Pröckl GmbH
Industriestraße 2, 94424 Arnstorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Dr. Pröckl seit 6.11.2003 | Geschäftsführer |
Gert Alois Pröckl seit 6.11.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pröckl GmbHArnstorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen mit Standort in Arnstorf, das Dach- und Fassadensysteme von der Planung bis zur Montage realisiert. Aufgrund unseres umfangreichen Leistungsspektrums können wir gegenüber unseren Kunden als Gesamtanbieter für die Gebäudehülle von gewerblichen Bauten auftreten. Als professioneller Geschäftspartner für Bauherren und Architekten können wir technisch anspruchsvolle und optisch ansprechende Architektur im Gewerbebau von der Planung, Fertigung bis hin zur Montage mit qualifizierten und zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern realisieren. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren. Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschafts-politischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. Zudem zeigten sich die Unternehmen und privaten Haushalte anpassungsfähig. Allerdings deutet die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin. Diese Hemmnisse zeichnen sich bereits seit vielen Jahren ab und wurden bisher nicht ausreichend adressiert. Erstens ist absehbar, dass durch die demografische Alterung der Anteil der 20- bis 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung sinken wird und das inländische Arbeitsvolumen zurückgeht. Zweitens sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, seit Jahrzenten rückläufig. Dies spiegelt sich in den niedrigen und gesunkenen Gründungsraten und der geringen Verfügbarkeit von Wagniskapital für junge Wachstumsunternehmen wieder. Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis. Um das Wachstumspotenzial zu stärken, sollte laut dem Sachverständigenrat der Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, beiden Entwicklungen entgegengewirkt werden. So sollte durch verbesserte Erwerbsanreize und Reformen der Zuwanderungspolitik das Sinken des Arbeitsvolumens gedämpft werden. Gleichzeitig sollten die Innovations- und Investitionstätigkeit gesteigert werden, um die Wirtschaft zu modernisieren und das Produktivitätswachstum zu steigern. Zur Modernisierung der Wirtschaft können der Einsatz neuer Querschnittstechnologien wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz (KI), ein dynamisches Gründungsgeschehen und insbesondere junge Wachstumsunternehmen entscheidend beitragen. Die Wirtschaftspolitik sollte den damit verbundenen Strukturwandel unterstützen. Ein zu enger Fokus auf Wirtschaftsbereiche, die im Strukturwandel gefährdet sind, würde die notwendige Reallokation von knappen Ressourcen hin zu neuen Geschäftsfeldern bremsen. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. €, nach 160,4 Mrd. € im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real um 5,3 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %. Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Größenklassen der Unternehmen und Bausparten sehr unterschiedlich. Die Umsatzsteigerung um nominal 1,3 % ist der Saldo einer zweigeteilten Entwicklung. Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten einen Umsatzzuwachs um 3,5 %, während die Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten einen Verlust von 3,2 % einfuhren. (Der Anteil am Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten liegt bei 6 9%.) Während der Hochbau mit einem nominalen Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Insbesondere die Nachfrageschwäche im Wohnungsbau kostete den Hochbau Kraft. Den Tiefbau stützen Projekte der Energie- und Mobilitätswende. Die Umsatzentwicklung war weiter stark preisgetrieben, aber mit im Jahresverlauf deutlich fallender Tendenz. Während zu Beginn des Jahres 2023 die Preisentwicklung für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr noch bei knapp +16 % lag, wies der Deflator zum Jahresende eine Dynamik von nur noch knapp +2 % auf. Zum einen hat hierbei die Preisentwicklung auf der Einkaufsseite nachgegeben, auch wenn das Preisniveau immer noch deutlich über dem Ausgangsniveau von vor der Corona-Pandemie liegt. So lag der Erzeugerpreisindex im Jahresmittel 2023 gegenüber 2020 bei energieintensiven Produkten wie Zement