Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 163689
Eingetragen
31.8.2006
Branche
Herstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Bau- und Baustoffmaschinen
Gegenstand
Maschinenbau, insbesondere Herstellung von Greifwerkzeugen für LKW, Kran, Stapler und Bagger.

Historie

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Management

NameRolle
Harald Karl Thum
seit 15.10.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Roland Olbrich
seit 31.8.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lifco ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
PP Greiftechnik GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kinshofer GmbH

Waakirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

A. Vorbemerkung

Unternehmenszusammenfassung

Die Kinshofer GmbH ("Kinshofer" oder "Gesellschaft"), Waakirchen, ist ein international ausgerichtetes, mittelständisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von hydraulisch betätigten Lastaufnahmemitteln spezialisiert hat. Kinshofer ist Marktführer in dem Segment Anbaugeräte für mobile Ladekrane und stark wachsender Anbieter im Segment Anbaugeräte für Bagger und Umschlagmaschinen. Das 1971 am südlichen Rand von München gegründete Stammwerk ist heute Mittelpunkt einer Firmengruppe, die an neun Standorten im In- und Ausland ca. 350 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftskonzept

"Innovativster Anbaugeräte-Systemanbieter für mobile Krane und Baumaschinen."

Kinshofer entwickelt, produziert und vertreibt Anbaugeräte für mobile Krane und Bagger/Umschlagmaschinen. Geräte aus dem Hause Kinshofer sind weltweit zu einem Begriff für Qualität und Zuverlässigkeit geworden. Kinshofer steht für robuste Arbeitswerkzeuge, die das Be- und Entladen von Fahrzeugen und den Umschlag von Baustoffen und anderen Gütern erheblich beschleunigen. Ob am Ladekran oder Bagger, Anbaugeräte von Kinshofer verbessern deutlich die Einsatzvielfalt und die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Trägergeräte. Durch innovative Produkte, hohe Qualität, guten Service und kurze Lieferzeiten bindet Kinshofer seine Kunden langfristig an sich.

B. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftsklima

Der ifo Index für die Weltwirtschaft war im III. Quartal auf 95,0 Punkte gefallen. Das ist der schlechteste Wert seit dem dritten Quartal 2013. Er liegt nun leicht unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 95,5. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage haben sich nur leicht verschlechtert. Die Konjunkturerwartungen wurden allerdings stark nach unten korrigiert. Der weltwirtschaftliche Aufschwung erhält einen Dämpfer.

Das ifo Wirtschaftsklima trübte sich in allen Regionen ein. In Nordamerika liegt der ifo Index mit 101,3 Punkten trotz des Rückgangs weit über seinem 15-Jahres-Durchschnitt von 90,1. In Asien dagegen bleibt er mit 93,9 nur knapp über dem langfristigen Durchschnitt. Vor allem aus Japan und China kommen wieder leichte Bremssignale. In Europa und den GUS-Staaten war der Rückgang des ifo Wirtschaftsklimas sehr ausgeprägt. Während der ifo Index für Europa nur leicht unter dem Durchschnitt liegt, bilden die GUSStaaten gemeinsam mit Lateinamerika das Schlusslicht. In beiden Regionen ist das ifo Wirtschaftsklima so unterkühlt wie zuletzt vor fünf Jahren. Steigende Zinsen werden im Wesentlichen nur in den USA im Laufe der nächsten sechs Monate erwartet. Im weltweiten Durchschnitt wird mit einer Aufwertung des US Dollar gerechnet.

Geschäftsklima

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Dezember auf 105,5 Punkte gestiegen, von 104,7 im Vormonat. Die positiven Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage sind unverändert geblieben. Der Ausblick auf die kommenden Monate hat sich weiter aufgehellt. Fallende Ölpreise und ein sinkender Eurokurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut verbessert. Die Bewertung der guten Geschäftslage wurde nur leicht zurückgenommen. Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr drehten nach drei Monaten wieder ins Positive. Eine stützende Kraft bleibt der Export.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima minimal verschlechtert, bleibt jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Sowohl bei der aktuellen Lage als auch den Erwartungen nahmen die Baufirmen ihre guten Einschätzungen leicht zurück.

Branchenentwicklung

Kinshofer-Produkte kommen in den unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz, wobei die Baubranche für Kinshofer mit Abstand am wichtigsten ist.

Nach sieben Jahren tiefer Krise, in der der Markt 21% des Volumens verloren hat und nach einem weiteren negativen Jahr 2013 (-2,7%), bestätigt EUROCONSTRUCT, dass 2014 das erste Jahr der Erholung im Baugewerbe ist. Das Wachstum dürfte moderat im Jahr 2014 (+ 1%) ausfallen, sollte sich aber in der nahen Zukunft zu festigen. Für 2015 wird mit +2,1% und in den folgenden zwei Jahre mit +2,2% gerechnet.

Nach den neuen Schätzungen werden alle drei Hauptsegmente im Baumarkt kurz- bis mittelfristig, jedoch mit einigen Besonderheiten, wachsen.

Auf makroökonomischer Ebene ist Osteuropa eine treibende Kraft auf dem Markt, mit entsprechenden Wachstumsraten im Jahr 2014 (+ 4,8%) und in den nächsten zwei Jahren (+ 3%). Das Wachstum in Frankreich, Italien und Spanien wird weiterhin abnehmen. In Deutschland wird sich das Wachstum in naher Zukunft zu verlangsamen. In Großbritannien boomt der Wohnungsmarkt wieder (+ 16% neue Investitionen im Jahr 2014) wobei mit einer Verlangsamung in den kommenden drei Jahren gerechnet wird.

Der von der nordamerikanischen Vereinigung NAHB (National Association of Home Builders) errechnete Indikator HMI (Housing Market Index) überschritt im Sommer 2012 die bisherige Topmarke von 39 indexpunkten von Februar 2007 und liegt aktuell bei 57 Indexpunkten.

