EATALY Distribution DE GmbH
Viktualienmarkt 15, 80331 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Conz seit 8.7.2024 | Geschäftsführer |
Gabriele Belsito seit 29.2.2024 | Geschäftsführer |
Luca Sabadin seit 29.2.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Eataly S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EATALY Distribution DE GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lageberichtder EATALY Distribution DE GmbH, MünchenGrundlagen der Gesellschaft Die EATALY Distribution DE GmbH wurde am 21.05.2015 durch die Hinterlegung vom gezeichneten Kapital gegründet und wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregister-Nummer HRB 219532 geführt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 10.07.2015. Der Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb von Geschäften für den Vertrieb von Einzel- und Großhandelsgütern, insbesondere mit Lebensmitteln und anderen Gütern. Das Geschäft in der Münchener Schrannenhalle gliedert sich in 3 Hauptbereiche: den Lebensmitteleinzelhandel, die verschiedenen gastronomischen Angebote und den Bereich Kochschule/Events. Die Eröffnung fand am 26.11.2015 statt. Bei den Umsätzen muss man zwischen dem klassischen Einzelhandelsumsatz/Gastronomieumsatz und dem Konzessionsumsatz unterscheiden. Beim Konzessionsumsatz handelt es sich um den Verkauf von Waren im eigenen Namen und auf fremde Rechnung. Der saldierte Betrag aus Konzessionsumsatz und Konzessionswareneinsatz wird in den Umsatzerlösen dargestellt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Situation Bruttoinlandsprodukt Reale Veränderung in % gegenüber Vorjahr
Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt) Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 um 1,5 % gewachsen. Die gesamten Kapazitäten sind nach wie vor gut ausgelastet. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich fort. Zum neunten Mal in Folge ist sie gewachsen, allerdings hat das Wachstum an Schwung verloren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 um +1,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Konsumausgaben zeigen eine positive Entwicklung, fielen jedoch niedriger aus als in den Vorjahren. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um +1,0 % und die des Staates stiegen gegenüber dem Vorjahr nur um +1,1 %. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) (reale) Veränderung in % gegenüber Vorjahr
Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt) Positive Einzelhandelsumsatz-Entwicklung Der Einzelhandelsumsatz (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) verzeichnete von Januar 2018 bis Dezember 2018 laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes einen Zuwachs von +1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Der Aufschwung des Einzelhandels setzte sich damit fort, allerdings hat das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr an Schwung verloren. Bei den wesentlichen Betriebsformen des Einzelhandels ergibt sich bis Dezember 2018 ein durchwachsenes Bild mit unterschiedlichem Wachstum. Der Versand- und Internethandelsmarkt zählt erneut in Deutschland zu den Bereichen mit dem höchsten Zuwachs. Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr 2018 einen Umsatzanstieg von +6,3 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln erreichte im Betrachtungszeitraum ein Plus von +1,7 %. Während die Umsätze in Bereichen wie Fisch und Fischerzeugnisse, Meeresfrüchte (+4,5 %) sowie Getränke (+2,2 %) Zuwächse verzeichneten, schwächten die Umsätze bei Obst, Gemüse und Kartoffeln (-2,5 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (-1,4 %) ab. Entwicklung des Gastgewerbeumsatzes (Reale) Veränderung in % gegenüber Vorjahr per
Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt) Gastronomieumsatz steigt nur leicht zum Vorjahr Der Gastgewerbeumsatz verzeichnete im Jahr 2018 laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes eine leichte Steigerung um real +1,0 % gegenüber dem Vorjahr. Damit fällt das Wachstum schwächer als im Vorjahr aus. Die Gastronomie wuchs um lediglich 0,7%, während Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleistungen ein Wachstum von 1,2 % verzeichneten. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft erzielte im Berichtszeitraum einen Einzelhandelsumsatz einschließlich Gastronomie- und Eventumsatz in Höhe von 12,9 Mio. €. Zusätzlich konnten Konzessionsumsätze über 3,2 Mio. € erzielt werden. Dem stehen entsprechende Konzessionswareneinsätze in Höhe von 3,1 Mio. € entgegen. Das Geschäft in der Schrannenhalle gliedert sich in 3 Hauptbereiche: den Lebensmitteleinzelhandel, die verschiedenen gastronomischen Angebote und den Bereich Kochschule/Events. Hier sind vor allem das Pizza-/Pasta-Restaurant und die Trattoria Di Eataly Hauptumsatztreiber. Der Bereich "Grocery" (mit Sortimenten rund um Öle/Essige, Trockenpasta, Saucen und Pestos) stellt innerhalb des Einzelhandelsbereichs den umsatzstärksten