VITREA Rehaklinik Damp GmbH

Seute-Deern-Ring 30, 24351 Damp, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 215 EC
Vorher
Reha-Klinik Damp GmbHHELIOS Reha-Klinik Damp GmbHHELIOS Rehaklinik Damp GmbHVAMED Rehaklinik Damp GmbH
Eingetragen
17.9.2004
Branche
Vorsorge- und RehabilitationsklinikenKrankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Sonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Betrieb einer Reha-Klinik in Damp.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Erk Dr. Scheel
seit 6.2.2025
Geschäftsführer
Marko Schneider
seit 3.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VAMED Care Kliniken Deutschland GmbH
Germany
260.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VAMED Rehaklinik Damp GmbH

Damp

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Handelsregister des Amtsgerichts Kiel, HRB 215 EC

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die VAMED Rehaklinik Damp GmbH betreibt seit 1973 Rehabilitation in Damp. Die Klinik mit den Fachabteilungen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie, Nephrologie und Psychosomatik gehört zur Unternehmensgruppe der VAMED Kliniken Deutschland GmbH. Die Klinik mit 780 Betten wird federführend von der Deutschen Rentenversicherung Bund betreut und hat mit allen Leistungsträgern Belegungsverträge. Im Geschäftsjahr 2023 wurden in der Klinik insgesamt 9.682 Patienten stationär behandelt (Vorjahr 9.438). Die durchschnittliche Verweildauer betrug 23,9 Tage (Vorjahr 24,0 Tage).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlich ist die VAMED Rehaklinik Damp GmbH in den deutschen Teilkonzern der VAMED Gesundheit Deutschland GmbH eingegliedert. Hierbei handelt es sich um einen branchengemischten Teilkonzern. Die Schwerpunkte dieses Teilkonzerns liegen im Bereich ambulanter & stationärer Rehabilitationseinrichtungen, Akutkrankenhäuser, Senioren- & Pflegeheimen und touristischen Einrichtungen. VAMED Gesundheit Deutschland ist der drittgrößte Anbieter in der medizinischen Rehabilitation in Deutschland.

Die Kliniken der VAMED Gesundheit Deutschland konkurrieren dabei vorwiegend mit Einzelkrankenhäusern oder kleinen privaten Rehabilitationsklinikketten. Größere private Wettbewerber sind im Wesentlichen die Kliniken der Median, MediClin und Asklepios Gruppe, während der größte Wettbewerber die Kliniken der Rentenversicherungsträger sind, die jedoch nicht bundeseinheitlich als Kette am Markt auftreten.

Im Jahr 2022 ist die Anzahl der in der Bundesrepublik Deutschland betriebenen 1.089 Rehabilitationseinrichtungen mit insgesamt 161.725 aufgestellten Betten gegenüber dem Vorjahr 2021 mit 1.092 Rehabilitationseinrichtungen bzw. 162.014 aufgestellten Betten leicht gesunken.

Die Anzahl der stationären Behandlungsfälle erhöht sich gegenüber dem Vorjahr von 1.624.140 Fällen um 115.106 Fälle auf insgesamt 1.739.246 Fälle für das Jahr 2022. Dennoch liegen die erreichten Fallzahlen des Jahres 2022 mit 254.339 Fällen bzw. rund 12,8% massiv unter den Fallzahlen des vorpandemischen Jahres 2019 mit 1.993.585 Fällen.

Trotz einer Steigerung der abgerechneten Pflegetage um rund 1.767.000 Tage und ansteigender Bettenauslastung um 3,1% gegenüber dem Vorjahr beträgt die Bettenauslastung nur 74,9% und bleibt somit um 10,0% hinter der Bettenauslastung im vorpandemischen Jahr 2019 zurück.

Die durchschnittliche Verweildauer des Jahres 2022 sank zwar um 0,7 Tage auf 25,4 Tage gegenüber dem Vorjahr 2021 mit 26,1 Tagen bleibt aber gegenüber dem Jahr 2019 mit 25,4 Tagen stabil.

Die offiziell im April 2023 als beendet erklärte COVID-19-Pandemie hat auch für die Jahre 2022 und 2023 schwerwiegende finanzielle und wirtschaftliche Folgen bzw. Nachwirkungen für die Rehabilitationskliniken in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Belastungen durch verringertes Umsatzvolumen bei gleichzeitigen Mehrkosten für pandemisch bedingte Hygienekonzepte z.B. dem Mehraufwand an Hygienematerial, der erhöhten Anzahl von Reinigungsintervallen, Belüftungskonzepten und verschiedenen sonstigen Corona-Schutzkonzepten in Einrichtungen der Rehabilitation konnten nur teilweise durch die bereits zum 30. Juni 2022 endeten Hilfsleistungen in Form von Corona-Schutzschirmen bzw. die zum 01. März 2023 vollständig eingestellten Corona-(Tages) Zuschlägen kompensiert werden. Stattdessen besteht für die Rehabilitationskliniken das Risiko mit Rückforderungen von bereits vereinnahmten Zuschüssen nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) durch die Deutsche Rentenversicherung konfrontiert zu werden.

