Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbH
Hugo-Mense-Straße 24A, 33378 Rheda-Wiedenbrück, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
geb. Hahn, Margit Goetsch seit 14.11.2017 | Prokura |
Ralf Goetsch seit 12.4.2017 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbHRheda-WiedenbrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahrs)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahrs)
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften (§ 340a Abs. 1 i. V. m. § 264 HGB) aufgestellt. Der Jahresabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. B. Erläuterungen zur Gliederung von Bilanz und GuV Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vom 11.12.1998 (§ 340a Abs. 2 Satz 2 HGB). C. Erläuterungen zu Bilanz, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und der ergänzenden Vorschriften für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sowie der Ausweisvorschriften der RechKredV aufgestellt. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Sämtliche Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr auf (§ 268 Abs. 4 HGB). Der Bestand an Wertpapieren (Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere) ergab sich ausschließlich aus börsennotierten Wertpapieren. Die Bewertung erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip. Hiervon werden 88,97 € in dem Jahr, das dem Bilanzstichtag folgt, fällig. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände generell linear unter Beachtung der steuerlich relevanten Vorschriften vorgenommen. Bei Geringwertigen Wirtschaftsgütern erfolgte die Abschreibung in Anlehnung an die steuerrechtlichen Vorschriften. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Eine Aktive bzw. Passive Rechnungsabgrenzung ist nicht zu bilden. Das Gezeichnete Kapital in Höhe von 50.000. € ist in voller Höhe durch Bareinlagen erbracht worden. Hierbei erfolgte in 2008 eine Kapitalerhöhung um 24.400 €. Durch Beschluss vom 12.12.2016 wurde ein Betrag von 50.000 € zur Einzahlung in die Kapitalrücklage eingefordert. Der Betrag wurde im Jahr 2017 geleistet. Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Personalaufwendungen. Steuerrückstellungen für Ertragsteuern sind gebildet. Die gebildeten Rückstellungen berücksichtigen die nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Restlaufzeiten der Forderungen gegenüber Kunden betragen jeweils nicht mehr als drei Monate. Nicht täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Bilanzstichtag nicht gehalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im wesentlichen Zins- und Abrechnungsguthaben. Forderungen aus Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von 0,00 € (VJ: 0,00 €). Sie weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen vor allem Umsatz- und Lohnsteuerverbindlichkeiten (33.109,26 €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (52.528,24 €); davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 €. Daneben sind hier die Lohnverbindlichkeiten (0,00 €) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten weisen Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr auf. Pfandrechte oder ähnliche Rechte bestehen nicht. Vermögensgegenstände und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Bürgschaften, Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten bestehen nicht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge in Höhe von 362.440,97 € betreffen ausschließlich gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen für Vermögensverwaltung. Sonstige betrieblichen Erträge wurde nicht in einem nennenswerten Umfang erzielt. Die ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten neben den Kosten des laufenden Geschäftsverkehrs i.w. die Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen für Fahrzeugkosten und Betriebs- und Bürobedarf. Aufwendungen für die Miete der Geschäftsräume betrugen 6.685,56 €. Laufende Leasingverpflichtungen bestehen nicht. Außerordentliche Aufwendungen ergaben sich nicht. E. Sonstige Angaben Die Gesellschaft ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter der Nummer HRB 10690 eingetragen. Die Firma lautet: Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Rheda-Wiedenbrück. Es wurden im Jahresdurchschnitt 2 Arbeitnehmer (Angestellte) und der Geschäftsführer beschäftigt. Gegenüber der Geschäftsführung bestehende Darlehen werden mit 2,5% verzinst; zum Bilanzstichtag valutieren diese mit 0,00 €. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 0,00 €. Diese sind mit 2,5% verzinst. Geschäftsführer der Gesellschaft ist im Berichtsjahr Herr Ralf Goetsch, Bankkaufmann, Rheda-Wiedenbrück. Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 50.000 €. Die Gesamthonorare des Abschlussprüfers für das Jahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich nicht ergeben. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von 12.001,54 € zunächst mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen. Der danach sich ergebende Betrag von 73.515,72 € wird als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Gewinnausschüttung erfolgt nicht.
