Messedruck Leipzig GmbHLiquidiert

04442 Zwenkau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 3094
Vorher
Jütte Druck GmbHJütte-Messedruck Leipzig GmbH GmbHJütte-Messedruck Leipzig GmbH
Eingetragen
3.7.1991
Branche
Druck- und MedienvorstufeHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenVerlegen von Zeitungen
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung, die Vermittlung und der Vertrieb von polygrafischen Erzeugnissen, Industrie- und Werbedrucksachen einschließlich Kartonagen und Displays, von crossmedialen Lösungen für alle derzeitigen und künftigen Kommunikationswege mit zugehörigem Service, die Übernahme von Outsourcing-Lösungen in Geschäftsfeldern der Regelkommunikation sowie die Erbringung von Fulfillmentdienstleistungen

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

10.00% identifiziert90.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
R******* D**************Stricker Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH
90.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH
Germany
600.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Messedruck Leipzig GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht

Messedruck Leipzig GmbH

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes 2009

I. Entwicklung der Branche

1. Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die deutsche Volkswirtschaft hat im Jahr 2009 in der schwersten

Nachkriegsrezession seit 1949 eine Reduzierung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5 % hinnehmen müssen. Die Bundesregierung hatte mit einem Rückgang bis zu 6 % gerechnet. Seit 1949 hat es nur 5 Jahre gegeben, in denen die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr gesunken war, und diese Rückgänge waren alle geringer als -1 % geblieben. Grund für die schwere Rezession war der durch die Finanzkrise verursachte Einbruch bei den Exporten und Investitionen. Die Ausfuhren brachen preisbereinigt um 16,4 % ein, während die Unternehmen 20 % weniger für Maschinen, Fahrzeuge und andere Investitionsgüter ausgaben.

Analog zur gesunkenen Kapazitätsauslastung hat sich die Zahl der

Erwerbstätigen rückläufig entwickelt. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 % und beträgt im Jahr 2009 8,2 %. Die Bruttolöhne/-gehälter je Arbeitnehmer sind um 0,4 % gefallen.

Der private Konsum hat sich dagegen um 0,4 % erhöht. Ursächlich dafür sind staatliche Maßnahmen wie die Einführung der zeitlich begrenzten Abwrackprämie bei Neukauf eines Fahrzeuges. Weiterhin sind die Verbraucherpreise 2009 nur um 0,4 % gestiegen. 2008 waren es noch 2,6 %. Die niedrige Jahresteuerungsrate 2009 wurde wesentlich durch Preisrückgänge bei Mineralölprodukten und bei Nahrungsmitteln geprägt.

2. Zusammenfassende Übersicht über die Entwicklung der Druckindustrie in Deutschland

Der deutschen Druckindustrie ging es in der Wirtschaftskrise 2009 besser als vielen anderen Branchen, da der Exportanteil nur bei einem Fünftel des Umsatzvolumens der gesamten Branche liegt. Die Produktions- und Umsatzeinbrüche waren in der Druckindustrie für Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten "nur" einstellig. Nach den aktuell vorliegenden Ergebnissen sank der Umsatz 2009 um -6,9 % gegenüber dem Vorjahr, der Produktionsindex 2009 um - 7,3 %. Das verarbeitende Gewerbe hingegen verlor 17,8 % beim Produktionsindex.

Die Arbeitslosenzahl in der Berufsgruppe " Drucker " stieg jedoch beständig an und betrug im August 2009 eine Anzahl von 12.006 Druckern. Die Maßnahme der Kurzarbeit wurde stark in Anspruch genommen, es waren mit Stand 3.Quartal 2009 11.122 Beschäftigte in 1.228 Betrieben. Das sind 1.927 % bzw. bei den Betrieben 1.391 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Sinkende Arbeitsvolumen durch den Rückgang der Arbeitsstunden je Arbeitnehmer und dadurch die sinkende Arbeitsproduktivität steigern die Lohnstückkosten, was zu einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen führt. Deshalb ist für eine Beschäftigungssicherung das baldige Anziehen der Konjunktur von größter Bedeutung.

3. Mittelständische Branche

Das Druckgewerbe ist eine von Kleinstunternehmen (weniger als 10 Mitarbeiter) und kleinen Unternehmen (weniger als 50 Mitarbeiter) geprägte Branche.

Zahl der Betriebe und sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Druckindustrie (Stichtag 30.06.2009) :

Betriebe Beschäftigte
Betriebe mit bis Beschäftigten Anzahl % Anzahl %
1 bis 9 7.221 70,10 22.889 13,80
10 bis 19 1.357 13,17 18.433 11,12
20 bis 49 1.054 10,23 32,300 19,48
50 bis 99 378 3,67 25.578 15,43
100 bis 409 275 2,67 53.006 31,97
500 bis 999 13 0,13 8.445 5,09
1000 und
mehr 3 0,03 5.152 3,11
Gesamt 10.301 100,00 165.803 100,00

Nach den aktuell verfügbaren Daten der Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes, die alle Unternehmen ab einem steuerpflichtigen Jahresumsatz von 17.500 Euro erfasst, erzielten 2007 allein 88,1 % aller 14.491 Unternehmen weniger als 2 Mio. Euro Umsatz. Nur 129 Unternehmen verbuchten mehr als 25 Mio. Euro Jahresumsatz; sie hatten jedoch einen Umsatzanteil von 40 %, was auch der aktuellen Gliederung entsprechen dürfte.

4. Kostenentwicklung

a.) Entwicklung Personalkosten

Die Personalkosten werden sich zeitversetzt zu der sinkenden Kapazitätsauslastung verringern. Kurzarbeit und Personalabbau werden notwendige Anpassungsmaßnahmen sein. Die Brutto-Lohn-/ -Gehaltssumme sank gegenüber dem Vorjahr bei Betrieben ab 50 Beschäftigten um 4,4 %.

b.) Entwicklung Papier- und Energiepreise

Die Ertragslage wurde 2009 durch steigende Papierpreise nur moderat belastet. Grafische Papiere sind 2008 um 4 % gegenüber dem Vorjahr teurer geworden, im Jahr 2009 sank der Index um 0,5 %. Die Preise für graphische Druckpapiere waren im Durchschnitt des Jahres 2009 um 1 % höher als im Vorjahr.

Wesentlichen Einfluss hat als stärkster Kostentreiber der Erzeugerpreisindex für Energie.

