foodfans GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Getränken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Felicity Grace Olivia Pietsch seit 4.8.2025 | Geschäftsführer |
Christian Pietsch seit 28.1.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gusti Leder GmbHRostockJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023Lagebericht1 Unternehmensgrundlagen 1.1 Unternehmenszweck und Organisation Die Gusti Leder GmbH handelt mit Lederwaren aller Art. Sie tätigt dazu alle Geschäfte, die branchenüblich sind und dem Handelsgeschäft dienen. Zur Verwirklichung des Unternehmenszwecks darf sie Filialbetriebe errichten, Beteiligungen an anderen Unternehmen halten und Zweigniederlassungen errichten. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat ihren Sitz in Rostock. Die Bereiche Marketing, Strategie und HR sind auch in Berlin angesiedelt. Die Geschäftsprozesse sind schlank gehalten, die Unternehmenssteuerung erfolgt zentral. Zum Zweck der Zahlungsabwicklung hält die Gesellschaft 100 % der Anteile an der Gusti Leather Ltd., East Sussex, Vereinigtes Königreich. Die Gesellschaft selbst unterliegt keinem beherrschenden Einfluss eines Mutterunternehmens. Die Gusti Leder GmbH hat ihren geschäftlichen Schwerpunkt auf den Erwerb hochwertiger Lederprodukte ausgerichtet. Sie konzentriert sich daher auf die Lieferkette Rohleder - Lederproduktion - EU-Import. Transport und Lagerhaltung innerhalb der EU sind auf spezielle Dienstleister outgesourced worden. Das Zentrallager für die Handelswaren befindet sich in Rosówek, Polen, und wird von der Źdźbl Galanteria Skórzana Sp. z o. o, Rosówek, betrieben. Logistikleistungen, Warenannahme, elektronische Lagerverwaltung, Warenkontrollen/-versand, Auftragskontrollen, Consulting- sowie Werbeleistungen übernimmt die Źdźbło Galanteria Skórzana Sp. z o. o. Sp. Jawna, Rosówek. Da die Gesellschaft für den Absatz ihrer Waren mit Vertriebspartnern kooperiert, befindet sich ein Großteil der Handelswaren in Fremdlägern in Deutschland und im EU-Ausland. 1.2 Wirtschaftliche Grundlagen und Geschäftstätigkeit Die Gusti Leder GmbH ist eines von über 900 Unternehmen in Deutschland, das mit Lederwaren handelt. Die Nachfrage nach Lederwaren ist ungebrochen hoch, denn es handelt sich um ein edles, geschmeidiges, festes und haltbares Naturprodukt, das vielseitig einsetzbar und durch Gerbung sowie Materialstärke in seinen Eigenschaften beliebig modifizierbar, z. B. bezüglich Härte, Stabilität und Reißfestigkeit, ist. Hinzu kommt die relative Undurchlässigkeit für Wasser, wobei es aufgrund der hygroskopischen Eigenschaft die Atmungsaktivität nicht einbüßt. Die Unternehmensphilosophie der Gesellschaft ist geprägt durch eine hohe Produktqualität, Transparenz der Produktionsprozesse, einer moderaten Preispolitik und Nachhaltigkeit. Diese Philosophie, zusammen mit speziellen Angeboten wie "Do It Yourself-Bastelecken" in den Partner-Verkaufsläden, zielt auf eine aktive Kundenstammbildung und -bindung ab. Die Gesellschaft bezieht das Rohleder für ihre Waren aus Indien, Italien und Pakistan. Die Verarbeitung zu Sortimentsartikeln erfolgt in Form der Auftragsfertigung überwiegend bei ausgewählten Produzenten in Indien. Es wird nach vorgegebenem Design produziert. Die Produktion wird durch Gusti-Beauftragte vor Ort überwacht und die Produktqualität kontrolliert. Dadurch wird sichergestellt, dass die hohen Anforderungen an Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit, die aus Sicht der Kunden eine wesentliche Rolle spielen, erfüllt werden und ein transparenter Produktionsablauf vorliegt. Die Verschiffung der Waren erfolgt durch die Auftragsproduzenten, überwiegend auf FOB- oder EXW-Basis. Die wichtigsten Artikelgruppen der