Trotz der aktuell äußerst schwierigen Entwicklung in der Transportwirtschaft zeichnet sich mittel- bis langfristig ein positiver Trend ab. Die OECD geht von einem nachhaltigen Anstieg des Transportvolumens aus und erwartet, dass sich das Transportverhältnis Lkw zu Bahn über alle Regionen und Märkte hinweg zugunsten des LKW entwickeln wird.

Die Recyclingmengen variieren weltweit je nach Konsummuster des jeweiligen Landes. In Europa hat sich das durchschnittliche Volumen an Recyclingabfall innerhalb der vergangenen 15 Jahre verdoppelt. Der Anteil an wiederverwertetem Material ist in diesem Zeitraum von 11 auf 24 Prozent gestiegen.

Wettbewerb

Kinshofer ist mit seinen Stammprodukten, Anbaugeräte für LKW-Ladekrane, Weltmarktführer. Bei den bedeutenden Herstellern von LKW-Ladekränen ist Kinshofer OEM. Die in diesem Bereich tätigen Mitbewerber sind eine größere Anzahl von meist kleineren Herstellern.

Kinshofer profitierte in diesem Marktumfeld von seiner Stärke. Einerseits bilden die solide finanzielle Basis und die gute Kostenstruktur ein starkes Fundament, um kurzfristige Tiefs überstehen zu können, ohne die Flexibilität und Marktaktivität einzuschränken. Kinshofer nutzte diesen Vorteil, um durch zielgerichtete Aktivitäten Marktanteile zu gewinnen, strategische Akquisitionen zu tätigen und wachstumsorientierte Partnerschaften einzugehen. Andererseits verfügt Kinshofer über eine technologisch ausgereifte und diversifizierte Produktpalette, ein großes Händlernetzwerk, ausgeprägte Service-Strukturen und hoch qualifizierte Mitarbeiter. Dies trägt zum Ausgleich regionaler wie auch produktspezifischer Marktentwicklungen bei und stärkt die Kundenbindung, da Kinshofer als langfristiger verlässlicher Partner wahrgenommen wird.

Kunden und Lieferanten

Kunden: Der Kinshofer-Vertrieb erfolgt zum einen über die Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe und zum anderen über die Kran- und Bagger-Hersteller sowie unabhängige Händler weltweit.

Lieferanten: Die Versorgung von Kinshofer ist ein wesentlicher Aspekt für die Geschäftsentwicklung. Der Materialaufwand ist die größte Kostenposition im Unternehmen. Die Lieferqualität, die sich in Zeiten überhitzter Nachfrage als Engpass darstellte, befand sich 2014 unverändert auf hohem Niveau.

C. Geschäftsverlauf

Kinshofer als international ausgerichtetes Unternehmen mit einem Exportanteil von über 60 % ist von der Entwicklung der Weltwirtschaft direkt betroffen. Bei einem schwierigen Marktumfeld konnte Kinshofer 2014 einen Umsatz von 53,8 Mio EUR und ein EBIT von 7,2 Mio. EUR ausweisen. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 6,4%, sowie eine Verdoppelung beim EBIT. Verursacht wurde dieser Anstieg beim EBIT unter anderem durch die positive Entwicklung bei den Fremdwährungen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein um 3,6 Mio EUR höheres EBIT erzielt.

Einkaufspreise für Material, insbesondere Stahl, waren im Berichtszeitraum konstant. Von Lieferanten gewünschte Preiserhöhung konnten aufgrund längerer Liefervereinbarungen großteils vermieden werden. Zukünftig werden diese jedoch nicht gänzlich zu verhindern sein

Produktion

Am Fertigungsstandort in Marienstein verfügt Kinshofer mit den Bereichen Teilefertigung, Hydraulik und Endmontage über Kapazitäten zur Fertigung kompletter Anbaugeräte mit Drehmotoren. Die Produktion mit hohen Personalkosten, aber auch hohem Effizienz- und Know-how-Niveau, konzentriert sich zunehmend auf Einzelfertigung, kleine Serien, Entwicklung, Prototypenbau, Dauertests, neue Technologien wie z.B. Wirbeln für HPX-Technologie.

Das Thema "make or buy" wird in der Kinshofer GmbH permanent überprüft. Langfristig sollen nur die Kernkompetenzen wie Schweißen, Endmontage und Qualitätskontrolle, Prototypenbau/Entwicklung und neue bzw. wettbewerbsentscheidende Fertigungstechnologien im Hause bleiben.

Forschung und Entwicklung

Kinshofer hat sich zum Ziel gesetzt, der innovativste Anbaugeräte-Systemanbieter für mobile Ladekrane und Baumaschinen zu werden. Um die momentane Marktposition im Kransegment halten zu können, aber auch um die geplanten Ziele im Baumaschinensegment erlangen zu können, wird die bestehende Produktpalette ständig weiterentwickelt.

Die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit im Jahr 2014 lagen auf der Weiterentwicklung bzw. Vervollständigung der Kinshofer-Produktpalette.

Investitionen

Wesentliche Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen wurden in folgender Höhe realisiert:

  TEUR
Software 153
Grundstücke und Bauten 109
Maschinen, technische Anlagen 68
Betriebs- und Geschäftsausstattung 403
Gesamt 733

Die Finanzierung der Investitionen und des Umlaufvermögens erfolgte aus eigenen und fremden Mitteln.

Für das Geschäftsjahr 2015 sind, neben Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen keine nennenswerten Investitionen vorgesehen.

Personalbereich

Im Geschäftsjahr 2014 wurden in der Kinshofer GmbH durchschnittlich 143 Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt verteilten:

Lohnempfänger 75
Gehaltsempfänger 68

Hiervon waren 7 Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 12 Auszubildende beschäftigt. Kinshofer bildet traditionell in den Berufen Feinwerkmechaniker/in - Fachrichtung Maschinenbau, Technische Produktdesigner/in, Bürokaufmann/-frau und Kauffrau/-mann für Büromanagement aus.