Mit einem Wert von 117,6 im Jahr 2009 bedeutet, dass Energie gegenüber dem Basisjahr 2005 um 17,6 % teurer geworden ist. Gegenüber dem Vorjahr gab es wieder einen Anstieg um 5 %.

c.) Entwicklung Kostenkompensation

Den Unternehmen der Druckindustrie gelingt es schon seit längerem nicht, vollständig alle Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen bei den eigenen Kunden zu kompensieren. Indikator hierfür ist der Preisindex für Druckereileistungen, der 2009 bei 96,8, d.h. 3,2 Prozentpunkte unter seinem neuen Basiswert 100 für das Jahr 2005 liegt.

Aus diesem Grund müssen durch verbesserte Konzepte laufend Anpassungen im betrieblichen Ablauf vorgenommen werden.

5. Geschäftslage

a.) Ertragslage

Einen vergleichbaren Absturz bei den Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage hatte es beim ifo-Konjunkturtest für die deutsche Industrie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1972 noch nie gegeben: um 64 Prozentpunkte auf einen Durchschnittswert von -45 % ist die Stimmung im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Mit den zweitgrößten Rückgangswerten von

38 % kommt das Krisenjahr 1992 bei weitem nicht an diesen Absturz heran. Die Zahl der Insolvenzen ist zum 3. Quartal 2009 auf 170 und damit um 11,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, erreicht aber 2009 das bisher schlechteste Ergebnis des Jahres 2003 mit 366 Insolvenzen nicht.

b.) Investitionsneigung

Die Investitionstätigkeit der deutschen Wirtschaft ist bis in die jüngste Zeit hinein rückläufig vor allem durch die Verunsicherungen mit der Finanzmarktkrise. Auch von der Druckindustrie war durch die Schwierigkeiten bei der Finanzierung keine positive Entwicklung zu erwarten. Die Kredithürde im Verarbeitenden Gewerbe entwickelte sich in den letzten Monat zunehmend steigend.

c.) Optimistischere Erwartungen

Laut ifo-Konjunkturtest auf Basis der bis Februar 2010 vorliegenden Einschätzungen, werden die Produktionstätigkeit und damit auch die Kapazitätsauslastung im 1. Halbjahr 2010 ansteigen. Die

Geschäftserwartungen für die nächsten 6 Monate sind im dritten Monat in Folge auf nunmehr -13% gestiegen. Die Preiserwartungen sind ebenfalls leicht verbessert, aber mit aktuellem Wert von -28 % im Februar 2010 deutlich negativ.

d.) Langfristige Wachstumschancen

Für 2010 wird unter der Hypothese, dass sich aufgrund der umfangreichen Maßnahmenpakete die Lage auf den Finanzmärkten allmählich entspannt und die globale Konjunktur wieder anzieht, ein Zuwachs des realen Bruttoinlandsproduktes von 1,2 % bis 2,1 % prognostiziert.

Zwar steht die Druckindustrie in starker Werbeabhängigkeit mit einem Produktionsvolumen von über 60 %, kann dies jedoch aufgrund ihrer starken Einbindung in nahezu alle wirtschaftlichen Vorgänge mittel- und langfristig positiv im konjunkturellen Aufschwung nutzen.

Dennoch reicht das moderate Wirtschaftswachstum nicht aus, den Umsatzrückgang für 2010 vollauf zu stoppen. Es wird stattdessen mit einem

weiteren Umsatzrückgang von 2% bis 3% gerechnet, nachdem die Prognose für 2009 auf -6% lautete.

Die Folgewirkungen der Finanzkrise werden das Wirtschaftsgeschehen noch lange begleiten. Auch für 2011 wird eine Prognosespanne wie für 2010, d.h. es wird auch im zweiten Jahr nach der Krise nicht mit einem deutlichen Anziehen der Konjunktur gerechnet: der Zuwachs des realen Bruttoinlandsproduktes wird von 1,2% bis 1,8 % eingeschätzt.

Für die deutsche Druckindustrie kann nach den Erfahrungen der letzten Krisenjahre 2001 bis 2003 auch für 2011 nicht mit Umsatzwachstum, jedoch mit einer Stagnation und damit einer positiven Trendwende zur Wachstumsentwicklung für die weiteren Jahre gerechnet werden.

II. Entwicklung des Unternehmens

1. Organisation des Unternehmens

a.) Operative Verantwortlichkeiten

Bei Messedruck Leipzig GmbH (ML) waren die operativen Verantwortlichkeiten zum Abschlussstichtag wie folgt organisiert:

Leiter Vertrieb (Komplettherstellung Akzidenzen, Zeitschriften, Bücher): Frau Kerstin Meier

Leiter Produktion: Herr Thomas Brinkmann

b.) Zentrale Dienste

Zentrale Dienste wie Einkauf, Finanzbuchhaltung / kaufmännische Leitung, Personal, technische Entwicklung sowie Geschäftsführung werden vom Standort Zwenkau aus zentral erledigt.

2. Leitung des Unternehmens

a.) Geschäftsführung

Für den gesamten Zeitraum vom 01.01. bis zum 31.12.2009 war Herr Stephan Treuleben als Geschäftsführer bestellt. Herr Treuleben verfügt über Alleinvertretungsbefugnis und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Für den gesamten Zeitraum 01.01. bis zum 31.12.2009 war darüber hinaus Herr Steffen Wölling als Geschäftsführer bestellt. Herr Wölling vertritt die Gesellschaft gemeinsam mit dem anderen Geschäftsführer oder aber mit einem Prokuristen.

b.) 2. Führungsebene

Zum Abschlussstichtag verfügte das Unternehmen über nachfolgende 2. Führungsebene:

Frau Claudia Kirchhof, Gesamtprokura, kaufmännische Leiterin - Herr Dietmar Brauchle, Gesamtprokura, Leiter Zentraleinkauf

Herr Rüdiger Ortolf, Gesamtprokura, Leiter Personal

Herr Jürgen Röhling, Gesamtprokura, Leiter Technische Entwicklung - Frau Kerstin Meier, Gesamtprokura, Leiterin Vertrieb

Herr Alexander Treuleben, Einzelprokura

Mit Ausnahme des vorgenannten Einzelprokuristen Alexander Treuleben vertreten die Prokuristen jeweils mit einem anderen Prokuristen gemeinsam oder aber mit einem Geschäftsführer.

3. Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse des Unternehmens sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 9.614) um TEUR 2.663 (27,7 %) auf TEUR 12.277 gestiegen.

In diesen Umsatzerlösen sind im Zeitraum vom 01.07.2009 bis zum 31.12.2009 die Umsatzerlöse der rückwirkend zum 01.07.2009 auf die Messedruck Leipzig GmbH verschmolzenen Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH (übertragende Gesellschaft) enthalten.

4. Ergebnisentwicklung

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Jahresergebnis von + EUR 1.267 erwirtschaftet.

5. Gesellschafter

Im Zeitraum vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009 war die Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH, Zwenkau, (OAN) alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft.

