Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 24670
Vorher
CatchSun AcquiCo GmbH
Eingetragen
2.4.2008
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus GlasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen Glaswaren
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens sowie die Erbringung von Verwaltungs- sowie von kaufmännischen Dienstleistungen, insbesondere an verbundene Unternehmen. Erlaubsnispflichtige Geschäfte sind ausgeschlossen. Weiter ist Gegenstand des Unternehmens die Herstellung, die Verarbeitung und der Vertrieb von Glas, insbesondere von Spiegeln, von verarbeitetem Flachglas und von Sicherheitsglas sowie von Produkten, die eine Verbindung von Flachglas mit anderen Werkstoffen darstellen bzw. den Absatz von bearbeitetem Flachglas fördern.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Emil Oberle
seit 11.6.2013
Geschäftsführer
Holger Klimaschewski
seit 15.2.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Flabeg International S.à r.l.LUX
85.00%
15.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Flabeg Holding GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Flabeg GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum 31. März 2011

Lagebericht

Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Die Flabeg GmbH gehört zur Businessline (BL) Solar der Flabeg Gruppe. In dieser BL sind unsere Aktivitäten im Marktsegment "konzentrierte Solaranwendungen" (Parabolspiegel, Spiegel für Solartürme, Heliostaten- und Dish-Sterling-Anlagen) zusammengefasst. Das Hauptprodukt der Flabeg GmbH ist hierbei der Parabolspiegel. Seit dem Jahr 2010/11 kommt verstärkt ein weiterer attraktiver Produktbereich mit der konzentrierten Photovoltaik hinzu. Hier wird mit Parabolspiegeln Licht gesammelt und konzentriert auf Hochleistungsmodule projektiert.

Im Solargeschäft haben sich die Rahmenbedingungen für den Abschluss von Neugeschäften im Bereich von CSP-Kraftwerken (concentrated solar power) im Verlauf des Geschäftsjahres 2010/11 wieder belebt. Die Folgen der Krise an den internationalen Finanzmärkten schwächen sich ab, sind aber nach wie vor spürbar.

Insbesondere die Projekte, die durch die verzögerten Subventionsentscheidungen im letzten Jahr nicht realisiert werden konnten, befinden sich in 2010/11 in der Umsetzung. Projekte der Desertec Initiative und dem damit verbundenen Industriekonsortium Dii gehen unvermindert weiter. Aktuelle Projekte sind insbesondere in Marokko, Tunesien, Abu Dhabi, Ägypten u.a. zu beobachten. Neue Partner stoßen hinzu und auch die Politik in Europa unterstützt die Initiative öffentlich. Wir glauben, dass insbesondere durch die Ereignisse in Japan und die damit verbundene Diskussion um die Ablösung von Atomkraftwerken, die aktuellen Initiativen einen weiteren Schub nach vorne bekommen werden. Weltweit gibt es Initiativen, die die Energieversorger verpflichten sollen, einen signifikanten Anteil ihres Strombedarfes mit regenerativen Energien zu decken.

Zahlreiche Länder haben bereits Förderungsmöglichkeiten verabschiedet oder stehen kurz davor. In den USA, dem größten Wachstumsmarkt, sind neben den aktuell laufenden Projekten laut Angabe der SEIA (Solar Energy Industries Association) 6,8 GW mit unterzeichneten Power Purchase Agreements (PPAs) in der Pipeline.

Solarthermische Kraftwerke etablieren sich als bewährte Technologie zur zentralen Stromerzeugung und sind damit der ideale Einstieg für Stromerzeuger in die Solarenergie.

Bei den eingesetzten Technologien dominiert derzeit die Parabolrinnen-Technologie mit über 90% gegenüber der Fresenel-, Dish-Sterling- bzw. Solarturmtechnologie. Wir erwarten mittelfristig insbesondere bei der Solarturmtechnologie Zuwächse. Ferner werden konzentrierte Photovoltaiksysteme (CVP), die gleichfalls gebogene Reflektoren erfordern, auf den Markt drängen. Ende 2010 sind insgesamt 1,0 Gigawatt kumulierte Leistung aus solarthermischen Kraftwerken in Betrieb. Wir können alle CSP-Anwendungen mit entsprechenden Spiegeln bedienen.

Greenpeace und ESTELLA gehen davon aus, dass mit solarthermischen Kraftwerken im Jahr 2040 weltweit mehr Strom erzeugt wird als heute mit Atom- oder Wasserkraft. Bis 2040 könnten mit einer Kapazität von 600 Gigawatt rund 5% der weltweit verbrauchten Elektrizität aus CSP-Kraftwerken stammen und dies trotz einer bis dahin erwarteten Verdoppelung des Stromverbrauchs.

Die Realisierung von CSP-Anlagen ist noch direkt von den Förderprogrammen der jeweiligen Landesregierungen abhängig. Über 90% der projektierten Anlagen befinden sich in Spanien und den USA. Mittlerweile haben auch Italien, Portugal, Südafrika, Türkei, Israel, Australien und Indien finanzielle Programme verabschiedet bzw. angekündigt, so dass von dort mit weiteren Projekten zu rechnen ist. Dank dem Einspeisegesetz in Algerien und GEF (Global Environment Facility) - Unterstützungsgeldern in Marokko, Sudan und Ägypten werden auch in Nordafrika CSP-Anlagen realisiert. Den Baubeginn für Anlagen zur Umsetzung des DESERTEC Projektes in Nordafrika, mit dem langfristig 15% des europäischen Strombedarfs aus CSP-Anlagen gedeckt werden soll, erwarten wir nicht vor 2015.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2010 von der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich schneller erholt, als noch zu Jahresbeginn erwartet wurde. Dem Rückgang in 2009 folgte in 2010 ein Zuwachs von knapp 5%. Wachstumsimpulse kamen zum einen aus verschiedenen Konjunkturpaketen und zum anderen aus dem deutlich anziehenden Welthandel - der jedoch im 2. Halbjahr ein wenig an Dynamik verlor. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Schwellenländer in Asien und Südamerika mit einem Zuwachs von ca. 7%. Der Spitzenreiter unter den Schwellenländern war erneut China, gefolgt von Indien.

Aber auch die Industrieländer erlebten mit einem Zuwachs von rund 3% in 2010 ein durchaus dynamisches Wachstum. Die deutsche Wirtschaft wuchs im letzten Jahr so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr und konnte die europäische Wachstumsrate maßgeblich positiv beeinflussen. Die deutschen Exporte stiegen im Jahr 2010 preisbereinigt um 14,2%. Aber auch die Binnenkonjunktur zeigte eine positive Entwicklung. Hier kamen die Impulse insbesondere von den Bauinvestitionen, Konsumausgaben der privaten und öffentlichen Hand sowie aus gewerblichen Investitionen.

