Gardner Denver Deutschland GmbH
Industriestraße 26, 97616 Bad Neustadt a.d. Saale, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Richard Hilton seit 23.1.2025 | Prokura |
Glenn Terje Oestevik seit 16.5.2024 | Geschäftsführer |
Marius Pulter seit 16.5.2024 | Prokura |
Jürgen Schneyer seit 5.9.2023 | Prokura |
Udo Zünkler seit 22.5.2023 | Prokura |
Bernd Mitzam seit 5.1.2022 | Prokura |
Michael Joseph Scheske seit 20.3.2019 | Geschäftsführer |
Andrew R. Schiesl seit 10.10.2014 | Geschäftsführer |
Robert van den Akker seit 12.10.2011 | Prokura |
Jeremy Todd Steele seit 5.11.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
GD Global Holdings II, Inc. | 92.52% |
| 7.48% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gardner Denver Deutschland GmbHBad Neustadt a.d. SaaleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Rechtliche und wirtschaftliche RahmenbedingungenRechtliche RahmenbedingungenDie Gardner Denver Deutschland GmbH mit Sitz in Bad Neustadt a.d. Saale ist Teil der Ingersoll-Rand Gruppe mit Sitz in Davidson, North Carolina, USA. Ingersoll-Rand ist ein weltweiter Hersteller und Vertreiber von Pumpen, Kompressoren, Gebläsen und Spezialist für das Be- und Entladen von Flüssigkeiten und schüttfähigen Produkten. Die Gardner Denver Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck. Seit dem Geschäftsjahr 2008 sind alle deutschen, ehemaligen Gardner-Denver-Gesellschaften der Ingersoll-Rand Gruppe in ein Cash-Pooling-Verfahren eingebunden. Die Funktion der Cash-Pool-Clearingstelle und somit die Funktion der Cash-Pool-Führerin wurde an die GD German Holdings II GmbH übertragen. Gemäß den Eintragungen im Handelsregister vom 27. April 2016 hat die Gardner Denver Deutschland GmbH mit der GD German Holdings II GmbH mit Sitz in Fürstenfeldbruck (Amtsgericht München HRB 221895) als herrschender Gesellschaft einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Es besteht eine körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft. Die Gardner Denver Deutschland GmbH führt am Standort in Fürstenfeldbruck in einem Shared Service Center die Hauptbuchhaltung, das Cash-Management sowie die Funktion des Steuerwesens für die Gardner Denver Deutschland GmbH sowie für weitere Gardner Denver Gesellschaften durch. Die Lohn- und Gehaltsabrechnung wird von dem externen Dienstleister ADP abgewickelt. Von der Gardner Denver CZ + SK s.r.o., einem weiteren Shared Service Center im Konzern, wird die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung sowie die Anlagenbuchhaltung abgewickelt. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Gardner Denver Deutschland GmbH (im Folgenden auch "die Gesellschaft") ist an folgenden Standorten tätig: Der Standort in Bad Neustadt a.d. Saale betätigt sich auf dem Sektor der Druck- und Vakuumtechnik mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Seitenkanalverdichtern und Flüssigkeitsringpumpen. Die Produkte werden überwiegend an OEMs des allgemeinen Maschinenbaus verkauft. Die Gesellschaften Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, und Gardner Denver Schopfheim GmbH, Schopfheim, haben eine gemeinsame Vertriebsorganisation, die für das gesamte Produktsortiment der beiden Gesellschaften verantwortlich ist. Der Vertrieb der Produkte im Inland erfolgt über Außendienstmitarbeiter, die vom Home-Office aus, die Kunden ihrer Region betreuen. Im Ausland ist der Vertrieb über Konzernvertriebsgesellschaften, Agenten und Distributoren organisiert. Zwischen der Gardner Denver Deutschland GmbH und der Gardner Denver Schopfheim GmbH gibt es ein abgestimmtes und optimiertes Produktions- und Produktprogramm. Der Standort in Nürnberg (Nash) beschäftigt sich auf dem Sektor der Vakuumtechnik mit der Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von Flüssigkeitsringpumpen sowie dem Engineering von kundenspezifischen Systemen, die auf diesen Flüssigkeitsringpumpen basieren. Mit ihren Produkten und Systemen bietet Nash Lösungen für eine Vielzahl von Anwendungen in der chemischen Industrie und in der Petrochemie, in der Kraftwerkstechnik und Papierherstellung, bei der Lebensmittelbehandlung und in der Umwelttechnik, im Bergbau und der Abwasseraufbereitung sowie in vielen weiteren Anwendungen. Die Produkte der Gesellschaft werden überwiegend innerhalb Europas vertrieben. Die Kunden der Gesellschaft finden sich sowohl bei Unternehmen des Maschinenbaus, großen Ingenieurbüros als auch bei Endkunden. Der Vertrieb der Produkte im Inland erfolgt über Außendienstmitarbeiter, die vom Home-Office aus, die Kunden ihrer Region betreuen. Im Ausland ist der Vertrieb in einigen Regionen über eigene Vertriebsmitarbeiter organisiert, in anderen Regionen erfolgt er über Agenten bzw. Distributoren. Der Standort Simmern (CompAir) beschäftigt sich mit der Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service ihrer umfassenden Produktreihen für fahrbare und stationäre Kompressoren. Sie entwickelt vielfältige Druckluftlösungen für alle denkbaren Einsatzgebiete in der Industrie und im Baugewerbe, sowohl mit öleingespritzter als auch mit ölfreier Druckluft. Gleichzeitig bietet CompAir eine umfassende Palette an Zubehör sowie Geräten zur Wärmerückgewinnung und übergeordneten Steuerungen an. Der Standort vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen an Direktkunden und Händler und zu einem erheblichen Teil auch an verbundene Unternehmen. Der Standort Senden betreibt das Geschäft für die Gardner Denver Transport Division. Der Standort Fürstenfeldbruck führt die oben genannten administrativen Tätigkeiten für die Gardner Denver Deutschland GmbH sowie für weitere Gardner Denver Gesellschaften durch. 2. Wirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt 2023 sank Berechnungen des statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %.1 Im Vorjahresvergleich nahm die inländische Nachfrage insgesamt ab. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben sanken, ebenso die Bauinvestitionen, wohingegen die Investitionen in Ausrüstungen angestiegen sind.1 Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hatte ein schwieriges Jahr mit einem durchwachsenen Ergebnis. Nach den Angaben des VDMA gab es bei den Aufträgen im Kalenderjahr 2023 ein Minus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies beruht vor allem darauf, dass es in den großen Absatzmärkten Europa, USA und China an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung fehle.2
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html 3. Finanzielle LeistungsindikatorenDas Unternehmen wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie EBITDA (Jahresergebnis vor Steuern, Zinsen sowie Abschreibungen) und das Working Capital gesteuert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Finanzlage bestehen nicht, da das Finanzmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt. Die Kennziffern beruhen auf den für den Ingersoll-Rand-Konzern erstellten Reporting Packages nach US GAAP. Die Überleitung von der Rechnungslegung nach US GAAP auf HGB stellt sich wie folgt dar:
Das EBITDA nach US GAAP lässt sich wie folgt auf das EBITDA aus dem HGB-Jahresabschluss überleiten:
4. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDer nichtfinanzielle Leistungsindikator, nach dem wir unsere Geschäftstätigkeit steuern, ist die Arbeitsnehmerzahl. Wir operationalisieren diesen nichtfinanziellen Leistungsindikator dabei wie folgt:
Daneben legen wir Wert auf Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz, ohne dass wir diese Faktoren direkt zur Unternehmenssteuerung heranziehen. 5. Änderung des Jahresabschlusses und des LageberichtesNach der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, für das Geschäftsjahr 2023 am 2. August 2024 und dessen Feststellung wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft infolge der Änderung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Tochtergesellschaft Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, geändert. Im Ergebnis der Änderung des Jahresabschlusses der Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, hat sich das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft erhöht. Das Jahresergebnis der Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, wird gemäß bestehendem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, als beherrschter Gesellschaft und der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, als beherrschender Gesellschaft vollständig an letztere abgeführt bzw. von dieser vollständig übernommen. Das Jahresergebnis der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, wiederum wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, als beherrschter Gesellschaft und der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, als beherrschender Gesellschaft vollständig an letztere abgeführt bzw. von dieser vollständig übernommen. Daneben wurden Änderungen der Sonstigen Rückstellungen und des Personalaufwandes aufgrund zu hoch gebildeter Verpflichtungen und Aufwendungen sowie eine Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund zu niedrig erfasster Provisionsaufwendungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen vorgenommen. Vor diesen Hintergründen wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, dahingehend geändert, dass in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten "Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen" um TEUR 1.996 und der Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" um TEUR 695 erhöht worden sind. Gegenläufig wurde der Posten "Löhne und Gehälter" um TEUR 490 verringert. Dies führte dazu, dass der Posten "Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn" um TEUR 1.791 erhöht wurde. Dies führte in der Bilanz dazu, dass der Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" um TEUR 1.301 erhöht, der Posten "Sonstige Rückstellungen" um TEUR 490 verringert und der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" um TEUR 1.791 erhöht wurde. Zudem wurden Änderungen des Anhangs und des Lageberichtes vorgenommen, soweit Anhang und Lagebericht durch diese Änderungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung betroffen waren. Des Weiteren wurden Änderungen im "Nachtragsbericht" im Anhang sowie in der "Risikoberichterstattung" und im "Prognosebericht" des Lageberichtes vorgenommen, um Veränderungen, die seit der Aufstellung des bisherigen Jahresabschlusses und des Lageberichtes der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, für das Geschäftsjahr 2023 bis zur Beendigung der Aufstellung des geänderten Jahresabschlusses und des geänderten Lageberichtes eingetreten sind, abzubilden. 6. Forschung und EntwicklungUm den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden und neue Anwendungen zu erschließen, entwickeln wir unsere Standardprodukte kontinuierlich weiter. Dies bedeutet auch, dass wir durch ein straffes Projektmanagement für eine termingerechte Markteinführung von neuen Produkten sorgen möchten. Gleichzeitig haben wir den Anspruch, durch eine zielgerichtete Grundlagenforschung die Technologieführerschaft zu sichern und auszubauen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 an allen Standorten der Gesellschaft TEUR 6.495 (Vorjahr: TEUR 7.008) für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aufgewendet. Dies entspricht einem Anteil an den Umsatzerlösen von 1,9 % (Vorjahr: 2,2 %). Der Schwerpunkt für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 lag in der Neuentwicklung einer drehzahlgeregelten, öleingespritzten Schraubenverdichteranlage, der Entwicklung einer neuen, ölfreien Generation von Schraubenverdichtern mit zugehöriger Schraubenverdichteranlage und generell an der Wirkungsgradsteigerung von Verdichterstufen- und Anlagen. Die Entwicklung einer neuen, öleingespritzten Elektrofahranlagengeneration wurde abgeschlossen, größere Modelle sind in Planung. Die Entwicklung einer neuen Generation von Kompressorsteuerungen (Controls) unter Berücksichtigung von IoT-Funktionalitäten (Internet of Things) wurde ebenfalls abgeschlossen und teilweise in die Serie eingeführt, außerdem arbeiten wir an einer neuen Technologie ölfreier Verdichterstufen und an diversen Projekten zur Kostenreduzierung unserer Produkte. Weiterer Schwerpunkt liegt auf der Neuentwicklung von energieeffizienteren Verdichtern, der Erweiterung des ATEX Portfolio, dem Ausbau von energieeffizienten Maschinen, die am Umrichter optimiert auf die Kundenspezifischen Bedürfnisse eingestellt und betrieben werden können. Ein weiterer Fokus liegt auf die Entwicklung einer trockenlaufenden Pumpe sowie auf einer alternativen Einsetzbarkeit bestehender Produkte in den Zukunftsbranchen Wasserstoff, Carbon-Capture und Slope/Flare Gas Recovery (Oil&Gas, "Zero Emission"). B. Lage der GesellschaftVermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageDie immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 118), das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 15.722 (Vorjahr: TEUR 14.135) und die Finanzanlagen in Höhe von TEUR 348.246 (Vorjahr: TEUR 286.515) sind in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt. Der prozentuale Anteil des gesamten Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 35,7 %. Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 lag bei TEUR 6.093 (Vorjahr: TEUR 5.474). Der Schwerpunkt der Investitionen lag dabei auf der Installation von Solaranlagen und anderen Energiesparprojekten (LED-Beleuchtung, Lüftung, Klimaanlage). Des Weiteren lag ein Schwerpunkt der Investitionen im Bereich Maschinen und Werkzeugen. Diesen Investitionen standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.263 (Vorjahr: TEUR 4.220) gegenüber. Zudem erfolgten Investitionen in Finanzanlagen durch den Erwerb von weiteren Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 21.367 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus der Ausgabe neuer Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.450 (Vorjahr: TEUR 32.046). Daneben führte eine Wertaufholung der Anteile an einem verbundenen Unternehmen nach Abwertungen in Vorjahren in Höhe von TEUR 36.089 (Vorjahr: TEUR 0), der eine Abwertung der Anteile an einem verbundenen Unternehmen um TEUR 1.175 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüberstand, zu einer Erhöhung der Finanzanlagen. Das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 654.761 (Vorjahr: TEUR 619.567) setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden Posten zusammen: Das Vorratsvermögen, inklusive der geleisteten Anzahlungen auf unfertige Erzeugnisse, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 67.184 (Vorjahr: TEUR 74.079) und liegt somit um TEUR 6.895 bzw. 9,3 % unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang beruht vor allem auf einem niedrigeren Bestand von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zum Stichtag (TEUR -9.646), vor allem infolge der Reduzierung von Sicherheitsbeständen, die infolge von Lieferkettenengpässen sowie damit einhergehender Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten in der Vergangenheit angelegt wurden. Gegenläufig hat sich der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen auftragsbezogen zum Stichtag um TEUR 2.646 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 5.625 bzw. 16,9 % auf TEUR 27.621 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dieser Rückgang beruht vor allem darauf, dass die Umsatzerlöse im Dezember 2023 im Vergleich zu den Umsatzerlösen im Dezember 2022 um ca. 32 % geringer waren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen mit TEUR 559.224 über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 (TEUR 509.428). Im Wesentlichen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr die Forderungen aus dem Cash-Pooling aufgrund von Zahlungsmittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf Mio. EUR 474,1 (Vorjahr Mio. EUR 422,4). Die Forderungen aus Gewinnabführungen sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt niedriger. Die Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr gegen verbundene Unternehmen bewegen sich hingegen auf dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 2.012 auf TEUR 424 beruht vor allem auf gesunkenen Forderungen gegen Steuerbehörden (TEUR 276; Vorjahr: TEUR 1.733) sowie geringeren debitorischen Kreditoren (TEUR 125; Vorjahr: TEUR 422). Guthaben bei ausländischen Kreditinstituten werden nicht täglich in das Cash-Pooling überführt, sodass es auftragsbedingt um den Bilanzstichtag herum zu Schwankungen in der Höhe dieser Position kommen kann. Vor diesem Hintergrund liegen die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 70 unter dem Vorjahreswert und belaufen sich auf TEUR 309. Das Eigenkapital der Gardner Denver Deutschland GmbH beträgt TEUR 671.472 (Vorjahr: TEUR 671.472) bei einer Bilanzsumme von TEUR 1.019.170 (Vorjahr: TEUR 920.620). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 65,9 % (Vorjahr: 72,9 %). Das Fremdkapital in Höhe von TEUR 347.698 (Vorjahr: TEUR 249.148) besteht aus Rückstellungen in Höhe von TEUR 58.465 (Vorjahr: TEUR 64.003) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 289.233 (Vorjahr: TEUR 185.145). Die Rückstellungen betreffen Pensionsrückstellungen (TEUR 33.101) und sonstige Rückstellungen (TEUR 25.364), von denen wiederum die Personalrückstellungen den wesentlichen Teil darstellen. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.380 beruht vor allem auf gesunkenen Verpflichtungen für erwartete Weiterbelastungen von Aufwendungen aus Aktienoptionsprogrammen des Konzerns (TEUR 3.504; Vorjahr: TEUR 9.677). Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.152 auf TEUR 31.617 ist vor allem auf die Reduzierung der Beschaffungsvolumina bzw. der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zurückzuführen, die im Vorjahr infolge von Lieferkettenengpässen sowie damit einhergehender Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten angelegt wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von TEUR 143.143 auf TEUR 243.222. Diese Entwicklung beruht vor allem auf einer gestiegenen Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber der GD German Holdings II GmbH betreffend die Geschäftsjahre 2022 und 2023. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.692 (Vorjahr: TEUR 2.455) im Wesentlichen aufgrund von Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Anteilen an verbunden Unternehmen in Höhe von TEUR 2.863 (Vorjahr: TEUR 0) angestiegen. Vor diesem Hintergrund haben sich die finanziellen Leistungsindikatoren der Vermögenslage wie folgt entwickelt: Das Net Working Capital betrug zum 31. Dezember 2023 im US GAAP Reporting Package Mio. EUR 44,9. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 15,8. Einer Reduzierung der Vorräte, vor allem infolge des Abbaus des Vorratsbestands (Sicherheitsbestände), der aufgrund von Lieferkettenengpässen sowie damit einhergehender Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Vorjahr angelegt wurde, sowie einer Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vor allem infolge des geringeren Umsatzes im Dezember 2023 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat, stehen geringere Verbindlichkeiten entgegen. Insgesamt ergab sich durch die zu verzeichnende Beruhigung der Lieferkettenprobleme ein Rückgang des Net Working Capitals. Dieser hatte zur Folge, dass wir unser Planziel (Net Working Capital im mittleren einstelligen Millionenbereich) deutlich übererfüllen konnten. Der Planwert für das Geschäftsjahr 2023 lag bei unter 17,7 % (Sales im Verhältnis zu Net Working Capital) und konnte mit einem Istwert von 12,9 % deutlich übertroffen werden. FinanzlageDas Unternehmen finanzierte sich - wie in den Vorjahren - aus dem konzerneigenen Cash-Pool-Management. Der Cash-Pool wird von der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, geführt. Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zahlungsmittelabflüsse ergaben sich hauptsächlich für Investitionen in das Anlagevermögen, denen Zahlungsmittelzuflüsse aus Gewinnabführungen und Ausschüttungen von Tochtergesellschaften entgegenstehen. Zudem ergaben sich Zahlungsmittelabflüsse (Mio. EUR -35,2) aus der zahlungswirksamen Erfüllung der Gewinnabführungsverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2021 an die Muttergesellschaft GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck. Mittelerhöhend wirkten sich hingegen die zahlungswirksamen Effekte aus der Verringerung des Vorratsvermögens sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei einem positiven Ergebnis vor Ergebnisabführung von Mio. EUR 138,0 aus. Aufgrund der hohen Zahlungsmittelzuflüsse im Geschäftsjahr 2023 bestehen zum Stichtag Forderungen aus Cash-Pooling von Mio. EUR 474,1 nach Mio. EUR 422,4 im Vorjahr. ErtragslageDer Umsatzanstieg von TEUR 313.645 auf TEUR 345.659 (+10,2 %) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ist vor allem durch die Abarbeitung der aufgestauten Aufträge aus dem Vorjahr aufgrund der Lieferengpässe für Materialien, eine Erhöhung der Verkaufspreise an Konzernunternehmen von ca. 20 % sowie gegenüber externen Kunden und die Übernahme der Geschäftstätigkeit eines verbundenen Unternehmens aus Italien begründet. Absolut betrachtet war der Anstieg im europäischen Ausland (TEUR +22.911) am höchsten. Prozentual gesehen war der stärkste Nachfragezuwachs im europäischen Ausland (+13 %) und im übrigen Ausland (ohne USA) (+19 %) zu verzeichnen. Bezogen auf die Tätigkeitbereiche stiegen vor allem die Umsätze im Systemgeschäft (TEUR +23.659) und im Bereich Aftermarket (TEUR +11.251) weiter an, wohingegen im Bereich Produktgeschäft (TEUR -2.883) der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurück ging. Produktseitig konnte der Umsatz vor allem im Industriebereich wesentlich gesteigert werden, aber auch im Bereich ETO (Engineered to order) war eine moderate Umsatzsteigerung zu verzeichnen. An den Standorten Bad Neustadt und Simmern sind konjunkturelle Schwankungen relativ kurzfristig spürbar. Der Standort Nürnberg ist im Bereich der langfristigen Auftragsfertigung tätig und spürt einen wirtschaftlichen Auf-bzw. Abschwung mit deutlich zeitlicher Verzögerung, da sich dieser erst zeitlich versetzt in den Umsätzen bemerkbar macht. Mit Kunden im Inland wurden 24,3 % des gesamten Umsatzes getätigt, die anderen 75,7 % des Umsatzes wurden im direkten Export, überwiegend im europäischen Ausland (58,0 %), erzielt. Die Sonstigen betrieblichen Erträge bewegen sich mit TEUR 2.651 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 5.435). Diese Entwicklung beruht vor allem auf niedrigeren Erträgen aus der Währungsumrechnung (TEUR 1.603; Vorjahr: TEUR 3.550) und niedrigeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 757; Vorjahr: TEUR 1.371) Bei höheren Umsatzerlösen ist der Materialaufwand von TEUR 182.933 auf TEUR 191.324 bzw. um 4,6 % und damit unterproportional im Vergleich zur Entwicklung der Umsatzerlöse (+10,2%) angestiegen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf eine Erhöhung der Absatzmarktpreise für externe Kunden sowie wie für Kunden aus dem Konzernverbund, denen deutlich geringere Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite entgegenstanden. In der Folge hat sich die Materialaufwandsquote (definiert als prozentuales Verhältnis des Materialaufwandes zu den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung) von 58,2 % auf 54,9 % verringert. Infolge von Personalaufbau vor allem im Bereich Produktion liegt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl mit 797 über dem Niveau des Vorjahres (757). Dies führte im Wesentlichen dazu, dass die Personalaufwendungen um TEUR +2.434 bzw. 3,9 % über dem Vorjahr liegen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 68.484 und liegen deutlich über dem Vorjahr (TEUR 59.765). Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf erhöhte Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen (TEUR +2.929), gestiegene Instandhaltungsaufwendungen (TEUR +2.955) sowie die Erhöhung der Aufwendungen für sonstige Sach- und Dienstleistungen um TEUR 1.683. Die Beteiligungserträge (Rückgang um TEUR 20.517) sowie die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sind gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 21.534 gesunken. Gegenläufig haben sich die Aufwendungen aus Verlustübernahmen um TEUR 621 verringert. Neben den gesunkenen Beteiligungserträgen von der Gardner Denver Nash Machinery Ltd. (China) (TEUR -23.108) und von der Gardner Denver Pte Ltd (Singapur) (TEUR -6.560) wirkten sich auch reduzierte Gewinnabführungen von den deutschen Tochtergesellschaften aus. Gegenläufig erhöhten sich die Beteiligungserträge von der Gardner Denver Korea Ltd., Seoul (Südkorea) um TEUR 7.655. Im Geschäftsjahr wurde eine Zuschreibung auf die Beteiligung an der Gardner Denver Schopfheim GmbH, Schopfheim vorgenommen (TEUR 36.089). Dagegen wurde auf den Beteiligungsbuchwert der A&F Drucklufttechnik GmbH, Hamburg, eine außerplanmäßige Abschreibung (TEUR 1.175) vorgenommen. Die Zinserträge haben sich im Vorjahresvergleich um TEUR 19.824 auf TEUR 28.902 erhöht, was vor allem auf höhere Erträge aus der Verzinsung der angestiegenen Cash-Pool-Salden (TEUR +13.558) zurückzuführen ist. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.707 gestiegen. Dies ist auf die höheren Aufwendungen aus der Verzinsung der Gewinnabführungsverpflichtungen zurückzuführen (TEUR +7.914), wohingegen sich die Zinsaufwendungen für Pensions- und Jubiläumsrückstellungen (TEUR -1.010) sowie die Aufwendungen aus der Abwertung des Planvermögens (TEUR -1.792) verringert haben Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 137.986 im Vergleich zu TEUR 96.423 im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg um TEUR 41.563 bzw. um 43,1 %. Vor diesem Hintergrund haben sich die finanziellen Leistungsindikatoren der Ertragslage wie folgt entwickelt: Die Umsatzerlöse in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung bewegen sich mit TEUR 345.659 um TEUR 32.014 über dem Vorjahreswert von TEUR 313.645. Die Umsatzerlöse im US GAAP Reporting Package zum 31. Dezember 2023 betrugen Mio. EUR 349,3. Dies entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,0 % bzw. Mio. EUR 37,5 (Vorjahr: Mio. EUR 311,9). Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf der Abarbeitung des Auftragsbestands aus dem Vorjahr, einer Erhöhung unserer Absatzmarktpreise, sowie der Übernahme der Geschäftstätigkeit eines verbundenen Unternehmens aus Italien. Mit dieser Entwicklung verfehlten wir unser Planziel für die Umsatzerlöse um ca. Mio. EUR 15. Die Verfehlung unserer Umsatzplanung beruht vor allem darauf, dass im Rahmen unserer Planungen für 2023 von einer noch weitergehenden Beseitigung der Probleme in den Lieferketten ausgegangen worden war, als tatsächlich im Geschäftsjahr 2023 eingetreten. Das EBITDA gemäß US GAAP Reporting Package zum 31. Dezember 2023 betrug TEUR 48.181. Dies liegt um TEUR 43.009 unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 (TEUR 91.190). Der Rückgang beruht dabei darauf, dass Erträge und Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen, die nicht auf Materiallieferungen zurückzuführen sind, Fremdwährungsaufwendungen und -erträge, Rückstellungsauflösungen sowie Restrukturierungsaufwendungen seit dem Geschäftsjahr 2023 nicht mehr im EBITDA ausgewiesen werden. Unter Ausklammerung dieser Umstellung betrug der Anstieg des EBITDA gegenüber 2022 TEUR 16.073. Es liegt jedoch unter dem Planziel für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 57.911. Zurückzuführen ist der sich - unter Ausklammerung der o.g. Umstellung - ergebende Anstieg gegenüber dem Vorjahr, neben einer Erhöhung der Absatzmarktpreise im Konzernverbund um ca. 20 % und einer Erhöhung der Absatzmarktpreise für externe Kunden auch darauf, dass sich Probleme in den Lieferketten teilweise gelöst haben und damit der bestehende Auftragsbestand reduziert werden konnte. Die Unterschreitung des Planwerts beruht vor allem darauf, dass im Rahmen unserer Planungen für 2023 von einer noch weitergehenden Beseitigung der Probleme in den Lieferketten ausgegangen worden war, als tatsächlich im Geschäftsjahr 2023 eingetreten. Zusammenfassung von Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftDas geplante Umsatzziel nach US GAAP für das Geschäftsjahr 2023 wurde um etwa 4,1 % bzw. Mio. EUR 15 verfehlt. Für das Net Working Capital konnten wir unser Planziel erreichen bzw. übertreffen. Der Planwert für das Geschäftsjahr 2023 lag bei unter 17,7 % (Sales im Verhältnis zu Net Working Capital) und konnte mit einem Istwert von 12,9 % weit übertroffen werden. Demgegenüber hat sich das EBITDA jedoch nicht wie geplant entwickelt. Die Geschäftsführung ist trotz der Verfehlung der Planziele für die Umsatzerlöse und bezüglich des EBITDA insgesamt mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus unserer Sicht eine bessere Entwicklung verhindert haben. Auswertung der nichtfinanziellen LeistungsindikatorenDie Gardner Denver Deutschland GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Durchschnitt 797 Mitarbeiter beschäftigt, was einer Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl um 40 im Vorjahresvergleich, und der Erreichung der Planung (+/-0 Mitarbeiter) bedeutet. Der Zuwachs der Mitarbeiter ist vor allem im Bereich Produktion erfolgt. Der Anstieg der Mitarbeiteranzahl resultierte neben den Auswirkungen des Abarbeitens des Auftragsbestands, der sich aufgrund der Materialengpässe aufgebaut hatte, vor allem aus der Übernahme der Geschäftstätigkeit eines verbundenen Unternehmens aus Italien. C. Ausblick sowie Chancen- und Risikoberichterstattung1. RisikomanagementSämtliche Gesellschaften des Ingersoll-Rand-Konzerns sind in ein intensives Reportingsystem - teilweise auf Wochenbasis - eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts nutzen wir ein detailliertes Kontrollsystem mit Berichtswesen und unternehmenseinheitlichen Strategie- und Planungsprozessen. Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen und Risiken steht ein differenziertes internes Berichtswesen zur Verfügung. Abweichungen von Budgets werden monatlich aufgezeigt und untersucht. 2. Risiken der zukünftigen EntwicklungFinanzwirtschaftliche RisikenDie systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Identifizierte Zahlungsausfallrisiken werden gegebenenfalls mittels Vorauszahlung, Stufenzahlung oder Akkreditiv gesichert. Fremdwährungsrisiken wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zurückzuführen ist dies darauf, dass wesentliche Fremdwährungsbestände im Konzernverbund gesteuert werden. Vor diesem Hintergrund nimmt Ingersoll-Rand hier keine gesellschaftsbezogene Betrachtung der Fremdwährungsrisiken vor, sondern trifft Entscheidungen über Absicherungen von Fremdwährungsposten zentral auf Konzernebene im Wege einer Portfoliobetrachtung. Soweit bei Finanzanlagen Wertminderungen erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Möglichen Risiken durch Wertverluste wird grundsätzlich durch die konzernweiten Mechanismen zur Risikoabwägung begegnet. Die Ingersoll-Rand Gruppe setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Insgesamt sehen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken diesbezüglich als gering an. Unter Finanzierungsaspekten ist der Einfluss von Zinsänderungen u.E. zu vernachlässigen, da keine wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten außerhalb der Gardner Denver Gruppe bestehen. Über den konzerninternen "Cash Pool" haben wir zudem Zugriff auf zinsgünstige Finanzierungsressourcen zur Abdeckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Derivative Finanzinstrumente werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt, insofern besteht hier kein Risiko für uns. Operative RisikenFür die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren aus unserer Sicht von Bedeutung. Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß, wobei ein hohes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > 2,5 Mio. EUR, im Falle seines Eintretens, definiert ist. Alle anderen Risiken ordnen wir als gering ein. Gesamtwirtschaftliche RisikenDie Unsicherheit bezüglich der Stabilität der Energieversorgung und die weiterhin hohen Energiekosten, die anhaltend relativ hohe Inflation in Deutschland, der Krieg in der Ukraine sowie in Israel und dem Gaza Streifen haben einen Einfluss auf die Risikosituation für unsere Gesellschaft. Die weiterhin hohen Energiekosten und die weiterhin relativ hohe Inflation sowie die Entwicklung in der Ukraine, die Spannungen im Nahen Osten inklusive des Krieges im Gaza Streifen können weiter dazu führen, dass unsere Kunden unsere Produkte weniger nachfragen bzw. ihr Nachfrageverhalten ändern. Dies könnte neben niedrigeren Umsätzen auch mögliche Auslastungsprobleme in der Produktion nach sich ziehen. Zudem könnte bei unseren Lieferanten durch die historisch betrachtet weiterhin hohen Energiepreise die Einhaltung der Lieferbereitschaft negativ beeinflusst werden oder es könnte sogar zum Ausfall von Lieferanten kommen. Auch das allgemeine Liquiditätsrisiko ist aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen seit dem Ende des Kalenderjahres 2022 gestiegen. Unsere Gesellschaft wirkt diesen Risiken u.a. mit der Reduzierung von Ausgaben, der Verlängerung von Zahlungszielen bzw. deren Nutzung sowie mit verstärkten Controlling- und Monitoringmaßnahmen entgegen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko gegenwärtig als gering ein. Allerdings ist die weitere Entwicklung der Energiekosten, auch wenn diese ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheinen, unsicher. Allgemein bleiben diese jedoch auf einem höheren Niveau als vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine. Es besteht daher das Risiko, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der grds. anhaltenden Energieknappheit und der Inflation, sowie der genannten Kriege schwerwiegender sein könnten, als bisher abzusehen. Je nach Verlauf kann es daher zu einem mehr oder minder starken Rückgang des Umsatzes und des EBITDA sowie zu einer Verfehlung unserer Planziele für Umsatz und EBITDA sowie zu negativen Auswirkungen auf den weiteren finanziellen und den nichtfinanziellen Leistungsindikator kommen. Politische RisikenÄnderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten eine Auswirkung auf die Stabilität unserer Beschaffungs- und Absatzmärkte haben. Vor allem die veränderte wirtschaftspolitische Ausrichtung der aktuellen US-Regierung könnte einen Einfluss auf unsere Beschaffungs- und Absatzmarktaktivitäten haben, da damit zu rechnen ist, dass eine veränderte Zollpolitik der USA Gegenreaktionen anderer Nationen, wie zum Beispiel Chinas, oder von Staatenverbunden, wie zum Beispiel der Europäischen Union, nach sich ziehen. Dies könnte dazu führen, dass Beschaffungs- wie Absatzmarktpreise steigen und sich damit negative Auswirkungen für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben könnten. Durch die Einbindung in den Ingersoll Rand Konzern besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit verschiedene Beschaffungs- und Absatzmarkkanäle über den Konzernverbund zu nutzen. Gegenwärtig erzielen wir auch nur einen relativ kleinen Teil unserer Umsatzerlöse mit Kunden in den USA. Daher ordnen wir das Risiko aus einer veränderten Zollpolitik und die politischen Risiken insgesamt gegenwärtig als gering bzw. unverändert als gering ein. Jedoch könnte eine weitergehende Eskalation eines Zollkonfliktes der USA mit anderen Staaten bzw. Staatenverbunden mittel- bis langfristig direkt oder indirekt eine wahrnehmbare Auswirkung auf unserer Gesellschaft haben. Absatzrisiken / Risiken aus dem ProjektgeschäftAllgemein unterliegen die Märkte einem starken Wettbewerb, dem wir mit markt- und bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen begegnen müssen. Die Konkurrenzsituation mit immer internationaler agierenden Anbietern hat dazu geführt, dass wir uns generell mit einem zunehmenden Preisdruck auseinandersetzen müssen. Im Projektgeschäft stehen wir der Herausforderung gegenüber, trotz zunehmender Kundenspezifikation und deren weiterer Änderung auch während der Abwicklungsphase, die Lieferzeiten einzuhalten und die Materialverfügbarkeit sicherzustellen. Wir schätzen das Risiko des Preisdrucks unverändert als hoch ein und begegnen diesem Risiko durch ein sachgerechtes Lean Management. Sollten unsere Kosteneinsparungsmaßnahmen jedoch nicht wie geplant funktionieren, könnten die Absatzrisiken einen wesentlichen Einfluss auf unsere Profitabilität haben. Zur Abwendung technischer und wirtschaftlicher Risiken ist eine kompetente Planung und Überwachung von Projekten und deren Verlauf, auch auf der Basis vorhandener Erfahrung, unabdingbar. Daher wird den Bereichen Konstruktion und Qualitätskontrolle sowie Projektcontrolling besondere Wichtigkeit beigemessen. Ebenso zeigt sich, dass der erhöhte