TW Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Kramer seit 20.1.2025 | Prokura |
Dirk Rommerskirchen seit 14.6.2023 | Geschäftsführer |
Martin Schuster seit 14.2.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% | |
| 20.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wahl GmbHRemagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023
06.08.2024 Dirk Rommerskirchen GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Wahl GmbHTiefbauunternehmenRemagen
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Sonstige Rückstellungen Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse. Dabei wurde das Netto-Verfahren angewandt. Gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen Geschäftsjahre abgezinst. Die Aufzinsung in den Folgeperioden erfolgt zulasten des Finanzergebnisses. Bei den Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Gewinnrücklagenentwicklung Die Gewinnrücklagen sind unverändert zum Vorjahr. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023Wahl GmbH Tiefbauunternehmen, Remagen
Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 1.240.362,09 (Vorjahr: Euro 1.238.776,88). Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten (TEUR 89) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 25). Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 1.095.748,14 (Vorjahr: Euro 1.353.133,37). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 5.101.173,01. Die durch langfristige Verbindlichkeiten finanzierten LKW's werden durch Hinterlegung eines Fahrzeugbriefes gesichert. Bei Maschinen wird ein Pfandrecht eingeräumt. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 5.199.689,25 Euro (Vorjahr: 5.318.991,74 Euro). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 3.554.573,70 (Vorjahr: Euro 3.253.366,24). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Der Verbindlichkeitenspiegel hat folgendes Bild:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsituten sind vollständig durch Pfandrechte besichert.
Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: In den vergangenen 5 Jahren kam es zu keiner Inanspruchnahme. Im Falle einer Mängelrüge tritt notfalls die Versicherung ein. Alle Gewährleistungen (5 % des Auftragsvolumens) sind durch eine entsprechende Versicherung besichert. Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse im Sinne eines Avals in Höhe von Euro 467.500,00. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 4.235.191,36 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Investitionszuschüsse: Nach der Richtlinie "De-minimis" - Förderperiode 2022 und 2023 erfolgte eine staatliche Zuwendung im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18.12.2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union durch das Bundesamt für Güterverkehr i. H. v. Euro 45.103,17. Diese wurde für die Anschaffung von Gegenständen zur Arbeitssicherheit verwendet. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:
Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:
Im Geschäftjahr 2023 ergaben sich Einmaleffekte in Höhe von Euro 504.207,48. Dies betrifft sowohl die verlustfreie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen als auch Forderungsausfälle unserer Kunden (z. B. durch Insolvenz). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Namen und Sitz des Mutterunternehmens Die Wahl GmbH wird in den Konzernabschluss der Hans-Peter Wahl GmbH & Co. KG (seit Juni 2024 in Wahl Verwaltungs GmbH & Co. KG umbenannt) mit Sitz in Remagen einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Firmensitz hinterlegt. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Gesellschafter Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet: Kreditentwicklung