Abteilungsbereich. Die Bedienbereiche Käse/Wurst und Fleischwaren sind hingegen deutlich schwächer gewachsen. Die Enoteca (der Weinhandel) weist im Jahr 2018 das größte Wachstum aller Einzelhandelsbereiche aus. Diesem Alleinstellungsmerkmal soll auch in der Zukunft eine besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden, da hierin großes Ausbaupotential gesehen wird. Die Kochschule und der Bereich Events stellen eine wichtige Stütze des Gesamtkonzeptes dar. In der Schule wird den Kunden - teils in kostenfreien Kursen z.B. für Senioren und Schulklassen - relevantes Wissen über die Herkunft, Herstellung und Verarbeitung italienischer Lebensmittel vermittelt. Der Event-Bereich vermarktet das Gesamtkonzept und die darin enthaltenen unterschiedlichen Flächen für Veranstaltungen. Hier konnten Verträge unter anderem für die exklusive Vermietung des gesamten Stores abgeschlossen werden. In der Vermarktung positioniert sich Eataly primär als Erlebniskonzept für Liebhaber von hochwertigen Lebensmitteln und Genusskultur. Ergänzend werden vor allem für den lokalen Münchener Markt Aktionen platziert, um den Store auch für den täglichen Einkauf der Anwohner interessant zu gestalten. Ertragslage Der Umsatz beträgt 13,0 Mio. € und liegt damit deutlich unter dem im ursprünglichen Business Plan erwarteten Wert von 16,0 Mio. €. Der Materialaufwand belief sich auf 5,0 Mio. € (Vorjahr 4,9 Mio. €). Die Rohmarge lag bei 61,2 % und damit 2,3 %-Punkte über dem Wert aus dem Geschäftsjahr 2017 von 58,9 %. Die Verbesserung wurde durch gegenüber dem Vorjahr optimierte Rezepturen im Restaurantbereich und Optimierung der Einkaufs- Verkaufspreise im Handelsbereich erzielt. Der Personalaufwand lag bei einer Mitarbeiteranzahl von 130 Mitarbeiter/innen (Vorjahr 140 Mitarbeiter) am Bilanzstichtag bei 4,3 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €), davon 53 Mitarbeiter im sogenannten Retail-Bereich (Vorjahr 34 Mitarbeiter), 68 Mitarbeiter im Gastronomiebereich (Vorjahr 96 Mitarbeiter) sowie 9 Mitarbeiter in der Verwaltung (Vorjahr 10 Mitarbeiter). Damit konnten die Personalkennzahlen im 3. Volljahr nach der Eröffnung durch Optimierung der Arbeitsprozesse und einer ebenfalls optimierten Personaleinsatzplanung verbessert werden. Die Sonstigen Betrieblichen Aufwendungen betrugen 4,0 Mio.€ (Vorjahr 4,0 Mio. €). Die Abschreibungen in Höhe von 0,9 Mio. € ergeben sich durch die Erstausstattung der Schrannenhalle sowie durch weitere Investitionen in Höhe von 0,5 Mio. €, in 2016, 0,1 Mio. €, in 2017 und 0,2 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2018. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr beträgt -1,1 Mio. € und ist im Wesentlichen auf die Nichterreichung der zu ambitionierten Umsatzziele des ursprünglichen Business Plans wegen niedrigerer Kundenfrequenz sowie weiterer konzeptioneller Anpassungen und deren Auswirkungen auf Personalbesetzung, Wareneinsätze und operative Kosten zurückzuführen. Unter Berücksichtigung eines Zinsaufwands von 0,1 Mio. € und planmäßiger Abschreibungen von 0,9 Mio. € ergibt sich ein EBITDA von -0,2 Mio. EUR. Damit wurde der im ursprünglichen Business Plan erwartete Wert von 0,5 Mio. € deutlich verfehlt, was im Wesentlichen der schwächeren Umsatzentwicklung zuzuschreiben ist. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die italienische Muttergesellschaft, Bankdarlehen sowie über Gesellschaftereinlagen pro rata wie folgt: Das Bankdarlehen, welches in 2015 und 2016 durch die Muttergesellschaft in Italien besichert war, wurde in 2017 durch eine Kontokorrentlinie in Höhe von 5,0 Mio. € abgelöst, welche ebenfalls durch die Gesellschafter besichert wird. Diese Kontokorrentlinie wurde Ende 2018 durch ein seitens des Gesellschafters Eataly Distribuzione S.r.l. bereitgestelltes Intercompany-Darlehen in Höhe von 4,5 Mio. € abgelöst. Das Darlehen wird durch beide Gesellschafter pro rata besichert und von der Gesellschaft Eataly München quartalsweise in vertraglich festgelegten Raten in Höhe von knapp T€ 300 zurückgeführt, solange die Liquiditätslage des Unternehmens dies zulässt, und gegebenenfalls temporär gestundet. In gleichem Zuge wurden am 18.12.2019 weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 1,8 Mio. € pro rata von beiden Gesellschaftern eingebracht. Eine weitere Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 1,4 Mio. € erfolgte durch Gesellschafterbeschluss vom 25. Januar 2021 und ging am 23./26. Februar 2021 auf dem Bankkonto bei der Gesellschaft ein. Gemäß dem Gesellschafterbeschluss vom 16. Mai 2022 erfolgte durch die Gesellschafter eine weitere Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 0,6 Mio. €, die bis zum 31. Mai 2022 eingezahlt wurde. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 9,14 Mio. €. Der Anteil der Immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 0,4 % und der Anteil der Sachanlagen 51,4 % der Bilanzsumme. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,2 Mio. € entfallen im Wesentlichen auf Kücheneinrichtungen sowie auf diverse Betriebs- und Geschäftsausstattungsgegenstände. Das Vorratsvermögen umfasst 5,8 % der Bilanzsumme, während Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 9,9 % umfassen. Bei dem Vorratsvermögen in Höhe von 0,5 Mio. € handelt es sich sowohl um Ware für den Retailbereich als auch um frische Lebensmittel für den Gastronomiebereich. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,9 Mio. € sind im Wesentlichen Forderungen aus Lieferung und Leistungen enthalten. Der Zuwachs von 0,7 Mio. € auf 0,9 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus rückständigen Zahlungseingängen. Der Anteil der Flüssigen Mittel beträgt 12,3 % der Bilanzsumme. Der Zuwachs von 0,3 Mio. € auf 1,1 Mio. € ist durch die Gewährung des Gesellschafterdarlehens begründet. Der Anteil des Eigenkapitals beträgt -20,1 %, auf die Rückstellungen entfällt ein Anteil von 10,8 % und auf die kurzfristigen Verbindlichkeiten ein Anteil von 48,8 % sowie auf die passive Rechnungsabgrenzung aus einem Vermieterzuschuss ein Anteil von 4,3 % der Bilanzsumme. Die Rückstellungen in Höhe von rund 1,0 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) entfallen im Wesentlichen auf ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen und auf passivierte Urlaubs- und Mehrarbeitsansprüche. Die Erhöhung um 0,5 Mio. € ist durch fehlende Rechnungseingänge zu erhaltenen Lieferungen und Leistungen begründet. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 7,8 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) entfallen hauptsächlich auf ein Darlehen der Gesellschafterin Eataly Distribuzione S.r.l. und auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Eataly Distribuzione S.r.l. für Lieferungen und Leistungen. Zum Jahresende 2018 wurde die Kontokorrentlinie durch ein Gesellschafterdarlehen abgelöst. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Insgesamt hat sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft unter den vorgenannten Einflussfaktoren nicht entsprechend den Erwartungen entwickelt. Finanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Gesamtumsatz (bestehend aus Gastronomieumsatz, Marktumsatz, Konzessionsumsatz und Eventumsatz) und das operative Ergebnis (kurz EBITDA, definiert als Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen). Der Einzelhandelsumsatz setzt sich aus 48,7 % Markterlösen, 45,19 % Gastronomieerlösen und zu 6,1 % aus Events und Kochschule sowie sonstige Erlöse zusammen. Die nachfolgende Übersicht stellt für die genannten finanziellen Leistungsindikatoren den Vorjahreswert (Ist), die Prognoseaussage im Vorjahres-Lagebericht und den Ist-Wert des Geschäftsjahres 2018 gegenüber:
Prognose-, Chancen- und Risikobericht In den Folgejahren wird die Wirtschaftsleistung vorbehaltlich der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin ansteigen. Maßgeblich tragen hierzu die expansiven Impulse der Geld- und Fiskalpolitik bei. Das BIP war laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2019 um 1,1 % höher als im Vorjahr. Der sich fortsetzende Aufschwung wird getragen durch eine spürbare Ausweitung der privaten Konsumausgaben und des Wohnungsbaus. Hierin spiegelt sich die weiterhin gute Verfassung des Arbeitsmarkts wider, die sich in einer stetigen Zunahme der Beschäftigung ausdrückt. Für die Ausfuhren ist mit keiner deutlichen Wachstumsbeschleunigung zu rechnen. Dies liegt an der weiterhin nur moderaten Erholung der Weltkonjunktur. In 2020 führte der Ausbruch der COVID-19-Pandemie durch eine anhaltende Reduzierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten zu einem Rückgang des BIP um 4,6 %. Im Vergleich zu dem vorangegangenen Krisenjahr, das durch die Corona-Pandemie maßgeblich geprägt war, konnte sich die wirtschaftliche Leistung in fast allen Wirtschaftsbereichen im Jahr 2021 erholen. Die deutsche Wirtschaft hat trotz andauernder Pandemie und Lieferengpässen um +2,7 % zulegen können. Für 2022 prognostiziert das ifo Institut ein bereits mehrfach nach unten korrigiertes Wachstum des BIP von nur noch 1,6 %. Die anhaltende Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine sind die wesentlichen Unsicherheitsfaktoren für die Prognose. Das Bruttoinlandsprodukt wird auf Basis dieser Annahmen in diesem Jahr voraussichtlich noch leicht zulegen und dann im kommenden Jahr 2023 um 0,1 % schrumpfen. Dabei ist die Inflationsrate ein weiterer entscheidender Einflussfaktor. Das Wachstum im Retail- und Gastronomiesektor wird zusätzlich negativ beeinflusst durch steigende Inflation und Energiepreise. Für 2023 wird eine gegenüber 2022 rückläufige Inflationsrate erwartet, die sich mit 6,4 % jedoch weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegen wird. Im Geschäftsjahr 2019 wurde gemäß dem vorläufigen ungeprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ein Umsatz von 14,1 Mio. € erreicht bei einem positiven EBITDA von 0,7 Mio. € und einem negativen Jahresergebnis