Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 34387
Vorher
H & M Bau-GmbH
Eingetragen
17.9.1999
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauBau von StraßenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Gegenstand
Tief- und Straßenbau, Kabeltiefbau, Landschaftsgestaltung sowie Handel mit Schüttgütern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mariasole Iannandrea
seit 11.3.2026
Prokura
Gian Luca Menchini
seit 17.1.2022
Geschäftsführer
Heike Jütten
seit 21.1.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SALCEF Deutschland GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SALCEF Deutschland GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Salcef Bau GmbH

Landsberg am Lech

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht zum 31. Dezember 2022

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Salcef Bau GmbH (im Folgenden auch "Salcef Bau" oder "Gesellschaft" genannt) ist im Bereich der Eisenbahninfrastruktur (Eisenbahnen, Straßenbahnen und U-Bahnlinien) und hier insbesondere in der Ausführung von Arbeiten für den Gleis- und Eisenbahnbrückenbau, die Instandhaltung und Modernisierung des Schienennetzes, sowie deren Ausführungsplanung tätig. Bei der überwiegenden Mehrheit der Baustellen von Salcef Bau, die seit 2019 auf dem deutschen Markt präsent ist, handelt es sich um öffentliche Aufträge mit der Deutschen Bahn (kurz: DB) als Auftraggeber, so dass die Regeln und Verfahren für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen (VOB usw.) gelten; in geringerem Umfang werden auch spezialisierte Arbeiten als Subunternehmer oder auch im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften mit anderen im Eisenbahnsektor tätigen Unternehmen ausgeführt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Landsberg am Lech, an dem die Kalkulationen für neue Angebote, die Ausführungsplanungen und die allgemeine Verwaltung durchgeführt wird. Zudem wird eine Zweigniederlassung in Hellenthal unterhalten, in der im Wesentlichen die Fakturierung erfolgt. Die operative Tätigkeit ist in drei Geschäftsbereiche Gleisbau (trackworks), Schwerer Bau (Heavy Civil) und Energie (Energy) unterteilt. Die drei Abteilungen arbeiten mit engagierten und spezialisierten Mitarbeitern, die jeweils von einem Bauleiter geleitet werden, der sich mit den spezifischen Arbeiten auskennt und mit der Bearbeitung und der Abwicklung von DB-Verträgen vertraut ist. Die Geschäftsbereiche entsprechenden den drei Geschäftsbereichen der internationalen SALCEF-GRUPPE. Die Konzernobergesellschaft Salcef GROUP SpA mit Sitz in Rom, Italien unterstützt die Gesellschaft zudem in der operativen Geschäftstätigkeit sowohl mit spezialtechnischem Wissen als auch mit Unterstützungsleistungen im Personalbereich.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Preis- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Der Blick auf die einzelnen Quartale zeigt, dass trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (letzte Auswirkungen aus Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, steigende Preise durch Inflation, Material- und Lieferengpässe, Mangel an Fachpersonal) die Wirtschaftsleistung dennoch weiter zunahm. Während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2022 im Vorjahresvergleich um 3,9 % stieg, nahm es in den darauffolgenden zwei Quartalen um 1,7 % bzw. um 1,3 % zu. In den ersten drei Quartalen wurde die Wirtschaftsleistung vorrangig von den privaten Konsumausgaben getragen. Im vierten Quartal war das BIP preisbereinigt um 0,5 % höher als im Vorjahreszeitraum, aber um 0,2 % niedriger als im dritten Quartal 2022.

Neuaufträge kommen zwar in die Auftragsbücher der Industrieunternehmen, aber eher zurückhaltend. Dadurch dass, bei vielen Industrieunternehmen die Auftragsbücher aufgrund des Bearbeitungsrückstandes beeinflusst durch Corona noch gut gefüllt, konnte die Auftragsflaute bis jetzt weitgehend problemlos überbrückt werden konnte. Die sich entspannenden Lieferketten mindern die bestehende Unsicherheit und lassen die Unternehmen zuversichtlicher in die vorausschauen. Zwar werden die real verfügbaren Einkommen und in der Folge auch der private Konsum im laufenden Jahr wohl zurückgehen, allerdings wirdf davon ausgegangen, dass sich das nicht allzu negative auf die Konjunktur auswirken wird.

