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Schleuniger GmbHHeimsheimJahresabschluss zum 31. Dezember 2008Lagebericht zum Geschäftsjahr 20081. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1. Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit Die Schleuniger GmbH befasste sich im Geschäftsjahr 2008 weiterhin unverändert mit der Vermarktung und dem Handel von Maschinen und damit verbundenen Dienstleistungen (Service, Beratung, Schulung), die als Produktionsmittel für die Verarbeitung von Kabeln und kabelähnlichen Produkten wie Schläuchen eingesetzt werden. Hauptmärkte sind die Automobil-, Telekommunikations- sowie die Elektronik- und Elektroindustrie (weiße Ware, Schaltschrankbau). Neben dem Stammmarkt Deutschland werden auch diverse osteuropäische Märkte mit ausgewählten Produktgruppen durch die Schleuniger GmbH beliefert. 1.2. Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2008 wurde geprägt durch zwei sehr unterschiedliche Halbjahre. Während im ersten Halbjahr ein sehr hoher Auftragseingang verbucht werden konnte, hat sich das Auftragsniveau in der zweiten Jahreshälfte stark zurückgebildet. Die Geschäftstätigkeit wurde zudem beeinträchtigt durch den ungünstigen Wechselkursverlauf zwischen EUR und CHF, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Die Marktentwicklung wurde vor allem durch negative Meldungen aus der Automobilbranche geprägt, die zu einem Geschäftsrückgang im automobillastigen Süden Deutschlands (Baden-Württemberg, Bayern) sowie im Osten Europas, mit Ausnahme der Slowakei und Ungarns, geführt hat. Erfreulich entwickelt haben sich lediglich der Norden und Osten Deutschlands, Österreich, Slowakei und Ungarn. Generell durch alle Branchen werden Investitionen in grössere Projekte, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, zurückgestellt. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage2.1. Ertragslage Die Gesellschaft konnte nicht mehr ganz an das Vorjahresresultat anknüpfen. Der Umsatz ging leicht um 3,4% zurück. Die Rohertragsquote konnte insbesondere durch Vertriebserfolge etwas verbessert werden, hinzu kommen Sondereinflüsse durch die Veräußerung der Liegenschaft in Neuhausen. Der Wechselkurs EUR zu CHF hat sich negativ entwickelt und führte zu einer deutlichen Ergebnisbelastung. Darüber hinaus konnten höhere Lohn- und Fahrzeugkosten sowie gestiegene EDV-Aufwendungen nicht durch reduzierte Kosten für Werbung und Warenabgaben aufgefangen werden. Der Jahresüberschuss hat sich, auch auf Grund des schlechteren Finanzergebnisses, auf somit insgesamt EUR 355.385,93 (Vorjahr EUR 509.219,60) verringert. 2.2. Vermögens- und Finanzlage Durch die Erstellung eines neuen Geschäftsgebäudes hat sich das Anlagevermögen erhöht. Das Umlaufvermögen konnte dank eines konsequenten Forderungsmanagements reduziert werden. Zur Finanzierung des neuen Geschäftsgebäudes hat die Muttergesellschaft (Schleuniger Holding AG) ein langfristiges Darlehen über EUR 1.750.000,00 gewährt. 3. Risikobericht3.1. Risiken Die deutliche Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere der bereits stark betroffenen Automobilindustrie, führt vielerorts zu einer erheblichen Reduktion bis hin zu einer vollständigen Einstellung der Investitionstätigkeit. Dieses Verhalten kann die Umsatzaussichten für 2009 erheblich schwächen. Zudem kann eine weiterhin hohe Bewertung des Schweizer Franken die Ertragsaussichten deutlich beeinträchtigen. Ausgeprägte Risikokonzentrationen bezüglich Kunden, Lieferanten, Produkte, Patente und Länder liegen nicht vor. Ein dreistufiger Maßnahmenplan zur Kosten- und Risikoreduktion ist auf Konzernebene implementiert worden. Auf Grund der aktuellen Entwicklung ist die erste Stufe zur Umsetzung ausgelöst worden, die Kosteneinsparungen mit weichen Maßnahmen (Projekte, defensiven Besetzung von vakanten Stellen) mit dem Ziele eines weitestgehenden Substanzerhalts beinhaltet. Generell ist der Fortbestand von Schleuniger GmbH aus aktueller Sicht nicht in Frage gestellt. 3.2. Chancen Diverse Maßnahmen für die Identifizierung noch unbekannter potentieller Kunden zur Verbreiterung der Kundenbasis sind eingeleitet worden. Von der Einführung neuer Produkte unserer Lieferanten wird eine Erhöhung der Marktchancen und der Wettbewerbsfähigkeit erwartet. 4. PrognoseberichtDie anhaltende Schwäche der Automobilbranche aber auch zunehmend der Telekommunikations-, Elektronik- und Elektroindustrie wird die Umsatzaussichten zumindest für das erste Halbjahr 2009 erheblich beeinträchtigen. Das gegenwärtig sehr volatile Verhalten von voraus laufenden Parametern für unser Geschäft erlaubt aktuell keine Prognose für die weitere Entwicklung im zweiten Halbjahr 2009, der Zeitpunkt für das Einsetzen einer wirtschaftliche Erholung ist kaum abzuschätzen. Angesichts des bevorstehenden schwachen ersten Halbjahres mit der eher geringen Aussicht, diese im zweiten Halbjahr kompensieren zu können, liegen die Umsatz- und Ertragszahlen 2009 mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich unter den Ergebnissen für 2008. 5. NachtragsberichtIm Februar 2009 wird die Geschäftsführung von Peter Stürzenhofecker auf Wolfgang Merz übertragen. Weitere, sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.
