Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 761833
Vorher
Sandvik SPS GmbH
Eingetragen
15.5.2017
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb, Installation und Service von Anlagen der Transport- und Verfahrenstechnik und elektronischen Steuerungen sowie die Übernahme von Vertretungen in- und ausländischer Firmen, die sich mit vorstehenden Tätigkeiten befassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Mohr
seit 25.5.2022
Geschäftsführer
Johan Sjögren
seit 25.5.2022
Prokura
Manfred Kowalleck
seit 17.2.2022
Prokura
Frank Hoffmeyer
seit 27.8.2020
Prokura
Hans-Kurt Schromm
seit 24.4.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
F Intressenter Germany GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
F Intressenter Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IPCO Germany GmbH

Fellbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die IPCO Germany GmbH ist durch wirtschaftliche Neugründung im Sinne des § 267 (4) S.2 HGB zum 1. Januar 2017 entstanden. Sie ist eine große Kapitalgesellschaft mit folgenden drei Standorten

IPCO Germany GmbH Niederlassung Fellbach

IPCO Germany GmbH Niederlassung Göppingen

IPCO Germany GmbH Zweigniederlassung Ennepetal

Die o.g. Einheiten bilden das IPCO-Geschäft, das mit der Abspaltung vom Sandvik Konzern eigenständig in der IPCO Germany GmbH geführt wird. Die IPCO Germany GmbH beschäftigt sich mit Herstellung, Vertrieb, Installation und Service von Anlagen der Transport- und Verfahrenstechnik und elektronischen Steuerungen sowie der Übernahme von Vertretungen in- und ausländischer Firmen, die sich mit vorstehenden Tätigkeiten befassen. Die Hauptverwaltung hat ihren Sitz in Fellbach. Zur Gesellschaft gehört die Niederlassung in Göppingen und die Außenstelle Ennepetal.

Die IPCO Germany GmbH gehört zum schwedischen Konzern IPCO AB. Sie ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der IPCO Germany Holding GmbH, Fellbach, welche eine 100%ige Tochtergesellschaft der IPCO AB, Sandviken/Schweden, ist.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der IPCO Germany GmbH betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,1 Mio. EUR (i. Vj. 3,1 Mio. EUR).

Die Gesellschaft stellt fortwährend Kunden Testmöglichkeiten in zwei sogenannten Productivity Center bereit. In diesen Testzentren sind Testmaschinen im industriellen Maßstab platziert, und Kunden können diese Maschinen belegen, um Eigenversuche durchzuführen, oder sich durch IPCO Germany GmbH demonstrieren zu lassen, wie wir deren Produkt darstellen können.

Diese beiden Testzentren werden ständig instandgehalten, und die entsprechenden Maschinen ergänzt und modernisiert. Der Fokus in 2023 lag auf der Fertigstellung der Erweiterung der Filmcastinganlage sowie der Modernisierung der Doppelbandstahlpresse, welche ertüchtigt wurde. Des Weiteren wurde die Trommelgranulationsanlage soweit modifiziert, dass eine Übergabe an einen kommerziellen Nutzer erfolgte. Ebenso haben wir die Rotoform Weiterentwicklung, den sogenannten RFXG, soweit beim Kunden qualifiziert, dass der erste kommerzielle Verkauf dieses Produkts bevorsteht.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 fiel die gesamtwirtschaftliche Situation besser als erwartet aus. Die Inflation geht inzwischen deutlich zurück. Eine konjunkturelle Belebung zeichnete sich jedoch nicht ab. 1 Insgesamt zeichnet sich für 2023 eine Zuwachsrate der Weltproduktion von 3,1 % ab und damit deutlich mehr als zu Beginn des Jahres 2023 prognostiziert (2,5 %).

Insgesamt berichtet der World Economic Outlook vom Januar 2024 von einer Erholung der Weltwirtschaft von der Covid-19 Pandemie, Russlands Invasion in die Ukraine und den Steigerungen der Lebenshaltungskosten. 2 Die Inflation fällt stärker als erwartet seit dem Höhepunkt im Jahr 2022. Für das Jahr 2023 erwartet der World Economic Outlook ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 %, was sowohl die Schwellen- als auch die Industrieländer umfasst. 3 Für den Euro-Raum wird ein Wachstum von 2,5 % erwartet. Für 2024 wird jedoch nur noch von einer Erhöhung der Wirtschaftsleistung für den Euro-Raum von 2,1 % ausgegangen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2023 voraussichtlich abgeschwächt, so dass sich insgesamt ein Rückgang des BIP um 0,3 % ergibt. 4

2.2 Geschäftsverlauf

Nach Ansicht der Geschäftsführung zeigte das Jahr 2023 einen deutlich abgeschwächten Auftragseingang. Ein starker Einbruch im Bereich medizinischer Membranen, verbunden mit spürbaren Projektverzögerungen bei unseren Kunden, machte Auftragskorrekturen und Einlagerungen von fertigen Erzeugnissen notwendig. Die Chemiebranche geriet 2023 unter Druck und damit auch die Nachfrage nach Standardanlagen aus unserem Produktportfolio. Im Gegensatz hierzu waren in der ersten Jahreshälfte Auftragseingänge aus den Bereichen Öl & Gas sowie Elektrifizierung zu verzeichnen. Die Auftragsabwicklung und die damit verbundene Umsatzrealisierung verliefen weitgehend planmäßig und ohne größere Störungen. Somit entspricht das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2023 der Prognose aus dem Vorjahr bei über den Erwartungen liegenden Umsatzerlösen, bedingt durch zielgerichteten Auftragsabschluß von Großprojekten. allerdings blieben die Umsatzerlöse hinter den Erwartungen zurück.

Die Ersatzteil- und Serviceumsätze haben sich gesteigert und trugen zur guten Geschäftsentwicklung in 2023 bei. Jedoch basierte diese Steigerung vornehmlich auf der Abarbeitung von Auftragsüberhängen aus dem Vorjahr.

Das Jahr 2023 war eher geprägt von der Herausforderung neue Aufträge zu generieren und den Auftragsbestand für 2024 aufzubauen, was nur zufriedenstellend gelang und tendenziell hinter den Erwartungen zurückblieb.

