Ergebnispotential des Unternehmens nachhaltig zu steigern, indem Chancen konsequent verfolgt und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Das Risikomanagement der e.optimum AG regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit den unternehmerischen Aktivitäten verbunden sind. Es dient dazu, die Risiken im Rahmen des Risikomanagements frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten, um die angestrebten Unternehmensziele zu erreichen. Für den nachhaltigen Unternehmenserfolg ist die konsequente Auseinandersetzung mit potenziellen Geschäftsrisiken von besonderer Bedeutung. Bei der e.optimum AG ist dafür eine eigene Risikomanagementfunktion in der Gesamtorganisation integriert, die vorhandene bzw. erkennbare Geschäftsrisiken bewertet und Maßnahmen zur Begrenzung respektive zur Minimierung von Eintrittswahrscheinlichkeiten definiert. Das Risikomanagement ist eine fortwährende Aufgabe, Risiken als mögliche negative Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das Unternehmen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und Maßnahmen zum Umgang mit den Risiken zu implementieren. Die e.optimum AG betreibt ein Risikomanagement, welches wesentlich dazu beiträgt, die Lieferfähigkeit und Stabilität der Einkaufsgemeinschaft aufrechtzuerhalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz in einem unsicheren Marktumfeld zu stärken. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Managementsystems und besteht aus folgenden Elementen: Risikoidentifikation: Die Identifikation der verschiedenen Arten von Risiken denen die e.optimum AG ausgesetzt ist, wie z.B. Kreditrisiken, Marktrisiken, operationelle Risiken, Liquiditätsrisiken oder Reputationsrisiken. Risikobewertung: Die Bewertung der potenziellen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser Risiken, um ihre Bedeutung zu bestimmen. Das Unternehmen erarbeitet derzeit eine quantitative Bewertung, um die Risikotragfähigkeit besser beurteilen zu können. Risikosteuerung: Die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Begrenzung oder Vermeidung von Risiken, einschließlich der Festlegung von Richtlinien, Verfahren und internen Kontrollen. Risikoüberwachung: Die Überwachung von Risiken und der Erfolg von Risikomanagementstrategien im Laufe der Zeit, um sicherzustellen, dass das System effektiv bleibt. Risiko-Reporting: Das Berichten von Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen gegenüber der Geschäftsleitung, Shareholdern, Regulierungsbehörden und anderen Stakeholdern. Compliance-Management: Die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und regulatorischen Anforderungen, einschließlich der Implementierung von Kontrollen, um Risiken zu minimieren. Diese Elemente werden zunehmend in einem Rahmen für unser Risikomanagement integriert, der sicherstellt, dass Risiken angemessen identifiziert, bewertet und gemanagt werden. Die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken (Risikokategorien) können das Unternehmen als Ganzes, die finanzielle Situation und die Ergebnisse beeinflussen: Geschäftsrisiken: Geschäftsrisiken bilden die Verlustgefahr ab, die durch die strategische Ausrichtung oder Vorgänge im Unternehmensumfeld entstehen. Nationale und globale wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Einflüsse mit direkten und indirekten Einflüssen auf die Energiebranche stellen ein Risiko dar. Um in diesem volatilen Marktumfeld erfolgreich zu bestehen, definiert die e.optimum AG basierend auf seinen kurz- bis mittelfristige Planungen die Unternehmensziele, die in einem regelmäßigen Monitoring überprüft und bei Bedarf den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Marktrisiko: Das Risiko von Veränderungen der Energiepreise auf dem Markt kann zu Verlusten führen, wenn die e.optimum AG nicht angemessen auf Veränderungen reagiert. Die e.optimum AG löst dieses Risiko durch rechtzeitige Beschaffung der notwendigen Energie zu adäquaten Preisen. Unvorhersehbare, kurzfristige signifikante Preisvolatilitäten (Preisänderungsrisiken) müssen jedoch in Abstimmung mit den Kunden finanziell gelöst werden, bspw. durch Anpassung von Abschlagszahlungen. Beschaffungsrisiken: Ein erhebliches Ertragsrisiko liegt in der Fehldisposition des Energieeinkaufs. Daher erfolgt im Rahmen der Beschaffungsstrategie der e.optimum AG die Beschaffung für die Strom- und Gaslieferungen strukturiert und optimiert entlang des Beschaffungshandbuchs im