Röhm GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Lippert seit 13.11.2019 | Prokura |
Hans-Peter Dr. Hauck seit 13.11.2019 | Geschäftsführer |
Martin Krämer seit 13.11.2019 | Geschäftsführer |
Jörg Eichholz seit 13.11.2019 | Prokura |
Falk Majert seit 13.11.2019 | Prokura |
Michael Robert Dr. Pack seit 6.8.2019 | Geschäftsführer |
Robert Dr. Weber seit 6.8.2019 | Prokura |
Heiko Müller seit 6.8.2019 | Prokura |
Christopher Schindler seit 6.8.2019 | Prokura |
Guido Dr. Dechert seit 6.8.2019 | Prokura |
Frank Dr. Hübner seit 6.8.2019 | Prokura |
Magdalena Wagner seit 6.8.2019 | Geschäftsführer |
Wolfgang Dr. Pöffel seit 6.8.2019 | Prokura |
Wolfgang Dr. Beck seit 6.8.2019 | Prokura |
Bärbel Zickwolf-Spaniol seit 9.4.2019 | Prokura |
Renate Papalau seit 9.4.2019 | Prokura |
Goswin Uehlenbruck seit 11.2.2019 | Prokura |
Burkhard Thole seit 11.2.2019 | Prokura |
Aneta Magdalena Tatarynowicz seit 11.2.2019 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Evonik Röhm GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Forschung & Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Lage 2.3 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 3 Nachtragsbericht 4 Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risiko- und Chancenmanagement 4.2 Gesamtsituation Chancen und Risiken 4.3 Chancen und Risiken "Planung/Markt" 4.4 Chancen und Risiken "Recht/Compliance" 4.5 Risiken "Prozesse/Organisation" 5 Prognosebericht 5.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 5.2 Zukünftige Geschäftsentwicklung / Ausblick 1 Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäftsmodell Gesellschafterstruktur Die Evonik Degussa GmbH, Essen, hält 100 % der Anteile an der Evonik Röhm GmbH, Essen. Geschäftstätigkeit Die Evonik Röhm GmbH ist in die Gesamtstrategie des Evonik-Konzerns eingebunden. Der Evonik-Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter der Spezialchemie. Profitables und stetiges Wachstum sowie eine Steigerung des Unternehmenswerts stehen im Mittelpunkt der Strategie. Zu den Stärken zählen ein ausgewogenes Spektrum an Arbeitsgebieten, Endmärkten und Regionen. Der Anspruch des Evonik-Konzerns besteht darin, der beste Spezialchemiekonzern der Welt zu werden. Die Strategie konzentriert sich dabei auf definierte Wachstumskerne, um das Portfolio noch besser auszubalancieren und gleichzeitig dort zu wachsen, wo Evonik heute schon stark ist, sich aber auch besonders vielversprechende Perspektiven abzeichnen. Als wichtiger Motor für künftiges Wachstum wird die marktorientierte Forschung & Entwicklung gesehen. Bei der Steigerung des Unternehmenswerts hat die Erreichung der 2017 definierten neuen Finanzziele einen hohen Stellenwert. Diese beinhalten ein Mengenwachstum, das über dem der Weltwirtschaft liegt, sowie eine Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge auf ein dauerhaftes Niveau von 18 - 20 Prozent. Die Produktionsstätten der Evonik Röhm GmbH befinden sich in Darmstadt, Worms, Weiterstadt, Hanau-Wolfgang, Wesseling und Wörth. Die Anlagen unterliegen permanenter Wartung, Instandhaltung, interner und externer Prüfung. Marktorientierte Struktur Die produzierenden Spezialchemieaktivitäten des Evonik-Konzerns gliedern sich in die drei Segmente Nutrition & Care, Resource Efficiency und Performance Materials. Zusätzlich erbringt das Segment Services standortübergreifend vor allem chemietypische Dienstleistungen. Die Aktivitäten der Evonik Röhm GmbH sind Teil der Geschäftsbereiche Health Care (Segment Nutrition & Care), Coating & Adhesive Resins und High Performance Polymers (Segment Resource Efficiency) sowie Methacrylates und Acrylic Products (Segment Performance Materials). Die Evonik Röhm GmbH ist im Bereich Health Care (Segment Nutrition & Care) einer der führenden Hersteller von Hilfsstoffen für die Pharmazeutische Industrie, mit denen eine gezielte Freisetzung von Wirkstoffen bei oralen Darreichungsformen ermöglicht wird (EUDRAGIT®). Im Weiteren stellt der Bereich vom Körper abbaubare Polymere her, die für eine parenterale Verabreichung von Medikamenten und für den Einsatz in Medizinprodukten Verwendung finden (RESOMER®). Das Produktportfolio wird unter Einsatz neuester Technologien durch Serviceleistungen, insbesondere im Bereich der oralen Formulierungsentwicklung, ergänzt. Für das Segment Resource Efficiency der Evonik beliefert die Evonik Röhm GmbH die Lack-, Bau- und Verpackungsindustrie mit hochwertigen funktionalen Polymerspezialitäten sowie Reaktionsharzen. Schwerpunkt der Tätigkeit bildet hierbei der Bereich Coating & Adhesive Resins, in dem hochwertige Bindemittel hergestellt werden. Diese finden insbesondere Anwendung in lösemittelhaltigen sowie wasserlöslichen Lacken für Metall-, Kunststoff- oder Betonoberflächen sowie in keramischen Transferlacken oder Druckfarben. Darüber hinaus bedient dieser Bereich die Klebstoffindustrie mit Polymeren für Schmelzkleber und Heißsiegelanwendungen, welche insbesondere an die Verpackungsindustrie vermarktet werden. Des Weiteren entwickelt und vertreibt die Evonik Röhm GmbH Bindemittel für Fahrbahnmarkierungen oder Industriefußböden sowie Schaumkerne für Composite-Bauteile. Das Segment Performance Materials produziert ein breites Spektrum von Hochleistungsmaterialien insbesondere für die Automobil-, Luftfahrt-, Elektronik- und Photovoltaikindustrie. Im Mittelpunkt steht hierbei die Methylmethacrylat (MMA)-Chemie. Die Aktivitäten des Segments umfassen bei der Evonik Röhm GmbH die Bereiche Methacrylate und Acrylic Products. MMA wird vom Bereich Methacrylate sowohl als Rohstoff für die konzerninterne Weiterverarbeitung als auch für den Verkauf am Markt produziert. Methacrylatmonomere finden ihre Anwendung bei Kunststoffen wie Acrylglas (z.B. PMMA) sowie bei Spezialklebstoffen und Farben. Der Bereich Acrylic Products, worunter die PMMA-Spezialitäten zu verstehen sind, ist auf der nächsten Veredelungsstufe tätig. Die wichtigsten Märkte sind die Auto- und Luftfahrtindustrie, Architektur, Licht- und Designanwendungen sowie Elektronik und Kommunikation (LCD-Displays für Flachbildschirme). Die wichtigste Marke stellt hierbei PLEXIGLAS® dar. Das Segment Services bietet für die Chemiesegmente und für externe Kunden an Standorten von Evonik Leistungen rund um das Standortmanagement, die Ver- und Entsorgung, den technischen Service, die Verfahrenstechnik und Engineering sowie die Logistik an. Organisation Seit dem 1. Januar 2015 konzentriert sich der Vorstand der Evonik Industries AG in einer Managementholding auf die strategische Weiterentwicklung des Evonik-Konzerns. Die drei produzierenden Chemiesegmente des Konzerns Nutrition & Care, Resource Efficiency sowie Performance Materials werden seit dem 1. Juli 2015 jeweils von eigenständigen Gesellschaften (Evonik Nutrition & Care GmbH, Evonik Resource Efficiency GmbH und Evonik Performance Materials GmbH, alle mit Sitz in Essen) geführt. Ebenfalls seit dem 1. Juli 2015 führen die Evonik Nutrition & Care GmbH, die Evonik Resource Efficiency GmbH, die Evonik Performance Materials GmbH sowie die Evonik Technology & Infrastructure GmbH, die Betriebe der Evonik Röhm GmbH. Damit verbunden gingen im Grundsatz alle der Gesellschaft wirtschaftlich zuzuordnenden Mitarbeiter zivilrechtlich auf die vier Betriebsführer über. Die Evonik Röhm GmbH bleibt weiterhin wirtschaftlicher Eigentümer der Vermögensgegenstände und Schulden. Für die Betriebsführungstätigkeiten zahlt die Evonik Röhm GmbH Entgelte an die Betriebsführer. Mit der Evonik Degussa GmbH bestehen ein Beherrschungsvertrag sowie ein Gewinnabführungsvertrag. Effektive und effiziente Beschaffung Versorgungssicherheit, die Erschließung neuer Beschaffungsmärkte und die fortwährende Materialkostenoptimierung sind die wesentlichen Kernaufgaben des Einkaufs. Die Evonik Röhm GmbH ist in das Beschaffungskonzept des Evonik-Konzerns eingebunden. 1.2 Forschung & Entwicklung Innovationsstrategie fest in der Unternehmensstrategie verankert Auf dem Weg zum besten Spezialchemiekonzern der Welt spielen Innovationen und eine konsequente Ausrichtung auf diese für den Evonik-Konzern eine wesentliche Rolle. Die Evonik Röhm GmbH ist in die Ausrichtung des Evonik-Konzerns mit eingebunden. Die Evonik Röhm GmbH wendete zur weiteren Steigerung der Innovationskraft im Geschäftsjahr T€ 41.998 für Forschung & Entwicklung (F&E) auf (Vorjahr: T€ 38.774). Bezogen auf den Umsatz ist die F&E-Quote mit 3,0 % leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,2 %). Treiber für Forschung & Entwicklung bei Evonik Die F&E-Aktivitäten erfolgen zum größten Teil in den Segmenten. Dazu zählen vor allem Forschung, die spezifisch auf deren Kerntechnologien und -märkte ausgerichtet ist, sowie die Entwicklung neuer Geschäfte. In die Wachstumssegmente Nutrition & Care und Resource Efficiency sollen überdurchschnittlich viele F&E-Mittel fließen, damit diese Segmente mit Innovationen und Kooperationen neue Märkte erobern. Das Segment Performance Materials fokussiert sich auf Prozess- und Produktoptimierungen. Darüber hinaus wird die F&E bei der Creavis, der strategischen Innovationseinheit des Evonik-Konzerns, vorangetrieben. Creavis erforscht in enger Kooperation mit den Segmenten neue Technologien. Sie konzentriert sich dabei auf mittel- und langfristige Projekte, die auf unterschiedlichen Wegen vorangetrieben werden. An die strategischen Wachstumsfelder angelehnt, gründet die Creavis bei entsprechendem Potenzial Projekthäuser, in denen über drei Jahre hinweg zu einer potentiellen Innovation gemeinsam mit den Segmenten sowie mit externen Experten geforscht wird. Marktorientierte Forschung & Entwicklung Die Aktivitäten des Segments Nutrition & Care auf dem Gebiet funktioneller Hilfsstoffe umfassen Technologieplattformen für methacrylatbasierte orale Darreichungsformen (EUDRAGIT®) sowie bioabbaubare Lactid-Glycolid-Copolymere (RESOMER®) für Medizinprodukte und parenterale Depotarzneiformen, beispielsweise Injektionen oder Implantate. Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten lagen im Segment Resource Efficiency beim Bereich Coating & Adhesive Resins in der Produktentwicklung für Anwendungen in der Lack- und Klebeindustrie. Einige der Projekte hatten den klaren Fokus, neue Polymere mit einzigartigem Effekt zu generieren. Neben Produktentwicklungen konzentrierten sich die Tätigkeiten auch auf die Optimierung der Produktionsprozesse und weiterhin auf Aktivitäten zur Verbesserung der Produktqualitäten in den Produktionsbetrieben. In der Produktgruppe Performance Foams des Geschäftsgebietes High Performance Polymers lag der Fokus auf Neuentwicklungen für existierende und neue Märkte im Bereich der Composite Sandwich-Technologien. Darüber hinaus wurden Projekte zur weiteren Prozessoptimierung durchgeführt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen im Berichtszeitraum erneut auf anspruchsvollem Niveau. Das Segment Performance Materials entwickelt neue Materialien und Systemlösungen für Anwendungen u.a. in den Bereichen Ressourceneffizienz, Klimaschutz, Elektronik, Kommunikation und Medizintechnik. Dies stützt sich auf eine breite Kompetenz in der Herstellung von Methylmethacrylat (Visiomer® MMA), Methacrylatspezialmonomeren, Plexiglas® Formmassen und Halbzeugen. Die ständige Weiterentwicklung der hoch integrierten Prozessketten ist ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt. Dies umfasst neben der prozessnahen Optimierung auch die Entwicklung neuer Prozessgenerationen mit überlegener Effizienz. Es ist dem Segment gelungen, eine Anlage für gegossene und gereckte Platten aus Polymethylmethacrylat (PMMA) für die Luftfahrtindustrie gemeinsam mit dem Hersteller der Anlage zu entwickeln und zu bauen. Die Anlage reckt Plexiglas Blöcke auf eine noch nie vorher erreichte Größe von bis zu 3,70 x 5,40 Meter. Des Weiteren wird in 2018 eine Produktionsanlage für mehrschichtige Folien aus PMMA gebaut werden. Mit dieser neuen Anlage lassen sich besonders breite Folien mit einer bisher unerreichten Anzahl von Schichten herstellen. Mehrschichtige PMMA-Folien werden unter anderem in der Medizintechnik, im Fenster- und Fassadenbau sowie in der grafischen Industrie eingesetzt. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaft mit positiver Entwicklung Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich 2017 besser als erwartet entwickelt. Nach unserer Einschätzung ist die Weltwirtschaft 2017 insgesamt um etwa 3,0 Prozent - und damit stärker als im Vorjahr (Vorjahr: 2,3 Prozent) - gewachsen. Zum Jahresstart war ein Zuwachs von 2,6 Prozent erwartet worden.
