BDT & MSD Partners Europe GmbH

Opernplatz 14, 60313 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 113612
Vorher
INOS 18-041 GmbHBDT & Company Europe GmbH
Eingetragen
23.8.2018
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Erbringung von (i) Anlagevermittlung, (ii) Anlageberatung, (iii) Abschlussvermittlung, (iv) die Beratung und Unterstützung im Hinblick auf Strategie und Kapitalstruktur von Gesellschaften und damit zusammenhängender Tätigkeiten, ein-schließlich Beratung zu Kapitaloptimierung, Gesellschafterstruktur, Governance, Nachfolgeplanung sowie die Analyse von Möglichkeiten zum organischen Wachstum und zum Wachstum durch Erwerb von Unternehmen (M&A Beratung) sowie (v) sonstige nicht erlaubnispflichtige Aktivitäten, die mit den Tätigkeiten in (i) bis (iv) im Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Edwin Burns
seit 29.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BDT Europe Holdings, LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BDT Europe Holdings, LLC
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BDT & MSD Partners Europe GmbH (vormals: BDT & Company Europe GmbH)

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die BDT & MSD Partners Europe GmbH ("BDT" oder "Gesellschaft"), mit Sitz in Frankfurt am Main, ist ein europaweit tätiges Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Abs. 1 Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG).

Im Januar 2023 kam es zu einer Fusion zwischen der BDT & Company Holdings, LLC, einer Muttergesellschaft der BDT, mit der MSD Partners, L.P, mit Sitz in den USA. Die BDT erwartet, dass die Fusion und der daraus resultierende Zugang zu einem erweiterten Kundenangebot und zusätzlicher Mitarbeiter-Expertise ihre europäische Strategie und Kundengewinnung unterstützt.

Das Geschäftsmodell der Gruppe, in das die Gesellschaft einbezogen ist, beruht auf der Beratung im Hinblick auf die Strategie und Kapitalstruktur von Unternehmen sowie damit zusammenhängender Tätigkeiten, einschließlich

der Beratung zur Kapitaloptimierung, Gesellschafterstruktur, Governance, Nachfolgeplanung,

der Analyse von Möglichkeiten zu organischem Wachstum und zu Wachstum durch den Erwerb von Unternehmen,

der Beratung und der Unterstützung von Kunden bei Erwerb und Veräußerung von Finanzinstrumenten, insbesondere hinsichtlich von Anteilen an Unternehmen sowie

der Vertrieb von Finanzinstrumenten, insbesondere von Anteilen an Investmentfonds.

Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft die Erlaubnisse für die Anlagevermittlung nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG, die Anlageberatung nach § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und die Abschlussvermittlung nach § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG.

1.2 Eigentümerstruktur und Organisation

Alleinige Gesellschafterin ist die BDT Europe Holdings, LLC, Wilmington, Delaware, USA, die zugleich Inhaberin einer bedeutenden Beteiligung gemäß § 2 Abs. 23 WpIG ist. Sie ist eine reine Holdinggesellschaft, die keine über das Halten der Beteiligung an der BDT hinausgehenden Tätigkeiten ausübt. Die BDT Europe Holdings, LLC ist eine Gesellschaft der international agierenden BDT & MSD Gruppe.

Im Jahr 2023 hatte die Gesellschaft eine festangestellte Mitarbeiterin. Zusätzlich waren vier Mitarbeiter von BDT & MSD Partners International, LLP, ein Mitarbeiter der BDT & MSD Partners International, LLP (Dubai Zweigniederlassung) und eine Mitarbeiterin der BDT Capital Partners LLC für die Gesellschaft mittels eines Secondments tätig. Im Kern handelt es sich um Arbeitnehmerüberlassungsverträge.

Die BDT hat ihre Compliance-Funktion sowie IT-Dienstleistungen auf eine Gruppengesellschaft, die BDT Capital Partners LLC, Chicago, Illinois, USA, ausgelagert.

Die Gesellschaft gliedert ihr Geschäftsmodell in die zwei Segmente "M&A-Beratung" und "Investing". Letzteres Segment umfasst den Vertrieb und die Vermittlung von Geschäfts- und Fondsanteilen von externen Kunden, das Identifizieren von geeigneten Anlagemöglichkeiten für die Fonds der BDT & MSD Gruppe, die Unterstützung bei der Vornahme der entsprechenden Investitionen sowie den Vertrieb der Anteile an den BDT-eigenen Fonds im europäischen und internationalen Markt.

1.3 Ziele und Strategien

Die BDT & MSD Gruppe, welcher die Gesellschaft als deutsches Wertpapierinstitut angehört, fokussiert sich unter anderem auf die weltweite Beratung familiengeführter Unternehmen sowie die Betreuung derer Vermögen. Die Gesellschaft soll aus Frankfurt am Main heraus die "M&A- Beratung" der BDT & MSD Gruppe insbesondere in der Europäischen Union vorantreiben.

Die Strategie der Gesellschaft umfasst den Aufbau ihres Kundenstamms und von Kundenbeziehungen im deutschen und europäischen Raum, um Leistungen in der "M&A-Beratung" und im "Investing" zu erbringen. Die BDT unterstützt die Ziele der BDT & MSD Gruppe vor allem bei der Generierung von Beratungsangeboten in Europa sowie bei der Identifikation von Investmentmöglichkeiten und Investoren für die Fonds der BDT & MSD Gruppe. Darüber hinaus verfolgt die Gesellschaft das Ziel, das bestehende Netzwerk familiengeführter Unternehmen der BDT & MSD Gruppe insbesondere in der Europäischen Union auszubauen.

