Kögel PurFerro Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Merk seit 1.10.2025 | Prokura |
Christian Spengler seit 10.3.2025 | Prokura |
Klimenko Maxim seit 10.3.2025 | Prokura |
Monika geb. Müller Humbaur seit 30.6.2021 | Geschäftsführer |
Ulrich Humbaur seit 30.6.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kögel Holding GmbHBurtenbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022Kögel Holding GmbHBurtenbach
Anhang zum 31. Dezember 2022I. Allgemeine Angaben Die Kögel Holding GmbH hat zum 31. Dezember 2022 als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach den Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde entsprechend § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Aufstellung der Jahresabschlüsse der im Konzern einbezogenen Unternehmen erfolgte ebenfalls zu diesem Stichtag. Die Bilanz wurde entsprechend dem Gliederungsschema nach § 266 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Angaben zum Konsolidierungskreis einschließlich Anteilsbesitz In den konsolidierten Abschluss werden grundsätzlich alle Tochterunternehmen im In- und Ausland einbezogen, sofern deren Einfluss nicht nach § 296 Abs. 2 HGB auf die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.
III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Bei der Kapitalkonsolidierung wird die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) angewandt. Dabei erfolgt die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Zeitwerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die anlässlich der Erstkonsolidierung zum 22.11.2018 aufgedeckten stillen Reserven und der darüber hinaus verbleibende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 62.417 wurde nach § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und wird linear über zehn Jahre abgeschrieben (31.12.2022: T€ 36.930 / 31.12.2021: T€ 43.172). Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Für in den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden die Zwischenergebnisse gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Zinserträge und ähnliche Erträge wurden ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. In gleicher Weise wurde mit konzerninternen Ergebnisausschüttungen und Beteiligungserträgen verfahren. Latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen wurden abgegrenzt. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode gemäß § 308a HGB. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Stichtagkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Aufwendungen und Erträge wurden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungskurse des russischen Rubel werden aufgrund der Restriktionen gegen die Russische Zentralbank von der Europäischen Zentralbank nicht bereitgestellt. Da die Währung nach wie vor konvertibel ist, wurden Alternativquellen zur Ermittlung des Umrechnungskurses herangezogen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach den für die Muttergesellschaft geltenden Vorschriften erstellt. Die gesetzlich geforderte Einheitlichkeit der Bilanzierung und Bewertung wurde beachtet. Abweichungen zu den jeweiligen Einzelabschlüssen wurden durch Überleitungsrechnungen in der sogenannten HB II berücksichtigt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungssätze entsprechen der branchenüblichen Nutzungsdauer des jeweiligen Anlagegutes. Der Geschäfts- und Firmenwert wird auf eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wurden insbesondere die umfangreichen Kundenbeziehungen sowie der Bekanntheitsgrad des Firmennamens berücksichtigt. Die ebenfalls in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltene Marke wird über die durchschnittliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung der Zugänge wird pro rata temporis vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungssätze entsprechen der branchenüblichen Nutzungsdauer des jeweiligen Anlagegutes. Die Abschreibung der Zugänge wird pro rata temporis vorgenommen. Die Zugänge bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs.2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie mit dem niedrigeren Teilwert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung, ausreichend Rechnung getragen. Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die sonstigen Aktiva werden mit dem Nennbetrag bewertet. Die aktive Rechnungsabgrenzung dient der periodengerechten Erfassung einzelner Kostenarten. Latente Steuern werden nach der bilanzorientierten Methode ermittelt. Soweit Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, wurde eine sich insgesamt ergebende aktive bzw. passive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden aktiviert. Als Steuersatz wurde der für den zu Grunde liegenden Sachverhalt der jeweils gültige unternehmensindividuelle Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz verwendet. Hierbei wurden folgende Steuersätze verwendet:
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Erfüllung. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung, die Entwicklung und die Geschäftsjahresabschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Konzernanlagespiegel zum 31.12.2022
