Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 105896
Eingetragen
19.7.2016
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Produktion und der Vertrieb von Batterien aller Art, jeglichem Zubehör, sonstige Strom- und Energiespeicherlösungen sowie die Erbringung von dazugehörigem Service und von technischen Dienstleistungen und die Forschung und Entwicklung in verwandten Sektoren.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Microvast GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Microvast GmbH wurde am 18. Mai 2016 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Microvast GmbH insgesamt im Durchschnitt 20 Mitarbeiter beschäftigt.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2019 nicht verändert.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasste im Jahr 2019 den Vertrieb von Batterien aller Art, jeglichem Zubehör, sonstigen Strom- und Energiespeicherlösungen sowie die Erbringung von dazugehörigem Service und technischen Dienstleistungen.

Das Unternehmen fokussiert sich auf den Nischenmarkt der kommerziellen Nutzfahrzeuge und anderen Schwerlastanwendungen im logistischem Umfeld sowie spezieller Sportfahrzeuge.

Auf Basis der aktuellen wirtschaftlichen, industriellen und politischen Lage hat sich die Microvast GmbH zunächst vor allem auf OEMs im Bus- und Trucksegment konzentriert. Die bisherigen Erfahrungen auf dem führenden Markt der eMobilität in China haben den Marktauftritt in Europa erleichtert. Nach den ersten erfolgreichen Projekten mit marktführenden Busherstellern in Europa hat die Microvast GmbH den Markteintritt in das Logistiknutzfahrzeugsegment (3,5 t bis 40 t) umgesetzt.

Grundsätzlich arbeitet die Microvast GmbH eng mit ihren Großkunden zusammen, um die vorhandenen Technologien marktorientiert weiterzuentwickeln und das Produktportfolio ständig zu optimieren sowie den neuen Marktgegebenheiten anzupassen.

Aufgrund des stetig wachsenden Marktes im Bereich der eMobility und der europäischen Entscheidung, die Co 2-Emissionen weiter drastisch zu begrenzen, hat die Microvast-Gruppe Ende 2018 die strategische Entscheidung getroffen, ihre Europazentrale sowie ihren neuen Produktionsstandort mit einer automatischen Fertigungsanlage in Ludwigsfelde (Berlin/Brandenburg) aufzubauen, um ihre Präsenz in Europa weiter zu verstärken und den Anforderungen ihrer Kunden nachzukommen.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Aufwärtsbewegung hielt im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2019 weiter an. Die deutsche Wirtschaft ist 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Das Wachstum - etwas abgeschwächt - betrug 0,6 Prozent gegenüber 2,5 und 1,5 Prozent in den Jahren 2017 und 2018. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 018/2020).

Entwicklung der Branche

Der Markt für E-Mobilität wuchs im Geschäftsjahr mit 44 % deutlich über dem Wirtschaftsdurchschnitt (Quelle: McKinsey, https://www.mckinsey.de/news/presse/2020-03-02-evi-2020).

Der Markt der Elektromobilität in Europa hat sich im vergangenen Jahr zwar dynamisch entwickelt, aber in der Branche zeigt sich ein unterschiedliches Wachstum in den verschiedenen Marktsegmenten. Ein rasanter Zuwachs war vor allem in den Marktsegmenten E-Auto (44 %), E-Bus (170,5 %) und E-Lkw (109,2 %) zu verzeichnen (Quelle: https://www.electrive.net/2020/04/22/zulassungen-von-e-nutzfahrzeugen-in-der-eu-steigen/).

Der Weltmarktanteil des europäischen E-Automarkts ist auf über ein Viertel gestiegen. "Die Verkäufe von batterieelektrischen Autos und Plug-in-Hybriden stiegen 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 44 % auf über 600.000 Fahrzeuge." (Quelle, VDI Nachrichten, 03.03.2020, "Europa wird zum Hotspot der E-Mobilität").

