Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 716784
Vorher
MAURITIUS 160. Vermögensverwaltungs GmbHMontraTec GmbH
Eingetragen
8.12.2016
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Gegenstand
Die Herstellung, Entwicklung und der Vertrieb von automatisierten Transportsystemen und -lösungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sven Worm
seit 12.12.2024
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Columbus McKinnon Dutch Holdings 3 B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Columbus McKinnon EMEA GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

montratec GmbH

Dauchingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das zum 31. März 2024 endende Geschäftsjahr

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die montratec GmbH (kurz: montratec) entwickelt, produziert und vertreibt Intralogistik- und Prozessverkettungs-Lösungen, bekannt unter dem Markennamen montrac ®. Das Unternehmen ist überwiegend in den Branchen Automotive, Luft- und Raumfahrttechnik, Plastics, Electronics und Medical tätig und hat seinen Sitz in Dauchingen (bis September 2023 in Niedereschach). Zum Kundenkreis der Gesellschaft gehören gewerbliche und industrielle Kunden, bei denen Projekte zur Prozessverkettung und Automatisierung durchgeführt werden sowie Partnerfirmen des Maschinenbaus, die als Wiederverkäufer auftreten und montrac ® bei ihren Kunden als Teil eines größeren Projekts einsetzen.

Die Gesellschaft bietet ihren Kunden Produkte und Dienstleistungen auf dem internationalen Markt an. Um sich dem Wettbewerb international zu stellen, hat montratec eine Vertriebs- und Servicestruktur etabliert, die auf stark frequentierten geografischen Märkten durch eigene Mitarbeiter und Mitarbeiter der CMCO-Gruppe sowie durch Partnerfirmen (zum Beispiel Osteuropa, Singapur, Malaysia, Südkorea, Japan) vertreten wird. Einige Partner werden aktuell neu aufgebaut, mit anderen bestehen bereits langfristige Verbindungen.

Die montratec GmbH ist seit dem 1. Juni 2023 eine 100%-Tochter der Columbus McKinnon EMEA GmbH mit Sitz in Wuppertal (bis zum 31. Mai 2023 eine 100%-Tochter der montratec Holding S.à.r.l., Luxemburg). Darüber hinaus hält die montratec GmbH 100% der Anteile an der montratec AG, Luzern, Schweiz.

Die Produktpalette erstreckt sich vom Shuttle über die Fahrstrecke, die Peripherie, die Steuerung bis hin zum Unterbau. Die Shuttles bilden das Herzstück der intelligenten Automation. Sie werden in verschiedenen Gewichtsklassen und mit unterschiedlichen Zusatzfunktionen angeboten. Die Entwicklung weiterer Cleanroom-Varianten erweitert die Produktpalette für den Einsatz in Branchen mit besonders sensiblen Produktionsprozessen wie zum Beispiel in der Medizintechnik- und Pharmabranche oder der Mikroelektronik/Halbleiter-Industrie.

Die Steuerung aller Shuttles wird außerdem grundlegend überarbeitet, um eine offene I/O-Linkfähige Kommunikation zu ermöglichen. Die Fahrstrecke ist für alle angebotenen Shuttles kompatibel. Für eine flexible Streckenführung stehen Elemente wie Kurven, Kreuzungen, Weichen und Lifte zur Verfügung. Außerdem bieten spezielle Zusatzkomponenten die Möglichkeit, Produktions- und Bearbeitungsprozesse optimal zu gestalten. Beispielsweise zur Produktabstützung, um Kräfte vom Shuttle fernzuhalten oder neigbare Teile für mehr Ergonomie. Das TracSet (Unterbau) ist ein universelles, modulares und höhenverstellbares System für kundenspezifische Auf- und Unterbauten des montrac ® Systems.

Die Geschäftsführung hat das Ziel, die zahlreichen Produktmerkmale des montrac ® Systems und die Vorteile gegenüber den Wettbewerbern am Markt in definierten Kanälen bestmöglich zu kommunizieren. Dem Kunden wird mit individualisierbaren Standardkomponenten eine maßgeschneiderte Lösung geboten. Durch den modularen Aufbau des Systems und die Abwärtskompatibilität kann mit einer begrenzten Produktpalette ein breites Angebot an flexiblen Lösungen geboten werden. Dabei werden gemeinsam mit dem Kunden je nach Anforderung individuelle leistungsoptimierte, energieeffiziente, platzsparende und kostengünstige Lösungen entwickelt. Durch den Gewinn zahlreicher Vorzeigeaufträge in neuen Branchen wächst die Sichtbarkeit im Markt merklich. Gezielte Marketing- und Vertriebsmaßnahmen werden diesen positiven Trend aufnehmen und ausbauen. Zukünftig wird zudem der Vorteil mit den Produkten der neuen Schwesterfirmen ein breiteres Produktspektrum aus einer Hand anbieten zu können, in den Fokus gestellt.

Die Geschäftsführung steuert die montratec auf Basis ausgewählter finanzieller Leistungsindikatoren, die unmittelbar mit den Zielen der Gesellschaft zusammenhängen. Der Fokus liegt darauf, den Marktanteil durch Umsatzwachstum weiterhin deutlich zu steigern. Die Materialquote wird dabei stetig optimiert. Durch unterproportional anwachsende Personal- und Gemeinkosten wird angestrebt, im EBITDA noch höhere Wachstumsquoten zu erreichen. Die Zahlungsflüsse werden beobachtet und mit ausgewählten Finanzierungsprodukten optimiert, sodass sich die Gesellschaft dauerhaft selbst tragen kann. Diese sogenannten Leistungsindikatoren werden seit Juni 2023 monatlich an den neuen Gesellschafter berichtet. Aufgrund der Zugehörigkeit zur CMCO-Gruppe werden zukünftig auch die "Cross Margin" und das "Operating Income" nach US GAAP als Leistungskennziffer dienen.

B) WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in der Ukraine verläuft weiterhin langsam und ungleichmäßig. Das globale Wirtschaftswachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei schätzungsweise 3,1% in 2023 (Vorjahr 3,4%). Die Wachstumsraten im Euro-Raum lagen bei 0,5% (im Vorjahr 3,3%). In China wuchs die Wirtschaft auf 5,2% (im Vorjahr 3,0%), in den USA blieb sie mit 2,5% fast auf dem Vorjahresniveau (im Vorjahr 2,1%). Die Wirtschaftstätigkeiten sind immer noch weit weg von dem Niveau vor der Pandemie.

(https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024; 24.02.2024 Uhrzeit 13:40).

Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich laut Bundesamt ein Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent im Jahresvergleich sowie im vierten Quartal. Während es im ersten Quartal noch ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gab, stagnierte das BIP im zweiten und dritten Quartal. Gebremst wurde die Konjunktur vor allem von rückläufigen Investitionen, der Konsum legte hingegen nur leicht zu. Die Inflationsrate lag nach vorläufigen Daten im Jahresschnitt bei 5,9 Prozent. Dies war der zweithöchste Wert seit der Wiedervereinigung nach einer Teuerungsrate von 6,9 Prozent im Jahresschnitt 2022. Der Außenhandel sorgte für einen positiven Beitrag, weil die Importe noch stärker sanken als die Exporte.

(https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html; 24.02.2024 Uhrzeit 13:40).

Die Basisprognose geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 weiterhin mit 3,2 Prozent und damit genauso schnell wie im Jahr 2023 wachsen wird. Die Prognose für das globale Wachstum in fünf Jahren ist mit 3,1 Prozent so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

(https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024?cid=ca-com-compd-pubs_belt)

Branchenentwicklung

Da das montrac ® Schienensystem in der Regel Arbeitsstationen verkettet und damit gemeinsam mit Maschinen oder Anlagen eingesetzt wird, ist die Vergleichbarkeit mit der Entwicklung in der Branche des Maschinen- und Anlagenbaus gegeben.

Der Orderrückgang des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 ein wenig abgeschwächt - unterm Strich resultiert für das gesamte Jahr aber dennoch ein zweistelliges Minus der Bestellungen. Insgesamt blieben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real 12 Prozent unter ihrem Vorjahreswert und weiterhin ist eine Trendwende nicht erkennbar. "In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde", kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Jahresbilanz der Bestellungen.

(https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/88118235; 24.02.2024 Uhrzeit 13:40)

Der VDMA meldet auch für Januar und Februar sind die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau prozentual zweistellig gesunken: Die Auftragseingänge blieben im Februar abermals um real 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus dem Inland kamen 11 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsorders gingen um 10 Prozent zurück. Dabei fiel der Auftragsrückgang aus den Euro- Ländern (minus 15 Prozent) kräftiger aus als der Rückgang der Orders aus den Nicht-Euro-Ländern (minus 8 Prozent).

(https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/90653715)

Gesamtaussagen zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

In 2024 wird der Abschlussturnus an den des CMCO-Konzerns angeglichen. Neues Geschäftsjahresende wird der 31. März eines jeden Jahres. Dadurch ergibt sich ein Rumpfgeschäftsjahr von Januar 2024 bis März 2024. Da sich grundsätzlich die Quartale von Kalenderjahresbeginn bis -ende massiv unterscheiden, ist eine Vergleichbarkeit eines 3 Monatszeitraumes mit dem Gesamtjahr nicht möglich.

Die gesunkenen Auftragseingänge, welche die gesamte Maschinen- und Anlagenbau-Branche in 2023 getroffen haben, ziehen sich auch für montratec bis in das erste Quartal 2024. Außerdem gilt für das Rumpfgeschäftsjahr, wie in jedem ersten Quartal eines Kalenderjahres in der Vergangenheit, dass verhältnismäßig wenig Umsatz erzielt wird. Beide Effekte führen dazu, dass der Umsatz von Januar bis März 2024 deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Quartale liegt und somit auch kein Wachstum erzielt wurde.

Die Materialquote liegt weiter über dem von der Geschäftsführung grundsätzlich angestrebten Prozentsatz. Das EBITDA liegt deutlich unter den Erwartungen. Die Liquidität der Gesellschaft ist weiterhin stabil.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Management sowie der neue Eigentümer mit der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 nicht zufrieden sind.

Erläuterungen zur Ertragslage

Januar - März 2024 Januar - Dezember 2023
in TEUR in % in TEUR in %
Umsatz 4.940 100,00 36.615 100,00
Rohergebnis 2.650 53,64 23.584 64,41
EBITDA -1.316 -26,64 7.153 19,54
EBIT -2.030 -41,09 4.677 12,77
Jahresergebnis -1.868 3.712

Es konnte ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.868 bei einem Umsatz von TEUR 4.940 erzielt werden. Grund für den Jahresfehlbetrag ist, dass aufgrund des Rumpfwirtschaftsjahres vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 noch keine wesentlichen Umsätze realisiert werden konnten, die die Fixkosten kompensieren hätten können.