Warenverkehr mit ausländischen Unterlieferanten als auch die zunehmend komplexe Abwicklung von externer Fertigung einer ausreichenden Zahl qualifizierter Mitarbeiter bedarf. Vor diesen Hintergründen stufen wir das Absatzrisiko zwar unverändert als hoch an, sehen uns aufgrund der internen Organisation allerdings als sachgerecht aufgestellt, um diesem Risiko zu begegnen. BeschaffungsrisikenIm Jahr 2024 waren die Beschaffungsrisiken vielfältig und wurden durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst. Vor allem diverse geopolitische Spannungen und Konflikte, wie z.B. die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts, die Krise am Roten Meer beeinflussten die Handelsströme und die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie. Der Wechsel in der US-Regierung im Jahr 2024 stellte in dieser Hinsicht eine Reihe von Risiken dar wie z.B. in Handelspolitik, Klimapolitik, Marktvolatilität, regulatorische Änderungen. Im Jahr 2024 hat Deutschland mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Inflation zu bekämpfen die sich direkt oder indirekt auf die Beschaffung auswirken wie z.B. Senkung Energiepreise und Lohnwachstum. Deutschland, stark abhängig von Energieimporten, sah sich mit Schwankungen bei den Energiepreisen und der Versorgungssicherheit konfrontiert, was sich auf die Produktionskosten bei Lieferanten und die Betriebskontinuität v.a. bei energie-intensiven Lieferanten, wie Gießereien, auswirkte. Auch die Preisvolatilität bei Rohstoffen, teilweise bedingt durch Angebot und Nachfrage, sowie spekulative Handelsaktivitäten, stellte ein Risiko für die Kosteneffizienz und die Margen dar. Generell zeigten die Rohstoffpreise gegen Ende des Kalenderjahres 2024 wieder einen deutlichen Aufwärtstrend, und auch für 2025 wird ein Aufwärtstrend erwartet, insbesondere aufgrund des stark gewachsenen Zollrisikos. Das negative Wirtschaftswachstum in Deutschland brachte einige Lieferanten in finanzielle Schwierigkeiten, so dass die Beschaffungsteams gezwungen waren, alternative Lieferanten zu finden, um das Risiko in der Lieferkette zu mindern. Neue EU-Vorschriften (wie z.B. CO2 -Grenzausgleichssystem oder das Lieferkettengesetz) und Handelshemmnisse (wie z.B. Zölle) stellen zusätzliche Risiken für die Lieferketten dar. Diese werden auch künftig den internationalen Handel erschweren, Compliance-Kosten verursachen und erfordern eine flexible Anpassung der Lieferketten und geänderte Sourcing Strategien. Vor diesem Hintergrund ordnen wir die Beschaffungsrisiken abweichend zum Vorjahr nun wieder als hoch ein. Diese werden weiterhin durch Experten der Einkaufs- und Beschaffungsorganisation und mit Unterstützung neuer IT-Tools aktiv adressiert. BeschäftigungsrisikenDas Risiko von Auslastungsproblemen in der Produktion stufen wir als unverändert als gering ein, da wir dem Risiko schwankender Auslastung der Standorte durch eine Betriebsvereinbarung über flexiblere Arbeitszeit Rechnung tragen. Die Arbeitszeit wird demnach der Beschäftigungslage angepasst und mittels eines Arbeitszeitkontos ausgeglichen. Tarifliche Entgeltsteigerungen bei nicht gleichzeitiger Steigerung der Produktivität können einen negativen Einfluss auf die Ergebnissituation der Gesellschaft haben. Wir begegnen diesem Risiko durch kontinuierliche Kosteneinsparungsmaßnahmen in allen Bereichen des Unternehmens. Unser zukünftiger Erfolg hängt vor allem von unserer Geschäftsleitung und anderen wichtigen Mitarbeitern sowie von unserer Fähigkeit ab, Top-Talente im gesamten Unternehmen anzuziehen und zu halten. Daneben hängt der zukünftige Erfolg auch davon ab, qualifiziertes Personal auf allen Ebenen der Organisation weiterzuentwickeln. Sollten wir nicht in der Lage sein, unsere leitenden Angestellten und andere Schlüsselpersonen zu halten, oder sollte versäumt werden, angemessene Nachfolgepläne bereitzustellen, könnte dies jeweils negative Auswirkungen auf unsere zukünftige Geschäftsentwicklung haben. Wir ordnen dieses Risiko gegenwärtig als gering ein, beobachten die Arbeitsmärkte allerdings aufmerksam. Wir begegnen diesem Risiko durch angemessene Vergütungsmodelle, durch Mitarbeiteraktienoptionsprogramme sowie nicht monetäre Maßnahmen der Mitarbeitergewinnung und -haltung. GewährleistungsrisikenZur Abwendung technischer und wirtschaftlicher Risiken ist eine kompetente Planung und Überwachung von Umsätzen und Beständen und deren Verlauf, auch auf der Basis historischer Daten, unabdingbar. Den Bereichen Konstruktion und Qualitätskontrolle wird daher besondere Wichtigkeit beigemessen. Wir ordnen das Risiko technischer und wirtschaftlicher Gewährleistungsrisiken unverändert als gering ein. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der Gewährleistungsaufwand auf einem niedrigen Niveau und beträgt ca. 0,6 % der Umsatzerlöse. Auch im Geschäftsjahr 2024 belief sich der Gewährleistungsaufwand auf einem niedrigen Niveau und betrug ca. 0,2 % der Umsatzerlöse. Wir sehen auch im Geschäftsjahr 2025 keine wesentliche Veränderung dieser Größenordnung und rechnen auch für die Zukunft mit keinem materiellen Anstieg. Risiken aus der Forschung und EntwicklungDem Risiko, dass sich die Forschungs- und Entwicklungs-Kosten signifikant abweichend vom Budget entwickeln, wird durch ein laufendes und detailliertes Kostencontrolling der entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte entgegengewirkt. Durch regelmäßige Kommunikation und Abstimmung zwischen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und dem Vertrieb sowie mit Kunden wird sichergestellt, dass die Forschungs- und Entwicklungs-Projekte an den Bedürfnissen des Markts und unseren Kunden ausgerichtet sind. Des Weiteren besteht das Risiko, dass Produkte oder Module nicht in der vorgegebenen Zeit, in der entsprechenden Qualität oder zu den vorgegebenen Kosten entwickelt werden können. Um dieses Risiko zu vermeiden, überprüfen wir fortlaufend und systematisch den Fortschritt sämtlicher Projekte und gleichen regelmäßig die Ergebnisse mit den Zielvorgaben ab. Im Falle von Abweichungen werden rechtzeitig geeignete Steuerungsmaßnahmen eingeleitet. Vor diesem Hintergrund könnten Risiken im Zusammenhang mit der Forschung und Entwicklung zwar mittelfristig eine hohe Bedeutung haben, wir sehen uns aufgrund der getroffenen Maßnahmen aber diesbezüglich als sachgerecht aufgestellt und stufen die Risiken daher unverändert als gering ein. Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-AngelegenheitenDie zunehmende Betonung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung durch unsere Stakeholder und deren steigende Erwartungshaltung kann für uns neue Risiken bedeuten. Die Aktionäre der Ingersoll Rand Inc., unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten eine proaktivere Reaktion auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten ("ESG"). In Reaktion auf diese höheren Erwartungen könnten uns höhere Aufwendungen entstehen und wir könnten neuen Risiken ausgesetzt sein. Mit der Ankündigung von Umweltzielen in Bezug auf Treibhausgasemissionen, erneuerbare Energien, Wasserverbrauch und Deponieabfälle hat der Ingersoll Rand Konzern sein Engagement für einen positiven Einfluss auf unseren gemeinsamen Planeten unterstrichen und beteiligt sich daher an entsprechenden Initiativen. Als eine Tochtergesellschaft der Ingersoll Rand Inc. sind wir ebenfalls diesen Umweltzielen verpflichtet. Wenn wir diese Ziele nicht erreichen können oder unsere ESG-Standards nicht den von bestimmten Interessengruppen oder Standardsettern festgelegten Standards entsprechen würden, könnte dies Reputationsschäden nach sich ziehen. Solche Reputationsschäden könnten erhebliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft und die Umsatzentwicklung, unsere Finanzlage, unsere Betriebsergebnisse bzw. das EBITDA und unsere Cashflows haben. Im Zuge eines konzernweiten Programmes wurden Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Adressierung von Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten auf den Weg gebracht. Wir sind bestrebt diese konzernweiten Maßnahmen weiterhin zu unterstützen und bewerten die Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten daher gegenwärtig weiterhin als gering. CyberrisikenUnser Geschäft ist in hohem Maße von Datenverarbeitungssystemen sowie anderen Kommunikations- und Informationssystemen abhängig, einschließlich unserer Tools zur Unternehmensressourcenplanung. Wir verarbeiten täglich eine große Anzahl von Transaktionen und sind auf die ordnungsgemäße Funktion unserer Computersysteme angewiesen. Wenn eines dieser Systeme ausfällt, sei es durch einen Brand oder Naturkatastrophen, Strom- oder Telekommunikationsausfälle, Cyber-Kriminalität, oder Kriegshandlungen könnten wir finanzielle Verluste, Geschäftsunterbrechungen, Haftung gegenüber unseren Kunden, behördliche Eingriffe oder eine Schädigung unseres Rufs erleiden. Wenn unsere Systeme nicht in der Lage sind, ein wachsendes Transaktionsvolumen zu bewältigen, könnte unsere Wachstumsfähigkeit eingeschränkt sein. Obwohl wir über Backup-Systeme, -Verfahren und -Fähigkeiten verfügen sowie Firewalls usw. unterhalten, könnten diese auch ausfallen oder unzureichend sein. Soweit wir über Kundendaten in unseren Datenbanken verfügen oder über angeschlossene Geräte auf Kundensysteme zugreifen, könnte jede unbefugte Offenlegung oder Zugriff auf solche Informationen, Datenbanken oder Systeme nachteilige Auswirkungen für uns oder unsere Kunden haben, einschließlich Ansprüche aus Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Wenn eines dieser Risiken eintritt, könnten unser Ruf und unsere Fähigkeit, unsere Geschäfte zu führen, erheblich beeinträchtigt werden. Dementsprechend stufen wir dieses Risiko unverändert als hoch ein. Der Ingersoll Rand Konzern hat für zentral gehosteten IT-Systeme Sicherheitskonzepte aufgesetzt, die zum Beispiel eine Beschreibung von Richtlinien und Prozessen auf mehreren Ebenen beinhaltet. Die Richtlinien beinhalten dabei Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den organisatorischen Rahmen für die Informationstechnologie und die Informationssicherheit. Im Zuge der jährlichen Beurteilungen des Managements über die Effektivität der internen Kontrollen erfolgt eine Bewertung des Cyberrisikos sowie eine Überprüfung der Einhaltung von Richtlinien und Prozessen. Die Überwachung von Cyber-Vorfällen und Maßnahmen zu deren Verhinderung erfolgt zentral auf Ebene der Ingersoll Rand Inc. und wird bei Bedarf lokal ergänzt. Konzernweit werden spezifische Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Sicherheitskonzeptes entwickelt; hierbei verfolgt Ingersoll Rand das Ziel, die Wahrscheinlichkeit für einen Sicherheitsvorfall und einen daraus resultierenden Schaden zu minimieren und die Entdeckungswahrscheinlichkeit im Falle eines Sicherheitsvorfalles zu maximieren. Trotz dieser getroffenen Vorkehrungen wurde der Ingersoll Rand Konzern am 27. April 2023 Opfer eines Cybersicherheitsvorfalls, der zu einer Störung mehrerer konzernweit gehosteter IT-Systeme führte. Dem Ingersoll Rand Konzern ist nicht bekannt, dass dabei Kundendaten entwendet wurden. Zur weitergehenden Untersuchung dieses Vorfalls und zwecks Mitigierung der damit verbundenen Risiken wurden durch den Ingersoll Rand Konzern externe Cybersicherheitsexperten mit einer Analyse der Situation beauftragt. Die Ergebnisse dieser Analyse sind in konkrete Handlungsmaßnahmen (z.B. verpflichtende Cyber-Security Trainings) umgesetzt worden, die zur Vermeidung solcher und anderer Cybersicherheitsvorfälle in der Zukunft führen sollen und daher auch bei der Gardner Denver Deutschland GmbH umgesetzt werden. Zusammenfassung der RisikolageDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller oben genannten Risiken. Diese Risiken stellen, jeweils isoliert als auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. 