2. Umlaufvermögen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von T€ 489 (31.12.2021: T€ 50) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. € 32,5 (31.12.2021: Mio. € 20,9) sind innerhalb eines Jahres fällig. Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. € 7,4 (31.12.2021: Mio. € 6,2) sind innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vermögensgegenstände gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von Mio. € 1,0 enthalten. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen die periodengerechte Abgrenzung von vorausgezahlten Kosten (Mieten, Wartungsverträge, Messekosten, Versicherungen, Lizenzen u.ä.). 4. Aktive latente Steuern In den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen wurden aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Rückstellungen sowie auf Verlustvorträge gebildet. Aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen im Bereich des Vorratsvermögens resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 80 (31.12.2021: T€ 130). Die aktiven latenten Steuern haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 50 verringert. 5. Eigenkapital Die Kapitalrücklage in Höhe von Mio. € 109,8 ergibt sich im Wesentlichen aus der Bewertung des Einbringungsvorgangs zu Zeitwerten im Rahmen der Erstkonsolidierung (Kapitalkonsolidierung). Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt T€ 84 die in voller Höhe auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Jahren entfallen. 6. Rückstellungen Bei der Ermittlung des Rückstellungsbetrages für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden als Rechnungsgrundlagen die Sterbens- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten aus den "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck entnommen. Die Berechnung basiert auf der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung eines technischen Zinsfußes von 1,78 % sowie einer Rentendynamik von 1,75 %. Der Zinssatz errechnet sich aus einem 10-jährigen Betrachtungszeitraum. Bei Anwendung eines 7-jährigen Betrachtungszeitraums und einem damit verbundenen technischen Zinsfuß von 1,44 % errechnet sich ein um T€ 84 (Vj. T€ 133) höherer Rückstellungsbetrag. Bei der Ermittlung des Rückstellungsbetrages für Altersteilzeitverpflichtungen wurden als Rechnungsgrundlagen die Sterbens- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten aus den "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck entnommen. Die Berechnung basiert auf der Barwertmethode unter Berücksichtigung eines technischen Zinsfußes von 1,44 %. Die Berechnung erfolgt ohne Einbezug von Gehalts- und Rentendynamik. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere den Bereich der Personalkosten, Verpflichtungen aus Gewährleistungen sowie zum Bilanzstichtag von Lieferanten und anderen Leistungserbringern erbrachten, aber noch nicht abgerechneten Kosten. 7. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von Mio. € 0,6 (31.12.2021: Mio. € 0,9) zwischen einem und 5 Jahren fällig. Mio. € 0,1 (31.12.2021: Mio. € 0,3) belaufen sich auf über 5 Jahre. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Mio. € 21,4 (31.12.2021: Mio. € 16,8) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von T€ 7.259 (31.12.2021: T€ 8.885) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. € 31,3 (31.12.2021: Mio. € 28,6) sind innerhalb eines Jahres fällig und betreffen mit Mio. € 1,2 (31.12.2021: Mio. € 0,2) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen, soweit branchenüblich, dem Eigentumsvorbehalt der Lieferanten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 1.715,8 (31.12.2021: Mio. € 3.197,1) auf Verbindlichkeiten aus Steuern und T€ 193,7 (31.12.2021: T€ 176) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (31.12.2021: Mio. € 5,9). 8. Passive latente Steuern Aufgrund der Differenz zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von T€ 4.024 (31.12.2021: T€ 4.645). Diese ergeben sich im Wesentlichen bei den immateriellen Vermögensgegenständen (T€ 3.673, 31.12.2021: T€ 4.294), bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 311; 31.12.2021: T€ 311) sowie bei der Kögel Trailer RU 000 (T€ 0,4; 31.12.2021: T€ 0,4) und Kögel Holding GmbH (T€ 40; 31.12.2021: T€ 40) bei den Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 621 im Vergleich zum Vorjahr verringert. IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen Leasing-, Miet- und Pachtverträgen bestanden am 31. Dezember 2022 in Höhe von insgesamt rund Mio. € 13,7. Davon betreffen 2023 Mio. € 7,2. Zudem ergibt sich aus dem Mietvertrag gegenüber einem nahestehenden Unternehmen aufgrund der langen Laufzeit eine Gesamtverpflichtung in Höhe von Mio. € 5,7. Davon betreffen 2023 Mio. € 1,8. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus potentiellen Rückkaufverpflichtungen bis zum Jahr 2026 in Höhe von Mio. € 8,2. Davon betreffen 2023 Mio. € 6,6. Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber Kreditinstituten Haftungsverhältnisse im Rahmen des Konsortialvertrags für nahestehende Unternehmen in Höhe von insgesamt Mio. € 4,0. Diese Verträge valutieren am Bilanzstichtag in Höhe von Mio. € 0,8. Ein Risiko der Inanspruchnahme sieht die Gesellschaft aufgrund der derzeitigen Entwicklung der Unternehmen, für die diese Sicherheiten gestellt wurden, nicht. Des Weiteren besteht ein Pfandrecht in Form einer Sicherungsübereignung in Höhe von Mio. € 0,3 und eines Blankowechsels in Höhe von Mio. € 0,8. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres resultieren aus dem Verkauf von Sattelaufliegern aus eigener Produktion (T€ 430.083), von Gebrauchtfahrzeugen (T€ 11.869), von Ersatzteilen (T€ 15.510) sowie aus sonstigen Umsätzen (T€ 23.075). Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung i. H. v. Mio. € 7,2 (31.12.2021: Mio. € 3,2) enthalten. 3. Personalaufwendungen Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 274 (31.12.2021: T€ 380). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. Mio. € 6,3 (31.12.2021: Mio. € 2,2). 5. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen betragen T€ 22 (31.12.2021: T€ 22). VI. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt:
Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T€ 62 und für sonstige Leistungen T€ 5. Geschäftsführung Die Geschäftsführung bestand im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Personen:
Die Schutzklausel gem. § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB zur Angabe der im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird in Anspruch genommen. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschaftsversammlung vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens 2022 nach Verrechnung mit der am 02. März 2023 getätigten Ausschüttung von € 2.750.000,00 in Höhe von € 205.917,16 auf neue Rechnung vorzutragen.