Das Ergebnis entspricht jedoch aufgrund des Rumpfwirtschaftsjahres den Erwartungen des Managements.

Das Management zeigt sich mit dieser Entwicklung der Ertragslage nicht zufrieden.

Erläuterungen zur Vermögenslage und Kapitalstruktur

2024 2023
in TEUR in TEUR
Anlagevermögen 11.345 11.312
Umlaufvermögen 18.537 22.375
sonstige Aktiva 144 42
30.026 33.729
2024 2023
in TEUR in TEUR
Eigenkapital 24.347 26.215
Rückstellungen 2.203 2.551
Verbindlichkeiten 3.476 4.963
30.026 33.729

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 hat sich die montratec GmbH dazu entschieden, einen Mietvertrag für eine neue Immobilie in einem Nachbarort zu unterzeichnen. Durch das anhaltende Wachstum kam der bisherige Standort an seine Kapazitätsgrenze. Die neue Immobilie bietet mehr als die doppelte Fläche und wurde für die Bedürfnisse der montratec hergerichtet. Die Geschäftsführung erwartete ursprünglich Investitionen in Höhe von ca. TEUR 1.000, welche aufgrund der positiven Finanzlage ohne Aufnahme von Krediten erfolgen soll. Tatsächlich sind zum Bilanzstichtag ca. TEUR 2.000 investiert worden, welche sich im Anstieg des Anlagevermögens widerspiegeln. Eine Aufnahme von Krediten war aufgrund der positiven Finanzlage nicht von Nöten. Im Geschäftsjahr 2024 gleichen die getätigten Investitionen in den neuen Standort die laufenden Abschreibungen fast aus.

Das Umlaufvermögen ist geprägt von der stark rückläufigen Umsatzentwicklung im Vergleich zum letzten Quartal 2023, welches zu einem deutlich erhöhten Bestand an Forderungen zum 31. Dezember 2023 geführt hatte.

Der Rückgang der Rückstellungen ist auf die Reduzierung der erwarteten Steuerschulden zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten reduzieren sich zum einen aufgrund des Rückgangs der erhaltenen Anzahlungen sowie aufgrund der hohen Umsatzsteuerverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023, welche zum Bilanzstichtag nicht mehr bestehen.

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr aufgrund des negativen Ergebnisses auf insgesamt TEUR 24.347 gesunken.

Erläuterungen zur Finanzlage

2024 2023 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.023 1.768 255
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -747 -2.960 -3.707
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -343 -2.471 -2.128
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -933 -3.663 -4.596
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.472 5.135
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.405 1.472

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 2.023 und ist damit erneut positiv.

Investitionen im Zuge des Standortwechsels führen überwiegend zu den Abflüssen aus dem Cash- Flow aus Investitionstätigkeit.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -343 und spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen des CMCO-Konzerns wider.

Bei einer inländischen Bank besteht eine Avallinie über TEUR 8.500, davon können bis zu TEUR 500 auch als Kreditlinie genutzt werden. Abgesehen von der Nutzung für Avale war zu keinem Zeitpunkt ein Ausnutzen der Kreditlinie erforderlich.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Vermögens- und Finanzlage der montratec GmbH im Geschäftsjahr zufriedenstellend ist. Es konnte aus operativer Geschäftstätigkeit ein positiver Cash-Flow generiert werden. Die Liquidität der Gesellschaft war stets gesichert. Zahlungsverpflichtungen konnten fristgerecht bedient werden. Das Management ist mit der Entwicklung der Gesellschaft bezüglich der Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr zufrieden.

C) CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

Chancen- und Risikobericht

Die montratec ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, welche mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Unter Risiken werden die Gefahren verstanden, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen das Unternehmen daran hindern, seine Ziele zu erreichen. Dazu gehören finanzielle sowie nichtfinanzielle Risiken. Gleichzeitig ist es wichtig, Chancen zu identifizieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der Firma zu sichern und auszubauen. Eine Chance bezeichnet die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele des Unternehmens zu sichern oder zu übertreffen.

Ein internes Controlling mit Liquiditätsplanung und ein Risiko-Management sorgen für eine systematische Identifizierung, effektive Klassifizierung und ein bewusstes Ergreifen von Maßnahmen und dient insgesamt damit der Risikominimierung und Chancenoptimierung.

Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beschrieben. Dabei sind lediglich Risiken mit einer Gesamteinstufung von "kritisch" und "hoch" relevant. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der Kategorien spiegelt dabei die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider.

Die Risiken im Bereich Beschaffung, welche global mittlerweile als omnipräsent wahrgenommen werden, sind auch weiterhin im alltäglichen Geschäft der montratec existent. Die Corona-Pandemie sowie der Ukrainekrieg haben die Beschaffungssituation nachhaltig beeinflusst. Für einzelne Komponenten, wie beispielweise Steuerungen, trat Erholung nur sehr schleppend ein. Die gestiegenen Kosten für fossile Rohstoffe und Energiekosten sowie die seit 2022 schwierige Lage im Transportsektor feuern die Problematik zusätzlich an. Mit dem Ausbau der eigenen Fertigung werden die Risiken zwar minimiert, da ein breites Teilespektrum flexibel selbst gefertigt werden kann. Es bestehen jedoch dennoch weiterhin Abhängigkeiten zu Lieferanten. Der Einkauf sichert Schlüsselkomponenten sofern möglich über langfristige Lieferantenkontrakte und eine Dual-Supplier-Strategie ab. Die Lagerhaltung wurde bereits erhöht, um lieferfähig zu bleiben. Es wird bei montratec - auch durch das geplante Umsatzwachstum - mittelfristig zu einer zusätzlichen Erweiterung der Lagermenge für Rohstoffe kommen. Mit vorausschauender Planung und Beschaffungsaktivitäten hat sich das Unternehmen auch in 2023 erfolgreich in einem anspruchsvollen Marktumfeld behauptet und wird die getroffenen Maßnahmen auch weiterhin so verfolgen.