von rund -0,5 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich aus der Ausbreitung des Coronavirus für Eataly München insbesondere Beeinträchtigungen im Hinblick auf die Leistungserstellungsprozesse, den Bezug von Waren aus Italien sowie einen Rückgang der Kundennachfrage von gastronomischen Angeboten und im Bereich Kochschule/Events. Hierzu verweisen wir auf unsere Ausführungen zu COVID-19 im Abschnitt Risiken aus der COVID-19-Pandemie. Diesen Risiken wurde und wird weiterhin durch Information und Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie den engen Austausch und die Erarbeitung von Notfallszenarien mit den beauftragten Dienstleistern begegnet sowie einem Fokus auf den Verkauf der Feinkostlebensmittel. Im Frühjahr 2020 und seit November/Dezember 2020 kam es pandemiebedingt zu Schließungen des Gastronomiebetriebs, deren Aufhebung im Außenbereich bis Mitte Juni 2021 andauerte und im Innenbereich nur unter strengen Auflagen seit Spätsommer 2021 wieder möglich ist. Im Geschäftsjahr 2020 verzeichnete das Unternehmen somit pandemiebedingt gemäß dem vorläufigen ungeprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 einen Bruttoumsatz in Höhe von nur noch 11,3 Mio. € sowie ein negatives EBITDA von -0,2 Mio. € und ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -1,3 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2021 wurde pandemiebedingt gemäß dem vorläufigen ungeprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ein Bruttoumsatz in Höhe von 11,4 Mio. € sowie ein negatives EBITDA von -0,1 Mio. € und ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -1,0 Mio. € erzielt. Das Budget für 2022 sieht einen Umsatz in Höhe von 14,8 Mio. € und ein EBITDA von 0,8 Mio. € vor. Die aktuelle Prognose zeigt, dass der Umsatz mit 14,4 Mio. € deutlich über 2021 liegen wird, das Ziel 2022 aber leicht verfehlen wird. Das für 2022 prognostizierte EBITDA in Höhe von 0,8 Mio. € wird dafür aber mit 1,4 Mio. € deutlich übertroffen. Während neben den anhaltenden Folgen der Pandemie sich auch der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Abschwächung der Konjunktur auf den geplanten Umsatz negativ auswirken, werden die Verbesserung der Margen und eine Optimierung der Kosten sich positiv auf die Ergebnisplanung 2022 auswirken. Das Geschäftsergebnis 2022 wird auf Basis der zuvor geschilderten gesamtwirtschaftlichen und geschäftspolitischen Effekte im Ergebnis über Plan erwartet. Für 2023 wird mit 14,7 Mio. € Umsatz eine Steigerung zu 2022 erwartet. Dies soll aus einem weiteren Wachstum des Gastronomiebereiches resultieren und basiert auch auf der Annahme, dass es im Jahr 2023 nochmal weniger pandemiebedingte Einschränkungen für die Gastronomie geben wird. Die besseren Margen in der Gastronomie sollen daher auch zu einer leichten Verbesserung der insgesamten Marge beitragen. Trotz eines permanenten Kostenmanagements werden die Gehalts-, Miet- und Nebenkosten zu weiteren Kostensteigerungen führen. In 2023 wird ein EBITDA von 0,8 Mio. € erwartet. Chancen Konzepte, Markenbekanntheit Die Entwicklung des Eataly-Stores in der Schrannenhalle ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Die Adaption von Flächen und Konzepten an die Anforderungen sowohl des lokalen Münchner Marktes als auch an die der Touristen ist dauerhafter Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Eataly hat als Marke eine große Strahlkraft, die auch verstärkt in der Kommunikation und im Rahmen von Veranstaltungen in die Stadt getragen werden soll. Eigene Veranstaltungsreihen, wöchentliche starke Angebote und optimierte Kundenansprache über zahlreiche eigene als auch Partnerkanäle werden den strategischen Ausbau der Kundenbasis weiter fördern. Dabei wird während der Pandemie auch die Chance ergriffen, weitere lokale Sortimente zu listen, nicht nutzbare Gastronomiefläche für Einzelhandelsumsätze zu nutzen um den Kundinnen und Kunden auch als Nahversorger zu dienen. Entwicklungspotenzial In der aktuellen Mehrjahresplanung sind für den Standort Schrannenhalle ein sukzessiver Aufbau der Topline sowie ein striktes Kostenmanagement geplant, um die operativen Ergebnisse weiterzuentwickeln. Der andauernde Fokus auf die strategische Strukturierung der operativen Kosten wird den Standort profitabel machen. Dies wird aktiv durch die unterschiedlichen Kompetenzfelder der Gesellschafter gestützt. Durch die Umstrukturierung des UG und mit der Ausweitung und Hervorhebung des Wein- und Spirituosensortiments wurden zuletzt weitere Potentiale gehoben. Geschäftsrisiken und Risikomanagement Risiken aus Kundenfrequenz Der Standort Schrannenhalle bedeutet für Eataly eine direkte Verbindung zum stark frequentierten Viktualienmarkt. Die Verlängerung der Verweildauer der Kundenbesuche von Marienplatz über Viktualienmarkt hin zur Schrannenhalle wird weiterhin eine der Top-Prioritäten sein. Das Konzept wird sowohl durch lokale Kunden als auch von Touristen sehr gut angenommen; beides ist