Der globale Aufschwung verlief regional betrachtet auf breiter Basis. Sowohl in den Schwellenländern als auch in den Industrienationen nahm die Konjunktur Fahrt auf. In Westeuropa setzte sich der moderate Aufschwung fort. Dabei wurden die Volkswirtschaften durch die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und mäßig ansteigender Preise gestützt. In Deutschland trieben vor allem die Konsumausgaben, der positive Außenhandelsbeitrag und die gute Lage am Arbeitsmarkt die Konjunktur an. Osteuropa verzeichnete vor allem dank der zuletzt günstigen Entwicklung des russischen Marktes in Summe einen deutlichen Zuwachs. Ausschlaggebend dafür waren die deutliche Stabilisierung des Rubels und der damit verbundene Inflationsrückgang. Das starke Wachstum in Nordamerika resultierte vor allem aus der Zunahme des Binnenkonsums und der Unternehmensinvestitionen. Aufgrund der guten Konjunkturlage setzte die US-Notenbank ihre langsame monetäre Straffung fort und hob ihren Leitzins in drei Schritten um insgesamt 0,75 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent an. In Mittel- und Südamerika ist eine Erholung sichtbar, auch wenn das Wachstum bislang noch relativ gering ausfiel. Politische Unsicherheiten, hohe Arbeitslosigkeit und private Verschuldung sowie strukturelle Probleme wirkten einer deutlichen Aufhellung der Konjunktur entgegen. Die Region Asien-Pazifik erzielte weiterhin hohe Wachstumsraten. In Japan setzte sich das moderate Wachstum infolge von höheren Exporten fort, während sich die Wirtschaft in China vor allem durch eine expansive Fiskal- und Geldpolitik stabilisierte. Eine Bargeldreform sowie die Einführung einer landesweit einheitlichen Mehrwertsteuer dämpfte die konjunkturelle Dynamik in Indien. Stärkere Entwicklung in den Endkundenindustrien Die globale Entwicklung der Endkundenindustrien von Evonik war 2017 sowohl zwischen den Regionen als auch den Industrien unterschiedlich. Wir nehmen an, dass das allgemeine Industriewachstum im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. Die Nachfrage nach Konsum- und Pflegeprodukten erhöhte sich in Europa aufgrund einer besseren Konsumstimmung bei fallender Arbeitslosigkeit und blieb in Asien-Pazifik auf hohem Niveau. In Nordamerika nahm die Wachstumsdynamik der Nahrungs- und Futtermittel zu, während sie sich in Mittel- und Südamerika leicht abschwächte. Die Bauindustrie verzeichnete vor allem dank einer höheren Investitionstätigkeit in Europa ein leicht stärkeres Wachstum als im Vorjahr. Die Produktion im Fahrzeug- und Maschinenbau entwickelte sich hingegen in Asien-Pazifik nach Abbau von Steuervergünstigungen schwächer und war in Nordamerika rückläufig. Insgesamt verbesserte sich der allgemeine Industrietrend in fast allen Regionen der Welt. Durch den Anstieg der Rohölpreise und die verschärften Umweltregularien in China zum Jahresende, haben sich die durchschnittlichen Rohstoffpreise von Evonik 2017 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Gegenüber der für Evonik wichtigsten Fremdwährung - dem US-Dollar - hat der Euro 2017 mit einem Durchschnittskurs von 1,13 US-$ leicht an Wert gewonnen (2016: 1,10 US-$). 2.2 Lage Ertragslage Die Evonik Röhm GmbH erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz von T€ 1.402.691 (Vorjahr: T€ 1.215.576). Das entspricht einer Steigerung von T€ 187.115 bzw. 15,4 % (Vorjahr Umsatzrückgang von T€ 10.521 bzw. 0,9 %). Das Segment Performance Materials konnte bei unter Vorjahr liegenden Absatzmengen den Umsatz insbesondere in der Business Line Methacrylate deutlich steigern. Die anhaltend erfreuliche Nachfrage insbesondere aus der Coatings- und Automobilindustrie traf auf ein knappes Marktangebot. Der Umsatz für das Segment Resource Efficiency konnte im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Sowohl die Business Line Coating & Adhesive Resins als auch High Performance Polymers haben die Absatzmengen als auch den Umsatz erhöht bei gleichzeitig leicht gestiegenen Verkaufspreisen. In dem Segment Nutrition & Care konnte der Umsatz wieder gesteigert werden. Die in 2016 eingeführten neuen Produkte EUDRAGIT® FS 100, EUDRAGIT® IR ReadyMix sowie Chematic® wurden vom Markt gut angenommen. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erhöhten sich unterproportional zum Umsatz um 9,5 % (T€ 75.811) auf T€ 870.770. Der Preisanstieg bei Rohstoffen konnte durch einen überproportionalen Anstieg der Verkaufspreise aufgrund der Marktknappheit bei verschiedenen Produkten insbesondere im Segment Performance Materials überkompensiert werden. Dieser positive Effekt und ein leicht gesunkener Personalaufwand haben dazu geführt, dass sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um 26,5 % auf T€ 531.921 (Vorjahr: T€ 420.617) erhöhte. Bei den Vertriebskosten ist die Steigerung um 4,3 % bzw. T€ 5.933 auf T€ 145.003 (Vorjahr: T€ 139.070) deutlich unter dem Umsatzanstieg geblieben. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind um T€ 3.224 auf T€ 41.998 gestiegen (Vorjahr: T€ 38.774). Dies ist im Wesentlichen auf eine intensivere Entwicklungsarbeit im Segment Performance Materials zurückzuführen. Mit T€ 64.070 sind die Verwaltungskosten ebenfalls nur moderat gestiegen (Vorjahr: T€ 61.721). Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge auf T€ 24.620 (Vorjahr: T€ 43.655) ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltenen Auflösungen von nicht mehr benötigten Personalrückstellungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um T€ 12.079 auf T€ 32.172 (Vorjahr: T€ 44.251) insbesondere wegen im Vorjahr zu übernehmenden Aufwendungen aus der Standortschließung einer Beteiligung. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich insgesamt um T€ 92.842 auf T€ 273.298 und spiegelt somit den überaus positiven Geschäftsverlauf wider. Die Beteiligungserträge sind im Geschäftsjahr um T€ 137.754 auf T€ 102.707 gesunken. Dieser starke Rückgang beruht vor allem auf der wie erwartet gesunkenen Gewinnabführung der Evonik Oil Additives GmbH. Die Tochtergesellschaft hatte im Vorjahr hohe zusätzliche Beteiligungserträge vereinnahmt. Das negative Zinsergebnis beträgt im Geschäftsjahr T€ -34.575 (Vorjahr: T€ -840). Der geringe Vorjahreswert resultiert fast ausschließlich aus der Anpassung des im Rahmen der Änderung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB anzusetzenden Zinssatzes für Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen von einem siebenjährigen Durchschnitt auf eine 10-jährige Durchschnittsbildung. Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist wie erwartet im Geschäftsjahr auf T€ 341.430 (Vorjahr: T€ 420.077) gesunken. Dabei hat die positive Geschäftsentwicklung den im Geschäftsjahr fehlenden Sondereffekten des Vorjahres entgegengewirkt. Prognose-Ist-Vergleich Insgesamt hat sich unser Geschäft in einem weiterhin anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfeld gut behauptet. Bei hoher Nachfrage nach unseren Produkten erzielten wir für die Segmente Resource Efficiency und Nutrition & Care ein erfreuliches Mengenwachstum. Bei Performance Materials konnte trotz leicht unter dem Vorjahr liegenden Absatzmengen durch höhere Verkaufspreise eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Die diesjährigen Umsatzerlöse haben unsere Erwartung aus dem Jahr 2016 übertroffen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit spiegelt den positiven Geschäftsverlauf wider. Gegenläufig wirkt sich das gesunkene Beteiligungsergebnis und das negative Zinsergebnis aus. Insgesamt war die Prognose im Geschäftsjahr 2016 für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 zutreffend. Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität) Finanzierung: Finanzierungspolitik Die Evonik Röhm GmbH ist in das zentrale Finanzmanagement der Evonik Industries AG eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und die Begrenzung von Refinanzierungsrisiken. Bürgschaften bzw. Garantien für Verbindlichkeiten der Evonik Röhm GmbH werden zentral durch die Evonik Industries AG gestellt. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken im Konzern existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein konzernweiter Cashpool steht. Um den Finanzbedarf der Evonik Röhm GmbH zu decken, werden Liquiditätsüberschüsse aus dem Cashpool auf Ebene der Evonik Industries AG genutzt. Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool und durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Liquiditätsbedarf der Evonik Röhm GmbH jederzeit gesichert. Im Geschäftsjahr wurde die Ausfinanzierung von ungedeckten Pensionsverpflichtungen aus Direktzusagen fortgeführt und ausgebaut. Das dafür im Jahr 2010 eingerichtete Contractual Trust Arrangement (CTA) oder Treuhandmodell konnte im Geschäftsjahr 2017 den anteiligen Zeitwert des Deckungsvermögens der Evonik Röhm GmbH um T€ 11.000 auf T€ 223.249 erhöhen. Die Dotierung zu historischen Anschaffungskosten beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 160.143 Finanzierungsstruktur Der Verschuldungsgrad (Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital) der Evonik Röhm GmbH liegt mit 549 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 605 Prozent). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 83.659 auf T€ 479.854 bei unverändertem Eigenkapital zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 381.356, wovon T€ 283.014 das Cashpool-Guthaben betreffen. T€ 98.342 resultieren aus Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen. Demgegenüber betrugen die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 341.439 aus der Gewinnabführung gegenüber dem Gesellschafter und Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber der Evonik Industries AG. Finanzwirtschaftliches Risikomanagement Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ist die Evonik Röhm GmbH Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Reduzierung bzw. Eliminierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Abgesichert werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, geplante Rohstoffeinkäufe sowie geplante Umsätze in fremden Währungen. Finanzderivate werden ausschließlich mit der Evonik Industries AG abgeschlossen. Ziel des Risikomanagements ist es, Ergebnis- und Cashflow-Schwankungen zu reduzieren. Damit soll das Ergebnis vor Risiken, die sich aus Marktschwankungen von Zinssätzen und Devisenkursen ergeben, abgesichert werden. Eine ausführliche Darstellung der Sicherungsziele und -strategien im Umgang mit Währungs- und Zinsänderungsrisiken findet sich im Kapitel 4.3 Chancen und Risiken "Planung/Markt" dieses Berichts unter den Ausführungen zu Finanzmärkten. Investitionen Die Evonik Röhm GmbH investierte im Berichtsjahr T€ 79.491 in die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen nach T€ 62.236 im Vorjahr. Damit lagen die Investitionen hier wieder weit über den Abschreibungen von T€ 46.775. Die Investitionstätigkeiten waren größtenteils für die üblichen Ersatzmaßnahmen bzw. für Prozessoptimierungen und Kapazitätserweiterungen wie z. B. Ausbeutesteigerung für MMA in Worms bzw. Blausäureerweiterung in Worms der Geschäftsbereiche bestimmt. Im Segment Performance Materials sind weitere Maßnahmen zur Optimierung der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz zu nennen. Das Projekt zur Erneuerung und Modernisierung des Prozessleitsystems für den ACH-Bereich am Standort Wesseling wurde wie geplant weitergeführt und soll Anfang 2018 beendet sein. Am Standort Weiterstadt wurde mit dem Inbetriebnahmeprozess einer biaxialen Reckanlage mit einer Schleif- und Poliereinrichtung begonnen, welcher im Jahr 2018 abgeschlossen sein soll. Eine weitere Investition in Weiterstadt für eine qualitativ hochwertige Flachfolienextrusion aus mehrschichtigem Polymethylmethacrylat (PMMA) wurde im ersten Halbjahr genehmigt. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 geplant Für das Segment Nutrition & Care entsteht im Werk Weiterstadt eine Sprühtrocknungsanlage für die EUDRAGIT®- Produktion. Vermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr verminderte sich die Bilanzsumme um 7,9 % bzw. T€ 95.242 auf T€ 1.104.652 (Vorjahr: T€ 1.199.894). Durch die anhaltenden Investitionstätigkeiten nahm das Anlagevermögen um weitere 8,2 % bzw. T€ 28.334 auf T€ 373.760 zu. Die Vorräte erhöhten sich wegen höherer Lagerbestände bei den Fertigen Erzeugnissen und Waren sowie vereinzelter Preiseffekte bei den Rohstoffen auf T€ 174.742 (Vorjahr: T€ 147.375). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind hauptsächlich wegen der positiven Umsatzentwicklung auf T€ 71.574 angestiegen (Vorjahr: 58.599). Dagegen haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 164.935 auf T€ 474.047 verringert. Im Wesentlichen aufgrund der geringeren Forderungen aus Cashpool und der geringeren Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften gegenüber dem Vorjahr. Die Anlagendeckung (Eigenkapital zu Anlagevermögen) lag bei 46 % (Vorjahr: 49 %). Die Anlagenintensität, die den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen widerspiegelt, lag bei 34 % (Vorjahr: 29 %). Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2017 weiterhin T€ 170.258 (Vorjahr: T€ 170.258) und entspricht nun einer Eigenkapitalquote von 15 % (Vorjahr: 14 %). Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ist auf die Reduzierung des Fremdkapitals um T€ 95.242 auf T€ 934.394 zurückzuführen. Hervorgerufen wird diese Entwicklung vor allem durch die um T€ 85.137 geringeren Verbindlichkeiten. Dies ist im Wesentlichen auf den Abbau der Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung an den Gesellschafter Evonik Degussa GmbH zurückzuführen. Die Pensionsverpflichtungen stiegen um T€ 3.462 auf T€ 308.954 im Wesentlichen aufgrund sinkender Zinssätze, während sich die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen wegen abgeschlossener Restrukturierungsmaßnahmen um T€ 13.501 auf T€ 126.198 verringert haben. 2.3 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanzielle Unternehmenssteuerung im Evonik-Konzern erfolgt auf der Basis eines konsistenten, wertorientierten Kennzahlensystems. Diese Steuerungskennzahlen dienen der Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolges der operativen Geschäftseinheiten und des Konzerns. Die konsequente Ausrichtung an diesen Kennzahlen zielt auf die Steigerung des Unternehmenswertes durch profitables Wachstum und Rentabilitätsverbesserung. Die bedeutenden finanziellen Leistungsindikatoren im Evonik-Konzern sind das bereinigte EBITDA, der Return on Capital Employed (ROCE) als Indikator für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals und der Free Cashflow als Indikator des Unternehmens zur Innenfinanzierung. Die Steuerung des operativen Geschäfts im Evonik-Konzern erfolgt anhand der Organisationsstruktur, die eine Steuerung der Segmente, nicht aber eine Steuerung auf Ebene der Legaleinheit vorsieht. Da die Evonik Röhm GmbH in mehreren Segmenten aktiv ist, ist die Gesellschaft in das Steuerungssystem des Evonik-Konzerns integriert. Die Kennzahlen werden jedoch nicht für die einzelne Legaleinheit abgegrenzt. Die Steuerung der Evonik Röhm GmbH erfolgt auf Basis des Ergebnisses vor Gewinnabführung. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Verantwortung & Nachhaltigkeit Mitarbeiter Die Evonik Röhm GmbH ist in die zentrale Personalstrategie des Evonik-Konzerns eingebunden. Die Personalstrategie des Evonik-Konzerns baut auf gemeinsamen verlässlichen Konzernwerten auf und ermöglicht die Nutzung von Synergiepotenzialen im Konzernverbund, z.B. durch eine einheitliche Arbeitgebermarke, Talentprogramme und Entwicklungsmöglichkeiten. Zum 31. Dezember 2017 sind in der Evonik Röhm GmbH im Grundsatz keine Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der Betriebsführung der Gesellschaft sind die dort wirtschaftlich tätigen Mitarbeiter entsprechend ihrer Zuordnung zu einem Teilbetrieb der Gesellschaft bei einem der Betriebsführer angestellt. Der Personalaufwand verbleibt jedoch aufgrund der wirtschaftlichen Zurechnung bei der Gesellschaft und lag 2017 bei T€ 271.745 (Vorjahr: T€ 272.533). Umwelt, Sicherheit Besonders wichtig nimmt der Evonik-Konzern die Verantwortung in Bezug auf Sicherheit, ob bei der Herstellung der Produkte oder beim Transport der Güter zu den Kunden. Der Evonik-Konzern schützt sowohl die Mitarbeiter und die Nachbarschaft an den Standorten als auch die Umwelt vor möglichen negativen Auswirkungen. Die konzernweite Initiative "Sicherheit bei Evonik" hat der Konzern als ständigen Prozess zur Entwicklung seiner Sicherheitskultur und als grundlegenden Managementansatz für alle Themen der betrieblichen Sicherheit und der Verkehrssicherheit fest etabliert. Das Evonik Sicherheitsleitbild und der Rahmen zur Sicherheitskultur geben Struktur und Richtung für die Konzernziele und Aktivitäten vor. Verbindliche Handlungsgrundsätze gelten für alle Evonik Mitarbeiter, ob Mitarbeiter vor Ort oder im Management, und geben klare und überprüfbare Orientierung für persönliches Verhalten und Führung vor. Besonders im Fokus der Initiative steht die Sicherheit der Evonik Mitarbeiter - bei der Arbeit und auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle, aber auch die Sicherheit der für uns tätigen Fremdfirmenmitarbeiter an Evonik Standortgeländen. 2017 blieb die Konzern Unfallhäufigkeit 1 der eigenen Mitarbeiter mit 1,16 unter der selbst gesteckten Obergrenze vom 1,30. Gegenüber Vorjahr (1,24) hat sie sich leicht verbessert. Aus den Unfalldiskussionen haben sich wertvolle Hinweise für die zukünftige Vermeidung von Unfällen abgeleitet und an die Mitarbeiter kommuniziert. Die Evonik Röhm GmbH mit den ihr wirtschaftlich zugeordneten Mitarbeitern fließt in die Evonik Konzernkennzahl Unfallhäufigkeit mit ein, allerdings wird diese Kennzahl selbst nicht für die Legaleinheit berechnet. Nachhaltigkeit Die Evonik Röhm GmbH ist in die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie der Evonik Industries AG eingebunden. Diese greift daher die in der Konzernstrategie identifizierten Wachstumskerne auf und legt Handlungsfelder für ein möglichst ausgewogenes Management ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren fest. Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil des Leistungsversprechens "Kraft für Neues" von Evonik. Produkte und Lösungen von Evonik tragen in zahlreichen Bereichen dazu bei, das Leben der Menschen zu verbessern und den Einsatz begrenzter Ressourcen zu vermindern. Damit möchte Evonik auch auf die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen einwirken, die bis 2030 erreicht werden sollen. Im Berichtsjahr hat sich der Evonik-Konzern in vielfacher Hinsicht mit diesen Zielen und ihrer Relevanz für den Konzern, für einzelne operative Einheiten und für gesamte Wertschöpfungsketten beschäftigt. Evonik hat sich zur Wahrung der zehn Prinzipien des UN Global Compact verpflichtet und orientiert sich an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie den Leitlinien für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Darüber hinaus engagiert sich Evonik in zahlreichen Netzwerken, wie der Nachhaltigkeitsinitiative der chemischen Industrie in Deutschland "Chemie3" oder im Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung (WBCSD). Zusammen mit dem Verhaltenskodex bilden die Global Social Policy, die Werte für Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Qualität und die Menschenrechtliche Grundsatzerklärung des Vorstandes den Rahmen für die verantwortungsvolle Unternehmensführung bei Evonik. Mit alldem bekennt sich Evonik auch zur "Vision 2050" des WBCSD. Diese beschreibt den Weg in eine nachhaltige Welt, in der künftig mehr als 9 Milliarden Menschen gut und im Einklang mit den begrenzten Ressourcen der Erde leben. 3 NachtragsberichtIm Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 6. März 2018 und einer Pressemitteilung vom gleichen Tag hat der Vorstand der Evonik Industries AG angekündigt, dass Teil der konsequenten Umsetzung der Strategie der Evonik Industries AG ein aktives Management des Portfolios und die weitere Konzentration auf Spezialchemie sind. Daher prüft der Vorstand für die Methacrylat-Geschäfte (MMA und PMMA) sämtliche Optionen für deren künftige Entwicklung. Zu diesen Optionen zählen auch mögliche Partnerschaften oder eine vollständige Trennung. Diese Ankündigung könnte wesentliche Auswirkungen auf die künftige Strategie und die Einbindung der Evonik Röhm GmbH in den Gesamtkonzern der Evonik Industries AG haben, da die Methacrylat-Geschäfte das wesentliche Geschäftsfeld innerhalb der Evonik Röhm GmbH darstellen. 4 Risiko- und Chancenbericht4.1 Risiko- und Chancenmanagement Risikostrategie Die Evonik Röhm GmbH ist in das konzernweite interne Chancen- und Risikomanagement der Evonik Industries AG (im Folgenden insgesamt als Risikomanagement bezeichnet) eingebunden. Als Teil des Risikomanagements gelten für das Risikofrüherkennungssystem die Anforderungen an ein börsennotiertes Unternehmen. Ziele sind die möglichst frühzeitige Identifikation von Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen zur Minimierung und Gegensteuerung. Zur optimalen Wahrnehmung von Chancen sollen diese ebenfalls frühzeitig erkannt und verfolgt werden. Unternehmerische Risiken werden nur eingegangen, wenn die Überzeugung besteht, dadurch den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und dabei gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen dauerhaft begrenzen zu können. Aufbau und Organisation des Risikomanagements Das Risikomanagement ist auf Konzernebene dem Finanzvorstand der Evonik Industries AG zugeordnet und gemäß der Organisationsstruktur von Evonik dezentral aufgebaut. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Segmenten, Zentral- und Servicebereichen. Dies beinhaltet die Früherkennung von Risiken sowie die Abschätzung ihrer Auswirkungen. Innerhalb der Organisationseinheiten stimmen Risikokoordinatoren die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten ab. Auf allen Ebenen des Evonik-Konzerns ist das Risikomanagement daher ein wesentliches Element verschiedener Management- und Entscheidungsprozesse (zum Beispiel der Controllingprozesse). Dazu zählen strategische und operative Planung, Vorbereitung von Investitionsentscheidungen, die Ermittlung von Hochrechnungen sowie eine systematische und zeitnahe Risikoberichterstattung. Für den Evonik-Konzern nimmt ein zentraler Corporate Risk Officer die Steuerungs- und Kontrollfunktionen für Abläufe und Systeme wahr. Er ist Ansprechpartner für alle Risikokoordinatoren sowie für Dokumentation, Information und Koordination auf Konzernebene zuständig. Gleichzeitig verantwortet er die methodische Weiterentwicklung des Risikomanagements. Das Risikokomitee unter Leitung des Finanzvorstandes mit Vertretern der Zentralbereiche der Evonik Industries AG nimmt die Aufgaben der Validierung der konzernweiten Risikosituation und der Verifizierung der angemessenen Berücksichtigung von Risiken im Zahlenwerk wahr. Der Aufsichtsrat der Evonik Industries AG, insbesondere der Prüfungsausschuss, überwacht das Risikomanagementsystem. Die Verantwortung für die Handhabung von Risiken ist somit primär auf die Organisationseinheiten des Evonik-Konzerns ausgerichtet. Dies gewährleistet auch die Einbindung der Legaleinheiten, die den Einheiten zugeordnet sind bzw. in denen sie aktiv sind. Da sich die Organisationseinheiten des Evonik-Konzerns - als Gegenstand des konzernweiten Risikomanagementsystems - auch in der Evonik Röhm GmbH niederschlagen, ist die Gesellschaft vollständig in das konzernweite Risikomanagement integriert. Über die weltweiten Beteiligungen der Evonik Röhm GmbH und deren Tochter- sowie Enkelunternehmen partizipiert die Gesellschaft auch an globalen Risiken und Chancen. Zum einen beeinflussen Risiken und Chancen dieser Beteiligungen unmittelbar die Ausschüttungsfähigkeit dieser Beteiligungen an die Gesellschaft. Darüber hinaus reduzieren sich aufgrund nachhaltiger Risiken der Beteiligungen unsere Cashflow-Erwartungen, die wiederum Gegenstand regelmäßiger Impairment-Tests sind. Wird von einer nachhaltigen Verringerung der Werthaltigkeit ausgegangen, reagieren wir mit einer Abwertung dieser Beteiligungen. Das Risikomanagement wird in den Organisationseinheiten von der Konzernrevision geprüft, um die Erfüllung der gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen sowie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Risikomanagements sicherzustellen. Gemäß den Modalitäten für börsennotierte Aktiengesellschaften ist das Risikofrüherkennungssystem des Evonik-Konzerns in die Jahresabschlussprüfung mit einbezogen. Die Prüfung ergab, dass das Risikofrüherkennungssystem des Evonik-Konzerns geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, rechtzeitig zu erkennen. Das Risikomanagementsystem orientiert sich an dem international anerkannten Risikomanagementstandard COSO-Enterprise-Management. Die Umsetzung erfolgt anhand einer konzernweit verbindlichen Richtlinie. Mithilfe einer speziellen Software für das Risikomanagement werden Einzelrisiken systematisch erfasst und verwaltet. Sie werden hinsichtlich ihrer möglichen Schadenshöhe (Auswirkung) und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und mit ihren Erwartungswerten (Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung) dokumentiert. Die Bewertung erfolgt analog zur aktuellen Planung über einen Zeitraum von drei Jahren (Mittelfristplanung). Die Planung erfolgt dabei Legaleinheiten übergreifend über Organisationseinheiten. Chancen und Risiken sind dabei als positive bzw. negative Abweichungen von der Planung definiert. Die Organisationseinheiten führen einmal jährlich in Verbindung mit der Mittelfristplanung eine umfassende Risikoinventur durch. Für dabei erkannte Risiken werden Sicherungsmaßnahmen benannt, umgehend eingeleitet und deren Umsetzung zeitnah verfolgt. Die interne Steuerung (beispielsweise in der Berichterstattung des Risikokomitees) ist auf den Mittelfristzeitraum ausgelegt. Identifizierte Chancen und Risiken werden in die Größenklassen gering, mittel und hoch eingeordnet (siehe Chancen- und Risikomatrix). Die Bewertung folgt stets einer Nettobetrachtung, also unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen.