Die angesprochene Problematik in der Beschaffung und im Transportsektor birgt das Risiko der Lagerüberlastung. Es muss teilweise kurzfristig deutlich mehr Material gelagert werden als noch in der Vergangenheit, um die Lieferfähigkeit zu garantieren. montratec baut daher seine Lagerkapazitäten zielgerichtet aus, ein neues Lagersystem wurde 2023 implementiert.

Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt in Verbindung mit dem Wachstumsszenario der Gesellschaft birgt das Risiko des Fachkräftemangels. Die Suche nach geeigneten Kandidaten für Nachbesetzungsstellen oder Personalaufbau gestaltet sich weiterhin schwierig. Die Personalabteilung ist mit dem Management in engem Kontakt, um diesem Risiko zu begegnen und Strategien zu entwickeln und nutzt hier zudem die Möglichkeiten über die Konzernstrukturen.

Aufgrund der internen Rahmengebung, zum Beispiel von strikten Ausgabe- und Investitionsplänen innerhalb des Jahresbudgets, und der Vorgabe und Kontrolle dieser durch die Geschäftsleitung und den Gesellschafter werden finanzwirtschaftliche Risiken erfasst und adressiert. Die rollierende Budgetplanung hat das Ziel eines ausgewogenen und langfristigen Wachstums. Es wird sichergestellt, dass ein kontinuierliches finanzielles Engagement in den Unternehmenserhalt und -ausbau möglich ist. Eine solide Vermögens- und Finanzlage mit dem Hintergrund des Gesellschafters geben hier entsprechende Sicherheit. Ein wöchentliches Reporting inklusive detaillierter Liquiditätsvorausschau sowie ein monatlicher Plan-Ist-Vergleich zum Budget ermöglichen bei Bedarf eine schnelle Reaktion auf etwaige Risiken. Die monatlichen Gespräche mit der Konzernleitung dienen zudem der kontinuierlichen strategischen und operativen Überwachung und Sicherstellung der Stabilität und des Wachstums des Geschäftsbetriebes.

Es bestehen keine erwähnenswerten Ertrags- oder Auslastungsabhängigkeiten von einzelnen Kunden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Risikoprofil im Rahmen des echten Factorings mit der PB Factoring GmbH vor Zahlungsausfall abgesichert. Zudem wird bei größeren Aufträgen das Mittel der Anzahlung genutzt.

Innerhalb eines dynamischen Marktumfeldes eröffnen sich fortwährend neue Chancen. Ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, ständige Weiterentwicklung und Innovation der Produkte und auch insbesondere qualifizierte Mitarbeiter unterstützen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell der Gesellschaft den Ausbau der bestehenden Marktstellung im In- und Ausland sowie die Entwicklung optimal an die Bedürfnisse der Kunden angepassten Intralogistiklösungen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert. Dabei sind lediglich wesentliche Chancen aufgeführt. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen innerhalb der Kategorien spiegelt auch hier die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider.

Das montrac ® System ist im Vergleich zu den Marktbegleitern energieeffizient und durch den modularen Aufbau erweiterbar und wiederverwendbar. montratec besitzt dadurch die Wachstumschance, von den kontinuierlich zunehmenden Anforderungen an den Klima- und Umweltschutz zu profitieren. Aufgrund politischer Vorgaben und eines gestiegenen Umweltbewusstseins in der Bevölkerung bestehen die gesellschaftlichen Ziele, den CO 2 -Ausstoß herkömmlicher Verbrennungsmotoren nachhaltig zu reduzieren und leistungsfähige Elektroantriebe zu entwickeln. Dadurch müssen Produktionslinien umgestellt und neu konzipiert werden. Neben dem gesellschaftlich und politisch gewollten Umweltbewusstsein werden durch die gestiegenen Strom- und Gaskosten zukünftig auch verstärkt wirtschaftliche Faktoren dazu führen, dass Produktionsprozesse "grüner" werden. montrac ® ist für diese Anforderungen prädestiniert.

Darüber hinaus kommen die Lösungen von montratec in vielen stark wachsenden und zukunftsträchtigen Branchen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Elektromobilität, Halbleiter oder auch Medizintechnik. Das rasante Wachstum in diesen Branchen bietet für montratec die Möglichkeit, die guten historischen Umsatzentwicklungen zu verstetigen.

Darüber hinaus spielt die zunehmende Automatisierung von Fertigungsprozessen eine Rolle. Um die Abhängigkeit von Personalthemen zu reduzieren, automatisieren Unternehmen Prozesse wo sinnvoll möglich. Aufgrund der breiten Anwendungsfelder der Produkte von montratec kann das Unternehmen von dieser Entwicklung in überproportionalem Ausmaß profitieren.

Hinzu kommen Chancen mit einem gewachsenen Produktportfolio durch die Columbus McKinnon-Gruppe. Damit können noch größere Teile von Produktions- und Logistikprozessen abgedeckt werden und mit einer "one face to the customer"-Lösung perspektivisch auch neue Kunden gewonnen werden. Durch die Integration in einen Konzern mit Schwesterfirmen, die u. a. im Bereich Automatisierung und Fördertechnik tätig sind, ergeben sich große Chancen aus dem bestehenden Kundenstamm des Konzerns neues Kundenpotential für montratec zu schöpfen.