Gesellschaft sind Handtaschen, Reisetaschen und Accessoires. Das Sortiment umfasst über 3.500 Artikel. Die Gesellschaft vertreibt als Multi-Channel-Anbieter seine Produkte über verschiedene Vertriebskanäle. Neben der eigenen Website sowie der neu erschlossenen Wochen- und Weihnachtsmärkte erfolgt der Vertrieb im Wesentlichen über Vertriebspartner, insbesondere über das Ladengeschäft der Gusti Leder Stores GmbH (Offline-Märkte) und über E-Commerce-Plattformen wie Amazon, Zalando und Bol.com. Der weit überwiegende Umsatz wird im EU-Ausland erzielt. Aufgrund des deutlich gewachsenen Wettbewerbs auf den Online-Märkten sowie sinkenden Margen reagiert die Geschäftsführung mit der Stärkung des Offline-Vertriebs und der Stärkung des Online-Absatzes durch ein gezieltes Marketing. Strategisch strebt die Geschäftsführung einen weltweiten Vertrieb des Artikelsortiments an. Das Unternehmenswachstum hat es erforderlich gemacht, mehr Personal im Backoffice-Bereich zu beschäftigten (+ 40 Arbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr). Gleichzeitig sank die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr von 66 um 18 auf 48 Angestellte. Die Entwicklung ist begründet vor allem durch das Outsourcen der Webseiten-Aktualisierungen und des Großteils des Kundensupports, dem erhöhten Kostendruck im Personalbereich und dem Fachkräftemangel. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftlich war das Geschäftsjahr 2022/2023 insbesondere durch eine nachlassende Inflation geprägt. Zugleich sank das Bruttoinlandsprodukt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %, in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aber unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung wurde von 45,9 Mio. (Vorjahr 45,6 Mio.) Erwerbstätigen erbracht. Damit waren 0,7 % mehr Personen beschäftigt, wobei der Zuwachs im Wesentlichen im Dienstleistungssektor erfolgte (vgl. Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15. Januar 2024). Das Statistische Bundesamt (Destatis) schätzt, dass der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2023 preisbereinigt 3,1 % weniger Umsatz, nominal hingegen 2,4 % mehr Umsatz erwirtschaftet hat als im Jahr 2022. Im Vergleich zu 2021 (bisher höchster Umsatz seit 1994) sank der reale Jahresumsatz in 2023 um ca. 3,8 %. Im Jahr 2020 (Corona-Pandemie) hatte der deutsche Einzelhandel, insbesondere getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt. Im Folgejahr war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Die reale Umsatzentwicklung 2022/2023 war hingegen aufgrund der hohen Preissteigerungen rückläufig. Die Realumsatz 2023 lag mit 1,6 % aber noch über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Innerhalb der EU ist die Entwicklung ähnlich. Nachdem die Kaufkraft der EU-Bürger 2022 um 7 % angestiegen ist, erhöhte sich das verfügbare Nettoeinkommen auch 2023 (+ 5,5 %). Insgesamt standen den Bürgern in den 27 Mitgliedsstaaten rund 8,9 Bil. € an Kaufkraft zur Verfügung. Davon profitierte auch der Einzelhandel. Der Einzelhandelsumsatz stieg in den 27 EU-Staaten ebenfalls um 5,5 % gegenüber dem Vorjahr. Das nominale Umsatzplus relativiert sich jedoch angesichts hoher Verbraucherpreise. Auf dem Arbeitsmarkt kam es zur Erholung, die Arbeitslosenquote in vielen Ländern sank. Gleichzeitig leidet der Arbeitsmarkt weiterhin unter einem Fachkräftemangel und hohem Lohndruck. Global zeichnete sich in 2023 eine gewisse Erholung und Stabilisierung der Wirtschaft im Vergleich zu den schwierigen Bedingungen in 2022 ab. Inflation, Lieferkettenprobleme und die geopolitischen Unsicherheiten auf den Märkten waren dennoch weiterhin präsent. Insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt und die aufgeheizten