VeriFone Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christopher Lee Dichiara seit 31.7.2025 | Geschäftsführer |
Mihaela-Aurora Radu seit 31.7.2025 | Geschäftsführer |
Michael Trinks seit 29.11.2019 | Prokura |
Stefanie Neubig seit 17.12.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VeriFone Luxembourg S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Verifone GmbHBad HersfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023Lagebericht für das Finanzjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Gesellschaft Verifone GmbH, Bad Hersfeld, konzentriert sich auf die Entwicklung und den Verkauf von sicheren elektronischen Zahlungssystemen einschließlich der dazugehörigen Komponenten, Software und Services. Im Mittelpunkt dieser Aktivitäten stehen die Terminals für bargeldlose Zahlungen (Kassenterminals). Verifone GmbH ist die Vertriebseinheit der Verifone-Gruppe in Deutschland. Der eigentliche Eigentümer von Verifone GmbH ist VeriFone Systems, Inc. Verifone GmbH hat selbst keine Tochtergesellschaften oder Niederlassungen. Wir arbeiten eng mit den anderen Unternehmen und innerhalb der Strukturen und Prozesse des internationalen Verifone-Netzwerks zusammen. 1.2 Bewertung der Zielerreichung Genauso wie der Rest der Verifone-Gruppe legt auch die Verifone GmbH jährliche Gewinn- und Verlustbudgets fest. Die tatsächliche Leistung wird dann in regelmäßigen Abständen verglichen. VeriFone GmbH hat im Berichtsjahr 2023 ihr Umsatz- und Gewinnbudget nicht erreicht. Der Hauptgrund für das Nichterreichen der Umsatzziele war eine erhebliche Auftragsstornierung durch einen Schlüsselkunden aufgrund von Lieferverzögerungen, die durch die Chipkrise verursacht wurden. 2 Wirtschaftsbericht - Geschäftsjahr 2023 2.1 Makroökonomische Entwicklung 1 Der Internationale Währungsfonds (IWF) berichtete im April 2024, dass die globale Erholung zwar stabil, aber langsam verläuft und je nach Region unterschiedlich ausfällt. Das globale Wachstum wird für die Jahre 2024 und 2025 voraussichtlich das gleiche Tempo wie 2023 beibehalten, nämlich 3,2 Prozent. Die weltweite Inflation wird voraussichtlich leicht von 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,9 Prozent im Jahr 2024 und weiter auf 4,5 Prozent im Jahr 2025 sinken. 1Worlds Economic Outlook, April 2024: Steady but slow: resilience amid divergence (Weltwirtschaftsausblick, April 2024: Stabil, aber langsam: Widerstandsfähigkeit trotz Divergenzen) Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2023 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) Für Deutschland berichtete das Statistische Bundesamt im Juli 2023, dass sich die deutsche Wirtschaft nach leichten Rückgängen in den zwei vorangegangenen Quartalen im Frühjahr stabilisiert hat. 2.2 Allgemeine Marktentwicklung Der Terminalmarkt in Deutschland ist weiterhin zwischen nur einer Handvoll bedeutender Anbieter geteilt, doch der Wettbewerb zwischen diesen Anbietern ist extrem hart und eng. In den letzten Jahren sind jedoch einige neue Akteure in den Markt eingetreten, und weitere sind dabei, den Markt zu betreten, teils mit neuen Vertriebs- und Lösungsansätzen. Hauptkriterien im Wettbewerb sind Preisgestaltung, aber auch Softwarequalität und -stabilität, Leistung der Lösungen und funktionale Ausstattung. Auch sogenannte Omnichannel-Fähigkeiten, die in den TIER1-TIER3-Einzelhandelssegmenten relevant sind, sind mittlerweile Entscheidungskriterien für Händler. Da Verifone aus qualitativer Sicht traditionell am oberen Ende der Skala angesiedelt ist, nutzen andere Anbieter den Preis, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Doch die Verfügbarkeit von Produkten spielt in Zeiten begrenzter Produktionskapazitäten und Bauteilverfügbarkeit, bedingt durch die weltweite Chipkrise infolge von COVID, auch eine wichtige Rolle. Die steigende Nutzung von Terminals in neuen Segmenten, wie Bäckereien, Metzgereien, Lieferdienste, Handwerksunternehmen oder sogar Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Verkaufsautomaten und insbesondere Zigarettenautomaten, schafft neue Möglichkeiten für den Verkauf von Terminals. Diese Segmente werden auch in den kommenden Jahren von Bedeutung sein. Darüber hinaus beobachten wir einen Trend zu so genannten Self-Checkout-Lösungen, unbesetzten autonomen Geschäften und weiteren bedienerlosen Anwendungsfällen im Einzelhandel und Gastgewerbe, was den Bedarf an Verifone-Lösungen antreibt. 