Mit Wirkung zum 01.01.2007 hatte OAN von der Union Verwaltungsgesellschaft mbH, einer 100%-igen Tochter der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, sämtliche Geschäftsanteile an der Gesellschaft erworben.

6. Beschaffung

a.) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bestehen im Wesentlichen (85%) aus den Kosten für Papier und Karton. Die Tendenz der noch bis zum Februar 2009 steigenden Preisentwicklung wechselte bis zum September 2009 in fallende Preise. Nach einer gleichbleibenden Phase bis Dezember 2009 sind nun wieder für einige Papiersorten Preissteigerungen angekündigt. Maßgeblich sind dafür die anziehenden Altpapier- und Zellstoffpreise.

Die Preise der wesentlichen sonstigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Platten, Farbe etc.) sind im Berichtsjahr aufgrund der Nutzung von Einkaufssynergien mit dem Schwesterbetrieb Sachsendruck Plauen rückläufig gewesen.

b.) Bezogene Leistungen

Die Preise der wesentlichen bezogenen Leistungen (insbesondere Buchbinderei- und Kaschierleistungen) sind im Berichtsjahr ebenfalls stabil geblieben.

7. Investitionen

a.) Finanzinvestitionen

Mit Wirkung zum 01.07.2009 hat die Berichtsgesellschaft von der Gundlach Holding GmbH & Co. KG, Bielefeld sämtliche Geschäftsanteile an der am Standort Leipzig - Baalsdorf tätigen Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH (Umsatz 2008 € 7,5 Mio.) erworben. Aus dieser Übernahme erwartet die Berichtsgesellschaft für die Zukunft erhebliche Synergiepotentiale.

b.) Investitionen im Sachanlagevermögen

Die Berichtsgesellschaft investierte im Geschäftsjahr 2009 TEUR 44,9 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.

8. Verschmelzung

Die von der Berichtsgesellschaft mit Wirkung zum 01.07.2009 erworbene Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH (übertragende Gesellschaft) wurde rückwirkend zum 01.07.2009 auf die aufnehmende Messedruck Leipzig GmbH verschmolzen.

Im Zuge der Verschmelzung wurde die Berichtsgesellschaft Eigentümer des Objektes An der Hebemärchte 6, 04316 Leipzig.

Darüber hinaus sind der Berichtsgesellschaft durch die Verschmelzung sämtliche Stammanteile an der CTP Service Leipzig GmbH zugefallen.

9. Ausgliederung Grundbesitz

Die Berichtsgesellschaft (Anteil 99,9 %) hat gemeinsam mit der CTP Service Leipzig GmbH (Anteil 0,1 %) mit Wirkung zum 31.12.09 die Messedruck Grundbesitzverwaltung GbR gegründet.

Mit Wirkung zum 31.12.09 hat die Berichtsgesellschaft das Objekt An der Hebemärchte 4 zum Verkehrswert in die Messedruck Grundbesitzverwaltung GbR eingebracht.

10. Personal- und Sozialbereich

a.) Anzahl der Mitarbeiter

Zum 31.12.2009 bestanden 74 ungekündigte unbefristete

Arbeitsverhältnisse:

Entwicklung Stand ungekündigte, unbefristete Mitarbeiter
Gliederung 31.12.2008 31.12.2009
Angestellte 15 21
Gewerbliche 41 53
Summe 56 74

b.) Ausbildung

Auch im Berichtsjahr hat die Gesellschaft wieder erhebliche Anstrengungen im Bereich der Berufsausbildung unternommen. Das Unternehmen bietet (Stichtag 31.12.2009) in 4 verschiedenen Ausbildungsberufen - in nachfolgender Tabelle aufgegliedert - Ausbildungsplätze an:

Auszubildende
Ausbildungsberuf Eigen Fremd Summe
Offsetdrucker/in 7 7
Industriekaufmann/frau 1 1
Mediengestalter/in 1 1
Bürokaufmann/frau
Fachkraft für Lagerwirtschaft
Buchbinder/in (Industrie) 3 3
Summe 12 12

Das Unternehmen nutzt am Standort Hohenossig einen eigenen Ausbildungsbetrieb, in dem nicht nur Auszubildende der gesamten Unternehmensfamilie OAN (OAN nebst Zweigbetrieben und Töchtern), sondern im Rahmen von Ausbildungsverbünden auch Auszubildende des Berufsausbildungsvereins Leipzig e. V. des Regierungspräsidiums Leipzig (GISA-Gruppen) sowie weiterer regionaler Kooperationspartner wie der Leipziger Wertpapierdruckerei und der Leipziger Volkszeitung ausgebildet werden.

c.) Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat

In den Werken Leipzig - Heiterblick (Standort Messedruck Leipzig) und Leipzig - Baalsdorf (Standort Gebr. Klingenberg Buchkunst) existieren zum Abschlussstichtag ordentlich gewählte Betriebsräte. Die Betriebsräte werden regelmäßig über die Ergebnisse ihrer Betriebsteile informiert. Die Geschäftsführung stand den Betriebsräten im Berichtsjahr für Fragen und Gespräche jederzeit zur Verfügung.

Die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Betriebsräten im Berichtsjahr war reibungslos.

d.) Gesundheits- und Arbeitsschutz

Der im Unternehmen bestellte Sicherheitsbeauftragte hat seine Tätigkeit regelmäßig und umfassend wahrgenommen.

Im Berichtsjahr sind im Unternehmen keine wesentlichen Arbeitsunfälle vorgekommen.

Von im Berichtsjahr entstandenen Berufskrankheiten ist der Geschäftsführung nichts bekannt.

B. Darstellung der Lage

Wir weisen darauf hin, dass die Zahlen im Jahresvergleich aufgrund der Verschmelzung der Gebr. Klingenberg BUCHKUNST LEIPZIG GmbH zum 01. Juli 2009 auf die Messedruck Leipzig GmbH nur eingeschränkt vergleichbar sind.

1.) Vermögenslage

Nachfolgend wird der Vermögens- und Kapitalaufbau der Messedruck Leipzig GmbH, Zwenkau, am 31. Dezember 2009 anhand der nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen erläutert. Innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällige Teilbeträge der Forderungen und Verbindlichkeiten werden dabei als kurzfristig behandelt, alle anderen - soweit nicht besonders vermerkt - als mittel- und langfristig.