Solarthermie

Das Geschäftsjahr 2010/2011 hat mit 70,0 Mio. € Umsatz (davon 5,7 Mio. € mit verbundenen Unternehmen) gegenüber dem Vorjahr mit 59,7 Mio. € deutlich zugelegt. Über 60% der Umsätze wurden mit unseren Kunden in Spanien getätigt. Außerdem wurden auch 5,7 Mio. € Umsatz mit unserer Tochter Flabeg US gemacht, um kurzfristige Kundenbedarfe zu erfüllen. Hier zeigt sich der Vorteil, den Weltmarkt mit mehreren Standorten beliefern zu können.

Da die Flabeg GmbH Lohnarbeiten für die Flabeg Deutschland GmbH erbringt, gibt es gruppeninterne Umsätze Flabeg in der Höhe von 0,9 Mio €.

Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochter der Flabeg Holding GmbH.

Am 14. Dezember 2009 wurde die Ausgliederung der Bereiche Automotive und Technical Glass aufgrund des Ausgliederungs- und Übernahmevertrags zwischen der Gesellschaft als übertragender und der Flabeg Deutschland GmbH (Amtsgericht Nürnberg, HRB 25620) als übernehmender Gesellschaft vom 23. Oktober 2009 (URNr. S1544/2009 der Notarin Birgit Stoll, Fürth) (" Ausgliederungsvertrag") durch Eintragung in das Handelsregister der übertragenden Gesellschaft wirksam. Der Ausgliederung kam wirtschaftliche Rückwirkung zum Ausgliederungsstichtag, dem 1. April 2009, zu.

Die Gesellschaft hat als herrschende Gesellschaft am 27. Juli 2009 mit ihrer am gleichen Tag gegründeten 100%igen Tochtergesellschaft, der Flabeg Solar International GmbH, einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen. Dieser ist durch Eintragung im Handelsregister der Flabeg Solar International GmbH am 6. August 2009 wirksam geworden. Im Zeitraum zwischen Oktober und November 2009 hat die Gesellschaft ihre sämtlichen Geschäftsanteile an den Gesellschaften des Geschäftsbereichs Solar, d.h. die Geschäftsanteile an der Flabeg US Holding Inc. (100%), der Flabeg Solar India Pvt. Ltd. (90%) und der Flabeg Solar Iberica s.l. (100%) auf die Flabeg Solar International GmbH übertragen.

Mitarbeiter

Personalentwicklung ist bei Flabeg ein zentrales Element, um den unternehmerischen Erfolg zu sichern und voranzutreiben. Aus diesem Grund hat die Flabeg GmbH das Instrument Mitarbeitergespräche in 2010/2011 weiter optimiert. Führungskräfte wurden geschult, um diese Gespräche professioneller durchführen zu können und systematisch die Entwicklungsmöglichkeiten jedes Mitarbeiters zu erfassen und zu planen. In 2010/2011 wurde dieses Programm zu 100% bei den Angestellten angewendet. Die Umsetzung für die gewerblichen Mitarbeiter ist in 2011/2012 geplant.

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2010/2011 im Schnitt 177 Mitarbeiter und zum Stichtag 31.03.2011 195 Mitarbeiter.

Wie auch im Vorjahr unterstützte die Gesellschaft den Aufbau und Anlauf des Werkes Solar II in den USA. Dazu wurde Fachpersonal, insbesondere im technischen Bereich (Instandhaltung, Verfahrenstechnik und Biegen), entsendet. Der Standort wird zudem im administrativen Bereich zum Aufbau der Einkaufsstrukturen genutzt.

Die im Vorjahr durchgeführte Trennung der Unternehmen am Standort Furth im Wald hat auch in 2010/11 noch Spuren hinterlassen. Die Trennung führte in beinahe allen Bereichen zu erhöhtem administrativen Aufwand. Insbesondere in den Bereichen mit Schnittstellen zu beiden Unternehmen (Buchhaltung, Controlling, Logistik, Einkauf, Personal) waren viele Überstunden notwendig, um die zusätzlichen Prozesse neu einzuführen und zu stabilisieren.

Im Bereich Produktion war das Geschäftsjahr 2010/2011 von erheblichen Auftragsschwankungen geprägt. Aufgrund kurzfristiger Wechsel vom 3-Schicht in den 4-Schichtbetrieb im Oktober/November 2010 mussten sowohl an die Flabeg Deutschland GmbH verliehene Mitarbeiter kurzfristig zurück geholt werden, als auch neue Mitarbeiter von extern rekrutiert werden, was aufgrund der niedrigen Arbeitslosenzahlen im Landkreis Cham eine besondere Herausforderung darstellte. Die bereits vorhandenen Mitarbeiter mussten Mehrarbeitsstunden leisten.

Die Regelung der internen Arbeitnehmerüberlassung ermöglicht es auch nach der Firmentrennung, weiterhin die personelle Flexibilität des Unternehmens am Standort Furth im Wald aufrecht zu erhalten.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung wurde im laufenden Geschäftsjahr von der Flabeg Holding GmbH für die Gesellschaft vorgenommen.

Der Schwerpunkt der Arbeiten lag im letzten Geschäftsjahr auf der Entwicklung und Verbesserung von Fertigungsprozessen sowie der Bereitstellung neuer Messverfahren für die Fertigung und Prozessentwicklungsabteilung.

Es gelang, einen zweiten Lieferanten für den Klebstoff zur Verklebung der Keramikhalter zu qualifizieren. Dadurch wurde zum einen die Belieferung mit diesem wichtigen Material sichergestellt und zum anderen konnte der Einkauf eine erhebliche Einsparung realisieren.

Weiter wurde die Reinigung der Lackoberfläche vor dem Verkleben mit neuen Verfahren getestet und freigeben. Dieser Prozess ist eine Voraussetzung für die geplante Automatisierung des Klebens.

Mit der Installation der QDec-Anlage ist es jetzt auch möglich, Solarspiegel in Bezug auf ihre Geometrie vollflächig zu vermessen.

Außerdem wurde eine Lichtbox zur Bewertung der Homogenität des Silberauftrags entwickelt.

Die Messung der solaren Reflexion wurde so weit optimiert, dass Flabeg zusammen mit der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) eine anerkannte Referenz darstellt. Flabeg ist auch in der Arbeitsgruppe der Solar Paces (ein internationales Netzwerk zur Förderung der CSP-Technologie) zur Definition eines Standardmessverfahrens vertreten.

Die Kooperationen mit anderen Firmen mit dem Ziel, eine verschmutzungsreduzierende Beschichtung zu entwickeln, wurden fortgesetzt.

Im Rahmen der Übernahme der Fertigung für einen Hersteller von CPV Modulen wurde eine biegbare Diffusionsbarriereschicht entwickelt. Sie wird alternativ zu einem teureren Produkt von PPG (Beschichtungshersteller in USA) nach dem Transfer der Fertigung nach China zum Einsatz kommen. Desweiteren wurde auch der bestehende Spiegel auf Basis der Flabeg Biegetechnologie weiterentwickelt.