Seit Mitte 2023 Teil eines großen solventen Konzerns zu sein, bietet die Chance, auch für die Zukunft die nötige Flexibilität für strategische Investitionen zu haben.

Durch das aktive Risiko- und Chancenmanagement ist montratec in der Lage, die gesetzlichen Bestimmungen zur Risikokontrolle zu erfüllen und gegenüber den Kontrollorganen eine zeitgerechte, umfassende und qualitative Einschätzung der Chancen und Risiken abzugeben. Das Management geht davon aus, dass in der Gesamtbewertung der Risikosituation die Risiken begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand von montratec nicht gefährden. Neue Chancen werden aktiv gesucht und deren Umsetzung geprüft sowie gegebenenfalls vorangetrieben.

Prognosebericht

Die Budgetplanung wurde nach dem Eigentümerwechsel nun zum ersten Mal nach zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben des Konzerns erstellt. Es erfolgte nach wie vor eine "bottom-up"-Planung der entsprechenden Bereichsverantwortlichen. Auf eine Planung mehrerer Szenarien wurde nach Vorbild des Konzerns verzichtet. Die Planung besteht aus einer integrierten GuV-, Bilanz- und Cash-Flow- Planung, welche auch eine umsatzabhängige Investitionsplanung berücksichtigen. Der Umsatz wird anhand von bereits bekannten Projekten prognostiziert und Materialkosten, Personalkosten sowie Gemeinkosten geplant. Darauf basierend erfolgt eine Prognose für die Entwicklung der Bilanz sowie des Kapitalbedarfs.

Budgetplan 2025
Umsatz Zweistelliges Wachstum
Materialquote Verbessern
EBITDA Überproportional steigern
Liquide Mittel Erhöhen

Die Geschäftsleitung erwartet für das kommende Geschäftsjahr ein nennenswert zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum. Zum Berichtszeitpunkt zieht die Auftragseingangslage wieder an und es stehen Auftragsvergaben für namhafte Großprojekte kurz bevor. Zudem erwartet das Management als neuer Teil der CMCO-Gruppe eine zunehmende Sichtbarkeit am Markt und positive Abstrahleffekte durch ein breiteres Produktportfolio.

Die Geschäftsführung will im dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld weiterhin die Impulse schnell aufgreifen und die Anforderungen der bestehenden und potentiellen Kunden flexibel und marktgerecht umsetzen. Die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte steht weiter im Fokus.

Die Materialquote soll durch weitere Optimierung der eigenen Fertigung, abgeschlossene mittel- bis langfristige Kontrakte, einen weiterhin konsequenten Aufbau von Dual-Sourcing und eine strategische Neuorientierung in der Lieferantenauswahl gesenkt werden. Einen Beitrag dazu leisten auch die Anpassungen der Verkaufspreise an die jeweiligen Marktgegebenheiten.

Ausgaben im Bereich Personal werden in 2025 durch Neueintritte und Gehaltsanpassungen auch aufgrund der anhaltenden Inflation erhöht. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Vergleich zum Berichtsjahr in 2025 steigen. Es sollen mehr Messen besucht werden, teilweise gemeinsam mit anderen Konzerngesellschaften und auch die Reisetätigkeit wird ansteigen. Nichtsdestotrotz entwickelt sich dieser Posten unterproportional zum Umsatzwachstum, somit ist ein deutlich besseres EBITDA als in 2023 geplant. Aufgrund der erwarteten positiven operativen Entwicklung werden die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2025 weiter ansteigen.

Die Liquidität aus der operativen Geschäftstätigkeit deutet aktuell darauf hin, dass es zu keinen Zahlungsengpässen kommen wird. Durch die bestehende Kreditlinie und das Nutzen von Anzahlungsrechnungen wird dem Risiko von Zahlungsverzögerungen auf Kundenseite entgegengewirkt.

Das Management und der Eigentümer sind in enger Abstimmung bezüglich der laufenden Entwicklungen und entschlossen, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen.

 

Dauchingen, 8. Mai 2024

Die Geschäftsführung der montratec GmbH

Sven Worm

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2024

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVSEITE

31. Mrz. 2024 31. Dez. 2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.363.873,11 2.293.104,35
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.178.600,00 1.322.964,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.625.228,20 3.915.865,23
7.167.701,31 7.531.933,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.003.242,00 1.565.704,00
2. Technische Anlagen und M aschinen 327.411,00 357.024,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.710.815,00 1.765.003,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.515,59 0,00
4.084.983,59 3.687.731,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 92.393,00 92.393,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.284.293,32 3.297.447,30
2. Unfertige Erzeugnise, unfertige Leistungen 939.107,20 933.956,01
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 470.144,13 267.287,10
4. Geleistete Anzahlungen 299.300,40 644.883,86
4.992.845,05 5.143.574,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.561.786,99 13.733.535,03
2. Forderungen aus verbundenen Unternehmen 1.825.290,00 1.852.578,22
3. Forderungen aus nahestehenden Unternehmen 332.208,52 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 419.299,21 173.559,96
11.138.584,72 15.759.673,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.405.238,36 1.471.547,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 144.385,18 41.545,02
30.026.131,21 33.728.397,10