Umweltschutz

Kinshofer setzt keine Produktionsverfahren ein, die besondere Umweltbelastungen verursachen. Soweit Nassreinigung erforderlich ist, erfolgt die Behandlung entweder in einem geschlossenen Spülmittelkreislauf oder unter Verwendung umweltschonender Reinigungsmittel. Die Lagerung, Verarbeitung und Entsorgung von potenziell umweltbelastenden Stoffen erfolgt unter Beachtung der geltenden Vorschriften.

D. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Kinshofer GmbH zum 31. Dezember 2014 beträgt TEUR 39.987 (Vorjahr TEUR 38.336) und erhöhte sich demnach um 4,3%.

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % oder 1.076 TEUR reduziert. Wobei sich die immateriellen Vermögensgegenstände um 2 TEUR auf 898 TEUR und die Sachanlagen um 11 TEUR auf 2.475 TEUR erhöht und die Finanzanlagen um 1.090 TEUR auf 28.184 TEUR reduziert haben.

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich in Relation zum Gesamtvermögen um 26,9 % erhöht. Hierbei haben sich die Vorräte (516 TEUR), die Forderungen gegen externen Kunden (87 TEUR), die sonstigen Vermögensgegenstände (200 TEUR)und die Liquiden Mittel (4.647 TEUR) erhöht und die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen (-2.699 TEUR) und die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (-23 TEUR) verringert.

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 4.655 und setzt sich zusammen aus dem Stammkapital (TEUR 700) und der Kapitalrücklage (TEUR 3.955). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 11,6 % (Vorjahr 12,1%).

Die Passivseite zeigt einen Aufbau sowohl bei den Rückstellungen in Höhe von 1.543 TEUR als auch bei den Verbindlichkeiten in Höhe von 1.162 TEUR. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten setzt sich zusammen aus einer Reduzierung bei den Verbindlichkeiten gegenüber externen Lieferanten (-160 TEUR) und der Erhöhung den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber verbundenen Unternehmen (121 TEUR), den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (TEUR 1.170), und den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 31).

Kurzbilanz in TEUR

Stichtag 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
Anlagevermögen 27.678 28.184 27.108
Umlaufvermögen 11.168 10.151 12.879
Summe Vermögen 38.846 38.336 39.987
Eigenkapital 4.655 4.655 4.655
Fremdkapital 34.191 33.681 35.333
Summe Kapital 38.846 38.336 39.987

Finanzlage

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfond entspricht der Bilanzposition Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfond beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.747 (Vorjahr TEUR 99). Darüber hinaus bestehen nur Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Forderungen und Verbindlichkeiten im Cash-Pool der Konzernmutter Lifco AB.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2014 auf 4.162 TEUR nach 2.609 TEUR im Vorjahr. Die Veränderung zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Forderungen zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit 391 TEUR über dem Vorjahreswert in Höhe von -1.154 TEUR. Neben Investitionen in das materielle Anlagevermögen in Höhe von 733 TEUR wurden Ausleihungen an verbundene Unternehmen um insgesamt 1.090 TEUR reduziert.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich von -1.500 TEUR im Vorjahr auf 95 TEUR im Geschäftsjahr 2014 erhöht. Dies steht im Wesentlichen mit der Rückführung des Darlehens der Konzernmutter, Lifco AB, im Vorjahr in Verbindung.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2014 53.753 TEUR und stiegen somit im Vergleich zum Vorjahr mit 50.501 TEUR um 6,4% an. Hauptsächlich wurde der Umsatz mit Standardprodukten für Kran und Bagger (ca. 60%) erzielt. Darüber hinaus wurden ca. 16 % mit Geräten in der Abbruch- und Schrottindustrie, ca. 19 % mit Ersatzteilen und ca. 5 % mit Sonderkonstruktionen umgesetzt.

Die Materialaufwendungen stiegen im Verhältnis zum Umsatzanstieg nur um 1,6 % auf 33.791 TEUR.

Die Personalkosten erhöhten sich um 2,4% von 8.459 TEUR im Geschäftsjahr 2013 auf 8.663 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 1,2% oder 55 TEUR auf 4.528 TEUR, was hauptsächlich durch die im Vorjahr angefallenen Kursverluste verursacht wurde.

Dies führte dazu, dass sich das EBIT von 3.599 TEUR im Vorjahr auf 7.213 TEUR im Geschäftsjahr 2014 verdoppelte.

E. Risikobericht

Kinshofer ist sich bewusst, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und Ausbau von Wettbewerbsvorteilen liefert. Ziel ist es, durch einen systematischen Ansatz ein frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken zu ermöglichen, um so pro-aktiv auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Die Basiskomponenten des Risikomanagementsystems sind standardisierte konzernweite Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme.

Risiken

Die aktuelle Risikosituation von Kinshofer ist stark von den marktseitigen Entwicklungen geprägt. Die Schuldenkrise in Europa beeinflusst die Auftragslage noch immer. Kinshofer konnte 2014 einen Großteil der bestehenden Kapazitäten auslasten, wobei noch immer Überkapazitäten zur Verfügung stehen um auf weitere Erholungen im Markt schnell und flexibel reagieren zu können. Sollte es zu einem erneuten Einbruch in der Marktnachfrage kommen, wird erneut die Anpassung der Abnahmemengen bei Lieferanten und der Personalressourcen nötig.