Die Maßnahmen zur Deckungsbeitragsstabilisierung führten zu einer stark verbesserten Ertragslage. Hierzu gehörten neben Preiserhöhungen auch eine verstärkte Beschaffung in Best Cost Ländern sowie eine konsequente und regelmäßige Projektkostenkontrolle.

In der zweiten Jahreshälfte 2023 zeigte sich ein spürbarer Rückgang des Auftragseingangs. Dieser Trend deckt sich mit der allgemeinen Marktentwicklung. Investitionen wurden verschoben oder ganz aufgegeben, da viele Firmen, vor allem in der Chemiebranche auf Lager produziert hatten, welches erst abgebaut werden muss.

Allerdings sieht es derzeit wieder nach einer Zunahme der Investitionstätigkeiten bei unseren Zielkunden aus. Dennoch bleibt es schwierig vorauszusehen, wie sich die Situation weiterentwickelt und welchen Einfluss diese Trends auf den Geschäftsverlauf 2024 nehmen werden.

2.2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betragen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 87.064 (i. Vj. TEUR 53.276). Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr von einem Verlust in Höhe von TEUR -11 auf einen Gewinn in Höhe von TEUR 3.732 deutlich verbessert. Im Bereich Process Systems mit den Segmenten Granulation (Anlagengeschäft und After-Sales-Geschäft einschließlich Ersatzteillieferungen) sowie "Belts" (inkl. Außenstelle Ennepetal mit dem Bereich spezieller Oberflächenbearbeitung) beträgt der Umsatz im Berichtsjahr TEUR 68.595 (i. Vj. TEUR 48.401). Die Umsätze wurden größtenteils in Deutschland (TEUR 25.907, i. Vj. TEUR 8.560), Amerika (TEUR 20.442, i. Vj. TEUR 16.235), Asien (TEUR 19.429, i. Vj. TEUR 9.238) und der übrigen EU (TEUR 13.376, i. Vj. TEUR 13.068) erzielt.

Die Umsatzerlöse des Bereichs Composites Solutions betrugen TEUR 18.469 (i. Vj. TEUR 4.875). Der größte Anteil dieser Umsätze wurde durch abgeschlossene Projekte in Höhe von TEUR 13.238 (i.Vj. 1.456) in Amerika, TEUR 220 (i.Vj. 530) in Asien, TEUR 1.005 (i.Vj. TEUR 2.073) im restlichen EU-Ausland sowie in Deutschland i.H.v. TEUR 3.996 (i. Vj. TEUR 4.531) erzielt.

Die Betriebsleistung der IPCO Germany GmbH insgesamt (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 72.009 (i. Vj. TEUR 68.562). Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu einer Verringerung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 15.055 (i. Vj. Erhöhung von TEUR 15.286). Die Erhöhung der Gesamtleistung ist insbesondere bedingt durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund der erhöhten Anzahl der im Geschäftsjahr abgerechneten größeren Projekte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des abgelaufenen Geschäftsjahres betragen insgesamt TEUR 2.486 (i. Vj. TEUR 1.748) und beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus Weiterverrechnungen an verbundene Unternehmen (TEUR 1.580: i. Vj. TEUR 115), die Erträge aus Wechselkursgewinnen (TEUR 476; i. Vj. TEUR 861), die Erträge aus Sachbezügen (TEUR 278; i. Vj. TEUR 303) und übrige Erträge (TEUR 152 i. Vj. TEUR 542).

Der Materialaufwand beträgt TEUR 27.342 (i. Vj. TEUR 33.795) und resultiert im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren von TEUR 24.944 (i. Vj. TEUR 31.377). Die Materialaufwandsquote liegt im Berichtsjahr bei 31,4 % (i. Vj. 63,4 %), während der Materialeinsatz (Materialaufwand zzgl. Bestandsveränderung) bei 48,7 % (Vj. 34,7 %) lag. Die im Vergleich zu den Umsatzerlösen gesunkene Materialaufwand resultiert aus der gestiegenen Anzahl an abgerechneten Überhangprojekten (unfertigen Erzeugnissen) mit einer deutlich höheren Durchschnittsmarge als im Vorjahr.

Der Personalaufwand im Jahr 2023 beträgt TEUR 18.363 (i. Vj. TEUR 16.914) und enthält insbesondere die Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 15.455 (i. Vj. TEUR 14.289). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr beträgt 179 Personen (i. Vj. 175). Die Personalaufwandsquote, bezogen auf die Betriebsleistung, im Berichtsjahr liegt bei 25,5 % (i. Vj. 24,7 %). Die Steigerung resultiert aus dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl sowie der Steigerung der Löhne und Gehälter.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen insgesamt TEUR 2.728 (i. Vj. TEUR 2.607). Die Abschreibungsquote (Anteil der Abschreibungen am Buchwert des Anlagevermögens) lag deshalb im Geschäftsjahr 2023 bei 16,5 % (i. Vj. 13,0 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 22.478 (i. Vj. TEUR 17.077) und haben sich um TEUR 5.401 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Restrukturierungs- und R&D Kosten sowie aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Das Finanzergebnis, welches sich aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen zusammensetzt, beträgt TEUR 151 (i. Vj. TEUR 71).

Insgesamt erreichte unsere Gesellschaft ein deutlich verbessertes Ergebnis nach Steuern von TEUR 3.732 (i. Vj. TEUR -11). Ausschlaggebend dafür war der weitere Anstieg der Betriebsleistung mit einer deutlich verbesserten Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr.

2.2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2023) im Vergleich zum Vorjahr (31. Dezember 2022) um TEUR 11.751 auf TEUR 103.847 (i. Vj. TEUR 115.598) reduziert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Anlagevermögen auf TEUR 16.550 (i. Vj. TEUR 20.062) um insgesamt TEUR 3.512 zurückgegangen. Der Rückgang ist wesentlich bedingt durch den Abgang von Sachanlagen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 5.139 (i. Vj. TEUR 5.861) und sind aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen um TEUR 722 gesunken.

Das Sachanlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 11.411 (i.Vj. TEUR 14.201) und weist aufgrund der relativ geringen Investitionen, deren Wert unter den vorgenommenen Abschreibungen liegt, einen Rückgang in Höhe von TEUR 2.790 auf.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um TEUR 8.151 auf TEUR 86.937 (i. Vj. TEUR 95.088) gefallen.