PASSIVSEITE

31. Mrz. 2024 31. Dez. 2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 24.174.047,92 24.174.047,92
III. Gewinn- / Verlustvortrag 2.015.757,76 (1.696.442,30)
IV. Jahresüberschuss / (-fehlbetrag) (1.867.975,45) 3.712.200,06
24.346.830,23 26.214.805,68
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 447.200,00 601.200,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.755.891,11 1.949.843,03
2.203.091,11 2.551.043,03
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 208.971,48 616.683,59
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.806.164,64 1.886.416,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 165.068,60 171.349,41
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 5.831,01 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.290.174,14 2.288.099,30
davon aus Steuern EUR 113.111,02 (im Vorjahr EUR 1.066.871,88 ) 3.476.209,87 4.962.548,39
30.026.131,21 33.728.397,10

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. März 2024

Jan. - März 2024 Jan. - Dez. 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.940.193,43 36.614.710,65
2. Erhöhung oder (Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 196.978,33 94.750,20
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 199.947,76 547.670,89
4. Sonstige betriebliche Erträge 51.611,83 120.813,82
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (1.696.380,16) (11.051.991,11)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (1.041.855,93) (2.742.059,56)
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (2.278.469,88) (8.705.575,65)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (447.476,64) (1.448.115,65)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (713.654,27) (2.475.467,14)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (1.240.559,29) (6.277.557,12)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.290,00 52.578,22
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17.600,63) (656.957,49)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 154.000,00 (360.600,00)
12 Ergebnis nach Steuern (1.867.975,45) 3.712.200,06
13. Jahresüberschuss / (-fehlbetrag) (1.867.975,45) 3.712.200,06

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 6. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt.

ANHANG ZUM 31. März 2024

(§ 284 ff. HGB)

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Das Unternehmen führt die Firma "montratec GmbH" und hat seinen Sitz in Dauchingen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 716784 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden.

Im Zuge der Verkaufsaktivitäten wurde im Geschäftsjahr 2023 beschlossen, den Bilanzstichtag der montratec GmbH vom 31. Dezember auf den 31. März zu legen. Die Änderung wurde im Handelsregister am 11. Januar 2024 eingetragen. Somit stellt die Gesellschaft ein Rumpfgeschäftjahr zum 31. März 2024 auf. Da sich grundsätzlich die Quartale von Kalenderjahresbeginn bis -ende massiv unterscheiden, ist eine Vergleichbarkeit eines 3-Monatszeitraumes mit dem Gesamtjahr nicht gegeben.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB).

1. Anlagevermögen

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB mit den Herstellungskosten in Form der Entwicklungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB aktiviert, sofern diese eindeutig zugeordnet und abgegrenzt werden können. In die Aktivierung werden die Entwicklungskosten einbezogen, die nach Manifestation der technischen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung des immateriellen Vermögensgegenstandes anfallen. Die Entwicklungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile an Gemeinkosten und Abschreibungen sowie die allgemeinen Verwaltungskosten, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über deren geplante Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen in Abhängigkeit ihrer Art über eine erwartete Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen drei und sieben Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben, die unter Zugrundelegung des Produktzyklus der übernommenen Technologie ermittelt wurde.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung, wobei eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 21 Jahren unterstellt wird.

In der Vergangenheit wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 150,00 sofort aufwandswirksam erfasst. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit 20% linear abgeschrieben wird. Seit dem Geschäftsjahr 2020 wurden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten mit einem Wert bis EUR 250,00 sofort aufwandswirksam erfasst. Zugegangene Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 250,01 bis EUR 800,00 wurden auf gesondertem Konto als sonstiger betrieblicher Aufwand gebucht.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten - gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt.

2. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Auf schwer- bzw. ungängige Posten werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang bewertet. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt. Auf fremde Währung lautende Anzahlungen sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt.

b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt. Besonderen Ausfallrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wird nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, passivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt.

6. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind, wie oben dargestellt, umgerechnet. Die Posten des Anlagevermögens sind zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum jeweiligen Stichtagskurs eingebucht.

7. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 2.363.873,11 (im Vorjahr EUR 2.293.104,35) betreffen mehrere aktivierte Entwicklungsprojekte. Die Abschreibungen erfolgen in Abhängigkeit ihrer Art über eine erwartete Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren. Der Gesamtbetrag an Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr EUR 594.742,20 (im Vorjahr EUR 1.563.662,13). Davon entfallen EUR 208.037,76 (im Vorjahr EUR 522.318,85) auf Entwicklungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. MÄRZ 2024

