Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 769667
Eingetragen
6.6.2019
Branche
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von Batterien und AkkumulatorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Entwicklung, die Produktion und der Verkauf von Onboard Controller Komponenten, sog. Drives, lnverter und Konverter (einschließlich DC/DC) für Antriebe sowie alle Arten von Zusatzapplikationen, verwandte Antriebselektronik und Batteriemanagementsysteme (BMS), einschließlich sämtlicher hiermit in Zusammenhang stehender Hard- und Software für hybrid/batteriebetriebene vollelektrische Fahrzeuge und Transportanlagen sowie alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung, der Produktion und dem Verkauf solcher Produkte und alle zugehörigen After-Sales-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jens Mollitor
seit 18.3.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
REFU Elektronik GmbH
50.00%
KALYANI POWERTRAIN LIMITEDIND
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
REFU Elektronik GmbH
Germany
50.00%
KALYANI POWERTRAIN LIMITED
India
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

REFU Drive GmbH

Pfullingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023

A Grundlagen des Unternehmens

Die REFU Drive GmbH wurde am 20.05.2019 gegründet. Zum 01.07.2019 wurden durch Betriebsübergang der Geschäftsbereich Antriebstechnik (Segment Drive) der REFU Elektronik GmbH sowie der gesamte Betrieb der RP GmbH in die REFU Drive GmbH eingebracht. Damit hat die REFU Drive GmbH ihren operativen Geschäftsbetrieb zum 01.07.2019 aufgenommen.

Die REFU Elektronik GmbH beschäftigt sich seit 1965 mit der Entwicklung, Produktion und dem Verkauf von Frequenzumrichtern und Wechselrichtern für diverse Anwendungen im Bereich der Antriebs- und Energietechnik (Segment Drive) und seit 2016 auch wieder im Bereich Photovoltaik (Segment Energy). Die RP GmbH war bis zum Betriebsübergang als Fertigungsdienstleister für Wechselrichter, Elektrogeräte und Schaltschränke tätig und mit Schwerpunkt Lieferant für die REFU Elektronik GmbH.

Die Gründung der REFU Drive GmbH hatte das Ziel, Synergien im Bereich Verwaltung, Organisation und Service zu schaffen und ist die Basis für das im September 2019 vollzogene Joint Venture (JV) mit der Bharat Forge Ltd. mit Sitz in Pune. Bharat Forge Ltd. hält 50% der Anteile der REFU Drive GmbH.

Ziele des JV waren und sind ein stark erweiterter Markt- und Kundenzugang für die REFU Drive GmbH durch die Bharat Forge Ltd. und damit eine deutliche Beschleunigung des Wachstums und der Internationalisierung der REFU Drive GmbH sowie der Kompetenzaufbau und Entwicklungszugang zu Produkten für die Elektromobilität für Nutzfahrzeuge und Busse im indischen Markt für Bharat Forge Ltd.

Die REFU Drive GmbH gründete zum 08.07.2019 die 100% Tochtergesellschaft REFU Drive India Ltd., die ab dem 01.08.2019 operativ tätig wurde. In diese Tochtergesellschaft wurde das bisher für die REFU Elektronik GmbH tätige Entwicklungsteam, das bei PRETTL India Ltd. integriert war, übernommen.

Geschäftsmodell

Die REFU Drive GmbH ist ein globaler Anbieter von elektrischen Antriebskomponenten und Lösungen für die Elektrifizierung und Hybridisierung von Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen, spezialisiert auch für raue Umgebungsbedingungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Produktentwicklung, der Fertigung und dem Vertrieb eigener Produkte sowie von Kundenlösungen. Die REFU Drive versteht sich als Systempartner für mechatronische, elektrische und elektrohydraulische Lösungen ihrer Kunden, kann aber auch als Entwicklungsdienstleister mit nachgelagerter Serienfertigung auftreten.

Die Hauptmärkte liegen derzeit in Zentraleuropa, überwiegend in Deutschland. Hauptbranche ist die Hafentechnik mit der Anwendung Fahrzeuge für Containerhandling, bei denen die REFU Drive mit Kunden zusammenarbeitet, die zu den Marktführern in diesem Bereich in Europa gehören.

Ziele und Strategien

Unser technologisches Wissen aus den Anwendungen der Hafentechnik und der Elektromobilität rollen wir auf andere Geschäftsfelder der mobilen Maschinen und Nutzfahrzeuge aus und erreichen dadurch eine Markterweiterung in die Geschäftsfelder Nutzfahrzeuge, Kommunalfahrzeuge, Sonderfahrzeuge, Baumaschinen aller Art und Landmaschinen. Durch die überproportional steigenden Bedarfe an Elektrifizierungslösungen streben wir in den kommenden Jahren ein starkes Umsatzwachstum an. Die diesjährigen Umsatzziele wurden erreicht und liegen 17,4% oberhalb der Planung.

Unsere Vertriebsaktivitäten fokussieren sich auf den indirekten Vertrieb der Produkte über strategische Systempartner und Zulieferer. Ein weiterer Vertriebskanal sind Integratoren oder in einigen Fällen auch direkt die OEM.

REFU Drive bietet dabei neben dem Verkauf der Komponenten auch die Systempartnerschaft für mechatronische, elektrische und elektrohydraulische Lösungen für unsere Kunden, agiert als Entwicklungsdienstleister mit nachgelagerter Serienfertigung oder in bestimmten Fällen auch als erfahrener Partner für die Produktion von Traktionswechselrichtern und Komponenten für die Elektromobilität.