Bereich Portfoliomanagement. Die Beschaffungsmengen setzen sich zusammen aus den täglichen Verbrauchsprognosen in Kombination mit den Zu- und Abgangswerten im Kundenbestand. Diese Gesamtprognose dient dem Portfoliomanagement als Grundlage für die Beschaffung am Termin- und Spotmarkt und der Reduzierung des Risikos. Kreditrisiko: Das Risiko, dass der ausgewählte Vorlieferant / Gegenpartei die vereinbarten Leistungen nicht erfüllt oder insolvent wird, kann zu finanziellen Verlusten führen. Durch die hohe Preisvolatilität sind wir ebenso dem hohen Insolvenzrisiko unserer Kunden ausgesetzt. Dem wird durch ein enges Prüfsystem entgegnet, um den Forderungsausfall so gering wie möglich zu halten. Wir sind über eine Warenkreditversicherung abgesichert mittels derer wir Linien auf Kunden sowie Lieferanten zeichnen und vereinbaren ergänzend mit Kunden Abschlagszahlungen. Durch diese Vorgehensweise können wir Forderungsausfälle in einem Rahmen halten, die das Unternehmen nicht gefährden. Liquiditätsrisiko: Dem Risiko der Nichterfüllbarkeit von finanziellen Verpflichtungen durch Marktparteien oder der e.optimum AG selbst z.B. im Kontext von illiquiden Märkten, Terminmärkten oder ungeplanten Margin Calls entgegnet die e.optimum AG durch Zugriff auf mehr als 20 Vorlieferanten. Ergänzend zur klassischen Energiebeschaffung können bei Bedarf auch zusätzliche finanzielle Absicherungsinstrumente eingesetzt werden. Die vorhandenen Finanzinstrumente, wie Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten, dienen neben den eingeräumten Kreditlinien als Basis der laufenden Geldmitteldisposition und gewährleisten die Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Lieferantenrisiko: Das Risiko, dass der ausgewählte Vorlieferant / Gegenpartei die Energie nicht in ausreichender Menge oder Qualität liefert, kann die Geschäftsprozesse der Verbraucher beeinträchtigen. Auch hier nutzt die e.optimum AG eine Vielzahl von Lieferanten mit entsprechend guter Bonität und hoher Zuverlässigkeit um sich nicht von einzelnen Parteien abhängig machen zu müssen. Vertragsrisiko: Das Risiko von Vertragsverletzungen oder Unklarheiten in den Verträgen zwischen der e.optimum AG und den Vorlieferanten bzw. mit den Kunden kann zu rechtlichen oder finanziellen Konsequenzen führen. Die e.optimum AG setzt für die Vielzahl von Kundenverträgen ein Standardvertragswerk ein, so dass hier eine relativ geringe Komplexität im Massenkundengeschäft gegeben ist. Durch schnelle Anpassungen an Marktänderungen wie auch interne Funktionsprüfungen kann die e.optimum AG die Vertragsrisiken minimieren. Compliance- / Rechtsrisiko: Das Risiko von Nichteinhaltung von regulatorischen Anforderungen, wie z.B. der Einhaltung von Umweltstandards oder der Datensicherheit, kann zu rechtlichen oder finanziellen Konsequenzen führen. In der Energiewirtschaft gibt es zahlreiche Vorgaben seitens der Verbände und der Gesetzgebung, die e.optimum AG dazu veranlassen, alle notwendigen regulatorischen Maßnahmen rechtzeitig und umfassend abzubilden. Insbesondere erfordert die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften im Rahmen der DSGVO eine konsequente Anwendung innerhalb der Geschäftsprozesse. Die Nichteinhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften sowie eine fehlende und unzureichende Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung könnten bei der e.optimum AG einen hohen finanziellen Schaden durch die Erhebung von Bußgeldern sowie einen Imageschaden bei Kunden und Vertriebspartnern für die e.optimum AG verursachen. Dem begegnen wir durch Einhaltung der Anforderungen und interne Kontrollmechanismen hinsichtlich der Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Wetterrisiko: Das Risiko, dass unvorhergesehene Wetterbedingungen die Nachfrage nach Energie beeinflussen und somit den Marktpreis verändern. Diese durch Wetterentwicklungen verursachten Risiken werden u.a. durch die strukturierte Energiebeschaffungsmethodik relativiert. Operationelles Risiko / Prozessrisiko / IT-Risiko: Das Risiko, dass interne Prozesse, Systeme und Mitarbeiterfehler zu Verlusten führen. Hierzu existieren im Hause zahlreiche und umfassende Verfahrensanweisungen, die regelmäßig geprüft und aktualisiert werden. Ein Datenverlust, ausgelöst durch eine Cyberattacke hätte signifikante Auswirkungen auf die Gesamtorganisation. Um dies zu vermeiden, werden mehrfach redundante Serverkonzepte mit mehrfach redundanter