Weiterhin hat die Gesellschaft qualitative Ziele für sich definiert. Diese Ziele sind Kundenzufriedenheit, unternehmerische Verantwortung für Mitarbeiter (verantwortungsvolle Personalpolitik) sowie die Verwaltung der sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit, einschließlich der Art und Weise der Interaktion mit ihren Kunden, Mitarbeitern und Dienstleistern. Die Gesellschaft ist bestrebt, ihren CO 2 -Fußabdruck so weit wie möglich zu reduzieren, beispielsweise durch die Verringerung nicht notwendiger Geschäftsreisen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut der Winterprognose 2024 der Europäischen Kommission von Februar 2024, wird das Wachstum für 2023 in der EU auf 0,5 % geschätzt. Das BIP dürfte 2024 um 0,9 % und 2025 um 1,7 % steigen. Die Gesamtinflation in der EU wird voraussichtlich von 6,3 % im Jahr 2023 auf 3,0 % im Jahr 2024 und 2,5 % im Jahr 2025 sinken.

2.2 Geschäftsverlauf

Um den finanziellen Erfolg ihrer Geschäftsstrategie zu messen, verwendet die BDT ihre Erträge, ihre Aufwendungen und die regulatorischen Eigenmittel auf monatlicher und vierteljährlicher Basis. Weitere finanzielle Steuerungsgrößen und Gegenstand der Überwachung sind die Ertragsprognosen externer Projekte sowie der Einnahmen daraus auf monatlicher Basis als auch die Aufwendungen.

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen hatten keine nennenswerten Auswirkungen auf die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023. Die Gesellschaft erzielte 2023 Brutto-Provisionserträge in Höhe von TEUR 928,0 (2022: TEUR 3.202,2). Davon entfallen TEUR 600,0 auf Beratungserträge und TEUR 328,0 auf konzerninterne Erträge. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Berichtsjahr nach Abzug aller Verwaltungsaufwendungen einen Jahresfehlbetrag von TEUR 1.716,0 (2022: Jahresfehlbetrag TEUR 4.419,3) aus.

2.3 Ertragslage

BDT erwirtschaftete im Berichtsjahr Brutto-Provisionserträge in Höhe von TEUR 928,0 (Geschäftsjahr 2022: TEUR 3.202,2). Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich von TEUR -4.419,3 im Geschäftsjahr 2022 (enthielt die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von TEUR 3.455,6) auf TEUR -1.716,0 im Berichtsjahr entwickelt. Im Jahr 2023 wurden weniger Erträge durch die Anlagevermittlung erzielt als im Vorjahr. Dies ergibt sich daraus, dass das Flagship Fonds 4 der BDT & MSD Gruppe im Geschäftsjahr geschlossen wurde.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im Berichtsjahr von TEUR 4.176,2 auf TEUR 2.650,6 gesunken. Der Hauptgrund für diese Entwicklung war der Rückgang des Personalaufwands, der von TEUR 1.711,3 auf TEUR 377,4 gesunken ist. Andere Verwaltungsaufwendungen entwickelten sich von TEUR 2.464,9 2022 auf TEUR 2.273,2 im Berichtsjahr.

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 1.716,0 und liegt damit um TEUR 2.703,3 unterhalb Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres 2022 von TEUR 4.419,3 (enthielt die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von TEUR 3.455,6). Der Bilanzverlust hat sich von im Vorjahr TEUR 7.627,9 auf TEUR 9.343,9 erhöht. Zur Abdeckung -auflaufender Verluste erfolgten nach dem Bilanzstichtag weitere Einzahlungen der Muttergesellschaft in die Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 2.000,0.

2.4 Finanzlage

Trotz des eingetretenen Verlustes verfügt die Gesellschaft über ausreichende Liquidität. Des Weiteren verfügt die Gesellschaft über Zugang zu weiteren Liquiditätsmitteln durch Kapitaleinlagen der Muttergesellschaft. So wurden auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 Kapitalzuschüsse in der Höhe von TEUR 2.000,0 von der Mutter BDT Europe Holdings, LLC geleistet. Unter Berücksichtigung der Kapitaleinlagen beurteilt die Geschäftsführung die Finanzlage der Gesellschaft als angemessen.

Zur Abdeckung des operativen Liquiditätsbedarfs, behält die Gesellschaft die erwirtschafteten Mittel aus (externen) Beratungsmandaten und Vereinbarungen mit Gruppengesellschaften ein und legt liquide Mittel ausschließlich kurzfristig als Sichteinlagen an. Falls trotz dieser Einnahmen ein Liquiditätsbedarf bestand, wurde dieser von der Muttergesellschaft, die die Strategie der Tochter weiterhin unterstützt, bisher immer gedeckt. Ziel ist es, adäquate Liquidität kurzfristig verfügbar und in Höhe der operativen Kosten eines Quartals vorzuhalten. Ausgehende Cashflows sind hauptsächlich operativer Natur, z. B. für die Deckung von Gehalts- und Mietkosten sowie administrative Ausgaben.

Zum Bilanzstichtag beliefen sich die liquiden Mittel der Gesellschaft auf TEUR 3.661,6 (2022: TEUR 4.883,7) und bestanden aus täglich verfügbaren Sichteinlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr um TEUR 596,5 auf TEUR 751,2 gestiegen.

2.5 Vermögenslage

Im Berichtsjahr hat sich die Bilanzsumme hauptsächlich aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR 5.290,8 auf TEUR 4.171,4 reduziert. Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich auf TEUR 3.661,6 (2022: TEUR 4.883,7), wobei es sich zu 100 % um täglich fällige Sichteinlagen handelte. Die Forderungen an Kunden betreffen Forderungen aus Beratungsgebühren in Höhe von TEUR 300,0 (2022: TEUR 0,0) und konzerninterne Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 134,3 (2022: TEUR 267,9).