31.12.2009 Vorjahr Veränderung
VERMÖGEN TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 46 0,4 13 0,2 33 > 100,0
Sachanlagen 6.043 49,8 5.354 77,9 689 12,9
Finanzanlagen 1.610 13,2 0 0,0 1.610 > 100,0
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 7.699 63,4 5.367 78,1 2.332 12,9
Vorräte 519 4,3 465 6,8 54 11,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.266 10,4 496 7,2 769 > 100,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.537 12,7 0 0,0 1.537 > 100,0
Sonstige kurzfristige Posten 351 2,9 385 5,6 -34 -8,9
Flüssige Mittel 784 6,4 162 2,3 622 > 100,0
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.456 36,6 1.508 21,9 2.947 > 100,0
Vermögen insgesamt 12.155 100,0 6.875 100,0 5.280 76,8
31.12.2009 Vorjahr Veränderung
KAPITAL TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 600 4,9 600 8,7 0 0,0
Kapitalrücklage 1.044 8,6 1.044 15,2 0 0,0
Bilanzgewinn 698 5,7 698 10,2 0 0,0
Eigenkapital 2.342 19,2 2.342 34,1 0 0,0
Sonderposten für Investitionszuschüsse 178 1,5 222 3,2 -44 -19,8
Übrige mittel- und langfristige Rückstellungen 180 1,5 239 3,5 -59 -24,7
Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten 2.622 21,6 274 4,0 2.348 > 100,0
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 2.980 24,6 735 10,7 2.245 > 100,0
Rückstellungen und Verbindlichkeiten 6.833 56,2 3.798 55,2 3.035 79,9
Kurzfristiges Fremdkapital 6.833 56,2 3.798 55,2 3.035 79,9
Kapital insgesamt 12.155 100,0 6.875 100,0 5.280 76,8

2.) Ertragslage

Nachfolgend wird aus den Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nachfolgende wirtschaftliche Erfolgsrechnung, bereinigt um Sondereinflüsse, entwickelt:

2009 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 12.277 100,3 9.614 98,2 2.663 27,7
Bestandsveränderung -162 -1,3 25 0,3 -187 < -100,0
Sonstige betriebliche Erträge 125 1,0 150 1,5 -24 < -100,0
Betriebsleistung 12,240 100,0 9.789 100,0 2.451 25,0
Materialaufwand 6.946 56,7 5.064 51,7 1.882 37,2
Personalaufwand 3.303 27,0 2.252 23,0 1.052 46,7
Abschreibungen (incl. Auflösung Sonderposten) 766 6,3 500 5,1 266 53,2
sonstiger betrieblicher Aufwand 1.804 14,7 1.261 12,9 543 43,1
Betriebssteuern 9 0,1 6 0,1 3 50,0
Aufwendungen für die Betriebsleistung 12.828 104,8 9.083 92,8 3.745 41,2
Betriebsergebnis -588 -4,8 706 7,2 -1.294 < -100,0
Finanzergebnis -2 0,0 -148 -1,5 146 < -100,0
Geschäftsergebnis -589 -4,8 558 5,7 -1.147 < -100,0
Sondereinflüsse 1.854 15,1 23 0,2 1.831 > 100,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 3 0,0 0 0,0 3 > 100,0
Jahresüberschuss 1.267 10,3 581 5,9 686 > 100,0

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 160 0
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10 10
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 167 158
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4 0
-2 -148

Die Sondereinflüsse setzen sich folgendermaßen zusammen:

2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Auflösung von Rückstellungen 80 9
Auflösung von Wertberichtigungen 51 61
Erträge aus Anlagenabgängen 1.650 0
Außerordentliche Erträge 201 0
1.983 70
Einstellung in die Wertberichtigungen 71 47
Verluste aus Anlagenabgängen 43 0
Forderungsverluste 15 0
129 47
1.854 23

3. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft wird anhand nachfolgender Kapitalflussberechnung dargestellt:

2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis 1.267 581
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens +814 +524
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 0 +16
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge(-) -1,790 0
Auflösung Sonderposten Investitionszuschüsse -44 -24
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -12 0
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +669 +825
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +2.205 +1.350
Mittelzufluss / -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.109 3.272
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens (+) 300 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.369 0
Auszahlungen für Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände sowie in das Sachanlagevermögen (-) -124 -84
Mittelzufluss / -abfluss aus der Investitionstätigkeit -1.193 -84
Auszahlung aus der Tilgung von Bankverbindlichkeiten -75 0
Veränderung der Konzernfinanzierung -1.229 -3.332
Mittelzufluss / -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -1.304 -3.332
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 612 -144
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) Klingenberg 10 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) Messedruck 162 306
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 784 162

4. Kennzahlen mit Vorjahresübersicht

Im Vorjahresvergleich lassen sich ausgewählte Eckdaten und Kennzahlen der Gesellschaft wie folgt darstellen:

Geschäftsjahr 2009 2008 2007 2006
Umsatz TEUR 12.277 9.614 9.734 10.044
Materialaufwandsquote 1) % 56,7 51,7 55,4 57,1
Personalaufwandsquote 2) % 27,0 23,0 24,4 26,2
Mitarbeiter Anzahl 110 69 79 81
Personalaufwand pro Kopf TEUR 30 33 31 33
Abschreibungen (inkl. Auflösung Sonderposten) TEUR 766 500 539 678
Investitionen (inkl. übertragener VGG aus Verschmelzung Gebr. Klingenberg Buchkunst) TEUR 11.087 84 28 64
Finanzergebnis TEUR -2 -148 -183 -251
Jahresergebnis TEUR 1.267 581 396 83
Umsatzrentabilität 3) % 10,3 6,0 4,1 0,8
Bilanzstichtag 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006
Bilanzsumme TEUR 12.155 6.875 8.285 8.383
Anlagevermögen TEUR 7.699 5.367 5.807 6.384
Umlaufvermögen TEUR 4.355 1.508 2.478 1.999
Rückstellungen und Verbindlichkeiten TEUR 9.635 4.533 5.943 5.527
2009 2008 2007 2006
Mittelzufluss/-abfluss aus
laufender Geschäftstätigkeit TEUR 3.109 3.272 1.172 474
Investitionstätigkeit TEUR -1.193 -84 -27 -21
Finanzierungstätigkeit TEUR -1.304 -3.332 --1,190 -525
Finanzmittelfonds am Ende der Periode TEUR 784 162 306 351

1) Materialaufwand/Betriebsleistung
2) Personalaufwand/ Betriebsleistung
3) Jahresergebnis/Umsatz

5. Sonstiges zur Lage

a.) GA-Vorhaben "Erweiterung Betriebsstätte Baalsdorf"