Datenhaltung vorgehalten. Zum Schutz vor Cyberattacken werden regelmäßige IT-Penetrationstests / Angriffe von außen und innen simuliert. Darüber hinaus gelten in der operativen Vorgangsbearbeitung entsprechende Prozessvorgaben, die über aufgabenbezogene Zugriffsberechtigungen eine unerlaubte Datenverwendung verhindern. Personalrisiken: Risiken durch Arbeitsmarkt und Fachkräfte: Die erforderliche Nachbesetzung von Arbeitskräften ist teilweise erschwert durch die Arbeitsmarktlage für die jeweiligen Fachkräfte und aufgrund der gestiegenen Anforderungen in den einzelnen Arbeitsgebieten. Wir reduzieren diese Risiken im Rahmen von vielseitigen Mitarbeiterbindungsmechanismen. Personalbedarfe werden durch aktives Recruiting über die zentrale Personalabteilung innerhalb der Christian Funk Holding akquiriert. Zusammenfassende Risiko- und Chancenbeurteilung Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens ist im Vergleich zum Vorjahr, branchenübergreifend, durch die hohe Preisvolatilität stark gestiegen. Durch eine permanente Weiterentwicklung unseres Risikomanagements gehen wir aus heutiger Perspektive davon aus, dass die Chancen überwiegen und keine Risiken erkennbar sind, die den Bestand des Unternehmens gefährden.
Offenburg, 15. Juni 2023 e.optimum AG Vorstand gez. Gert Nowotny, Vorstandsvorsitzender gez. Dr. Martin Braun, stellvertr., Vorstandsvorsitzender gez. Boris Käser, Vorstand 1 Deutsche Bundesbank Geschäftsbericht 2022, S. 11 2 https://static.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2022/2022-10_DE_JAW2022/A-EW_283_JAW2022_WEB.pdf S. 42 3 https://static.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2022/2022-10_DE_JAW2022/A-EW_283_JAW2022_WEB.pdf S. 43 HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der e.optimum AG wurde für das Geschäftsjahr 2022 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Annahme von Unternehmensfortführungswerten aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch abzuführenden Strom- und Energiesteuern. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt, ebenso die Geschäftsjahresabschreibungen. 2. Vorräte Die Vorräte beinhalten den Bestand an Ladetechnologie in Höhe von Euro 67.720,24 sowie den Bestand an CO 2-Zertifikaten in Höhe von Euro 9.604.128,00. Eine Abwertung war nicht notwendig. 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen in Höhe von Euro 37.527.465,48 (VJ Euro 109.638.132,32) haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr. 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen in Höhe von Euro 2.437.176,52 (VJ Euro 1.845.442,38) haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr, davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 128.184,20. 5. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Energiesteuern in Höhe von Euro 4.957.384,24 (VJ Euro 0,00) ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Positionen in Höhe von Euro 8.802.813,62 (VJ Euro 8.208.101,84) mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr und in Höhe von Euro 21.100,00 (VJ Euro 21.100,00) mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr enthalten. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital setzt sich wie folgt zusammen:
Der rechnerische Wert der Aktien beträgt nach § 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG Euro 1,00. In die Kapitalrücklage wurden im Geschäftsjahr durch die Gesellschafterin Euro 9 Mio. eingestellt. 7. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten "sonstige Rückstellungen" sind die nachfolgenden wesentlichen Rückstellungen enthalten:
Die Rückstellungen für zu leistende Kundenvergütungen sind im Rahmen der durch die rollierende Jahresverbrauchsablesung vorgenommenen Hochrechnung des Umsatzes auf der Basis des BAG berechnet und ausgewiesen. Die Rückstellungen für noch nicht berechnete Energielieferungen sind ebenfalls auf der Basis der rollierenden Jahresverbrauchsablesung rechnerisch ermittelt und unter Berücksichtigung der Aufwendungen, die im Folgejahr für das Geschäftsjahr eingegangen sind, ausgewiesen. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 4.231 sind unter Berücksichtigung der zu erwartenden Kosten aus der Energiebeschaffung bewertet. Die zu erwartenden Verluste in Höhe von TEUR 379 aus schwebenden Finanzgeschäften wurden nach der Glattstellungsmethode bewertet. 8. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin
9. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.