Der Zinsatz beträgt 1,5 Prozent. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 18.374,89 und wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Remagen, 29.07.2024 Dirk Rommerskirchen Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1. 1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Wahl GmbH wurde im Jahr 1999 gegründet und ist aus dem Einzelunternehmen Tiefbau Wahl hervorgegangen, das über zwei Generationen regional aktiv war. In der dritten Generation wurde durch die Erweiterung des regionalen Einzugsgebiets und der Größe der Aufträge ein nachhaltiger Wachstumspfad beschritten. Langfristige Bestandserhaltung und organisches Wachstum bilden den eigentümerbezogenen Unternehmenszweck. Die Wahl GmbH gehört zu den führenden Tiefbau- und Abbruchunternehmen im Landkreis Ahrweiler. Ihr Tätigkeitsgebiet erstreckt sich darüber hinaus auf die regionalen Metropolen Bonn, Köln, Düsseldorf und Frankreich/Main. Erdbau Erdbau umfasst alle Baumaßnahmen, die den Boden in seiner Lage, in seiner Form und in seiner Lagerungsbeschaffenheit verändern wird. Mit ihrem modernen Maschinenpark ist die Wahl GmbH in der Lage, jede Art von Boden zu lösen, zu laden, zu fördern, einzubauen oder zu verdichten. Ob bei Aushub/Ausschachtung, Baugrunderschließung, Bodenstabilisierung, Erdbewegungen, Auffüllungen/Aufschüttungen oder Rodungsarbeiten werden alle Arbeitsphasen der Erdbaumaßnahmen ihrer Kunden bedient. Straßenbau Die Herstellung und Erhaltung von Straßen und Wegen für den Fuß- und Fahrzeugverkehr ist ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Wahl GmbH. Zum Straßen- und Wegebau als solches zählen die Herstellung der ungebundenen Oberbauschichten, Pflaster- und Asphaltarbeiten sowie auch der Bau von Entwässerungsanlagen und Böschungsbefestigungen, bis hin zur Herstellung der Straßenausstattung wie z.B. der Verkehrszeichen, einer Fahrbahnmarkierung oder der Straßenbeleuchtung. Kanalbau Die Wahl GmbH erstellt für ihre Kunden geschlossene, unterirdisch verlegte, Entwässerungsrohrleitungen für die Schmutz- und Regenwasserableitung. Dies kann ein Hauptkanal im öffentlichen Bereich oder der Hausanschluss einer Kleinstbaustelle im privaten Bereich sein. Die Wahl GmbH, als RAL-zertifizierte Unternehmen, bedient das gesamte Spektrum des Kanalbaus:
Leitungsbau Der Bau von Leitungen aller Art wie z.B. Strom-, Telekommunikationsleitungen oder die Leerrohrverlegung stehen ebenfalls im Fokus. Elektrounternehmen, Verkehrsbetriebe und die Industrie zählen zu den Kunden, für die das Unternehmen jegliche Form des modernen Leitungsbaus übernimmt. Industriebau Der Industriebau beschreibt eher die Kundensparte als ein spezielles Gewerk. Aufgabe ist es auch hier, die Infrastruktur zu erstellen. In der Ausführung bündeln sich daher die Bereiche Erdbau, Kanalbau, Leitungsbau und Straßenbau. Spezialtiefbau Im Bereich Spezialtiefbau betreut die Wahl GmbH Bauprojekte, durch welche die geologischen bzw. mechanischen Eigenschaften eines Baugrundstücks verbessert oder Gründungen unter Grundwasser hergestellt werden. Verfahren oder Techniken zur Herstellung von Bohrpfählen, Schlitzwänden, Spundwänden, Baugrundinjektionen sowie Böschungs- und Hangsicherungsverfahren, wie z.B. Verpressanker, kommen hierbei zur Anwendung. Abhängig von den ortbezogenen Gegebenheiten findet die technische Abteilung das richtige Konzept für die Baustelle. Zahlreiche Zertifizierungen der Wahl GmbH bestätigen die Einhaltung aller Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. Die Sicherheit der Mitarbeiter steht an erster Stelle mit dem Ziel, Arbeitsunfälle auszuschließen. 1.2 Wirtschaftsbericht 1.