Entwicklung der Branche

Der deutsche Markt zeichnet sich durch beeindruckende Entwicklungsprojekte aus, die durch den von der deutschen Regierung genehmigten Plan der Deutschen Bahn mit geplanten Investitionen in Höhe von 86 Milliarden Euro ab 2020 in den nächsten 10 Jahren bestätigt werden. Diese langjährig andauernden Investitionen in das Gleisnetz der DB sind im Rahmen einer Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen (LuFV), in der die Bundeszuschüsse für das Schienennetz der DB verpflichtend vereinbart sind, sichergestellt. Ab dem 1. Januar 2020 ist die LuFV III, in der der Bund sein Engagement enorm gesteigert hat, mit einer Laufzeit von zehn Jahren (2020 - 2029) in Kraft getreten. Von 2020 bis 2029 werden Erneuerungsinvestitionen in das bestehende Gleisnetz von insgesamt 63,4 Mrd. Euro durchgeführt werden. Für die Instandhaltung der Schienenwege während der Vertragslaufzeit der LuFV III bestehen verpflichtende Zusagen von Eisenbahninfrastrukturunternehmen in Höhe von 22,8 Mrd. Euro. Es werden aus 86,2 Mrd. Euro im Zeitraum 2020 bis 2029 für Instandhaltung bzw. für Ersatzinvestitionen in das vorhandene Schienennetz ausgegeben. Bei diesen Projekten geht es nicht also nicht um den Bau neuer Strecken, sondern um die Verbesserung der Leistungsfähigkeit des bestehenden Gleisnetzes, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit und die Optimierung des Güter- und Personenverkehrs. Die wichtigsten Aufträge der DB betreffen daher die "Digitalisierung" der Gleisanlagen und die Verkehrssicherheit sowie die Verbesserung der bestehenden Infrastruktur durch den Ersatz veralteter Brücken, die Errichtung von Lärmschutzwänden, die Sanierung von Bahnhöfen usw. Es handelt sich also um Aufträge, die keine massiven neuen Bauarbeiten beinhalten, sondern dem Bereich "Eisenbahnsysteme" zuzurechnen sind, der seit jeher das Kerngeschäft der SALCEF-GRUPPE im Allgemeinen und somit auch der Salcef Bau darstellt.

Entwicklung der Salcef Bau

Der Auftragsbestand des Unternehmens beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf rund 15,6 (i.Vj. 24,7) Millionen Euro. Die im Wesentlichen bereits im Vorjahr vergebenen Aufträge umfassen systematische Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Eisenbahninfrastruktur, multidisziplinäre Eisenbahnarbeiten, Arbeiten im Technologiebereich und die Sanierung bestehender Bauwerke. Die Tätigkeiten aus diesem Auftragsbestand gewährleisten den Fortgang der Unternehmensaktivität unter dem Einsatz ihrer Betriebsstrukturen, die jeweils in unterschiedlichen geografischen Arbeitsgebieten organisiert sind. Ein Blick auf das untenstehende Schaubild zeigt, dass der Auftragsbestand der beiden erstgenannten Geschäftsbereiche 60 % bzw. 38,8 % des Gesamtvolumens ausmacht, während der Geschäftsbereich Energie nur 1,2 % ausmacht; er besteht nämlich erst seit September 2021 und befindet sich daher in der Anlauf- bzw. Aufbau- und Investitionsphase.

Im Verlauf des Jahres 2022 konnte im Geschäftsbereich Energy ein Auftragsvolumen von 194 TEUR und im Geschäftsbereich Heavy Civil ein Auftragsvolumen von 9,4 Mio. Euro generiert werden. Im Geschäftsbereich Trackworks hingegen wurden keine neuen Aufträge erworben, da wir in der Arge mit dem Partner IHT an der Ausführung des Projekts "HORB-Neckarhausen" beteiligt sind, wodurch die Ressourcen dieses Geschäftsbereichs der Salcef Bau während des Jahres 2023 nahezu vollständig ausgelastet sein werden. Zum Ende des Geschäftsjahres waren noch nicht bearbeitete Aufträge von 6,0 Mio. Euro offen.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Salcef Bau hat sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt.

Ertragslage

Der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr weist einen Jahresüberschuss von 57 TUER gegenüber einem Jahresfehlbetrag von -9.478 TEUR im Vorjahr aus, während sich der Wert der Gesamtleistung auf 17.228 TEUR gegenüber 16.279 TEUR im Jahr 2021 belief, was einer Steigerung von 5,8 % entspricht.

Die wichtigsten Kennzahlen sind nachstehend aufgeführt:

(Beträge in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Gesamtleistung 16.278 16.278
EBITDA 748 -8.808
EBIT 198 -9.338
EBITDA/Gesamtleistung 4,3% -54,1%
EBIT/Gesamtleistung 1,1% -57,4%

Im Geschäftsjahr 2022 kam es, wie in der Tabelle dargestellt, zu einer positiven Entwicklung der obengenannten Werte bzw. Kennzahlen. EBITDA und EBITDA-Marge stiegen um 9.556 TEUR bzw. 108%. Die Auswirkungen sind auf einen Forderungsverzicht der Darlehen von der Muttergesellschaft in Höhe von 5.000 TEUR zurückzuführen. Unter Herausrechnung dieses Ergebniseffektes ergibt sich ein negatives EBITDA von -4.252 TEUR bzw. EBIT -4.802 TEUR. In Prozent der Gesamtleistung entsprechend -24,7% bzw. -27,9%. Im Vergleich zum Vorjahr konnte also der Verlust halbiert werden.

