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Altran GmbH & Co. KGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014A. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff HGB aufgestellt. Die in § 264c HGB festgelegten besonderen Bestimmungen für Kommanditgesellschaften im Sinne des § 264a HGB wurden beachtet. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. In 2014 wurden die Firmen Altran Aviation Engineering GmbH (ehemals Teccon Consulting & Engineering GmbH), Hamburg und Tigerline AG, Ratingen, mit der Altran GmbH & Co. KG verschmolzen. Der Jahresabschluss ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Aufgrund der Verschmelzung mit der Altran Aviation Engineerung GmbH sind die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar. Daher haben wir in der folgenden Tabelle die wesentlichen Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2013 unter Berücksichtigung der Altran Aviation Engineering GmbH dargestellt: Bilanz zum 31. Dezember 2013
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2013
B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten bewertet. Aus der Aktivierung der Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 382 ergibt sich ein in der Gewinn- und Verlustrechnung als aktivierte Eigenleistung ausgewiesener Ertrag in selber Höhe. Die Geschäfts-oder Firmenwerte werden planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben. Die im Rahmen der Verschmelzung mit Altran Aviation Engineering GmbH übernommenen Firmenwerte werden abweichend hiervon über 15 Jahre abgeschrieben, was auf eine langjährige Kundenbeziehung zurückzuführen ist. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wurde auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear "pro rata temporis" abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu einschließlich 150,00 EUR wurden in den Zugangsjahren direkt als Aufwand erfasst. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von mehr als 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurden in den Zugangsjahren 2008 und 2009 in einen Sammelposten eingestellt, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird. Ab dem 1. Januar 2010 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der unter Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren ausgewiesenen Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Bewertung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 2 und 3 HGB angemessene Anteile für Gemeinkosten eingerechnet. Die Gesellschaft wendet im Rahmen der Projektarbeit bei Projekten mit mehrjähriger Laufzeit soweit zulässig eine Gewinnrealisierung gemäß des Leistungsfortschritts an (Teilgewinnrealisierung). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist wie bereits im Vorjahr durch pauschale Abschläge in Höhe von 1 % berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die laufenden Rentenverpflichtungen wurden unter Zugrundelegung der Richttafeln von Dr. Heubeck (2005 G) zum Erfüllungsbetrag angesetzt und mittels Barwertmethode errechnet. Prozentuale Lohn- und Gehaltsentwicklungen sowie prozentuale Rentenentwicklungen wurden nicht berücksichtigt, da diese keinen Einfluss auf zukünftige Pensionsverpflichtungen haben. Der verwendete Rechnungszinsfuß von 4,53% entspricht dem gemäß der RückAbzinsV veröffentlichtem pauschalen Abzinsungszinssatz der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren, Stand Monatsende Dezember 2014. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres als Anlage zum Anhang im Anlagenspiegel dargestellt. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum Jahresende bestanden zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 199). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Kautionen von TEUR 237 (Vorjahr TEUR 211) und des Körperschaftssteuerguthabens nach § 37 KStG von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 12), haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit TEUR 13.507 im Berichtsjahr 2014 ausgewiesen und bestehen im Wesentlichen aus dem Sicherheitseinbehalt des Factoring-Institut Compagnie Gönörale d'Affacturage (CGA), gemäß Bilanz betrugen die sonstigen Vermögensgegenstände im Vorjahr TEUR 11.790. Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von TEUR 10 wird zum Barwert angesetzt. Es handelt sich dabei um das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG n.F. (SEStEG), das über einen Zeitraum von 10 Jahren zur Auszahlung gelangt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 11.087 (Vorjahr TEUR 12.507) sind im Wesentlichen Forderungen aus der Ergebnisabführung an Altran Deutschland Holding GmbH mit TEUR 7.390 (Vorjahr TEUR 0) und Forderungen aus Liefe-rungen und Leistungen mit TEUR 1.343 (Vorjahr TEUR 1.414) enthalten. Aktive latente Steuern Auf eine Aktivierung der latenten Steuern wurde gern. § 274 Abs. 1 S.2 HGB verzichtet. Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Differenzen aus dem steuerlichen Verlustvortrag und den Geschäfts- oder Firmenwerten. Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung der selbst geschaffenen Software und der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Mischsteuersatz von 16,10% angewendet. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Gemäß § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB werden verpfändete Vermögensgegenstände mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Bei den verrechneten Vermögensgegenständen handelt es sich um Aktivwerte aus bestehenden Rückdeckungsversicherungen. Es wurde der von den Versicherern mitgeteilte Zeitwert in Höhe von TEUR 273 (Vorjahr TEUR 279) angesetzt und mit Rentenverpflichtungen in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr TEUR 217) verrechnet. Die Erträge aus der Erhöhung des Zeitwertes von TEUR 7 wurden mit Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von TEUR 5 verrechnet. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6,908 (Vorjahr TEUR 5.855) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten TEUR 1.962 (Vorjahr TEUR 6.663) an Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus vorfinanzierten Forderungen gegenüber der Finanzierungsgesellschaft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zukünftigen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 6.292 (Vorjahr TEUR 6.906) Sie bestehen im Wesentlichen aus: - vertraglichen Mietverhältnissen für Gebäude und Räume (TEUR 4.692): davon <1 Jahr TEUR 2.164 und >1 Jahr < 5 Jahre: TEUR 2.505> 5 Jahre TEUR 24. - aus vertraglichen Leasingverhältnissen für Pkw (TEUR 1.377): davon <1 Jahr TEUR 881 und davon >1 Jahr <5 Jahre TEUR 496 - aus vertraglichen Leasingverhältnissen für Hardware (TEUR 222): davon <1 Jahr TEUR 115 und davon >1 Jahr <5 Jahre TEUR 107 D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 151.739 (Vorjahr TEUR 126.647) ergeben sich im Wesentlichen aus Beratungsdienstleistungen mit 81,07% (Vorjahr 96,9 %) und Entgelten aus Arbeitnehmerüberlassung mit 16,33 % (Vorjahr 0 %). 50,0 % der Umsätze werden in der Industry ASD (Aero, Space & Defense) erwirtschaftet, die Industry AIT (Automotive, Infrastructure & Transports) trägt mit 34,5 % zum Gesamtumsatz bei, die Industry TEM (Telecom & Media) erreicht 10,4 %, die Industry EILIS (Energy, Industry & Life Sciences) trug mit 4,3 % zum Gesamtumsatz bei. Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erwirtschaftet. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge enthalten, welche in Höhe von TEUR 101 Auflösungen von Einzelwertberichtigungen betreffen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 283. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 70 für Büronebenkosten für die Jahre 2012 und 2013 enthalten. Des Weiteren enthält der Jahresabschluss periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 6, die hauptsächlich externe Dienstleistungen betreffen. E. SonstigesMitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 1.593 (Vorjahr 1.227). Die Aufteilung der Mitarbeiter nach Funktionsbereichen ist wie folgt: 1.365 Consultants, 60 Business Manager, 6 Direktoren, 139 Admins und 22 Aushilfe. Name und Sitz der Gesellschaften, die persönlich haftende Gesellschafter sind, sowie deren gezeichnetes Kapital Persönlich haftende Gesellschafterin ist Altran Deutschland Holding GmbH, Frankfurt. Das gezeichnete Kapital der Komplementärin betrug TEUR 200 zum 31.12.2014. Organe Geschäftsführung Die Geschäftsführung obliegt der Altran Deutschland Holding GmbH, Frankfurt am Main, durch die Geschäftsführer: Herr Thomas Arlit, Diplom Kaufmann, Hamburg, ( Bestellung gern. Aufsichtsratsbeschluss vom 25. April 2014; Abberufung gern. Aufsichtsratsbeschluss vom 16. April 2015) Herr Cosimo De Carlo, Dott. Ing. MBE, München, (Bestellung gern. Aufsichtsratsbeschluss vorn 14. Januar 2014) Mario Walenta, Dipl. Ing., MBA, Graz, (Bestellung gern. Aufsichtsratsbeschluss vom 13. Februar 2015) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnisse 68,3 % der Kapitalanteile der Gesellschaft werden von der Altran Deutschland Holding GmbH, Frankfurt am Main, gehalten, die restlichen 31,7 % hält die Altran Participation SAS, Paris. Diese im Handelsregister eingetragene Hafteinlage (TEUR 300) ist nicht eingefordert und nicht eingezahlt. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der Altran Technologies S.A., Paris / Frankreich, und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen. Als verbundene Unternehmen gelten alle Unternehmen des Altran Konzerns. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Altran Technologies S.A., Paris / Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Konzernabschlüsse sind dort auf Anfrage erhältlich. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der Altran Technologies S.A., Paris/Frankreich, offengelegt wird.