Auch die anhaltende Energiekrise und inflationsbedingte Mehrkosten aufgrund des andauernden russischen Angriffskriegs auf die Ukraine aber auch verschärfte Material- und Lieferengpässe haben ebenfalls großen Einfluss auf die wirtschaftliche Situation der Rehabilitationskliniken.

Diese entstandenen überproportionalen kurzfristig nicht refinanzierbaren Kostensteigerungen insbesondere für Energie sowie deutliche Preissteigerungen in anderen Bereichen (z. B. Lebens-, Arzneimittel etc.) betrugen je nach Indikation im Jahr 2022 zwischen 14% und 22% und belasteten auch unter Berücksichtigung der eingeleiteten staatlichen Entlastungsmaßnahmen (z. B. Energiepreisbremse, Reha Hilfsfond Energie) zusätzlich die Ergebnisse der Rehabilitationskliniken.

Eine weitere schwere Belastung besteht für die Rehabilitationskliniken in der Personalgewinnung. Der Fachkräftemangel und die weiterhin steigenden Lebenshaltungskosten führen zu überdurchschnittlichen Gehaltssteigerungen bzw. dynamischen Tariflohnentwicklungen sowie erhöhten Recruiting-Kosten, denen nur moderate Steigerungen der Vergütungssätze der Kostenträger gegenüberstehen.

Diese zu niedrigen Vergütungssätze in Verbindung mit einem enormen nachzuholenden Investitionsbedarf, der sich aus dem medizinischen und technologischen Fortschritt, erhöhten Qualitätsanforderungen und notwendigen Gebäudesanierungen sowie Investitionen in die Digitalisierung ergibt hat den ökonomischen Druck innerhalb der Brache in der Bundesrepublik Deutschland empfindlich weiter ansteigen lassen.

Derzeit ist jede vierte deutsche Rehabilitationsklinik lt. Schätzungen von einer Insolvenz bedroht, mehr als die Hälfte der Einrichtungen beurteilt die wirtschaftliche Lage als schwierig und zwei Drittel sind über die weitere Entwicklung besorgt.

(Die Angaben betr. der Rehabilitationskliniken entsprechen dem aktuellen Stand der verfügbaren Daten des Statistischen Bundesamtes, Daten 2022 und dem Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. BDPK, "Wirtschaftliche Situation der Reha-Kliniken und Geschäftsbericht 2022/2023").

Für die wirtschaftliche Situation des Jahres 2023 lassen sich zurzeit keine aussagekräftigen, öffentlich zugänglichen Daten in ausreichender Qualität und Güte finden. Eine genaue Bezifferung der quantitativen Auswirkungen auf Branchenebene ist zum jetzigen Zeitpunkt abschließend noch nicht möglich.

2.2. Geschäftsverlauf

Wenngleich die Corona-Pandemie und ihre Nachwirkungen im Jahr 2023 keinen spürbaren Einfluss auf die Belegung hatten, was das Geschäftsjahr 2023 im gesamten Jahresverlauf weiterhin von Belegungseinschränkungen gegenüber der Planung geprägt. Aufgrund von räumlichen Kapazitätseinschränkungen konnte die Klinik weiterhin nicht die Maximalkapazitäten aus den Vorjahren vorhalten; dies wurde in der Planung entsprechend berücksichtigt.

Die unterplanmäßige Belegung war vorwiegend dadurch begründet, dass aufgrund von Personalmangel im Ärztlichen Dienst Aufnahmegrößen reduziert werden mussten. Trotz unterjähriger Nachbesetzungen konnte die Fluktuation nicht ausgeglichen werden und die Besetzung des Ärztlichen Dienstes war im Jahresdurchschnitt 10% unter Plan.

Die personellen Engpässe betrafen in besonderem Maße die Psychosomatik, aber auch die Neurologie und die Orthopädie waren von entsprechend begründeten Belegungsreduktionen betroffen. In der Orthopädie wurde dieser Effekt verstärkt durch eine gegenüber den Vorjahren spürbar geringere Zuverlässigkeit im Bereich der Anreisen angemeldeter AHB-Patienten.

Weiterhin zeigten sich im Jahr 2023 überplanmäßige Kostensteigerungen sowohl in den Personal- als auch den Sachkosten. Die Personalkostensteigerungen sind begründet in Tarifabschlüssen, die sich vor dem Hintergrund der Inflationsraten signifikant über den prognostizierten Werten zeigten. Auch in den Sachkosten schlugen sich gestiegene Personalkosten teilweise nieder, z.B. in den Bereichen Reinigung und Catering. Hinzu kamen ebenfalls über den Planwerten liegende Kostensteigerungen insbesondere durch gestiegene Einkaufspreise in den Bereichen Lebensmittel, sowie energieintensiven Dienstleistungen wir Wäscherei und Logistik.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem negativen Betriebsergebnis i.H.v. 1.378 TEUR abgeschlossen. Bei einem Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2022 i.H.v. 1.227 TEUR verzeichnen wir eine negative Entwicklung von -2.605 TEUR.