Burtenbach, den 30. Mai 2023 Kögel Holding GmbH Ulrich Humbaur Monika Humbaur KONZERN-LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2022Kögel Holding GmbHBurtenbachAmtsgericht MemmingenHRB 19374I. Grundlagen des Konzerns Der Konzern Der Kögel Konzern hat sich als einer der führenden Trailerhersteller in Europa etabliert. Seit 1934 setzen wir bei Kögel Meilensteine in der Entwicklung von Trailer-Lösungen. Mit technischen Innovationen und unserer besonderen Stärke im Leichtbau-Bereich prägen wir seit Jahrzehnten die Standards im Straßengüterverkehr. Gemäß dem Unternehmensleitsatz - Economy meets Ecology-Bacause we care, unterstützt Kögel alle Kunden mit Ökonomisch sowie ökologisch nachhaltigen Produkten. Insgesamt besteht der Kögel Konzern aus den folgenden elf konsolidierten Gesellschaften sowie einer nicht konsolidierten Gesellschaft (*) im In- und Ausland:
Seit 1993 setzt Kögel auf den verkehrsgünstig gelegenen Standort Burtenbach. Hier schlägt das Herz des Unternehmens. Neben dem Firmensitzhauptsitz mit Bürogebäuden finden sich hier auch der Hauptproduktionsstandort mit mehreren Produktionshallen sowie eine der größten Anlagen zur Kathodischen Tauchlackierung (KTL) Europas. Somit stellt die Kögel Trailer GmbH das zentrale Unternehmen im Konzernverbund dar. Produkte und Dienstleistungen Kögel bietet mit seinem Produktportfolio seit jeher maßgeschneiderten Lösungen für das Speditions- und Baugewerbe und zählt damit zu den weltweit führenden Trailerherstellern. Auf individuelle Kundenwünsche und Anforderungen reagiert Kögel traditionell schnell und gekonnt und bietet damit schon heute die Lösungen für die Transportaufgaben von morgen. Kögel setzt auch noch heute auf die Stärken, die das Unternehmen einst groß gemacht haben:
Wir bieten unseren Kunden nicht nur innovative Technik und Ingenieurskunst, sondern auch einen umfassenden und kompetenten Kundenservice. Der Kögel Konzern bietet für die eigene Produktpalette mit rund 520 Servicepartnern im Inland und 570 im Ausland ein europaweites Netzwerk autorisierter Service-Partner an. Umfangreiche Dienstleistungen wie Mietkauf, Service, Ersatzteilwesen, Reparatur und Wartung, Full Service Verträge sowie der Handel von Gebrauchtfahrzeugen geben der Gruppe alle Möglichkeiten, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Struktur Der Kögel Konzern besteht aus 11 konsolidierten Gesellschaften sowie einer nicht konsolidierten Gesellschaft im In- und Ausland, die sowohl die Produktion als auch den Vertrieb der kompletten Produkt- sowie Dienstleistungspalette übernehmen. Geschäftsprozesse / Produktlinienorganisation Die Produktionsstätten in Burtenbach, Deutschland (Kögel Trailer GmbH, Trailer- Endmontage) und Chocen, Tschechien (Kögel s.r.o., Rahmenfertigung), arbeiten nach hoch standardisierten Abläufen und bieten innerhalb eines strukturierten Baukastensystems ausreichend Freiheitsgrade, um kundenorientierte Lösungen zu realisieren. Die enge, aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit sowie hoch qualifizierte Mitarbeiter erhöhen die Effizienz der Werke und führen zu einheitlich hohen Qualitätsstandards an allen Standorten des Konzerns. Mit einer durchdachten Vertriebsstruktur, welche die Stärken eines eigenen Vertriebs mit denen eines autorisierten Händler- und Servicenetzwerks kombiniert, bedient Kögel alle relevanten Absatzmärkte in Europa. Ziele und Strategien Seit 1934 setzt Kögel als Innovationstreiber Meilensteine in der Entwicklung und Fertigung zeitgemäßer Trailerlösungen, die national wie international große Beachtung im Lastwagenverkehr finden. Höhepunkte in der Geschichte von Kögel sind bahnbrechende Neuerungen, mit denen Kögel immer wieder innovative Marktstandards setzt. Wie der erste Kühlsattelauflieger in Vollkunststoffbauweise, die erste Wechselpritsche mit Stützbeinen, die erste selbsttragende Aluminium-Rundmulde oder der patentierte Zentralachs-Kippanhänger, die ersten Leichtbausattelauflieger und die erste KTL-Anlage für optimalen Korrosionsschutz bei Fahrzeugrahmen - Innovationen des Unternehmens Kögel prägen traditionell jahrzehntelang den modernen Straßengüterverkehr und werden letztendlich zum Branchenstandard. Kögel ist häufig Vorreiter der Branche: Die Tatsache, dass sich Ideen, Konzepte und Innovationen aus der schwäbischen Trailerschmiede nach vielen Jahren auch bei anderen Trailerherstellern finden, bestätigt Kögel als Innovationstreiber. In Kombination mit hauseigenem Know-how ergeben die Anforderungen unserer Kunden am Markt erfolgreiche Lösungen mit Mehrwert in vielerlei Hinsicht. Kögel fokussiert sich bewusst auf Nutzen und Vorteile, um nachhaltigen Mehrwert für die Speditions- und Baubranche zu schaffen. Die Ziele für die nächsten Jahre sind somit klar gesteckt: Ein gesundes Wachstum mit qualitativ hochwertigen Trailern zu einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis. Forschung & Entwicklung Der Konzern verfügt über eine langjährige Erfahrung im Trailer-Bau und wird genau dieses Know-how auch zukünftig gezielt einsetzen. Durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse erzielen wir Effizienzsteigerungen als auch Optimierungen der vor- und nachgelagerten Produktionsprozesse, welche die Kosten minimieren. Bei allen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten stehen stets der Service und die Kundenorientierung im Vordergrund, ergänzt um den Nachhaltigkeitsgedanken gemäß dem Unternehmensleitsatz - ,Economy meets Ecology - Because we care'. Um Innovation und Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben, hat die Kögel Gruppe im vergangenen Jahr bereits erhebliche finanzielle Mittel in die technische Fortentwicklung des Produktangebots investiert und wird dies auch in Zukunft fortführen. Zusammen mit seinen Technologiepartnern hat Kögel im Jahr 2022 das Assistenzsystem Kögel Road Safety (KRS) entwickelt. Ziel war es, die Verkehrssicherheit im Straßenverkehr für "schwache Verkehrsteilnehmer" zu verbessern. Die Expertenjury des renommierten Trailer Innovation Award hat die Relevanz eines solchen Systems unterstrichen, indem sie es in der Kategorie "Safety" zum