Frankfurt am Main, 16. April 2015 Altran Deutschland Holding GmbH vertreten durch Mario Walenta vertreten durch Cosimo de Carlo ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENSGeschäftsjahr 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. Grundlagen1.1. Geschäftsmodell Altran ist ein weltweit agierendes Beratungsunternehmen und Ingenieurdienstleister mit dem Mutterunternehmen Altran Technologies S.A., Paris, das vor allem auf dem High Technology-, IT und Innovation Consulting spezialisiert ist. Altran begleitet seine Kunden bei der Konzeption und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen und berät Marktführer aus den Bereichen Automobilbau, Energie, Finanzen, Healthcare, Luft- und Raumfahrt, Schienen- und Transportwesen sowie Telekommunikation. Altran GmbH & Co. KG ist als Teil der Altran-Gruppe im Wesentlichen im Inland tätig. Organisatorisch ist die Altran GmbH & Co. KG in vier Industrien unterteilt und an 22 Standorten in Deutschland vertreten. Die umsatzstärkste Industrie bleibt weiterhin die AIT (Automotive, Logistik & Transport), die alle Umsätze aus dem Automobilsektor bündelt. Wenige Industrien wandeln ihre technischen und industriellen Herausforderungen so zu Chancen um, wie es in der Automobilbranche der Fall ist. Hier hat dieser Ansatz zu innovativen Trends geführt, zu neuen Synergien, Anwendungen und Infrastrukturen sowie zu neuen Märkten, z.B. in Schwellenländern, die großes Wachstumspotential bereithalten. Als Technologieführer mit seiner Positionierung als "Innovationspartner" versorgt Altran seine Kunden mit globalen Lösungen in vielen Bereichen der Fahrzeugtechnik. ASDR, die Aerospace, Defense & Railway Industrie, zählt zu seinen Kunden das Geschäft der Industriezweige Luft-, und Raumfahrt sowie die Bereiche Verteidigung und Schienenverkehr. Auf einem komplexen, zentralisierten ASDR-Markt mit einem breiten Spektrum an Herausforderungen von Umweltthemen bis bahnbrechenden Technologien, ist Altrans Rolle als strategischer Partner, sich den Herausforderungen seiner Kunden zu stellen, und zwar in Bereichen wie Innovation, Lieferantenoptimierung oder Performance-Management. Im Geschäftsjahr hatte die Verschmelzung mit dem Schwesterunternehmen Altran Aviation Engineering GmbH, Hamburg, einen wesentlichen Effekt auf diese Industrie. Die dritte Sparte ist TEM (Telecommunications & Media). Der heutige Markt für Mobiles Breitband boomt und muss sich neuen Nutzeransprüchen bezüglich Inhalt, Mehrgeräteunterstützung, ständiger Konnektivität und schnellem Zugang stellen. Unser Ziel ist, Kunden als strategischer Partner auf jeder Ebene ihrer Wertschöpfungskette zu begleiten und ihm zu helfen, die Herausforderungen von morgen zu meistern. Im Geschäftsjahr wurde diese Industrie verstärkt durch die Verschmelzung mit der Tigerline AG, Ratingen. Die Industrie EILIS (Energie, Industry & Life Science) deckt eine breitgefächerte Leistungspalette ab. Die steigende globale Energienachfrage und die Verknappung der fossilen Brennstoffe, gekoppelt mit dem Bedarf neuer ökologischer Lösungen, stellen uns vor ernste Herausforderungen in den Bereichen Technologie und IT. Forschung und Entwicklung sowie Produktion von innovativen medizinischen Produkten sind sehr komplex und kapitalintensiv. Unternehmen für Pharmazie, Biotechnologie und Medizintechnik agieren auf wettbewerbsintensiven und schnelllebigen globalen Märkten, die zunehmend strengerer Gesetzgebung und größerem Preisdruck unterliegen. Altran liefert passende strategische, operative und technologische Lösungen, um Firmen in allen Phasen des Lebenszyklus medizinischer Produkte zu begleiten. 1.2. Wesentliche Kennzahlen Vorrangiges Ziel von Altran ist es, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Fokus richtet sich dabei auf Wachstum und operative Effizienz. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie das EBIT. Darüber hinaus werden monatlich auch andere Kennzahlen (z.B. im Bereich Cash Performance) erhoben, um ein aussagefähiges Gesamtbild zu erhalten. Der Umsatz wird monatlich in seiner Verteilung nach Industrien analysiert, um Markttrends frühzeitig aufzuspüren. Um zeitnah auf Veränderungen reagieren zu können, werden regelmäßig neue Prognosen für Umsatz und EBIT gemeldet. Das komplette Planungs- und interne Berichtswesen der Altran basiert auf den Vorgaben der Vorschriften für Internationale Rechnungslegung (IFRS). 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2014 wurde auch wie schon die Vorjahre von einer verhaltenen Erholung der europäischen Wirtschaftsentwicklung geprägt. Das Wachstum innerhalb der EU ohne Deutschland betrug gerade mal 0,6% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), obwohl Deutschland als Lokomotive im Euroraum ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) um durchschnittlich 1,5% vorlegte und sich damit auf dem Wachstumsstand des weltweiten Bruttoinlandproduktes (BIP) von 1,6% befand. Der Euroraum insgesamt war von einer leichten Erholung am Arbeitsmarkt geprägt. Vor allem in den südlichen Ländern wie Portugal und Spanien gab es eine deutlich Verbesserung der Arbeitslosenquoten von bis zu 5% gegenüber dem Vorjahr. (Macroeconomic Policy Institute Oktober 2014). Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sehr stark von der Russland-Krise bzw. den Konflikt in der Ukraine sowie der Schwäche des Euro ggü. dem US Dollar bzw. der Niedrigzins-Politik beeinflusst, was sich deutlich in der deutschen Exportquote niederschlug. Automotive Die Automobilindustrie setzte ihre führende Rolle in der deutschen Wirtschaft auch in 2014 fort. Treiber für diese Entwicklung war die weiter steigende Nachfrage aus dem asiatischen und amerikanischen Raum, wobei die europäische Nachfrage aufgrund der europäischen Finanz- und Schuldenkrise weiterhin verhalten war. Die Landschaft der Automobilhersteller zeigt wie im Vorjahr ein heterogenes Bild. Während die Premiummarken kräftig in neue Fahrzeuggenerationen und Erhöhung ihrer Kapazitäten investieren, leiden die Hersteller von Kleinwagen auch weiterhin deutlich unter einem Sparzwang aufgrund der geringen Margen. Die Automobilhersteller und deren Zulieferer stehen weiterhin vor gewaltigen Herausforderungen in den kommenden Jahren. Bis 2020 sollen 10 % der Energie im Straßenverkehr aus erneuerbaren Energien kommen. Deutschland plant bis 2050, umweltschädliche Emissionen um mindestens 80 % zu senken. Die Kunden erwarten von der nächsten Generation an Automobilen neue Maßstäbe in Sachen Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Komfort. Vor diesem Hintergrund gewinnen alternative Antriebstechnologien wie der Elektroantrieb weiterhin an Relevanz. Gleichzeitig arbeiten die Hersteller an neuen Generationen konventioneller Antriebe, um diese effizienter zu machen. Weitere Entwicklungsfelder der kommenden Jahre sind die Entwicklung und Verwendung neuer Materialien in Verbindung mit der Gewichtsreduktion der Automobile, sowie ein weiter steigender Elektronikanteil vor allem in Verbindung mit Infotainment- und Fahrerassistenzsystemen. Treiber ist hierbei unter anderem auch die Entwicklung von Modellen zum autonomen Fahren Darüber hinaus versuchen die Automobilhersteller ihre Entwicklungsprozesse zu standardisieren und damit die Kosten der Komplexität zu reduzieren. Dabei werden zunehmend immer komplexere IT-Systeme eingeführt um die Connectivity in den Fahrzeugen zu erhöhen Auch aus dieser Marktentwicklung ergeben sich für unsere Gruppe weitere Wachstumschancen im Bereich der Einführung, Anpassung und des Trainings neuer CA- und PLM- Technologien bei unseren Kunden. Bereits in den vergangenen Jahren entstandene Entwicklungspartnerschaften zwischen Automobilherstellern, um finanziell und technologisch anspruchsvolle Entwicklungsprojekte zu schultern, wurden teilweise wieder aufgelöst aufgrund zu starker Unterschiede in kultureller und strategischer Richtung. Insbesondere auf den Gebieten der Antriebsentwicklung, der Entwicklung neuer und leichterer Materialien, sowie auf dem Gebiet der Elektronik und der Batterietechnologie gingen die Automobilhersteller wieder verstärkt eigene Wege. Aerospace, Defense und Railways Die Luft- und Raumfahrtindustrie befindet sich 2014 in einer Phase der Konsolidierung, da ein diese Industrie maßgeblich beeinflussende Unternehmen Airbus, nach Jahren, die sehr stark von Entwicklungsarbeit neuer Flugzeugtypen wie dem A-380 oder dem A-350 geprägten waren, wie angekündigt, diese Aktivitäten in Zukunft deutlich zurückfahren wird. Durch den enger werdenden Markt wird sich der Wettbewerb hier noch weiter verschärfen, was sich letztendlich in einem starken Preisverfall durch die Überkapazitäten ausdrücken wird. Hier wird es zu größeren Kapazitätsanpassungen kommen. In den kommenden Jahren wird die Entwicklungsarbeit bei Airbus primär in der Pflege der nunmehr kompletten Produktpallette liegen und weniger in der Entwicklung neuer Flugmuster. Dies bedeutet einen zunehmenden Fokus auf die beiden Bereiche "Cabin" und "Engines". Im Bereich "Cabin" wird es z.B. um das Thema "Connectivity / Entertainment" gehen, während bei "Engines" die Betriebskosten-Reduzierung im Vordergrund steht. Ein Ersatz für die damit wegfallenden Umsätze aus Neuentwicklung von Flugmustern kann teilweise über die Erweiterung des Geschäftes in den Bereichen Railway mit Kunden wie Siemens, Bombardier oder Alstom, sowie im Bereich von Engines mit Kunden wie Rolls Royce und MTU sowie durch Diversifizierung in Bereiche wie Schiffbau und Wehrtechnik kompensiert werden. Life Science Das Potential zur Entwicklung im Segment Life-Science wird auch weiterhin als sehr hoch eingeschätzt. Dabei gilt es vor allem die verschiedenen dieser Industrie zugehörigen Bereiche wie Pharmazie oder Medical Devices kontinuierlich weiterzuentwickeln, um den positiven Trend in dieser Industrie fortzusetzen. Dabei bleibt es weiterhin schwierig den sehr heterogenen Kundenanforderungen am Markt zu begegnen Telecommunication Die Telekom-lndustrie entwickelt sich, wenn auch auf niedrigem Niveau kontinuierlich weiter. Durch Cloud-Computing und Big-Data beflügelt, wird sich dieser Sektor in Zukunft weiterhin stark wandeln, was profitables Neugeschäft mit sich bringen wird. Als limitierender Faktor für ein dynamisches Wachstum in dieser Industrie ist jedoch der Fachkräftemangel anzusehen, da hier Expertenwissen gefragt ist, um die Technologien der Zukunft zu realisieren. Energy Die Energiebranche erfreut sich aufgrund eines weltweit steigenden Energiebedarfes weiterhin großer Wachstumsraten, steht allerdings vor allem in Deutschland vor großen