Forschung und Entwicklung

Die gesamte Entwicklungsarbeit der REFU Drive besitzt weiterhin einen sehr hohen Stellenwert für die Erhaltung und den Ausbau des technologischen Niveaus und der damit verbundenen Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Technologieprojekte werden dabei insbesondere auch im Rahmen von nationalen und internationalen Förderprojekten gemeinsam mit Hochschulen und Kunden vorangetrieben. Innovationsprojekte sollen auch im Jahr 2024 und den kommenden Jahren unterstützt und umgesetzt werden. Die Entwicklungsplattformen sind so angelegt, dass sie sowohl in der Elektromobilität bei mobilen und stationären Anwendungen als auch in der industriellen Antriebstechnik Verwendung finden können.

Neben der permanenten Weiterentwicklung der Standard-Plattformreihe RPCS ist die Weiterentwicklung des Applikations-Knowhows für die Akquise von Neukunden von zentraler Bedeutung. Die REFU Drive GmbH unterstützt damit Systemlösungen, was für neue Kunden in der Elektrifizierung von mobilen Arbeitsmaschinen und Nutzfahrzeugen zwingend erforderlich ist.

Dem Trend der Internationalisierung folgend und um Entwicklungsleistung auch kostenoptimiert, marktgerecht anbieten zu können, arbeitet die REFU Drive mit einem zusätzlichen Entwicklungsteam der Tochtergesellschaft REFU Drive India Ltd. in Pune zusammen. Durch das Joint Venture mit der Bharat Forge Ltd. und die Zusammenarbeit mit deren Tochterunternehmen Kalyani Powertrain Limited ist auch die Erschließung des wachsenden Elektromobilitätsmarkts in Indien von strategischer Bedeutung.

Die Entwicklung ist damit eine zentrale Kernkompetenz der REFU Drive GmbH und zugleich die Wachstumsbasis für neue Produkte, Anwendungen, Kunden und Märkte. Daher sind nachhaltige Investitionen in Forschung und Entwicklung, auch langfristig, unabdingbar. Die Entwicklungskosten für das GJ 2023 belaufen sich auf 895 TEUR. Das Budget 2024 für Forschung und Entwicklung wurde auf 1.010 TEUR erhöht.

B Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3% gesunken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, die steigenden Zinsen und die geringere Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland dämpften die Konjunktur.

Außerdem war die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 nach wie vor von den Folgen des Ukraine-Kriegs geprägt.

Hinzu kamen anhaltende Material- und Lieferengpässe, steigende Preise für spezielle Leistungsmodule, z.B. IGBTS, hielten bis zur Jahresmitte an sind seitdem konstant oder sogar leicht sinkend. Lieferketten sind stabil, was sich bei vielen Komponenten auch in der kurzfristigen Verfügbarkeit zeigt.

Elektromobilität ist weltweit der Schlüssel für klimafreundliche Mobilität und Innovation. Der Betrieb von Elektrofahrzeugen erzeugt insbesondere in Verbindung mit regenerativ erzeugtem Strom deutlich weniger CO 2. Zusätzlich können Elektrofahrzeuge mit ihren Energiespeichern die Schwankungen von Wind- und Sonnenkraft künftig ausgleichen und so den Ausbau und die Marktintegration dieser unsteten Energiequellen unterstützen.

Die starken Veränderungen in der Automobilindustrie belasten die Hersteller und ihre Zulieferer. Der Wandel zur Elektromobilität bewirkt einen hohen Bedarf bei Elektrotechnik- und Software-Ingenieuren und damit einen zunehmenden Wettbewerb um diese Fachkräfte.

Branchenentwicklung

Elektromobilität ist weltweit der Schlüssel für klimafreundliche Mobilität und Innovation. Dies gilt auch und in besonderem Maße für Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen. Speziell der hohe Bedarf an Halbleitern sowie Metallen wie Stahl und Kupfer bremsten jedoch die Entwicklung der Branche. Die in der Folge sehr stark steigenden Preise dämpften die Margen und beeinflussten die Ertragslage in der gesamten Branche. (Elektroniknet.de, Halbleitermarkt für Automotive: 2021, 2022, 2023: super; 2024: "nur" gut, Artikel v. Iris Stroh am 12.01.2024)

Die Perspektiven im von REFU Drive bearbeiteten Bereich der Elektrifizierung von mobilen Arbeitsmaschinen und Nutzfahrzeugen sind nach wie vor sehr erfreulich. Getrieben von der geforderten Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes sowie gesetzlichen und lokalen Regelungen versuchen alle Hersteller von Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen, sich mit alternativen Antriebstechnologien zum klassischen Verbrennungsmotor zu etablieren. Die Anzahl der Ankündigungen von Serienstarts im Bereich Nutzfahrzeuge hat sich mittlerweile vervielfacht.

Der Einsatz erfolgt zunächst meist über Versuchsfahrzeuge und deren längerfristige Erprobung. Ein Serieneinsatz in nennenswerten, attraktiven Stückzahlen ist in immer mehr ausgewählten Branchen, wie u.a. der Hafentechnik, bei Untertagefahrzeugen, Kommunalfahrzeugen oder im Flughafenvorfeld gegeben.

Getrieben von der Klimadiskussion werden weltweit neue Förderprogramme für den Einsatz von energieeffizienten und ressourcenschonenden Technologien bei Bussen und Nutzfahrzeugen aufgelegt. Insbesondere das Programm der indischen Regierung ist für unseren indischen Gesellschafter sehr interessant.

Die wachsende Anforderung nach CO 2 -Reduzierung, Reduktion des Schadstoffausstoßes und Kraftstoffeinsparung bzw. Effizienzsteigerung, auch bei Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen, resultiert immer mehr auch aufgrund wachsender ökonomischer Vorteile. Verbrennungsmotoren und Hydraulikantriebe werden sukzessive ersetzt oder ergänzt durch elektrische Antriebe, einhergehend mit einem steigenden Bedarf an Leistungselektronik und Energiespeichertechnik, basierend auf folgenden Gründen:

Der höhere Wirkungsgrad der Elektroantriebe reduziert die Energiekosten und verbessert den CO 2 "Fußabdruck".

