Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 110950
Vorher
RBA Regionalbus Arnstadt GmbH
Eingetragen
16.9.1999
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
1. Die Erfüllung von übertragbaren Aufgaben des straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), insbesondere die Gewährleistung des ÖPNV und die Übernahme von Betriebsführungsaufgaben. Die Gesellschaft kann alle diesen Zweck fördernde und mit diesem in einem organisatorischen Zusammenhang stehenden Geschäfte abschließen. 2. Sie ist berechtigt, sich an anderen, gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen. Sie kann als persönlich haftender Gesellschafter eintreten und auch einen Geschäftsführer bestellen. Sie kann mit anderen gleichartigen Unternehmen oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften Verträge im Hinblick auf die Durchführung des Unternehmenszwecks schließen. 3. Darüber hinaus gehören zum Unternehmensgegenstand alle dem Unternehmenszweck dienlichen und zulässigen Aktivitäten im Bereich der öffentlichen Personenbeförderung mit Kraftfahrzeugen, insbesondere die Ausführung von Sonderformen des Linienverkehrs; von Gelegenheitsverkehren mit Omnibussen, Taxen und Mietwagen; die Übernahme und Durchführung von Personenbeförderungsleistungen jeder Art für andere gleichartige Unternehmen; die Planung, Finanzierung, Errichtung und Bewirtschaftung von Anlagen zur Personenbeförderung. Zum Unternehmensgegenstand gehören außerdem mit diesen Aufgaben zusammenhängende Beratungs-, Vermittlungs- und Handelstätigkeit, die Akquisition und die Verwaltung von im Eigentum der Gesellschaft stehenden Immobilien, der Handel mit sowie der Vermietung von Kraftfahrzeugen jeglicher Art (neu und gebraucht). 4. Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des Baunebengewerbes, insbesondere Ausbau-, Renovierungs-, Sanierungs- und sonstige handwerksähnliche Tätigkeiten, soweit diese keiner besonderen behördlichen Genehmigung bedürfen sowie die Vermietung von Baumaschinen, Baugeräten und sonstigen technischen Betriebsmitteln, einschließlich der damit verbundenen logistischen und technischen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Knut Gräbedünkel
seit 2.8.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

66.00% identifiziert34.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
66.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
moVeas GmbHEigenbeteiligung
34.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Am Anger 13, 99310 Osthausen-Wülfershausen OT Wülfershausen
59.400 €
66.00%
Schützenstraße 21 A, 99448 Kranichfeld
30.600 €
34.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

moVeas GmbH

Arnstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lageberichtfür das Geschäftsjahr 2023

der moVeas GmbH, Arnstadt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die moVeas GmbH ist ein privat geführtes Nahverkehrsunternehmen mit Hauptsitz in Arnstadt, das sich auf die Planung, Organisation und Durchführung von öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) in ländlichen und städtischen Regionen spezialisiert hat. Das Geschäftsmodell basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz: moVeas übernimmt sowohl die operative Durchführung von Linienverkehren als auch die strategische Planung und Beratung für Kommunen und Landkreise. Ergänzt wird das Portfolio durch Dienstleistungen in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Touristik und Mobilitätslösungen wie Rufbus- und Bus-Taxi-Kombinationen.

In diesem Zusammenhang sieht die moVeas GmbH die Erfüllung von übertragbaren Aufgaben des straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), insbesondere die Gewährleistung des ÖPNV und die Übernahme von Betriebsführungsaufgaben als zentralen Tenor.

Zur Unternehmenstätigkeit der moVeas GmbH zählen gleichfalls alle dem Unternehmenszweck dienlichen und zulässigen Aktivitäten im Bereich der öffentlichen Personenbeförderung mit Kraftfahrzeugen, insbesondere das Management, die Planung und der Betrieb von Personenbeförderungsleistungen, die Ausführung von Sonderformen des Linienverkehrs; von Gelegenheitsverkehren mit Omnibussen, Taxen und Mietwagen; die Organisation und Durchführung von Reisen jeglicher Art; die Übernahme und Durchführung von Personenbeförderungsleistungen jeder Art für andere gleichartige Unternehmen; die Planung, Finanzierung, Errichtung und Bewirtschaftung von Anlagen zur Personenbeförderung.

Zu den Kunden der Unternehmung zählen kommunale, gewerbliche als auch private Auftraggeber.