Es gilt anzumerken, dass diese positive Entwicklung zum einen durch den Bewertungseffekt der Verlustaufträge aus dem Vorjahr bedingt ist und zum anderen die neuen Aufträge einer besseren Kalkulation unterliegen. Nichtsdestotrotz verblieben auch im Jahr 2022 Altaufträge aus den Vorjahren, die sich negativ auf die Gesamtleistung ausgewirkt haben, da der Auftraggeber eine beträchtliche Beschleunigung unserer Leistungen verlangte, wodurch sich unsere Kosten für diese Aufträge erhöhten, ohne dass eine entsprechende Weitergabe und Anerkennung dieser Kosten durch den Auftraggeber erfolgten. Um diese Kosten zumindest teilweise zu decken, müssen im Laufe des Jahres 2023 vertragliche Maßnahmen (Nachträge) durchgeführt werden.

Der laufende Reorganisationsprozess, der bereits im Vorjahr in den Grundzügen begonnen wurde, hat im Hinblick auf die Bewirtschaftung der Kosten und der für die Projektverwaltung eingesetzten Ressourcen erste Früchte getragen hat. Der Austausch von verantwortlichen Projektleitern für die Baustellen hat zu einer spürbaren Verbesserung der Situation geführt. Die Übergabe der Zuständigkeiten zwischen den ausscheidenden und den neuen Projektleitern führte zu unvermeidbaren Verzögerungen in der Bearbeitung der Aufträge, was auch Auswirkungen auf die Vertragsverwaltungsprozesse (Buchhaltung, Bearbeitung der Nachträge etc.) hatte, so dass hier die Bearbeitung sich verlangsamte. Das Jahr 2022 ist daher geprägt als ein "Eingewöhnungsjahr", für die durchgeführte Reorganisation der Prozessabläufe, die sich im Folgejahre stetig verbessern wird.

Im Laufe des Jahres 2022 wurden sämtliche Maßnahmen zur Fertigstellung der ungefähr 20 am Jahresende 2021 noch offenen Aufträge in Angriff genommen. Somit war für die meisten Aufträge, auch wenn sie als Hauptarbeiten abgeschlossen wurden, die für öffentliche Aufträge übliche Abschlussphase zu durchlaufen, die Folgendes umfasst: Fertigstellungsarbeiten, Mängelbeseitigung, As-built-Zeichnungen, Abnahmen, Endabrechnung, Abgabe von Bürgschaften usw. All diese Tätigkeiten wurden im Laufe des Jahres 2022 wieder aufgenommen, konnten aber nicht vollständig abgeschlossen werden, auch weil die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zwischen dem neuen Team der Salcef Bau und den Subunternehmern, Lieferanten und Beratern, die für die einzelnen Aufträge zuständig waren, komplex und anspruchsvoll war. Am Ende des Jahres 2022 sind diese abschließenden Maßnahmen für zwölf Aufträge noch nicht beendet. Für die meisten dieser Aufträge ist ein Abschluss für das Jahr 2023 geplant, allerdings wird dieser zwangsläufig nicht gewinnbringend ausfallen, da hier in vielen Fällen Kosten für Instandsetzung und Inspektionen anfallen, denen keine Erlöse gegenüberstehen, so dass die daraus resultierenden Verluste bereits in der aktuellen Bewertung enthalten sind.

Finanzlage

Die wichtigsten Indikatoren lauten wie folgt:

(Beträge in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Cash-Flow 606 -8.948
Net Working Capital 3.990 5.824
Nettofinanzposition 5.867 6.763
Eigenkapitalquote 3,3% 2,5%

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft war im Berichtsjahr angespannt. Da die ertragswirtschaftliche Situation auch in 2022 keine vollständige Finanzierung der Ausgaben ermöglichte, bleibt die Gesellschaft zu Finanzierung des Geschäftsbetriebs weiterhin auf die Unterstützung ihrer Konzernobergesellschaft Salcef GROUP SpA als den mittelbarern Gesellschafter, Italien, die der Gesellschaft über den unmittelbaren Gesellschafter die Salcef Deutschland GmbH entsprechende Darlehensmittel zur Verfügung stellt, angewiesen. Im Geschäftsjahr wurden weitere 6,8 Mio. EUR an Finanzierung bereitgestellt, wobei durch einen Forderungsverzicht zum Jahres Ende in Höhe von 5,0 Mio. EUR die Gesellschaft finanziell und ertragswirksam entlastet wurde. Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft bleibt daher durch weitere Zuführung liquider Mittel von außen abhängig und hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zu Vorjahr nochmals verschlechtert.