Externe Risiken

Ökonomische Entwicklung: Die weltweite Wirtschaftskrise hat gezeigt welche Risiken auch für Kinshofer bei einer derartigen Entwicklung bestehen. Die Schuldenkrise in Europa und die damit verbundene Unsicherheit der Märkte führte zu volatileren Auftragseingängen und spiegeln sich auch in der teilweisen geringeren Auslastung der Produktion wieder. Deutschland als Wachstumslokomotive in Europa ist auch für Kinshofer ein wichtiger Ansatzmarkt. Ein starker Rückgang der Marktnachfrage in Deutschland hätte auch für Kinshofer erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Diesem Einfluss der konjunkturellen Lage auf die Risiko- und Chancensituation begegnet Kinshofer mit flexibleren Wertschöpfungsprozessen, angepasst an die jeweilige Marktsituation. Sollte der Auftragseingang in den Kernmärkten von Kinshofer zurückgehen, ist dennoch mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis zu rechnen. Überkapazitäten im Bereich Personal und Maschinen sowie hohe Lagerbestände stellen bei anhaltender negativer Marktentwicklung ein erhöhtes Kosten- und Liquiditätsrisiko dar.

Eine mögliche rückläufige Entwicklung der Gewinnsituation stellt auch für ein gut positioniertes Unternehmen wie Kinshofer ein wirtschaftliches Risiko dar. Darüber hinaus besteht grundsätzlich das bilanzielle Risiko, dass einzelne immaterielle Wirtschaftsgüter an eine geänderte Bewertung angepasst werden müssten oder Investitionen könnten sich nicht wir geplant amortisieren.

Auch die Geschäftspartner von Kinshofer sind von den schlechten Marktbedingungen betroffen. Händler und Lieferanten, die wichtige Erfolgsfaktoren darstellen, könnten in finanzielle Schwierigkeiten geraten und in Folge, ihre Vereinbarungen nicht erfüllen. Bei einer schnellen Erholung der Märkte wird die Finanzierung des Wachstums bei Lieferanten und Händlern ebenfalls zu einer Herausforderung.

In einigen Märkten sind die Endkunden von Kinshofer mit weiterhin niedriger Nachfrage seitens der Logistik- und Bauindustrie sowie mit der Finanzierungsknappheit der Banken konfrontiert was zu einer Verringerung des Marktvolumens führt. Das reduzierte Marktvolumen betrifft auch die Mitbewerber und könnte zu einem erhöhten Preisdruck führen, der die erzielbaren Deckungsbeiträge belastet. Obwohl Kinshofer gut am Markt positioniert ist, würde diese mögliche Entwicklung ein Risiko darstellen.

Politische Entwicklung : Die wirtschaftlichen Entwicklungen führen auch zu politischen Veränderungen, die einerseits geänderte rechtliche Rahmenbedingungen und andererseits neue wirtschaftspolitische Ausrichtungen einzelner Länder mit sich bringen kann. Durch politische Unruhen in einzelnen Ländern könnte das Risiko bestehen, Absatzmärkte zu verlieren und bereits gebundenes Kapital abschreiben zu müssen.

Soziale Entwicklung: Die Ausbreitung der "Neuen Grippe" hat gezeigt, dass auch in Industriestaaten das Risiko einer Pandemie evident ist. Einflüsse wie der Ausfall von Mitarbeitern oder die notwendige Einschränkung von Reisetätigkeiten werden ernst genommen. Entsprechende Vorsorgemaßnahmen werden getroffen.

Strategische Risiken

Mit den strategischen Leitlinien Innovation, Internationalisierung und Diversifikation wird das Ziel verfolgt die Abhängigkeit von einzelnen Produktsegmenten und Märkten zu reduzieren und die Kostenstruktur zu optimieren. Trotz fortgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen werden die langfristigen Zielsetzungen nicht außer Acht gelassen. Das bedeutet einerseits, aktiv Marktchancen zu nutzen und attraktive Ziele nach eingehender Prüfung zu übernehmen, andererseits werden Kapazitäten und Ressourcen für zu den erwartenden Aufschwung vorgehalten. Diese Vorgehensweise birgt bei anhaltend schlechten Marktbedingungen ein gewisses Verlustrisiko.

Interne Risiken

Entwicklung: Kinshofer steht vor der Herausforderung, seine Technologieführerschaft in der Branche regelmäßig zu beweisen und Neuentwicklungen an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Märkte anzupassen. Dies wird durch die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb gewährleistet.

Die Entwicklungsarbeit hat grundlegende Auswirkungen auf die Kostenstruktur zukünftiger Serienfertigung. Hohe Komplexität der Produkte bedeutet auch hohe Komplexität in der Wertschöpfung und damit hohe Kosten. Das Zusammenspiel der Entwicklungsabteilung mit den nachfolgenden Wertschöpfungsstufen Beschaffung und Produktion optimiert diesen Prozess. Wichtige Innovationen sind durch Patente abgesichert. Sämtliche vertrauliche Informationen im Unternehmen sind vor unerlaubten Zugriff geschützt.

Beschaffung : Durch intensive Lieferantenkontakte werden benötigte Materialien und Mengen abgesichert und Anzeichen für Qualitäts-, Termin- und Abhängigkeitsrisiken frühzeitig identifiziert. Durch die Materialdisposition werden intern Produktion und Einkauf miteinander abgestimmt und gewährleisten die ausreichende Versorgung des Herstellungsprozesses.

Produktion: Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen liegen in der Fertigung und Montage, das Risiko einer Betriebsunterbrechung hat direkten Einfluss auf das Unternehmensergebnis. Durch die Erneuerung des Maschinenparks, wird dieses Risiko kontinuierlich reduziert.

Die hohe Qualität von Kinshofer-Produkten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Gerade in Zeiten geringer Nachfrage ist es entscheidend weiterhin qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Kinshofer ist seit Jahren nach ISO 9001 zertifiziert und als Schweißfachbetrieb anerkannt. Die turnusgemäße Zertifizierung erfolgt alle 3 Jahre und wurde 2013 erneut überprüft. Trotz dieser systematischen Arbeitsweise können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Daraus entstehende Verluste sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Verluste durch Unterbrechung der Energieversorgung, technisches Versagen, Feuer, Explosion und andere Störfälle sind durch Versicherungen angemessen abgedeckt.