2. Forschung und Entwicklung

Die Rekommunalisierung der Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs gewinnt in Deutschland seit einigen Jahren wieder an Bedeutung. Wissenschaftlich wird die Rekommunalisierung als Reaktion auf die Defizite der Privatisierung betrachtet. Insbesondere dieser Prozess stellt besondere Herausforderungen an die privaten Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs, welche kausal sich stärker auf Nischenangebote, innovative Mobilitätslösungen oder Kooperationen mit Kommunen konzentrieren müssen. Die Beteiligung an ausgewählten Ausschreibungsverfahren ist ein wesentlicher Aspekt, den die moVeas GmbH gezielt und controllt als einen Baustein der Unternehmensstrategie sieht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlich

Gemäß dem statistischen Bundesamt liegt das inländische Bruttoinlandsprodukt für 2023 aufgrund schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen bei -0,3 %. (Stand Statistisches Bundesamt, Januar 2024)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. und 2. Quartal 2024 gegenüber 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - weiter gesunken (-0,25 %). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das Ergebnis der „Schnellmeldung vom 30. Januar 2024“. Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte“. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)

Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)

Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor stagniert hatte. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm, hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen zu verzeichnen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen im 2. und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse verzeichnet hatte. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)

Auch in den anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in der EU insgesamt hat sich die Wirtschaft im 4. Quartal 2023 abgekühlt. Während Spanien und Italien noch einen Anstieg von 0,6 % beziehungsweise 0,2 % im Vergleich zum3. Quartal 2023 verzeichneten, stagnierte das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP in Frankreich und auch im Euroraum insgesamt (0,0 %). Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten (USA) nahm mit +0,8 % im Vergleich zum Vorquartal und+3,1 % gegenüber dem 4. Quartal 2022 stärker zu als die der meisten europäischen Staaten. Deutschland liegt im Vorjahresvergleich preis-, saison- und kalenderbereinigten mit -0,2 % deutlich unterhalb der Entwicklung in der EU insgesamt (+0,3 %). (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)

Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2023 von rund 46,2 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschlanderbracht. Das waren 216 000 Personen oder 0,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht. (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung 59 vom 16. Februar 2024)

Die Zuwachsrate zum Vorjahresquartal bei den privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen schwächte sich im Jahresverlauf immer weiter ab, im 4. Quartal 2023 lag sie noch bei +3,8 %. Da das verfügbare Einkommen mit +4,4 % im Vorjahresvergleich etwas stärker anstieg, lag die Sparquote mit 10,9 % über dem Vorjahreswert von 10,5 %. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 66, 23.2.2024)

Branchenbezogen und Lage im Freistaat Thüringen

Zwischen 2023 und 2025 zeigt sich im Thüringer Personenbeförderungsverkehr ein deutliches Spannungsfeld zwischen Nachfragestabilisierung, Kostensteigerung und strukturellem Wandel. Nach den pandemiebedingten Einbrüchen verzeichnete der öffentliche Nahverkehr 2023 eine merkliche Erholung. Die Fahrgastzahlen im Linienverkehr - also Bus und Bahn - nahmen laut VDV-Statistik deutschlandweit um rund sieben Prozent zu, wobei Thüringen weitgehend diesem Trend folgte. Insbesondere auf der Thüringer Städtekette zwischen Gotha, Erfurt, Weimar, Jena und Gera erholte sich die Nachfrage schnell. Dagegen blieb sie in peripheren und ländlichen Regionen, etwa im Eichsfeld oder im südlichen Thüringer Wald, spürbar hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Der Schienenpersonennahverkehr legte leicht zu, erreichte aber 2023 noch nicht ganz die Zahlen von 2019. Im Durchschnitt blieb die Verkehrsleistung im SPNV um etwa zehn bis 15 Prozent darunter.

Für die kommenden Jahre bis 2025 rechnen der Nahverkehrsplan SPNV Thüringen 2023-2027 und die Branchenberichte des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit weitgehend stabilen Fahrgastzahlen. Die Tendenz ist dabei differenziert: In den Oberzentren und entlang der Hauptachsen wird weiteres Wachstum erwartet, während in ländlichen Räumen ein Rückgang der Nachfrage und der Auslastung wahrscheinlich ist. Die Thüringer Landesregierung verfolgt deshalb eine Doppelstrategie - Ausbau und Verdichtung des Schienenverkehrs in den urbanen Korridoren sowie Sicherung der Grundversorgung im ländlichen Raum durch landesbedeutsame Buslinien und flexible Bedienformen. Die Investitionsschwerpunkte liegen auf Elektrifizierung, barrierefreiem Ausbau der Bahnhöfe und dem Einsatz alternativer Antriebe. Besonders Batterie- und Wasserstoffzüge sollen Dieselstrecken ablösen, um die Klimaziele des Landes zu unterstützen. Parallel dazu wird die Digitalisierung des Fahrkartenvertriebs und der Fahrgastinformation forciert, um Servicequalität und Effizienz zu steigern.