Die VAMED Rehaklinik Damp GmbH wird nach dem Betriebsergebnis gesteuert. Der Planwert für 2023 für das Betriebsergebnis wurde nicht erreicht.

2.3. Ertragslage

2023 2022 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Erlöse aus Krankenhausleistungen 39.708 86,0 37.901 88,4 1.807 4,8
Erlöse aus Wahlleistungen 848 1,8 725 1,7 123 17,0
Erlöse aus ambulanten Leistungen 1.037 2,2 909 2,1 128 14,1
Nutzungsentgelte der Ärzte 128 0,3 105 0,2 23 21,7
Bestandsveränderungen 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Zuweisungen und Zuschüsse ÖH 0 0,0 0 0,0 0 0,0
4a / Umsatzerlöse HGB 3.103 6,7 2.220 5,2 882 39,7
Sonstige betriebliche Erträge 1.323 2,9 1.007 2,3 316 31,4
Betriebsleistung 46.148 100,0 42.868 100,0 3.280 7,7
Personalaufwand 22.154 48,0 20.868 48,7 1.286 6,2
Materialaufwand 13.351 28,9 10.637 24,8 2.714 25,5
Abschreibungen 3.689 8,0 2.169 5,1 1.520 70,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.332 18,1 7.967 18,6 365 4,6
Betriebsaufwand 47.525 103,0 41.641 97,1 5.884 14,1
Betriebsergebnis -1.378 -3,0 1.227 2,9 -2.605 k.A.
Ergebnis Investitionsförderung 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Finanzergebnis -1.699 -3,7 -875 -2,0 -824 94,2
Ergebnis vor Ertragssteuern -3.077 -6,7 352 0,8 -3.429 k.A.
Steuern 58 0,1 0 0,0 58 0,0
Ergebnis nach Ertragssteuern -3.135 -6,8 352 0,8 -3.487 k.A.
Ergebnisübernahme/-abführung -3.135 -6,8 352 0,8 -3.487 k.A.
Jahresergebnis 0 0,0 0 0,0 0 -100,0

Die VAMED Rehaklinik Damp GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 eine Betriebsleistung in Höhe von TEUR 46.148 erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme um TEUR 3.280 (7,7 %).

Der Personalaufwand ist um 6,2 % gestiegen.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 25,5 % angestiegen, das resultiert aus dem Leistungsanstieg und den Personalkostensteigerungen in den Dienstleistungsgesellschaften.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr um 4,6% erhöht. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen periodenfremden Aufwendungen zurückzuführen TEUR 360 (Vorjahr TEUR 80).

Das Betriebsergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR -1.378 und verschlechtert sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.605 (Vorjahr TEUR 1.227). Hauptgrund sind die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.460.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 824 TEUR aufgrund steigender Zinsaufwendungen für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme betrug TEUR -3.134 (Vorjahr TEUR 352) und wurde auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft ausgeglichen.

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur zeigte folgende Entwicklung:

2023 2022 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 19 0,0 16 0,0 3 17,9
Sachanlagevermögen 89.669 89,7 64.344 72,2 25.325 39,4
Sonderposten 0 - 0 - 0 0,0
89.688 89,8 64.360 72,2 25.328 39,4
Finanzanlagen 0 - 0 - 0 0,0
89.688 89,8 64.360 72,2 25.328 39,4
Langfristige Forderungen 0 - 0 - 0 0,0
Langfristiges Vermögen 89.688 89,8 64.360 72,2 25.328 39,4
Vorräte 0 - 0 - 0 0,0
Kurzfristige Forderungen 10.211 10,2 24.759 27,8 -14.548 -58,8
Flüssige Mittel 25 0,0 18 0,0 7 40,5
Übrige Aktiva 3 0,0 2 0,0 1 34,5
Kurzfristiges Vermögen 10.239 10,2 24.779 27,8 -14.540 -58,7
99.927 100,0 89.139 100,0 10.788 12,1

Der Anstieg des Sachanlagevermögens um TEUR 25.325 resultiert im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen.

Gegenläufig haben sich die kurzfristigen Forderungen um TEUR 14.548 reduziert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 20.000 TEUR, die zum 31. Dezember 2022 bilanziert war und deren Zahlung im Februar 2023 geleistet wurde.

Wesentliche Investitionen des Geschäftsjahres

Im Jahr 2023 wurde mit der Sanierung des Hauses Passat (Y Achse) abgeschlossen. Im Geschäftsjahr beliefen sich die getätigten Investitionen für diese Maßnahme auf ein Volumen in Höhe von 28,5 Mio. €. Die Sanierung der Y-Achse Haus Passat wurde 2023 abgeschlossen und hatte ein Gesamtvolumen in Höhe von 45,1 Mio. €.