Innerhalb des Umlaufvermögens hat sich das Vorratsvermögen um TEUR 17.935 auf TEUR 44.273 (i. Vj. TEUR 62.208) verringert, was auf einen Rückgang des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen um TEUR 15.356, der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 2.012, dem Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren um TEUR 374 und der geleisteten Anzahlungen um TEUR 193 zurückzuführen ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 10.050 auf TEUR 42.509 (i. Vj. TEUR 32.459) angestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind hierbei um TEUR 7.703, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.242 und die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 105 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Alle Veränderungen in den Forderungen sind insbesondere stichtagsbedingt.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund der Nichtabführung des Jahresüberschusses zum Abbau des vororganschaftlichen Verlustvortrages auf TEUR 44.335 (i. Vj. TEUR 40.626) erhöht. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 103.847 (i. Vj. TEUR 115.598) ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 42,7 % (i. Vj. 35,1 %).

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.698 auf TEUR 9.656 (i. Vj. TEUR 7.958) gestiegen. Im Wesentlichen setzen sich diese aus den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich i.H.v. TEUR 3.941 (i.Vj. TEUR 2.086), Rückstellungen für Gewährleistungen i.H.v. TEUR 1.466 (i.Vj TEUR 1.449) und aus den Rückstellungen für Wertverlust der Lagerbestände i.H.v. TEUR 819 (i. Vj. TEUR 737) zusammen.

Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 49.855 (i. Vj. TEUR 67.014) und sind somit um TEUR 17.159 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die darin enthaltenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind um TEUR 14.364 auf TEUR 44.891, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.829 auf TEUR 1.819 und die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 7 auf TEUR 620 gesunken und tragen somit wesentlich zur Verringerung der Verbindlichkeiten bei, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 41 auf TEUR 2.525 gestiegen sind. Der Rückgang der Anzahlungen resultiert aus dem Abschluss verschiedener Projekte.

2.2.3 Finanzlage

Unsere Gesellschaft finanziert sich insbesondere über das Cash-Pooling der Gruppe sowie über den operativen Cashflow.

Die IPCO Germany GmbH ist seit dem 1. Dezember 2017 in das zentrale Cash-Pooling-System der FAM Gruppe eingebunden. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Cashpool-Forderung in Höhe von TEUR 7.641 (i. Vj. TEUR 5.095), welche unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen ist.

Der Kassen- und Bankbestand beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 154 (i. Vj. TEUR 420).

Neben den verfügbaren Barreserven stehen der Gesellschaft durch die Anbindung an den Konzern-Cashpool hinreichende Mittel zum Ausgleich von Liquiditätsschwankungen zur Verfügung. Unabhängig davon hat sich die IPCO AB zur vorsorglichen Sicherung der Unternehmensliquidität durch eine auf 36 Monate befristete Finanzierungszusage vom März 2023 (Comfort Letter) verpflichtet, der Gesellschaft bei Bedarf alle notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die IPCO AB erklärt in diesem Dokument, unsere Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit zur rechtzeitigen und vollständigen Erfüllung ihrer künftig fälligen oder künftig entstehenden Verpflichtungen aus dem Geschäftsbetrieb in der Lage ist. Mindestens Für diesen Zeitraum von 36 Monaten sieht die Geschäftsführung die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft als gesichert an.

2.2.4 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.007 (i. Vj. TEUR 2.903) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen getätigt. Diese betreffen vor allem folgende Anlagegüter:

Technische Anlagen und Maschinen: TEUR 613 (ohne Umbuchungen)

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: TEUR 384

IT Hardware TEUR 10

Unsere Gesellschaft setzt ihren Weg fort, kontinuierlich in neue Technologien und Anlagen zu investieren.

2.2.5 Mitarbeiter

Die IPCO Germany GmbH beschäftigte 2023 durchschnittlich 179 Mitarbeiter (Vj. 175 Mitarbeiter), davon 142 in Fellbach und Ennepetal und 37 am Standort Göppingen. Insgesamt hat die Gesellschaft 106 Angestellte und 73 gewerbliche Mitarbeiter.

2.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzerlöse, die Betriebsleistung und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stellen für uns die bedeutsamen finanzielle Leistungsindikatoren dar, die auch für die interne Steuerung verwendet werden. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren nutzen wir zudem Umweltbelange als nicht finanzieller Leistungsindikator.

2.3.1 Entwicklung der Leistungsindikatoren

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 3.585 -82

Das EBIT entspricht den Prognosen und Erwartungen aus dem Vorjahr. Durch die starke Steigerung der Umsatzerlöse bei einer signifikant verbesserten Materialeinsatzquote und leicht erhöhten Personalaufwendungen sowie gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet sich das positive EBIT und dessen deutlich positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Die Erhöhung der Betriebsleistung von TEUR 3.447 übertrifft leicht die Erwartungen des Vorjahres, welche von einer Stabilisierung der Betriebsleistung gegenüber 2022 auf ca. EUR 70 Mio. ausgegangen waren. Dieser Steigerung resultiert insbesondere aus im Vorjahr und im Geschäftsjahr abgeschlossenen Projekten. Die leichte Abweichung im Vergleich zur Vorjahresplanung resultiert insbesondere aus dem schnelleren Abschluss von Projekten.

Das bereinigte EBIT, für das im Vergleich zu den stabilisierten Umsätzen eine deutliche Steigerung erwartet wurde, hat sich dabei ebenfalls positiv entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein deutlich positiverer EBIT erreicht, was den Erwartungen des Vorjahres entspricht. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch eine Steigerung der Umsatzerlöse, einhergehend mit einen vorteilhaften Produktmix, bei weiter verbesserten Materialkosten erreicht.