Finanziell steht der Thüringer ÖPNV vor erheblichen Herausforderungen. Die Betriebskosten steigen aufgrund höherer Energiepreise, Löhne und Instandhaltungsausgaben deutlich an, während die Bundeszuschüsse über die Regionalisierungsmittel nur moderat wachsen. Nach Angaben des Nahverkehrsplans steigen die jährlichen Bestellkosten für den Schienenpersonennahverkehr von etwa 270 Millionen Euro im Jahr 2022 auf voraussichtlich 329 Millionen Euro im Jahr 2027. Gleichzeitig sinkt Thüringens Anteil an den bundesweiten Regionalisierungsmitteln leicht. Der Handlungsdruck zur Effizienzsteigerung ist entsprechend groß. Das Deutschland-Ticket wirkt hier zwar stabilisierend auf die Fahrgastzahlen, bringt jedoch aufgrund des niedrigen Ticketpreises neue Finanzierungsrisiken mit sich.

Insgesamt lässt sich die Entwicklung des Personenbeförderungsverkehrs in Thüringen bis 2025 als eine Phase der Konsolidierung und Modernisierung beschreiben. Die Nachfrage erholt sich, die Strukturen werden digitaler und klimafreundlicher, doch die Finanzierung bleibt angespannt. Der Erfolg hängt wesentlich davon ab, ob es gelingt, die Verkehrsangebote stärker zu vernetzen, regionale Ungleichgewichte auszugleichen und gleichzeitig die Qualität zu sichern. Der Freistaat setzt dabei auf langfristige Planungssicherheit, technologische Innovation und eine schrittweise Transformation hin zu einem nachhaltigen, barrierefreien und attraktiven öffentlichen Nahverkehrssystem.

Quellen:

• VDV-Statistik 2023, S. 6-26, 42-44

• VDV-Jahresbericht 2024/2025, S. 6-8, 43-47

• Nahverkehrsplan SPNV Thüringen 2023-2027, Kapitel 2.2, 2.5, 3.3

• Statistischer Bericht Thüringen 2023, Tabellen zur Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur

2. Geschäftsverlauf

Die moVeas GmbH kann auch 2023 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Der Geschäftsverlauf war durch die Abwicklung eines neuen Verkehrsvertrages im Bundesland Sachsen geprägt. Dieser beeinflusste die Ertragslage sehr positiv und die erhöhte gleichfalls die Investitionsquote der Gesellschaft. Der im Land Sachsen gewonnene 10-Jahres-Vertrag aus der Ausschreibung bietet dem Unternehmen eine verlässliche Grundlage für mittelfristige Planungssicherheit.

Im Vergleich zu 2022, das noch stärker von pandemiebedingten Nachwirkungen, multiplen Weltkrisen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt war, zeigte sich 2023 als Jahr der Entwicklung sowie gezielten Expansion. Die moVeas GmbH investierte nicht nur in Digitalisierung und Mobilitätslösungen beziehungsweise hielt die angebotenen Dienstleistungen weiter aufrecht.

Im Jahr 2023 konnte die moVeas GmbH ihre Marktposition deutlich ausbauen. Mit dem Gewinn zusätzlicher Verkehrsverträge im Landkreis Görlitz - insbesondere für die Linienbündel „Nord“ und „Görlitzer Umland“ - wurde das operative Geschäft in Sachsen erheblich erweitert. Die Regionen Görlitz, Niesky und Weißwasser wurden in das Liniennetz integriert und mit modernen, effiziente Busflotten bedient. Diese Expansion stellte einen bedeutenden Meilenstein in der Unternehmensentwicklung dar und stärkt die Präsenz von moVeas im mitteldeutschen Raum.

Darüber hinaus realisierte die moVeas GmbH im Geschäftsjahr 2023 Leistungen im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs im Raum Arnstadt und Ilm-Kreis. Das Geschäftsmodell wurde zusätzlich temporär durch die Übernahme von Aufträgen im Bereich des Schienenersatzverkehrs sowie Gelegenheitsverkehren in verschiedenen Regionen abgerundet.

Die moVeas GmbH erbrachte im Geschäftsjahr 2023 ca. 4,3 Mio. Linienkilometer, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 430 Prozent entspricht.

Die Situation am Arbeitsmarkt, speziell im Bereich der Omnibusfahrer hat sich 2023 gegenüber den Vorjahren etwas entspannt. Aufgrund des neuen Verkehrsvertrages hat die moVeas GmbH das Personal stichtagsbezogen auf 137 Personen erhöht.

Aufgrund der neuen langfristigen Aufträge stiegen im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um T€ 11.402. Die Materialeinsatzquote ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (0,9 Prozentpunkte), so dass sich unser Rohertrag um T€ 6.487 erhöhte.

Während des Geschäftsjahres wurde weiterhin wesentliches Anlagevermögen angeschafft und von Schwestergesellschaften im weiteren Verlauf des Jahres gemietet. Im Geschäftsjahr wurden weiterer weitere Immobilien, insbesondere im Land Sachsen, angemietet.

Im Vorjahr waren Beteiligungserträge aus Verbundunternehmen in Gesamthöhe von T€ 200 zu verzeichnen.