Die Geschäftsführung hat keinerlei Hinweise, dass der mittelbare Gesellschafter von ihrer bisherigen Unterstützung in irgendeiner Form abrücken könnten. Wir rechnen daher damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen im Berichtsjahr 11.415 TEUR hat sich nur aufgrund des Forderungsverzichtes des Gesellschafters gegenüber dem Vorjahr 12.763 TEUR um -1.348 bzw. -10,6 % verringert. An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31.12.2022 einen Anteil von 24,1 % (im Vorjahr 22,0). Die immateriellen Vermögenswerte haben sich durch Abschreibungen um 5 TEUR auf 7 TEUR verringert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 573 TEUR. Im Wesentlichen wurde in den Maschinenpark investiert. Das Umlaufvermögen und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verringerten sich um -1.293 TEUR und entsprechen 85,2 % (im Vorjahr 78,0 %) der Bilanzsumme.

Die unfertigen Leistungen bestehend aus den offenen Bauaufträgen betragen zum Abschlussstichtag 22.508 TEUR (im Vorjahr 21.082 TEUR), saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen 20.303 TEUR (im Vorjahr 19.810 TEUR), ergibt sich ein Bestand in Höhe von 2.205 TEUR (im Vorjahr 1.272). Die unfertigen Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresniveau um 6,7 %.

Infolge der Umsatzausweitung um 26,2 % haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4.309 TEUR erhöht, darin sind auch die Forderungen gegenüber den Arbeitsgemeinschaften enthalten.

Die Investitionsmaßnahmen konnten mit den überlassenen Darlehensmitteln durchgeführt werden und stärken die zukünftige sachgerecht und fristgerechte Fertigstellung der Bauaufträge.

Die Kapitalstruktur ist durch einen sehr geringen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 3,3 % (im Vorjahr 2,5%) gekennzeichnet. Entsprechend ist das Fremdkapital hoch und entspricht 96,7 % der Bilanzsumme, wobei die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 78,3% ausmachen. Ohne den Forderungsverzicht des Gesellschafters würde die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital ausweisen, welches aber im Rahmen einer Patronatserklärung vollständig deckt, wäre.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Allgemein

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen und der politischen wie geopolitischen Entwicklung sehr schwierig; man denke an die anhaltenden Konflikte (z.B. Ukrainekrieg sowie der kriegerischen Auseinandersetzungen in Israel und Gaza, Einschränkungen am Suezkanal, aber auch an die Langsamkeit, mit der die DB ihre Investitionen im Sektor beginnen. Aus heutiger Sicht wirken sich konjunkturelle Effekte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen grundlegend auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft aus, insbesondere dann, wenn Ende 2022 ein spürbarer Anstieg der Inflation zu verzeichnen war, der sich 2023 fortsetzt und erst heute eine Abschwächung der Inflation zu erkennen ist.

Die Bearbeitung der Aufträge im Laufe des Jahres 2022 hat einige kritische Aspekte zutage gefördert, die für alle neu in das Geschäft involvierten Parteien zunächst schwer zu verstehen waren und die in nächster Zukunft unbedingt korrigiert werden müssen, um die erwartete Rentabilität zu erreichen:

- Die mäßige Qualität der von der DB auf der Grundlage von Ausschreibungen vergebenen Projekte, was dazu führt, dass die auszuführenden Arbeiten mit erheblichem Zeitverlust überarbeitet werden müssen und massiv auf externe Ingenieurbüros zurückgegriffen werden muss, die bereits jetzt stark ausgelastet und daher kostenintensiv abrechnen; eine mögliche Abschwächung dieses Effekts kann durch eine zumindest in Teilen intern erbrachten Ingenieurleistungen erreicht werden;

- Eingeschränkte Verfügbarkeit von Spezialfahrzeugen und autorisierten Fahrern auf dem DB-Netz; eine mögliche Abschwächung dieses Effekts kann durch die Entsendung von Spezialfahrzeugen (die eine DB-Zulassung benötigen) und Spezialfahrern (die nach DB-Vorschriften ausgebildet werden müssen) aus Konzernressourcen, Italien erreicht werden;

- Ständige Unterbrechung der Arbeitszeiten aufgrund spontaner Änderungen der Arbeitsbedingungen an den Baustellen durch die DB; es muss daran erinnert werden, dass unsere Arbeit während der verschiedenen Unterbrechungen des Eisenbahnverkehrs (Sperrpausen) durchgeführt wird, die von der DB aufgrund von Problemen mit dem Eisenbahnsystem wie Alterung, Streiks, Personalmangel unvorhersehbar ständig geändert werden; eine mögliche Abschwächung dieses Effekts kann durch die Einstellung von Managementpersonal (in Planung für 2023 bzw. 2024) erreicht werden, das in der Lage ist, unsere Ressourcen effektiv umzuplanen und gleichzeitig umgehend (und nicht wie in der Vergangenheit am Ende der Arbeiten) Vereinbarungen bzw. Nachträge über die daraus resultierenden finanziellen Mehraufwand verursacht durch die DB zu treffen.