Finanz- und Rechnungswesen: Hinsichtlich des Bonitätsrisikos ist ein konsequentes Forderungsmanagement installiert. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, können bei Bedarf einzelne Forderungen zusätzlich kreditversichert werden.

Liquiditätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch laufende Überwachung der Ein- und Auszahlungen und durch eine kontinuierliche Liquiditätsbedarfsplanung.

Personal: Kinshofer sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichsten Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Spezielle Förderprogramme und eine laufende Mitarbeiterbeurteilung unterstützen die Sicherung zukünftig notwendiger Personalressourcen. Darüber hinaus wird ein hohes Augenmerk darauf gelegt, dass hoch qualifizierte Facharbeiter und Schlüsselmitarbeiter dem Unternehmen erhalten bleiben und auch in Zeiten geringer Auslastung motiviert und zuverlässig an der Erreichung der Kinshofer Ziele arbeiten.

In Deutschland besteht das Modell der Kurzarbeit zur Flexibilisierung der Arbeitszeit der Mitarbeiter. Diese Maßnahme ist jedoch nur zur Überbrückung von temporären Überkapazitäten sinnvoll. Sollte sich die Marktnachfrage verschlechtern, könnten notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Kapazität erst mit entsprechender Verzögerung getroffen werden.

Informationstechnologie: Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Ein Ausfall dieser Systeme stellt ein Risiko dar. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewertet und weiter optimiert wird. Zudem hat Kinshofer technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um die Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren.

Zusammenfassung: Abgesehen von konjunkturellen Unwägbarkeiten sind derzeit keine weiteren Risiken erkennbar, welche die Vermögens- bzw. Ertragslage von Kinshofer im laufenden Jahr wesentlich belasten könnten. Der Fortbestand von Kinshofer ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

Chancen

Neben den Risiken, denen die Kinshofer ausgesetzt ist, bieten sich auch zahlreiche Chancen.

Durch die eigene Entwicklung innovativer Produkte und deren hohen Qualität bestehen erhebliche Wachstumschancen die über dem Marktumfeld liegen. Hervorragend ausgebildete, motivierte und loyale Führungskräfte und Mitarbeiter, sowie eine stabile finanzielle Basis in der Lifco Gruppe ermöglichen es, sich ergebende Chancen auch zukünftig erfolgreich zu nutzen.

F. Ausblick auf das laufende Jahr

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird sich geringfügig beschleunigen, bleibt aber schwach. Es wird im ersten und zweiten Quartal 2015 jeweils 0,3 Prozent betragen, nach 0,2 Prozent im vierten Quartal 2014. Das sagen die drei Forschungsinstitute ifo, INSEE und ISTAT aus München, Paris und Rom voraus. Hinter den Durchschnittszahlen für 2015 stehen große Unterschiede: Für Deutschland und Spanien erwarten die Institute robustes Wachstum, für Frankreich ein gemäßigtes und für Italien eine schwache Entwicklung.

Die Expansion beruht vor allem auf binnenwirtschaftlichen Faktoren. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich langsam verbessern. Der private Verbrauch wird getragen von einer verhaltenen Dynamik der Löhne und Gehälter sowie einer sehr niedrigen Inflation, die sich aus dem starken Rückgang der Ölpreise ergibt und einen Anstieg der verfügbaren Einkommen zu Folge hat. Die Investitionen werden sich 2015 erholen, getrieben von besseren Finanzierungsbedingungen und einer zunehmenden Nachfrage aus dem In- und Ausland. Unter der Annahme, dass sich der Preis für ein Fass Rohöl bei 56 US-Dollar und der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar bei 1,21 stabilisieren wird, dürfte die Inflationsrate im ersten Quartal bei 0,1 Prozent und bei 0,2 im zweiten liegen.

Die Risiken für diese Prognose sind zahlreich. Zu einer positiveren Entwicklung könnte ein weiterer Rückgang des Ölpreises und des Euro-Dollar-Wechselkurses beitragen. Abwärtsrisiken gehen mit der Wahl in Griechenland und den damit verbundenen möglichen Folgen für die Stabilität des Euroraums einher.

Die konjunkturelle Entwicklung bleibt für Kinshofer der wesentliche Einflussfaktor für den Geschäftsverlauf im Jahr 2015. Kinshofer hat mit der Anpassung der Kostenstrukturen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft auch bei einem unsicheren Marktumfeld gestellt.

Für das Jahr 2015 sind wir vorsichtig optimistisch. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, wird für das Geschäftsjahr 2015 einem Umsatz von 54 Mio. und einem EBIT von 7 Mio. EUR gerechnet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31. Dezember 2014 haben sich bis zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Lageberichts nicht ergeben.

 

Waakirchen, den 26. Januar 2015

gez. Thomas Friedrich

Bilanz

Aktiva

  EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögengegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 867.346,00 886
2. geleistete Anzahlungen 30.716,00   10
    898.062,00 896
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 811.635,00   809
2. technische Anlagen und Maschinen 592.504,00   675
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.070.390,00   979
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   0
    2.474.529,00 2.463
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.720.839,27   19.721
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.014.642,65   5.105
    23.735.481,92 24.826
    27.108.072,92 28.185
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.367.227,00   1.333
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.184.239,00   762
3. fertige Erzeugnisse und Waren 95.575,90   30
4. geleistete Anzahlungen 148.081,38   154
    2.795.123,28 2.279
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.237.105,22   2.150
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.839.522,87   5.539
3. sonstige Vermögensgegenstände 248.486,60   49
    5.325.114,69 7.738
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   4.746.778,75 99
    12.867.016,72 10.116
C. Rechnungsabgrenzungsposten   12.186,14 35
    39.987.275,78 38.336