Dieses zeigt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, in gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeiten die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern und dennoch einen positiven Geschäftsverlauf darstellen kann. Im Geschäftsjahr 2023 ist es der Gesellschaft weiter gelungen, die vorhandene Marktposition zu sichern und in bestimmten Bereichen sogar auszubauen.

3. Lage

Die aktuelle Unternehmenssituation wird weiterhin maßgeblich durch das operative Kerngeschäft geprägt, welches maßgeblich zur Stabilisierung und Entwicklung der wirtschaftlichen Unternehmensbasis beiträgt.

a. Ertragslage:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 834 69 765 1.110,2
Beteiligungsergebnis 0 200 -200 -100,0
Zinsergebnis -361 -52 -309 -594,2
Steuerergebnis -143 32 -176 -543,7
Jahresergebnis 307 36 271 761,1

Die wesentlichen Ergebnisquellen stellen die Fahrgasterlöse und die Zuschüsse der Kommunen für die Personenbeförderung im ÖPNV dar. Diese betragen mehr als 85,2 % (Vorjahr: 55,2%) der gesamten Umsätze. Auf den Bereich Vermietungen entfallen 11,1 % (Vorjahr: 38,1 %) der Umsätze.

Die Abschreibungen sind aufgrund von Investitionen in den Fuhrpark gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Personalkosten stiegen gegenüber dem Vorjahr durch den erhöhten Personalbestand (T€ + 3.392).

Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stiegen um T€ 1.083 auf T€ 1.981. Einen wesentlichen Anteil daran haben die gestiegenen Aufwendungen für die logistische Abwicklung sowie Reparaturkosten im Fuhrpark (T€ 130), Aufwendungen für Wertberichtigungen (T€ 167) sowie Aufwendungen für Prozesskosten (T€ 91).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ -309 auf T€ -361 verringert. Dabei sind die Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten von T€ 31 auf T€ 336 gestiegen; die Zinsaufwendungen für die Abzinsung von Rückstellungen sind um T€ 1 gestiegen.

Die Eigenkapitalrentabilität beträgt daher für das Geschäftsjahr 18,5 % (Vorjahr: 3,3 %). Die Umsatzrentabilität stieg von 0,7 % auf 1,8 %.

b. Finanzlage:

Die Finanzlage der moVeas GmbH ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Gesellschaft erzielte aufgrund eines gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Jahresergebnisses (T€ 272) und gleichzeitig gegenüber dem Vorjahr wesentlich gestiegenen Abschreibungen (T€ 1.101) einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (T€ 5.084; Vorjahr: T€ 508).

Die Kapitalstruktur hat sich leicht verbessert. Wesentlichen Anteil daran hat die Konsolidierungspolitik, aufgrund derer erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 56,3 % (Vorjahr: 66,6 %) der Bilanzsumme. Zwecks Finanzierung der Absatzgeschäfte bedient das Unternehmen sich keiner der eingeräumten Kreditlinien der Banken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 25,0 % (Vorjahr: 15,2 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte stichtagsbedingt.

Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dargestellt; die Liquidität 1. Grades liegt bei 42,3 % (Vorjahr: 1,0 %), die des 2. Grades bei 80,1 % (Vorjahr: 48,3 %).

Die Nettoverschuldung in Jahren, bezogen auf den Cashflow beträgt 6,1 (Vorjahr: 44,7).

Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich verbessert.

c. Vermögenslage:

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 10.967 11.185 -218 -1,9
kurzfristige Vermögenswerte 2.604 3.507 -903 -25,8
liquide Mittel 2.815 65 2.750 4.250,1
Passiva
Eigenkapital 1.661 1.073 587 54,7
langfristige Verbindlichkeiten 8.704 7.872 832 10,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.655 5.492 1.163 21,2
Bilanzsumme 17.520 14.997 2.553 16,8

Der Anlagendeckungsgrad beträgt 15,1 % (Vorjahr: 9,66 %), die Anlagenintensität lag bei 62,6 % (Vorjahr: 74,6 %).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von T€ 426 auf T€ 1.196 gestiegen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr niedrig gehalten werden. Die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit von 25,5 (Vorjahr: 27,9) Tagen liegt im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich im positiven Bereich.

Vorhandene Kontokorrentlinien wurden nicht beansprucht.

Der dynamische Verschuldungsgrad liegt bei 614,3 % (Vorjahr: 4.469,9 %).

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Die moVeas GmbH hat im Geschäftsjahr eine über die Planansätze hinaus positive Entwicklung genommen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

Umsatzentwicklung,

Betriebsergebnis und

Branchenentwicklung.

Das Unternehmen zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Linie, Umsatzrendite, Rohertragsermittlung der einzelnen Aufträge, sowie den Cashflow heran.