2.3 Entwicklung von Umsatz und Erträgen Verifone GmbH gelang es, mit den neuen Produkten der Engage-Serie und dem dominierenden Produkt aus den Vorjahren das Neugeschäft auch in den neuen Anwendungsbereichen abzudecken. Aufgrund der Auswirkungen der COVID-Pandemie und der massiven Verknappung von elektronischen Bauteilen auf globaler Ebene, und damit auch der Verfügbarkeit der Produkte, konnten die angenommenen Aufträge für Engage-Produkte weder in Bezug auf die Menge noch auf den Zeitplan wie geplant an die Kunden ausgeliefert werden. Diese Aufträge mussten verschoben und für eine spätere Auslieferung geparkt werden. Aufgrund einer erheblichen Verzögerung der Liefertermine stornierte ein Großkunde Bestellungen in beträchtlicher Höhe (27.000 Einheiten). Diese Bestellungen bzw. die erwarteten Lieferungen waren vollständig in den Zielvorgaben berücksichtigt, was sich entsprechend negativ auf die Gewinn- und Verlustrechnung von Verifone GmbH für das Geschäftsjahr 2023 auswirkte. Im Jahr 2023 waren Verifone GmbH und das Geschäft weiterhin von den Auswirkungen des großen Vorfalls mit dem H5000-Terminal im Mai 2022 betroffen, dem dominierenden Zahlungsterminalprodukt für den deutschen Markt seit 2012. Am 24. Mai 2022 lief eine digitale Signatur ab, was dazu führte, dass ca. 150.000 Terminals an verschiedenen Standorten nicht mehr funktionsfähig waren. Im Jahr 2022 verursachte diese Situation viel negative Publicity und beeinträchtigte alle Kundenbeziehungen, was in einigen Fällen sogar zur Stornierung von Aufträgen und zum Verlust von Kunden führte. Einige Kunden konfrontierten uns mit Ansprüchen und Schadenersatzforderungen. Wie bereits erwähnt, hatte diese Situation auch im Jahr 2023 noch erhebliche Auswirkungen auf die Kundenbeziehungen, den Anteil am Kundenbudget und die Art und Weise, wie Kunden mit Verifone interagierten. Verifone GmbH ist es gelungen, im Finanzjahr 2023 ein Umsatzvolumen von 27,8 Mio. EUR zu erzielen. Im Vergleich dazu lag der Umsatz im Vorjahr bei 30,0 Mio. EUR. Die Kreditbedingungen bleiben weiterhin gut, sodass die Geschäftsleitung beschloss, die Pauschalwertberichtigung für Forderungen von 84 Tsd. EUR am Ende des Vorjahres auf 9 Tsd. EUR (0,03% des Umsatzes) zu senken. Die Materialkosten haben sich entsprechend der Entwicklung der Umsatzerlöse um 1,0 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR reduziert. Die Auswirkungen des oben Genannten führten dazu, dass der Bruttogewinn 16,5 Mio. EUR beträgt, was einem Rückgang von 0,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Personalausgaben sanken von 8,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,6 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen erheblich zurück, von 12,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,7 Mio. EUR im laufenden Jahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im aktuellen Berichtszeitraum kein Verlust aus Währungsumrechnung eingetreten ist (2,9 Mio. EUR im Vorjahr), sowie auf den Rückgang der konzerninternen Aufwendungen gegenüber der Verifone Inc. von 3,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,6 Mio. EUR im laufenden Jahr. Infolgedessen stieg das Vorsteuerergebnis auf einen Gewinn von 1,9 Mio. EUR. Da ein Gewinnabführungsvertrag mit dem Gesellschafter, Verifone Holding GmbH, besteht, der somit eine steuerliche Einheit darstellt, wurden keine Rückstellungen für laufende Ertragsteuern gebildet. 