Im Zeitraum vom 01.07.2003 bis 30.06.2006 (Durchführungszeitraum) sind von der auf die Berichtsgesellschaft verschmolzenen Vorgängergesellschaft Gebr. Klingenberg Buchkunst GmbH am Standort Baalsdorf umfangreiche Investitionen in den Bereichen Druckerei und Binderei durchgeführt worden. Zu diesem Investitionsvorhaben hat die Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH am 24.06.2003 bei der Sächsischen Aufbaubank GmbH - SAB einen Antrag auf Gewährung einer nicht zurückzahlbaren Zuwendung aus GA-Mitteln in Höhe von T€ 852.500,00 gestellt, der mit Bescheid vom 17.03.2004 bewilligt wurde. Im Zeitraum vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009 sind auf das vorgenannte Vorhaben keine GA-Mittel an die Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH oder Messedruck Leipzig GmbH ausgezahlt worden.

b.) Factoring

Zur Finanzierung der den Kunden insbesonders im Buch und Kalenderbereich branchenüblich einzuräumenden langen Zahlungsziele von 90 Tagen (im Bereich Buch) und bis zu 180 Tagen (im Bereich Kalender) nutzt die Gesellschaft seit 20.08.2008 Factoring. Im Rahmen einer offenen Abtretung werden Forderungen der Gesellschaft innerhalb der von einer Kreditversicherung gezeichneten Limits, an den Factor verkauft, der diese mit bis zu 90% bevorschusst. Die Beanspruchung der durch den sofortigen Ankauf durch den Factor sich ergebenden Vorfinanzierung schwankt zwischen T€ 400,0 und T€ 600,0.

Factor ist die PMF Print Media Factoring GmbH, Hamburg, eine Tochter des Papierlieferanten Papier Union GmbH.

c.) Finanzierungskosten

Die Berichtsgesellschaft hat für die Finanzierung einer Druckmaschine ein langfristiges Maschinendarlehen in Anspruch genommen. Da die Zinsbindung für dieses Darlehen bis zur vollständigen Rückzahlung festgeschrieben ist, war es möglich, die Aufwendungen für Zinsen trotz eher steigender Zinsen stabil zu halten.

C. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Chancen der zukünftigen Entwicklung

a.) Gewinn- und Verlustrechnung

a.1.) Umsatzentwicklung

Ausgehend von dem im Jahr 2009 sehr umkämpften Markt für Printprodukte wird es auch in den nächsten Monaten keine Erleichterungen geben. Der Rückgang der Anzahl von Betrieben im Druckereigewerbe und damit der Rückgang von Kapazitäten kompensiert einen Teil des Marktumsatzverlustes. Umso mehr müssen durch verstärkte Vertriebsaktivitäten bestehende Kundenbeziehungen gefestigt und die Priorität des Aufbaus neuer Kundenbindungen erhöht werden. Messedruck Leipzig wird sich auch weiterhin erfolgreich am Markt behaupten können.

Durch die Aufteilung der Geschäftstätigkeit in mehrere Geschäftsfelder (Akzidenzen, Zeitschriften, Bücher, Kalender) besteht keine überproportionale Marktabhängigkeit von nur einem Geschäftsfeld. Es besteht die Chance, potentielle Umsatzverluste mit ergänzenden Geschäftsfeldern auszugleichen.

Mit dem Ausbau der Nischenprodukte (Druckveredelung, Personalisierung, Adressierung) und die fortzuführenden Prozessoptimierungen (Erneuerung der Technik, Überarbeitung der Ablaufprozesse), um die Stückkosten zu senken, werden laufend Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und zum Ausbau des Geschäftes getroffen.

a.2.) Wareneinsatz

Durch die Nutzung von gemeinsamen Einkaufssynergien innerhalb der Unternehmensfamilie OAN konnten insbesondere im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe schon erhebliche Vorteile erzielt werden. Diese können dazu beitragen, dass der Wertschöpfungsumsatz der Gesellschaft (Außenumsatz abzüglich Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogener Leistungen = Rohertrag) gesteigert werden kann.

a.3.) Sonstige direkte Kosten

Durch die Ausschöpfung weiterer Einkaufssynergien innerhalb der Unternehmensfamilie OAN ist davon auszugehen, dass auch die direkten Kosten der Gesellschaft reduziert werden können.

b.) Bilanz

b.1.) Gesellschafterdarlehen

Die Gesellschaft verwendet ihren freien Cashflow (Betriebsergebnis zzgl. Abschreibungen) zur Tilgung der bei der Gesellschafterin OAN aufgenommenen Gesellschafterdarlehen. Hierdurch wird die Bilanz der Gesellschaft durch die kontinuierliche Tilgung von Fremdkapital verbessert.

2. Risiken der zukünftigen Entwicklung

a.) Gewinn- und Verlustrechnung

a.1.) Umsatzentwicklung

Trotz eines wertmäßig breit verteilten Kundenportfolios ist die Umsatzentwicklung der Gesellschaft in beachtlichem Umfang durch die Verbindung zu fünfzehn größeren Kunden bestimmt.

Aufgrund des Erfüllungsgrades der jeweiligen Umsatzplanung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sind im Geschäftsjahr 2010 bei dieser Kundengruppe in der Summe keine Risiken aus wesentlicher Planabweichung zu erwarten.

a.2.) Wareneinsatz

Nach einem länger gleich bleibenden Preisniveau im Druckpapier- und kartonbereich im letzten Kalenderjahr sind für die nächsten Monate Preiserhöhungen angekündigt. Maßgeblich sind dafür die anziehenden Altpapier- und Zellstoffpreise.

Im Bereich der bezogenen Leistungen geht die Geschäftsführung von stabilen Preisen aus.

a.3.) Personalkosten

Die Berichtsgesellschaft geht davon aus, dass aus unvorhergesehenen Personalkostensteigerungen keine Risiken bestehen. In der strategischen Ausrichtung werden die Beibehaltung der flachen Hierarchien und weitere prozessoptimierende Maßnahmen von Beginn der Wertschöpfungsstufe (Verkauf) über die Produktion bis zur Logistik (Versand) weiterverfolgt.

a.4.) Finanzierungskosten

Die Berichtsgesellschaft nimmt mit Ausnahme einer Finanzierung für eine Druckmaschine keine Bankdarlehen in Anspruch

b.) Bilanz

b. 1. Forderungen

Nahezu alle Forderungen der Gesellschaft sind im Rahmen der vom Factor gezeichneten Kreditlimite kreditversichert. Hiervon sind im Geschäftsjahr 2009 die durch Verschmelzung von der Gebr. Klingenberg übertragenen Forderungen ausgenommen.

Darüber hinaus übernimmt der Factor eine Ausfallgarantie hinsichtlich des in der Kreditversicherung vereinbarten Selbstbehalts.