2.3.2 Umweltbelange

Die IPCO Germany GmbH betreibt ein zertifiziertes, integriertes Managementsystem, bestehend aus den Normen gemäß ISO 9001:2015, 14001:2015 sowie der OHSAS 18001:2007 an allen wichtigen Produktionsstandorten in den Bereichen Umwelt, Arbeitssicherheit, Gesundheit und Qualität. In 2023 wurde das 2019 eingeführt Online-Trainingssystem weitergeführt, mit dem sichergestellt ist, dass den rechtlichen Anforderungen jederzeit Rechnung getragen wird. Dadurch sehen wir die IPCO Germany GmbH in der Lage, den Erfordernissen von Markt, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in angemessener Weise zu begegnen. Das Arbeitsschutzmanagementsystem der IPCO Germany GmbH hat im Jahr 2023 besondere Aufmerksamkeit der Geschäftsführung genossen und wurde weiter vorangetrieben. Quartalsweise werden Bewertungen aus allen relevanten Bereichen des Unternehmens durchgeführt und über Maßnahmenkataloge werden stetige Verbesserungen umgesetzt. Die Messgröße Qualität wird durch die Anzahl der Kundenreklamationen und der daraus entstehenden Höhe der Reklamationskosten nachverfolgt.

Die im Jahr 2023 durchgeführten Audits wurden ohne Abweichungen bestanden.

2.3.3 Gesamtaussage

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 ist als erfreulich zu bezeichnen. Stabilere Marktbedingungen haben dazu geführt, dass die Kundenprojekte wie geplant umgesetzt und abgeschlossen werden konnten. Deswegen sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und haben neben gesunkenen Materialaufwendungen in Folge eines geänderten Produktmixes wesentlich zum deutlich verbesserten Ergebnis des Geschäftsjahres beigetragen. Jedoch ist der Auftragsbestand zum Jahreswechsel 2023/24 gegenüber dem Vorjahr gesunken, was zu einer geringeren Auslastung ab dem zweiten Quartal 2024 führen wird.

Die Vermögenslage unseres Unternehmens bezüglich der Eigenkapitalquote von 42,7 % ist zufriedenstellend. Maßgeblich für die Entwicklung der Eigenkapitalquote sind die Nichtabführung des Jahresüberschusses zum Abbau des vororganschaftlichen Verlustvortrages und die Verringerung der Bilanzsumme.

Die Finanzlage des Unternehmens wird als gesichert bewertet, da die Gesellschaft in das zentrale Cash-Pooling-System der FAM Gruppe eingebunden ist und somit sichergestellt ist, dass die Gesellschaft ihren Verpflichtungen nachkommen und bestehende Verbindlichkeiten begleichen kann. Im März 2023 erhielt die IPCO Germany GmbH eine Patronatserklärung von der IPCO AB Schweden für die nächsten 36 Monate, in welchem die finanzielle Unterstützung zugesagt wurde. Die Geschäftsführung sieht daher kein finanzielles Risiko für diesen Zeitraum von 36 Monaten.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Der Ausblick des IWF im Januar 2024 sieht für das globale Wachstum ein gleichbleibendes Wachstum von 3,1 % in 2024 und 3,2 % in 2025, für die USA rechnet der IWF mit nur noch insgesamt 2,1 % in 2024. 5 Für die Eurozone und China rechnet der IWF mit einem Wachstum von nur 0,9 % bzw. 4,6 % in 2024. 6 Insgesamt sind diese Prognosen weiterhin mit großer Unsicherheit behaftet.

Aufgrund der verzögerten Auftragseingänge im Jahr 2023 und anhaltender Unsicherheiten bedingt durch den Krieg in der Ukraine und anhaltendem Preisdruck für das Jahr 2024, erwarten wir einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse und der Betriebsleistung unter das Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023.

Dieser Ausblick wird gestützt durch die laufenden Anfragen insbesondere für Großprojekte. Die Geschäftsleitung erwartet für 2024 einen guten Auftragseingang im Compositesbereich sowie eine Rückkehr des Standardgeschäfts aus der Chemiebranche. Dies gilt sowohl für den Neuanlagenbereich als auch für das Ersatzteilgeschäft / Aftermarket.

Die Größe der Organisation richtet sich jetzt nach dem aktuellen Volumen und gewährleistet einen profitablen Betrieb, so dass wir mit einem weiterhin positiven EBIT rechnen, welches auf dem Niveau des Vorjahres im unteren einstelligen Millionenbereich liegt.

Aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Entwicklung können wir nicht ausschließen, dass unsere Erwartungen in dieser Form nicht eintreten.

3.2 Risikobericht

Die Risiken, denen ein Unternehmen ausgesetzt ist, lassen sich unterscheiden in operative Risiken und Finanzrisiken.

Ziel des Risikomanagements der IPCO Germany GmbH ist es, die bestehenden Risiken zu identifizieren und deren potenzielle Auswirkungen auf das operative Geschäft transparent zu machen und dann auf dieser Basis die beeinflussbaren Risiken durch geeignete und angemessene Maßnahmen zu minimieren.

Zu den Maßnahmen einer Risikobegrenzung gehören insbesondere der Abschluss von Verkaufskontrakten mit Kunden, die Preis- und Mengenvereinbarungen beinhalten. Kundenkreditrisiken werden einerseits durch Bonitätsabfragen und andererseits durch ein ausgeprägtes internes Kreditmanagement und Forderungsmanagement minimiert. Das Forderungsmanagement wurde durch 2-wöchige Überwachungsintervalle intensiviert. Weiterhin besteht die langjährige Prozedur von Anzahlungen im Laufe der Auftragsfertigungen, welche zur Zeit einen verstärkten Fokus erfährt. Lieferanten und Dienstleister werden hinsichtlich ihrer Qualität und Lieferfähigkeit überprüft.

Die wirtschaftliche Entwicklung der IPCO Germany GmbH ist stark von der allgemeinen Konjunktur sowie von den für die einzelnen Geschäftsbereiche maßgeblichen Entwicklungen abhängig. Der Krieg in der Ukraine mit den dadurch verbundenen Einschränkungen des Handels mit den Kriegsparteien wird uns sicher weiter negativ beeinflussen. Primär durch den Wegfall der Märkte, als auch mit den bekannten Begleiterscheinungen, wie z.B. den hohen Energiekosten.

Die weltweiten politischen Unsicherheiten nehmen zu und Lieferketten z.B. nach China müssen ggf. durch alternative Lieferländer, wie. z.B. Indien, aufgefangen werden. Hieran arbeiten wir weiterhin, um uns Alternativen aufzubauen.