Sieger 2023 kürte. Des Weiteren wurde im abgelaufenen Wirtschaftsjahr der Mulden-Kipper grundlegend überarbeitet. Noch robuster, noch flexibler, noch individueller: so präsentierte Kögel auf der Bauma 2022 den Kögel Kipper in weitreichend erneuerter Ausführung und hat dabei zentrale Kundenwünsche berücksichtigt. Die erneuerten Ausführungen des Kögel Kipper eignen sich aufgrund von zusätzlichen Funktionsmerkmalen für ein noch breiteres Einsatzgebiet als zuvor. Im Fokus der umfassenden Optimierungen an Aufbau und Chassis standen zudem eine noch höhere Langlebigkeit, noch mehr Bedienkomfort und ein nochmals verbessertes Sicherheitsniveau - gemäß des Unternehmensleitsatzes "Economy meets Ecology". II. Wirtschaftsbericht Allgemeine Wirtschaftslage, Branchen- und Marktentwicklung Das Jahr 2022 wurde insbesondere durch den Krieg in der Ukraine geprägt, welcher neben der humanitären Krise ebenfalls zu weltweiten Verwerfungen auf den Märkten führte und dadurch teils erhebliche Preissteigerungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten auslöste. Auch dadurch waren gestörte Lieferketten und Unsicherheiten auf der Beschaffungsseite ein ständiger Begleiter im abgelaufenen Wirtschaftsjahr. Laut Aussagen des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA) stiegen die Neuzulassungen 2022 im westeuropäischen Nutzfahrzeug-Markt wieder um insgesamt 3 % an. Dabei profitierten die neuen EU-Länder von einem stärkeren Marktanstieg (+ 12 %). Insgesamt stieg das BIP im Jahr 2022 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 3,5%, nach +5,3% bzw. +5,4% im Jahr 2021. Somit zeigte sich die europäische Wirtschaft angesichts eines herausfordernden globalen Umfeldes weiterhin widerstandsfähig. Gemäß dem Verband der Automobilindustrie (VDA) sind die Reichweiten der Anhänger- & Aufbautenhersteller seit Beginn des Jahres 2022 rückläufig. Der Nutzfahrzeugabsatz über 6 Tonnen ist weltweit um 20 % gesunken. Stark geprägt ist diese Zahl jedoch durch Einbrüche der beiden Märkte China (-51 %) und Russland (-25 %). Während der chinesische Markt für die Kögel Gruppe nicht von Bedeutung ist, macht sich der Wegfall des russischen Absatzmarktes deutlich bemerkbar. Im westeuropäischen Raum stieg der Absatz um moderate 3 %, wobei die für uns bedeutenden Märkte Italien (+1 %) und Deutschland (-2 %) nur geringes Wachstum bzw. sogar einen Rückgang des Neufahrzeugabsatzes verzeichneten. Die Neuzulassungen im Bereich der Anhänger und Sattelanhänger waren auch im Jahr 2022 in den meisten europäischen Ländern gestiegen. Während die Neuzulassungen in Deutschland (+9,5 %), Italien (+11,0 %) und den Niederlanden (+12,7 %) deutlich gestiegen waren, stagnierte der französische Markt (-0,1 %). In Polen waren die Neuzulassungen hingegen deutlich rückläufig (-12,0 %). Wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns Nachdem sich der Markt im Jahr 2021 deutlich erholt hatte, erfolgte im Jahr 2022 ein Jahr der Stabilisierung. Während die Auftragseingänge im vergangenen Jahr deutlich zurückgingen, konnte diese Phase genutzt werden, um einerseits den hohen Auftragseingang abzuarbeiten und um andererseits Anpassungen zur Stabilisierung der Lieferketten, sowohl hinsichtlich der Resilienz als auch der Einkaufspreise, vorzunehmen. Trotz der Lieferkettenprobleme und Rohstoffknappheit zu Beginn des Jahres, welche sowohl auf Lieferzeiten als auch auf die Anzahl der abgesetzten Fahrzeuge einen negativen Effekt hatten, konnte der Konzern im gesamten Jahr 2022 ca. 14.500 Einheiten (Vorjahr: ca. 14.000 Einheiten) absetzen. Dies bedeutet einen Anstieg von ca. 3,6 % gegenüber dem Vorjahr. Dadurch konnten wir unsere Position unter den TOP 3 in diesem Geschäftsfeld in den europäischen Ländern ohne UK im vergangenen Jahr weiter ausbauen und stärken. Produktion Die Produktion erhöhte sich von 14.200 Einheiten (2021) auf rund 14.900 Einheiten im Jahr 2022. Mit Leiharbeitnehmern konnten Auftragsspitzen während des Jahres entsprechend abgedeckt werden. Der Kögel Konzern ist durch ein flexibles Produktionssystem auf die volatile Branche eingestellt. Im Rahmen von Einsparprojekten wurden die Qualität erhöht sowie die Kosten gesenkt. Gezielte Investitionen im Bereich der Automatisierung bringen die Fertigung auf den neuesten Stand der Technik und führen sowohl zur Kapazitätserweiterung als auch zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. Der Konzern investierte im Jahr 2022 am Standort Burtenbach 18,8 Mio. € und am Standort in Chocen rund 0,9 Mio. €. Durch Investitionen über einen Gesamtwert von 7,3 Mio. € im Werk Chocen entstand über die letzten Jahre eine der modernsten Produktionsstätten für Fahrgestellrahmen und Trailer. Die dadurch erzielten Produktivitäts- und Effizienzvorteile tragen erheblich dazu bei, weiterhin auf das flexible und volatile Marktumfeld reagieren und gezielter auf unsere Kundenwünsche eingehen zu können. Durch den Einsatz von Arbeitszeitkonten und die Beschäftigung von Leiharbeitnehmern an den Standorten ist Kögel jederzeit in der Lage derartige Produktionssteigerungen zu meistern. Des Weiteren ist konzernweit die effektive Gestaltung der Lieferkette von besonderer Bedeutung, um Lieferengpässe zu vermeiden oder möglichst früh erkennen zu können. Für das Gesamtjahr 2023 rechnet das Werk Burtenbach mit einem Produktionsvolumen von ca. 15.000 Fahrzeugen. Einkauf Der strategische Einkauf des Kögel Konzerns übernimmt eine wichtige Aufgabe, um die Marktposition sowie die eigenen technologischen Vorteile weiter zu stärken. Schwerpunkte des strategischen Einkaufs sind die globale Beschaffung von Rohstoffen, die Gewährleistung ausreichender Warenkapazität und flexibler Lieferanten, die finanzielle Bewertung von Lieferanten sowie die stetige Überprüfung der erzielten Einkaufspreise. Die Teileversorgung der Produktion war - gerade durch die Russland-Ukraine-Krise und der bereits zu diesem Zeitpunkt existenten Inflation - durch hohe Beschaffungspreise geprägt. Durch unsere bestehenden Lieferantenverträge sowie den gezielten Aufbau