Laut ACEA (Europäischer Automobilherstellerverband) hat sich die Zahl der neuzugelassenen E-Busse im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Insgesamt waren im Jahr 2019 ca. 1.607 neue Busse mit Elektroantrieb in EU zugelassen (im Vergleich zu 594 im Jahr 2018).

Die Zahl der E-Lkw stieg von 357 im Jahr 2018 auf 747 im Jahr 2019. Die Gesamtzahl von E-Lkw war relativ gering, da sich viele Hersteller noch mit Testphasen beschäftigen und es europaweit an Schnellladesäulen fehlt.

In Europa ist hinsichtlich der E-Mobilität trotz der Covid-19-Krise mit einem anhaltenden Wachstum zu rechnen (Quelle:https://boerse.ard.de/anlagestrategie/branchen/bringt-die-corona-krise-die-elektromobilitaet-vom-weg-ablOO.html). Die verschärften EU-Emissionsvorgaben sorgen dafür, dass mehr E-Fahrzeuge auf dem Markt gebracht werden. "Nach den neuen Vorschriften müssen die Hersteller die C0 2-Emissionen von neuen Lkw bis 2025 im Durchschnitt um 15 % und bis 2030 um 30 % gegenüber dem Stand von 2019 senken." (Quelle: der Europäischer Rat, Pressemitteilung, 13. Juni 2019).

Entwicklung der Microvast GmbH

Die Geschäftsentwicklung der Microvast GmbH im abgeschlossenen Geschäftsjahr war insgesamt zufriedenstellend.

Für das Geschäftsjahr 2019 waren Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 14,1 und ein Jahresergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,6 budgetiert. Tatsächlich erreicht wurden Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 12,6 und ein Jahresergebnis in Höhe von Mio. EUR 1,0. Die geringeren Umsatzerlöse sind auf Umsatzausfälle eines wichtigen Kunden zurückzuführen, der im Geschäftsjahr 2019 Insolvenz angemeldet hat, wodurch Verzögerungen bei den geplanten Umsätzen eingetreten sind. Dieses Projekt ist mittlerweile mit etwas Verspätung gestartet.

Trotz des leichten Umsatzrückgangs in Höhe von Mio. EUR 0,3 im Vergleich zum Vorjahr ist es der Microvast GmbH gelungen, in das neue Nischensegment Nutzfahrzeuge einzutreten, unter anderem, um sich breiter aufzustellen und um damit langfristig die Abhängigkeit vom Personennahverkehrssegment zu verringern.

Aufgrund des neuen Nischensegmentes Nutzfahrzeuge war die Microvast GmbH in der Lage, im Geschäftsjahr 2019 einen wichtigen langfristigen Meilenstein zu erreichen, nämlich die exklusive Nominierung eines globalen Nutzfahrzeugherstellers mit einer Umsatzprognose in Höhe von mehr als Mio. EUR 800 bis 2027. Des Weiteren wurde im gleichen Segment erste Prototypenaufträge mit einem großen deutschen Tier 1-Lieferanten im E-Truck-Bereich unterzeichnet sowie eine potenzielle Zusammenarbeit für eine gemeinsam entwickelte E-Plattform für Nutzfahrzeuge vereinbart.

Auch im Personennahverkehr konnte eine Nominierung für ein Flotten-Batterieaustauschprojekt mit einem Gesamtauftragsvolumen von Mio. EUR 22,38 gewonnen werden.

Für die weitere Zukunft wurden zwei Produkteinführungen für Europa vorbereitet, um den zukünftigen Anforderungen im europäischen Markt weiterhin gerecht zu werden. Hier soll nur kurz die Hochenergiedichtezelle (HnCO-52Ah) sowie die MpCo 37Ah erwähnt werden, die beide im zukünftigen Standard VDA Modul eingesetzt werden und in unterschiedliche kundenspezifischen Batteriepacks integriert werden können.

Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte eine Einzahlung in die Kapitalrücklage um Mio. EUR 4,0 auf Mio. EUR 7,0 Dies unterstreicht deutlich die Verpflichtung der Anteilseigner, den Wachstumskurs der Microvast GmbH zu unterstützen.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 12,6 erzielt (Vorjahr: Mio. EUR 12,9). Diese entfallen mit Mio. EUR 9,0 auf Batteriesysteme (Vorjahr: Mio. EUR 11,4), mit Mio. EUR 2,1 auf Entwicklungs- und Werkzeugkosten (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) und Mio. EUR 1,5 auf Intercompany Service-Dienstleistungen (Vorjahr: Mio. EUR 1,5).

Sonstige betriebliche Erträge wurden 2019 in Höhe von TEUR 29 erzielt (Vorjahr: TEUR 34).

Der Materialaufwand konnte im Geschäftsjahr auf Mio. EUR 7,8 (Vorjahr: Mio. EUR 8,6) gesenkt werden.

Durch eine weitere Erhöhung des Personalbestandes hat sich der Personalaufwand von Mio. EUR 1,8 im Geschäftsjahr 2018 auf Mio. EUR 2,0 im Geschäftsjahr 2019 erhöht. Zum Bilanzstichtag waren 24 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 21).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 1,7 (Vorjahr: Mio. EUR 0,9) beinhalten vor allem Aufwendungen für Reisekosten in Höhe von Mio. EUR 0,5, Mietaufwendungen in Höhe von Mio. EUR 0,2 sowie Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von Mio. EUR 0,6, die im Wesentlichen den Anstieg im Vergleich zum Vorjahr begründen.

Das Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen, Zinsen betrug im Berichtsjahr Mio. EUR 1,2 (Vorjahr: Mio. EUR 1,6).

Das Jahresergebnis des Berichtsjahres hat sich auf Mio. EUR 1,0 verschlechtert (Vorjahr: Mio. EUR 1,5). Dies ist bedingt durch Mehraufwendungen im Personalbereich, bei den Mietkosten, den Versicherungsbeiträgen und vor allem den Rechts- und Beratungskosten. Nicht zuletzt zu erwähnen sind die erhöhten Steueraufwendungen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme (Mio. EUR 15,6) wird auf der Aktivseite überwiegend durch das Anlagevermögen (Mio. EUR 4,6), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 5,2) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR 2,1) geprägt.

Investitionen im Anlagevermögen erfolgten in Höhe von Mio. EUR 4,5 wobei Mio. EUR 4,4 davon geleisteten Anzahlungen für die neue Produktionslinie am Produktionsstandort in Ludwigsfelde zuzuordnen sind. Die zukünftigen Investitionsverpflichtungen für die Produktionsanlage belaufen sich auf Mio. EUR 11,1.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründen sich im Wesentlichen in den im Dezember des Geschäftsjahres den Kunden in Rechnung gestellten Lieferungen.

Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag Mio. EUR 2,4. Dies entspricht einem Rückgang um Mio. EUR 1,6 im Vergleich zum Vorjahr, was im Wesentlichen durch die Investitionen in die Produktionsanlage in Höhe von Mio. EUR 4,4 begründet ist.

Die kurzfristigen Vermögensgegenstände übersteigen die kurzfristigen Schulden.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 auf Mio. EUR 8,0. Zur Sicherstellung unseres Lokalisierungsprojektes in Ludwigsfelde (Brandenburg) wurde das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2019 um Mio. EUR 4,0 erhöht. Bedingt durch eine Einzahlung in die Kapitalrücklage hat sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zu 2018 von 28,2 % auf 51,1 % verbessert.

Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die im Dezember 2019 noch offenen Verbindlichkeiten gegenüber unserem chinesischen Schwesterunternehmen, die auf konzerninternen Warenlieferungen beruhen (Mio. EUR 5,1).