2.4 Struktur des Vermögens, der Finanzen und des Kapitals Die Bilanzsumme für den Berichtszeitraum betrug 30,2 Mio. EUR, was einen Rückgang von 2,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 32,9 Mio. EUR darstellt. Auf der Aktivseite gab es einen Rückgang um 0,1 Mio. EUR bei den Sachanlagen aufgrund der normalen Abschreibung im Jahr. Das Umlaufvermögen ist auf 29,8 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 32,4 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 3,9 Mio. EUR von 2,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,3 Mio. EUR im laufenden Jahr. Dies ist auf die Umsatzverteilung über die Monate und eine bessere Versorgungslage im Vergleich zum Ende des Jahres 2022 zurückzuführen. Während im Jahr 2022 in den letzten zwei Monaten (September und Oktober) ein Umsatz von 2,3 Mio. EUR erzielt wurde, waren es im Jahr 2023 5,2 Mio. EUR. Die beiden letzten Monate machen den größten Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Jahresende aus, da die Zahlungsziele der größten Kunden 45-60 Tage betragen Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gingen um 5,0 Mio. EUR zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich auf niedrigere Forderungen gegenüber dem Gesellschafter VeriFone Holdings GmbH von 15,5 Mio. EUR im vorherigen Berichtsjahr auf 12,7 Mio. EUR im laufenden Zeitraum aufgrund der im Vorjahr bestehenden Forderung aus Verlustübernahmen gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag (PTLA) sowie auf die Rückzahlung der Forderungen gegenüber Verifone INC zurückzuführen, bei denen sich der Saldo von 4,9 Mio. EUR im vorherigen Berichtsjahr auf 2,6 Mio. EUR im laufenden Berichtsjahr verringerte. Auf der Passivseite blieben die Pensionsrückstellungen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr, und die sonstigen Rückstellungen sanken um 1,8 Mio. EUR aufgrund einer Änderung bei der Rückstellungsbildung für Rabatte auf Lieferungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen um 1,1 Mio. EUR zurück, wobei der größte Rückgang bei Verbindlichkeiten gegenüber VeriFone (U.K.) Ltd. in Höhe von 1,4 Mio. EUR zu verzeichnen war. Sonstige Verbindlichkeiten stiegen um 0,2 Mio. EUR, und die abgegrenzten Einnahmen gingen um 0,3 Mio. EUR zurück, von 2,7 Mio. EUR im vorherigen Berichtszeitraum auf 2,4 Mio. EUR im aktuellen Berichtszeitraum. Es bestehen keine außerbilanziellen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft war immer in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Das Risiko von Liquiditäts- und Geldflussproblemen ist gering, da Verifone GmbH Teil des größeren europäischen Cash-Pool-Systems von Verifone ist, wodurch potenzielle kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeglichen werden können. Die Kapitalstruktur hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Das gezeichnete Kapital beträgt 0,5 Mio. EUR und die Kapitalrücklagen 3,9 Mio. EUR. Gewinnrücklagen bestehen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter, Verifone Holding GmbH, nicht. Die Auswirkungen der Inflation und der Wechselkurse auf das Vermögen wurden berücksichtigt und als unwesentlich eingestuft. Derzeit sind keine wesentlichen Neuinvestitionen für die nahe Zukunft geplant. 2.5 Gesamtbericht Verifone GmbH hat für das Jahr ein positives Ergebnis erzielt, obwohl die Gesamtaktiva im Berichtszeitraum um 2,8 Mio. EUR gesunken sind. Durch die Einbindung der Verifone GmbH in das europaweite Cash-Pooling-System der Verifone-Gruppe ist die Liquidität der Gesellschaft gesichert. 2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren Verifone GmbH setzte sich für das Geschäftsjahr 22/23 ein Umsatzziel von 36,6 Mio. EUR, aber die tatsächlichen Ergebnisse zeigten einen Jahresumsatz von 27,8 Mio. EUR, was einem Rückgang von 7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Hauptgrund für das Verfehlen der Ziele war, wie oben erwähnt, die erhebliche Verzögerung der Liefertermine von Aufträgen eines Großkunden. Dieser Kunde stornierte Bestellungen in beträchtlicher Höhe (27.000 Einheiten). Diese Bestellungen bzw. Lieferungen waren vollständig in den Zielvorgaben berücksichtigt, was sich entsprechend negativ auf die Gewinn- und Verlustrechnung von Verifone GmbH für das Geschäftsjahr 2023 auswirkte. Das Bruttogewinnziel für das Jahr lag bei 20,0 Mio. EUR, doch aufgrund der Tatsache, dass das