WH Logistik GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandra Wilma Trautmann seit 10.10.2024 | Geschäftsführer |
Michael Helming seit 1.4.2020 | Prokura |
Christian Thiemann seit 19.5.2016 | Geschäftsführer |
Frank Sievers seit 11.12.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fiege Tire Logistics GmbHGrevenJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens A.1. Geschäftsmodell Die Fiege Tire Logistics GmbH (FTL), Greven, wurde 2013 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von gewerblichen Dienstleistungen und sonstigen gewerblichen Tätigkeiten, insbesondere Logistikdienstleistungen auf dem Gebiet der Reifen-Logistik, sowie das Halten, Verwalten, Vermieten und Verpachten von Immobilien, insbesondere solchen, die der Durchführung von Logistikdienstleistungen dienen, mit allen dazugehörigen gewerblichen Tätigkeiten. Die Fiege Tire Logistics GmbH, Greven, ist ein Tochterunternehmen der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG (FLS), Greven, und erbringt für diese, auf Grundlage des Subunternehmervertrages vom 21.12.2012, logistische Dienstleistungen in mehreren Logistikzentren im Raum Dieburg. A.2. Forschung und Entwicklung Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung finden keine Tätigkeiten statt. B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 weiterhin von den Herausforderungen der letzten Jahre geprägt und erholt sich nur langsam von den Folgen der Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der hohen Inflation. Trotz der kriegsbedingten Störungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten und der Verschärfung der weltweiten monetären Bedingungen zur Bekämpfung der hohen Inflation hat sich die Weltwirtschaft zwar verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen. Die globale Wirtschaftstätigkeit hat die letzten Jahre ihren Tiefpunkt erreicht. Die Volkswirtschaften sind mit steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe konfrontiert gewesen, was den Inflationsdruck weiter erhöht hat.[1] Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die negativen Einflüsse abgeschwächt, was zu einer Stabilisierung der globalen Wirtschaft geführt hat. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, sind deutlich gesunken, was zu einer Senkung der Inflation geführt hat. Dies wiederum hat zu einem Anstieg der Reallöhne und zu einer Reduzierung von Lieferengpässen geführt, die zuvor die wirtschaftliche Aktivität beeinträchtigt hatten.[2] Die Zentralbanken der Industrieländer haben die Zinssätze im Jahr 2022 und 2023 zunächst stark erhöht, zum letzten Quartal des Jahres 20243wurden keine weiteren Erhöhungen vorgenommen. Eine vollständige Erholung in Richtung der vor Pandemie Zeit, scheint insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern noch weiter entfernt zu sein. Zentralbanken der Industrieländer sind bemüht, eine ausgewogene Geldpolitik zu schaffen, um sowohl die Preisstabilität als auch das Wirtschaftswachstum sicherzustellen.[3] Die Inflation hat sich hartnäckig gehalten, geht aber allmählich deutlich zurück. Die Inflationsrate weltweit liegt 2023 bei 6,88%.[4] Im ersten Quartal des Jahres hatte die Weltwirtschaft deutlich an Fahrt aufgenommen, die globale Produktion war mit einer Erhöhung von 0,8 % auf dem höchsten Stand seit 2021. Im zweiten Quartal verlor sie wieder etwas an Schwung. Sowohl die Produktion in den Industrieländern als auch in den Schwellenländern nahm leicht ab.[5] Wie auch in den letzten Jahren sind insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der internationale Warenhandel und die Rohstoffpreise erheblichen negativen Einflüssen ausgesetzt. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die Dienstleistungsbranche leiden unter der schwachen Nachfrage.