Produktion und Investitionen

Die Produktion hatte über weite Teile des Jahres eine gute Auslastung. Zeitweise war wieder Sonntagsarbeit erforderlich, insb. um die Anforderungen hinsichtlich des Zeitplanes und der Mengen für ein Kundenprojekt (FPL) unserer Solartochter in USA zu erfüllen. Projektverzögerungen konnten durch Urlaub, Abbau von Überstunden als auch durch die Unterstützung der Flabeg Deutschland GmbH kompensiert werden.

Der Juni wurde genutzt, um die Großinstandsetzung des Belegebandes zu realisieren. Sowohl kontinuierliche Investitionen in neue Maschinen, als auch die konsequente Modernisierung des bestehenden Maschinenparks (z.B. neue Steuerungen), haben die Maschinenverfügbarkeit deutlich verbessert. Die kontinuierliche Produktion ist besonders wichtig um unterbrechungsbedingte Mehrkosten (Leerlaufkosten, Ausschuss, etc.) zu vermeiden. Durch die verbesserten Produktionsprozesse und durch gute Verhandlungsergebnisse im Bereich Glaseinkauf konnten auch in 2010/2011 die Stückkosten weiter gesenkt werden.

Neben diesem Schwerpunkt gab es zahlreiche, kleinere Investitionsbereiche. Insgesamt wurden über 2,4 Mio. Euro investiert.

Für das Folgejahr ist bereits die Automatisierung des personalintensiven Klebeprozesses als auch die Einführung des SAP-Moduls Serienfertigung in Planung. Wichtige Dokumentationsanforderungen unserer Kunden, wie z.B. Chargenverfolgung und Qualitätsdatenerfassung je Spiegel, können damit effizienter erfüllt werden.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund der sogenannten Leveraged Buy Out's (LBO) mit Wirkung zum 1.4.2008 und der damit verbundenen Finanzierungsform kann das Ergebnis nach Steuern nicht allein zur Bewertung der Ertragslage herangezogen werden. Das liegt an den sehr hohen Zinsaufwendungen, die jedoch teilweise nicht zahlungswirksam sind (Mezzaninedarlehen, Gesellschafterdarlehen, Verkäuferdarlehen) und an relativ hohen Abschreibungen auf den Goodwill, der im Rahmen der Akquisition entstanden ist.

Vermögenslage

  31.03.2011 31.03.2010 Veränderung
  in Mio. € in Mio. € in Mio. € in %
Anlagevermögen 152 161 -9 -6%
Umlaufvermögen 119 136 -17 -13%
Eigenkapital 119 119 0 0%
Rückstellungen 14 17 -3 -18%
Verbindlichkeiten 139 162 -23 -14%
Bilanzsumme 272 298 -26 -9%

Die Reduzierung des Anlagevermögens von 161 Mio. € auf 152 Mio. € ist in erster Linie durch die Abschreibungen des Goodwill bedingt. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert und enthält schwerpunktmäßig Forderungen gegen verbundenen Unternehmen (99 Mio. €). Diese Forderungen sind im Rahmen der Ausgliederung des Automotive Bereichs entstanden. Die flüssigen Mittel haben sich aufgrund des mit der Flabeg Holding GmbH bestehenden Cash-Poolings vermindert.

Die Rückstellungen sind von 17 Mio. € auf 14 Mio. € gesunken und beinhalten hauptsächlich Pensionsrückstellungen (9 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten haben sich deutlich von 162 Mio. € auf 139 Mio. € reduziert. Der Haupteffekt kommt hierbei aus der Veränderung im Bereich der Anzahlungen (- 10 Mio. €). Die bisher über Jahre vorfinanzierten Projekte (um Spiegellieferungen abzusichern) werden zunehmend durch neue, kurzfristige Aufträge ersetzt. Nachdem nur noch wenige Altaufträge im Bestand sind sollte der Abbau dieser Bilanzposition nun abgeschlossen sein. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen haben sich um 7 Mio. € aufgrund des reduzierten Saldos gegen die Gesellschafterin vermindert.

Die Bilanzsumme hat sich mit 272 Mio. € ggü. dem Vorjahr mit 298 Mio. € um 26 Mio. € reduziert.

Finanzlage

Die Finanzierungsstruktur und die Finanzierungsquellen haben sich nicht wesentlich geändert. Das Umlaufvermögen beträgt zum 31. März 2011 118,9 Mio. € (Vj. 136,5 Mio. €), die Vorräte 4,4 Mio. € (Vj. 3,9 Mio. €), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 113,1 Mio. € (Vj 115,0 Mio. €) und der Kassenbestand 1,3 Mio. € (Vj 17,5 Mio. €). Die Reduzierung des Kassenbestands resultiert aus dem Cash-Pooling der Flabeg Gruppe. Die frei verfügbare Liquidität der Flabeg Gruppe wird zentral in der Konzernobergesellschaft (Flabeg Holding GmbH) verwaltet. Die entsprechenden Forderungen aus dem Cash-Transfer gegen die Flabeg Holding GmbH sind entsprechend von 2,5 Mio. € auf 9,9 Mio. € gestiegen.

Die Flabeg GmbH hat folgende Darlehenspositionen zum 31. März 2011: Mezzanine Darlehen in Höhe von 35,4 Mio. € (Vj. 33,4 Mio. €), Verkäuferdarlehen ("Vendor Loan") in Höhe von 18,3 Mio. € (Vj. 16,8 Mio. €) einschließlich Zinsen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 70,6 Mio. € (Vj. 78,1 Mio. €). Letztere sind durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen oder Abtretungen besichert. Sämtliche Darlehen sind langfristig ausgerichtet und beinhalten ausreichend Freiraum zur Umsetzung unseres mehrjährigen Geschäftsplans.

Um das derzeitig niedrige Zinsniveau auch für die Zukunft zu sichern, wurde dieses Jahr ein Zinssicherungsgeschäft über 85 Mio. € abgeschlossen.

Ertragslage

Die Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen und befinden sich auf einem zufriedenstellenden Niveau. Nach wie vor gibt es Projektverschiebungen die den kontinuierlichen Betrieb erschweren, aber mehr und mehr zum normalen Tagesgeschäft gehören. So konnte in 2010/11 der Umsatz auf 70,0 Mio. € (Vj. 59,7 Mio. €) Umsatz gesteigert und damit das Niveau aus 2009 wieder erreicht werden.