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von TEUR 122,9 auf TEUR 47,1. Diese beinhalten Mehrwertsteuererstattungen in Höhe von TEUR 26,1 (2022: TEUR 40,6) sowie Kautionen für die Geschäftsräume in Höhe von TEUR 21,0 (2022: TEUR 35,0).

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 3.231,1 (2022: TEUR 4.947,1), wobei die Entwicklung auf den Jahresfehlbetrag von TEUR 1.716,0 zurückzuführen ist.

Insgesamt stellt die Geschäftsführung fest, dass die Finanz- und Vermögenslage im Berichtsjahr als solide bezeichnet werden kann. Es wurden organisatorische Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über sich abzeichnende Entwicklungen in der Ertragslage und Veränderungen der wirtschaftlichen als auch regulatorischen Rahmenbedingungen Kenntnis zu erlangen sowie hierauf adäquat reagieren zu können. So wurde aufgrund der Ertragsentwicklung eine Erhöhung der Kapitalrücklagen nach dem Bilanzstichtag vorgenommen.

3. Risikobericht

Die BDT hat zur Erreichung ihrer Unternehmensziele (Gewinnung von Mandaten im Bereich der M&A-Beratung sowie die Anlagevermittlung von Anteilen an Investmentfonds im europäischen Markt) Vorgaben für das Risikomanagement eingeführt, die eine Erfüllung dieser Ziele sicherstellen. Der Risikomanagementprozess ist auf die Identifizierung, Bewertung, Messung, Kontrolle und, sofern durchführbar, die Minderung von Risiken in allen Risikokategorien ausgerichtet.

Ausgehend von der strategischen Geschäftsausrichtung legt die Geschäftsleitung die risikopolitischen Grundsätze fest, die zusammen mit der Risikomanagementstruktur in der Geschäfts- und Risikostrategie verankert sind.

Die Gesellschaft verfolgt ein ganzheitliches Risikomanagementkonzept. Es trägt der wirtschaftlichen Substanz aller Risikopositionen in vollem Umfang Rechnung.

Alle für die Gesellschaft Tätigen sind angehalten, sich im Umgang mit Risiken umsichtig zu verhalten und die Effektivität des vorhandenen Kontrollumfelds regelmäßig zu überprüfen.

3.1 Risiko- und Kontrollfunktionen

Das Risikomanagement und die Risikokontrolle basieren auf dem Konzept der sogenannten drei Verteidigungslinien. Dieses 3-Lines-of-Defence-Modell wird auf seine Effizienz überprüft und, sofern nötig, angepasst.

Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die Ausarbeitung des gesamten Regelwerks für das Risikomanagement. Im Hinblick auf die Reaktion der ersten Verteidigungslinie auf spezifische Risiken steht sie beratend zur Seite, legt Vorgaben fest, führt Kontrollen durch.

Die Compliance-Funktion ist als weitere und ebenfalls als Überwachungsfunktion innerhalb der zweiten Verteidigungslinie für die Auslegung aufsichtlicher Vorschriften und die entsprechende Umsetzung dieser internen Anweisungen zuständig. Die BDT & MSD Gruppe verfügt über eine zentrale Compliance-Funktion, die mit Hilfe regionaler Unterstützung weltweit agiert. Die Compliance-Beauftragte der Gesellschaft arbeitet eng mit der Compliance-Funktion der BDT & MSD Gruppe zusammen. Die Compliance-Funktion handelt für die Gesellschaft im Einklang mit den spezifischen aufsichtlichen und geschäftspolitischen Anforderungen im Rahmen eines Auslagerungsverhältnisses. Sowohl die Risikocontrolling- als auch die Compliance-Funktion sind für die Ausführung von Überwachungshandlungen verantwortlich und erstatten über alle diesbezüglichen Aktivitäten Bericht.

Die Interne Revision hat nach Regelungen der Gesellschaft unabhängige Untersuchungen und Überprüfungen der Unternehmensstandards risikoorientiert und prozessunabhängig durchzuführen. Ihre Aktivitäten erstrecken sich insbesondere auf alle Aktivitäten und Prozesse der Gesellschaft.

3.2 Risikomanagement Prozesse

Die Gesellschaft verfügt über ein Risk Appetite Statement und Risk Policies. Die geschäftliche Tätigkeit der Gesellschaft blieb im Berichtsjahr weiterhin begrenzt und ist Ausdruck einer niedrigen Risikobereitschaft.

3.3 Risiken im Überblick

Zur Einschätzung der geschäftsbezogenen Risikobereitschaft und der Überwachung des Risikoprofils werden Risiken als "wesentlich", "mittleres Risiko" oder "nicht wesentlich" eingestuft. Wesentliche Risiken gelten als Risiken von besonderer Bedeutung für BDT.

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft die folgenden Risiken als wesentlich eingestuft: Geschäftsrisiko, operationelles Risiko ("Personalrisiko" (allgemein), das Reputationsrisiko und regulatorisches Risiko. Neben diesen wesentlichen Risiken erkennt und berücksichtigt BDT auch die folgenden mittleren Risiken: IT-Risiko, das operationelle Risiko "Personal" (in Bezug auf den Verlust von Personen in Schlüsselpositionen) und das Finanzkriminalitätsrisiko. Nicht wesentlichen Risiken sind Kreditrisiko, Zinsrisiko, die operationellen Risiken in Bezug auf "Kontrolle" und "Behördliche Äußerung" sowie das Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko und ESG-Risiko.