Rheda-Wiedenbrück, den 05. März 2024 Ralf Goetsch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Köln, 10. Mai 2024 O
F M Oebel Fröhlich Michels GmbH
Rainer Fröhlich, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbHRheda-Wiedenbrück1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Ralf Goetsch - Finanz-Management GmbH hat ihren Sitz in Rheda-Wiedenbrück und ist unter HRB 10690 des Amtsgerichtes Gütersloh eingetragen. Zum 1.10.2008 wurde auf Basis der am 17.6.2008 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erteilten Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 32 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 KWG die Geschäftstätigkeit der bis dato ruhenden GmbH wieder aufgenommen. Die Gesellschaft unterliegt der laufenden Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter ist Herr Ralf Goetsch. Der Standort der Gesellschaft ist Rheda-Wiedenbrück. Die Gesellschaft erbringt im Rahmen der erteilten Erlaubnis als Finanzdienstleistungen
mit der Beschränkung dahingehend, dass die Gesellschaft nicht befugt ist, sich bei der Erbringung der Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Wirtschaft in Europa, speziell in Deutschland, lahmte in 2023 fast schon erwartungsgemäß. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,1% leicht gesunken. Vor allem die hohe Inflation belastet Verbraucherinnen und Verbraucher, denn sie können sich für ihr Geld weniger leisten. Viele Menschen schränken ihre Konsumausgaben ein. Die Inflationsrate war im Gesamtjahr 2023 zwar auf 5,9% gesunken ggü. 6,9% in 2022, Nahrungsmittel verteuerten sich aber erneut überdurchschnittlich stark. Deutschlands Wirtschaft tritt mehr oder weniger auf der Stelle. Erst im Verlauf des Jahres 2024 könnte auch vor dem Hintergrund der sinkenden Inflation wieder Wachstum möglich sein. Die deutsche Wirtschaft soll laut nach unten korrigierten Prognosen 2024 nur noch um 0,2% wachsen. Und nun zu dem, was die deutsche Börse, gemessen am Dax-Index, daraus gemacht hat. Zum Start im Januar legte der deutsche Leitindex gleich 8,65% zu, ehe im März erste Gewinnmitnahmen einsetzten. Einem ersten All-time-High im Juni bei ca. 16.358 Daxpunkten folgte ein weiteres Hoch mit 16.470 Punkten und ein neues Allzeithoch auf Schlusskursbasis am 11. Dezember 2023 mit 16.794 Punkten. Dabei wurde im Verlauf auch erstmals die nächste Tausendermarke bei 17.000 Punkten geknackt. Das alles ist umso überraschender, wenn man sich die wirtschaftliche Entwicklung in 2023 anschaut. Andererseits gibt es einen Aspekt, der die Märkte mehr antreibt als vergangene Performancezahlen von Volkswirtschaften: Die Aussicht auf sinkende Zinsen. Nachdem die Inflationszahlen in 2023 weltweit eine kontinuierliche Entspannung in Sachen Geldentwertung angezeigt haben - die natürlich auch auf der höheren Berechnungsbasis aus dem Jahr 2022 beruht - und die Steigerungsraten sich langsam in Richtung der Zielmarken der bedeutenden Notenbanken bewegen, gehen die Marktteilnehmer im Dezember 2023 davon aus, dass der Zinspause der EZB und der FED seit Herbst in 2024 die ersten Zinssenkungsschritte folgen können. Sicherlich ist noch unklar, wie viele Schritte genau es werden können und wann die Zinspause mit der ersten Zinssenkung der Leitzinsen in Europa oder den USA aufgelöst wird. Aber die Phantasie und Perspektive treiben die Märkte eher an als der faktische Zinsschritt. Damit würde dann die Phase des schnellsten Zinserhöhungszyklus nach kurzer Zeit wieder zu Ende gehen, weil die Realwirtschaft - und vor allem auch die jeweiligen Staaten mit hoher Verschuldung - nicht mehr mit Zinssätzen, wie zuletzt gesehen, rentabel arbeiten können. Ein Grund dafür ist auch der verstärkte Kapitalbedarf, sowohl für den Umbau der Volkswirtschaften in Richtung Klimaneutralität als auch für die immer weiter zunehmenden Staatsschulden. In der Folge haben sich die Vermögenswerte der Kunden von den hohen Einbußen aus 2022 erholen können. Die Zahl der Vermögensverwaltungsmandate blieb in 2023 saldiert