Umsatzziel um 32% verfehlt wurde, konnte Verifone den Bruttogewinn nur auf 16,4 Mio. EUR steigern. Deutlich niedrigere Betriebskosten führten dazu, dass das Ergebnis in diesem Jahr auf einen Gewinn von 1,9 Mio. EUR stieg, verglichen mit einem Verlust von 3,7 Mio. EUR im Vorjahr, was eine Steigerung um 5,6 Mio. EUR darstellt. Die größten Kostensenkungen bei den Betriebskosten im Jahr waren ein Währungsgewinn im Vergleich zu einem Währungsverlust von 3,1 Mio. EUR im Vorjahr sowie auf den Rückgang der konzerninternen Aufwendungen gegenüber Verifone Inc. von 3,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,6 Mio. EUR im laufenden Jahr. 2.7 Forschung und Entwicklung Verifone GmbH führt keine eigenständigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch, unterstützt aber das Forschungs- und Entwicklungsteam der Gruppe. Deshalb bestehen keine spezifischen Patent- oder kapitalisierten Entwicklungskosten für Verifone GmbH. Verifone GmbH und ihre Hardware- und Softwareentwickler am Standort Bad Hersfeld haben mit der Unterstützung und Integration anderer Unternehmen der Verifone-Gruppe einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung und Entwicklung neuer Produkte und Lösungen innerhalb der gesamten Verifone-Gruppe geleistet. Bei der Entwicklung der Plattform wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die so genannte ADK-Basis (Application Development Kit) gelegt, das grundsätzlich die wichtigste grundlegende Software-Schicht für alle modernen Verifone-Zahlungssysteme bildet. Auch im Bereich der so genannten APM (alternativen Zahlungsmethoden) spielt der Standort Bad Hersfeld eine wichtige und führende Rolle innerhalb der Entwicklungsorganisation der Verifone-Gruppe. Neben den oben genannten Punkten werden weitere wichtige Funktionen wie Sicherheit und regulatorische Zertifizierungen oder Einkaufs- und Lieferungs-Enablement durch Mitarbeiter von Verifone GmbH übernommen oder unterstützt. Die von der Gruppe getragenen Kosten für die Forschungs- und Entwicklungsunterstützung der Verifone GmbH betrugen 5,9 Mio. EUR (2022: 6,0 Mio. EUR). 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht 3.1.1 Geschäftsrisiko Grundsätzlich ist das Risiko für die Existenz der Verifone GmbH sehr gering, zum einen aufgrund ihrer eigenen stabilen Geschäftslage und starken Position im deutschen Markt (der Marktanteil liegt weiterhin bei ca. 50%) und zum anderen aufgrund der starken Position der Verifone-Gruppe, sowohl im Inland als auch weltweit. Die Versorgungslage aufgrund globaler Knappheit von Bauteilen war und ist eindeutig ein taktisches Geschäftsrisiko mit potenziellen strategischen Auswirkungen. Diejenigen Anbieter, die in der Lage sind, Produkte auf den Markt zu bringen, können sowohl einen kurzfristigen Geschäftsvorteil als auch einen langfristigen strategischen Vorteil für die Zukunft erzielen. Der oben beschriebene H5000-Vorfall stellt nach wie vor ein eindeutiges Geschäftsrisiko dar. Einige Kunden konfrontierten uns mit Ansprüchen und Schadenersatzforderungen. Aufgrund der Vertragsbeziehungen mit den Kunden wird das tatsächliche Risiko als relativ gering eingeschätzt, allerdings besteht die Möglichkeit, dass Kunden mittel- bis langfristig die Dienste anderer Terminalanbieter in Anspruch nehmen werden. 3.1.2 Marktrisiko Der deutsche Markt für Zahlungsterminals ist vor allem für internationale Wettbewerber nicht nur wegen seiner Größe sondern auch wegen der Entwicklung neuer Marktsegmente und Anwendungsfälle, wie z.B. das Laden von Elektrofahrzeugen und bedienerlose Verkaufsstellen, weiterhin sehr attraktiv. Die zunehmende internationale Standardisierung der Anforderungen an Zahlungsterminals, verbunden mit der Einführung von Zertifizierungsverfahren, die anders als heute Zulassungen in mehreren Ländern ermöglichen, könnte mittelfristig die Eintrittsbarrieren für neue Anbieter, insbesondere aus dem asiatischen Raum, verringern. Selbst wenn die nächste Generation von Verifone-Zahlungsterminals (Engage, Trinity) den asiatischen Produkten technisch und funktional überlegen