3. Chancen der zukünftigen EntwicklungWeltweite Aktivitäten in wachsenden Geschäftszweigen und wachstumsstarken Regionen, ein gut aufgestelltes Vertriebsnetz und die Möglichkeit, unsere Produkte zu konkurrenzfähigen Preisen herzustellen, bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Unsere Chancen liegen aus unserer Sicht nach wie vor in unserem umfangreichen Produktportfolio und der Fähigkeit, kundenspezifisches Engineering zu betreiben. Zusätzlich bieten wir verstärkt "All-In"-Lösungen an, die auch die fachliche Beratung, Projektierung und Abwicklung von Projekten mit anschließendem Service beinhalten. Eine große Chance zur Erhöhung des Umsatzes und zur Stärkung der Ertragsfähigkeit besteht in weiteren Bemühungen zum Ausbau der Serviceaktivitäten sowie in der Standardisierung einzelner Systemkomponenten. Durch das stetige Wachstum von Ingersoll Rand ergeben sich auch neue Chancen für die Beschaffung. Bestehende Lieferketten von neuen Schwester-Unternehmen in Best-Cost- oder Low-Cost Ländern können genutzt werden, um Kostenreduzierungen zu erreichen. Dabei wird der Fokus auf eine Dual-Source Strategie gelegt, so dass immer jeweils ein Lieferant in der Region mit einem in LC oder BC-Ländern kombiniert wird. Ein großes Thema ist weiterhin die Etablierung nachhaltiger Lieferketten mit Fokus auf strategische Partnerschaften, optimierte Logistik und Lagerhaltungsmodelle. Pull Systeme (SOMI, VMI) in den Beschaffungs- und Einkaufsprozessen könnten zusätzlich die fokussierte Ausrichtung von Bestandreduzierung und Lieferzeitenverkürzung unterstützen. Mit der erfolgten Fusion der ehemaligen Gardner Denver Holdings Inc., Milwaukee, USA, mit der Industriesparte der ehemaligen Ingersoll-Rand Inc. und der Begründung der Ingersoll-Rand Gruppe verfügen wir über ein noch größeres, global ausgebautes Vertriebs-Netzwerk. Dieses Vertriebs-Netzwerk bietet uns im Vergleich zu vielen Wettbewerbern die Möglichkeit unsere Produkte ohne zusätzliche Kosten potenziellen Kunden anzubieten. Hierin sehen wir einen Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. Wir werden weiterhin konsequent die sich uns bietenden Vorteile nutzen, die sich aus dem Verbund der Ingersoll-Rand zugehörigen Unternehmen, Märkte, Lieferanten und Kunden ergeben. 4. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGBMit Beschluss vom 26. Januar 2022 hat die Gesellschafterversammlung einen Beschluss gefasst und eine Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Gesellschaft von 0 % festgelegt, die bis zum 26. Januar 2027 gilt. Für die Zielgröße von Frauen in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung hatte die Geschäftsführung mit Beschluss vom 26. Januar 2018 Folgendes festgelegt: Die Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungseben unterhalb der Geschäftsführung wurde auf 31 % festgelegt und sollte bis zum 26. Januar 2023 erreicht werden. Diese Zielgröße entsprach einer Erhöhung um 11 % gegenüber der Frauenquote im Zeitpunkt der Beschlussfassung. Für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung war das Ziel, einen Frauenanteil von mindestens 26 % bis zum 26. Januar 2023 zu erreichen, was einer Steigerung von 7 % gegenüber der Frauenquote zum Zeitpunkt der Beschlussfassung entsprach. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat ihrerseits mit Beschluss vom 26. Januar 2023 für den Bezugszeitraum bis zum 26. Januar 2027 folgende Zielgrößen für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt:
Ende 2023 betrug der Frauenanteil 17 Prozent in der ersten bzw. 22 Prozent in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung. Beide Zielgrößen stellen u.E. im Rahmen der o.g. generellen Maxime realistische Steigerungen des Frauenanteil in diesen Führungsebenen dar. Bei der Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung sahen sich die Gesellschafter, die um eine höhere Zielgröße bestrebt waren, nach eingehender Abwägung der für die Bestimmung des Frauenanteils maßgeblichen Umstände im Ergebnis gehalten, die erfolgte Festlegung zu treffen. Dem liegt im Wesentlichen Folgendes zugrunde: Die Gesellschafter haben ein Interesse an Kontinuität in der Geschäftsführung der Gesellschaft, welches sich wiederum aus Effizienz- und weiteren Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten ergibt. Die Geschäftsführung der Gesellschaft bestand im Zeitpunkt der Beschlussfassung aus drei Geschäftsführern, die allesamt männlich sind. Die Aufstellung der Geschäftsführung hat sich seit mehreren Jahren bewährt, wie die positive Entwicklung der Gesellschaft zeigt. Aus diesem Grund wurde die im Zeitpunkt der Beschlussfassung (26. Januar 2022) bestehende Frauenquote als Zielgröße erneut festgelegt. Eine Erweiterung der Geschäftsführung um eine weitere Position auf dann insgesamt vier Geschäftsführungsämter wäre unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Umfangs des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft nicht effizient. Auf die Festlegung der Zielgröße wirkten sich zudem die Beschränkungen bei der Kandidatenlage aus. Für das Anforderungsprofil eines Geschäftsführers der Gesellschaft stehen bis heute ganz vorwiegend nur männliche Kandidaten zur Verfügung. Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft liegt im technisch geprägten Bereich des Maschinenbaus und der Elektrotechnik. Bereits in den technischen Studiengängen sind Frauen noch deutlich unterrepräsentiert. Deshalb ist ein Großteil der die Anforderungen der Gesellschaft erfüllenden Absolventen männlich. Die Gesellschaft wird - wie auch in der Vergangenheit - bei einer etwaigen Neubesetzung von Geschäftsführerpositionen den oder die geeignetste Person neu einstellen bzw. bestellen, unabhängig von deren Geschlecht. Dem steht auch die Festlegung der Zielgröße von 0 % ausdrücklich nicht entgegen. Langfristig wird die Erhöhung des Frauenanteils auf allen Führungsebenen angestrebt. Zur Erreichung des Ziels der Erhöhung des Frauenanteils auf allen Führungsebenen hat die Gesellschaft ein Maßnahmenkonzept zur Steigerung des Frauenanteils und der Diversität in Führungspositionen erweitert, welches unter anderem individuelle Coachings, Mentoring für weibliche Nachwuchs-Führungskräfte sowie einen konzerninternen Fokus auf die Rekrutierung von Frauen, auch in Führungsebenen, beinhaltet. Ebenso wurden die Strategien im Bereich Diversity, Equity und Inclusion, Rekrutierungen, Socialmedia-Kampagnen und Internetpräsentationen zur Ansprache von Frauen sowie interne Frauenentwicklungsprogramme erarbeitet und auf die aktuelle Situation angepasst. Soweit möglich, ist es das Ziel der Gesellschaft, in jedem Bewerbungsprozess mindestens eine Frau zu berücksichtigen. Die Gesellschafter sind zuversichtlich, den Frauenanteil in der Geschäftsführung bei entsprechender Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und bei einer entsprechenden Entwicklung der Kandidatenlage in der Zukunft ebenfalls erhöhen zu können. 5. Künftige Entwicklung und PrognoseFür das Geschäftsjahr 2024 hatten wir Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2023 (Mio. EUR 349,3) basierend auf den Umsatzerlösen gemäß dem US GAAP Reporting Package prognostiziert. Diese Entwicklung beruhte auf dem prognostizierten Gewinn eines Großprojektes am Standort Nürnberg und der Erhöhung der Absatzpreise gegenüber verbundenen Unternehmen im zweistelligen Prozentbereich. Diese Pläne konnten zwar realisiert werden, jedoch haben wir entgegen unserer Prognose im Geschäftsjahr 2024 Umsatzeinbußen gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 verzeichnet und Umsatzerlöse nur in Höhe von Mio. EUR 311,7 erzielt. Diese Entwicklung beruhte darauf, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserer Branche im Geschäftsjahr 2024 deutlich schlechter waren als bei der Erstellung der Prognose berücksichtigt. Zwar war auch das deutsche Brutto-Inlandsprodukt im Jahr 2024 mit -0,2 % rückläufig gegenüber dem Vorjahr, aber unser Umsatzrückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 betrug demgegenüber -8,5 %. Der Umsatzrückgang beruht dabei vor allem darauf, dass die Läger der Kunden noch gut gefüllt waren und diese aufgrund des allgemein verschlechterten wirtschaftlichen Umfelds zunächst versucht haben, ihre Lagerbestände zu reduzieren und entsprechend wenigere Produkten bei der Gesellschaft nachgefragt haben. Auf der Kosten- und Aufwandsseite haben wir schnell auf die rückläufigen Umsätze reagiert und Einsparungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2024 ergriffen. Sowohl bei den Material- als auch bei den Personalkosten lagen die Aufwendungen unter Vorjahr. Der Rückgang der Personalaufwendungen wurden vor allem durch Personalabbau realisiert. Vor diesem Hintergrund betrug das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) zum 31. Dezember 2024 im US GAAP Reporting Package TEUR 51.874 (Vorjahr: TEUR 48.181). Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.694 oder 7,7 %. Damit hat sich EBITDA gegenläufig zu den gesunkenen Umsatzerlösen positiv entwickelt. Unser Planziel für das Geschäftsjahr 2024 von Mio. EUR 70 wurde jedoch deutlich verfehlt. Auch dies beruht vornehmlich auf den deutlich rückläufigen Umsatzerlösen aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserer Branche im Geschäftsjahr 2024 sowie dem Umstand, dass positive Ergebniseffekte aufgrund von geplanten Produktivitätssteigerungen und Kosteneinsparungen nicht in dem Maße realisiert werden konnten, wie wir diese prognostiziert haben. Das Net Working Capital betrug zum 31. Dezember 2024 im US GAAP Reporting Package Mio. EUR 35,2 (Vorjahr: Mio. EUR 44,9). Dies entspricht einem Rückgang von Mio. EUR 9,8 gegenüber dem Vorjahr. Die Verbesserung des Werts gegenüber dem Vorjahr liegt vornehmlich am Rückgang des Vorratsbestands als auch am Rückgang des Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge des Umsatzrückgangs. Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizierten wir gemäß unserer Planung eine leichte Reduzierung des Verhältnisses des Net Working Capitals zu den Umsatzerlösen an und wollten einen Anstieg des Net Working Capital im niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbereich erreichen. Aufgrund des Rückgangs des Net Working Capital gemäß US GAAP Reporting Package konnten wir unser Planziel übertreffen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl bewegte sich aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2024 mit 783 unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 (797) und insoweit nicht wie prognostiziert (805). Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird nach der Jahresprojektion der Bundesregierung im Jahr 2025 0,3 % betragen. Damit bewegt sich diese am Rande einer Stagnation. Positiv zu bewerten ist der erwartete Rückgang der Inflationsrate auf nur noch 2,2 % im laufenden Jahr.3 Vor diesen Hintergründen prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse von Mio. EUR 352,0 nach US GAAP Reporting Package und ein EBITDA in einer Größenordnung ca. Mio. EUR 70. Die Prognosen bezüglich der Entwicklung der Umsatzerlöse sowie des EBITDA basieren dabei auf vorgesehenen Erhöhungen der Verkaufspreise durch den Standort in Simmern, welche im Geschäftsjahr 2025 teilweise bereits umgesetzt wurden bzw. in der Umsetzung sind und zu einem Umsatzanstieg im oberen einstelligen Millionenbereich führen sollen, Steigerungen des Absatzvolumens am gleichen Standort, dass zu einem Umsatzanstieg im unteren einstelligen Millionenbereich führen soll sowie der anteiligen Realisierung von zwei größeren Projekten an unserem Standort in Nürnberg. Zudem haben wir in unseren Planungen berücksichtigt, dass das bisherige zurückhaltende Nachfrage- und Einkaufsverhalten auf Seiten der Kunden abnehmen wird. Für das Geschäftsjahr 2025 prognostizieren wir gemäß unserer Planung gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 eine leichte Reduzierung des Verhältnisses des Net Working Capitals zu den Umsatzerlösen und möchten somit einen Anstieg des Net Working Capital nur im niedrigen einstelligen Millionenbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 erreichen. Dieses Ziel soll durch ein intensiveres Forderungsmanagement, das weitere Nutzen der durchschnittlichen Zahlungsziele auf Lieferantenseite sowie eine Erhöhung der Lagerumschlagshäufigkeit erreicht werden. Wir prognostizieren für das Geschäftsjahr 2025 eine durchschnittliche Mitarbeiterzahl über dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 (+15 Mitarbeiter bzw. +1,9 % im Vergleich zu 2024) und möchten die Mitarbeiterzahl über das Geschäftsjahr 2025 hinaus stabil halten. In den vorliegenden ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2025 und unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung im Monat August 2025 verlief die Entwicklung der Umsatzerlöse und des EBITDA leicht unterhalb des Niveaus der Planungen. Wir erwarten allerdings für die zweite Hälfte des Kalenderjahres 2025 einen stärkeren Auftragseingang und damit Aufholeffekte und gehen daher davon aus, dass wir unsere Planziele für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt erreichen werden. Für das Geschäftsjahr 2026 und die folgenden Geschäftsjahre erwarten wir dann eine weitergehende Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und damit sowohl wieder ein Umsatz- als auch ein weiteres Wachstum des EBITDA sowie eine damit korrelierende Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.