Die geringere Lärmbelastung der Elektroantriebe erlaubt die Ausweitung der Arbeitszeiten, auch auf Nachtzeiten.

Die höhere Produktivität durch präzisere Regelbarkeit der Elektroantriebe treibt die Automatisierung und vereinfacht die Realisierung autonomer Systeme.

Die Elektroantriebe weisen geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten auf.

Im Bereich der mobilen Arbeitsmaschinen stehen einige Geschäftsfelder, wie z.B. die Hafentechnik oder die Flughafenvorfeldfahrzeuge, bereits in nicht allzu ferner Zukunft vor einem vollständigen Umstieg auf emissionsarme, elektrische Antriebstechnologien. Kommunalfahrzeuge und Baumaschinen folgen, getrieben von den Emissionszielen in Ballungsgebieten. Die Landmaschinen werden mit etwas Verzögerung ebenfalls auf effizientere und emissionsärmere Antriebssysteme umgestellt. Hier ist allerdings aufgrund der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten von Antriebs- und Anbaugeräten die Technologie noch etwas schwieriger umzusetzen. Außerdem wird die Batterietechnologie allein die Anforderungen in diesen Branchen nicht vollumfänglich erfüllen.

Der Markt der Elektromobilität entwickelt sich zunehmend schneller, hat aktuell jedoch noch immer einen hohen Finanzierungsbedarf. Um die Aktivitäten in diesem Umfeld aus eigener Kraft finanzieren zu können, ist nach wie vor ein stabiles Standbein in einem zusätzlichen Geschäftsfeld erforderlich.

Die REFU Drive bedient daher seit Jahren auch zusätzlich Kunden in Nischen, z.B. im Bereich der industriellen Anwendung von leistungselektronischen Geräten sowie bei der Produktionsdienstleistung. Im Marktumfeld lässt sich eine deutliche Konzentration und Fokussierung auf den gesamten Antriebsstrang feststellen. Anbieter aus der Automobilindustrie mit Produkten für Elektromobilität für PKW versuchen sich ebenfalls im Bereich Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen zu positionieren. Durch das JV mit Bharat Forge Ltd. erhielt die REFU Drive einen langjährig erfolgreichen Marktzugang zu Nutzfahrzeugen und Bussen.

II. Geschäftsverlauf

Die begonnene strategische Ausrichtung des Segments Drive, Lösungsanbieter für diesel-elektrische und batterie-elektrische mobile Arbeitsmaschinen zu werden, wurde kontinuierlich fortgesetzt. Die Marktbearbeitung erfolgt hier über eine Key Account Struktur mit Fokussierung auf klar festgelegte Branchen und Applikationen sowie mit Fokus auf Tier 1 als strategische Partner und mögliche Multiplikatoren.

Im Bereich der Fahrzeuge des Containerhandlings konnte REFU Drive den relevanten Umsatz mit einem größeren Kunden in 2023 weiter ausbauen. Weitere Projekte im Bereich Nebenaggregate für die Klimatisierung von Elektrofahrzeugen, Kommunalfahrzeugen, elektrischen Achsen sowie Baufahrzeugen und -maschinen laufen und wurden teilweise mit ersten Prototypen beliefert.

Insbesondere mit der Produktgruppe der On-Board-Ladegeräte konnten neue Kunden und Marktsegmente geöffnet werden. Kooperationsgespräche mit verschiedenen Herstellern von Elektromotoren sowie mit Anbietern von Komponenten für Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen wurden erfolgversprechend weiter fortgeführt. Das Geschäft in Indien konnte erfolgreich mit dem Umrüsten weiterer Lkws und deren Homologation unterstützt werden.

III. Lage des Unternehmens

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betragen 21,0 Mio. EUR nach 15,2 Mio. EUR im Vorjahr und nahmen um 38,5% zu. In Deutschland betragen die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr 17,6 Mio. EUR (im Vorjahr 14,0 Mio. EUR). Im Ausland konnte die Gesellschaft 3,4 Mio. EUR nach 1,2 Mio. EUR im Vorjahr erzielen.

Das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 beträgt somit 841 TEUR (im Vorjahr -8.963 TEUR).

Neben den Umsatzerlösen ist das EBIT der bedeutsamste Leistungsindikator der REFU Drive. Das EBIT beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 960 TEUR nach -8.899 TEUR im Vorjahr.

Der Auftragseingang im Jahr 2023 lag bei 24,04 Mio. EUR, im Vorjahr bei 23,7 Mio. EUR.

Durch das positive Ergebnis nach Steuern von 841 TEUR verbessert sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 auf -1.444 TEUR (im Vorjahr -2.285 TEUR) bleibt jedoch weiterhin negativ.

Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten betragen 8,8 Mio. EUR (im Vorjahr 6,3 Mio. EUR)

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, jederzeit die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Durch ein Bestands- und Forderungsmanagement wird das Liquiditätsrisiko grundsätzlich minimiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zwei Gesellschafterdarlehen in Höhe von 0,25 Mio. EUR (als Restauszahlung eines Darlehens aus dem Vorjahr vom Gesellschafter Refu Elektronik) und 0,75 Mio. EUR als neues Darlehen vom Gesellschafter Bharat Forge-Gruppe ausgereicht. Die im Jahr 2020 eingerichtete Kreditlinie über 1 Mio. EUR durch die Hausbank besteht bis auf weiteres und ist mit üblichen Konditionen ausgestattet.

Sowohl zum 31. Dezember 2023 als auch zum vorangegangenen Bilanzstichtag ist die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Die Vermögenslage ist im Anlagevermögen durch die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 1,3 Mio. EUR) geprägt. Der Rückgang ist überwiegend auf die Abschreibung des Firmenwertes zurückzuführen. In den Sachanlagen ergaben sich Investitionen von 356 TEUR (Vorjahr 148 TEUR), davon 180 TEUR für Betriebs- und Geschäftsausstattung und 168 TEUR für die im Bau befindlichen Anlagen.