noch um 64 % höher. Auch Mineralölerzeugnisse (+59 %), Betonstahl (+52 %), Dämmung (+43 %), Ziegel, Kies und Sand (+35 %) und auch Bauholz (+34 %) verfehlten weit das Ausgangsniveau von 2020. Der Orderzugang blieb im Wirtschaftshochbau im Jahresverlauf schwach ausgeprägt. Zuletzt haben Großprojekte das kumulative Ergebnis zwar noch etwas aufgebessert, per Saldo sind es aber immer noch allein nominal ca. 3 % weniger Aufträge als im Vorjahr. Der Auftragsbestand liegt zum Ende 2023 mit ca. 5 % (nominal) unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt erreichte der Umsatz im Wirtschaftsbau 2023 ca. 60 Mrd. €, nominal ein Zuwachs um 5,5 %, real ein Verlust um 1,3 %. Der Wirtschaftstiefbau gewann in den vergangenen Jahren mit dem Ausbau der Energieinfrastruktur und der Mobilitätswende zusehends an Gewicht. Betrug der Umsatzanteil 2015 erst 38 %, so erreichte er 2023 bereits 46 %. Dem Trend folgend wird der Tiefbau weitere Anteile hinzugewinnen. 2. Geschäftsverlauf Die Auftragssituation war in 2023 sehr zufriedenstellend. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 ist mit 61,3 Mio. € weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Auftragsbestand um 35,0 % gestiegen (2022: 45,4 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2023 konnte eine Gesamtleistung von 64,30 Mio. € erzielt werden. Dies entspricht einer Steigerung von 1,3 % (2022: 63,40 Mio. €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich um ca. 41,8 % auf 5,18 Mio. € (2022: 3,65 Mio. €). Insgesamt gilt es zu berücksichtigen, dass unser Unternehmen den branchenbezogenen Risiken ausgesetzt ist und weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen hat. Der Fachkräftemangel hat sich weiter verschärft, die Risiken in der Auftragsabwicklung und im Forderungsmanagement sind Teil der Herausforderungen, denen sich die Geschäftsführung stellen muss. Die Materialeinkaufspreise sind im Jahr 2023 wieder deutlich gesunken. Die Deckungsbeiträge sind, verglichen zum Vorjahr, leicht gestiegen. Qualitativ hochwertige Leistungserbringung und der hohe Servicestandard sichern die Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden. Um Abhängigkeiten zu vermeiden und zur Risikostreuung ist auch der Akquise von Neukunden eine hohe Bedeutung beizumessen. Unsere Leistungsstärke ist darüber hinaus auf erfahrene und zuverlässige Mitarbeiter zurückzuführen. Eine auf Mitarbeiterbindung ausgerichtete Personalpolitik ist unverzichtbar. Den Marktgegebenheiten begegnen wir mit einer zukunftsorientierten und flexiblen Unternehmensführung. Straffe Unternehmensstrukturen und die ständige Optimierung der Auftragsabwicklung stehen hier im Fokus. a) Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Gesamtleistung betrug zum 31.12.2023 64,25 Mio. Euro (2022: 63,40 Mio. Euro). Die Auftragslage war in dem zurückliegenden Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend. Die Kundenstruktur besteht aus einer gesunden Mischung aus Stammkunden und Neukunden aus verschiedenen Branchen. b) Beschaffung Im Jahr 2023 haben sich viele Lieferengpässe aufgelöst und die Materialeinkaufspreise sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Eine effiziente Lagerführung und ständige Optimierung des Einkaufs orientiert an den Bedarfsmengen unter Berücksichtigung der Preiserwartungen stellen eine große Herausforderung dar und sind ein nicht unbedeutender Bestandteil des Unternehmenserfolgs. c) Verkaufspreise am Markt Die Preissituation am Markt hat sich im Vergleich zum Vorjahr stabilisiert. Zusätzlich ist unser Unternehmen nach wie vor mit hohen Leistungsansprüchen der Auftraggeber und Mitbewerber mit Niedrigpreisangeboten konfrontiert. Die weiterhin positive Auftragslage verschaffte uns eine verbesserte Verhandlungsposition, so dass weitgehend zufriedenstellende Verkaufspreise erzielt werden konnten. d) Bruttospannen Bei der Beurteilung der Bruttospannen sind sowohl der Materialanteil als auch die bezogenen Fremdleistungen zu berücksichtigen. Insgesamt hat sich der Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung von 61,6% auf 55,1% verringert. Der Fremdleistungsanteil hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 20,6% auf 23,9% erhöht. Demgegenüber steht eine Verringerung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff-Quote. Diese hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 41,0% auf 31,2% reduziert. Dies ist auf die deutlich gesunkenen Einkaufspreise für Material zurückzuführen. e) Investitionen Die Investitionstätigkeit im Bereich des Sachanlagevermögens (T€ 1.293) umfasste Ersatz- und Neuanschaffungen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen (T€ 119), des Fuhrparks (T€ 377), sowie der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 797). Es wurden alle Investitionen getätigt, die für einen optimalen Geschäftsbetrieb erforderlich waren. f) Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorgaben Die Neuanschaffungen im Bereich des Sachanlagevermögens sowie die restlichen Investitionen wurden mittels Bankguthaben finanziert. g) Personalbereich Im Verlauf des Geschäftsjahres ergab sich eine Erhöhung der durchschnittlichen Zahl des Personalbestands von 222 auf 232 Mitarbeiter (exkl. Auszubildende). Zusätzlich waren im Jahr 2023 durchschnittlich 13 Auszubildende beschäftigt. h) Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Im Übrigen sind im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Änderungen rechtlicher oder vertraglicher Rahmenbedingungen eingetreten. 3. Lage a) Ertragslage
Unser Unternehmen erwirtschaftete eine um 1,3% höhere Gesamtleistung als im Vorjahr. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist, wie in den Vorjahren, durch den hohen Bestand an in Ausführung befindlichen Bauaufträgen geprägt. Die reduzierten Materialeinkaufspreise haben den erwirtschafteten Rohertrag erhöht. Der Materialaufwand (im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist von 61,6% auf 55,1% gesunken. Die Gesamtkostenquote (ohne Materialaufwand) ist von 31,3% auf 34,5% gestiegen. Wir beschäftigen qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal. Der Personalaufwand (im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist mit 22,2% (Vorjahr 21,2%) gestiegen. Die Erhöhung der Personalaufwandsquote resultiert aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl und den gestiegenen Gehältern aufgrund der hohen Inflation in 2023. Die Struktur unserer Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr prozentual (im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 9,0% auf 10,6% gestiegen. Das Zinsergebnis verringerte sich um 33,6% auf T€ -92. Die Finanzierung für kurzfristige Investitionen erfolgte hauptsächlich aus Eigenmitteln. Die Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern) von 42,0% (2022: 34,5 %) übersteigt deutlich den Kapitalmarktzins für langfristige Anleihen. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Die Kapitalstruktur stellt sich zum Ende des Geschäftsjahres wie folgt dar:
Der Eigenkapitalanteil von 62,0% (Vorjahr 55,1%) liegt deutlich über der branchenüblichen Quote. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr T€ 94). Die liquiden Mittel sind mit T€ 8.990 in 2023 auf Vorjahresniveau (2022 T€ 8.990). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 1.765 (2022 T€ 2.004) und resultieren im Wesentlichen aus der Umsatzsteuerverbindlichkeit im Rahmen der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft. Bei den Lieferantenverbindlichkeiten ergab sich eine Verringerung von T€ 5.303 auf T€ 4.228. Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 1.141 (2022 T€ 1.122) haben sich um T€ 18,9 erhöht. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestanden folgende Verbindlichkeiten:
Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Banken bestehen seit vielen Jahren. Die uns eingeräumten Kreditlinien sind deutlich höher als die durchschnittliche Inanspruchnahme. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich folgende Kapitalflussrechnung:
Das Unternehmen ist aufgrund der positiven wirtschaftlichen Verfassung in der Lage, sich auch kurzfristig Liquidität zu verschaffen. Das Unternehmen wird deshalb auch in der Zukunft in der Lage sein, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. c) Vermögenslage