ist, könnte der Eintritt asiatischer Anbieter in den deutschen Markt zu einer deutlichen Margenverringerung bei kleineren Unternehmen führen. Dies könnte sich wiederum auch negativ auf die Margen im Premiumsegment auswirken. Gleichzeitig würden wir höchstwahrscheinlich Marktanteile verlieren bei gleichzeitiger Reduktion unserer Umsatzerlöse. Auch die so genannten SoftPOS- oder AppPOS-Lösungen, die normale COTS-Smart-Devices (Customer off the shelf) mit gesicherten Zahlungsapplikationen nutzen, können langfristig zu einer Bedrohung für das traditionell hardwarebasierte Angebot der Verifone GmbH werden. Dieser Lösungsbereich erfordert eine sorgfältige Beobachtung. Angriffe auf die Zahlungsinfrastruktur, bei denen die PIN z.B. durch Manipulationen an Zahlungsterminals verraten wird, sowie erweiterte Funktionsanforderungen werden weiterhin zu neuen Spezifikationen, verschärften Anforderungen oder Zulassungen für Hardware und Software führen. Durch die sich ergebenden Skaleneffekte, z.B. in Bezug auf die notwendigen Entwicklungskosten, werden in der Regel große Hersteller wie Verifone durch diese meist international koordinierten und einheitlichen Regulierungsbestrebungen begünstigt. Gleichzeitig birgt jede Änderung auch Risiken, z.B. wegen ungünstiger Inkraftsetzungstermine (Veröffentlichung neuer Anforderungen kurz nach der Einführung einer neuen Produktgeneration) oder der Notwendigkeit von technologischen Änderungen. In Folge der durch die Covid-19 Pandemie verursachten ein Lieferkettenprobleme ist es seit dem Frühjahr 2021 schwierig, einige Verifone-spezifische Komponenten (Chips und andere elektronische Bauteile) von unseren Lieferanten in China zu beschaffen. Dies führte zu Problemen mit der Lagerverfügbarkeit unserer Produkte. Bei einigen unserer Mitbewerber war dies leider nicht der Fall, wodurch ein gewisser Prozentsatz unseres Umsatzes verloren gegangen ist. Um dieses Problem zu mildern, verlagerte Verifone GmbH einige ihrer Anbieter von China nach Vietnam und Malaysia. Um zusätzlich mehr Flexibilität in der Lieferkette zu schaffen, hat Verifone eine Doppelanbieterstrategie für ihre Bauteile eingeführt. Der andauernde Krieg in der Ukraine hat keine direkten Auswirkungen auf Verifone GmbH, da das Unternehmen kaum Kunden oder Lieferanten in diesem Land hat, jedoch ist das Geschäft trotzdem von dem weltweiten Inflationsdruck infolge des Krieges betroffen. Wie oben beschrieben, kann das H5000-Problem, das im Mai 2022 auftrat, ebenfalls als Marktrisiko angesehen werden, da bestehende Kunden die Dienste anderer Terminalanbieter in Anspruch nehmen könnten. 3.1.3 Finanzrisiko Die Gesellschaft hat Verfahren zur Minimierung von Ausfall-, Liquiditäts- und Geldflussrisiken eingeführt. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch eine ausgewogene Verwaltung der aktiven Forderungen gering gehalten. Das Liquiditäts- und Geldflussrisiko ist gering, da die zur Gruppe gehörenden Unternehmen die Verifone GmbH kurzfristig mit flüssigen Mitteln versorgen können, um mögliche Liquiditätsengpässe zu beheben. In 2019 wurden die H5000-Produkte von Verifone aufgrund von Gesetzesänderungen als EOL (End of Life) eingestuft, obwohl es sich um eine der dominierenden Produktreihen auf dem deutschen Markt handelte. Infolgedessen hatte die Verifone eine Reihe von Ansprüchen und Entschädigungsanträgen von ihren Hauptkunden erhalten. Sie wurden alle entweder auf der Grundlage der entsprechenden Verträge mit den Kunden abgelehnt oder durch die Gewährung von Rabatten für künftige Käufe der Kunden ausgeglichen. Außerdem hat der H5000-Vorfall einigen Kundenbeziehungen sowie dem Ansehen und der Reputation von Verifone auf dem Markt allgemein geschadet, was sich in der Zukunft auf die Geschäftstätigkeit auswirken könnte. Selbst im Finanzjahr 2022 hat Verifone einige Aufträge mit langjährigen Kunden verloren. 