- Eine vernünftige Prognose der inflationsbedingten Kostensteigerungen, die in den vergangenen Jahren nicht besonders ausgeprägt war, vorsehen oder in den Angeboten berücksichtigen.

Geschäftsentwicklung in 2023

Im Jahr 2023 wird das Unternehmen weiterhin hauptsächlich in den drei zuvor dargestellten Sektoren im Eisenbahnbereich tätig sein, und zwar in den gut etablierten geografischen Gebieten in Deutschland (Bayern, Raum Stuttgart, Raum Köln/Düsseldorf), wo die Präsenz von Werken und spezialisiertem Personal seit vielen Jahren einen effizienten Service für den Hauptkunden Deutsch Bahn AG garantiert.

Im Jahr 2023 wird sich Salcef Bau vor allem auf die Umsetzung von Aktivitäten im Energiesektor konzentrieren, der höhere Gewinnspannen verspricht. Es bestehen bereits intensive Kontakte zu den Generalunternehmern Thales und Hitachi, Siemens, die im Auftrag der DB wichtige "Digitalisierungs"-Aufträge erhalten haben und in der Salcef Bau ein multidisziplinäres Unternehmen sehen, das sie vor Ort bei allen Baustellenaktivitäten unterstützen kann, die für ihre im Wesentlichen industriellen Zwecke nicht von strategischer Bedeutung sind; Aufgrund der Investitionsverzögerungen seitens der DB verzögern auch diese Generalunternehmer ihre Aufträge, die derzeit in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 zu erwarten sind.

Im Jahres 2023 ist es Salcef Bau GmbH gelungen spezifische Geschäftsstrategien festzulegen, um neue Produkte und Dienstleistungen auf dem deutschen Eisenbahnmarkt anzubieten, wie zum Beispiel

- Durchführung von Wartungsarbeiten an Spezialmaschinen aus eigener Produktion (S.R.T. srl, ein Produktionsunternehmen der SALCEF GRUPPE) mit eigenen Teams;

- Ausführung von Gleisbauarbeiten ohne Schotter (Festfahrbahn) mit dem Einbau von Elementen, die von uns (OVERAIL, einem Vorfertigungsunternehmen der SALCEF GRUPPE) sowohl für Eisenbahnen als auch für U-Bahnen hergestellt werden;

- Durchführung spezieller Ausbildungsprogramme für alle unsere Mitarbeiter sowie von Deutschkursen, damit sie auch von Fachkräften aus Italien profitieren können;

Die derzeitige Arbeit der Unternehmensreorganisation, der Kostenkontrolle und der Ressourcenrationalisierung, die von der Geschäftsführung in engem Kontakt mit den Schlüsselpersonen des Unternehmens und dem Management der SALCEF GRUPPE durchgeführt wird, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Wiedererlangung von Effizienz und Rentabilität der Salcef Bau GmbH; das abgelaufene Jahr 2022 war noch ein Jahr der notwendigen Anpassung, aber schon 2023 war eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung zu erkennen, die 2024 noch deutlicher ausfallen wird.

Für das Geschäftsjahr 2022 waren eine Gesamtleistung in Höhe von 17,2 TEUR und ein Ergebnis vor Steuern von 0,3 TEUR geplant. Diese Werte basieren auf Erfahrungswerten und Daten des Vorjahres, seitens des vorherigen Managements wurde kein zuverlässiges Budget erstellt. Letztlich fiel die im Jahr 2022 erzielte Gesamtleistung um 0,9 Mio. Euro geringer aus als geplant, das Ergebnis vor Steuern lag mit 0,2 Mio. Euro rund 0,1 Mio. Euro unter dem Prognosewert.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einer Gesamtleistung in Höhe von 18,5 TEUR und einem Ergebnis vor Steuern von 0,4 TEUR.

D. Risikobericht

Die wichtigsten Marktrisiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, sind das Inflationsrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Finanzierungsrisiko sowie operative Risiken und Managementrisiken.