Die Anlagenintensität (Anlagevermögen im Verhältnis zum Gesamtvermögen) von 15,1% hat sich im Vergleich zum Vorjahr (14,7%) leicht erhöht. Der Bestand an Vorräten hat sich von T€ 4.353 auf T€ 7.063 erhöht. In der Bilanz wird von dem Ausweiswahlrecht Gebrauch gemacht, die erhaltenen Anzahlungen offen von dem Posten "Vorräte" abzusetzen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 24,1% auf T€ 5.885 verringert. Die Anwartschaften aus den Pensionszusagen werden in den Jahren 2029 und 2034 erstmals fällig. Die diesbezügliche Rückstellung wurde mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen saldiert. Es bestehen keine Vermögenspositionen in fremder Währung. Die Vermögenslage der Gesellschaft weist weiterhin eine gesunde Struktur auf. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung ist das Controlling unverzichtbar. Bei jedem einzelnen Auftrag (Bauvorhaben) erfolgt auf dieser Basis von Beginn an eine Überwachung der projektbezogenen Ergebnisentwicklung (Umsatzrendite vor Steuern) unter Einbeziehung der Planzahlen. Die Umsatzrentabilität (nach Steuern und bezogen auf die Gesamtleistung) ist von 5,8% auf 9,2% gestiegen. Für die Unternehmensführung werden daneben die Kennzahlen EBIT und Gesamtleistung verwendet
Die Gesamtleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% gesteigert werden. Der EBIT konnte um etwa 42,6 % gesteigert werden. Dies ist auf den erhöhten Rohertrag zurückzuführen. 5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Die Entwicklung der Gesamtleistung und des operativen Ergebnisses ist erfreulich. In 2024 planen wir mit einem weiterhin hohen Geschäftsvolumen. Die Finanzpolitik des Unternehmens ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Abzug von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb kurzer Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die flüssigen Mittel, die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände reichen vollständig aus, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu erfüllen. III. Prognosebericht Der Sachverständigenrat erwartet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,4 % zurückgeht. Hierfür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn 2024. Im Prognosehorizont bis Ende 2024 dürften sich die privaten Konsumausgaben angesichts der wieder steigenden realen Einkommen erholen. Die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, dürfte sich aber fortsetzen und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremsen. Dementsprechend dürfte der Außenbeitrag negativ sein. Für das Jahr 2025 ist davon auszugehen, dass sich das BIP-Wachstum leicht erholt und 0,7 % beträgt. Das außenwirtschaftliche Umfeld Deutschlands ist stark eingetrübt. Hierzu haben die weltweite geldpolitische Straffung und die schleppende Entwicklung in China beigetragen. Von den USA gingen seit dem Frühjahr 2023 zwar positive außenwirtschaftliche Impulse aus. Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum wuchs im 2. Quartal 2023 aber zum zweiten Mal in Folge nur geringfügig. Auch die chinesische Volkswirtschaft wuchs im Jahr 2023 bislang deutlich langsamer als in der Vergangenheit und weniger als nach Beendigung der Null-Covid-Politik erwartet. Im Jahr 2024 dürfte sich die Weltkonjunktur wieder etwas aufhellen. China dürfte für seine Verhältnisse jedoch weiterhin nur schwach wachsen. Für die Jahre 2023 und 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um 2,7 % bzw. 2,2 % wachsen wird, weniger als im Durchschnitt der 2010er-Jahre. Die Inflation in Deutschland ist gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) im Verlauf des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen, von 8,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat im Januar 2023 auf 4,5 % im September 2023. Dies ist größtenteils auf geringere Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel zurückzuführen. Die Kerninflation bleibt mit zuletzt 4,5 % jedoch weiterhin deutlich erhöht. Hier spielen die im Vergleich zu den Warenpreisen verzögerten Preissteigerungen bei Dienstleistungen, die zuletzt stark steigenden Lohnstückkosten und das noch bestehende Aufholpotenzial bei der privaten Nachfrage nach Dienstleistungen eine wesentliche Rolle. Für das Jahr 2023 prognostiziert der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflationsrate von 6,1 % und für das Jahr 2024 von 2,6 %. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) rechnet 2024 im Wirtschaftsbau mit einem realen Zuwachs von 2,7 %, dabei im Tiefbau von ca. +7 %. Im Hochbau erwartet der ZDB einen realen Rückgang um 1 %. Der Umsatzanteil des Tiefbaus wird dann bei knapp 50 % liegen. Im öffentlichen Bau geht der ZDB 2024 davon aus, dass die Investitionslinien für die Infrastruktur im Bereich Straße und Wasserstraße wie in der Haushaltsplanung 2024 bisher veranschlagt bei ca. 10 Mrd. liegen. Dies entspricht einem nominalen Zuwachs um gut 3 %. Gleichzeitig bleiben die investiven Handlungsspielräume der Länder und Kommunen eng, wie das Ringen um das Wachstumschancengesetz deutlich illustrierte. Nach dem aktuellen Kommunalpanel 2023 beziffern die Kommunen ihren 2022 bestehenden Investitionsrückstau auf nun 165,6 Mrd. €, nach 159,4 Mrd. € im Jahr 2022. Die Kommunen rechnen mit einem weiteren Anstieg des Investitionsstaus in den kommenden fünf Jahren. Nominal erwartet der ZDB für 2024 ein Umsatzwachstum beim öffentlichen Bau um knapp 1 %, bei dem erwarteten Preisrückgang entspricht das einem realen Wachstum um knapp 3 %. Für 2024 erwartet der ZDB einen Preisrückgang für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr um 2 %. Zusätzlich rechnet der ZDB mit einem Rückgang bei der Zahl der Beschäftigten von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte. Hierbei werden insbesondere altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter nicht durch neue Mitarbeiter ersetzt. Als Gesamtanbieter für die Außenhaut von Gewerbeobjekten sind wir in Deutschland und Österreich tätig. Um unsere Marktstellung zu festigen bzw. auszuweiten, bieten wir eine exzellente Kundenbetreuung, ausgereifte Produkte und greifen auf bewährte Prozesse zurück. Dabei liegt unser Fokus in der Personalpolitik auf qualifizierten und zuverlässigen Mitarbeitern. In unserer Unternehmensstrategie setzen wir darüber hinaus auf langfristige Partnerschaften und Kundenbeziehungen. Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand und der guten Auftragslage ist für das Jahr 2024 von einem insgesamt positiven Geschäftsverlauf auszugehen. Wir erwarten für das Jahr 2024 ein weiterhin hohes Geschäftsvolumen. Für das Jahr 2024 gehen wir von folgenden Entwicklungen der finanziellen Leistungsindikatoren aus:
Basierend auf einer vorsichtigen Planung für das Jahr 2024, gehen wir von einer Steigerung der Gesamtleistung um etwa 6,1% aus. Unter konservativen Gesichtspunkten erwarten wir einen Rückgang des EBITs um ca. 33,4 %. Dies liegt trotz der steigenden Gesamtleistung, an einer sinkenden Rohertragsquote und einem steigenden Gesamtkostenblock des Unternehmens. Unter konservativen Gesichtspunkten gehen wir aktuell davon aus, dass sich bestimmte Materialien im Laufe des Jahres wieder verteuern könnten/werden. Hier erwarten wir einen moderaten Anstieg. Zusätzlich gehen wir in unserer Planung davon aus, dass der Konkurrenz- und Preisdruck weiter steigen wird und somit die eingekauften Deckungsbeiträge der Projekte wieder schlechter werden. Insgesamt erwarten wir eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Eine weitere Verschärfung der Ukrainekrise oder auch eine weiterhin stark anhaltende Inflation sowie wieder stark steigende Materialpreise könnten sich negativ auf die Nachfrage im Industriebau auswirken. Zusätzlich könnten auch die hohen Zinsen für Fremdkapital die Nachfrage im Industriebau negativ beeinflussen. Risiken können auch durch Branchenabhängigkeit entstehen. Aus diesem Grund wird versucht Auftraggeber aus verschiedensten Bereichen und Branchen zu gewinnen, um das Risiko zu diversifizieren. Die Auftragsabwicklung beginnend von der Planung, über den Vertragsabschluss bis hin zur Abnahme bzw. Zahlung stellt das zentrale Unternehmensrisiko dar. Vor der Auftragsannahme wird jeder einzelne Auftrag einer entsprechenden Risikoanalyse unterzogen. In rechtlichen Belangen können wir darüber hinaus auf eine externe, hochqualifizierte Beratung zurückgreifen. Aufgrund der konjunkturellen Entwicklung und dem demographischen Wandel hat sich die Arbeitsmarktsituation weiter verschlechtert. Die Ausbildung und Qualifikation unserer Mitarbeiter sichern die Zukunftsfähigkeit und die Innovationskraft unseres Unternehmens. Demzufolge ist unsere Personalpolitik darauf ausgerichtet ein gutes Betriebsklima zu bieten, Fachkräfte im eigenen Unternehmen aus- und fortzubilden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Ertragsorientierte Risiken: Eine weiterhin hohe Inflation, steigende Lohn- und