VMG Training UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katharina Schneider seit 3.4.2024 | Prokura |
Norbert Hautkappe seit 3.4.2024 | Prokura |
Katharina Messerschmidt seit 3.4.2024 | Prokura |
Thorsten Schulze seit 13.7.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Endress+Hauser Group Services AG | 50.00% |
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Automation24 GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die 2011 gegründete Automation24 GmbH ist ein Onlinehändler für Produkte der Automatisierungstechnik, der einen Webshop, einen technischen Kundenservice und wettbewerbsfähige Preise anbietet. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Essen, Deutschland, mit einer Tochtergesellschaft Automation24 Inc. mit Sitz in den USA. Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Unternehmens - deshalb setzen wir auf das Trusted Shops Gütesiegel, das nicht nur ihren Käuferschutz sichert, sondern auch Transparenz über unsere Leistungen schafft. Unser Ziel ist es, eine einfache und schnelle Kaufabwicklung mit kompetenter Beratung sowie eine schnelle und sichere Lieferung der Ware zu gewährleisten. Wir arbeiten mit bekannten Marken wie Siemens, ifm, Endress+Hauser, Microsonic, Eaton, Wika, Phoenix Contact, Pilz und bieten somit ein abgerundetes Angebot im Bereich der Automatisierungstechnik. Unsere Zielgruppen sind kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Konstruktion und Entwicklung, Fertigung sowie Elektrohändler/Ingenieure und öffentliche Einrichtungen wie z.B. Universitäten. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Unternehmensaktivität nutzt die Gesellschaft verschiedene Kennzahlen. Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern ("EBT"). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Nach dem Bericht "The global industrial automation and control systems market size" wurde der globale Markt für industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme im Jahr 2022 auf 172,26 Mrd. USD geschätzt und wird voraussichtlich von 2023 bis 2030 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 10,5 % aufweisen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Wie schon im Vorjahr lag das organische Umsatzwachstum von Automation24 im Jahr 2023 unter unseren Erwartungen. Im Vergleich zu den Vorjahren war dies eine Herausforderung. Unser größter Markt, Deutschland, verzeichnete nur ein Wachstum von 7%. Trotz eines starken Wachstums in den ersten beiden Quartalen trug der Abwärtstrend in den letzten beiden Quartalen zu einem Gesamtwachstum von unter 10% bei. Die Situation in der Lieferkette, die in der Zeit nach der Krise zu einzigartigen Marktbedingungen führte, normalisierte sich jedoch im zweiten Quartal. Ertragslage Die Automation24 GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von über 26,63 Mio. Euro und konnte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von fast 2,3 Mio. Euro erwirtschaften. Proportional hierzu ist auch der Wareneinsatz gestiegen. Der Jahresfehlbetrag ist im Vergleich zum Vorjahr von 2,5 Mio. Euro auf 2,74 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg des Jahresfehlbetrags bei ebenfalls steigendem Umsatz liegt im Wesentlichen daran, dass wir für unser weiteres Wachstum und zur Erreichung unserer Ziele im Geschäftsjahr weiter stark in neue Mitarbeiter und Marketing investiert haben. Finanzlage Das Unternehmen verfügt über starke Kapitalreserven, um den Geschäftsbetrieb in absehbarer Zukunft aufrechtzuerhalten. Die Finanzierung der weiteren Anlaufverluste wird insbesondere durch die Gesellschafterdarlehensforderungen sichergestellt, welche wir jederzeit in notwendiger Höhe zur Rückzahlung einfordern können. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag von TEUR 2.739 erzielt. Auf Basis der aktuellen Finanzplanung wird sich diese Situation auch in den nächsten Jahren nicht spürbar verbessern und es werden weitere Anlaufverluste bis 2025 erwartet. Positive Jahresergebnisse werden erst ab 2026 aufgrund von Skalierungseffekten und Auswirkungen von Investitionen in unsere Technologie und Plattform erwartet. Zur Sicherstellung der Liquidität bestehen in Höhe von 4 Mio. Euro Darlehensforderungen an die Gesellschafter. Wir haben keine wesentlichen ausstehenden Verbindlichkeiten. Darüber hinaus bestehen keine Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten (Bürgschaften, Gewährleistungsverträge, Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten). Unsere US-Tochtergesellschaft wird vollständig von uns finanziert. Vermögenslage und Kapitalstruktur