Bad Neustadt a. d. Saale, den 27. August 2025 Die Geschäftsführung Andrew R. Schiesl Michael J. Scheske Glenn Oestevik Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben und Grundlagen des AbschlussesAllgemeine AngabenDie Gesellschaft ist im Handelsregister (Amtsgericht Schweinfurt HRB 4817) unter Gardner Denver Deutschland GmbH mit Sitz in 97616 Bad Neustadt a.d. Saale, Industriestraße 26, eingetragen. Änderung des Jahresabschlusses und des LageberichtesNach der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, für das Geschäftsjahr 2023 am 2. August 2024 und dessen Feststellung wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft infolge der Änderung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Tochtergesellschaft Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, geändert. In Folge der Änderung des Jahresabschlusses der Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, hat sich das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft erhöht. Das Jahresergebnis der Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, wird gemäß bestehendem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gardner Denver Thomas GmbH, Fürstenfeldbruck, als beherrschter Gesellschaft und der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, als beherrschender Gesellschaft vollständig an letztere abgeführt bzw. von dieser vollständig übernommen. Das Jahresergebnis der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, wiederum wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, als beherrschter Gesellschaft und der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, als beherrschender Gesellschaft vollständig an letztere abgeführt bzw. von dieser vollständig übernommen. Daneben wurden Änderungen der Sonstigen Rückstellungen und des Personalaufwandes aufgrund zu hoch gebildeter Personalverpflichtungen und Aufwendungen sowie eine Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und eine Erhöhung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund zu niedrig erfasster Provisionsaufwendungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen vorgenommen. Vor diesen Hintergründen wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, dahingehend geändert, dass in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten "Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen" um TEUR 1.996 und der Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" um TEUR 695 erhöht worden sind. Gegenläufig wurde der Posten "Löhne und Gehälter" um TEUR 490 verringert. Dies führte dazu, dass der Posten "Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn" um TEUR 1.791 erhöht wurde. Dies führte in der Bilanz dazu, dass der Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" um TEUR 1.301 erhöht, der Posten "Sonstige Rückstellungen" um TEUR 490 verringert und der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" um TEUR 1.791 erhöht wurde. Zudem wurden Änderungen des Anhangs und des Lageberichtes vorgenommen, soweit Anhang und Lagebericht durch diese Änderungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung betroffen waren. Des Weiteren wurden Änderungen im "Nachtragsbericht" im Anhang sowie in der "Risikoberichterstattung" und im "Prognosebericht" des Lageberichtes vorgenommen, um Veränderungen, die seit der Aufstellung des bisherigen Jahresabschlusses und des Lageberichtes der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, für das Geschäftsjahr 2023 bis zur Beendigung der Aufstellung des geänderten Jahresabschlusses und des geänderten Lageberichtes eingetreten sind, abzubilden. Grundlagen des AbschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, wurde gemäß den § § 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde eine weitere Untergliederung der Gewinn- und Verlustrechnung in Form des Postens "Zuschreibungen auf Finanzanlagen" vorgenommen. Die Angabe von davon-Vermerken wird vornehmlich in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert sind. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). AnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen aktiviert und planmäßig gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Sämtliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden ausschließlich linear abgeschrieben. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Im Anlagengitter wird ihr Abgang nach Ablauf dieser fünf Jahre angenommen. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar:
Anlagenzugänge in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. UmlaufvermögenIn den Vorräten haben wir die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf die in der Fertigung eingesetzten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens berücksichtigt. Des Weiteren werden angemessene Teile der freiwilligen sozialen Aufwendungen im Rahmen der Herstellungskosten aktiviert. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Einkäufe von Vorräten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Ausfallrisiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag ausgewiesen und entspricht dem Gesellschaftsvertrag sowie der Eintragung im Handelsregister. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde unter Zugrundelegung der nachfolgend aufgeführten Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt. Der verwendete Rechnungszins richtet sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung, wobei vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen wurde. An unterschiedlichen Standorten sind aufgrund unterschiedlicher Betriebsvereinbarungen unterschiedliche Bewertungsprämissen zugrunde gelegt worden. Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit (PUC) Rechnungszins: 1,83 % (Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatz) Biometrie: Richttafeln 2018 G Trend Rente: 2,20 % Zusätzlich für die Standorte Simmern und Fürstenfeldbruck: Gehaltstrend: 3,00 % Zusätzlich für die Standorte Bad Neustadt und Nürnberg: Fluktuation: 5 % bis Alter 39 0 % ab Alter 50 Tarifmitarbeiter: 2,5 % für Alter von 40 bis 49 AT-Mitarbeiter: 3,0 % für Alter von 40 bis 49 In den Sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz entsprechend der Laufzeit diskontiert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Jubiläumsrückstellung zum 31. Dezember 2023 wurde mit dem ermittelten Verpflichtungsumfang passiviert. Die Rückstellungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der im Oktober 2018 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) ermittelt. Der Rechnungszins (angenommene Restlaufzeit: 15 Jahre) richtet sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung wurde anhand folgender Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt: Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit (PUC) Rechnungszins: 1,76 % (Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz) Biometrie: Richttafeln 2018 G Standorte Bad Neustadt und Nürnberg: Fluktuation: 5 % bis Alter 39 0 % ab Alter 50 Tarifmitarbeiter: 2,5 % für Alter von 40 bis 49 AT-Mitarbeiter: 3,0 % für Alter von 40 bis 49 Fluktuation für den Standort Simmern: 4,00 % Fluktuation für den Standort Fürstenfeldbruck: 2,75 % Zusätzlich für die Standorte Simmern, Bad Neustadt, Fürstenfeldbruck: Gehaltstrend: 3,00 % Zusätzlich wurde pauschal angenommen, dass für Mitarbeiter, deren monatliche Bezüge unterhalb der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung liegen, die Jubiläumszuwendungen in voller Höhe beitragspflichtig in der Sozialversicherung sind und der entsprechende Sozialversicherungsbeitrag von der Gesellschaft getragen wird. Die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit wurde anhand folgender Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt: Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit (PUC) Rechnungszins: 0,99 % (Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz) Biometrie: Richttafeln 2018 G Gehaltstrend: 3,00 % Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen in Bezug auf Pensionen oder Altersteilzeit dienen, werden mit den entsprechenden Schulden verrechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary Konzept angewendet. Die Differenzen zwischen den handelsbilanziellen Wertansätzen und den steuerbilanziellen Wertansätzen werden aufgrund der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der GD German Holdings GmbH, Fürstenfeldbruck, beim Organträger ausgewiesen. Erträge und AufwendungenUmsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips realisiert und ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Im Projektgeschäft mit Werkvertragscharakter werden Umsatzerlöse gebucht, wenn der Vertrag erfüllt ist oder abgrenzbare Teilleistungen vom Kunden abgenommen worden sind. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in voller Höhe (TEUR 11.135) als Aufwand gebucht. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenEine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres, Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt. FinanzanlagevermögenDie Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 170.615 (Vorjahr: TEUR 114.334) bestehen in erster Linie aus Beteiligungen an operativ tätigen Gesellschaften in Deutschland, Europa, Asien und Amerika. Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an den Immobilienverwaltungsgesellschaften Gardner Denver Bad Neustadt Real Estate GmbH & Co. KG, Gardner Denver Kirchhain Real Estate GmbH & Co. KG, Gardner Denver Schopfheim Real Estate GmbH & Co. KG, Schopfheim, Gardner Denver Thomas Real Estate GmbH & Co. KG, und TIWR Real Estate GmbH & Co. KG. Beteiligungsspiegel:
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vor Ergebnisabführung an die Gardner Denver Thomas GmbH Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 177.631 (Vorjahr: TEUR 172.181) betreffen gewährte Darlehen an drei verbundene Unternehmen in Italien, Spanien und Frankreich. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 27.621 (Vorjahr: TEUR 33.245) und haben - wie im Vorjahr - insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene UnternehmenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Gesamtbetrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 559.224 (Vorjahr: TEUR 509.428) sind im Wesentlichen folgende Posten enthalten:
Die Forderungen gegen die Gesellschafter betragen TEUR 476.200 (Vorjahr: TEUR 427.090). Sonstige VermögensgegenständeDie Sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen von TEUR 424 (Vorjahr: TEUR 2.436) sind im Wesentlichen Forderungen gegen inländische Finanzbehörden in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 1.660), Forderungen aus Pfandgebühren in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 183), Forderungen gegen ausländische Finanzbehörden in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 74) und debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 422) enthalten. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 285) besteht im Wesentlichen aus vorausbezahlten Wartungsentgelten in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 169) sowie vorausgezahlten Versicherungsbeiträgen in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 96). EigenkapitalDas Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 1.113. Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf TEUR 652.828 und der vororganschaftliche Gewinnvortrag beläuft sich zum Bilanzstichtag unverändert auf TEUR 17.531. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 2.026, die auf der Zeitwertbilanzierung der bestehenden Deckungsvermögen beruht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 33.101 (Vorjahr: TEUR 33.259) umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der übertariflichen Mitarbeiter und Pensionäre, die Versorgungsansprüche der tariflichen Mitarbeiter sowie deren Ansprüche auf Übergangszuschüsse, soweit für sie die Siemens Versorgungsordnung zur Anwendung kommt. Die Gesamtverpflichtung beläuft sich auf TEUR 45.746. Aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf in Höhe von TEUR 7.118. Dieser Betrag wird bis spätestens 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Zum 1. Januar 2023 wurde eine entsprechende Zuführung in Höhe von TEUR 475 vorgenommen. Dementsprechend verbleibt ein Unterschiedsbetrag (nicht ausgewiesene Rückstellung) in Höhe von TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 949). Würde das Wahlrecht zur Verteilung des Unterschiedsbetrags nicht in Anspruch genommen werden, ergäbe sich ein Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 33.575 (Vorjahr: TEUR 34.208). Weiterhin wurden das Vermögen des "Vacuum Pension Trust e.V." in Höhe von TEUR 12.148 (Vorjahr: TEUR 11.389) und die Fondsanteile der Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbH, München, in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 20) mit den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 45.272 (Vorjahr: TEUR 44.669) saldiert. Beide Aktivwerte dienen der Sicherung der Pensionsansprüche, sind insolvenzgesichert und erfüllen somit die Voraussetzungen zur Verrechnung gemäß § 246 Abs. 2 HGB. Das Vermögen des "Vacuum Pension Trust e.V." wurde in Wertpapiere investiert. Zum 31. Dezember 2023 lag der Marktwert dieser Anlage bei TEUR 6.609 (Vorjahr: TEUR 6.197) für den Standort Bad Neustadt und TEUR 5.539 (Vorjahr: TEUR 5.192) für den Standort Nürnberg. Die Anschaffungskosten belaufen sich insgesamt auf TEUR 10.129 (Ausschüttungssperre: TEUR 2.019). Die Fondsanteile bei der Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbH, München, stellen einen Wert in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 20) dar. Die Wertpapiere sind zum Stichtagskurs bilanziert. Die Anschaffungskosten belaufen sich insgesamt auf TEUR 16 (Ausschüttungssperre: TEUR 7). Der zur Abzinsung verwendete Rechnungszins basiert entsprechend der Zinsermittlung auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vorangegangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag TEUR 46.290. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjähren und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 543. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Sonstige RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen von TEUR 25.364 (Vorjahr: TEUR 30.744) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für erwartete Weiterbelastungen von Aufwendungen aus Aktienoptionsprogrammen (TEUR 3.504; Vorjahr: TEUR 9.677), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 6.105 (Vorjahr: TEUR 6.626), Gewährleistungsrückstellungen TEUR 3.264 (Vorjahr: TEUR 2.864) sowie Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 8.944 (Vorjahr: TEUR 8.754). Die Personalrückstellungen beinhalten neben der Rückstellung für Altersteilzeit Rückstellungen für Restrukturierung von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 736), Jubiläumsrückstellungen von TEUR 1.896 (Vorjahr: TEUR 1.903), Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen von TEUR 1.156 (Vorjahr: TEUR 1.852), Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen von TEUR 1.587 (Vorjahr: TEUR 799) und sonstige Personalrückstellungen von TEUR 3.390 (Vorjahr: TEUR 3.197). Die Rückstellung für die Altersteilzeit (Bruttoverpflichtung) von TEUR 2.042 (Vorjahr: TEUR 1.921) wurde mit dem Aktivwert aus der insolvenzgesicherten Rückdeckungsversicherung bei der Allianz in Höhe von TEUR 1.278 (Vorjahr: TEUR 1.654) saldiert. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung liegen bei TEUR 1.267 (Vorjahr: TEUR 1.641). Es ergibt sich somit ein saldierter Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 765 (Vorjahr: TEUR 549). VerbindlichkeitenspiegelDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 243.222 (Vorjahr: TEUR 143.143) sind folgende Posten enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 234.409 (Vorjahr: TEUR 131.653). Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 4.692 (Vorjahr: TEUR 2.455) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Anteilen an verbunden Unternehmen in Höhe von TEUR 2.863 (Vorjahr: TEUR 0), Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 919 (Vorjahr: TEUR 1.807) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 776 (Vorjahr: TEUR 439). Von den Sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 971 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr und TEUR 3.721 (Vorjahr: TEUR 2.455) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern nach sich Tätigkeitsbereichen und geographischen Gesichtspunkten (Domizilland des Kunden) wie folgt:
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 2.651 (Vorjahr: TEUR 5.435) beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.603 (Vorjahr: TEUR 3.550) und Erlöse aus Abfallverkäufen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 353); ferner sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 757 (Vorjahr: TEUR 1.371) enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 68.484 (Vorjahr: TEUR 59.765) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen mit TEUR 18.410 (Vorjahr: TEUR 15.481), Provisionen mit TEUR 9.294 (Vorjahr: TEUR 8.362), Mietaufwendungen mit TEUR 4.812 (Vorjahr: TEUR 4.301), Ausgangsfrachten mit TEUR 6.903 (Vorjahr: TEUR 6.951), Personalleasing mit TEUR 393 (Vorjahr: TEUR 885), Instandhaltungsaufwendungen mit TEUR 6.431 (Vorjahr: TEUR 3.476), Aufwendungen für Gewährleistung und Kulanz mit TEUR 2.075 (Vorjahr: TEUR 2.332), externe Entwicklungskosten mit TEUR 1.903 (Vorjahr: TEUR 2.228) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.105 (Vorjahr: TEUR 2.554). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind betriebliche Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 475 (Vorjahr: TEUR 475) enthalten. Zuschreibungen auf FinanzanlagenUnter den Zuschreibungen auf Finanzanlagen wurden Erträge aus der Rückgängigmachung einer in Vorjahren durchgeführten Abschreibung auf die Anteile an der Gardner Denver Schopfheim GmbH, Schopfheim, erfasst. Die Erträge beruhen auf einer Verbesserung der Ertragssituation der Tochtergesellschaft und stellen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB) dar. Abschreibungen auf FinanzanlagenUnter den Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 1.175) auf die Anteile an der A&F Drucklufttechnik GmbH, Hamburg, infolge einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfasst. BeteiligungserträgeDie Erträge aus Beteiligungen von TEUR 24.044 setzen sich im Wesentlichen zusammen:
ZinserträgeDie Zinserträge von TEUR 28.902 (Vorjahr: TEUR 9.078) setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus verzinslichen Darlehen gewährt an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8.794 (Vorjahr: TEUR 5.547) sowie Zinserträgen aus dem Cash-Pooling mit verbundenen Unternehmen (Verzinsung von Cash-Pool-Guthaben) in Höhe von TEUR 16.951 (Vorjahr: TEUR 3.393) zusammen. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 447. Der Ertrag aus der Bewertung des Planvermögens beläuft sich auf TEUR 759. Daraus ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Zinsertrag von TEUR 312. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 8.012 (Vorjahr: TEUR 3.305) enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 453 (Vorjahr: TEUR 1.463), sowie Aufwendungen aus der Abwertung des Planvermögens von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.792). An verbundene Unternehmen wurden Zinsen von insgesamt TEUR 5.640 (Vorjahr: TEUR 50) entrichtet. Der Zinsaufwand aus der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 6. Der Ertrag aus dem Pensionsvermögen beläuft sich auf TEUR 0. Daraus ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Zinsaufwand von TEUR 6. Sonstige AngabenMindestbesteuerung / Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGBBasierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen Ingersoll Rand tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Ingersoll Rand Konzern bzw. die Ingersoll Rand Inc. fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Wir erfassen keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two" Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist zudem kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two" Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Die Gesellschaft sowie der Ingersoll Rand Konzern bewerten derzeit die Auswirkungen der "Pillar Two" Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer vorläufigen Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbour" Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Ingersoll Rand Konzern tätig ist, sehen wir es als vernünftige Schätzung an, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems, keine Ergänzungssteuern auf Ebene unserer Gesellschaft anfallen werden. Honorar des AbschlussprüfersDas für das Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer betrug TEUR 433 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Durchschnittliche Zahl der MitarbeiterIm Berichtsjahr wurden durchschnittlich insgesamt 797 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. HaftungsverhältnisseEs existiert eine Kreditvereinbarung über vorrangige, besicherte Kreditfazilitäten über ca. Mio. USD 2.825 zwischen der ehemaligen Gardner Denver Holdings, Inc. (nunmehr: Ingersoll-Rand Inc.) und der Citibank. Im Rahmen des Erwerbs der gesamten ehemaligen GD-Gruppe durch KKR am 30. Juli 2013 wurde diese Kreditvereinbarung mit der UBS AG, Stamford Branch abgeschlossen und dann auf die Citibank übertragen. Entsprechend dem Sicherungsübereignungsvertrag zwischen der Gardner Denver Deutschland GmbH als Verfügende und der UBS AG als Sicherheitentreuhänder vom 20. Februar 2014 wurde das bewegliche Anlagevermögen sowie das Umlaufvermögen der Gardner Denver Deutschland GmbH als Sicherheit übereignet, soweit sich diese Vermögensgegenstände in den im Sicherungsübereignungsvertrag entsprechend gekennzeichneten Lagern befinden. Des Weiteren wurden entsprechend dem Global-Abtretungsvertrag zwischen der Gardner Denver Deutschland GmbH als Abtretender und der UBS AG als Sicherheitentreuhänder vom 20. Februar 2014 sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen der Gardner Denver Deutschland GmbH gegen Dritte als Sicherheit übereignet. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich der hiervon betroffene Sicherungsbetrag auf Mio. EUR 84,8. Insbesondere nach dem Börsengang und dem damit verbundenen Vertrauensbeweis der Investoren in den Konzern sowie nach dem Zusammenschluss von Gardner Denver mit der Industriesparte von Ingersoll-Rand zum Ingersoll-Rand Konzern hält die Geschäftsführung die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Gesellschaft aus dem bestehenden Sicherungsübereignungsvertrag sowie dem Global-Abtretungsvertrag für gering. Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteDie nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betragen TEUR 1.178 (Vorjahr: TEUR 845). Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen für 82 Leasingfahrzeuge (Vorjahr: 82 Fahrzeuge) im Gesamtbetrag von TEUR 1.178 (Vorjahr: TEUR 845). Nach den vertraglichen Bedingungen sind uns die Leasing-Objekte wirtschaftlich nicht als Eigentum zuzurechnen; sie sind daher im Abschluss der Gardner Denver Deutschland GmbH nicht aktiviert. Für diese Geschäfte fallen Zahlungen von TEUR 469 innerhalb der nächsten 12 Monate an. Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 12.277 (Vorjahr: TEUR 7.151), sie entfallen mit TEUR 1.328 (Vorjahr: TEUR 839) auf verbundene Unternehmen. Seit dem 14. April 2008 bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietverhältnis mit dem verbundenen Unternehmen Gardner Denver Bad Neustadt Real Estate GmbH & Co. KG über das Betriebsgrundstück und das Gebäude in Senden. Das Mietverhältnis besteht zunächst bis zum 13. April 2026. Aus dieser Vereinbarung bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 202. Aus langfristigen Mietverträgen für Büro- und Fertigungsgebäude in Nürnberg und Simmern bestehen Verpflichtungen über die Gesamtlaufzeit bis zum 31. Dezember 2030 bzw. 30. Juni 2037 in Höhe von TEUR 10.949 (Vorjahr: TEUR 6.312). Des Weiteren besteht seit dem 1. Juni 2005 eine finanzielle Verpflichtung aus einer Sale and Lease Back-Vereinbarung mit dem verbundenen Unternehmen Gardner Denver Bad Neustadt Real Estate GmbH & Co. KG über das Betriebsgrundstück und das Gebäude in Bad Neustadt. Das Mietverhältnis besteht zunächst bis zum 31. Mai 2026. Aus dieser Vereinbarung bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.126 (Vorjahr: TEUR 1.104). Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind TEUR 2.632 innerhalb der nächsten 12 Monate fällig. Gesellschafter und Organe der GesellschaftDas Stammkapital beträgt nominal EUR 1.113.020,00. Das Stammkapital wird zu 92,52 % von der GD German Holdings II GmbH mit Sitz in Fürstenfeldbruck und zu 7,48 % von der Gardner Denver Finance Inc. & Co. KG mit Sitz in Fürstenfeldbruck gehalten. Zu Geschäftsführern sind bestellt: Kurth, Thomas, Freising, Managing Director Gardner Denver Deutschland GmbH (bis 16. Mai 2024) Schiesl, Andrew R., Davidson, North Carolina, USA, Vice President, General Counsel, Ingersoll Rand Inc., Davidson, USA Scheske, Michael J., Davidson, North Carolina, USA, Vice President, Chief Accounting Officer, Ingersoll Rand Inc., Davidson, USA Oestevik, Glenn, Dortmund, Finance Director innerhalb der Ingersoll-Rand Gruppe in Deutschland (seit 17. April 2024) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da lediglich ein Geschäftsführer, Herr Thomas Kurth, Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat. Zudem erfolgten keine Weiterbelastungen für Geschäftsführungsleistungen von verbundenen Unternehmen. Konzernverhältnisse sowie kleinster und größter KonsolidierungskreisDie Gesellschaft gehört zum Konzern von Ingersoll Rand Inc., Davidson, North Carolina (USA). Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ingersoll Rand Inc. einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen nach den Rechnungslegungsvorschriften der US GAAP aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) unter der Registernummer 001-38095 eingesehen werden. Der befreiende Konzernabschluss der Ingersoll Rand Inc. (einschließlich des befreienden Konzernlageberichts, d.h. Item 7 "MANAGEMENTS DISCUSSION AND ANALYSIS OF FINANCIAL CONDITION AND RESULTS OF OPERATIONS", und des Bestätigungsvermerks) ist von der GD German Holdings GmbH, Fürstenfeldbruck, an die das Unternehmensregister führende Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt worden. Die Gardner Denver Deutschland GmbH ist damit nach § 292 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Die wesentlichen Rechnungslegungsunterschiede zwischen HGB und US GAAP im Konzernabschluss, die für unsere Gesellschaft zutreffen, sind: Rechnungslegungsphilosophie und GliederungBei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die HGB-Rechnungslegung sind das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip vorrangig, während die US-Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potentielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen (matching principle) mehr im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung. Gemäß HGB müssen alle Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der in § § 266, 275 HGB dargestellten Form und Reihenfolge dargestellt werden. Nach US GAAP ist eine andere Zusammenfassung erforderlich und die Reihenfolge der Bilanzpositionen beginnt mit den kurzfristigen Positionen. Die Aktiva sind nach abnehmender Liquidität, die Passiva nach zunehmender Laufzeit angeordnet. Darüber hinaus werden nach US GAAP die kurzfristigen Teile langfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen. Der Anteil, der innerhalb eines Jahres fällig ist, wird als kurzfristig behandelt. SachanlagenDas Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet und die Abschreibungen werden nach der linearen Bemessungsmethode vorgenommen, hierbei werden die folgenden Nutzungsdauern verwendet:
Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung des Anlagevermögens den oben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. VorräteDie Vorräte sind nach HGB ebenso wie nach US GAAP mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu bewerten. Die Herstellungskosten nach US GAAP beinhalten projektbezogene Vollkosten. Abwertungen zur Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Werts werden nach HGB je nach Art der Vorräte differenziert auf Basis des Absatz- und/oder Beschaffungsmarktes ermittelt. Nach US GAAP ist grundsätzlich der Absatzmarkt relevant. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Bilanzierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach US GAAP erfolgt als Barwert der Verpflichtung zum Bilanzstichtag zuzüglich etwaiger in Folgeperioden zu berücksichtigender versicherungsmathematischer Gewinne abzüglich des am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Berechnung des Barwerts sind künftige Rentenanpassungen sowie Schätzungen über Fluktuationen von Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich als Differenz zwischen der am Anfang der Periode ermittelten Soll-Rückstellung und der Ist-Rückstellung am Periodenende ergeben, werden erfolgsneutral erfasst. Der Diskontierungssatz orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung zum Anwartschaftsbarwert nach den oben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Grundsätzen. Dabei ist als Diskontierungssatz der von der Deutschen Bundesbank nach der RückAbzinsV ermittelte Zehnjahresdurchschnittszinssatz zu verwenden. Übrige RückstellungenNach US GAAP sind Rückstellungen nur zu bilden, wenn eine externe Verpflichtung besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Rückstellung zuverlässig zu schätzen ist. Bei der Bewertung der Rückstellung ist der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite gleichwahrscheinlicher Werte der niedrigste Wert anzusetzen, während Rückstellungen im HGB-Abschluss unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zu bewerten sind. Nach HGB sind Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Bildung von Rückstellungen ist nicht grundsätzlich der höchstmögliche Betrag anzusetzen, in Zweifelsfällen jedoch gebietet das Vorsichtsprinzip indes die Rückstellung des höheren Betrags. Der Diskontierungssatz orientiert sich nach US GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Demgegenüber ist nach HGB als Diskontierungssatz der von der Deutschen Bundesbank nach der RückAbzinsV ermittelte Siebenjahresdurchschnittszinssatz zu verwenden. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen werden Aufstockungsbeträge von Altersteilzeitrückstellungen insoweit berücksichtigt, als diese auf die künftige Freistellungsphase entfallen und durch die Vorleistung des Arbeitnehmers bereits anteilig verdient sind. Hierzu wird eine Quote aus dem Verhältnis der tatsächlich geleisteten Dienstzeit seit Vertragsabschluss bis zum Bilanzstichtag zur gesamten Zeit von Vertragsabschluss bis zum Ende der Arbeitsphase gebildet und hiermit die Rückstellung gewichtet. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung nach den oben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Grundsätzen. UmsatzerlöseUnterschiede in den Umsatzerlösen beruhen auf der Nutzung der Percentage-of-Completion-Methode im Rahmen der projektbezogenen Umsatzrealisation nach US GAAP, während unter HGB die Completed-Contract-Methode Anwendung findet. LeasingbilanzierungASC 842 schreibt vor, dass gemäß US GAAP der Leasingnehmer: (a) Nutzungsrechte entweder in der Bilanz oder im Anhang getrennt von anderen Vermögenswerten darzustellen hat. Stellt er die Nutzungsrechte in der Bilanz nicht gesondert dar, so hat er (i) diese Nutzungsrechte in den gleichen Bilanzposten aufzunehmen, in dem auch die zugrundeliegenden Vermögenswerte dargestellt würden, wenn sie sein Eigentum wären, und (ii) anzugeben, in welchen Bilanzposten diese Nutzungsrechte geführt werden; oder (b) Leasingverbindlichkeiten entweder in der Bilanz oder im Anhang getrennt von anderen Verbindlichkeiten darzustellen hat. Stellt der Leasingnehmer Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz nicht gesondert dar, hat er anzugeben, in welchen Bilanzposten diese Verbindlichkeiten enthalten sind. Im deutschen handelsrechtlichen Jahresabschluss folgt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen i.W. den ertragsteuerlichen Regelungen. Finanzierungsleasingkomponenten sind danach analog den Regelungen des ASC 842 zu bilanzieren. Operative Leasingverhältnisse werden dagegen nicht in der Bilanz erfasst, sondern entsprechend dem Realisations- und Imparitätsprinzip periodengerecht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und ansonsten nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB betraglich im Konzernanhang genannt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)Am 28. Mai 2024 hat die Gardner Denver Deutschland GmbH der INGERSOLL-RAND (AUSTRALIA) LTD., Dandenong, Victoria/Australien ein Darlehen über 110.300 TAUD gewährt. Die Darlehensvereinbarung hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Das Darlehen wird endfällig getilgt und wird mit 5,525 % p.a. verzinst. Die daraus resultierenden jährlichen Zinserträge belaufen sich auf ca. Mio. EUR 3,5. Am 31. Dezember 2024 hat die Gardner Denver Deutschland GmbH der Industrial Technologies & Services Korea Co., Ltd, Südkorea, ein Darlehen über TEUR 16.000 gewährt. Die Darlehensvereinbarung hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Das Darlehen wird endfällig getilgt und wird mit 3,358 % p.a. verzinst. Die daraus resultierenden jährlichen Zinserträge belaufen sich auf ca. Mio. EUR 0,5. Mit Vertrag vom 3. Mai 2025 hat die Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, 100 % der Anteile an der Michos S.A., Aspropyrgos, Griechenland, erworben. Für die Anteile wurde ein Kaufpreis in Höhe von ca. Mio. EUR 6,5 vereinbart, der in mehreren Raten bezahlt wird. Gemäß dem vereinbarten Zahlplan wurden Mio. EUR 5,5 bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des geänderten Jahresabschlusses zum 31.12.2023 gezahlt. Weitere wesentliche berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. ErgebnisverwendungDas Jahresergebnis der Gesellschaft wird gemäß dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, als beherrschter Gesellschaft und der GD German Holdings II GmbH, Fürstenfeldbruck, als beherrschender Gesellschaft vollständig an letztere abgeführt bzw. von dieser vollständig übernommen.
Bad Neustadt a.d. Saale, 27. August 2025 Gardner Denver Deutschland GmbH Andrew R. Schiesl Michael J. Scheske Glenn Oestevik Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gardner Denver Deutschland GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt C. 4. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt C. 4. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis zur NachtragsprüfungDiesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 2. August 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 27. August 2025 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen der Posten "Löhne und Gehälter", der "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen", der "Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen", des "Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinns", der "Forderungen gegen verbundene Unternehmen", der "Sonstigen Rückstellungen" sowie der "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen", der zugehörigen Angaben im Anhang und im Lagebericht sowie auf die Änderungen im "Nachtragsbericht" im Anhang sowie in der "Risikoberichterstattung" und im "Prognosebericht" des Lageberichts bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Abschnitt "Änderung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt "A. 5. Änderung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" wird verwiesen.
München, den 2. August 2024/ Begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen: 27. August 2025 Deloitte GmbH Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer Christian Booms, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses der Gardner Denver Deutschland GmbH erfolgte am: 17.09.2025 |
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