Dieser Kategorisierung liegt die von der Gesellschaft entwickelte Risikosystematik zu Grunde, welche sich an ihrer Geschäftsstrategie orientiert. Die Risikosystematik wird zur Durchführung von Risikobewertungen und zur Kategorisierung von internen Risikoereignissen verwendet.

Risiken, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung sein können, werden im Folgenden erläutert.

3.3.1 Wesentliche Risiken

Das Geschäftsrisiko ist das Risiko, dass BDT die Erwartungen hinsichtlich der Einnahmen und Aufwendungen in Bezug auf ihre erlaubnispflichtigen Tätigkeiten in Deutschland und in der EU sowie auf ihre Unterstützungsaktivitäten für die BDT & MSD Gruppe nicht erfüllen kann.

Dieses Risiko mindert die Gesellschaft durch einen vorsichtigen, aber stetigen Aufbau der Geschäftstätigkeit. Von der Gesellschaft festgestellte künftige Kapitalbedarfe wurden von der Muttergesellschaft in der Vergangenheit und nach dem Abschlussstichtag des Berichtsjahres unmittelbar durch Erhöhung der Kapitalrücklagen gesichert.

Unter dem operationellem Risiko "Personal" (allgemein) versteht die Gesellschaft das Risiko von finanziellen (z. B. Verluste, Gewinne) oder nichtfinanziellen Schäden (wie Opportunitätskosten oder Rufschädigung), die durch menschliches Versagen, unzulängliche oder fehlgeschlagene innerbetriebliche Prozesse oder Systeme oder externe Ereignisse entstehen.

Die ausgeführten Tätigkeiten unterliegen einem hohen Prüfungsstandard. Alle Daten oder Informationen, die Kunden zur Verfügung gestellt oder extern weitergegeben werden oder die sich auf Kundenprojekte beziehen, werden sorgfältig geprüft, um das Fehlerrisiko zu minimieren. Es gilt das Vier-Augen-Prinzip, wobei wichtige Dokumente einer mehrstufigen Überprüfung unterzogen werden.

Darüber hinaus werden die für die Gesellschaft Tätigen regelmäßig formell geschult und bei Bedarf von Vorgesetzten und Leistungsmanagern weitergebildet. Unzulänglichkeiten werden im Rahmen regelmäßiger jährlicher Leistungsüberprüfungen und -beurteilungen angesprochen und Entwicklungsmaßnahmen zur Behebung der festgestellten Schwächen durchgeführt.

Das Reputationsrisiko ist definiert als das Risiko einer Schädigung des Rufs der BDT, was zu negativer Publicity, Rechtsstreitigkeiten, einem Rückgang des Kundenstammes oder dem Ausscheiden wichtiger Schlüsselpersonen und damit direkt oder indirekt zu einem Umsatzverlust führen könnte.

Während die BDT ihre primäre Beziehung zu ihren verbundenen Unternehmen in den USA mit einem geringen bis gar keinem Risiko von Kundenbeschwerden unterhält, besteht ein größeres Risiko in Bezug auf ihre Corporate-Finance-Beratungstätigkeiten. Werden die Dienstleistungen nicht auf einem akzeptablen Niveau erbracht, könnte dies zu einem Reputationsrisiko führen, das sich auf die Einnahmen in allen Geschäftsbereichen auswirken könnte. Dieses Risiko wird durch strenge Prozesse und Verfahren zum Verständnis des Geschäftsauftrags kontrolliert.

Unter einem regulatorischen Risiko versteht die Gesellschaft das Risiko eines wesentlichen finanziellen Verlustes oder aufsichtlicher Sanktionen (einschließlich des Verlustes der Erlaubnis), als Folge der Nichteinhaltung relevanter aufsichtlicher Anforderungen.

Das regulatorische Risiko wird von der Gesellschaft dergestalt adressiert, dass alle rechtlichen Dokumente und Verfahren auf aktuellem Stand gehalten werden sollen. Änderungen rechtlicher Vorschriften sollen auf der Grundlage eines detaillierten Plans überwacht werden. Bei Bedarf wird die Gesellschaft externe Beratung in Anspruch nehmen. Die Compliance Anweisungen werden für alle maßgeblichen Aspekte der erbrachten Dienstleistungen erstellt. Zur Sicherstellung der Einhaltung der aufsichtlichen Anforderungen berücksichtigen sämtliche Geschäftsverfahren die Anweisungen der Compliance-Funktion. Der Inhaberin der Compliance-Funktion werden regelmäßige Fortbildungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens angeboten. Die Geldwäschebeauftragte verwaltet zudem ein Programm zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen. Die Geldwäschebeauftragte nutzt regelmäßige Fortbildungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

3.3.2 Mittlere Risiken

Das IT-Risiko ist als ein (internes oder externes) IT-Versagen definiert, das den Betrieb der Gesellschaft ernsthaft beeinträchtigen könnte, einschließlich der Unfähigkeit, Kunden aufgrund der Nichtverfügbarkeit oder Zerstörung von Daten zu bedienen. Ein weiteres IT-Risiko sind durch externe Quellen (Hacking, Datendiebstahl) verursachten Schäden.

Der BDT-Notfallplan erkennt die besondere Bedeutung der Anforderung an, den Betrieb im Falle einer Katastrophe aufrechtzuerhalten. Im Falle einer erheblichen Betriebsunterbrechung sollen automatisierte Sicherungs- und Datenschutzprozesse dafür sorgen, dass die BDT keine elektronischen Dateien oder Korrespondenz verliert.