Im Einzelnen zeigte die Kapitalstruktur folgende Entwicklung:

2023 2022 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Kapital
Eigenkapital 26.163 26,2 26.163 29,4 0 0,0
Ausgleichsposten 0 - 0 - 0 0,0
26.163 26,2 26.163 29,4 0 0,0
langfristige Rückstellungen 157 0,2 182 0,2 -25 -14,0
langfristige Verbindlichkeiten 0 - 0 - 0 0,0
Langfristiges Fremdkapital 157 0,2 182 0,2 -25 -14,0
Langfristiges Kapital 26.320 26,3 26.346 29,6 -25 -0,1
kurzfristige Rückstellungen 6.631 6,6 6.120 6,9 511 8,3
kurzfristige Verbindlichkeiten 66.976 67,0 56.673 63,6 10.303 18,2
Kurzfristiges Fremdkapital 73.607 73,7 62.793 70,4 10.813 17,2
Sonstige Passiva 0 - 0 0,0 0 -100,0
Kurzfristiges Kapital 73.607 73,7 62.794 70,4 10.813 17,2
99.927 100,0 89.139 100,0 10.788 12,1

Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen zurückzuführen auf eine Zunahme der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der VAMED Gesundheit Holding Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 15.900.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Teilnahme am Cash-Pooling der Fresenius SE & Co. KGaA jederzeit gesichert.

- Cash Flow

TEUR
Finanzmittelbestand am 01.01.2023 18
Mittelzu/ -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 20.219
Mittelzu/ -abfluss aus Investitionstätigkeit -29.017
Mittelzu/ -abfluss aus Finanzierungstätigkeit 8.805
Finanzmittelbestand am 31.12.2023 25

3. Risiko-, Prognose- und Chancenbericht

3.1 Risikobericht

Die VAMED Rehaklinik Damp GmbH ist eingebunden in das gruppenweite Risikomanagementsystem der VAMED-Gruppe.

Überprüft wird eine Vielzahl von Einzelrisiken. Unserer Einschätzung nachzeichnen sich zukünftig folgende Risiken ab:

Marktrisiken

In der teilweise schwierigen Arbeitsmarktsituation ist es gelungen, die Bewerberzahlen im Gesundheitswesen nach 11% Wachstum in 2022 um weitere 4% in 2023 zu steigern. Diese anhaltende positive Entwicklung ist u.a. auf gut ausgearbeitete Personalmarketing, Recruiting-, Bindungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen zurückzuführen.

Dennoch wird die Anwerbung von qualifiziertem Personal zukünftig sich als eine der größten Herausforderung im Gesundheitswesen erweisen. Schon jetzt ist die Besetzung bestimmter Stellen mit erhöhten Anstrengungen verbunden. Neben steigenden Aufwendungen in der Personalakquise in peripheren oder unattraktiven Regionen wird die steigende Marktmacht der Arbeitnehmer aller Voraussicht nach zu weiteren Gehaltssteigerungen führen.

Infolge des Pflegepersonalstärkungsgesetzes (PpSG) werden insbesondere Rehabilitationseinrichtungen mit überdurchschnittlich steigenden Personalkosten für Pflegepersonal und ggf. mit der Abwanderung von Pflegepersonal in Akutkliniken oder Pflegeeinrichtungen rechnen müssen.

Betriebsrisiken

Durch den Abschluss geeigneter Versicherungen für mögliche Schadens- und Haftpflichtrisiken auf Basis der VAMED Vorgaben wurde sichergestellt, dass Schadensfälle keine existenzgefährdenden Auswirkungen entwickeln. Darüber hinaus werden individuelle Risiken der einzelnen Krankenhäuser aus dem laufenden Krankenhausbetrieb finanziert und Rechtsstreitigkeiten zentral kommuniziert und überwacht. Notwendige Maßnahmen sowie daraus resultierende finanzielle Auswirkungen können damit rechtzeitig identifiziert werden.

Gesetzliche und vertragliche Risiken

Die Ausgaben für Rehabilitation sind im hohen Maße von Entscheidungen des Gesetzgebers abhängig. Grundsätzlich besteht daher das Risiko, dass der erhöhte Kostendruck im System in 2024 zu geringeren Vergütungssatzsteigerungen als bisher führen kann und in verstärktem Maße durch die Kostenträger gesteuert wird.

Weiterhin besteht das Risiko, dass durch zusätzliche Verlagerungen von Angeboten in den ambulanten bzw. den digitalen (online) Sektor der Wettbewerbsdruck unter den stationären Einrichtungen erhöht wird.

Investitionsrisiken

Aufgrund vergangener und anhaltender Verschlechterung der Ertragslage wird der (Nachhol-) Bedarf an Investitionen weiter ansteigen. Durch überproportionale Inflationsraten in Verbindung mit steigenden Personal- und Sachkosten insbesondere der Energiekosten werden die Anschaffungskosten für Investitionen ebenfalls steigen. Durch effizientes Kostenmanagement wird dieser Finanzierungslücke teilweise entgegengewirkt.

Finanzrisiken

Die Monats-, Quartals- und Jahresergebnisse der VAMED Rehaklinik Damp GmbH werden nach einheitlichen Vorgaben der VAMED-Gruppe aufgestellt. Aufwendungen, Erträge und branchenrelevante Kennzahlen werden dabei analysiert und im Zeitablauf verglichen. Eine negative Entwicklung kann so frühzeitig erkannt und soweit erforderlich gegengesteuert werden.