Ergänzt wird die Risikoinventur durch eine vierteljährliche Überprüfung aller Chancen und Risiken des laufenden Jahres, bei der sowohl Veränderungen vorhandener Chancen und Risiken als auch aktuell aufgetretene Chancen und Risiken erfasst werden. Als wesentliche Einzelrisiken und Einzelchancen werden alle hohen Risiken und Chancen sowie mittlere Risiken und Chancen mit einem Erwartungswert von mehr als 100 Millionen € bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert dient ausschließlich der Priorisierung und Fokussierung der Berichterstattung auf wesentliche Themen. 4.2 Gesamtsituation Chancen und Risiken Die konzernweit identifizierten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen haben einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2017 sahen die Erwartungen für die Evonik Röhm GmbH, wie für den Evonik-Konzern, etwas mehr Risiken als Chancen vor. Im Laufe des Geschäftsjahres sind im Evonik-Konzern einige Chancen und Risiken eingetreten, deren Auswirkungen sich insgesamt ausglichen. In den Segmenten Resource Efficiency und Performance Materials, und hier insbesondere in der C 4-Chemie und bei den Methacrylaten, konnten mehr Chancen realisiert werden. Die Entwicklung im Segment Nutrition & Care war vor allem im Markt für Aminosäuren durch den Eintritt von deutlich mehr Risiken als Chancen gekennzeichnet. In Bezug auf die Risikokategorien lagen wesentliche Einflussgrößen sowohl bei den realisierten Chancen als auch den eingetretenen Risiken in der Entwicklung von spezifischen Markt- und Wettbewerbssituationen, insbesondere in den Märkten für Aminosäuren und der C 4-Chemie. Für das Geschäftsjahr 2018 besteht für die Evonik Röhm GmbH aus aktueller Sicht, wie für den Evonik-Konzern, erneut ein höheres Risiko- als Chancenpotenzial. Im Vergleich zum Jahr 2017 haben sich die Risiken leicht und die Chancen deutlich erhöht. Wesentliche Einzelchancen und Einzelrisiken des Evonik-Konzerns stellen Wechselkursveränderungen sowie die Margenentwicklung in der C 4-Chemie dar. Weitere wesentliche Risiken betreffen die Preisentwicklung der Aminosäuren sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Evonik Röhm GmbH ist von diesen Risiken durch den Einbezug in den Evonik-Konzern mittelbar betroffen. Maßnahmen des Evonik-Konzerns zur Verringerung der Risiken stellen u.a. allgemeine wirtschaftliche Gegensteuerungsmaßnahmen und insbesondere in Bezug auf die Risiken aus Wechselkursveränderungen der Einsatz von Sicherungsinstrumenten (Hedging) dar. In den folgenden Kapiteln werden die wesentlichen Einzelrisiken und Einzelchancen sowie weitere Chancen und Risiken innerhalb der jeweiligen Kategorien beschrieben. Sofern nicht anders dargestellt, gelten diese für alle Segmente. 4.3 Chancen und Risiken "Planung/Markt" Absatzmärkte Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Eine Verstärkung oder Abschwächung des wirtschaftlichen Wachstums z. B. durch politische Entwicklungen, durch geänderte Zins- und Währungspolitik oder durch Entwicklungen in wirtschaftlichen Schlüsselsektoren (z. B. Banken- und Immobiliensektor) kann Auswirkungen auf die Nachfrage in den für Evonik relevanten Teilmärkten haben. Davon wiederum sind Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung des Evonik-Konzerns abhängig. Evonik begegnet den konjunkturellen Risiken durch kontinuierliches Monitoring des makroökonomischen Umfelds, durch Optimierung der Kostenstrukturen und Wettbewerbsposition in den bestehenden Evonik-Geschäften und durch Ausbau konjunkturrobuster Geschäfte im Evonik-Portfolio. Neben der allgemeinen Nachfragesituation birgt der intensive Wettbewerb in verschiedenen Marktsegmenten Chancen und Risiken. Diese können sowohl aus der Nachfrage in einzelnen Märkten als auch der Wettbewerbssituation in unterschiedlichen Industrien resultieren. Veränderungen der Nachfrage können sich spürbar auf den Absatz und Umsatz der Geschäfte auswirken. Zudem sorgt insbesondere die Konkurrenz aus Niedriglohnländern mit neuen Kapazitäten und aggressiver Preispolitik für verschärften Wettbewerbsdruck, der sowohl die Absatzpreise als auch die Mengenentwicklung beeinträchtigen kann. Dem wirkt der Evonik-Konzern durch den Ausbau der Produktionsbasis im Ausland sowie die Erschließung neuer Märkte in Regionen mit höheren Wachstumsraten, wie Asien und Südamerika, entgegen. Die betroffenen operativen Einheiten reduzieren diese Wettbewerbsrisiken außerdem durch verschiedene Maßnahmen zur engeren Kundenbindung und zur Gewinnung von Neukunden sowie durch strategische Forschungspartnerschaften mit Kunden sowie den Ausbau von Serviceleistungen entlang der Wertschöpfungskette. Auf der anderen Seite bieten sich den Geschäften des Evonik-Konzerns Chancen aus Nachfrageüberhängen einzelner Märkte, zum Beispiel durch die verzögerte Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten seiner Wettbewerber. In China kam es 2017 vermehrt zu Schließungen von Produktionsanlagen u.a. der Wettbewerber zur Verbesserung von Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Die Produktionsanlagen sind weltweit auf Basis moderner Standards errichtet und erfüllen international ein hohes Maß sowohl an Arbeits- als auch Umweltsicherheit, so dass der Evonik-Konzern eine Chance sieht, seinen Marktanteil zu erhöhen. Die Evonik Röhm GmbH ist hiervon durch den Einbezug in den Evonik-Konzern mittelbar betroffen. Dem Risiko der Substitution von Chemieprodukten durch neue, verbesserte oder kostengünstigere Materialien bzw. Technologien begegnet Evonik fortlaufend durch die eigene Entwicklung neuer, attraktiver und wettbewerbsfähiger Produkte bzw. Technologien. Ein mögliches Risiko für das Aminosäurengeschäft des Evonik-Konzerns besteht etwa in Asien durch eine gegebenenfalls unzureichende Lebensmittelqualität und -sicherheit, insbesondere durch die Vogelgrippe. Optionen für künftiges profitables Wachstum nutzt der Evonik-Konzern, indem Evonik im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung neue Märkte erschließt. Ein attraktiver Markt für das Aminosäuregeschäft ist beispielsweise die Aquakultur, für die Evonik innovative Produkte entwickelt hat. Aufgrund des globalen Bevölkerungswachstums, steigenden Wohlstands in aufstrebenden Märkten und der Überfischung der Weltmeere wächst der weltweite Markt für Aquakulturen schneller als andere Bereiche der Tierzucht. Einzelne operative Einheiten, insbesondere in den Segmenten Nutrition & Care und Resource Efficiency, und das Segment Services sind gleichwohl in einem gewissen Maß von wichtigen Hauptkunden abhängig. Dies gilt in den operativen Geschäften vor allem bei Produktionsanlagen, die in unmittelbarer Nähe des Hauptkunden errichtet werden. Ein möglicher Ausfall eines wesentlichen Kunden kann dabei neben geringeren Umsätzen auch Wertberichtigungen von Forderungen und getätigten Investitionen erfordern sowie Auswirkungen auf langfristige Rohstoffverträge oder die Finanzstruktur der Beteiligungen haben. Auch von diesen Risiken ist die Evonik Röhm GmbH durch den Einbezug in den Evonik-Konzern mittelbar betroffen. Finanzmärkte Die Steuerung von Liquiditäts-, Kreditausfall-, Währungs- und Zinsrisiken sowie der Risiken im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen erfolgt grundsätzlich zentral und somit auch für die Evonik Röhm GmbH. Gemäß den konzernweit bestehenden Richtlinien und Grundsätzen wird jede wesentliche finanzielle Risikoposition erfasst und bewertet. Auf dieser Grundlage führen wir gezielt risikobegrenzende Absicherungsmaßnahmen durch. Bei der Begrenzung der Risiken durch den Einsatz von originären und derivativen Finanzinstrumenten berücksichtigt der Evonik-Konzern den Grundsatz der Funktionstrennung von Handel, Risikocontrolling und Abwicklung und orientiert sich an den bankentypischen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG). Derivative Finanzinstrumente 2 werden ausschließlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften eingesetzt. Im Währungsbereich werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Zur Absicherung von Rohstoffpreisschwankungen bei Kohle und Erdgas kommen Commodity-Swaps zum Einsatz. Zur Sicherung der Versorgung mit Emissionszertifikaten zur Erfüllung von gesetzlichen Abgabeverpflichtungen werden auch Termingeschäfte verwendet. Ein Teil der Vermögenswerte und Schulden sowie der Umsatzerlöse der Evonik Röhm GmbH fallen in Währungen an, die nicht der Konzernwährung Euro entsprechen. Die wesentliche Fremdwährung der Evonik Röhm GmbH ist der US-Dollar. Alle geplanten oder in Form von Forderungen und Verbindlichkeiten bilanzierten Zahlungsströme, die nicht in der funktionalen Währung der Evonik Röhm GmbH denominiert sind, unterliegen Chancen bzw. Risiken aus Wechselkursänderungen. Risikopositionen aus Fremdwährungsforderungen und verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über konzerninterne Sicherungen aufgerechnet und gebündelt. Eine danach noch verbleibende Nettorisikoposition wird zu 100 Prozent durch Währungsderivate gesichert. Analog erfolgt die Sicherung von Cashpool-Positionen. Im Gegensatz zu diesen Portfolio-Sicherungen werden für geplante operative Fremdwährungszahlungsströme (zum Beispiel geplante Fremdwährungsumsätze, für die eine Zielsicherungsquote von bis zu 75 Prozent des ermittelten Währungsrisikos angestrebt wird, oder Währungsrisiken aus Investitionsvorhaben) Einzelsicherungen abgeschlossen. Bei der Sicherung von geplanten Risikopositionen werden Bewertungseinheiten zur Synchronisation der Ergebniseffekte der bilanzierten Sicherungsgeschäfte mit den noch nicht bilanzierungsfähigen Grundgeschäften gebildet. Zur Steuerung der Zahlungsfähigkeit des Konzerns existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, dessen Kern ein konzernweites Cashpooling ist. Darüber hinaus sichern eine breit gefächerte Finanzierungsstruktur und unser gutes Rating die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft im Evonik-Konzern. Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool und durch den Cashflow der laufenden Geschäfte der Liquiditätsbedarf der Evonik Röhm GmbH jederzeit gesichert. 3 Zugleich Chancen wie auch Risiken ergeben sich aus einer möglichen Veränderung der Bewertungsparameter unserer Pensionsverpflichtungen. Veränderungen insbesondere des Zinssatzes, aber auch der Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten können eine Veränderung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen bedingen, was unmittelbar zu einer Veränderung des Eigenkapitals und in der Folge auch zu veränderten Aufwendungen für die Pensionspläne führen kann. Marktchancen und -risiken sowie Liquiditäts- und Ausfallrisiken aus Finanzinstrumenten entstehen auch bei der Verwaltung unseres Pensionsplanvermögens. Diesen Risiken begegnen wir durch einen aktiven Risikomanagementansatz, kombiniert mit einem detaillierten Risikocontrolling. Die Portfolios werden über regelmäßig erstellte Aktiv-Passiv-Studien strategisch gesteuert. Um Verluste zu minimieren, werden gegebenenfalls derivative Absicherungsmechanismen genutzt. Die breite Streuung über Vermögensklassen, Mandatsgrößen und auch Vermögensverwalter stellt eine Vermeidung von Klumpenrisiken sicher. In den Einzelanlagen verbleiben unvermeidbare Restrisiken. Rohstoffmärkte Für sein Geschäft benötigt der Evonik-Konzern zum einen großvolumige Massenrohstoffe, zum anderen aber auch strategisch relevante Rohstoffe mit geringen Einkaufsmengen und hohen Anforderungen an die Spezifikation. In beiden Fällen sieht sich Evonik mit Chancen und Risiken aus zunehmend volatilen Rohstoffverfügbarkeiten und Rohstoffpreisen konfrontiert. Dies betrifft die Evonik Röhm GmbH mit ihren Tätigkeiten sowohl unmittelbar als auch mittelbar durch den Einbezug in den Evonik-Konzern. Die operativen Geschäfte sind abhängig von der Preisentwicklung strategischer Rohstoffe, insbesondere von direkt oder indirekt aus Rohöl gewonnenen petrochemischen Rohstoffen. Aber auch im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe gibt es eine hohe Preisvolatilität, getrieben beispielsweise durch wetterabhängige Ernten. Ein weiterer beachtenswerter Aspekt bei Preisrisiken sind strukturelle Wechselkursveränderungen. Diese Risiken werden durch Optimierung der globalen Ausrichtung der Einkaufsaktivitäten