Bei den Mitarbeitenden ist ein Geschäftsführer mitgezählt. Die Berechnung der Umsatzrendite erfolgt mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozentpunkte gestiegen. Die EBIT-Marge beträgt 5,0 % (Vorjahr: 1,2 %). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ 5.084 (Vorjahr: T€ 508). Diese Kennzahlen zeigen einen leichten Anstieg der Umsatzrendite sowie der EBIT-Marge, welches im Wesentlichen, auf den im Geschäftsjahr erstmalig über zwölf Monate laufenden Verkehrsvertrag zurückzuführen ist.

Die wirtschaftliche Gesamtlage der moVeas GmbH kann im Berichtsjahr als solide und zufriedenstellend gesehen werden.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung des Vertriebs im Kommunalbereich forciert, um die Marktposition weiter zu festigen und neue Potenziale zu erschließen.

Die Mittel - und Langfristauswirkungen möglicher Fahrgastrückgänge, der Stilllegung von Linien sowie weiterer Einschnitte und Veränderungen sind für alle Marktteilnehmer eher schwer zu kalkulieren. Die Nachhaltigkeit der Veränderungen auch im Handeln und Denken der Menschen stellen für die ÖPNV-Brache eine immense Herausforderung dar. Das Ziel der moVeas GmbH ist es, diesen Wandel aktiv mitzugestalten und die strategische Ausrichtung des Unternehmens weiterzuentwickeln.

Für das Jahr 2024 ist es aufgrund der gesamtwirtschaftlichen, sowie der gesamtpolitischen Situation schwierig, nachhaltig planbar.

Im Bereich der Ersatzteile für die Reparaturen der Flotte ist mit weiteren Lieferengpässen zu rechnen. Personell wird mit leicht steigenden Mitarbeitenden Zahlen gerechnet, wobei zusätzliches Personal insbesondere im administrativen Bereich benötigt wird. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden genießt weiterhin hohe Priorität.

Die für 2023 gesetzten Ziele hat die Gesellschaft bei der Gesamtleistung mit T€ 1.280 übertroffen und beim EBIT um T€ 218 verfehlt. Die Abweichung beim EBIT lag an unvorhersehbaren Einmaleffekten bei Wertberichtigungen auf Forderungen und Prozesskosten in Höhe von insgesamt T€ 258.

Die Ertragsplanung sieht für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Rückgang der Gesamtleistung von T€ 502 vor. Für 2025 erwarten wir einen Anstieg der Gesamtleistung um T€ 817 im Vergleich zu 2024.

Insgesamt rechnet die moVeas GmbH in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, mit positiven Ergebnissen vor Steuern und Zinsen (2024: T€ 1.216; 2025: T€ 1.379), sowie einer weiterhin verbesserten Kapitaldienstfähigkeit.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen ist nicht zu sehen.

IV. Bericht über Zweigniederlassungen

Mit der erfolgreichen Teilnahme an der öffentlichen Ausschreibung im Freistaat Sachsen und dem Abschluss eines zehnjährigen Verkehrsvertrags hat die moVeas GmbH im Berichtsjahr ein neues Verkehrsgebiet übernommen und damit einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Görlitz sowie Umland geleistet. Die kausale Eröffnung der Zweigniederlassung in Niesky stellte dabei einen wesentlichen Meilenstein dar, um die vertraglich vereinbarten Leistungen den Anforderungen entsprechend umzusetzen, als auch um die moVeas GmbH über die Landesgrenzen von Thüringen hinaus präsenter zu zeigen.

Durch die neue Betriebsstätte in Niesky konnte die moVeas GmbH nicht nur die operative Steuerung vor Ort umsetzen und damit gleichfalls die Reaktionsfähigkeit erhöhen. Der Einsatz von moderner Infrastruktur und Fachkräften sicherte die professionelle Umsetzung der hohen Anforderungen aus dem Verkehrsvertrag. Die Servicequalität für die Fahrgäste war nachhaltig zu steigern.

Für den Landkreis bedeutete die Übernahme des Verkehrsgebiets durch die moVeas GmbH spürbare Verbesserungen: Die Fahrpläne wurden überarbeitet und besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt, die Fahrzeugflotte modernisiert und die Pünktlichkeit sowie Zuverlässigkeit im Linienbetrieb erhöht. Gleichzeitig wurde die Kommunikation mit den kommunalen Auftraggebern intensiviert, um regionale Besonderheiten und Anforderungen gezielt zu berücksichtigen.

Die moVeas GmbH versteht diese 10-jährige Partnerschaft als Verpflichtung und Chance, den ÖPNV in der Region aktiv mitzugestalten. Mit der neuen Niederlassung in Niesky und dem stabilen Fundament des Verkehrsvertrags ist das Unternehmen bestens aufgestellt, um auch zukünftige Herausforderungen im Sinne der Fahrgäste und des Landkreises zu meistern.

