Arqum Zert GmbH, Gesellschaft für Zertifizierungen
Selbe AdressePraxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Schuck seit 29.2.2024 | Prokura |
Jan-Philipp Heineck seit 15.5.2023 | Prokura |
Bruno Haerens seit 15.5.2023 | Geschäftsführer |
Isilpinar Kohler seit 15.5.2023 | Prokura |
Tim Dr. Stöcker seit 13.4.2021 | Prokura |
Patricia Vieira seit 14.8.2018 | Geschäftsführer |
Birgit Dr. Guhse seit 22.12.2015 | Geschäftsführer |
Sophie Pe-Ru Tsen seit 25.10.2015 | Prokura |
Frank Ostermann seit 26.6.2013 | Prokura |
Gert Vermeiren seit 19.7.2011 | Geschäftsführer |
Michael Dipl.-Ing. Schulz seit 31.3.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AECOM Intercontinental Holdings UK Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AECOM Deutschland GmbHNeu-IsenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Anlagenverzeichnis Anlage 1 Bilanz zum 30. September 2023 Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023 Anlage 3 Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023 Anlage 4 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 Anlage 5 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AECOM Deutschland , Neu-Isenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AECOM Deutschland , Neu-Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30.09.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AECOM Deutschland , Neu-Isenburg, für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 11.07.2024 Grant
Thornton AG
Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer Mattias Koch, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der AECOM Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, (im Folgenden kurz "AECOM" oder "Gesellschaft") wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise die Davon-Vermerke anstatt in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang gemacht. II. Registerinformation Die Gesellschaft ist unter der Firma AECOM Deutschland GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach unter der Nummer HRB 32486 eingetragen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf Gliederungspunkt 1.2 im Lagebericht. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge im Sachanlagevermögen werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch die in Form eines Zuschlagsatzes ermittelten Gemeinkosten für Material, Fertigung sowie Verwaltung. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde einer verlustfreien Bewertung durch angemessene Abwertungen, soweit erforderlich, Rechnung getragen. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Die auf der Aktivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen für zum Bilanzstichtag noch in Bearbeitung befindliche Aufträge werden von den unfertigen Leistungen offen abgesetzt und zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben und Einnahmen ausgewiesen, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. inklusive zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag bilanziert und betreffen Anzahlungen für noch nicht begonnene Werkverträge. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung des Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang angegebenen Davon Vermerke aus Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben mit den folgenden Ausnahmen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die nicht kurzfristigen sonstigen Vermögensgegenstände umfassen geleistete Zahlungen für Mietkautionen und Sicherheitseinbehalte von Kunden in Höhe von insgesamt TEUR 40 (Vorjahr TEUR 28). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von TEUR 10.465 (Vorjahr TEUR 9.893). Es bestehen seit 2022 Forderungen gegenüber der Alleingesellschafterin, AECOM Intercontinental Holdings UK Limited, Warrington, Vereinigtes Königreich aus konzerninterner US GAAP Verlustverrechnung. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 534 (im Vorjahr TEUR 978). Neben einer Umsatzsteuerforderung in Höhe von TEUR 85 (VJ: TEUR 230) bestehen vor allem Forderungen aus vorausgezahlter Umsatzsteuer auf noch nicht bezahlte Teilleistungsrechnungen in Höhe von TEUR 449 (VJ: TEUR 748). Festgeldbestände bei Kreditinstituten für die Besicherung von Avalkrediten in Höhe TEUR 110, wurden im Laufe des Geschäftsjahres bei der Bank of Amerika vollständig in Bankgarantien umgewandelt . Steuerrückstellungen Für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2022/2023 wurden keine Steuerrückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuerschuld (TEUR 401; Vorjahr TEUR 796) gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 4.484; Vorjahr TEUR 5.412), ausstehende Rechnungen (TEUR 502; Vorjahr TEUR 1.485) sowie für Personalkosten (TEUR 323; Vorjahr TEUR 335), gebildet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 2.416 (Vorjahr TEUR 308) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Verbindlichkeiten aus dem konzernweiten Cash-Pooling inkl. aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 1.735 (Vorjahr TEUR 1.432). Mit der Vereinbarung vom 20 September 2023 zwischen AECOM Global Ireland Services Limited und AECOM Deutschland GmbH zum Ausgleich der Darlehens- und Cash- Poolkonten wurde TEUR 4.475 zwischen dem Darlehenskonto und dem Cash-Pooling Forderungen verrechnet, um Zinsaufwand zu reduzieren. Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin, AECOM Intercontinental Holdings UK Limited, Warrington, Vereinigtes Königreich. Haftungsverhältnisse Zum 30. September 2023 besteht kein Haftungsverhältnis. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Service und Wartungsverträgen (im Wesentlichen für Bürogebäude ohne Nebenkosten und -einrichtungen) bestehen in Höhe von TEUR 1.832 und haben eine Laufzeit bis zu fünf Jahren. Die Vorteile des Abschlusses von Miet-, Leasing-, Service- und Wartungsverträgen sind im Wesentlichen die erhöhte Planungssicherheit sowie - insbesondere bei den Serviceverträgen - die Bindung des Vertragspartners an das Unternehmen. Risiken ergeben sich aus möglicherweise höheren Kosten sowie aus der Laufzeitbindung. V. Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erbracht. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 32.094 (Vorjahr TEUR 34.517), was einem Rückgang von TEUR 2.423 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Umsätze waren im Vorjahr insbesondere im Bereich Dienstleistungsverträge im Bereich der Logistik und Immobilienwirtschaft signifikant höher. Im Geschäftsjahr 2023 beinhalten die Umsatzerlöse des laufenden Geschäftsjahres neben Erlösen aus im Geschäftsjahr 2022/2023 fertiggestellten Werkverträgen (in Höhe von TEUR 21.375; Vorjahr TEUR 18.008) auch Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen (TEUR 3.300; Vorjahr TEUR 9.034). Ein wesentlicher Anteil der Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen entfällt weiterhin auf das Großprojekt in der Energiewirtschaft. Die Umsätze stützen sich z.T. weiterhin auf Intercompany-Umsätze (Umsatzanteil TEUR 7.419; Vorjahr TEUR 7.475), von denen ein wesentlicher Anteil auf die Projekte verbundener Unternehmen entfällt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen in Höhe von TEUR 928 die Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen und in Höhe von TEUR 1.533 die Gutschriften aus Konzernumlagen. Die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 23 (Vorjahr TEUR 6). Wesentliche periodenfremde Erträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht angefallen. Materialaufwand Die Materialaufwendungen beinhalten Aufwendungen für bezogene Leistungen aufgrund des Projektgeschäfts. Hierunter fallen insbesondere Aufwendungen im Rahmen der Beauftragung von Subunternehmern. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 26 die Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung (Vorjahr TEUR 7). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht angefallen. Außergewöhnliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen im Zusammenhang mit Reorganisationen in Höhe von insgesamt TEUR 1.750 (Vorjahr TEUR 46) enthalten. Sie entfallen auf die Personalkosten (TEUR 1.512) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 238). VI. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren bzw. sind zum heutigen Zeitpunkt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 9 a und b HGB macht die Gesellschaft von dem Befreiungswahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, da nur einer der genannten Geschäftsführer Bezüge für seine Tätigkeit bei der AECOM Deutschland GmbH erhält. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 158 Mitarbeiter (Vorjahr 218); diese Mitarbeiter teilen sich auf folgende Funktionsbereiche auf:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AECOM Corporation, Delaware, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der AECOM Corporation, Delaware, USA, ist unter http://www.aecom.com/ abrufbar. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 55 (Vorjahr TEUR 55). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor. Vereinbarung zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit Die direkte Gesellschafterin der AECOM, die AECOM Intercontinental Holdings UK Limited, Warrington, Vereinigtes Königreich, hat am 12. November 2015 eine Finanzierungszusage abgegeben, die die Gesellschaft berechtigt, finanzielle Mittel einzufordern, um den fälligen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Mit Datum vom 20. Mai 2024 wurde die Vereinbarung zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit erneuert und kann nun erstmals zum 31. Dezember 2028 gekündigt werden. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Neu-Isenburg, 11. Juli 2024 Geschäftsführung Patricia Sofia Vieira Bruno Haerens Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023Gliederung 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell und Struktur des Unternehmens 1.2 Grundsatz der Unternehmensfortführung 1.3 Forschung und Entwicklung 1.4 Zweigniederlassungen 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren 2.5 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.2 Chancen- und Risikobericht 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell und Struktur des Unternehmens Die AECOM Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, (im Folgenden kurz "AECOM" oder "Gesellschaft") ist ein 100%iges, direktes Tochterunternehmen der AECOM Intercontinental Holdings UK Limited, Warrington, Vereinigtes Königreich. Diese wiederum ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der AECOM Corporation, Delaware, USA. Die AECOM-Gruppe ist einer der führenden Konzerne für professionelle Infrastruktur-, Architektur-, Ingenieur-, sowie Umweltleistungen. AECOM bietet weltweit voll integrierte Lösungen über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg an. Mit durchschnittlich 158 Mitarbeitern im laufenden Geschäftsjahr in Deutschland entwickelt die Gesellschaft innovative Lösungen in den Sparten Architektur- und Ingenieursleistungen, Genehmigungsmanagement sowie Umweltmanagement, insbesondere für Auftraggeber in deutschsprachigen Ländern. Die AECOM Deutschland GmbH besteht aus drei Business Einheiten. Die Einheit Buildings + Places beinhaltet die Servicebereiche Architektur, Brandschutz, Workplace, Change Management und Statik. Die AECOM Umwelt "Environment" Abteilung liefert klassische Beratungsleistungen im Nachhaltigkeitsbereich, Due Diligence Services, Compliance Programme und Untersuchungsleistungen für Böden, Trinkwasser, Grundwasser, diverse Rückbauten und Schadstoffsanierungen. HSSE ist ebenso wie das Genehmigungsmanagement Teil dieser Gruppe. Gemäß des strategischen Umbau des Geschäfts wurde die Einheit Projektmanagement/ Construction Services (PMCM) im Berichtsjahr geschlossen. Der AECOM Kundenstamm besteht aus führenden nationalen Unternehmen sowie globalen Konzernen der verarbeitenden Industrie-, Öl- und Gaswirtschaft, Logistikbranche, Versicherungssektors sowie der Automobil-, Finanzdienstleistungs-, Internet-, Elektronik- und Energieversorgungsbranche. Die AECOM Deutschland GmbH gehört zur AECOM-Gruppe und ist damit Bestandteil eines der weltweit größten Infrastruktur-, und Ingenieurunternehmen. Aufgrund der international ausgerichteten Konzernstrukturen sind unsere Gemeinkostenzuschlagssätze im Vergleich zu den lokalen Wettbewerbern höher. Deshalb ist es für uns nach wie vor schwierig, mit kleineren Anbietern auf dem lokalen Markt erfolgreich zu konkurrieren. Aus diesem Grund lag der Fokus auf Kunden mit Großprojekten, die hierzu einen Dienstleister mit wirtschaftlich starkem Hintergrund sowie internationaler Ausrichtung binden wollen. Dieser Markt liegt weitgehend außerhalb der Reichweite kleiner lokaler Unternehmen und bietet ausreichende Gewinnmargen. Für internationale Kunden und Großkunden, die sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren, wird die Errichtung von Gebäuden und Anlagen in der Regel nicht mit eigenen Ressourcen durchgeführt, sondern an zuverlässige, lokale, externe Dienstleister und Experten wie AECOM vergeben. Genau dieser Kundenkreis ist maßgeblicher Adressat des AECOM Leistungsportfolios. 1.2 Grundsatz der Unternehmensfortführung Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Gesellschaft erbringt vor allem geologische Gutachter- und andere Ingenieurleistungen im Rahmen von zum Teil langfristigen Projekten, bei denen die Gewinnrealisation bei Beendigung des Projektes stattfindet. Die Gesellschafterin AECOM Intercontinental Holdings UK Limited, Warrington, Vereinigtes Königreich, ("AECOM UK") hat zur Vermeidung einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der AECOM Deutschland GmbH gegenüber am 12. November 2015 eine Erklärung zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit abgegeben, wonach die AECOM UK sich verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Garantie galt ursprünglich mindestens bis zum 31. Dezember 2024. Mit Datum vom 20. Mai 2024 wurde die Vereinbarung zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit neu geschlossen und kann nun erstmals zum 31. Dezember 2028 gekündigt werden. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das konzernweite Cash-Pooling eingebunden, welches bei AECOM Global Ireland Services Limited, Dublin, Irland, geführt wird. Durch die Erneuerung der Cash Pool Vereinbarung am 1. Mai 2020 ist die maximale Inanspruchnahmemöglichkeit von bisher EUR 20,0 Mio. auf bis zu EUR 50,0 Mio. erhöht worden. Dadurch ist die ausreichende Liquiditätsausstattung der AECOM jederzeit sichergestellt. Mit der Vereinbarung vom 20. September 2023 zwischen AECOM Global Ireland Services Limited und AECOM Deutschland GmbH zum Ausgleich der Darlehens- und Cash-Pool-Konten wurde TEUR 4.475 vom Darlehenskonto in das Cash-Pooling übertragen, um den Zinsertrag zu erhöhen. Zum 30. September 2023 beträgt die Cash- Pool-Verbindlichkeit EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 1,4 Mio.). 1.3 Forschung und Entwicklung Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung. 1.4 Zweigniederlassungen Gemäß der Eintragung im Handelsregister vom 17. Juni 2024 wurde die Hauptverwaltung nach Frankfurt am Main verlegt. Neben der Hauptverwaltung in Frankfurt hat die Gesellschaft rechtlich unselbstständige Niederlassungen in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Essen, Kaiserslautern sowie Chemnitz. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem World Economic Outlook im Januar 2024 für das Jahr 2023 mit einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung auf 3,1% und prognostiziert für das Jahr 2024 weitere Reduzierung um 0,2% auf 2,9%. Für hoch entwickelte Länder prognostiziert der IWF für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 1,6%. Weniger entwickelte Volkswirtschaften werden demnach im Jahr 2023 um 4,2 % wachsen. Das wirtschaftliche Umfeld des Jahres 2023 war immer noch geprägt von großen Unsicherheiten, insbesondere in Folge des andauernden Krieges Russlands gegen die Ukraine, der auch zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen beigetragen hat - von Energie- und Rohstoffengpässen bis hin zu einer abschwächenden aber immer noch hohen Inflation. Die Inflation in Deutschland sowie im Europäischen Raum ist auf dem Rückzug, jedoch wirken sich die höheren Zinsen noch deutlich stärker auf den Wohnungsbau aus. Die Bauwirtschaft wird ihre Produktion wohl weiter an die gedrückten Neuaufträge anpassen müssen. Die Gefahr eines andauerenden Inflationsprozesses ist zwar dank der geldpolitischen Straffung verringert, aber noch nicht gebannt. Die Europäische und Deutsche Wirtschaft sind im Jahr 2023 noch nicht auf Erholungskurs. Insbesondere die Industrie dürfte ihre Produktion nochmals verringern. Sie leidet weiterhin unter der gedrückten Nachfrage und den hohen Energiekosten. Die schwache Industriekonjunktur beeinträchtigt auch den Ausblick für die gewerblichen Investitionen. Diese werden zudem durch die gestiegenen Finanzierungskosten und möglicherweise auch eine erhöhte Unsicherheit hinsichtlich staatlicher Förderungen im Bereich der Transformations- und Klimaschutzmaßnahmen gedämpft. Entgegen den Einschätzungen vom vergangenen Jahr kann sich auch die Europäische Bauwirtschaft den Folgen der eingetrübten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Zins- und Kostensprünge nicht ganz entziehen. Mit Rückgängen der Bauleistung um 1,1 % in 2023 und 0,7 % im nächsten Jahr ist zu rechnen. Die europäische Bautätigkeit der 19 Euroconstruct-Länder blieb trotzdem im Jahr 2023 trotz des Gegenwinds durch höhere Finanzierungskosten, den Anstieg der Materialkosten und den Arbeitskräftemangel robust. Im Jahr 2023 erlebte der Wohnungsbau aufgrund der Straffung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Eindämmung der Inflation einen Rückgang. Eine positivere Entwicklung war jedoch im Tiefbau zu beobachten, der sich unter diesen Bedingungen zwar als widerstandsfähig erwies, den Rückgang im Wohnungsbau aber dennoch nicht kompensieren konnte. 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr hat AECOM Deutschland GmbH gemäß der Neuausrichtung ihrer Geschäftsfelder die PMCM-Abteilung geschlossen und die B&P-Abteilung umorganisiert. Im Zuge der Umstrukturierung wurden eine große Anzahl von Werkverträgen fertiggestellt. Im Berichtsjahr konnte ein Großprojekt "LEG Pioneer Sanierung 2023" mit der LEG Hessen Hana GmbH gewonnen werden, bei dem die Leistungen der Sanierungsbegleitung im Schadensbereich der ehemaligen Pioneer-Kaserne ausgeführt werden. Der Abschluss des Projekts wurde im Mai 2025 anvisiert. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein Vertrag mit der Credit Suisse Asset Management in der Schweiz gewonnen. Das Projekt sieht die ESG Audit in verschiedenen Standorten des Kunden vor und soll im Herbst 2024 zum Abschluss gebracht werden. Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnten wir ein Großprojekt mit der RENAULT Deutschland GmbHabschließen. Das Projekt beinhaltet eineumwelttechnische Bewertung der Wasser- und Bodenqualität der Niederlassung in Berlin Reinickendorf. Dieses Projekt wird voraussichtlich im Jahr 2025 abgeschlossen. Das Management der AECOM hat sich als Ziel gesetzt sein Geschäft zu stabilisieren , den Kundenstamm weiter zu diversifizieren sowie die Geschäftsbeziehungen mit nationalen und internationalen Rahmenvertragspartnern zu stärken. Am Ende eines ereignisreichen Jahres, können wir aus wirtschaftlicher Sicht ein vorsichtig positives Fazit ziehen. Insbesondere im privaten Bereich sowie der Industrie üben sich die Unternehmen nach wie vor in Zurückhaltung. Investitionen im öffentlichen Sektor blieben auch im Geschäftsjahr 2022/2023 stabil. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Im Berichtsjahr erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von TEUR 111 (Vorjahr Jahresüberschuss von TEUR 1.389). Der Überschuss vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt TEUR 536 (Vorjahr Überschuss: TEUR 2.654) und damit leicht über den prognostizierten Werten. Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf den Restrukturierungsaufwand in Höhe von TEUR 1.750 zurückzuführen. Im Geschäftsjahr konnte das Wachstum der Umsätze nicht beibehalten werden und lag unter dem Vorjahresniveau und auch unter den im Vorjahr prognostizierten Werten. Ursächlich für den Rückgang der Umsatzerlöse waren die niedrigeren Auftragseingänge für Großprojekte im Geschäftsjahr und in den vergangenen Geschäftsjahren. Der Effekt des Umsatzrückgangs konnte nicht durch die Reduktion der Materialaufwendungen sowie durch die Einsparungen in Bereich der Personalaufwendungen abgefangen werden. Einige im Berichtsjahr abgeschlossene Werkverträge verbergen Lohn- und Materialkosten, die nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften um TEUR 928 wurden aufgelöst, um diesen Effekt Rechnung zu tragen. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 32.094, was einem Rückgang von TEUR 2.423 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Umsatzerlöse des laufenden Geschäftsjahres beinhalten neben Erlösen aus, im Geschäftsjahr 2022/2023 abgeschlossenen Werkverträgen (in Höhe von TEUR 21.375; Vorjahr TEUR 18.008), auch Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen (TEUR 3.300; Vorjahr TEUR 9.034). Die Umsätze stützen sich z. T. weiterhin auf Intercompany-Umsätze (Umsatzanteil TEUR 7.419; Vorjahr TEUR 7.475). Die Entwicklung der Umsatzerlöse aus Werkverträgen innerhalb eines Geschäftsjahres ist projektabhängig und richtet sich nach dem Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Projekte. Die Materialaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 3.443, was einem Rückgang um TEUR 7.993 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Materialaufwendungen beinhalten Aufwendungen für bezogene Leistungen aufgrund des Projektgeschäfts. Hierunter fallen insbesondere Aufwendungen im Rahmen der Beauftragung von Subunternehmern. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 13.675, was einem Rückgang um TEUR 1.706 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die fortgesetzte Reorganisation des Geschäfts zurückzuführen. Die Reorganisation führte zu einem Umstruktrukturierungsaufwand in Höhe von TEUR 1750. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.297 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.430 gesunken. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen auf die Auflösung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften um TEUR 928 zurückzuführen, während im Vorjahr die Zuführung dieser um TEUR 3.235 betrug. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.497 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 645 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen eingetreten wegen der geringeren Konzernumlagen und Gutschriften, die wir für das Geschäftsjahr 2023 erhalten haben. 2.3.2 Finanzlage Kapitalstruktur Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 20.187 um TEUR 1.178 auf TEUR 19.009 verringert. In Höhe des erwirtschafteten Jahresfehlbetrages von TEUR 111 reduzierte sich das Eigenkapital der AECOM von TEUR 7.652 auf TEUR 7.541. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt vor allem durch verbundene Unternehmen sowie durch Kundenanzahlungen im Rahmen des Projektgeschäfts. Mit der Vereinbarung vom 20 September 2023 zwischen AECOM Global Ireland Services Limited und AECOM Deutschland GmbH zum Ausgleich der Darlehens- und Cash-Pool-Konten wurde ein Betrag von TEUR 4.475 des Darlehenskontos mit den bestehenden Intercompany Forderungen in gleicher Höhe verrechnet. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen am Gesamtkapital der Gesellschaft erhöhte sich auf 12% (Vorjahr 9%), während sich der Anteil bei den passivierten Kundenanzahlungen auf 14% reduzierte (Vorjahr 22%). Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 40% (Vorjahr: 38%). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 447 auf TEUR 2.187 resultiert vor allem aus der Aufrechnung der Cash-Pool- Konten (TEUR 1.775; Vorjahr TEUR 1.432). Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 144 erhöht (TEUR 452; Vorjahr TEUR 308). Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 1.924 auf TEUR 5.309 reduziert, was vor allem auf den Rückgang der Drohverlustrückstellung zurückzuführen ist. Liquidität Die Liquidität war über das gesamte Geschäftsjahr gesichert. Die Gesellschaft ist seit Februar 2015 in das konzernweite Treasury Management der AECOM-Gruppe eingebettet. Die direkte Gesellschafterin der AECOM, die AECOM Intercontinental Holdings UK Limited, Warrington, Vereinigtes Königreich, hat eine Finanzierungszusage abgegeben, die die Gesellschaft berechtigt, finanzielle Mittel einzufordern, um den fälligen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Die Garantie kann erstmals zum 31. Dezember 2028 gekündigt werden. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das konzernweite Cash-Pooling eingebunden, welches bei AECOM Global Ireland Services Limited, Dublin, Irland, geführt wird. Mit der Vereinbarung vom 20. September 2023 zwischen AECOM Global Ireland Services Limited und AECOM Deutschland GmbH wurden Cashpoool Forderungen in Höhe von TEUR 4.475 mit Darlehen im Verbundbereich aufgerechnet. Durch eine maximale Inanspruchnahme von bis zu EUR 50 Mio. ist die ausreichende Liquiditätsausstattung der AECOM jederzeit sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestand hieraus noch eine freie Linie von rund EUR 48,3 Mio. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde, abzüglich der cash-neutralen Bewegung in den Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 1.265, ein positiver Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit von ca. TEUR 851 (Vorjahr negativ TEUR 4.576) erwirtschaftet, was vor allem auf dem Abbau der Vorräten (- TEUR 1.416) für im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossene Projekte beruht. Der positive Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug TEUR 10K .. er Finanzmittelbestand unter Berücksichtigung der Cash-Pool- Verbindlichkeiten und Forderungen hat sich somit im Geschäftsjahr 2022/2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 404 auf TEUR 1.699 verschlechtert. Der Abbau der Cash-Pool-Forderungen darunter beträgt TEUR 1.265. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierungsmöglichkeit aus dem Cash-Pooling auf absehbare Zeit weiterhin zur Verfügung steht. 2.3.3 Vermögenslage Der Bestand an unfertigen Leistungen zum Bilanzstichtag 30. September 2023 in Höhe von TEUR 22.643 hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 14.902 verringert. Die erhaltenen Anzahlungen für Werkverträge haben sich mit TEUR 16.785 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13.936 reduziert. Mit dem Projektgeschäft bewegt sich AECOM in einem sehr zyklischen Marktumfeld, das von Einzelaufträgen mit hohen Volumina und unterschiedlicher Finanzierungsstruktur gekennzeichnet ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 572 auf TEUR 10.465 erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 120 auf TEUR 1.016 verringert. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 534 Forderungen gegen das Finanzamt (im Vorjahr eine Forderung in Höhe von TEUR 978). Neben einer Umsatzsteuerforderung in Höhe von TEUR 85 bestehen vor allem Forderungen aus vorausgezahlter Umsatzsteuer auf noch nicht bezahlte Teilleistungsrechnungen in Höhe von TEUR 449. 2.3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Wir, die Geschäftsführung, beurteilen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, unter Berücksichtigung der bilanziellen Darstellung aufgrund der Gewinnrealisierung bei Abschluss der Projekte sowie die Fortführung der Gesellschaft, als vorsichtig positiv. Die anhaltenden Auswirkungen der Ukraine Krise führen für viele Unternehmen zu einer erheblichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen und zu einer Zunahme der wirtschaftlichen Unsicherheit. Zu den Maßnahmen, die das Management jetzt ergriffen hat, verweisen wir auf den Chancen- und Risikobericht. Basierend auf den Angaben aus dem konzerninternen Management Reporting der AECOM nach US GAAP wurden die Vorjahresplanungen für Gesamtumsatz in Höhe von EUR 16,7 Mio. und positiven EBITDA in Höhe von TEUR 3.873 erreicht. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Das Reporting an die Geschäftsleitung basiert auf den nach US GAAP ermittelten Finanzzahlen. Der Erfolg des Managements wird am Umsatz und EBITDA gemessen. Die finanzielle und operative Performance wird als Ganzes fortlaufend überwacht und mehrmals monatlich und vierteljährlich im Rahmen von Tagungen, wie dem Business Group Review (BGR), diskutiert. 