Ein Nachlassen der Investitionsbereitschaft war klar erkennbar, aber die Lage ist sehr volatil und wird durch die Geschäftsführung sorgfältig beobachtet und immer wieder neu bewertet.

Aktuell sehen wir gute Möglichkeiten, den bislang zögerlichen Auftragseingang im ersten Quartal 2024 durch eine Steigerung im restlichen Jahr zu kompensieren.

Der Fachkräftemangel in Deutschland / Europa ist ebenfalls ein Risiko für unser weiteres Firmenwachstum, welchem wir mit einer langfristig angelegten Kooperation mit einem indischen Dienstleister entgegengetreten sind. Zudem haben wir für 2024 das Recruiting / Branding im Fokus, um weiter an unserer Attraktivität als Arbeitgeber zu arbeiten.

Durch den Aufbau einer Task Force haben wir einen starken Fokus auf das Thema Zukunftstechnologien gelegt. Wir möchten mit diesem Team speziell Technologien (z.B. nachhaltige Textilien, Batterie und Brennstoffzellen) untersuchen, in denen wir nicht in diesem, aber vielleicht in fünf Jahren unsere Zukunft sehen. Durch diese Maßnahme und die bereits vorhandene Diversifikation in verschiedenen Produktsegmente wirken wir einseitigen Abhängigkeiten entgegen. Die Auswirkungen auf das Unternehmen können im Bereich unzureichender Diversifikation als überschaubar eingestuft werden.

Erhöhte technische Risiken für Großprojekte im Bereich Composite Solutions bestehen in möglichen Gewährleistungsfällen, da es sich bei diesen Anlagen um stark individualisierte Maschinen, also um Prototypen, handelt. Hier arbeiten wir mit Design Reviews, um das Risiko zu minimieren. Ebenso versuchen wir uns auf Projekte zu konzentrieren, die Folgeaufträge versprechen.

Aus Sicht der Geschäftsführung besteht auch das Risiko, dass der Wettbewerbsdruck auf dem Weltmarkt in unserem Geschäftsbereich auch durch die reduzierte Nachfrage größer wird. Hier arbeiten wir weiter an unserer Kostenstruktur und Effektivität.

Zusammenfasssende Darstellung der Risikolage

Mithilfe des eingerichteten Risikomanagementsystems werden die bestehenden Risiken regelmäßig überprüft, aufgegriffen und diskutiert. Die wesentlichen Risiken werden dabei von den externen Marktgegebenheiten bestimmt. Unter der Annahme, dass die Gesamtsituation im Rahmen des normalen Umfangs von Änderungen verbleibt, wird die Risikolage der IPCO Germany GmbH als beherrschbar eingeschätzt. Auch aufgrund der mittelfristig gesicherten Unternehmensfinanzierung schätzt die Geschäftsführung ein, dass wesentliche oder den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken derzeit nicht bestehen.

3.3 Chancenbericht

Aufgrund von in den letzten Jahren getätigten Investitionen in moderne Technologien, Produktionsanlagen und Ausbildung von Mitarbeitern sieht sich die Geschäftsführung der IPCO Germany GmbH für die Zukunft gut positioniert. Das bewährte Konzept, gemeinsam mit Kunden an Produktivitätsverbesserungen und Produktinnovationen zu arbeiten, hat zu einer positiven Entwicklung beitragen. Weitere gute Wachstumschancen sehen wir in Bereichen, in den nachhaltige oder recycelte Ausgangsstoffe zur Herstellung neuer Produkte mit Hilfe unserer Technologie gelingen. Im Jahr 2023 haben wir einige dieser Projekte bearbeitet bzw. abgeschlossen und hoffen auf einen Erfolg unserer Kunden, was wiederum gute Wachstumschancen für uns als Zulieferer bedeuten würde.

Hilfreich für die weitere Entwicklung der Gesellschaft wird auch die Zugehörigkeit zu einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe sein. Durch die IPCO Gruppe bietet sich für die IPCO Germany GmbH die Chance, im Verbund mit anderen Unternehmen der IPCO Gruppe und durch die Nutzung vorhandener Ressourcen weltweit an Wachstumstrends, auch in Regionen außerhalb Europas teilzunehmen und sich bietende Synergieeffekte zu nutzen.

Im Herbst 2023 haben wir die Freigabe erhalten, die Standorte Fellbach und Göppingen zusammenzulegen und ab Ende 2025 die Büroarbeitsplätze, das Productivity Center sowie unsere Produktion an einem Standort zu haben.

Dadurch ergeben sich signifikante Einsparpotenziale in vielen Bereichen durch den Wegfall von Redundanzen und Fahrwegen. Dies trägt weiter zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Standortsicherung bei.

3.4 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die IPCO Germany GmbH fakturiert ihre Umsätze insbesondere in Euro, daher sieht die Geschäftsführung keine Notwendigkeit, Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung einzusetzen. Bei wesentlichen Geschäften in einer Fremdwährung erfolgt eine enge Abstimmung bezüglich einer Währungsabsicherung mit der Treasury-Abteilung der IPCO Gruppe. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind gegenwärtig sehr gering und daher für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der IPCO Germany GmbH nicht von Belang.

 

Fellbach, den 30. März 2024

IPCO Germany GmbH, Fellbach

Markus Mohr

1 Kieler Konjunkturberichte Nr. 109 (2023 /04) (https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf)
2 World Economic Outlook, Update January 2024 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024)
3 World Economic Outlook, Update January 2024 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024)
4 Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html)
5 World Economic Outlook, Update January 2024 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024)
6 World Economic Outlook, Update January 2024 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Dez. 31, 2023
EUR
Dez. 31, 2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.109.417,87 5.814.585,32
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.525,54 46.494,22
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
5.138.943,41 5.861.079,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.844.842,10 4.022.124,97
2. technische Anlagen und Maschinen 6.953.534,64 9.129.940,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.723,55 624.052,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 425.138,89
11.411.100,29 14.201.257,28
16.550.043,70 20.062.336,82
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.994.411,87 10.006.372,27
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 34.731.800,09 50.087.387,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 585.357,93 959.585,92
3. geleistete Anzahlungen 961.471,95 1.154.207,08
44.273.041,84 62.207.553,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.065.105,93 2.823.190,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.130.320,13 28.427.178,45
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.314.122,58 1.209.204,41
42.509.548,64 32.459.573,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 154.321,38 420.495,79
86.936.911,86 95.087.622,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.758,52 69.696,70
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 294.839,00 378.650,00
103.846.553,08 115.598.305,78