unverändert; das für Kunden verwaltete Vermögen per 31.12.2023 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 23 %. Die positive Börsenentwicklung im Aktien- und im Rentenbereich war neben Kapitalzuflüssen bestehender Mandate ursächlich für den hohen Anstieg des verwalteten Vermögens. Unverändert erzielt das Unternehmen seine Erträge vornehmlich in der Vermögensverwaltung. Das Provisionsergebnis hieraus belief sich auf 362.440,97 Euro (Vorjahr 293.458,15 Euro). Verkäufe von Finanzanlagen (Anlage der Liquiditätsreserve) wurden im Berichtsjahr nicht getätigt (Vorjahr dto.). Der Schwerpunkt dieser Kapitalanlagen lag im festverzinslichen Anlagesektor. Die aufsichtsrechtlich geforderte Eigenkapital-/Kostenrelation wurde im Geschäftsjahr 2023 zum Bilanzstichtag eingehalten. Die Eigenkapitalquote belief sich auf rd. 56,92 % (Vorjahr 62,97%). Die Bilanz schließt mit einer Bilanzsumme von 311.937,78 Euro (Vorjahr 262.894,69 Euro) ab und weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 12.001,54 Euro (Vorjahr Jahresüberschuss in Höhe von 684,68 Euro) aus. Der sich unter Beachtung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr ergebende Bilanzgewinn in Höhe von 73.515,72 Euro wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Die Gesellschaft betreute zum Bilanzstichtag 111 Kundenportfolios (Vorjahr 111). Sämtliche Kundendepots werden bei der V-Bank AG, München, geführt. Vermögensverwaltungsverträge, welche mit und ohne eine erfolgsabhängige Komponente abgeschlossen werden können, bilden weiterhin die wesentliche Geschäftsgrundlage. Es sind zumeist Verträge ohne erfolgsabhängige Vergütungskomponente, weshalb sich die Vermögensverwaltungsgebühren weitestgehend nach der Höhe des jeweils verwalteten Vermögens zu den Stichtagen richten. Am Bilanzstichtag ist das Unternehmen frei von Bankschulden und weist unverändert überschaubare Fixkostenstrukturen aus. 3. Nachtragsbericht Trotz Störfeuers aufgrund geopolitischer Risiken (Ukraine-Krieg, der Nahost-Konflikt weitet sich aus) konnten sich die Kurse im Renten- und Aktienbereich zum Jahresauftakt 2024 weiter verbessern. Noch immer steht dabei die Frage der weiteren Notenbankpolitik im Vordergrund, wobei sich die erwarteten Zinssenkungen zumindest in den USA weiter nach hinten verschieben, weil die Inflation dort noch zu hoch erscheint. Nach erfreulichen Mittelzuflüssen von Bestandskunden kann in 2024 - auch aufgrund ausbleibender, zuletzt angefallener Kosten für behördliche Prüfungen - mit einem zumindest ausgeglichenen Ergebnis gerechnet werden, wenn es nicht zu einer deutlichen Korrektur an den weltweiten Kapitalmärkten aufgrund oben beschriebener Risiken kommt. 4. Risikobericht Nach Kenntnis des Geschäftsführers liegen - bzgl. der internen Faktoren, wie auch in der Vergangenheit, - keine wesentlichen bestandsgefährdenden Risiken vor. Die Forderungen gegen Banken sowie Kunden werden mit sehr geringer Ausfallwahrscheinlichkeit gesehen. Die Kundenstruktur ist hinsichtlich des verwalteten Portfolios stark diversifiziert. Zudem handelt es sich überwiegend um langjährige, stabile Kundenbeziehungen. Das Risikomanagement sowie die operationellen Risiken liegen In der Verantwortung der Geschäftsführung. Auch werden aktuell keine potentiellen Gefährdungen gesehen. 5. Prognosebericht Der Kursanstieg an den internationalen Aktien- und vor allem auch Rentenmärkten setzte sich in den ersten Monaten 2024 fort. Allerdings bremst in den USA die anhaltend hohe Inflation, was die US- Notenbank FED aktuell daran hindert, die erwarteten Zinssenkungen (drei Zinsschritte in 2024 prognostiziert) im ersten Halbjahr zu beginnen. Die anhaltend stabile Konjunkturlage in den USA lässt die erwarteten Zinssenkungen weiter in die Zukunft rücken. Trotz höherer Personalkosten sollte es möglich sein, auch 2024 die Gewinnzone zu erreichen.
Rheda-Wiedenbrück, 24.04.2024 Ralf Goetsch, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2024 festgestellt. |
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