Das Risiko von Liquiditätsengpässen wird durch die Teilnahme am Cash Pooling abgefangen.

IT-Risiken und Cyber Risiken

Das Geschäft der Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken wird in der heutigen Zeit immer stärker und auf vielfältige Weise durch Informationstechnik geprägt. Dies gilt sowohl für die administrativen Abläufe der Einrichtungen als auf für das Kerngeschäft, der medizinischen Versorgung von Patienten. Die Risiken werden nicht nur im Rahmen des nach ISO/IEC 27001:2013 zertifizierten Informationssicherheitsmanagementsystems kontinuierlich erfasst, priorisiert und entsprechend behandelt, sondern fließen seit 2022 auch in den strategischen Risikobericht mit ein. Zudem unterstützt das Fresenius-weite Cybersecurity Programm "Care" die Verbesserung der Risikoerkennung segmentübergreifend.

Datenschutz

Datenschutzrisiken werden in der VAMED Kliniken Gruppe laufend überwacht. Das VAMED Datenschutz-Management-System definiert In diesem Zusammenhang einen Katalog diverser Überwachungsinstrumente.

Ein besonderer Fokus liegt wegen des Geschäftsgegenstandes auf der Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten, die im Hinblick auf den auch strafrechtlichen Schutz unterliegenden Patientendaten besonders risikobehaftet ist.

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

VAMED hat die ab 01. Januar 2023 geltenden Anforderungen des LkSG umgesetzt. Die relevanten Instrumente für das Risikomanagement, Risikoprävention und Beschwerdemanagement wurden nicht nur konzipiert, sondern in 2023 für VAMED bereits teilweise angewendet. Zudem wurde die Grundsatzerklärung erstellt und das einheitliche Vorgehen zur erforderlichen Berichterstattung und Dokumentation vereinbart. VAMED agiert zum LkSG bei geschäftsspezifischen Themen wie bspw. der Lieferketten als eigenständiger Bereich. Gleichzeitig ist VAMED aktives Mitglied der Arbeitsgruppen und Gremien innerhalb der Fresenius Gruppe zu den Themen Nachhaltigkeit, Risikomanagement und hier insbesondere Human Rights Risk Assessment.

COVID-19 Pandemie

Für die Rehabilitationskliniken in der Bundesrepublik Deutschland hat die offiziell als beendet erklärte COVID-19-Pandemie schwerwiegende wirtschaftliche Folgen bzw. Nachwirkungen. Die Leistungsdaten des Jahres 2023 liegen durch die von der Pandemie verursachten Minderbelegungen immer noch deutlich unter den Leistungsdaten des vorpandemischen Jahres 2019 bei gleichzeitiger Einstellung bzw. Rückforderung von Stützungsmaßnahmen.

Ukraine Konflikt

Die Risiken, die sich aus der derzeitigen politischen Lage für die Entwicklung der VAMED Klinik Damp GmbH ergeben werden von der Geschäftsführung fortlaufend sowie ad hoc bei relevanten Lageänderungen neu bewertet.

Der Ukraine Konflikt hat die Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten grundlegend verändert und in einem hoch volatilen Energiemarkt zu erhöhten Energiemarktpreisen geführt. Diese Situation führte zur umfassenden Verabschiedung entsprechender gegenwirkender gesetzlicher energiewirtschaftlicher Regelungen.

Die Gesamtsituation, staatliche Ausgleichs- und Erstattungszahlungen einzubehalten, wurde seitens des Mutterkonzerns Fresenius umfassend geprüft und führte zu einem abgestimmten Vorgehen über die eingesetzte Energie Task Force. Der Vorstand des Mutterkonzerns FSE hat entschieden, die im Rahmen des so genannten "Entlastungspakets Energiehilfen" erhaltenen staatlichen Ausgleichs- und Erstattungszahlungen für Krankenhäuser einzubehalten und die damit verknüpften Restriktionen umzusetzen.

Die Annahme der Ausgleichs- und Erstattungszahlungen führen zu einer deutlichen Kompensation der Energie-Mehrkosten von VAMED im Jahr 2023. Positiv wirkte sich auch die durch die HKG Energiedienstleistungen GmbH ausgerollte Energiesparkampagne aus, die den Energieverbrauch der Einrichtungen spürbar senkte.

Alle vorgenannten Maßnahmen nebst einer intelligenten Beschaffungsstrategie führten insgesamt zu einer beherrschbaren Kostensituation im Gesamtenergiebereich.