[6] Die weltweite Produktion zeichnet zu Jahresbeginn 2023 einen Anstieg ab, verliert aber im Laufe des Jahres an Schwung. Das Wachstum liegt bei 3,1 % und mit 0,1 Prozentpunkten knapp unter dem Wert des Jahres 2022, jedoch über dem in Frühjahr prognostizierten Wert.[7] Trotz dieser positiven Entwicklung, ergeben sich weiterhin globale Unsicherheiten in Bezug auf Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Zudem belasten die angespannten globalen Finanzbedingungen und die niedrige Nachfrage das Wachstum sowohl in den Schwellen- als auch in den Entwicklungsländern.[8] Insgesamt zeigt die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 eine umsichtige Politik, die auf die Bewältigung von Herausforderungen der letzten Jahre und gleichzeitig auf ein nachhaltiges und ausgewogenes Wirtschaftswachstum abzielte.[9] Im Euroraum spiegelt sich die globale wirtschaftliche Situation wider, die von einer allmählichen Erholung und einer gewissen Stabilisierung geprägt ist. Wie in anderen Teilen der Welt hatte der Euroraum mit den Herausforderungen der Pandemie, geopolitischen Spannungen und einer anhaltenden Inflationsdynamik zu kämpfen. Im zweiten Halbjahr 2023 verzeichnete die Wirtschaft des Euroraums einen Rückgang. Diese Entwicklung wurde durch eine verringerte Nachfrage aus dem Ausland und verschärfte Finanzierungsbedingungen verstärkt. Zwar gibt es Anzeichen für eine moderate Erholung, die jedoch von einer Reihe von Faktoren gedämpft wird. Die Rückkehr zu Wachstumsniveaus vor der Pandemie verläuft langsam, da die Region weiterhin mit den Auswirkungen von Preisvolatilität, einer gedämpften Nachfrage und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert ist. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat eine wichtige Rolle gespielt, um die Stabilität zu gewährleisten und das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Die Zinserhöhungen haben dazu beigetragen, die Inflation einzudämmen, aber haben auch die wirtschaftliche Aktivität vorübergehend gedämpft.[10] Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind ein wichtiger Bezugspunkt für die mittelfristigen Wachstumspotenziale der Kernmärkte von FIEGE, da die Kontraktlogistik stark mit dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum verbunden ist.[11] Dem globalen Kontraktlogistikmarkt wird in den nächsten 5 Jahren (2022-2027) ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,1 % prognostiziert. Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum von 3,8 % erwartet. Starker Treiber der Entwicklung ist der asiatisch-pazifische Markt, der sich in den letzten Jahren erholen konnte. Im Jahr 2023 erreicht der asiatisch-pazifische Kontraktlogistikmarkt ein Wachstum von 7,8 %, die Prognose für die nächsten 5 Jahre liegt bei durchschnittlich 6,9 %. Die Dynamik Asiens wird in erster Linie von der Erholung in China getragen. Der europäische Kontraktlogistikmarkt wird sich voraussichtlich leicht abschwächen und liegt laut Prognosen im Jahr 2023 bei 0,6 %. Für den Zeitraum 2022-2027 wird ein durchschnittliches Wachstum von 1,9 % erwartet.[12] Das stabile Klima im Logistiksegment zeigt sich durch eine konstante Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen. Im Jahr 2023 wird das Neubauvolumen auf ca. 4,8 Millionen Quadratmeter geschätzt. Angesicht des unsicheren Marktumfeldes ist diese Einschätzung mit Vorsicht zu betrachten.[13] Logistikimmobilien galten lange als krisenfeste und attraktive Assetklasse am Immobilienmarkt. Jedoch sieht sich die Logistikindustrie aufgrund des veränderten Zinsumfelds ungünstiger wirtschaftlicher Perspektiven einem wachsenden Druck ausgesetzt. Die Nachfrage nach E-Commerce Lösungen, die bisher stark war, nimmt aufgrund konjunktureller Faktoren ab, was zur Verschiebung oder sogar Absage von Projektentwicklungen führen kann.