Für 2011/12 sind die Auftragsbücher wieder gut gefüllt. Wir gehen davon aus, dass ein Teil der neuen in Verhandlung befindlichen Projekte, in den nächsten Monaten zum Abschluss kommen. Damit erwarten wir auch für das Jahr 2011/2012 eine gute Produktionsauslastung. Während der Finanzkrise konnten für die Flabeg vorteilhafte Verträge für wichtige Rohmaterialien (z.B. Glas- und Lack) abgeschlossen werden, wodurch die Herstellkosten gesenkt werden konnten. Wir gehen davon aus, dass sich die Rohstoffpreise in 2011/12 im mittleren einstelligen Bereich erhöhen werden. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten haben sich nur unwesentlich verändert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Mieterträge, Kurs- und Währungsgewinne sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als wesentliche Positionen Konzernumlagen, Mietaufwendungen für angemietete Lager und Kurs- und Währungsverluste.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz hat sich von 26,9 Mio. € auf 35,7 Mio. € deutlich verbessert. Diese Entwicklung ist sowohl auf Umsatzanstieg als auch Kostenreduzierungen zurückzuführen. Das abgeführte Ergebnis reduzierte sich von 15,1 Mio. € auf 11,2 Mio. €. Der Grund hierfür ist im Vergleich zum Vorjahr in den gesunkenen Erträgen aus Beteiligungen (Vj. 15,8 Mio. €) in 2011 zu suchen. Höhere Zinserträge mit verbundenen Unternehmen führten zu einem um 1,9 Mio € verbesserten Zinsergebnis. Die Verlustübernahme von der FLABEG Deutschland GmbH hat sich von 8,0 Mio € auf 2,6 Mio € vermindert.

Bedingt durch die zunehmende Industrialisierung und den damit verbundenen Produktivitätsverbesserungen, gehen wir davon aus, dass wir im Rahmen von Preissenkungen diese an unsere Endkunden teilweise weitergeben müssen.

Weitere Details können dem Anhang entnommen werden.

Risikomanagement

Risikomanagementsysteme

Das Management von Risiken und Chancen ist fest in unsere strategische Planung eingebunden, in unsere mittelfristige Planung sowie in sämtliche unterjährigen Controlling- und Reporting-Prozesse. Die Planungszyklen unseres Steuerungssystems haben wir im Vorjahr deutlich verkürzt: Wir vergleichen noch öfter Soll- und Ist-Werte sämtlicher Entwicklungen, die für unseren Geschäftsverlauf relevant sind. Mit den erhobenen Werten und Daten aus dem Unternehmensumfeld erstellen wir ständig Szenarien, um Risiken gegensteuern und Chancen nutzen zu können. Sowohl bei unserem Risiko- als auch bei unserem Chancenmanagement verfolgen wir einen zweigleisigen Ansatz: Zum einen werden konkrete Risiken und Chancen direkt vor Ort erfasst, quantifiziert, akkumuliert und weiterberichtet. Andererseits achten wir darauf, dass in sämtlichen Gremien auf allen Führungsebenen offen und pro aktiv auch mit qualitativen Risiken und Chancen umgegangen wird.

Mit dem Kontroll- und Planungsinstrument Professional Planner (PP) war auch in diesem Jahr ein Planungs- und Berichtssystem im Einsatz, dass detailliert und zeitnah das Erkennen von Entwicklungen während des ganzen Jahres gewährleistet.

PP wird durch die Software "Cockpit" ergänzt und dient der Transparenz von Produkt- und Kundenergebnissen. Inhaltlich werden sämtliche betriebswirtschaftliche Rechnungsvorgänge erfasst und somit die Rentabilität permanent ausgewertet. Abweichungen können schnell erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen initiiert werden.

Zur weiteren Optimierung wurde das Projekt IKS (internes Kontrollsystem) auf Flabeg Gruppen-Ebene gestartet. Hierbei werden auch alle Prozesse der Flabeg GmbH aufgenommen, analysiert und bewertet. Mit Hilfe von elektronischen Tools können mögliche Schwachstellen ermittelt und ein zeitnahes Eingreifen ermöglicht werden.

Risiken und Chancen

Markt

Risiken

Das finanzierungsintensive CSP-Geschäft leidet nach wie vor unter der Finanzkrise und den damit verbundenen schwierigen Finanzierungsmöglichkeiten unserer Kunden. Insbesondere die Finanzschwäche von Ländern wie Spanien, die für das CSP-Geschäft von besonderer Bedeutung sind, erschwert die Platzierung von neuen Projekten. "Ersatzländer" wie im Mittleren Osten oder Nordafrika kommen nur langsam ins Laufen.

Projektfinanzierungen werden seitens der Geldgeber erschwert und Projektstarts könnten daraufhin verschoben werden. Risiken könnten aus dem Neu-Eintritt von Wettbewerbern resultieren. Neben einem bereits produzierenden spanischen Wettbewerber sind zwei weitere Wettbewerber in den Markt eingetreten.

Ein weiteres Risiko entsteht zunehmend durch die starken Preisreduzierungen in der Photovoltaik. Diese bisher auf relativ kleinere Flächen (im Vergleich zu CSP) ausgelegten Projekte dringen zunehmend in das Großflächengeschäft ein.

Markt

Chancen

Der Solarbereich partizipiert davon, dass durch die strategische und politische Bedeutung des CSP-Geschäftes und der Finanzstärke unserer Kunden (zahlreiche Bau- und Energiekonzerne) keine nachhaltigen Probleme entstehen.

Als sehr positiv kann festgestellt werden, dass die Mehrzahl der unterzeichneten Projekte entweder von großen Baukonzernen (ACS, Sener etc.) oder von großen Energieversorgern (z.B. Florida Power & Lighting) federführend geleitet werden. Wir gehen davon aus, dass sich dies auch zukünftig sehr positiv auf die Realisierung der Projektfinanzierung auswirken wird.

Große Potentiale sehen wir bei der Gewinnung von Folgeaufträgen für solarthermische Kraftwerke in den USA. Voraussetzung ist dabei allerdings die zeitnahe Schaffung politischer Rahmenbedingungen mit staatlichen Fördergeldern für die Errichtung und bzw. Betreibung solarthermischer Kraftwerke in den USA.

Ferner zeigt Indien verstärkt Interesse am Einsatz dieser Kraftwerkstechnologie. Darüber hinaus sehen wir weitere Absatzmöglichkeiten in Spanien, Australien und dem mittleren Osten. Die aktuelle Produktionskapazität ist bis Ende 2011 gut ausgelastet.

Zunehmend registrieren wir, dass die Entwicklungen stark in Richtung Einsatz von konzentrierter Photovoltaik geht. Hier wird das Sonnenlicht über Spiegel auf Solarzellen gelenkt. Dabei ist die Herausforderung die Energie gleichmäßig auf der Solarzelle zu verteilen. Dies kann nur gelingen, wenn eine optimale Biegetechnologie angewendet wird. Wir arbeiten dabei eng mit einem der Marktführer in diesem Gebiet zusammen und erhoffen uns hier ein neues, stark wachsendes Betätigungsfeld für die Flabeg.