weiterer Lieferanten konnte für das Jahr 2022 das Produktionsmaterial weitestgehend abgesichert werden. Unser Rohstoffmanagement ist im Hinblick auf die schwankenden Rohstoffpreise ein essenzieller Erfolgsfaktor für stabile Einkaufspreise. Dennoch konnten aufgrund der deutlichen Rohstoffpreissteigerungen im abgelaufenen Jahr unsere Einkaufspreise nicht gehalten werden. Vertrieb Der Kögel Konzern gewährleistet einen effektiven Vertrieb innerhalb von Deutschland vor allem durch den Einsatz eines Direktvertriebs. Dieser ist unterteilt in mehrere regionale Verantwortungsbereiche. Der Auslandsvertrieb wiederum besteht einerseits aus Kögeleigenen Vertriebsgesellschaften in den strategisch wichtigsten und absatzstärksten Ländern. Hierzu zählen unter anderem die BeNeLux-Länder, Italien und Frankreich. Hinzu kommt eine flächendeckende Händlerstruktur mit speziell qualifizierten Unternehmen. Das Key-Account-Management (KAM) bildet den nationalen und internationalen Vertriebsbereich KAM und dient als Querschnittsfunktion. Außerdem unterstützt das KAM den Vertrieb auf Landesebene. Wir bieten unseren Kunden nicht nur innovative Technik und Ingenieurskunst, sondern auch umfassende Servicedienstleistungen an, die den Neufahrzeug-Vertrieb unterstützen. Hierzu zählen Finanzierungsmodelle, Fahrzeugvermietung sowie Rücknahme und Weiterverkauf von gebrauchten Aufliegern und Anhängern. Full-Service-Verträge sowie unsere innovative Telematik runden das umfassende Portfolio ab. Diese ermöglicht Auflieger "on the road" immer voll im Blick zu haben. Es liefert Daten in Echtzeit und gibt Auskunft über den Standort des Trailers, die Kühlsituation, den Öffnungszustand der Türen, die EBS-Daten und vieles mehr. Darüber hinaus bietet der Unternehmensbereich After Market neben dem Vertrieb von Ersatzteilen weitere Serviceleistungen an, so dass für den Kunden Ausfallzeiten der Fahrzeuge minimiert und die Betriebskosten optimiert werden. Zudem unterstützt Kögel seine Kunden mit einem leistungsfähigen Servicepartnernetzwerk. Die Kögel Assistance 24h-Hotline gewährt schnelle Pannenhilfe sowohl für Auflieger als auch für Zugmaschinen. Die Kombination aus effektivem Direktvertrieb, sachkundigem Key-Account-Management, leistungsfähigem Service und autorisierten Händlern führt dazu, dass die Produkte und Dienstleistungen von Kögel europaweit sehr gefragt sind. Das Ziel von Kögel ist es, durch die hohe Produktqualität, das attraktive Preis-Leistungsverhältnis sowie die außerordentliche Nachhaltigkeit und Kundennähe sich europaweit noch größere Käuferschichten zu erschließen. Auswirkungen des wirtschaftlichen Umfeldes auf die Geschäftsentwicklung Der Konzern konnte im gesamten Jahr 2022 ca. 14.500 Einheiten (Vorjahr: ca. 14.000 Einheiten) absetzen. Der Umsatz lag in der Ganzjahresbetrachtung bei Mio. € 481 (Vj. Mio. € 378). Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Kögel Konzern, einschließlich der Auszubildenden, 916 Mitarbeiter (Vj. 851 Mitarbeiter)*. * Die Formulierungen Mitarbeiter, Kollegen, Arbeitnehmer etc. beziehen sich in diesem Geschäftsbericht gleichermaßen auf Frauen und Männer. Ertragslage
Die Umsatzerlöse, welche wir überwiegend aus dem Absatz von Trailern generieren, sind gegenüber der Ganzjahresbetrachtung 2021 um ca. 27 % gestiegen. Die Betriebsleistung (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge) stieg im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 107,5 auf Mio. € 491,3. Dies entspricht einem Anstieg von rund 28 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen hierbei um Mio. € 3,5. Zum größten Teil resultierten diese aus Kursgewinnen in Höhe von Mio. € 7,2. Der Materialaufwand hat sich analog zu den Umsatzerlösen von Mio. € 283,7 auf Mio. € 363,1 erhöht. Für den Personalbereich ergaben sich Kosten in Höhe von Mio. € 51,6 (Vj. Mio. € 46,4). Alle übrigen Kosten (sonstige betriebliche Aufwendungen, Abschreibungen, Zinsaufwand und sonstige Steuern) beliefen sich 2022 auf Mio. € 60,0 (Vj. Mio. € 42,9). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von Mio. € 6,3 enthalten. Die Abschreibungen sind von Mio. € 13,7 im Vorjahr auf Mio. € 14,6 gestiegen. Enthalten sind u.a. Abschreibungen auf im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckte stille Reserven sowie dem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von Mio. € 8,5. Der Kögel Konzern erwirtschaftete im Jahr 2022 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von Mio. € 17,4 (Vj. Mio. € 11,5). Finanz- / Vermögenslage Im Jahr 2022 verfügte der Konzern zu jedem Zeitpunkt über genügend liquide Mittel. Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Verglichen mit dem Jahr 2021 sank die Eigenkapitalquote um 0,9 %-Punkte von 57,5 % auf 56,6 %. Der Konzern erzielte einen operativen Cash-Flow in Höhe von rund Mio. € 23,4. Der Cash-Flow nach Investitionstätigkeit beläuft sich auf Mio. € -17,5. Im Jahr 2022 wurden Kredite i. H. v. Mio. € 1,7 zurückgezahlt. Durch die Aufnahme von Krediten und Ausschüttungen ergibt sich aus der Finanzierungstätigkeit insgesamt ein Cash-Flow in Höhe von Mio. € 0,7. Somit ergibt sich aus der zahlungswirksamen Veränderung des Finanzmittelfonds (Mio. € 6,5), den wechselkurs- und bewertungsbedingten Änderungen sowie den konsolidierungsbedingten Änderungen zum 31.12.2022 ein Finanzmittelfonds in Höhe von Mio. € 17,9. Dieser besteht aus den Guthaben bei Kreditinstituten und dem Kassenbestand. Die Finanzierung des Kögel Konzerns erfolgt seit Dezember 2018 im Wesentlichen über eine Konsortialfinanzierung. Kreditnehmer der Konsortialfinanzierung ist hierbei neben den Gesellschaften der Kögel Holding GmbH die Kögel PurFerro GmbH & Co. KG, welche ein nahestehendes Unternehmen der Kögel Holding GmbH ist. Der Konsortialvertrag wurde in Höhe von Mio. € 80,0 abgeschlossen. Aufgrund der positiven Entwicklung der Liquidität des Unternehmens in den letzten Jahren wurde bereits im Jahr 2020 die Konsortiallinie von Mio. € 80 auf Mio. € 60 herabgesetzt. Liquiditätsengpässe sind weiterhin nicht zu erwarten.
Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, deren Entwicklung unter "Ertragslage" (diese ist dort explizit beschrieben) dargestellt ist. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Materialquote, Umsatzrendite und Marktanteil heran. Gemäß den Zulassungszahlen für Neufahrzeuge, welche nahezu für ganz Europa verfügbar sind, konnte der Marktanteil mit einer Quote von 5,8 % (Vj. 5,4 %) ausgebaut werden. Im Wesentlichen konnte die Umsatzrendite aufgrund der höheren Anzahl gefertigter Fahrzeuge auf 2,1 % gesteigert werden (Vj. 1,6 %). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Qualifikation und vor allem Motivation der eingesetzten Mitarbeiter sind ein wesentlicher Faktor für die nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung von Kögel. Im Fokus steht hier nicht nur die Personalrekrutierung, sondern auch die Personalentwicklung. Hier setzt Kögel in hohem Maße auf die eigene Ausbildung im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. So entstehen künftige Fachkräfte, welche die Philosophie und Werte des Unternehmens von Grund auf vermittelt bekommen und später oftmals auch Schlüsselpositionen im Unternehmen bestens ausfüllen können. Damit ist Kögel ein attraktiver Arbeitgeber in der Region sowie weit darüber hinaus und wirkt durch dieses Mindset aktiv den Konsequenzen des Fachkräftemangels entgegen. Besonderer Wert wird ebenfalls auf offene Kommunikation, flache Hierarchien sowie vertrauensvolles Teamwork gelegt, um durch diese Werte der Unternehmenskultur auch die nachfolgenden Generationen mitzunehmen und für Kögel als Partner für eine langfristige Berufs- und Karriereplanung zu begeistern. Kundenbelange Hohe Kundenanforderungen, praxisgerechte Zubehör- und Ausstattungslösungen und somit überzeugende Vorteile bei Wirtschaftlichkeit, Qualität und Sicherheit durch patentierte, zukunftsfähige Innovationen prägen die Kögel-Fahrzeuge. Kögel ist der Erfinder des um ca. 1,3 m verlängerten Kögel Euro Trailer Aufliegers und erfüllt seit über zehn Jahren die Forderungen vieler Transportunternehmen nach verlängerten Aufliegern. Die Kögel-Pannenhilfe steht europaweit rund um die Uhr zur Verfügung - 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Im Fall der Fälle wird für das Abschleppen und Bergen der Trailer gesorgt. Auch bei Schäden steht kurzfristig ein Reparaturdienst zur Verfügung. Im Onlineshop "Kögel Parts" gelangt man schnell und rund um die Uhr zum passenden Ersatzteil. Umwelt Kögel-Fahrzeuge tragen aktiv dazu bei, den Kraftstoffverbrauch und die Umweltbelastung zu reduzieren: Die Aerodynamik ist optimiert, Geräuschemissionen werden konstruktiv vermindert und in der Produktion werden strenge Auflagen für den Umweltschutz erfüllt sowie ein besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien gelegt. Durch all diese Faktoren verspricht man sich eine hohe Kundenbindung, aber auch eine vorteilhafte Positionierung im Wettbewerb. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Im Geschäftsjahr 2022 haben sich sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis positiv entwickelt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die gesetzten Ziele zur Erhöhung des Auftragseingangs, Produktionsvolumens und durchschnittlichen Deckungsbeitrags wurden größtenteils erreicht. Die im Vorjahr getroffene Prognose über eine deutliche Umsatzsteigerung bei einem verbesserten EBITDA ist somit eingetreten. III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Risikomanagement- und Früherkennungssystem Als international tätiges Unternehmen ist Kögel verschiedensten Risiken und Chancen ausgesetzt, die aus dem Führungs- und Durchführungsprozess der unternehmerischen Tätigkeit entstehen. Ziel des integrierten Chancen- und Risikomanagementprozesses ist es, die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen sowie erforderliche Maßnahmen in den im Einzelnen betroffenen Bereichen rechtzeitig zu ergreifen, um so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Neben einem qualifizierten Controlling in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb, wird insbesondere auch die Bonitätsbewertung der Kunden sowie eine konsequente Liquiditätsüberwachung durchgeführt. Die Abteilung Versicherung erfasst potenzielle Risikoquellen, Schadenursachen sowie Störquellen und ist für die Prüfung der Transferierbarkeit von Risiken zuständig. Im Folgenden werden die für Kögel maßgeblichen Chancen und Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, beschrieben sowie eine Beurteilung der Risikosituation vorgenommen. Die Reihenfolge der aufgeführten Risiken geht dabei nicht einher mit ihrer Wertigkeit. Absatz- und Kundenspezifische Faktoren Risiken: Die Entwicklung von im Nutzfahrzeug-Sektor ansässigen Unternehmen wird stark von der konjunkturellen Lage beeinflusst. Parallel hierzu entwickelt sich auch die Investitionsbereitschaft unserer Kunden, die genauso wie Kögel abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Situation, der politischen Stabilität und dem international aufkommenden Transportvolumen sind. Trotz der im Markt herrschenden Unsicherheit und der viele Unternehmen betreffenden Logistikprobleme zeichnet sich jedoch eine Stabilisierung ab. Entsprechend positioniert sich Kögel auch 2022 wie in den vergangenen Jahren als beständig. Weniger von der konjunkturellen Lage und den typischen zyklischen Schwankungen beeinflusst hat sich der für die Kundenbindung maßgebliche Bereich des Value-Added Service bewiesen. Entsprechend liegt Kögels Fokus weiter bei der gezielten Weiterentwicklung dieser Mehrwertdienste wie z.B. die Ersatzteilversorgung, Finanzierung und Leasing, Telematik und Full-Service. Durch die allgemein global ausgerichtete Strategie erreicht Kögel eine sehr diverse Kundenstruktur und vermeidet so das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Gleichzeitig wurde das Produktportfolio erweitert und mit verschiedenen Strukturen und Instrumenten, insbesondere im Bereich Finanzierung und Rent versehen, um konjunkturbedingte Schwankungen abzufedern. Entsprechend treibt Kögel auch den Ausbau des Marktsegments Bau voran und forciert Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen wie den Euro Trailer weiter. Unser breitgefächertes Vertriebsportfolio aus Direktvertrieb, Händlervertrieb sowie eigenen Tochtergesellschaften in den umsatzstärksten Ländern ermöglicht uns in allen Bereichen außerordentliche Kundennähe. Chancen: Durch die Erschließung von neuen Märkten sowie den Ausbau des bestehenden