2.5 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) lag mit 158 Mitarbeitern um 60 unter dem Vorjahreswert (218 Mitarbeiter). Die fachliche und persönliche Qualifizierung unserer Mitarbeiter sowie des Führungspersonals hat bei AECOM einen sehr hohen Stellenwert. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Personalentwicklung zu optimieren und bieten unseren Mitarbeitern mittels individuellen Fachfortbildungen, E-Learning, der AECOM University, oder dem Ecosystem die notwendigen Plattformen zu bieten. So erhalten unsere Mitarbeiter sowohl interne als auch externe Schulungen um sich persönlich und fachlich weiter zu entwickeln. Eine weitere Säule der Mitarbeiterzufriedenheit ist das immer wichtiger werdende Thema der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben. Die Nutzung von Homeoffice und einer flexiblen Gleitzeit unterstreichen unser Engagement zur Erhaltung und dem weiteren Ausbau. Arbeitssicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter sind maßgebliche Bestandteile unseres Führungsverständnisses. Ziel ist es, ein hohes und durchgängiges Niveau im Bereich Arbeitssicherheit zu erreichen. Regelmäßige und gezielte Schulungsmaßnahmen unterstützen unsere Bemühungen in großem Umfang, das Arbeitssicherheitssystem bei AECOM aktiv umzusetzen. Für alle AECOM-Mitarbeiter ist weltweit ein einheitlicher Verhaltenskodex verpflichtend (Code of Conduct). Die Regeln in Bezug auf korrektes Verhalten im Geschäftsalltag werden über das Business Compliance-System der Gruppe und permanente Kurse der AECOM University im Ecosystem transportiert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Das makroökonomische Geschäfts- und operative Umfeld, in dem AECOM agiert, wird im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 durch eine Reihe von Risiken beeinträchtigt. Die Risiken aus globalen Aussichten sind inzwischen weitgehend ausgewogen. Auf der anderen Seite drohe neue Preisspitzen von geopolitischen Spannungen, einschließlich denen aus der kommenden Wahl in den USA, dem Krieg in der Ukraine und der Konflikt in Gaza und Israel, zusammen mit einer anhaltenden Kerninflation und Arbeitskräftemangel. Auf der anderen Seite ist positiv zu vermerken, dass eine lockerere Fiskalpolitik die Konjunktur ankurbeln könnte. In Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung im zurückliegenden Sommerhalbjahr, und im Schlussquartal 2023 ging sie sogar um 0,3% zurück. Besonders kräftig schrumpfte die Wertschöpfung in der Industrie und der Bauwirtschaft. Gründe waren u. a. der Mangel an Aufträgen, der schneereiche Dezember und ein außergewöhnlich hoher Krankenstand. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf 2,3% in diesem und 1,6% im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8% und 2,2% über der Gesamtinflationsrate liegen. Die Krise hat das Potenzial, die ohnehin schon hohen Energiepreise in Europa weiter nach oben zu treiben, was zu einer Konjunkturabschwächung und damit zu höheren Verlusten in unserem Portfolio führen könnte. Andererseits werden kurz- und mittelfristig höhere Auftragseingänge im Bereich DoD (Department of Defence) erwartet. Diese könnten durch das Ergebnis der Wahlen in den USA beinträchtigt werden. Insgesamt erwarten wir basierend auf US GAAP Reporting-Zahlen folgendes: Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein Gesamtumsatz von ca. EUR 16,7 Mio. (der vergleichbare Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2022/2023 lag bei EUR 31,5 Mio.) erwartet, bei einem positiven EBITDA von ca. TEUR 3.873 (das vergleichbare EBITDA im Geschäftsjahr 2022/2023 lag bei TEUR 7). Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurde noch kein Plan erstellt. Alle dargelegten Prognosen unterliegen starken Unsicherheiten aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie und damit zusammenhängender Maßnahmen. Die direkte Gesellschafterin der AECOM hat eine Finanzierungszusage abgegeben. Aufgrund dieser Finanzierungszusage des Gesellschafters geht die Geschäftsführung auch künftig von einer ausreichenden Liquidität aus. Die Geschäftsführung sieht keine Entwicklung der Geschäftslage, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnte. 3.2 Chancen- und Risikobericht Die AECOM unterliegt den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken in den Ländern und Regionen, in denen sie tätig ist. Als Anbieter von Architektur-, Ingenieur-, Bau-, Umwelt- und technischen Dienstleistungen für die öffentliche Hand und private Unternehmen ist die Gesellschaft den wirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Von anderen möglichen Auswirkungen eventueller Finanzkrisen auf die EU, die USA und die Weltwirtschaft kann die AECOM als