Passiva

Dez. 31, 2023
EUR
Dez. 31, 2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 64.193.781,81 64.193.781,81
IV. Verlustvortrag -23.592.466,00 -23.592.466,00
IV. Jahresüberschuss 3.709.122,29 0,00
44.335.438,10 40.626.315,81
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 9.655.998,64 7.957.823,73
9.655.998,64 7.957.823,73
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 44.890.544,03 59.254.522,79
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.819.503,23 4.648.283,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.525.093,26 2.483.948,18
4. sonstige Verbindlichkeiten 619.975,82 627.412,02
- davon aus Steuern: EUR 357.895,65 213.914,64
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 30.670,88 39.799,48
49.855.116,34 67.014.166,24
103.846.553,08 115.598.305,78

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 87.063.943,26 53.275.868,85
2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -15.054.727,01 15.286.026,62
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 1.170,00
4. sonstige betriebliche Erträge 2.486.071,41 1.747.542,87
5. Materialaufwand -27.342.095,32 -33.794.954,70
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -24.943.872,84 -31.376.710,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.398.222,48 -2.418.244,31
6. Personalaufwand -18.362.926,20 -16.913.720,74
a) Löhne und Gehälter -15.454.813,63 -14.288.946,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.908.112,57 -2.624.774,28
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -2.727.986,80 -2.607.194,90
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -22.477.622,95 -17.076.984,39
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 239.819,41 121.801,23
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -88.896,56 -50.802,67
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.767,20 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 3.731.812,04 -11.247,83
13. sonstige Steuern -22.689,75 -31.841,00
14. Ergebnis vor Ergebnisabführung 3.709.122,29 -43.088,83
15. Ertrag aus Verlustübernahme 0,00 43.088,83
16. Jahresüberschuss 3.709.122,29 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Die IPCO Germany GmbH mit Sitz in Fellbach ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgarts unter HRB 761833 eingetragen.

Der Jahresabschluss der IPCO Germany GmbH, Fellbach, für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB §267) über die Rechnungslegung von großen Kapitalgesellschaften in der Rechtsform der GmbH aufgestellt.

Die Gesellschaft hat folgende Standorte:

IPCO Germany GmbH, Standort Fellbach

IPCO Germany GmbH, Standort Göppingen

IPCO Germany GmbH, Zweigniederlassung Ennepetal

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Pflicht zur Angabe der gegenüber dem Gesellschafter bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wird die Gesellschaft durch die Angabe im Anhang gerecht, ebenso der Pflicht zur Angabe der Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 4 und 5 HGB.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurden, die von der IPCO Germany GmbH gehaltenen Patente identifiziert, die grundsätzlich zu Herstellungskosten und, soweit durch Abspaltung übertragen, mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert worden. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte werden nach der linearen Methode pro rata temporis über einen Zeitraum von 15 Jahren planmäßig abgeschrieben. Dieser Zeitraum entspricht dem erwarteten Ertragsrealisierungszeitraum für diese Patente.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem bis zwanzig Jahren.

Der aus einer Abspaltung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde aufgrund einer dauerhaften Wertminderung im Geschäftsjahr 2021 vollständig abgeschrieben.

Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 EUR netto nicht übersteigen, werden unter Anwendung der steuerrechtlichen Regelung nach § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Beim Sachanlagevermögen kamen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

Jahre
Gebäude 8 bis 50
Außenanlagen, Einbauten 10 bis 35
Maschinen und maschinelle Anlagen 3 bis 21
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 23
PC-Equipment 3 bis 8

Geleistete Anzahlungen auf Anlagevermögen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten mit dem letzten Einstandspreis unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Unfertige- und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese fertigungsbedingt sind. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Für schwer gängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennbetrag angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel sowie die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet, die den erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Uneinbringliche Forderungen werden voll abgeschrieben.

Für das allgemeine Kreditrisiko wird im Allgemeinen eine Pauschalwertberichtigung gebildet, die 1 % des Nettowertes der Forderungen nach Abzug der bereits einzelwertberichtigten Forderungen betragen.

Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies nur, falls die Umrechnung einen niedrigeren Betrag ergibt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden im Rahmen der ertragssteuerlichen Organschaft mit der IPCO Germany Holding GmbH auf Ebene der IPCO Germany GmbH nicht angesetzt.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital und die Kapitalrücklage werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte mittels der "Projected-Unit Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der "Projected-Unit Credit-Methode" (PUC Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß der Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin geleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Die Rückstellungshöhe ist unter der Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Hierbei wurde von jährlichen Anpassungen von 3,00 % bei den Entgelten ausgegangen. Für die versicherungsmathematischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Entsprechend der am 17. März 2016 in Kraft getretenen Gesetzesänderung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB werden Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen mit dem von der deutschen Bundesbank ermittelten Durchschnittszins über die vergangenen zehn Jahre (1,83 %) und dem Durchschnittszins über die vergangenen sieben Jahre (1,75 %) beträgt EUR 4.138 (i. Vj. EUR 24.150). Der Unterschiedsbetrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Da im Falle eines Ergebnisabführungsvertrages für den Unterschiedsbetrag keine der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. analoge Regelung besteht, wird der Unterschiedsbetrag an die Muttergesellschaft abgeführt.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert. Weiterhin werden die Vermögensgegenstände gemäß der Saldierungspflicht nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Da sich ein Überhang des Deckungsvermögens über die kapitalgedeckten Pensionsverpflichtungen ergibt, wird dieser unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

In den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Einbeziehung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Lieferverpflichtungen erfolgt auf Vollkosten-Basis.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles bewertet und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies nur, falls die Umrechnung einen höheren Betrag ergibt.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel, der dem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist.