Beziehungen zwischen USA, China und der EU waren nicht folgenlos. Zwar stabilisierten sich die Energie- und Rohstoffpreise, jedoch auf einem hohen Niveau. Entsprechend schwächte sich der Inflationsanstieg in vielen Ländern erst gegen Ende 2023 langsam ab. Die abebbende Pandemie und der Wegfall aller damit verbundenen Einschränkungen hatten wesentliche Auswirkungen auf den E-Commerce-Vertrieb. Während die Umsätze im Einzelhandel stiegen, gingen die deutschen E-Commerce-Umsätze 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 % zurück (BEVH-Pressemitteilung, Januar 2024). 2.2 Branchenspezifische Entwicklungen Unternehmen der Lederbranche sind kleine bis mittelständische Unternehmen, die nur geringe Marktanteile besitzen. Die Unternehmen der Branche sind überwiegend familiengeführt, im Bereich des klassischen Handwerks (Leder- und Lederwarenherstellung) oft über Jahrzehnte. Das Lederhandwerk hat in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten aber einen starken Verkleinerungsprozess durchlaufen. Hoher Wettbewerbsdruck und strenge Vorschriften verdrängten viele deutsche Produzenten aus dem Markt oder führte zur Produktionsauslagerung ins Ausland. 2023 gab es deutschlandweit noch 112 Produktionsbetriebe für Lederwaren und Schuhe mit rund 13.600 Beschäftigten, die einen Umsatz von 2,86 Milliarden € erwirtschafteten. Die Lederwaren- und Kofferhersteller erzielten davon ca. 500 Mio. € Umsatzerlöse und beschäftigten ca. 3.000 Mitarbeiter. Einige dieser Akteure sind hoch spezialisiert, insbesondere für die Automobil- und Möbelindustrie tätig und unterliegen in ihrem Segment momentan keinem besonderen Wettbewerbsdruck. Nach Angaben des deutschen Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie e. V. belief sich der Gesamtwert der Lederausfuhren bezüglich Kleinlederwaren, Handtaschen und Koffern aus Deutschland bis 11/2022 auf 1,91 Mrd. € (+ 11 % gegenüber dem Vorjahr). Der Wert der importierten Produkte lag hingegen bei 3,27 Mrd. € (+ 12 % gegenüber 2021). Das zeigt, dass ein Großteil der für den Einzelhandel bestimmten Lederwaren im Ausland hergestellt wird. Die Branche ist durch einen Trend steigender Lederpreise gekennzeichnet. Nachdem im letzten Jahrzehnt nur geringe bis moderate Preisentwicklungen stattgefunden hatten (ca. 1 % p. a.), betrug der Anstieg in 2022 5,2 %. Einheimische Produzenten mussten außerdem gestiegene Energie- und Personalkosten mit einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg in Höhe von 7,9 % verkraften. Die in den letzten Jahren gestiegene Kundennachfrage nach Lederwaren im Einzelhandelssegment hat den Wettbewerbsdruck erhöht. Neben gestiegenen Einstandspreisen und höheren Lieferkettenrisiken sinken die Angebotspreise insbesondere auf E-Commerce-Plattformen, was zu Lasten der Profitabilität der Unternehmen geht. 2.3 Geschäftsverlauf Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr unverändert im Handel mit Lederwaren. Die Umsatzentwicklung innerhalb des Geschäftsjahres verlief heterogen. Traditionell sind die vorweihnachtlichen Monate besonders umsatzstark. Für den Berichtszeitraum galt das jedoch nicht. Mit Blick auf die Vorjahre kam es sogar zu Umsatzeinbrüchen. Die Marke "Gusti" profitierte im Geschäftsjahr 2022/2023 vor allem vom Ladengeschäft des Vertriebspartners, da hier viele Kunden von der Warenqualität überzeugt werden konnten. Der Bekanntheitsgrad der Marke stieg ebenso wie der Umsatz des Offline-Geschäfts in Deutschland (+ 507 T€ bzw. + 20,6% gegenüber dem Vorjahr), während die Umsätze im Online-Geschäft in Deutschland zurückfielen (- 6,9 % im Vorjahresvergleich). Ursächlich für den Umsatzrückgang ist das schwierige Marktumfeld, auf dem sich durch den Eintritt chinesischer E-Commerce-Konkurrenz, insbesondere Temu, vor allem in Deutschland 2023 die Wettbewerbssituation weiter verschärft hat. Ende 2023 hat sich Temu in die Gruppe der beliebtesten Online-Marktplätze einreihen können und ist beliebt wie Otto oder Ebay (Marktstudie von Appinio vom 25.01.2024). Der Zugang zum Offline-Vertriebsmarkt ist deshalb mittlerweile zu einem echten Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Online-Händlern innerhalb des Verdrängungswettbewerbs geworden. Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass der Marktanteil der Gesellschaft auf den Online-Märkten um ca. 10 % gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, während der Zuwachs auf dem Offline-Markt ca. 18 % betragen dürfte. Ein weiteres umkämpftes Wettbewerbsfeld ist der Arbeitnehmermarkt. Die Gesellschaft hat Mühe, geeignetes Personal zu rekrutieren. Die Geschäftsentwicklung für den Berichtszeitraum ist angesichts der Herausforderungen auf dem Absatz-, Beschaffungs- und Arbeitsmarkt insgesamt günstig verlaufen. Die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Gewinnminderung für den Berichtszeitraum von bis zu 30 % war allerdings verfehlt. Der Gewinnrückgang beträgt sogar 58,7 %. Entsprechend konnte die Umsatzrendite der Vorjahre nicht gehalten werden. Sie sinkt gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 3,5 %. 2.4 Ertrags-. Vermögens- und Finanzlage Die Geschäftsführung nutzt zur internen Steuerung im Rahmen der Geschäftstätigkeit die finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatz", "Umsatzrendite" und "Gewinn". 2.4.1 Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres ist durch einen signifikanten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr um 981 T€ geprägt (- 5,2 % gegenüber 2021/2022). Die Umsatzeinbrüche betreffen vor allem drei Online-Märkte mit einem Umsatzminus von 39,6 %, 24,5 % und 33 % gegenüber dem Vergleichszeitraum. Die Absatzzahlen, die durch das Ladengeschäft des Vertriebspartners generiert werden, stiegen hingegen. Daraus resultiert ein Umsatzplus für die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr von 23,5 %. Der Anteil dieser Umsätze am Gesamtumsatz beträgt nunmehr 19,5 %, was einen Zuwachs von 4,5 % gegenüber 2021/2022 bedeutet. Die Gewinnmarge aus diesen Umsätzen ist im Vergleich zum Onlinehandel aber geringer. Der im Vorjahr gestartete neue Vertriebskanal, die "On-the-Spot-Vermarkung" auf Wochenend- und Eventmärkten, wurde intensiviert und konnte sich behaupten. Während der Anteil am Gesamtumsatz im Vorjahr bei nur 0,01 % lag, beträgt der Anteil im Geschäftsjahr bereits 0,3 %. Die Gusti Leder GmbH ist bestrebt, durch alternative Märkte ihre Abhängigkeit vom Online-Vertrieb weiter zu reduzieren und die Markenwiedererkennung zu erhöhen. Die Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres ist volatil. In den ersten beiden Quartalen sank der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum um 11,7 %. Vor allem der Einbruch im 1. Quartal (Weihnachtszeit) (- 14,7 % bezüglich des Vorjahresquartals) ist ungewöhnlich hoch ausgefallen. In den Folgequartalen konnte der Umsatzrückgang gestoppt und im weiteren Verlauf noch ein Umsatzwachstum erzielt werden. Dem Umsatzrückgang steht ein leichter Anstieg der leistungsbezogenen Aufwendungen von 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr gegenüber. Dabei folgt der Rückgang der Materialaufwendungen (- 87 T€) der Umsatzentwicklung. Allerdings steigt die Materialaufwandsquote von 58,9 % in der Vorperiode auf 61,7 % im Geschäftsjahr, da sich gestiegene Lieferantenkosten, im Speziellen die Kosten der Warenabgabe, aber auch die Inflation im Allgemeinen, auf die Höhe der Aufwendungen ausgewirkt haben. Die Einkaufspreise für viele Produkte