Da die Gesellschaft weiterhin Factoring in Anspruch nehmen wird und sich an der Struktur der Kunden voraussichtlich nichts ändern wird, sind hier keine zusätzlichen Risiken zu erwarten.

b. 2. Liquidität

Die Liquidität der Berichtsgesellschaft ist geordnet. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind keine die derzeitige oder zukünftige

Liquidität der Berichtsgesellschaft beeinträchtigenden Sachverhalte bekannt.

b.3. Auswirkungen der Finanzkrise

Es besteht durch das Risiko, dass die Berichtsgesellschaft durch die derzeit akute Finanzkrise nachfolgenden Sachverhalten negativ beeinflusst wird:

Durch die rückläufige Auslastung vieler Kollegenbetriebe könnte das Risiko zunehmenden Preisdrucks eintreten.

Durch die zunehmende Zurückhaltung von Banken und Kreditversicherungen könnte sich die Bonität verschiedener Kunden reduzieren.

Durch die sich verschlechternde Bonität der allgemeinen Kundenstruktur könnten die Möglichkeiten der Berichtsgesellschaft hinsichtlich Kreditversicherung und Factoring eingeschränkt werden.

Im Hinblick auf die erwartete Konsolidierung des Druckmarktes, die sich durch die Finanzkrise sicherlich beschleunigen wird, könnten sich für die Berichtsgesellschaft jedoch auch Chancen aus der Übernahme von Aufträgen und Kundenverbindungen ergeben. Die Berichtsgesellschaft beabsichtigt, auch weiterhin aktiv am Konsolidierungsprozess der Branche teilzunehmen, um das

eigene Leistungsangebot zu erweitern.

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

a.) Standortoptimierung

Die Berichtsgesellschaft plant, die an den 2 Standorten Leipzig - Heiterblick (vormals Standort Messedruck) und Leipzig - Baalsdorf (vormals Standort Klingenberg) vorhandenen Geschäftsbetriebe bei gleichzeitiger Reduzierung der Kapazität von vormals 32 Druckwerken auf zukünftig 26 Druckwerke am Standort Leipzig - Baalsdorf zu vereinigen. Die Zusammenlegung wird technisch und personell bis Juni 2010 abgeschlossen sein. Im 1. Halbjahr 2010 sind aufgrund der fusionsbedingten personellen, organisatorischen und technischen Veränderungen erhebliche zusätzliche Aufwendungen zu erwarten.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Bei einer Gesamtleistung von TEUR 2.773 und außerordentlichen Erträgen von TEUR 3 wird per voraussichtlich 03/10 ein Ergebnis von TEUR -409 erzielt werden, wobei zu berücksichtigen ist, dass das Unternehmen branchenüblich einen beachtlichen Anteil der in den Produktgruppen Akzidenzen, Bücher und Kalender anfallenden Umsätze erst im 2. Kalenderhalbjahr realisieren wird.

Für das Jahr 2010 erwartet die Berichtsgesellschaft Umsätze in Höhe des Jahres 2009 und - fusionsbedingt - ein negatives EBT.

 

Leipzig, den 22.03.2010

Messedruck Leipzig GmbH

Stephan Treuleben

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Messedruck Leipzig GmbH Leipzig

Aktiva

31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.132,00 13.104,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.457.360,09 3.587.560,09
2. technische Anlagen und Maschinen 2.401.812,20 1.644.289,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.836,80 121.440,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.792,99 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.610.000,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 250,00
7.698.934,08 5.366.643,32
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 367.861,09 341.957,48
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 150.819,01 122.900,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.265.564,18 496.442,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.537.321,90 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 249.694,92 375.439,39
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 783.532,57 161.625,96
4.354.793,67 1.498.365,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.045,21 9.541,04
12.154.772,96 6.874.550,12

Passiva

31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Kapitalrücklage 1.044.289,49 1.044.289,49
III. Bilanzgewinn 697.683,23 697.683,23
2.341.972,72 2.341.972,72
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 177.994,00 221.960,73
C. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 170.000,00 228.721,00
2. Steuerrückstellungen 74.083,23 0,00
3. sonstige Rückstellungen 376.354,01 183.963,66
620.437,24 412.684,66
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 975.000,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 79.563,54 54.778,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.516.645,97 1.389.108,47
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.144.177,17 2.158.513,70
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.298.982,32 295.530,89
davon aus Steuern: € 229.840,07 (Vj.: € 135.738,07)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vj.: € 3.678,29)
9.014.369,00 3.897.932,01
12.154.772,96 6.874.550,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

2009
EUR
2008
EUR
1. Rohergebnis 7.075.717,08 4.794.628,34
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 2.787.865,61 1.894.757,71
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 515.399,20 356.958,24
davon für Altersversorgung: € 3.098,48 (Vj.: € 12.000,00)
3. Abschreibungen
a. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 809.915,46 524.366,00
b. Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 43.966,73 24.392,65
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.932.557,96 1.307.720,83
5. Erträge aus Beteiligungen 159.897,13 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: € 159.897,13 (Vj.: € 0,00)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.603,23 10.273,28
davon aus verbundenen Unternehmen: € 4.461,28 (VJ.: 0,00)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.250,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 166.768,18 158.126,10
davon an verbundene Unternehmen: € 70.000,00 (Vj.: € 145.000,00)
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.072.427,76 587.365,39
10. Außerordentliche Erträge 200.573,91 0,00
11. Außerordentliche Aufwendungen 137,00 0,00
12. Außerordentliches Ergebnis 200.436,91 0,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.597,58 -169,85
14. sonstige Steuern 9.391,06 6.611,50
15. Jahresüberschuss 1.267.071,19 580.923,74
16. Gewinnvortrag 697.683,23 697.683,23
17. Ausschüttung -1.267.071,19 -580.923,74
18. Bilanzgewinn 697.683,23 697.683,23

Anhang

(I) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der Messedruck Leipzig GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Ergebnisverwendung aufgestellt.

Die Messedruck Leipzig GmbH ist ein Tochterunternehmen der Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH.

Die Messedruck Leipzig GmbH hat zum 01.07.2009 sämtliche Geschäftsanteile an der Gebr. Klingenberg BUCHKUNST LEIPZIG GmbH mit Sitz in Leipzig übernommen. Im Anschluss an die Übernahme wurde die Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH rückwirkend zum 01.07.2009 auf die Messedruck Leipzig GmbH verschmolzen. Die Bilanz enthält daher die kumulierten Werte beider Unternehmen. In die Gewinn- und Verlustrechnung sind von der Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH nur die Zahlen ab dem 01.07.2009 eingeflossen.

Die Vorjahreszahlen sind aus diesem Grund nur eingeschränkt vergleichbar.

(II) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

1. Änderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen vorgenommen.