Im Vorjahr waren die erhaltenen Anzahlungen innerhalb der Debitoren ausgewiesen. 10. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 106.832.098,89 sonstige finanzielle Verpflichtungen: Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen im Jahr 2023 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Euro 156.234,00 (VJ Euro 275.342,00) und in den Jahren ab 2024 in Höhe von insgesamt Euro 65.155,00 (VJ Euro 236.438,00). Es bestehen Rückgriffsrisiken aus Bankavalen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von Euro 40.000.000,00, bei denen das Risiko der Inanspruchnahme nicht gegeben ist und nicht eingelöste Schecks aufgrund des squeeze-out in Höhe von Euro 151.724,03. Zusätzlich bestehen für bereits vertraglich fixierte Strom- und Gaseinkäufe für das Geschäftsjahr 2023 Verpflichtungen in Höhe von Euro 66.458.985,86, um hierdurch die Preisgestaltung gegenüber den Kunden zu optimieren. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
In den Umsatzerlösen sind insgesamt TEuro 10.841 (VJ TEuro 28.924) aus der Abrechnung der Hochrechnungen der Vorjahre enthalten. 2. Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. periodenfremde Aufwendungen durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Forderungsverlusten in Höhe von TEuro 1.612 bzw. TEuro 3.717 enthalten. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge und die Aufwendungen im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. E. Sonstige Pflichtangaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt 75 (Vorjahr 75). Es handelt sich ausschließlich um kaufmännische Angestellte, davon 2 geringfügig Beschäftigte. 2. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Gert Nowotny, Vorstandsvorsitzender Vertrieb & Marketing, Controlling Dr. Martin Braun, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Recht Boris Käser, Vorstand Energiebeschaffung, Service, IT, Abrechnung Mitglieder Aufsichtsrat: Josef Erdrich, Steuerberater (Vorsitzender) Klaus Gaiser, Geschäftsführer Christian Funk Holding Verwaltungs GmbH, Offenburg (stellv. Vorsitzender) Jochen Weinzierl, Geschäftsführer, perfect living Verwaltungs GmbH, Offenburg Dr. Wolfgang Bruder, Vorstandsvorsitzender i.R., Netze BW GmbH, Stuttgart 3. Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane Für die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen Euro 104.897,00. 4. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Die e.optimum home GmbH, die e.optimum Energieberatung GmbH, die e.optimum Energieservice GmbH, die e.optimum Energieconsulting GmbH, die e.optimum Energiedienstleistung GmbH, die e.optimum Energiemanagement GmbH und die e.optimum Energievertrieb GmbH werden in den Konzernabschluss der Christian Funk Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Offenburg einbezogen. Durch die Beherrschungsverträge hat sich die e.optimum AG verpflichtet, für die von der e.optimum home GmbH, der e.optimum Energieberatung GmbH, der e.optimum Energieservice GmbH, der e.optimum Energieconsulting GmbH, der e.optimum Energiedienstleistungs-GmbH, der e.optimum Energiemanagement GmbH und der e.optimum Energievertrieb GmbH bis zum 31.12.2022 eingegangenen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 einzustehen. 5. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der e.optimum AG wird in den Konzernabschluss der Christian Funk Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Offenburg einbezogen. Die Christian Funk Holding GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss wird zur Veröffentlichung unter HRA 703588 beim Unternehmensregister eingereicht. 6. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar entfällt ausschließlich auf die Abschlussprüfungsleistungen und beträgt Euro 90.000,00. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen waren: Die seit Februar 2022 anhaltenden geopolitische Spannungen und damit einhergehenden Energiepreisteuerungen sowie Inflationsentwicklungen haben Auswirkung auf die Kaufkraft unserer Kunden. Die langfristigen Folgen dieser Spannungen sind immer noch nicht überschaubar. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens niederschlagen werden, ist weiterhin nur schwer zu beurteilen. Mit Sicherheit ist zu erwarten, dass die negativen Folgen für die Wirtschaftsleistung unseres Unternehmens umso stärker sind, je länger die oben genannten Besonderheiten anhalten. 8. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss wird entsprechend den Vorschriften des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wie im Vorjahr an die e.optimum Aktienholding GmbH, Offenburg, als Organträger abgeführt.