Beim Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte um 1.702 TEUR und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Vorräten ist die Erhöhung im Wesentlichen auf die gestiegene Umschlagshäufigkeit und die daraus resultierende geringere Abwertung der Vorräte in Höhe von 899 TEUR zurückzuführen, während bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch den höheren im Jahr 2023 realisierten Umsatz.

Zum Jahresende betrug die Mitarbeiterzahl 78 FTE (Full-Time Equivalents) (im Vorjahr 79 FTE).

IV. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsentwicklung 2023 verlief für die REFU Drive insgesamt sehr zufriedenstellend, da das Geschäftsjahr mit einem EBIT in Höhe von 0,96 Mio. EUR abgeschlossen wurde, der deutlich über dem für geplanten EBIT von 0,3 Mio. EUR liegt. Ebenso hat die Gesellschaft mit einem Umsatz von 21,0 Mio. EUR den ursprünglich geplanten Umsatz in Höhe von 17,9 Mio. EUR übertroffen und ihre Erwartungen und Planungen damit deutlich erfüllt.

Die Geschäftsentwicklung in 2024 wird im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr 2023 auf einem ähnlichen Niveau bleiben. Dies bedeutet, dass der Umsatz bei 21,3 Mio. € und der EBIT bei 0,13 Mio EUR liegen wird. Beeinflusst wird diese Entwicklung durch die stagnierende Wirtschaftslage.

V. Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens verwendet die Geschäftsführung insbesondere die finanziellen Kenngrößen Umsatzerlöse sowie EBIT.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht sowie Nachtragsbericht

Die schwierige Situation in der Beschaffung von Elektronikbauteilen ist nahezu ausgestanden, Zudem sind Schwankungen im Bereich Produktions-Dienstleistung nicht unüblich und können je nach Kunde auch saisonalen Schwankungen unterliegen.

Zu Beginn des Jahres 2024 ist ein anhaltender starker Anstieg von Aktivitäten zur Elektrifizierung, insbesondere von Nutzfahrzeugen, aber auch von Kommunalfahrzeugen und Baumaschinen zu spüren. Dies konnte insbesondere in Gesprächen mit weiteren potenziellen Kooperationspartnern nochmals festgestellt werden und wird auch bei den nun stattfindenden Kongressen spürbar werden.

Bei den Traktionsantrieben können sich mögliche Kooperationen zum Erfolg entwickeln. Bei Neben- und Hilfsantrieben bietet sich für REFU Drive durch die vorhandene Produktpalette sowie auch ein kurz vor der Fertigstellung befindliches neues Produkt ein gutes Potential, auch zur Differenzierung von Marktbegleitern. Auch die Aktivitäten unseres Anteilseigners Bharat Forge mit seinem Tochterunternehmen Kalyani Powertrain Limited, die sämtliche Elektromobilitätsaktivitäten bündelt, in Indien zeigen weiterhin Erfolge und vielversprechende Projektanbahnungen.

Allgemeiner Risikobericht

Das größte Risiko steckt in den Lieferketten sowie in den stark steigenden Preisen, besonders bei geringen Stückzahlen. Es besteht das Risiko der nicht marktgerechten technischen sowie zeitlichen Entwicklung (time to market), nicht marktgerechter Preise, ein Qualitätsrisiko bei Lieferanten, Fertigung und Entwicklung sowie ein Ausfallrisiko von externen Kundenforderungen. Durch die positive Perspektive wird sich die Zahl der Marktbegleiter weiter erhöhen, gleichzeitig findet jedoch auch eine Konzentration und Konsolidierung statt. Große OEMs und Tier 1 werden versuchen, den Markt für Nutzfahrzeuge und Arbeitsmaschinen mit ihren aus dem Automotive- Umfeld entwickelten Großserienlösungen zu belegen.

Diese Risiken bewegen sich im Rahmen des üblichen Unternehmensrisikos. Das Ausfallrisiko von externen Kundenforderungen ist mittels Kreditversicherung und Kreditauskunft minimiert. Das Risiko der Belieferung mit schlechter Qualität seitens Lieferanten wird durch das bestehende Qualitätsmanagement überwacht, die interne Qualität durch Audits und Prozessüberwachung. Die marktgerechte technische sowie zeitliche Entwicklung von Neuprodukten wird durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung sowie durch regelmäßig intern stattfindende "Fortschrittstermine" zwischen Entwicklung, Produktmanagement, Vertrieb und Geschäftsführung grundsätzlich gesichert. Allerdings lassen sich durch diese Maßnahmen temporäre Fehleinschätzungen und Fehlentwicklungen nicht vollständig ausschließen. Dabei wird im Unternehmen der Ansatz verfolgt, durch die weitere Optimierung und Professionalisierung der Prozessschritte im Rahmen von Entwicklungsprojekten, fehlerhafte Schritte zu reduzieren und idealerweise zu vermeiden.

Spezieller Risikobericht

Die REFU Drive GmbH spezialisiert sich auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Antriebstechnikprodukten und deren speziellen Anforderungen. Die Geschäftsführung achtet dabei auf die ständige Erweiterung und Anpassung der Strukturen.

Um dem technischen Produktrisiko, speziell nach der Markteinführung der neuen Produkte, Rechnung zu tragen, werden neben Typprüfung und Serienfreigabe auch permanente Produktanpassungen durchgeführt.

Die Liquiditätsplanung und das Forderungsmanagement werden rollierend fortgeschrieben und aktualisiert. Externe Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Forderungsausfälle sind derzeit so gut wie nicht zu erwarten. Nahezu alle Kunden durchlaufen eine Kreditwürdigkeitsprüfung und werden, sofern möglich, über die bestehende Kreditversicherung abgesichert. Bestehen Zweifel an der Zahlungsfähigkeit wird konsequent Vorkasse eingefordert.