2. Vorräte

In den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen waren zum 31. Dezember 2023 in Auftrag befindliche Bestände von TEUR 34.732 (i. Vj TEUR 50.087) enthalten.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 36.130 (i.Vj. TEUR 28.427) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Verlustübernahme gegen die Gesellschafterin i.H.v. TEUR 22.038 (i. Vj. TEUR 22.038), aus dem Liefer- und Leistungsverkehr i.H.v. TEUR 6.451 (i. Vj. TEUR 1.294) und aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 7.641 (i. Vj. TEUR 5.095).

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sämtliche Posten der sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie zum Vorjahresstichtag, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Im Jahr 2008 wurde die Altersversorgung innerhalb des Sandvik Konzerns auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Der Kapitalkontenplan besteht aus dem Basis- und dem Aufbaukonto. Das Basiskonto bildet das Fundament der betrieblichen Altersversorgung und wird nur mit Beiträgen des Arbeitgebers finanziert. Im Aufbaukonto können die Mitarbeiter durch Entgeltumwandlung selbst Verantwortung für ihre Altersversorgung übernehmen. Die Beiträge zu den Konten werden gebündelt und in Wertpapierfonds investiert. Dieses Fondsvermögen wird über einen CTA (Contractual Trust Arrangement) auf einen unabhängigen externen Träger ausgelagert. Das bis zur Ausgliederung treuhänderisch vom Sandvik Pension Trust e. V., Düsseldorf, verwaltete Vermögen ist im Zuge der Ausgliederung auf die Mercer Treuhand GmbH, Frankfurt, übertragen worden. Dazu wurde der Treuhandvertrag Pensionen zwischen der IPCO Germany GmbH und der Mercer Treuhand GmbH, Frankfurt, zugunsten der Versorgungsberechtigten als Drittbegünstigte im Sinne von §328 Abs. 1 BGB abgeschlossen. Die Fondsanteile dienen nur zur Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen und sind dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Dieses Vermögen wurde mit dem beizulegenden Zeitwert gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Der Erfüllungsbetrag der durch das Vermögen gedeckten Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 2.415 (i. Vj. TEUR 2.809). Zum 31. Dezember 2023 besteht ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von TEUR 295 (i. Vj. TEUR 379). Der Aufwand aus der Aufbzinsung der Verpflichtungen beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 45 (i. Vj. TEUR 78). Der Aufwand aus dem Deckungsvermögen beläuft sich auf TEUR 82 (i. Vj. Ertrag TEUR 167). Dieser Betrag ergibt sich, indem die Veränderung des Zeitwerts des Deckungsvermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr um Zuwendungen zum und Zahlungen aus dem Deckungsvermögen bereinigt wird.

Die Anschaffungswerte des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 2.415 (i. Vj. TEUR 2.809) liegen um TEUR 909 (i. Vj. TEUR 341) unter dem Zeitwert des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 3.324 (i. Vj. TEUR 3.150).

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 und wird zum 31. Dezember 2023 ausschließlich von der IPCO Germany Holding GmbH, Fellbach, gehalten. Das gezeichnete Kapital ist zum 31. Dezember 2023 voll eingezahlt.

Die Kapitalrücklage enthält andere Zuzahlungen des Gesellschafters i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der Jahresüberschuss (TEUR 3.709) wurde mit dem vororganschaftlichen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 23.592 verrechnet.

Nach § 268 Nr. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 6.018 aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 5.109 (i. Vj. 5.815) und der Aktivierung von Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 Nr. 2 HGB zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 909 (i. Vj. TEUR 341). Bei der Ermittlung der ausschüttungsgesperrten Beträge wurde eine Bruttobetrachtung vorgenommen.

6. Pensionsrückstellungen

Die Altersversorgung der Gesellschaft umfasst neben dem beitragsorientierten System zudem Verpflichtungen für Altzusagen, Rentner und unverfallbar Ausgeschiedene, die bereits vor der Einführung des Sandvik Kapitalkontenplans im Jahr 2008 bestanden haben. Der Erfüllungsbetrag dieser Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.415 (i. Vj. TEUR 2.809) liegt unter dem Zeitwert des Deckungsvermögens, so dass ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung bilanziert wurde (siehe Punkt 4).

7. Sonstige Rückstellungen

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 2.129; i. Vj. TEUR 1.845), Restrukturierung (TEUR 1.889; i. Vj. TEUR 241), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 1.466; i. Vj. TEUR 1.449) und Drohverlustrückstellungen (TEUR 341; i. Vj. TEUR 649).

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.525; i. Vj. TEUR 2.484) bestehen, wie zum Vorjahresstichtag, nur aus Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen.

Alle Verbindlichkeiten haben, wie zum Vorjahresstichtag, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen 2023
TEUR
2022
TEUR
< 1 Jahr 1.601 1.649
1 - 5 Jahre 4.478 1.258
> 5 Jahre 0 0
Gesamt 2.048 2.907

Bei den Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

10. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Regionen wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
EU (ohne Deutschland) 12.657 14.209
Amerika 20.442 17.691
Asien 19.429 9.768
Deutschland 25.907 9.374
Übriges Europa 718 933
Afrika 7.812 1.220
Sonstige 98 81
87.064 53.276

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den Tätigkeitsbereichen der Standorte wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
IPCO Germany GmbH, Standort Fellbach & Ennepetal 68.595 48.401
IPCO Germany GmbH, Standort Göppingen 18.469 4.875
87.064 53.276

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterverrechnungen an verbundene Unternehmen (TEUR 1.580; i. Vj. TEUR 115), aus Wechselkursgewinnen (TEUR 476; i. Vj. TEUR 861), aus Sachbezügen (TEUR 278; i. Vj. TEUR 303) und übrige Erträge (TEUR 152; i. Vj. TEUR 542).

12. Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt TEUR 27.342 (i. Vj. TEUR 33.795) und resultiert im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe TEUR 24.944 (i. Vj. TEUR 31.377).

13. Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt TEUR 18.363 (i. Vj. TEUR 16.914) und resultiert aus Löhnen und Gehältern in Höhe von TEUR 15.455 (i. Vj. TEUR 14.289) und sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 2.908 (i. Vj. TEUR 2.625), darunter TEUR 320 (i. Vj. TEUR 309) für Altersversorgung.