Herausforderungen aufgrund des Atomausstiegs und der seitens der Bundesregierung propagierten Energiewende. Trotzdem wird sich die Investitionsfreudigkeit der deutschen Energiewirtschaft in neue Gas- und Dampfkraftwerke herkömmlicher Technologien zu investieren, nicht sonderlich erhöhen, da der Anreiz zur Schaffung verlässlicher Grundlasten im Stromnetz durch den Vorrang alternativer Energien einen Dämpfer erfährt. Technologietreiber der kommenden Jahre sind die Effizienzverbesserung herkömmlicher Kraftwerke, aber auch die Entwicklung neuer Anlagen zur verbesserten Nutzung neuer Energien. Allerdings werden die Hersteller und Lieferanten aufgrund der weiterhin schwelenden Schuldenkrise vor große Herausforderungen gestellt, da Investitionsentscheidungen nur schleppend getroffen werden. Darüber hinaus werden Investitionsentscheidungen in Deutschland nach wie vor von der unklaren Gesetzeslage behindert. Die Zukunft der Energiebranche bezogen auf die Engineering Dienstleister gehört denjenigen Unternehmen, welche in der Lage sind, die Produkte und Prozesse der Kunden zu verstehen und gemeinsam mit dem Kunden komplexe Gesamtprojekte termingerecht und bei höchster Qualität abzuwickeln. 2.2. Ertragslage Die Ertragslage hat sich in 2014 zu 2013 deutlich verschlechtert. Wurde in 2013 noch ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.906 realisiert, so ergab sich in 2014 ein Jahresfehlbetrag von TEUR 7.402. Dies war die Folge von umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen in der Industrie Aerospace, da der Hauptkunde Airbus seine Aufträge ab dem zweiten Quartal 2014 deutlich und nachhaltig reduziert hatte und auch keine Erholung zu erwarten ist. Die Produktpalette von Airbus befindet sich in einer Reifephase und damit sind auch keine neuen Entwicklungsstarts zu Typenreihen zu erwarten. An Umsatzerlöse sind in 2014 insgesamt TEUR 151.739 erzielt worden. In 2013 betrug der Vergleichswert TEUR 126.647, dies entspricht einer Steigerung um TEUR 25.092 oder 19,8%. Die Steigerung des Umsatzes ergibt sich i.VV. aus der Verschmelzung der Aktivitäten der ehemaligen AAE GmbH. Vom Gesamtumsatz entfielen in 2014 auf Beratungsdienstleistungen für Festpreisprojekte 31 %, für Beratungsdienstleistungen nach abgerechneten Stunden zu 66 %, somit wurden 97 % für reine Beratungsdienstleistungen erzielt. Der Rest von 3 % entfiel auf Lizenzverkäufe, Warenlieferungen sowie Weiterbelastungen von entstandenen Reisekosten. In 2014 steuerte AIT einen Anteil von 50,0 % zum Gesamtumsatz bei. Im Vorjahr betrug der Anteil am Gesamtumsatz 47,3 %. Im Bereich ASDR sank der Umsatzanteil hingegen von 37,8 % in 2013 auf aktuell 34,5 %. Hauptursache hierfür ist der Rückgang der Auftragseingänge von Airbus ab dem zweiten Quartal 2014. Im Bereich TEM stieg der Anteil von 8,2 % auf 10,4 %, hierfür ist die Verschmelzung der Aktivitäten der in 2014 erworbenen Tigerline AG ursächlich. Bei EILIS setzt sich der positive Trend des Vorjahres nicht fort und nach einem Anteil von 6,7 % im Vorjahr wurde ein Wert von 4,3% erreicht. Aus der Weiterbelastung von allg. Kosten der Back Office-Bereiche an verbundene Unternehmen ergab sich ein Umsatzanteil von 0,8% Das Rohergebnis von TEUR 109.796 in 2013 ist in 2014 auf TEUR 133.075 gestiegen, dies entspricht einer Steigerung von TEUR 23.279. Der höhere prozentuale Anstieg im Rohergebnis zu den Umsatzerlösen korreliert mit einer Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen (TEUR 1.185). Im Vorjahr wirkte sich hingegen eine Verringerung des Bestandes an unfertigen Leistungen von TEUR 1.128 negativ auf das Rohergebnis aus. Die Personalkosten erhöhten sich von TEUR 79.932 in 2013 auf TEUR 104.392; dies ist ein Anstieg von TEUR 24.460. Diese Erhöhung ist auf die im Jahresdurchschnitt um 30% gestiegene Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Das Volumen an eingekauften Leistungen bei gestiegenem Umsatzvolumen stieg überproportional um 31,2%. An Abschreibungen sind in 2014 TEUR 1.105 angefallen, während es in 2013 TEUR 848 waren, dies entspricht einer Erhöhung um TEUR 257 und entfällt hauptsächlich auf technische Software. Der Sonstige Aufwand entwickelte sich von 2013 mit TEUR 23.096 auf TEUR 34.600, dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 11.504. Hauptverursacher für die Erhöhung sind die 2014 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen sowie erhöhte Konzernumlagen und Lizenzgebühren der Muttergesellschaft Altran Technologies S.A ebenso wie höhere Marketingkosten durch eine im Geschäftsjahr durchgeführte Branding-Kampagne. Der Restrukturierungsaufwand in 2014 hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. In 2013 wurden Restrukturierungsaufwendungen von TEUR 1.310 gebucht, in 2014 fielen für neue Restrukturierungsmaßnahmen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.372 an. 2.3. Finanzlage Aufgrund der Zugehörigkeit zum Altran Konzern Cash Pool verfügte das Unternehmen zu jedem Zeitpunkt in 2014 über ausreichende Liquidität und musste keine Bankkredite in Anspruch nehmen. Der seit Beginn 2009 geschlossene Finanzierungsvertrag