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 1. Jan. 2024 Zugänge Abgänge Stand am 31. Mrz. 2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.359.128,41 208.037,76 0,00 3.567.166,17
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.702.825,16 0,00 0,00 3.702.825,16
3. Geschäfts- oder Firmenwert 11.634.548,11 0,00 0,00 11.634.548,11
18.696.501,68 208.037,76 0,00 18.904.539,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.604.349,18 488.301,25 0,00 2.092.650,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 998.459,45 0,00 0,00 998.459,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.131.671,25 6.819,99 0,00 3.138.491,24
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0,00 43.515,59 0,00 43.515,59
5.734.479,88 538.636,83 0,00 6.273.116,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 903.685,00 0,00 0,00 903.685,00
25.334.666,56 746.674,59 0,00 26.081.341,15
Wertberichtigung
Stand am 1. Jan. 2024 Zuführung Auflösung Stand am 31. Mrz. 2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.066.024,06 137.269,00 0,00 1.203.293,06
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.379.861,16 144.364,00 0,00 2.524.225,16
3. Geschäfts- oder Firmenwert 7.718.682,88 290.637,03 0,00 8.009.319,91
11.164.568,10 572.270,03 0,00 11.736.838,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.645,18 50.763,25 0,00 89.408,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 641.435,45 29.613,00 0,00 671.048,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.366.668,25 61.007,99 0,00 1.427.676,24
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.046.748,88 141.384,24 0,00 2.188.133,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 811.292,00 0,00 0,00 811.292,00
14.022.608,98 713.654,27 0,00 14.736.263,25
Restbuchwert
Stand am 31. Mrz. 2024 Stand am 31. Dez. 2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.363.873,11 2.293.104,35
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.178.600,00 1.322.964,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.625.228,20 3.915.865,23
7.167.701,31 7.531.933,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.003.242,00 1.565.704,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 327.411,00 357.024,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.710.815,00 1.765.003,00
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 43.515,59 0,00
4.084.983,59 3.687.731,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 92.393,00 92.393,00
11.345.077,90 11.312.057,58

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis Buchwert
Name % EUR EUR EUR
montratec AG, Schweiz 100 161.611,01 147,24 92.393,00

2. Umlaufvermögen

a) Vorräte

In den Vorräten sind Abwertungen in Höhe von EUR 297.772,48 (im Vorjahr EUR 284.741,71) enthalten.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Aufgliederung und die Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:

31. Mrz. 2024 31. Dez. 2023
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.561.786,99 13.733.535,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.825.290,00 1.852.578,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 332.208,52 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 419.299,21 173.559,96
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00

Die Gesellschaft definiert als verbundenes Unternehmen die eigene Tochtergesellschaft, die montratec AG, Luzern, Schweiz, sowie die direkte Muttergesellschaft, die Columbus McKinnon EMEA GmbH, Wuppertal, Deutschland.

Als nahestehende Unternehmen sind alle Unternehmen gruppiert, welche darüber hinaus in den Konzernabschluss der amerikanischen CMCO-Gruppe einbezogen werden. Somit erstreckt sich der Kreis der nahestehenden Unternehmen im Sinne des § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, die Columbus Mckinnon Corporation, Getzville, USA und alle Unternehmen, an denen diese direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist. Diese Darstellung erfolgt gemäß §265 Abs. 5 HGB und dient der Übersichtlichkeit.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 1.825.290,00 (im Vorjahr 1.852.578,22 EUR) Forderungen aus kurzfristigen Darlehen gegen über dem Gesellschafter i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und nahestehenden Unternehmen werden, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen, miteinander verrechnet ausgewiesen.

c) Flüssige Mittel

Die Deutsche Bank AG gewährt eine unbefristete Kreditlinie in Höhe von EUR 500.000,00 (im Vorjahr EUR 500.000,00), welche auch als Avallinie genutzt werden kann, und zusätzlich eine Linie für Avale in Höhe von EUR 8.000.000,00 (im Vorjahr EUR 8.000.000,00). Als Sicherheit für die Kreditlinie wurde das Warenlager der Gesellschaft gegeben. Auch hat der Gesellschafter der Deutschen Bank AG gegenüber erklärt, Teile des bestehenden Gesellschafterdarlehens im Rang zurücktreten zu lassen.

3. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen im Bereich von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werte sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen im Bereich der Abschreibungsdauern des aktivierten Geschäfts- und Firmenwertes saldiert. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,08% zugrunde gelegt.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 25.000,00.

Bei der Kapitalrücklage i.H.v. EUR 24.174.047,92 (im Vorjahr EUR 24.174.047,92) handelt es sich um eine frei verfügbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Ausschüttungsperre greift aufgrund der Eigenkapitalsituation zum Bilanzstichtag nicht, besteht jedoch ausschließlich in Höhe der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB und nach Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuern folgende Gewinnausschüttungssperre:

EUR
aus der Aktivierung
selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 208.037,76
passive latenter Steuern -58.417,00
Gesamtbetrag der Beträge i.S.v. § 268 Abs. 8 HGB 149.620,76
Entsperrung durch frei verfügbare Rücklagen 149.620,76
0,00

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von EUR 1.228.928,22 (im Vorjahr EUR 1.295.620,91) sowie Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von EUR 221.425,55 (im Vorjahr EUR 226.790,07) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 48.937,34 (im Vorjahr EUR 169.705,85). Die Rückstellungen für Personal betreffen im Wesentlichen variable Gehaltsbestandsteile, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben.

6. Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft definiert als verbundenes Unternehmen die eigene Tochtergesellschaft, die montratec AG, Luzern, Schweiz, sowie die direkte Muttergesellschaft, die Columbus McKinnon EMEA GmbH, Wuppertal, Deutschland.

Als nahestehende Unternehmen sind alle Unternehmen gruppiert, welche darüber hinaus in den Konzernabschluss der amerikanischen CMCO-Gruppe einbezogen werden. Somit erstreckt sich der Kreis der nahestehenden Unternehmen im Sinne des § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, die Columbus Mckinnon Corporation, Getzville, USA und alle Unternehmen, an denen diese direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist. Diese Darstellung erfolgt gemäß §265 Abs. 5 HGB und dient der Übersichtlichkeit.