Passiva

     
 
EUR

EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 700.000,00   700
II. Kapitalrücklage 3.954.632,39   3.955
    4.654.632,39 4.655
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 654.442,00   670
2. sonstige Rückstellungen 1.542.616,00   1.038
    2.197.058,00 1.708
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00   0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 535.256,10   695
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.360.524,93   25.240
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 7.072.487,18   5.902
5. sonstige Verbindlichkeiten 167.317,18   136
davon aus Steuern: EUR 79.862,95 (Vorjahr: TEUR 86)   33.135.585,39 31.973
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.975,46 (Vorjahr: TEUR 5)      
    39.987.275,78 38.336

Gewinn- und Verlustrechnung

  EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse   53.752.849,40 50.500
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   503.327,51 -276
3. sonstige betriebliche Erträge   634.069,18 289
4. Materialaufwand:      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.736.124,19   33.017
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 55.208,77   230
    33.791.332,96 33.247
5. Personalaufwand:      
a) Löhne und Gehälter 7.302.595,81   7.040
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.360.419,55   1.384
davon für Altersversorgung: EUR 162.689,14 (Vorjahr: TEUR 168)   8.663.015,36 8.424
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   685.301,81 647
7. sonstige betriebliche Aufwendungen   4.527.728,61 4.583
8. Erträge aus Beteiligungen   636.272,49 30
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 636.272,49 (Vorjahr: TEUR 30)      
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   43.707,60 49
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   0,00 94
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.158.632,17 1.257
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.127.099,50 (Vorjahr: TEUR 1.174)      
davon Aufwendungen aus Aufzinsung: EUR 30.305,00 (Vorjahr: TEUR 34)      
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   6.744.215,27 2.340
13. außerordentlicher Ertrag   0,00 29
14. außerordentliches Ergebnis   0,00 29
15. sonstige Steuern   10.421,60 8
16. Aufgrund eines Ergebnisabfürungsvertrags abgeführte Gewinne   6.733.793,67 2.361
17. Jahresüberschuss   0,00 0

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Kinshofer GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angabe zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1 Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Für Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden die Jahresabschreibungssätze pro rata temporis angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten weniger als EUR 150 betragen, werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ferner werden diese im Zugangsjahr als Abgang behandelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 150 betragen jedoch weniger als EUR 1,000 werden linear auf 5 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bei Vorliegen dauerhafter Wertminderungen angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei der Ermittlung des durchschnittlichen Preises wird wegen der kontinuierlichen Wiederbeschaffung der gewogene Durchschnittspreis zugrunde gelegt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus Materialkosten und Bearbeitungskosten. Die Materialkosten werden mit dem durchschnittlichen Einkaufspreis, zuzüglich der Materialgemeinkosten berechnet. Die Bearbeitungskosten ergeben sich nach Arbeitsfortschritt durch die entsprechenden Fertigungslöhne, zuzüglich der Fertigungsgemeinkosten.

Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Absatzmarkt ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden nach kaufmännischer Beurteilung angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Im Erfüllungsbetrag sind künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt worden, die im voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt zu einer wirtschaftlichen Belastung des Unternehmens führen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach einem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den Richttafeln 2005G von Heubeck, der Annahme eines Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, von 4,58 % p.a.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgte gemäß dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Aufwendungen und Erträge werden verursachungs- und periodengerecht erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im Anlagenspiegel dargestellt, der in der Anlage zum Anhang ersichtlich ist.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere die Anteile an der Demolition and Recycling Equipment B.V., Niederlande (TEUR 6.571), der Kinshofer France S.a.r.l., Frankreich (TEUR 1.503), der Kinshofer Liftall Inc., Kanada (TEUR 335), der Mars Greiftechnik GmbH, Österreich (TEUR 316), der Darda Kinshofer Construction Machinery Co. Ltd., China (TEUR 31), der Kinshofer Aponox Oy, Finnland (TEUR 16), der RF-System Holding AB, Schweden (TEUR 10.913) und der Kinshofer USA Inc., USA (TEUR 36).

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die Kinshofer Liftall Inc., Kanada ( TEUR 690), die Kinshofer USA Inc., USA (TEUR 757) und die Kinshofer Aponox Oy, Finnland (TEUR 3.325).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.237 2.150
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.840 5.539
3. Sonstige Forderungen 248 49
  5.325 7.738

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war keine Forderung gegen einen einzelnen Kunden über TEUR 500.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Kinshofer CZ s.r.o., Tschechien, in Höhe von TEUR 1.566, die Kinshofer Liftall Inc., Kanada, in Höhe von TEUR 325, die Kinshofer UK Ltd., England, in Höhe von TEUR 287, die Kinshofer Aponox Oy, Finnland, in Höhe von TEUR 211, die Kinshofer France Sarl, Frankreich, in Höhe von TEUR 187, die Mars Greiftechnik GmbH, Österreich, in Höhe von TEUR 103, die Demolition and Recycling Equipment BV, Niederlande, in Höhe von TEUR 79, die Demolition and Recycling Tool Rentals GmbH, Waakirchen, in Höhe von TEUR 51,die Kinshofer 'USA Inc., USA, in Höhe von TEUR 18 und die RF System AB, Schweden, in Höhe von TEUR 13.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. die debitorischen Kreditoren (TEUR 241) und die Erstattungsansprüche gegen das Finanzamt (TEUR 5) enthalten.

Aktive Rechnungsabgrenzungen

Die Bilanzposition enthält vor allem bereits für das Jahr 2015 geleistete Werbekosten in Höhe von TEUR 9, und Wartungskosten in Höhe von TEUR 2.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 700.000,00 Euro und ist vollständig einbezahlt.