3.1.4 Risiko - Überblick Obwohl die Marktrisiken für Verifone real sind und von Jahr zu Jahr leicht zunehmen, ist die Geschäftsführung überzeugt, dass Verifone GmbH mit Hilfe ihrer Finanzstärke und der der gesamten Gruppe weiterhin solide Ergebnisse erzielen wird. Das Team arbeitet mit erfahrenen Hauptakteuren zusammen, die sowohl extern - von unseren Kunden und Partnern, als auch intern - von den einzelnen Stakeholdern, gut wahrgenommen werden. 3.2 Chancenbericht Der aussichtsreiche Anwendungsfall von Zahlungsterminals bei Ladestationen für Elektrofahrzeuge bietet kurz- und mittelfristig eine große Chance für die Zukunft. Derzeit müssen gemäß der EU und der deutschen Gesetzgebung die meisten Anwendung-basierten Zahlungssysteme auch über Zahlungsterminals verfügen. Herausfordernd ist, dass dieser Markt extrem heterogen und dynamisch ist, was eine Menge an Analysen im Voraus erfordert und das Risiko von "Versuch und Irrtum" -Projekten birgt, die nicht skaliert werden können. Aufgrund neuer gesetzlicher Standards in den deutschen Märkten (DC POS 3.0 / TA 7.2) werden bis Ende 2024 neue Investitionen und entsprechender Ersatz von Hardware notwendig sein, da viele der älteren, aber beliebten Modelle von Verifone, wie z. B. das H5000, nicht mehr den neuen Vorschriften entsprechen. Dies gilt gleichermaßen für die Produkte unserer wichtigsten Mitbewerber. Dadurch ist über die nächsten zwei bis vier Jahre mit einer Steigerung der Hardware-Verkäufe zu rechnen. Verifone sieht weitere Entwicklungschancen, die sich nicht zuletzt aus der Covid-19 Pandemie ergeben, insbesondere: - Kleine Unternehmen und spezielle Branchen wie Bäckereien, Metzgereien, Lieferdienste oder Handwerksunternehmen, die derzeit nicht vollständig mit Terminals ausgestattet sind, werden eine zusätzliche Nachfrage nach Zahlungsgeräten schaffen, um von Bargeld auf Kartenzahlungen umzusteigen. - Der zunehmende Einsatz von Verkaufsautomaten / bedienerlosen Automaten / Self-Checkout-Stationen / Kiosken kann zu einer Nachfrage nach bedienerlosen Terminals führen. Neue Produkte wie das UX700 werden dieses Segment unterstützen. Da Verifone traditionell einer der Hauptanbieter von Terminals für TIER1- und TIER2-Handelsketten ist, wird Verifone von deren Expansionsstrategien (neue Filialeröffnungen, neue Filialformate wie autonome Geschäfte, intelligente Kühlschränke usw.) profitieren. Mobile Zahlungen werden in den nächsten Jahren weiterhin an Bedeutung gewinnen und dürften das Zahlungs- und Kaufverhalten nachhaltig beeinflussen. Die Geschwindigkeit ihrer Umsetzung hängt jedoch von vielen Faktoren ab. In diesem Bereich sichern sich die Erstanbieter einen strategischen Vorteil, der später nur schwer aufzuholen sein wird. Eine frühzeitige Umstellung kann langfristige Gewinne sichern. Das Zahlungs- und Kaufverhalten wird sich durch die digitalen Innovationen deutlich verändern. Vor allem die Innovationen im Bereich der mobilen Zahlungen (z. B. Apple Pay, Google Pay, Alternative Payment Methods (APMs)) können der Gruppe und damit der Gesellschaft einen langfristigen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Diese Vorteile sehen wir insbesondere im Bereich des Premiumsegments. Die Einhaltung der geforderten hohen Qualitätsstandards im Premiumsegment werden wir durch unsere implementierten internen Prozesse und Qualitätskontrollen sicherstellen. Auf diesem Markt, der ein hohes Maß an Innovation, Qualität und Erfahrung erfordert, werden wir uns allerdings bestimmt auch starken Mitbewerbern gegenüber sehen. 4 Sozialbericht Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Berichtszeitraum 78 - 1 weniger als im Vorjahr. Davon sind 69 Vollzeitbeschäftigte und 9 Teilzeitbeschäftigte. Die Gesellschaft bietet kostenlose Englischkurse für ihre Mitarbeiter an. Außerdem können sich die Mitarbeiter bei Bedarf im Rahmen von externen und internen Schulungsveranstaltungen weiter qualifizieren. 5 Prognosebericht Aufgrund der schleppenden Marktbedingungen und der Tatsache, dass die meisten unserer Kunden über volle Lagerbestände verfügen, prognostizieren wir, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 um 1,3 Mio. EUR sinken wird, was einem Rückgang von 5% entspricht. In der Folge wird der Bruttogewinn um 2,3 Mio. EUR oder 14% zurückgehen.