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Gesamtumsatz der deutschen Baubranche sank laut Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2023 preisbereinigt um 5,0 % (2022: -5,1 %) und profitiert weiterhin von dem stabilen Immobilienmarkt. Der reale Auftragseingang ist um 4,4 % und die Genehmigungen im Wohnungsneubau sind um 26,6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies zumal die bundesdeutschen Zahlen, nicht die regionalen Besonderheiten widerspiegeln. So hat die Flutkatastrophe in Ahrweiler einen deutlich regionalen Einfluss auf die Branche, die in anderen Regionen nicht zu verzeichnen ist. Hier wird es auch noch mittelfristig zu zahlreichen Herausforderungen kommen, da der Wiederaufbau aufgrund der zögerlichen Auszahlung der Mittel der öffentlichen Hand extrem langsam voranschreitet und sich zunächst nur im Wohnungsbereich niedergeschlagen hat. Für die Wahl GmbH ist, neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die konjunkturelle Lage in der Region Rheinland (insb. Koblenz bis Düsseldorf) sowie Rhein/Main relevant. Das Konjunkturbarometer Rheinland der IHK "Jahresbeginn 2024" zeigt eine leichte Erholung zum Jahreswechsel 2023/2024. Insgesamt herrsche aber eine verhaltene bis negative Stimmung in der Baubranche: "Die Betriebe erwarten steigende Belastungen, vom stark rückläufigen Wohnungsbau (Zinsen) über gedämpften Gewerbebau (Industrieflaute) zum (öffentlichen) Tiefbau (Staatsfinanzen)." 1.2.2 Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage Die Gesamtleistung ist von 44.695 T€ im Jahr 2022 auf 39.580 T€ im Jahr 2023 und damit um -11,4 % (Vorjahr +12,5 %) gesunken. Gleichzeitig konnte der Materialaufwand aber von 25.811 T€ im Jahr 2022 auf 21.912 T€ im Jahr 2023 gemindert werden und sank damit überproportional zum Umsatz um -15,1 % (Vorjahr: +7,8 %). Die Personalkostenquote (Personalkosten*100/Gesamtleistung) stieg im gleichen Zeitraum mit 20,87 % (Vorjahr: 20,77 %). Der Jahresüberschuss betrug 18,4 T€ im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 850,7 T€ im Geschäftsjahr 2022. Ein einmaliger Sondereffekt war in 2022 durch die Zuschreibung im Finanzanlagevermögen gegeben. b) Vermögenslage Das Anlagevermögen sank von 6.129,5 T€ im Geschäftsjahr 2022 auf 5.871,2 T€ im Geschäftsjahr 2023. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen. Um die Flexibilität bezogen auf eine mögliche negative Volatilität der Baukonjunktur zu erhalten, wurden zunehmend Fahrzeuge und Maschinen im Wege des Leasings beschafft (s. auch Pkt. 7.1: Umweltbericht). Die Erhaltung dieser Flexibilität ist Teil der taktischen Planung der Unternehmensführung. Die Vorräte gingen von 1.265,8 T€ im Geschäftsjahr 2022 auf 976,2 T€ im Geschäftsjahr 2023 zurück. Erhaltene Anzahlungen wurden iHv 7.511,8 T€ (Vorjahr: 22.982,1 T€) innerhalb des gesetzlichen Rahmens offen von den Vorräten (In Ausführung befindliche Bauausführung) abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 3.291,3 T€ im Geschäftsjahr 2022 auf 4.042,1 T€ im Geschäftsjahr 2023 und damit um 22,8 %. Der Ansatz zweifelhafter Forderung iHv 304,0 T€ (Vorjahr: 288,6 T€) ist Zeichen einer vorsichtigen kaufmännischen Geschäftsführung. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 534,0 T€ (2022) auf 409,9 T€ (2023) verringert. Im Wesentlichen bestehen diese aus Steuererstattungsansprüchen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betrugen 62,0 T€ (Vorjahr: 57,0 T€). Außerbilanzielle Verpflichtungen liegen lediglich in Form von Miet- und Leasingverträgen vor (vgl. Anhang). Anderweitige außerbilanzielle Verpflichtungen, die in irgendeiner Weise in Anspruch genommen werden könnten, lagen nicht vor. c) Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Cashflow insgesamt +770 T€ gegenüber -1.576 T€ im Vorjahr. Der Bestand an liquiden Mitteln stieg von 2.274 T€ am 31.12.2022 auf 3.044 T€ am 31.12.2023. Der im Wege der indirekten Methode entwickelte Cashflow setzt sich wie folgt zusammen:
Das Eigenkapital der Wahl GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Das Eigenkapital stieg von T€ 5.799,0 im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 5.817,4 im Geschäftsjahr 2023. Die Eigenkapitalquote der Wahl GmbH betrug im Geschäftsjahr 2023 39,0 % (Vorjahr: 39,13 %). Beeinflusst wurde die Entwicklung der Eigenkapitalquote durch einen Anstieg der Bilanzsumme von 14.821,6 T€ auf 14.930,8 T€. Gewinnausschüttungen wurden nicht getätigt. Die Steuerrückstellungen betrugen 9,4 T€ gegenüber 9,7 T€ im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2022 betrugen 271,1 T€ und zum 31.12.2023 139,7 T€. Sie resultieren weit überwiegend aus Rückstellungen für Personalkosten iHv 89,0 T€ (Vorjahr: 209,8 T€). Hinzu kommen Rückstellungen für Archivierung iHv 14,0 T€ (Vorjahr: 14,0 T€), Jahresabschlusserstellung und -prüfung iHv 24,5 T€ (Vorjahr: 28,8 T€) sowie sonstige Rückstellungen iHv 12,1 T€ (Vorjahr: 18,5 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen am Ende des Berichtsjahrs 4.307,4 T€ (Vorjahr: 4.126,4 T€). Diese Verbindlichkeiten dienen ausschließlich der Finanzierung von Investitionen im Anlagevermögen, namentlich dem Maschinen- und Fuhrpark. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Finanzierung des laufenden Geschäfts bzw. zur Sicherstellung des working capital sind nicht erforderlich und liegen demnach nicht vor. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 4.027,0 T€ zum 31.12.2022 auf 3.816,6 T€ zum 31.12.2023 gesunken. Alle Zahlungsziele der Lieferanten werden eingehalten. Soweit eine Skontovereinbarung besteht, erfolgen alle Zahlungen unter Nutzung des Skontoabzugs. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum 31.12.2023 65,0 T€ (Vorjahr: 64,4 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 iHv 565,1 T€ (Vorjahr: 354,5 T€) enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt inkl. Lohnnebenkosten iHv 133,0 T€ (Vorjahr: 173,6 T€), aus Umsatzsteuer iHv 425,1 T€ (Vorjahr: 114,6 T€), aus Kapitalertragsteuer iHv 0,0 T€ (Vorjahr: 50,1 T€), aus Kreditkartenabrechnungen iHv 3,0 T€ (Vorjahr: 5,9 T€) und aus kreditorischen Debitoren iHv T€ 4,0 (Vorjahr: 10,0 T€). Passive latente Steuern betrugen 210,1 T€ (Vorjahr: 169,4 T€). Insgesamt wurden im Jahr 2023 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen i. H. v. 992,6 T€ (Vorjahr: 1.247,0 T€) getätigt. Diese wurden aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert. 1.2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Ausgewählte Kennzahlen des Geschäftsjahres 2023 zeigen folgendes Bild:
1.2.4 Gesamtaussage Das statistische Bundesamt hat für das Jahr 2023 einen preisbereinigten Abstieg des BIP um -0,3 % festgestellt. Die Geschäftsleitung ging im Rahmen der Prognose des Jahres 2023 von einem Rückgang der Gesamtleistung und der Aufträge aus und hat hierfür Vorsorge, z.B. im Personalbereich und bei den Verträgen mit Sub-Unternehmern getroffen. Im Prognose-Ist-Vergleich lässt sich feststellen, dass die Gesamtleistung zwar um -11,4 % (Vorjahr: 12,4 %) gesunken ist. Die Unterlegung der Geschäftstätigkeit mit steigendem Eigenkapital sowie eine vergleichsweise hohe Liquiditätsausstattung dient der dauerhaften Existenzsicherung der Wahl GmbH. 2. Prognosebericht (§ 289 Abs. 1 Sätze 4 u. 5 HGB) Für das aktuell laufende Kalenderjahr 2024 prognostiziert das ifo-Institut München aktuell einen Anstieg des BIP um real 0,4 %, während die Inflationsrate mit noch 2,2 % angenommen wird. Das Deutsche Institut der Wirtschaft (DIW) prognostiziert einen preisbereinigten Anstieg des BIP iHv +0,3 %. Insgesamt wird für das Jahr 2024 für die Baubranche ein leichter Zuwachs von real + 0,3 % prognostiziert. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie (HDB) erwartet für das Jahr 2024 einen realen Umsatzrückgang der Branche iHv -4,0 % (Baukonjunkturelle Lage, Stellungnahme vom 25.6.2024). Da laut dem Hauptverband der deutschen Bauindustrie und dem Konjunkturbarometer der Tiefbau im Bereich der öffentlichen Auftraggeber weiter zunehmen wird, erwartet die Geschäftsleitung keinen größeren Einbruch des Geschäfts, jedoch ein gebremstes Wachstum. Dies wird verursacht durch die Folgewirkungen der Corona-Krise, aktuellen Lieferengpässen, einem Preisanstieg in der Baubranche und der Verstärkung dieses Preisanstiegs, nunmehr auch im Bereich der Energie, durch den Ukraine-Krieg. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) prognostiziert einen realen Rückgang von -3,0 %. Hierbei wird aber dem Tiefbau im Bereich Wirtschaftsbau ein Zuwachs von real 7,0 % in Aussicht gestellt. Am 14.6.2024 haben sich die Tarifpartner auf eine Entgelterhöhung in der Baubranche geeinigt. Aufgrund der Laufzeit von 3 Jahren (bis 31.3.2027) bietet dies für die Geschäftsleitung, nach einer geraumen Zeit der Unsicherheit, nun wieder die Grundlage für eine verlässliche Planung. Die Steigerungen betragen für das Jahr 2024 1,2 %, für das Jahr 2025, 4,2 % und für das Jahr 2026 3,9 %. Die Ertrags- und Liquiditätslage der Wahl GmbH ist durch eine positive Entwicklung gekennzeichnet. Zu Beginn des Geschäftsjahr 2024 konnte bereits mit mehrere Großprojekten begonnen werden, im 1. Halbjahr 2024 wird mit der Fertigstellung laufender Aufträge ein positives Ergebnis erwartet. Insgesamt rechnet die Geschäftsleitung der Wahl GmbH mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse und einem signifikanten Anstieg des Gesamtergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. 3. Chancen- und Risikobericht (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB) Das Risikomanagement der Wahl GmbH umfasst die Definition von Risiken, deren Ausprägung, Steuerungsmaßnahmen und Zuständigkeiten. Ziel des Risikomanagements ist die Risikovermeidung, Risikobeschränkung und die Absicherung gegen Risiken. Die Wahl GmbH wird ihr in den letzten Jahren aufgebautes Risikomanagement auch künftig weiter ausbauen und planmäßig an die jeweiligen Erfordernisse anpassen. Alle Risiken, die sich aus den Aktivitäten der Gesellschaft ergeben können, werden regelmäßig durch die Geschäftsführung analysiert und bewertet. Anhand eines wöchentlichen Berichtswesens werden Entwicklungen stets zeitnah aufgezeigt. Dem dient auch die Kostenstellenrechnung und das darauf aufbauende Baustellencontrolling, das über geeignete Software sichergestellt wird. Die kurz- bis mittelfristige Entwicklung der Baukonjunktur wird als weitgehend stabil angesehen. Da die Wahl GmbH im Bereich des öffentlichen Baus und des Wirtschaftsbaus ihren Schwerpunkt hat, wird der Rückgang im Wohnungsneubau nur sehr geringe Auswirkungen auf das Geschäftsaufkommen haben. Die Wahl GmbH hat sich in den vergangenen Jahren, aufgrund des stark wachsenden Geschäftsaufkommens, in allen Bereichen verstärkt. Gleichzeitig wurde dafür Sorge getragen, dass auch die betriebswirtschaftlichen Abläufe und Prozesse diesem Größenwachstum entsprechen. Die Kostenrechnung und eine verbesserte Nachkalkulation verschaffen gute Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten. Das größte Risiko für ein Tiefbauunternehmen, wie die Wahl GmbH, stellt naturgemäß eine Gefährdung der Baukonjunktur dar. Die Wahl GmbH hat durch eine erhebliche Liquiditätsreserve dafür Sorge getragen, dass in diesem Fall ausreichend Liquidität vorhanden ist, so dass genügend Zeit für erforderliche Anpassungsprozesse verbleibt. Die aktuelle Eintrübung der Baukonjunktur und die Maßnahmen, die die Geschäftsleitung hierzu getroffen hat, zeigen, dass sich Wahl GmbH auf dieses Szenario gut vorbereitet hat. Das Jahr 2023 war geprägt durch multiple Krisen (Ukraine, Israel, Energie, Inflation). Das fortgesetzte Wachstum des Bereichs Abbruchs, dem idR Tiefbauaufträge folgen, ist eine weiter zufrieden stellende Auftragslage im Bereich des Tiefbaus zu erwarten. Dies zeigt sich auch in den steigenden Geschäftszahlen für den Zeitraum vom 1.1.bis zum 30.6.2024. Die Geschäftsleitung der Wahl beurteilt das Risiko eines Verlustes für die Jahre 2024 im