Rückstellungsspiegel

Stand 31.12.2013
TEUR
Inanspruch. nahme
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Stand 31.12.2014
TEUR
1. Rückstellungen für Pensionen 670 46 0 30 654
2. Sonstige Rückstellungen          
Rückstellungen für Gewährleistungen 255 135 0 149 269
Personalrückstellungen 657 652 5 951 951
Sonstige Rückstellungen 126 126 0 323 323
  1.038 913 5 1.423 1.543
  1.708 959 5 1.453 2.197

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen enthalten Pensionsverpflichtungen (TEUR 654).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen im Personalbereich (TEUR 951), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 269), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften von Lieferanten und Kunden (TEUR 200), Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (TEUR 100) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 23).

Verbindlichkeitenspiegel   davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2014
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
von mehr als fünf Jahren
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(Vorjahr: 0 0 0 0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 535 535 0 0
(Vorjahr: 695 695 0 0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.361 25.361 0 0
(Vorjahr: 25.240 25.240 0 0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.072 7.072 0 0
(Vorjahr: 5.903 5.903 0 0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 167 167 0 0
(Vorjahr: 136 136 0 0)
  33.135 33.135 0 0
(Vorjahr: 31.974 31.974 0 0)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Ein durch die Muttergesellschaft, Lifco AB in Schweden geschlossenes Rahmenabkommen stellt eine Kontokorrentlinie in Höhe von 27.000 TEUR sicher.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Lifco AB, Schweden, (TEUR 25.095) und Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen gegenüber der Demolition and Recycling Equipment BV, Niederlande (TEUR 147), der Kinshofer Aponox OY, Finnland (TEUR 110), der Kinshofer Liftall Inc., Kanada (TEUR 8) und der Kinshofer UK Ltd., England (TEUR 1).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Es bestehen Verbindlichkeiten gegen die Alleingesellschafterin PP Greiftechnik GmbH, Waakirchen aus dem Finanzverkehr in Höhe von TEUR 7.072 (Vorjahr TEUR 5.903).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den Ausweis der kreditorischen Debitoren (TEUR 82) und Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt (TEUR 80).

Latente Steuern

Die Latenten Steuern der Organgesellschaft Kinshofer GmbH sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin PP Greiftechnik GmbH ausgewiesen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der PP Greiftechnik GmbH erfasst.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft erzielte folgende Umsatzerlöse aufgeteilt nach Regionen:

  2014
TEUR
2013
TEUR
Deutschland 17.713 16.814
Österreich 9.871 10.071
Großbritannien 5.813 5.585
Niederlande 4.865 6.024
Nordamerika 4.343 4.456
Frankreich 2.878 1.966
Finnland 991 1.597
United States of Amerika 864 0
Schweden 838 307
Tschechien 798 855
Schweiz 764 671
Dänemark 701 254
Norwegen 568 50
Italien 486 205
Belgien 421 144
Australien 378 102
Saudi Arabien 257 250
Polen 183 140
Neuseeland 157 266
Nigeria 105 0
Rumänien 86 22
Israel 85 31
Indonesien 76 121
Luxemburg 70 73
Indien 51 0
Ungarn 44 27
Türkei 43 38
Litauen 35 0
Singapur 33 30
Hong Kong 31 22
Japan 21 33
Spanien 18 46
Vereinigte Arabische Emirate 14 60
Rest von Europa 69 61
Rest der Welt 83 122
Gesamt 53.753 50.501

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen:

  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
1. Wechselkursgewinne 366 41
2. Erträge aus Lizenzen 71 59
3. Erträge aus dem Kantinenbetrieb 40 44
4. Erträge aus Anlagenabgängen (Buchgewinn) 38 9
5. Erträge aus berechneten Sachbezügen 24 24
6. Versicherungserstattungen 23 7
7. Erträge aus der Abfallverwertung 23 0
8. Auflösung von Rückstellungen 5 20
9. Mieterträge 0 34
10. Verschmelzungsertrag KVT GmbH 0 30
11. Übrige sonstige betriebliche Erträge 44 21
  634 289

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
1. Kosten der Warenabgabe 1.052 1.071
2. Rechts- und Beratungskosten 1.022 800
3. Patentaufwendung 735 54
4. Reparaturen und Instandhaltungen 371 461
5. Werbung-, Messekosten 212 446
6. Grundstücksaufwendungen 192 187
7. Kursverluste 170 621
8. Reisekosten 155 146
9. Versicherungen, Gebühren, Beiträge 135 138
10. Kfz - Aufwendungen 110 169
11. Produktionsnebenkosten 95 145
12. Mieten für Einrichtungen 10 81
13. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 269 318
  4.528 4.583

Patentaufwendungen 735 TEUR (Vorjahr: 426 TEUR) waren bis als Minderung in den Umsatzerlösen enthalten seit 2014 werden diese in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2014 durchschnittlich folgende Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen beschäftigt :

  Anzahl 2014 Anzahl 2013
Produktion 90 89
Vertrieb/Marketing 21 21
Entwicklung/Versuch 18 20
Einkauf/Materialdisposition 7 9
Verwaltung 7 9
Gesamt 143 148

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 12 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr 14).

Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

 

Thomas Friedrich, Dipl.-Ing., Schliersee

Die Gesellschaft wird durch Herrn Friedrich einzeln vertreten. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Vom Schutzrecht nach § 286 HGB bezüglich der Vergütung des Geschäftsführungsorgans wird Gebrauch gemacht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen:

  2015
EUR
2016
EUR
2017
EUR
2018
EUR
2019ff.
EUR
Summe
EUR
1. Mietverpflichtungen            
(für die gesamte Mietdauer) 132.597,48 94.192,08 94.192,08 94.192,08 2.825.762,40 3.240.936,12
2. Leasingverpflichtungen 12.951,56 3.015,60 0,00 0,00 0,00 15.967,16

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Art Zweck Risiken Vorteile
Miete/Leasing Bilanzverkürzung zur Verbesserung der Bilanzstruktur, Verbesserung der Liquiditätsstruktur Abflüsse liquider Mittel (Weiter)nutzung des Vertragsgegenstands, keine Risiken aus Wertminderung

Gegenüber dem verbundenen Unternehmen Kinshofer Aponox Oy, Finnland wurde eine Darlehenszusage über 4.500 TEUR geleistet. Zum Stichtag wurde davon 3.325 TEUR in Anspruch genommen.