Finanzlage

Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr wurde über den operativen Cashflow sowie über die Erhöhung der Kapitalrücklage abgesichert. Im laufenden Geschäftsjahr wird die Microvast GmbH einen Kredit von ihrer Hausbank in Anspruch nehmen, um die Finanzierung ihres Lokalisierungsprojektes in Ludwigsfelde (Brandenburg) zu gewährleisten und abzusichern. Die Gesellschaft verfügte im Jahresverlauf und zum Bilanzstichtag über ausreichende Liquidität.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Microvast GmbH orientiert sich bei der Steuerung des Geschäftsbetriebes insbesondere an folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:

Umsatzerlöse

Jahresergebnis

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsentwicklung der Microvast GmbH im abgeschlossenen Geschäftsjahr war insgesamt zufriedenstellend.

5. Risikobericht

Im Allgemeinen erwarten wir über die nächsten Jahre einen zunehmenden Wettbewerb in der Batteriebranche. Aufgrund der hohen Nachfrage am Markt in den nächsten Jahren wird dieser Faktor nicht als unmittelbares Risiko zu sehen sein. "Marktprognosen zufolge wird die weltweite Nachfrage nach Energie aus Lithium-Ionen-Akkus deutlich ansteigen; bis 2023 auf 660 GWh, bis 2028 auf 1.100 GWh und bis 2040 auf bis zu 4.000 GWh gegenüber gegenwärtig 78 GWh." (Quelle: Europäische Union, 09.04.2019).

Operative Risiken

Durch das bevorstehende weitere Wachstum werden Produktions- und Lagerflächen benötigt. Durch die Fertigstellung der Produktion in Ludwigsfelde im Jahr 2021 wird das Risiko weiter stark reduziert.

Beschaffungsrisiken, vor allem bei wichtigen Rohstoffen und Komponenten, werden durch permanente Marktbeobachtungen, durch eine langfristig angelegte und auf Qualität setzende Zusammenarbeit in unserem Konzernverbund und mit unseren Lieferanten sowie durch den Bezug strategischer Komponenten von mehreren Lieferanten minimiert.

Strategische Risiken

Das Produktportfolio trägt zu einer erfolgreichen Positionierung gegenüber den Wettbewerbern bei. Das Risiko der technologischen Substitution (Schnellladefähigkeit, Lebenszyklus und Sicherheit) wird als gering eingeschätzt. Durch eine ständige Marktbeobachtung wird diesem Risiko auch weiterhin Rechnung getragen werden.

Insbesondere der Technologievorsprung im Bereich Schnellladefähigkeit und Sicherheit und die Innovationsfähigkeit sind eine wesentliche Stärke der Gruppe sowie der GmbH. Durch den Fokus auf Forschung und Entwicklung ist die Microvast-Gruppe exzellent aufgestellt, um den technologischen Fortschritt des relevanten Industriebereiches mitzugestalten. Die Einschränkung durch mögliche Ersatztechnologien wird weltweit sehr genau beobachtet. Durch bestehende und neue Kooperationen im OEM-Umfeld besteht eher die Chance für die Microvast GmbH, die technologische Entwicklung mitgestalten zu können.

Dennoch müssen in einem stark wachsenden und innovativen Umfeld natürlich zu jedem Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen getroffen werden, um entsprechend langfristig und erfolgreich am Markt bestehen zu können. Trotz der externen Natur der meisten Risiken müssen strategische Risiken rechtzeitig erkannt und es muss entsprechend darauf reagiert werden. Zur frühzeitigen Erkennung der Risiken wird das Markt- und Wettbewerbsumfeld permanent beobachtet.

Sonstige Risiken

Unter sonstige Risiken werden alle Risiken erfasst, die sich nicht den anderen Risikoklassen zuordnen lassen. Unter Compliance-Risiken werden Strafen, finanzielle oder andere materielle Ausfälle aufgrund von Gesetzesverstößen und der Nichteinhaltung von unternehmensinternen Vorschriften oder Grundsätzen verstanden. Die sonstigen Risiken und Compliance-Risiken werden ebenfalls insgesamt als gering eingestuft.