Durch eine konservative Risikopolitik und eine sorgfältige Liquiditätsplanung werden finanzielle Risiken jedweder Art minimiert. Die deutlichen Steigerungen der Material- und Energiepreise im Zusammenspiel mit der schwankenden Auslastung im Geschäftsjahr 2022 sowie den hohen Investitionskosten aus fehlgeschlagenen, nicht marktfähigen eigenen Entwicklungsprojekten haben in der Vergangenheit zu einer Ertragskrise des Unternehmens geführt, die zudem im Vorjahr zu einer bilanziellen Überschuldung in Höhe von 2.285 TEUR geführt hat. Im Berichtsjahr konnte die bilanzielle Überschuldung in Folge der positiven Entwicklung in Umsatz und Ergebnis um 841 TEUR reduziert werden. Vor diesem Hintergrund hat sich zudem in 2022 vorübergehend eine angespannte Liquiditätssituation ergeben, die über weitere Darlehen von 1,75 Mio. EUR aus der Gesellschaftersphäre in 2022 gelöst wurde. In 2023 wurden weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR an die Gesellschaft ausgegeben. Über Rangrücktrittserklärungen eines Gesellschafters ist die bilanzielle Überschuldung vollständig beseitigt. Mit der bestehenden Kreditlinie von 1,0 Mio. EUR verfügt die Gesellschaft auf Grundlage der aktuellen Liquiditätsplanung sowie der kurzfristigen rollierenden Liquiditätsplanung zudem über einen ausreichenden finanziellen Handlungsspielraum. Bezogen auf die Liquiditätslage liegt auf Grundlage der Planung und aktuellen Entwicklung kein bestandsgefährdendes Risiko vor.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsmaßnahmen zählen im Wesentlichen die Steuerung der Lieferanten-Verbindlichkeiten sowie die Finanzierung des Wachstums des Unternehmens über Gesellschafterdarlehen.

Chancenbericht

Durch entsprechende Komponentenentwicklung für mobile Maschinen ist der Markteintritt der REFU Drive auch für Seriengeschäfte bei größeren Stückzahlen im Bereich Nutzfahrzeuge möglich. Als Beispiel können hier vor allem Ladegeräte, DC-Spannungswandler oder Bordnetzversorgungen, aber auch die Traktionsantriebe aufgeführt werden. Die Synergie der verwendeten Technologien im Bereich mobile Maschinen und Automotive ermöglicht es der REFU Drive, auch Entwicklungsdienstleistungen für große OEM und Tier 1 anzubieten.

Das Marktwachstum in den bereits genannten Branchen Hafentechnik, Kommunalfahrzeuge oder Baumaschinen wird zwar in den kommenden Jahren insgesamt gering bleiben, der für REFU Drive zugängliche Markt wächst jedoch innerhalb der Bereiche durch die Substitution der Antriebstechnologie bei weiteren Fahrzeugklassen weit überproportional.

Durch das JV mit Bharat Forge ergeben sich vielfältige Chancen zum Markteintritt in Indien und weitere internationale Märkte sowie eine weitere Zugangsmöglichkeit zum großen Markt der Nutzfahrzeuge.

Energieeffiziente Antriebstechnologien werden auch durch die nationalen Förderprogramme finanziell unterstützt. Im Jahr 2021 starteten wir bereits ein im Rahmen des Innovationsprogramms BWinvest gefördertes Projekt, im Jahr 2022 ein weiteres Gemeinschaftsförderprojekt gemeinsam mit einem Kunden und einer Hochschule. Das Engagement in den Netzwerken der E-Mobilität, wie Cluster Elektromobilität Südwest sowie Cluster Nutzfahrzeuge Schwaben, vergrößert dabei sowohl den potenziellen Zielkundenstamm als auch die Chance auf neue Kooperationsprojekte im Rahmen von Förderprogrammen permanent.

Prognosebericht

Die REFU Drive fungiert als Partner der Elektrifizierung sowohl im Bereich Produktentwicklung als auch bei der Industrialisierung und der Serienproduktion. REFU Drive ist ein Kompetenz-Zentrum für Leistungselektronik und erster Ansprechpartner für Elektronikentwicklungen, insbesondere der Leistungselektronik. Die durch das gebündelte Know-how entstandenen Produktplattformen werden konsequent kundenspezifisch weiterentwickelt und zukünftig auch für den Automotive-Bereich weiterentwickelt. Für die Elektromobilität ist dies eine Plattform, die speziell für den Einsatz in mobilen Maschinen und Nutzfahrzeugen konzipiert ist und deren Komponenten auf kundenspezifische Wünsche individuell angepasst werden können.

Dieses Plattformkonzept bildet die Basis für die Elektromobilität bei mobilen Arbeitsmaschinen, die beim Einsatz von Elektronik vor allem spezielle Anforderungen an die Bauform und die Schutzart der Geräte haben. Neben den hohen umweltpolitischen Zielen sind es wirtschaftliche Gründe wie Kraftstoffreduzierung und Downsizing von Verbrennungsmotoren, die diese Technologien in den Fokus der Kunden bringen. Weiterführende legislative Anforderungen fördern diesen Markt ebenso wie die stärker werdende Diskussion um den Klimawandel und die Zunahme der Verkäufe von batterie-elektrischen Fahrzeugen. Als Zielmärkte sind neben der E-Mobilität bei Nutzfahrzeugen vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge, Baumaschinen, Untertagefahrzeuge und Kommunalfahrzeuge zu nennen. Vorreiter sind hier sicherlich Häfen und Flughäfen, die heute bereits klare Forderungen und Zeitpläne für die "Zero-Emission"-Fahrzeuge besitzen. Auch die mögliche Erweiterung der Arbeitszeiten durch den geräuscharmen elektrischen Betrieb gibt der Elektrifizierung weiter Auftrieb. Durch den immer weiter fortschreitenden Einzug der Elektromobilität in vielen Bereichen der Fahrzeugtechnik zur Reduzierung der Schadstoffemission wird in vielen Branchen der Druck zur Umstellung auf derartige Technologien stetig wachsen. Laufend eingehende neue Projektanfragen und Prototypenlieferungen bestätigen den geplanten Geschäftsverlauf und die positive Wachstumsprognose.