Bad Hersfeld, den 30. September 2024 Belinda Ellis Bulent Ozayaz Bilanz zum 31. Oktober 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023Die Verifone GmbH hat ihren Sitz in Bad Hersfeld. Sie ist beim Handelsregister Bad Hersfeld unter Nr. HRB 604 eingetragen. l. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der Verifone GmbH, Bad Hersfeld, für das Geschäftsjahr zum 31. Oktober 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-UmsetzungsGesetzes (BilRuG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie des § 42 GmbHG. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Mit der Verifone Holding GmbH, Bad Hersfeld, besteht ein Gewinnabführungsvertrag und damit auch ein körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 1. November bis zum 31. Oktober des Folgejahres (Geschäftsjahr 2023). 2. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden einheitlich 3 Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. 3. Umlaufvermögen Die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Für ausfallgefährdete Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung erfasst. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 5. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und Überbrückungsgelder wurden durch versicherungsmathematische Gutachten unter Anwendung der PUC-Methode ermittelt. Die Rückstellungen für Sterbegeld und Jubiläumsgeld wurden ebenfalls durch versicherungsmathematische Gutachten unter Herannahme der PUC-Methode ermittelt. Als Berechnungsgrundlage für die Rückstellungen für Pensionen dienten die Richttafeln von Klaus Heubeck aus dem Jahre 2018G bei Anwendung eines Rechenzinsfußes von 1,82% p. a. (durchschnittlicher Marktzinssatz bei angenommener Restlaufzeit von 10 Jahren). Bei der Rückstellung von Pensionsverpflichtungen wurde von einer Rentendynamik von 2,40% und 3,00% Anwartschaftsdynamik für Sterbegeldverpflichtungen sowie Jubiläumsleistungen ausgegangen. Des Weiteren wurde für die Jubiläumsverpflichtungen ein Trend für die Betragsbemessungsgrenze von 1% bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31 Oktober 2023 für die Pensionsverpflichtungen EUR 136.298. 6. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 7. Passive Rechnungsabgrenzung Die Passive Rechnungsabgrenzung betrifft erst nach dem Bilanzstichtag realisierte aber bereits vereinnahmte Erträge und resultiert im Wesentlichen aus Abgrenzungen im Zusammenhang mit Softwareentwicklungen. 8. Währungsumrechnung und Fremdwährungsverbindlichkeiten Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. ll. Einzelangaben zum Jahresabschluss 1. Bilanz 1.1 Sachanlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen. 1.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sich Ende 2023 auf 6,3 Mio. EUR (Vj. 2,4 Mio. EUR), ein Anstieg von 160,21% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf die Umsatzverteilung über die Monate und die bessere Versorgungslage im Vergleich zum Jahresende 2022 zurückzuführen. Während Verifone im Jahr 2022 in den letzten beiden Monaten des Jahres 2023 (Sep. und Okt.) einen Umsatz von 2,3 Millionen Euro erzielte, waren es im Jahr 2023 5,3 Millionen Euro. Die letzten beiden Monate machen den Hauptteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Jahresende aus, da die Zahlungsbedingungen der größten Kunden 45-60 Tage betragen. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. 1.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2023 (TEUR 22.484) verglichen zum Vorjahr (TEUR 27.468) um 18,15% verringert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Forderungen gegenüber dem Gesellschafter VeriFone Holdings GmbH von TEUR 15.516 auf TEUR 12.697 aufgrund der Verlustübernahme im Vorjahr gemäß abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag und der Rückzahlung der Forderungen gegenüber Verifone Inc. zurückzuführen, in Höhe derer sich der Saldo von TEUR 4.895 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 2.649 im Geschäftsjahr 2023 veränderte. Sämtliche konzerninternen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. 