wurde Anfang 2014 durch einen neu gefassten Vertrag abgelöst und führte auch zu der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe auch Vermerk im Bereich Vermögenslage Punkt 2.3.) sowie als Gegenposten zu einer Erhöhung der Sonstigen Vermögensgegenstände in vergleichbarer Größenordnung. Der Bestand an liquiden Mitteln bei Kreditinstituten stieg von TEUR 119 im Vorjahr auf TEUR 845 . Dieser Effekt stammt aus der Übernahme von Bankbeständen aufgrund der Verschmelzung mit der tigerline AG im dritten Quartal 2014. An Zinsen und ähnlichen Aufwendungen und Erträge sind in 2014 TEUR 278 als Aufwand gebucht, während in 2013 TEUR 189 als Aufwand gezeigt wurde. Grund hierfür waren erhöhte Zinsen und Gebühren aus dem Finanzierungsvertrag Die Summe der Investitionen hat sich mit TEUR 1.223 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2013: TEUR 691). Diese betreffen mit TEUR 446 Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie mit TEUR 692 Lizenzen und ähnliche Rechte. Weitere Investitionen wurden im Bereich von Bauten auf fremden Grundstücken vorgenommen. Die Eigenkapitalquote stieg durch die in 2014 erfolgten Verschmelzungen von 6,0 % auf 9,5 %. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13.346 auf TEUR 68.193 gestiegen. Während auf der Aktivseite ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der durch die Verschmelzungen entstandenen Geschäfts- und Firmenwerte zu verzeichnen war, ist auf der Passivseite eine Erhöhung der sonstigen Rückstellungen ursächlich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 33.127 in 2014 erhöht, im Vorjahr wurden TEUR 26.272 ausgewiesen; dies entspricht einer Erhöhung um TEUR 6.855 und ist im Wesentlichen auf das gestiegene Umsatzvolumen sowie ein geändertes Zahlungsverhalten der Kunden zurückzuführen. Der Betrag der noch nicht abgerechneten Leistungen (Unfertige Leistungen) stieg von TEUR 1.749 in 2013 auf TEUR 3.614. Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von TEUR 11.790 in 2013 auf TEUR 13.507 in 2014 erhöht, dies ist eine Erhöhung um TEUR 1.717. Der Anstieg ist auf einen höheren Saldo der noch nicht durch die Finanzierungsgesellschaft ausgeglichenen, vorfinanzierten Forderungen zurückzuführen. Wurden in 2013 auf der Passivseite TEUR 29.004 an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, so ist die Summe in 2014 TEUR 33.364. Die Erhöhung steht in Verbindung mit dem gestiegenen Umsatz im letzten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein höheres Volumen von Forderungen finanziert wurde. Das Eigenkapital hat sich gegenüber 2013 mit TEUR 6.465 fast verdoppelt. Ursächlich dafür sind die erfolgten Verschmelzungen im Jahr 2014 so. Da der Jahresfehlbetrag aus dem Jahr 2014 als Forderung gegenüber den Gesellschaftern ausgewiesen worden ist ergab sich keine negative Auswirkung für das Eigenkapital. Im Zusammenhang mit der ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote von 6,0 % auf 9,5% gestiegen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von TEUR 10.769 auf TEUR 6.908 verringert, dies entspricht einem Rückgang um TEUR 3.861, welche im Wesentlichen durch die im Vorjahr noch eingebuchte Ergebnisabführung an die Gesellschafter begründet ist (Vorjahr: TEUR 4.906). Die sonstigen Rückstellungen sind mit TEUR 12.183 im Vergleich zum Vorjahr um 98% gestiegen. Ursächlich für die erhebliche Steigerung war der um TEUR 2.294 erhöhte Rückstellungsbedarf für Restrukturierungsmaßnahmen und Abfindungen sowie um TEUR 1.069 höhere Rückstellungen für Subunternehmerkosten. Daneben wurde in Höhe von TEUR 1.200 eine Earn-Out-Rückstellung für den Erwerb der tigerline AG gebildet. An sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 5.149 in 2014 ausgewiesen, der Vorjahreswert war TEUR 3.608. Dies ist eine Steigerung von TEUR 1.541, welche überwiegend aus der erhöhten Umsatzsteuerverbindlichkeit aufgrund der gestiegenen Umsätze bzw. die erhöhte Lohnsteuerverbindlichkeit aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl resultiert. 2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2014 Altran blickt trotz der Abweichungen zu den gesteckten Umsatz- und Ergebnis-Zielen auf ein positives Jahr zurück. Die Unternehmensziele werden unter Zugrundelegung von IFRS definiert. Obwohl das Ziel der External Revenues und auch des EBIT's hinter den Erwartungen aus der Budgetplanung zurückblieb, gelang es doch trotz der nicht vorhersehbaren Umsatzeinbrüche im Geschäftsbereich Aerospace (ASD) durch das stark rückläufige Geschäft mit dem Kunden Airbus, in den anderen Geschäftsbereichen des Unternehmens Marktanteile zu halten und neue hinzuzugewinnen. Die dadurch dringend notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen im dritten Quartal bei ASD (2014: TEUR 9.372) belasteten den weiteren Geschäftsverlauf in 2014 daher negativ Dies führte zu einem negativen Jahresergebnis nach HGB in Höhe von 7.402 TEUR. 3. Personal3.1. Personalentwicklung Im Personalbestand 2014 hat die Unternehmung im Durchschnitt des Jahres insgesamt 1.593 Mitarbeiter. Bei 1.227 Mitarbeitern im Vorjahr ist dies ein Nettozuwachs von 366 Mitarbeitern. Dies entspricht einer Erhöhung von 30 % und ist im Wesentlichen bedingt durch die Verschmelzungen in 2014. Die Aufteilung der Mitarbeiter nach Funktionsbereiche war wie folgt: im Consultingbereich hat das Unternehmen gegenüber 2013 mit 1.016 Mitarbeitern zum Ende Dezember 2014 insgesamt 1.315 Mitarbeiter, dies ist ein Aufbau von 299 Beratern. Die Mitarbeiterzahl am Ende des Geschäftsjahres liegt mit 1.604 deutlich hinter den geplanten 1.700 Mitarbeitern, bedingt durch die Restrukturierung und den Personalabbau bei ASD. Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Altran ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen und methodischen Trainings angeboten. 3.2. Personalbeschaffung Durch den weiterhin zunehmenden Wettbewerbsdruck bleibt es schwierig qualifizierte und gut ausgebildete Berater für unser Unternehmen zu gewinnen. Die rege Nachfrage anderer Unternehmen, ob Beratungsgesellschaften oder Industrieunternehmen insbesondere für Ingenieure führt weiterhin zu harter Konkurrenz und Engpässen auf dem Bewerbermarkt. Der durch die positive Konjunkturentwicklung zusätzliche Bedarf unserer Kunden an Beratungsdienstleistungen konnte nicht immer abgedeckt werden, da das Unternehmen Engpässe bei den Ressourcen hatte. Dieses hinderte die Wachstumsziele der Firma. 4. Nachtragsbericht 2014Nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich keine spezifischen Ereignisse eingestellt, die die Erwartungen für die Zukunft beeinträchtigen. Die Auslastung des Unternehmens und auch die Nachfrage nach unseren Beratungsdienstleistungen werden weiterhin optimiert. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts haben sich keine wesentlichen Änderungen ergeben, die einen signifikanten Einfluss auf die Vermögenslage bewirkt hätte. 5. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht5.1. Risikomanagement Die Geschäftsleitung als höchstes Kontroll- und Steuerungsorgan des Unternehmens tagt mindestens einmal im Monat, von ihr gehen alle operativen Steuerungsmaßnahmen aus. Mitglieder sind der Chief Executive Officer, die Direktoren der vier Industrien, sowie der Chief Financial Officer und die Personaldirektorin. Ein Aufsichtsratsgremium der Altran Deutschland Holding GmbH tagt überdies regelmäßig und ist somit Kontrollorgan der operativen Leitung der Altran GmbH & Co. KG. Das Gremium kann zwischen 2 und 4 Mitglieder haben; aktuell hat der Aufsichtsrat 2 Mitglieder, die von dem Gesellschafter benannt wurden. Alle relevanten Kennzahlen werden anhand von standardisierten Berichtspaketen analysiert und im Detail überprüft, dabei kommen Soll-Ist-Vergleiche zum Einsatz, die die geplanten Werte der Zukunft mit den tatsächlichen Werten der Gegenwart, Kennzahlen im Bereich der Auslastung der Berater, die Tagessätze als auch die durchschnittlichen Ressourcenkosten, die aus dem Controlling kommen, verglichen. Abweichungen müssen detailliert erläutert werden. Sofern notwendig werden Maßnahmen zur Sicherung der vorab definierten Ziele ergriffen. Die entsprechenden Maßnahmen werden schriftlich festgehalten und spätestens bei der nächsten Geschäftsleitungsberatung besprochen. Monatlich werden die Vorschauen für das laufende Jahr überprüft. Kundenbeziehungen und Kundenmargen werden analysiert. 5.2. Internes Kontroll System (IKS) Das Risikomanagementsystem der Unternehmung hat die Einhaltung der für das Unternehmen anzuwendenden Gesetze und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherzustellen. Des Weiteren hat das System die Einhaltung der von der Geschäftsführung im Unternehmen eingesetzten Grundsätze, Verfahren und Regelungen zu überprüfen, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen dienen. Hier sind alle relevanten Funktionsabteilungen im Unternehmen involviert. Das interne Kontrollsystem ist darauf ausgerichtet, den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Dazu werden unter anderem Prozesse und Beschreibungen sowie Unterschriftsregelungen regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. Das System der Unternehmung entspricht den gesetzlichen Anforderungen in allen betrieblichen Teilbereichen. Dazu werden unter anderem Prozesse und Beschreibungen sowie Unterschriftsregelungen regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. Bei allen Aufträgen vom Kunden haben wir während der Angebotsphase - neben einer sorgfältigen und ausführlichen Kalkulation - ein Risikomanagement etabliert, welches unabhängig von der Größe des Auftrages Informationen zur Risikobeurteilung erfordert und gestaffelte Genehmigungsprozesse durchlaufen muss. Der Konzern entsendet regelmäßig seine interne Revision in die Tochtergesellschaften. Diese überprüft das vorhandene interne Kontrollsystem und unterbreitet verbindliche Verbesserungs- und Änderungsanweisungen. Jährlich ist das Management verpflichtet, die lokalen internen Kontrollen zu beurteilen und an die interne Revision die Ergebnisse zu berichten. 