Die Produkte von REFU Drive sind den bei mobilen Arbeitsmaschinen vorherrschenden extremen Umgebungsbedingungen wie Vibrationen, Schmutz und Schock gewachsen. Das erste Umrüstprojekt für einen Lastkraftwagen wurde bereits in 2022 umgesetzt und seitdem sind noch weitere Fahrzeuge für eine Flottenerprobung umgerüstet worden. Die hier verwendeten Produkte bilden auch die Basis für Neuanwendungen im Bereich kleiner Baumaschinen und Fördertechnikfahrzeuge in der Kombination von Antriebstechnik mit Batterie-Ladetechnik und Energiespeicherung. Außerdem sind die Basiskomponenten universell für Nebenaggregate einsetzbar. Insbesondere im Bereich Nutzfahrzeuge sowie bei der Klimatisierung von Elektrobussen als auch bei der Kühlung von Batterien und Verbrennungsmotoren ergeben sich vielfältige Einsatzfelder mit den existierenden Produkten und deren Weiterentwicklungen. In verschiedenen Anwendungen sind Mustergeräte von REFU Drive bereits in Erprobung.

REFU Drive setzt damit auf Wachstumsmärkte in der elektrischen Antriebstechnik. Für das Jahr 2025 wird für die entsprechenden Leistungselektronik-Komponenten ein geschätztes Marktvolumen von größer 2 Milliarden Euro, allein im Bereich E-Mobilität bei mobilen Arbeitsmaschinen, erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz in Höhe von 21,3 Mio. EUR und ein EBIT in Höhe von 0,13 Mio. EUR, bei einem etwas veränderten Produktmix durch Substitution von auslaufenden Produkten. Diesbezüglich sehen wir die Gesellschaft aber auch den derzeit nicht abschließend einschätzbaren Risiken der weiteren Entwicklung des Russland-/Ukraine-Konflikts sowie den daraus möglicherweise resultierenden Auswirkungen ausgesetzt. Aufgrund der bisherigen positiven Entwicklung bis Ende Juni 2024 in Umsatzerlöse und EBIT gehen wir gegenwärtig und soweit keine außergewöhnlichen Umstände eintreten davon aus, dass die Erreichung unserer Ziele nicht gefährdet ist.

Es wird stetig an geeigneten Maßnahmen zur nachhaltigen Kostenoptimierung, Produktivitätsverbesserung und Umsatzsteigerung gearbeitet.

Aufgrund der positiven Gesamtentwicklung der zuvor beschriebenen positiven E-Mobilitäts Faktoren wird auch für die kommenden Jahre eine positive Unternehmensentwicklung der REFU Drive GmbH bei Umsatz, Kosten und Ertrag erwartet.

 

Pfullingen, 20. August 2024

Sven Wagner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen 1.797.832,79 1.829.193,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.528,00 9.460,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 1.100.000,00 1.300.000,00
3. Geleistete Anzahlung 0,00 1.116.528,00 2.200,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 117.645,00 144.107,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.195,00 40.610,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.744,00 319.405,00
4.Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 168.309,27 667.893,27 0,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.411,52 13.411,52 13.411,52
B. Umlaufvermögen 7.162.282,34 3.068.561,28
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.235.329,65 645.480,38
2. Unfertige Erzeugnisse 590.408,92 489.290,37
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 65.436,39 48.094,08
4. Geleistete Anzahlungen 87.244,40 2.978.419,36 93.863,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.217.494,05 1.146.162,57
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 18.740,83 159.095,88
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 254.483,00 119.390,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 52.114,43 3.542.832,31 11.514,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten uns Schecks 641.030,67 355.669,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.837,00 13.965,00
D.NICHT DURCH EIGENKAPITEL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.444.224,68 2.285.354,36
Summe 10.478.176,81 7.197.074,16

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 11.262.730,30 11.262.730,30
III. Verlustvortrag -13.573.084,66 -4.609.990,53
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 841.129,68 -8.963.094,13
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.444.224,68 2.285.354,36
B. Rückstellungen 1.720.273,11 945.674,11
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.277,59 18.098,82
2. Sonstige Rückstellungen 1.715.995,52 927.575,29
C. Verbindlichkeiten 8.757.903,70 6.251.400,05
1. Erhaltene Azahlung auf Bestellung 848.149,41 182.031,30
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.349.817,31 1.247.800,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.244.299,73 2.484.681,20
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.336.982,99 1.528.654,87
5. Sonstige Verbindlichkeiten 978.654,26 808.231,84
Summe 10.478.176,81 7.197.074,16

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 20.994.735,83 15.156.722,28
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 118.460,86 -257.967,81
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 37.280,00 587.032,18
21.150.476,69 15.485.786,65
4. Sonstige betriebliche Erträge 484.109,43 660.777,92
5. Materialaufwand
a) Aufwendunfen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.805.872,40 -11.787.621,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -76.388,51 -11.882.260,91 -254.729,49 -12.042.351,19
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.368.023,85 -4.633.490,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -836.790,20 -5.204.814,05 -932.524,27 -5.566.015,14
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -399.257,65 -1.501.269,17
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.188.895,60 -5.934.285,33
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.905,42 765,28
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -120.054,65 -65.169,15
11. Steuern auf Einkommen und vom Ertrag 173,00 206,00
12. Ergebnis nach Steuern 842.381,68 -8.961.554,13
13. Sonstige Steuern -1.252,00 -1.540,00
15. Jahresfehlbetrag 841.129,68 -8.963.094,13