Angesichts mittelfristig positiver Marktprognosen planen wir unseren Marktanteil bei moderat sinkenden Preisen weiter zu erhöhen. Wir rechnen nicht mit einer starken Beeinträchtigung der absoluten Margen in diesem Geschäftsbereich.

Durch eine zunehmende Akquisitionsarbeit in den USA, Australien und Indien und dem konsequenten Ausbau unserer Produkt- und Angebotspalette sind wir davon überzeugt, dass unsere Anlagen gut ausgelastet sein werden.

Beschaffungsrisiken

Die größten Positionen, die bezogen werden, sind Rohglas, Energie und Belegematerial (hier insbesondere Silber).

Die niedrigen Glaspreise, die aus der Überkapazität in der Krise resultierten, konnten wir leider nicht halten. Eine Preiserhöhung in diesem Bereich konnte so nicht verhindert werden. Nachdem weiterhin immer mehr Floatglasproduzenten auf sogenanntes Low-Iron Glas umstellen erhoffen wir aber verstärkten Preiswettbewerb in diesem Beschaffungssegment. Niedrige Gaskosten konnten wir bereits auf die nächsten Jahre absichern.

Wir verfolgen konsequent die Strategie in allen Beschaffungsmärkten mindestens zwei alternative Lieferanten zur Verfügung zu haben. In diesem Zusammengang werden die Beschaffungsrisiken durch Single Source im Lackbereich, durch die Qualifizierung eines neuen Lieferanten, mittelfristig abgebaut. Hieraus entstehen auch weitere Chancen zur Reduzierung von Preisen.

Durch einen großangelegten Lieferantentag, an dem alle wesentlichen Lieferanten der Flabeg GmbH eingeladen wurden, konnten mit einer damit verbundenen Beschaffungsausschreibung größere Preiserhöhungen vermieden werden. In einigen Einkaufsbereichen wurde eine Preisreduzierung erreicht.

Aufgrund der hohen Volatilität der Silberpreise, wurden auch im laufenden Jahr Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die sich im Rahmen der erwarteten Werte bewegen.

Die steigenden Rohstoffkosten werden sich nur moderat auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken.

Personalrisiken

Es ist weiterhin nur mit Anstrengung möglich, neue hochqualifizierte Mitarbeiter zu motivieren, ihren Lebensmittelpunkt in den Landkreis Cham zu verlegen.

Spezielle Personalentwicklungs- und Rekrutierungsprozesse stellen jedoch sicher, dass talentierte Nachwuchskräfte eingestellt und bestehende Mitarbeiter gefördert und gehalten werden.

Durch gezielte Auslandsaufenthalte, Sprachschulungen und individuelle Weiterbildungen, bereiten wir unsere Mitarbeiter auf die Zukunft eines globalen Unternehmens vor.

Die Personalbeschaffung im Produktionsbereich gestaltet sich trotzdem weiterhin schwierig. Die Arbeitslosenquote von nur ca. 3 % im Landkreis Cham macht sich hier bemerkbar. Freigesetzes Personal kann kaum mehr zurückgewonnen werden. Wir müssen deshalb Strategien entwickeln, das Personal trotz Auftragsschwankungen zu halten. Gehaltsanpassungen in stark umkämpften Mitarbeiterbereichen, wie z.B. denen der Handwerker, sind unvermeidbar.

Parallel müssen wir die Automatisierung weiter nach vorne treiben. In diesem Zusammenhang werden wir im neuen Geschäftsjahr den personalintensiven Arbeitsgang Kleben weiter automatisieren.

Liquidität und Finanzierung

Die Finanzierung der Flabeg GmbH hat sich im laufenden Jahr nicht wesentlich geändert. Zins-, Währungs- und Rohstoffrisiken wurden und werden durch entsprechende Sicherungsgeschäfte vorgebeugt.

Der operative Cashflow der Flabeg GmbH liegt durch den stärker als erwarteten Abbau von erhaltenen Anzahlungen hinter den Erwartungen zurück. Durch konsequentes Nachhalten bei den Forderungen und verbesserte Zahlungskonditionen mit den Lieferanten im Rahmen des Lieferantentages, konnte dieser Effekt reduziert werden. Weitere Cashflow verbessernde Maßnahmen stehen für das nächste Geschäftsjahre insbesondere im Bestandsmanagement an.

Die Risiken bei der Vorfinanzierung von Neuaufträgen können aber weiterhin zu Herausforderungen beim Cashflow führen.

Die Flabeg GmbH ist Teil des Finanzierungspools der Flabeg-Gruppe. Die freiverfügbare Liquidität hängt somit auch von der Performance der anderen Flabeg Gesellschaften ab.

Das uns vorliegende Budget der Flabeg-Gruppe zeigt, dass auch im laufenden Wirtschaftsjahr die mit den Banken vereinbarten Finanzkennzahlen (Covenants) eingehalten werden. Die Flabeg-Gruppe verfügt somit über ausreichende Liquiditätsreserven.

Zum Abschlusszeitpunkt bestanden klassische Kreditversicherungen bei Coface mit einer Laufzeit bis Ende 31.03.2013. Daneben besteht für die Projekte Valle 1 & 2 eine Single Risk Versicherung bis zum 31.05.2011.

D. Prognosebericht

Insbesondere durch die jüngsten Ereignisse in Japan gehen wir mittelfristig weiterhin von spürbaren Wachstumsraten aus, zumal sich die politische Landschaft dadurch weltweit signifikant geändert hat. Die Störanfälligkeit von Atomkraftwerken sowie die wachsende Bedeutung der klimatischen Entwicklung, steigert die Nachfrage nach regenerativen Energien. Die vorliegende Mittelfristplanung zeigt, dass wir in den kommenden Jahren, von weiter steigenden Umsätzen sowohl im solarthermischen Geschäft als auch in angrenzenden Technologien wie der konzentrierten Photovoltaik, ausgehen können. Damit verbunden sind steigende Erträge und ein starker Cashflow.

Nachtragsbericht

Darüber hinaus liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag vor.