Gehaltsaufwendungen, ein steigender Konkurrenz- und Preisdruck, starke Preissteigerungen bei Rohstoffen sowie Lieferengpässe stellen auch in 2024 ein Umsatz- und Ertragsrisiko dar. Ebenso gilt es, die hohen Qualitätsanforderungen der Auftraggeber termingerecht zu erfüllen. Als mittelständisches Familienunternehmen betreiben wir eine flexible, vorausschauende an den Marktgegebenheiten orientierte Unternehmenspolitik. Unsere langjährige Erfahrung, unsere Standards, Innovationen und Patente sind die Basis für qualitativ hochwertige Ausführungen und ermöglichen uns, in Einzelfällen auch höhere Preise durchzusetzen. Klare Schnittstellen und Verantwortlichkeiten in der Pröckl-Organisation sorgen für Wiederholgenauigkeit und Stabilität und minimieren das Risiko von Fehlern in der Auftragsabwicklung. Die im Unternehmen installierten Kontrollmechanismen optimieren die Abläufe und erhöhen unsere Effizienz. Vor allem das laufende Projektcontrolling stellt eine laufende ertragsorientierte Überwachung aller Aufträge sicher. Die Personalsituation in unserem Unternehmen kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. In allen Bereichen leisten Erfahrene und verantwortungsbewusste Mitarbeiter einen hohen Beitrag für den Erfolg des Unternehmens. Zusätzlich tragen kurze Kommunikationswege und eine effektive Auftragsbearbeitung maßgeblich zum nachhaltigen Unternehmenserfolg bei. Des Weiteren wird auf eine schlanke, variable und stabile Kostenstruktur geachtet. Vor diesem Hintergrund gekoppelt mit unserer finanziellen Stabilität und unserer sorgfältigen Auftragskalkulation sind wir für die Anforderungen der künftigen Entwicklung gut gerüstet. Die Kapitalstruktur und Finanzierung des Unternehmens ist geprägt durch einen hohen Eigenkapitalanteil, ausreichend Liquidität und geringen Bankverbindlichkeiten. Dadurch ist es uns möglich, als verlässlicher und stabiler Partner im Industriebau aufzutreten. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Gesellschaft verfügt über eine sehr gute Eigenkapitalausstattung und auch die Liquiditätssituation ist stabil. Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar. Unser Unternehmen ist darüber hinaus auch nicht mit Währungsrisiken konfrontiert. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend und lässt keine Engpässe erwarten. 2. Chancenbericht Als Gesamtanbieter für Lösungen im Bereich der Außenhaut von Gewerbeimmobilien beraten, planen, fertigen und montieren wir die Hülle des Gebäudes mit Dach, Fassade und Aluminiumfenster/Pfosten-Riegel-Konstruktionen in nahezu jeder Größenordnung in Deutschland und Österreich. Dieses Angebot auf einen Gesamtservice, unsere langjährige Erfahrung und qualitativ hochwertige Leistung auf der Basis ausgereifter Produkte verschaffen uns entsprechende Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus sind unsere über 240 qualifizierten und motivierten Mitarbeiter (inklusive Azubis und Geschäftsleitung) der Schlüssel unseres Erfolgs und machen uns zu einem schlagkräftigen Unternehmen. Unsere Wertvorstellungen, wie Traditionsbewusstsein, Qualität, Stabilität und ein fairer Umgang in allen Geschäftsbereichen, aber auch langjährige Erfahrung sowie eine effiziente Auftragsabwicklung zeichnen uns als zuverlässigen Geschäftspartner aus. Durch unsere erfolgreiche strategische Ausrichtung haben wir uns eine gute Marktposition erarbeitet. 3. Gesamtaussage Die nicht einschätzbaren Folgen und der weitere Verlauf des Kriegs in der Ukraine, ein möglicher Nachfragerückgang, marktwirtschaftliche sowie politische Veränderungen, sinkende Verkaufspreise, stark steigende Gehaltsaufwendungen und Rohstoffpreise, der Personal- und Fachkräftemangel und Fehler in der Projektabwicklung stellen die wesentlichen Unternehmensrisiken dar. Die von der persönlichen Präsenz der Geschäftsleitung geprägte straffe, vorausschauende und risikobewusste Unternehmensführung leistet einen Beitrag zur Minimierung der Risiken. Wirtschaftliche Stabilität und gesundes Wachstum stehen hierbei im Mittelpunkt. Für die künftigen Herausforderungen sind wir dank unserer finanziellen Stabilität, unserer über 75-jährigen Erfahrung und den daraus gewachsenen Strukturen gut gewappnet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Um Ausfallrisiken vorzubeugen, werden bei neuen Geschäftspartnern