Risiko eines Anstiegs der Inflation und der Produktionskosten

Wie die meisten Wirtschaftsakteure, die in Europa im Bereich der Errichtung und Instandhaltung öffentlicher Bauwerke tätig sind, ist das Unternehmen dem Risiko eines Anstiegs der direkten Kosten ausgesetzt, der mit den erheblichen Inflationserscheinungen zusammenhängt, von denen Deutschland wie auch die meisten Länder der Welt betroffen sind. Vor allem die Kosten für Personal, Rohstoffe, Halbfertig- und Fertigprodukte sowie die Kosten für Subunternehmer und andere Dienstleister steigen erheblich. Darüber hinaus sind die Auswirkungen der anhaltenden Konflikte deutlich spürbar, da viele Produktionskosten und insbesondere die Kosten für Kraftstoffe und Energie im Allgemeinen steigen, was angesichts des hohen Verbrauchs an fossilen Brennstoffen für den Antrieb von Schienenfahrzeugen erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens hat. Die meisten Verträge, die den Auftragsbestand des Unternehmens ausmachen, enthalten keine Preisrevisionsklauseln, die den geltenden Vorschriften entsprechen, auch wenn viele Regierungen und Verwaltungen Anstrengungen unternehmen, um die unmittelbaren Schwierigkeiten der Auftragnehmer einzudämmen und vor allem ein Preisrevisionssystem für die Zukunft zu regeln.

Es sei auch darauf hingewiesen, dass die harten mit streikbehafteten Lohnverhandlungen der Gewerkschaften für die großen Industrien, wie z.B. die Automobilindustrie, Chemie und die Bahn, Ausstrahlungswirkung für andere Unternehmen haben werden; diese Erhöhungen werden sich unweigerlich auch auf die Löhne und Gehälter unserer Mitarbeiter auswirken.

Diese Ereignisse werden negative Auswirkungen auf die Rentabilität der Aktivitäten der Salcef Bau haben. Auch verbleibt das Risiko von Produktionsausfällen aufgrund von Engpässen bei Materialien, Transporteuren und Dienstleistern. Nicht zu erwarten sind hingegen direkte Auswirkungen des Ukrainekriegs auf die wirtschaftlichen Tätigkeiten der Salcef Bau, da das Leistungsportfolio ausschließlich auf deutschem Territorium erwirtschaftet wird.

Liquiditätsrisiko

Kurz- und mittelfristig ist die Gesellschaft einem erhöhtem Liquiditätsrisiko ausgesetzt, da Salcef Bau derzeit nicht in der Lage ist ausreichende liquide Mittel zur Selbstfinanzierung zu generieren. Da der Salcef Bau aber der Zugang zu den internen von der Konzernobergesellschaft SALCEF GROUP SpA zugesicherten Finanzierungsquellen gewährt wird, kann bestätigt werden, dass diese ausreichen, um den vorhersehbaren Finanzbedarf sowohl für das laufende Geschäft als auch zur Ausführung der mittel- und langfristigen Aufträge einschließlich der damit zusammenhängenden notwendigen Investitionen zu decken. Dieser Finanzierungsprozess ist derzeit im Gange.

Forderungsrisiko

Das mit dem normalen Geschäftsverlauf verbundene Forderungsrisiko wird sowohl auf Unternehmens- als auch auf Konzernebene überwacht. Das Unternehmen hatte keine bisher keine nennenswerten Ausfälle zu vermelden.

Operationelle Risiken und Managementrisiken

In Anbetracht des produktiven und industriellen Charakters der ausgeübten Tätigkeiten ist die Gesellschaft dem Risiko einer teilweisen Verringerung der Produktionskapazitäten seiner Geschäftsbereiche ausgesetzt. Diese Verringerung der Produktionskapazitäten kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Als wichtigste Ursache sind zu benennen:

1. Mangel an qualifiziertem deutschem und/oder deutschsprachigem Personal, wie es in den Verträgen als Bedingung mit der DB gefordert wird; 2. vorzeitige Beendigung von Verträgen durch die Kunden in Anwendung von Vertragsklauseln, die deren vorzeitige Unterbrechung oder Aussetzung erlauben; 3. Verzögerungen bei den behördlichen Genehmigungen für den Einsatz von Baufahrzeugen, Baugerätschaften und Arbeitskräften aus anderen Ländern als Deutschland.

Die Gesellschaft führt seine Geschäfte hauptsächlich über mobile Baustellen mit unterschiedlichen geografischen Standorten aus. Daher sind Betriebsunterbrechungen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen und/oder exogenen Ereignissen teilweise nur auf die einzelnen betroffenen Standorte beschränkt. Darüber hinaus wird die Kontinuität des Geschäftsbetriebs, soweit technisch möglich, durch eine Risikomanagementpolitik geschützt, die darauf abzielt, die Auswirkungen operationeller Risiken abzuschwächen, unter anderem durch den Abschluss geeigneter Versicherungspolicen.