für eine optimale Geschäftsauslastung sehr wichtig. Unvorhersehbare, nicht plan- und beeinflussbare Ereignisse können den Geschäftsverlauf innerhalb des Jahres jedoch beeinflussen (z.B. starke Rückgänge im touristischen Geschäft). Hier steuert das lokale Management durch attraktive Inhalte auf der einen und striktes Kostenmanagement auf der anderen Seite entgegen. Das im Jahr 2022 wieder durchgeführte Oktoberfest in München hat trotz einer geringeren Besucherfrequenz zu Vorpandemiezeiten einen deutlichen Zuwachs in der Kundenfrequenz zu den beiden Vorjahren erzielt. Des Weiteren wird der diesjährige Münchner Christkindlmarkt wieder zusätzliche Kunden im Vergleich zu den Vorjahren bringen. Auswirkungen der COVID-19-Pandemie Ein erhebliches Risiko für die weitere Kundenfrequenz, insbesondere in der Gastronomie, besteht in der Ausbreitung des Coronavirus für Eataly München. Diese Thematik betrifft die ganze Gastronomiebranche, bedingt durch die Möglichkeit zur Außengastronomie und zur Mitnahme von Speisen durch Kunden bestehen jedoch für Eataly Vorteile gegenüber dem Wettbewerb. Gerade die Erkenntnisse aus dem "to-go"-Verkauf während der Pandemie können auch zukünftig für Zusatzangebote genutzt werden. Durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie und die darauffolgenden Maßnahmen der Landesregierungen und Kommunen musste die Gastronomiebranche in Deutschland erhebliche Einschränkungen hinnehmen. Hiervon war auch Eataly München betroffen. Die behördlich angeordnete, vollständige Schließung der Gastronomiebereiche ("Lockdown") erfolgte am 18. März 2020. Dies führte zu einem massiven Gästerückgang. Bereits vor den behördlich angeordneten Schließungsmaßnahmen war seit dem Beginn des Monats Februar 2020 ein COVID-19-bedingter, deutlich wahrnehmbarer Frequenz- und Besucherrückgang in den Innenstädten zu verzeichnen. Durch Gegenmaßnahmen und eine Forcierung auf Feinkostlebensmittel konnte hier von Seiten Eatalys entgegengewirkt werden und im Februar noch ein Umsatzplus von 5 % zum Vorjahresmonat erzielt werden. Das Umsatzminus im April betrug bei vollständiger Schließung der Gastronomiebereiche -51 % zum Vorjahr. Seit der Wiedereröffnung Mitte Mai stiegen die Umsätze, das Budget konnte jedoch nicht mehr erreicht werden. Seit Anfang November 2020 war der Gastronomiebereich von einem erneuten Lockdown betroffen, der erst Mitte Juni 2021 für den Außengastronomiebereich aufgehoben wurde. Die Innengastronomie durfte erst im Spätsommer 2021 unter erhöhten Auflagen, wie Sitzplatzbeschränkungen öffnen. Das Ist-Ergebnis für 2020, basierend auf dem vorläufigen ungeprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020, zeigt einen Umsatzrückgang um 20,2 % gegenüber 2019. Wesentliche Gegenmaßnahmen zum Umsatzverlust beinhalteten die Einführung von Kurzarbeit und die Verhandlung über die Reduzierung von Mietzahlungen mit dem Vermieter. Zusätzlich können Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt abgestimmt verschoben werden und durch die befristete Reduzierung der Umsatzsteuer auf Speisen seit dem 01.07.2020 ergaben sich ebenfalls Entlastungen. Zusammenfassend wurde für 2020 ein EBITDA von -197 T€ erwirtschaftet. Der Lebensmittelbereich war durchgängig geöffnet und trägt wesentlich zu dem Ausblick auf das positive EBITDA im Jahr 2022 bei. Die Umsätze im Markt werden deutlich höher ausfallen als vor der Pandemie und die Gastronomieumsätze werden im Vergleich zu dem Jahr 2021 deutlich gesteigert werden. Natürlich können sich mögliche Beschränkungen im 4. Quartal 2022 auf das endgültige Ergebnis negativ auswirken. Durch die zentrale Leitung des Standorts können gesetzliche Vorgaben und Hygienebestimmungen einheitlich umgesetzt und die Einhaltung sichergestellt werden. Den Hygieneherausforderungen im operativen Geschäft wird durch eine regelmäßige Information und Sensibilisierung der Mitarbeiter begegnet. Zudem besteht gegenüber einem klassischen Restaurant bei Eataly die zusätzliche Chance, den Verkauf der Feinkostlebensmittel auf der gastronomischen Fläche weiter zu forcieren. Die Durchführung des Münchner Oktoberfestes nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause stimmen zudem positiv für weitere Veranstaltungen in München im Herbst und Winter. Eine möglicherweise steigende Krankenquote durch die Pandemie soll durch stetige Sensibilisierung der Mitarbeiter zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln vermieden werden. Risiken aus gesamtwirtschaftlichem Umfeld Eataly zielt mit seinem gastronomischen Mix darauf ab, unterschiedliche Kundenbedürfnisse befriedigen zu können. Der Fokus des Konzeptes im Bereich Lebensmitteleinzelhandel auf italienische Feinkost-Spezialitäten mit der Abrundung der Sortimente durch Artikel des täglichen Bedarfs schafft eine solide wirtschaftliche Grundlage. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine können auch für Eataly negative Auswirkungen haben. Die Entwicklung der Rohstoffpreise stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Preise für Lebensmittel haben sich auch aufgrund der gestiegenen Energiekosten teilweise massiv verteuert. Dies führt insgesamt zu einer Inflation, die sich auf die Konsumlaune der Bürger auswirkt. Die Kunden könnten deshalb auf preiswertere Lebensmittel ausweichen und weniger auf das gastronomische Angebot zurückgreifen. In 2022 und 2023 bewegt sich die Inflationsrate auf sehr hohem Niveau. Auch wenn durch die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung die Energiekosten nicht noch weiter dramatisch steigen sollen, so werden diese deutlich über dem Vorjahr liegen. Die Energie für die Kühlmöbel, die Beleuchtung des Marktes und das Heizen der Fläche in den Wintermonaten werden das Geschäftsergebnis negativ belasten. Daher stellen die Energiekosten ein wesentliches Risiko für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele dar. Die zum Vorjahr erheblich gestiegenen Energiekosten sind auch der wesentliche Faktor für die aktuell massiv gestiegene Inflationsrate. Auch für 2023 erwartet das ifo Institut eine sehr hohe Inflationsrate. Eine Normalisierung des Wachstums (1,6 %) und der Inflation (2,8 %) wird erst wieder ab 2024 erwartet, was für das laufende und das folgende Geschäftsjahr ein Risiko darstellt. Politische Instabilitäten können das Reiseverhalten touristischer Zielgruppen und somit die Umsatzentwicklung gesamt negativ beeinflussen. Risiken aus der Finanzierung/bestandsgefährdende Risiken Der aktuelle Liquiditätsstatus der Gesellschaft wird täglich erstellt. Zur Steuerung werden die Einnahmen und Ausgaben durch ein gesondertes Team tageweise geplant und kontrolliert sowie laufend mit der Geschäftsführung erörtert. Langfristig hängt die Entwicklung der Liquidität von der gesamten Marktentwicklung und der erfolgreichen Positionierung des Unternehmens im Markt ab. Die Gesellschaft wird zunächst über eine Kreditlinie sowie die Erhöhung der Kapitalrücklage seitens der Gesellschafter finanziell ausgestattet. Zum Bilanzstichtag 2015 war die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Die positive Fortführungsprognose ergab sich aus der Zuführung zum Eigenkapital (Kapitalrücklage) durch die Gesellschafter im März 2016 in liquider Form in Höhe von 1,45 Mio. €. Weiterhin wurde im Dezember 2016 eine weitere Zuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von 6,0 Mio. € sowie Ende des Geschäftsjahres 2018 eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 300 T€ pro rata vorgenommen zum Ausgleich bilanzieller Überschuldung zum Stichtag 31.12.2017 in Höhe von 685 T€. Im gleichen Zuge wurde der bestehende Bankkredit in Höhe von 5,0 Mio. € abgelöst und in ein durch beide Gesellschafter pro rata besichertes Intercompany Darlehen in Höhe von 4,5 Mio. € gewandelt, das bis Ende 2022 an den Gesellschafter Eataly Distribuzione quartärlich zurückgeführt wird in festgelegten Raten à 0,3 Mio. €. Dies wird anhand des bestehenden Liquiditätsmonitorings durch Eataly München abhängig vom Geschäftsverlauf gezahlt oder gestundet. In Übereinstimmung mit den Regelungen des Joint Venture Agreements wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 1,4 Mio. € in 2021 und eine Kapitalerhöhung im Mai 2022 von 0,6 Mio. € vorgenommen. Dies diente zum Ausgleich der entstehenden Verluste und der bilanziellen Überschuldung angesichts der Corona-Pandemie. Die Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von 1,4 Mio. € erfolgte durch Gesellschafterbeschluss vom 25. Januar 2021 und wurde am 23. und 26. Februar 2021 durch Gutschrift auf dem Bankkonto der Gesellschaft vollzogen. Eine weitere Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 0,6 Mio. € durch die Gesellschafter erfolgte gemäß dem Gesellschafterbeschluss im Mai 2022. Auf Basis der Unternehmensplanung bis Ende 2023 ist die Liquidität der Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Im Falle eines Verfehlens der Unternehmensplanung ergibt sich ein ungedeckter Liquiditätsbedarf. In diesem Fall ist die Gesellschaft auf weitere Unterstützung durch die Gesellschafter angewiesen. Sollte der durch eine Abweichung von der Unternehmensplanung zusätzlich entstehende und/oder der bereits absehbare Finanzierungsbedarf nicht durch die Gesellschafter abgedeckt werden können, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Personalrisiken Die Anpassung des Personalbestandes birgt grundsätzlich das Risiko von Unter- bzw. Überbesetzung bei gleichzeitig mangelnder Flexibilität in den Arbeitsverträgen. Hier entwickelt die Geschäftsführung Maßnahmen, um auf Umsatzspitzen zeitgerechter reagieren zu können. Um dem Verlust von Leistungsträgern, Know-how und Servicequalität außerdem entgegenzuwirken sowie zur Vermeidung von Defiziten aus hoher Fluktuation werden stetig Schulungs- und Incentivierungsprogramme erarbeitet. Vertriebsrisiken und Risiko aus Wettbewerbsdruck Risiken bestehen durch die Veränderung des Konsumverhaltens der Kunden und durch den wachsenden Druck expandierender gastronomischer Systemanbieter mit italienischem Fokus. Der Vertrieb von Lebensmitteln und gastronomischen Leistungen über Onlinekanäle ist eine weitere Herausforderung, der sich die Geschäftsführung aktiv stellen wird. Den Risiken wird durch eine konsequente und auf Kundenorientierung fokussierte Ausrichtung begegnet. Investitionen Für das Geschäftsjahr 2018 sind Investitionen in Höhe von 0,2 Mio. € getätigt worden. In den Folgejahren wurden gemäß Mehrjahresplan ebenfalls nur moderate Investitionen in Höhe von je 0,1 - 0,2 Mio. € vorgenommen. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2022 und in 2023 sollen lediglich Ersatzbeschaffungen von jeweils max. 0,2 Mio. € getätigt werden, um angesichts der COVID-19-Pandemie die Liquidität nicht zu belasten.
München, den 28. April 2023 Die Geschäftsführung Nicola Farinetti Marcus Peter Kasper BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EATALY Distribution DE GmbH, München Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EATALY Distribution DE GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EATALY Distribution DE GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein der ausgewiesenen Handelswaren in Höhe von TEUR 533 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen am Ausweis der Handelswaren, der Forderungen gegen Gesellschafter, der Aufwendungen für bezogene Waren und des Jahresergebnisses hätten vorgenommen werden müssen. Die Prüfungsurteile zum Jahresabschluss des Vorjahres wurden aufgrund von Prüfungshemmnissen bezüglich der Zugangs- und Folgebewertung der Vorräte eingeschränkt. Wir können daher nicht ausschließen, dass korrespondierende Änderungen in den Vorjahresangaben hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Das Vorhandensein der ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.016 wurde nicht hinreichend nachgewiesen, weil die Gesellschaft uns keine detaillierte Aufstellung zu den Umsatzerlösen sowie zur regelmäßigen Abstimmung der Umsatzerlöse mit den liquiden Mitteln zur Verfügung gestellt hat, aus der wir hätten Stichproben ziehen können, und wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit zu dem Nachweis der Umsatzerlöse gewinnen konnten. Die Prüfungsurteile zum Jahresabschluss des Vorjahres wurden aufgrund von Prüfungshemmnissen bezüglich des Vorhandenseins der Umsatzerlöse ebenfalls eingeschränkt. Wir können daher nicht ausschließen, dass korrespondierende Änderungen in den Vorjahresangaben hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Die Bewertung der in der Bilanz unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Personalverpflichtungen aus Resturlaub, Überstunden und Bonusansprüchen in Höhe von TEUR 168 konnte von uns nicht geprüft werden, da uns die Gesellschaft keine Nachweise zur Bewertung der Verpflichtungen zur Verfügung gestellt hat. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen am Ausweis der sonstigen Rückstellungen, des Personalaufwands und des Jahresergebnisses hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter "Risiken aus der Finanzierung/bestandsgefährdende Risiken" sowie im Anhang unter Abschnitt II. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" hin, wo dargestellt wird, dass auf Basis der Unternehmensplanung bis Ende 2023 unter Berücksichtigung einer im Geschäftsjahr 2022 durch die Gesellschafter vorgenommenen Einlage in das Eigenkapital von Mio. EUR 0,6 die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt ist. Die Gesellschafter haben sich im Joint-Venture-Vertrag vom 12. Oktober 2015 verpflichtet, weiteren Liquiditätsbedarf der Gesellschaft durch die Zurverfügungstellung von Gesellschafterdarlehen und weitere Einlagen in das Eigenkapital der Gesellschaft abzusichern. Im Falle eines Verfehlens der Unternehmensplanung ergibt sich ein ungedeckter Liquiditätsbedarf. In diesem Fall ist die Gesellschaft auf weitere Unterstützung durch die Gesellschafter angewiesen. Sollte der durch eine Abweichung von der Unternehmensplanung zusätzlich entstehende und/oder der bereits absehbare Finanzierungsbedarf nicht durch die Gesellschafter abgedeckt werden können, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28. April 2023 Deloitte
GmbH