Heimsheim, den 23. Februar 2009 Schleuniger GmbH Wolfgang Merz, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2008Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2008
Anhang für 2008A. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde demgemäß nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 242 bis 256 HGB sowie unter der Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 bis 288 HGB aufgestellt. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich - soweit handelsrechtlich zulässig - grundsätzlich an den steuerrechtlichen Bestimmungen. Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt: Aktivposten Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wurde die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde auf der Basis der steuerlichen Abschreibungstabellen geschätzt. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 150 EURO wurden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben. Für die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 150 EURO bis 1.000 EURO wurde ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wurde gemäß § 6 Abs. 2a EStG mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Finanzanlagen wurden im Berichtsjahr mit den Anschaffungskosten bewertet. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Fremdkapitalzinsen kamen nicht zum Ansatz. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bewertet. Alle erkennbaren Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Risiken im Forderungsbestand sind angemessen berücksichtigt worden. Die Forderungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 80). Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert. Passivposten Rückstellungen Die Steuer- und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen für latente Steuern und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften waren nicht zu bilden. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungs- und Ausgabebetrag bei Darlehen sind abgegrenzt. Soweit im Jahresabschluss Posten enthalten sind, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten, erfolgte die Umrechnung in Euro zu den historischen bzw. ungünstigeren Kursen am Bilanzstichtag. C. Angaben zur Bilanz1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2008 im Einzelnen laut dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel entwickelt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 22 (Vj. TEUR 25). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im geringen Umfang antizipative Posten. Gegenüber der Gesellschafterin bestanden keine Forderungen. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen des Personalbereichs sowie Gewährleistungsverpflichtungen. Die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften war nicht erforderlich. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Außerordentliche, periodenfremde und neutrale Aufwendungen und Erträge von nicht unerheblicher Bedeutung
2. Steuern vom Einkommen und Ertrag Das Jahresergebnis 2008 ist in Höhe von TEUR 116,3 mit Steuern vom Einkommen und Ertrag belastet. Schutzklausel Die Schutzklausel bzgl. der Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wurde in Anspruch genommen. E. Angaben zu den Verbindlichkeiten und SicherungsrechtenDie vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich aus der nachfolgenden Übersicht entnehmen.
Gegenüber der Gesellschafterin bestanden Verbindlichkeiten i. H. von T€ 1.802,7. Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 236,2. F. Sonstige Angaben1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 34 Angestellte beschäftigt. 2. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20% der Anteile An dem nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20% aller Anteile. Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über das nachstehende Unternehmen berichtet:
3. Name und Sitz des Mutterunternehmens gemäß § 285 Nr. 14 HGB
Der Konzernabschluss wird unter der Internetadresse www.metallzug.ch zur Einsicht bereitgehalten. 4. Geschäftsführung und deren Bezüge Geschäftsführer war im Berichtszeitraum: Herr Peter Stürzenhofecker, Dipl. Ingenieur MBA, Berglen-Ödernhardt (bis 20. Februar 2009) Herr Wolfgang Merz, Executive Vice President Schleuniger Holding AG, Winterthur/Schweiz (ab 20. Februar 2009) 5. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss zum 31.12.2008 weist einen Jahresüberschuss von EUR 355.385,93 aus. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Heimsheim, 23. Februar 2009 Die Geschäftsführung BescheinigungIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schleuniger GmbH, Heimsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 23. Februar 2009 Ernst
& Young AG
Dr. Dyck, Wirtschaftsprüfer Maurer, Wirtschaftsprüfer |
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