wie zum Beispiel der Erschließung neuer Märkte sowie durch den Abschluss marktgerechter Verträge abgesichert. Zur weiteren Verringerung der Rohstoffpreisrisiken bei rohstoffintensiven Endprodukten ist es das Ziel, etwaige Rohstoffpreisvolatilitäten (Risiko wie Chance) nach Bedarfsfall beispielsweise mit Hilfe von Formelpreisverträgen in der Wertschöpfungskette weiterzugeben. Als übergeordnetes Ziel ist in der Beschaffungsstrategie die Sicherstellung der Rohstoffverfügbarkeit unter bestmöglichen wirtschaftlichen Konditionen verankert. Kurz- oder mittelfristige Einschränkungen der Verfügbarkeit von Vor- und Zwischenprodukten stellen potenzielle Risiken dar. Neben der Vorbereitung von Lieferantensubstitutionen in Notfällen beobachtet der Evonik-Konzern kontinuierlich die wirtschaftliche Lage ausgewählter Lieferanten wichtiger Rohstoffe, um Engpässe antizipieren und Risiken abwehren zu können. Die zunehmenden Volatilitäten erfordern eine stetige Beschäftigung mit entsprechenden Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Die sich aus der Rohstoffpreisentwicklung von Petrochemikalien ergebenden Chancen und Risiken betreffen aufgrund ihrer großen Einkaufsvolumina insbesondere das Segment Performance Materials. Risiken im Zusammenhang mit Single Sourcing oder der kurzfristigen Einschränkung der Verfügbarkeit von Rohstoffen bestehen insbesondere in den Segmenten Nutrition & Care sowie Resource Efficiency. Lieferkette Ein zentrales Beschaffungsthema ist die Sicherstellung von Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette. Der Evonik-Konzern erwartet von seinen Lieferanten, dass die Grundsätze zur unternehmerischen Verantwortung des Evonik-Konzerns teilen. Daher hat Evonik für Lieferanten einen eigenen Verhaltenskodex aufgelegt, der auf den Prinzipien des UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie der Responsible-Care®-Initiative basiert. Zudem werden Nachhaltigkeitsaspekte auch durch die Brancheninitiative "Together for Sustainability", bei der Evonik Gründungsmitglied ist, auf globaler Basis durch standardisierte Assessments unterstützt. Die wesentlichen Lieferanten von Evonik sowie die Mehrheit der kritischen Lieferanten haben sich diesen Assessments bereits unterzogen. Die Bewertung der Assessments erfolgt durch ein neutrales Sustainability-Rating-Unternehmen. Personal Seitdem die Evonik Röhm GmbH betriebsgeführt ist, verfügt die Gesellschaft im zivilrechtlichen Sinne über keine eigenen Mitarbeiter mehr. Für den wirtschaftlichen Erfolg der Evonik Röhm GmbH kommt dem Personal dennoch eine zentrale Bedeutung zu. Als weltweit tätiger Konzern achtet der Evonik-Konzern die Grundsätze der internationalen Charta der Menschenrechte, die zehn Prinzipien des UN Global Compact, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sowie die Arbeits- und Sozialstandards der ILO. Die Einhaltung aller Arbeitsgesetze ist für den Evonik-Konzern von besonderer Bedeutung. Qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Basis für die Erreichung der strategischen und operativen Ziele des Evonik-Konzerns und damit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Sowohl der Verlust von Leistungsträgern als auch Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Einstellung qualifizierter und talentierter Mitarbeiter können grundsätzlich in diesem Zusammenhang ein Risiko darstellen. Um auch für künftige Anforderungen entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und dauerhaft zu binden, bietet der Evonik-Konzern weltweit vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten, systematische Personalentwicklungsmaßnahmen und eine wettbewerbsfähige Vergütung. Evonik unterstützt als verantwortungsvoller Arbeitgeber den Großteil der Mitarbeiter in der Absicherung wesentlicher Risiken und der Vorsorge für ein gesichertes Leben im Alter - entweder direkt oder durch Beitragszahlungen an externe Einrichtungen. Dabei richten sich die Leistungen an den jeweiligen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern aus. Auch darüber hinaus übernimmt Evonik mit Programmen wie well@work persönliche Fürsorge gegenüber den Mitarbeitern. Damit bindet und fördert der Evonik-Konzern seine Leistungsträger sowie talentierte Mitarbeiter und ist für Bewerber ein attraktiver Arbeitgeber. Zudem werden intensive Kontakte zu Universitäten und Berufsverbänden gepflegt, um geeignete Nachwuchskräfte für das Unternehmen gewinnen zu können. Sowohl das Employer Branding des Evonik-Konzerns als auch viele interne Aktivitäten sind auf Vielfalt (Diversity) ausgerichtet, womit Evonik die Attraktivität für Talente, Fach- und Führungskräfte weiter steigern will. Im Rahmen der strategischen Personalplanung werden die Bedarfe für einen Fünfjahreszeitraum ermittelt und frühzeitig Maßnahmen abgeleitet, um den künftigen Personalbedarf zu decken. Damit werden mögliche Personalrisiken weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus können sich Chancen und Risiken hinsichtlich der Entwicklung von Personalkosten, beispielsweise durch künftige Tarifabschlüsse, ergeben. Produktion Die Evonik Röhm GmbH ist als Spezialchemieunternehmen den Risiken von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen und unerwarteten technischen Schwierigkeiten ausgesetzt. Wir produzieren mit Hilfe komplexer Herstellungsverfahren, die teilweise voneinander abhängige Produktionsschritte vorsehen. Dementsprechend können Störungen und Ausfälle auch Folgestufen und -produkte negativ beeinflussen. Der Ausfall von Produktionsanlagen oder Störungen in Produktionsabläufen können einen signifikanten negativen Einfluss auf die Geschäfts- und Ertragsentwicklung nehmen und darüber hinaus auch Personen- und Umweltschäden zur Folge haben. Konzernweit gültige Richtlinien zu Projekt- und Qualitätsmanagement, eine hohe Mitarbeiterqualifikation und die regelmäßige Wartung unserer Anlagen gewährleisten eine wirksame Minimierung dieser Risiken. Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden an Anlagen und Werken sind in einem wirtschaftlich vertretbaren Maße versichert, sodass die wirtschaftlichen Folgen von möglicherweise eintretenden Produktionsrisiken weitgehend abgesichert werden. Gleichwohl können nicht vorhersehbare Einzelereignisse Risiken darstellen. Mergers & Acquisitions Aktives Portfoliomanagement hat im Rahmen der wertorientierten Steuerung von Evonik einen hohen Stellenwert. Für die Vor- und Nachbereitung sowie die Durchführung von Akquisitionen und Desinvestitionen wurden klare Vorgehensweisen etabliert, die insbesondere auch Zuständigkeitsregeln und Genehmigungsprozesse enthalten. So unterzieht Evonik im Vorfeld eines Kaufs die in Betracht kommenden Akquisitionsobjekte einer intensiven Überprüfung (Due Diligence). Damit werden systematisch alle wesentlichen Chancen und Risiken erfasst und eine angemessene Bewertung vorgenommen. Zentrale Aspekte sind dabei strategische Ausrichtung, Ertragskraft und Entwicklungspotenzial auf der einen Seite sowie bestehende Ertragsrisiken, rechtliche Risiken und Altlasten auf der anderen Seite. Neu erworbene Unternehmen werden umgehend in den Konzern und damit in die Risikomanagement- und Controllingprozesse des Evonik-Konzerns integriert. Jede Transaktion dieser Art birgt das Risiko, dass die Geschäftsintegration nicht erfolgreich ist bzw. die Integrationskosten unerwartet hoch sind und diese damit das Erreichen der geplanten quantitativen und qualitativen Ziele, wie beispielsweise Synergien, gefährden. Im Zuge der laufenden Integration des 2017 übernommenen Spezialadditivgeschäfts von Air Products sowie des Silicageschäfts von Huber richtet Evonik hohes Augenmerk auf die identifizierten Risiken sowie die entsprechenden Maßnahmen. Für Aktivitäten, die nicht mehr zur Strategie von Evonik passen oder die Renditevorgaben nachhaltig trotz Optimierung nicht mehr erfüllen, prüft Evonik auch externe Optionen. Sollte ein potenzieller Verkauf nicht wie geplant erfolgreich umgesetzt werden, können Risiken mit Wirkung auf die Ergebnissituation des Konzerns entstehen. Davon ist die Evonik Röhm GmbH durch den Einbezug in den Evonik-Konzern ebenfalls mittelbar betroffen. Sonstige Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gehört die stetige Verbesserung der Kostenposition des Evonik-Konzerns. Evonik strebt an, den Kostenblock für Vertrieb und Verwaltung bis zum Jahr 2021 dauerhaft abzusenken. In den nächsten Monaten werden konkrete Umsetzungspläne erarbeitet. Im Zusammenhang mit diesem Programm und darüber hinausgehenden Restrukturierungsprojekten ergeben sich neben den damit verbundenen Potenzialen zur Erhöhung der strategischen Flexibilität und Stärkung der operativen Einheiten auch Risiken im Rahmen der Umsetzung. Dazu zählen eine verzögerte Umsetzung der Zeitpläne, der Verlust von Know-how-Trägern, mangelnde Wirksamkeit der Maßnahmen oder höhere Kosten für die Realisierung der Maßnahmen. Diesen Risiken wirkt Evonik durch ein striktes Projektmanagement unter Einbeziehung der relevanten Stakeholder entgegen. Für die Evonik Röhm GmbH als Teil des Evonik-Konzerns gilt dies entsprechend. Forschung & Entwicklung Möglichkeiten ergeben sich für Evonik auch durch die marktorientierte Forschung & Entwicklung (F&E), in der der Evonik-Konzern einen wichtigen Motor für profitables Wachstum sieht. Evoniks F&E-Pipeline ist gut gefüllt und umfasst einen ausbalancierten Mix von kurz-, mittel- und langfristigen Projekten. Zum einen arbeitet der Evonik-Konzern ständig an der Verbesserung seiner Prozesse, um seine führende Kostenposition zu stärken, zum anderen stößt der Evonik-Konzern mit seinen Projekten in neue Märkte und in neue technologische Felder vor. Das Portfolio seiner Projekte richtet Evonik konsequent an den Wachstumskernen und den Innovationswachstumsfeldern aus. Mit dem Venture-Capital-Programm beteiligt sich der Evonik-Konzern an Firmen, die bei gemeinsamen Entwicklungen mit ihrem Know-how unterstützen können. Dabei gewinnen Themen aus der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung. In der Forschung & Entwicklung bestehen stets Chancen und Risiken in Bezug auf den Umsetzungszeitpunkt und die Realisierbarkeit von geplanten Vorhaben der Produkt- und Prozessentwicklung, welche für die Evonik Röhm GmbH mittelbar gelten. Chancen aus der Einführung neuer Produkte, die über die derzeitige Planung hinausgehen, sieht der Evonik-Konzern hauptsächlich in den sechs Innovationswachstumsfeldern. Investitionen Das Wachstum der Evonik Röhm GmbH durch Investitionen ist hinsichtlich der Einhaltung des geplanten Umfangs und des Umsetzungszeitpunkts der Projekte mit Risiken behaftet. Diesen Risiken begegnen wir durch bewährte strukturierte Prozesse. So wird bei der Umsetzung des Investitionsprogramms diszipliniert vorgegangen. Noch nicht begonnene und auch bereits laufende Projekte werden stets auf sich verändernde Entwicklungen in den jeweiligen Märkten überprüft und gegebenenfalls verschoben. Die Evonik Röhm GmbH hat im Berichtsjahr T€ 495 in immaterielle Vermögensgegenstände und T€ 78.996 in Sachanlagen investiert. Die Investitionstätigkeiten des Evonik-Konzerns haben auf die Evonik Röhm GmbH durch den Einbezug in den Konzern ebenfalls Einfluss. Energiemärkte Evonik benötigt zum Einsatz in Chemie- und Infrastrukturanlagen erhebliche Energiemengen aus verschiedenen Quellen. Der Hauptanteil entfällt auf Erdgas, Strom und Kohle. Den Bedarf an Strom und Dampf deckt der Evonik-Konzern an mehreren großen Standorten ganz oder teilweise über ressourceneffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Auch 2017 hat der Evonik-Konzern die Entwicklung der nationalen und internationalen Energiemärkte fortlaufend beobachtet und entsprechend risiko- und kostenbewusst agiert. In Ländern, in denen der Energiebezug nicht staatlich reguliert ist, hat Evonik Energien und, soweit erforderlich, Emissionshandelsberechtigungen (CO 2-Zertifikate) innerhalb definierter Risikostrategien beschafft bzw. gehandelt. Ziel ist es, Risiken und Chancen der volatilen Energiemärkte in ein ausgewogenes Verhältnis zu setzen. In Abhängigkeit von der Entwicklung der Rahmenbedingungen können hier zusätzliche Kosten für die operativen Segmente entstehen. Risiken können sich hier aus der zukünftigen Ausgestaltung der vierten Handelsperiode (2021 bis 2030) des Emissionshandelssystems und damit möglicherweise einhergehenden Verschärfungen der Zuteilungsregeln für kostenlose Zertifikate ergeben. Im Weiteren regulatorischen Umfeld der Energiemärkte ist für Evonik in Deutschland insbesondere von Bedeutung, wie sich die Belastung der Eigenstromerzeugung mit der EEG-Umlage weiter entwickelt, insbesondere auch vor dem Hintergrund des europäischen Rechtsrahmens. Grundsätzlich geht der Evonik-Konzern aber davon aus, dass die bestehende Eigenstromerzeugung auch zukünftig zur Stützung der Wettbewerbsfähigkeit seiner deutschen Standorte beitragen wird. Mögliche Belastungen können aus dem durch die Energiewende getriebenen Anstieg der Stromnetzentgelte und einer etwaig geänderten Netzentgeltsystematik resultieren. Insgesamt ist Evonik bei einzelnen Energieträgern aufgrund der spezifischen Angebots-/Nachfragesituationen und der politischen Entwicklungen gewissen Marktpreis- und Kostenschwankungen ausgesetzt. Hier bieten sich sowohl Chancen als auch Risiken. Für die Evonik Röhm GmbH gelten diese Chancen und Risiken als in den Evonik-Konzern einbezogenes Unternehmen mittelbar. 