Offenburg, 12. Juni 2023 e.optimum AG Vorstand gez. Gert Nowotny, Vorstandsvorsitzender gez. Dr. Martin Braun, stellvertr., Vorstandsvorsitzender gez. Boris Käser, Vorstand Bericht des AufsichtsratsBericht des Aufsichtsrats der e.optimum AG für das Geschäftsjahr 2022 an die Aktionärin der e.optimum AG. Sehr geehrte Damen und Herren, Das Jahr 2022 begann mit Zuversicht. Die Coronakrise war zwar noch weltweit spürbar, aber die Hoffnung auf das Ende der Pandemie war absehbar. Doch dann folgte die nächste Krise. Es begann am 24. Februar 2022 mit der Invasion der Ukraine durch russische Truppen. Und es folgten unter anderem große Verwerfungen auf dem internationalen Energiemarkt. Die Preise stiegen und stiegen. Beim Strom und Gas sahen wir am Beschaffungsmarkt exorbitante Preissteigerungen. Doch es waren nicht nur die Preise, die uns vor ein völlig neues Problem gestellt haben, sondern auch die Frage nach der Versorgungssicherheit. Fragen, ob wir im Winter überhaupt genug Energie haben, oder ob zeitweise Kunden aufgrund der Gasmangellage abgeschaltet werden müssen, kamen auf. Die e.optimum AG blickt auf ein sehr turbulentes Jahr 2022 zurück. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend und sorgfältig wahrgenommen und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und sein Handeln überwacht. Regelmäßig hat sich der Aufsichtsrat mit dem Vorstand über die Geschäftsentwicklung, die Lage und die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte informiert und ausgetauscht. Die Berichterstattung des Vorstands umfasste alle wichtigen Informationen zur Geschäftsentwicklung und zur Lage des Unternehmens, vor allem auch über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Geschäft der e.optimum AG, insbesondere über die Entwicklung der Risikopositionen, die Liquiditätslage und die im Zusammenhang mit der Krise ergriffenen Maßnahmen. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Geschäfte, die auf Grund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen des Aufsichtsrats bedürfen, wurden dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorgelegt. 1. Personelle Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand Im Geschäftsjahr 2022 gab es bei der personellen Besetzung des Vorstands keine Änderung. Die am 14. August 2022 auslaufenden Dienstverträge, der Herren Nowotny, Käser und Dr. Braun wurden um weitere 5 Jahre verlängert. Aufsichtsrat Ebenso gab es im Geschäftsjahr 2022 bei der personellen Besetzung des Aufsichtsrats keine Änderung. 2. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Geschäftsjahr 2022 fanden 8 gemeinsame Sitzungen mit dem Vorstand statt, in denen sich die Aufsichtsräte anhand der schriftlichen und mündlichen Berichterstattung des Vorstands eingehend mit wichtigen Geschäftsvorgängen befassten, am 7. Januar 2022 -außerordentliche Sitzung - , 17. Februar, 23. Mai, 29. August und 31. August -außerordentliche Sitzungen-¸ 26. September, 12. Oktober -außerordentliche Sitzung und die letzte Sitzung im Kalenderjahr 2022 am 5. Dezember. Jeweils im Vorfeld der obigen gemeinsamen Sitzungen tagte der Aufsichtsrat alleine. Am 5. April 2022 kam der Vorstand und der Aufsichtsrat zu einer Klausurtagung zum Thema "Energiewirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Erwartungen" zusammen. An allen Terminen war der Aufsichtsrat vollzählig anwesend. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrates beraten und entschieden. 3. Schwerpunkte der Beratungen im Plenum Das Kalenderjahr 2022 war ein sehr bewegtes und herausforderndes Jahr. Nach dem bereits das zweite Halbjahr 2021 von extremen Preissteigerungen an den Energiemärkten und den daraus sich ergebenden Herausforderungen für unser Unternehmen geprägt war, setzte sich der starke Anstieg der Preise für Strom und Gas in 2022 zunächst fort und erreichte im August 2022 einen neuen Höchstwert. Danach sanken die Preise, blieben aber im Vergleich zum Vorkrisenniveau sehr hoch. Der starke Preisanstieg führte auch zu stark steigenden Preisen für unsere Endkunden. Die besonderen Schwerpunkte der Beratungen und Beschlussfassungen im Plenum waren: -Regelmäßige und ausführliche Berichte des Vorstands über den Gang der Geschäfte und die Rentabilität der e.optimum AG, sowie deren Tochtergesellschaften, insbesondere über die aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung und die Vermögens- und Finanzlage, sowie Berichte über die Personalentwicklung und über wesentliche Risiken der Unternehmen. -Ein Schwerpunktthema im Kalenderjahr 2022 war die Kontrolle und Überwachung der Liquiditätslage und deren Optimierung durch die stark ansteigenden