deutsches Tochterunternehmen eines weltweit tätigen Konzerns ebenfalls negativ betroffen sein. Die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023 haben die Einschätzung der Risiken und Chancen, denen die Geschäftsbereiche der AECOM ausgesetzt sind, nicht wesentlich verändert. Die wichtigsten Abwärtsrisiken ergeben sich aus dem Krieg in der Ukraine, der zu einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftsaussichten und steigendem Inflationsdruck geführt hat. Der Krieg in der Ukraine und der damit verbundene weitere Anstieg des globalen Inflationsdrucks aufgrund höherer Energie- und Rohstoffpreise sowie fortwährende Unterbrechungen der Lieferketten haben zu einer deutlichen Abwärtskorrektur der globalen Wachstumsprognosen für 2023 und 2024 geführt. Das Geschäftsumfeld könnte sich deutlich verschlechtern oder unsere Annahmen und Kontrollen in Bezug auf einen der oben genannten Faktoren könnten erheblich von unseren aktuellen Erwartungen abweichen. Diese makroökonomische und politische Faktoren, einschließlich der Ungewissheit hinsichtlich Inflationsraten und Leitzinsen, können sich auf unsere Fähigkeit auswirken, unsere finanziellen und nicht-finanziellen Ziele zu erreichen. Innerhalb des Konzern-Reportings wurden die Maßnahmen der Cashflow Kontrollen weiterhin verschärft. Dadurch wurde AECOM in die Lage versetzt, ausreichende Cashflows zu generieren. Verpflichtungen sowie Fälligkeiten wurden gesichert. Hierzu wurde bereits im Geschäftsjahr 2018/2019 die Kreditlinie innerhalb des Cash Poolings auf eine maximale Inanspruchnahme von bis zu EUR 50 Mio. erhöht. Weiterhin wurde im Rahmen des Konzern-Reportings auf die laufende Aktualisierung der Prognose besonders Wert gelegt, um mögliche Risiken vorsichtig bereits im Vorhinein zu identifizieren und zu bewerten. Ein weiteres potenzielles Risiko für die kommenden Geschäftsjahre sind weiterhin mangelnde Investitionen im Öl- und Gassektor, dessen Betriebe zu den größten Kunden von AECOM weltweit zählen. Geprägt durch die weltweiten Anstrengungen zur Eindämmung des Klimawandels, den Änderungen der Mobilität - hier der Einzug haltenden Elektromobilität - wächst der Druck auf die traditionellen Märkte der Öl- und Gasindustrie sowie des gesamten Automotive-Sektors. Diese Kunden von AECOM sind gezwungen, sich strategisch neu auszurichten. Der AECOM Konzern sieht die Notwendigkeit, Maßnahmen zu treffen die strategische Ausrichtung des Geschäfts mittelfristig neu zu definieren. Diese Maßnahmen beziehen sich auf die Erweiterung des Angebots im Bereich Umwelt und Energie sowie Aufbau des DoD Geschäfts. Im Industrie- sowie Logistiksektor haben sich die Investitionen durch die hohe Inflation abgekühlt. Das wirkt sich negativ auf die Auftragslage der AECOM aus. Weitere Zielbranchen der AECOM sind Pharma, Data Centers sowie das verarbeitende Gewerbe. Diese Bereiche zeigen ebenfalls einen signifikanten Bedarf an Dienstleistungen im Hinblick auf Planung, Projektsteuerung sowie an Bau- und Umweltleistungen. Es ergeben sich weiterhin vielversprechende Möglichkeiten, zusätzliche Marktanteile in diesen Bereichen zu gewinnen, da AECOM in diesem Sektor bislang nur in geringem Maße vertreten war. Ein Risiko ergibt sich aus dem Einstieg in die Übernahme von Bauleistungen im Hinblick auf das Liquiditätsmanagement. Es sind, bedingt durch das schlüsselfertige Errichten von Bauvorhaben, größere Beträge an Sicherheiten und Zwischenfinanzierungen zu bewegen. Die Dimension ist mindestens um den Faktor 10 höher als im klassischen Geschäft der Ingenieurleistungen. Mithin muss sich die Organisation auf ein stringenteres Cash-Flow-Management einstellen. Die dazu erforderlichen Voraussetzungen sind allerdings bereits gegeben. Dieses Business wird bei der AECOM daher in Zukunft aus risikospezifischen Gründen nicht weiter fokussiert. Die Gesellschaft ist Währungsrisiken ausgesetzt. Die Treasury-Abteilung gleicht tägliche Cash-Überschüsse und Unterdeckungen der operierenden AECOM-Gesellschaften im Rahmen des Cash-Poolings aus. Bei den vorgenommenen Geldtransaktionen werden vorhandene Währungsrisiken berücksichtigt und minimiert. Aus diesem Grund kommen derivative Finanzinstrumente nicht zum Einsatz. Insbesondere aufgrund des Konzernverbundes, unseres diversifizierten Kundenportfolios sowie der aktuell verbesserten Marktentwicklung übersteigen aus unserer Sicht die dargestellten Chancen die beschriebenen Risiken, so dass aus unserer Sicht vorsichtig weiterhin von einer positiven Entwicklung des Unternehmens auszugehen ist.
Neu-Isenburg, 11. Juli 2024 Geschäftsführung Patricia Sofia Vieira Bruno Haerens
Neu-Isenburg, 15.07.2023 AECOM Intercontinental Holdings UK Limited Andrew Barker, Director |
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