5.3. Risiken Die Einstellung von qualifizierten Beratern, um die Projekte beim Kunden durchzuführen ist weiterhin ein Engpass, dem unser Management begegnen wird. Durch verstärkte Ansprache unser Personalabteilung auf dem Bewerbermarkt (bei Bewerbermessen, Vorstellungen der Firma auf Fachtagungen, Universitäten) und Verstärkung unseres Bewerbermanagements soll dieses Risiko minimiert werden. Durch weiteren Ausbau der Schulungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter sollen Risiken beim Kunden im Bereich Vertragswesen reduziert werden. Zusätzliche Kontrollen und Sichtung der Kundenanfragen mit juristischer Unterstützung in der Angebotsphase werden diese Maßnahmen zur Erhöhung der Qualität flankieren. Risiken der Projektdurchführung kompensieren wir mit zusätzlichem Einsatz von sehr erfahrenen Mitarbeitern in den Kundeprojekten sowie durch das verbindliche Einholen von relevanten Kundeninfos zu Milestone- und Projektende. Unsere Delivery-Abteilung und Qualitätsmanagement-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Projektcontrolling, werden den Verlauf größerer Projekte sowohl aus technischer als auch finanzieller Sicht überwachen. Die temporäre Verschiebung von Entwicklungsaufträgen kann in einzelnen Geschäftsbereichen zu Unterauslastungen führen, die möglicherweise nur bedingt kompensierbar sind. Managementwechsel und Veränderungen in den Konzernstrukturen können insb. bei den Automobil- und Flugzeugherstellern zu einer Prüfung der Modellpalette und einer veränderten Projektstruktur führen. Wir sehen hier derzeit kein generelles Risiko. Währungsrisiken sind minimal, da wir überwiegend im Deutschland bzw. mit Unternehmen in Ländern mit Eurowährung arbeiten. Finanzielles Risiko auf der Vertriebsseite wird zukünftig durch den weiteren Ausbau des Bewilligungsprozesses von Kundenprojektannahmen mit neuen Qualitätsanforderungen kontrolliert. Ausfallrisiken bei Kunden: Unser Kundenstamm setzt sich zu einem großen Anteil aus namhaften und großen DAX- oder Euro Stoxx 50 Firmen zusammen, die bereits seit mehreren Jahren als Bestandskunden bei Altran geführt werden. Neukunden werden vor der Projektbewilligung anhand vorgenommener Bonitätsprüfungen gesichtet und einzeln auf potentielles Risiko hin validiert. Offene Forderungsposten werden zeitnah überwacht, in enger Zusammenwirkung mit Kundenberater als auch direkt mit den Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden diese mit Bildung von Wertberichtigungen abgedeckt. Der Ausfall an Kundenforderungen ist als gering zu bezeichnen. 5.4. Chancen und Prognosebericht Trotz noch nicht ganz ausgestandener Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Ländern des südlichen Europas beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung der Unternehmung insgesamt als positiv. Da sehr viele unserer Kunden einen hohen, expandierenden Exportanteil haben, speziell unsere großen Auto- und Energiekunden, erwarten wir an dieser Entwicklung auch zu partizipieren. Sofern auch die Binnennachfrage in Deutschland weiter anzieht, wäre somit das zweite Standbein für eine stabile und nachhaltige konjunkturelle Erholung gegeben. Der Engineering-Markt profitiert trotz teilweise fragiler volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen von einer branchenweit anhaltend hohen Nachfrage nach neuen Produkten und den gestiegenen individuellen Kundenanforderungen. Dadurch steigt auch der Bedarf an Ingenieuren und Spezialisten. Neben der Automobilindustrie benötigen auch Branchen wie Energie- und Medizintechnik spezielle Fachkräfte und qualifizierte Ingenieurleistungen. Die Altran Gruppe sieht durch sein breites Leistungsspektrum kurz- bis mittelfristig weitere Wachstumschancen. 5.5. Finanzieller Ausblick 2015 Die Planungen und Erwartungen für 2015 liegen im Bereich des Umsatzes bei 146 MEUR und im operativen Ergebnis bei 8,4 MEUR . Damit wird ein leichtes Umsatzwachstum unterstellt bei einer deutlichen Verbesserung der operativen Margen durch den Wegfall von Sondereffekte gegenüber dem Geschäftsjahr 2014. Personalkosten und andere Projektkosten müssen weiterhin optimiert werden, um die Bruttomargen nachhaltig zu steigern. Fixkosten werden weiterhin nach dem Geschäftsbedarf optimiert. Zum Wachstum des Unternehmens werden auch weiterhin Einstellungen im Bereich des Consultings- und Engineerings (+40 MA) vorgenommen werden, während im es im administrativen Bereich nur noch zu Personalbesetzungen im Falle von Ersatzbeschaffung kommen wird. Für 2015 und danach liegen konkreten Planungszahlen vor. Allerdings geht der Konzern von weiterer Expansion aus, entsprechend der Entwicklung der deutschen Wirtschaft, mit einer Ausrichtung auf die Themen der Zukunft.
Frankfurt am Main, 16. April 2015 Altran Deutschland Holding GmbH vertreten durch Mario Walenta Cosimo de Carlo Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Altran GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftervertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftervertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 16. April 2015 Mazars GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Fournier, Wirtschaftsprüfer Wullenkord, Wirtschaftsprüfer |
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