2. Anlagevermögen

a.) Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zu Grunde gelegt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Anlehnung an steuerrechtliche Vorschriften über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben.

b.) Geschäftsbauten

Geschäftsbauten werden über eine Nutzungsdauer von maximal 33 Jahren abgeschrieben.

c.) Sonstiges Anlagevermögen

Sonstiges Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die

Abschreibungen richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer und werden linear oder degressiv vorgenommen. Neuzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

d.) Geringwertige Anlagegüter

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter € 150,-- werden im Jahr des Zugangs gemäß § 6 (2) EStG voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von € 150,-- bis € 1.000,-- werden gemäß den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre mit 20% per annum abgeschrieben wird.

3. Umlaufvermögen

a.) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Für Risiken werden angemessene Abschläge vorgenommen (§ 253 Abs. 3 HGB).

b.) Unfertige Erzeugnisse

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt grundsätzlich unter Ansatz der kalkulierten Herstellungskosten einschließlich angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten. Die kalkulierten Herstellungskosten werden auf Basis der Ist-Fertigungseinzelkosten und branchenüblicher Erfahrungswerte bezüglich der Gemeinkosten ermittelt.

Aufträge, bei denen der Verkaufserlös die Selbstkosten voraussichtlich nicht deckt, sind in Höhe des voraussichtlichen Differenzbetrags zwischen den kalkulierten Herstellungskosten und den Nettoverkaufserlösen abgewertet worden; darüber hinaus wurden - soweit erforderlich - Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

c.) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Geldbestände werden mit dem Nennwert angesetzt, sofern nicht erkennbare Ausfallrisiken gemäß § 253 Abs. 3 HGB einen niedrigeren Wertansatz erfordern.

Dem allgemeinen Forderungsrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe 1 % des Nettobetrages Rechnung getragen.

Forderungen in fremder Währung werden zum Stichtagskurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

4. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Investitionszuschüsse werden nach Verwendung in Höhe des

Auszahlungsbetrags in den Sonderposten eingestellt und entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

5. Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis des BAG-Urteils vom 11.03.2008. Dabei wurden die Heubeck-Richttafeln 2005G und ein Zinssatz von 2,25% zugrunde gelegt. Zusätzlich wurden eine Risikoprämie und Administrationskosten berücksichtigt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken werden Rückstellungen in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

(III) Angaben zur Bilanz

(1) ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagegitter als Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet; neben den Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 110) sind Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 2) vorgenommen worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.537 setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
TEUR
Sonstige Forderungen
TEUR
Saldo
TEUR
Messedruck Leipzig Grundbesitzverwaltungsgesellschaft bürgerlichen Rechts 900 900
CTP Service Leipzig GmbH 540 540
Leipziger Kunst- & Verlagsbuchbinderei GmbH 42 42
Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH 45 45
Sachsendruck Plauen GmbH 10 10
55 1.482 1.537

Von der Forderung gegen die Messedruck Leipzig Grundbesitzverwaltungsgesellschaft bürgerlichen Rechts hat ein Teilbetrag von TEUR 600 eine Laufzeit von über einem Jahr.

Alle übrigen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderung gegen Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH in Höhe von € 45.557,18 ist gleichzeitig eine Forderung gegen Gesellschafter.

(3) BILANZGEWINN

Der Jahresabschluss ist unter Berücksichtigung der vollständigen

Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

Jahresüberschuss € 1.267.071,19
Gewinnvortrag € 697.683,23
Ausschüttung ./. € 1.267.071,19
Bilanzgewinn € 697.683,23

(4) SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 178.

(Vorjahr: TEUR 222) enthält ausschließlich von der Sächsischen Aufbaubank erhaltene Zuschüsse für Investitionen im Zusammenhang mit Investitionen in das Gebäude sowie in Maschinen und technische Anlagen. Er wird zeitkongruent zu den Abschreibungen auf die bezuschussten Anlagegüter aufgelöst. Die Auflösung in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 24) wurde von den Abschreibungen abgesetzt.

(5) RÜCKSTELLUNGEN

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 229) wurde für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung gebildet.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen die voraussichtlichen Beträge für Grunderwerbsteuer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Beträge für folgende Verpflichtungen:

TEUR
Berufsgenossenschaft 48
Urlaub/Überstunden 116
Altersteilzeit 30
Jahresabschluss und Prüfung 30
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 30
Gewährleistungen 49
Sonstiges 73
376

(6) VERBINDLICHKEITEN

a.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 2.159) sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 931.437,14 (Vorjahr: € 2.060.556,78) enthalten.

Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten
TEUR
Saldo
TEUR
Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH 99 832 931
CTP Service Leipzig GmbH 102 0 102
Leipziger Kunst- & Verlagsbuchbinderei GmbH 111 111
312 832 1.144

b.) Restlaufzeit von Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 a HGB)

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:

Restlaufzeiten
31.12.2009 insgesamt (Vorjahr)
EUR
bis 1 Jahr (Vorjahr)
EUR
1 -5 Jahre (Vorjahr)
EUR
über 5 Jahre (Vorjahr)
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 975.000,00 375.000,00 600.000,00
(-,--) (-,--) (-,--)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 79.563,54 79.563,54
(54.778,95) (54.778,95)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.516.645,97 2.516.645,97
(1.389.108,47) (1.389.108,47)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.144.177,17 1.144.177,17 0,00
(2.158.513,70) (1.883.776,43) (274.737,27)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.298.982,32 2.276.946,38 2.022.035,94
(295.530,89 (295.530,89)
9.014.369,00 6.392.333,06 2.622.035,94 0,00
(3.897.932,01) (3.623.194,74) (274.737,27)

c.) Davon Vermerke

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf
- Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00
(Vorjahr: € 3.678,29)
- Verbindlichkeiten aus Steuern € 229.840,07
(Vorjahr: € 135.738,07)
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Ergebnisverwendung (gleichzeitig gegenüber Gesellschafter) € 1.267.071,19

d.) Besicherung von Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 b HGB) Von den Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind besichert durch:

Vorbehalt des rechtlichen Eigentums bei Mietkauf € 796.302,--
Zum Teil durch übliche Eigentumsvorbehalte € 2.516.645,97
€ 3.312.947,97

e.) Aufgliederung der Besicherung nach Bilanzposten (§ 285 Nr. 2 HGB)

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Teil durch übliche Eigentumsvorbehalte € 2.516.645,97
2. Sonstige Verbindlichkeiten Vorbehalt des rechtlichen Eigentums bei Mietkauf € 796.302,--

(7) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE (§ 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB)

a) Wechselobligo Am Bilanzstichtag bestand kein Wechselobligo.

b) Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Die Gesellschafterin Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH hat aus der Übernahme der Anteile der Gesellschaft und der Leipziger Kunst- und Verlagsbuchbinderei GmbH gegenüber der Union Verwaltungsgesellschaft mbH, Potsdam, zum Stichtag noch Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.561.