Das Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen schätzen wir aufgrund der relativ kurzen Zahlungsziele und der guten Bonität unserer Kunden als gering ein.

Durch die Einbindung der Microvast GmbH in die Microvast-Gruppe besteht eine gewisse Abhängigkeit hinsichtlich der Warenlieferungen, da die Waren derzeit ausschließlich von dem chinesischen Schwesterunternehmen bezogen werden. Da aber das Schwesterunternehmen über mehrere Produktionsanlagen verfügt und dadurch eine gewisse Redundanz gegeben ist, sind potenzielle Produktionsausfälle bei dem chinesischen Schwesterunternehmen unwahrscheinlich, könnten aber zu Lieferverzögerungen bei den Kunden der Microvast GmbH führen. Aufgrund des genannten Sachverhaltes ist dies aber nicht zu erwarten. Somit ist dieses Risiko als sehr gering einzustufen.

6. Chancen- und Prognosebericht

Die Teil-Lokalisierung der Produktion in Ludwigsfelde (Brandenburg) ist ein wichtiger strategischer Schritt für die Microvast GmbH. Der Aufbau der lokalen Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie der europäischen Lieferkette sollen die Marktstellung von Microvast in Europa verstärken und zu nachhaltigem Wachstum beitragen. Auf Basis dieser geplanten Entwicklung soll langfristig unter Berücksichtigung des weiteren Marktumfeldes auch ein weiterer Produktionsschritt lokalisiert werden, nämlich die Batteriezelle, die heute noch im Konzernverbund im außereuropäischen Ausland hergestellt wird.

In Europa sieht die Microvast GmbH sehr gute Chancen für einen nachhaltigen Aufschwung. Des Weiteren erwartet man für die kommenden Jahre durch die bereits abgeschlossenen Aufträge mit Kunden und weitere Akquisitionen ein substanzielles Umsatzwachstum, das sowohl die Eigenfinanzierung des geplanten Produktionsausbaus sowie die Schaffung weiterer qualifizierter Arbeitsplätze sicherstellen wird.

Weitere Wachstumspotentiale sehen wir in naheliegenden neuen Marktnischensegmenten, wie z.B. in der Hafen- oder Marineindustrie, in welchen wir weitere Aufträge und Verträge mit den

entsprechenden Kunden anstreben und im Jahr 2020 abschließen werden. Die Microvast GmbH sieht grundsätzlich einen positiven Trend auf dem E-Mobilitätsmarkt in Europa.

Nach dem Geschäftsjahr 2019 trat die Covid-19-Pandemie ein, durch die es zu zeitlichen Projekt-Verschiebungen im laufenden Geschäftsjahr kam. Die Beschaffung der Waren von der chinesischen Schwestergesellschaft wurde hierdurch nicht beeinträchtigt. Der bisherige Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2020 entsprach wegen der Projektverschiebungen auf der Kundenseite nicht vollumfänglich den Erwartungen.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet die Microvast GmbH dennoch im Vergleich zu 2019 steigende Umsätze. Nach dem gegenwärtigen Auftragseingangsbestand sowie mit dem im Mai 2020 abgeschlossenen Kooperationsvertrag mit CNH Industrial/FPT ergibt sich mittelfristig die Möglichkeit, stabile langfristige Erträge zu erzielen. Diese Entwicklung ermöglicht es auch, die Betriebskosten der neuen Fertigungsanlage in Ludwigsfelde direkt zu decken und nicht mit Anlaufverlusten aufgrund der Investitionen rechnen zu müssen.

Aufgrund dieser wirtschaftlichen Lage rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit deutlich steigenden Umsatzerlösen. Vor dem Hintergrund des geplanten Standortwechsels und der damit einhergehenden Errichtung einer Produktionsstätte sowie den damit verbundenen Aufwänden/Kosten ist die Zielsetzung, auch für das Jahr 2020 ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Mit 24 Mitarbeitern per 31. Dezember 2019 waren in unserem Unternehmen 1,1 % mehr Mitarbeiter als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt beschäftigt. Bis Ende dieses Jahres erwarten wir einen weiteren Zuwachs von ca. 21 Mitarbeitern.