Haftungsverhältnisse

Als Zollgarantie besteht eine Bürgschaftserklärung gegenüber der Zolldirektion in Budweis in Höhe von TEUR 80. Die Bürgschaftsübernahme erfolgte für das verbundene Unternehmen Kinshofer CZ s.r.o., Ceske Velenice, Tschechien.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.

Abschlussprüfungsaufwand

Der im Geschäftsjahr 2014 erfasste Aufwand für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 19 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für folgende Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB sind:

Anteile % Eigenkapital zum 31.12.2014
TEUR
Jahresergebnis 2014
TEUR
Mars Greiftechnik GmbH, Gmünd, Österreich 100,0 1.223 140
Kinshofer UK Limited, Stockport, England 100,0 1.876 579
Kinshofer France S.a.r.l., Lingolsheim, Frankreich 100,0 566 249
Kinshofer Liftall Inc., Burlington, Kanada 100,0 2.087 458
Kinshofer CZ s.r.o., Ceske Velenice, Tschechien 100,0 2.458 486
Demolition and Recycling Equipment B.V., St. Anthonis, Niederlande 100,0 4.515 456
Kinshofer Aponox Oy, Hämeenlinna, Finnland 100,0 2.096 -22
RF System Holding AB, Vinslöv, Schweden 100,0 3.037 7
RF System AB, Vinslöv, Schweden 100,0 8.229 571
Kinshofer USA Inc., Sanborn, USA 100,0 30 -61
Darda Kinshofer Construction Machinery Co. Ltd., Beijing, Volksrepublik China 25,0 391 146

98 v. H. der Anteile an der Kinshofer France S.a.r.l., Frankreich, werden unmittelbar von Kinshofer, die restlichen 2 v. H. mittelbar über die Mars Greiftechnik GmbH, Österreich, gehalten. Die Anteile an der Kinshofer CZ s.r.o., Tschechien, werden mittelbar über die Mars Greiftechnik GmbH gehalten. Die Anteile der RF System AB, Schweden, werden mittelbar über die RF System Holding AB, Schweden, gehalten

Konzernabschluss

Die Lifco AB, Enköping, Schweden, stellt als Obergesellschaft des Konzerns einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der SwGAAP (Swedish Generally Accepted Accounting Principles) auf, der in Übereinstimmung mit der EU-Konzernrichtlinie (83/349/EWG) steht. Die schwedische Rechnungslegung ist weitgehend an die IFRS angelehnt. In den Konzernabschluss sind die Kinshofer GmbH sowie ihre konsolidierungspflichtigen Tochtergesellschaften einbezogen. Die Kinshofer GmbH ist gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss ist bei der Obergesellschaft in Enköping erhältlich. Er wird außerdem in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die relevanten Abweichungen zwischen IFRS und SwGAAP betreffen im Wesentlichen die Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts (Abschreibung nach SwGAAP über eine Nutzungsdauer von maximal 20 Jahren), die Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) und die Fair Value Bewertung.

VI. Gewinnverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags vom 9. Oktober 2006 mit der Alleingesellschafterin PP Greiftechnik GmbH, Waakirchen, wird der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2014 in voller Höhe an diese abgeführt.

 

Waakirchen, den 26. Januar 2015

Thomas Friedrich

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2014
EUR
Zugänge
EUR
Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.623.125,94 132.004,86 30.033,00 2.725.097,80
2. Geleistete Anzahlungen 9.956,00 20.760,00     30.716,00
  2.633.081,94 152.764,86 0,00 30.033,00 2.755.813,80
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.888.725,07 50.344,00     4.939.069,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.019.967,97 67.891,74   14.685,09 3.073.174,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.589.518,18 461.891,18   114.205,89 5.937.203,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00       0,00
  13.498.211,22 580.126,92 0,00 128.890,98 13.949.447,16
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.720.818,27 21,00 0,00 0,00 19.720.839,27
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 5.104.547,28 61.820,07 0,00 1.151.724,70 4.014.642,65
  24.825.365,55 61.841,07 0,00 1.151.724,70 23.735.481,92
  40.956.658,71 794.732,85 0,00 1.310.648,68 40.440.742,88
  Abschreibungen
Stand 1.1.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.737.195,94 150.584,87 30.029,01 1.857.751,80
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.737.195,94 150.584,87 30.029,01 1.857.751,80
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.079.782,07 47.652,00 0,00 4.127.434,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.344.713,97 150.638,75 14.682,10 2.480.670,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.610.738,18 336.426,19 80.350,90 4.866.813,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  11.035.234,22 534.716,94 95.033,00 11.474.918,16
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  12.772.430,16 685.301,81 125.062,01 13.332.669,96
  Buchwerte
Stand 1.1.2014
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 885.930,00 867.346,00
2. Geleistete Anzahlungen 9.956,00 30.716,00
  895.886,00 898.062,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 808.943,00 811.635,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 675.254,00 592.504,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 978.780,00 1.070.390,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
  2.462.977,00 2.474.529,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.720.818,27 19.720.839,27
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 5.104.547,28 4.014.642,65
  24.825.365,55 23.735.481,92
  28.184.228,55 27.108.072,92

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kinshofer GmbH, Waakirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Karlsruhe, den 13. Februar 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Annegret Glöckner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Drasler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 18. März 2015 festgestellt.

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