 

Nürnberg, den 27. Juli 2011

Flabeg GmbH

Axel Buchholz

Holger Klimaschewski

Franz Reimer

Bilanz

AKTIVA

  Anhang 31.3.2011
EUROt
31.3.2010
EUROt
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände ( 3.1) 94.956 102.895
II. Sachanlagen ( 3.2) 8.172 9.250
III. Finanzanlagen ( 3.3) 49.353 49.353
    152.481 161.498
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (3.4) 4.432 3.937
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ( 3.5)    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   11.733 18.145
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   99.231 93.791
3. Sonstige Vermögensgegenstände   2.151 3.097
    113.115 115.033
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   1.346 17.493
    118.893 136.463
C. Rechnungsabgrenzungsposten   372 242
Summe Aktiva   271.746 298.203

PASSIVA

     
  Anhang 31.3.2011
EUROt
31.3.2010
EUROt
A. Eigenkapital ( 3.6)    
I. Gezeichnetes Kapital   25 25
II. Kapitalrücklage   118.475 118.475
III. Jahresüberschuss   0 0
    118.500 118.500
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen (3.7) 9.749 9.714
2. Steuerrückstellungen   802 3.749
3. Sonstige Rückstellungen ( 3.8) 2.969 3.764
    13.520 17.227
C. Verbindlichkeiten ( 3.9) 139.700 162.476
D. Rechnungsabgrenzungsposten   26 0
Summe Passiva   271.746 298.203

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 2010/11
T €
2009/10
T €
1. Umsatzerlöse (4.1) 70.018 59.661
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   -34.330 -32.793
3. Bruttoergebnis vom Umsatz   35.688 26.868
4. Forschungs- und Entwicklungskosten   0 -221
5. Vertriebskosten   -2.874 -2.101
6. Allgemeine Verwaltungskosten   -1.434 -1.759
7. Sonstige betriebliche Erträge (4.2) 10.473 11.900
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (4.3) -21.974 -19.172
    19.879 15.515
9. Erträge aus Beteiligungen   0 15.793
10. Aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages übernommener Gewinn (4.4) 446 493
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (4.5) -3.723 -8.392
12. Zinsergebnis (4.6) -5.466 -7.377
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   11.136 16.032
14. Außerordentliche Erträge (4.7) 229 0
15. Außerordentliche Aufwendungen (4.7) -167 -1.192
16. Außerordentliches Ergebnis   62 -1.192
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0 302
18. Sonstige Steuern   0 -2
19. Aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   -11.198 -15.140
20. Jahresüberschuss   0 0

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von parabolischen Spiegeln, die in solarthermischen Kraftwerken (CSP) zur Elektrizitätserzeugung eingesetzt werden. Seit Mitte der 1980er Jahre ist die Solarthermie eine etablierte Technologie im Bereich der erneuerbaren Energien mit sehr guten Wachstumsperspektiven. CSP bündelt die Sonnenstrahlung über spezifische Spiegel. So entstehen hohe Temperaturen und Dampf, der dann durch konventionelle Dampf- Gasturbinen in Elektrizität umgewandelt wird.

Während des gesamten Geschäftsjahres bestand ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Muttergesellschaft Flabeg Holding GmbH.

Darüber hinaus bestanden während des gesamten Geschäftsjahres Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Flabeg Deutschland GmbH, an denen die Gesellschaft sämtliche Anteile hält.

Mit der Flabeg Solar International GmbH bestand während des Geschäftsjahres ein Beherrschungsvertrag.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Flabeg GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. März 2011 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir nach dem Umsatzkostenverfahren § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst dargestellt und werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde ferner der Posten Forschungs- und Entwicklungskosten eingefügt, um die Klarheit und Übersichtlichkeit zu verbessern. Der Jahresabschluss wurde in T€ aufgestellt.

Angaben, die gesetzlich in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehen sind (z.B. Davon-Angaben) und Angaben, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen, werden aus Gründen der Klarheit in den Anhang übernommen.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, das sogenannte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden "BilMoG"), ist in Bezug auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010/2011 der Gesellschaft anzuwenden (Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB). Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung (Art. 66 Abs. 3 Satz 6 EGHGB) wurde kein Gebrauch gemacht.

Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr anlässlich der BilMoG-Umstellung insbesondere folgende Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen:

Bilanzierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände

Keine Bilanzierung von latenten Steuern bei der Organgesellschaft. Die Vorjahresbeträge wurden in der aktuellen Periode mit dem Organträger der Flabeg Holding GmbH verrechnet.

Bewertung Pensionsverpflichtungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren

Bewertung der kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, und da zum Stichtag noch nicht genutzt, unter den Anlagen im Bau ausgewiesen.

Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Zugänge zu Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die lineare Abschreibungsmethode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Falls notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu 410,00 € werden seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Im Vorjahr wurde für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschaliert jeweils 20 Prozent p.a. Im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu 150,00 € wurden wie im Vorjahr sofort im Zeitpunkt des Zugangs als Aufwand erfasst.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten einschließlich etwaiger Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Für einen abgegrenzten Bestand an Hilfs- und Betriebsstoffen besteht ein Festwert gem. § 256 S. 2 HGB.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel enthalten neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten und sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Als aktive Rechungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Darüber hinaus werden im Voraus entrichtete Beträge periodengerecht abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Kapitalrücklage wurde in 2008/2009 nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,15 % bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,7 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 4-5 % p.a. unterstellt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,15 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Weihnachtsgeld, Jubiläen, Gewährleistungen, Reklamationen, ausstehende Lieferantenrechnungen und Ausgangsfrachten.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch.

Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegendem Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Passivische derivative Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprämie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit übersteigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf Ebene des Einzelabschlusses nicht gebildet da die Gesellschaft Organgesellschaft des Organkreises der Flabeg Holding GmbH ist. Somit wird auf Ebene des Organträgers, als Steuerschuldner die Steuerabgrenzung nach § 274 HGB vorgenommen.

Alle übrigen Bilanzposten werden unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze und in Übereinstimmung und Ausnutzung der steuerlich zulässigen Möglichkeiten vorsichtig bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

  31.03.2011
T€
31.03.2010
T€
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9 35
b) Geschäfts- oder Firmenwert 94.947 102.860
  94.956 102.895

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist als Bestandteil des Anhangs in Anlage A beigefügt.

3.2 Sachanlagen

  31.03.2011
T€
31.03.2010
T€
a) Technische Anlagen und Maschinen 6.126 7.604
b) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 722 1.301
c) Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.324 345
  8.172 9.250

Die Entwicklung der Sachanlagen ist als Bestandteil des Anhangs in Anlage A beigefügt.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau beinhalten noch nicht fertiggestellte selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe von T€ 220.

3.3 Finanzanlagen

  31.03.2011
T€
31.03.2010
T€
Anteile an verbundenen Unternehmen 49.353 49.353

Die Entwicklung der Finanzanlagen ist als Bestandteil des Anhangs in Anlage A beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz), d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20% der Anteile besitzt - ist als Bestandteil des Anhangs in Anlage B beigefügt.

3.4 Vorräte

  31.03.2011
T€
31.03.2010
T€
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.688 1.320
b) Unfertige Erzeugnisse 232 598
c) Fertige Erzeugnisse und Waren 1.512 2.019
  4.432 3.937

3.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind 2.264 T€ (VJ. 230 T€) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer 316 T€ (VJ. 283 T€), vertragliche Sicherheitszahlungen 995 T€ (VJ. 995 T€), und sonstige Forderungen 840 T€ (VJ. 1.403 T€) ausgewiesen.