[14] Der erwartete Rückgang im Jahr 2023 fällt nach aktuellen Erkenntnissen weniger stark aus als befürchtet. Bemerkenswert ist auch, dass einige Logistikregionen im Osten Deutschlands zu den Regionen mit den höchsten Flächenzuwächsen gehören und eine positive Entwicklung verzeichnen. Selbst abgelegene Standorte außerhalb der etablierten Logistikregionen gewinnen in diesem Zusammenhang deutlich an Bedeutung.[15] In den letzten Jahren war das rasante Wachstum des E-Commerce-Sektors ein bedeutender Faktor für das Wachstumspotenzial im europäischen Kontraktlogistikmarkt. Seit dem Jahr 2022 ist ein Rückgang der E-Commerce-Geschäfte zu sehen. Der Anstieg, den der E-Commerce während der Pandemie und den damit einhergehenden Schließungen erlebte, hat mittlerweile nachgelassen. Die Bedeutung des Onlinehandels im Kontraktlogistikbereich nimmt jedoch nicht ab. Zwar zeigen die aktuellen, konjunkturbedingten Einflüsse Einbußen in den Umsätzen des E-Commerce Bereiches jedoch zeigen die Prognosen, dass dieser Sektor auch in Zukunft eine wesentliche treibende Kraft sein wird. [16] Die Tätigkeiten der FTL werden von diesen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst, da sich die von der FLS kontrahierten Kundengeschäfte im globalen Umfeld bewegen. Sowohl Beschaffung als auch Distribution erfolgen weltweit mit einem Schwerpunkt auf Deutschland und Nachbarländern. [17] Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland haben weiterhin Einflüsse auf diese Kundengeschäfte. Im- und Exporte von und nach Russland fanden im Geschäftsjahr 2023 nicht statt. Am stärksten betroffen war der Kunde Nokian Tyres am Standort Otzberg. Nokian veräußerte die in Russland bestehenden Produktionsstätte mit dem Ziel in Rumänien eine neue zu eröffnen.[18] Der neue Standort wird allerdings erst im Laufe des Jahres 2024 mit der Produktion beginnen.[19] Im vergangenen Geschäftsjahr wurde seitens Nokian versucht die dadurch entstandenen Produktionsengpässe durch ein Offtake-Agreement zu kompensieren.[20] Der FLS gelang es für den Zeitraum der Mengen-Einbrüche bis Mai 2023 ein Zusatzgeschäft (Fa. Hankook) zu akquirieren, wodurch es möglich war, diese zu kompensieren. B.2. Geschäftsverlauf Wie schon im vorhergehenden Abschnitt beschrieben, hatten der Krieg gegen die Ukraine und die daraus resultierenden Folgewirkungen in einigen Geschäftsbereichen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Dies gilt nicht nur für den bereits beschriebenen Einbruch der Mengen des Kunden Nokian, der seine Produktion in Russland einstellen musste. Auch die Mengen des Kunden Pirelli sind 2023 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dagegen steht eine strukturelle Änderung der Aufträge im Warenausgang. Da eine geringere Bevorratung der Händler in der Nebensaison stattgefunden hat, wurden die Endkunden vermehrt direkt beliefert, was zu kleinteiligeren Aufträgen und dadurch höherem Personalaufwand geführt hat. Allerdings konnte der positive Effekt aus dem höheren Personalbedarf der FLS durch die strukturelle Änderung nicht vollständig den negativen Effekt der insgesamt geringeren Mengen kompensieren. Am Standort Otzberg wurde zudem die Sprinkleranlage erneuert, was dazu geführt hat, dass Reifen zeitweise draußen gelagert werden mussten. Das hat zu zusätzlichem Personalbedarf der FLS geführt, was den Umsatz der FTL erhöhte. Abweichend zur Umsatzprognose aus dem Vorjahr in Höhe von 25,0 Mio € und einem erwarteten Ergebnis vor Steuern von 733 TEUR konnte dies aufgrund der oben genannten Aspekte nicht vollständig erreicht werden. Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 23,8 Mio € und das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 0,6 Mio €. Der Geschäftsverlauf war unter Berücksichtigung der Umstände dennoch insgesamt zufriedenstellend. B. 3. Lage B. 3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich folgende finanziellen Leistungsindikatoren: Eigenkapitalrendite: 53,8 % (Vorjahr: 68,4 %) (Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital) Gesamtkapitalrendite: 9,7 % (Vorjahr: 14,2 %) ((Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen) / durchschnittliche Bilanzsumme) Umsatzrendite: 1,8 % (Vorjahr: 2,5 %) (Jahresüberschuss / Umsatzerlöse) Im Folgenden sollen die Finanzströme besser durch die nachstehende Kapitalflussrechnung dargestellt werden:
B. 3.2. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren B.3.2.1. Personal Im Jahr 2023 waren im Mittel 341 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) im Unternehmen beschäftigt, gegenüber 334 im Vorjahr. C. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 23,7 Mio. EUR. Dies bedeutet eine Steigerung in Höhe von 3,8 % gegenüber dem Vorjahr (22,8 Mio. EUR). Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 881 ist im Wesentlichen geprägt durch eine erhöhte Abrechnung aus der Geschäftsbesorgung an die Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven. Dies geht einher mit einer leichten Steigerung des Personalaufwandes um TEUR 544 größtenteils aufgrund von Neueinstellungen sowie Tarifanpassungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 215 (TEUR 246) und sind im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 109 (TEUR 165), den Erträgen aus der PKW-Nutzung in Höhe von TEUR 59 (TEUR 46) sowie Erträge aus Personalabzügen in Höhe von TEUR 16 (TEUR 16) geprägt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 791 auf TEUR 6.045 gestiegen, was im Wesentlichen auf gestiegene Leihpersonalkosten zurückzuführen ist. Durch die genannten Veränderungen hat sich das Betriebsergebnis um TEUR 221 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 827 auf TEUR 606 verschlechtert. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und eines um TEUR 42 gesunkenen Steueraufwandes, ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 429, im Vergleich zum Jahresüberschuss von TEUR 561 im Vorjahr. D. Finanzlage D.1 Finanzmanagement Das Finanzmanagement der FIEGE Gruppe wird zentral durch die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, gesteuert. Die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, übernimmt die Aufgabe, für die Gesellschaften der FIEGE Gruppe eine stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs sicherzustellen. Die erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften erfassende, monatlich aktualisierte Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von sechs Monaten sowie eine mehrjährige Finanzplanung erhoben. Eine detailliertere Liquiditätsplanung als Dispositionsbasis erfolgt wöchentlich rollierend und umfasst einen Fünfwochenzeitraum. Die Liquiditätsbewegungen werden täglich überwacht. D.2 Kapitalstruktur Das Eigenkapital der Fiege Tire Logistics GmbH, Greven, hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 611 verringert. Die Gesellschaft hat entsprechend des Gesellschafterbeschlusses vom 09.10.2023 den Jahresüberschuss 2022 zzgl. dem Ergebnisvortrag an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Gemessen an der Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 10,3 % gegenüber 23,2 % im Vorjahr. Die Summe der Rückstellungen ist mit TEUR 3.189 um TEUR 555 gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf gestiegene Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen um TEUR 233, eine Erhöhung der Rückstellungen für Mitarbeiterprämien um TEUR 193 sowie einer Erhöhung der Rückstellungen für Tantieme um 59 TEUR zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten (ohne Gesellschafterdarlehn) sind zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 60 gestiegen. D. 3 Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 87 getätigt, welche zu 89,5 % auf Technische Anlagen und Maschinen sowie zu 10,5 % auf Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen. D. 4 Liquidität Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten und den kurzfristig fälligen Schuldposten.