Marion Lammers, Wirtschaftsprüferin Holger Grünewald, Wirtschaftsprüfer Anhang für das Geschäftsjahr 2018I. Allgemeine Angaben Die EATALY Distribution DE GmbH hat ihren Sitz in München. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München, Deutschland, unter HRB 219532 geführt. Die Anschrift lautet: EATALY Distribution DE GmbH, München, Blumenstraße 4, 6 und Viktualienmarkt 15, 80331 München. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde trotz der zum Bilanzstichtag bestehenden bilanziellen Überschuldung in Höhe von € 1.833.796 von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen, da die Geschäftsführer von der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Kapitalzuführung durch die Gesellschafter ausgeht. Wir verweisen insoweit auf die Ausführung im Abschnitt "Risiken aus der Finanzierung/bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, welche die insofern bestehenden Risiken darlegen und erläutern. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Aktiva Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear über die Nutzungsdauer vorgenommen. Diese beträgt für Hardware 3 Jahre, für Kücheneinrichtungen 8 Jahre, für Kühlmöbel 10 Jahre und für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 Jahre. Mietereinbauten werden über die Laufzeit des Mietvertrags oder die kürzere Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils voraussichtlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen (gleitender Durchschnitt) sowie unter Berücksichtigung von sorgfältig bemessenen Abschlägen für Risiken wie z. B. Verderb bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverlusten und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt. Latente Steuern Ein Aktivüberhang latenter Steuern insbesondere aufgrund der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt. Passiva Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden nach Maßgabe des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen und betreffen mit TEUR 71 einen Gesellschafter. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt € 50.000 und ist in voller Höhe eingezahlt. Das Eigenkapital der Gesellschaft wird zu 55 % von der EATALY Distribuzione S.r.l., Turin/Italien, und zu 45 % von der SIGNA Retail GmbH, Wien/Österreich, gehalten. Es wurden drei zusätzliche Einlagen in die Kapitalrücklage in Höhe von € 1.450.000 aufgrund des Joint Venture Agreements vom 12.10.2015 im März 2016, in Höhe von € 6.000.000 aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 01.12.2016 und in Höhe von € 300.000 aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 28.12.2017 von den Anteilseignern gemäß den Anteilen geleistet. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.148.911,48 ab. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (€ 0,7 Mio.), Urlaubs- und Mehrarbeitsansprüche der Mitarbeiter/-innen (€ 0,2 Mio.). Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 5.885 enthalten (Vorjahr: T€ 1.458). Hiervon sind T€ 1.382 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: T€ 1.458) sowie TEUR 4.503 (Vorjahr: TEUR 0) sonstige Verbindlichkeiten aus einem Darlehen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen für das Jahr 2019 € 1.319.489,52, für die Jahre 2020 bis 2023 € 5.277.958,08 und für die Jahre ab 2024 € 1.784.624,64. Belegschaft Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 130 Mitarbeiter. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 121 gewerbliche Mitarbeiter und 9 angestellte Mitarbeiter. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans/Beirats Geschäftsführung Geschäftsführer sind:
Herr Farinetti und Herr Kasper vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde die Befreiungsvorschrift für die Offenlegung der Geschäftsführergehälter in Anspruch genommen. Beirat Bei der Gesellschaft ist ein Beirat mit beratender Funktion eingerichtet. Mitglieder des Beirates sind:
Die Mitglieder des Beirats erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der EATALY SRL, Monticello d ́Alba/Italien, einbezogen, die den größten und auch den kleinsten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss der EATALY SRL (Numero REA CH - 248643) wird beim italienischen Handelsregister d ́Alba eingereicht. Nachtragsbericht Von den Auswirkungen des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie zu Beginn des Jahres 2020 war die Gesellschaft durch die behördlich angeordneten Schließungen des Gastronomiebereichs im März bis Mai sowie erneut ab November 2020 betroffen, die zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt haben. Der seit Februar 2022 bestehende Kriegszustand in der Ukraine und die hierdurch ausgelösten Energie- und Rohstoffpreissteigerungen wirken sich ebenfalls belastend auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft aus. Hierzu wird ansonsten auf den Abschnitt Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Lageberichts verwiesen. Durch Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2019 wurden der Kapitalrücklage weitere € 1.800.000 zugeführt. Eine weitere Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von € 1.400.000 erfolgte durch Gesellschafterbeschluss vom 25. Januar 2021. Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 16. Mai 2022 wurden der Kapitalrücklage weitere € 600.000 zugeführt. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2018 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € -1.148.911,48 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 28. April 2023 Farinetti Kasper Bilanz zum 31.12.2018AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1.2018 bis 31.12.2018
Entwicklung des Anlagevermögens
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