Vertriebsnetzes lässt sich der Absatz erhöhen und der Marktanteil ausbauen. Innovation und Nachhaltigkeit werden auch in der Logistik immer mehr die kaufentscheidenden Faktoren. Die Logistikbranche hat als systemrelevanter Wirtschaftssektor bewiesen, dass sie selbst gegenüber einer Pandemie resilient ist und auch unter äußerst herausfordernden Bedingungen eine stabile Fahrzeug- und Dienstleistungsnachfrage gewährleistet. Beschaffungs- und Preisspezifische Faktoren Risiken: Parallel zum Absatzmarkt ist auch der Beschaffungsmarkt von globalen Entwicklungen geprägt. Beschaffungsrisiken betreffen die Verfügbarkeit oder die Preisentwicklung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die zur Produktion verwendet werden. Gerade durch die Russland-Ukraine-Krise ist neben der sowieso bereits überdurchschnittlichen hohen Inflation mit weiterhin steigenden Preisen zu rechnen, insbesondere für wichtige Rohmaterialien wie Stahl, Aluminium und Kautschuk. Zwar können hierdurch kurzfristige Beeinträchtigungen der Ertragslage des Konzerns entstehen, jedoch hat Kögel bereits verschiedene Systeme und Kostensenkungsprogramme ins Leben gerufen, die unter anderem den Zeitverzug bei der Weitergabe der Kostensteigerungen an den Kunden überbrücken. Das Kostenrisiko wird weiter begrenzt durch längerfristige Lieferverträge sowie Verankerung von Preisgleitklauseln mit unseren Kunden. Durch die aktuell am Markt üblichen, länger werdenden Lieferzeiten besteht zudem auch die Chance von positiven Absatzeffekten, sollte sich die Rohstoffpreissituation schneller als angenommen auf einem normalen Niveau wiederfinden, die Verkaufspreise aber noch auf Basis der erhöhten Rohstoffpreise kalkuliert sein. Zu den möglichen Beeinträchtigungen aus Preisentwicklungen kommt aufgrund der bereits durch die Corona-Pandemie strapazierten Wirtschaft ein erhöhtes Risiko von Ausfällen von Zulieferern. Kögel begegnet diesem Risiko durch den rechtzeitigen Aufbau von Kundenbeziehungen mit Ersatzlieferanten sowie durch die Erweiterung der Fertigungstiefe. Unsere Lieferantenbeziehungen und -Strukturen sind derart organisiert, dass Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten weitgehend minimiert werden. Unvermeidbare Single-source Lieferanten werden kontinuierlich vom Risikomanagement beobachtet. Chancen: Durch die kontinuierliche Nutzung der vorhandenen F&E-Kompetenz, nachhaltige Investitionen in eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie durch die daraus resultierende Entwicklung von eigenen Produkten, wie beispielsweise der Kögel Trailer Achse, wird die Abhängigkeit von Lieferanten minimiert. Produktionsspezifische Faktoren Aufgrund des guten Auftragsbestandes laufen unsere Produktionsanlagen unter hoher Last. Durch Abnutzung, technische Störungen oder Fehlbedienungen kann es zu Störungen bis hin zum Ausfall im Produktionsablauf kommen. Wir minimieren derartige Risiken durch die konsequente technische Überwachung der Produktionsanlagen, laufende Wartungsintervalle sowie durch die räumliche Verteilung verschiedener Produktionsabläufe. Außerdem sind gezielte Investitionen im Bereich der Automatisierung vorgesehen, um die Fertigung nicht nur auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, sondern gleichzeitig unsere Kapazitäten und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Zusätzlich sind für verschiedene Schadensszenarien Versicherungslösungen implementiert, die die Kosten eines Ausfalls abfedern. Finanzmarktspezifische Faktoren Die aus der internationalen Geschäftstätigkeit resultierenden finanzwirtschaftlichen, hauptsächlich währungsbedingten Risiken werden regelmäßig durch unser Risikomanagement bewertet und strategisch abgesichert. Das Grundziel ist hierbei das Austarieren von Schwankungen von Wechselkursen sowie die Minimierung des Ausfallrisikos von Forderungen. Fremdwährungsrisiken ist der Konzern nur in begrenztem Umfang ausgesetzt. Verkäufe erfolgen weitestgehend in Euro bzw. zu einem festgelegten Eurobetrag in der jeweiligen Landeswährung. Durch die Euro-Ausrichtung im Einkauf reduziert sich der Umfang der Geschäfte, die in Fremdwährungen abgewickelt werden, auf einen überschaubaren Rahmen. Devisentermingeschäfte werden aus diesem Grund nur in begrenztem Umfang abgeschlossen. Die kontinuierliche Überwachung der Liquiditäts- und Soliditätssituation unserer Kunden sowie die in der Regel vertraglich vereinbarten Anzahlungen, mindern das Ausfallrisiko. Darüber hinaus achtet die Kögel Gruppe, insbesondere bei unseren Vertragshändlern, auf eine ausgewogene Vertragsgestaltung sowie Sicherheitenstellung. Ferner werden die Fahrzeuge erst bei Bezahlung bzw. bei Vorliegen der Finanzierungsnachweise zur Abholung freigegeben. Sonstige Risiken Risiken: Die Invasion Russlands in die Ukraine zeigt die Unberechenbarkeit der internationalen politischen Verhältnisse auf. Nicht nur Kögels Investitionen in Russland sind bedroht, auch in Deutschland und im europäischen Wirtschaftsraum ist mit wirtschaftlichen Auswirkungen zu rechnen. Die seit Eskalation des Konflikts in ihrer Intensität zunehmenden, verhängten EU-/US- Finanz- und Energiesanktionen und die damit einhergehend zukünftigen russischen Gegenreaktionen können zu Kurseinbrüchen von Aktienindizes, steigenden Energie- und Rohstoffpreisen und Unterbrechungen von Lieferketten führen. Ein Transfer des Risikos auf Versicherungen oder ähnliche Abdeckungen sind hier nahezu unmöglich. Durch die Corona-Pandemie und die Ukraine-Krise wurde auch die Cyber-Bedrohungslage verschärft. Die spürbare Beschleunigung der Wirtschaft hinsichtlich der Digitalisierung und vermehrte Nutzung von Remote-Office Modellen boten 2021 Cyber-Kriminellen immer mehr Angriffsfläche, was zu einem Anstieg um über 600% in Phishing Versuchen und zu mehr als 100 Milliarden Euro Schäden allein in Deutschland geführt hat. Mittlerweile stufen deutsche Unternehmen Cyber-Vorfälle als größtes Geschäftsrisiko nach Betriebsunterbrechungen ein. Auch für die Kögel Unternehmungen im Osten Europas steigt das Risiko von Kollateralschäden durch die zunehmenden Cyberangriffe Russlands auf staatliche Einrichtungen und Privathaushalte in der Ukraine. Um dem entgegenzuwirken, investiert Kögel in Zusammenarbeit mit seinem Cyberversicherer in den kontinuierlichen Ausbau der IT-Infrastruktur und trifft so die notwendigen technischen Sicherheitsvorkehrungen. Gleichzeitig wird mittels Fortbildungen und Awareness-Trainings das Human Risk reduziert. Das erhöhte Risiko im Punkto Cyber Risk betrifft auch unsere Lieferanten. Zur Reduzierung eines größeren Produktionsausfalles aufgrund der Lieferunfähigkeit eines Lieferanten wurden die Sicherheitsbestände erhöht sowie alternative Lieferanten gesucht. Chancen: Die verbesserte Sicherheitsstruktur führt dazu, dass sich mehr Versicherer für die Absicherung von Kögel interessieren. Durch den somit entstehenden Wettbewerb ist mit passiven Nachlässen zu rechnen. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Risikosituation Unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsplans und ohne Betrachtung der aktuellen politischen Lage in Osteuropa, hat sich die Chancen- und Risikosituation im Vergleich zur Risikoberichterstattung im Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert. Kurzfristig auftretende negative Marktentwicklungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Absatzsituation des Konzerns betrachten wir als kritisch. Insbesondere die Auswirkungen der aktuell sehr hohen Inflation, die daraus resultierenden Zinserhöhungen der EZB sowie die Unsicherheiten im Bankensektor verfolgen wir aktuell sehr intensiv. Wir schätzen jedoch die Risikolage weiterhin als überschaubar ein und sehen keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Prognosebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Für die EU geht die Europäische Kommission in ihrer Frühjahrsprognose 2023 davon aus, dass die Wirtschaft im Jahr 2023 um 1,0 % wachsen wird. Für Deutschland wird von der Abwendung einer Rezession und einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 0,2 % ausgegangen. In unseren Kernmärkten werden gemäß der Prognose insbesondere die Länder Spanien, Portugal sowie die Niederlande mit einem stärkeren Wachstum im Jahr 2023 rechnen können. Für das Jahr 2024 wird in der EU ein Wachstum von 1,7 % erwartet. In Deutschland soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 1,4 % Wachstum deutlich höher als im Jahr 2023 ausfallen. Erwartete Umsatz- und Ertragsentwicklung Die weiterhin verstärkte internationale Marktausrichtung des Kögel Konzerns, der stetige Ausbau der Produktpalette, der stetig intensivierte Aufbau neuer Märkte wie Frankreich, BeNeLux, Spanien und Portugal sowie der osteuropäischen Staaten als auch die hohe Innovationskraft, ganz im Sinne der Kundenbedürfnisse, wird sich positiv auf die Auftragslage und damit auch auf den Umsatz des Konzerns auswirken. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte, unter der Maßgabe der Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, sowie der tatkräftig verlaufende Ausbau der Mehrwertdienste werden diesen Prozess noch dynamischer gestalten. Die Präsenz in vielen wichtigen europäischen Märkten wird einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Umsatzzahlen haben. Dem Wettbewerb am Markt begegnet Kögel mit langjähriger Erfahrung, hohem Qualitätsanspruch, effektivem Innovationsmanagement, ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit und unbedingtem Kundenfokus. Auf Basis der derzeitigen Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft 2023 und 2024 und unter Einbeziehung der Einschätzungen von Experten für den europäischen Markt bei LKW- und Sattelaufliegern sowie aus den Erkenntnissen, welche wir aus der eigenen Umsatzentwicklung und der Entwicklung des Auftragsbestandes in den ersten Monaten des neuen Jahres gewannen, wird der Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich nur leicht steigen. Somit rechnen wir für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Stabilisierung der Nachfrage nach Trailern, wobei diese insbesondere von der weiteren Entwicklung der politischen Lage in Osteuropa, von der Entwicklung der Energiepreise als auch von der Energieversorgung sowie von der weiteren Entwicklung der Inflation abhängig sein wird. Daher rechnen wir auf Basis der rollierenden Planung für das Jahr 2023 mit einem deutlich positiven Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA). Verglichen mit der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2022, wird das EBITDA für das Jahr 2023 voraussichtlich leicht unterhalb des Niveaus des Vorjahres liegen. Die Umsatzrendite wird voraussichtlich unter der des Vorjahres liegen. Erwartete Vermögens- und Finanzlage Der Konzern finanziert sich seit Dezember 2018 über eine Konsortialfinanzierung in Höhe von Mio. € 80,0. Aufgrund der positiven Entwicklung der Liquidität des Unternehmens in den letzten Jahren wurde bereits im Jahr 2020 die Konsortiallinie von 80 Mio. auf 60 Mio. herabgesetzt. Bis Dezember 2023 ist die Liquidität, auf der Basis der vorhandenen liquiden Mittel sowie der Liquiditätsplanung, gesichert. Des Weiteren enthält der Konsortialkreditvertrag eine Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre, sodass die maximale Laufzeit bis Dezember 2025 verlängert werden kann. Liquiditätsengpässe sind dementsprechend aktuell nicht zu erwarten. Die Verbindlichkeiten werden somit auch in Zukunft innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Aufgrund der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren, wird der Konzern die Finanzierung weiterhin auf eine sehr solide Basis stellen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Kögel Gruppe ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern auch weiterhin eine konservative Risikopolitik. Somit gehen wir davon aus, dass der Konzern auch künftig in der Lage sein wird, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Burtenbach, den 30. Mai 2023 Kögel Holding GmbH Ulrich Humbaur Monika Humbaur Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
* Der Finanzmittelfond besteht
ausschließlich aus liquiden Mitteln/Bankguthaben
Eigenkapitalspiegel gemäß DRS 22 der Kögel Holding GmbH zum 31. Dezember 2022
Ergänzende Angaben zum Eigenkapital des Mutterunternehmens: T€ 12.797 stehen zur Ausschüttung beim Mutterunternehmen zur Verfügung. T€ 84 unterliegen der gesetzlichen Ausschüttungs- oder Abführungssperre. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kögel Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Kögel Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kögel Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, 26. Juni 2023 O&P
GmbH & Co. KG
Wolfgang Leeb, Wirtschaftsprüfer Stefan Biechele, Wirtschaftsprüfer Ergänzung zum Konzernabschluss 31.12.2022 Angaben zur Billigung: Der Konzernabschluss der Kögel Holding GmbH zum 31.12.2022 wurde am 12.06.2023 von der Gesellschafterversammlung gebilligt. |
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