ANHANG Für das Geschäftsjahr 2023

der Firma REFU Drive GmbH, Pfullingen

Sitz: Pfullingen

Registergericht: Amtsgericht Stuttgart

Handelsregisternummer: HRB 769667

Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die REFU Drive GmbH wurde im Geschäftsjahr 2019 gegründet. Ihre Geschäftstätigkeit besteht in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Komponenten für Antriebs- und Batteriemanagementsysteme sowie für hybrid- oder batteriebetriebene Fahrzeuge und Transportanlagen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) gegliedert.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Soweit Erleichterungsregelungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften vorliegen oder Wahlrechte bestehen, wurden diese berücksichtigt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 1.444 bilanziell überschuldet. Für Gesellschafterdarlehen über TEUR 2.500 liegen Rangrücktrittserklärungen vor, so dass die bilanzielle Überschuldung beseitigt ist. Zur weiteren Verbesserung der Liquiditätssituation wurden im Jahr 2023 weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.000 gewährt und es werden verstärkt Anzahlungen an Kunden zur Finanzierung von Vorleistungen im Rahmen von Materialbeschaffungen abgerechnet. Mit der bestehenden Kreditlinie von TEUR 1.000 verfügt die Gesellschaft auf Grundlage der aktuellen Liquiditätsplanung sowie der kurzfristigen rollierenden Liquiditätsplanung über einen ausreichenden finanziellen Handlungsspielraum. Operativ wurde der Fokus auf die Antriebstechnik für mobile Arbeitsmaschinen und Nutzfahrzeuge gelegt sowie die Produktion und Erbringung von Entwicklungsdienstleistungen in diesem Segment.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen, linearen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer, welche bei entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnliche Rechten und Werten zwischen 1 und 8 Jahren und, für den Geschäfts- oder Firmenwert bei 10 Jahren liegt.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Grundlage der planmäßigen, linearen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer, welche für Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken zwischen 1 und 10 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 2 bis 19 Jahren sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 13 Jahren liegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht, solche mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 800 voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Boni und Skonti bzw. zu nachgewiesenen niedrigeren Tagespreisen bilanziert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Anschaffungs- bzw. zu Herstellungskosten abzüglich erhaltener Boni und Skonti bzw. zu nachgewiesenen niedrigeren Tagespreisen bilanziert. Die Herstellungskosten beinhalten anteilige, angemessene Gemeinkostenzuschläge auf Material- und Fertigungskosten des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung sind nicht aktiviert. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, einer geminderten Verwendbarkeit oder einem niedrigeren Marktpreis ergeben, sind durch Abschläge berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, beinhalten Zahlungsausgänge vor dem Bilanzstichtag, die im Folgejahr aufwandswirksam werden.

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

31.12.2023 Vorjahr
Zinssatz 1,82 % 1,78 %

Da es sich bei dieser Verpflichtung um einen geschlossenen Bestand handelt, voraussichtlich keine Umwandlungen mehr erfolgen werden und bei einem vorzeitigen Ausscheiden, die bereits erdienten Bausteine in voller Höhe erhalten bleiben, wurden die Zusagen mit dem Barwert ohne Dynamiken und Fluktuation bewertet.

Diejenigen Versicherungsverträge, die nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB als Deckungsvermögen einzustufen sind, wurden saldiert (TEUR 8). Zinsaufwendungen (TEUR 0) und Zinserträge (TEUR 0) wurden saldiert im Finanzergebnis dargestellt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag zu der Bewertung auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre und stellt sich wie folgt dar:

Pensionsrückstellung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen... Geschäftsjahr Vorjahr
...zehn Jahre 1,82 % 1,78 %
...sieben Jahre 1,74% 1,44 %
Unterschiedsbetrag (ausschüttungsgesperrt) EUR 0 EUR 0

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,52 % der gewährleistungspflichtigen Umsatzerlöse der letzten 3 Geschäftsjahre gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristkongruenten, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Zugang mit dem Tageskurs umgerechnet. Bei einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden sie am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs (Stichtagskurs) umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen mit TEUR 13 die 100% -Beteiligung an der REFU-Drive India Pvt. Ltd., Pune, Indien. Zum Bilanzstichtag 31.03.2024 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 364 und ein Jahresergebnis für den Zeitraum 1.4.2023 - 31.03.2024 in Höhe von TEUR 92 auf.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 19, i. Vj. TEUR 159) betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Davon entfallen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 82) auf die Gesellschafterin REFU Elektronik GmbH.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 254, i. Vj. TEUR 119) betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
in TEUR in TEUR
Absatzbezogene Rückstellungen 614 500
Personalbezogene Rückstellungen 345 285
Ausstehende Rechnungen und Beiträge 707 97
Prüfung Jahresabschluss 50 46
1.716 928

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt, Vorjahreswerte in Klammern:

Restlaufzeit Summe davon gesichert
bis 1 Jahr > 1 Jahr dv. > 5 Jahre
Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 848 0 0 848 0
(182) (0) (0) (182) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 1.350 0 0 1.350 0
(1.248) (0) (0) (1.248) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.244 0 0 3.244 0
(1.210) (1.275) (0) (2.485) (0)
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 516 1.821 0 2.337 0
(1.000) (528) (0) (1.528) (0)
Sonstige 979 0 0 979 0
(808) (0) (0) (808) (0)
Summe 6.937 1.821 0 8.758 0
(4.448) (1.803) (0) (6.251) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 2.550 (i. Vj. TEUR 2.275) auf Darlehensverbindlichkeiten inklusive endfällige Zinsen und in Höhe von TEUR 694 (i. Vj. TEUR 210) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Hiervon entfallen TEUR 2.559 (i. Vj. TEUR 2.345) auf die Gesellschafterin.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 2.337, i. Vj. TEUR 1.528 enthalten in voller Hohen auf sonstige Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 301 (i. Vj. TEUR 126) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.995 (i. Vj. TEUR 15.157) entfallen mit TEUR 17.617 (i. Vj. TEUR 13.970) auf das Inland und mit TEUR 3.378 (i. Vj. TEUR 1.187) auf das Ausland.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
in TEUR in TEUR
Periodenfremde Erträge 119 462
Fördermittel 240 99
Weiterberechnung von Aufwendungen an andere Unternehmen 87 70
Weiterberechnung von Aufwendungen an REFU-Elektronik 19 22
Übrige Erträge 19 8
484 661

Die periodenfremden Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 1) enthalten.