1.4 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Provisionen für Kundenrabatte in Höhe von TEUR 2.265 (Vj. TEUR 4.091), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 404 (Vj. TEUR 421), ungenutzten Urlaub und Überstunden in Höhe von TEUR 311 (Vj. TEUR 329), sonstige Personalaufwendungen in Höhe von 175 TEUR (im Vorjahr: 208 TEUR), eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von 223 TEUR (im Vorjahr: 182 TEUR) und sonstige Rückstellungen in Höhe von 117 TEUR (im Vorjahr: 114 TEUR). 1.5 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 12.984 (Vorjahr: TEUR 14.106). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Saldorückgang bei Verifone U.K. Ltd. in Höhe von TEUR 2.137 im Jahr 2023 (Vorjahr: TEUR 3.535) aufgrund der Rückzahlung der britischen Serviceabrechnungen der Vorjahre zurückzuführen. 2. Gewinn- und Verlustrechnung 2.1 Rohergebnis Das Rohergebnis setzt sich im Geschäftsjahr 2023 aus Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 27.817 (Vorjahr: TEUR 29.956), sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.051 (Vorjahr: TEUR 747) sowie Materialaufwand in Höhe von TEUR 12.401 (Vorjahr: TEUR 13.359) zusammen. Das Rohergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 (TEUR 16.467) verglichen zum Geschäftsjahr 2022 (TEUR 17.343) um TEUR 876 verringert. Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR (979) (Vorjahr: TEUR (660)) sind in den sonstigen Erträgen enthalten, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 364) sind in den sonstigen Aufwendungen enthalten. 2.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
lll. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverhältnissen (EUR 3,08 Mio., Laufzeit 180 Monate) und Leasingverpflichtungen (TEUR 124; Laufzeit zwischen 1 bis 60 Monate). 2. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. 3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene angabepflichtige wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden. 4. Konzernabschluss Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die VeriFone Systems, Inc., Coral Springs, Florida. Der Bericht ist erhältlich unter: VeriFone Systems, Inc.
5. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis Zu den Geschäftsführern sind bzw. waren im Geschäftsjahr bestellt: Geschäftsführer: John Tracy, CFO, Doylestown (USA) - bis 3. Februar 2023 Vikram Kalidindi Varma, General Counsel & Unternehmenssekretär, Palo Alto (USA) - bis 3. Februar 2023 Dan Soffer, Ramat Hasharon (Israel) - bis 3. Februar 2023 Bulent Ozayaz, London (United Kingdom) Belinda Ellis, Teddington, Middlesex (United Kingdom) 6. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Für vormalige Mitglieder der Geschäftsführung wurde eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 1.248 (Vorjahr: TEUR 1.253) gebildet. 7. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023 betrug 78 (Vorjahr: 79).
Die Aufteilung der Mitarbeiter ist wie folgt:
8. Abschlussprüferhonorare Das Honorar des Abschlussprüfers betrug für das Geschäftsjahr TEUR 35 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 9. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag durchlief das Unternehmen einen Restrukturierungsprozess zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz. Diese Restrukturierung umfasste eine organisatorische Neuausrichtung und eine Reduzierung des Personalbestands. Die finanziellen Auswirkungen dieser Restrukturierungsmaßnahmen werden sich in den künftigen Jahresabschlüssen des Unternehmens niederschlagen.
Bad Hersfeld, den 30/09/2024 Die Geschäftsführung Bulent Ozayaz Belinda Ellis
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Verifone GmbH, Bad Hersfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Verifone GmbH, Bad Hersfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verifone GmbH, Bad Hersfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 1. Oktober 2024 Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stephan
Mauermeier
Andreas
Schuster
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