Sowohl die weltweiten Krisen wie beispielsweise der Angriffskrieg auf die Ukraine und der Nahostkonflikt als auch die Inflation haben mittelbar und unmittelbar Einfluss auf unsere Lieferketten und auf unser Preisgefüge in der Beschaffung sowie auf unsere Logistik im Kontext der Sicherstellung der Versorgungssicherheit unserer Kliniken. Die Struktur unserer Beschaffungsverträge sichert uns aktuell teilweise gegen kriegs- bzw. inflationsinduzierte Preissteigerungen ab. Eine reduzierte Verfügbarkeit von Produkten durch beispielsweise eingeschränkten Zugang zu Rohstoffen für die herstellenden Unternehmen ist teilweise vorhanden, wobei es jedoch durch wirksame Gegenmaßnahen nur zu vereinzelten temporären Einschränkungen in der Versorgung der Kliniken gekommen ist. Veränderungen in den versorgungsrelevanten Rahmenbedingungen wie bspw. die europäische Medical Device Regulation führen in der Branche darüber hinaus teilweise zu weiteren Herausforderungen in den Lieferketten.

Die Preisentwicklungen einzelner versorgungskritischer Bereiche, insbesondere bei Energie, Kraftstoffen, einzelnen Rohstoffen und Nahrungsmitteln wurden in 2023 teilweise ergebniswirksam.

Alle oben aufgeführten Risiken sind für die Gesellschaft von eher niedriger Bedeutung.

3.2. Prognose- und Chancenbericht

In der Planung für das Jahr 2024 wird, auch aufgrund der Entwicklungen zum Jahresende davon ausgegangen, dass die Personalsituation im Ärztlichen Dienst sich deutlich positiver entwickelt als im Jahr 2023. Dennoch bleibt ein Risiko für das Leistungsgeschehen und die Ressourcenverfügbarkeit erhalten. Vor diesem Hintergrund wird angestrebt, Engpässe künftig durch Vertretungs-/ Honorarärzte abzufedern.

Das Risiko der Belegungsschwankungen aufgrund kurzfristiger Absagen von AHB-Fällen soll durch eine Erhöhung der Belegung im Bereich der Heilverfahren sowie Verringerung der AHB-Belegung reduziert werden.

Aufgrund der guten Nachfragesituation und des permanenten Standortvorteils der VAMED Rehaklinik Damp gehen wir trotz fortschreitender Ambulantisierung mittelfristig weiterhin nicht von einem nachfragebedingten Belegungsrückgang in unserem Haus aus. Der bereits begonnene Verschiebungsprozess zwischen den Fachabteilungen wird weiter vorangebracht werden. Hierbei werden vor allem AHB-Kapazitäten der Orthopädie reduziert und Kapazitäten im Bereich der Neurologie und Psychosomatik aufgebaut. Der Belegungsvertrag mit der Deutschen Rentenversicherung Bund für die Psychosomatik stellt sich als zukunftsweisend dar, zumal die Nachfrage in dieser Indikation das Angebot am Markt weit übersteigt. Die Fachabteilung der Nephrologie entwickelt sich unter einem neuen Chefarzt ebenfalls weiterhin positiv.

Bei allen Risiken wird aufgrund der demografischen Entwicklung die medizinische Rehabilitation innerhalb der Versorgungslandschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Wir gehen davon aus, dass "Reha vor Rente" und "Reha vor Pflege" zunehmend an Popularität gewinnen wird (mittlere Chance).

In der Entwicklung ambulanter und teilstationärer Angebote, insbesondere mit digitaler Anknüpfung, konnte das Haus zudem bedeutende Schritte gehen, die es ermöglichen die zu erwartende Nachfragesteigerung in diesem Bereich zukünftig bedienen zu können.

Im Oktober 2022 wurde mit einer umfangreichen Sanierung der Y-Achse im Haus Passat begonnen. Die Fertigstellung erfolgte Ende 2023. Der Gesamtvolumen der Maßnahme Y-Achse im Haus Passat beläuft sich auf 45,1 Mio.€. Darüber hinaus wurden Investitionen in Höhe von 514 T€ getätigt, davon entfielen auf die Bettriebs- und Geschäftsausstattung 288 T€ auf die-Ausstattung 152 T€ und 74 T€ auf technische Anlagen und Medizintechnik.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein negatives EBIT in Höhe von TEUR 1.378 erzielt (VJ +1.227 TEUR), das nicht den Erwartungen des Wirtschaftsplans entsprach. Im Bereich der Belegung bestehen für 2024 weiterhin Risiken durch Personalabgänge insbesondere im ärztlichen Bereich sowie strukturelle Veränderungen im Bereich der Zuweisungen. Eine Steigerung der Belegung gegenüber 2023 wird erwartet. Auch vor dem Hintergrund der erforderlichen fortlaufenden Sanierungsmaßnahmen kann hier jedoch noch nicht an früher erreichte Zahlen angeknüpft werden. Die Kostenentwicklung lässt weiterhin überdurchschnittliche Steigerungen insbesondere bei den Energiekosten erwarten. Auch in anderen Sachkostenbereichen steigen Kosten stärker als prognostiziert, sowohl durch die Auswirkungen der Energiekostensteigerung, als auch den angespannten Arbeitsmarkt sowie erhöhte Steigerungen der Warenseinsatzkosten. Die Geschäftsführung rechnet trotz dieser Effekte mit einem leicht positiven EBIT.