Für diese Verbindlichkeiten ist eine Grundschuld zu TEUR 4.000 an 1. Rangstelle zugunsten der Union Verwaltungsgesellschaft mbH an dem Objekt in Leipzig bestellt.

c) Bürgschaften

Die Gesellschaft hat für die oben genannte Verbindlichkeit der Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH gegenüber der Union Verwaltungsgesellschaft mbH neben der oben genannten Grundschuld auch eine selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten der Union Verwaltungsgesellschaft übernommen.

(8) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

a) Verpflichtungen aus Investitionszulagen

Die Gesellschaft hat für die Anschaffung von Anlagegütern

Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz erhalten bzw. aktiviert. Die Investitionszulagen sind an das Finanzamt zurückzuzahlen, wenn innerhalb von fünf Jahren seit der Anschaffung die Verwendungs- oder Verbleibensvoraussetzungen nicht erfüllt werden. Danach ist die Frist am Stichtag für folgende Investitionszulagen noch nicht erfüllt:

Investitionszulage 2004 TEUR 1
Investitionszulage 2005 TEUR 41
Investitionszulage 2006 TEUR 3
Investitionszulage 2007 TEUR 101

b) Verpflichtung aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen

Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen setzen sich wie folgt zusammen:

bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Leasingverträge 10 -,-- -,-- 10

(IV)Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse betreffen Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Werbedrucke, Kalender und sonstige Druckerzeugnisse.

Der Umsatz wurde mit TEUR 12.166 im Inland und mit TEUR 111 im Ausland erzielt.

(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Beträge enthalten:

TEUR
Erträge aus Anlagenverkäufen 1.650
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen 51
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 80
Erträge aus der Entsorgungspauschale für Papiereinkäufe 70
Sonstige regelmäßige Erträge 56
1.907

(3) PERSONALAUFWAND

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung entfallen € 3.098,48 auf Leistungen für Altersversorgung

(Vorjahr: € 12.000,--).

(4) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

Von den Zinsaufwendungen in Höhe von € 166.768,18 entfallen € 70.000,-- auf verbundene Unternehmen (Vorjahr: € 145.000).

(5) AUSSERORDENTLICHES ERTRÄGE

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 201 entfallen mit TEUR 195 auf den Gewinn aus der Verschmelzung der Gebr. Klingenberg BUCHKUNST LEIPZIG GmbH.

(V) Sonstige Angaben

(1) ANZAHL DER MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT

2008 2009
Angestellte 14 22
Gewerbliche Arbeitnehmer 48 63
62 85

(2) ANTEILSBESITZ

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über folgenden Anteilsbesitz:

Firma und Sitz Anteil am Kapital in % Eigenkapital 31.12.2009
Ergebnis zum 31.12.2009
CTP Service Leipzig GmbH Leipzig 100 35.790,43 83.122,34
Messedruck Leipzig Grundbesitzverwaltungsgesellschaft bürgerlichen Rechts Leipzig 99,9 1.347.500,-- ./. 3.000,--

Die Gesellschaft haftet für die Messedruck Leipzig Grundbesitzverwaltungsgesellschaft bürgerlichen Rechts unbeschränkt.

(3) GESCHÄFTSFÜHRUNG

Als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Berichtsjahr waren bestellt: Herr Stephan Treuleben, Kaufmann, München

Herr Steffen Wölling, Kaufmann, Körle

(4) GESAMTBEZÜGE DES GESCHÄFTSFÜHRUNGSORGANS Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

(5) KONZERNABSCHLUSS

Muttergesellschaft ist die Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH, Zwenkau.

Die Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

Muttergesellschaft der Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH ist die Treuleben & Bischof GmbH mit Sitz in Grünwald bei München.

Die Treuleben & Bischof GmbH stellt den größten Kreis von Konzernunternehmen dar.

 

Leipzig, den 22.03.2010

Die Geschäftsführung

Stephan Treuleben

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Jahr 2009 ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2009 Zugänge Stand 31.12.2009
EUR Zugänge
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 364.330,94 0,00 89.716,66 0,00 1.682,12 452.365,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.870,22 0,00 0,00 0,00 0,00 3.870,22
368.201,16 0,00 89.716,66 0,00 1.682,12 456.235,70
II. Sachanlagen
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 4.452.115,65 0,00 2.835.940,23 0,00 2.835.940,23 4.452.115,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.534.022,19 35.974,20 5.728.382,93 0,00 1.431.199,25 9.867.180,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.436.281,70 8.902,03 627.389,92 0,00 40.937,27 2.031.636,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 79.792,99 0,00 0,00 0,00 79.792,99
11.422.419,54 124.669,22 9.191.713,08 0,00 4.308.076,75 16.430.725,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.610.000,00 66.467,95 0,00 66.467,95 1.610.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 250,00 0,00 0,00 0,00 0,00 250,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 4.000,00 0,00 0,00 0,00 4.000,00
250,00 1.614.000,00 66.467,95 0,00 66.467,95 1.614.250,00
11.790.870,70 1.738.669,22 9.347.897,69 0,00 4.376.226,82 18.501.210,79
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2009 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2009
EUR Zugänge
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.226,94 14.673,00 42.015,66 0,00 1.682,12 406.233,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.870,22 0,00 0,00 0,00 0,00 3.870,22
355.097,16 14.673,00 42.015,66 0,00 1.682,12 410.103,70
II. Sachanlagen
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 864.555,56 151.209,00 2.160.243,20 0,00 2.181.252,20 994.755,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.889.733,19 595.298,00 4.123.197,93 0,00 1.142.861,25 7.465.367,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.314.841,47 48.735,46 605.159,92 0,00 40.937,27 1.927.799,58
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.069.130,22 795.242,46 6.888.601,05 0,00 3.365.050,72 10.387.923,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 4.000,00 0,00 0,00 0,00 4.000,00
0,00 4.250,00 0,00 0,00 0,00 4.250,00
6.424.227,38 814.165,46 6.930.616,71 0,00 3.366.732,84 10.802.276,71
Buchwerte
Stand 31.12.2008 Stand 31.12.2009
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.104,00 46.132,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
13.104,00 46.132,00
II. Sachanlagen
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 3.587.560,09 3.457.360,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.644.289,00 2.401.812,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.440,23 103.836,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 79.792,99
5.353.289,32 6.042.802,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.610.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 250,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
250,00 1.610.000,00
5.366.643,32 7.698.934,08

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Messedruck Leipzig GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 14. Juni 2010

BDO AWS Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bartuschka, Wirtschaftsprüfer

Butzke, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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