Preise für Strom und Gas , z.B. durch Vorziehen und Anpassungen der Abschlagszahlungen bei RLM Kunden und ebenso Anpassungen der Abschlagszahlungen der SLP Kunden. Der Aufsichtsrat hat sich umfassend zu den Ursachen der Engpässe, sowie den Folgen der Preisverwerfungen auf den Konzern informieren lassen und mit dem Vorstand die hieraus folgenden Risiken und Gegenmaßnahmen diskutiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat gerade in den Monaten August bis Oktober des abgelaufenen Kalenderjahrs stets schriftlich über die extremen und außergewöhnlichen Entwicklungen an den Energiemärkten und deren Auswirkungen auf unser Unternehmen informiert. Die für Stromterminkontrakte zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen gingen zeitweise weit über die bisherigen Niveaus hinaus. Dank eines guten Liquiditätspuffers und Finanzmanagement war die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens aber jederzeit sichergestellt. -Überprüfung der bisherigen e.optimum-Beschaffungsstrategie bei den veränderten Rahmenbedingungen und Weiterentwicklung des Beschaffungsmodells. -Prüfung, Diskussion und Umsetzung der Einstellung des variablen Gas-Tarifs, um das unkalkulierbare Risiko der Preisentwicklung für die anstehenden Herbst- und Wintermonate von der e.optimum AG fern zu halten. -Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 waren auch die Themen Finanzbuchhaltung, Controlling, Forderungs- und Mahnwesen, sowie die Kundenentwicklung und deren Zahlungsverhalten, besonders im Kontext der stark steigenden Energiepreisen. -Intensive Befassung und Diskussion mit dem Vorstand über das Risiko- Forderungsmanagementsystem (Zahlungsausfall/Bonitätsprüfungen) und die Durchsprache der "Top30 Kunden-Liste", sowie die "Top30 offenen Postenliste" waren stets Bestandteil der gemeinsamen Sitzungen. -Regelmäßige Besprechung des Status Quo der offenen juristischen Angelegenheiten, sowie der Insolvenzfälle und Insolvenzanfechtungen, sowie der kritische Blick der Entwicklung dieser Themen unter dem Aspekt der großen Verwerfungen an den Energiemärkten und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Unternehmen, unsere gewerblichen Kunden. -Vorbereitung und Umsetzung der gesetzlichen Strom- und Gaspreisbremse. 4. Prüfung von Jahresabschluss, Lagebericht und Gewinnverwendungsvorschlag Am 30. Juni 2022 hat die Hauptversammlung die WP Mittelstand AG, München zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 bestellt. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschluss zum 31.12.2022 unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts wurde dem Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats, sowie dem Steuerberater Herrn Gert Hilger von der Societät SJD aus Oberkirch, am 25. Mai 2023 im Entwurf vorgestellt. Der finale Bericht wurde dem Aufsichtsrat am 20. Juni 2023 zur Verfügung gestellt und in einer gemeinsamen Sitzung von der Abschlussprüferin präsentiert und erläutert. Die Abschlussprüferin hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat prüfte anschließend den Jahresabschluss zum 31.12.2022, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2022. Das abschließende Ergebnis seiner eigenen Prüfungen führte zu keinerlei Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2022 mit einer Bilanzsumme von € 279.010.714,50 und einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von € 21.945.789,20, welcher von der WP Mittelstand AG mit Datum vom 20.06.2023 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testiert wurde und stellte diesen fest. Gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 12. Dezember 2016 wird der Gewinn in voller Höhe von € 21.945.789,20 vollständig an die e.optimum Aktienholding GmbH abgeführt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitenden für ihr großes Engagement und die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Leistungen, welche die Grundlage für die positive Geschäftsentwicklung trotz geopolitischer Herausforderungen waren.
Offenburg, 28. Juni 2023 gez. Josef Erdrich, Vorsitzender gez. Klaus Gaiser, stellv. Vorsitzender gez. Dr. Wolfgang Bruder gez. Jochen Weinzierl sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.06.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die e.optimum AG Offenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der e.optimum AG, Offenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der e.optimum AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 20. Juni 2023 WP
Mittelstand AG
gez. Gertrud K. Deffner, Diplom-Kauffrau, Wirtschaftsprüferin |
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