sind aufgrund höherer Produktionskosten bei den Lieferanten gestiegen. Ebenso waren Kostensteigerungen beim polnischen Partnerunternehmen und dem Offline-Vertriebspartner (gestiegenen Nebenkosten für Büros und Läden) zu verkraften. Hinzu kommen höhere See-Container-Kosten, die, bedingt durch Schiffs-Umroutungen und verlängerten Frachtzeiten, künftig weiter ansteigen dürften. Die Minderung der Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr (- 11,1 %) reflektieren Maßnahmen der Geschäftsführung, um dem bestehenden Kostendruck entgegenzuwirken. Sowohl die Zinserträge als auch die Zinsaufwendungen sind gegenüber der Vorperiode gestiegen. Die höheren Zinserträge resultieren aus im Geschäftsjahr neu ausgereichten Ausleihungen (560 T€), während die höhere Zinsbelastung die Fremdfinanzierung betrifft, die am Ende des letzten Geschäftsjahres zufloss. Der Umsatzrückgang des Berichtszeitraums ist ursächlich für das Absinken des Ergebnisses vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um 951 T€ bzw. um 56,5 %. Der Jahresüberschuss beträgt 472 T€ und ist damit um 669 T€ geringer als im Vorjahr. 2.4.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 10.695 T€ um 230 T€ auf 10.465 T€ verringert (- 2,2 %). Die Abnahme resultiert insbesondere aus der Nettoveränderung bei den Ausleihungen (- 493 T€), den Bankguthaben (- 95 T€) und Leistungsforderungen (- 75 T€). Die Zunahme der sonstigen Forderungen (+ 431 T€) steht im Zusammenhang mit Steuerrückerstattungsansprüchen. Das Gesamtvermögen spaltet sich im Wesentlichen auf in Vorräte (38,4 %; im Vorjahr 37,2 %), Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (19,5 %; im Vorjahr 23,6 %) und Bankguthaben (19,8 %; im Vorjahr 20,3 %). Der Anlagedeckungsgrad I beträgt 206,1 % (im Vorjahr 175,0 %) 2.4.3 Finanzlage Kapitalstruktur Aus dem Anstieg des Eigenkapitals im Geschäftsjahr resultiert eine Eigenkapitalquote von 54,5 % (+ 0,8 % gegenüber dem Vorjahr). Der Verschuldungsgrad der Gesellschaft sinkt stichtagsbezogen gegenüber 2022 um 2,7 % auf 83,5 %, da neben der Steigerung des Eigenkapitals insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 386 T€ abgebaut werden konnten. Investitionen Im aktuellen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen in das Sachanlagevermögen getätigt (27 T€). Die Investitionen betrafen u. a. E-Fahrräder, ein Videokonferenzsystem sowie eine Kamera für Werbeaufnahmen. Die Gesellschaft inventierte auch in ihre neue Website (17 T€), die erst im Folgejahr fertiggestellt wird. Liquidität Der Bestand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (- 94 T€). Allerdings konnten operativ nur 269 T€ vereinnahmt werden (- 1.358 T€ gegenüber der Vorperiode). Lediglich aufgrund des Nettozuflusses aus den Ausleihungen nebst Zinsen (569 T€) konnten die Belastungen aus dem Kapitaldienst (889 T€) im Wesentlichen bedient werden, ohne die Bankguthaben signifikant abzubauen. Stichtagsbezogen beträgt der Liquiditätsgrad II 145,5 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (144,2 %). Während des Geschäftsjahres kam es zu keinen Verzögerungen bei der Bedienung von Zahlungsverpflichtungen. 3 Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung 3.1 Prognosebericht 3.1.1 Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Situation Der weltweite Markt für Lederwaren ist ein Wachstumsmarkt. Das Marktvolumen soll von 468 Mrd. US-Dollar (2023) in den nächsten sieben Jahren auf 739 Mrd. US-Dollar anwachsen, was einer durchschnittlichen Wachstumsrate von ca. 6,7 % p. a. entspricht. Die wirtschaftliche Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren global und europaweit voraussichtlich stabilisieren, ohne das Vor-Corona-Niveau erreichen zu können. Die OECD geht davon