 

Damp, 28. Juni 2024

Andrea Hardt, Geschäftsführerin VAMED Rehaklinik Damp GmbH

Christian Kreische, Geschäftsführer VAMED Rehaklinik Damp GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 19.000,33 16.118,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.560.516,07 42.139.197,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.268.578,73 1.410.709,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.512.347,40 2.121.276,61
4. Anlagen im Bau 1.327.646,70 18.673.051,37
89.669.088,90 64.344.234,86
89.688.089,23 64.360.353,10
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.684.820,93 4.623.828,31
2. Forderung gegen Gesellschafter 3.134.981,33 20.000.000,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.326.934,20 108.072,26
4. Sonstige Vermögensgegenstände 64.251,89 27.019,57
10.210.988,35 24.758.920,14
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.652,93 17.550,75
10.235.641,28 24.776.470,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.003,06 2.231,74
99.926.733,57 89.139.055,73

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Kapitalrücklagen 25.903.289,31 25.903.289,31
26.163.289,31 26.163.289,31
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 15.000,00 15.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.772.712,28 6.287.421,96
6.787.712,28 6.302.421,96
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 226.013,06; Vorjahr € 406.050,26) 226.013,06 406.050,26
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 214.775,00 352.129,32
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 214.775,00; Vorjahr € 352.129,32)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.055.341,91 55.566.101,71
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 66.055.341,91; Vorjahr € 55.566.101,71)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 479.602,01 348.735,92
(davon aus Steuern € 253.035,67; Vorjahr € 240.284,98)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 967,75; Vorjahr € 0,00)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 479.602,01; Vorjahr € 348.735,92)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 327,25
66.975.731,98 56.673.344,46
99.926.733,57 89.139.055,73

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 44.824.778,98 41.861.174,94
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.323.080,45 1.007.107,03
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 6,99; Vorjahr € 18,39)
46.147.859,43 42.868.281,97
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.434.884,26 4.240.263,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.916.160,02 6.397.191,62
13.351.044,28 10.637.454,62
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.392.001,10 17.198.741,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.761.820,25 3.669.293,15
(davon für Altersversorgung € 421.627,03; Vorjahr € 419.187,57)
22.153.821,35 20.868.034,17
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.688.706,17 2.168.706,83
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.331.804,92 7.960.502,47
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110.617,13 14.512,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.810.012,31 889.517,64
(davon an verbundene Unternehmen € 1.808.134,31; Vorjahr € 887.815,64)
9. Ergebnis nach Steuern -3.076.912,47 358.578,32
10. Sonstige Steuern 58.068,86 6.449,00
11. Aufwand aus Gewinnabführung 0,00 -352.129,32
11. Ertrag aus Verlustübernahme 3.134.981,33 0,00
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss der VAMED Rehaklinik Damp GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB aufgestellt worden.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände vorgenommen, die zwischen drei und fünf Jahren liegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen, die für Gebäude und Einbauten zwischen 9 und 48 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 11 und 15 Jahren, für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 23 Jahren. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Allen erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1 % des Nettoforderungsbetrages gebildet.

In Anlehnung an internationale Rechnungslegungsvorschriften werden Forderungen gegen Krankenkassen nicht einzelwertberichtigt, da kein Bonitätsrisiko gesehen wird.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, werden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert und ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst und unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 590 (VJ TEUR 108) und Forderungen aus dem Cash-Pool TEUR 1.737 (VJ TEUR 0).

Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um eine Forderung in Höhe von TEUR 3.135 (VJ TEUR 20.000 Erhöhung der Kapitalrücklage) aus der Verlustübernahme aus dem Jahresergebnis 2023.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das Stammkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Personalverpflichtungen TEUR 579 (VJ TEUR 580), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 755 (VJ TEUR 240), Rückstellung für die Jahresabschlussprüfung TEUR 47 (VJ TEUR 45) und Rückstellungen für Rückzahlungsrisiken der Corona-Rettungsschirme TEUR 5.245 (VJ TEUR 5.245).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Heizkosten und Gebäudemiete in Höhe von TEUR 215 (VJ TEUR 352), das durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der VAMED Kliniken Deutschland GmbH an diese abgeführt werden muss.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen einen konzerninternen Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 63.900 (TEUR 48.000), Zinsverbindlichkeiten TEUR 1.784 (VJ TEUR 0) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Schwestergesellschaften der Reha-Sparte TEUR 226 (VJ TEUR 406).

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen noch sonstige finanzielle Verpflichtungen aus folgenden Verträgen:

TEUR
Miet-/Leasing-/Pachtverträge 274
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 14
Dienstleistungsverträge 13.196
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 11.706
Gesamt 13.470

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind TEUR 1.926 innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse aus Verwaltungs- und Serviceleistungen 363 276
Erlöse aus Wahlleistungen 848 725
Erlöse aus ambulanten Leistungen 1.037 909
Erlöse aus Reha/AHB 39.677 37.917
Umsatzerlöse gemäß § 277 HGB 2.740 1.945
Nutzungsentgelte 128 105
Veränderung MD-Rückstellungen 31 -16
4.824 41.861

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen sonstigen ordentlichen Erträge TEUR 1.070 (VJ TEUR 572), die AAG-Erstattungen aus dem laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 67 (VJ TEUR 53), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 31 (VJ 66), Erträge aus der Weiterberechnung von Instandhaltungskosten TEUR 9 (VJ TEUR 5), und periodenfremde Erträge TEUR 146 (VJ TEUR 305) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten TEUR 3.357 (VJ TEUR 3.229), Aufwendungen für Instandhaltungen TEUR 1.632 (VJ TEUR 1.641), Aufwendungen für Verwaltungsbedarf TEUR 1.834 (VJ TEUR 1.810) und Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen TEUR 604 (VJ TEUR 571). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 360 (VJ TEUR 80) enthalten.