14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen insgesamt TEUR 2.728 (i. Vj. TEUR 2.607).

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Vertriebs-, Verwaltungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 20.295 (i. Vj. TEUR 14.398). Darüber hinaus sind Lizenzgebühren und Management Service Fees (TEUR 3.413; i. Vj. TEUR 1.910) erfasst. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Wechselkursverluste belaufen sich auf TEUR 1.268 (i. Vj. TEUR 769). Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sind nicht enthalten.

15. Zinsergebnis

2023
TEUR
2022
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 240 122
(davon aus verbundenen Unternehmen) 158 32
(davon aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen) 82 168
(davon Aufwand/Ertrag aus dem Deckungsvermögen)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -88 -51
(davon an verbundene Unternehmen) -18 -41
(davon aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen)
(davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen) -45 -78
(davon Aufwand/Ertrag aus dem Deckungsvermögen) -24 -167
152 71

D. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im abgelaufenen Geschäftsjahr, ermittelt jeweils per Quartalsende, beträgt:

2023 2022
Angestellte 106 118
Gewerbliche Arbeitnehmer 73 57
179 175

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Markus Mohr, Managing Director der IPCO Germany GmbH

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da durch die Angabe Rückschlüsse auf die Gehälter der einzelnen Geschäftsführer gezogen werden können.

Auf die Angabe der Bezüge der ehemaligen Organmitglieder nach § 285 Nr. 9b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da durch die Angabe Rückschlüsse auf die Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer gezogen werden können.

3. Verträge mit nahestehenden Personen

Mit dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages mit der IPCO Germany Holding GmbH, Fellbach, im Jahr 2018 wurde die ertragssteuerliche Organschaft hergestellt. Gewinne der Gesellschaft werden nach einer vollständigen Verrechnung von vororganschaftlichen Verlustvorträgen, auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages, an die Organträgerin abgeführt.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 fällt ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 165 (i. Vj. TEUR 154) an, welches auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt.

5. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 2.006 (i. Vj. TEUR 1.170), aus Leistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 3.215 (i. Vj. TEUR 2.090) und Zahlungsgarantien in Höhe von TEUR 54 (i. Vj. TEUR 50). Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als gering eingestuft.

Die IPCO Germany GmbH ist seit dem 1. Dezember 2017 in das zentrale Cash-Pooling-System der FAM Gruppe eingebunden. Für hieraus resultierende Verbindlichkeiten haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch mit allen anderen im Cash-Pooling einbezogenen Gesellschaften der FAM Gruppe gegenüber den beteiligten Banken.

Aufgrund der gegenwärtigen und zukünftig erwarteten Ergebnis- und Liquiditätssituation der FAM-Gruppe ist derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vorhanden, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

7. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist eine 100% Tochtergesellschaft der IPCO Germany Holding GmbH, Fellbach. Diese wiederum ist eine 100% Tochter der IPCO AB, Sandviken/Schweden, welche zur FAM AB, Stockholm/Schweden gehört, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der FAM AB erhältlich (Arsenalsgatan 8C, 2nd Floor, Stockholm/Schweden).

Die IPCO Germany GmbH wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der IPCO AB, Sandviken/Schweden, der gemäß den International Financial Reporting Standards aufgestellt wird, einbezogen. Die IPCO AB stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der IPCO AB, 2453-B Västra Verken, 81181 Sandviken/Schweden erhältlich.

8. Ergebnisverwendung

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.709 wird in voller Höhe mit dem vororganschaftlichen Verlustvortrag verrechnet. Eine Gewinnabführung an den Gesellschafter entsprechend dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag kann erst nach Ausgleich des vor Beginn der Organschaft vorhandenen Verlustvortrages erfolgen.

 

Fellbach, 30. März 2024

IPCO Germany GmbH, Fellbach

Markus Mohr

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.009.170,60 0,00 0,00 -250.000,00 9.759.170,60
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.266.005,68 10.510,99 0,00 -1.192.074,28 84.442,39
3. Geschäfts oder Firmenwert 28.309.296,78 0,00 0,00 0,00 28.309.296,78
Immaterielle Vermögensgegenstände, insgesamt 39.584.473,06 10.510,99 0,00 -1.442.074,28 38.152.909,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.142.509,77 0,00 88,44 -81.376,25 5.061.221,96
2. technische Anlagen und Maschinen 19.726.757,60 612.559,43 425.138,89 -5.976.818,80 14.787.637,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.109.815,28 384.213,53 -88,44 -1.459.938,60 3.034.001,77
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 425.138,89 0,00 -425.138,89 0,00 0,00
Sachanlagen, insgesamt 29.404.221,54 996.772,96 0,00 -7.518.133,65 22.882.860,85
68.988.694,60 1.007.283,95 0,00 -8.960.207,93 61.035.770,62
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.194.585,28 705.167,45 -250.000,00 4.649.752,73
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.219.511,46 22.908,21 -1.187.502,82 54.916,85
3. Geschäfts oder Firmenwert 28.309.296,78 0,00 0,00 28.309.296,78
Immaterielle Vermögensgegenstände, insgesamt 33.723.393,52 728.075,66 -1.437.502,82 33.013.966,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.120.384,80 140.560,12 -44.565,06 1.216.379,86
2. technische Anlagen und Maschinen 10.596.817,08 1.537.728,60 -4.300.443,20 7.834.102,48
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.485.762,38 322.416,50 -1.386.900,65 2.421.278,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen, insgesamt 15.202.964,26 2.000.705,22 -5.731.908,91 11.471.760,57
48.926.357,78 2.728.780,88 -7.169.411,73 44.485.726,93
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.109.417,87 5.814.585,32
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.525,54 46.494,22
3. Geschäfts oder Firmenwert 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände, insgesamt 5.138.943,41 5.861.079,54
ok
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.844.842,10 4.022.124,97
2. technische Anlagen und Maschinen 6.953.534,64 9.129.940,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.723,54 624.052,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 425.138,89
Sachanlagen, insgesamt 11.411.100,28 14.201.257,28
16.550.043,69 20.062.336,82

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IPCO Germany GmbH, Fellbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IPCO Germany GmbH, Fellbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IPCO Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 5. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Horn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 18.07.2024 festgestellt.

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