aus, dass sich das weltweite BIP-Wachstum ab 2025 durch eine Erholung der Einkommen sowie Leitzinssenkungen auf ca. 3,0 % einpegeln wird. Für Europa wird ein BIP-Wachstum von nur 1,5 % erwartet. Die Prognose für Deutschland (ursprüngliches Wachstumsziel für 2025 1,2 %) wurde abgesenkt. Der IWF geht von einem Null-Wachstum aus. Für die europäische Modebranche des Nicht-Luxusgüter-Segments wurde bereits für 2024 eine jährliche Wachstumsrate zwischen 1 % und 3 % prognostiziert, allerdings ohne Berücksichtigung möglicher geopolitischer Konflikte und konjunktureller Schwankungen (McKinsey: The State of Fashion 2024). Diese sind allerdings eingetreten. Auch der Einzelhandel zeigt sich besorgt über die weiterhin bestehende Konsumzurückhaltung. Insolvenzen, insbesondere die von Galeria Kaufhof, beeinflussen die negative Stimmung zusätzlich, so dass sich auch in 2025 das Verbraucherverhalten nicht verbessern wird. Zwar steigt der Verbrauchervertrauensindex, der Auskunft über die Lage und die zukünftigen Erwartungen der Konsumenten gibt, leicht von -25,1 (11/2022) auf -16,9 (10/2023), verfehlt aber deutlich den Vor-Pandemie-Wert von -5,8 (EU-Kommission, 09/2024). 3.1.2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Einschätzungen zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft sind zukunftsbezogene Aussagen, die auf Erwartungen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren und gewissen Unsicherheiten unterliegen. Sich ändernde politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung im Folgejahr sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweichen kann. Die Einschätzung der voraussichtlichen Entwicklung auf den Absatzkanälen der Gesellschaft bezieht sich auf einen Zeitraum von 12 Monaten ab Abschlussstichtag. Die wesentlichen Annahmen, auf denen die Aussagen über die Entwicklungen im Prognosezeitraum beruhen, basieren auf: • den voraussichtlichen Entwicklungen in Wirtschaft und Branche, • politisch-regulatorischen Maßnahmen, • dem Verhalten von Kunden und Verdrängungswettbewerbern, • der erwarteten Inflation und • den Entwicklungen auf dem Fachkräftemarkt. Aufgrund der Annahmen über die Entwicklungen im Prognosezeitraum erwartet die Geschäftsleitung, dass sich im Geschäftsjahr 2023/2024 das Käuferverhalten tendenziell weiterhin zugunsten des Analogshoppens verlagert und Online-Angebote an Attraktivität verlieren. Die Absatzzahlen in den stationären Läden des Vertriebspartners und auf den genutzten Offline-Märkten werden deshalb voraussichtlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigen. Den Hauptanteil der Umsätze wird die Gesellschaft künftig aber weiterhin über digitale Absatzkanäle erzielen. Damit die Kunden schneller beliefert werden können, plant das Management, die Anzahl der Artikel in den Fremdlägern zu erhöhen. Die schnellere Umsatzrealisation ist verbunden mit höheren Lagerkosten. Das Management plant für den Prognosezeitraum, weitere alternative Online-Vertriebsplattformen zu identifizieren, um die Rentabilität des Absatzes zu steigern. Bestehende Plattformen sollen optimiert oder ggf. abgestoßen werden. Ziel ist aber insbesondere die Stärkung der Eigenmarke und die Förderung des Eigenvertriebs über die Unternehmens-Website. Gleichzeitig geht die Geschäftsführung davon aus, dass die bisher erreichte Marktposition und der diversifizierte Vertriebsansatz das Unternehmen auch im Prognosezeitraum widerstandsfähig gegenüber den Auswirkungen der veränderten Wettbewerbslandschaft macht. Die Umsatzentwicklung ist auch im Folgejahr über die Quartale hinweg heterogen. Die traditionell besonders umsatzstarken vorweihnachtlichen Monate werden aber wie im Vorjahr durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld und dem Offline-Shopping-Trend negativ beeinflusst werden, so dass es wahrscheinlich zu Umsatzeinbrüchen kommt. Es ist davon auszugehen, dass spätestens im dritten Quartal des Folgejahres vor allem aufgrund von Großereignissen (Fußball-Europameisterschaft, Olympische Spiele) die Kaufstimmung und der Umsatz wieder ansteigen werden. Insgesamt wird aber nicht damit gerechnet, den Vorjahresumsatz zu übertreffen. Auch weitere Maßnahmen zur Senkung der Kosten sind geplant, denn auch die Mautgebühren für die deutschen Autobahnen werden steigen. Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass sich die Ausprägungen der finanziellen Leistungsindikatoren pro Vertriebskanal/auf Unternehmensebene gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickeln werden: a) Online-Vertriebskanäle: Umsatz: - 15 % / Umsatzrendite: - 1 % bis - 2 % b) Offline-Vertriebskanäle: 1. Ladengeschäft (Vertriebspartner): Umsatz: + 2 % bis + 5 % / Umsatzrendite: + 1 % bis + 2 % 2. Wochen- und Weihnachtsmärkte: Umsatz: + 100 % bis + 150 % / Umsatzrendite: + 5 % bis + 10 % c) Unternehmensebene Umsatz: - 10 % bis - 15 % / Umsatzrendite: - 1 % bis - 3 % / Gewinn - 2% bis - 5 % Die Geschäftsführung beurteilt die erwartete Geschäftsentwicklung im Prognosezeitraum trotz der zu erwartenden schwierigen Verhältnisse auf dem Absatz-, Beschaffungs- und Arbeitsmarkt aufgrund der geplanten Maßnahmen zur Ausrichtung der Unternehmenstätigkeit insgesamt als herausfordernd, aber günstig. 3.2 Risikobericht Ein bedeutsames Risiko für die Gesellschaft resultiert aus der bestehenden Innovationsschwäche zur Ausrechterhaltung der Attraktivität der Produktpalette. Bisher ist das Artikelsortiment relativ konstant gehalten worden, jedoch kommt es in regelmäßigen Abständen zur Änderung des Modegeschmacks mit möglichen negativen Folgen für den Absatz. Die Unternehmensleitung reagiert mit Plänen, Produkte der Modewelt in das Sortiment aufzunehmen, die selbst entwickelt werden sollen. Dazu zählen auch Jacken und Schuhe. Ein weiteres bedeutsames Risiko betrifft den Warenbezug aus Übersee. Werden gefährdete Seewege nicht mehr befahren, verlängern Umroutungen die Lieferzeiten erheblich. Es besteht insbesondere das Risiko des Online-Delistings, wenn ausverkaufte Produkte nicht schnell genug nachlieferbar sind. Außerdem steigen die Lieferkosten. Die Maßnahmen der Unternehmensleitung bestehen darin, eine höhere Anzahl der Bestseller zu bestellen und Lieferungen verschiedener Produzenten zu bündeln, um möglichst wenige Seecontainer in Anspruch zu nehmen. Die Maßnahmen sehen auch vor, in Notfällen Luftfracht zu nutzen. Ein wesentliches Geschäftsrisiko beruht auf der Abhängigkeit der Gesellschaft von digitalen Absatzkanälen. Die digitalen Märkte sind Konkurrenzmärkte mit einem harten Verdrängungswettbewerb, der durch den Einstieg chinesischer Konkurrenz verschärft wurde. Die Gefahr, dass sich Kunden zunehmend für Produkte der Wettbewerber entscheiden, hat sich erhöht. Neben den Produktionsumständen der Waren, Qualität und Design spielt der Preis eine wichtige Rolle. Ein Rückgang der Kundenbestellungen auf diesen Märkten hätte negative Auswirkungen auf den Gesamtumsatz. Die Geschäftsleitung setzt daher weiterhin auf eine kontinuierliche Produktions- und Qualitätskontrolle, intensiviert die Zusammenarbeit mit verschiedenen Produzenten und treibt die eigeneständige Produktentwicklung voran. Auch Preissenkungen sind erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Ein bedeutendes Risiko für die Gesellschaft entsteht aus dem anhaltenden Fachkräftemangel. Das betrifft einerseits das Rekrutieren und anderseits die zumindest mittelfristige Bindung von Fachkräften. Ein besonderer Mangel an Fachkräften besteht im Bereich Marketing. Um überhaupt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, bietet die Gesellschaft neben einem guten Gehalt zusätzlich flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, bezahlte Überstunden, attraktive Prämiensysteme, geförderte Sportprogramme und Massage-Angebote. Der Fachkräftemangel wird künftig zu weiter steigenden Personalkosten führen, mit negativen Auswirkungen auf die Leistungskennziffern Gewinn und Umsatzrendite. 