V. Chancen und Risiken

1. Risikobericht

Branchenbezogene Risiken:

Ein großer Teil der Aufträge der Gesellschaft beinhalten fest vereinbarte Preise und feste Vertragslaufzeiten. Preisänderungsrisiken bestehen dagegen bei Anpassungen von Vertragsklauseln für gestiegene Betriebskosten sowie über dem Preis stattfindende Kostensteigerung, die keine Kompensierung durch anderweitige Einsparungen finden. Hier unterliegt die Gesellschaft der allgemeinen Marktentwicklung und den Einflüssen der Gesetzgebung.

Ertragsorientierte Risiken:

Die moVeas GmbH sieht sich in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld, das durch eine nicht kalkulierbare Anbieterzahl und stark steigende Personalkosten geprägt ist. Diese Faktoren erschweren eine verlässliche wirtschaftliche Planung und haben in der Vergangenheit zu einem intensiven Wettbewerbsdruck geführt. Insbesondere die volatilen Kostenstrukturen im Personalbereich stellen ein wesentliches Risiko für die Ertragslage dar. Um diesen Entwicklungen proaktiv zu begegnen, setzt die moVeas GmbH auf eine vorausschauende Personal- und Kostenplanung sowie auf die kontinuierliche Optimierung interner Prozesse.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich für die moVeas GmbH insbesondere im Zusammenhang mit Refinanzierungsmaßnahmen und der Entwicklung des Zinsniveaus. Schwankungen auf den Kapitalmärkten sowie potenzielle Veränderungen der Kreditkonditionen können sich mittel- bis langfristig auf die Finanzierungskosten auswirken und stellen daher ein relevantes Risikofeld dar.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind weitere Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die vorhandenen finanziellen Reserven sowie eine vorausschauende Finanzplanung ermöglichen eine zuverlässige Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen. Engpässe sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

Die moVeas GmbH verfolgt weiterhin eine konservative Finanzstrategie, um auch unter veränderten Marktbedingungen handlungsfähig zu bleiben.

2. Chancenbericht

Die moVeas GmbH verfügt über ein breit aufgestelltes und kontinuierlich wachsendes Dienstleistungsportfolio im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs. Dieses umfasst neben dem klassischen Linienbetrieb auch ergänzende Leistungen in angrenzenden Geschäftsfeldern und Nischenbereichen, die gezielt ausgebaut werden, um die Marktposition zu stärken und neue Potenziale zu erschließen. Insbesondere im Unternehmenssektor der Fahrzeugtechnik sowie dem Bereich Reisen & Touristik sieht die moVeas GmbH wesentliche Potentiale der Entwicklung, des Ausbaus sowie der Markterschließung.

Die hohen Qualitätsansprüche der Gesellschaft werden durch ein systematisches Qualitätsmanagement umgesetzt, das sowohl interne Kontrollmechanismen als auch regelmäßige Revisionen umfasst. Diese Maßnahmen gewährleisten eine gleichbleibend hohe Servicequalität und tragen zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Prozesse bei. Durch die Erweiterung in neue Geschäftsfelder erhöht sich die strategische Resilienz der moVeas GmbH gegenüber Marktschwankungen und branchenspezifischen Herausforderungen. Damit ist das Unternehmen gut aufgestellt, um auch künftig flexibel und nachhaltig auf Veränderungen im ÖPNV-Markt reagieren zu können.

Dem zunehmenden Wettbewerb im Markt, insbesondere durch die wachsende Zahl von Anbietern im Verkehrssegment, begegnet die moVeas GmbH mit einem klaren strategischen Profil: Der langjährigen Erfahrung, der Innovationskraft sowie der hohen Zuverlässigkeit und Qualitätsorientierung, welche gemeinschaftlich die Grundlage für eine nachhaltige Positionierung im Wettbewerb bilden.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die Qualifikation der Mitarbeitenden. Die moVeas GmbH legt großen Wert auf die fachliche und persönliche Entwicklung des Personals. Neben der sehr erfolgreichen Ausbildung eigener Nachwuchskräfte setzt die Gesellschaft gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für bestehende Mitarbeitende. Bei Neueinstellungen wird vorrangig auf die Auswahl qualifizierter Fachkräfte geachtet, um die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Teams kontinuierlich zu stärken.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Gesellschaft weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld.. Darüber hinaus stellen Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Bevölkerung sowie politische und gesellschaftliche Entwicklungen im Bereich der Verkehrswende ein strategisches Risiko dar. Fahrgastrückgänge, die Stilllegung von Linien oder strukturelle Anpassungen im ÖPNV können mittel- bis langfristig Auswirkungen auf die Auslastung und Wirtschaftlichkeit bestehender Verkehrsverträge haben. Auch finanzwirtschaftliche Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit Refinanzierungen und Zinsentwicklungen, bleiben relevant. Zwar ist die Liquiditätslage der moVeas GmbH derzeit stabil, doch können externe Marktveränderungen die Finanzierungskosten wesentlich beeinflussen. Die moVeas GmbH begegnet diesen Risiken mit einer vorausschauenden und professionell nachgehaltenen Unternehmensstrategie, einem diversifizierten Leistungsportfolio und einem klaren Fokus auf Qualität, Effizienz und Mitarbeiterentwicklung. Dadurch soll die Resilienz des Unternehmens gestärkt und die nachhaltige Geschäftsentwicklung gesichert werden. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Arnstadt, im Juni 2024