Rechtliche Bestandsgefährdungspotenziale

Wesentliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten bestehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus Sicht der Unternehmensleitung zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Währungsrisiken

Da die Gesellschaft ihre Ausgangsumsätze ausschließlich in EURO fakturiert und sämtlich eingekaufte Leistungen ebenfalls in EURO fakturiert werden, unterliegt die Gesellschaft derzeit keinem Wechselkursrisiko.

Sonstige Risiken

Alle gesetzlichen Auflagen zur Betriebs- und Arbeitssicherheit werden beachtet und permanent kontrolliert. In Bezug auf die beschäftigten Mitarbeiter gilt festzuhalten, dass die Gesellschaft ihre Tätigkeiten unter vollständiger Einhaltung der Umwelt-, Sicherheits- und Hygienevorschriften am Arbeitsplatz ausübt und dass keine Haftung für Todesfälle, Verletzungen oder Krankheiten am Arbeitsplatz festgestellt oder gegen Salcef Bau geltend gemacht wurde. Umfangreicher Versicherungsschutz ist in angemessenen Rahmen vorhanden.

E. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

F. Zweigniederlassungen

Die Salcef Bau verfügt über eine Zweigniederlassung in Hellenthal, Nordrhein-Westfalen.

 

Landsberg am Lech, den 16. Juni 2024

gez. Gian Luca Menchini

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.747.144,00 2.802.356,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.428,00 12.397,00
II. Sachanlagen 2.737.966,00 2.788.209,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 130.376,00 148.963,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.798.250,00 1.535.816,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 809.340,00 1.103.430,00
III. Finanzanlagen 1.750,00 1.750,00
1. Beteiligungen 1.750,00 1.750,00
B. Umlaufvermögen 8.633.321,75 9.832.022,05
I. Vorräte 2.204.722,04 1.271.950,36
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.303.624,15 19.810.474,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.551.654,67 7.622.236,07
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 123.416,34
2. eingeforderte Nachschüsse 0,00 3.000.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.428.238,33 4.622.236,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.876.945,04 937.835,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.770,14 128.624,94
Aktiva 11.415.235,89 12.763.002,99

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 374.273,55 317.567,05
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 9.692.154,20 9.692.154,20
III. Verlustvortrag 9.399.587,15 -78.780,37
IV. Jahresüberschuss 56.706,50 -9.478.367,52
B. Rückstellungen 286.885,50 305.773,00
C. Verbindlichkeiten 10.754.076,84 12.139.662,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.029,02 39.504,10
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 27.029,02
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.936.086,00 10.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.936.086,00 10.000.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 255.756,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 255.756,21
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.535.205,61 2.100.158,84
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.535.205,61 2.100.158,84
Passiva 11.415.235,89 12.763.002,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 9.742.540,50 1.195.809,08
2. Personalaufwand 6.185.657,53 7.466.040,55
a) Löhne und Gehälter 5.106.347,57 5.922.693,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.079.309,96 1.543.346,95
davon für Altersversorgung 229.349,20 556.008,47
3. Abschreibungen 549.699,55 530.074,57
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 549.699,55 530.074,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.799.188,89 2.521.246,84
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 230,51 146,33
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 141.010,71 140.135,75
7. Ergebnis nach Steuern 67.214,33 -9.461.542,30
8. sonstige Steuern 10.507,83 16.825,22
9. Jahresüberschuss 56.706,50 -9.478.367,52

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Salcef Bau GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Landsberg am Lech, und ist beim Amtsgericht Augsburg im Handelsregister unter der Registernummer HRB 34387 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Der besseren Lesbarkeit wegen erfolgen die Wertangaben in Tausend Euro (T€).

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

2. Bewertung

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre), bewertet.

Geschäftseinbauten auf fremden Grundstücken und Gebäuden wurden zu Anschaffungskosten (inklusive Anschaffungsnebenkosten) aktiviert und um lineare Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf 10 Jahre abgeschrieben.

Das übrige Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 20 Jahren) abgeschrieben.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von netto 250,00 EUR wurden sofort aufwandswirksam verrechnet.

Zugegangene abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände sowie bestimmte erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Trivialprogramme) des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert ab netto 250,00 EUR bis zu netto 800,00 EUR, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte nach handelsrechtlichen Vorschriften zu (gegebenenfalls um Abschreibung verminderte) Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert anzusetzen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken sowie das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

2. Forderungen

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten in Höhe von T€ 50 (i.V. T€ 48) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

PASSIVA

1. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

2. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeitspositionen gliedern sich wie folgt:

Betrag
T€
bis zu 1 Jahr
T€
bis zu 5 Jahren
T€
über 5 Jahre
T€
durch Grundpfandrechte gesichert
T€
gegenüber Kreditinstituten 27 12 15 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 1.053 1.053 0 0 0
gegenüber Gesellschafter 8.936 0 8.936 0 0
Sonstige 482 482 0 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter beinhalten Darlehensverbindlichkeiten.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betreffen Zahlungsverpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen. Zusätzlich liegen noch Miet- und Leasingverträge über Kraftfahrzeuge und Maschinen vor; sie belaufen sich auf insgesamt T€ 1.109, davon sind im folgendem Geschäftsjahr T€ 396 zur Zahlung fällig.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Position sonstige betriebliche Erträge beinhalten außergewöhnlich Erträge in Höhe von T€ 5.000, die aus einem Forderungsverzicht auf Darlehen der Muttergesellschaft resultieren.