4.4 Chancen und Risiken "Recht/Compliance" Die Chancen und Risiken der Kategorie Recht/Compliance sind im Vergleich zu denen im Umfeld Planung/Markt deutlich schwieriger zu quantifizieren, da sie neben den finanziellen Auswirkungen häufig auch Einfluss auf die Reputation des Unternehmens und/oder strafrechtliche Aspekte mit sich bringen. Für die finanziellen Auswirkungen wird für diese Themen bilanzielle Vorsorge getroffen, die sich gemäß der Systematik des Evonik-Konzerns risikoreduzierend auswirkt. Compliance, Recht und regulatorische Rahmenbedingungen Compliance umfasst das regelkonforme Verhalten im geschäftlichen Umfeld. Jede Form von Korruption, einschließlich sogenannter Beschleunigungszahlungen, ist bei Evonik verboten. Die für alle Mitarbeiter verpflichtenden Regeln zum fairen Umgang untereinander sowie mit den Geschäftspartnern sind im Evonik-Verhaltenskodex festgelegt. Risiken können sich insoweit aus der Nichtbeachtung der entsprechenden Regeln ergeben. Die Sensibilisierung und umfassende Schulung der Mitarbeiter durch Präsenztrainings und/oder E-Learning-Programme tragen dazu bei, diese Compliance-Risiken zu minimieren. Der Verhaltenskodex gilt weltweit verbindlich im gesamten Evonik-Konzern für alle Mitarbeiter, den Vorstand und die Organe sämtlicher Evonik-Gesellschaften. Sie alle haben die Regelungen des Verhaltenskodex einzuhalten und sind verpflichtet, sich über seinen Inhalt zu informieren sowie an entsprechenden Schulungen teilzunehmen. Evonik achtet auf die Einhaltung der Menschenrechte entlang seiner Wertschöpfungskette. Um entsprechende Risiken zu minimieren, fordert der Evonik-Konzern die Einhaltung des Evonik Verhaltenskodex für Lieferanten, der Global Social Policy von Evonik sowie der Menschenrechtlichen Grundsatzerklärung. Die Evonik Röhm GmbH ist grundsätzlich rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese resultieren beispielsweise aus Rechtsstreitigkeiten, wie privatrechtlichen Schadensersatzansprüchen, oder Verwaltungs- bzw. Bußgeldverfahren. Im operativen Geschäft unterliegt der Konzern Haftungsrisiken, insbesondere in der Produkthaftung sowie dem Patent-, Steuer-, Wettbewerbs-, Kartell- und Umweltrecht. Auch Änderungen von Regulierungen des öffentlichen Rechts können eine rechtliche Risikoposition begründen oder diese materiell verändern. Als Chemiekonzern mit eigenen Stromerzeugungsanlagen ist hier insbesondere eine mögliche Veränderung der Regulierung der EEG-Umlage und des europäischen Emissionshandels relevant. Außerdem können sich aus getätigten Desinvestitionen Gewährleistungsansprüche gegenüber Evonik ergeben. Nachlaufende Haftungs- und Gewährleistungsrisiken aus Desinvestitionen unterliegen einer strukturierten Folgeüberwachung. Für den kontrollierten Umgang mit solchen rechtlichen Risiken hat Evonik ein Konzept mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von gleichwohl eingetretenen Schäden wurden Versicherungen bezüglich Sachschäden, Produkthaftung und anderer Risiken abgeschlossen. Soweit erforderlich, hat die Evonik Röhm GmbH für rechtliche Risiken Rückstellungen gebildet. Bei Chancen und Risiken aus laufenden und potenziellen Verfahren sowie geltend gemachten und potenziellen Ansprüchen enthalten wir uns grundsätzlich der Darstellung einer Bewertung finanzieller Auswirkungen, um unsere Position nicht zu beeinflussen. In arbeitsrechtlicher Hinsicht bestehen beispielsweise Risiken bezüglich der Neuberechnung der von Evonik und deren Rechtsvorgängern gemachten Versorgungszusagen. In steuerlicher Hinsicht können sich Risiken im Zusammenhang mit der unterschiedlichen Wertung von Geschäftsprozessen, Investitionen und Restrukturierungen seitens der Finanzverwaltung, Steuerreformen in einzelnen Ländern sowie aus potenziellen Nachzahlungen aufgrund von Betriebsprüfungen ergeben. Schutz von g eistigem Eigentum und Know-how Innovationen haben einen ganz wesentlichen Anteil am unternehmerischen Erfolg. Deshalb ist der Schutz von geistigem Eigentum und Know-how von zentraler Bedeutung. Gerade im Hinblick auf die immer enger werdenden Märkte und die Globalisierung der Geschäfte sind kompetente Antworten zum Schutz des Wettbewerbsvorsprungs zu Eckpfeilern der Investitionstätigkeit geworden. Insbesondere beim Neubau von Produktionsanlagen in bestimmten Ländern sind die Geschäfte dem Risiko ausgesetzt, dass geistiges Eigentum selbst durch Patente nicht in hinreichendem Umfang geschützt werden kann. Ebenso birgt der Transfer von Know-how in Joint Ventures und andere Kooperationsformen das Risiko, dass Kompetenzen abfließen. Die konzernweite Steuerung der Aufgaben zur Reduzierung und Vermeidung dieser Risiken nehmen die Bereiche Unternehmenssicherheit und Intellectual Property Management der Evonik Industries AG wahr. IT-Risiken Elektronisch verarbeitete Informationen sind ein entscheidender Schlüssel für den Erfolg von Evonik. Dem nachhaltigen Schutz von Informationen sowie der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von IT-gestützten Geschäftsprozessen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Die Kompromittierung dieser Systeme und Informationen kann zur Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Um sie und das damit verbundene Wissen innerhalb sowie außerhalb des Konzerns vor Cyber-Kriminalität (auch digitale Wirtschaftsspionage, Manipulation durch elektronische Angriffe) zu schützen sowie derartige Risiken zu minimieren, hat Evonik eine Strategie zur IT-Sicherheit entwickelt sowie organisatorische und technische Maßnahmen etabliert. Die sichere Nutzung von Informationssystemen wird durch konzernweit verbindliche Richtlinien und Regelungen beschrieben und im Rahmen eines internen Kontrollsystems forciert und überwacht. Angesichts einer kontinuierlich wachsenden starken Bedrohungslage prüft der Evonik-Konzern die Schutzmaßnahmen regelmäßig, setzt notwendige Gegenmaßnahmen risikobasiert um und passt diese, wo immer notwendig, an. Durch zum Teil verpflichtende Schulungen und stetige Informationen beispielsweise im Konzern-Intranet oder auf der unternehmensinternen sozialen Plattform sorgt Evonik dafür, dass das Thema IT-Sicherheit im Bewusstsein der Mitarbeiter steht. Dabei werden die besonders schützenswerten streng vertraulichen Informationen von Evonik ermittelt und entsprechende Schutzmaßnahmen veranlasst; gleichzeitig werden Führungskräfte für das Thema sensibilisiert. Das Evonik "Computer Emergency Response Team" (CERT) ist auf verschiedenen Ebenen extern vernetzt (National: Mitglied Deutscher CERT-Verbund, Europa: Mitglied TF-CSIRT *, Global: FIRST Mitgliedschaft). Risiken für Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Qualität Die Evonik Röhm GmbH ist Risiken durch den Betrieb von Produktionsanlagen und unmittelbar wirtschaftlichen Risiken der Arbeitssicherheit aufgrund der unechten Betriebsführung ausgesetzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Falle eines Ereignisses in einer Produktionsanlage beispielsweise Stofffreisetzungen erfolgen, die ggf. die Gesundheit der Mitarbeiter der betriebsführenden Evonik Gesellschaften oder der Nachbarschaft gefährden. Diesen Risiken begegnet der Evonik-Konzern mit dem Verständnis von Sicherheit als ganzheitlicher Managementaufgabe, die auf allen Hierarchieebenen gelebt wird. Das Sicherheitsleitbild von Evonik ist für alle Führungskräfte und Mitarbeiter im Konzern verbindlich. So verdeutlicht der Evonik-Konzern, dass das Thema Sicherheit ein zentraler Teil der Unternehmenskultur ist. Ereignisse werden sorgfältig analysiert, um daraus Lehren zu ziehen. Zudem werden Audits durchgeführt, bei denen der ordnungsgemäße Anlagenbetrieb überprüft wird. Das nach internationalen Normen zertifizierte konzernweite Managementsystem für Umweltschutz und Qualität wird dabei ständig weiterentwickelt und verbessert. Im Rahmen der Produktsicherheit sollen mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken im Portfolio frühzeitig erkannt, und bewertet werden, um deren sicheren Umgang zu gewährleisten. Produkte mit hohem Gefahrenpotential werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von der Rohstoffbeschaffung bis zur Abgabe an die industriellen Kunden - betrachtet. Seinen Kunden stellt der Evonik-Konzern alle erforderlichen Informationen für den sicheren Umgang mit seinen Produkten einschließlich deren Entsorgung zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise Sicherheitsdatenblätter. Produktverantwortung im Evonik-Konzern umfasst selbstverständlich die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben zur Herstellung und Inverkehrbringen der Produkte beispielsweise die Europäische Chemikalienverordnung REACH oder das Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS). Darüber hinaus beteiligt sich Evonik freiwillig an Sicherheitsinitiativen der chemischen Industrie. Als verantwortungsbewusster Konzern der chemischen Industrie betreibt Evonik diese Prozesse nach den Grundsätzen der weltweiten Initiative Responsible Care® und des UN Global Compact. Für die erforderliche Sanierung bzw. Sicherung von Altlasten hat die Evonik Röhm GmbH ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Neben dem im Rahmen der strukturierten internen Prozesse ermittelten aktuellen Anpassungsbedarf der Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen können, beispielsweise durch Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen, gegebenenfalls weitere, ungeplante Zuführungen zu Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen notwendig werden. 4.5 Risiken "Prozesse/Organisation" Die Risikokategorie Prozesse/Organisation stellt die Schnittstelle des Risikomanagements mit dem internen Kontrollsystem (IKS) dar. Risiken in dieser Kategorie entstehen in der Regel aus konkreten Prozessschwächen. Dies schließt neben allgemeinen Prozessschwächen insbesondere auch Risiken im IKS und dem rechnungslegungsbezogenen IKS ein. Die Kategorisierung greift dabei auf den Prozesskatalog der internen Revision des Evonik-Konzerns zurück. Basierend auf wesentlichen Unternehmensprozessen wird das Vorhandensein von entsprechenden Kontrollzielen und Standardkontrollen für die identifizierten Hauptrisiken abgefragt. Aufgrund der Risikoarten in dieser Risikokategorie erfolgt hier in der Regel eine rein qualitative Bewertung. Die Erhebung der konkreten Risiken aus Prozessschwächen auf Konzernebene in den Einheiten hat lediglich geringfügige Optimierungspotenziale für bestehende Prozesse bei Wirksamkeit der derzeitigen Kontrollen ergeben. Entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung wurden identifiziert. Es wurden daher keine Hinweise auf systematische Fehler im IKS des Evonik-Konzerns gefunden. 5 Prognosebericht5.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Leicht höheres Wachstum der Weltwirtschaft für 2018 erwartet Wir erwarten, dass sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2018 geringfügig besser entwickeln werden als im Geschäftsjahr 2017. Insgesamt gehen wir von einer leicht stärkeren Dynamik des globalen Wachstums mit einer Zunahme von 3,1 Prozent im Jahr 2018 gegenüber 2017 (3,0 Prozent) aus.