Zu den langfristigen Vermögenswerten gehören in erster Linie unsere Beteiligung an unserer ausländischen Tochtergesellschaft und die an unsere Gesellschafter gewährten Darlehen. Wir verfügen über eine solide Kapitalstruktur. Die Eigenkapitalquote beträgt 91 % (im Vorjahr 89 %). Die Eigenkapitalrendite liegt im Rahmen unserer Planung. Das kurzfristige Fremdkapital kann regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen reguliert werden. 3. Gesamtaussage Unser Unternehmen steht im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld vor mehreren großen Herausforderungen. Die vorherrschende wirtschaftliche Unsicherheit, die durch hohe Zinssätze und höhere Energiekosten gekennzeichnet ist, wirkt sich erheblich auf unsere betriebliche Effizienz und unser Ergebnis aus. Darüber hinaus verschärft die Intensivierung der grauen Kanäle und der aggressive Preiswettbewerb unseren Wettbewerbsdruck, was eine sorgfältige Neubewertung unserer Preisstrategien und Marktpositionierung erforderlich macht. Zusätzlich verkompliziert die Umsetzung gesetzlicher Maßnahmen wie die obligatorische Rechnungsstellung und komplizierte lokale Registrierungsanforderungen unser operatives Umfeld weiter und erfordert erhöhte Wachsamkeit und Compliance-Anstrengungen. Die eskalierenden Kosten für die Gewinnung neuer Kunden erhöhen die Komplexität zusätzlich und zwingen uns, in einem hart umkämpften Markt nach innovativen Ansätzen zur Kundengewinnung und -bindung zu suchen. Die Volkswirtschaften aller Zielländer der Automation24 sowie die Weltwirtschaft insgesamt leiden im Geschäftsjahr 2023 weiterhin unter einem Rückgang ihrer Wirtschaftsleistung vor dem Hintergrund des Aufschwungs nach der Corona-Krise und des Krieges in der Ukraine/im Nahen Osten. Steigende Inflationskosten verschärfen die Situation weiter. Trotz des stabilen und weitgehend zyklischen Geschäftsmodells wurde auch die Geschäftstätigkeit von Automation24 im Geschäftsjahr 2023 durch die sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen Auswirkungen beeinflusst. Dennoch konnte Automation24 die eigenen Ziele erreichen und hat sich mit einem stabilen organischen Kundenzuwachs und einem starken Umsatzwachstum auf 26,6 Mio. Euro positiv entwickelt. Das EBT liegt aufgrund höherer Marketingausgaben und Personaleinstellungen hinter den Erwartungen. Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage und den Geschäftsverlauf 2023, positiv und blickt optimistisch in die Zukunft. III. Prognosebericht Für 2024 haben wir beschlossen, uns weiterhin auf vier Schlüsselmärkte zu konzentrieren - Deutschland, Niederlande, Spanien und die USA - mit dem Ziel, 2025 den Break-Even-Point zu erreichen. Wir investieren auch weiterhin in andere Märkte, wenn auch auf konservativere Weise. Trotz des langsameren Wachstums im Jahr 2023 sind wir der Meinung, dass diese Fokusmarktstrategie eine Mehrjahresstrategie sein muss. Daher gehen wir vor allem von einer deutlichen Umsatzsteigerung in diesen Zielmärkten aus, um das Gesamtwachstum voranzutreiben. Das EBT wird auf Niveau des Jahres 2023 erwartet. Dieses Wachstum wird in erster Linie durch die Erweiterung des bestehenden Portfolios und die mögliche Suche nach weiteren hochwertigen Marken, insbesondere auf den südeuropäischen Märkten, vorangetrieben. IV. Chancen- und Risikobericht Risiken für das Unternehmen: Das Navigieren in der Industrieautomationsbranche erfordert die Abschwächung einer Reihe erheblicher Risiken, die unseren Wachstumskurs und unsere finanzielle Stabilität untergraben könnten. Das derzeitige wirtschaftliche