3.6 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25 T€ und ist vollständig eingezahlt.

Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG, welche erfolgsneutral im Eigenkapital zu berücksichtigen waren, lagen nicht vor.

3.7 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. April 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. März 2010 von 2.503 T€. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden 167 T€ als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf 2.336 T€.

3.8 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Ausgangsfrachten 710 T€ (VJ. 431 T€), ausstehende Lieferantenrechnungen 699 T€ (VJ. 569 T€) und Gewährleistungen und Reklamationen 493 T€ (VJ. 539 T€).

Aus der Umstellung der langfristigen Rückstellungen aufgrund der geänderten Bewertung durch das BilMoG resultierte zum 1. April 2010 eine Überdeckung von T€ 22. Da der eigentlich aufzulösende Betrag bis spätestens zum 31. März 2025 wieder zugeführt werden müsste, wird von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und die Rückstellung beibehalten. Der Betrag der Überdeckung beläuft sich zum 31. März 2011 auf T€ 0.

3.9 Verbindlichkeiten

    davon Restlaufzeit  
  insgesamt 31.03.2011
T€
bis zu 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
31.03.2010
T€
a) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.580 6.580 0 16.359
b) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 124.358 8.183 96.560 128.353
davon Zinsverbindlichkeiten 2.197 2.197 0 2.197
c) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.226 2.226 0 4.670
d) Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 6.151 6.151 0 12.583
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.469 1.469 0 774
e) Sonstige Verbindlichkeiten 385 385 0 511
davon aus Steuern 87 87 0 71
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11 11 0 216
Gesamt 139.700 23.525 96.560 162.476

Die Laufzeit der Tranche Senior A 1 (25.000 T€) ist befristet bis 30. Dezember 2014. Die Verzinsung ergibt sich aus dem Referenzzinssatz (EURIBOR) zuzüglich einer Marge von 2,5 %.

Die Tranche Senior B 1 (19.500 T€) ist per 20. Mai 2016 endfällig. Die Verzinsung richtet sich ebenfalls nach dem EURIBOR zuzüglich einer Marge von 3,0 %.

Die Tranche Senior C 1 (25.000 T€) ist per 20. Mai 2017 endfällig. Die Verzinsung richtet sich ebenfalls nach dem EURIBOR zuzüglich einer Marge von 3,5 %.

Auf der Grundlage des Mezzaninedarlehensvertrags vom 20. Mai 2008 wurden Kredite von insgesamt 30.000 T€ von Indigo Capital LLP gewährt. Die Laufzeit des Mezzaninedarlehens ist befristet bis 20. Mai 2018. Die Verzinsung ergibt sich aus dem Referenzzinssatz (EURIBOR) zuzüglich einer Marge von 4,0 % (Cash Marge). Außerdem gibt es eine PIK Verzinsung von 5,75%, deren anfallende Zinsen jeweils der Darlehenshauptsache zugerechnet werden.

In Rahmen der Akquisition wurde der Gesellschaft ein Vendor Loan über 14.600 T€ gewährt. Das Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren und einem Monat und wird mit 8 % verzinst.

Die Darlehen sind unter anderen durch Verpfändung der Geschäftsanteile der Flabeg GmbH

sowie der Geschäftsanteile folgender Gesellschaften besichert:

 

1. FLABEG US Holding Inc.

 

2. FLABEG Czech s.r.o.

 

3. FLABEG Holding France S.A.S.

 

4. FLABEG Kft.

 

5. FLABEG Grundstücksverwaltungs GmbH

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 5.011 T€ (VJ. 12.583 T€) gegen die Gesellschafterin.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

a) Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen 2010/2011
T€
2009/2010
T€
Solar 70.018 59.661
b) Aufgliederung nach Regionen 2010/2011
T€
2009/2010
T€
Deutschland 891 886
Übriges EU 43.380 52.627
Nordamerika 6.863 260
Afrika 0 738
Übrige 18.884 5.150
Gesamt 70.018 59.661

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen 7.570 T€ (VJ. 3.152 T€), Auflösung von Rückstellungen 1.017 T€ (VJ. 1.198 T€), Kurs- und Währungsgewinne 682 T€ (VJ. 326 T€) und Strom- und Mineralölsteuererstattung 285 T€ (VJ. 178 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Posten von 1.054 T€ (VJ. 2.966 T€).

4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Enthalten sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Abschreibungen auf den Firmenwert 7.913 T€ (VJ. 7.912 T€), Kostenweiterbelastung 8.602 T€ (VJ 3.464 T€), Mieten und Pachten 1.373 T€ (VJ. 904 T€), sonstige Abschreibungen 1.039 T€ (VJ. 1.106 T€) und Kurs- und Währungsverluste 1.481 T€ (VJ. 138 T€).

4.4 Aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages übernommener Gewinn

Zum Stichtag wurden Gewinne der FLABEG Grundstücksverwaltung GmbH in Höhe von 446 T€ (VJ. 493 T€) übernommen.

4.5 Aufwendungen aus Verlustübernahmen

Zum Stichtag wurden Verluste der FLABEG Deutschland GmbH in Höhe von 2.579 T€ (VJ. 7.975 T€), sowie der Flabeg Solar International GmbH in Höhe von 1.144T€ (VJ. 417 T€) übernommen.

4.6 Zinsergebnis

  2010/2011
T€
2009/2010
T€
a) Zinsen und ähnliche Erträge 4.082 1.549
davon aus verbundenen Unternehmen 4.050 1.495
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.929 -8.926
davon an verbundene Unternehmen 0 -405
davon Avalgebühren -596 -809
davon Zinsanteile Pensionsrückstellungen -619 0
Zinsergebnis -5.466 -7.377

4.7 Außerordentliche Aufwendungen/ Erträge

Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG, welche im außerordentlichen Ergebnis gezeigt werden, beziehen sich auf folgende Sachverhalte:

Neubewertung von kurzfristige Fremdwährungsforderungen- und Verbindlichkeiten 229 T€
Neubewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -166 T€

5. Sonstige Angaben

5.1 Materialaufwand

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

  31.03.2011
T€
31.03.2010
T€
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 19.672 18.332
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.495 5.863
  23.167 24.195

5.2 Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

  31.03.2011
T€
31.03.2010
T€
a) Löhne und Gehälter 6.087 5.572
b) Soziale Aufwendungen 1.234 1.792
davon Aufwendungen für Altersvorsorge / Unterstützung 170 486
  7.491 7.364

5.3 Mitarbeiter

(Jahresdurchschnitt, ohne Auszubildende und Geschäftsführer)

  31.03.2011 31.03.2010
a) Angestellte 27 23
b) Gewerbliche Arbeitnehmer 151 142
  178 165

5.4 Haftungsverhältnisse

  31.03.2011
T€
Verpflichtungen aus Bankbürgschaften 12.076
Verpflichtungen aus Bürgschaften 200
  12.276

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird.