Ergebnis als sehr gering. Die Entwicklung in den ersten Monaten 2024 hat diese Einschätzung bestätigt. Die Geschäftsleitung ist über die Branchenverbände und aktuelle Fachpublikationen ständig über Entwicklungen, insbesondere betreffend die Baukonjunktur und diese beeinflussenden Faktoren, informiert. Die enormen Preisanstiege bei Baustoffen des Jahres 2022 haben im Geschäftsjahr 2023 an Tempo verloren. Grundsätzlich hat diese Entwicklung aber die Wahl GmbH nur teilweise betroffen, da die wesentlichen Preissteigerungen im Bereich des Hochbaus zu verzeichnen sind (z.B. Holz, Baustahl, PVC). Der, gegenüber der Umsatzentwicklung, unterdurchschnittlich steigende Wareneinsatz, bzw. die sinkende Wareneinsatzquote, bestätigt diese Einschätzung. Gleichwohl steigen auch die Preise bei Kiesen und Sanden. Die Wahl GmbH trifft die Energiekrise, insbesondere durch stark gestiegene Kraftstoffpreise sowie die allgemeine Inflation aufgrund steigenden Personalaufwands je Mitarbeiter. Sollten Materialpreissteigerung und Rohstoffknappheit, verbunden mit stark gestiegenen Zinsen sowie hoher Energiepreise der Baukonjunktur weiter zusetzen, könnte dies auch negative Einflüsse auf die Auftragslage der Wahl GmbH haben. Da auch Insolvenzen von Auftraggebern nicht mehr ausgeschlossen werden können, richtet die Wahl GmbH ein besonderes Augenmerk auf die Solvenz ihrer Auftraggeber und hat hier ein Monitoring-System implementiert. Allerdings hat die Insolvenz-Welle bei Projektentwicklern und anderen Unternehmen der Immobilienbranche gezeigt, dass dies bei der Wahl GmbH zu Ausfällen geführt hat. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde hierfür sensibilisiert und im Rahmen einer eigenen Schulung im Jahr 2023 auf diese Situation vorbereitet und mit dem nötigen Handwerkszeug ausgestattet. 4. Forschungs- und Entwicklungsbericht (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB) Die Wahl GmbH entfaltet keinerlei Tätigkeiten im Forschung- und Entwicklungsbereich. 5. Zweigniederlassungsbericht (§ 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB) Die Wahl GmbH verfügt über eine Zweigniederlassung in Köln. Hierbei handelt es sich um ein Büro, in dem qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt werden, die aufgrund der Lage der Zentrale in Remagen ansonsten nicht für das Unternehmen gewonnen werden könnten. 6. Umwelt- und Sozialbericht (§ 289 Abs. 3 HGB) Die Wahl GmbH setzt einen modernen Fuhr- und Maschinenpark zur Leistungserstellung ein. Entsprechend der technischen Fortentwicklung der Herstellerfirmen ist die Wahl GmbH auf dem neuesten Stand der Technik. Der Fuhrpark wird laufend modernisiert. Alle Investitionen haben, neben Wirtschaftlichkeitsüberlegungen, auch den Zweck, Lärm und Emissionen zu reduzieren und liegen, aufgrund der Sicherheitsanforderungen, im Interesse der Mitarbeiter. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer sank von 129 im Jahr 2022 auf 114 im Geschäftsjahr 2023. Zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter an das komplexere Aufgabenfeld erhalten diese zahlreiche Gelegenheiten zur Fortbildung, insbesondere im Bereich Arbeitssicherheit, Zusatzqualifikationen, aber auch im Bereich Betriebswirtschaft. Für den Mitarbeiterstamm gibt es eine eigene App (#wearewahl), über die unternehmensinterne Informationen transportiert werden und zB Partnerprogramme mit Unternehmen für einen vergünstigten Einkauf abrufbar sind.
Remagen, den 29. Juli 2024 Dirk Rommerskirchen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wahl GmbH, Remagen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Wahl GmbH, Remagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Wahl GmbH, Remagen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Straubing, 29.07.2024 Prof. Dr. Hanns R. Skopp, Wirtschaftsprüfer |
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