Das Zinsergebnis beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 2 (VJ TEUR 2) und Zinsaufwendungen gegenüber Verbundenen Unternehmen TEUR 1.808 (VJ TEUR 888).

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen TEUR 3.689 (i. Vj. TEUR 2.169), davon sind außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 1.460 enthalten.

C. Ergänzende Angaben

I. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt:

Vollkräfte nach Dienstarten Anzahl in %
Ärztlicher Dienst 42,6 13,97
Pflegedienst 86,2 28,25
Medizinisch-technischer Dienst 113,0 37,03
Funktionsdienst 28,5 9,34
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 2,5 0,82
Verwaltungsdienst 31,2 10,22
Sonderdienste 1,0 0,33
Sonstiges Personal 0,1 0,03
Gesamt 305,2 100

II. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird auf Konzernebene im Anhang der Fresenius SE & Co. KGaA angegeben. Somit ist die Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB von der Anhangangabe befreit.

III. Geschäftsführung

 

Herr John F. Näthke, hauptberuflicher Geschäftsführer bis 31.10.2023

 

Herr Christian Kreische, hauptberuflicher Geschäftsführer seit dem 01.11.2023

 

Frau Andrea Hardt, Hauptberuflicher Geschäftsführerin seit dem 01.11.2023

Es wurde von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

IV. Ergebnisverwendung

Der Verlust des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 3.135 wird durch die Gesellschafterin, die VAMED Kliniken Deutschland GmbH, Damp aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichen.

V. Nachtragsbericht

Die VAMED AG hat am 02.05.2024 die Vereinbarung über den Verkauf der Mehrheit des Postakut-Geschäfts (insbesondere Rehabilitationsgeschäft), zu welchem auch die VAMED Rehaklinik Damp GmbH gehört, an PAI Partners ("PAI") bekannt gegeben. Die geplante Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen sowie der üblichen Bedingungen, und der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2024 erwartet. PAI soll mit 67 Prozent Mehrheitseigentümer des Geschäfts werden, das in einem neuen, eigenständigen Unternehmen unter dem Dach von PAI zusammengefasst wird. Der VAMED-Mehrheitsaktionär Fresenius wird 33 Prozent halten.

VI. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. Höhe, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA wird beim Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Fresenius SE & Co. KGaA erhältlich. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Fresenius Management SE, Bad Homburg v. d. Höhe, aufgestellt, der ebenfalls im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Damp, 28. Juni 2024

Andrea Hardt, Geschäftsführerin VAMED Rehaklinik Damp GmbH

Christian Kreische, Geschäftsführer VAMED Rehaklinik Damp GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 625.674,88 0,00 0,00 13.000,75 638.675,63
625.674,88 0,00 0,00 13.000,75 638.675,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.284.762,11 27.669.767,98 0,00 17.431.219,33 90.385.749,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.959.578,95 0,00 0,00 0,00 1.959.578,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.409.646,84 1.024.898,49 690,17 152.683,32 9.586.538,48
4. Anlagen im Bau 18.673.051,37 350.340,57 28.012,60 -17.596.903,40 1.398.475,94
74.327.039,27 29.045.007,04 28.702,77 -13.000,75 103.330.342,79
74.952.714,15 29.045.007,04 28.702,77 0,00 103.969.018,42
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 609.556,64 10.118,66 0,00 619.675,30
609.556,64 10.118,66 0,00 619.675,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.145.564,64 2.679.668,71 0,00 5.825.233,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 548.869,54 142.130,70 0,00 691.000,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.288.370,23 785.958,88 138,03 7.074.191,08
4. Anlagen im Bau 0,00 70.829,24 0,00 70.829,24
9.982.804,41 3.678.587,53 138,03 13.661.253,91
10.592.361,05 3.688.706,19 138,03 14.280.929,21
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 19.000,33 16.118,24
19.000,33 16.118,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.560.516,07 42.139.197,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.268.578,71 1.410.709,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.512.347,40 2.121.276,61
4. Anlagen im Bau 1.327.646,70 18.673.051,37
89.669.088,88 64.344.234,86
89.688.089,21 64.360.353,10

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VAMED Rehaklinik Damp GmbH, Damp

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VAMED Rehaklinik Damp GmbH, Damp, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VAMED Rehaklinik Damp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 26. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Burschel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Frank Uwe Anders, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 09.09.2024 festgestellt.

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