Die Microvast GmbH erwartet basierend auf der aktualisierten Planung Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 20,7 und ein Jahresergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,1. Die ursprünglich geplanten Umsatzerlöse sowie das ursprünglich erwartete Jahresergebnis mussten aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit einhergehenden Projektverschiebungen bei verschiedenen Kunden nach unten angepasst werden. Weiterhin konnten durch die Insolvenz eines Großkunden geplante Umsätze nicht realisiert werden.

Ab dem Geschäftsjahr 2020 wird ein wesentlicheres Geschäft mit Kunden in Großbritannien aufgenommen. Der Geschäftsverlauf mit den Kunden in Großbritannien (Busbetreiber in London) ist nicht betroffen und nimmt seinen geregelten und ungestörten Verlauf. Auch für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die Microvast GmbH keine durch den BREXIT bedingte negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf.

Angesichts des sich weltweit weiterhin ausbreitenden Coronavirus sind negative Einflüsse auf die Microvast GmbH nicht auszuschließen. Dies könnte sowohl die Liefermöglichkeiten, unsere Transportmöglichkeiten zu unseren Kunden als auch Beeinträchtigungen unserer Lieferanten betreffen. Nicht auszuschließen ist ebenso, dass unsere Kunden durch eigene Produktionsunterbrechungen zeitweise keine Produkte von uns abnehmen könnten.

 

Frankfurt, 29. Juli 2020

Sascha Kelterborn, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.272,00 62
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 145.746,00 108
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.426.500,00 0
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.000,00 0
4.865.518,00 170
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 853.000,00 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.183.181,95 5.872
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.106.583,98 562
3. sonstige Vermögensgegenstände 204.879,72 116
7.494.645,65 6.550
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.405.430,45 4.052
10.753.076,10 10.602
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.747,75 20
15.642.341,85 10.792

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Kapitalrücklage 7.000.000,00 3.000
III. Verlustvortrag -459.797,87 -1.949
IV. Jahresüberschuss 957.055,55 1.489
7.997.257,68 3.040
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 72
2. sonstige Rückstellungen 2.409.532,06 62
2.409.532,06 134
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.684,65 109
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.163.928,85 7.439
3. sonstige Verbindlichkeiten 38.938,61 70
davon aus Steuern: EUR 38.938,61 (Vorjahr: EUR 69.036,79)
5.235.552,11 7.618
15.642.341,85 10.792

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 12.640.982,37 12.896
2. sonstige betriebliche Erträge 28.916,12 34
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.064.370,50 8.305
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.728.127,44 309
7.792.497,94 8.614
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.684.814,29 1.520
b) soziale Abgaben 271.709,04 263
1.956.523,33 1.783
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.145,65 54
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.720.036,84 917
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 1.187,03 (Vorjahr: EUR 1.073,82)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.575,83 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.575,83 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 169.087,01 72
9. Ergebnis nach Steuern 958.183,55 1.490
10. sonstige Steuern 1.128,00 1
11. Jahresüberschuss 957.055,55 1.489

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Microvast GmbH, Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 105896), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) in der für das Geschäftsjahr geltenden Fassung und den einschlägigen Bestimmungen des GmbHG aufgestellt.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Heranziehung der steuerlichen Abschreibungstabellen linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Ausleihungen wurden zum Nennwert bewertet.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwendbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Der Ausweis der liquiden Mittel erfolgte zu Nennwerten.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine gewisse Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzerlöse wurden zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs realisiert.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen unverändert fortgeführt.

In den Vorjahreswerten der Bilanz wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 562.299,12 unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Ebenfalls wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.409.092,58 unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von EUR 30.117,94 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erfolgt ein gesonderter Ausweis. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als integraler Bestandteil des Anhangs aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter und gegen verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.106.583,98 (Vorjahr: EUR 562.299,12).

Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von EUR 5.860,94 (Vorjahr: EUR 5.707,82), welche ebenfalls in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sind.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere eine Gewerbesteuerüberzahlung in Höhe von EUR 65.519,00 (Vorjahr: EUR 0,00), eine Körperschaftsteuerrückforderung in Höhe von EUR 68.333,20 (Vorjahr: EUR 0,00) sowie Kautionen in Höhe von EUR 41.799,22 (Vorjahr: EUR 65.499,22).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 41.799,22 (Vorjahr: EUR 65.499,22) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 2.137.900,08 (Vorjahr: EUR 3.404,74), Rückstellungen für Personal in Höhe von EUR 219.631,98 (Vorjahr: EUR 44.395,86) sowie Rückstellungen für die Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses In Höhe von EUR 52.000,00 (Vorjahr: EUR 14.500,00).

Angaben zu Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 30.092,94 (Vorjahr: EUR 30.117,94).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 12.316.380,00 sonstige finanzielle Verpflichtungen für Miet- und Leasingverträge und Anlagen im Bau.

Darauf entfallen finanzielle Verpflichtungen für Mietverträge in Höhe von EUR 1.253.880,00 jährlich sowie EUR 11.062.500,00 für Anlagen im Bau.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 20,0.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Sascha Rene Kelterborn, Berlin, geführt. Der ausgeübte Beruf besteht in der hauptamtlichen Geschäftsführung der Gesellschaft. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Microvast GmbH wurde in den Konzernabschluss der Microvast Inc., Stafford, Texas, USA einbezogen.

Die Microvast Inc. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Aufgrund des neuen Nischensegmentes Nutzfahrzeuge war die Microvast GmbH in der Lage, einen wichtigen langfristigen Meilenstein zu erreichen, nämlich den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit einem bedeutenden Großkunden und die damit einhergehende exklusive Nominierung dieses globalen Nutzfahrzeugherstellers mit einer Umsatzprognose in Höhe von mehr als Mio. EUR 800 bis 2027, was die Erträge der nächsten Jahre sicherstellt.

Nach dem Geschäftsjahr 2019 trat die Covid-19-Pandemie ein, durch die es zu zeitlichen Projekt-Verschiebungen auf Kundenseite im laufenden Geschäftsjahr kam. Die Beschaffung der Waren von der chinesischen Schwestergesellschaft wurde hierdurch nicht beeinträchtigt. Der bisherige Geschäftsverlauf entsprach wegen der Projektverschiebungen auf der Kundenseite nicht vollumfänglich den Erwartungen. Nichtsdestotrotz rechnet die Microvast GmbH auch im laufenden Geschäftsjahr mit einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019.

 

Frankfurt, 29. Juli 2020

Sascha Kelterborn, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Anschaffungs-, Herstellungskosten
1.1.2019 Zugänge 31.12.2019
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.763,84 0,00 94.763,84
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.299,26 95.034,65 264.333,91
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.426.500,00 4.426.500,00
169.299,26 4.521.534,65 4.690.833,91
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 250.000,00 250.000,00
264.063,10 4.771.534,65 5.035.597,75
Abschreibungen
1.1.2019 Zugänge 31.12.2019
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.538,84 18.953,00 51.491,84
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.395,26 57.192,65 118.587,91
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
61.395,26 57.192,65 118.587,91
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
93.934,10 76.145,65 170.079,75
Buchwerte
31.12.2019 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.272,00 62.225,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 145.746,00 107.904,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.426.500,00 0,00
4.572.246,00 107.904,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.000,00 0,00
4.865.518,00 170.129,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Microvast GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Microvast GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Microvast GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 30. Juli 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steffen Branz, Wirtschaftsprüfer

Matthias Könke, Wirtschaftsprüfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2020 festgestellt.

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