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie für bezogene Waren werden außergewöhnliche Aufwendungen für Verschrottungen und Abwertungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 3.221) ausgewiesen.

Die Personalaufwendungen enthalten TEUR 2 (i. Vj. TEUR 3) für Altersversorgung.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
in TEUR in TEUR
Aufwand aus dem Abgang von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen d. AV 0 3.358
Entwicklungsaufwendungen 899 857
Dienstleistungsaufwendungen 981 603
Miet- und Leasingaufwendungen 452 413
Verwaltungsaufwendungen 313 325
Produktionsnahe Aufwendungen 418 231
Vertriebsaufwendungen 126 147
3.189 5.934

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 3.369) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen nachträglich eingegangene Rechnungen in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 11). Im Vorjahr waren periodenfremde sowie außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Abgang von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 3.358 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 8) enthalten.

In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 1) enthalten.

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 0) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 109 (i. Vj. TEUR 51).

V. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet-, Leasing- und übrigen langfristig abgeschlossenen Verträgen bestehen am 31. Dezember 2023 die folgenden finanziellen Verpflichtungen:

Mietverträge Weitere Verträge Leasingverträge Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
2024 256 529 61 846
2025 0 308 30 338
2026 0 0 21 21
2027 0 0 20 20
2028 0 0 13 13
256 837 145 1.238

Die Mietverpflichtungen betreffen die Produktionshalle am Standort Pfullingen, Marktstraße 185, mit einer Laufzeit bis zum 30. Oktober 2024. Die weiteren Verträge betreffen im Wesentlichen Dienstleistungsverpflichtungen aus dem kaufmännischen und dem IT-Bereich. Die Leasingverpflichtungen beinhalten Verpflichtungen für Firmenfahrzeuge, Betriebs- und EDV-Anlagen.

Die Verpflichtungen aufgrund Gewährleistung und Schadenersatz wurden passiviert.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 78 (i. Vj. 87) Mitarbeiter und 3 (i. Vj. 2) Auszubildende beschäftigt:

2023 2022
Produktion 42 49
Entwicklung 16 16
Vertrieb 13 15
Verwaltung 7 7
Gesamt 78 87

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch Hartmut Riegert, CEO, Esslingen.

Hartmut Riegert wurde am 06.05.2024 als Geschäftsführer abbestellt. Sven Wagner, CEO, Halbe wurde am 06.05.2024 als Geschäftsführer eingetragen.

Der Geschäftsführer ist für das abgelaufene Geschäftsjahr von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Das Honorar des Abschlussprüfers wird der Wirtschaftsprüferkammer auf schriftliche Anfrage mitgeteilt.

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.

Die REFU Drive GmbH wird gemeinschaftlich von der Bharat Forge Ltd., Pune, Indien, und der REFU Elektronik GmbH, Pfullingen gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der PRETTL Beteiligungs Holding GmbH, Pfullingen einbezogen, welcher den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen der PRETTL-Gruppe darstellt. Der Konzernabschluss wird elektronisch im Unternehmensregister eingereicht. Zudem wird die REFU Drive GmbH im Konzernabschluss der Bharat Forge Ltd., Pune, Indien einbezogen und nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Aufstellung eines Konzernabschlusses durch die REFU Drive GmbH unterbleibt aufgrund der Erleichterungsvorschriften des § 293 HGB.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschussmit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Pfullingen, den 20. August 2024

Sven Wagner, Geschäftsführer der REFU Drive GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 470.875,03 11.970,00 2.200,00 485.045,03
2. Geschäfts- und Firmenwert 2.000.000,00 0,00 0,00 2.000.000,00
3.Geleistete Anzahlungen 2.200,00 0,00 -2.200,00 0,00
2.473.075,03 11.970,00 0,00 2.485.045,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.141.806,04 0,00 0,00 1.141.806,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 145.298,52 8.108,03 0,00 153.406,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.105.597,58 179.509,62 1.285.107,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 168.309,27 0,00 168.309,27
2.392.702,14 355.926,92 0,00 2.748.629,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.411,52 0,00 0,00 13.411,52
13.411,52 0,00 0,00 13.411,52
4.879.188,69 367.896,92 0,00 5.247.085,61
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 461.415,03 7.102,00 0,00 468.517,03
2. Geschäfts- und Firmenwert 700.000,00 200.000,00 0,00 900.000,00
3.Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.161.415,03 207.102,00 0,00 1.368.517,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 997.699,04 26.462,00 0,00 1.024.161,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 104.688,52 11.523,03 0,00 116.211,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 786.192,58 154.170,62 0,00 940.363,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.888.580,14 192.155,65 0,00 2.080.735,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.049.995,17 399.257,65 0,00 3.449.252,82
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.528,00 9.460,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 1.100.000,00 1.300.000,00
3.Geleistete Anzahlungen 0,00 2.200,00
1.116.528,00 1.311.660,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 117.645,00 144.107,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.195,00 40.610,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.744,00 319.405,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 168.309,27 0,00
667.893,27 504.122,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.411,52 13.411,52
13.411,52 13.411,52
1.797.832,79 1.829.193,52

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die REFU Drive GmbH, Pfullingen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der REFU Drive GmbH, Pfullingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REFU Drive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 20. August 2024

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