Umfeld, das durch unvorhersehbare Marktschwankungen und geopolitische Spannungen gekennzeichnet ist, stellt ein erhebliches Risiko für unsere Ertragsströme dar und erfordert proaktive Risikomanagementstrategien und Diversifizierungsinitiativen. Darüber hinaus stellen die zunehmenden Investitionen der Hersteller in eCommerce-Plattformen eine enorme Wettbewerbsbedrohung dar, was die Dringlichkeit unterstreicht, unser Wertangebot und unsere Kundenbindungsstrategien zu stärken, um unseren Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Die Inflation und steigende Löhne üben Druck auf unsere Gewinnspannen und Betriebskosten aus und unterstreicht die Notwendigkeit eines umsichtigen Kostenmanagements und von Effizienzsteigerungen. Darüber hinaus unterstreicht das Potenzial für Unterbrechungen in der Lieferkette, das von Fabriken ausgeht, die auf Kurzarbeitsregelungen zurückgreifen, wie wichtig es ist, die Widerstandsfähigkeit unserer Lieferkette und die Notfallplanung zu stärken, um Betriebsunterbrechungen abzumildern und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten. Für ein Unternehmen unserer Größe müssen einige der unternehmerischen Risiken eingegangen werden, um das Marktpotenzial zu erschließen. Aktuell sehen wir weiterhin ein Risiko bei der Verknappung von Rohstoffen und den hohen Preisen für Metalle wie Aluminium und Kupfer. Diese führen weiterhin zu häufigen Preiserhöhungen seitens der Hersteller, die wir an unsere Kunden weitergeben müssen. Als eCommerce Unternehmen sind wir auf die Zuverlässigkeit unserer Lieferanten angewiesen. Das Portfolio, das wir verkaufen, unterliegt immer den vertraglichen Vereinbarungen mit unseren Lieferanten. Es liegt aber im Ermessen der Lieferanten, ob sie ihre Produkte zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr in unserem Shop anbieten wollen. Wir stellen fest, dass die Schutzmaßnahmen in ganz Europa zunehmen und dass auf verschiedenen Märkten die Forderung nach lokalen Genehmigungen zunehmend gesetzlich verankert wird. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unser Portfolio ständig erweitern, neue Lieferanten aufnehmen und alternative Lieferanten für den Fall eines Ausfalls eines bestimmten Portfolios bewerten. Neben unseren Lieferanten und unserem Portfolio sind unsere engagierten Mitarbeiter maßgeblich am Erfolg unseres Unternehmens beteiligt. Wir haben langfristige Verträge mit unseren Mitarbeitern und investieren stetig in unser Team, aber es besteht immer das Risiko, dass wir wertvolle Mitglieder unseres Teams verlieren. Aus diesem Grund bieten wir verschiedene finanzielle und sonstige Benefits an, während wir gleichzeitig die Unternehmenskultur verbessern, um die Mitarbeiterbindung zu fördern. Die sonstigen eventuellen Risiken der Gesellschaft sind aus unserer Sicht aktuell nicht von besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag von TEUR 2.738 erzielt. Aufgrund der Finanzplanung wird sich diese Situation auch in den nächsten Jahren nicht spürbar verbessern und es wird bis 2025 mit weiteren Anlaufverlusten gerechnet. Erst durch Kundengewinne und Skalierungen wird ab dem Jahr 2026 mit positiven Jahresergebnissen gerechnet. Es besteht daher das Risiko, dass die geplanten Entwicklungsmaßnahmen nicht vollständig oder nicht in der geplanten Zeit umgesetzt werden können. Gegenwärtig sieht die Geschäftsführung keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Chancen für das Unternehmen: Inmitten der vorherrschenden Herausforderungen und Risiken ist unser Unternehmen nach wie vor in der Lage, eine Vielzahl von vielversprechenden Chancen zu nutzen, die nachhaltiges Wachstum und Marktführerschaft versprechen. Die Industrieautomation ist nach wie vor ein weltweiter Markt mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro, was das immense Wachstumspotenzial und die ungenutzten Chancen unterstreicht, die es zu entdecken gilt. Unsere kontinuierlichen Investitionen in unsere US-Tochtergesellschaft sind ein weiterer Beleg dafür. Durch die weitere Automatisierung unserer internen Prozesse können wir die