Den kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten (Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten) in Höhe von TEUR 1.951 stehen kurzfristige Schuldposten (Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/ und gegenüber verbundenen Unternehmen sowie übrige Verbindlichkeiten) in Höhe von TEUR 2.650 gegenüber, so dass sich eine Liquidität 1. Grades in Höhe von TEUR - 699 ergibt. Damit hat sich dieser Liquiditätsgrad gegenüber dem Vorjahr (TEUR -86) um TEUR -613 verschlechtert. Unter Einbeziehung der Vorräte und Poolingforderungen ergibt sich die Liquidität 2. Grades, welche mit TEUR 1.175 um TEUR 691 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 1.866 gesunken ist. Die Gesellschaft ist in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. E. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr von 23,2 % auf 10,3 % vermindert. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.748 auf TEUR 4.752. Die Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 4 ist insbesondere auf die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 541 von TEUR 909 auf TEUR 1.450 zurückzuführen. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen um TEUR 555 von TEUR 2.634 auf TEUR 3.189 und die Verbindlichkeiten um TEUR 59 von TEUR 1.012 auf TEUR 1.072 gestiegen. Alle Verbindlichkeiten haben eine Fristigkeit von weniger als einem Jahr. F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht F.1. Risikomanagementsystem Die Berichtsgesellschaft ist an das Fiege Group Risikomanagement System angebunden. Hier erfolgt die Meldung der Risiken quartalsweise von den Niederlassungen beziehungsweise Standorten und wird durch das zentrale Risikomanagement analysiert und zu einem Gruppenbericht zusammengefasst, der dem Vorstand zur Verfügung gestellt wird. Die verantwortlichen Niederlassungs- beziehungsweise Standortleiter haben zunächst die Risiken zu identifizieren und einer Risikorelevanzklasse zuzuordnen. Danach sind die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkung auf das Ergebnis abzuschätzen sowie Gegenmaßnahmen vorzuschlagen und so weit wie möglich einzuleiten. Im standardisierten Risikobericht werden diese Einschätzungen und Maßnahmen an das zentrale Risikomanagement berichtet. Wesentliche Risiken sind ad hoc von den verantwortlichen Managern direkt an den Vorstand und das zentrale Risikomanagement zu melden. Das Risikomanagementsystem wird in regelmäßigen Abständen von der Internen Revision geprüft. Vor dem Hintergrund des Corona-Virus sind darüber hinaus ein FIEGE-Krisenstab und weitere Workflows eingerichtet worden, die eine gruppenweite Informationsversorgung und das Risikomanagement sicherstellen. Der Krisenstab wurde im März 2023 aufgelöst. F.2. Risikobericht Es ist eine wirtschaftliche Abhängigkeit von der Gesellschafterin Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven, als Hauptauftraggeber gegeben. Ein Ausfall dieses Hauptauftraggebers würde zu einer nicht unwesentlichen Beeinträchtigung der Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Wegen der langfristig angelegten Zusammenarbeit ist der Fortbestand des Unternehmens jedoch derzeit nicht gefährdet. Der Logistikdienstleistungs-Vertrag der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG mit dem für die Fiege Tire Logistics GmbH wichtigen Ankerkunden Pirelli Deutschland GmbH hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2025. Mit dem Kunden Nokian besteht aktuell eine vertragliche Bindung bis 31.12.2026. Die Kostensteigerungen der Vorjahre werden sich voraussichtlich 2024 abflachen. Dennoch ist im Bereich der Personalkosten eine signifikante Steigerung zu erwarten. Hierauf wird im Folgenden genauer eingegangen. Zur Geschäftsentwicklung der Fiege Tire Logistics GmbH lässt sich folgendes sagen: Ein wesentlicher Kosteneinfluss-Faktor ist daraus zu erwarten, dass die Gesellschaft mit der zuständigen Gewerkschaft Ver.Di Südhessen in Verhandlung über einen Haustarif getreten ist. Dieser wurde am 29.01.2024 unterzeichnet und wird zu rückwirkenden Erhöhungen der Personalkosten führen. Gemäß interner Bewertungen ist davon auszugehen, dass der Gesellschaft dadurch zusätzliche Personalkosten in Höhe von ca. 1 Mio € p.a entstehen werden. Die Gesellschaft profitiert auch in diesem Fall davon, die steigenden Kosten vollumfänglich an den Kunden abrechnen zu können, ist sich aber auch bewusst, welche wirtschaftlichen Konsequenzen diese Entwicklung für die Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven, hat. Da die Gesellschaft über einen Cost-Plus-Vertrag mit ihrer Gesellschafterin, der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG (FLS), verfügt, besteht ein Risiko für die Gesellschaft nur bei einem Ausfall der FLS. Die Finanzierung der Gesellschaft wird ebenfalls über eine Cash-Pooling-Vereinbarung mit der FLS sichergestellt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist daher maßgeblich durch die wirtschaftliche Lage der Gesellschafterin determiniert. F.3. Chancenbericht Auf verschiedene Kosteneinflussgrößen, die die FTL jeweils an die FLS abrechnen kann, wurde bereits eingegangen. Diese Sachverhalte stellen zum augenblicklichen Zeitpunkt die wesentlichen Chancen dar, die die Gesellschaft für 2024 erwartet. Die Folgen des Ukraine-Krieges wurden bereits eingehend beschrieben. Da - wie ebenfalls zuvor beschrieben - Nokian 2024 wieder seine eigenständige Produktion aufnehmen wird, erwartet die Gesellschaft, eine Normalisierung des Geschäftes. In 2022 nahm die FLS das Geschäft der regionalen Feinverteilung von Reifen im Rhein-Main-Gebiet am Standort Otzberg auf. Der Kunde hat nun Zusatzgeschäft gewonnen, was zu zusätzlichem Personalbedarf und somit höherem Umsatz der FTL 2024 führen wird. F.4. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen Anstieg der Umsatzerlöse und des Ergebnisses im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr, dies vor dem Hintergrund einer erwarteten Normalisierung relevanter Rahmenbedingungen (Covid-19-Pandemie, Lieferkettenprobleme). Für das Jahr 2024 sind Umsatzerlöse in Höhe von 24,3 Mio. € und ein Jahresergebnis von TEUR 675,0 (vor Steuern) geplant. Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Risiken und Chancen sowie der erwarteten Normalisierung relevanter Rahmenbedingungen sieht die Geschäftsführung keine entwicklungsbeeinträchtigenden Tatsachen für die Fiege Tire Logistics GmbH für das kommende Geschäftsjahr 2024. G. Zweigniederlassungsbericht Im Handelsregister ist eine Zweigniederlassung in 64807 Dieburg, Im Gelfengarten 1-9, eingetragen.
Greven, den 10.04.2024 Christian Thiemann Jan Rehme [1] Vgl. Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.8. [2] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [3] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.12; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.3. [4] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [5] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr.105, S.2-3. [6] Vgl. Ifo (2023): Schnelldienst Sonderausgabe Dezember, S.8, 22&23. [7] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [8] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6; Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 103, S. 3; Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3. [9] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, ,Nr. 109, S. 6. [10] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.10-12, 20-21; IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 106, S.3-4; EZB (2023): Eurosystem staff macroeconmoic projections for the euro area, S.3-4. [11] Vgl. Ifo München (2023): ifo Konjunkturperspektiven, Nr. 12, S. 36. [12] Vgl. Transport Intelligence (2023): Global Contract Logistics 2023, S. 105ff. [13] Vgl. Bulwiengesa (2023): Logistik und Immobilien 2023, S. 16-18, 25-31. [14] Vgl. Bulwiengesa (2023): Logistik und Immobilien 2023, S. 9. [15] Vgl. Bulwiengesa (2023): Logistik und Immobilien 2023, S. 14. [16] Vgl. Robrecht (2022): Starker Rückgang im deutschen E-Commerce- die Entwicklung der Branche in 2022; Bulwiengesa (2023): Logistik und Immobilien 2023, S. 18 & 82. [17] https://www.onvista.de/news/2023/07-27-pirelli-rechnet-2023-mit-rueckgang-der-reifen-nachfrage-10-26159703 [18] https://www.bakermckenzie.com/de/newsroom/2023/03/nokian-tyres-sale-of-russian-operations [19] https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/NOKIAN-RENKAAT-OYJ-58808503/news/Nokian-Tyres-eroffnet-2024-die-weltweit-erste-Reifenfabrik-ohne-CO 2 -Emissionen-45390176/ [20] https://reifenpresse.de/2023/06/28/die-ersten-nokian-tyres-reifen-made-in-china-sind-im-markt/ Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Fiege Tire Logistics GmbH hat ihren Sitz in Greven und ist beim Amtsgericht Steinfurt unter der Nummer HRB 10194 ins Handelsregister eingetragen Die Gesellschaft stellt ihren Jahresabschluss unter Beachtung der für alle Kaufleute geltenden Vorschriften (§§ 238 bis 263 HGB) und den darüberhinausgehenden Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289 HGB) sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes auf. Die Erstellung erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Die Angaben im Anhang sind in der Reihenfolge der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 1 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die neu angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände mit einem Betrag bis zu EUR 800 wurden handelsrechtlich voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang gezeigt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sofern erforderlich, durch die Bildung einer angemessenen pauschalen Wertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten stimmt mit dem Kassenprotokoll bzw. der Banksaldenbestätigung zum Bilanzstichtag überein. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen und Jubiläumsrückstellungen erfolgten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Weitere Erläuterungen finden sich in Kapitel III.2. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Weitere Erläuterungen finden sich in Kapitel III.3. Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt. siehe Anlage 2. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen § 285 Nr. 24 HGB Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,83 % (i. Vj.: 1,78 %), basierend auf dem Durchschnittszins der letzten zehn Jahre, zugrunde gelegt. Während der Wertansatz der Rückstellung basierend auf dem Zinssatz des 10-Jahres-Durchschnitts TEUR 1.442 beträgt, würde sich der Wertansatz bei einem unterstellten Zinssatz auf 7-Jahres-Durchschnitt auf TEUR 1.450 belaufen. In Höhe der Differenz zwischen beiden Werten (TEUR 8) liegt ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB vor. Ferner wurde ein Anwartschaftstrend von 2,00 %, eine Fluktuation von 2,10 % sowie ein Rententrend von 2,20 % zugrunde gelegt. Die Berechnungen wurden mit Hilfe der "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck durchgeführt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Dabei wurde ein Rechnungszinssatz bei einer pauschalen Laufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (i. Vj.: 1,44 %) und eine durchschnittliche Fluktuation von 6,0 % (i. Vj.: 6,0 %) zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Heubeck verwendet. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für
3. Verbindlichkeitenspiegel
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 Nr. 3a HGB Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen für Lager- und Büroräume, sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in einem Gesamtbetrag von TEUR 1.672 (i.Vj.: TEUR 2.186). IV. Sonstige Angaben1. Zahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden Mitarbeiter in folgenden Gruppen beschäftigt:
2. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung im Berichtsjahr oblagHerrn Christian Thiemann, Managing Director BU Industry & Tires, Bonn, und Herrn Jan Rehme, Managing Director BU Industry & Tires, Frankfurt am Main. 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung, noch in der Bilanz berücksichtigt werden, haben sich nicht ereignet. 4. Konzernverhältnisse Die Fiege Tire Logistics GmbH, Greven, wird zum 31. Dezember 2023 in die Konzernabschlüsse der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, (größter Konsolidierungskreis) und der Fiege SE, Greven, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Greven, den 10.04.2024 Christian Thiemann Jan Rehme Wir weisen darauf hin, dass für die Offenlegung von zulässigen größenabhängigen Erleichterungsvorschriften und Ausweiswahlrechten Gebrauch gemacht wurde. Der vorstehende Jahresabschluss ist am 08.07.2024 festgestellt worden. Anlagenspiegel zum 31.12.2023
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fiege Tire Logistics GmbH, Greven 1. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fiege Tire Logistics GmbH, Greven - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fiege Tire Logistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. 2. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 3. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. 4. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Emsdetten, den 10. April 2024 Stolze
- Dr. Diers - Beermann GmbH
durch Dr. Fritz-Ulrich Diers, Wirtschaftsprüfer Dr. Philipp Diers, Wirtschaftsprüfer |
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