Das operationelle Risiko "Personal" (in Bezug auf den Verlust von Personen in Schlüsselpositionen) ist das Risiko, dass eine oder mehrere Schlüsselpersonen verhindert sind oder das Unternehmen verlassen, was zu einer Störung des Geschäftsbetriebs führen könnte. Die BDT begegnet diesem Risiko damit, bei Ausfall einer Schlüsselperson Personal von verbundenen Unternehmen einzusetzen, bis eine entsprechende Ersatzperson eingestellt werden kann.

Das Finanzkriminalitätsrisiko umfasst die Finanz-, Identitäts- und Datenkriminalität und wird von der BDT so definiert, dass durch interne oder externe Akteure ein Versuch unternommen wird, das Unternehmen zu bestehlen, zu betrügen, zu manipulieren oder etablierte Regeln zu umgehen. Dazu gehören u. a. explizit illegale Handlungen wie Insiderhandel, illegale Mitarbeitertätigkeit, Terrorismusfinanzierung und Marktmanipulation.

Dem Risiko des Missbrauchs von Geldern durch Mitarbeiter wird durch eine doppelte Autorisierung für alle Zahlungen sowie durch Überwachungsaktivitäten der Compliance-Funktion begegnet.

In Bezug auf Kundendokumente und -vereinbarungen verpflichten sich die für die Gesellschaft Tätigen in ihren Beschäftigungsvereinbarungen zu einer vertraulichen und sicheren Aufbewahrung. Bei der Übermittlung von Daten per E-Mail oder über gesicherte Informationsportale werden Passwortschutz und Codenamen verwendet, um das mit der Sicherheit der Kundendaten verbundene Risiko zu mindern.

Externe Anbieter werden überprüft und unterliegen Vertraulichkeitsvereinbarungen, um die Daten des Unternehmens zu schützen.

Cybersicherheitsbewertungen werden regelmäßig durchgeführt und die BDT & MSD Gruppe investiert insgesamt in Prozesse und Technologien, welche die Risiken von Finanz- und Datenkriminalität minimieren.

3.3.3 Keine wesentliche Risiken

Das Kreditrisiko beschränkt sich auf den Ausfall von Forderungen, die aus Provisionen und Gebührenfür Transaktionen im Rahmen von Mandatsvereinbarungen entstanden sind, und auf offene gruppeninterne Positionen. Grundsätzlich geht die BDT Mandatsvereinbarungen nach sorgfältiger Prüfung nur mit solventen Kunden ein und rechnet offene gruppeninterne Forderungen regelmäßig ab. Den Kreditrisiken, die aus der Anlage freier Liquidität bei der Hausbank resultieren, begegnet die Gesellschaft durch fortlaufende Überwachung der Geschäftsbeziehung zu ihrer Hausbank. Daher entstehen der Gesellschaft hier weder wesentliche Kredit- noch Abwicklungsrisiken.

Zur Minderung der Risiken aus Wechselkursschwankungen (Marktpreisrisiko) hält die Gesellschaft keine nichtfunktionalen Währungen über einen längeren Zeitraum und wechselt diese regelmäßig in Euro um. Daher stellen nachteilige Wechselkursentwicklungen keine wesentlichen Risiken für die Gesellschaft dar.

Das Zinsrisiko (Marktpreisrisiko)ist die Möglichkeit eines Verlustes, der sich aus einer Änderung der Zinssätze ergeben kann. Das Zinsrisiko für die Gesellschaft ist minimal, da sie derzeit keine Kredite aufgenommen hat.

Das unwesentliche operationelle Risiko: "Prozess" ist das Risiko von Verlusten, Ansprüchen, Geldstrafen oder unbeabsichtigten Gewinnen, die sich aus unzureichenden oder fehlerhaften internen Prozessen oder Systemen ergeben. Es gibt einen Geschäftskontinuitätsplan, der regelmäßig überprüft wird, um sicherzustellen, dass es keine kritischen Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit gibt.

Das unwesentliche operationelle Risiko: "Kontrollen" ist das Risiko, dass ein Versagen der Kontrollen zu Störungen des Geschäftsbetriebs führen könnte, sei es durch Fehler oder Absicht. Die Gesellschaft verfügt über eine Innenrevisionsfunktion, die auf der Grundlage des Risikoprofils der Gesellschaft und der von der Risikofunktion ermittelten, wesentlichen Risiken bestimmter Geschäftsbereiche überprüft.

Liquiditätsrisiken entstehen, wenn die Gesellschaft Gefahr läuft, aufgrund eines Mittelengpasses ihren Zahlungsverpflichtungen am Fälligkeitstag nicht nachkommen zu können. Auch aktuelle wirtschaftliche Ergebnisse der Gesellschaft werden regelmäßig in Betracht gezogen. In diesem Kontext bestehen folgende Möglichkeiten, das Liquiditätsrisiko zu mindern:

Es erfolgt eine monatliche Überwachung (und, soweit möglich, Abrechnung) der offenen Forderungen sowie eine monatliche Prüfung der bei Banken eingelegten Gelder.

Die Gesellschaft hat einen Geschäftsplan erstellt, der unter anderem die Einhaltung der aufsichtlichen Solvabilitätsanforderungen vorsieht, und hat die Qualität ihrer Liquidität bewertet, um sicherzustellen, dass die Verbindlichkeiten bei Fälligkeit erfüllt werden können. Diese Planungen werden von der BDT laufend überwacht und mit den tatsächlichen Ergebnissen der Gesellschaft abgeglichen, um sicherzustellen, dass etwaige negative Auswirkungen frühzeitig erkannt werden.