betriebliche Effizienz steigern und neue Möglichkeiten der Skalierbarkeit und Kostenoptimierung erschließen, die uns ein nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsvorteile ermöglichen. Darüber hinaus bietet die Aussicht auf die Expansion in aufstrebende Märkte ein beträchtliches Potenzial für die Diversifizierung unserer Einnahmequellen und die Ausweitung unserer globalen Präsenz, wodurch wir unsere Marktreichweite vergrößern und unsere Wettbewerbsposition verbessern können. Mit kluger strategischer Planung, umsichtigem Risikomanagement und einem unerschütterlichen Engagement für Innovation sind wir in der Lage, diese Chancen zu nutzen und uns in der dynamischen Landschaft des Vertriebs von Industrieautomation als Spitzenreiter zu etablieren. In Europa ist Deutschland unser am stärksten erschlossener Markt. Wir werden uns auf drei Schlüsselmärkte in Europa konzentrieren - Deutschland, Spanien und die Niederlande. Die anderen Märkte werden beibehalten, wenn auch mit geringeren Marketingausgaben im Jahr 2024, um den Break-Even-Point zu erreichen. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor für Automation24 ist auch die Entwicklung neuer und ständig verbesserter Produkte und Dienstleistungen, um Umsatz und Ergebnis weiter zu steigern, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen auszubauen. Wir planen erhebliche Investitionen in Technologiesysteme, um interne Prozesse zu automatisieren und das Gesamtportfolio zu erweitern. Ferner sehen wir großes Potenzial in weiteren Investitionen. Diese bieten uns auch die Möglichkeit, neue Mitarbeiter einzustellen, um weiter zu wachsen.
Essen, 28. Juni 2024 gez. Madhu Venkatesan, Geschäftsführer / Managing Director gez. Thorsten Schulze, Geschäftsführer / Managing Director BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Automation24 GmbH hat ihren Sitz in Essen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HRB 23102 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 (2) HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gliederungsschemata nach § 266 HGB und § 275 HGB angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 (2) HGB (teilweise) in Anspruch. Die Bilanz weist in den Geschäftsjahren seit Gründung hohe Verluste aus. Wir gehen gleichwohl von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus, weil laut unseren Planungen die Fortführung des Unternehmens durch zukünftig steigende Umsätze und Liquiditätszuführungen von Investoren sichergestellt ist. Wenn die Planungen eintreffen, ist von einer positiven Fortführungsprognose auszugehen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der einzelnen abnutzbaren Anlagengegenstände wurden auf der Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauern in Anlehnung an die amtlichen steuerlichen Abschreibungstabellen geschätzt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Anlagegüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung angewendet: Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 250 Euro nicht übersteigen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 Euro bis zu 800 Euro, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u. a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken in diesen Posten sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt worden. Es werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Restlaufzeit der Forderungen beträgt nicht mehr als ein Jahr. Der Ausweis der Guthaben bei den Kreditinstituten und der Kassenbestände erfolgte zum Nominalwert. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten. Als Bewertungsmethode wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode ("Projected-Unit-Credit-Methode") verwendet. Berechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt. Zu erwartende Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (im Vorjahr: 3,00 %) sowie Rentensteigerungen mit 2,50 % (im Vorjahr: 2,00 %) berücksichtigt. Darüber hinaus wurde von einer Fluktuationsrate von 1,10 % (im Vorjahr: 1,10 %) ausgegangen. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden entsprechend des voraussichtlichen Aufwandes zur Erfüllung der Verpflichtung angesetzt. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Bestandteil des Anhangs dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr für ihr amerikanisches Tochterunternehmen (Automation24 Inc.) Zuzahlungen in das Eigenkapital in Form von Kapitalrücklagen in Höhe von 2.451.790,57 Euro (2.655.468,09 USD) beschlossen und geleistet. Diese haben den Beteiligungsansatz entsprechend von 9.383.869,98 Euro auf 11.835.660,55 Euro erhöht. Das Tochterunternehmen wurde im Jahr 2017 gegründet und wies in den ersten Jahren Verluste aus. Die Beteiligung wurde nicht außerplanmäßig abgeschrieben, da sich die Gesellschaft noch im Aufbau befindet und in den ersten Jahren mit Anlaufverlusten zu rechnen war. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Tochterunternehmen in den folgenden Jahren einen positiven Cashflow erwirtschaftet. Unter dieser Voraussetzung ist von keiner dauerhaften Wertminderung auszugehen. Der Anteilsbesitz der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:
In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 4.025.455,00 Euro (im Vorjahr: 11.026.620,00 Euro) enthalten. Die Forderungen resultieren aus gewährten Darlehen in Höhe von 4.000.000,00 Euro (im Vorjahr: 11.000.000,00 Euro) sowie die dazugehörigen Zinsforderungen, welche vierteljährlich zur Zahlung fällig sind. Die Darlehen wurden am 01.04.2021 ausgezahlt und werden mit dem 12-Monats-EURIBOR + 1,8% p.a. verzinst. Die Darlehen sind ohne Sicherheiten gewährt worden. Die Darlehen sind mit einer Laufzeit von 12 Monaten geschlossen und werden automatisch um weitere 12 Monate verlängert, soweit keine Partei vor Ablauf der Laufzeit kündigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen geleistete Kautionen in Höhe von 78.393,36 Euro (im Vorjahr: 115.421,36 Euro) sowie die Umsatzsteuerforderung des laufenden Jahres in Höhe von 111.296,49 Euro (im Vorjahr: 491.175,12 Euro). Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, mit Ausnahme der Kautionen, beträgt weniger als ein Jahr. Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 Euro und ist in vollem Umfang eingezahlt. Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Unterschieds- und damit ausschütungsgesperrte Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB zum 31. Dezember 2023 beträgt 2.541,00 Euro (Vorjahr: 9.175,00 Euro). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 279.121,22 Euro setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeiten von über einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von 112.357,19 Euro (im Vorjahr: 73.981,90 Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in vollem Umfang aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen betreffen Altersbedingte Wertminderungen von Vorratsvermögen. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten nach § 285 Nr. 7 HGB stellt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:
Die Mitglieder der Geschäftsführung sind: • Thorsten Schulze, staatlich geprüfter Techniker • Madhu Venkatesan, Betriebswirt (MBA) Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten (Bürgschaften, Gewährleistungsverträge, Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten). Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miet- und Leasingverträge) beträgt 945.990,41 Euro (Vorjahr: 678.673,89 Euro). Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Bilanz haben, sind nicht eingetreten.
Essen, 28. Juni 2024 gez. Madhu Venkatesan, Geschäftsführer gez. Thorsten Schulze, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem anliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Automation24 GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Automation24 GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Automation24 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, 16. Juli 2024 BPG
Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
gez. D. Bottermann, Wirtschaftsprüfer gez. B. Krantz, Wirtschaftsprüfer |
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