Die Geschäftsführung

Knut Gräbedünkel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.966.522,36 11.184.539,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 124.939,50 111.923,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 124.939,00 111.923,00
II. Sachanlagen 10.734.824,11 10.965.856,98
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 867.520,07 900.248,07
2. technische Anlagen und Maschinen 182.242,00 133.372,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.558.876,91 9.914.908,91
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126.185,13 17.328,00
III. Finanzanlagen 106.758,75 106.758,75
1. Beteiligungen 106.758,75 106.758,75
B. Umlaufvermögen 6.422.002,27 3.679.602,05
I. Vorräte 58.651,84 233.472,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.548.855,57 3.381.470,67
1. Forderungen gegen Gesellschafter 231.070,13 165.235,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 665.645,81
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.228.457,09 535.581,72
4. sonstige Vermögensgegenstände 2.089.328,35 2.015.007,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.814.494,86 64.658,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.145,89 20.358,99
D. Aktive latente Steuern 121.501,00 112.906,00
Aktiva 17.520.171,52 14.997.406,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.660.590,18 1.073.208,88
I. Gezeichnetes Kapital 90.000,00 90.000,00
II. Gewinnrücklagen 280.000,00
III. Bilanzgewinn 1.290.590,18 983.208,88
davon Gewinnvortrag 983.208,88 947.513,46
B. Rückstellungen 500.766,68 558.874,00
C. Verbindlichkeiten 15.358.814,66 13.364.488,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.863.407,09 9.987.817,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 296.958,64 899.653,59
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 5.950,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 5.198.448,93 2.471.067,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 835,37
Passiva 17.520.171,52 14.997.406,27

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.006.759,84 3.473.644,21
2. Personalaufwand 5.833.751,83 2.441.507,31
a) Löhne und Gehälter 4.651.689,61 1.931.933,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.182.062,22 509.573,71
davon für Altersversorgung 94.202,41 81.863,53
3. Abschreibungen 1.365.246,03 263.909,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.365.246,03 263.909,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.981.148,49 897.972,65
5. Erträge aus Beteiligungen 200.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 200.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.098,07 14.053,35
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 383.096,78 65.498,35
davon an verbundene Unternehmen 6.752,33 237,33
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 0,00 20.638,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 143.309,23 -32.296,87
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.595,00 8.242,00
9. Ergebnis nach Steuern 322.305,55 51.106,19
10. sonstige Steuern 14.924,25 15.410,77
11. Jahresüberschuss 307.381,30 35.695,42
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 983.208,88 947.513,46
13. Bilanzgewinn 1.290.590,18 983.208,88

Anhangfür das Geschäftsjahr 2023

der moVeas GmbH, Arnstadt,

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: moVeas GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Arnstadt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: HRB 110950

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 170.028,00 €.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Vermögensgegenstände aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in der Bilanz mit 0 € (Vorjahr: T€ 666). Darin enthalten:

- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: € 0 (Vorjahr: T€ 518)

- Sonstige Vermögensgegenstände: € 0 (Vorjahr: T€ 147)

Vermögensgegenstände aus Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind in der Bilanz mit 1.228 € (Vorjahr: T€ 536). Darin enthalten:

- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: € 344.866 (Vorjahr: T€ 346)

- Sonstige Vermögensgegenstände: € 883.591 (Vorjahr: T€ 190)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sind in der Bilanz mit 296.959 € (Vorjahr: T€ 900). Darin enthalten:

- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: € 237.219 (Vorjahr: T€ 609)

- Sonstige Verbindlichkeiten: € 59.740 (Vorjahr: T€ 291)

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in der Bilanz mit 0 € (Vorjahr: T€ 6). Darin enthalten:

- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: € 0 (Vorjahr: T€ 6)

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 4.008.507

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 5.339.288

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

- Die Abschreibungen auf Zugänge des Geschäftsjahres betragen € 81.988.