umfangreiche Erkundigungen eingeholt. Die Prüfung der Bonität hat hierbei oberste Priorität. Aufgrund der langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit vielen Kunden und der sorgfältigen Auswahl neuer Auftraggeber verfügt unser Unternehmen über solvente Geschäftspartner. Das Forderungsmanagement beinhaltet ein überaus effizientes Mahnwesen und gewährleistet damit noch mehr Sicherheit. Dank dieser Überwachungs- und Kontrollinstrumente konnten die Forderungsausfälle entgegen dem Branchentrend ungewöhnlich niedrig gehalten werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der gesetzten Zahlungsziele beglichen. Neben den Lieferantenkrediten finanziert sich die Gesellschaft über Geschäftsbeziehungen zu fünf Banken, mit denen bereits eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Da zur Risikominimierung der Fokus unter anderem auf dem Forderungsmanagement liegt, zeigten sich bisher noch keine Auswirkungen aus dem Finanzrisiko auf unser Unternehmen. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir mit einer vorausschauenden Finanzplanung, um so die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens sicherzustellen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Der Sitz des Unternehmens ist in Arnstorf. Weitere Niederlassungen bestehen nicht. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Pröckl GmbH, Arnstorf (Amtsgericht Landshut, HRB 2195) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHG zu beachten. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB). Bei der Anschaffung in 2023 wurde die Abschreibung zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen. Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen (§ 253 Abs. 3 S. 5 HGB) Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Werkzeugen wurde wie in den Vorjahren ein Festwert gebildet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen werden mit dem Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. verzinslich angesammelter Überschussanteile bewertet (IDW RH FAB 1.1021). Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB die Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht einbezogen. Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie bei den in Ausführung befindlichen Bauaufträgen wurden die Einzel- und Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereichs nach den Werten der Kostenträgerrechnung angesetzt. Im Rahmen des Maschinenstundensatzes wurden Finanzierungszinsen in der Bewertung der halbfertigen Erzeugnisse mitberücksichtigt. Weitere Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen für Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens auf der Aktivseite von den Posten Vorräte offen abzusetzen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts (§ 274 Abs. 1 S. 2 HGB). Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit verpfändeten Rückdeckungsversicherungen saldiert. Der aktivische Überhang wird unter einem gesonderten Posten ausgewiesen (§ 246 Abs. 2 S. 3 HGB). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). B. Weitere Angaben zur Bilanz I. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens
II. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Einkaufspreisen, gekürzt um die tatsächlichen erzielten Anschaffungskostenminderungen angesetzt. Ungängige und nicht verwertbare Materialien werden angemessen abgewertet. III. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen € 519.915,01. Die Bankguthaben betragen € 8.987.095,20. IV. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen PUC-Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • durchschnittlicher Marktzins von 1,88 % und 1,91 % der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit (Duration) von 18 und 21 Jahren bekanntgemacht wurde • keine Anpassungen für zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Der Unterschiedsbetrag durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre anstelle mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre beläuft sich auf € 3.294,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird die Pensionsrückstellung mit dem Wert der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2023 saldiert. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und beträgt € 2.727.956,90, der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt € 1.923.383,00. Somit ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von € 804.573,90. Es wurden Zinserträge in Höhe von € 19.837,77 und Zinsaufwendungen in Höhe von € 27.232,60 aus dem Deckungsvermögen mit Zinserträgen in Höhe von € 15.366,00 aus der Pensionsrückstellung unter Zinserträge saldiert. V. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 1.350.000,00. VI. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Rückstellungen: Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von T€ 538, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 921 sowie das Honorar für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von € 57 und Rückstellungen für Personalkosten in Zusammenhang mit Urlaubsabgeltung, Überstunden und sonstigen Personalkosten in Höhe von T€ 840 und Rückstellungen für Nachbesserungsaufwand im Zusammenhang mit bereits realisierten Umsatzerlösen im Rahmen der erfolgten Endabnahme von Bauprojekten T€ 79. VII. Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt € 6.678.493,08 (Vorjahr: € 8.056.017,15). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 455.736,44 (Vorjahr: € 468.254,55). Darin enthalten ist ein Betrag in Höhe von € 87.504,84 (Vorjahr: € 48.685,63) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Diese sind ausschließlich in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Verbindlichkeiten in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 93.924,00) sind durch Sicherungsübereignung des Anlagevermögens besichert. Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 1.737.737,07 (Vorjahr: € 1.978.714,40) enthalten. Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) in Höhe von 1.560.316,21 €. Hier sind zukünftige KFZ-Leasingzahlungen in Höhe von ca. 610 T€, sowie der Jahresbetrag für die Miete der betrieblichen Räume in Arnstorf enthalten:
Es besteht ein gewerblicher Mietvertrag über das Grundstück Industriestr. 2 in Arnstorf mit den darauf errichteten Produktions- und Verwaltungsgebäude sowie Lagerflächen, Parkplätzen, Straßen, Wegen und sonstigen Freiflächen mit der Pröckl GmbH & Co. KG, dem Mutterunternehmen der Gesellschaft. C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen € 56.136.915,03 und gliedern sie wie folgt auf:
II. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die Erträge aus der Anpassung der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen in Höhe von € 81.488,08. D. Sonstige Angaben I. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 232 (Vorjahr 222) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 96 Angestellte und 135 gewerbliche Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB). II. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Pröckl GmbH durch die beiden Geschäftsführer: - Herrn Gert Pröckl, Bauingenieur, Arnstorf - Herrn Dr. Thomas Pröckl, Rechtsanwalt, Arnstorf Beide Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. III. Angaben zum Konzernkreis Der Jahresabschluss der Pröckl GmbH mit Sitz in Arnstorf wird als 100%iges Tochterunternehmen der Pröckl GmbH & Co. KG mit Sitz in Arnstorf in den Konzernabschluss der Pröckl Verwaltungs GmbH mit Sitz in Arnstorf als Komplementärin der Pröckl GmbH & Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger offengelegt und ist beim Bundesanzeiger einsehbar. Für die Pröckl GmbH & Co. KG wurde gemäß § 291 HGB (befreiender Konzernabschluss) auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. IV. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar nach § 285 Abs. 2 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der Pröckl Verwaltungs GmbH mit Sitz in Arnstorf. Insofern wird die Befreiungsvorschrift in Anspruch genommen. sonstige Berichtsbestandteile
Arnstorf, den 03.05.2024 Pröckl GmbH Geschäftsführung gez. Gert Pröckl gez. Dr. Thomas Pröckl Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 05.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pröckl GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pröckl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pröckl GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtürmern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mühldorf, den 04.07.2024 Leebmann
& Plininger PartG mbB
Maximilian Leebmann, Wirtschaftsprüfer |
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