Das operationelle Risiko: "Behördliche Äußerung" ist das Risiko von Strafen durch die Aufsichtsbehörde aufgrund der Nichteinhaltung lokaler und gesetzlicher Vorschriften. Die BDT verfügt über eine spezielle Compliance-Funktion, die von durch die Gesellschaft beauftragten Rechts- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen unterstützt wird, um sicherzustellen, dass die Vorschriften eingehalten werden und dass Systeme und Kontrollen vorhanden und ausreichend robust sind.

Im Geschäftsjahr bewertete das Unternehmen ein neues Risiko "ESG-Risiko". Das Unternehmen schätzt, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Das Risikocontrolling basiert auf einem an Gewinn und Verlust orientierten Ansatz. Die wichtigsten Merkmale des Prozesses zur Bewertung und Messung von Risiken sind:

Einbindung der Geschäftsleitung durch regelmäßige Information über die risikorelevanten Aspekte von strategischen und operativen Angelegenheiten;

Enger Kontakt zwischen der Risikokontrollfunktion der Gesellschaft und ihrem Äquivalent in der Gruppe sowie den Frontoffice-Einheiten anderer Konzernunternehmen (soweit diese über ein vergleichbares Geschäftsmodell verfügen), um von Erfahrungen mit der Bewertung und Messung identischer oder vergleichbarer Risiken zu profitieren;

Sorgfältige Sichtung der Berichte der internen und externen Revision sowie Einbeziehung in die Quantifizierung.

Auf Basis der vorstehenden Ausführungen ist die Geschäftsleitung der Gesellschaft zu dem Schluss gekommen, dass das Risikomanagement im Berichtsjahr im Einklang mit den tatsächlichen Risiken der Gesellschaft stand.

Die Gesellschaft hat eine formale Dokumentation aller Vorkehrungen und Prozesse zum Risikomanagement angesichts der begrenzten geschäftlichen Tätigkeiten im Berichtsjahr fertiggestellt. Diese Vorkehrungen und Prozesse zum Risikomanagement sollen insbesondere sicherstellen, dass das konkrete Risikoprofil der Gesellschaft im Einklang mit der von der Gesellschaft (zum betreffenden Zeitpunkt) schriftlich definierten Risikobereitschaft steht.

Es bestehen aufgrund der Ausstattung und den bei erkanntem künftigen Bedarf erfolgenden Erhöhungen der Kapitalrücklagen der Gesellschaft keine Risiken für den Fortbestand der Gesellschaft für den Zeitraum von einem Jahr ab dem Bilanzstichtag.

4. Chancenbericht

Die Gesellschaft ist Teil der weltweit agierenden BDT & MSD Gruppe. Insbesondere in der Europäischen Union soll die Gesellschaft aus Frankfurt am Main heraus das Geschäft der BDT & MSD Gruppe vorantreiben.

Die Geschäftsleitung erwartet Neugeschäftspotenzial durch den Gewinn von Neukunden in der Europäischen Union.

Die BDT agiert in einem dynamischen Finanzmarkt, in dem sich immer wieder neue Chancen ergeben werden. Das Chancenmanagement der BDT verfolgt das Ziel, Potenziale frühestmöglich und systematisch zu erkennen, zu bewerten und effizient zu nutzen, damit aus Chancen geschäftliche Erfolge werden.

Nach der sorgfältigen Analyse des Marktumfeldes sowie der Finanzmarktgegebenheiten, der Wettbewerber und des regulatorischen Umfelds werden die Geschäftschancen ausgearbeitet und einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterzogen. Soweit erforderlich werden Anpassungen des Geschäftsplans vorgenommen und Kosten über mehrere Jahre hinweg geplant.

Die BDT strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an.

Potenzielle Abweichungen vom kurzfristigen Ausblick und von den genannten Mittelfristzielen können sich aus den Bereichen Aufsicht und Regulierung ergeben.

Die Geschäftsbank-Plattform der Gesellschaft füllt eine Nische auf dem europäischen Markt, auf dem langfristige Beziehungen sehr geschätzt werden. Der langfristige Erfolg der BDT beruht insbesondere darauf, dass sich ihr Angebot deutlich vom Angebot der bestehenden Investmentbanken und den Beratern für Familienunternehmen unterscheidet. Vor diesem Hintergrund bieten sich der Gesellschaft bei den familiengeführten Unternehmen auf dem europäischen Markt erhebliche Beratungsmöglichkeiten.

Die stetige Verbesserung der Geschäftsprozesse, eine schnelle Anpassung der Organisationsstruktur und eine konsequente Kostenkontrolle tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Einbindung in die BDT & MSD Gruppe zu stärken.

Sowohl die möglichen Chancen und Risiken als auch die künftigen Auswirkungen aufsichtlicher und regulatorischer Veränderungen können jedoch derzeit noch nicht konkret abgeschätzt werden.

4. Prognosebericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Gesellschaft beobachtet die wirtschaftlichen Unsicherheiten, die durch die andauernden Kriege zwischen Ukraine-Russland und Israel-Hamas verursacht werden, sowie den Inflationsdruck, um notwendige Maßnahmen kurzfristig einleiten zu können. Im Berichtsjahr hatten diese makroökonomischen Herausforderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

4.2 Ausblick Geschäftsjahr 2024

Innerhalb der BDT & MSD Gruppe ist die Gesellschaft als selbstständige regulierte Einheit im deutschsprachigen Raum strategisch aufgestellt. Die Strategie der Gesellschaft sieht weiterhin den konzentrierten Ausbau der Kundenbasis sowie eine Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen unter anderem durch eine enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gruppengesellschaften vor.