- Im Geschäftsjahr wurden Wirtschaftsgüter veräußert, auf die kumulierte Abschreibungen in Höhe von € 34.464 entfielen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 320.253,96 43.059,20 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 139.134,34 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 459.388,30 43.059,20 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.391.500,79 12.534,52 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 674.264,95 76.962,14 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.543.805,59 911.262,17 39.910,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.328,00 296.357,13 0,00
Summe Sachanlagen 14.626.899,33 1.297.115,96 39.910,65
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 106.758,75 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 106.758,75 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 15.193.046,38 1.340.175,16 39.910,65
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 363.313,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 139.134,34
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 502.447,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.404.035,31
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 751.227,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 12.415.157,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -187.500,00 126.185,13
Summe Sachanlagen -187.500,00 15.696.604,64
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 106.758,75
Summe Finanzanlagen 0,00 106.758,75
Summe Anlagevermögen -187.500,00 16.305.810,89
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.330,96 30.043,20 0,00 0,00 238.374,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 139.133,84 0,00 0,00 0,00 139.133,84
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 347.464,80 30.043,20 0,00 0,00 377.508,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.491.252,72 45.262,52 0,00 0,00 1.536.515,24
2. technische Anlagen und Maschinen 540.892,95 28.092,14 0,00 0,00 568.985,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.628.896,68 1.261.848,17 34.464,65 0,00 2.856.280,20
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.661.042,35 1.335.202,83 34.464,65 0,00 4.961.780,53
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.008.507,15 1.365.246,03 34.464,65 0,00 5.339.288,53
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 124.939,00 111.923,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,50 0,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 124.939,50 111.923,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 867.520,07 900.248,07
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 182.242,00 133.372,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 9.558.876,91 9.914.908,91
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 126.185,13 17.328,00
Summe Sachanlagen 0,00 10.734.824,11 10.965.856,98
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 106.758,75 106.758,75
Summe Finanzanlagen 0,00 106.758,75 106.758,75
Summe Anlagevermögen 0,00 10.966.522,36 11.184.539,23

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.003.132 € (Vorjahr: 107.251,33 €).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

- Ertrags-Steuerforderungen in Höhe von € 62.916

- Verbrauchs-Steuerforderungen in Höhe von € 31.614

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 129.670 €.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0,00
Aktivierung latenter Steuern 121.501,00
§ 253 Abs. 6 HGB 8.169,00
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 0
Gesamtbetrag 129.670,00

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das

- modifizierte Teilwertverfahren

- Projected Unit Credit - Verfahren (PUC)

angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz für PUC und Anwartschaftsbarwertverfahren 1,82 %
Zinssatz für modifiziertes Teilwertverfahren 6,00 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 1,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck 2018 G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 8.169 €.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Erfüllungsbetrag der Schulden 672.432,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 502.404,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 502.404,00
verrechnete Aufwendungen 7.198,00
verrechnete Erträge 12.607,00

Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

- Rückkaufswert zuzüglich garantierter und bisher erworbener Überschussanteile des Deckungsvermögens.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 4.328.100 € (Vorjahr: 4.013.838,19 €).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 9.863.407 €.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

- Sicherungsübereignung € 9.863.000

- Grundschulden € 550.000

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit größer 5 Jahre Betrag
Sicherung Betrag
Vermerk
gegenüber Kreditinstituten 4.328.100,00 4.268.335,00 2,1
Summe 4.328.100,00 4.268.335,00

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
T€ kleiner 1 J.
T€
1 bis 5 J.
T€
größer 5 J.
T€
gegenüber Kreditinstituten 9.863,4 1.219,0 4.376,1 4.268,3
aus Lieferungen und Leistungen 4.385,2 4.385,2 0,0 0,0
gegenüber verbunden Unternehmen 297,0 237,2 0,0 59,7
sonstige Verbindlichkeiten 813,2 813,2 0,0 0,0
Summe 15.358,8 6.654,6 4.376,1 4.328,1

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 121.501 €.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 8.595 €.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von sonstigen Vermögensgegenständen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 4.723.587 € sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- Mietverpflichtungen für unbewegliches Vermögen T€: 712

- Mietverpflichtungen für bewegliches Vermögen T€: 4.071

Die Verpflichtungen sind gerechnet auf einen Zeitraum von fünf Jahren.

Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind folgende Angaben betreffend assoziierter Unternehmen aufzuführen:

- Die Mietverpflichtungen für unbewegliches Vermögen betreffen in Höhe von T€ 78 eine Schwestergesellschaft.

- Die Mietverpflichtungen für bewegliches Vermögen betreffen in Höhe von T€ 3.357 zwei Schwestergesellschaften.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 118,00
Angestellte 15,00
leitende Angestellte 4,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 137,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 109,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 27,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Knut Gräbedünkel ausgeübter Beruf: Dipl. Wirtschaftsingenieur

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Stand bisheriger Kredite 165.235,00
Rückzahlungen im Berichtsjahr 4.492,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 70.327,00
= neuer Kreditbestand 231.070,00

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 307.381 €.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 1.290.590 €, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 1.290.590 € vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Arnstadt, 30.06.2025

Knut Gräbedünkel

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.11.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die moVeas GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der moVeas GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der moVeas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kamen, den 31. Oktober 2025

Ecofides GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Torsten Rilling, Wirtschaftsprüfer

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