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer ermittelt sich wie folgt:

Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter:

Arbeiter 39
Angestellte 24
63

In vorstehender Zahl sind Teilzeitkräfte enthalten Mitarbeiter.

2. Mitglieder der Geschäftsführung

• Herr Gian Luca Menchini, Geschäftsführer (ab 13.1.2022)

• Herr Alfred Beilhack, Geschäftsführer (bis 13.1.2022)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird über ihre Alleingesellschafterin Salcef Deutschland GmbH, Landsberg am Lech, die ihrerseits keinen Konzernabschluss aufstellt, in den Konzernabschluss der Salcef GROUP S.p.A., Rom, Italien einbezogen, welche als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen für den kleinsten Kreis einzubeziehender Unternehmen aufstellt, welcher beim Handelsregister (camera di Commercio) in Rom, Italien eingereicht und offenlegt wird. Der Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen wird nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen von der Finhold srl, aufgestellt, der bei dem Handelsregister (camera di Commercio) in Rom eingereicht und offengelegt wird.

4. Nachtragsbericht

Angesichts des sich ständig verändernden internationalen Kontextes und insbesondere des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, der Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und China sowie des kriegerischen israelisch-palästinensischen Konflikts, sind die möglichen zukünftigen wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen dieser Phänomene derzeit nicht in vollem Umfang absehbar und werden seitens der Geschäftsführung kontinuierlich beobachtet. Negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und das geplante zukünftige Investitionsvolumen auf die Eisenbahninfrastruktur sind derzeit nicht erkennbar geworden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine andere Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erforderlich gemacht hätten, sind nicht bekannt geworden.

5. Vorschlag über die Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss von EUR 56.706,50 wird mit dem zum 01. Januar 2022 bestehenden Verlustvortrag in Höhe von EUR 9.692.154,20 zusammengefasst und sodann in Höhe von EUR 9.635.447,70 als Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39.873,75 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 39.873,75 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 198.228,66 1.835,02 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.351.275,08 541.843,34 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.904.604,31 30.060,66 191.645,28
Summe Sachanlagen 4.454.108,05 573.739,02 191.645,28
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.750,00 0,000 0,00
Summe Finanzanlagen 1.750,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.495.731,80 573.739,02 191.645,28
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 39.873,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 39.873,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 200.063,68
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.893.118,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.743.019,69
Summe Sachanlagen 0,00 4.836.201,79
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1.750,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.750,00
Summe Anlagevermögen 0,00 4.877.825,54
Kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.476,75 4.969,00 0,00 0,00 32.445,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 27.476,75 4.969,00 0,00 0,00 32.445,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.265,66 20.422,02 0,00 0,00 69.687,68
2. technische Anlagen und Maschinen 819.222,08 275.646,34 0,00 0,00 1.094.868,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 797.411,31 237.939,66 101.671,28 0,00 2.089.235,79
Summe Sachanlagen 1.665.899,05 534.008,02 101.671,28 0,00 2.130.681,54
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.693.375,80 538.977,02 101.671,28 0,00 2.130.681,54
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.428,00 12.397,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.428,00 12.397,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 130.376,00 148.963,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.798.250,00 1.532.053,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 809.340,00 1.107.193,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.737.966,00 2.788.209,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1.750,00 1.750,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.750,00 1.750,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.747.144,00 2.802.356,00

 

Landsberg am Lech, den 16. Juni 2024

gez. Gian Luca Menchini

sonstige Berichtsbestandteile

Ergebnisverwendungsbeschluss

Niederschrift über den Beschluss der Gesellschafter der Salcef Bau GmbH

[...]

Der Jahresüberschuss von EUR 56.706,50 wird mit dem zum 01. Januar 2022 bestehenden Verlustvortrag in Höhe von EUR 9.692.154,20 zusammengefasst und sodann in Höhe von EUR 9.635.447,70 als Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

[...]

 

Landsberg am Lech, 31.07.2024

Salcef Deutschland GmbH

gez. Gian Luca Menchini

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach §327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Salcef Bau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Salcef Bau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Salcef Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 09.07.2024

Zürner & Collegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Zürner, Wirtschaftsprüfer

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