Die Gesellschaft erwartet, dass sie von der Entwicklung ihres Netzwerks in Deutschland und in der EU sowie von den Beratungstätigkeiten innerhalb der BDT & MSD Gruppe, in den nächsten Jahren weiterhin profitieren wird. Die Gesellschaft wird sich weiterhin auf den Ausbau ihres Kundenstammes konzentrieren.

Aus Vorsichtsgründen geht die Gesellschaft davon aus, dass die Erträge für das Geschäftsjahr 2024 nicht über denen des Geschäftsjahres 2023 liegen werden. Daher wurde bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 eine weitere Erhöhung der Kapitalrücklage in der Höhe von TEUR 2.000,0 vorgenommen.

Die Gesellschaft wird die Auswirkungen der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen und die Risiken für ihr Geschäft weiterhin genau beobachten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist festzustellen, dass keine wesentlichen Auswirkungen bestehen.

Die Gesellschaft sieht sich mit ihrem Geschäftsmodell strategisch angemessen aufgestellt. Die Gesamtaussage der Geschäftsleitung gilt für den Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Lageberichts.

 

Frankfurt am Main, den 19. Juni 2024

gez. Herr Donald Francis Mclellan

gez. Herr Michael Edwin Bums

gez. Frau Theresa Picot de Moras d'Aligny

JAHRESBILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
1. Forderungen an Kreditinstitute
Täglich fällig 3,661,552.69 4,883,685.57
2. Forderungen an Kunden 434,295.16 267,905.25
3. Sachanlagen 3,336.71 6,401.45
4. Sonstige Vermögensgegenstände 47,050.95 122,876.29
5. Rechnungsabgrenzungsposten 25,125.83 9,924.05
4,171,361.34 5,290,792.61

PASSIVA

Vorjahr
1. Sonstige Verbindlichkeiten 775,421.70 176,156.23
2. Rückstellungen
Andere Rückstellungen 164,875.03 167,556.96
3. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 25,000.00 25,000.00
b) Kapitalrücklage 12,550,000.00 12,550,000.00
c) Bilanzverlust -9,343,935.39 -7,627,920.58
3,231,064.61 4,947,079.42
4,171,361.34 5,290,792.61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Vorjahr
1. Zinsaufwendungen 0.00 -14,814.19
2. Provisionserträge 928,016.71 3,202,204.34
3. Sonstige betriebliche Erträge 9,668.76 35,951.09
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -331,351.76 -1,648,439.92
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -46,055.71 -62,863.51
- darunter: für Altersversorgung € 12.975,43 (Vorjahr: € 11.034,85)
-377,407.47 -1,711,303.43
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -2,273,228.07 -2,464,941.16
-2,650,635.54 -4,176,244.59
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -3,064.74 -3,466,367.20
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1,716,014.81 -4,419,270.55
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0.00 0.00
8. Jahresfehlbetrag -1,716,014.81 -4,419,270.55
9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7,627,920.58 -3,208,650.03
10. Bilanzverlust -9,343,935.39 -7,627,920.58

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der BDT & MSD Partners Europe GmbH

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die BDT & MSD Partners Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wird beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 113612 geführt und ist ein Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Abs. 2 WpIG.

Vorschriften zur Rechnungslegung

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 HGB ff und §§ 340 HGB ff) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden, wobei die Gesellschaft für die Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 der RechKredV anwendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB sowie die für Wertpapierinstitute geltenden Vorschriften des § 340e HGB beachtet.

Die Forderungen an Kreditinstitute sowie die Forderungen an Kunden sind zum Nennwert aktiviert. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Wertminderungen für erkennbare oder latente Risiken erforderlich.

Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen wurden mit Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten, Anschaffungskostenminderungen sowie nachträgliche Anschaffungskosten berücksichtigt.

Die Abschreibungen auf abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt.

Die wirtschaftlich dem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnenden Aufwendungen wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten entsprechend ihrer Laufzeit rechnerisch abgegrenzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen sowie die anderen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Berechnung der Höhe der Rückstellung wird jeweils anhand adäquaten Schätzverfahren ermittelt oder anhand von Erwartungswerten, unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung, vorgenommen. Abzinsungen werden, soweit erforderlich, mit den von der Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten vorgenommen.

Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Änderungen des Wechselkurses werden unter Berücksichtigung des Niederst- bzw. Höchstwertprinzips sowie unter Beachtung des § 256a HGB berücksichtigt.

Die Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen die laufenden Kontokorrentkonten EUR 3.661.553 (Vj: EUR 4.883.686). Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig.

Die Forderungen an Kunden betreffen Forderungen aus Beratungsgebühren in Höhe von EUR 300.000 (Vj: EUR 0) und konzerninterne Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 134.295 (Vj: EUR 267.905). Von EUR 134.295 entfallen EUR 124.803 auf BDT Capital Partners, LLC und EUR 9.492 auf BDT & MSD Partners International, LLP (der gesamte Betrag von EUR 9.492 ist in USD denominiert). Alle Forderungen an Kunden sind innerhalb von einem Monat fällig.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 47.051 (Vj: EUR 122.876) beinhalten u.a. Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von EUR 26.051 (Vj: EUR 40.551) sowie Kautionen in Höhe von EUR 21.000 (Vj: EUR 35.000). Die Forderungen aus Körperschaftssteuererstattungsansprüchen sind im Berichtsjahr EUR 0 (Vj: EUR 47.327).