5.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  31.03.2011
T€
31.03.2010
T€
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen    
fällig innerhalb eines Jahres 2.170 1.315
fällig innerhalb von fünf Jahren 6.839 4.819
fällig nach fünf Jahren 8.543 9.754
Bestellobligo 911 314
  18.013 16.202

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten.

5.6 Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden derivativen Finanzinstrumente.

Derivat Nominalvolumen Marktwert
T€
Buchwert
T€
Bilanzposten
Zinscaps T € 180.000 316 356 Prämie unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten
Warentermingeschäfte Feinunzen 137.500 637 - -

Die Marktwerte der Zinscaps werden auf Basis von Optionspreismodellen unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsstrukturkurve berechnet. Die Ermittlung der Marktwerte von Warentermingeschäften erfolgt auf Basis von aktuellen Commodity-Terminkursen zum Bilanzstichtag.

5.7 Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

Der Ausschüttungssperre bzw. Abführungssperre unterliegen zunächst die aktivierten Aufwendungen für selbst geschaffene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe von 220 T€. Latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin berücksichtigt. Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen wurde der gesamte Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft abgeführt. Die Berechnung zur Ermittlung des maximalen Ausschüttungsbetrages ist folgender Tabelle zu entnehmen:

  31.03.2011
T€
Jahresergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung vor Ergebnisabführung 11.198
+ frei verfügbare Rücklagen (andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB die im Geschäftsjahr 2008/09 erfolgte) 118.475
= maximaler Ausschüttungsbetrag ohne Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB 129.673
- gesperrter Betrag aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 220
= maximal ausschüttbarer Betrag unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB 129.453
im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Betrag 11.198

5.8 Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt 11.198 T€ und wird an die Muttergesellschaft abgeführt.

5.9 Angaben über die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans (§ 285 Nr. 10 HGB)

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte der Gesellschaft von Herrn Holger Klimaschewski, Dipl. Kfm., Burghausen (kaufmännische Geschäftsführung) und Herrn Franz Reimer, Dipl. Ing., Furth im Wald (technische Geschäftsführung) geführt.

Mit Wirkung zum 30.03.2011 wurde Herr Axel Buchholz, Dipl. Kfm., Lindau als Geschäftsführer bestellt.

Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft verzichtet unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

5.10 Sonstige Angaben

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss enthalten ist, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

5.11 Konzernunternehmen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Flabeg Holding GmbH mit Sitz in Nürnberg(HRB 24789 beim Amtsgericht Nürnberg), die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Flabeg Holding GmbH ist im elektronischen Bundesanzeiger offenzulegen und ist auf Anforderung bei der Flabeg Holding GmbH, Waldaustraße 13, 90441 Nürnberg, erhältlich.

 

Nürnberg, den 27. Juli 2011

Axel Buchholz

Holger Klimaschewski

Franz Reimer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

  Anschaffungskosten
  Stand 01.04.2010
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchung
T€
Stand 31.03.2011
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 155 1 -48 0 108
2. Geschäfts- oder Firmenwert 118.684 0 0 0 118.684
  118.839 1 -48 0 118.792
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.358 773 -40 77 12.168
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.035 216 -437 0 1.814
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 495 1.450 -282 -77 1.586
  13.888 2.439 -759 0 15.568
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 49.353 0 0 0 49.353
Anlagevermögen 182.080 2.440 -807 0 183.713
  Wertberichtigungen
  Stand 01.04.2010
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Stand 31.03.2011
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120 27 -48 99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.824 7.913 0 23.737
  15.944 7.940 -48 23.836
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.754 2.374 -86 6.042
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 734 480 -122 1.092
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150 112 0 262
  4.638 2.966 -208 7.396
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Anlagevermögen 20.582 10.906 -256 31.232
  Buchwerte
  Stand 31.03.2011
T€
Stand 31.03.2010
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9 35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 94.947 102.860
  94.956 102.895
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.126 7.604
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 722 1.301
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.324 345
  8.172 9.250
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 49.353 49.353
Anlagevermögen 152.481 161.498

Anteilsbesitz

Stand: 31.03.2011 Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. Paragraph 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Ant. am Kapital
in %
Wäh- rung Kurs 1 LW Eigenkapital in LW Ergebnis in LW
- FLABEG Deutschland GmbH, Nürnberg 2) 100,000 EUR - 38.328.189 0
- FLABEG Grundstücksverwaltungs GmbH, Nürnberg 2) 100,000 EUR - 500.849 0
- FLABEG International GmbH, Nürnberg 4) 100,000 EUR - 8.025.000 0
- FLABEG Holding France S.A.S., Paris 100,000 EUR - 10.289.453 4.697.660
- FLABEG France S.A.S., Sarre-Union 100,000 EUR - 8.597.958 4.087.655
- FLABEG Italia S.p.A., Cafasse 100,000 EUR - 2.583.282 1.040.190
- FLABEG Technical Glass US Corporation, Naugatuck 75,000 USD 1,41910 4.739.319 (655.954)
- FLABEG Czech s.r.o., Oloví 100,000 CZK 24,54000 90.354.380 34.289.023
- FLABEG Automotive Kft., Mátészalka 100,000 EUR - 2.251.278 3.019.121
- FLABEG Automotive Mirrors (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 1) 100,000 CNY 9,29220 64.497.425 8.930.240
- FLABEG Brasil Ltda., Indaiatuba 85,000 BRL 2,30920 2.229.428 1.071.156
- FLABEG Automitive India Private Limited, New Delhi 3) 100,000 INR 63,31450 61.176 (5.915)
- FLABEG Solar International GmbH, Nürnberg 4) 100,000 EUR - 11.025.000 0
- FLABEG US Holding Inc., Wilmington/Delaware 100,000 USD 1,41910 15.084.781 (2.624.264)
- FLABEG Automotive US Corporation, Brackenridge 100,000 USD 1,41910 (12.442.669) (4.239.794)
- FLABEG Solar US Corporation, Wilmington/Delaware 100,000 USD 1,41910 (24.785.939) (13.568.969)
- FLABEG Solar Iberica S.L., Barcelona 100,000 EUR - 80.163 (101.574)
- FLABEG Solar India Private Ltd. *) 100,000 INR 63,3145 (99.718) (26.991)

1) Ergebnis zum 31. Dezember 2010

2) Gesellschaft mit Ergebnisabführungsvertrag (EAV)

3) Stand 31. März 2011

4) Gesellschaft mit Beherrschungsvertrag/Verlustübernahme

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Flabeg GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 27. Juli 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Kosak, Wirtschaftsprüfer

ppa. Gerd Tolls, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 25.10.2011

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