Wir nehmen an, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung in West- und Osteuropa anhalten wird, wenn auch mit leicht niedrigerem Wachstum als 2017. Unterstützend wirken unter anderem anhaltende geldpolitische Stimulierungsmaßnahmen, ein schwächerer fiskalpolitischer Gegenwind und ein steigendes Vertrauen bei Unternehmen und Haushalten. Die konjunkturelle Entwicklung könnte allerdings durch Risiken im politischen Umfeld sowie im Finanzsektor beeinträchtigt werden. In Nordamerika gehen wir von einer weiteren Erholung der Wirtschaft aus. Das Wachstum wird von privaten Konsumausgaben bestimmt, die durch rückläufige Arbeitslosigkeit sowie steigende Einkommen und Haushaltsvermögen getragen werden. Die verabschiedete US-Steuerreform wird die Steuerlast für Unternehmen und Privatpersonen senken und der Wirtschaft durch einen Anstieg der Unternehmensinvestitionen und des privaten Konsums einen moderaten Impuls verleihen. Die amerikanische Notenbank wird aufgrund des zunehmenden Preisanstiegs ihren Kurs vorsichtiger Zinserhöhungen fortsetzen. Begünstigt durch die Belebung der brasilianischen Wirtschaft wird sich das Wachstum in Mittel- und Südamerika weiter erholen. Politische Unsicherheiten, hohe Arbeitslosigkeit und private Verschuldung wirken jedoch einer deutlichen Aufhellung der konjunkturellen Aussichten in der Region entgegen. In Asien-Pazifik wird das Wachstum auf hohem Niveau bleiben. Wir erwarten, dass geringeres Investitions- und Kreditwachstum sowie umweltpolitische Maßnahmen die Konjunktur in China künftig etwas dämpfen werden. Die Wirtschaft in Japan wird sich im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht abschwächen. In Indien hingegen wird sich das Wachstum nach der Bargeldreform sowie der Einführung einer landesweit einheitlichen Mehrwertsteuer wieder beschleunigen. Die erwartete Entwicklung der Weltkonjunktur ist jedoch durch eine gewisse Unsicherheit gekennzeichnet. Risiken ergeben sich derzeit insbesondere aus den geopolitischen Unwägbarkeiten aufgrund der zahlreichen Krisenherde. Die weltwirtschaftliche Entwicklung könnte zudem durch das Handeln der Zentralbanken anders als von uns erwartet verlaufen. Neben den noch unsicheren Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union steigt auch in den USA die Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs des Landes. Weiterhin könnte das globale Wachstum durch eine stärkere Abschwächung der chinesischen Wirtschaft gedämpft werden. Die globale Inflation wird nach unserer Einschätzung infolge stabiler Entwicklung der Rohstoffpreise und Währungen moderat zunehmen. Zu Beginn des Jahres 2018 erwarten wir einen Anstieg der Rohstoffpreise mit Erholung der Märkte im zweiten Halbjahr 2018. Ausschlaggebend für den Anstieg sind zum einen die aktuelle Rohölpreisentwicklung und zum anderen die restriktiv gelebte Umweltpolitik der chinesischen Regierung. Insgesamt erwarten wir für die Evonik-spezifischen Rohstoffe ein leicht höheres Preisniveau als in 2017. Aus diesem Grund sind auch unsere Einschätzungen zum Evonik-Rohstoffindex für das Jahr 2018 leicht höher als Vorjahresniveau. 5.2 Zukünftige Geschäftsentwicklung / Ausblick Für 2018 erwarten wir bei den Segmenten Resource Efficiency und Nutrition & Care einen leicht höheren Umsatz. Dagegen wird der Umsatz im Segment Performance Materials rückläufig sein, da sich in 2018 das knappe Marktangebot normalisieren und zu sinkenden Preisen führen wird. Insgesamt wird der Umsatz in 2018 unter dem Umsatz des Vorjahres 2017 liegen. Der Weg zur weiteren Effizienzsteigerung in Produktion und Verwaltung wird im Rahmen des bewährten kontinuierlichen Verbesserungsprozesses fortgeführt und zu entsprechenden positiven Ergebnisbeiträgen führen. Die leicht steigenden Rohstoffpreise werden in den einzelnen Geschäften unterschiedlich wirken, sollten aber über das gesamte Portfolio keine wesentlichen Ergebnisauswirkungen haben. Bei der Unfallhäufigkeit geht der Evonik-Konzern für das Jahr 2018 von einer stabilen Entwicklung (2017 1,16) aus und erwartet damit unter der für 2018 definierten Obergrenze von 1,3 zu bleiben. Der Evonik-Konzern fordert und strebt weiterhin langfristig an, dass der Wert unter 1,0 bleibt. Für 2018 erwarten wir deshalb ein Ergebnis vor Gewinnabführung, das wegen des erwarteten Umsatzrückgangs deutlich unter dem Niveau von 2017 (2017: T€ 341.430) liegt.
Essen, 8. März 2018 Evonik Röhm GmbH Die Geschäftsführung Denise Erkul Holger Höcker
1 Anzahl der Arbeitsunfälle eigener
Mitarbeiter und von Fremdfirmenmitarbeitern, wenn sie unter
direkter Weisung von Evonik stehen, pro 1 Million
Arbeitsstunden.
Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen des JahresabschlussesA) Allgemeine Erläuterungen Die Evonik Röhm GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen (Reg. Nr. HRB 26282). Der Jahresabschluss der Evonik Röhm GmbH wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Darüber hinaus findet das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Anwendung. Im Interesse der Klarheit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die "Zinserträge" und "Zinsaufwendungen" des in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten "Zinsergebnisses" werden im Anhang separat dargestellt. Die "Forschungs- und Entwicklungskosten" werden als gesonderter Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur besseren Übersichtlichkeit um die freiwillige Zwischensumme "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" erweitert. Weiterhin werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Evonik Röhm GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Seit dem 01. Januar 2015 konzentriert sich der Vorstand der Evonik Industries AG in einer Managementholding auf die strategische Weiterentwicklung des Evonik-Konzerns. Die drei produzierenden Chemiesegmente Nutrition & Care, Resource Efficiency sowie Performance Materials werden seit dem 01. Juli 2015 jeweils von eigenständigen Gesellschaften, der Evonik Nutrition & Care GmbH, der Evonik Resource Efficiency GmbH und der Evonik Performance Materials GmbH, alle mit Sitz in Essen, geführt. In diesem Zusammenhang wurde zum 01. Juli 2015 die Betriebsführung der Evonik Röhm GmbH durch die Evonik Industries AG von insgesamt vier Betriebsführern abgelöst. Neben den drei produzierenden Chemiesegmente-Gesellschaften führt die Evonik Technology & Infrastructure GmbH, Essen, als vierte Gesellschaft die Betriebe der Evonik Röhm GmbH. Zu diesem Zweck schloss die Evonik Röhm GmbH am 21. Mai 2015 vier Betriebsführungsverträge mit Wirkung zum 01. Juli 2015 ab. Die Betriebsführung erfolgt je Betrieb im Namen der jeweiligen Betriebsführer und im Verhältnis zur Evonik Röhm GmbH für deren Rechnung. Bei einem solchen unechten Betriebsführungsvertrag gehen die zuvor mit der Eigentümergesellschaft bestehenden Arbeitsverhältnisse gemäß § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB auf die Betriebsführer über. Die wirtschaftlichen Chancen und Risiken verbleiben somit bei der Evonik Röhm GmbH. Als Betriebseigentümer bleibt die Evonik Röhm GmbH - wie bei einem Treuhandverhältnis - wirtschaftlicher Eigentümer der Vermögensgegenstände und Schulden des Betriebes und hat diese gemäß § 246 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB in ihrer Bilanz auszuweisen. Trotz der durch den Betriebsübergang erlangten zivilrechtlichen Arbeitgeberstellung der Betriebsführer, bleibt die Evonik Röhm GmbH wirtschaftlich betrachtet weiterhin Arbeitgeber. Daher werden die Personalaufwendungen sowie alle Personalrückstellungen auch nach dem Betriebsübergang bei der Evonik Röhm GmbH bilanziert. Der Evonik Röhm GmbH wird ein Betriebsführungsentgelt durch die Betriebsführer in Rechnung gestellt, das in den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen wird. Die Betriebsführungsentgelte setzen sich jeweils aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. In den Betriebsführungsverträgen werden Tatbestände geregelt, die von der Betriebsführung ausgenommen sind. Die wesentlichen sogenannten Eigengeschäfte sind:
Bei diesen Eigengeschäften tritt die Evonik Röhm GmbH in eigenem Namen und für eigene Rechnung auf. B) Bilanzierung und Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten drei bis zehn Jahre. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über 10 Jahre abgeschrieben. Diese Nutzungsdauer ist im Wesentlichen durch die im Geschäfts- und Firmenwert enthaltenen, nicht getrennt aktivierbaren, langfristigen Lieferbeziehungen, sowie die langfristigen Produktlebenszyklen und das damit verbundene Know-how begründet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten und abzüglich einzeln zuordenbarer Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Im Anlagenbau werden auch in der Planungsphase Fremdleistungen sowie um Gemeinkostenzuschläge gekürzte Leistungen für Eigenengineering und eigene Werkstätten aktiviert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Bis zum Geschäftsjahr 2009 angeschaffte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv - mit Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode - abgeschrieben. Allerdings ist der Ergebniseffekt dieser Abschreibungen, die weiterhin nach § 254 bzw. § 280 Abs. 2 HGB a. F. aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften vorgenommen oder beibehalten wurden, von untergeordneter Bedeutung. Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von € 150, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über € 150, aber nicht über € 1.000 liegen, werden seit 2008 im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Steuerliche Sonderposten, die in vor dem 1. Januar 2010 beginnenden Geschäftsjahren gebildet worden sind, werden unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB, beibehalten. Niedrigere Wertansätze, die auf steuerrechtlich begründeten Abschreibungen beruhen, werden entsprechend fortgeführt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Unverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, erhöhter Lagerdauer o. ä. werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden mit einem Erinnerungswert von 1 € unter den Vorräten bilanziert, die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte zu Anschaffungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden zum Nominalbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten im Geschäftsjahr beträgt T€ 1.693 (Vorjahr: T€ 337). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Altersteilzeit, Pensionsurlaub, Vorruhestand, Entgeltfortzahlung im Todesfall, Jahresleistung und Jahresurlaub im Versorgungsfall, Jubiläum und Teile der Langzeitkonten werden versicherungsmathematisch berechnet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB unterliegt der Unterschiedsbetrag (T€ 79.202), welcher der Differenz zwischen der Pensionsrückstellung bewertet mit dem 10-jährigen Durchschnittszins zum Bilanzstichtag und der Pensionsrückstellung bewertet mit dem 7-jährigen Durchschnittszins zum Bilanzstichtag entspricht, abzüglich hierfür bilanzierter latenter Steuern, der Ausschüttungssperre. Die Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB wird nicht als Abführungssperre umgesetzt. Die Abzinsung der Rückstellungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2017 wird der entsprechende Zinssatz auf Basis der zum 30. November 2017 veröffentlichten Zinsinformationen auf den 31. Dezember 2017 prognostiziert. Er beträgt für die letzten sieben Geschäftsjahre 2,80 % (Vorjahr: 3,24 %) und für die letzten zehn Geschäftsjahre 3,68 % (Vorjahr: 4,01%). Diese sind identisch zum veröffentlichten Bundesbank-Zinssatz zum 31. Dezember 2017. Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Die Verpflichtungen der Pensionszusagen betreffen die betriebliche Altersversorgung. In den Vorjahren hat die Gesellschaft Vermögenswerte (sogenanntes Deckungsvermögen) in den Evonik Pensionstreuhand e.V., Essen, eingezahlt. Hierdurch werden Teile der Pensionszusagen an alle Mitarbeiter insolvenzgesichert. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen von T€ 532.202 (Vorjahr: T€ 517.740) verrechnet. Der Zeitwert des saldierten Deckungsvermögens beträgt T€ 223.249 (Vorjahr: T€ 212.249). Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betrugen T€ 160.143 (Vorjahr: T€ 159.051). Die Marktwerte wurden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, der den Marktwerten zum 29. Dezember 2017 aus dem Masterfonds entspricht. Der Vermögenszuwachs des Geschäftsjahres von T€ 11.047 (Vorjahr: T€ 12.503) wurde im Zinsergebnis erfasst und mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von T€ 45.336 (Vorjahr: T€ 11.107) verrechnet. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegen über die Anschaffungskosten hinausgehende Beträge zeitwertbewerteter Vermögensgegenstände zur Altersvorsorge, abzüglich hierfür bilanzierter passiver latenter Steuern, der Ausschüttungssperre. Dies trifft für die Gesellschaft nicht zu, da sie über genügend frei verfügbare Rücklagen verfügt. Die Gesellschaft hat für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben und in Altersteilzeit gehen werden, die Aufstockungs- und Abfindungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt. Die Zusagen für Langzeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die Anwartschaften mit noch nicht vereinbarter Schlussförderung sind nach Inanspruchnahmewahrscheinlichkeiten gewichtet worden. Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Bei dieser Komponente handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Der Verpflichtungsumfang entspricht dabei dem Zeitwert der hinterlegten Vermögenswerte von T€ 28.216 (Vorjahr: T€ 23.349). Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betrugen T€ 25.991. Soweit Marktwerte für die Vermögenswerte vorliegen, werden diese zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Vermögenszuwachs des Geschäftsjahres von T€ 718 wurde im Zinsergebnis erfasst, die Erhöhung des Verpflichtungsumfangs in gleicher Höhe im Personalaufwand. Seit November 2011 werden die Vermögenswerte in einen Spezialfonds der Assetklasse Aktien und Renten gehalten. Die Vermögenswerte entsprechen den Marktwerten zum 30. Dezember 2017 aus dem Spezialfonds der Allianz. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Evonik Röhm GmbH ist Organgesellschaft einer ertragsteuerlichen Organschaft. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Organträgerin erfasst. Die latenten Steuern der Organschaft mit der Evonik Industries AG werden bei dem Organträger ausgewiesen. Somit unterbleibt die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu historischen Entstehungskursen bilanziert und, sofern nicht in Bewertungseinheiten einbezogen, mit dem am Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden imparitätisch bewertet, wobei positive Wertansätze unberücksichtigt bleiben. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden auch positive Wertansätze berücksichtigt. Die Bewertung der Cash-Pool-Forderungen und -Verbindlichkeiten sowie der Bankbestände erfolgt zum Devisenkassamittelkurs. Die Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen und unter Kürzung der Umsatzsteuer und aller sonstigen direkt mit dem Umsatz verbundenen Steuern ausgewiesen. Sie beinhalten Erträge aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten und aus der Erbringung von Dienstleistungen. Als Produkte werden die Erzeugnisse und Waren bilanziert, die einen Bezug zum normalen Absatzprogramm aufweisen. Zusätzlich weisen solche Vermögensgegenstände den Charakter eines Produkts auf und werden als Umsatzerlöse bilanziert, die regelmäßig im Rahmen der Geschäftstätigkeit des bilanzierenden Unternehmens veräußert werden. Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden als Umsatzerlöse erfasst, insofern ihnen ein Leistungsaustausch zugrunde liegt. II. Erläuterung der Bilanz(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihrer Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände :
Sachanlagen:
Finanzanlagen:
Der Anteilsbesitz der Evonik Röhm GmbH ist folgender Tabelle zu entnehmen:
*). Die Gesellschaften Evonik Oil Additives GmbH und Mönch Kunststofftechnik GmbH haben einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Evnik Röhm GmbH. **). Mit diesen Gesellschaften ist die Evonik Röhm GmbH über die Evonik Oil Additives GmbH verbunden. Die Umrechnung der Auslandwerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, für das Jahresergebnis mit dem Jahresdurchschnittskurs. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind unter anderem Forderungen aus Ergebnisabführung sowie Cashpool-Forderungen an die Evonik Industries AG enthalten. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Mitarbeiter, Steuererstattungsansprüche und Provisionsansprüche. (4) Flüssige Mittel Die wesentlichen Bankkonten der Evonik Röhm GmbH laufen auf die neuen Betriebsführer, verbleiben wirtschaftlich aber im Eigentum der Gesellschaft. (5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten im Geschäftsjahr beträgt T€ 1.693 und beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung einer Projektabrechnung (Vorjahr: T€ 337). (6) Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital beträgt € 52.300.000. (7) Gewinnrücklagen Der Bilanzposten beinhaltet nur andere Gewinnrücklagen. (8) Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt T€ 170.258 (Vorjahr: T€ 170.258). (9) Sonderposten mit Rücklageanteil Die Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von T€ 670 (Vorjahr: T€ 778) betreffen Rücklagen nach § 6b EStG. Die Sonderposten betreffen bereits in Vorjahren auf Investitionen übertragene Rücklagen, die im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführt wurden. Der Ertrag aus der Auflösung in Höhe von T€ 108 (Vorjahr: T€ 108) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. (10) Rückstellungen
Eine Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre führt zu einer Verpflichtung zum Bilanzstichtag von T€ 611.404. Eine Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre führt zu einer Verpflichtung zum Bilanzstichtag von T€ 532.202. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag von T€ 79.202. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind u.a. Rückstellungen für Gewährleistungen, schwebende Verfahren, Rabatte und Boni sowie ausstehende Rechnungen enthalten. Weiterhin bestehen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Vom Gesamtbetrag der Rückstellungen entfallen T€ 307.529 (Vorjahr: T€ 335.710) auf Anteile mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (11) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung gegenüber der Evonik Degussa GmbH in Höhe von T€ 341.430 (Vorjahr: T€ 420.077) sowie Verbindlichkeiten aus der Betriebsführung gegenüber den Betriebsführungsgesellschaften in Höhe von T€ 99.367 (Vorjahr: T€ 78.649). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zum Abschlussstichtag lediglich solche aus Eigengeschäften. (12) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten im Geschäftsjahr beträgt T€ 242 (Vorjahr: T€ 200). III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung(13) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die Berichtseinheiten der Evonik Röhm GmbH auf:
Die regionale Differenzierung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
(14) Funktionskosten Als Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und die Anschaffungskosten der abgesetzten Handelswaren ausgewiesen. Außer den leistungsbezogenen Kostenbestandteilen für Material, bezogene Fremdleistungen und Personal gehören hierzu auch die dem Herstellungsbereich zuzurechnenden planmäßigen Abschreibungen, die Reparaturkosten, Kostensteuern sowie die Abschreibungen auf Gegenstände des Vorratsvermögens. In den Herstellungskosten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen von T€ 131 (Vorjahr: T€ 1.624) enthalten. Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsorganisation und der Vertriebslogistik auch die Kosten der Werbung und des Außendienstes. In den Vertriebskosten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen von T€ 10 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten der Forschungsabteilungen sowie der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen die Leitungs- und Verwaltungsstellen, die nicht dem Herstellungs-, Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungsbereich zugerechnet sind. (15) Sonstige betriebliche Erträge
*) Hierin enthalten sind unrealisierte Kursgewinne in Höhe von T€ 719 (Vorjahr: T€ 2.249). Aufwendungen und Erträge aus Währungskursdifferenzen werden brutto ausgewiesen. Diesen ausgewiesenen Erträgen stehen Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen gegenüber, die unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Einheit zu werten sind. In einer Nettodarstellung hätte sich ein Aufwand aus Währungskursdifferenzen in Höhe von T€ 4.741 (Vorjahr: T€ 4.054) ergeben. (16) Sonstige betriebliche Aufwendungen
*). Hierin enthalten sind unrealisierte Kursverluste in Höhe von T€ 3.704 (Vorjahr: T€ 962). Aufwendungen und Erträge aus Währungskursdifferenzen werden brutto ausgewiesen. Diesen ausgewiesenen Aufwendungen stehen Erträge aus Währungskursdifferenzen gegenüber, die unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Einheit zu werten sind. In einer Nettodarstellung hätte sich ein Aufwand aus Währungskursdifferenzen in Höhe von T€ 4.741 (Vorjahr: T€ 4.054) ergeben. (17) Beteiligungsergebnis
(18) Zinsergebnis
Der Zinsänderungseffekt aus den Pensions- und Personalverpflichtungen ist in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. (19) Ergebnis vor Gewinnabführung Am 22. Juni 2006 wurde mit dem Gesellschafter, der Evonik Degussa GmbH, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der rückwirkend zum 1. Januar 2006 gültig wurde, zuletzt geändert mit Beschluss vom 03. Dezember 2013. Ab 2016 werden Ertragsteuern für den deutschen Organkreis grundsätzlich nur noch auf Ebene des jeweiligen Organträgers ausgewiesen. Auf Ebene der jeweiligen Organgesellschaft erfolgt nur noch der Ausweis von eigenen originären Ertragsteuern. IV. Sonstige Angaben(20) Periodenangaben Materialaufwand
Personalaufwand
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Zum 31. Dezember 2017 sind wie im Vorjahr in der Gesellschaft keine Mitarbeiter beschäftigt. Trotz der durch den Betriebsübergang erlangten zivilrechtlichen Arbeitgeberstellung der Betriebsführer, bleibt die Gesellschaft wirtschaftlich betrachtet weiterhin Arbeitgeber. Daher werden die Personalaufwendungen auch nach dem Betriebsübergang bei der Gesellschaft bilanziert. Wirtschaftsprüferhonorare Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einfließen. (21) Haftungsverhältnisse Die Evonik Röhm GmbH hat im Rahmen der Verträge über die
die Übernahme möglicher Verpflichtungen aus Steuernachforderungen und Umweltschäden zugesichert. Die zuständigen Fachabteilungen - insbesondere der Bereich Legal - tragen für ein entsprechendes Fallmanagement Sorge, daher wird von keiner Inanspruchnahme ausgegangen. (22) Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus vornehmlich Anlageninvestitionen und Mieten betragen T€ 30.569. Hiervon entfallen T€ 1.276 auf verbundene Unternehmen.
(23) Derivative Finanzinstrumente Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ist die Evonik Röhm GmbH Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Reduzierung bzw. Eliminierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Abgesichert werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie geplante Umsätze in fremden Währungen. Finanzderivate werden mit der Evonik Industries AG abgeschlossen. Dabei kommen ausschließlich marktgängige Instrumente mit ausreichender Marktliquidität zum Einsatz. Folglich geht die Evonik Röhm GmbH davon aus, dass keine wesentlichen Kreditrisiken existieren. Im Geschäftsjahr 2017 wurden zur Absicherung von Währungsrisiken Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für alle derivativen Finanzinstrumente werden im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses die Marktwerte ermittelt, wobei der Marktwert angibt, wie sich eine Glattstellung des Derivats am Bilanzstichtag auf das Ergebnis auswirken würde. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte errechnet sich als Barwert auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassakurse sowie der Terminauf- und -abschläge im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Die Bilanzierung der Marktwerte erfolgt imparitätisch: Negative Marktwerte werden als Drohverlustrückstellungen ausgewiesen, sofern sie nicht in ein Bewertungsportfolio oder die Bewertungseinheit mit entsprechenden Grundgeschäften einbezogen sind. Die Ergebnisse für Bildung und Auflösung der Rückstellungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen erfasst. Zum 31.12.2017 wurden in diesem Zusammenhang Rückstellungen in Höhe von T€ 1.697 (Vorjahr: T€ 935) gebildet. Diese resultieren im Wesentlichen aus den negativen Marktwerten der nicht in die Bewertungseinheit einbezogenen Terminkomponenten. Vom Wahlrecht, Sicherungsgeschäfte mit den Grundgeschäften erfolgsneutral zu einer Bewertungseinheit zusammenzufassen, wurde im Geschäftsjahr 2017 Gebrauch gemacht. Die folgenden Grundgeschäfte wurden in Bewertungseinheiten mit folgenden Nominalwerten einbezogen:
Die Absicherung erfolgt bei Vermögensgegenständen und Schulden mittels Makro Hedges, indem für die einzelnen Fremdwährungen Währungsportfolien gebildet werden. Dabei werden sowohl Forderungen einerseits sowie Verbindlichkeiten bzw. geleistete Anzahlungen andererseits zu einer Risikoposition zusammengefasst, die dann netto abgesichert wird. Die in obiger Tabelle enthaltenen Angaben zu den Grundgeschäften erfolgen auf Bruttobasis. Die Steuerung der Währungsrisiken der Evonik Röhm GmbH erfolgt zentral bei der Evonik Industries AG. Evonik setzt zur Reduzierung der Währungsrisiken marktübliche Devisentermingeschäfte ein, die ausschließlich im Zusammenhang mit den korrespondierenden Grundgeschäften aus der originären unternehmerischen Tätigkeit entstehen, die ein dem Sicherungsgeschäft gegenläufiges Risikoprofil aufweisen. Ziel des Währungsmanagement ist es, das operative Geschäft gegen Ergebnis- und Cashflow-Schwankungen infolge von Kursänderungen abzusichern. Gegenläufige Effekte auf der Ein- und Verkaufsseite werden hierbei mit berücksichtigt. Gemäß der Finanzrichtlinie des Evonik Konzerns werden als Normstrategie 100 Prozent der bilanzierten Fremdwährungspositionen abgesichert. Offene Risikopositionen in US-Dollar werden zweimal wöchentlich geschlossen, offene Risikopositionen in anderen Fremdwährungen einmal wöchentlich. Evonik Röhm bildet Bewertungseinheiten für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen. Dabei handelt es sich um geplante Produktumsätze in US-Dollar, ZAR, chinesische Renminbi Yuan und JPY. Aus heutiger Sicht ist es hochwahrscheinlich, dass die abgesicherten Mengen auch tatsächlich verkauft werden. Den durch die Evonik Röhm GmbH abgeschlossenen Devisentermingeschäften stehen wertmäßig in gleicher Höhe geplante Fremdwährungsumsätze gegenüber. Die Bilanzierung sämtlicher Bewertungseinheiten erfolgt nach der "Einfrierungsmethode". Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die "Critical Terms Match-Methode" verwendet, wobei die durchschnittliche Laufzeit der Derivate weniger als ein Jahr beträgt. Zum Bilanzstichtag bestanden bei Evonik Röhm folgende derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken. Nominal- und Marktwerte der Geschäfte wurden mit den Kursen des Bilanzstichtages umgerechnet.
Die Angaben der Nominalvolumina erfolgen in absoluten Werten. (24) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Für die Definition des Kreises der nahe stehenden Unternehmen und Personen sind auch nach HGB die Bestimmungen des IAS 24 maßgeblich. Aufgrund der Neuregelungen des IAS 24 ab dem 1. Januar 2011 sind demnach die Bundes-Republik Deutschland sowie die Länder Nordrhein-Westfalen und Saarland nahe stehend.
In Bezug auf die Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften wird auf Tz. 17 verwiesen. Die Aufwendungen aus Gewinnabführung an Evonik Degussa GmbH sind in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Aufstellung enthält sämtliche wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen. (25) Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung
(26) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Für ihre Tätigkeit erhielt die Geschäftsführung ihre Bezüge von der Evonik Industries AG. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf T€ 1.164 (Vorjahr: T€ 1.155). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sowie für Übergangsgelder sind Rückstellungen von T€ 12.713 (Vorjahr: T€ 12.735) gebildet. (27) Einbeziehung in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG Die Evonik Röhm GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einbezogen. Die Gesellschaft ist daher nach § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. (28) Angabe zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Als Verbundunternehmen der Evonik Industries AG, Essen, ist die Evonik Röhm GmbH gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und hat die sich hieraus ergebenden Rechtsfolgen des § 6b EnWG zur buchhalterischen Entflechtung nach § 6b Abs. 3 EnWG zu beachten. Die Evonik Röhm GmbH übt keine Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG aus. Es liegen keine angabepflichtigen Geschäfte im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG vor. (29) Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Evonik Degussa GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst. (30) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 6. März 2018 und einer Pressemitteilung vom gleichen Tag hat der Vorstand der Evonik Industries AG angekündigt, dass Teil der konsequenten Umsetzung der Strategie der Evonik Industries AG ein aktives Management des Portfolios und die weitere Konzentration auf Spezialchemie sind. Daher prüft der Vorstand für die Methacrylat-Geschäfte (MMA und PMMA) sämtliche Optionen für deren künftige Entwicklung. Zu diesen Optionen zählen auch mögliche Partnerschaften oder eine vollständige Trennung. Diese Ankündigung könnte wesentliche Auswirkungen auf die künftige Strategie und die Einbindung der Evonik Röhm GmbH in den Gesamtkonzern der Evonik Industries AG haben, da die Methacrylat-Geschäfte das wesentliche Geschäftsfeld innerhalb der Evonik Röhm GmbH darstellen.
Essen, 8. März 2018 Evonik Röhm GmbH Die Geschäftsführung Denise Erkul Holger Höcker Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Evonik Röhm GmbH, Essen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Evonik Röhm GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evonik Röhm GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach §6b Abs. 3 EnWG Wir haben die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, geprüft. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, in allen wesentlichen Belangen erfüllt. Wir haben unsere Prüfung nach § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung dieser Pflichten als notwendig erachtet haben. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt wurden sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Frankfurt am Main, den 9. März 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Brüstlin, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 16.07.2018 festgestellt. |
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