Der Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus der vorausbezahlten Miete in Höhe von EUR 6.042 (Vj: EUR 9.924). Die vorausbezahlte Aufsichtsgebühren betrugen 19.084 EUR (Vj: EUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten für Dienstleistung gen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 751.213 (Vj: EUR 154.711) sowie EUR 24.209 (Vj: EUR 21.445) gegenüber anderen Dienstleistungsunternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 394.415 gegenüber BDT Capital Partners, LLC (davon sind EUR 366.314 in USD denominiert), EUR 356.798 gegenüber BDT & MSD Partners International, LLP (davon sind EUR 154.068 in GBP denominiert). Sonstige Verbindlichkeiten sind innerhalb von einem Monat fällig.

Im Wesentlichen setzen sich die anderen Rückstellungen zusammen aus Rückstellungen für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von EUR 107.310 (Vj: EUR 112.840), Rückstellungen für Steuerberatung in Höhe von EUR 47.484 (Vj: EUR 45.500), Rückstellung für Anwaltskosten in Höhe von EUR 2.724 (Vj: EUR 0) und Rückstellungen für sonstige Aufwendungen in Höhe von EUR 7.260 (Vj: EUR 8.940). Die wesentlichen Rückstellungen für Abschlussprüfungsleistungen werden auf Basis der vereinbarten Honorare und für Rechtsanwaltsleistungen anhand des geschätzten Zeitaufwands der Rechtsanwälte ermittelt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ergibt sich zum 31.12.2023 aus EUR 25.000 Stammkapital (Vj: EUR 25.000), EUR 12.550.000 Kapitalrücklage (Vj: EUR 12.550.000) und EUR 9.343.935 Bilanzverlust (Vj: EUR 7.627.921 Bilanzverlust).

Die BDT Europe Holdings, LLC, Chicago, USA, hält die Anteile an der GmbH zu 100%.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge in Höhe von EUR 928.017 (Vj: EUR 3.202.204) resultieren aus Beratungsdienstleistungen innerhalb Europas in Höhe von EUR 600.000 (Vj: EUR 2.293.483) und Dienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb der BDT-Gruppe in Höhe von EUR 328.017 (Vj: EUR 908.722).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 9.669 (Vj: EUR 35.951) resultieren vor allem aus einer Mehrwertsteuererstattung in Höhe von EUR 9.583 sowie aus Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 86 (Vj: EUR 0).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen entfallen insbesondere auf Serviceleistungen in der BDT-Gruppe in Höhe von EUR 1.580.186 (Vj: EUR 1.608.103). Von diesen EUR 1.580.186 entfallen EUR 718.915 auf BDT Capital Partners LLC und EUR 861.271 auf BDT & MSD Partners International LLP. Die weiteren Verwaltungsaufwendungen setzen sich u.a. zusammen aus Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 388.234 (Vj: EUR 296.421), Mietaufwendungen in Höhe von EUR 77.009 (Vj: EUR 193.001) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 110.208 (Vj: EUR 142.692). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 15.632 (Vj: EUR 0).

D. Sonstige Angaben

1. Angaben nach § 285 Nr. 3 a HGB

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind EUR 72.502 p.a. aus Mietverträgen zu nennen.

2. Angaben nach § 285 Nr. 9 a), b) und Nr. 10 HGB

Geschäftsführer:

Herr Michael Edwin Burns, geb. 15.08.1963, Palos Park Illinois, USA, Chief Financial Officer, BDT Group,

Herr Donald Francis McLellan, geb. 08.12.1965, Chicago, Illinois, USA, Head of Coverage for Western Europe, BDT & MSD Partners Europe GmbH,

Frau Theresa Picot de Moras d'Aligny, geb. 13.11.1983, Frankfurt am Main, Compliance & Risk Officer, BDT & MSD Partners Europe GmbH

Die Bezüge der Geschäftsführung, mit Ausnahme von Theresa Picot de Moras d'Aligny, werden durch die BDT Capital Partners, LLC getragen. In Ausübung des Wahlrechtes des § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung.

3. Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr einen Mitarbeiter.

4. Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB

Den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis stellt die BDT Capital Partners, LLC, Chicago, USA, auf. Eine Offenlegung findet nicht statt.

5. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich auf in

a) die Abschlussprüfungsleistungen EUR 145.000
b) andere Bestätigungsleistungen EUR 38.000

6. Angaben nach § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 1.716.015 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach § 285 Nr. 33 HGB

Mit Gesellschafterbeschluss vom 16.05.2024 wurde eine Einzahlung in Höhe von TEUR 1.500 und mit Gesellschafterbeschluss vom 23.05.2024 wurde eine Einzahlung in Höhe von TEUR 500 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft beschlossen.

 

Frankfurt am Main, den 19. Juni 2024

gez. Herr Donald Francis Mclellan

gez. Herr Michael Edwin Bums

gez. Frau Theresa Picot de Moras d'Aligny

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01/01/2023 Zugänge Abgänge 31/12/2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
Geschäfts- oder Firmenwert - - - -
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.263 - - 23.263
Summe 23.263 - - 23.263
Wertberichtigungen
01/01/2023 Zugänge Abgänge 31/12/2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
Geschäfts- oder Firmenwert - - - -
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.862 3.065 - 19.927
Summe 16.862 3.065 - 19.927
Buchwerte
31/12/2023 31/12/2022
EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
Geschäfts- oder Firmenwert - -
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.336 6.401
Summe 3.336 6.401

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BDT & MSD Partners Europe GmbH (vormals: BDT & Company Europe GmbH), Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BDT & MSD Partners Europe GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der der BDT & MSD Partners Europe GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 26. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Gloger, Wirtschaftsprüfer

gez. Hartenberger, Wirtschaftsprüferin

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: BDT & MSD Partners Europe GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main
Register-Nr.: HRB 113612

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 1. Juli 2024 festgestellt.

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