Die Aufgliederung und die Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:

Gesamt davon Restlaufzeit weniger als ein Jahr davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
31. Mrz. 2024 208.971,48 208.971,48 0,00 0,00
31. Dez. 2023 616.683,59 616.683,59 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
31. Mrz. 2024 1.806.164,64 1.806.164,64 0,00 0,00
31. Dez. 2023 1.886.416,09 1.886.416,09 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
31. Mrz. 2024 165.068,60 165.068,60 0,00 0,00
31. Dez. 2023 171.349,41 171.349,41 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
31. Mrz. 2024 5.831,01 5.831,01 0,00 0,00
31. Dez. 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
31. Mrz. 2024 1.290.174,14 1.290.174,14 0,00 0,00
31. Dez. 2023 2.288.099,30 2.288.099,30 0,00 0,00
Gesamt 31. Mrz. 2024 3.476.209,87 3.476.209,87 0,00 0,00
Gesamt 31. Dez. 2023 4.962.548,39 4.962.548,39 0,00 0,00

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und nahestehenden Unternehmen werden, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen, miteinander verrechnet ausgewiesen.

7. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Bürgschaften für Avale in Höhe von EUR 3.935.074,32 (im Vorjahr EUR 4.219.600,53). Aufgrund der gegenwärtigen Marktsituation bzw. aufgrund der Einschätzung der Finanzlage der originär Verpflichteten wird derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme aus den hier ausgewiesenen Haftungsverhältnissen gerechnet. Ansprüche wurden bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht geltend gemacht.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 7.696.413,20 (im Vorjahr EUR 7.955.756,51). Weiter bestehen Leasingverträge für PKW mit einer Restverpflichtung von EUR 431.920,00 (im Vorjahr EUR 437.167,00). Aus Wartungs-, Service-, Lizenz- und sonstigen Verträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 830.246,00 (Vorjahr EUR 903.025,07).

Mit den wesentlichen Lieferanten wurden zur Sicherstellung der zeit- und bedarfsgerechten Lieferung vertragliche Mindestabnahmeverpflichtungen aus Rahmenverträgen in Höhe von EUR 5.351.414,17 (im Vorjahr EUR 5.393.402,82) mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren abgeschlossen.

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Aufgrund des erstellten Rumpfgeschäftjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2024 ist die Vergleichbarkeit mit dem 12 Monatszeitraum im Geschäftsjahr 2023 nicht gegeben.

2024 2023
EUR EUR
Komponentengeschäft 993.004,40 5.231.707,35
Systemgeschäft 2.097.603,27 26.376.353,34
Servicegeschäft 1.750.106,19 4.748.006,57
Sonstige 99.479,57 258.643,39
4.940.193,43 36.614.710,65

Im Geschäftsjahr 2023 war ein deutlicher Anstieg im Systemgeschäft zu erkennen. Das reine Servicegeschäft ging im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 zurück. Grund hierfür war, dass die Servicetechniker stark durch den Aufbau und die Inbetriebnahme der Großprojekte gebunden waren. Digitale Angebote von Schulungen und Inbetriebnahmen wurden weiterhin gut genutzt, aber auch das Angebot persönlicher Schulungen wurde wieder mehr in Anspruch genommen.

2024 2023
EUR EUR
Deutschland 3.728.565,55 31.599.130,24
Europa (ohne Deutschland) 311.517,97 2.878.395,57
Amerika 362.396,46 1.425.153,32
Asien 537.713,45 712.031,52
4.940.193,43 36.614.710,65

Wie im Vorjahr ist auch im Geschäftsjahr ein Großteil des Absatzes im Inland erfolgt. Die Großprojekte wurden allesamt in Deutschland realisiert. Der Umsatz in den restlichen Regionen ist wie auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin schwach. Sowohl für Asien, Amerika als auch Europa (Frankreich) gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr teilweise nicht besetzte Stellen im Vertrieb, was sich in den Zahlen bemerkbar macht. Das Amerikageschäft wird seit Herbst 2023 außerdem größtenteils von der amerikanischen Schwestergesellschaft übernommen.

Weitere Ausführungen bezüglich der Umsatzentwicklung finden sich auch in den Erläuterungen zur Ertragslage im Lagebericht wieder.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne i.H.v. EUR 8.011,58 (im Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste i.H.v. EUR 1.457,00 (im Vorjahr EUR 11.698,62) enthalten.

4. Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind, wie auch im Vorjahr, Erträge aus verbundenen Unternehmen aufgrund des gewährten Darlehens an den Gesellschafter.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen i.H.v. EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 539.882,94,67) verbundene Unternehmen aufgrund des Darlehens des Gesellschafters.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr war die folgend aufgeführte Person Mitglied der Geschäftsführung:

Worm, Sven, Chief Executive Officer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter

2024 2023
Verwaltung 17 16
Marketing und Verkauf 33 30
Produktion 62 60
Forschung und Entwicklung 32 32
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl nach § 267 HGB 144 138
Auszubildende 5 4
Geschäftsführer 1 1
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 150 143

3. Gebühren des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angaben bezüglich der Gebühren des Abschlussprüfers.

4. Angaben zum Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Columbus McKinnon Corporation, Getzville, USA, ist das Mutterunternehmen, welches für den größten Konzernkreis einen Konzernabschluss aufstellt, in welchen die montratec GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Muttergesellschaft erhältlich.

5. Nachtragsbericht

Es ergaben sich nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.867.975,45 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

7. Unterzeichnung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung

 

Dauchingen, den 8. Mai 2024

Sven Worm

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die montratec GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der montratec GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der montratec GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Rumpfjahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Rumpfjahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellung im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 8. Mai 2024

dhpg GmbH
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