3.3 Chancenbericht Eine bedeutende Chance für die Gesellschaft ergibt sich aus der frühzeitigen Abkehr eines ausschließlichen Online-Vertriebs. Die Strategie der Nutzung stationärer Märkte zeigte insbesondere im Geschäftsjahr positive Impulse für die Umsatzentwicklung, die sich im Prognosezeitraum fortsetzt. Im Gegensatz zu den Online-Märkten ist der Konkurrenzdruck im Offline-Geschäft zum einen geringer, zum anderen trägt es dazu bei, den Absatz zu diversifizieren. Eine weitere wesentliche Chance ergibt sich aus der geplanten Erweiterung der Produktpalette, da sich die Möglichkeit eröffnet, Kunden weiter zu binden, neue Kunden, die auch das bestehende Produktportfolio nutzen, anzusprechen und so neue Marktanteile zu gewinnen sowie die Online-Präsenz zu verstärken. Eine wesentliche Chance ergibt sich aus neuen Vertriebsmaßnahmen der Unternehmensführung. Sie umfassen neue Online-Vertriebskanäle und die Nutzung von Online-Marketing durch Einschaltung ausländischer Influencer, um die Sichtbarkeit der Marke "Gusti" zu verbessern und neue Zielgruppen anzusprechen. Direkte Auswirkungen auf die Entwicklung der Absatzzahlen lassen sich aber nicht abschätzen. 3.4 Zusammenfassung Die Geschäftsführung sieht sich bestandsgefährdenden Risiken nicht ausgesetzt. Bestehende Risiken werden durch das Management als beherrschbar angesehen. Dennoch wird nicht ausgeschlossen, dass sich eintretende Risiken nicht unerheblich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können. Unsicherheiten resultieren insbesondere aus dem Käuferverhalten, das von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst wird. Gleichzeitig sieht die Geschäftsführung in den beschriebenen Chancen Potenziale für eine positive Entwicklung bei den Absatzzahlen und der Gewinnung neuer Marktanteile. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich das finanzielle Gleichgewicht der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/2024 stabil entwickeln wird, so dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht gefährdet ist.
Rostock, den 29. August 2024 Christian Pietsch BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 1.276.489,98 EUR (Vorjahr: 1.440.928,49 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 400.000,00 EUR. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (Vorjahreswerte darunter kursiv).
Die Nummern der Sicherungsvermerke (V *) bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Selbstschuldnerische Bürgschaft Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Immobilienmietvertrag in Höhe von jährlich 84.202,08 EUR. Der Mietvertrag ist bis zum 31.03.2025 befristet. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer Dipl.-Vw. Christian Pietsch geführt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den gesamten Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Rostock, 29.08.2024 gez. Christian Pietsch Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gusti Leder GmbH, Rostock Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gusti Leder GmbH, Rostock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gusti Leder GmbH, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Rostock, 06. November 2024 MTA
GmbH
Dr. M. Toebe, Wirtschaftsprüfer |
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